404. Deutschland nicht in zwei Rechtsnationen spalten

21. September 2014

الأمر بالمعروف و النهي عن المنكر

al-amr bi-l-maʿrūf wa-n-nahi ʿani l-munkar

to enjoin what is good and forbid what is evil

Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten

Die Hisba. Das falsche durch das richtige Gesetz ersetzen

Von Edward von Roy. Zur Demo gegen Pro Halal, Düsseldorf am 20.09.2014.

Saudi-Arabien exportiert zweierlei, das Erdöl und das Konzept für eine Islamische Religionspolizei. Auf Geheiß des Hüter der zwei heiligen Moscheen wird jeder Mutawa (muṭawwaʿ), jeder Schariapolizist, für eine staatliche Behörde tätig, das Komitee zur Förderung des Guten und Verhinderung des Bösen (CPVPV, Committee for the Promotion of Virtue and the Prevention of Vice). Der Plural, Sittenpolizisten, ist Mutawiun (muṭawwiʿūn, muṭawwiʿīn anglis. mutaween), das bedeutete ursprünglich Freiwillige und meinte in den Arabisch-Byzantinischen Kriegen Kriegsfreiwillige.

Aus der ganzen Welt reisen jedes Jahr Millionen von Gläubigen zur Haddsch oder ‘Umra heran, die in frommer Erwartung auf eine glückliche und für das Dasein im Diesseits und Jenseits erfolgreiche Pilgerreise hoffen. Der Weg ins Paradies führt sozusagen über die Stadt Mekka und der gesamte Staat, wie jedes vollkommen islamisierte Gebiet eine religiöse Diktatur und zusätzlich der rigiden Rechtsschule der Hanbaliyya folgend, möchte sich Mühe geben, frei von Sünde zu sein. Ein Gottesstaat ist aus seiner Sicht in der Lage, das Böse in Schach zu halten und empfiehlt sich anderen Nationen als ein auch in Bezug auf Kultur und Moral beispielhaftes Gesellschaftsmodell. Damit der Islam fehlerfrei gelebt wird, kontrollieren Sittenwächter die Menschen auf korrektes Einhalten der Scharia, verhaften beispielsweise jeden, der die Geschlechtertrennung verletzt oder die korrekte islamische Kleidung nicht einhält, doch auch eine Neujahrsfeier oder eine rote Grußkarte zum Valentinstag beleidigt die Religion und wird bestraft.

Verboten ist ḥarām und was das Islamische Gesetz der Scharia erlaubt, ist ḥalāl. Mit Scharia-Polizei, Anti-Haram-Team oder Pro-Halal-Team ist der Religionspolizist, der Mutawa also auch in Deutschland angekommen. Anders als Islamverbände, Presse und Politik suggerieren, lässt sich gar nicht sagen, dass Sven Lau seine Religion falsch verstanden hätte, weshalb es nicht angemessen ist, über die Wuppertaler und Düsseldorfer Sittenwächter: „Diese paar Halbstarken sprechen nicht in unserem Namen“ zu sagen. Das machte Aiman Mazyek, der Koran und Sunna als Geschäftsordnung des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland (KRM) akzeptiert. Lau und Mazyek teilen dieselbe Scharia, kein Wunder, es gibt nur eine.

Ihre islamische Legitimation findet die Schariapolizei im Grundsatz Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten, den der Koran an vier Stellen nennt. Am bekanntesten ist Sure 3:110, wo der Souverän des Weltalls den Muslimen deutlich macht: “Ihr [den Islam Praktizierenden] seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Allah”.

In Deutschland darf jeder glauben oder nicht glauben, ohne dass sich sein rechtlicher Status ändert. Ob Muslim oder Nichtmuslim, ob Mann oder Frau, jeder hat die gleichen, auf den allgemeinen Menschenrechten gründenden Rechte und Pflichten. Eine überwiegend spirituell gelebte Religion wäre für die freiheitliche Demokratie auch gar kein Problem. Der an der Pflicht zur Scharia festhaltende Islam jedoch muss, muslimbrüderlich über Jahre heranschleichend oder wie bei Chomeini, den Taliban, Boko Haram oder IS innerhalb von Tagen islamrevolutionär heranrasend, eine veritable Diktatur aufbauen, in welcher Allah König ist und menschliche Stellvertreter des islamischen Gottes (das Wort Kalif bedeutet Stellvertreter) Regeln durchsetzen, die mit Koran und Sunna in größtmöglichem Einklang sind. Die Sunna ist das unbedingt nachzuahmende Handeln Mohammeds, wie es die Sammlungen der Hadithe überliefern.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) redet am Thema Scharia vorbei und behauptete vorgestern: „Der Islam ist eine friedliche Religion! Er erklärt Hetzparolen oder Judenhass, Enthauptungen oder Christenverfolgung zur Todsünde!“. Nein Herr Mazyek, erstens köpft Saudi-Arabien islamrechtlich einwandfrei und zweitens kann ein deutscher Muslim friedlicher Mensch sein wie jeder andere, doch solange die Scharia in Kraft ist und den Alltag und die Gesetzgebung totalitär bestimmen will, ist der organisierbare Islam leider keine friedliche Religion, sondern benachteiligt, sobald er auch nur etwas an die Macht kommt, alle Nichtmuslime und alle Frauen. Der von der IGD, dem deutschen Zweig der Muslimbruderschaft gesteuerte Zentralrat distanziert sich nicht von der Erklärung der Menschenrechte im Islam, Kairo 1990, die alle Rechte und Freiheiten unter den Vorbehalt der Scharia stellt.

Artikel 22 der Kairoer Charta garantiert die freie Meinungsäußerung, allerdings nur solange diese nicht die Grundsätze der Scharia verletzt. Abschnitt c) redet von Meinungsfreiheit, verbietet es jedoch sofort, die Meinungsäußerung dazu zu nutzen, “die Heiligkeit und Würde der Propheten zu verletzen, die moralischen und ethischen Werte auszuhöhlen und die Gesellschaft zu entzweien, sie zu korrumpieren, ihr zu schaden oder ihren Glauben zu schwächen”, fordert also die Pressezensur. Artikel 2 schützt das Recht auf Leben, stellt es aber ebenfalls sofort unter Schariavorbehalt: „es ist verboten, einem anderen das Leben zu nehmen, außer wenn die Scharia es verlangt.“

Wenn es nur nach Koran und Sunna geschieht, darf und muss man also die Presse zensieren und bei islamisch gegebenem Bedarf kann man einen Menschen umbringen, in der deutschen Presse aber können Schönfärber wie Mazyek erzählen: „Der Islam ist eine friedliche Religion“. Hat der ZMD-Chef die Gründungscharta der Hamas denn unislamisch genannt? Diese zitiert den Hadith aus Sahih Muslim, Buch 41, Nummer 6981: „Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“, während Mazyek meint: „Der Islam ist eine friedliche Religion! Er erklärt Hetzparolen oder Judenhass … zur Todsünde!“.

Sven Lau und seine Mitarbeiter dürfen die orangenen Warnwesten mit dem Aufdruck Scharia-Polizei nicht mehr benutzen, die Selbstbezeichnung als Polizist hat sich also für die streng religiösen ehrenamtlichen Sittenwächter erledigt. Aber auf der Schutzweste lasen wir noch das zweite Wort, Scharia, das ist die angeblich im Himmel, von Allah geschaffene Gesetzlichkeit als die hier auf der Erde bei Bedarf mit Gewalt durchzusetzende: „islamische Gesetzlichkeit. „Islamische Gesetzgebung“ sagt es Sven Lau ganz praxisnah und auf das Wort Gesetzgebung hätte man in dieser Woche in Hannover auf dem 70. Deutschen Juristentag genauer achten sollen. Die Juristen haben in den letzten Tagen, neben dem von Gutachterin Tatjana Hörnle vorangetriebenen Versuch der Legalisierung der Mädchenbeschneidung sprich Genitalverstümmelung der FGM Typen Ia und IV, allen Ernstes über die Einführung von Scharia-Gerichten diskutiert. Gemeint sind Formen von islamischer Streitschlichtung oder islamischem Täter Opfer-Ausgleich. Das sollte sich eine freiheitliche Gesellschaft nicht leisten.

Ein Religionsgesetz ins säkulare Rechtssystem einzubauen ist demokratisch riskant. In den religiösen Milieus wird beispielsweise der Druck anwachsen, die staatlichen Strukturen als nicht so wertvoll anzusehen oder sogar zu verachten. Wie konntest du nur zu einem ungläubigen Streitschlichter gehen? Auch wird sich die Lobby der Scharia nicht mit Friedensrichtern begnügen, sondern den Druck auf den Staat erhöhen, dem Islamischen Recht entgegenzukommen und in das Personenstandsrecht (Stichwort Polygamie) und überhaupt das Familienrecht schariakonforme Paragraphen einzubauen. Dann werden die nächsten Forderungen kommen, zuletzt wird das Strafrecht islamisiert. Darum geht es der Rechtsreligion, alle Regeln – das menschliche Verhalten und die staatlichen Gesetze betreffend – müssen islamisch geregelt werden, denn der eigentliche Gesetzgeber ist und bleibt Allah. Der freiheitliche Staat muss diesen durch die Religion aufgedrängten Prozess der Islamisierung des Rechts abstoppen.

Schon vor acht Jahren forderte Mustafa Cerić in der Deklaration Europäischer Muslime: „Wege zu finden, wie muslimisches Recht für Personenstandsangelegenheiten, wie z. B. Familienrecht, anerkannt werden kann.“ Hier muss der Staat Nein sagen, wenn er Folgen wie das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die Kinder nur noch durch den Vater, das Recht auf Zweitfrau bis Viertfrau und auf Frauenverstoßung (ṭalāq) oder das sehr niedrige und in Griechenland legale Heiratsalter für muslimische Mädchen von neun Jahren verhindern will.

Der Juristentag hätte nicht über ein auf Seelenrettung zielendes Recht sprechen dürfen, jedenfalls nicht auf der sprichwörtlichen Augenhöhe. Die Scharia einzuhalten rettet vor der Hölle, während die deutschen Gesetze und Verordnungen einzuhalten bisher nur diesseitige Folgen hat, was sich nicht ändern sollte.

Säkulares Recht und Religionsrecht gehören so wenig zusammen wie deutsches Handelsrecht und der die Aufenthaltsdauer im Fegefeuer verkürzende Ablasshandel oder wie faktenbasierte Himmelsforschung und angstgetriebene Wahrsagerei, Astronomie und Astrologie. Grundgesetz und Scharia gehören so wenig zusammen wie Psychologie und die Zauberei des Voodoo. Wer Scharia-Gerichte aufbaut, wird die Muslime, ganz im Sinne der verschiedenen Radikalen von religiös bis rassistisch, noch weiter in die Isolation treiben. Die unteilbare (kohärente) und totalitäre Scharia zu integrieren, zerspaltet mehr und mehr sowohl das noch für alle geltende Recht als auch die einheitliche Rechtsgemeinschaft, die Bevölkerung in Staat und Stadtviertel.

Zum Streitschlichten gibt es überall den Schiedsmann, dessen Dienstleistung jeder von uns in Anspruch nehmen kann, ob gottesfürchtig oder gottlos und der, anders als die Scharia, Mann und Frau stets gleich behandelt.

Edward von Roy

Q u e l l e n

StGB § 132a Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__132a.html

“Es gibt ein Gewaltmonopol des Staats … Niemand anderes ist befugt, sich in die Rolle der Polizei hineinzuschleichen.”

Angela Merkel

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merkel-fordert-gegen-scharia-polizei-entschieden-vorzugehen-13142350.html

Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat die Aktion jetzt scharf kritisiert. “Diese paar Halbstarken sprechen nicht in unserem Namen”, sagte Mazyek im “Tagesspiegel am Sonntag”. Was die Wuppertaler Salafisten täten, sei eine “Zweckentfremdung unserer Religion”. Sie schadeten mit ihrer “schrillen und völlig unsinnigen Aktion” den Muslimen ungemein. Mazyek forderte allerdings auch, der Aktion nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Quelle: Salafisten aus Wuppertal: Zentralrat der Muslime verurteilt “Scharia-Polizei”. DER SPIEGEL 07.09.2014.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/scharia-polizei-in-wuppertal-zentralrat-nennt-salafisten-halbstarke-a-990271.html

Dieser Kurzauftritt von elf (einigermaßen clever kommunizierenden) Tugendwächtern brachte Innenminister Thomas de Maizière und Justizminister Heiko Maas in Wallung – und zwar derart, dass sie mit ihren vielleicht 20-sekündigen Fernsehstatements einige Jahre bundesdeutscher Integrationspolitik karikierten. All die “Hosgeldiniz”-Rufe der Integrationsstaatsministerinnen. All die Wir-gehören-zusammen-Beteuerungen auf Islamkonferenzen. Und all die Bekenntnisse speziell von CDU-Politikern, Muslime und Unionschristen teilten doch den Wertekonservatismus.

Und für diese Demontage brauchten die beiden Minister nur zwei Sätze. “Die Scharia wird auf deutschem Boden nicht geduldet”, so lautete der eine Satz, gesprochen vom christdemokratischen Innenminister. Und: Das Verhalten der elf Salafisten sei “ein Anschlag auf unser freies Lebensmodell” lautete der andere, aus dem Munde des sozialdemokratischen Justizministers. Applaudiert und assistiert wurde den beiden sogleich von einem riesigen Kommentatorenchor – was den Schaden potenzierte.

Von Till-R. Stoldt. Stoppt die Hysterie um die “Scharia-Polizei”! DIE WELT 08.09.2014.

http://www.welt.de/regionales/nrw/article132023600/Stoppt-die-Hysterie-um-die-Scharia-Polizei.html

Firmenlogo der saudi-arabischen Schariapolizei. Streng dem Prinzip PVPV dienen: the promotion of virtue and prevention of vice.

http://travelblog.viator.com/wp-content/uploads/2010/01/vice.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/3/3f/Mukfellas.png/220px-Mukfellas.png

Vier Mutawi’un auf der Suche nach Sündern. Auf Erden im Dienst des Himmels, um Einfallstore des Bösen aufzuspüren.

http://images.alarabiya.net/5d/db/640x392_90528_223283.jpg

So geht das aber nicht.

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Eine mutmaßlich ungehorsame Frau verfolgend.

http://jafrianews.files.wordpress.com/2013/09/saudi-religious-police-chasing-woman.jpg

Frauenkleidung in Schwarz gibt dem Staat innere Sicherheit.

http://s1.ibtimes.com/sites/www.ibtimes.com/files/styles/v2_article_large/public/2012/03/08/245922-saudi-women-injured-in-university-protest.jpg

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Hisba (Enjoining Good and Forbidding Evil)

… Hisba has four components: Al-Muhtasib (the person who practices Hisba), Al-Muhtasabu ‘alayhi (the person to whom Hisba is directed), Al-Muhtasabu Feehi (the subject of Hisba) and Ihtisab (the actual act of enjoining good and forbidding evil).

1. Al-Muhtasib: This refers to the person who enjoins good and forbids evil, whether he is permitted to do so by the Imam in charge of Muslims’ affair or not. …

“If I instruct you to do something, then do as much as you can.” Bukhari and Muslim

All this is admissable as long as there is a Muslim Imam (leader) who entrusts the responsibility of Hisba to those fit to carry it out. In this day and age, however, our rulers who have apostatised by changing the laws of Shar’ia have no right to delegate the responsibility for Hisba. Indeed, they should be removed in accordance with the consensus of the Ulama. …

We have said earlier that disapproving of evil with the heart is a duty for every Muslim, whether he is physically capable or not, and must never be neglected under any circumstance whatsoever, as this would indicate the disappearance of all traces of Iman from the heart.

http://www.kalamullah.com/manhaj01.html

Neben der Pflicht jedes Muslims, ‘das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten’, bezeichnet der Begriff hisba auch den Aufgabenbereich der Person, die in einer Stadt mit der Überwachung des moralischen Verhaltens der Einwohner und insbesondere auch der Märkte betraut war.

Rüdiger Lohlker, Das Islamische Recht im Wandel (Seite 159).

http://books.google.de/books?id=5o3G6sH2Aa0C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Ma’ruf

http://en.wikipedia.org/wiki/Ma’ruf

Um einerseits religiöse Gefühle saudischer Bürger nicht zu verletzen, andererseits aber dennoch die eigene Identität als westliche Frau zu bewahren, empfiehlt sich, wie hier allgemein üblich, das Tragen eines schwarzen, den Körper und die Beine komplett verhüllenden Umhanges (sog. Abaya). Das Tragen eines Kopftuches wird von Angehörigen des “Komitees zur Förderung des Guten und Verhinderung des Bösen” – den sog. Mutawa (“Religionswächter”) – zwar regelmäßig gefordert, ist aber letztlich nicht zwingend erforderlich. Um Konflikte zu vermeiden, empfiehlt die Botschaft aber bei Aufforderung die Haare zu bedecken, der Bitte nachzukommen. In der Regel reicht dafür ein leichter Schal, der mit der Abaya getragen werden kann. …

Für Frauen besteht ein absolutes Autofahrverbot. Bei der Benutzung von Taxis ist darauf zu achten, dass Frauen keinesfalls auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Auch wenn ein anderes Fahrzeug mit einem nicht-verwandten Fahrer benutzt wird, sollten Frauen auf den Rücksitzen Platz nehmen. In Restaurants herrscht in der Regel strikte Geschlechtertrennung. … In Modegeschäften ist Frauen die Anprobe von Kleidungsstücken nicht gestattet.

Deutsche Botschaft Riad

http://www.riad.diplo.de/Vertretung/riad/de/04__RK__Visa/Leben_20und_20Arbeiten/Verhalten_20Frauen.html

Schiitisch. Das Rechte befehlen

Commanding the just (Amr bi l-Maʿrūf) is a part of Shia Islam’s Branches of Religion. It refers to encouraging people to do the necessary good in life even when they have forgotten to do so. For example, when they have forgotten salat.

http://en.wikipedia.org/wiki/Commanding_what_is_just

Schiitisch. Das Verwerfliche verbieten

Forbidding what is evil (Nahi ʿani l-Munkar), is a part of Islam and means, for example, to oppose injustice. In a more political and social context, Muslims are divided: Some believe that one should not take a social stance unless the Caliph orders.

http://en.wikipedia.org/wiki/Forbidding_what_is_evil

Sunnitisch

Enjoining good and forbidding wrong

Enjoining good and forbidding wrong, (Arabic: al-amr bi l-ma’ruf wa n-nahi ‘ani l-munkar) or promotion of virtue and prevention of vice (PVPV), is an Islamic doctrine mentioned in the Qur’an. This expression is the base of the Islamic institution of hisba. It forms a central part of the Islamic doctrine for all Muslims. It is also explicitly referred to in the two Shi’a Ancillaries of the Faith, commanding what is just and forbidding what is evil.

Sura 3:110 translated by Abdullah Yusuf Ali:

Ye are the best of peoples, evolved for mankind, enjoining what is right, forbidding what is wrong, and believing in Allah. If only the People of the Book had faith, it were best for them: among them are some who have faith, but most of them are perverted transgressors.

Sura 3:104 translated by George Sale:

Let there be people among you, who invite to the best [in religion]; and command that which is just, and forbid that which is evil; and they shall be successful.

Sura 7:157 translated by Sale:

“Those who follow the apostle, the unlettered Prophet, whom they find mentioned in their own (scriptures), – in the law and the Gospel; – for he commands them what is just and forbids them what is evil; he allows them as lawful what is good (and pure) and prohibits them from what is bad (and impure); He releases them from their heavy burdens and from the yokes that are upon them. So it is those who believe in him, honour him, help him, and follow the light which is sent down with him, – it is they who will prosper.”

Sura 9:71 translated by Sale:

And the faithful men, and the faithful women are friends one to another: They command that which is just, and they forbid that which is evil; and they are constant at prayer, and pay their appointed alms; and they obey God, and his apostle: Unto these will God be Merciful; for He [is] Mighty [and] Wise

http://en.wikipedia.org/wiki/Enjoining_good_and_forbidding_wrong

and the various volunteers (muṭṭawi’a) who flocked to participate in the jihad

http://en.wikipedia.org/wiki/Arab%E2%80%93Byzantine_wars

Ḥisba in Syrien / Irak beim Islamic State (IS ehem. ISIS)

Auf dem Fahrzeug, gezeigt in Teil 3 bei min 0:53 / 0:54, liest man arabisch al-ḥisba. Zwei freundlich lächelnde Männer in streng islamischer Kleidung und mit Maschinenpistole fahren durch die syrische Stadt al-Raqqa sorgen religionspolizeilich für islamischen Anstand (islamischen Totalitarismus).

http://www.vice.com/de/vice-news/der-vormarsch-des-kalifats-islamischer-staat-teil-3-652

al-amr bi-l-maʿrūf wa-n-nahi ʿani l-munkar

Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten

Seine moralisch-ethische Bedeutung verdeutlicht auch ein auf den Propheten Mohammed zurückgeführter Hadith in der Traditionssammlung Sahih von Muslim ibn al-Haddschādsch, in dem er die Zeit politischer Wirren u.a. wie folgt umschreibt: das Herz weiß nicht, was recht ist, und verbietet nicht, was verwerflich ist.

Al-Ghazali († 1111) erachtet diese Norm als Grundlage der Religion und der göttlichen Botschaft durch die Propheten; ohne sie würde Anarchie herrschen und die Menschen wären zum Untergang verurteilt. Gemäß Ibn Hanbal und aṭ-Ṭabarī ist ihre Umsetzung in der Gesellschaft religiöse Pflicht, während al-Hasan al-Basri sie lediglich als freiwillige Leistung des Einzelnen einstuft.

Sure 3, Vers 110 betont, dass die muslimische Gemeinschaft sich gerade durch die Einhaltung dieses Grundsatzes von anderen unterscheidet:

„Ihr (Gläubigen) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Gott.“

– Übersetzung Rudi Paret

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Rechte_gebieten_und_das_Verwerfliche_verbieten

Sven Lau. Auftritte als „Sharia Police“ in Wuppertal und als „Pro Halāl“ in Düsseldorf

Im September 2014 sprachen Lau und weitere salafistische Aktivisten in Wuppertal im Eingangsbereich von Spielhallen und Gastwirtschaften Besucher an und forderten nach Berichten der Westdeutschen Zeitung islamische Bürger auf, von Glücksspiel und Alkoholgenuss abzulassen. Zugleich warben sie mit Visitenkarten für den Besuch der Darul Arqam Moschee. Dabei trugen sie Signalwesten mit der Aufschrift Sharia Police (englisch für „Scharia-Polizei“) und gelbe Schilder mit Piktogrammen gegen Alkohol, Glücksspiel, Musik, Pornografie, Drogen und Prostitution unter der Aufschrift Sharia Controlled Zone (englisch für „Scharia-kontrollierte Zone“).

Nach Polizei- und Medienangaben warb Lau im September 2014 mit seiner Gruppe unter dem Motto Pro Ḥalāl und ohne Uniformierung auch in Düsseldorf für eine schariakonforme Lebensführung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sven_Lau

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem

Islamkonferenz um Islamkonferenz der Rechtsspaltung entgegen? Der säkulare Verfassungsstaat hat mit totalitär denkenden Jenseitszentrikern nicht auf Augenhöhe zu diskutieren, auch nicht im Rahmen der „Verbesserung des Zusammenlebens zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Muslimen … ein gemeinsamer Weg zu einem besseren Miteinander“ (DIK 2009) oder von „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013). Von Edward von Roy.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2013/04/15/336/

Was ist Salafismus:

Purify and Educate

Bärte, Burkas, Betproteste. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Von Edward von Roy.

Inhalt

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al-barāa

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: ḥisba

3. Frommheit oder Frevel? Tauhid oder Schirk?

4. Der Taghut, der Götze

5. Das salafistische Doppelprogramm: Reinigen und Erziehen (at-taṣfīya wat-tarbīya)

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

7. Die postmodernen Erklärer des Weges: Mit Abdullahi Ahmed an-Na’im, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/05/09/235/

403. Deutsches Juristentag und Islamisches Recht

18. September 2014

Presseerklärung

ZdE

Zentralrat der Ex-Muslime

Universelle Menschenrechte und keinen Schritt zurück!

Vom 16.09. bis 19.09.2014 debattiert in Hannover der 70. Deutsche Juristentag unter anderem über das Thema Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft.

Am 17.09. 2014 haben auf der Grundlage des Gutachtens von Prof. Dr. Tatjana Hörnle (Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Humboldt-Universität zu Berlin) und Stellungnahmen von Dr. Schluckebier, Richter am BVerfG und Dr. Radtke, Richter am BGH verhandeln Richter, Staatsanwälte, Rechtswissenschaftler und Rechtsanwälte ob und wie das Strafrecht in Deutschland an die kulturelle und religiöse Vielfalt der in der BRD lebenden Bevölkerung angepasst werden muss und welche möglichen Gesetzesänderungen der Bundesregierung am Ende der Tagung zu empfehlen sind.

Setzt die Regierungskoalition tatsächlich die Beschlüsse aus der vorab veröffentlichen Expertise und den Referaten unserer Spitzenjuristen in Gesetzesinitiativen um, wird sich diese Gesellschaft völlig unnötig sehr nachteilig verändern.

Politik und Islamverbände hören nicht auf uns vorzugaukeln, dass der auf Koran und Sunna basierende Islam friedlich ist. Ebenfalls habe der an Koran und Sunna orientierte IS (Islamischer Staat) nichts mit einem auf der Scharia basierenden islamischen Staat zu tun. Die Pro-Halal-Truppe von Sven Lau, die zur Zeit durch die Straßen Nordrhein-Westfalens zieht und informierte Bürger in Angst und Schrecken versetzt, sei nur eine Handvoll religiös verirrter Halbstarker, die nicht weiter ernst zu nehmen seien. Das versichert uns sogar Dr. Thomas Mayen, der Präsident des Deutschen Juristentags, während er gemeinsam mit Deutschlands juristischer Elite im Hannover Congress Centrum (HCC) überlegt, wie man das bisher jedes Individuum unabhängig von Religion, Ethnie, Kultur, Geschlecht und sexueller Orientierung gleichbehandelnde StGB an neue multikulturelle und multireligiöse Lebens- und Glaubenskonzepte anpassen kann.

Diese fahrlässige Toleranz gegenüber der zu erwartenden Intoleranz ist das Ergebnis der deutschen islamischen Lobbyarbeit und der Zusammenarbeit der deutschen Regierung mit Islamverbänden und islamischen Regimen wie Saudi-Arabien und Iran. In der Forderung nach mehr Multikultur oder in der Debatte über „neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft“ (Tatjana Hörnle) zeigt sich der bereits hohe Druck auf unsere Gesellschaft, den die islamische Bewegung bei ihrem Kampf für eine an der Scharia orientierte und politisch rückwärtsgewandte eigene Kultur ausübt. Diese islamische Kultur soll neben die moderne Gesellschaft treten und sich zunehmend von ihr abschotten, ihre mehr und mehr islamisch verwalteten Menschen sollen keinen Zugang in die Kultur der allgemeinen Menschenrechte haben. Wenn auf dem Juristentag von Religion oder von kulturellen Entschuldigungsgründen (cultural defenses) gesprochen wird, geht es nur um eine Religion oder Kultur. Nur der Islam will das Regeln von Regeln, die Gestaltung von Gesetzen derartig stark zu seinen Gunsten beeinflussen.

Einige Stichpunkte aus dem Programm

• Ist die Einheit unserer Rechtsordnung zeitgemäß

• Aus der Perspektive des Verfassungsrechts sei Gesetzgebung nicht an einen Katalog überpositiver Rechtsgüter gebunden

• Legalisierung der Genitalverstümmelung von Mädchen (milde Sunna). FGM Typ Ia und IV (WHO) sind nicht mehr strafbar, weil diese angeblich milderen Formen nicht als Verstümmelung anzusehen seien.

Die MGM bleibt legal, solange die Eltern sie als wesentlichen Teil ihres religiösen Erziehungskonzeptes betrachten und es keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, die für ein Verbot sprechen.

• Scharia-Schiedsgerichte, die auf der Grundlage des islamischen Rechts, der Scharia bei Nachbarschaftskonflikten sowie in Familien- und Unterhaltssachen Streit schlichten, aber auch in Strafsachen Urteile fällen.

Das führt zu Diskriminierung von Frauen, Minderheiten, Atheisten und Nichtmuslimen.

• Strafminderung wegen kultureller oder religiöser Entschuldigungs- bzw. Rechtfertigungsgründe

• Liegt eine Tat mit kulturellen oder religiösen Beweggründen vor bei dem sich das Opfer aus der Sicht der Rechtsgemeinschaft falsch verhalten habe, könne ihm ein Mitverschulden an der Tat zugeschrieben werden, weshalb auch hier dem Täter Strafnachlass gewährt werden könne

Hier stellt sich die Frage, welche Rechtsgemeinschaft gemeint ist, die Mehrheitsgesellschaft oder eine Religionsgemeinschaft. Soll wer sich nicht keusch an die religiösen Kleidungsregeln hält Mitschuld am Fehlverhalten anderer tragen?

• Streichung des Tatbestandsmerkmals öffentlicher Friede

Gegen einen solchen Vorschlag spricht, dass die Sicherung des inneren Friedens ein Staatsziel zum Schutz verfassungsrechtlicher Gemeinschaftsgüter darstellt und man sich sehr gut überlegen sollte, ob man auf diese Staatsaufgabe ohne Weiteres verzichtet.

• Hassverbrechen

Auch eine steigende Anzahl von Hassverbrechen entbindet nicht von der Verpflichtung zu Art. 3 Abs. 3 GG. Eine Ungleichbehandlung vor Gericht aufgrund von Religion oder Ethnie darf es nicht geben.

• Schutz von Gruppenidentität

Die Gesellschaft ist nicht in Religionsvölker oder Kulturkollektive aufzuspalten. Die einheitliche, allgemeingültige Rechtsordnung von AEMR und GG richtet sich zu allererst an das Individuum, die Bürgerin, den Bürger und schützt die Grundrechtsträger vor Willkür des Staates und Rechtsverletzungen durch Dritte.

Ethnisieren und kulturalisieren zu Forschungszwecken und zur Kriminalprävention muss erlaubt sein, solange die Menschenwürde nicht angetastet wird. In den Grenzen der fdGO sind Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit zu gewährleisten. Nach der Schrankentheorie gibt es mit Ausnahme der unantastbaren Menschenwürde auch für nicht eingeschränkte Grundrechte verfassungsimmanente Grenzen. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Lange hat die Menschheit für die Entwicklung und Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte gekämpft. Die Universalität der Menschenrechte wird von der Verfassung jedes fortschrittlichen Landes anerkannt. Heute müssen wir erleben, dass sogar europäische Staaten und auch Deutschland diesen Standard relativieren und aufgeben wollen. Der ZdE fordert dazu auf, den Deutschen Juristentag genau zu beobachten und jedem Aufgeben und Nachgeben der Justiz entgegenzutreten. Zivilgesellschaft, universelle Menschenrechte und Individualrechte unabhängig von Religion, Staatsangehörigkeit oder Geschlecht waren und sind ein Gewinn der Menschheitsgeschichte und dürfen auch angesichts des harten Agitierens der islamischen Bewegung nicht aufgegeben werden.

Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland

18.09.2014

Zentralrat der Ex-Muslime

Kontakt: 0177 5692413

Postfach 801152 51011 Köln

exmuslime@gmail.com

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402. Juristentag per Rechtsspaltung pro Scharia?

17. September 2014

Bringt uns der 70. Deutsche Juristentag Hannover 2014 die Integration der frauenfeindlichen und demokratiefeindlichen Schariagesetze?

Von Sozialpädagogin Gabi Schmidt am 16.09.2014

Vom 16.09. bis 19.09.2014 debattiert in Hannover der 70. Deutsche Juristentag unter anderem über das Thema Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft.

Auf der Grundlage des Gutachtens von Prof. Dr. Tatjana Hörnle (Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Humboldt-Universität zu Berlin) verhandeln voraussichtlich mehr als 3000 Richter, Rechtswissenschaftler und Rechtsanwälte ob und wie das Strafrecht an die kulturelle und religiöse Vielfalt der in der BRD lebenden Bevölkerung angepasst werden muss und welche möglichen Gesetzesänderungen der Bundesregierung am Ende der Tagung zu empfehlen sind.

Beschließen die Teilnehmer der Konferenz die vorab veröffentlichte Expertise von Dr. Hörnle und das im Internet nachzulesende Thesenpapier zu den Stellungnahmen weiterer Juristen (u. a. Dr. Schluckebier, Richter am BVerfG, Dr. Radtke, Richter am BGH) tatsächlich unverändert der Regierungskoalition vorzulegen und setzt diese die Vorschläge in Gesetzesinitiativen um, werden alle Bemühungen um Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frau und Mann sowie um gleichberechtigte Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern mit Zuwanderungsgeschichte einen Rückschlag erleiden.

• Es sei zu überlegen, ob die Einheit der Rechtsordnung in angeblich auseinanderstrebenden Gesellschaften noch zeitgemäß ist.

• Rechtfertigender Gewissensnotstand, rechtfertigender Religionsnotstand (§ 34 StGB in Verbindung mit Art. 4 GG) als Strafmilderungsgrund. Ein solcher Rechtfertigungsgrund setzt nach dem Prinzip der Systemkohärenz allerdings voraus, dass die Tat ein angemessenes Mittel gewesen ist, die Gefahr (z. B. Ehrverlust) abzuwenden. Gibt es ein solches Delikt überhaupt oder soll auf die Widerspruchsfreiheit von Gesetzen verzichtet werden?

• Die Forderung, dass Strafrichter bei typischen Kulturkonflikten die Täter- und die Opferseite gleichermaßen würdigen (Otfried Höffe) würde nicht weiterführen. Ein nicht weiter spezifiziertes Ausbalancieren von Interessen nehme zu wenig Rücksicht auf die Strukturen strafrechtlicher Werteurteile.

• Auch bräuchten Richter kein ethnologisches Hintergrundwissen. Sie hätten sich einzig darauf zu konzentrieren, unrechts- und schuldprägende Umstände zu erfassen. Wie soll dann aber beurteilt werden können, ob tatsächlich rechtfertigende Gewissensnotstände oder rechtfertigende Religionsnotstände vorliegen?

• Im ersten Schritt der Verhältnismäßigkeitsprüfung befasse sich das BVerfG mit der Identifizierung eines Schutzzwecks. Dem kann ich nicht zustimmen. Vielmehr stellt sich die verfassungsrechtliche Frage ob das Gesetz einen legitimen Zweck erfüllt.

• Aus der Perspektive des Verfassungsrechts sei Gesetzgebung nicht an einen Katalog überpositiver Rechtsgüter gebunden.

• Sind elementare Werte des Gemeinschaftslebens noch schützenswert oder müssen Strafnormen nur noch dem Schutz anderer und der Allgemeinheit genügen?

• Es bleibe die Frage, ob § 166 StGB Individualrechte schützt.

• Wenn sich aus den Aussagen des Täters, seiner kulturellen oder religiösen Biographie und Persönlichkeitsstruktur schwerwiegende Gewissensnöte ableiten lassen, die ihn daran gehindert haben sich nach der hiesigen Gesetzeslage und Werteordnung zu richten und von der Tat abzulassen, könnten diese für ihn unlösbaren Normkonflikte als Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgründe herangezogen werden, die dann zu einer Minderung der Schuld und damit zu geringerer Strafe führen (§ 34 StGB in Verbindung mit Art. 4 GG).

• Könne dem Opfer aus der Sicht der Rechtsgemeinschaft [ ! ] ein Mitverschulden zugeschrieben werden und liegt eine Tat mit kulturellen oder religiösen Beweggründen vor, solle dem Täter ebenfalls Strafnachlass gewährt werden können

Welche Rechtsgemeinschaft ist gemeint? Eine Religionsgemeinschaft kann auch eine Rechtsgemeinschaft mit eigenen Normen sein].

• Im Zusammenhang mit § 237 StGB (Zwangsverheiratung) sei § 5 StGB (Auslandsstraftaten gegen inländische Rechtsgüter) folgendermaßen zu ergänzen: Opfer einer Zwangsheirat ist eine Person, die zur Zeit der Tat ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat.

• § 226a StGB

FGM Typ Ia und IV (WHO) sind nicht mehr strafbar, weil diese angeblich milderen Formen nicht als Verstümmelung anzusehen seien. Die MGM bleibe legal, wenn es keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, die für ein Verbot sprechen.

• Paralleljustiz

Schiedsgerichte könnten zugelassen werden und nach religiösem Recht Konflikte schlichten sowie in familienrechtlichen Angelegenheiten entscheiden. Sogar der Strafgerichtsbarkeit überantwortete Delikte könnten durch sakraljuristisch ausgebildete Richter geprüft und entschieden werden.

Folgen

• Einheit der Rechtsordnung

Abkehr von Rechtsstaat, Verfassung und freiheitlich demokratischer Grundordnung, Abschottung in einer Parallelgesellschaft, Rechtsspaltung.

• Religiöse Schiedsgerichte / religiöse Familiengerichte / religiöse Strafgerichte

Ungleichbehandlung vor Gericht. Während die Deutschen ohne Zuwanderungshintergrund vorerst weiterhin diejenigen im Grundgesetz verankerten Schutz-, Freiheits- und Gleichheitsrechte behalten, die mit religiösen / kulturellen Normen und Gepflogenheiten der Parallelgesellschaft(en) nicht im Widerspruch stehen, haben Bürger mit Zuwanderungsgeschichte ihren gesamten Alltag nach dem theokratischen Gesetz und der Wohlverhaltensdoktrin ihrer Religionsgemeinschaft / ihrer Herkunftskultur zu orientieren. Staatliche Gerichte sind dann haram und deren Schiedsleute, Anwälte und Richter werden nicht mehr ernst genommen.

Nachbarschaftskonflikte schlichtet dann ein religionsjuristisch ausgebildeter Friedensrichter, der auch über familienrechtliche Angelegenheiten und Unterhaltsfragen entscheidet, Straftäter werden von höchst anerkannten Religionsgelehrten mit einem langjährigen, mehrere Rechtsgebiete umfassenden Studium verurteilt. Beide leiten ihre Richtersprüche von göttlichen Befehlen und heiligen Schriften ab. In einer Theokratie, in der die Staatsgewalt ausschließlich religiös legitimiert wird, werden Verbrechen mit Körperstrafen gesühnt, auf Apostasie, Homosexualität oder Ehebruch steht in einigen dieser Länder die Todesstrafe durch Erhängen oder die Steinigung.

Von einer solchen Paralleljustiz am stärksten benachteiligt sind vor allem Frauen, offen nicht religiös praktizierende Menschen, Bürger die die sich in ihrer selbstbestimmten Persönlichkeitsentfaltung und Sexualität erkennbar nicht eingrenzen lassen wollen sowie politische Gegner. Fast alle Religionen bauen nämlich auf erzkonservativen, patriarchalischen Fundamenten, möglichst authentisch nachzuahmenden charismatischen Führern und traditionellen Familienmodellen auf, die zur Heilssicherung absoluten Gehorsam einfordern. Die starke Einschränkung von Freiheits-, Schutz- und Gleichheitsrechten, der Verzicht auf individuelle Bedürfnisse sowie die fehlende Trennung der Einflussbereiche von Staat und Religion und vor allem Recht und Religion ist der Preis für die dann versprochene, allerdings prekär bleibende Seelenrettung.

• Gewissensfreiheit

des Einzelnen? Kultur und Religion als die Strafe verringernder Entschuldigungsgrund.

Kultureller / religiöser Rabatt bei der Verurteilung wird die Abschreckungswirkung des Strafrechts verringern. Migranten aus gottesfürchtigen, tief mit der Herkunftskultur verwurzelten Familien werden noch leichter letzte Bedenken, die sie an der Ausführung der Tat hindern, beiseiteschieben, da die Straftat schnell verbüßt ist und Sippe und Community ihnen viel Ehre, Respekt und Achtung entgegenbringen werden. Es ist zu befürchten, dass die Anzahl derart motivierter Straftaten ansteigen wird.

Die frauen-, gleichheits- und integrationspolitischen Bemühungen um die volle Teilhabe jedes in der BRD lebenden Menschen am Grundgesetz (1949) und seiner säkularen, freiheitlich demokratischen Rechts- und Werteordnung werden nun erst recht ins Leere laufen.

Wenn renommierte Juristen wie Dr. Hörnle, Dr. Schluckebier (Richter am Bundesverfassungsgericht) und Dr. Radtke (Richter am Bundesgerichtshof) ohne Rücksicht auf die der AEMR (Paris, 1948) entlehnte Verfassung Recht weiterentwickeln, dabei derart leichtfertig und illoyal mit Rechtsstaatsprinzipien und Verfassungsgarantien umgehen und die Einheit der Rechtsordnung für verhandelbar halten, interessiert es einen Richter dann noch, ob die Tat im eklatanten Widerspruch zu GG und fdGO steht und deshalb eine mildere Bestrafung auszuschließen ist?

Rechtsanwälten, die ja den Täter bestmöglich zu verteidigen haben, wird es nicht an der nötigen “juristischen Phantasie” (de Maizière) fehlen, um ìn ihrem Plädoyer auf “rechtfertigende Gewissensnotstände und rechtfertigende Religionsnotstände” (Art. 34 StGB in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 und 2 GG) hinzuweisen. Der Täter, von einer Täterin ist bisher selten auszugehen, darf mit einem Nachlass bei der Bestrafung fast sicher rechnen, denn es ist zeitsparend, einfach und kostensparend, wenn Richter Verständnis dafür aufbringen, dass der streng religiös sozialisierte Angeklagte als frommer Mann nicht europäischer Herkunft gar nicht anders handeln konnte. An die verzweifelten Opfer, wenn sie denn noch leben oder deren hinterbliebene Familie wird schon keiner denken. Wenn diese aus dem gleichen Kulturkreis kommen oder sich zum gleichen Glauben bekennen, darf sie ein mildes Urteil sowieso nicht überraschen.

• Mitschuld des Opfers. Auf welche Rechtsgemeinschaft bezieht sich Hörnle im Zusammenhang mit der Mitschuld des Opfers? Als Dozentin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung muss Hörnle von der renommierten HU zu Berlin wissen, dass der Fachterminus Rechtsgemeinschaft unklar und mehrdeutig ist, zumal nach ihrer Ansicht zu erwägen ist, ob „die Einheit der Rechtsordnung einen zu bewahrenden Eigenwert” hat. Eine Religionsgemeinschaft ist nämlich auch eine Rechtsgemeinschaft, zumal wenn sie Schieds- und Strafgerichte unterhält und theologisch-juristisch ausgebildete Friedens- und Strafrichter Konflikte schlichten, im Bereich des Familienrechts Urteile fällen oder Strafen verhängen.

Interpretiert man Hörnles Aussage entsprechend, ergibt sich folgender Sinn

Kann einem Opfer aus Sicht der Religionsgemeinschaft ein Mitverschulden angelastet werden, verringert sein Fehlverhalten die Schuld des Verbrechers, er ist milder zu bestrafen.

Dürfen Frauen nun keinen Minirock mehr tragen, weil aus Sicht der Rechts- und Glaubensgemeinschaft aufreizende Kleidung unmoralisch ist und Männer dazu provoziert, zu beleidigen, sexuell zu belästigen oder verachtenswertere Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zu begehen? Eine solche Einstellung diskriminiert sowohl Frauen als auch Männer und ist antiquiert.

• Nötigung zur Eheschließung.

Um Zwangsheiraten (§ 237 StGB) zu erschweren, ist nach bisheriger Rechtslage die Verschleppung ins Ausland zwecks Nötigung zur Ehe grundsätzlich strafbar. Als Auslandsstraftat gegen inländische Rechtsgüter wird die gegen den inneren Willen der Brautleute gewaltsam durchgesetzte Eheschließung jedoch nur dann behandelt, wenn das Opfer seinen Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt in der BRD hat. Warum fordert die Strafrechtlerin nicht ein eigenständiges, eheunabhängiges Aufenthaltsrecht oder zumindest eine Härtefallklausel in den Fällen, in denen eine Weiterführung der Ehe entwürdigend und unzumutbar ist?

• FGM Typ Ia und IV

Es ist zu begrüßen, dass FGM in die Liste der auch im Ausland zu verfolgenden Straftaten aufgenommen werden soll. Auch eine Verschärfung des Strafmaßes der wegen der besonders beeinträchtigenden und gesundheitsschädlichen Folgen der WHO-Kategorien Ib, II und III an § 226 StGB ist plausibel. Außerdem schlägt die Gutachterin vor, die sehr seltenen, schweren Formen der MGM (wird nur noch bei den Dowayo in Kamerun praktiziert, Tendenz rückläufig) unter den dann geschlechtsneutral zu formulierenden § 226a StGB zu subsumieren und diese folgenschweren Mutilationen mit einer längeren Gefängnisstrafe zu ahnden.

Diese Angleichung erweckt wenigstens auf den ersten Blick den Anschein, die Berliner Professorin sei Gleichheitsfeministin und darum bemüht, die durch § 1631d BGB erfolgte verfassungswidrige Benachteiligung von Jungen aufzuheben. Hörnle beschränkt den Schutz der körperlichen Unversehrtheit allerdings auf derart folgenschwere Formen der MGM, wie sie nur noch bei den Dowayo in Kamerun praktiziert werden (Tendenz rückläufig). Die Amputation der Penisvorhaut, wie sie noch heute überall auf der Welt praktiziert wird, hält die auch auf dem Fachgebiet der Rechtsphilosophie versierte juristische Autorität für gerechtfertigt, wenn bei der irreversiblen, tiefgreifenden Operation medizinische Qualitätsstandards zu Hygiene und Schmerzfreiheit eingehalten werden und der Eingriff als “tragende Säule ihres am Kindeswohl orientierten religiösen Erziehungskonzepts” als verpflichtend interpretiert wird. Das Gesetz, dass Eltern erlaubt bei ihren nicht urteilsfähigen und nicht einsichtsfähigen Söhnen ohne pathologischen Befund den Penis zu verstümmeln, steht nach Hörnle dementsprechend nicht im Widerspruch zur Verfassung. Der Staat verstoße nicht gegen das ihm übertragene Wächteramt, wenn er Eltern dazu ermächtigt aufgrund ihres Sorge- und Erziehungsrechts in die Grund- und Kinderrechte ihrer Jungen einzugreifen.

Führt man die Argumentation der Rechtsexpertin in der eingeschlagenen Richtung logisch zu Ende, welche die Dozentin zwar nicht explizit zu Papier bringt, aber sehr deutlich ansteuert, will Hörnle die der angeblich milderen FGM gleichzusetzende Jungenzirkumzision in den Abs. 2 des selben § 226a StGB transferieren. Dies würde allerdings zur verfassungswidrigen Inkohärenz des Gesetzes führen, da in der Begründung zum Gesetzestext mit einem kosmetischen Eingriff vergleichbare angeblich harmlosere Ausmaße der Verletzung weiblicher Genitalien (gemeint sind wohl Typ Ia und IV der WHO-Kategorisierung) als minderschweres Verbrechen geahndet werden, während die rituelle Entfernung der männlichen Vorhaut als Kindeswohl sichernde religiöse Erziehung bewertet würde. Wer wie Hörnle die Jungenzirkumzision als gerechtfertigt verteidigt und deshalb straffrei stellt, muss aus formaljuristischen Gründen eine mit der MGM (angeblich) gleichzusetzende FGM legalisieren.

• Streichung des Tatbestandsmerkmals öffentlicher Friede

Gegen einen solchen Vorschlag spricht, dass die Sicherung des inneren Friedens ein Staatsziel zum Schutz verfassungsrechtlicher Gemeinschaftsgüter darstellt und man sich sehr gut überlegen sollte, ob man auf diese Staatsaufgabe ohne weiteres verzichtet.

• Hassverbrechen

Auch eine steigende Anzahl von Hassverbrechen entbindet nicht von der Verpflichtung zu Art. 3 Abs. 3 GG. Eine Ungleichbehandlung vor Gericht aufgrund von Religion oder Ethnie darf es nicht geben.

• Schutz von Gruppenidentität

Die BRD ist nicht in Religionsvölker oder Kulturkollektive aufzuspalten. AEMR und GG richten sich zu allererst an das Individuum, den Bürgerin, den Bürger. Ethnisieren und Kulturalisieren zu Forschungszwecken und Kriminalprävention muss erlaubt sein. In den Grenzen der Verfassung sind Freie Presse und Meinungsfreiheit zu gewährleisten.

Die unantastbare Menschenwürde ausgenommen, gibt es keine uneinschränkbaren Grundrechte. Dieser Grundsatz gilt auch für die Religionsfreiheit, welche die Rechte Dritter nicht einzuschränken hat.

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

401. Nein zur Schariapolizei

17. September 2014

Unser Nein zu den Vorschriften der Scharia

AUFRUF

Demo gegen Pro-Halal

Samstag, den 20.09.2014

16:00 Uhr

Konrad-Adenauer-Platz 14

40210 Düsseldorf

Zentralrat der Ex-Muslime

Kontakt: 0177 5692413

Postfach 801152 51011 Köln

exmuslime@gmail.com

Website des ZdE

http://exmuslime.com/

Facebook: Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland

https://www.facebook.com/pages/Zentralrat-der-Ex-Muslime-Deutschland/486839381365629

In Nordrhein-Westfalen sind radikalreligiöse Salafisten als Scharia-Polizei oder Anti-Haram-Team durch die Straßen gezogen und haben Bürger zur Einhaltung der repressiven Vorschriften des Islam aufgefordert. Anfangs trugen sie orangefarbene Westen mit dem Aufdruck „Sharia police“, was an die Mutawiun (Schariapolizei) der einstigen afghanischen Taliban erinnert. Im Gottesstaat Saudi-Arabien kontrolliert das selbe Modell einer Islamischen Religionspolizei auch heute, dass alle Frauen den vorgeschriebenen großen Schleier (Abaya, Hidschab) korrekt tragen, keine fremden Männer ansprechen können und ohne männlichen Begleiter keine Reise unternehmen. Im Iran übernehmen die Basidschi ungefähr dieselbe Funktion und dürfen im Auftrag des Islamischen Regimes die Menschen einschüchtern oder auch schlagen. Auch in Großbritannien haben sich Scharia-Patrouillen gebildet. Etliche Menschen aus diesen Kreisen der europäischen Scharia-Sheriffs haben sich so sehr fanatisiert, dass sie nach Syrien und in den Irak gezogen sind und sich dort den Glaubenskämpfern der Terrormiliz Islamischer Staates (IS) angeschlossen haben. Auf diese Art zeigt sich der ideologische und auch praktische Zusammenhang zwischen dem Tugendterror hier in Europa und dem Dschihad-Terror dort im Nahen Osten.

Im Namen von Millionen von Menschen möchten wir deshalb hier in Düsseldorf auf die Straße gehen und sagen: NEIN zur Scharia, Nein zum Gottesstaat, Nein zu den frauenfeindlichen islamischen Gesetzen!

In einem modernen Staat darf die mittelalterliche Gesetzesordnung der Scharia auch wegen ihren brutalen Strafen keine Rolle spielen. Wir lassen es nicht zu, dass einige religiöse Radikale Angst und Schrecken verbreiten und in mehr und mehr Städten die Nonkonformisten bedrohen und alle Frauen ohne Kopftuch mobben. Nein, hier werden wir mit allen Menschen – egal ob Einheimische oder Einwanderer – auf die Straße gehen und zusammen ein breites, an den allgemeinen Menschenrechten orientiertes Bündnis für freiheitlich demokratische Werte bilden.

Wir haben im Iran, in Saudi-Arabien und Afghanistan, im Irak und im Sudan, in Nigeria und in vielen anderen Ländern gesehen, was die totalitäre Machtausübung eines streng an Koran und Sunna orientierten Regimes mit einer Scharia-Polizei als zentralem Einschüchterungsinstrument bedeutet. Wir wissen, welche verheerenden Auswirkungen die Schariapolizei auf unsere Körper und Seelen hat. Angesichts der Bedrohung von Freiheit, Gleichheit und Säkularität durch Tugendterror und Dschihad müssen wir jetzt aufstehen und der weltweit vernetzten Schariabewegung Einhalt gebieten.

Unsere Demonstration richtet sich auch gegen die fortlaufende unkritische Duldungspolitik der deutschen Regierung gegenüber den islamischen Organisationen. Egal wie die einzelnen Verbände sich nennen, sie vertreten alle die gleiche Grundrichtung und sind alle für die Scharia. Ein Beispiel für den radikalen Aktivismus ist die Charta der Menschenrechte im Islam, die 1990 in Kairo verfasst worden ist. Diese Charta lässt von den unteilbaren Menschenrechten nur einen Kernbereich übrig, behandelt Männer und Frauen eben nicht gleich, richtet sich gegen die Meinungsfreiheit und will die allgemeinen Menschenrechte aushebeln. Geht es nach den islamischen Führern, dann sollen überall auf der Welt die Muslime mehr und mehr in einen Käfig aus Sondergesetzen eingesperrt werden. Wenn die Islamaktivisten erst einmal genügend Macht erlangt haben, dann werden sie immer und überall eine Art von Schariapolizei organisieren. Hier in Deutschland möchte sich kein Islamverband oder Moscheeverein von der Islamischen Menschenrechts-Charta von 1990 distanzieren. Auch das ist ein Grund dafür, dass der Zentralrat der Muslime (ZMD) nicht als Vertretung der muslimisch geprägten Mitbürger staatlich anerkannt werden darf. Alle Verbände im Koordinationsrat (KRM) sind streng an der Scharia ausgerichtet und sollten deshalb von den Sicherheitsbehörden beobachtet und kontrolliert werden.

Wir wenden uns entschieden gegen die Tolerierungspolitik und die Zusammenarbeit der Bundestagsparteien – egal ob CDU, SPD, Linkspartei und Grüne – mit den Aktivisten der Islamischen Bewegung und den radikalislamisch beherrschten Staaten wie Saudi-Arabien und dem Iran. Diese finanzielle und politische Zusammenarbeit stärkt die Gegner der Moderne und Menschlichkeit hier und fällt dort allen Frauen, Säkularen und Islamkritikern in den Rücken.

Aus diesem Grund fordern wir von der deutschen Regierung eine andere Politik. Jetzt ist die Zeit für eine grundlegende Richtungsänderung. Sonst dürfte es bald zu spät sein.

Die skandalöse Aufstellung einer Scharia-Polizei ist eben auch ein Ergebnis der verfehlten Toleranzpolitik und des gescheiterten Multikulturalismus in Deutschland. Wer propagiert: „Der Islam gehört zu Deutschland“ und dabei vergisst, dass unsere säkulare und freiheitliche Gesellschaftsordnung in einem Gegensatz zur islamischen Herrschaftskultur steht, der ist mitverantwortlich, wenn die globale Bewegung von Bart und Burka sagt: „Die Scharia gehört zu Deutschland“.

Wenn jetzt die freiheitlich demokratischen Kräfte nicht aufstehen und für einen Richtungswechsel im Sinne einer Null-Toleranz-Politik gegenüber dem radikalen Islam eintreten besteht die Gefahr, dass Rechtextremisten und Rassisten das Thema kapern, weil der fatale Eindruck entsteht, die fortschrittlichen und demokratischen Kräfte sind entweder allesamt Komplizen der Islamisten oder ducken sich feige weg. In einem funktionierenden Rechtsstaat ist Religion Privatsache, jeder kann glauben oder nicht glauben, ohne seine vollen Bürgerrechte zu verlieren. Sobald jedoch die Aufpasser der Scharia durch die Straßen patrouillieren, schreiben die religiösen Extremisten allen anderen Muslimen und sogar den Nichtmuslimen vor, welche Kleidung oder Musik noch erlaubt ist, wie man in der Öffentlichkeit auftreten darf. Vor allem geht es den Anhängern der Scharia um die Rolle der Frau, die als unmündig gilt und einen Aufpasser braucht. Das ist eine Art von Faschismus.

Deshalb unser Appell an alle Menschen: Sagen sie Nein zur Scharia-Polizei, Nein zum Salafismus, Nein zum Islamismus.

Inhalt (bis 400)

17. September 2014

001 Islamkritik im Plural

ts. Islamkritik wird in der kulturellen Moderne sehr verschiedenartige Menschen zusammenführen. Die Nordafrikatouristin als Bezness-Opfer bringt ganz andere Erfahrungen zum Thema Islam mit als der Handelsreisende mit zwanzigjähriger Nahosterfahrung oder die gewählte Sprecherin eines Arbeitskreises Homosexualität. Die jahrzehntelang versäumte islamkritische Diskussion möchte das Blog Sägefisch in die Berufsgruppe der Pädagogen und Sozialpädagogen einbringen helfen. Thea Stavridis habe hier das erste Wort. Demokratinnen und Demokraten aller Länder …

002 Bildungsverweigerung im Islam

jz. Eine Nachhilfelehrerin berichtet über muslimische Wagenburgen und deren Lernverweigerung. Die arrangierte Ehe der Kinder und Enkel ist attraktiver als Bildung. Sich gute Schulnoten zu erschleichen jedoch gilt als sportliche Übung

003 Blutrache und Ehrenmord versus kulturelle Moderne

ja. Die Zuwanderungsgesellschaft und die Konjunktur der Gegenaufklärung

004 Popkultur der Dâr al‑Harb: Sexismus und Shari’a

ja. Die Scharia ist affengeil für Deutschlands Machos und Zicken. Ob Big-Brother-Container oder obszöner Video-Clip: Nachwuchs-Pascha und Araberheimchen passen ästhetisch-kulturell ganz gut zu Deutschlands Jungliberalen oder Globalisierungegnern

005 Ein Hauch von Revolte: die Achtundsechziger und das exotische Fremde

ja. In masochistischer Fremdenfreundlichkeit nahte sich der deutsche Gutmensch von 1968 dem irdischen Paradies und ging ägyptisch Essen. Warum die Siebziger Jahre nicht in der Lage waren, die orientalische Scharia, das traditionelle System der Frauenunterdrückung und Sklavenhalterei zu kritisieren. Im irgendwie unangenehmen Schatten des Dritten Reiches jedenfalls kam der orientalische Gastarbeiter gerade recht, auch wenn dieser ein erklärter Judenhasser war

006 Islamischer Antisemitismus

ja. Judenhass als Teil der koranischen Lehre. Wie der Islam seit 1.400 Jahren zum Hass auf die Juden aufruft

007 Islamismus und Terror? Islam und Terrorismus

ja. Dschihad als fromme Pflicht. Das Bombenlegen als sehr persönliche Art, seinen Glauben zu kultivieren? Keine Weltreligion jedenfalls hat eine solche Nähe zum Terrorismus und zur Gewalt wie der Islam. Das ist der Rede wert

008 Dhimma, Dhimmi, Dhimmitude. Der Scharia-Islam als ein Kastensystem

ja. Hierarchien von Menschen, Klassensysteme oder Kasten vermuten wir in Indien oder in der römischen Antike. Dass der Islam seine Umwelt in ein sakrales Kastensystem zwingt mag für manchen erstaunlich sein. Jizya‑zahlender Schutzjude und tierischer Harbi: der Ungläubige ist weniger wert, der Polytheist kann einfach so getötet werden

009 Arroganz statt Bildungsarbeit. Warum der derzeitige Islam die moderne Schule boykottiert

ja. Der deutsche Islam zielt auf arrangierte Ehe und auf sklavisches Befolgen der vormodernen und inhumanen Standards der Scharia. Einsichtsfähigkeit zu verhindern ist Lernziel der alten Obskuranten wie neuen Islamisten. Lernen steht dem herbeiphantasierten Kalifat ärgerlich im Weg. Lernblockade Islam – die Parallelgesellschaft der Bildungsverweigerer

010 Mann wird gemacht, Frau wird verkauft. Tabuthema Jungenbeschneidung

ja. Der seelisch kranke Gott des Patriarchats will Blut sehen am männlichsten aller Körperteile. Das Initiationsritual in den Jägerbund als frauenfreier Geburtsvorgang. Bruno Bettelheim. Wie für uns ein Gleichgewicht von Denkblockaden eine Kritik der Routine‑Jungenbeschneidung verhindert

011 Der Koran – er steht sozusagen nicht zur Diskussion

ja. Die bislang hochnäsigste heilige Schrift der Menschheitsgeschichte. Zur Genese eines arabischen Textes. Salman Rushdie und Cat Stevens. Der Weg in das Verteufeln der Polytheismen. Göttliche Texte heute: Fundamentalismus oder säkulare Moderne?

012 Kopftuch spaltet: Frau ist nicht Mann, Nichtmuslim ist nicht Muslim

ja. Böses Haar. Frauenhass und Fetisch Frauenhaar. Kopftuchmobbing und Tochterkontrolle. Das Kopftuch als legalistisches Instrument heiliger Kriegsführung

013 Kein Kopftuch im öffentlichen Dienst!

ük. Mit dem Kopftuchkrieg geht es ums Ganze: wollen wir Demokratie oder Scharia? Die ebenso altarabische wie islamofaschistische Geschlechtertrennung und die prekäre kulturelle Moderne

014 Dem Islam fehlt Säkularität. Über Arzu Toker

ük, ja. Die Publizistin und Islamkritikerin Arzu Toker. Die Balkon‑Mädchen, ein Radio‑Hörspiel

015 Atheismuskritik für eine nachhaltige Islamkritik

ja. Maoismus und Manichäismus. Atheismus, die zarteste Verführung seit es Schamanen gibt. Phänomen Ex‑Muslime: eine schützenswerte Minderheit allemal

016 Gott statt Spott (I): Jacques Auvergne zu § 166 StGB

ja. Bayern will den Gotteslästerungsparagraphen verschärfen. Alle Jahre wieder: Bayerns CSU bläst ins heilige Horn der Theokratie. Wie eine gelangweilte christkonservative Werbekampagne der aufmerksamen Scharia den Weg ebnet

017 Gott statt Spott (I): Ümmühan Karagözlü zu § 166 StGB

ük. Gottesstaat in Afghanistan oder Bayern? Die CSU als Büttel für den Sultan

018 Erziehungsziel islamistischer Terror. Für die lieben Kleinen

ja. Farfour und Nahool: Kinder zum Rassenhass aufhetzen. Die Hamas und das Kinderprogramm von al‑Aqsa‑TV. Über den Diebstahl einer amerikanischen Comicfigur

019 Heiliger Krieg im Kinderfernsehen

ük (vgl. 018). Farfour und Nahool. Bildungsbausteine antisemitischer Pädagogik. Micky‑Maus und Coca‑Cola. Erziehungsziel judenfreier Orient

020 Integrationspoker, die unheilige Allianz der Gutmenschen und Islamisten

ük. Das Pokerface deutsche Integration fand einen vorzüglichen Spielpartner im radikalen Islam. Wie die Kinder der Utopiker von 1968 die unbequeme Forderung nach einer Kultur weltweiter Gerechtigkeit durch den beliebigen Kulturrelativismus ersetzt haben

021 Kopftuch nicht angeboren sondern anerzogen

ja. Deutschlands sakrale Parallelkultur. Wie die Tochter eines Imams zu ihrem Kopftuch kommt

022 Islamkritisches Lied: Hatun Sürücü

pik. Gedicht und Lied aus dem Jahre 2007 über den so genannte Ehrenmord an der kurdischen Berlinerin Hatun Sürücü. Es wird auf die antifrancistische Melodie ’L`estaca’ des Katalanen Lluis Llach gesungen

023 Islamkritisches Lied: Oriana Fallaci

pik. Gedicht und Lied aus dem Jahre 2007 zur Erinnerung an Oriana Fallaci und ihr sechs Jahre eher erschienenes Buch ’Die Wut und ihr Stolz’. Es wird auf das alte proletarisch‑revolutionäre Melodie des Liedes ’Arbeiter von Wien’ gesungen. Wir sind das Bauvolk der kommenden Welt

024 Die Zuwanderungsgesellschaft und ihre Polizeiarbeit

ja. Im Herbst 2007 brachte Bülent Arslan vom Deutsch-türkischen Forum der nordrhein-westfälischen CDU den dümmlichen, wahnwitzigen oder auch trickreichen Vorschlag, eine türkisch-muslimische Polizeieinheit innerhalb der nordrhein-westfälischen Polizei aufzubauen

025 Integration oder Assimilation?

ja. Wie viel Ähnlichkeit soll der Einwanderer wie schnell haben und womit überhaupt? Europäische Identität, demokratische Identität – eine Terra Inkognita auch für die Alteingesessenen? Europas krampfig-verwinkelter Selbsthass. Verletzlicher Hedonismus

026 Integrationsgipfel 2007. Man sagt ab

ja. Am 12. Juli 2007 lud die Bundesregierung zum Integrationsgipfel. Die türkischen Verbände sagten in letzter Minute ab. Islamverbandlicher Lustverlust?

027 Irak 2007: Terror gegen die Jesiden

ja. Am 15. August 2007 tötete eine Serie von Bomben 500 Angehörige der Ethnie und vorislamischen Religion der Jesiden. Spuren aus der Zeit der ’Unwissenheit’ zu vernichten gilt fanatischen Muslimen zwischen Kabul und Bagdad als fromme Pflicht. Afghanistans einstige buddhistische Bevölkerung wurde längst ausgerottet oder zwangsislamisiert, doch al‑Qaida zerstört in diesen Jahren sogar die Buddhastatuen. Iraks kurdische Jesiden sind gewissermaßen die lebenden Buddhas

028 Ehrenmord in Mönchengladbach. März 2007

ja. Am 9. März 2007 erschoss der 39jährige Türke Erol Peşter seine Ex‑Ehefrau Rukiye und die gemeinsame 18jährige Tochter Derya in der Mönchengladbacher Frankenstraße. Grund: sie hatte sich von ihm getrennt. Im türkischen oder kurdischen Ehrenmordmilieu betrachtet der Mann seine Ehefrau als rechtmäßig gekauftes Eigentum, ganz im Einklang mit Koran und Scharia. Der Mönchengladbacher Mord ist, wenig verwunderlich, Ergebnis einer arrangierten Ehe zweier türkischer Großfamilien

029 Für ein selbstbestimmtes Leben – nicht erst im Paradies

ük. Die Wagenburg Großfamilie, das Gefängnis Großfamilie ist das dunkle Betriebsgeheimnis von Allah‑Theorie und Dschihad‑Praxis. Umgekehrt sollte man von ’Apostasie aus der Wagenburg Familie’ sprechen, denn solange der Austritt aus dem Islam für alle Geistlichen zwischen Ghom und Kairo die sakrale Tötung zeitigen darf, solange womöglich werden Familienpatriarchen wie Familienräte Ehen arrangieren und Ehrenmorde durchführen. Koran und Scharia rechtfertigen beiderlei Abtrünnigenmord. Ümmühan Karagözlü zum Fall der Berlinerin Hatun Sürücü

030 Podiumsdiskussion in Köln

ja. Am 1. Dezember 2007 findet eine Podiumsdiskussion in Köln statt. Unter der Moderation von Dr. Schmidt‑Salomon kommen die Iranerin Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex‑Muslime, der Holocaust‑Überlebende Dr. Ralph Giordano und der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff zu Wort. Themenfelder sind der Köln-Ehrenfelder Moscheeneubau, die Parallelkulturen der muslimischen Migranten in Deutschland, der weltweite Islamismus bzw. politische Islam und das leidige Kopftuch. Ahadi fordert die kopftuchfreie Schule! Ein brisanter Abend zur wichtigen Frage: vertragen sich Islam und kulturelle Moderne – zerstören Scharia oder Islamismus unsere Demokratie?

031 Über Mina Ahadi

ük, ja. Über Mina Ahadi. Als Nachbereitung der Podiumsdiskussion in Köln sprechen Ümmühan Karagözlü und Jacques Auvergne über die vorhandenen guten Gründe gegen Kopftücher im öffentlichen Dienst, gegen den Türkeibeitritt zur EU und für die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz

032 Burka und Tschador verbieten

ja. Im Dezember 2007 sind die ersten geisterhaften Wesen mit einem Niqâb, einem Gesichtsschleier zum den kompletten Körper verhüllenden Überwurf namens Burka durch meine rheinische Innenstadt gewandelt. Günter Wallraff hielt Derartiges in Deutschland vor zwei Wochen noch für völlig ausgeschlossen – da hat er sich wohl getäuscht. Ich bin entsetzt und wütend, zumal ich nun eine rasante Vervielfachung von Burka und Tschador befürchte. Diese Frauen (?) sind nicht gegangen, denn zum Gehen gehört doch wohl ein Körper, sie sind gegeistert wie Untote, wie Zombies. Sie haben auch nicht „selbstbewusst Gesicht gezeigt“, denn ihnen ist doch gerade ihr Blick genommen worden. Sie sollen auch nicht reden, keine Kontakte aufbauen, keiner Arbeit nachgehen und kein Bankkonto besitzen, so ahne ich jedenfalls. Liege ich völlig falsch, Frau Gleichstellungsbeauftragte?

033 Eva Hermans vormoderne Frauenbilder

ük. Eine ehemalige deutsche Nachrichtensprecherin sorgte 2007 mit einem Bekenntnis zu rückschrittlichen Männer- und Frauenbildern (Herman: “Das Eva-Prinzip“) für einigen Wirbel. Im Laufe der folgenden Monate verteidigte sie Aspekte aus Alltagskultur und Wertehierarchie des Dritten Reiches. Die Renaissance vom teutonischen Recken und seinem nationalen Heimchen am Küchenherd gibt der Schariakritikerin Ümmühan Karagözlü sehr zu denken, denn Nationalsozialismus und Islamismus teilen miteinander ein überraschend ähnliches Verständnis von Gender, dem sozialen Geschlecht. Macht Eva Herman die Scharia salonfähig?

034 Europa reagiert auf seine Islamisierung. So oder so, islamistisch oder sozialpädagogisch

ük. Ein anonymer, inhaltsloser und diffamierender Kommentar zu einem Text, der den Mönchengladbacher Ehrenmord betrifft, sieht Ümmühan Karagözlü als willkommenen Anlass, die Rolle der Sozialpädagogik und der Sozialen Arbeit in der Zuwanderungsgesellschaft zu beleuchten. Warum jede soziale Arbeit auch eine Islamkritik sein muss

035 Geometrien islamischer Apartheid

ja. Das Kalifat ruft nach dem Apartheidsstaat, nach Geschlechterspaltung und nach dem Sakralrassismus der Dhimma. Mann ist ganz und gar Nichtfrau, Frau ist ganz und gar nicht Mann. Frau ist minderwertig und schmutzig, der Mann indes auch als Vergewaltiger rein. Dhimmis und Harbis sind Menschen zweiter und dritter Klasse, sie müssen auf spezifische Art (Dhimmi Jizya zahlen; Harbi Rechtlosigkeit) unterworfen werden. Um diese soziale Technologie einmal im Hier und Jetzt einzuüben, dazu gibt es die Werkzeuge Moscheegebäude und Hijab. Auch die Tübinger Stadthalle diente am 25. November 2007 als Apartheids-Testgelände: alle Frauen mussten das städtische Gebäude durch den Hintereingang betreten. Nur Männer durften in der Tübinger Stadthalle vorn sitzen, dicht an Allahs Missionar, dem Kölner Pierre Vogel

036 Interreligiöse Teestube Arnhem

cd. Dezember 2007: Eine niederländische Schule mit angeschlossenem offenem Jugendheim möchte ihre etwas marode Teestube zu einem ansehnlichen Meditations- und Besinnungsraum ausbauen. Gelegentliche Gedichtlesungen, alte und neue Sinnsprüche aus allen Kontinenten, stets ein Getränk und auch ein seelsorgerliches oder pädagogisches Gespräch, so hat man sich den Raum der Stille vorgestellt. Christen, Inder, Taiwanesen, Atheisten: Alle dachten konstruktiv mit. Die Muslime aber forderten einen Vorhang. Nein, keinen Wandbehang, sondern einen blickdichten Raumteiler mit Konsequenzen: Frauen nach links, Männer nach rechts

037 Erzählgegenstand Terrorismus

ja. Die Terrornetze der al‑Qaida genießen bei großmäuligen jungen Muslimen zwischen Pakistan und Paris erklärlicherweise einigen Kultstatus. Wie terrorismusfreundlich aber ist die weltweite islamische Orthodoxie? Und vor allem: Wie koranisch ist der Terror? Jacques Auvergne widerlegt die allzu dürren Thesen des Yassin Musharbash (Die neue al‑Qaida, 2006), letzterer Dschihadismus wie Terrorismus als in Scharia und Koran verwurzelt zu erkennen sich bemerkenswert schwer tut. Doch konzeptionell will jeder Dschihad den globalen Terror. Seit 1.400 Jahren

038 Dschihad im Lehrerzimmer

ja. Der phlegmatische Cem war zwei Jahre lang Realschüler und soll nun aufgrund von katastrophalen Leistungen auf die Hauptschule wechseln. Doch ist der Zwölfjährige ein echter, im Rheinland geborener Türke, ein zwangsweiser Schulwechsel also kann hier keinesfalls in Frage kommen. Und mit Mutter Yildirims unvergesslichem Auftritt im Lehrerzimmer wird der Verbleib des Jungen auf der Schule doch wohl zu sichern sein. Eure Vorschriften gelten … für euch Deutsche

039 Allahs Poesie für eine Hudna

ja. Dezember 2007: Nahezu alle meine Freunde erhalten unerbeten sakrale Köstlichkeiten über das profane Internet zugesendet. Da will also jemand für die fromme islamische Lebensordnung werben. Die Nachteile indessen werden verschwiegen. Aber vielleicht gibt es ja keine? Hudna bedeutet Windstille

040 Kopftuch niemals freie Entscheidung

ük. Ümmühan Karagözlü zum Tuch auf dem Kopf. Ein ganz kurzer und ebenso interessanter wie provokanter Kommentar einer gewissen Ebru inspirierte die Autorin, zum Symbol des sakralen Frauenhandels und Kinderverheiratens, der „gottgefälligen“ Apostatenmorde und der Dhimmiversklavung Stellung zu nehmen

041 Welcher Dhimmi-Typ bist du?

ja. Dir als Islamkritiker schlägt oft Ablehnung entgegen. Noch nicht einmal seitens der radikalen Muslime sondern seitens der nichtmuslimischen Europäer. Die einzelnen Dhimmi-Typen äußern verschiedenartige sprachliche Muster, die uns das Enneagramm erklären kann. Zur Einführung in die Dhimmi‑Typologie, die Dhimmologie

042 Dienstkopftücher für IKEA. Schwedisches Möbelhaus feuert Kopftuchskeptiker

ük. Ein erfolgreich integrierter Iraner macht eine neu eingewanderte Landsmännin kollegial darauf aufmerksam, dass in Skandinavien kein Kopftuchzwang besteht. Worauf sie sich beschwert und IKEA den Kopftuchskeptiker feuert. Der klagt erfolgreich auf Wiedereinstellung. Zwischenzeitlich hat das Möbelhaus an anderen seiner Standorte Dienstkopftücher für fromme muslimische Mitarbeiterinnen im Angebot. Die Schweden sind sehr tolerant. Nur Kopftuchkritiker darfst du nicht sein

043 Europas Jugendverbände interreligiös: Kirche & FEMYSO (Muslimbruderschaft)

ja. Eine Schura ist eine politreligiöse Ratsversammlung. Vor- oder auch nachdemokratisch, jedenfalls undemokratisch. Auf Europaebene bemüht sich der zur Muslimbruderschaft gehörende Jugendverband FEMYSO um gute Beziehungen zu Kirchen und Verbänden. Kirchenjugend, CVJM, Pfadfinder und Terrorsympathisanten aus dem Umfeld von FIS und HAMAS trafen sich im Dezember 2007 in einer griechischen Hafenstadt. Allzeit bereit! Die Schura von Volos

044 Vereinshaus oder Moschee?

ja. Ein baurechtliches Schelmenstück könnte sich im nordrhein-westfälischen Krefeld zugetragen haben. Wann ist ein Mann ein Mann, dichtete der beliebte Schlagersänger Herbert Grönemeyer. Wann ist eine Moschee eine Moschee?

045 Zwei Seiten einer Medaille

ük. Starres Festhalten an einer Meinung bei geänderter Umwelt oder bei geändertem Erkentnisstand geht stets einher mit dem, was man nicht anders nennen sollte als Dummheit. Ein universelles Thema, damit auch ein islamisches. Von Ümmühan Karagözlü

046 Die islamisch inspirierte genitale Verstümmelung an Frauen (FGM) kommt auch in Indonesien vor

ja. Bis zum 20. Januar 2008 war der deutschsprachigen Öffentlichkeit nicht bekannt, dass Indonesien „milde“ Formen der Genitalverstümmelung an Mädchen durchführt. Das medizinisch, psychisch wie sozial zerstörerische vormoderne Treiben wird neuerdings durch die islamische Assalaam‑Foundation organisiert, die Massenbeschneidungen an Indonesiens Mädchen kostenfrei anbietet

047 Mit Nähmaschinen für das Kalifat

ja. Salafiyya ist eine etwa hundert Jahre alte islamische Erneuerungsbewegung, die auf die ästhetische und moralische, Sprich: Die kulturelle Rückkehr zum Ur-Islam setzt. Das Asr as-Sa`adet, Zeitalter der Glückseligkeit sei die totale Lösung für die Unübersichtlichkeit der Industrialisation. Markenzeichen der Salafisten sind mittelalterliche Gewänder: Kittel für die Männer, Burqas und Niqabs für die Frauen. Der Prediger Pierre Vogel wird der heutigen Salafiyya zugerechnet und vielleicht auch das Niqab-Forum, das der weiblichen Gesichtsverschleierung huldigt

048 Des Muslims panische Angst: Schirk

ja. Schirk bedeutet Beigesellung und bedeutet, ein Objekt in die Nähe des ebenso stummen wie eifersüchtigen Gottes namens Allah zu bringen. Einst galt das Verbot des Schirk den polytheistischen Göttern Mekkas. Schirkophobie zeitigt Folgen: Eine gesamtislamische Bildungsmisere und weltweite islamische Anfälligkeit für Fundamentalismus und Terrorismus. Vorstellungsverbote und Denkblockaden haben Islam wie Umma seit Jahrhunderten geradezu versteinert. Pantheismus und Animismus könnten helfen, doch man bevorzugt Niqab und Scharia

049 Das Gefängnis der guten Tradition

cd. Sunna heißt Brauchtum und meint im engsten Sinne das vermutete Handeln des Propheten und seiner Gefährten, dann auch islamische Tradition, islamische Gewohnheit, Alltagshandeln, Sitte, Usus. Seit Jahrhunderten ist Sunna eine Entwicklungsblockade für freies Denken und für freie Entfaltung Persönlichkeit, für gesellschaftlichen Fortschritt. Gegenbegriff ist die Bid’a, die frevlerische Neuerung. Islam, Ummah ist die beste Gemeinschaft. Sich also ändern – bitte, wozu?

050 UK: Erzbischof fordert die Scharia

ja. Großbritannien: Der multikulturelle Erzbischof von Canterbury Rowan Williams möchte, dass die britische Gesellschaft den allzu entfremdeten britischen Muslimen die Anwendung von Teilen der heimeligen Scharia gestattet, soweit sie Familien- und Personenstandsrecht, finanzielle Transaktionen, Gemeinwesenarbeit, Jugendbildung und Streitschlichtung umfassen. Die Scharia wurde nach Auffassung der weltweiten islamischen Orthodoxie von keinem Geringeren geschaffen als vom Gott Allâh persönlich. Bischof Williams Dschihad gegen die säkulare Demokratie

051 Ägypten, Koptendiskriminierung (Teil 1)

ja. Im Sommer 2007 wird der Fall von zwei ägyptischen Schülern bekannt, die zum Islam gezwungen werden sollten oder das Examen nicht erreicht hätten. Ihr einst christlicher Vater, inzwischen mit einer Muslimin verheiratet und deshalb schariagemäß islamisiert, fordert die Konversion seiner (biologischen) Söhne. Die Unterdrückung der Kopten gehört zum Alltag der Dhimma Ägyptens

052 Ägypten, Koptendiskriminierung (Teil 2)

ük. Neues aus dem beginnenden Jahr 2008 zum Fall der Brüder Mario und Andrew Medhat Ramsis. Ein pädagogischer Essay von Ümmühan Karagözlü

053 Die Mohammed-Karikaturen

ja. Glauben braucht Zweifel, um nicht zur Besessenheit zu verkommen. Der Islam jedoch als ein antidemokratischer Kerker aus Denkverboten kommt mit Spott nicht gut zurecht. Praktisch ist derartiges Beleidigt-Spielen allemal, um von den Dhimmis Sonderrechte zu erpressen

054 Bestattungsritus versus Gerichtsmedizin

ja. Nach islamischem „Recht“ soll der Verstorbene noch am selben Tag bestattet werden. In der kulturellen Moderne hat das den Vorteil, dass der Tote nicht auf Drogen, Gift oder Verbrechensspuren untersucht werden kann, schon gar von Ungläubigen. Das edle Kalifat braucht keine Gerichtsmedizin

055 Ignoriert die globalisierte high society die ’gerechte’ Scharia?

ja. Im Mai 2001 heiratete der Sohn des Altkanzlers Dr. Helmut Kohl die muslimische Tochter des türkischen Industriellen Dr. Kemal Sözen. Gelebtes Weltbürgertum oder gezielte Islamisierung der europäischen Eliten? Hunderte von Millionen von Menschen nämlich unterliegen einem ganz anderen sozialen Druck: Dem von Dhimma und Scharia. Und nach Gottfigur Allâhs weltweiter und ewiger Rechtsordnung müsste Peter Kohl Muslim sein um Elif Sözen heiraten zu dürfen. Vielleicht kann es sich die globalisierte high society ja leisten, die machtbewusste Politreligion zu ignorieren. Oder ist den Kohls die Sache erst später unheimlich geworden? Eine Flucht aus der Verantwortung – oder ein Hoffnungsschimmer, das wird sich erweisen

056 Ein nicht abgedruckter Leserbrief

nn. Aus Nordrhein-Westfalen hören wir, dass ein kirchlicher Gemeindebrief zur Kritiklosigkeit gegenüber von Dhimma und Scharia aufruft oder diese multikulturelle These eines Anonymen jedenfalls derartig „zur Diskussion“ stellte. Eine Frau nahm sich und die Sache ernst und antwortete. Doch was geschah mit ihrem Beitrag? Richtig, er wurde nicht abgedruckt. Dein Kirchenkreis kuscht vor dem erpresserischen Phantom der „Islamophobie“? Mein lieber Christ, dafür gibt es doch den guten alten Sägefisch

057 Noch ein ungedruckter Leserbrief

nn. Wie schon in Baustein Nummer 056 geht es um die seitens eines evangelischen Gemeindebriefes anonym eingeforderte kritische Solidarität mit dem geheimnisvollen Islam. Eine gepfefferte Antwort an die etablierten Damen und Herren Christenmenschen. Der Abdruck im Gemeindebrief allerdings wurde, wie nicht anders zu erwarten, klammheimlich unterschlagen. Also auf in die Restdemokratie der Blogosphäre

058 Anything goes, Scharia oder Bürgerrechte?

r, ük. Die beiden einander nicht persönlich bekannten Islamkritiker Roland und Ümmühan antworten einer gewissen ästhetischen Labertasche namens Fototim, der von den Schattenseiten jeder islamisierten Gesellschaft noch nichts gehört zu haben scheint. Zwei Demokraten argumentieren gegen den Tugendterror von Kalifat und Scharia und finden deutliche Worte zur derzeitigen Unterdrückung aller Nichtmuslime und Menschenrechtler zwischen Marokko und Indonesien

059 Der artige Revoluzzer

ja, ük. Ein digitaler Salonrevolutionär gibt sich den reichlich albernen Namen Gedankenverbrecher und bezichtigt die Kirche, das Abendland, Deutschland und die USA gleichermaßen des Machthungers, der Doppelmoral und der ungezählten Frauenmorde. Grandios oder auch nur verquast besorgt er nebenbei die pauschale Entlastung des 1.400 Jahre alten Islams samt Scharia, Dhimmitude, Zwangsehe und Apostatenmord. Bei soviel Gedankenlosigkeit mussten Jacques Auvergne und Ümmühan Karagözlü mit dem chronischen Xenophilen und watteweichen Rebellen einmal Tacheles reden

060 Niqâb macht unmenschlich

ük. Gesicht gehört zur zwischenmenschlichen Begegnung. Der Niqâb, der Gesichtsschleier blockiert den Umgang von Menschen miteinander. Ümmühan Karagözlü analysiert wissenschaftlich das patriarchale Konstruieren von Aurah und Fitna, den Männlichkeitswahn und die dazugehörige entmündigte Weibchenhaftigkeit jedes traditionellen Islams wie dessen „halbiert moderner“ politreligiöser Variante. Die ebenso menschengemachten wie entmenschlichenden Konzepte von Scharia und Fiqh streben im Namen von Schamhaftigkeit und Gerechtigkeit nach schamloser Männerherrschaft und totaler Frauenversklavung

061 Ob Allahs Großmutter sauer ist auf ihren egoïstischen Enkel, bezweifeln Konvertiten

ja. Herr O. aus Deutschland findet neue Maßstäbe und Weltbilder, entdeckt jede Menge Ungereimtheiten in der ehrenwerten christlichen Bibel und konvertiert zum Islamischen Kult. Und wie es sich für einen paradiesgläubigen Punktesammler gehört, behauptet er am 27. Februar 2008, seelische Pein zu spüren, wenn Jacques Auvergne ihm vom altarabischen Polytheïsmus erzählt. Unstimmigkeiten, da ist dem sich mittlerweile Ibrahim O. nennenden Europäer allerdings beizupflichten, Unstimmigkeiten kennen die radikal Textgläubigen Freunde des Feldherren Mohammed wahrhaftig nicht. Wie der fundamentalistische Islam für einen Bundesbürger manche physikalischen Fragezeichen, psychischen Zwischentöne und archäologischen Forschungsergebnisse beseitigt. Ein ernstes sozialpädagogisches Problem allemal, das auch Allahs Großmutter von ihrem allzu verwöhnten Enkel her schon recht genau kannte

062 Fitna. Der Film

ja. Geert Wilders ist niederländischer Politiker und Mitglied der Zweiten Kammer der Generalstaaten. Individualist Wilders kritisiert seit vielen Jahren den Islam. Ende März 2008 bringt Wilders einen Kurzfilm heraus: Fitna. Jacques Auvergne zu diesem islamischen theologischen Begriff: Fitna als Wahnvorstellung, Fitna als militärische Abwehrstrategie, Fitna als Waffe. Wilders Film kommt für Europa zur rechten Zeit

063 Säkularer Islam unerwünscht?

cd. Ein muslimischer Mitbürger nennt sich muslim4ever und beschimpft Islamkritiker, um sie im selben Atemzug zum wahren Glauben einzuladen. Cees van der Duin nutzt die Gelegenheit, um dem fundamentalistischen Grobian die einzig nachhaltig mögliche Bedeutung von Religion in einer modernen Gesellschaft klar zu machen. Vergeblich?

064 Bildungsverweigerung im Islam

ük. Zu Geert Wilders Film (siehe auch Baustein 062). Ümmühan Karagözlü schreibt über islamische Lernverweigerung und den Kriegszug um Geschlechtertrennung. Sich der Demokratie zu verweigern gilt in Fundamentalistenkreisen als frommes Tun. Zum Zusammenhang zwischen Fitna-Phobie, anerzogener Software des Gender-Extremismus und radikalem islamischem Kult

065 Nein zu Islamischem Religionsunterricht an staatlichen Schulen

ja. Frauen sind nach Koran und Sunna nicht gleichberechtigt. Juden und Christen sind im orthodoxen Islam Menschen zweiter Klasse, Islam-Apostaten und Polytheisten rechtlos. Innenminister Schäuble träumt von einem „Islamischen Religionsunterricht“, um den Hasspredigern das Wasser abzugraben. Rührend optimistisch? Warum es an staatlichen Schulen noch auf einige Jahrzehnte keinen „Islamischen Religionsunterricht“ geben darf.

066 Victor Hugo als Islamkritiker

ja. Im Jahre 1850 ging die moderne Gesellschaft noch in ihren europäischen Kinderschuhen. Beim Lesen einer heute gut hundertfünfzig Jahre alte Rede des großen Dichters Victor Hugo durchfährt mich das Erkennen wie ein Blitz: Das ist heißester islamkritischer Stoff! Victor Hugo gewissermaßen als das Gegengift, um mit den unfreiwilligen Wegbereitern der Scharia namens Tony Blair, Edmund Stoiber, Claudia Roth und Wolfgang Schäuble klar zu kommen? In der Tat scheint der alte Text hilfreich zu sein, die Meinungsvielfalt und die Freiheit für und von Religion zu retten. No sharia here, Gottesstaat unerwünscht!

067 Der Drohbrief. Alles Lob sei Allâh

cd. Der niederländische fundamentalistische Muslim Mohammed Bouyeri befestigte einen an die somalische Politikerin Ayaan Hirsi Ali gerichteten mehrseitigen Drohbrief an der Leiche des eigenhändig ermordeten islamkritischen Regisseurs Theo van Gogh. Übersetzung ins Deutsche und Kommentierung des radikalen islamischen Schriftstückes durch Cees van der Duin. Ein Drohbrief, der uns eine Auffassung von „Gerechtigkeit“ vor Augen führt, die das gottgefällige Töten von Islamkritikern ganz selbstverständlich beinhaltet

068 Verschweigen wir, dass der junge Straftäter ausländischer Abkunft ist

ja. Im Winter 2007 / 2008 wurde der deutschen Öffentlichkeit eine Mehrzahl an grausamen Körperverletzungen, in Kauf genommenen Tötungsversuchen und wohl auch Mordversuchen bekannt. Die Täter waren jung, männlich und muslimisch. Was für ein Schreck für die Freunde der Multikultur. Es musste ein Ausweg her. Da kam das erlösende Angebot von den Integrationsräten, künftig die ethnische Zugehörigkeit der Täter einfach nicht mehr zu nennen. Erleichterung beginnt sich breit zu machen. Nur bei den Opfern nicht. Und auch bei denjenigen nicht, denen an der Prävention von Straftaten, am sozialen Frieden im Stadtviertel und an einer Integration aller Menschen in den säkularen demokratischen Staat wirklich gelegen ist

069 Kein Mitleid, mein Kind, mit den Kuffâr

ja. Demokratietauglicher Islam muss sich von Konzept und Konstruktion des Kâfir, der Kuffâr trennen. Die sakrale Doktrin von hierarchisch untergeordneten und moralisch minderwertigen Kasten oder Klassen von Menschen kennzeichnen Schari’a und Sunna ebenso wie sie mit den Menschenrechten und Bürgerrechten kollidieren. Deutschlands Muslime müssen sich, so Professor Tibi, als Citoyens, Staatsbürger begreifen und bekennen. Deutschlands Koranschulen und Moscheen allerdings bevorzugen, Ungläubige als fürs Höllenfeuer bestimmte Menschen zweiter Klasse darzustellen. Der Dhimmi darf aus koranischer Sicht belogen und diskriminiert werden, der Harbi und der Islam-Apostat sind zu töten. Radikaler Islam als soziales Handeln: Horizontal segregieren, vertikal diskriminieren

070 Studentin heiratet heimlich

ja. Einst ermöglichte der Hufschmied im schottischen Dorf Gretna Green eine unkomplizierte Trauung für durchgebrannte minderjährige Verliebte. Damals war die Möglichkeit, irgendwo in Europa ohne elterliches Einverständnis zu heiraten, sicherlich durchaus human. Der multikulturelle Edel-Ökologe Joschka Fischer etwa nutzte diese romantische Nische noch 1967 für seine Heirat. Überraschenderweise scheint heimliches Heiraten wieder modern zu werden. Ein deutscher Vater jedenfalls wird in naher Zukunft erfahren, dass seine volljährige Tochter, deren Wohnung er finanziert, einen heimlichen Freund hat, heimlich zum Islam konvertiert ist, islamisch geheiratet hat und im vierten Monat schwanger ist. Wie und wo das Kind, möge es gesund zur Welt kommen, wohl aufwachsen wird? Wie wir sehen, macht islamisches Umweltverändern auch vor Akademikerkreisen nicht halt

071 Der Stumpfsinn wird zunehmend beliebt

ük. Da Denken für ein schlichtes Gemüt oder eine ’autoritäre Persönlichkeit’ (Maslow nach Fromm; Adorno) höchst irritierend ist, gewinnt der Fundamentalismus unter deutschen Konvertitinnen zum Islam zunehmend an Attraktivität. Eine Frau Keller wirbt für Vorsehung, Pflicht und Brauchtum, für Kismet und Sunna. Eine islamgeschädigte und damit islamerfahrene Türkin indes widerspricht Frau Keller und empfiehlt den säkularen Islam persönlicher Spiritualität

072 Studentin heiratet heimlich

ja. Einst ermöglichte der Hufschmied im schottischen Dorf Gretna Green eine unkomplizierte Trauung für durchgebrannte minderjährige Verliebte. Damals war die Möglichkeit, irgendwo in Europa ohne elterliches Einverständnis zu heiraten, sicherlich durchaus human. Der multikulturelle Edel-Ökologe Joschka Fischer etwa nutzte diese romantische Nische noch 1967 für seine Heirat. Überraschenderweise scheint heimliches Heiraten wieder modern zu werden. Ein deutscher Vater jedenfalls wird in naher Zukunft erfahren, dass seine volljährige Tochter, deren Wohnung er finanziert, einen heimlichen Freund hat, heimlich zum Islam konvertiert ist, islamisch geheiratet hat und im vierten Monat schwanger ist. Wie und wo das Kind, möge es gesund zur Welt kommen, wohl aufwachsen wird? Wie wir sehen, macht islamisches Umweltverändern auch vor Akademikerkreisen nicht halt

073 Islam und Kinderehe

ja. Die Menarche markiert im volkstümlichen Islam die Heiratsfähigkeit. Mohammed heiratete Aischa, als sie sechs Jahre alt war und verkehrte geschlechtlich mit dem Kind, als sie neun Jahre alt war. Dem Beispiel des Propheten soll der Muslim weltweit und grundsätzlich nacheifern, alles andere wäre Bid’a, Demokratie oder sonstige Blasphemie. Wo Kinder arrangiert verlobt werden wie in gar nicht so kleinen deutschtürkischen Milieus sind dann eben Unterstufenschülerinnen schwanger. Oder auch mal zehnjährige schwarzäugige Grundschülerinnen. Die Amtsträger und Gutmenschen aus Kirche und Pädagogik verlieren die Nerven, dein Pfarrer und deine Jugendamtsmitarbeiterin befehlen oder empfehlen dir und den anderen Zeugen zu schweigen. Für die muslimischen Clans der Kinderheirat und Cousinenehen ist die Welt in Ordnung und soll der finanzstarke Onkel Sowieso natürlich nicht ins Gefängnis. Stöbern wir also die deutschen Gutmenschen auf und bilden wir sie weiter

074 Taqlid dem Papagei

ja. Das Ende des autonomen islamischen Denkens, die „Schließung der Tore des Idschtihad“ musste sich die islamische Geistlichkeit vor einem knappen Jahrtausend zähneknirschend, schicksalsergeben oder auch hocherfreut attestieren. Seitdem dürfen muslimische Endverbraucher nicht mehr islamrechtlich denken. Deutschlands Muslime dürfen den Koran nicht interpretieren. Konvertiten zum Islam haben taqlid zu machen, das heißt den lebenden oder auch längst verstorbenen Ulemas stumpfsinnig hinterher zu trotten. Persönliches religionsrechtliches Gewissen, persönliche islamische Verantwortlichkeit hat der simple Muslim weltweit praktischerweise nicht. Derartiger blinder Gehorsam kommt der machtbesessenen islamischen Geistlichkeit sehr entgegen. Macht das Tor auf!

075 Quo vadis, Bosnien?

ja. Ein Kommentar einer bosnischen Muslima lässt einen Islamkritiker und ebenso bewussten Europäer wie EU-Gegner nachdenklich werden in Bezug auf eine drohende schariatische Gesellschaftsordnung auf dem Balkan. Werden Menschen- und Bürgerrechte der teilweise seit Jahrhunderten islamisierten und durch den letzten Krieg traumatisierten Bevölkerung des ehemaligen Jugoslawiens etwas wert sein? Wird es den saudi-arabisch finanzierten Wahhabiten und den rückwärtsgewandten Salafisten erfolgreich gelingen, die junge Generation Südosteuropas zu faszinieren?

076 Cerić will das Kalifat

ja. Der aus dem im Bürgerkrieg untergegangenen Jugoslawien stammende islamische Geistliche Mustafa Cerić will alle Muslime Europas in einer Parallel- und Gegenkultur eingeordnet wissen, der er nach dem Vorbild der iranischen Ayatollahs den Namen Imamat zu geben wagt. Die ordnungspolitisch umgesetzten, grundsätzlich ewigen Normen von Dhimma und Scharia würden auch für Europas Nichtmuslime zum sinnlichen Erlebnis werden. Was macht Deutschlands Intelligencija im Mai 2007? Den Großmufti quasi geschwisterlich neben Rita Süssmuth drapieren, das Pärchen auf die Bühne stellen und dem Ensemble den Theodor-Heuss-Friedenspreis überreichen. Hoffen wir, dass Bosniens Muslime mit ihrem Kalifen-in-spe etwas weniger tolerant sind

077 Personenstandsrecht (I)

nn. Das Grundgesetz stellt Familie und Ehe richtigerweise unter besonderen Schutz und koppelt Unterhaltsansprüche und Erbrecht an die staatsbürgerlich-standesamtliche Ehe, nicht an die religiös-zeremonielle. Seit 1875 gilt in Deutschland, dass jeder christlich-kirchlichen Ehe eine standesamtliche Eheschließung vorausgehen muss. Nun wollen seriell-monogame Frauen und Männer im Zeichen einer fragwürdigen neuen Romantik auch gern in Weiß heiraten, doch erscheint ihnen der Verwaltungsakt im Rathaus lästig und überflüssig und die Kirche (und Moschee?) freut sich, gebraucht zu werden. Selbst die regierungsseits verschwiegenen wie zu vermutenden einigen Zehntausend Imam-Ehen, darunter längst beträchtlich viele Kinderheiraten und Mehrehen, scheinen von der Gesetzesänderung unberührt. Nur Rechtsanwältin Seyran Ateş blickt durch und warnt Deutschland vor der Einführung der weltweit zunächst eben im Eherecht verankerten Scharia. Eine Petition an den Deutschen Bundestag, aus unserem Leserkreis

078 Personenstandsrecht (II)

ja. Noch zum vorherigen Baustein 077, dem zum 01.01.2009 geänderten Personenstandsrecht, mit dem der selbstmörderisch tolerante bundesdeutsche Staat darauf verzichtet, ordnungspolitisch in den seit Jahrtausenden von Häuptlingen und Schamanen intensiv umkämpften Bereich der Eheschließung einzugreifen. Eine Toleranz, von der die auf der Imam-Ehe und der geheiligten Hochzeitsnacht basierende mysogyne und antidemokratische Scharia profitieren wird. Europas Sozialpädagogen wissen von Allah wohlgefälligen Mehrehen und Kinderehen. Ein Zwischenruf von Jacques Auvergne

079 Teuflische Frau

ja. Die islamisierte Frau ist teuflisch, neben ihr steht der Teufel, ihr Gemüt neigt dem Teufel zu, ihr Leib sendet satanische Energie aus und die islamische eingebildete Hölle ist entsprechend überwiegend mit Frauen bevölkert. Sex wird folgerichtig zum Akt des Exorzismus, welcher Vergewaltigung außerhalb wie innerhalb der Ehe legitimiert und sogar erwünscht. Sich religiös legitimierender Patriarchalischer Frauenhass braucht ihn eben, den Satan und seine Gleichsetzung mit dem Weiblichen. Das fordert nicht der Autor, sondern beschreibt es. Das fordert der Islam

080 König-Fahd-Akademie

ja. Saudi-Arabien druckt Schulbücher. Islamische. Darin steht Erbauliches schwarz auf weiß, darin sind die Juden natürlich Schweine und die Christen Affen, Nichtmuslime fürs Höllenfeuer bestimmt und Frauen Menschen zweiter Klasse. Da wird also islamisch korrekt gelehrt, dass der kleine Muslim mit Ungläubigen keine Freundschaften einzugehen hat, sie nicht ehrerbietig grüßen darf und wie er sich spirituell auf das militärische Ermorden von Nichtmuslimen vorbereitet. Alles ganz symbolisch natürlich, blumig und ornamental. Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und Kölns damaliger Regierungspräsident Jürgen Roters stand der Mund offen vor Schreck, sachbezogen heraus kam allerdings keine Silbe. Im Bonner Süden arbeitet eine Schule jenseits der deutschen Schulaufsicht. König Fahd kann Pädagogik. Islampädagogik

081 Islam als Schulfach?

ük, ja. Ist eine antiindividualistische, mysogyne und territorialdominante Politreligion wie der Islam für ein Unterrichtsfach staatlicher Schulen schlicht ungeeignet? Die beiden Autoren vermuten das. Nach wie vor nahezu vollständig resistent gegenüber den Anforderungen kulturellen Moderne, die einen jeden Religionsunterricht ordnen und bändigen muss anhand der Maßgaben und Qualitätskriterien der Wissenschaftlichkeit, der Erziehung zur Mündigkeit, der Ermunterung zur Text-, Gesellschafts- und Selbstkritik, der Einnahme auch einer Außenperspektive und der Forderung nach Gleichberechtigung von Mann und Frau droht der islamische Religionsunterricht die Idee Schule ad absurdum zu führen. Islam lässt die historisch-kritische Methode nicht zu, keine Moscheegemeinde, kein Imam. Islamunterricht verzichtet noch an keinem Ort auf die schwarze Pädagogik der psychischen Überwältigung und Einschüchterung von Minderjährigen. Ein dem Obskurantismus und der Magie und zugleich dem Militarismus und Sadismus verpflichtetes geistiges Gefängnis mit expansivem, totalitärem und politischem Anspruch hat an staatlichen Schulen säkularer Gesellschaften nichts zu suchen. Eine Möglichkeit gäbe es freilich. Wir beenden die Säkularität

082 Ehre, wem Ehre gebührt

ük. Die Kollektive Türkentum oder Umma sollen bitte nicht beleidigt werden. Ein etwas schräger angeblicher Gesellschaftswissenschaftler aus Steinhagen bei Bielefeld und nationalisch und fundamentalistisch inspirierter Textverfasser namens Cemil Şahinöz verteidigt entsprechend tapfer den vormodernen Kollektivsmus gegen die drei schrecklichen Dschinn der Emanzipation, der Religionskritik und der Individualität. Şahinöz lässt auf seinem Blog misawatruth.wordpress für die Abmeldung von muslimischen Kindern vom Schwimmunterricht werben und sein antiindividualistisches und antiaufklärerisches Buch „Wer bist du?“ vom Islamkonvertiten Murad Hofmann als naturwissenschaftlich loben. Şahinöz beschimpft Gülsen Celebi, Necla Kelek und Seyran Ateş ebenso unflätig wie selbstentlarvend als Türkeihasser und Islamfeinde. Türkeifreundin und Islamkritikerin Ümmühan Karagözlü antwortet dem schmalspurspirituellen und halbwissenschaftlichen Soziologen

083 Islamische Renaissance?

ja. Klärung einer Begriffsverwirrung. Europas Renaissance zielte auf die Befreiung des Individuums, nicht auf dessen Unterdrückung, auf wissenschaftliches, nicht auf magisches Denken. Die heterogenen Reformbewegungen des islamisch geprägten Teils der Erde des 19. Jahrhunderts werden ärgerlicherweise „Islamische Renaissance“ genannt, obschon sie überwiegend kollektivistisch, nationalistisch, fundamentalistisch und theokratisch orientiert sind. Renaissance stellt den Menschen in den Mittelpunkt und betreibt Religionskritik. Islamische Renaissance stellt Allah in den Mittelpunkt und bereitet dem freien Denken ein jähes Ende

084 Islam for Kids

cd. Anis Hamadeh schrieb mit “Islam for Kids“ (2007) ein Buch, dass die dem Islam immanente Frauenunterdrückung verniedlicht, die durchzusetzende weltweite ordnungspolitische schariatische Herrschaft leugnet und die Scharia zur problemlos demokratiekompatiblen Subkultur erklärt. Mutter Deutsche, Vater Palästinenser: Sohn Anis ist Wegbereiter weniger für Demokratie, Meinungsfreiheit und Religionskritik denn für Fundamentalismus, Dschihadismus und Kalifat. Zielgruppe unklar. Wegen Konfliktleugnung, Schariaverherrlichung und weitgehend fehlender Außenperspektive kommt Sozialpädagoge Jacques Auvergne in der Gesamtbewertung zum Urteil ’mangelhaft’ bei der Spezifikation ’jugendgefährdend’

085 Alfter-Witterschlick

ja. Moscheen sprießen 2008 in Deutschland wie Pilze aus dem Boden. Möglicherweise bald auch in der Ortschaft Witterschlick unweit von Bonn. Nichtmuslimische Moscheebaugegner müssen sich den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit gefallen lassen, muslimische oder ex-muslimische Moscheebaugegner denjenigen der Untoleranz und des Paternalismus. Der womöglich über die inhumanen Folgen jeder Schariatisierung völlig uninformierte Rat der Gemeinde Alfter stimmte bereits mehrheitlich für das Moscheebauprojekt, andere grummeln über fehlende Parkplätze und andere Alibis. Politischer Islam, die weltweite Unterdrückung an Nichtmuslimen oder Ex-Muslimen und die gewalttätige und fundamentalistische Kindererziehung in traditionellen türkisch-muslimischen Familien ist in Alfter offensichtlich kein Thema. Die beiden Geistlichen von Witterschlick laden am 13. Oktober zum optimistischen Gespräch ein … gleich auch die regionale DITIB, das demokratieskeptische Netzwerk des künftigen türkischen Staatsislam

086 Saphir 5/6

ja. Darf der zur geheiligten Intoleranz erziehende, repressiv-totalitäre und frauenfeindliche islamische Kult Lehrfach an den staatlichen Schulen der Bundesrepublik Deutschland werden? Zu eben diesem fragwürdigen Zweck haben dreizehn islamisierte Menschen ein Schulbuch erstellt. Jacques Auvergne blättert im ersten deutschsprachigen Religionsbuch für den von Bundesinnenminister wie beiden Großkirchen sehnsüchtig erwünschten, flächendeckenden islamischen Religionsunterricht

087 Die Kirche kann Dialog

ja. Das glaubt sie zumindest, jedenfalls sagt sie es, wenn auch manchmal bereits bezeichnend kleinlaut. Der Aufstieg und Fall der Achtundsechziger hinsichtlich Ethik und Glaubwürdigkeit zeigt sich an kaum einer Spezies so deutlich wie an derjenigen der Pädagogen und Theologen, deren besonders identitätsschwache oder einfach nur herrschsüchtige Teile ihre antietatistischen und antideutschen Ressentiments in eine blindwütige Islamverteidigung transponiert haben. Der Islam erfüllt für diese „Linken“ die willkommene Funktion des Nichteuropäischen und Undeutschen, der zur oberlehrerhaften Zurechtweisung des Kirchenvolks unübertreffbar einsetzbar ist. Mit im Zenit des Schrifttums klerikaler Schariaversteher steht ’Kopftuch und Kreuz’, ein erhobener Zeigefinger von Pfarrerin Dr. Beate Sträter, die auch zum antisemitischen Kalifatsfreund Qutb forschte, welchen sie in weltoffener Neugier mit dem brasilianischen Befreiungstheologen Boff verglich

088 Kopftuchfreie Realschule

nrw. Aus unserem Leserkreis und aus Nordrhein-Westfalen. Eine Sozialpädagogin beglückwünscht die idealistische Anne-Frank-Realschule in Düsseldorf-Flingern, an der eine geschmackvolle Schulkleidung den Markenkult angemessen eingrenzt, zu ihrer Entscheidung, im Unterricht keine Kopfbedeckungen namentlich islamische Mädchenkopftücher zuzulassen. Bravo, was für eine zivilcouragierte Schule! Möge sie weltweit viele Nachahmer finden

089 Woodstock goes Caliphate

pik. „Das weiche Wasser bricht den Stein“ sangen wir friedensbewegten Jugendarbeiter schmachtend und entrückt in den Achtziger Jahren und kamen uns sehr gerecht vor und sogar ein wenig revolutionär. Die repressive und frauenfeindliche Herrschaftskultur des kulturrassistischen und totalitären Islam war uns entweder egal oder noch unbekannt. In Anbetracht der Tatsache, dass heute viele der alten Achtundsechziger Osama bin Laden mit Fidel Castro verwechseln und beide Menschheitsverbrecher irgendwie ebenso gut finden wie die ’antikapitalistische Befreiungstheologie’ der judenhassenden Muslimbruderschaft, schreibt die Gruppe pik pünktlich zum Tag der offenen Moschee eine kleine Satire auf die ergreifendste aller pazifistischen Schnulzen

090 Katholisch-islamische Trauung

kk. Ein polnischer Christ ist empört angesichts einer Haltung kirchenrechtlicher und menschenrechtlicher Schludrigkeit, mit der im Zeichen der Spaßkultur und des ’anything goes’ in einer katholischen Kirche eine christlich-muslimische Trauung zelebriert wurde. Wahrlich, und der tollkühne Pastor rief die ungeheuerlichen Worte: “Ich segne diese Ringe im Namen von Jesus Christus und Allah!“ Wird die christlich-muslimische Eheschließung in den nächsten Jahren gar zur Mode? Ist sie in einer ’sich globalisierenden’ Welt unausweichlich? Ist sie unverantwortlich? Oder kosmopolitisch und multikulturell und zeitgemäß?

091 What`s left?

ük. Werteverfall gibt es eben auch auf der ’Linken’. Ümmühan Karagözlü stimmt Arouet8 vom Blog arouet8.wordpress.com zu, der in seinem Essay (“Die Linken im Widerspruch zu ihren Ahnen“) vom 30. September 2008 den moralisch-ethischen Bankrott der einstigen Sozialreformer und Sozialrevolutionäre aufzeigt, die ihre Herkunft und ihr Wesen, ihre Berufung und ihre Daseinsberechtigung aus dem Blick verloren haben

092 Scharia für Pfadfinder

cd. Der Gründer der weltweiten Pfadfinderbewegung Lord Baden-Powell war ebenso idealistisch und sportlich wie er gutmütig und religiös war, ein netter Kerl, der nach seiner Militärkarriere in Afrika und Indien erfolgreich als Jugendarbeiter wirkte. Zeltlagerromantik und Selbsterfahrung, Teamfähigkeit lernen und völkerverbindende Freundschaft leben, Jungen und Mädchen aller Welt sollen in den Genuss der Erlebnispädagogik und Kleingruppenarbeit des Scouting kommen. Bemerkenswert: Von Zwangsverheiratung, vom Antijudaismus der Hadithen oder von einer Erziehung des Erweckens von Angst vor dem Höllenfeuer lesen wir bei “BP“ nichts. Seit wenigen Jahren jedoch finanziert das Königshaus der al-Sa’ûd großzügig eine ’Muslim Scouts’ genannte und an der wahhabitischen Umsetzung der ohnehin kulturrassistischen Pflichtenlehre der Scharia ausgerichtete ’Pfadfinderarbeit’. Saudi-Arabien also exportiert Erdöl und Moral nach Europa, der Hüter der Heiligen Stätten bringt beides ans Laufen: Ihre Zentralheizung und Ihre kommunale Erlebnispädagogik. Gut Pfad!

093 Risiko Monotheismus

ja. Kommentar von Jacques Auvergne zum Text ’Mose Superstar’ des Mathias Schreiber (2006). Sicherlich ist ein von Religion, Kunst oder Philosophie empfundener und postulierter allen Dingen gemeinsamer Sinn ein zweckmäßiger Wurzelgrund für universelle Menschenrechte und das Christentum, das den Menschen – jeden – als Ebenbild Gottes begreift zur Entstehung der UN-Charta von 1948 ein wesentlich eher geeigneter Trittstein gewesen als Scharia und Fiqh mit ihren Dogmen von Kufr, Dhimmi, Ridda und Judenhass. Hier bereits wird deutlich, dass es mit einem simplen ’Ich bin Monotheist!’ nun wirklich nicht getan ist, um als anständiger und reifer Mensch zu leben. Polytheisten oder Atheisten sind eben nicht prinzipiell als Barbaren oder Terroristen zu betrachten, sozialisierte Monotheisten nicht einfach sittlich ehrenhaft

094 Islam erweckt begründete Angst

ja. Niemand gibt gerne zu, Angst zu haben oder auch nur Sorge. Jeder trägt die Maske der Verwegenheit und Siegesgewissheit. Das aber könnte sich rächen. Wenn deutsche Islamfunktionäre sich zur Einführung der ganzen Scharia bekennen, dann darf uns, seien wir nun Muslime oder Nichtmuslime, sehr wohl Angst und Bange werden. Scharia und säkulare, freiheitliche Demokratie geht nicht zusammen. Und ein Bekenntnis zur irdischen Aussetzung der Scharia bringt derzeit kein deutscher Islamverband fertig. Solange aber bedroht der Islam unsere freiheitlich-säkulare Lebensweise ebenso wie unser Christentum oder Judentum. Warum wir vor dem Islam Angst haben müssen, zumindest große Sorge

095 Scharia macht Schule

ük, ja. Sozialpädagogische Analyse einer 2008 von Thomas Kufen, dem Integrationsbeauftragten der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen herausgegebenen Handreichung für Lehrer und Eltern. Autorin Lamya Kaddor ließ sich vom Pädagogen i. R. Joergen Nieland unterstützen und darf auf Steuerzahlerkosten für das voraufklärerische Wohlverhalten der Sunna und für die in Teilen grundrechtswidrige Pflichtenlehre der nach Vollständigkeit und Herrschaft strebenden Scharia werben. Die staatliche Schule soll die angeblich beglückt nach Sunna und Scharia strebenden muslimischen Kinder und Jugendlichen in dieser ihrer Besonderheit und Andersartigkeit berücksichtigen.

Droht der deutschen Pädagogik die ethno-religiöse Apartheid? Das wären allerdings ’Herausforderungen und Chancen in Bildungseinrichtungen’ (Titel der Handreichung). Allah als Alibi … einer Topographie der Gegenmoderne! Einer sozialen Landschaft, in der Neugier oder Zweifel, Weltbürgerlichkeit oder Feingefühl schlicht dysfunktional sind

096 Eigenprofil kopftuchfreie Schule

gs. Das Redeskript von Gabi Schmidt zur am 30 Januar in der Düsseldorfer Universität gehaltenen Rede ’Kopftuch ist Kinderrechtsverletzung’. In Zusammenarbeit mit der Kritischen Islamkonferenz fordert Schmidt die kopftuchfreie Schule, nötigenfalls eben gerne auch als die – schulgesetzlich gestattete – Akzentsetzung einer einzelnen Schule, das so genannte Schulprofil oder Eigenprofil. Schmidt betont, dass auch nichtmuslimische Schülerinnen und Schüler Opfer der sexualisierten, vormodernen Kopftuchdressur sind und unter dem Kopftuch einer Mitschülerin leiden, denn das Kopftuch schreit: “Ich gehöre dem Männerrecht der politischen Scharia an, ich werde von mahram und wali kontrolliert und verheiratet, Nichtmuslime sind wahrheitsleugnende Wesen geringeren sittlichen Wertes, das Wohlverhalten der Sunna und Scharia haben wir auch im Klassenzimmer jetzt und hier durchzusetzen.“ Unsere Lehrerinnen und Lehrer sollten diesen Text von Zeit zu Zeit einmal lesen

097 Femininer Dschihad. Der Angriff der Locken

ja. Eine Frau legt das Kopftuch ab. Nun ja, mögen Sie entgegnen, das kommt vor. Und erzählt überall aufgeregt herum, dass sie das Kopftuch abgelegt hat. Solange sie niemandem schadet, mögen Sie erwidern. Lassen Sie uns überlegen: Kann das sein, in TV, Tagung und Presse ohne eigenes Kopftuch kämpfen … für das hunderttausendfache Kopftuch? Doppelsinnig von Individualität, Interpretation, liebender Gottheit und Offenbarungskontext reden, um im Diesseits den totalitären Polit-Islam zu bestärken? Die listenreiche Kopftuchpolitik der Emel Zeynelabidin

098 Islam ist interreligiöse Pädagogik?

ja. Unter dem Namen Institut für interreligiöse Pädagogik und Didaktik (IPD) möchte man Lehrerinnen und Lehrer interreligiös dazu befähigen, Kindern den Islam beizubringen. Ein evangelischer Pfarrer aus Nachrodt in Westfalen findet diese Schariadidaktik völlig in Ordnung und verleiht Rabeya Müller (IPD) einen pluralistischen Preis. Offen bleibt die Frage, ob die im Sinne des IPD islamisierten Kinder für die allgemeinen Menschenrechte überhaupt noch Verwendung haben werden

099 Nürnberg und das Burka-Plakat

nn. Grenzenlose Toleranz – mit diesem Titel ist ein offener Brief überschrieben, der ein Touristen begrüßendes Werbeplakat treffend analysiert und kritisiert. Mitten aus einer fröhlichen Menschengruppe äugt eine unter einem radikalislamischen Stoffkäfig gefangen gehaltene Frau. Frauen entrechten und misshandeln, Brautpreise aushandeln, Nebenfrauen dazukaufen und Gattinnen verstoßen dürfen, dafür steht die Burka, jetzt auch auf dem Nürnberger Plakat

100 Kopftuchstreit am Speyer-Kolleg

nn. Speyer. Die am Eleonoren-Gymnasium Worms aufgrund ihres politreligiösen textilen Werbezeichens nicht eingesetzte Lehrerin ist von der zuständigen Behörde an das Speyer-Kolleg versetzt worden, auch dort erschien sie mit jenem ’Schamtuch’ (Feridun Zaimoğlu, andere Frauen und Kopftuchkritiker sind ’unverschämt’?), das, aus Sicht von Islamkritikern, jede Frau der politischen Scharia von Yūsuf al-Qaradāwi oder der Muslimbruderschaft unterordnet und jede nichtkopftuchtragende Lehrerin oder v. a. Schülerin als unsittliche Person definiert und stigmatisiert. Landtagsabgeordneter Dr. Axel Wilke (CDU) betont richtigerweise, dass das Kopftuch ein Menschenbild propagiert, das im Widerspruch zur freiheitlichen Demokratie steht und bedauert das Fehlen einer gesetzlichen Regelung. Leidtragende jener totalitären Sittenpflicht sind die Schülerinnen und Schüler, die demokratiebewusst ausrufen: “Wir fordern, dass Staat und Religion getrennt bleiben!“ Februar 2009, offener Brief

101 Integration oder Islamunterricht!

ük. Islamischer Schulunterricht richtet sich gegen Grundrechte, der Islam ist nicht schulfähig. Frauen sind ungleich zu behandeln, Nichtmuslime sind ungleich zu behandeln, echtes kritisches Denken beschädige die islamkonforme Sittlichkeit der Sunna und Abschottung zur kulturellen Moderne ist geboten. Ein Zwischenruf von Ümmühan Karagüzlü

102 Kirchliche Bildungsarbeit und Scharia

ja. Ein Theologe aus Südwestdeutschland kommentiert zu Nr. 042 (Karagözlü zu IKEA; Kopftuchstreit am Arbeitsplatz) und verteidigt jeden Kopftuchwunsch. Vom verpflichtenden Ausrichten am ’schönen Beispiel’ des Propheten, seiner Gefährten und der Frauen im asr as‑sa’adet weiß Dr. Krämer offenbar ebenso wenig wie von der Kopftuchpflicht des Yūsuf al‑Qaradāwi. Weiter kommentiert der Schwabe zu 043. (Autor zum kirchlichen Jugendverbandstreffen mit Funktionären der FEMYSO sprich Muslimbruderschaft). Die Muslimbruderschaft oder den radikalen politischen Islam (gar kritisch) zu erwähnen, hält Erwachsenenbildner Krämer für Zeitverschwendung

103 Das Islamseminar

ük, ja. Landauf, landab erhalten Dhimmis die Gelegenheit, sich über die Schönheiten von Sunna und Scharia zu informieren. Wer als Bildungswerk, Stiftung oder Wohlfahrtsverband auf sich hält, veranstaltet ein Islamseminar. Der orientbegeisterte Hausherr mietet sich akademische Mäuler, pardon, Islamwissenschaftler und lässt sie Rhetorik betreiben, Islamrhetorik, sei es, um für den Türkeibeitritt zu werben oder sei es, um das islamische Heirats- und Familienrecht wider besseres Wissen als grundrechtsverträglich darzustellen. Alle Arbeit für das Kalifat, oder: Spezies Islamreferent

104 Monsieur Ibrahim und die Rosen

cd. Monsieur Ibrahim und die Rosen heißt eine in Frankreich wie in Deutschland von politisch korrekten Lehrerinnen und Lehrern propagierte Lektüre, in der ein misshandelter Judenjunge nach dramatischen Umwegen zum Frieden einer bereichernden Religion findet. Jahrelang von seinem grausamen Judenvater misshandelt und belogen worden, findet er einen väterlichen, ethisch orientierten Freund im sozial integrierten Angehörigen der schulpolitisch korrekten Religion. Na, im Angehörigen des Hinduismus? Buddhismus? Taoismus? Shintoismus? Lesen Sie selbst

105 Spezies Migrationsforscher

kh, rw. Die Essener Soziologin Ursula Boos-Nünning war zeitweilige Direktorin der Universität und arbeitet seit Jahrzehnten zum Thema Migration. Roswitha Wilwerscheid und Karsten Hilchenbach wohnten 2008 einer Vorlesung der heiteren Dame zum Thema muslimische Migrantinnen bei. “Die fühlen sich nicht unterdrückt!“ rief Boos-Nünning fröhlich in die Runde, als es um das Thema arrangierte Ehen und Kopftuchpflicht ging. Der Fachfrau für Kopftuch, Koranschule und Virginität geht das Wort Scharia indes nicht über die Lippen. 2009 forscht Boos-Nünning wissenschaftlich zum VIKZ

106 Vatikan für Islamic Banking

ük, ja. Im Frühjahr 2009 ließ der heilige Stuhl in seiner hauseigenen Zeitung Wirtschaftswissenschaftlerin Loretta Napoleoni für schariakonforme Finanzprodukte (takaful, sukuk) werben. Zu den grausamen Seiten der kohärenten, auch nach ordnungspolitischer Totalität strebenden Scharia schwieg der Osservatore Romano indes unwissend oder aber feige. Nicht, dass der Petersdom das Kalifat ausruft

107 Hidschab, Kalifat, Frauenleib

ja. Eine Frau aus dem europäischen Kulturkreis wechselte ihren Namen aus Ariane in Faizah und bedeckte ihr Haupthaar mit einem Kopftüchlein, welches sich bei steigender Islamkenntnis in Haube zuzüglich Gewand und später zum Tschador verwandelte, um bei der Burka einschließlich Gesichtsschleier zu enden. Seitdem ward von Konvertitin Ariane nicht mehr viel gesehen, doch im Internet rührt Faizah die Werbetrommel für oder auch als faizah.de.vu – dort empfiehlt sich die Lektüre von Mein Weg zum Islam: “Meinen Mann habe ich am 16./17. Juni 2005 kennen gelernt“, der uns Abgeirrten und Unwissenden säkularen Muslimen, Ex-Muslimen oder Nichtmuslimen die Augen öffnet mit der Ermahnung: “Sie werden irgendwann für ihr Verhalten bestraft werden und es bereuen sich so verhalten zu haben.“

108 Institutionen der Scharia

ja. Fünfzig Jahre, nachdem der ägyptische Muslimbruder Said Ramadan seine Doktorarbeit an der Universität Köln geschrieben hat, gilt es Bilanz zu ziehen: Wie weit ist die Islamisierung Europas gelungen? Fatwa-Räte, Schariagerichtshöfe, schariakonfomes Bankwesen und die Lufthoheit über die Moscheevereine und Islamverbände haben sich zu einem ansehnlichen Kartell verflochten, dem die christlichen Kirchen und politischen Parteien multikulturell ergriffen zu huldigen beginnen

109 Said Ramadan

ja. Das islamische Recht (Islamic Law) erschien 1961 in London, Autor war der fromme Einwanderer Said Ramadan aus Genf, ein Antidemokrat und Muslimbruder. Zur Überwindung der ärgerlichen Demokratie benötigt der Islamstaat eine grundlegende juristische (religionspolitische) Schrift. Da mittlerweile prominente Europäer wie Erzbischof Rowan Williams, Lordrichter Nicholas Phillips und der in der Schweiz lehrende Sozialanthropologe Professor Christian Giordano die Zulassung von Teilen der frauenfeindlichen und menschenrechtsverhöhnenden, totalitären islamischen Pflichtenlehre (Scharia) gefordert haben, scheint Said Ramadans Buch zu lesen leider wichtiger denn je

110 Sufi, Rumi, Ban Ki-moon

ja. Der Allianz der Zivilisationen, türkisch-spanisches Gemeinschaftsprojekt mit dem Ziel, die Menschheit in Nichtmuslime und Muslime aufzuteilen, das Frauenrecht und Familienrecht von Fiqh und Scharia als demokratieverträglich zu erklären und Kleinasien zum Teil der Europäischen Union, durfte es an einem quasi‑katholischen Heiligen nicht mangeln. Mystiker Dschalal ad‑Din ar‑Rumi kam wie gerufen. Der mystisch Entrückte hatte mit der koranischen Verachtung von Juden, Christen und Frauen keine irdischen Probleme und fabrizierte entzückende Gedichte. Ban Ki‑moon bezeichnet sich öffentlich als sein Schüler und die UNESCO ernannte 2007 zum Jahr des Gedenkens an den “Maulana“ (Meister) Rumi. Kirchlich huldigt man mit “Dem Heiligen nachspüren“ (ev., Essen 2008) oder “Ein Lehrer der Gottesliebe“ (kath. und ev., beide Bonn 2007) dem Poeten Allahs

111 Kopftuchzwang

gs. Das Kopftuch dressiert die Besitzerin des geheiligt ekelbefrachteten Frauenleibes, eine totale Geschlechtertrennung innerseelisch zu bejahen und sexualpolitisch durchzusetzen. Der kopftuchbejahende Mann wird von der Logik des hidschab dazu gedrängt, die Frau als Mängelwesen zu betrachten, dessen man zur Fortpflanzung von Stamm und umma notgedrungen bedarf, dessen man sich jedoch schämen muss. Gabi Schmidt kommt zum Schluss, dass die Bundesrepublik das Kinderkopftuch völlig verbieten muss und dass allen Richterinnen, Schöffinnen, Lehrerinnen und kommunalen Angestellten die herrschaftliche Landmarke islamischer Sexualpolitik während der Arbeitszeit zu untersagen ist

112 Fatwa gegen FGM

ja. Mit Fatwas gegen FGM? Der Abenteurer und Survival-Experte Rüdiger Nehberg versucht, mit Hilfe der Menschheitsgeißel der Scharia die Menschheitsgeißel der weiblichen Genitalverstümmelung aus der Welt zu bringen. Dazu möchte er die mittelalterlichen, orthodoxen Theokraten ebenso gewinnen wie die halbiert-modernen islamistischen Theofaschisten. Was man wissen sollte: Wer Fatwa verlangt, erhält Scharia gratis

113 Islamkritisches Lied

pik. Aus Anlass der radikalislamisch unterwanderten UN-Antirassismuskonferenz in Genf im April 2009 fanden wütende Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter einen neuen Text zu Hannes Waders ’Bin auf meinem Weg, schon so lang’. Wader (“Seh die Welt oft im Traum / als Pilzwolkenbaum“) scheint Protest gegen Atombomben nicht länger wichtig zu sein, wenn es, Islam ist Frieden, nur ein revolutionärer Muslim namens Achmadinedschad ist, der die antikapitalistische Bombe baut?!

114 Die Migrationsforscherin

rw, kh. Ursula Boos-Nünning erforscht bekanntermaßen in der ersten Hälfte des Jahres 2009 die Schülerwohnheime des an der Scharia orientierten, reaktionären VIKZ. Dasss sie mit der Scharia keine Probleme hat, stellt sie allerdings schon seit längerem unter Beweis

115 Frauenhausarbeit

ük. Pünktlich zum Weltfrauentag 2009 gab ein Psychiater und Psychotherapeut aus dem Beraterteam einer Fluchthilfe- und Frauenrechtsorganisation sein äquidistantes, vielleicht ja hochaggressives Weltbild kund, das sinngemäß lautet: “Leben heißt leiden, muslimische Frau, erdulde das Böse, erduldet die Kopftücher und immer noch mehr Kopftücher! Unser völliges Nein zum säkular-staatlichen Kopftuchverbot!” Da traf er die richtige, Ümmühan Karagözlü, die den Fundamentalismusversteher energiegeladen abwatscht – verbal, versteht sich

116 Erlösung bringt die Inklusion?

ja. Dem orientalischen Patriarchalismus (Zwangsverheiratungen, Ehrenmorde) liegt Allahs ebenso grundrechtswidrige wie ewige Scharia zugrunde. An eben diesem Scharia-Islam (nicht kodifizierbar) und am Fiqh-Islam (geheiligte Gerichtsurteile) ist Europas zu bewältigende Integration gescheitert und wird sie weiter scheitern. Da musste rasch ein Zaubermittel her, ein pseudowissenschaftlicher Nebelschleier. Mythos Inklusion

117 Delara Darabi

Mina Ahadi: “Delara war mir wie eine Tochter.” Am Tag der Arbeiterbewegung, am ersten Mai 2009 wurde die zweiundzwanzigjährige Iranerin Delara Darabi hingerichtet. Als Siebzehnjährige war sie in einen Mordfall verwickelt, den sie wahrscheinlich gar nicht begangen, sondern um ihren Freund zu schützen anfänglich auf sich genommen hatte. Ein halbes Jahrzehnt verbrachte sie in der Todeszelle. Die unzähligen internationalen Proteste konnten sie nicht vor dem Henker des Unrechtsregimes Iran retten. Offener Brief der Gründerin und Vorsitzenden des Zentralrats der Ex Muslime, Mina Ahadi

118 Kinderkopftuch verbieten!

gs. Resolution gegen das Kinderkopftuch und gegen das Frauenkopftuch im öffentlichen Dienst. Eine pädagogisch vernünftige und nachhaltig demokratische Idee erscheint es auch uns, das Kopftuch als Gefährdung des Kindeswohls zu betrachten und als nicht vom elterlichen Erziehungsrecht abgedeckt. Eine Resolution aus dem Jahr 2009 verschiedener Frauenrechts- und Kinderrechtsorganisationen

119 Nilüfer Göle

ja. Eine Französische Soziologieprofessorin verteidigt das islamische Recht und den islamischen Fundamentalismus. Nilüfer Göle will die antidemokratische Scharia in den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat integrieren. Quo vadis Sozialwissenschaft?

120 Deutschland 2009, Iran 2009

gs. Sozialpädagogin Schmidt ruft auf, die Lage im repressiven Mullah-Regime noch wichtiger zu nehmen und erinnert an unsere grundgesetzlich verbürgten Freiheiten, die durch den politischen Islam und wohl auch durch anderen Gruppenchauvinismus oder Fundamentalismus gefährdet sind. Zum 23. Mai 1949 und zum theokratischen Kerker des Iran

121 Calvin und Mohammed

ja. Theologe und Christ Johannes Calvin (Jean Cauvin) kannte die Schriften des christlichen Theologen Michel Servet (Miguel Serveto), wurde seiner glücklich habhaft und ließ ihn auf feuchtem Laub zu Ehren des evangelisch-reformierten Gottes etwas außerhalb der Genfer Innenstadt verbrennen. Unter den Reformatoren war eben ein Freund der Todesstrafe für Ketzer und Gotteslästerer. 2009 begeht man das Calvin-Jahr … und huldigt der Islamisierung

122 Blumiger Koran?

cd. Ein Mensch namens Yuki kommentiert Text 104 von Cees van der Duin zu der den geheiligten Apostatenmord und den wali mudschbir verschweigenden Schullektüre ‘Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran’, jenes Kinder dezent manipulierende Substitut Heiliger Schrift der den Bambi-Islam ersehnenden deutschen und französischen ausgewachsenen Gutmenschen. Antwort des Angesprochenen Niederländers

123 AStA Bochum

gs, er. In buchstäblich letzter Minute lud der AStA der Uni Bochum einen offensichtlich allzu unbequem denkenden Wissenschaftler aus. Am 25. Mai hätte der Vortrag Islamismus als religiöser Totalitarismus stattfinden sollen. Will die Studentenvertretung der Schariakritik im wahrsten Sinne keinen Raum mehr geben? Ein offener Brief von G. Schmidt und E. von Roy

124 Ministerielle Scharia

ja. Im Jahre 2000 gab das Düsseldorfer Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit die Handreichung ‘Multikultiviert oder doppelt benachteiligt? Die Lebenslage von Mädchen und Frauen aus Arbeitsmigrationsfamilien in Nordrhein-Westfalen’ heraus. Drei Wissenschaftlerinnen dürfen, von Allahs theologischen Körperstrafen abgesehen, dort auf Kosten des Steuerzahlers so ziemlich jeden Aspekt der islamischen Pflichtenlehre mit Zähnen und Klauen verteidigen

125 Türkische Muslime in NRW

ja. 1994 und 1995 entstand die Broschüre ‘Türkische Muslime in Nordrhein-Westfalen’. Yasemin Karakaşoğlu kann als Urheberin gelten und Lebemann Faruk Şen vom Essener Zentrum für Türkeistudien dürfte den Geist des Büchleins nicht unwesentlich mitbestimmt haben. Heraus kam Islambeschönigung vom Feinsten einschließlich Kopftuchwerbung und der unsäglichen Behauptung einer islamseitig angeblich erwünschten Gleichheit aller Menschen vor Gott. Herausgeber dieses gefährlichen Unsinns war das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

126 Wer definiert die Grenzen der Toleranz?

ja. An der Frankfurter Universität hielt Yasemin Karakaşğlu-Aydın, damals GH Essen, im Juni 1999 den esoterisch und gegenmodern ausgerichteten Vortrag ‘Wer definiert die Grenzen der Toleranz? Kopftuch, Koedukation und Sexualkundeunterricht’. Begeistert rief uns Karakaşuğlu dazu auf, den Gesichtsschleier (niqāb) im Klassenzimmer zu dulden und kann sich dabei immerhin auf die reaktionären Islamisierer Salim el-Bahnassawy und Adnan Aslan berufen

127 Velāyat-e faqīh. Iran 2009

ja. Kleine iranische Landeskunde. Drei Jahrzehnte geheiligter Polizeistaat sind mehr als genug. Das Volk will diese Regierung nicht mehr. Nieder mit dem Mullah-Regime! Zende bad āzādī! Marg bar dschomūrīy-e eslāmī!

128 Studentin Nedā erschossen

ja. Nach der ganz offensichtlich gefälschten Präsidentschaftswahl beginnt der geheiligte Terror-Staat damit, seine mutigsten Bürgerinnen und Bürger zusammenzuschlagen, zu foltern und zu erschießen. Ihrer Familie wurde der Leichnam nicht ausgehändigt, den Nachbarn befohlen, keine Beileidsbekundungen auszusprechen. Mittlerweile haben Nedas Eltern die eigene Wohnung in der Meshkini-Street, in der auch Tochter Nedā Sālehi Āġā Soltān lebte, zwangsweise räumen müssen

129 Verschleierte Wirklichkeit

ja. Rezension zu Christina von Braun und Bettina Mathes kulturwissenschaftlichem Flickwerk aus Antietatismus, lustvoller Selbsterniedrigung, xenophilem Bauchgefühl und orgiastischer Islamverherrlichung des Titels ‘Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen’ Als Satire wäre es urkomisch, leider meinen es die beiden Damen ernst. Vorwärts, Europa, auf ins Kalifat

130 Marx statt Mohammed?

ja. Mithra, Mani und Marx waren auf der Suche nach dem schuldlos-reinen Staat. Daran, dass die schiitisch-faschistische Diktatur von Ayatollah Chamenei und Präsident Ahmadinedschad schuldig ist, besteht sicherlich kein Zweifel, doch sollte der Iran der Zukunft weder der nationalistischen Militärdiktatur noch dem marxistisch-sozialistischen Staatskult huldigen. Das aus Gnosis und Manichäismus bekannte dualistische Denken scheint sich immer dann einzustellen, wenn Staat zum Kult wird. Die jenseitige Höllenqual ihrer Mahner Mani und Mohammed lässt sich ohne viel Aufwand im sowjetischen GULag oder auf Pekings Tian’Anmen-Platz irdisch-volkspädagogisch inszenieren

131 Die eingebildete Hölle flackert unter dem Kopftuch

ja. Eine radikal islamisierte Frau Fatima Chérif beliebt, ihr sakramentgleich geheiligtes Kopftuch über Ohren, Nacken und Nase bis zu den Füßen wallen zu lassen. Das gruselige Ding heißt dann beispielsweise arabisch ǧilābah, Plural ǧilbāb oder persisch pardā und, weil das Gesicht ausgelöscht ist, zusätzlich türkisch peçe oder arabisch niqāb. Der hiǧāb, der Ganzkörperschleier, aus wahhabitischer oder salafistischer Sicht am besten zusätzlich mit Gesichtsbedeckung, sichert dem Weibe den prekären Eingang ins Paradies, jedenfalls potentiell.

Alle undankbaren Verweigerinnen der totalen Bedeckung indes dürften mit einiger Gewissheit in der Hölle brutzeln und ewig schreien, wovon man sie hienieden dann und wann mit einigem Druck, bedarfsweise gewaltsam, abhalten sollte. Çarşaf (Vollgespenst) gibt es leider inzwischen auch türkisch. Und nicht vergessen: Es gibt keinen Zwang im Glauben

132 Marwa el-Sherbini

ük, ja. Ein ausgesprochener Fremdenhasser schmuggelte am 1. Juli 2009 ein Messer in den Dresdner Gerichtssaal und erstach die ägyptische Pharmazeutin Marwa ash-Sharbini. Ein schrecklicher Mord, der durch nichts zu verteidigen ist und den es zu verhindern gegolten hätte. Islamisten in Indonesien, Ägypten und in ganz Europa instrumentalisieren die Bluttat für ihre Zwecke und verkaufen die Ermordete als shahida hijab (shaheedatul-hijaab, englisch headscarf martyr, The Hijab Martyr, The Martyr of the Hijab), das heißt: als Märtyrerin des Kopftuchs, als Kopftuchmärtyrerin. Ziel dieser gegenmodernen Kräfte ist es, im Sinne der antidemokratischen Scharia in Europa Rechtsspaltung zu betreiben beziehungsweise die seit 1789 und 1945 deutlich säkular gedachten europäischen Staaten kultureller Moderne legalistisch auszuhöhlen. Überraschenderweise ziehen Deutschlands schariatreue Islamverbandsfunktionäre hierbei mit flackeräugigen salafistischen Predigern am selben Strick

133 Dr. Shahid Athar

cd. Ein amerikanischer Mediziner will alle US-Muslime auf den Pfad der Tugend sprich der Scharia führen. Dr. Athar verharmlost dschizya und dhimma und spekuliert über eine parallelgesellschaftliche, vollumfängliche islamische Lebensweise, die der er als Abkehr vom gesamtgesellschaftlichen sprichwörtlichen Schmelztiegel (The Melting Pot, 1908) einer offenen Gesellschaft preist. Das Kalifat der Salatschüssel sei die humanere Lösung. Irgendwo sichtbare Nacktheit oder auch schulischen Aufklärungsunterricht hält der Endokrinologe aus Indianapolis für Pornographie, welche die verführten Entenküken und Muslime direkt in die Flammen der Hölle führen würde

134 Dr. Sabine Schiffer

ja. Die dschihadfreundliche Pazifistin und Leiterin des Erlanger Instituts für Medienverantwortung scheint einen derartigen Hass gegen die säkulare kulturelle Moderne und die parlamentarischen Demokratien Europas zu haben, dass sie die weltweit tätige, aggressive politische Bewegung des Scharia-Islam genüsslich unterstützt. Die Erosion unserer noch an den allgemeinen Menschenrechten und den deutschen Grundrechten ausgerichteten Lebensweise wird somit auch mal von einem Kartell aus Islamisten und schariakompatiblen Friedensbewegten betrieben, eine multikulturelle Mischung, welche unsere Pädagogen und Kleriker kraftvoll prägt

135 Das Buch der Weisungen für Frauen

ja. Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī (Abu al-Faradsch Ibn al-Dschauzi) war ein islamischer Gelehrter, der im Jahre 1200 nach Christus verstarb und dessen Schriften bis heute für den sunnitischen Islam namentlich für die Hanbaliten von recht hoher Verbindlichkeit sind. Insonderheit ist Ibn al-Ǧauzī Fachmann für islamisches Frauenverstehen. Es gilt, das muslimische Weib und damit umma und Großfamilie vor den Flammen der Hölle zu schützen. Dazu werden weibliche Genitalien islamisch verstümmelt und vom Ehemann sakramental Peitschenhiebe ausgeteilt

136 Iman Attia (I)

ja. Erziehungswissenschaftlerin Iman Attia forscht auf an fundierter Esoterik und Dilettantismus schwerlich überbietbarem Niveau seit nahezu zwei Jahrzehnten zum Thema Islamfeindlichkeit und lehrt an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin. Gegen Europa schwingt die Wissenschaftlerin bei ihrer Verteidigung des sexualisierenden ḥijāb die Kolonialismuskeule. Mit der Gottesstaatlichkeit der Scharia hat Frau Attia keine Probleme, Pressefreiheit im Nahen Osten, Gleichbehandlung der Nichtmuslime in Islam oder nahöstlicher Politik vermisst sie nicht

137 Iman Attia (II)

ja. Iman Attia verteidigt den wali mudschbir, die schafiitische FGM und das iranische Blutgeld nebst Todesstrafe oder kennt den Islam nicht, jedenfalls hat die entgrenzt kultursensible Dozentin ein neues Buch geschrieben. Angehende oder ausgebildete Sozialarbeiter und Sozialpädagogen sollten das ‘postkoloniale’ Machwerk unbedingt einmal unter die Lupe nehmen: Die »westliche Kultur« und ihr Anderes – Zur Dekonstruktion von Orientalismus und antimuslimischem Rassismus

138 Islamisator Dr. Rohe

ja. Zum 2009 erschienenen, ernst genommen die Demokratie zerstörenden Buch des schariakonformen Regierungsberaters Mathias Rohe: »Das islamische Recht – Geschichte und Gegenwart«. Das Islamische Recht heißt fiqh und ist die (gesetzesreligiös) umgesetzte, kulturrassistische Scharia. Jurist und Islamfreund Rohe aus Erlangen hält den fiqh für reformierbar. Freunde der Säkularität sehen das anders, für sie bedeutet kulturelle Moderne Ablehnung von repressiven Religionsgesetzen, Bürgerrechte für alle und jeden, verhinderte Rechtsspaltung und damit fiqh-Gegnerschaft

139 Dhimma 2009: Scouting & WAMY

cd. Dass Muslimbruderschaft und Wahhabiten Jugendgruppenleiterseminare und Jugendverbandsarbeit bezahlen hat sich herumgesprochen (vgl. Baustein 043. Jugendverbände und FEMYSO in Vólos (Griechenland) sowie 092. Saudis, WAMY, Muslim Scouts (u. a.: Schweiz). Vom 21. bis zum 25. Oktober 2009 tagt das 3rd World Scout Inter-religious Symposium in Kampala (Uganda), Organisator ist das World Scout Inter-religious Forum (WSIF), muslimischerseits damit die International Union of Muslim Scouts (IUMS). IUMS gehört zur radikalislamischen World Assembly of Muslim Youth (WAMY, BRD: Ibrahim el-Zayat) sprich Wahhabiyya plus Muslimbruderschaft und das bedeutet, Kampala 2009 ist für Pfadfinder ungeeignet. Ein Boykottaufruf von Cees van der Duin

140 Charta der FIOE

ja. Kommentierte deutsche Übersetzung der am 10. Januar 2008 in Brüssel verabschiedeten, 26 Punkte umfassenden »Charta« der Federation of Islamic Organisations in Europe (FIOE). Die FIOE ist der europäische Teil der weltweit arbeitenden, gegendemokratisch ausgerichteten Muslimbruderschaft. Generaldirektor der FIOE ist der italienische Ingenieur Imad (Emad) al-Banani, noch für Italien bei der FIOE führend ist der in Mailand (Milano) lebende Jordanier Ali Abu Shwaima, für Europa und besonders Frankreich spricht FIOE-Präsident Chakib ben Makhlouf (Benmakhlouf) und für Deutschland der bemerkenswert eigenschaftslose gebürtige Marburger Ibrahim el-Zayat

141 Allah in Penzberg

ja. Der Herrscher von Schardschah bezahlte die mit einem Architekturpreis ausgezeichnete Moschee von Penzberg, der kurdischstämmige Soziologe Rauf Ceylan preist die Gemeinde öffentlich als modern und autonom und GRÜNEN-Politiker Cem Özdemir eilt herbei und weiht die Solaranlage auf dem Moscheedach ein. Jetzt wollen Imam Benjamin Idriz und der spendable Scheich al-Qasimi III ein »Zentrum für Islam in Europa« aufbauen, am liebsten in die Münchener Universität integriert. Der Landtagsabgeordnete (Martin Neumeyer) schnappt sich seinen Landtagspräsidenten (Alois Glück) und jettet in die Emirate. Nur die den Penzberger autonomen und modernen Allahdienern nachweisbare einstige Nähe zu Milli Görüs stört das oberbayerische Idyll

142 Tag der Deutschen Einheit

bpe. Aufruf der Bürgerbewegung Pax Europa e. V. zur Kundgebung auf dem Breitscheidplatz vor der Berliner Gedächtniskirche am 03.10.2009. Den deutschen Nationalfeiertag, auf den die Parteigänger des Scharia-Islam listig ihren Tag der offenen Moschee positioniert haben, gilt es, sich im Geiste der universellen Menschenrechte, der Staatsbürgerlichkeit und der Säkularität zurück zu erobern

143 When will they ever learn?

ük, ja. Islamkritisches Lied zum Tag der Deutschen Einheit 2009 auf das romantische Friedenslied »Where Have All The Flowers Gone« von Pete Seeger. Unter Verwendung von Fragmenten seiner auch über Friedensbewegung, Liedermacherszene und Jugendarbeit bekannt gewordenen Übersetzung von Max Colpet (Kolpenitzky) »Sag mir, wo die Blumen sind«

144 Allahs Diplomat

ja. Zu: Murad Wilfried Hofmann: »Der Islam als Alternative« (1992). Ungeniert wirbt Allahs Diplomat für die Installation der islamischen Scharia-Staatlichkeit. Bei mehrheitlicher Akzeptanz der reaktionären Ideologie des Herrn Hofmann wird die Gesellschaft ein souveränes Volk oder gleiche Rechte für die Frau nicht länger benötigen. Das siebzehn Jahre alte, nach der göttlichen Gesellschaftsordnung rufende Buch sollte Deutschlands Säkulare alarmieren

145 Arrangierte Ehe und Boos-Nünning stoppen!

rw, kh. Dr. Ursula Boos-Nünning will, dass Pädagogik und Gesetzgebung die Stammeskultur der arrangierten Ehe als Lebensform akzeptieren. Die seit 1971 mit Integration und Migration befasste Essener Professorin verteidigt den patriarchalischen orientalischen Stamm und dessen vormoderne, in der Bundesrepublik eben auch gegenmoderne Kultur des Tochtertauschens. Wie nebenbei wirbt die Islamverteidigerin gegen Koedukation und für das Kopftuch. Migrationspädagogin Boos-Nünning jubelnd: Die sind nicht unterdrückt! Manche Sozialpädagogen sehen das zum Glück anders und verlangen das Recht jeder jungen Frau auf einen absolut selbst gewählten Lebenspartner, der ja auch mal weiblich sein kann oder als Programm gänzlich ausfallen. Von Roswith Wilwerscheid und Karsten Hilchenbach

146 Arrangierte Ehe und Straßburger stoppen!

rw, kh. Als wäre das Treiben der Boos-Nünning (vgl. vorheriger Text) nicht Ärger genug, hat sich ihre akademische Schülerin Gaby Straßburger auf die Reise durch die besonders kultursensiblen Zonen Deutschlands begeben, um in Hochschulen, Ratssälen, Gewerkschaftshäusern und Stadthallen für das ‘Recht’ der Homo-Sapiens-Subspezies namens Muslimfamilie auf das Verheiraten ihrer Töchter (und Söhne) zu werben. Interkulturalistin Straßburger vertuscht die (islamrechtlich gedeckten) Kinderehen und die schreckliche (genetisch risikoreiche) Cousinenheirat. Sozialpädagogische Analyse zweier Redetexte der theoretischen Kinderverkupplerin »Heiraten – Ein Prüfstein für Integration?« (2002) und »Arrangierte Ehen sind keine Zwangsehen!« (2005) von Roswitha Wilwerscheid und Karsten Hilchenbach

147 »Wege zum Miteinander«

ja. Deutschland 2005, der Dialog ist voll ausgebrochen. Gaby Straßburger und Hans-Christian Ströbele betreiben die Begegnung mit dem Islam engagiert, als linke Gutmenschen frohlocken sie zur (Kopf)Tuchfühlung mit dem Berliner Dunstkreis der Muslimbruderschaft. Bei derlei demokratiegefährdendem Ringelpiez sind wir zum Beobachten im Sinne des etwas voyeristischen “Wer mit wem?“ leider gezwungen. Und staunend erblicken wir lauter kleine Kalifen: IBMUS, INSSAN, MJD, ZMD, DMK-Berlin …

148 Die Linke schwenkt ins islamische Magnetfeld

a8, ja. Durch den Nebel der Wertebeliebigkeit dringen die Kräfte eines neuen Nordpols. Gedanken zweier Islamkritiker zur Islamisierung Europas. Die ihrer Aufgaben, Werte und Berufung schludrig verlustig gegangene europäische politische Linke, nicht zuletzt diejenige des deutschen Sprachraumes, wird für den neuen arabischstämmigen Herrschaftskult gleichsam magnetisch. Von arouet8 (“Der Magnetismus des Islams auf die Linke”) und, davon inspiriert, von Jacques Auvergne (“Allah als der neue Nordpol”)

149 Unverständliches Gebetsraumurteil

ja. Jetzt ist es amtlich: Yunus, der 16jährige Sohn eines Konvertiten darf seinen Gebetsteppich ausrollen. Berliner Fatwa, ach nein, Berliner Gerichtsurteil. Für den seit zwei Jahren schwelenden Fall am Diesterweg-Gymnasium war ausgerechnet Islamfreund Mathias Rohe Gutachter

150 Petition zum Gebetsraumurteil

gs, er. Petition vom 22.10.2009, Geschäftszeichen 5314/16 »Kurzfristige Einlegung von Rechtsmitteln gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts zum Islamischen Gebet in staatlichen Schulen.« Von Gabi Schmidt und Edward von Roy. Plausibel argumentiert. Recht so, wollen wir etwa kleine Moscheen an jeder Schule?

151 Barbara John

ja. Betrachtung des Textes »Eine fahrlässige Debatte« (Barbara John 2004). John ist vor 27 Jahren zur ersten Ausländerbeauftragten Berlins gewählt worden und verherrlicht seither den sexistischen und repressiven Hidschab, jene Kriegsflagge des radikalen Islam

152 al-Maududi: »Khutabat. Fundamentals of Islam«

ja. Sayyid Abu l-Ala al-Maududi ist der Gründer der radikalislamischen und dabei missionarisch-elitären Partei Jamaat-e-Islami (JI). Die Schriften des vor drei Jahrzehnten verstorbenen Beeinflussers beispielsweise der Muslimbruderschaft werden weltweit gelesen, nicht zuletzt die posthum erschienene Sammlung »Chutabat. Grundlagen des Islam«

153 Melanie Miehl: »Frauen und Islam«

ja. Betrachtung eines islamverherrlichen Textes der Melanie Miehl (Christlich Islamische Gesellschaft) aus dem Jahre 2005. Unter Aufbringung aller Kräfte, nahezu bar jeder Kenntnis über den Islam und bei großzügiger Auslassung von argumentativer Logik und universell-menschenrechtlichem Anspruch wird das reaktionäre Frauenbild der Scharia als demokratieverträglich dargestellt

154 Save Ehsan Fattahian from execution

rh. Eilaktion zur Rettung eines kurdischen Aktivisten im Iran. Von Reza Hiwa am 08.11.2009. Gegen Fattahian hatte der faschistische islamische Staat die Todesstrafe ausgesprochen. Update: Ohne Erfolg, das Todesurteil wurde am 11.11.2009 vollstreckt

155 Bekir Alboğa im Kölner Rathaus

ja. Zum Tag der Religionen lud Köln Oberbürgermeister Jürgen Roters am 12.11.2009 zu einer glitschigen Bühnenschau namens Dialog. Das Publikum durfte den Würdenträgern lauschen, die über »Religionen und die Zukunftsaufgaben in der Gesellschaft« sinnierten, mitreden durfte das Volk freilich nicht. Unter den Ehrengästen oder Rednern prangten Bischöfe, ehrbare Dialogveteranen, bekannte Islamisten und der Düsseldorfer Integrationsminister Armin Laschet

156 Herr Micksch wittert antimuslimischen Rassismus

ja. Zum Buch »Antimuslimischer Rassismus. Konflikte als Chance« (2009). Das interreligiöse Gruselkabinett der deutschen Scharialobby wird von einem hessischen Theologen und Sozialwissenschaftler nett arrangiert und uns im Herbst 2009 in Buchform angeboten. Machtbewusste linke Gutmenschen wie Roberto Ciulli, Dieter Oberndörfer und Birgit Rommelspacher huldigen dem antimodernen, kulturrassistischen Gesellschafts- und Menschenbild des orthodoxen Islam

157 La Convivenzia statt Islamfeindlichkeit

ja. Zum Buch »Vom 11. September zum 20. März« (2009) von Peter Heine (Zentrum Moderner Orient) und Haitham Aiash (Allahkratie Saudi-Arabien). Unter besonderer Berücksichtigung der Aufsatze von Dr. Hamid bin Ahmad al-Rifaie: »Eine Zukunft für den Dialog zwischen Muslimen und dem Westen« sowie Christoph Elsas: »Wieviel Freiheit der Religion verträgt die deutsche Gesellschaft?« Widerlegung der These, dass die kulturrassistische, schariakompatible Toleranz der Convivenzia (Américo Castro) des mittelalterlichen Andalusiens für eine säkulare Gesellschaft ein Vorbild sein kann

158 Islamkritisches Lied

ük, ja. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird am 10.12.2009 stolze 61 Jahre alt. Anlass genug, einen Blick auf die moralisch gescheiterte Achtundsechzigerbewegung zu werfen, insbesondere auf ihren friedensbewegten Flügel, der mit der Deklassierung der Frau im orthodoxen Islam seit vier Jahrzehnten keine Probleme hat. Die eingängige Melodie des Protestsongs »Es ist an der Zeit« von Hannes Wader („Weit in der Champagne im Mittsommergrün“) bedarf schleunigst der Korrektur, denn mit dem „Ja auch dich haben sie schon genau so belogen“ haben wir längst die heutige junge Generation zu warnen, ob aus nichtmuslimisch oder muslimisch geprägten Elternhäusern. Die heutigen „Lügner“ sind die arbeitsteilig den Dialog betreibenden Lobbyisten aus Staat, Kirche und Islamverbänden, und vielleicht ist ja auch mal ein Kommunist dabei

159 Cerić: Declaration of European Muslims

ja. Wie zufällig in der kroatischen Hauptstadt weilend, verkündete Bosniens Großmufti am 24.02.2006 seine »Declaracija Evropskih Muslimana. Erklärung der europäischen Muslime«. Wenn man den Text ganz ernst nimmt, wird man ihn als Aufruf zum Aufbau der Sonderstaatlichkeit betrachten können und zugleich als unbescheidene Selbstkrönung als Kalif und Emir. Man sollte es wohl vermeiden, die Declaration für halbernstes Maulheldentum zu halten oder für eigenwillige Spiritualität, denn der Wunsch nach einer Rechtsspaltung (zunächst) im Familienrecht ist eindeutig: Opening the way for the Muslim law

160 Karakaşoğlu 2009

ja. Zum Text »Islam als Störfaktor in der Schule« (2009), den die Bremer Turkologin und Erziehungswissenschaftlerin bei Herausgeber Thorsten Gerald Schneiders (in: »Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen«) veröffentlichen durfte. Ohne ein persönliches Bekenntnis zur repressiven, antiwissenschaftlichen und sexistischen Scharia gelingt es der universitären Ziehtochter von Ursula Boos-Nünning, radikalislamische Verhaltensweisen im Schulgebäude und Klassenzimmer zu verteidigen und die künftige Schule islamkonform (revolutionär gegenmodern) umzubauen, selbstverständlich ganz unverbindlich. Wenig verhohlen ermuntert Karakaşoğlu dazu, an den universellen Menschenrechten orientierte Islamkritiker in Elternschaft, Lehrerzimmer oder Schülerschaft nach Kräften als Ewiggestrige, Eurozentriker und Fremdenfeinde zu diffamieren

161 Schützt uns eine Rechtsaußenpartei vor dem Politislam?

er. Der organisierte (politische) Islam wird die säkulare Demokratie zerstören müssen, dazu zwingen ihn Koran und Scharia, und das gleich IN SAECULA SAECVLORVM. So weit, so schlecht. Gastautor Edward von Roy verwirft die Lösung gewisser Rechtspopulisten, mit dem Werkzeug einer Anti-Islam-Partei gegen die Parteigänger der Scharia vorzugehen und begründet das unter Verwendung der Sinnbilder von Hammer und Amboss sowie der zerfließenden Uhren des Salvador Dalí. Nach der Auffassung des Diplom-Sozialpädagogen ist jede Politik werdende Berücksichtigung von Islamgott inklusive Islamteufel, auch der parteibildende Kampf gegen derlei Magie und Barbarei, selber ein Steigbügelhalter des Kalifats, sei es als den Islam großzügig verwendender Nationalismus oder Faschismus oder aber als Kartell panischer Fehlgeleiteter, als, muslimbruderseits hoch erwünschte, verschreckte Schafherde von Dhimmis

162 Der »Mizan al-‘Amal« des al-Ghazali

ja. Auf der Schultafel wird fehlerhafte Kreideschrift mit einem Lappen weggewischt. Aus orthodox islamischer Sicht gilt es ganz entsprechend, fehlerhafte Lebensweisen und Gesellschaftsformen auszuradieren und durch die zu Schriftzeichen gewordenen Befehle der Gottheit zu ersetzen, die sogar die ursprünglicheren Anweisungen seien, der menschlichen Intelligenz und Schamhaftigkeit ebenso wundersam entsprechend wie der geheiligten Entrechtung der Frauen und Nichtmuslime. Ein neunhundert Jahre altes textgewordenes Instrument zum frommen Beseitigen alles Nichtislamischen stammt aus Hirn, Tuschefässchen, Hand und Rohrfeder des machtbewussten Abū Ḥāmid Muḥammad bin Muḥammad al-Ġazālī. Der »Mīzān al-ʿAmal«, das Kriterium des (deine Seele rettenden) Handelns

163 Rauf Ceylan

ja. Wenn Schariaversteher Rauf Ceylan über den Islam schreibt, zieht er kraftvoll an der Wahrheit vorbei und titelt entsprechend. Wenigstens das. »Am wahren Leben vorbei« (DER SPIEGEL 13/2010)

164 Petition an Europa: Gegen den Hidschab

gs. Sozialpädagogin Gabi Schmidt ermuntert den Europarat am 22.11.2009, den Schleier im Öffentlichen Dienst zu verbieten und den Gesichtsschleier im Öffentlichen Raum. Schmidts Petition wird wenig später abgelehnt, Europa übt sich in entgrenzter Toleranz

165 Sultan Tariq

ja. Gedanken zu Tariq Ramadan »Islam: Le face à face des civilisations. Quel projet pour quelle modernité?« (1995), deutsch als »Der Islam und der Westen. Von der Konfrontation zum Dialog der Kulturen« (2000). Von Jacques Auvergne (2010)

166 Petition an die BRD: Gegen die Burka

gs. Die uns aus Text 164 bekannte Sozialpädagogin und Islamkritikerin Gabi Schmidt legt der Berliner Bundesregierung nahe, den radikalen Ganzkörperschleier und den Gesichtsschleier im Öffentlichen Raum zu untersagen. Mittlerweile ist die Petition abschlägig bewertet worden, die Bundesregierung sieht den Verzicht auf ein Gesicht als Ausdruck gelebter religiöser Freiheit und freier Entfaltung der Persönlichkeit

167 Muhammad Hamidullah

ja. Muhammad Hamidullah stammte aus Indien, forschte gegen Ende der Weimarer Republik im rheinischen Bonn und lebte danach überwiegend in der Hauptstadt Frankreichs. Sein »Initiation à l’Islam« (Paris 1963) wurde als »Der Islam. Geschichte, Religion, Kultur« (Genf 1973) ins Deutsche übersetzt. Jacques Auvergne analysiert den 47 Jahre alten Text eines vor allem in der Türkei rezipierten hanafitischen Ideengebers

168 Lamya Kaddor

ja. Die Vorzeigepädagogin Lamya Kaddor schreibt 2010 über sich, den Islam und den Islamischen Religionsunterricht: »Muslimisch, weiblich, deutsch! Mein Weg zu einem zeitgemäßen Islam«

169 Muslim Brotherhood: »The Project«

ja. Der Geheimplan der Muslimbruderschaft zur Islamisierung Europas ist datiert mit dem 01.12.1982 und fand sich am 07.11.2001 bei einer antiterroristischen Razzia in der Villa des Herrn Nada. Der immer noch allzu wenig bekannte Text wird »The Project« oder »Das Projekt« genannt. Jacques Auvergnes Neuübersetzung ins Deutsche auf Basis der französischen Übersetzung aus dem Arabischen von Frau Rawdha Cammoun

170 Ali Schariati, Teil 1

ja. Islamkritische Betrachtung zu »Wo fangen wir an?« (1971)

171 Ali Schariati, Teil 2

ja. Islamkritische Betrachtung zu »Das Menschenbild im Marxismus, in anderen abendländischen Denkschulen und im Islam« (1965-1970)

172 Ali Schariati, Teil 3

ja. Islamkritische Betrachtung zu »Exploitation und Raffinierung der kulturellen Quellen« (gehalten in Abadan)

173 Ali Schariati, Teil 4

ja. Islamkritische Betrachtung zum Abschnitt »Der Entwurf einer Schule« aus Ali Schariatis »Die Islamkunde«, Teheran um 1970

174 Mahmoud Zakzouk, Allahs Münchner Philosoph

ja. Zum Interview »Es gibt Auffassungen, die verändert werden können« mit dem ägyptischen Religionsminister und 1933 geborenen Philosophen Prof. Dr. Maḥmūd Ḥamdī Zaqzūq

175 Ayatollah Chomeini: Wilayatu l-Faqih

ja, sg (ṣġ). Gedanken zum »Velāyat-i Faqīh« des Chomeini (Nadschaf 1970). Von Jacques Auvergne (2010)

176 Hasan Hanafi

ja. Zum Text des Ḥasan Ḥanafī »Die Aktualität eines ‘linken Islam’« (aus: »Gesichter des Islam, 2. Orient-Tagung im Haus der Kulturen der Welt«)

177 Protest gegen »Islamische Studien«

ma, gs. Köln im Juli 2010. Bundesbildungsministerin Annette Schavan betreibt die Islamisierung der Wissenschaften und lädt über den Wissenschaftsrat (WR) Schariafreund Mathias Rohe, Bosniens Großmufti Mustafa Cerić vom kalifatstreuen ECFR, Ägyptens radikalislamischen Religionsminister Zakzouk und Irans die religiösen Steinigungen billigenden Ex-Präsidenten Chatami nach Köln. Dagegen protestieren die übergangenen deutschen Staatsbürger, immerhin der (in Verflüchtigung befindliche) Souverän. Ein kluger Aufruf aus dem Kreis und Freundeskreis der Ex-Muslime

178 Islamische Studien. Presseerklärung

Zentralrat der Ex-Muslime, der Osnabrücker Hintergrund-Verlag, Internationales Komitee gegen Steinigung und Todesstrafe, Verein für Sprach- und Lernförderung I.so.L.De. Presseerklärung gegen den Aufbau von theologisch orientierten „Islamischen Studien“ an deutschen Hochschulen

179 Zakzouk und die »Interpretationen«

ja. Zum neunzehn Jahre alten Text des ägyptischen Islampolitikers Mahmoud Zakzouk »Ein Islam und viele Interpretationen«, 1991 in Berlin gehalten auf der 2. Orient-Tagung im Haus der Kulturen der Welt

180 Nadeem Elyas 1997

ja. Nadeem Elyas: »Das weiche Wasser wird besiegen den harten Stein«

181 Lied: Dunkel das Land

pik. Protestsong (2010), Bundesbildungsministerin Annette Schavan zur Mahnung

182 Kommt der Rechtspluralismus?

ja. Gastbeitrag anlässlich der WR-Tagung zur geplanten universitären, schariabasierten Imam-Ausbildung. Edward von Roy warnt vor einer religiös begründeten Rechtsverschiedenheit nach malaysischem oder indischem Vorbild

183 Gelehrte Scharia an der Universität?

ma, gs. Die Menschenrechtsaktivistinnen Mina Ahadi und Gabi Schmidt protestieren im Juli 2010 gegen das offiziell betriebene Einfügen der Scharia in die Theologenausbildung deutscher Universitäten

184 Schiffauer verspürt den Nachislamismus

ja. Zum Buch des Falaturi-Preisträgers und Kulturanthropologen Werner Schiffauer »Nach dem Islamismus: Eine Ethnographie der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş« (Berlin 2010). Eine erregende und herrschaftliche Ex-Wissenschaft hilft dem revolutionären Islam

185 Sayyid Qutb: Dieser Glaube

ja. Zur islamrevolutionären Schrift »Dieser Glaube der Islam« des Sayyid Quṭb

186 Die Salafiyya und der Oberbürgermeister

ja. Offener Brief an den Oberbürgermeister von Mönchengladbach, August 2010. Von Gabi Schmidt und Edward von Roy

187 »100 cities of the world against stoning!«

28.08.2010. »Hundert Städte der Welt gegen Steinigung«

188 Qutb: »Soziale Gerechtigkeit im Islam«

ja. Zur Abhandlung »Social Justice in Islam« (1949) des Sayyid Quṭb

189 Scheich Abu Anas und seine »Islamschule«

gs. Nachbetrachtung zur Demonstration am 16.08.2010 im Mönchengladbacher Ortsteil Eicken, die sich gegen die Ansiedlung der von Scheich Muhamed Seyfudin Ciftci (Abu Anas) betriebenen, vom Verfassungsschutz beobachteten salafistischen »Islamschule« richtet. Annähernd 300 Bürger nahmen an dem friedlichen Protest teil. Von Gabi Schmidt, Sozialpädagogin in der Lern- und Sprachförderung

190 Der Salafismus und die Gleichstellungsbeauftragte

ja. Offener Brief an die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mönchengladbach. August 2010, von Gabi Schmidt und Edward von Roy

191 Freiheit für Shiva Nazar Ahari!

rog/rsf. August 2010. Über die im Iran eingesperrte und zum Tode verurteilte Journalistin und Menschenrechtlerin. Petition von Reporter ohne Grenzen / Reporters sans frontières

192 Die Bürgerversammlung von Eicken

gs. Noch zum Protest gegen die salafistische Islamschule (Verein Einladung zum Paradies, Mönchengladbacher As-Sunnah Moschee) im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken. Vgl. Texte Nummer 186, 189, 190, 193, 194 und 199. Rückblick auf die Bürgerversammlung vom 28. August 2010 im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken

193 »Islamschule ist …?«

ja. Salafismus als Gegenkultur und Gegenmoderne. Edward von Roy warnt vor dem Verlust der Rechtseinheitlichkeit und dem damit verbundenen Ausstieg aus den universellen, das deutsche Grundgesetz tragenden Menschenrechten. Vgl. Texte Nummer 186, 189, 190, 192, 194 und 199

194 Fanatismus steigt an, Demokratie sinkt ab

kh. Karsten Hilchenbach meint zur Debatte um Scheich Ciftcis vom Verfassungsschutz beobachtete salafistische Islamschule: »Mönchengladbacher lassen sich nicht in ‘Muslime’ und ‘Nichtmuslime’ spalten, an einen Engel glaube ich privat oder glaube ich nicht (auch privat). … Wir wollen keine Welt mit vollverschleierten Frauen, deren Gesicht ‘aus religiösen Gründen’ nur vom Ehemann erblickt werden darf.«

195 Eickener Erklärung

Textfassung vom 02.09.2010

196 Aufruf zum freiheitlich demokratischen Bürgerprotest

gs. Gedanken zum Demonstrationszug vom Eickener Markt zum Mönchengladbacher Abteiberg am 03.09.2010. Von Gabi Schmidt

197 Eickener Erklärung

Textfassung vom 05.09.2010

198 Abu Adam

kh. Empfehlung an Sven Lau, den ehemaligen Feuerwehrmann vom Niederrhein, der sich seit seiner Konvertierung zum politischen Kult von Einladung zum Paradies (EZP, Islamschule) Abū Ādam nennt und seine alten Kollegen via Internet zum Übertritt in den salafistisch (faschistoid) verstandenen Islam aufzurufen pflegt. Ein Brief unter Nachbarn von Karsten Hilchenbach

199 Salafismus

gs. Sozialpädagogin Gabi Schmidt über ein revolutionäres Phänomen mit frühmittelalterlichem Vorbild und totalitären Folgen

200 Sayyid Qutb: Milestones

ja. Zu den »Maʿālim fi ṭ-Ṭarīq« des Sayyid Quṭb. Im Geiste der Prophetengefährten und mit dem Werkzeug der Muslimbruderschaft die globale Revolution erreichen. Salafismus als Faschismus

201 Ein Liedchen dem Integrationsrat

pik. Ach, die Salafisten! Satirisches Lied, dem ganz im Sinne der Scharia segregierend tätigen Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach gewidmet Gesungen auf die Melodie »Bunt sind schon die Wälder« (Worte: von Salis-Seewis 1782), die Reichardt 1799 erfand

202 Bürger sein, kein Gottesknecht!

kh. Aus Mönchengladbach berichtet Karsten Hilchenbach anlässlich einer Vereinsgründung gegen die Ansiedlung der zentralen Lehrstätte der extremistischen Bewegung Einladung zum Paradies. Zur drohenden Rechtsspaltung, zum Schweigen der Politiker und zum Begriff des Bürgers

203 »Eine Zwischenfrage, Herr Pfarrer … «

kh. Karsten Hilchenbach (Wachtendonk) ist Mitglied der Evangelischen Kirche Deutschlands und richtet Zwischenfragen an Pfarrer Dietrich Denker (Mönchengladbach). Denker hatte kurz zuvor den salafistischen Führer »Abu Anas« besucht, Schulleiter einer Online-basierten, vom Verfassungsschutz beobachteten Fernuniversität

204 FEINDBILD ISLAMKRITIK

cd. Im Herbst 2010 ist ein für wissenschaftsorientiert arbeitende Pädagogen und Sozialarbeiter unverzichtbares Buch erschienen: »FEINDBILD ISLAMKRITIK. Wenn die Grenzen zur Verzerrung und Diffamierung überschritten werden«

205 Sajjad Ghaderzadeh und Houtan Kian verhaftet

nn. Aufruf zum Handeln und Protest. Sajjad Ghaderzadeh, Sohn von Sakineh Mohammadi Ashtiani (2), und sein Rechtsanwalt Houtan Kian sind am 10.10.2010 um 19:00 Ortszeit zusammen mit zwei deutschen Journalisten in Täbriz verhaftet worden. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um die Freilassung der vier Menschen zu erreichen

206 »Democracy … a Religion«

ja. »Ad-Dīmuqrāṭīya Dīn. Die Religion der Demokratie« des Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī. Vorangestellt ist dessen Gedicht »Dear Brother, who dwells in these prisons« vorangestellt wird

207 Ägyptisch, salafistisch, dschihadistisch

ja. Am 27.02.1984 vollendeten Nāǧī Ibrāhīm, ʿĀṣim ʿbdu l-Māǧid und ʿIṣāmu d-Dīn Darbālaḥ ihre staatsprogrammatische Schrift »The Charter for Islamic Work«, die als das englische »In Pursuit of Allah’s Pleasure« unter gewaltverherrlichenden Salafisten verbreitet wird

208 Patrick Bahners

ja. Was Multikulturalist Patrick Bahners mit »Fanatismus der Aufklärung. Zur Kritik der Islamkritik« über den Islam schreibt, verdient unsere sozialpädagogische Kritik

209 Der Iran und Allahs Gesetz. Sakineh Ashtiani

nn. Aufruf zum Handeln und Protest. Das Internationale Komitee gegen Steinigung (International Committee against Stoning) und das Internationale Komitee gegen Todesstrafe (International Committee against Execution) berichtet zu Sakineh Mohammadi Ashtiani, die vielleicht schon bald hingerichtet werden soll

210 Inhaftierung von zwei BamS-Reportern in Iran

ma. Mina Ahadi fordert im Oktober 2010 die Freilassung der beiden im Iran inhaftierten Journalisten der Redaktion Bild am Sonntag und weist Vorwürfe gegen ihre Person zurück

211 Iran 2010. Allahs Diktatur

ma. Nicht menschenrechtliche Gegenwehr, sondern „respektvoller Dialog“ und diplomatische Aufwertung des staatsislamistischen Terrorregimes sind das Problem, meint die bewundernswerte Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi

212 Demokratie ist nicht ḥalāl!

ja. Verhaltet euch nicht unislamisch, denkt nicht einmal unislamisch! Die kulturelle Moderne mit Gottesfurcht und Wohlverhalten verweigern, dazu forderte uns Yūsuf al-Qaraḍāwī vor einem halben Jahrhundert mit dem Buch »Erlaubtes und Verbotenes im Islam« auf

213 Shahla Jahid

ma. Schlimme Neuigkeiten aus dem Teheraner Evin-Gefähnis weiß die deutsche Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi zu berichten

214 Allahs Pädagogik

ja. Zum Buch der Islamisten Syed Muhammad Naquib al-Attas (Hg.), Muhammad Qutb, Muhammad Faisal al-Saud et al.: »Aims and Objectives of Islamic Education« (1977) übersetzt und kommentiert Jacques Auvergne

215 Christlich-wertkonservative Islamkritik?

hb. Dass eine im Namen des christlichen Abendlands antretende reaktionäre Besinnung die Islamisierung Europas nicht behindert, sondern befördert, erklärt Edward von Roy sehr weihnachtlich

216 Götter, Priester, Parlamente

ja. Den Engeln und Geistern Einlass in Schulbücher und Universitäten gewähren. Ernst gemeinte Islambegeisterung bedarf der Wiederverstaatlichung des Jenseits. Aphorismen

217 Die Burkamuslima

pik. Lied gegen die Burka, Satire. Umdichtung zu Klaus Hoffmann: Blinde Katharina

218 Ahmet Davutoglu

ja. Zum »Alternative Paradigms. The Impact of Islamic and Western Weltanschauungs on Political Theory« des Ahmet Davutoğlu. Jacques Auvergne übersetzt und kommentiert den an Koran und Scharia orientierten langjährigen außenpolitischen Berater von Recep Tayyip Erdoğan.

219 Thomas Lemmen

ja. Nachhaltige katholische Leugnung von Gegenaufklärung, Frauenfeindlichkeit und Kulturrassismus der Scharia benötigt neuartige Missionare. Um die freiheitliche (säkulare) Gesellschaft zu überwinden, gilt es, im tiefsten Deutschland für das koranbasierte Zusammenleben segregierter Religionsvölker zu werben

220 Houtan Kian

ma. Dem Rechtsanwalt von Sakineh Ashtiani, Houtan Kian, droht die Todesstrafe. Übersetzung aus dem Englischen nach Presseerklärung Nr. 120 des Internationalen Komitees gegen Steinigung / International Committee Against Stoning und des Internationalen Komitees gegen die Todesstrafe / International Committee against Execution

221 Tariq al-Bishri

ja. In Artikel 2 nennt Ägyptens Verfassung den Islam als Staatsreligion und die Scharia als hauptsächliche Quelle der ägyptischen Gesetze. Christen sind privat und beruflich täglichen Diskriminierungen ausgesetzt, Bahais bekommen erst keine Papiere. Viele Kopten fordern den Wegfall von Artikel 2, Mubarak ist abgesetzt worden, ein Militärrat hat die Macht übernommen. Jetzt könnte alles noch viel schlimmer kommen, denn der weltweit unter Multikulturalisten als „Islamdemokrat“ verehrte Jurist Tariq al-Bishri arbeitet an einer Verfassungsreform

222 Prinzip Burka

gs. Argumente gegen die Burka. Ein Gastbeitrag von Gabi Schmidt

223 Scouting und Scharia

er. Weltweite Geschwisterschaft der initiierten Jugendlichen und Erringen von Frieden und Freundschaft zwischen allen Menschen strebt das Pfadfindertum an, was wenig nach Dhimma und Dschihad klingt. Dass Frauen nur die Hälfte erben und Pfadfinderinnen einen Ganzkörperschleier tragen müssen, hatte der sportive und kreative General Baden-Powell („BP“) wohl gar nicht im Sinn gehabt. BP zitterte als Humanist und Freimaurer auch keineswegs vor den Flammen der Hölle. Der evangelische, um Koblenz ansässige Gau Nassau-Oranien (GNO, im VCP) wird 60 Jahre alt und feiert sich in Boppard. Ein Altpfadfinder fragt die heutige Verantwortlichen: Warum schweigt der Scoutismus zur Scharia?

224 Köln 1993. Islam wollen, Medina wissen

ja. Das deutsche Kalifat des Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul genannt Abu-r-Rida

225 Abdullahi an-Na’im

ja. Ministerien und Parlamente säkularisieren, um die Gesellschaft religionsrechtlich aufzuladen, so lässt sich das Ansinnen eines Professors aus Atlanta, Georgia, beschreiben. Zum Redebeitrag des Abdullahi Ahmed An-Na’im: Scharia und Säkularer Staat im Nahen Osten und Europa, den der aus dem Sudan stammende Schariagelehrte und Jurist am 19.05.2009 anlässlich der dritten Carl Heinrich Becker Lecture im Berliner Wissenschaftskollegium vortrug.

226 Petition Landtag NRW

gs. Petition an den Landtag mit dem Ziel, die Werbung islamistischer Gruppen im Öffentlichen Raum einzuschränken. Vor allem Minderjährigen soll der Zugang zu vom Verfassungsschutz beobachteten radikalislamischen Gruppen nicht möglich sein, öffentlich verantwortete Broschüren und Veranstaltungen, die zum Salafismus aufklären, sollen organisiert werden.

227 Salafisten, Frankfurt, Gegendemo

ma. Am 20.04.2011 darf auf Einladung von Pierre Vogel der Hassprediger Bilal Philips in der Frankfurter Innenstadt sprechen. Internationales Komitee gegen Steinigung, Internationales Komitee gegen Hinrichtung und Zentralrat der Ex-Muslime rufen zur Gegenkundgebung.

228 Naika Foroutan

ja. Zum Buch »Kulturdialoge zwischen dem Westen und der islamischen Welt. Eine Strategie zur Regulierung von Zivilisationskonflikten«, das die Berliner Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan 2009 verfasste.

229 Junge Islam Konferenz

ja. Zufällig oder beabsichtigt entsprechen die so genannten Zehn Empfehlungen der Jungen Islam-Konferenz ganz dem Ansinnen der Muslimbrüder und sonstigen islamischen Revivalisten. Vor der hintergründigen, noch kaum spürbaren Machtergreifung der Scharialobby wirkt ein wenig verbindliches, islambezogenes Jugendparlament erfrischend und adrett. Naika Foroutan zieht die Fäden, Stiftung Mercator finanziert, Bundesregierung kuscht.

230 Morteza Motahhari

ja. Unter dem Titel Stellung der Frau im Islam veröffentlichte der Staat Iran von Bonn-Bad Godesberg aus die zwischen 1966 und 1974 erschienenen Gedanken von Morteẓā Moṭahharī, wie sie vom Āyatollāh etwa in Zur Diskussion über den Schleier (1968; Ḥeǧāb, Hijab) und Die rechtliche Stellung der Frau im Islam (Qom 1974, Neẓām-e ḥoqūq-e zan dar eslām, The Order of Women`s Rights in Islam) niedergelegt worden waren.

231 Islamismus in Südostasien

ja. Proschariatische Geflechte aus jungen Predigern, investitionsfreudigen Konzernchefs, medial erfahrenen ‘Ulama (Islamgelehrten), prügelbereiten Sittenwächtern und mittlerweile überraschend jenseitszentriert argumentierenden Politikern und Juristen zurren die Fesseln der Scharia um Indonesiens Provinzen und Malaysias Staaten immer enger.

232 Die BRD muss die Iranische Handelsbank dicht machen!

er. Der Deutsche Bundestag möge beschließen: Die Zusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland, damit auch der Deutschen Bundesbank, mit der Europäisch-Iranischen Handelsbank (EIHB; EIH-Bank) ist zu beenden, ein Betätigungsverbot gegen die EIHB wird erlassen, alle EIHB-Konten werden eingefroren. Eine Petition von Edward von Roy.

233 Offener Brief an den Rat der Stadt Koblenz

gs. Salafist und Missionar Pierre Vogel möchte am 29.05.2011 den Engländer Abdur Raheem Green einladen, Ort des Islamistentreffens soll Stadt Koblenz oder ihr Umland sein. Knapp vier Wochen vor der Veranstaltung schreibt Gabi Schmidt einen Offenen Brief an den Koblenzer Oberbürgermeister und den Stadtrat, eine gute Woche später antwortet der OB. NIMBY Joachim Hofmann-Göttig spricht das Wort Scharia nicht aus und zeigt sich Florians-prinzipiell erfreut über den Inhalt einer angeblichen Staatsschutzinformation, dass die Islamisten am 29. Mai sein Stadtgebiet möglicherweise verschonen werden, um knapp hinter der Stadtgrenze zusammen zu kommen.

234 Pierre Vogel und die Stadt Frankfurt

gs. Eine – letztlich gescheiterte – Eilaktion zum 07.05.2011. Nachdem erst im Vormonat Pierre Vogel den Hassprediger Bilal Philips öffentlich reden ließ, hätte Hessen sich doch eigentlich veranlasst sehen müssen, den prominentesten Prediger des wahhabitischen oder urgemeindlichen Islam abzustoppen. Tagelang hatte der Islamist provoziert, ein Totengebet für Osama bin Laden abhalten zu wollen. Erst kurz vor dem 07. Mai beschränkte sich Vogel auf das Thema „Wie steht der Islam zum Terrorismus?“, im Rebstockpark durfte der Salafist dann leider doch predigen.

235 Was ist Salafismus?

er. Purify and Educate. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-Salaf aṣ-Ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Weiterentwicklung aus Sägefisch Nummer 199 von Edward von Roy.

236 Muhammad bin Abd al-Wahhab

ja. Muḥammad bin ʿAbd al-Wahhāb war der Begründer der Strömung der so genannten Wahhabiten. Der Hanbalit legitimierte das noch heute herrschende saudische Königshaus religiös und hatte den echten, alten Islam zwar ziemlich radikal, aber niemals falsch verstanden.

237 Salafi-Mission um Koblenz

gs. Islamist Pierre Vogel kündigt für den 29. Mai 2011 eine Dawa-Großveranstaltung im Raum Koblenz an. Nach einem Artikel der Rhein-Zeitung vom 14.05.2011 möchte der fundamentalistische Starprediger eine Halle mit bis zu 2000 Sitzplätzen mieten. Offener Brief von Gabi Schmidt vom 18.05.2011.

238 Radikaler Islam und gemütliche Verwaltung

er. Der in 237 genannte Islamist hält den Ort des Vortrags geheim, muss aber eine öffentliche oder, was wahrscheinlicher ist, gewerbliche Festhalle anmieten. Ein Sozialarbeiter baut vor und schreibt Stadtverwaltung und Sozialverwaltung an. Diese reagiert pikiert bis gar nicht.

239 Koblenz statt Westerwald

gs. Höhr-Grenzhausen ist abgesagt, der Prediger wird doch in der Koblenzer Innenstadt auftreten. In fünf Tagen! Das erfordert ein warnendes Schreiben an das Ordnungsamt der Stadt Koblenz, Herrn Reiner Klug, und an den Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig.

240 Heute Abend tritt Vogel auf

gs, er. Danksagung an die Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Koblenz, die mit dafür gesorgt haben, dass Koblenz noch am Freitagnachmittag Einspruch beim Oberverwaltungsgericht gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts einlegte, der den Islamisten die für heute Abend geplante Kundgebung erlaubt hatte.

241 DPSG und Scharia

er. Am 27.05.2011 beschließt der größte deutsche katholische Pfadfinderverband, die Georgspfadfinder (DPSG), einen noch gar nicht existenten oder irgendwo im geheimnisvollen Aufbau befindlichen deutschen Muslimischen Pfadfinderverband nach Kräften zu unterstützen. Das Wort Scharia fällt nicht.

242 Pfadfinder-Treffpunkt (1)

yb. Bei Pfadfinder-Treffpunkt wirbt Yvonne Baumann (scoutissima) im Juni 2011 mit elf Wortmeldungen dafür, die allgemeinen Menschenrechte und das deutsche Grundgesetz nicht zu überwinden, auch nicht im Namen von Tradition oder Religion.

243 Pfadfinder-Treffpunkt (2)

ak. Dem Pfadfinder-Treffpunkt gibt Anne Kaufmann (Lagerfeuer) im Juni 2011 Nachhilfe in Sachen AEMR. Sechs Beiträge.

244 Zakir Naik: Focus on Islam

ja. Aus der Mitschrift Focus on Islam (2010) des indischen Predigers Zakir Naik übersetzt und kommentiert Jacques Auvergne.

245 Pfadfinder-Treffpunkt (3)

ak. Universalistin Anne Kaufmann (Lagerfeuer, VCP-Sympathisantin) antwortet dem Kulturrelativisten ben (Überbündische Hochschulgruppe Braunschweig).

246 Pierre Vogel in Hamburg

gs. Nach Frankfurt und Koblenz will Islamist Pierre Vogel am 09. Juli 2011 in Hamburg auftreten. Sozialarbeiterin Gabi Schmidt fordert, dass Minderjährige keinen Zutritt zu dieser Missionsveranstaltung haben dürfen, falls sich diese nicht ganz verbieten lässt.

247 Rückblick auf Boppard

cd. Scoutistische Korrespondenz zum Thema Rechtsstaat und Scharia aus dem Monat Juni 2011 anlässlich eines VCP-Gaujubiläums. Nach dem Kommentarbereich zu Eifelginster-Beitrag 223 zusammengefasst von Cees van der Duin.

248 Landtag und Scharia

gs. Der Präsident des Landtags von Rheinland-Pfalz, Joachim Mertes, reagierte auf einen offenen Brief zum Thema Salafismus bzw. Pierre Vogel, schwieg zur diskriminierenden Scharia und erhielt Rückantwort.

249 ZdE gegen Pierre Vogel in Hamburg

zde. Am 9. Juli will Vogel in Hamburg sprechen. Pressemitteilung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) vom 03.07.2011 gegen den Auftritt des derzeit bekanntesten salafistischen Predigers in der Hansestadt.

250 ZdE zum Internationalen Tag gegen Steinigung

zde. Der 11. Juli ist der Internationale Tag gegen Steinigung: „Wie Sie wissen, leidet Sakineh Mohammadi Ashtiani immer noch im Gefängnis. … Auch ihr Rechtsanwalt, Sajjad Houtan Kian, ist immer noch inhaftiert, weil er den Mut gehabt hatte, sie und andere zur Steinigung verurteilte Frauen, die im Gefängnis von Täbris eingesperrt sind, professionell zu verteidigen.“

251 Internationales Komitee gegen Steinigung

ma. Zum Steinigungsurteil gegen Sakineh Mohammadi Ashtiani und zur Verurteilung ihres Rechtsanwalts Houtan Kian. Presseerklärung vom 8. Juli 2011.

252 Schulwechsel wegen Nichtteilnahme am Religionsunterricht?

NRW: Eine gewünschte Nichtteilnahme am Religionsunterricht begründet auch an einer konfessionellen Schule keinen Schulverweis. Eine Petition von Edward von Roy vom 22. Juli 2011.

253 Zum Massenmord auf Utøya

hk. „Islamkritikhasser in den deutschen Medien sind bestrebt, die norwegische Tragödie in eine Hetzkampagne zu verwandeln. Doch der Versuch, legitime Islamkritik pauschal zu verunglimpfen und die realen Sachverhalte zu verschleiern, wird scheitern.“ Von Hartmut Krauss.

254 Panzerverkauf nach Saudi-Arabien stoppen

er. Im Juli 2011 wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass die Bundesrepublik Deutschland zweihundert Kampfpanzer des Typs Leopard 2A7+ an Saudi-Arabien verkaufen will. Der geplante deutsche Verkauf von Leopard-Panzern an den saudi-arabischen Unrechtsstaat ist grundgesetzwidrig und sofort zu stoppen. Petition von Edward von Roy vom 10.08.2011.

255 Wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte

hk. Am 13. August 2011 findet in Osnabrück die Gründungskonferenz der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM) statt.

256 GAM gegründet

gam. Gründungsmitteilung der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte. Mit einer am 13. August 2011 verabschiedeten Resolution.

257 Islamisierungrisiko Schutz nationaler Minderheiten

ja. Die islamisch zu überwindende Rechtseinheitlichkeit kultureller Moderne gibt dem Umgang mit nationalen Minderheiten neue Brisanz. Von Jacques Auvergne.

258 Tief im innersten Integrationsrat

Statement des Türkisch-Deutschen-Integrations-Verbunds (TDIV, abgedruckt bei BürgerZeitung Mönchengladbach (bz-mg) am 03.09.2010). Mit einer Entgegnung vom 05. September 2010 von Edward von Roy.

259 Patrick Bahners

ja. Schwatzen über den Islam. Bahners: Die Deutsche Angst vor dem Islam (München 2011) verdient Kritik, meint Jacques Auvergne.

260 NRW darf schariakonformen IRU nicht wollen

er. „Weder KRM noch KRM-gesteuerter ‘Beirat’ sind staatlicher Ansprechpartner. Das am 22.02.2011 verhandelte Beiratsmodell ist nicht zu verwirklichen.“ Der Landtag möge beschließen: Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht. Eine Petition von Edward von Roy vom 20.09.2011.

261 An den Bundespräsidenten

rg. Offener Brief von Ralph Giordano vom 20.09.2011: „Sehr geehrter Herr Bundespräsident … ich vermisse bei Ihnen jede Kritik an menschenrechtsfeindlichen Auffassungen und Praktiken innerhalb der türkisch-arabisch dominierten muslimischen Minderheit, und jede Nähe zu kritischen Muslima.“ Christian Wulff hatte gesagt: “Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.”

262 Islamische Charta

ja. Die am 03.02.2002 verabschiedete Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft arbeitet auf Rechtsspaltung, Separatismus und Gottesherrschaft zu. Nadeem Elyas erhält sarkastische Zwischenrufe von Jacques Auvergne.

263 Der islamische Staat

ja. Zwischen dem 21. Januar und dem 8. Februar des Jahres 1970 lauschten schiitische Islamstudenten an der traditionsreichen Lehrstätte zu Nadschaf (Irak) neunzehn Vorlesungen, deren Inhalte später als Hokumat-e Eslāmī (Der Islamische Staat) zusammengefasst wurden (Hokumat-e Eslāmī: Velāyat-e Faqīh ins Englische als Islamic Government: Governance of the Jurist; vgl. Sägefisch 175). Gegenwartsbezogen kommentiert von Jacques Auvergne.

264 Osnabrück feiert 900 Jahre al-Ġazālī

er. Osnabrück und das erneuerte Mittelalter: Heilssicherung verhindert Wissenschaftlichkeit. Offener Brief zur Osnabrücker Tagung 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland. Von Edward von Roy am 17.10.2011.

265 Auf dem Irrweg der staatlichen Imamausbildung

gam. Osnabrücker Universität ehrt einen orthodox-islamischen Totengräber des orientalischen Rationalismus. Eine Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM).

266 Meißner 2013

cd. Im Herbst 2013 feiern die Jungen Bünde als die Erben der Deutschen Jugendbewegung die hundertste Wiederkehr des Freideutschen Jugendtages. Zur Scharia gehen sie, Lebensreformer, Anthroposophen und vor allem Pfadfinder, nicht auf Distanz. Oktober 2011, ein noch nicht abgedruckter Leserbrief an Gerhard Neudorf als den Schriftleiter der Kulturinitiative. Von Cees van der Duin.

267 Islamischer Religionsunterricht

ja. Buchrezension zu zwei islamverharmlosenden Werken: Das 2004 im Lit-Verlag publizierte und zuerst (A) betrachtete Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven von Thomas Bauer, Lamya Kaddor und Katja Strobel (Hg.) sowie (B) Auf dem Weg zum Islamischen Religionsunterricht: Sachstand und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen von Michael Kiefer, Eckhart Gottwald und Bülent Ucar (Hg.) aus dem Jahr 2008, ebenfalls bei Lit. Eine pädagogische Islamkritik von Jacques Auvergne.

268 Stolz mit Kopftuch?

cd, gs. Stolze Muslima, die im November 2011 auf dem Blog Eifelginster die aus dem März desselben Jahres stammende Abhandlung Prinzip Burka (Gabi Schmidt, auch auf: Eifelginster: 222. Niqab, Dschilbab, Khimar) kommentierte, bekommt Antwort von Blogbetreiber Cees van der Duin sowie von der Autorin Gabi Schmidt.

269 Imam al-Ghazali: Der Erretter aus dem Irrtum

ja. Der Erretter aus dem Irrtum ist ein autobiographisches Werk des Vernunftgegners Abu Hamid al-Ghazali († 1111). Der Munqiḏ min aḍ-Ḍalāl fordert, Weltanschauung oder Lebensführung dem islamischen Gottesbewusstsein und Schariagehorsam nachzuordnen, um der Hölle zu entkommen. Islamkritisch kommentiert Jacques Auvergne (2011).

270 Imam al-Ghazali: Das Buch der Ehe

ja. Band Zwölf der Wiederbelebung der Wissenschaften des Glaubens ist das Buch der Ehe. Kitāb ādābi n-nikāh, die Sexualberatung des Großmeisters himmlischer Politik al-Ghazali († 1111), half mit, die korrekt verstandene, nämlich unterworfene Stellung der Frau im Islam bis auf unseren Tag zu befestigen. Islamkritisch kommentiert von Jacques Auvergne (2011).

271 Rafik Tagi ermordet

ma. Baku (Aserbaidschan). Der Journalist Rafik Tagi (Rafiq Tağı, Rafig Nazir oglu Taghiyev) wurde am 19.11.2011 an von Unbekannten mit vielen Messerstichen schwer verletzt. Am 23. November verstarb der bekannte Gesellschaftskritiker, Irankritiker und Islamkritiker an den Folgen dieses Angriffs. Eine Presseerklärung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) vom 30.11.2011.

272 Petersberg Konferenz 2011

ma. Vor zehn Jahren sind Afghanistans diskriminierende Schariagesetze auf dem Bonner Petersberg geplant worden, man sollte insofern als Deutscher beschämt von »Sharia made in Germany« reden. Im Dezember 2011 findet die Zweite Afghanistan-Konferenz ebenfalls im einstigen Regierungsssitz am Rhein statt. Wird die weltweite Refundamentalisierung und Reislamisierung auch durch die Bonn-2 Conference on Afghanistan weiteren Auftrieb erhalten? Rückt ein kulturell modernes, säkulares Afghanistan in noch größere Ferne? Eine Presseerklärung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE).

273 Ausschuss für Schule und Weiterbildung

Am 14.09.2011 wurde im Düsseldorfer Landtag das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach von Sachverständigen besprochen und der Öffentlichkeit vorgestellt. Reaktionäre und schariatreue, der Muslimbruderschaft nahe stehende Organisationen wie IGD oder IGMG drohen damit Einfluss auf Bildungspolitik und Schulalltag zu erlangen. Offener Brief an die Landtagsabgeordneten in NRW von Edward von Roy, dem Verfasser der Petition (vgl. Sägefisch 260) gegen das Beiratsmodell.

274 EU muss Mord an Rafik Tagi untersuchen!

ma. Salman Rushdie, Richard Dawkins, Maryam Namazie, Taslima Nasrin und Mina Ahadi fordern das Europaparlament dazu auf, eine Delegation nach Aserbaidschan zu schicken, um über den Mord an Rafik Tagi aufzuklären.

275 Wissenschaftliche Aufklärung kritisiert den IRU

gam. Der Landtag Nordrhein-Westfalen will auf seiner Sitzung am 21. Dezember 2011 ein Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach beschließen. Die Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM) nimmt aus diesem Anlass zum vorliegenden Gesetzentwurf Stellung.

276 Zur geplanten Einführung des bekennenden Islamischen Religionsunterrichts

gs, er. Am 21.12.2011 wird die Übergangsvorschrift zur Einführung von Islamischem Religionsunterricht im Landesparlament in die zweite Lesung gehen. Die Dachorganisationen des Koordinierungsrats (KRM) und deren angeschlossene Mitgliedsverbände sind aus verfassungsrechtlichem und pädagogischem Blickwinkel als Kooperationspartner nicht akzeptabel. Gleichwohl meint die Landesregierung, dass die im Koordinierungsrat vertretenen Islamverbände wie Islamrat (IR) und Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) der geeignete staatliche Ansprechpartner im Sinne von GG Artikel 7 (3) seien, also auch die von der Millî-Görüş-Ideologie bzw. vom Gedankengut der Muslimbruderschaft beeinflussten Organisationen IGMG bzw. IGD. Offener Brief von Gabi Schmidt und Edward von Roy vom 20.12.2011.

277 Protestbrief gegen die drohende Hinrichtung von Sakineh Mohammadi Ashtiani

ma. Der totalitäre religiöse Staat des heutigen Iran möchte eventuell die Steinigung in Erhängen umwandeln und die Todesstrafe bald ausführen. Wie die Hinrichtung an Shahla Jahed (vgl. Sägefisch 213) zeigt, dient die Neujahrszeit den Klerikalfaschisten als willkommene Bühne, um Irankritiker und internationale Gegner der Schariagesetze einzuschüchtern. International Committee against Stoning. Press Release 26 December 2011.

278 Imam al-Ghazali: Das Erlaubte und das Verbotene

ja. Das 14. Buch des Hauptwerks des sunnitischen Theologen und schafiitischen Juristen Abū Ḥāmid al-Ġazālī heißt Al-Ḥalāl wal-Ḥarām. Islamkritische Kommentare zum neunhundert Jahre alten Text Das Erlaubte und das Verbotene. Mit Ausblick auf die Wirkmacht des heutigen, Imam al-Ghazali keineswegs missbräuchlich, sondern islamkonsequent (revolutionär) einsetzenden Umfelds der Muslimbrüder bei besonderem Augenmerk auf den im Aufbau befindlichen und staatsdoktrinär versüßten Islamischen Religionsunterricht (IRU). Von Jacques Auvergne.

279 Weltreporter und Arabischer Frühling

ja. Köln, 6. Januar 2012. Die orientalischen Exoten dürfen Demokratie anders wollen als „wir aus dem Westen“, kalifatisch oder jedenfalls islamdemokratisch. Zum angestrengten Islamverharmlosen laden Schreiberlinge in den Kölner WDR und nennen sich die Weltreporter. Bericht nach handschriftlichen Notizen.

280 Jetzt Arzu, oder: Ehrenmord hat System

zde. Anlässlich der Trauerveranstaltung für Ehrenmordopfer Arzu Özmen warnt der Zentralrat der Ex-Muslime am 19.01.2012 vor wertebeliebigem und letztlich frauenfeindlichem Multikulturalismus und vor dem System des islamischen „Jungfrauenkäfigs“, dem Keuschheitswahn nach Koran und Sunna.

281 Würzburg: Protest gegen deutsche Asylpolitik

zde. Im Januar 2012 erhängte sich Mohammed Rahsepar im Asylbewerberheim Würzburg. Iranische und irakische Flüchtlinge haben teilweise Gefängnis und Folter überlebt, einigen drohte die Ermordung wegen Abkehr vom Islam. Das Land der hochschulischen Islaminstallation und der Panzerlieferungen in den Nahen Osten betreibt auf eigenem Boden Flüchtlingslager wie Gefängnisse und Gemeinschaftsunterkünfte (GU), die krank machen. Aufruf zur Demonstration am 13. Februar.

282 Freiheit für alle politischen Gefangenen im Iran

icae. Das Internationale Komitee gegen die Todesstrafe und das Internationale Komitee gegen Steinigung ruft dazu auf, alles zu tun, um die Hinrichtungen in iranischen Gefängnissen zu beenden und die Stimmen der Inhaftierten zu Gehör zu bringen. Beispielgebend ein herausgeschmuggelter Brief aus dem Radschai Schahr genannten Gefängnis Gohardascht (Karadsch) an die Musiker von Pink Floyd.

283 To blaze the way. Den Weg bahnen

cd. Am Free Expression Day 2012, dem 11. Februar, widmet Cees van der Duin den politischen Häftlingen im Iran ein Gedicht. Gesungen zur weltbekannten Melodie der Moorsoldaten (1933).

284 Schariarichter und Produktplatzierung

er. Wer die eigentliche Scharia nicht kritisiert, darf 2012 ein bisschen über deutsche islamische Streitschlichter jammern. Hinterhof-Friedensrichter sind gerade irgendwie unangenehm, am Islam selbst, so wird jedes Weiterdenken abgeblockt, könne das aber auf keinen Fall liegen. Edward von Roy zur risikolosen bis karriereförderlichen Unart, in Sachen Paralleljustiz unter viel Applaus an der Sache vorbei zu reden.

285 Zukunftsdialog: Plappern dürfen mit Angela Merkel

er, gs. Die Bundeskanzlerin gewährt den Untertanen im Rahmen ihres Zukunftsdialogs ein paar Worte zum Thema Wie wollen wir zusammenleben. Da fragt sich der Bürger: Wie wäre es mit 100 % AEMR und 0 % Scharia? Das aber hört Frau Merkel gar nicht gern, ahnen Edward von Roy und Gabi Schmidt.

286 Linke Iranverteidiger geraten in Kritik

spme. Offener Brief von Scholars for Peace in the Middle East (SPME) an die Professoren Altvater, Birckenbach, Dürr, Fetscher, Grottian, Krippendorff, Narr und Negt sowie an Bahman Nirumand und weitere Unterzeichner des Aufrufs “Sanktionen und Kriegsdrohungen sofort beenden”.

287 Würzburg: Schleppende Asylverfahren

zde. Seit dem 19. März 2012 greifen Flüchtlinge in Würzburg zu den Mitteln von Hungerstreik und Sitzstreik. Presseerklärung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) vom 20.03. 2012.

288 Maududi: Towards understanding Islam

ja. Weltanschauung und Leben im Islam veröffentlichte der beispielsweise in Ägypten, Großbritannien, Indien, Malaysia und in der Türkei verehrte islamische Denker Abul A’la Maududi 1960 in Lahore, älteste Textanteile stammen aus dem Jahr 1932. Wer wissen will, warum und wie sehr der organisierte Islam die freiheitliche Demokratie gefährdet, lese die menschenrechtsuniversalistische und aufklärungshumanistische Kritik von Jacques Auvergne am radikalen Buch.

289 Löst die Islamkonferenz endlich auf!

zde. Die kulturelle Moderne entformt sich in Gleichgültigkeit, Raffgier und Fundamentalismus, doch der sich auflösende deutsche Rechtsstaat möchte ein Hauptinstrument seiner Auflösung nicht auflösen: die Maschine der Islamaufhübschung, die DIK. Der Zentralrat der Ex-Muslime ruft dazu auf, im Namen von Säkularität, Wissenschaft und Menschenrechten die Deutsche Islamkonferenz (DIK) zu beenden.

290 Motahhari: Wesen und Faktoren

ja. Ayatollah Morteza Motahhari: Wesen und Faktoren der Islamischen Revolution in Iran. Jacques Auvergne liest die in den ersten Monaten nach der Islamischen Revolution entstandenen Predigten.

291 Ismail Tipi pro Scharia?

er. Islamische Paralleljustiz – Die schleichende Gefahr für unseren Rechtsstaat (25.04.2012) prangt etwas vorlaut als Titel über den schleichenden Gedanken von Ismail Tipi (CSU) zur allmählich spürbar werdenden rechtsparallelen Justiz nach Koran und Sunna. Das englische Sharia Court erwähnt der einstige ehrenamtliche Richter beim hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel und heutige Schöffe am Amtsgericht Frankfurt am Main, immerhin, übergeht aber vollständig dessen rein islamischen, gegenmodernen und menschenrechtswidrigen Charakter und die islamrechtlich bestens fundierte Ausbildung der Scheiche und Muftis. Über das nach irdischer Kohärenz strebende himmlische Recht, die heilssichernde Funktion, unbedingte Frauenentwürdigung und den systembildenden Totalitarismus der Scharia verrät der Abgeordnete des hessischen Landtags nichts, das könnte den Dialog mit dem Islam stören. Hat Ismail Tipi hat vom Islam denn gar keine Ahnung? Von Edward von Roy.

292 Ayatollah Golpayegani

zde. Der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) verurteilt die Morddrohungen gegen den in Deutschland lebenden und aus dem Iran stammenden Rapper Shahin Najafi. Der auf Persisch arbeitende Künstler hatte mit dem eleganten Spottlied Ay Naghi! der iranischen Doppelmoral einen Spiegel vorgehalten.

293 Fethullah Gülen

ja. Toward A Global Civilization Of Love And Tolerance. Fethullah Gülen zielt, er nennt es Toleranz oder Liebe, auf revolutionär antisäkulare Indoktrinierung einer neuen Generation junger Türken und, er verschweigt es, auf Legalisierung von immer noch mehr Himmelsgesetz (Scharia). Zitate aus Hin zu einer globalen Kultur der Liebe und Toleranz, islamkritisch kommentiert von Jacques Auvergne.

294 Internationaler Tag gegen Steinigung

zde. Die Steinigung war vor brutalen Jahrtausenden üblich und in der griechischen Ilias und im alten Judentum bekannt. Heute ist sie in vielen Teilen der Welt zum Glück nur noch durch das längst ins Ethische sublimierte jesuanische „Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie“ geläufig. Im Realislam aber hat sich ar-raǧm als die das allmächtige Kollektiv von Schande reinigende, gemeinschaftlich begangene Tötungsart mit geworfenen Steinen erhalten können und bekundet einmal mehr das islamische Konzept von der (aufregend prekären bis völlig abwesenden) Ehrerbietung und körperlichen Unverletzlichkeit (ḥurma; sanctity, integrity, inviolability, reverence) bzw. Unversehrtheit und Tadellosigkeit (salāma; inviolability). Der 11. Juli ist International Day against Stoning.

295 Ayatollah Ja’far Sobhani: Die Doktrin der Schia

ja. Ja’far Sobhani ist ein Ältester im Rat der Rechtsgelehrten der Hauzah al-’Ilmiyyah Ghom, dem theologischen Seminar. Der einflussreiche Großayatollah gilt einigen Muslimen als Mardscha (Quelle, eigentlich marja-e taqlid, Quelle der Nachahmung), als ganz und gar zu imitierendes Vorbild. Aus dem auf Nichttheologen zugeschnittenen schiitischen Standardwerk Manshur-i ‘Aqayid-i Imamiyya (A Charter of Imami Beliefs; nach der englischen Übersetzung von Reza Schah-Kazemi: Doctrines of Shi’i Islam: A Compendium of Imami Beliefs and Practices) übersetzt ins Deutsche und kommentiert Jacques Auvergne.

296 Kindesmisshandlung unter religiösem Vorwand

zde. Presseerklärung des Zentralrats der Ex-Muslime zur tradierten und das gesundheitliche Wohl schädigenden Genitalmutilation am männlichen Kind. Die verharmlosend Beschneidung genannte irreparable Verletzung gilt im Islam (wie im Judentum) leider nach wie vor als de facto verpflichtende heilige Handlung.

297 Petition gegen die Beschneidung

er. Am 20. Juli 2012 fordert Sozialpädagoge Edward von Roy eine Änderung im BGB zum Bereich der elterlichen Sorge. Ein zu schaffender § 1631d soll allen Eltern die weibliche ebenso wie die männliche Beschneidung (FGM und MGM) eines Kindes oder Jugendlichen untersagen.

298 Eva und die Vorhaut

ja. Wie kann jemand, der im Spätsommer 2010 gegen die Burka angeschrieben hat und vier Wochen eher gegen die politischen Folgen der Scharia unterzeichnet, 2012 für die religiöse Beschneidung eintreten, wenn sie nur unter einer das Kind kräftig benebelnden Narkose durchgeführt wird? Ein entgrenzt fremdenfreundliches, brutalisiert spirituelles, gnadenlos pazifistisches und politisch grünes Phänomen ist Eva Quistorp.

299 Professor Syed Naquib al-Attas

ja. Zwischen 1975 und 1980 schrieb der vor dem verderbten „Westen“ universeller Menschenrechte und freier Forschung warnende malaysische Gelehrte Syed Muhammad Naquib al-Attas seine Gedanken zu Gottesfurcht, kultureller Moderne und disziplinierter Re-Islamisierung nieder, die er 1978 bei der Jugendbewegung ABIM als Islām and Secularism herausgab und 1984 als Islām, Secularism and the Philosophy of the Future zusammenfasste. Den Vordenker einer schariatreuen Modernitätsverweigerung übersetzt und kommentiert Jacques Auvergne.

300 Mina Ahadi an Tom Koenigs

ma. Tehran ist immer eine Reise wert – allen Ernstes meint das der Bundestagsabgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Tom Koenigs. Der einstige UN-Sonderbeauftragte im Kosovo und in Guatemala ist inzwischen Vorsitzender des Bundestagsusschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe sowie Ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss. „Diese Regierung ist eine faschistische Regierung“, antwortet ihm die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, Mina Ahadi: „und man darf nicht mit Faschisten zusammenarbeiten.“

301 Köln protestiert für ein Beschneidungsverbot

egk. Eltern gegen Kinderbeschneidung lädt zum 21. September 2012 auf die Kölner Domplatte und fordert ein generelles Verbot medizinisch unnötiger Beschneidungen an Jungen: „Wir solidarisieren uns mit der Kampagne der Giordano Bruno Stiftung und ihren Partnern und mit allen anderen Kinderrechtsorganisationen, die bis heute und weltweit eine großartige Arbeit für die Kinderrechte und gegen diesen religiös begründeten Angriff auf den Kinderkörper geleistet haben.“

302 Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil I Erziehung und Menschenbild

er. Auch im Namen der Familienfreundlichkeit oder kulturellen Vielfalt kann der säkulare Rechtsstaat die medizinisch unbegründete Beschneidung an einem Jungen nicht legalisieren. Ein Beitrag zum heutigen Kölner Protest Eltern gegen Kinderbeschneidung. Am 21. September 2012 vom Verfasser der Bundestagspetition Pet 4-17-07-451-040847 Edward von Roy.

303 Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil II Rechtliche Fragen

gs. „Eltern haben zwar das Recht, durch ihre Erziehung in die Lebens- und Alltagsgestaltung ihrer Töchter und Söhne auf der Grundlage ihrer religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen einzugreifen. Die Sorgeberechtigten haben aber auch die Pflicht, das physische, psychische und geistige Wohlergehen ihrer Kinder sicherzustellen und darüber hinaus zu fördern“, stellt Sozialpädagogin Gabi Schmidt fest und schließt daraus im Hinblick auf die rituelle oder anderweitig elterlich gewünschte Zirkumzision: „Der, wenn auch hinkend säkulare Rechtsstaat hat gottesfürchtige Eltern daran zu hindern, durch religiöse Traditionen die Grundrechte ihrer Kinder zu verletzen.“

304 ZdE zur Welle der Gewalt

zde. Weltweit wurde der Film „Unschuld der Muslime“ zum Anlass für angeblich spontane Gewalttaten erklärt. Der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) ist gegen ein Aufführungsverbot des Films, das die global vernetzten Akteure der radikalislamischen Bewegung stärken würde.

305 Stop the Mohel

er. Israelverteidigung gegen die Mullahdiktatur liegt uns am Herzen – Stop the bomb. Zugleich sind alle Kinder in Deutschland Grundrechtsträger, auch so genannte muslimische Kinder oder jüdische Kinder. An einer religiös begründeten Sonderrechtlichkeit, die letztlich das christen- und judenfeindliche Schariasystem stärken würde, haben säkulare Bürger kein Interesse. Psalmgesang ja bitte, Brit mila nein danke, meint ein Sozialpädagoge und stellt Strafanzeige gegen einen 1948 in Jerusalem geborenen Beschneider.

306 Keine Kinderbeschneidung über BGB § 1631d

er. Hochgestimmt zirkumzisionsfreundlich sprich kultursensibel kinderfeindlich tagte am 23. August 2012 der Deutsche Ethikrat, und schon am 25. bzw. 28. September legte die Bundesjustizministerin einen geheimnisvoll und keinen Widerspruch duldend „Eckpunkte“ genannten Plan vor. Dieser Gesetzesentwurf soll die auf Elternwunsch und dabei nicht selten auf einen vermeintlichen außerirdischen Befehl erfolgende, diesseitig den Kinderkörper qualvoll und irreversibel beschädigende Jungenbeschneidung über das BGB, § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge straffrei stellen. Just zu diesem Paragraphen ist dem Petitionsausschuss am 20. Juli eine Eingabe von Edward von Roy zugegangen, die jede unnötige Genitaloperation an Minderjährigen verboten wissen möchte. Rasch sendet der körperliche Unversehrtheit und universelle Menschenrechte ernst nehmende Petent und Sozialpädagoge jedem Bundestagsabgeordneten ein paar Zeilen und die Petition gleich mit.

307 Die Rückkehr der Stämme

er. Leider steht für Deutschlands Gesetzgeber nicht die wortwörtliche Lesart der Genesis oder des Hadith, sondern das intakte Kindergenital zur Disposition. Gedanken zu beschneidungsfreundlichen E-Mails deutscher Politiker aus dem Oktober 2012 von Edward von Roy.

308 Saeed Sedighi

ma. 21. Oktober 2012, Mina Ahadi berichtet über Monireh Alizadeh-Noorani, eine Mutter aus dem Iran, deren Sohn gefoltert worden ist und bald hingerichtet werden soll, vielleicht schon morgen. Update 22. Oktober: Saeed Sedighi und die anderen neun Gefangenen sind heute Morgen umgebracht worden. Der Islamische Faschismus der Teheraner Regierung und die den Islam verharmlosenden europäischen Politiker schweigen zu dieser Barbarei.

309 Du Mensch der Welt

nn. Song Against Sharia Law, Religious Commandements, And Bowing Down To Clerics. Ein Lied zur Ermutigung, gesungen auf die Melodie Swjaschtschénnaja wojná.

310 Bündnis Flüchtlingsstreik Hessen (BFH)

bfh. Seit acht Tagen streiken Asylbewerber und Menschenrechtsaktivisten an der Hauptwache in Frankfurt (Main) Stadtmitte für ein menschliches Asylrecht, bessere Bedingungen für alle Asylbewerber/innen und die sofortige Anerkennung als politische Flüchtlinge: „Wir kommen aus einem Land, in dem Menschenrechte täglich mit Füßen getreten werden. Menschen werden misshandelt, gefoltert, vergewaltigt, gesteinigt und hingerichtet … weder Religions- noch Meinungsfreiheit sind gegeben. … Wir mussten fliehen, um unser Leben zu retten und suchten daraufhin Asyl in einem „sicheren“ Land. Doch in diesem hoch entwickelten Land, welches sich tagtäglich über Menschenrechtsverletzungen in anderen Staaten empört, sind wir immer noch mit einer unmenschlichen Behandlung konfrontiert.“

311 Ahmad al-Tayyeb

ja. Der stets auf Lebenszeit ernannte Großimam oder Großscheich der Azhar gilt vielen Sunniten als oberste geistliche und islamrechtliche Autorität. Am 8. Januar 2012 verkündete Großscheich Ahmad al-Tayyeb das Al-Azhar-Dokument für Grundfreiheiten. Übersetzung aus dem Englischen und menschenrechtsuniversalistische Kritik am Al-Azhar Document for Basic Freedoms von Jacques Auvergne.

312 Offener Brief an Martin Schulz

ma. November 2012, vier Frauen sind im Iran zu Tode gesteinigt worden. Der Präsident des Europäischen Parlaments erhält einen Offenen Brief von Mina Ahadi: „In der vergangenen Woche wurden im Iran mehr als 24 Personen hingerichtet. Allein am Mittwoch, den 7. November waren es im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis zehn Personen, in Schiras drei und in Kerman eine Person, die hingerichtet wurden“, berichtet die Sprecherin des vom Internationalen Komitees gegen Steinigung (International Committee against Stoning – ICAS).

313 Für Aufrichtigkeit und Offenheit in der Integrationsdebatte!

divers. Aufruf: Humanisten und Menschenrechtler verurteilen die Verunglimpfung des die Integration ernst nehmenden Bürgermeisters von Berlin-Neukölln: „Heinz Buschkowskys Buch „Neukölln ist überall“ hat erwartungsgemäß die üblichen Verharmlosungs- und Diffamierungsreflexe hervorgerufen. Große Teile der Kritik, die nun dem Autor entgegenschlägt, zeichnet sich durch Unwilligkeit und Unfähigkeit aus, einem nachdenklichen und problemorientierten Text angemessen zu begegnen, der Befunde in konkrete Lösungsvorschläge überführt.“

314 Hinrichtungswelle im Iran

icae/icas. 24. November 2012: Internationaler Tag des Protests gegen den Tsunami von Hinrichtungen im Iran: „In einem weiteren Tsunami von Hinrichtungen hat das Islamische Regime des Iran in den letzten zwei Wochen 57 Menschen umgebracht.“

315 Hamburger ‘Staatsvertrag’

gs. Von Gabi Schmidt.

316 Ex-Muslime gegen Hamburger Islam-Vertrag

zde. November 2012. Der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) kritisiert den in der Presse mit viel Getöse gelobten echten oder unechten ‘Staatsvertrag’ mit dem Verbandsislam, der Anfang 2013 durch die Bürgerschaft im letzten Augenblick vielleicht noch verhindert werden kann.

317 Heidelberger Islamwochen 2012 Teil I

er, gs. 26. November 2012. Protest geht dem Rektor der Universität zu, in deren Räumlichkeiten die Muslimische Studierendengruppe (MSG) die »III. Heidelberger Islamwochen – Islam unverhüllt« veranstalten darf.

318 Heidelberger Islamwochen 2012 Teil II

er, gs. 30. November 2012. Weiterer Protest geht dem Rektor der Universität zu aufgrund der »III. Heidelberger Islamwochen – Islam unverhüllt«.

319 Herr Westerwelle, was soll das?

ük, ja. Ein Zwischenruf von Ümmühan Karagözlü und Jacques Auvergne an den über Ägypten schwatzenden deutschen Außenminister: „Vom nach islamischer Auffassung von Allah geschaffenen Recht der Scharia, die in der ägyptischen Verfassung seit Jahrzehnten die Grundlage für eine diskriminierende Rechtspraxis und Gesellschaftsordnung bildet, haben Sie sich noch nie grundsätzlich distanziert. Präsident Mursi will mehr Scharia in der Verfassung und mehr schariabasierte Paragraphen im künftigen ägyptischen Gesetz, so arbeiten die Muslimbrüder auf der ganzen Welt … Das ist der Islam, der jetzt in der Bundesrepublik Deutschland den bekennenden Religionsunterricht mitgestalten darf, das ist der Islam, der jetzt an den Theologischen Fakultäten deutscher Hochschulen installiert wird.“

320 Heidelberger Islamwochen 2012 Teil III

er, gs. Wolfgang Erichson ist Beigeordneter der Stadt Heidelberg mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister für das Dezernat Integration, Chancengleichheit und Bürgerdienste. Erichson verteidigt, dass an Yusuf al-Qaradawi orientierte radikalislamische Redner an der Heidelberger Uni auftreten dürfen, die er mit einem im Saal verlesenen Begrüßungsbrief beehrt hatte. Rektor Eitel sagt übrigens gar keine Silbe, hatte sich aber auch um Ansiedlung eines Zentrums für Islamische Theologie beworben, das dann in Tübingen errichtet wurde. So passt in Baden-Württemberg alles zusammen und bleibt die zur Schariatisierung unabdingbare dialogische Harmonie erhalten.

321 Saadeddine Othmani

ja. Parti de la Justice et du Développement (PJD) ist die Partei der Muslimbrüder Marokkos, die das Land schariakonform umgestalten zu einem Imamat (Islamstaat). Übertragung ins Deutsche und Kommentare zu Auszügen aus: Islam und Zivilgesellschaft (Islam and the Civil State) des PJD-Führers und marokkanischen Außenministers Saadeddine Othmani (2005) von Jacques Auvergne (2012).

322 Beschneidung auf Elternwunsch jetzt legalisiert

er, gs. Was zu befürchten war, ist eingetroffen: der Deutsche Bundestag hat die zunehmende Ausdünnung des säkularen Rechtsstaats bezeugt, das Beschneidungsgesetz ist da. Am 12. Dezember 2012 sind die kulturell vormodernen und anti-individuellen Normen von Halacha und Scharia in den Raum des Rechtsstaats hereingebeten worden, im Namen des Respekts vor dem Heiligen und des friedlichen Zusammenlebens werden völlig unnötige Schmerzen und andächtig abgeschnittene Penisvorhäute ins Bürgerliche Gesetzbuch integriert. Kurzer Kommentar zum neuen Beschneidungsgesetz BGB § 1631d von Edward von Roy und Gabi Schmidt.

323 Es gibt Grund zur Hoffnung, es gibt Free Minds

er. Edward von Roy kommentiert bei Free Minds, einer Gruppe von nüchtern denkenden und unbestechlichen Islamkritikerinnen an der sich von Wissenschaft und freiheitlicher Demokratie mehr und mehr abwendenden, auf Pfründe erpichten und den Islam faktenresistent verharmlosenden Universität zu Münster.

324 Hilferuf aus dem Gohardascht-Gefängnis

cfppi. Brief aus dem Gefängnis sowie Petition von der Campaign to Free Political Prisoners in Iran zur Rettung von Loghman Moradi und Zenyar Moradi. Den beiden Cousins, die Häflinge im Raja-e-Shahr-Gefängnis („Gohardasht“) sind, droht die Hinrichtung durch den Strang.

325 OL4A, die Kampagne One Law For All

ol4a. Jahresrückblick auf 2012, von den OL4A-Sprecherinnen Maryam Namazie und Anne Marie Waters. Unautorisierte Übersetzung aus dem Englischen durch cd.

326 “Nein zur Scharia!” Weltfrauentag 2013

ern, zde. Equal Rights Now sowie Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) luden für den 8. März 2013 zur Konferenz nach Frankfurt. Zu den scharfgeistigen und bewegenden Rednerinnen gehörten die britische säkulare Aktivistin Maryam Namazie, die deutsche Frauenrechtlerin Zana Ramadani (FEMEN Germany) sowie Mina Ahadi (ZdE). Taslima Nasreen wollte kommen, doch durfte Indien aufgrund einer Kampagne nicht verlassen.

327 Lebensregeln für das Diesseits und Jenseits

er. Die erstarkenden Islamverbände und der ausdünnende säkulare Rechtsstaat. Ein Vortrag von Edward von Roy, gehalten in Köln am 02.03.2013.

328 Anti-Scharia-Koalition

icae, icas. Dem auf der Frankfurter Konferenz vom 3. März 2013 (vgl. Texte 326 und 329) angekündigten Aufruf Mina Ahadis gerne folgend, bildet sich mit dem WELTWEITEN BÜNDNIS GEGEN SCHARIA-GESETZE eine global denkende Bewegung für Säkularität, allgemeine Menschenrechte und die Gleichberechtigung von Mann und Frau und gegen Schleierzwang, Schleierzwang und islamische oder andere religionsbasierte Paragraphen. Mit unterstützt wird die International Coalition against Sharia Law von Mary Devery „für den TERRE DES FEMMES Vorstand“.

329 Mina Ahadi am Weltfrauentag 2013

ma. „Ich möchte hier über 34 Jahre Kampf gegen die Scharia reden. Chomeini und die Islamisten im Iran wurden mit Hilfe der westlichen Regierungen und gerade auch durch die USA an die Macht gebracht. Sie sollten eine Revolution niederschlagen und mit Hilfe von Religion und Islam geheiligten Mord und Brutalität anfangen … Deswegen schlage ich vor, dass wir an diesem Tag eine Koalition gegen Scharia bilden – eine weltweite Koalition! … Wir sind alle gegen Sharia Law, wir verlangen, dass Scharia als Gesetz weltweit verboten wird und wir verlangen säkulare Staaten und Prinzipien. Religion hat im Leben der Frauen nichts zu suchen.“ (Mina Ahadi)

330 Unsere Solidarität mit Amina

Die junge Frauenrechtsaktivistin Amina aus Tunesien steht der Bewegung FEMEN nahe und erhielt die Todesfatwa durch den radikalen Prediger Adel Almi von der Gemäßigten Gemeinschaft für Bewusstseinsbildung und Verbesserung (L’Association modérée de la sensibilisation et de la réforme). Eine rasche öffentliche Auspeitschung sei für ihr „schlechtes Beispiel“ angemessen, eigentlich sogar die Steinigung. Solidaritätsaufruf für die neunzehnjährige Tunesierin von Mina Ahadi, Richard Dawkins, Maryam Namazie und Taslima Nasrin.

331 Nur Allah gibt mentale Gesundheit

ja. Zur Todesfatwa des tunesischen Predigers Adel Almi gegen Frauenrechtsaktivistin Amina Tyler sowie zum Weltsozialforum 2013, das nächste Woche in Tunis stattfinden wird. Von Jacques Auvergne am 23. März 2013.

332 Amina. Offener Brief an die Europäische Union

ma. Die Europäische Union muss der neunzehnjährigen Amina Sboui genannt Amina Tyler Asyl gewähren, Tunesien zwischenzeitlich ihr Wohlergehen garantieren. An den Präsidenten des Europäischen Parlaments Herrn Martin Schulz, an den Bundesaußenminister des Auswärtigen Herrn Dr. Guido Westerwelle, Le président de la République tunisienne Moncef Marzouki, Le président de l’Appel de la Tunisie Béji Caïd Essebsi. Internationales Komitee gegen Steinigung, am 28. März 2013.

333 Der 4. April, Tag für Amina

International Day to Defend Amina. Ein Aufruf von Inna Shevchenko (FEMEN) und Maryam Namazie.

334 FEMEN antwortet MuslimaPride

femen. Deutschland im April 2013, die couragierte Aktion der Frauen von FEMEN, der “Topless Jihad Day – nackte Brüste gegen den Islamismus”, ist von bekennenden Musliminnen bemerkt und auf Facebook etwas spöttisch kommentiert worden. FEMEN antwortet am Folgetag und rückt einiges zurecht.

335 Was hat die DIK erreicht?

zde. Warum die Deutsche Islamkonferenz ein so großes Problem darstellt – so lautet der Konferenztitel in der Einladung des Zentralrates der Ex-Muslime (ZdE) für den 3. Mai 2013 nach Köln.

336 Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem

er. Islamkonferenz um Islamkonferenz der Rechtsspaltung entgegen? Der säkulare Verfassungsstaat hat mit totalitär denkenden Jenseitszentrikern nicht auf Augenhöhe zu diskutieren, auch nicht im Rahmen der „Verbesserung des Zusammenlebens zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Muslimen … ein gemeinsamer Weg zu einem besseren Miteinander“ (DIK 2009) oder von „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013). Eine Mahnung an die Deutsche Islamkonferenz (DIK) sowie an die in wenigen Tagen in Berlin durchgeführte 2. Kritische Islamkonferenz (KIK 2013). Text des am Freitag, 3. Mai 2013 in Köln-Riehl gehaltenen Vortrags von Edward von Roy.

337 Weg mit dem § 1631d BGB

hpd/gbs. Vor genau einem Jahr, am 7. Mai 2012 bewertete das Kölner Landgericht eine medizinisch nicht indizierte Beschneidung an einem nicht einwilligungsfähigen Jungen als Straftat. Das ist kulturell modern, denn auch Jungen haben ein Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung. Aufruf zum Protest gegen das Elternrecht auf Jungenbeschneidung. Für die genitale Autonomie aller Kinder! Der Paragraph 1631d BGB muss weg! Es rufen auf: Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., IBKA – Internationaler Verband der Konfessionslosen und Atheisten, Zentralrat der Ex-Muslime, AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung, Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) – alle kinder- und jugendärztlichen Verbände in Deutschland, TERRE DES FEMMES e.V., TABU e.V., Beschneidungsforum.de, (I)NTACT e.V., pro familia Nordrhein-Westfalen. Anmerkung: Dieses Blog akzeptiert die vorgeschlagene Altersgrenze von 14 Jahren nicht und trägt die Idee eines zweijährigen Runden Tisches ebensowenig, sondern fordert das sofortige und unverhandelbare Beschneidungsverbot an allen Minderjährigen, sowohl Jungen als auch Mädchen.

338 Sayyid Qutb: Das Islamische Konzept

ja. Auszüge aus der ein halbes Jahrhundert alten Schrift des Sayyid Qutb (1962) Ḫaṣāʾiṣ at-Taṣawwur al-Islāmī. Herangezogen wird sowohl die englische Übersetzung The Characteristics of the Islamic Concept, erste Auflage bei Hindustan Publications, Delhi 1984 als auch das bei ATP American Trust Publications (Illinois 1992) veröffentlichte The Islamic Concept and its Characteristics. Ins Deutsche übertragen und kommentiert von Jacques Auvergne (2013).

339 Die Scharia ist keine Kultur

zde. Rückblick auf die Konferenz, die der Zentralrat der Ex-Muslime am 3. Mai in Köln abgehalten hat. Mit der am selben Tag von der Mehrheit der Teilnehmer verabschiedeten Resolution. „Die Deutsche Islamkonferenz (DIK) dient nicht der Integration, sondern bewirkt das genaue Gegenteil, die Abschottung oder Segregation. … Die deutsche Regierung setzt vier Millionen Menschen der Machtpolitik der Islamisten aus und Schritt für Schritt werden gerade durch diese Islamkonferenz Kopftuchzwang sowie ein an der Scharia orientierter Islamuntericht legalisiert. So bekommen die Islamisten in Deutschland mehr Einfluss und mehr Macht.“ Aus dem Resolutionstext.

340 Abschlusserklärung der Kritischen Islamkonferenz 2013

kik. Auch sollte sachlich begründete Kritik am Islam/Islamismus nicht als „rassistisch“, „fremdenfeindlich“ oder „islamophob“ diffamiert werden. Zwischen einer humanistischen Islamkritik, die sich für die Stärkung der Menschenrechte einsetzt, und chauvinistischer Muslimfeindlichkeit, die die Menschenrechte untergräbt, bestehen grundsätzliche Unterschiede, die nicht übersehen werden dürfen. … „Demokratie“ und „Menschenrechte“ sind keine exklusiven Errungenschaften des Westens, sondern Bestandteile eines universellen „Weltkulturerbes der Menschheit“, an der Menschen aller Zeiten und unterschiedlichster Herkunft mitgewirkt haben. Berlin, 12. Mai 2013. Aus der Abschlusserklärung.

341 Mustafa Cerić: Muslimischer Gesellschaftsvertrag in Europa.

ja. Der gleichnamige, bei ZIE-M (um Bajrambejamin Idriz) zu findende Text ist die Übersetzung der Rede Toward a Muslim Social Contract in Europe, die Bosniens Großmufti im Mai 2008 in London hielt. Islamkritische Kommentierung zu Mustafa Cerić von Jacques Auvergne.

342 Kairouan: Amina verhaftet

Internationale Pressequellen über die FEMEN-nahe tunesische Frauenrechtsaktivistin Amina Sboui besser bekannt als Amina Tyler, vor allem aus dem Englischen und Französischen. Mai und Juni 2013.

343 Der Liberale Islam der Lale Akgün

ja. Zum Buch Der Aufstand der Kopftuchmädchen: Deutsche Musliminnen wehren sich gegen den Islamismus (Lale Akgün 2011). Eine Islamkritik von Jacques Auvergne (2013).

400. Juristentag und Beschneidung bei Mädchen: Gutachterin Tatjana Hörnle fühlt sich falsch verstanden

17. September 2014

ختان الإناث

ḫitān al-ināṯ

sunat perempuan

FGM nach Koran und Sunna

Entgegnung auf die Richtigstellung der Tatjana Hörnle

Punktgenau zur Eröffnung des 70. Deutscher Juristentages streitet Gutachterin Tatjana Hörnle, die sich von der Zeitung Berliner Kurier missverstanden fühlt, ihren Versuch einer deutschen Legalisierung der sogenannten milden Sunna ab („Richtigstellung“). Ebenso wie Humanmediziner Karl-Peter Ringel und Volljuristin Kathrin Meyer arbeitet jedoch auch die Berliner Juraprofessorin an einer Straffreiheit der in Deutschland über § 226a StGB verbotenen, der schafiitischen Rechtsschule des Islam jedoch verpflichtenden (farḍ, wāǧib), für Hanbaliten und Malikiten religionsrechtlich als ehrenwert eingestuften und den Hanafiten immerhin als Sunna geltenden FGM Typ Ia und Typ IV. Von Edward von Roy und Gabi Schmidt am 16.09.2014.

Prof. Dr. Tatjana Hörnle will die WHO-Klassifikation zur FGM zerspalten, FGM Typ Ib, II und III sollen verboten bleiben, FGM Typ Ia und IV hingegen straffrei gestellt werden.

Vorab muss Dr. Hörnle allerdings das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vergebene Etikett zur weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) austauschen bzw. den Definitionsbereich von FGM verkleinern. Denn erst wenn die beiden Verstümmelungsformen Typ Ia und Typ IV nicht mehr als Verstümmelung gelten (dürfen), kann der Gutachterin niemand vorwerfen, die FGM in Teilen erlauben zu wollen. Wie auch immer, alle Eltern in Deutschland sollen, sofern das Kind anatomisch irgendwie vergleichbar beschädigt wird, Jungen und Mädchen straffrei beschneiden dürfen, so steht es im Gutachten der Professorin für den Deutschen Juristentag und dieser soll das in drei Tagen der Bundesregierung empfehlen. Was für ein billiger Trick, der für uns ethisch einfach nur kinderfeindlich ist.

Die Zirkumzision (MGM) ist übrigens auch eine Mutilation, eine Verstümmelung und die Berliner Professorin will die Jungenbeschneidung ja gerade nicht verbieten. Jedem Jungen aber werden bei einer Beschneidung, was Hörnles Gutachten gezielt verschweigt, 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen und Tastkörperchen amputiert die ihr Äquivalent beim Mädchen nicht in der Klitorisvorhaut haben, sondern in der Klitoris, weshalb die MGM nicht mit FGM Typ Ia gleichzusetzen ist, sondern mit Typ Ib.

Hörnle fühlt sich schrecklich missverstanden, zeigt einfach auf ein anderes Thema als auf die “milde Sunna” (Typ Ia und IV) und titelt über sich selbst:

Richtigstellung zum Artikel „Beschneidung bei Mädchen soll erlaubt werden“ im Berliner Kurier. Der im Berliner Kurier veröffentlichte Artikel vom 11.9.2014 enthält eine falsche Zusammenfassung des strafrechtlichen Gutachtens (Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft) für den 70. Deutschen Juristentag.

Das Gutachten liegt uns vor, Hörnle will FGM Typ Ia und IV erlauben, nur das Genitalverstümmeln als eine Verstümmelung zu bezeichnen soll uns nicht mehr möglich sein.

In diesem Artikel wird behauptet, dass Frau Professorin Hörnle fordere, Beschneidung bei Mädchen sollte erlaubt sein. Das trifft nicht zu!

Doch, das trifft zu, und Hörnle will, ebenso wie es Karl-Peter Ringel und Kathrin Meyer anstreben, Typ Ia und IV in Deutschlands Arztpraxen und Kliniken bringen. Im Sinne der genitalen Intaktheit ALLER Kinder ist das zu verhindern.

Typische Formen der Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen wie Klitoridektonomie (Beschneidung von Klitoris und Schamlippen), Exzision (Herausschneiden) und Infibulation (teilweises Zunähen) verletzen die körperliche und sexuelle Integrität in massivster Weise.

Hörnle suggeriert damit wieder: ‘Formen der FGM wie Typ Ia und IV verletzen die körperliche und sexuelle Integrität allenfalls in zu vernachlässigender Weise.’

Mit dem Finger einfach woanders hin zeigen, die Gutachterin zum 70. djt mimt die mutige Anti-FGM-Aktivistin:

Das Gutachten von Frau Professorin Hörnle enthält deshalb die folgende Empfehlung für den Gesetzgeber: Die Strafen für die absichtliche Verstümmelung der Genitalien (§ 226a Strafgesetzbuch, StGB) sollte an die höheren Strafen in § 226 StGB angeglichen werden. Das bedeutet: Die Mindeststrafe sollte von bisher einem Jahr Freiheitsstrafe auf drei Jahre Freiheitsstrafe erhöht werden. Außerdem wird empfohlen, im Ausland begangene Genitalverstümmelungen zu Lasten von Opfern, die in Deutschland ihren Wohnsitz haben, auch in Deutschland strafrechtlich zu verfolgen.

Sehr geehrte Frau Dr. Hörnle, bitte geben Sie offen zu, die schafiitische “milde Sunna”, WHO-Klassifikation FGM Typ IV (ritual nick, pinpricking) oder jedoch den Gewebe amputierenden mithin eindeutig verstümmelnden Typ von “milde Sunna” FGM Typ Ia (die Klitorisvorhaut rituell abschneiden) aus ihrem Verstümmelungsbegriff entfernt zu haben, ins Kindeswohl integrieren zu wollen und Typ Ia und IV in Deutschland straffrei stellen zu wollen.

Wir sagen Nein zu Ihrem Ansinnen und fordern die Beibehaltung des Verbots ALLER vier Typen der FGM (I, II, III, IV), wie es seit 2013 mit § 226a StGB eindeutig gewährleistet ist.

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Q u e l l e n

HU Professorin fordert Beschneidung bei Mädchen soll erlaubt werden. Berliner Kurier am 11.09.2014

Wenn Jungs in Deutschland beschnitten werden dürfen, dann soll das auch für Mädchen gelten. Dieser Vorschlag der Juraprofessorin Tatjana Hörnle von der Humboldt-Universität sorgt für Empörung. Hörnle wird auf dem anstehenden Deutschen Juristentag in Hannover zum Thema reden. Sie meint, dass zum Beispiel das Entfernen des Klitoris-Vorhaut keine „Verstümmelung“ sei, weil nichts amputiert werde.

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/hu-professorin-fordert–beschneidung-bei-maedchen-soll-erlaubt-werden,7169128,28384580.html

Richtigstellung zum Artikel „Beschneidung bei Mädchen soll erlaubt werden“ im Berliner Kurier

Internetauftritt von Dr. Tatjana Hörnle bei HU Berlin

http://hoernle.rewi.hu-berlin.de/

Deutscher Juristentag (djt). Verhandlungen des 70. Deutschen Juristentages • Hannover 2014.

TATJANA HÖRNLE. Band I: Gutachten / Teil C: Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen an eine pluralistische Gesellschaft

http://www.beck-shop.de/Deutscher-Juristentag-djt-Verhandlungen-70-Deutschen-Juristentages–Hannover-2014-Band-I-Gutachten–Teil-C-Kultur-Religion-Straf/productview.aspx?product=13174204

Die Choreographin

Von Edward von Roy

Der Coup der Tatjana Hörnle besteht im Erzeugen einer Spielsituation voller Erregung und Druck, der Nichtweitergabe von anatomisch korrekter Information zur Jungenbeschneidung in den 70. Deutschen Juristentag sowie darin, den § 226a StGB weiterhin nach Ausmaß genitaler Zerstörung und nachvollziehbar zugeordnetem Strafmaß in nur und genau zwei Stufen zu gliedern.

Dann erfolge mit nur etwas Locken ein erlösender zweiter Schritt, den die Professorin das erregte Publikum selbst finden lassen wird. Kategorie eins als die obere Schublade ist Absatz (1) des 226a StGB und wird weiterhin Klitorisherausschneiden (FGM Typ Ib), Labienamputationen (Typ II) und Infibulation enthalten (Typ III). Das untere Regalfach, Absatz (2), wie gehabt und einstweilen (!) deutlich weniger bestraft, Klitorisvorhautamputation (FGM Typ Ia) und Einstechen (pinprick, ritual nick) sowie nun, und das ist jetzt neu, die sozusagen klassische Zirkumzision nach islamischen, jüdischem oder US-amerikanischem Muster (MGM). (…)

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2014/09/10/395/

399. Mit Karl-Peter Ringel und Kathrin Meyer zur milden Sunna (FGM Typ Ia oder IV)

14. September 2014

ختان الإناث

ḫitān al-ināṯ

sunat perempuan

FGM nach Koran und Sunna

Zwei Wegbereiter deutscher Mädchenbescheidung

Von Edward von Roy

„Heute habe ich euch eure Religion vervollständigt [so dass nichts mehr daran fehlt] und meine Gnade an euch vollendet, und ich bin damit zufrieden, dass ihr den Islam als Religion habt“ (Koran 5:3). An jenem Tag also („heute“) trat die offenbarte Normativität und Gesetzgebung in Kraft und Gesetzgeber Allah möchte über die Sorgfalt der menschlich eingehaltenen Befehle sagen können: „ich bin damit zufrieden“.

Die seither und bis zum Tage der Auferstehung gültige Scharia fordert die Genitalbeschneidung mindestens jeder dem schafiitischen Recht unterliegenden Frau und in Europa ist der studierte Humanmediziner Prof. Dr. Karl-Peter Ringel anerkannter Fachmann für die Fehlfunktionen des Immunsystems. Warum allerdings ein Immunpathologe die religiöse Mädchenbeschneidung verteidigt, statt sich an den gebotenen ärztlichen Grundsatz primum non nocere zu halten, bleibt uns aufklärungshumanistisch und allgemein menschenrechtlich orientierten Gegnern von Scharia und Fiqh wenig nachvollziehbar. Weil das deutsche Justizministerium eine Fatwa zur religiösen Frauenbeschneidung noch nicht anerkennt, muss Frauenbeschneidungsversteherin Ass. jur. Kathrin Meyer aktiv werden und für das Interdisziplinäre Zentrum Medizin-Ethik-Recht (MER) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verfassen Ringel und Meyer ihr § 226a StGB – Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung: „Hier ist eine Änderung des § 1631d Abs. 1 BGB erforderlich, der auch die Beschneidung der weiblichen Vorhaut aufnimmt, indem geschlechtsneutral von einer medizinisch nicht erforderlichen Vorhautbeschneidung des einwilligungsunfähigen Kindes gesprochen wird“.

Erst im Dezember 2012 hielt es der zum Totalitarismus von Scharia und Fiqh schweigende Deutsche Bundestag für angemessen, auf Elternwunsch jedem Jungen am Penis das sensitive Äquivalent zur Klitoris (!) rituell amputieren zu lassen und die irgendwie altehrwürdige oder gottesfürchtige Zirkumzision (Vorhautamputation) zu erlauben, doch auch das unversehrte weibliche Genital stimmt Allah möglicherweise ausgesprochen unzufrieden. Mädchen, ist dein Geschlechtsteil noch nicht halal? Der § 1631d BGB Beschneidung des männlichen Kindes gefährdet das Heil der Seele, denn das islamisch vorgegebene Wohlverhalten ist „vervollständigt“ (Koran 5:3) und ein vollständiges, das heißt ein unbeschnittenes männliches oder weibliches Genital bedeutet, dass die Pflicht zur Scharia noch nicht vervollständigt ist.

Wird § 1631d BGB jetzt geschlechtsneutral umformuliert, bekommt Deutschland die in Familienrecht und Personensorge integrierte FGM nach Koran und Sunna?

Das Vorgehen der beiden Verfechter einer deutschen Mädchenbeschneidung Karl-Peter Ringel und Kathrin Meyer besteht zum Ersten in der gezielten Nichtweitergabe anatomisch korrekter Information zur Zirkumzision (Sorrells et al., Fine-touch pressure thresholds in the adult penis). Deutschlands nichtbeschneidende und beschneidende Elternhäuser, Politiker und Sozialpädagogen sollen in Presse oder Parlamentsprotokoll nicht lesen können, dass dem Jungen 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen oder Tastkörperchen der Typen Merkel, Ruffini, Vater Pacini und Meissner amputiert werden, die hoffentlich vorhandene Klitoris enthält 8000. Die negativen Auswirkungen jeder MGM auf Sexualität, Ehe und Partnerschaft sind der Fachwelt ebenfalls bekannt (Morten Frisch et al., Male circumcision and sexual function in men and women). Diese Methode öffentlich vorgespielter Dummheit konnte in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 den politischen Praxistest bravourös bestehen. Nun endlich kann man sich auf die Ermahnung beschränken, dass der am 12.12.2012 durchs Parlament gepeitschte § 1631d die Mädchen diskriminiert, die in der BRD anders als in Indonesien noch gar nicht beschnitten werden dürfen.

Deutschland arbeitet, wie uns in diesen Tagen ja leider auch der 70. Deutsche Juristentag (Mädchenbeschneidungsfreundin Prof. Dr. Tatjana Hörnle) zeigt, mit Hochdruck an der Legalisierung der weiblichen Genitalverstümmelung nach der WHO-Klassifikation von FGM Typ Ia (Amputation Klitorisvorhaut) und IV (hier v. a. das Einstechen; engl. pinpricking, ritual nick). Wer nicht daran glaubt, dass jeder unbeschnittene Mann wie jede unbeschnittene Frau dereinst auf Dauer im Höllenfeuer brennt oder der ewigen Verdammnis anderweitig anheimfällt, hält die rituelle Teilzerstörung des Kindergenitals allerdings für eine Kindeswohlgefährdung. Die anatomisch eher unkundigen Karl-Peter Ringel und Kathrin Meyer müssen hier energisch einschreiten und zusätzlich in den Lobgesang ausbrechen, dass die inzidierte oder amputierte Klitorisvorhaut Familie, schafiitische Moscheegemeinde und Bundesrepublik Deutschland mit heißem Gemeinschaftsgeist, mit dem „positiven Aspekt der Schaffung religiöser Identität“ beschenkt:

iii. Zwischenergebnis

Eine Kindeswohlgefährdung kann nach den vorgenannten Ausführungen nur für die sehr extremen Formen der weiblichen Genitalbeschneidung angenommen werden. …

Anderes gilt jedoch für die weniger eingriffsintensiven Formen der Beschneidung weiblicher Genitalien. Insbesondere die „milde Sunna“ ist als religiös motivierte Beschneidung mit dem positiven Aspekt der Schaffung religiöser Identität verbunden.

[ Seite 70 ]

Ringel und Meyer wissen nicht oder verschweigen, dass es auch islamrechtlich nicht beim Wegschneiden der Klitorisvorhaut bleiben wird, sondern dass, wie schon in vorislamischer Zeit, selbstverständlich das weibliche Zentrum der Lust amputiert oder teilamputiert werden muss, die arabisch baẓr (Mehrzahl buẓūr) zu nennende Klitoris. Eines Tages begegnete Mohammed der zum Islam konvertierten muqaṭṭiʿa al-buẓūr (amputatrice di clitoridi, coupeuse de clitoris), der Frauenbeschneiderin Umm ʿAṭiyya. Die Gottgehorsame befragte den Propheten nach der religiösen Rechtmäßigkeit ihrer täglichen Arbeit und Allahs Sprecher stellte fest:

أشمِّي ولا تنهَكي

ašimmī wa-lā tanhakī

[Cut] slightly and do not overdo it

[Schneide] leicht und übertreibe nicht

Oder Mohammed verkündete den Willen des Himmels so:

اختفضن ولا تنهكن

iḫtafiḍna wa-lā tanhikna

Cut [slightly] without exaggeration

Schneide [leicht] und ohne Übertreibung

Seither ist das dem kleinen Mädchen zu amputierende Quantum und Volumen an Genitalgewebe aufregend vielfältig als Viertel eines Reiskorns oder beispielsweise als Bohne (the size of a nail clipping, a quarter-grain of rice, a guava seed, a bean, the tip of a leaf, or the head of a needle) definiert worden oder als Hahnenkamm (the crest of a rooster), wobei gefährlich verschwommen bleibt, ob die sprichwörtliche Bohne jetzt aus der Klitorisvorhaut oder aber vielmehr aus der Klitoris herausgeschnitzt werden muss und schon eher gesichert ist, dass jede somalische, kurdische oder indonesische Bäuerin und Beschneiderin von Zeit zu Zeit sehr üppige Bohnen sowie ausgesprochen fleischige Hahnenkämme zwischen ihren Fingerspitzen dreht.

An dieser politisch wie genital allerdings sensiblen Stelle wird es islamrhetorisch seit Jahren sofort sehr laut, die zum Dialog der Religionen unabdingbare Harmonie droht unschön gestört zu werden. Sufischeich Nuh Ha Mim Keller muss heran, um die nervös gewordenen Multikulturfreunde zu beruhigen. Der Konvertit kann in den Schariatexten zwar kein arabisches Wort für Klitorisvorhaut finden, übersetzt aus dem sechseinhalb Jahrhunderte alten Rechtskompendium (Reliance of the Traveller) aber seelenruhig al-baẓr falsch mit Klitorisvorhaut. Die heutigen schafiitischen Ulama (What is the Ruling on Circumcision for Women?) stellen Kellers Beschwichtigung auf ihrer Homepage ein (Clarification), allerdings nicht über, sondern unter das entsprechende heilssichernde Rechtsgutachten (Fatwa), denn für „Klarstellung“ (clarification) hat der absolute Gesetzgeber weiter oben im Text ja bereits gesorgt (Allah knows best) und, achja, nun darf der Bruder aus Amerika dem Publikum auch noch etwas Nettes erzählen. Seit ein paar Monaten verwendet die mädchenbeschneidende Assalaam Foundation (Bandung, Java, Indonesien) keine Scheren mehr, sondern sticht zum rituellen Säubern mit der Lanzette. Man mache sich als deutscher Arzt oder Politiker nichts vor, erstens kann jederzeit nachbeschnitten werden und zweitens wurden die Scheren nicht weggeworfen.

Indonesiens Ulama dürfen nicht länger traurig sein, schnell zurück nach Germany zu den zwei Wegbereitern der weiblichen Beschneidung (FGM). Weil das Genital als Eigentum des Stammes ist, braucht das potentiell aufmüpfige kleine Kind nicht erst umständlich gefragt zu werden:

IX. Ergebnis

Die Eltern einer Tochter haben wegen Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 und Abs. 2 GG das Recht, eine Einwilligung in eine religiös motivierte Vorhautbeschneidung zu erteilen. Die Personensorge umfasst auch das Recht in die medizinisch nicht indizierte Vorhautbeschneidung einer einwilligungsunfähigen Tochter einzuwilligen.

[ Seiten 88-89 ]

Nun werde der derzeit noch unangenehm verfassungswidrige § 1631d BGB zeitnah modernisiert und integriere endlich die Jungen und die Mädchen. Ringel und Meyer können sich darauf verlassen, dass der Deutsche Bundestag nie wieder so sehr ins Schwitzen, Kriechen und verfassungswidrige Nachgeben geraten möchte wie am schwarzen Tag der Kinderrechte, dem 12.12.2012.

Unser zwei Vorkämpfer für ein Personensorgerecht auf Mädchenbeschneidung, der Humanmediziner und die Volljuristin spüren, dass die spirituell motivierten und den Beschneidungsauftrag erteilenden Eltern und der künftige deutsche FGM-Praktiker („Täterkreis“) ein reines und edles Ziele anstreben:

Hier ist eine Änderung des § 1631d Abs. 1 BGB erforderlich, der auch die Beschneidung der weiblichen Vorhaut aufnimmt, indem geschlechtsneutral von einer medizinisch nicht erforderlichen Vorhautbeschneidung des einwilligungsunfähigen Kindes gesprochen wird. Der elterlichen Einwilligung in die Klitorisvorhautbeschneidung kommt von Verfassungswegen – wegen des (religiösen) elterlichen Erziehungsrechts – eine rechtfertigende Wirkung zu. Eine Strafbarkeit der „milden Sunna“ muss bei Vorliegen einer Einwilligung der Eltern und der Einhaltung der entsprechenden Voraussetzungen, wie dem Arztvorbehalt und der Durchführung „nach den Regeln der ärztlichen Kunst“ etc., ausscheiden. Eine Strafbarkeit der „milden Sunna“ als „Verstümmelung weiblicher Genitalien“ i.S.v. § 226a StGB mit dem dort vorgesehenen Strafrahmen ist absolut unverhältnismäßig. Die Einordnung der „milden Sunna“ unter § 226a StGB ist auch mit Blick auf den Täterkreis nicht rechtfertigungsfähig.

[ Seite 110 ]

Der Betreiber eines hochspezialisierten Laboratoriums mit Ambulanz für Immunpathologie Karl-Peter Ringel und die rechtswissenschaftliche Mitarbeiterin für das multinationale, interdisziplinäre Forschungsprojekt zum Kindeswohl im Medizinbetrieb Kathrin Meyer müssen nur noch ein paar Wochen auf Zeit spielen und dafür sorgen, dass die anatomischen Fakten bzw. die Folgen der Jungenbeschneidung, nämlich mit FGM Typ Ib (Klitoridektomie) vergleichbar zu sein (Sorrells et al.) und lebenslang der eigenen Sexualität wie auch derjenigen der Partner zu schaden (Frisch et al.) nicht so bald in Presse und Parlament laut werden. Dann bekommt Deutschland die Mädchenbeschneidung vom FGM Typ Ia und IV und die Islamgelehrten vom Indonesian Ulema Council (MUI) und überhaupt die Schariatreuen der Rechtsschule der Schafiiten können zufrieden sein.

Oder wir Aufklärungshumanisten und Menschenrechtsuniversalisten sagen Nein zu jeder Zwangsbeschneidung oder Wunschbeschneidung an Kindern unter achtzehn Jahren, an Jungen oder Mädchen. Das ist unsere Forderung.

Edward von Roy am 14.09.2014

Q u e l l e n

§ 226a StGB – Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung. Professor Karl-Peter Ringel, M.D. / Ph.D., FRSM Ass. jur. Kathrin Meyer. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Interdisziplinäres Zentrum Medizin-Ethik-Recht. Herausgegeben von Prof. Dr. Hans Lilie

http://wcms.uzi.uni-halle.de/download.php?down=33910&elem=2767812

Basic Human Genital Anatomy

Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to “see” Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. Lightening speed feedback by somatosensory transduction from such tactile sensitivity gives humans intense pleasure, environmental awareness, and control. Cut off these super-sensitive cells and with lack of awareness comes lack of control. To say that amputation of the clitoris or amputation of the mobile roller-bearing-like portion of the natural penis, and consequently thousands of these specialized nerve cell interfaces, does not permanently sub-normalize a woman’s or a man’s natural capabilities and partially devitalize their innate capacity for gliding action tactile pleasure is grossly illogical denial of the bio-mechanical and the somatosensory facts of human genital anatomy.

Mechanically, the natural vaginal and penile lubricants are kept inside the vagina during male/female intercourse by the organic seal effect of the mobile penile foreskin. The mechanoreceptors in the buried legs of the intact clitoris straddle the entroitus of the vagina and are stimulated by the identical mechanoreceptors in the thick bunching accordion folds of the mobile penile foreskin. The clitoris and the penile foreskin are also intensely vascular – thickening when stimulated. Millions of years of trial and error evolutionary forces have synchronously engineered the human sex organs to function synergistically. We can be sure Nature has evolved (if you prefer, God has created) these differences and duplications for a reason. The brilliantly engineered unaltered female body is the perfect match for the equally brilliantly engineered design of the natural penis; they evolved together to compliment each other and they function collaboratively to achieve two common goals – mutual pleasure and insemination.

A woman can live without the sensitivity of the visible part of her clitoris. A man can live without the mobile and most sensitive part of his penis. But, both men and women are better off with their natural fine-touch parts intact – all of them. And so are their sexual partners.

Gary Harryman

https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

Fatwa

What is the Ruling on Circumcision for Women?

Question

What is the mu`tamad qowl (relied upon position) of the Shafi`ee Mazhab regarding the khatnah (circumcision) of women? Is it wajib (obligatory) or sunnat?

Also, what if a woman was ignorant if it being wajib will it be incumbent on her during her advanced age to perform khatnah?

Answer

Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu’ of Imam An-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfiʿī madhhab. In a situation a woman is in her advanced age, it is not permissible to circumcise her if it may harm her (al-Rauḍah of Imam An-Nawawi: 3: 384).

Answered by:

Sidi Abdullah Muḥammad al-Marbūqī al-Shāfiʿī

Checked by:

Al-Ustāż Fauzi ibn Abd Rahman

http://www.shafiifiqh.com/what-is-the-ruling-on-circumcision-for-women/

Das Religionsrecht der Schafiiten ist einsehbar im ‘Umdat as-Salik wa ‘Uddat an-Nasik, Das Vertrauen des Reisenden und Rüstzeug des Anbetenden, das Shihabuddin Abu al-‘Abbas Ahmad ibn an-Naqib al-Misri (1302–1367) verfasste.

Reliance of the Traveller: The Classic Manual of Islamic Sacred Law

The new edition of the in-depth manual of Islamic law based on the Shafi’i school of thought, with a detalied index and commentary on specific rulings. 1,200 pages in an exceptional binding with Arabic and facing English text in two column format with occasional diagrams. ‘Umdat al-Salik wa ‘Uddat al-Nasik (Reliance of the Traveller and tools of the Worshipper) is a classic manual of fiqh. It represents the fiqh rulings according to the Shafi’I school of jurisprudence.

http://www.amazon.com/Reliance-Traveller-Classic-Islamic-Al-Salik/dp/0915957728

Al-Misri who based his work on the previous Shafi’i works of Imam Nawawi and Imam Abu Ishaq as-Shirazi. … The book was translated by the American Muslim scholar Nuh Ha Mim Keller in 1991 and became the first translation of a standard Islamic legal reference in a European language to be certified by Al-Azhar.

http://en.wikipedia.org/wiki/Reliance_of_the_Traveller

Answering Islam lässt sich von US-Scheich Keller nichts vormachen:

Islamic Law on Female Circumcision

The Arabic word bazr does not mean “prepuce of the clitoris”, it means the clitoris itself (cf. the entry in the Arabic-English Dictionary). The deceptive translation by Nuh Hah Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law, given by ‘Umdat al-Salik, that circumcision of girls by excision of the clitoris is mandatory. This particular form of female circumcision is widely practiced in Egypt, where the Shafi’i school of Sunni law is followed.

http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

398. Ein islamischer Identitätsnachweis

13. September 2014

Vom Makel zum Ehrenzeichen: Nein zur Idee vom Radikalislam-Personalausweis

Eine Empfehlung gegen das Markieren der Ausweisdokumente potentieller islamischer Glaubenskrieger. Von Jacques Auvergne.

Judensterne erleichterten bis 1945 die rasche Zuordnung. Da wussten die Amtspersonen unter den staatlich definierten vermeintlich Höherwertigen auf den ersten Blick, welche Sorte Mensch gerade des Weges kam. Im September des Jahres 2014 wollen die Innenminister Ausweispapiere selektiv kennzeichnen und auch der Vizefraktionschef der Union im Bundestag Thomas Strobl fordert „eine sichtbare Markierung auf dem Personalausweis“. Zwar nicht mit einem aufgedruckten großen J wie im zwölfjährigen Nationalsozialismus und auch gar nicht in Bezug auf die deutschen Juden, auch ein großes I für Islambürger oder dickes H für halal ist (noch) nicht angedacht, aber die mutmaßlich zeitnah radikalislamisch Aktiven unter meinen Mitbürgern sollen in ihrem Personalausweis in jedem Fall stigmatisiert werden. Schreckenszeichen den nervösen Restdemokraten, Glaubensmerkmal den Siegesgewissen.

Ziel sei es, potentiellen Glaubenskriegern die Reise in jene Transitländer zu verunmöglichen, die auch lediglich mit dem Personalausweis zu erreichen sind und an Regionen des Dschihad grenzen. Einen besseren Dienst können die zur Scharia desinformierten oder desinformierenden Innenminister dem Islamischen Staat (IS), der al-Qaida und der mit beiden verknüpften und 1928 gegründeten Kalifatsbewegung der Muslimbruderschaft allerdings womöglich gar nicht leisten.

Die im Islam zur Sicherung des Heils und Abwehr des Teufels wahrscheinlich einzig akzeptable Gesellschaftsform, das Kalifat ist auf die Spaltung der Bevölkerung in eindeutig erkennbare Menschensorten angewiesen. Anders ist es schließlich nicht zu gewährleisten, dass der Nichtmuslim nichts erbt und der Ex-Muslim oder Islamkritiker gemobbt, diskriminiert, angeklagt oder islamjuristisch einwandfrei umgebracht wird. Den rituell ekelhaft unreinen und auch juristisch niederrangigen Unterzeichner des Schutzvertrags, den Dhimmi (Jude oder Christ) muss jeder Zöllner oder Torwächter schließlich sofort erkennen können. Der ausländische Ungläubige darf auf zwölf Monate in ein islamisiertes Gebiet einreisen und benötigt als ein sogenannter Mustamin ein islamisches Visum, den inschallah das Leben rettenden Geleitbrief, die Schutzerklärung Aman. Das alles ist auch gar kein Islamismus den es gar nicht gibt, sondern ernst gelebte Religion nach Sure und Hadith.

Vorgestern titelte DIE WELT Personalausweise von Islamisten sollen markiert werden, ausgerechnet am 13. Jahrestag der radikalislamisch motivierten Terroranschläge. Sicherlich müssen Terrorverdächtige intensiv überwacht werden. Als Politiker zu sagen, dass die Problemreligion Nummer Eins eben alles andere als eine „im Kern friedliche Religion“ ist wäre nicht weniger wichtig. Radikale Gottesfurcht jedoch im Ausweis staatlich angeordnet zu markieren, kann ungewollt zur baldigen Errichtung der global geplanten Herrschaft Allahs endlich auch auf deutschem Boden führen.

Denn die Glaubenskrieger des IS oder die europäischen sogenannten Salafisten nehmen Koran und Sunna radikal ernst und rasch wird es unter mehr und mehr jungen deutschen Männern als Auszeichnung verstanden werden, in den Besitz dieses religiös definierten Zertifikats zu gelangen. Sicherlich, noch tun die im Koordinierungsrat (KRM) zusammengeschlossenen Verbände so, als hätten Missionare wie Pierre Vogel oder Sven Lau keine Ahnung von der Religion und als sei ein Scharia und Fiqh beibehaltender Islam organisierbar, der auch Nichtmuslimen und Frauen allgemeine Menschenrechte zugestehe. Doch um die Seele auf ewig vor der Hölle zu retten, verlangt der Koran neben dem Glauben an Engel und Dschinnen den irdischen Totalitarismus. Auch wenn uns SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi das Wohlverhalten vorschreiben will, die Miliz Islamischer Staat (IS) niemals islamisch oder radikal islamisch zu nennen. Sie sollte es besser wissen, islamischer Literalismus hat noch stets die islamische Diktatur gezeitigt und der sogenannte Salafismus bis hin zum Terrorismus ist einfach das streng wortgetreue Umsetzen der Befehle Allahs (aus dem Koran) und Mohammeds (im Hadith) in die Praxis.

Man stelle sich vor, dass die Möglichkeit bestünde, sich die vorbehaltlos islamische Gottesfurcht mit einem bundesdeutschen Spezial-Personalausweis attestieren zu lassen. Das ließe sich gesetzlich unauffällig vorbereiten.

Was, Herr Strobl, wenn plötzlich ein paar Zehntausend oder Hunderttausend deutsche Mitbürger diesen Halal-Personalausweis („klare Kennzeichnung“) beantragen, in geschwisterlicher Solidarität zur globalen Kalifatsbewegung und als heißes Bekenntnis zum Islamischen Recht der Scharia. Was, wenn Saudi-Arabien sagt: ohne Islam-Merkmal in euren deutschen Ausweispapieren keine Einreise zur Pilgerfahrt. Was, wenn der KRM sagt: ohne den Allah erfreuenden Sonder-Personalausweis keine Dienstleistungen in Islamverband und Moschee, aber aus der Religion austreten darf im Islam auch niemand. Wer erst einmal den Islamausweis besitzt, ist auf eingehaltene Schariapflicht zu überwachen und muss den islamischen Friedensrichter dem altüblichen Schiedsmann und das Scharia-Gericht dem staatlichen Gericht vorziehen. Der ausweisliche Muslimbürger heiratet nicht vor dem Standesbeamten, sondern geht seine Nikah (Ehe nach Maßgabe der Scharia) beim Imam ein.

Wie nebenbei ergibt sich die mit den Dabei-Bürgern oder Beibürgern (Muslims as Co-Citizens in The West) sowie einem rechtsspaltenden Minderheitenstatus, dem Fiqh for Muslim Dhimmi (!) durch Murad Wilfried Hofmann angedachte zweite Menschensorte. Nach dem unbedachten Wollen unserer Innenminister und des CDU-Vize Strobl ist das der Bürger ohne Scharia-Perso, der durch einen schmucklosen Ausweis erkennbare Dhimmi oder Harbi. Das aber ist der Mensch, der die aus islamischer Sicht falschen Papiere hat, die aus der Ära der Unkenntnis oder Gottlosigkeit stammenden und der sich aus Sicht der Muftis und Scheiche mit jedem weiteren Tag schlimm schuldig macht, an dem sich sein deutscher Personalausweis nicht durch ein schmuckes Allahu akbar oder durch welche „klare Kennzeichnung“ auch immer von den Papieren der Verworfenen abhebt.

Zeig mir deinen Ausweis, hast du schon Islam-Papiere oder noch den Perso aus der Epoche der Dschahiliyya? Bist du nachweislich Muslim oder Ungläubiger? Bei fehlt das Dschihad im Personaldokument, wo ist deine islamische Identität? Wem bist du treu, Allah oder dem Iblis?

Die nach der Milla (Glaubensnation) spaltenden Ausweispapiere wären das Ende des Begriffs von citoyen und citoyenne. Gewiss, 2014 will man als Innenminister den einen oder anderen Terroristen fangen. Doch könnte Deutschland aus Angst vor koranbewegten Kopfabhackern sein höchstes Gut verspielen, den Bürgerbegriff.

Anders als das Kalifat hat der an seiner Abschaffung nicht interessierte freiheitlich demokratische Staat seine Bewohner nicht in Gruppen aufzuteilen. Statt durch moralischen Druck von irgendwie friedlich zusammenlebenden Menschensorten („Christen und Muslime“) zu reden und damit die durch die globale Schariabewegung ersehnte Spaltung der Menschheit zu vertiefen, gelte in Firma, Sportverein, Schullandheim und in der bitte zeitnah abzuschaffenden Deutschen Islamkonferenz: Moslem rein, Islam raus.

Dazu braucht man Mut und gerade keine Markierung.

Jacques Auvergne

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Quelle

Personalausweise von Islamisten sollen markiert werden

Von Manuel Bewarder, DIE WELT 11.09.2014

Nach Informationen der “Welt” liegt aber noch ein anderer Vorschlag auf dem Tisch: Demnach wird derzeit geprüft, ob Personalausweise von Islamisten mit einer Markierung versehen werden dürfen – dadurch könnte eine Ausreiseuntersagung sichtbar gemacht werden.

Experten merken an, dass ein einfacher Aufkleber – wie bei Adressänderungen üblich – hierfür nicht in Betracht kommen würde. Ein solche Markierung könnte nämlich ohne Weiteres vom Inhaber des Ausweises entfernt werden.

CDU-Vize Strobl unterstützt die Idee aus der Runde der Innenminister: “Wenn wir Hinweise darauf haben, dass ein deutscher Islamist in den Dschihad ziehen will, um das Töten zu lernen, müssen wir ihm den Pass entziehen und den Personalausweis entsprechend markieren.” Dann erkenne “jeder Grenzbeamte, dass der Betreffende nicht ausreisen darf”. Spätestens zur Innenministerkonferenz Anfang Dezember sollen Vorschläge präsentiert werden.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article132143281/Personalausweise-von-Islamisten-sollen-markiert-werden.html

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Muslims as Co-Citizens in The West By: Dr. Murad Wilfried Hofmann

Islamic jurisprudence developed the world’s first liberal law, called As-siyar, for the status of religious minorities – Dhimmi …

The prospect of normalization of the Islamic presence in the West raises the issues of integration and/or assimilation. To which extent can Muslims be integrated without losing their identity (and their faith with it)? …

a Fiqh for Muslim Dhimmi (!)

http://elazhar.com/conferences_eu/9/3.asp

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Für die Einreise in die Türkei reicht aber der Personalausweis und von dort ist es möglich, unkontrolliert nach Syrien oder den Nordirak zu kommen. Deshalb brauchen wir einen zweiten Schritt, um den Terror-Tourismus einzudämmen: eine sichtbare Markierung auf dem Personalausweis. Wir benötigen für die alten und die neuen Personalausweise eine klare Kennzeichnung, die Grenzbeamte sofort erkennen lässt, dass dieser Ausweis nicht zur Ausreise berechtigt.

Thomas Strobl, Rhein-Zeitung vom 11.09.2014

http://www.rhein-zeitung.de/nachrichten/rz-thema_artikel,-Sollen-deutsche-Dschihadisten-den-Pass-verlieren-Thomas-Strobl-ist-dafuer-_arid,1204760.html#.VBOxGNJ_t30

397. EMMA verheimlicht schafiitische FGM

12. September 2014

ختان الإناث
ḫitān al-ināṯ
FGM nach Koran und Sunna

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Skandal: Feministische Zeitschrift EMMA schweigt zur islamischen weiblichen Genitalverstümmelung

In wenigen Tagen beginnt in Hannover der 70. Deutsche Juristentag und die Berliner Juraprofessorin und diesjährige Gutachterin für Teil C Strafrecht Dr. Tatjana Hörnle wirbt für eine Verlagerung der aus ihrer Sicht weiterhin straffrei möglichen Jungenbeschneidung (MGM) in den StGB-Paragraphen 226a. Dieser verbietet seit einem Jahr endlich die weibliche Genitalverstümmelung (FGM), was in Anbetracht der grundgesetzlich gebotenen Gleichbehandlung von Mann und Frau jetzt allerdings auf eine Straffreiheit der FGM vom Typ Ia und IV hinauslaufen wird. Die vor 37 Jahren, 1977 von Alice Schwarzer gegründete feministische Zeitschrift EMMA wird informiert durch Gabi Schmidt und Edward von Roy.

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Von: Edward von Roy
Gesendet: Sam, 06.09.2014 17:24
An: EMMA, Redaktion, Köln
Betreff: 70. Deutscher Juristentag plant Legalisierung von FGM Typ Ia und IV
Wichtigkeit: Hoch

Liebe EMMA,

der vom 16.-19. September 2014 in Hannover stattfindende 70. Deutsche Juristentag wagt mit strafrechtlichen Thesen einen Vorstoß in Sachen Genitalverstümmelung an Jungen und Mädchen. Am Ende jedes Juristentages werden der Bundesregierung Empfehlungen zur Schaffung entsprechender Gesetze unterbreitet.

Mit Tatjana Hörnle (“Genitalverstümmelung: a) Bei der Auslegung von § 226a StGB ist zu beachten, dass nicht alle Veränderungen an weiblichen Genitalien unter ‘verstümmeln’ zu fassen sind”, Quelle s. u.), deren Gutachten dem strafrechtlichen Teil des diesjährigen Juristentags zugrunde liegt, droht der BRD die Legalisierung von FGM Typ Ia (Klitorisvorhautbeschneidung) sowie Varianten von FGM Typ IV (Einstechen; pricking / ritual nick). Das ist zu verhindern und selbstverständlich ist die Amputation der Klitorisvorhaut eine Verstümmelung. Teile des unten genannten Texts finden sich wörtlich im Gutachten wieder.

Unsere Befürchtung ist, dass man an die Regierung appellieren wird, den verfassungswidrigen § 1631d BGB zurückzunehmen, jedoch den Paragraphen zur weiblichen Genitalverstümmelung geschlechtsneutral zu formulieren sprich zeitnah auch die Jungen in 226a StGB zu integrieren und zugleich alle angeblich minderschweren Formen der Genitalbeschneidung an beiden Geschlechtern zu legalisieren.

Mädchen wie Jungen verdienen hundertprozentigen Schutz vor medizinisch nicht indizierten Operationen im Genitalbereich. Prof. Dr. iur. Holm Putzke LL.M. meint zum Thema:

These zum 70. Deutschen Juristentag: Gutachterin hält in Deutschland weibliche Genitalverstümmelung für erlaubt!

Viele von denen, die die Genitalverstümmelung von Jungen gutheißen und den neuen § 1631d BGB verteidigen, sind inzwischen auch dazu übergegangen, die Genitalverstümmelung von Mädchen zu rechtfertigen. Dazu gehört die Berliner Rechtswissenschaftlerin Tatjana Hörnle, die als These auf dem 70. Deutschen Juristentag (16. bis 19. September 2014 in Hannover) vertreten wird, dass nicht „alle Veränderungen an weiblichen Genitalien unter ‘verstümmeln’ zu fassen sind“ (http://www.djt.de/fileadmin/downloads/70/djt_70_Thesen_140804.pdf – Seite 23). Aus ihrer Sicht ist das konsequent, denn wer zulässt, dass Jungen die Vorhaut amputiert wird, darf nicht gleichzeitig die Beschneidung der Klitorisvorhaut verbieten. Aber was für ein Preis, um irgendwie die Erlaubnis zu retten, die Vorhaut von Jungen zu amputieren. Dafür werden dann auch gern mal die Genitalien von Mädchen geopfert. Warum nicht auch den Eltern der Christensekte „Zwölf Stämme“ erlauben, ihre Kinder zu schlagen, was diese selbsternannten „Züchtigungsberechtigten“ als Teil ihres bibeltreuen Erziehungskonzepts verstehen (http://www.spiegel.de/schulspiegel/zwoelf-staemme-sekte-zeigt-rtl-reporter-an-a-984059.html)?

Wem die verfassungsmäßig garantierten Rechte von Kindern wichtig sind, wer dagegen ist, dass Kinder ausgehend von ihren Eltern körperlicher Gewalt ausgesetzt sind und gezüchtigt werden, und wer es für eine Schande und großes Unrecht hält, wenn Mädchen aus traditionellen oder religiösen Gründen an ihren Genitalien herumgeschnitten wird, der muss auch die Genitalverstümmelung von Jungen bekämpfen!

http://www.holmputzke.de/index.php/aktuelles

Soweit Jurist Dr. Putzke.

Die Null-Toleranz-Grenze (zero tolerance) ist weltweit und also auch in Deutschland durchzusetzen in Bezug auf HGM (human genital mutilation, das ist FGM oder MGM) an Kindern unter achtzehn Jahren.

Möchten Sie den Kampf für die Null-Toleranz-Grenze in Bezug auf FGM wie MGM an allen Minderjährigen (unter 18 Jahren) unterstützen? Wir würden uns darüber freuen, wenn auch Ihre Organisation etwas gegen den Versuch der Legalisierung von FGM Typ Ia und IV der WHO-Kategorisierung unternehmen würde.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy
Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt
Sozialpädagogin

Q u e l l e n

Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft

Die strafrechtliche Abteilung wird sich mit der Frage beschäftigen, ob als Folge der kulturellen und religiösen Pluralisierung der in Deutschland lebenden Bevölkerung Änderungen im Strafrecht zu empfehlen sind.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Verbotsnormen im Strafgesetzbuch, die Delikten mit kulturellen oder religiösen Tathintergründen gelten. Ist der Tatbestand der Bekenntnisbeschimpfung (§ 166 StGB) noch zeitgemäß?

Gibt es Änderungsbedarf im Hinblick auf sonstige Äußerungsdelikte? Wäre die Einführung einer weiteren Verbotsnorm zu empfehlen, die über den Tatbestand der Volksverhetzung (§ 130 StGB) hinaus die Verbreitung rassistischer Gedanken unter Strafe stellt?

Es stellt sich ferner die Frage, ob für den neugeschaffenen Tatbestand „Verstümmelung weiblicher Genitalien“ (§ 226a StGB) und den Rechtfertigungsgrund für die Beschneidung von Jungen (§ 1631d BGB) Empfehlungen für die Auslegung oder für Änderungen in der Gesetzesfassung zu beschließen wären und ob das strafrechtliche Verbot der Zwangsheirat (§ 237 StGB) als gelungen anzusehen ist, insbesondere was die Erfassung von im Ausland begangenen Tathandlungen betrifft.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der international geführten Debatte um „cultural defenses“. Zu erwägen ist, ob sich aus der kulturellen Biographie des Täters und seiner Beweggründe die Forderung nach Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgründen ergibt und welche Rolle den Religionsgrundrechten in Art. 4 Abs. 1, 2 GG im strafrechtlichen Kontext der Rechtfertigung und Entschuldigung zukommt. Praktisch wichtig ist die Frage, ob kulturelle und religiöse Tathintergründe als schuldmindernde Umstände einzustufen und strafmildernd zu berücksichtigen sind. Diesem Aspekt kommt bei der Auslegung des Merkmals „niedrige Beweggründe“ beim Mord (§ 211 StGB) in Fällen von Blutrache und sogenannter Ehrenmorde eine entscheidende Rolle zu.

Auch bei der Auslegung anderer Tatbestandsmerkmale, etwa der Zumutbarkeit einer Hilfeleistung (§ 323c StGB), ergeben sich ähnlich gelagerte Fragen zur Relevanz kultureller und religiöser Hintergründe. Im Kontext der Strafzumessung ist ferner die Wertung rassistischer und fremdenfeindlicher Motive als Strafschärfungsgrund zu erörtern.

http://www.djt.de/fileadmin/downloads/70/djt_70_Strafrecht_140320.pdf

TATJANA HÖRNLE
THESEN. Strafrecht

http://www.djt.de/fileadmin/downloads/70/djt_70_Thesen_Strafrecht_140804.pdf

3. Bekenntnisbeschimpfung: § 166 StGB ist weder mit „Schutz der Allgemeinheit’ noch als Norm zum Schutz von Individualrechten überzeugend zu rechtfertigen. Dem Gesetzgeber ist zu empfehlen, diese Norm aufzuheben. …

[Viele fordern die Abschaffung des sogenannten Gotteslästerungsparagraphen. Warum aber sagt Hörnle nicht sinngemäß: Kritik an der FGM Typ Ia und IV oder an der rituellen Jungenbeschneidung muss schon heute möglich sein? Warum sagt sie nicht: Kritik am Hidschab oder an den Schariagesetzen muss auch trotz eines (noch) bestehenden § 166 StGB möglich sein?]

Konkretisierung von Kindeswohl (§ 1631d Abs. 1 S. 2 BGB).

[Hörnle verschweigt zielsicher, dass eine Beschneidung ohne medizinischen Grund dem Kindeswohl immer schadet und nicht nur ausnahmsweise.]

6. Genitalverstümmelung: a) Bei der Auslegung von § 226a StGB ist zu beachten, dass nicht alle Veränderungen an weiblichen Genitalien unter „verstümmeln“ zu fassen sind …

[Das ist einfach falsch, das Amputieren oder noch so punktuelle Beschädigen gesunden Gewebes ist pädagogisch, ethisch, medizinisch wie rechtlich stets Verstümmeln und, wenn es am Genital geschieht, eine Genitalverstümmelung (hier eine FGM). Auch beim Pieksen gehen Körperzellen kaputt, vom psychischen Traumatisieren und dem Risiko einer Sepsis nicht zu reden. Es ist angemessen, dass die WHO eben nicht Typ Ib als FGM (genital mutilation) bezeichnet und Ia als FGC (genital cutting), sondern in beiden Fällen von FGM spricht, mutilation, Verstümmelung. Das soll so bleiben und dafür hätte Hörnle zu sorgen, statt die irgendwie wenig beschädigende FGM zu legalisieren.

Hörnle übergeht gekonnt, dass die hinsichtlich des Sensitivitätsverlusts mit der Klitoridektomie oder Amputation der kleinen Labien vergleichbare rituelle Beschädigung des Jungengenitals unter Genitalverstümmelung eingeordnet werden muss und macht 2014 den Weg frei für die Legalisierung von FGM Typ Ia der WHO-Klassifikation (Entfernung der Klitorisvorhaut) bzw. von Typ IV Variante Einstechen (pricking). Dieser Vorstoß der Professorin entspricht der traurigen menschenrechtlichen Lage (Menschenrechtsbegriff bitte stets der AEMR, Paris 1948, nicht derjenige der OIC, Kairo 1990) in Indonesien, wo das Indonesian Ulema Council (MUI) 2014 ebenfalls die weniger zerstörenden Formen der FGM allenfalls als Beschneiden (cutting) bezeichnet wissen will und keinesfalls als Verstümmelung (mutilation). In Wirklichkeit gibt die religiöse verpflichtende Beschneidung der Mädchen im schafiitischen Islam auch bzw. genau die gänzliche oder teilweise Amputation der Klitoris (arab. baẓr) vor – und nicht der Klitorisvorhaut, wie der US-amerikanische Sufischeich und Übersetzer eines schafiitischen Rechtskompendiums (Reliance of the Traveller) Nuh Ha Mim Keller verbreitet, ohne uns ein arabisches Wort für Klitorisvorhaut anbieten zu können.]

Dies ist nicht der Fall, wenn der Eingriff mit der Beschneidung von Jungen vergleichbar ist (etwa wenn nur Vorhaut der Klitoris betroffen ist, ohne Amputationen und weitere Verletzungen)

[Die Entfernung der Klitorisvorhaut ist selbstverständlich auch eine Amputation. Die über das für uns in keiner Form zu legalisierende Mädchenbeschneiden ungehemmt redende Hörnle verschweigt, dass dem Jungen oder Mann mit der Zirkumzision ziemlich genau so viel genitale Sensitivität zerstört wird wie einer Frau bei der Amputation der Klitoris oder der kleinen Schamlippen (Fine-touch pressure thresholds in the adult penis. Morris L. Sorrells, James L. Snyder, Mark D. Reiss, Christopher Eden, Marilyn F. Milos, Norma Wilcox and Robert S. Van Howe), auch die Folgen der MGM für Ehe und Partnerschaft sind erforscht (Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark. Morten Frisch, Morten Lindholm and Morten Grønbæk).

17. Teilentschuldigungen: Eine Strafmilderung kommt bei echten, schweren Normenkonflikten in Betracht, wenn eine kulturelle oder religiöse Gegennorm ein vom Täter als verbindlich angesehenes, innere Bedrängnis schaffendes Gebot postulierte, in der rechtlich verbotenen Art und Weise zu handeln. Voraussetzung ist aber, dass die kulturelle oder religiöse Verhaltensnorm nicht in fundamentalem Widerspruch zur Verfassungs- und Rechtsordnung steht. Außerdem kann die Strafe gemildert werden, wenn die Tatgenese auf ein (aus der Perspektive der Rechtsgemeinschaft) vorwerfbares Mitverschulden des Opfers zurückzuführen ist.

[Professorin Hörnle weiß, dass es zwischen Islam und kultureller Moderne bzw. zwischen schariabasierter Sakraljurisprudenz (Fiqh) und deutschem Grundgesetz zu „echten, schweren Normenkonflikten“ kommt. Den in Koran und Sunna verbalisierten Befehl Allahs nicht umzusetzen, mag dem Heilsverlust und Höllenstrafe fürchtenden Literalisten ja tatsächlich ein „innere Bedrängnis schaffendes Gebot“ sein. Ohne das Wort Scharia auszusprechen, wird durch Strafrechtlerin Tatjana Hörnle die kohärente, totalitäre, Frauen und Nichtmuslime diskriminierende und damit schlicht grundrechtswidrige Islamische Normativität offensichtlich als eine bereits bestehende deutsche „Gegennorm“ akzeptiert und begrüßt. Das Islamische Recht (fiqh), die anzuwendende Scharia bringt den in einem freiheitlichen Rechtsstaat lebenden Muslim in der Tat ziemlich schnell in den Bereich von „echten, schweren Normkonflikten“, die Ehefrau ohne Hidschab oder der unbeschnittene Sohn bzw. die unbeschnittene schafiitische Tochter ist „Gegennorm“, FGM-Verbot oder nackte Frauenhaare schaffen „innere Bedrängnis“. Frau Hörnles Auslassung über „vorwerfbares Mitverschulden des Opfers“ entspricht der Argumentation des australischen Islamgelehrten Taj el-Din Hilaly zum Thema sexuelle Belästigung oder Vergewaltigung einer Frau im Minirock oder knappen T-Shirt jedenfalls ohne den islamisch gebotenen Schleier:

If you take out uncovered meat and place it outside on the street, or in the garden or in the park, or in the backyard without a cover, and the cats come and eat it … whose fault is it, the cats’ or the uncovered meat? The uncovered meat is the problem. If she was in her room, in her home, in her hijab, no problem would have occurred.

Wenn man Fleisch draußen auf die Straße, in den Garten oder den Park stellt, ohne es zuzudecken, dann kommen die Katzen und fressen es. Wer ist nun Schuld – die Katzen oder das unverhüllte Fleisch? Das unverhüllte Fleisch ist das Problem. Wenn sie in ihrem Zimmer, in ihrem Zuhause geblieben wäre, in ihrem Hidschab, wäre kein Problem aufgetreten.

http://www.theage.com.au/news/national/ethnic-leaders-condemn-muslim-cleric/2006/10/26/1161749223822.html

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—–Original-Nachricht—–
Betreff: AW: 70. Deutscher Juristentag plant Legalisierung von FGM Typ Ia und IV
Datum: Mon, 08.09.2014 15:52
Von: Briefe | EMMA
An: Edward von Roy
Cc: Chantal Louis

Lieber Edward von Roy, liebe Gabi Schmidt,

morgen ist meine Kollegin Chantal Louis im Haus – die das Thema hier in der Redaktion betreut. Ich leite Ihr die Infos schon mal weiter, wir melden uns wieder.

Frage: Gibt es schon Initiativen/Organisationen, die sich engagieren? Ist Protest in Planung? Sind die großen Organisationen, die sich gegen FGM engagieren, bereits informiert?

Mit lieben Grüßen
Angelika Mallmann

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Angelika Mallmann / EMMA
Bayenturm, Köln

Geschäftsführerin: Alice Schwarzer

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—–Original-Nachricht—–
Betreff: WG: AW: 70. Deutscher Juristentag plant Legalisierung von FGM Typ Ia und IV
Datum: Mon, 08.09.2014 17:56
Von: Edward von Roy
An: Briefe | EMMA

Liebe Angelika Mallmann,

danke für die rasche Antwort. Ja, alle wichtigen Leute sind informiert, zur Stunde wissen beispielsweise Bescheid: Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE), Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Dr. Holm Putzke, Terre des Femmes (TdF), FORWARD, TABU, TARGET, (I)NTACT, MAMA AFRIKA, TaskForce FGM, NALA (Fadumo Korn), Sami Aldeeb (Schweiz), PERI e.V., Madonna, Papatya, das Beschneidungsforum (aktiv gegen MGM), Ulf Dunkel (Aktivist gegen MGM), daneben: Neue Richtervereinigung, Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), SPD (ca. 50 Adressaten deutschlandweit), DGB, VerDi, Humboldt Universität zu Berlin (Arbeitgeber der Juristentag-Gutachterin Tatjana Hörnle), Sozialministerium Niedersachsen, die Presse in Hannover sowie viele Gleichstellungsbeauftragte bzw. Antidiskriminierungsbeauftragte deutscher Städte. Ferner jede Menge religionskritische bzw. atheistische Blogs von Brights bis Spaghettimonster. Die Informationskampage wird auch in den nächsten Tagen fortgesetzt. Das Internet trägt die Botschaft weiter, nach Juristentag FGM oder Tatjana Hörnle FGM zu googlen reicht.

Einstweilen haben wir uns auf das Informieren beschränkt. Ob wirklich jemand nächste Woche in Hannover vor dem 70. Deutschen Juristentag protestieren wird lässt sich zur Stunde nicht sagen, menschenrechtspolitisch wichtig wäre es natürlich, nicht zuletzt frauenrechtspolitisch, zumal Zwangsheirat, Auslandsstraftaten und kultureller Rabatt (cultural defenses) ebenso thematisiert werden wie die rituelle Frauenbeschneidung / FGM.

Das Gutachten der Tatjana Hörnle liegt uns vor (auch als CD erhältlich), es hält leider genau das und übertrifft sogar, was Ankündigung und Referentenvorstellung versprochen haben: Wenn jetzt nicht endlich von Terre des Femmes usw. ganz unzweideutig Nein zu FGM Typ Ia und IV gesagt wird, ist beides in Deutschland zeitnah legal und die verfassungswidrige Jungenbeschneidung (hinsichtlich der sensitiven Schädigung mit FGM-Typ Ib zu vergleichen, vgl. Sorrels et al., Fine-touch pressure thresholds in the adult penis, sowie Morten Frisch, Male circumcision and sexual function in men and women) in einen dann geschlechtsneutral formulierten § 226a StGB integriert, der die angeblich harmlosen Formen der Mädchenbeschneidung wie die islamische milde Sunna straffrei stellen wird. Man mache sich bitte nichts vor, milde Sunna wird nicht bei IV (pricking, ritual nick) oder Ia bleiben: The Arabic word bazr does not mean “prepuce of the clitoris”, it means the clitoris itself.

Mit besten Grüßen

Edward von Roy
Gabi Schmidt

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Betreff: 70. Deutscher Juristentag plant Legalisierung von FGM Typ Ia und IV
Datum: Do, 11.09.2014 15:23
Von: Edward von Roy
An: Chantal Louis
Cc: Briefe | EMMA

Sehr geehrte Frau Louis,
sehr geehrte Frau Mallmann,

nächste Woche ist in Hannover Juristentag, will Deutschlands bedeutendste feministische Zeitschrift EMMA etwas gegen den leider zu erwartenden Vorstoß der strafrechtlichen Gutachterin Tatjana Hörnle in Sachen Straffreistellung der FGM Typ Ia und IV unternehmen?

Hat EMMA sich von beiden genannten, laut MUI (Indonesian Ulema Council) usw. angeblich geringfügigen Formen der FGM distanziert, von der längst weltweit verbreiteten sogenannten milden Sunna sowie der schafiitischen Religionspflicht zur Frauenbeschneidung und wenn ja, wo kann ich das heute nachlesen?

Der Islam von Scharia und Fiqh ist auch ein Feminismus, leider ein Unterlegenheitsfeminismus.

Mit gleichheitsfeministischen Grüßen

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin
Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

396. Globale Miliz der Hisba. Wuppertal ist überall

11. September 2014

حسبة‎

Ḥisba

Accountability in Islam. Enforcing Sharia

Rechenschaftspflicht. Beseitigung des islamrechtlich Verbotenen

Islamisches Wohlverhalten und orange Schutzwesten

Und so sind die Mutawiun (muṭawwiʿūn, anglis. mutaween) also auch in Deutschland angekommen! Im Sinne der Erhaltung allgemeiner Menschenrechte folge man nicht der Ansicht der seit Tagen erregt lärmenden Islamverharmloser aus dem Dunstkreis von Islamkonferenz und interreligiösem Dialogbetrieb, dass die Aktivisten der schließlich in vielen Weltgegenden die Menschen drangsalierenden Schariadurchsetzung oder Hisba (ḥisba) ihre auf Koran und Sunna basierende Religion nicht gründlich genug kennen würden. Das Gegenteil ist der Fall, worüber uns auch der sich am 08.09.14 in der WELT auf den Verteidiger der Schulgebetsräume Mathias Rohe berufende Till-R. Stoldt (Stoppt die Hysterie um die “Scharia-Polizei”!) nicht desinformieren sollte.

Die orangefarbigen Warnwesten waren in der englischen Variante zweier Worte beschriftet, Scharia und Polizei. Allein das Wort Polizei (police) schafft enormes und in der Bundesrepublik Deutschland berechtigtes Vertrauen in die Amtseigenschaft seines Trägers. Es ist konsequent und angemessen, den Missbrauch von Uniformen, Titeln und Berufsbezeichnungen zu bestrafen.

Der erste Bestandteil also ist Scharia, die auf der Erde bei Bedarf mit Gewalt durchzusetzende islamische Gesetzlichkeit, Hussein Sven Lau genannt Abu Adam sagt praxisnah “islamische Gesetzgebung”. Die im Islam außerweltlich erschaffene und dem menschlichen Verstand unbegreifliche Scharia zu vertreten wird dem Konvertiten so leicht niemand streitig machen können, aber das durch Lau auf den signalfarbigen Jacken zu Unrecht geführte Wort Polizei weist zu Unrecht auf eine hoheitliche Tätigkeit hin, was der Souverän, das Volk, nicht dulden kann. Bereits die Warnfarbe Orange erinnert gezielt an einen wichtigen Diensteinsatz etwa von Feuerwehr, Sanitäter oder Katastrophenschutz oder an hoch angesehene Tätigkeiten wie Schülerlotse.

In der kulturellen Moderne ist das Volk Souverän. Der authentisch zeitlose Islam hingegen wollte einst und will heute in seinem Revival die Volkssouveränität (wieder) durch die Souveränität des Schöpfergottes ersetzen. Allah soll auf Erden der einzige Herrscher sein und islamische Führer seine Stellvertreter, seine Kalifen. Das und nichts anderes steht hinter den Wuppertaler Warnwesten in Orange, was Aiman Mazyek sehr genau weiß, der die islamischen Sittenwächter nebelwerfend “diese paar Halbstarken” nennt und sich von der Nichtmuslime und Frauen herabwürdigenden Scharia ebensowenig distanziert wie von der schariakonformen Erklärung der Menschenrechte im Islam (Kairo 1990).

Ob sich die freiwilligen Moralwächter ihre Sharia Police nun wie angekündigt in Anti Haram Team umbenennen werden oder nicht, sie wird ungefähres Abbild der Islam-Polizeiarbeit der saudi-arabischen Behörde für die Förderung der Tugend und die Vermeidung des Lasters sein und selbst die bereits 1992 unter Burhanuddin Rabbani gegründete und vier Jahre später von den (stellvertretend für Allah) die Macht ergreifenden Taliban übernommene Religionspolizeibehörde Afghanistans hieß so, Ministry for the Propagation of Virtue and the Prevention of Vice. Der ethnische Tadschike hatte in Kabul Fiqh und Scharia studiert und 1966 an der Kairoer al-Azhar einen Mastertitel in Islamischer Philosophie erworben, kannte seine Religion also ziemlich gut.

Vom Himmel herab zu den Menschen kommt der Befehl zum Saubermachen in Koran 3:110 “Ihr [den Islam Praktizierenden] seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Allah”.

Ein Mutawa (muṭawwaʿ) hält sich daran und benötigt zum Tätigwerden keine Weste in Orange. Kein Islamismus, Salafismus oder Wahhabismus ist diese Ermächtigung und Verpflichtung zur Hisba, sondern ernst genommene Religion.

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem.

Edward von Roy

Q u e l l e n

StGB § 132a Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__132a.html

“Es gibt ein Gewaltmonopol des Staats … Niemand anderes ist befugt, sich in die Rolle der Polizei hineinzuschleichen.”

Angela Merkel

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merkel-fordert-gegen-scharia-polizei-entschieden-vorzugehen-13142350.html

Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat die Aktion jetzt scharf kritisiert. “Diese paar Halbstarken sprechen nicht in unserem Namen”, sagte Mazyek im “Tagesspiegel am Sonntag”. Was die Wuppertaler Salafisten täten, sei eine “Zweckentfremdung unserer Religion”. Sie schadeten mit ihrer “schrillen und völlig unsinnigen Aktion” den Muslimen ungemein. Mazyek forderte allerdings auch, der Aktion nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Salafisten aus Wuppertal: Zentralrat der Muslime verurteilt “Scharia-Polizei”. DER SPIEGEL 07.09.2014.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/scharia-polizei-in-wuppertal-zentralrat-nennt-salafisten-halbstarke-a-990271.html

Dieser Kurzauftritt von elf (einigermaßen clever kommunizierenden) Tugendwächtern brachte Innenminister Thomas de Maizière und Justizminister Heiko Maas in Wallung – und zwar derart, dass sie mit ihren vielleicht 20-sekündigen Fernsehstatements einige Jahre bundesdeutscher Integrationspolitik karikierten. All die “Hosgeldiniz”-Rufe der Integrationsstaatsministerinnen. All die Wir-gehören-zusammen-Beteuerungen auf Islamkonferenzen. Und all die Bekenntnisse speziell von CDU-Politikern, Muslime und Unionschristen teilten doch den Wertekonservatismus.

Und für diese Demontage brauchten die beiden Minister nur zwei Sätze. “Die Scharia wird auf deutschem Boden nicht geduldet”, so lautete der eine Satz, gesprochen vom christdemokratischen Innenminister. Und: Das Verhalten der elf Salafisten sei “ein Anschlag auf unser freies Lebensmodell” lautete der andere, aus dem Munde des sozialdemokratischen Justizministers. Applaudiert und assistiert wurde den beiden sogleich von einem riesigen Kommentatorenchor – was den Schaden potenzierte.

Von Till-R. Stoldt. Stoppt die Hysterie um die “Scharia-Polizei”! DIE WELT vom 08.09.2014.

http://www.welt.de/regionales/nrw/article132023600/Stoppt-die-Hysterie-um-die-Scharia-Polizei.html

Wer bei den Salafisten mitmachen will, darf keinen Kuschelgott erwarten. Diese Botschaft bellt der Eiferer Pierre Vogel gern ins Mikrofon, wenn er über die Dörfer zieht und für die “perfekte Scharia” wirbt. Deutschlands bekanntester Islam-Konvertit war früher mal Profiboxer, mit dem Kuscheln hat er es nicht so, er mag die klare Ansage: Der Chef, also Gott, habe das Universum schließlich geschaffen, “also hat er auch das Recht zu bestimmen, was du zu tun und zu lassen hast”.

Ergo: Alkohol verboten [genau, Koran 2:219 „schwere Sünde“ sowie 5:90 „Gräuel und Teufelszeug“]. Glücksspiel verboten [Koran 5:90]. Keine Musik. Keine Pornos. So einfach ist das im Universum [Allahs und nicht] des selbst ernannten [nein, des 2004 bis 2006 ausgebildeten] Predigers “Abu Hamza” [traurige BRD, Kampfpanzer nach Saudi-Arabien verkaufen sowie dort Erdöl einkaufen, aber verkrampft andeuten oder sogar behaupten, dass man dort die Religion falsch verstanden habe]. …

Elf Männer waren in der Wochenmitte mit “Shariah-Police”-Warnwesten durchs Wuppertaler Zentrum gezogen, hatten junge Muslime ins Gebet genommen, um sie von Discos, Spielhöllen oder Kneipen fernzuhalten. Ein Video davon hatten die Moralwächter umgehend ins Netz gestellt. Zu sehen ist, wie der Chef der Truppe, der 33-jährige Sven Lau, Visitenkarten verteilt oder in Spielhallen auslegt, wie er auf Leute einredet und Einladungen ausspricht – für einen Besuch bei Darul Arqam.

Von Hannelore Crolly. “Mit Allahs Erlaubnis kommen wir in alle Städte”. DIE WELT am 07.09.2014.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article131991208/Mit-Allahs-Erlaubnis-kommen-wir-in-alle-Staedte.html

nicht in der Stadt Mekka, deren Beiname Ummu l-Qurā, The Mother of Towns, Mutter der Städte bedeutet

Umm-al-Qura-Universität (Ǧāmiʿat Umm al-Qurā). 1981 durch das königliche Dekret Nr. 39 gegründet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Umm-al-Qura-Universit%C3%A4t

sondern in Kuwait

Mr. Khalifa Talal Al-Jeri … His life’s work crystallized when he founded the conglomerate of Um Al-Qura Company for Educational Services …. Om Al Qura Educational Establishment [OAEE]

http://www.om-alqura.com/Secure/EN/OAEE/AboutUs.aspx

Al Hisba. System der Rechenschaftspflicht in einem islamischen Staat, um illegale Praktiken zu überprüfen

Financial Islam • Islamic Finance

http://de.financialislam.com/glossar.html

Hisba (Enjoining Good and Forbidding Evil)

… Hisba has four components: Al-Muhtasib (the person who practices Hisba), Al-Muhtasabu ‘alayhi (the person to whom Hisba is directed), Al-Muhtasabu Feehi (the subject of Hisba) and Ihtisab (the actual act of enjoining good and forbidding evil).

Al-Muhtasib (the person who practices Hisba), Al-Muhtasabu ‘alayhi (the person to whom Hisba is directed), Al-Muhtasabu Feehi (the subject of Hisba) and Ihtisab (the actual act of enjoining good and forbidding evil).

1. Al-Muhtasib: This refers to the person who enjoins good and forbids evil, whether he is permitted to do so by the Imam incharge of Muslims’ affair or not. …

“If I instruct you to do something, then do as much as you can.” Bukhari and Muslim

All this is admissable as long as there is a Muslim Imam (leader) who entrusts the responsibility of Hisba to those fit to carry it out. In this day and age, however, our rulers who have apostatised by changing the laws of Shar’iah have no right to delegate the responsibility for Hisba. Indeed, they should be removed in accordance with the consensus of the Ulama. …

We have said earlier that disapproving of evil with the heart is a duty for every Muslim, whether he is physically capable or not, and must never be neglected under any circumstance whatsoever, as this would indicate the disappearance of all traces of Iman from the heart.

http://www.kalamullah.com/manhaj01.html

Neben der Pflicht jedes Muslims, ‘das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten’, bezeichnet der Begriff hisba auch den Aufgabenbereich der Person, die in einer Stadt mit der Überwachung des moralischen Verhaltens der Einwohner und insbesondere auch der Märkte betraut war.

Rüdiger Lohlker, Das Islamische Recht im Wandel (p 159)

http://books.google.de/books?id=5o3G6sH2Aa0C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

الأمر بالمعروف والنهي عن المنكر

al-amr bi-l-ma-ʿrūf wa-n-nahi ʿani l-munkar

Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten

Seine moralisch-ethische Bedeutung verdeutlicht auch ein auf den Propheten Mohammed zurückgeführter Hadith in der Traditionssammlung Sahih von Muslim ibn al-Haddschādsch, in dem er die Zeit politischer Wirren u.a. wie folgt umschreibt: das Herz weiß nicht, was recht ist, und verbietet nicht, was verwerflich ist.

Al-Ghazali († 1111) erachtet diese Norm als Grundlage der Religion und der göttlichen Botschaft durch die Propheten; ohne sie würde Anarchie herrschen und die Menschen wären zum Untergang verurteilt. Gemäß Ibn Hanbal und at-Tabarī ist ihre Umsetzung in der Gesellschaft religiöse Pflicht, während al-Hasan al-Basri sie lediglich als freiwillige Leistung des Einzelnen einstuft.

Sure 3, Vers 110 betont, dass die muslimische Gemeinschaft sich gerade durch die Einhaltung dieses Grundsatzes von anderen unterscheidet:

„Ihr (Gläubigen) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Gott.“

– Übersetzung Rudi Paret

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Rechte_gebieten_und_das_Verwerfliche_verbieten

Frauen müssen sich verhüllen, dürfen ohne Erlaubnis nicht reisen, arbeiten oder heiraten. Es gibt öffentliche Hinrichtungen, keine Konzerte, keinen Alkohol, keine Touristen, aber viel Öl. Saudi-Arabien wirkt in der globalen Welt wie ein blinder Fleck, man spürt es schon vor der Reise dorthin, besonders als Frau.

Im Netz wird gewarnt, dass man als Frau ohne männlichen Begleiter nicht einreisen darf. …

Als Haifaa al-Mansur das letzte Mal Saudi-Arabien verlassen wollte, musste sie am Flughafen ausharren, bis ihr Mann eine schriftliche Genehmigung faxte und sie auslöste. Al-Mansur hatte sie vergessen. …

»In Saudi-Arabien werden Frauen nicht wie Erwachsene behandelt«, sagt ein Saudi aus dem Team. Sie müssen begleitet, bewacht und beschützt werden. Wie ewige Kinder verharren sie in einem Stadium fortwährender Infantilität. …

Die Produktionsassistenten beobachten die Umgebung, um beim Auftauchen der Sittenwächter ihre Regisseurin rasch aus dem Blickfeld in den Bus zu schaffen. …

In Al-Mansurs Film spielen Männer die Nebenrollen, wenn sich die Welt mit Saudi-Arabien beschäftigt, geht es vor allem um Frauenrechte. Um die Männer ist es still, dabei wirkt die Ungleichbehandlung auch auf sie – überhöht sie zu Alleinherrschern und setzt sie zugleich als hilflose Opfer ihrer Triebe herab. …

Al-Mutairi ist 27 und hat in Los Angeles Film studiert, seitdem vermisst er die Freiheit, sich mit Freundinnen zu treffen, ohne sich verstecken zu müssen. In seiner Heimat, sagt er, müssten sich Frauen aber verhüllen und brauchten einen Beschützer. …

Sultan al-Mutairi deutet auf einen jungen Mann, der angeblich gerade mit einem Mädchen geflirtet habe. Wen er anschmachtet, weiß er nicht, die Angebetete ist von Kopf bis Fuß verschleiert. Wenn die Religionspolizei das gesehen hätte, hätte sie die beiden mit auf die Wache genommen und ihre Eltern informiert. Was besonders für die Frau sehr unangenehm geworden wäre. Für Westler liegen die unschuldigen Flirtversuche unterhalb ihrer Wahrnehmungsgrenze.

Auf dem Parkplatz warten ein paar Jungs in überweiten Hosen mit Basecaps auf dem Kopf, sie sehen aus wie amerikanische Ghettokids. Al-Mutairi meint, auch sie würde die Religionspolizei mitnehmen, ihnen vorwerfen »verwestlicht« zu sein. …

Von Jana Simon. Unter den Augen der Religionspolizei. DIE ZEIT 31.05.2012.

http://www.zeit.de/2012/22/Saudi-Arabien/komplettansicht

“Gebieten, was recht ist, und verbieten, was verwerflich ist” – so lautet das Motto der so genannten Religionspolizei in Saudi-Arabien. Doch was verwerflich nach den Maßstäben der puristischen [Anm.: der islamkonsequenten] Sittenwächter ist, entscheiden sie selbst [Anm.: nein, Allah entscheidet] und terrorisieren mit ihren Bestrafungen und Zurechtweisungen die Bevölkerung, vornehmlich die Frauen.

In der “Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern“, wie die Institution offiziell heißt, arbeiten rund 3500 “Mutawin” genannte Staatsbedienstete, oft mit geringer Bildung aber tiefer Religiosität. Sie achten penibel darauf, dass Frauen nicht Auto oder Fahrrad fahren und ihre Abaya, ein mantelartiges Übergewand bis zu den Füßen, sowie mindestens Kopftuch, besser Gesichtsschleier vorschriftsgemäß tragen.

Sie ahnden Alkohol- oder Schweinefleisch-Konsum, nehmen Homosexuelle und Prostituierte fest und verfolgen Menschen anderen Glaubens, insbesondere jagen sie Konvertiten. Sie versuchen zu verhindern, dass sich Frauen und Männer treffen, die nicht miteinander verwandt oder verheiratet sind. In den Städten scheuchen die langbärtigen Islam-Polizisten Männer in die Moscheen, wenn der Gebetsruf ertönt.

Von Dietrich Alexander. Der Terror fanatischer Religionspolizisten. DIE WELT 02.10.2013.

http://www.welt.de/politik/ausland/article120587660/Der-Terror-fanatischer-Religionspolizisten.html

Religionspolizei in Saudi-Arabien fahndet jetzt auch im Internet

RIAD – Die islamische Religionspolizei in Saudi-Arabien sucht jetzt auch im Internet nach “Sündern”. Die Behörde für die Förderung der Tugend und die Vermeidung des Lasters hat laut einem Bericht der Zeitung “Arab News” vom Freitag bereits 735 Benutzerkonten von Saudis in Netzwerken wie “Twitter” und “WhosHere” identifiziert, die durch “unmoralisches Verhalten” aufgefallen seien. Dazu zählen aus Sicht der Behörde unter anderem: Gotteslästerung, Werbung für den Verkauf von Wein, Homosexualität und Menschenhandel.

Die Religionspolizisten wollen nun nach eigenen Angaben versuchen, die “Sünder” auf den Pfad der Tugend zurückzuführen. Sollte das nicht funktionieren, werde man die Benutzerkonten sperren lassen, hieß es. Nur falls auch das nicht ausreichen sollte, werde man die Internet-User bestrafen, hieß es.

Huffington Post 21.02.2014

http://www.huffingtonpost.de/2014/02/21/religionspolizei-saudi-arabien-internet_n_4829979.html

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem.

Islamkonferenz um Islamkonferenz der Rechtsspaltung entgegen? Der säkulare Verfassungsstaat hat mit totalitär denkenden Jenseitszentrikern nicht auf Augenhöhe zu diskutieren, auch nicht im Rahmen der „Verbesserung des Zusammenlebens zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Muslimen … ein gemeinsamer Weg zu einem besseren Miteinander“ (DIK 2009) oder von „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013). Von Edward von Roy.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2013/04/15/336/

Was ist Salafismus

Purify and Educate

Bärte, Burkas, Betproteste. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Von Edward von Roy.

Inhalt

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al-barāa

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: ḥisba

3. Frommheit oder Frevel? Tauhid oder Schirk?

4. Der Taghut, der Götze

5. Das salafistische Doppelprogramm: Reinigen und Erziehen (at-taṣfīya wat-tarbīya)

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

7. Die postmodernen Erklärer des Weges: Mit Abdullahi Ahmed an-Na’im, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/05/09/235/


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