377. Mönchengladbach im Griff der Grauen Wölfe

22. April 2014

An

Herrn Norbert Bude, Oberbürgermeister

den Rat der Stadt Mönchengladbach

Frau Gülistan Yüksel, Integrationsratsvorsitzende

Frau Helga Block, Landeswahlleiterin NRW

das Bundesamt für Verfassungsschutz

das Landesamt für Verfassungsschutz

Westdeutsche Zeitung

Rheinische Post

Mönchengladbach, den 22.04.2014

Anhänger der türkischen nationalistischen Bewegung sind unter anderem unter dem Namen „Graue Wölfe“ oder „Ülkücü-Bewegung“ bekannt. Ihre Anhänger bezeichnen sich als „Idealisten“, auf türkisch „Ülkücü“. Sie sind in Deutschland größtenteils in der ‘Förderation der Demokratischen Türkischen Idealistenvereine*’ (‘Avrupa Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu’) – kurz ADÜTDF – organisiert. Die ADÜTDF* ist dem türkischen rechtsextremistischen Spektrum zuzurechnen

Ziele der Ülkücü-Bewegung

Die Ideologie der Ülkücü-Bewegung ist geprägt von der Forderung nach der „Wiedervereinigung“ aller Turkvölker in einem Staat, also aller Völker, die der türkischen Ethnie angehören.

Hieraus resultiert ein übersteigertes Nationalbewusstsein, das die türkische Nation sowohl politisch-territorial als auch ethnisch-kulturell als höchsten Wert ansieht. Andere Nationen und ihre Angehörigen, deren Rechte und Interessen mit den türkischen tatsächlich oder vermeintlich in Konflikt stehen, werden propagandistisch herabgesetzt und verunglimpft.

MIK (Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen)

Wer sind die „Grauen Wölfe“?

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Mit drei Mondsicheln oder mit dem Wolfsgruß gibt man sich als Angehöriger der rassistischen sogenannten Idealistenbewegung (Ülkücü Hareket) zu erkennen, als Mitglied oder Sympathisant der Parteien MHP oder ihrer radikalreligiösen Abspaltung BBP:

MHP (rechtsextrem), Milliyetçi Hareket Partisi, Partei der Nationalistischen Bewegung, gegründet 1969 durch den Başbuğ, „Führer“ Alparslan Türkeş, seit 1997 geführt von Devlet Bahçeli

BBP (radikalislamisch, rechtsextrem), Büyük Birlik Partisi, Partei der Großen Einheit oder Große Einheitspartei. Ihr Gründungsvorsitzender Muhsin Yazıcıoğlu starb im März 2009 bei einem Hubschrauberabsturz. Die Jugendverbände der BBP nennen sich Alperen Ocakları

Mönchengladbach im Griff der Grauen Wölfe

Offener Brief von Edward von Roy und Gabi Schmidt

Auch in unserer Stadt haben Verwaltung und Rat den Auftrag, die Qualitätsstandards des säkularen, freiheitlich demokratischen Rechtsstaats (Verfassung und abgeleitete Werteordnung) zu garantieren sowie die am Grundgesetz orientierte Integration und gleichberechtigte private, berufliche und politische Teilhabe eines jeden Bürgers zu verwirklichen.

Durch ihr politisches Mandat übernehmen Ratsmitglieder eine komplexe und verantwortungsvolle Aufgabe. Gerade deshalb sollte der Rat als wichtigstes Entscheidungsgremium dem Erhalt und der Förderung freiheitlich demokratischer Strukturen sowie der Erziehung und Bildung des Individuums zur demokratischen Persönlichkeit höchste Priorität beimessen. Wie alle Menschen dieser Stadt haben auch minderjährige Migranten als gleichberechtigte Grundrechtsträger einen einklagbaren Rechtsanspruch auf Selbstverwirklichung und absolute Chancengleichheit in den Rahmenbedingungen der Verfassung.

Rasches und konsequentes Handeln der Stadt Mönchengladbach am 10.04.2014 verhinderte, dass die vom Verfassungsschutz beobachtete ultranationalistische und integrationsfeindliche ADÜTDF, besser unter dem Namen Graue Wölfe bekannt, ein Kultur- und Folklorefestival veranstaltete. Ali Kınık, Zafer İşleyen und Şemsimah Şener, drei Kultfiguren der türkischen Musikszene, die mit Engagement ihr Können ganz in den Dienst der Ülkücü-Bewegung stellen und wesentlich zur Popularität der rassistischen Ideologie bei In- und Auslandstürken beitragen, durften am Samstag, dem 12.04.2012 nicht an einer Mönchengladbacher Schule auftreten. Dafür sind wir wie alle freiheitsliebenden Demokraten dankbar.

Mit Entsetzen stellen wir jedoch fest, dass der Türkische Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung (Mönchengladbach Türk Kültür Dernegi), welcher offensichtlich als Strohmann das „Frühlingsfest“ angemeldet hatte, um den tatsächlichen Charakter und wirklichen Veranstalter zu verschleiern, weiterhin auf der Homepage der Stadt Mönchengladbach als Dienstleister für Angebote zur Integration und Migration geführt wird.

Jedermann liest bei Besuch des Internetauftritts der Stadt Mönchengladbach:

Anbieter und Angebote zur Integration und Migration

Wir haben auf dieser Seite unterschiedliche Angebote zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, schnell in unserer Stadt anzukommen, Fuß zu fassen, Freunde und Bekannte zu finden und sich wohl zu fühlen.

Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung

Herr A. E.

E.straße 100

41061 Mönchengladbach

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=angebote-integration&user_wfp2vereine_pi1[s_verein_id]=1343&user_wfp2vereine_pi1[action]=show_detail&cHash=e94bbbc043a37098fbc2ae4a4d8b1ebf

Anbieter und Angebote zur Integration und Migration [Gesamte Liste]

Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=angebote-integration

Um die individuelle Persönlichkeitsentfaltung und Lebensqualität aller Mönchengladbacher auf der Grundlage unserer Verfassung zu optimieren, sollten Politik und Verwaltung sich vergewissern, mit welchen Initiativen bzw. Personen sie unterstützend oder auf rein kommerzieller Basis zusammenarbeiten. Nicht jeder ist ehrlich, nicht jede Vereinigung ist förderungswürdig. Stellt die Stadt Anbieter für Sprachkurse und Integrationsangebote als Starthilfe für Neuankömmlinge auf der eigenen Website ein, sollte sie sich im Klaren sein, dass sie de facto eine Empfehlung ausspricht und Verantwortung für die gelingende Eingliederung und Teilhabe dieser Menschen übernimmt. Die Zukunftsaussichten der Mönchengladbacher Mädchen und Jungen sollten Oberbürgermeister Bude als Chef für Integration besonders am Herzen liegen.

Wir fordern die Stadt Mönchengladbach daher auf, den Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein sofort aus der Liste Anbieter und Angebote zur Integration und Migration zu streichen.

Integrationspreis

Ebenso sollten Entscheidungsträger in Verwaltung und Rat bevor sie beispielsweise die Kandidatenliste für den Integrationspreis aufstellen, zweifelsfrei sicherstellen, dass ihr Gegenüber mit seinem Engagement weder den freiheitlich demokratischen Rechtsstaat noch die persönliche Handlungsfreiheit und individuelle Entfaltung jedes Bürgers gefährdet oder das gleichberechtigte, friedliche Zusammenleben stört. Schließlich soll die Preisverleihung als positives Beispiel dienen, bürgerliches Engagement fördern und Zukunftschancen verbessern.

Zwölf Vorschläge für den Integrationspreis, der in Zukunft regelmäßig vergeben werden soll, waren eingegangen. “Alle sind Beispiele für gelungene Integration und absolut preiswürdig”, betonte OB Norbert Bude bei der Feier im Jugendclubhaus, zu der rund 50 Gäste, darunter Vertreter des Rates der Stadt Mönchengladbach und des Integrationsrates mit der Vorsitzenden Gülistan Yüksel MdB, gekommen waren. …

Der Kulturverein Al Ghadir e. V., betreibt als islamischer Kulturverein ernsthafte und nachhaltige Bildungsarbeit mit einer weltoffenen Lebensphilosophie.

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=522&user_wfp2pressenewsdetails_pi1[news_id]=12616&cHash=5e931c65d46e9991790b34b1342beb9e

Am 23.06.2013 postete der schiitische Verein Al Ghadir, einer der Bewerber für den ersten Integrationspreis, auf Facebook:

AL-Ghadir e.V

23. Juni 2013

Die sagen, dass unsere Gelehrten gegen die Suniiten sind, aber das stimmt nicht!

WIR SIND GEGEN DIE WAHABITEN

https://www.facebook.com/alghadirev?hc_location=timeline

Dazu veröffentlichten sie folgenden gruppenchauvinistischen und kulturrassistischen Witz:

We forgot to return his brain!

He’s Wahhabi, doesn’t use it & doesn’t need it!

[„Wir haben vergessen, sein Gehirn wieder einzusetzen“ – „Er ist Wahhabit, benutzt das nicht und braucht das nicht!“]

Hahaha das stimmt Doktor

https://www.facebook.com/alghadirev/photos/a.662674060414250.1073741824.208575169157477/664260813588908/?type=1&theater

Die meisten Mönchengladbacher stimmen wohl mit uns darin überein, dass das Verbreiten von Hasstiraden gegen alle Menschen, die der zwar menschenrechtswidrigen sowie demokratiegefährdenden Theologie Saudi-Arabiens folgen, keine „ernsthafte und nachhaltige Bildungsarbeit“, sondern eine herabwürdigende Beleidigung darstellt. Besonders verärgert uns, dass über das Internet eine große Gruppe der Bevölkerung erreicht und beeinflusst wird und gerade das soziale Netzwerk Facebook vor allem von Minderjährigen und heranwachsenden jungen Menschen genutzt wird. Gruppenchauvinistische und kulturrassistische Schmähungen wie „Er ist ein hirnloser Wahhabi“ sollten an Marktplätzen, in Jugendzentren und auf Schulhöfen unserer Stadt nicht zu vernehmen sein.

Ebenfalls am 23.06.2013 veröffentliche die Organisation auf dem Medium eine aus vier Fotografien bestehende Bildsequenz, die ein etwa neunjähriges Mädchen abbildet, das erklären soll, welche Regeln bei der gottesfürchtigen Auswahl des Hidschab zu beachten sind und wie bereits Drittklässlerinnen sittsam und den religiösen Vorschriften gemäß den ganzen Körper mit einem schwarzen, höchstens dunkelblauen Schleier so verhüllen sollen, dass nicht einmal eine Haarsträhne hervor blitzt.

Liebe Schwester, Hijab hat keine Mode, man soll sich einfach verschleiern, egal ob dein Kopftuch jetzt schwarz oder dunkel blau ist

Die Neunjährige entwickelt ihre Kopftuchargumentation in vier Stufen:

Hi world!

[die Umwelt mit der kleinen Hand grüßend; schulterlanges offenes Haar; ein funktionales, kulturell modernes und kindgerechtes Sweatshirt tragend, das über der Brust annähernd hauteng liegt]

Did you know …

[Geste der Nachdenklichkeit, schamhaft den Arm über die damit nicht mehr sichtbaren Bereiche Brust und Halsausschnitt legend]

Hijab is like this

[frontal den Betrachter ansehend; sehr ernst, nicht lächelnd; mit dem Zeigefinger Richtung des eigenen Kopfes deutend; das Mädchen ist nun korrekt verhüllt, keine Locke ist zu sehen]

NOT THIS

[in Gehorsam heischender roter Schrift und in Großbuchstaben; das Mädchen jetzt im Halbprofil und nur im Bereich von Oberkörper, Hals und Hinterkopfbereich islamisch korrekt bedeckt; wie anklagend auf den eigenen Kopf zeigend, der Haaransatz und eine tüchtige Portion Haare sind sichtbar]

https://www.facebook.com/alghadirev/photos/a.662674060414250.1073741824.208575169157477/664260030255653/?type=1&theater

Mädchen und Jungen brauchen eine farbenfrohe Umgebung, die ihre Phantasie anregt. Kinderkleidung soll vor allem praktisch sein und ausreichend Bewegungsfreiheit zulassen, um die bei allen Grundschulkindern vorhandene natürliche Bewegungsfreude zu unterstützen und, unabhängig von Geschlecht oder Religion, späteren Gesundheitsproblemen vorzubeugen.

Jungen oder junge Männer, so fordert es der sich als Sittenwächter betätigende Al-Ghadir, sollen es unterlassen, ihre Jeans provokant heruntergerutscht zu tragen, was jedem ob er es will oder nicht die Unterhose sichtbar werden lässt. Auch hier ist die moralisierende Karikatur mit Untertiteln versehen:

Lieber Bruder, die hose will selber hoch, also zieh bitte deine hose hoch!

Sexuelle Selbstbestimmung ist ein universelles Menschenrecht und ein Kennzeichen kultureller Moderne. Reaktionären Moralhütern geht es weltweit vor allem um das Dämonisieren der Zärtlichkeit junger Menschen. Während Norbert Bude und Gülistan Yüksel die Vereinsarbeit des Al-Ghadir als „ernsthafte und nachhaltige Bildungsarbeit mit einer weltoffenen Lebensphilosophie“ präsentieren, kommt die schiitische Gruppierung am 21.06.2013 zum Thema Nummer Eins, zum Thema Sex:

Lieber Bruder, du darfst sie erst berühren wenn ihr islamisch verheiratet seid!

Eine Art Grafik oder Comicbild zeigt einen jungen Mann und eine per Hidschab verschleierte junge Frau ohne Körperkontakt, jedoch in schariarechtlich „gefährlicher“ räumlicher Nähe zueinander (beispielsweise im selben Zimmer). Von ihr geht eine in Comics übliche Sprechblase aus, die, ohne Worte, eine Zeichnung enthält, durchgestrichen nach dem allbekannten Verkehrsschild im roten Kreis mit einer roten Diagonale sehen wir zwei einander „unanständig“ berührende schlimme Zeigefinger, große belehrende Bildbeschreibung auf Englisch, für derartige totalitäre Sittenstrenge wird man 2014 in Mönchengladbach durch den Oberbürgermeister („für gelungene Integration und absolut preiswürdig“) und die Integrationsratsvorsitzende gelobt:

Wenn du sie NICHT HEIRATEN WILLST, lass die Hände von der KÜNFTIGEN EHEFRAU eines anderen Mannes.

Wenn du sie HEIRATEN WILLST willst, lass die Hände von ihr, bis sie DEINE EHEFRAU ist.

If you DON’T INTEND to marry her, keep your hands off another man’s FUTURE WIFE.

If you DO INTEND to marry her, keep your hands off until she is YOUR WIFE.

Art. 3 GG untersagt sowohl die Bevorzugung als auch Benachteiligung von Gruppen oder Einzelpersonen aufgrund von Geschlecht, Abstammung, Ethnie oder Religion / Weltanschauung. Innerhalb der verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen hat jeder Bürger gegenüber dem Staat und seinen Mitbürgern einen Grundrechtsanspruch auf Gleichbehandlung. Die von den Grundrechten abgeleitete Werteordnung verstärkt die Geltungskraft der Grundrechte für den Einzelnen.

Erziehungsmethoden, die Gewalt und Einschüchterung benutzen, gehören nicht ins 21. Jahrhundert. Das sollte auch dem Oberbürgermeister Bude und der Integrationsratsvorsitzenden Yüksel bekannt sein. Wie können beide einen Verein als integrationspreiswürdig herausstellen, der einem Teil der Mönchengladbacher Kinder, nur weil sie schiitische Eltern haben, vermittelt, dass Erlösung nur der findet, der aus Angst vor Gottes Strafgericht aufschreit. Allen Menschen drohe die ewige Verdammnis:

AL-Ghadir e.V

10. Juni 2013

Imam Hussain: “Das Schreien aus der Angst vor Gott ist die Erlösung vom Höllenfeuer.”

Quelle: Mostadrakol Wasael, Vol. 11, P. 245

Interkulturelles Fest

Interkulturelle Straßenfeste sind ein guter Anlass, um mit Freunden und der Familie einen netten Nachmittag zu verbringen, internationale Gerichte zu probieren, Musik und Kultur unserer zugewanderten Mitbürger kennenzulernen, neue Kontakte zu knüpfen und mit Menschen unterschiedlicher Herkunft fröhlich und ausgelassen zu feiern. Das intergenerative Begleitprogramm ist meist so kinderfreundlich gestaltet, dass auch Minderjährige gerne Zeit dort verbringen und eine Menge Spaß haben. Manchmal nutzen auch gemeinnützige Vereine die Gelegenheit, um der Bevölkerung ihre Arbeit vorzustellen und neue Mitglieder anzuwerben.

Für den nachhaltigen Erfolg eines solchen Festes, das nachbarschaftliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Kultur und Sprache erleichtern soll, ist neben dem attraktiven Veranstaltungsprogramm auch die Auswahl der Mitveranstalter entscheidend. Mit Rücksicht auf die jungen Gäste, die aufgrund ihrer noch nicht abgeschlossenen körperlichen und seelisch-geistigen Entwicklung leicht beeinflussbar und deshalb unbedingt vor radikalen Gruppen mit menschenverachtenden Ideologien zu schützen sind, haben die Verantwortlichen die Liste der Mitveranstalter äußerst aufmerksam und umsichtig zu prüfen. Vertrauensvorschüsse und sorgloser Optimismus sind hier äußerst unangebracht. Sie erleichtern Extremisten die Kontaktaufnahme zu Mädchen und Jungen, verhetzen die jungen Menschen und minimieren deren Zukunftsaussichten.

Diese gebotene Sorgfalt ist offensichtlich leider unterlassen worden. Ein gemeinnütziger Türkischer Kulturverein MG e.V., der mit der genannten Tochterorganisation der Grauen Wölfe Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung identisch ist, durfte am 23.09.2012 und am 15.09.2013 das Interkulturelle Straßenfest zur Eröffnung der Interkulturellen Woche mitgestalten.

Wir erwarten von der amtierenden Integrationsratsvorsitzenden, Bundestagsabgeordneten und Trägerin des Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland diesen integrationsfeindlichen Verein von der Teilnehmerliste zu streichen, künftig bei ihren Kooperationspartnern mehr Sorgfalt walten zu lassen und sich laut und vernehmlich von der rechtsextremen und rassistischen Organisation und ihrem gewaltaffinen Gedankengut zu distanzieren.

Auch im Jahr 2013 setzt der Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach die gute und positive Zusammenarbeit mit Mönchengladbacher Vereinen, Gruppen und Institutionen fort. …

… gab die Vorsitzende des Integrationsrates, Gülistan Yüksel einen Rückblick auf die Interkulturelle Woche 2012. Sie ging nochmals auf die einzelnen Höhepunkte der Woche ein und bat die Teilnehmer, ihre Aktivitäten für die IKW 2013 frühzeitig zu planen.

http://www.ir-mg.de/vereinetreffen-1-2013/

Interkulturelles Straßenfest 2012

Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein MG e.V.

http://www.interkulturellewoche.de/system/files/termine/pdf/moenchengladbach_ikw_2012.pdf

11.09.2013

Ministerbesuch zum Interkulturellen Straßenfest

Am kommenden Sonntag, 15. September, von 11 bis 18 Uhr auf dem Parkplatz am Geroweiher: Auftakt der Interkulturellen Woche 2013

Mit zahlreichen Musik- und Tanzdarbietungen gestaltet der Integrationsrat der Stadt am kommenden Sonntag, 15. September, von 11 bis 18 Uhr auf dem Parkplatz am Geroweiher sein diesjähriges Interkulturelles Straßenfest. Die Veranstaltung zu der auch Guntram Schneider, NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales, erwartet wird und ein Grußwort an die Besucher richtet, steht unter dem Motto „Rassismus entsteht im Kopf – wer offen ist, kann mehr erleben“. Ebenso wird Gülistan Yüksel, Vorsitzende des Integrationsrates, die Besucher begrüßen. Beim Interkulturellen Straßenfest treten unter anderem … Musikgruppen … des gemeinnützigen Türkischen Kulturvereins Mönchengladbach auf.

Stadt Mönchengladbach – Pressestelle

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=522&user_wfp2pressenewsdetails_pi1[news_id]=11855&cHash=9aa22f92e1884e3ec0e656a4adbc3422

Turanspor

Die ehemalige Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Prof. Dr. Maria Böhmer bezeichnete Fußball als den Integrationsmotor schlechthin. Das trifft sicherlich für Vereine zu, die kein nationalistisches und rassistisches Welt- und Menschenbild propagieren.

http://www.welt.de/sport/wm2010/article8167400/Fussball-ist-der-Integrationsmotor-schlechthin.html

Das Weltbild der Ülkücü (wörtlich Idealisten) beinhaltet Menschengruppen verschiedener sittlicher und rechtlicher Wertigkeit. Lediglich die ethnischen Türken seien zu Sieg und Führung berufen, während man zu den Minderwertigen solche zu zählen habe wie die Juden oder Kurden, die Armenier und sonstigen Christen, die Aleviten, Kommunisten und die Homosexuellen. Das gottgewollte, sich von Bosnien bis Sibirien ausbreitende Traumreich ist den Idealisten Turan.

http://de.wikipedia.org/wiki/Turanismus

Für die Errichtung des selbstredend islamischen Reiches Turan darf der maskuline niederrheinische Auserwählte gerne trainieren und beispielsweise Ballsport betreiben – vielleicht ja im Fußballverein Turanspor, der auf den Seiten des Ratsinformatiossystems erwähnt ist:

Sportanlage Stapper Weg

Wie ebenfalls in der Beratungsvorlage Nr. VII/335 vom 19.03.2008 dargestellt, ist das Tennenspielfeld aus dem Jahre 1970 hoch sanierungsbedürftig. Die Baumaßnahme würde eine Investitionssumme in Höhe von 293.000,00 € in Anspruch nehmen.

Die Fußballvereine Germania Geistenbeck und Turanspor Rheydt haben insgesamt 10 Mannschaften gemeldet, die am Spielbetrieb teilnehmen. Daneben wird die Sportanlage im Schulsport von der Gemeinschaftsgrundschule Steinsstraße genutzt.

Norbert Bude

https://ratsinfo.moenchengladbach.de/ratsinfo/moenchengladbach/8479/MTg3NC5WSUlJ/14/n/72783.doc

Turanspor Rheydt

Allgemeine Informationen

Gegründet 2002

E.strasse 100, 41061 Mönchengladbach

Zugehörigkeit Almanya Türk Federasyon

[Anm.: ADÜTDF, GRAUE WÖLFE]

Info

Mönchengladbach Türk Kültür Derneğine [Türkischer Kulturverein] bağlı olan Amatör Futbol Kulübü.

Vereinsgeschichte:

Seit 1977 gibt es in Mönchengladbach den Türkischen Kulturverein und seit einigen Jahren versucht der Verein auch in sportlicher Richtung erfolgreich tätig zu sein. Eine dieser sportlichen Aktivitäten spiegelt sich mit der Gründung des Fussballvereins TURANSPOR wieder. Der Verein verfolgt ausschliesslich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

https://www.facebook.com/pages/Turanspor/107398859301932?id=107398859301932&sk=info

TURANSPOR RHEYDT

Vorsitzender und Geschäftsführer:

B. Y.

Gründungsjahr: 2002

Vereinsregister: Amtsgericht Mönchengladbach

Trainer 1. Mannschaft:

I. D.

Trainer 2. Mannschaft:

S. A.

Das Vereinsheim von Turanspor befindet sich im Türkischen Kulturverein in Mönchengladbach.

[Anmerkung: identisch mit dem Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein der Interkulturellen Straßenfeste 2012 und 2013 sowie dem Anmelder des Konzerts der Grauen Wölfe für den 12.04.2014]

Adresse:

Türkischer Kulturverein

E.strasse 100

41061 Mönchengladbach

Vorsitzender:

H. V.

http://turanspor.oyla.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi

Am 31.03. und am 08.04.2014 stellte Turanspor auf seinem Facebook-Konto die von der ADÜTDF verfasste Einladung für das als Frühlingsfest deklarierte Graue-Wölfe-Konzert in der Schule ein, das dann auf Mönchengladbacher Stadtgebiet an geändertem Ort durchgeführt wurde.

https://de-de.facebook.com/pages/Turanspor/107398859301932

Offensichtlich zieht der Sportverein in ein neues Vereinsheim um, das sich nur wenige Häuser entfernt in der E.straße 127 befindet. Ülkü Ocağı bedeutet Idealistenverein.

Yardım Kampanyası

Sonntag, 30. März

Mönchengladbach Ülkü Ocagi

Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach e.V.

Eingetragen im Vereinsregister unter Aktenzeichen VR 984 von 1977

E. Straße 127

41061 Mönchengladbach

https://www.facebook.com/events/470795233021976/?ref=22

Hier firmiert der Verein mit dem Siegel der AVRUPA TÜRK KONFEDERASYON als der Europa-Bewegung der Grauen Wölfe:

Türkischer Kulturverein MG e.V. „VR 984“ Gemeinnütziger

Wohnt in: 41065, Mönchengladbach, Deutschland

https://plus.google.com/118446091608328693097/posts

In der Vergrößerung [auf das weiß-rote Symbol tippen] finden sich, in tief gesetzter feiner Schrift, als eine Art Überdruck der Vereinsname Türkischer Kulturverein MG e.V. „VR984“ und die Adresse E.straße 100 41061 Mönchengladbach auf dem zugrunde liegenden großen Symbol der AVRUPA TÜRK KONFEDERASYON, dem gesamteuropäischen Dachverband der Grauen Wölfe. Dessen Zeichen wiederum war für den 12.04.2014 auf dem Mönchengladbacher Plakat oben-links zu sehen (das der deutschen ADÜTDF oben-rechts).

https://plus.google.com/118446091608328693097/photos/photo/5864781681259164914

Wahlen zum Integrationsrat

Durch Vertrauensseligkeit, Sorglosigkeit und Desinteresse hat die Stadt wie geschildert in den letzten Jahren das freie, gleichberechtigte und sichere Zusammenleben aller Mönchengladbacher gefährdet. Doch scheint sich mit der aktuellen Integrationsratswahl ein neues erhebliches Problem aufzutun, 2014 kandidieren offensichtlich drei Graue Wölfe.

Der Wahlleiter, der für die ordnungsmäßige Vorbereitung und Durchführung der Wahl verantwortlich ist (§ 3 Abs. 2), ist seiner Pflicht nach § 10 Wahlordnung Integrationsrat nicht in gebotener Sorgfalt nachgekommen, alle Personen, unabhängig davon, ob sie sich als Einzelbewerber oder Listenmitglied aufstellen lassen haben, gründlich auf eine Nähe zu verfassungsfeindlichen Gruppierungen wie die Grauen Wölfe zu überprüfen.

In seiner Broschüre Wer sind die Grauen Wölfe? warnt das Innenministerium NRW vor der Idealistenbewegung wie folgt:

Diese Inhalte sind dazu geeignet, bei Jugendlichen zu einer Radikalisierung und Gewaltaffinität beizutragen. Jugendliche, die diese Inhalte in die örtlichen Jugendszenen oder auch in die Schulen hineintragen, sind emotionalisiert und bringen erhebliches Konfliktpotenzial in ihre Umgebung.

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Die Ideologie der Ülkücü-Bewegung basiert auf einem übersteigerten türkischen Nationalismus, einer ethnischen Erhöhung der eigenen Rasse und einer Abwertung anderer Ethnien. Rassismus und Antisemitismus (in Form „klassischer“ Judenfeindschaft oder als Ablehnung des Staats Israel) sind die Folge. Insgesamt ist diese Ideologie durch eine stark ausgeprägte und oftmals auch gewaltbereite Feindbildorientierung gekennzeichnet. Ülkücü-Anhänger sehen Kurden, Armenier, Griechen und Juden, aber auch Angehörige gesellschaftlicher Minderheiten, wie zum Beispiel Homosexuelle, als Feinde an.

Ein weiteres Element der Ülkücü- Ideologie ist die Idee einer „Großtürkei“ in den Grenzen des Osmanischen Reichs. Die damit einhergehende Forderung nach der „Wiedervereinigung“ aller Turkvölker (Panturkismus) zeigt zum Einen, welches Verständnis von Völkerverständigung Ülkücü-Anhänger propagieren, und zum Anderen, dass sie völkerrechtlich gültige Staatsgrenzen in Frage stellen. Die Verherrlichung der kriegerischen Vergangenheit des Osmanischen Reichs impliziert eine latente Neigung zur gewalttätigen Durchsetzung ideologischer Ziele und kommt im „Ülkücü-Eid“ zum Ausdruck:

„Ich schwöre bei Allah, dem Koran, dem Vaterland, bei meiner Flagge. Meine Märtyrer, meine Frontkämpfer sollen sicher sein, wir die idealistische türkische Jugend, werden unseren Kampf gegen Kommunismus, Kapitalismus, Faschismus und jegliche Art von Imperialismus fortführen. Unser Kampf geht bis zum letzten Mann, bis zum letzten Atemzug, bis zum letzten Tropfen Blut. Unser Kampf geht weiter, bis die nationalistische Türkei, bis das Reich Turan erreicht ist. Wir, die idealistische Jugend, werden niemals aufgeben, nicht wanken, wir werden siegen, siegen, siegen. Möge Allah die Türken schützen und sie erhöhen.“

Begriffe wie „Märtyrer“, „Frontkämpfer“, „Kampf“ oder „bis zum letzten Tropfen Blut“ zeigen eine kämpferische Komponente, die allzu oft an Männlichkeits- und Selbstbehauptungsvorstellungen unter türkischen Migranten anknüpft und latent gewaltbefürwortend ist. …

Als Teil der Ülkücü-Bewegung verfolgt die ADÜTDF ebenfalls Ziele, die sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung, insbesondere gegen das friedliche Zusammenleben der Völker, richten. Politisch orientiert sie sich an der türkischen Partei MHP, als deren Auslandsvertretung in Deutschland sie quasi fungiert.

Jugendliche Anhänger tragen vermehrt eine szenetypische Kleidung, das heißt zum Beispiel schwarze Kapuzenpullover und „Bozkurt“-Aufdrucke. Weiterhin finden sich Symbole der Ülkücü-Bewegung auf Fahnen, Bannern, T-Shirts, Stirnbändern, als Gürtelschnalle, Halskette usw.

http://www.verfassungsschutz.hessen.de/static/node123.htm

Deutscher Bundestag

Drucksache 18/449

12.02.2014

Antwort der Bundesregierung

auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Sevim Dağdelen, Annette Groth, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 18/344 –

Graue Wölfe und Ülkücü-Szene in der Bundesrepublik Deutschland

Der Ideologie der so genannten Ülkücü-Bewegung – Idealisten-Bewegung – liegt ein übersteigertes Nationalbewusstsein zugrunde, das die türkische Nation sowohl politisch-territorial als auch ethnisch-kulturell als höchsten Wert ansieht. … die Idee einer „Großtürkei“ in den Grenzen des Osmanischen Reiches und die Forderung nach „Wiedervereinigung“ aller Turkvölker vom Balkan bis Zentralasien in einem Staat. Zur Schärfung der eigenen Identität werden Feindbilder propagiert. Kurden, Armenier, Griechen und Juden, aber auch Angehörige gesellschaftlicher Minderheiten wie Homosexuelle werden – ideologisch begründet – als Feinde angesehen.

Auch die „Europäische Föderation der Türkischen Demokratischen Idealistenvereine“ (ADÜTDF) nutzt für die Rekrutierung von Nachwuchs vermehrt das Internet, insbesondere die sozialen Netzwerke. …

Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet die ADÜTDF sowie die der Ülkücü-Ideologie anhängende unorganisierte Jugendbewegung.

Die Erkenntnisse über kurdenfeindliche Äußerungen fasst die Bundestagsdrucksache 17/7624 vom 8. November 2011 zusammen. Darüber hinaus zeigen die vielfältigen Facebookgruppen und Videos der Ülkücü-Anhänger im Internet eine nicht quantifizierbare Anzahl von kurdenfeindlichen Äußerungen, provozierenden Bildern und Comics. …

Die Armenier gehören zum Feindbild der Ülkücü-Anhänger. …

Bei den Anhängern der Ülkücü-Ideologie tritt der Antisemitismus deutlich zutage.

Über einschlägige Webseiten, Forenbeiträge und soziale Netzwerke wird hetzerische, z. T. obszöne Propaganda auch gegen Juden bzw. Israelis betrieben.

Die Ideologie der Ülkücü-Bewegung bewirkt Integrationshemmnisse durch die Überhöhung des „Türkentums“ und die damit einhergehende Herabsetzung aller anderen Nationen. Soziale Netzwerke und Videoportale werden für Jugendliche sowohl als Organisations- als auch Agitationsplattform immer attraktiver. Die Ülkücü-Jugendlichen bilden hier keine Ausnahme. Die Ülkücü-Ideologie wird dort in plakativen Versatzstücken jugendgerecht verbreitet.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/004/1800499.pdf

Turanspor Rheydt, gegr. 2002, versteht sich als Teil der ADÜTDF:

Zugehörigkeit Almanya Türk Federasyon [Graue Wölfe]

E.strasse 100, 41061 Mönchengladbach

Mönchengladbach Türk Kültür Derneğine [Türkischer Kulturverein]

Drei Vereinsmitglieder stehen auf der Liste der zugelassenen Kandidaten:

Türkisch-Deutscher Integrationsverbund

A., S.

http://www.moenchengladbach.de/uploads/media/Abl-2014-11.pdf

TURANSPOR

Trainer 2. Mannschaft:

S. A.

http://turanspor.oyla.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi

Türkisch-Deutscher Integrationsverbund

G., M.

D., T.

http://www.moenchengladbach.de/uploads/media/Abl-2014-11.pdf

Turanspor Rheydt

G., M. [Trainerstab]

D., T. [Abwehrspieler]

http://www.fupa.net/teams/turanspor-rheydt-32023.html

Der 2014 zur Wahl stehende T. D. ist bereits ebenso Mitglied im amtierenden Integrationsrat wie der 2014 nicht mehr zur Wahl stehende Turanspor-Vereinskollege O. M. G. nicht zu verwechseln mit M. G.:

T. D.

gewähltes Mitglied über die Liste Türkisch-Deutscher-Integrations-Verbund

Ersatzdelegierter für den Landesintegrationsrat NRW

O. M. G.

gewähltes Mitglied über die Liste Türkisch-Deutscher-Integrations-Verbund

http://www.ir-mg.de/mitglieder-im-integrationsrat/

Turanspor Rheydt II

G., O. M.

http://www.fupa.net/spielberichte/turanspor-rheydt-vfb-korschenbroich-413494.html

Mit S. Ö. steht laut Amtsblatt Nr. 11 vom 15.04.2014 – Stadt Mönchengladbach ein weiterer für die Integrationsratswahl 2014 durch den Türkisch-Deutschen Integrationsverbund aufgestellter Kandidat der Ideologie der Grauen Wölfe nahe und verlinkt auf seinem Facebook-Konto zur MHP-orientierten Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu (ADÜTDF) ebenso wie zur BBP-treuen Alperen-Bewegung der Stadt Kayseri.

Kayseri Alperen Ocakları | http://www.kayserialperen.com !

Almanya Türk Federasyon

https://de-de.facebook.com/serdar.ozdin.7

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Inhalt

28. Juni 2013

001 Islamkritik im Plural

ts. Islamkritik wird in der kulturellen Moderne sehr verschiedenartige Menschen zusammenführen. Die Nordafrikatouristin als Bezness-Opfer bringt ganz andere Erfahrungen zum Thema Islam mit als der Handelsreisende mit zwanzigjähriger Nahosterfahrung oder die gewählte Sprecherin eines Arbeitskreises Homosexualität. Die jahrzehntelang versäumte islamkritische Diskussion möchte das Blog Sägefisch in die Berufsgruppe der Pädagogen und Sozialpädagogen einbringen helfen. Thea Stavridis habe hier das erste Wort. Demokratinnen und Demokraten aller Länder …

002 Bildungsverweigerung im Islam

jz. Eine Nachhilfelehrerin berichtet über muslimische Wagenburgen und deren Lernverweigerung. Die arrangierte Ehe der Kinder und Enkel ist attraktiver als Bildung. Sich gute Schulnoten zu erschleichen jedoch gilt als sportliche Übung

003 Blutrache und Ehrenmord versus kulturelle Moderne

ja. Die Zuwanderungsgesellschaft und die Konjunktur der Gegenaufklärung

004 Popkultur der Dâr al‑Harb: Sexismus und Shari’a

ja. Die Scharia ist affengeil für Deutschlands Machos und Zicken. Ob Big-Brother-Container oder obszöner Video-Clip: Nachwuchs-Pascha und Araberheimchen passen ästhetisch-kulturell ganz gut zu Deutschlands Jungliberalen oder Globalisierungegnern

005 Ein Hauch von Revolte: die Achtundsechziger und das exotische Fremde

ja. In masochistischer Fremdenfreundlichkeit nahte sich der deutsche Gutmensch von 1968 dem irdischen Paradies und ging ägyptisch Essen. Warum die Siebziger Jahre nicht in der Lage waren, die orientalische Scharia, das traditionelle System der Frauenunterdrückung und Sklavenhalterei zu kritisieren. Im irgendwie unangenehmen Schatten des Dritten Reiches jedenfalls kam der orientalische Gastarbeiter gerade recht, auch wenn dieser ein erklärter Judenhasser war

006 Islamischer Antisemitismus

ja. Judenhass als Teil der koranischen Lehre. Wie der Islam seit 1.400 Jahren zum Hass auf die Juden aufruft

007 Islamismus und Terror? Islam und Terrorismus

ja. Dschihad als fromme Pflicht. Das Bombenlegen als sehr persönliche Art, seinen Glauben zu kultivieren? Keine Weltreligion jedenfalls hat eine solche Nähe zum Terrorismus und zur Gewalt wie der Islam. Das ist der Rede wert

008 Dhimma, Dhimmi, Dhimmitude. Der Scharia-Islam als ein Kastensystem

ja. Hierarchien von Menschen, Klassensysteme oder Kasten vermuten wir in Indien oder in der römischen Antike. Dass der Islam seine Umwelt in ein sakrales Kastensystem zwingt mag für manchen erstaunlich sein. Jizya‑zahlender Schutzjude und tierischer Harbi: der Ungläubige ist weniger wert, der Polytheist kann einfach so getötet werden

009 Arroganz statt Bildungsarbeit. Warum der derzeitige Islam die moderne Schule boykottiert

ja. Der deutsche Islam zielt auf arrangierte Ehe und auf sklavisches Befolgen der vormodernen und inhumanen Standards der Scharia. Einsichtsfähigkeit zu verhindern ist Lernziel der alten Obskuranten wie neuen Islamisten. Lernen steht dem herbeiphantasierten Kalifat ärgerlich im Weg. Lernblockade Islam – die Parallelgesellschaft der Bildungsverweigerer

010 Mann wird gemacht, Frau wird verkauft. Tabuthema Jungenbeschneidung

ja. Der seelisch kranke Gott des Patriarchats will Blut sehen am männlichsten aller Körperteile. Das Initiationsritual in den Jägerbund als frauenfreier Geburtsvorgang. Bruno Bettelheim. Wie für uns ein Gleichgewicht von Denkblockaden eine Kritik der Routine‑Jungenbeschneidung verhindert

011 Der Koran – er steht sozusagen nicht zur Diskussion

ja. Die bislang hochnäsigste heilige Schrift der Menschheitsgeschichte. Zur Genese eines arabischen Textes. Salman Rushdie und Cat Stevens. Der Weg in das Verteufeln der Polytheismen. Göttliche Texte heute: Fundamentalismus oder säkulare Moderne?

012 Kopftuch spaltet: Frau ist nicht Mann, Nichtmuslim ist nicht Muslim

ja. Böses Haar. Frauenhass und Fetisch Frauenhaar. Kopftuchmobbing und Tochterkontrolle. Das Kopftuch als legalistisches Instrument heiliger Kriegsführung

013 Kein Kopftuch im öffentlichen Dienst!

ük. Mit dem Kopftuchkrieg geht es ums Ganze: wollen wir Demokratie oder Scharia? Die ebenso altarabische wie islamofaschistische Geschlechtertrennung und die prekäre kulturelle Moderne

014 Dem Islam fehlt Säkularität. Über Arzu Toker

ük, ja. Die Publizistin und Islamkritikerin Arzu Toker. Die Balkon‑Mädchen, ein Radio‑Hörspiel

015 Atheismuskritik für eine nachhaltige Islamkritik

ja. Maoismus und Manichäismus. Atheismus, die zarteste Verführung seit es Schamanen gibt. Phänomen Ex‑Muslime: eine schützenswerte Minderheit allemal

016 Gott statt Spott (I): Jacques Auvergne zu § 166 StGB

ja. Bayern will den Gotteslästerungsparagraphen verschärfen. Alle Jahre wieder: Bayerns CSU bläst ins heilige Horn der Theokratie. Wie eine gelangweilte christkonservative Werbekampagne der aufmerksamen Scharia den Weg ebnet

017 Gott statt Spott (I): Ümmühan Karagözlü zu § 166 StGB

ük. Gottesstaat in Afghanistan oder Bayern? Die CSU als Büttel für den Sultan

018 Erziehungsziel islamistischer Terror. Für die lieben Kleinen

ja. Farfour und Nahool: Kinder zum Rassenhass aufhetzen. Die Hamas und das Kinderprogramm von al‑Aqsa‑TV. Über den Diebstahl einer amerikanischen Comicfigur

019 Heiliger Krieg im Kinderfernsehen

ük (vgl. 018). Farfour und Nahool. Bildungsbausteine antisemitischer Pädagogik. Micky‑Maus und Coca‑Cola. Erziehungsziel judenfreier Orient

020 Integrationspoker, die unheilige Allianz der Gutmenschen und Islamisten

ük. Das Pokerface deutsche Integration fand einen vorzüglichen Spielpartner im radikalen Islam. Wie die Kinder der Utopiker von 1968 die unbequeme Forderung nach einer Kultur weltweiter Gerechtigkeit durch den beliebigen Kulturrelativismus ersetzt haben

021 Kopftuch nicht angeboren sondern anerzogen

ja. Deutschlands sakrale Parallelkultur. Wie die Tochter eines Imams zu ihrem Kopftuch kommt

022 Islamkritisches Lied: Hatun Sürücü

pik. Gedicht und Lied aus dem Jahre 2007 über den so genannte Ehrenmord an der kurdischen Berlinerin Hatun Sürücü. Es wird auf die antifrancistische Melodie ’L`estaca’ des Katalanen Lluis Llach gesungen

023 Islamkritisches Lied: Oriana Fallaci

pik. Gedicht und Lied aus dem Jahre 2007 zur Erinnerung an Oriana Fallaci und ihr sechs Jahre eher erschienenes Buch ’Die Wut und ihr Stolz’. Es wird auf das alte proletarisch‑revolutionäre Melodie des Liedes ’Arbeiter von Wien’ gesungen. Wir sind das Bauvolk der kommenden Welt

024 Die Zuwanderungsgesellschaft und ihre Polizeiarbeit

ja. Im Herbst 2007 brachte Bülent Arslan vom Deutsch-türkischen Forum der nordrhein-westfälischen CDU den dümmlichen, wahnwitzigen oder auch trickreichen Vorschlag, eine türkisch-muslimische Polizeieinheit innerhalb der nordrhein-westfälischen Polizei aufzubauen

025 Integration oder Assimilation?

ja. Wie viel Ähnlichkeit soll der Einwanderer wie schnell haben und womit überhaupt? Europäische Identität, demokratische Identität – eine Terra Inkognita auch für die Alteingesessenen? Europas krampfig-verwinkelter Selbsthass. Verletzlicher Hedonismus

026 Integrationsgipfel 2007. Man sagt ab

ja. Am 12. Juli 2007 lud die Bundesregierung zum Integrationsgipfel. Die türkischen Verbände sagten in letzter Minute ab. Islamverbandlicher Lustverlust?

027 Irak 2007: Terror gegen die Jesiden

ja. Am 15. August 2007 tötete eine Serie von Bomben 500 Angehörige der Ethnie und vorislamischen Religion der Jesiden. Spuren aus der Zeit der ’Unwissenheit’ zu vernichten gilt fanatischen Muslimen zwischen Kabul und Bagdad als fromme Pflicht. Afghanistans einstige buddhistische Bevölkerung wurde längst ausgerottet oder zwangsislamisiert, doch al‑Qaida zerstört in diesen Jahren sogar die Buddhastatuen. Iraks kurdische Jesiden sind gewissermaßen die lebenden Buddhas

028 Ehrenmord in Mönchengladbach. März 2007

ja. Am 9. März 2007 erschoss der 39jährige Türke Erol Peşter seine Ex‑Ehefrau Rukiye und die gemeinsame 18jährige Tochter Derya in der Mönchengladbacher Frankenstraße. Grund: sie hatte sich von ihm getrennt. Im türkischen oder kurdischen Ehrenmordmilieu betrachtet der Mann seine Ehefrau als rechtmäßig gekauftes Eigentum, ganz im Einklang mit Koran und Scharia. Der Mönchengladbacher Mord ist, wenig verwunderlich, Ergebnis einer arrangierten Ehe zweier türkischer Großfamilien

029 Für ein selbstbestimmtes Leben – nicht erst im Paradies

ük. Die Wagenburg Großfamilie, das Gefängnis Großfamilie ist das dunkle Betriebsgeheimnis von Allah‑Theorie und Dschihad‑Praxis. Umgekehrt sollte man von ’Apostasie aus der Wagenburg Familie’ sprechen, denn solange der Austritt aus dem Islam für alle Geistlichen zwischen Ghom und Kairo die sakrale Tötung zeitigen darf, solange womöglich werden Familienpatriarchen wie Familienräte Ehen arrangieren und Ehrenmorde durchführen. Koran und Scharia rechtfertigen beiderlei Abtrünnigenmord. Ümmühan Karagözlü zum Fall der Berlinerin Hatun Sürücü

030 Podiumsdiskussion in Köln

ja. Am 1. Dezember 2007 findet eine Podiumsdiskussion in Köln statt. Unter der Moderation von Dr. Schmidt‑Salomon kommen die Iranerin Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex‑Muslime, der Holocaust‑Überlebende Dr. Ralph Giordano und der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff zu Wort. Themenfelder sind der Köln-Ehrenfelder Moscheeneubau, die Parallelkulturen der muslimischen Migranten in Deutschland, der weltweite Islamismus bzw. politische Islam und das leidige Kopftuch. Ahadi fordert die kopftuchfreie Schule! Ein brisanter Abend zur wichtigen Frage: vertragen sich Islam und kulturelle Moderne – zerstören Scharia oder Islamismus unsere Demokratie?

031 Über Mina Ahadi

ük, ja. Über Mina Ahadi. Als Nachbereitung der Podiumsdiskussion in Köln sprechen Ümmühan Karagözlü und Jacques Auvergne über die vorhandenen guten Gründe gegen Kopftücher im öffentlichen Dienst, gegen den Türkeibeitritt zur EU und für die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz

032 Burka und Tschador verbieten

ja. Im Dezember 2007 sind die ersten geisterhaften Wesen mit einem Niqâb, einem Gesichtsschleier zum den kompletten Körper verhüllenden Überwurf namens Burka durch meine rheinische Innenstadt gewandelt. Günter Wallraff hielt Derartiges in Deutschland vor zwei Wochen noch für völlig ausgeschlossen – da hat er sich wohl getäuscht. Ich bin entsetzt und wütend, zumal ich nun eine rasante Vervielfachung von Burka und Tschador befürchte. Diese Frauen (?) sind nicht gegangen, denn zum Gehen gehört doch wohl ein Körper, sie sind gegeistert wie Untote, wie Zombies. Sie haben auch nicht „selbstbewusst Gesicht gezeigt“, denn ihnen ist doch gerade ihr Blick genommen worden. Sie sollen auch nicht reden, keine Kontakte aufbauen, keiner Arbeit nachgehen und kein Bankkonto besitzen, so ahne ich jedenfalls. Liege ich völlig falsch, Frau Gleichstellungsbeauftragte?

033 Eva Hermans vormoderne Frauenbilder

ük. Eine ehemalige deutsche Nachrichtensprecherin sorgte 2007 mit einem Bekenntnis zu rückschrittlichen Männer- und Frauenbildern (Herman: “Das Eva-Prinzip“) für einigen Wirbel. Im Laufe der folgenden Monate verteidigte sie Aspekte aus Alltagskultur und Wertehierarchie des Dritten Reiches. Die Renaissance vom teutonischen Recken und seinem nationalen Heimchen am Küchenherd gibt der Schariakritikerin Ümmühan Karagözlü sehr zu denken, denn Nationalsozialismus und Islamismus teilen miteinander ein überraschend ähnliches Verständnis von Gender, dem sozialen Geschlecht. Macht Eva Herman die Scharia salonfähig?

034 Europa reagiert auf seine Islamisierung. So oder so, islamistisch oder sozialpädagogisch

ük. Ein anonymer, inhaltsloser und diffamierender Kommentar zu einem Text, der den Mönchengladbacher Ehrenmord betrifft, sieht Ümmühan Karagözlü als willkommenen Anlass, die Rolle der Sozialpädagogik und der Sozialen Arbeit in der Zuwanderungsgesellschaft zu beleuchten. Warum jede soziale Arbeit auch eine Islamkritik sein muss

035 Geometrien islamischer Apartheid

ja. Das Kalifat ruft nach dem Apartheidsstaat, nach Geschlechterspaltung und nach dem Sakralrassismus der Dhimma. Mann ist ganz und gar Nichtfrau, Frau ist ganz und gar nicht Mann. Frau ist minderwertig und schmutzig, der Mann indes auch als Vergewaltiger rein. Dhimmis und Harbis sind Menschen zweiter und dritter Klasse, sie müssen auf spezifische Art (Dhimmi Jizya zahlen; Harbi Rechtlosigkeit) unterworfen werden. Um diese soziale Technologie einmal im Hier und Jetzt einzuüben, dazu gibt es die Werkzeuge Moscheegebäude und Hijab. Auch die Tübinger Stadthalle diente am 25. November 2007 als Apartheids-Testgelände: alle Frauen mussten das städtische Gebäude durch den Hintereingang betreten. Nur Männer durften in der Tübinger Stadthalle vorn sitzen, dicht an Allahs Missionar, dem Kölner Pierre Vogel

036 Interreligiöse Teestube Arnhem

cd. Dezember 2007: Eine niederländische Schule mit angeschlossenem offenem Jugendheim möchte ihre etwas marode Teestube zu einem ansehnlichen Meditations- und Besinnungsraum ausbauen. Gelegentliche Gedichtlesungen, alte und neue Sinnsprüche aus allen Kontinenten, stets ein Getränk und auch ein seelsorgerliches oder pädagogisches Gespräch, so hat man sich den Raum der Stille vorgestellt. Christen, Inder, Taiwanesen, Atheisten: Alle dachten konstruktiv mit. Die Muslime aber forderten einen Vorhang. Nein, keinen Wandbehang, sondern einen blickdichten Raumteiler mit Konsequenzen: Frauen nach links, Männer nach rechts

037 Erzählgegenstand Terrorismus

ja. Die Terrornetze der al‑Qaida genießen bei großmäuligen jungen Muslimen zwischen Pakistan und Paris erklärlicherweise einigen Kultstatus. Wie terrorismusfreundlich aber ist die weltweite islamische Orthodoxie? Und vor allem: Wie koranisch ist der Terror? Jacques Auvergne widerlegt die allzu dürren Thesen des Yassin Musharbash (Die neue al‑Qaida, 2006), letzterer Dschihadismus wie Terrorismus als in Scharia und Koran verwurzelt zu erkennen sich bemerkenswert schwer tut. Doch konzeptionell will jeder Dschihad den globalen Terror. Seit 1.400 Jahren

038 Dschihad im Lehrerzimmer

ja. Der phlegmatische Cem war zwei Jahre lang Realschüler und soll nun aufgrund von katastrophalen Leistungen auf die Hauptschule wechseln. Doch ist der Zwölfjährige ein echter, im Rheinland geborener Türke, ein zwangsweiser Schulwechsel also kann hier keinesfalls in Frage kommen. Und mit Mutter Yildirims unvergesslichem Auftritt im Lehrerzimmer wird der Verbleib des Jungen auf der Schule doch wohl zu sichern sein. Eure Vorschriften gelten … für euch Deutsche

039 Allahs Poesie für eine Hudna

ja. Dezember 2007: Nahezu alle meine Freunde erhalten unerbeten sakrale Köstlichkeiten über das profane Internet zugesendet. Da will also jemand für die fromme islamische Lebensordnung werben. Die Nachteile indessen werden verschwiegen. Aber vielleicht gibt es ja keine? Hudna bedeutet Windstille

040 Kopftuch niemals freie Entscheidung

ük. Ümmühan Karagözlü zum Tuch auf dem Kopf. Ein ganz kurzer und ebenso interessanter wie provokanter Kommentar einer gewissen Ebru inspirierte die Autorin, zum Symbol des sakralen Frauenhandels und Kinderverheiratens, der „gottgefälligen“ Apostatenmorde und der Dhimmiversklavung Stellung zu nehmen

041 Welcher Dhimmi-Typ bist du?

ja. Dir als Islamkritiker schlägt oft Ablehnung entgegen. Noch nicht einmal seitens der radikalen Muslime sondern seitens der nichtmuslimischen Europäer. Die einzelnen Dhimmi-Typen äußern verschiedenartige sprachliche Muster, die uns das Enneagramm erklären kann. Zur Einführung in die Dhimmi‑Typologie, die Dhimmologie

042 Dienstkopftücher für IKEA. Schwedisches Möbelhaus feuert Kopftuchskeptiker

ük. Ein erfolgreich integrierter Iraner macht eine neu eingewanderte Landsmännin kollegial darauf aufmerksam, dass in Skandinavien kein Kopftuchzwang besteht. Worauf sie sich beschwert und IKEA den Kopftuchskeptiker feuert. Der klagt erfolgreich auf Wiedereinstellung. Zwischenzeitlich hat das Möbelhaus an anderen seiner Standorte Dienstkopftücher für fromme muslimische Mitarbeiterinnen im Angebot. Die Schweden sind sehr tolerant. Nur Kopftuchkritiker darfst du nicht sein

043 Europas Jugendverbände interreligiös: Kirche & FEMYSO (Muslimbruderschaft)

ja. Eine Schura ist eine politreligiöse Ratsversammlung. Vor- oder auch nachdemokratisch, jedenfalls undemokratisch. Auf Europaebene bemüht sich der zur Muslimbruderschaft gehörende Jugendverband FEMYSO um gute Beziehungen zu Kirchen und Verbänden. Kirchenjugend, CVJM, Pfadfinder und Terrorsympathisanten aus dem Umfeld von FIS und HAMAS trafen sich im Dezember 2007 in einer griechischen Hafenstadt. Allzeit bereit! Die Schura von Volos

044 Vereinshaus oder Moschee?

ja. Ein baurechtliches Schelmenstück könnte sich im nordrhein-westfälischen Krefeld zugetragen haben. Wann ist ein Mann ein Mann, dichtete der beliebte Schlagersänger Herbert Grönemeyer. Wann ist eine Moschee eine Moschee?

045 Zwei Seiten einer Medaille

ük. Starres Festhalten an einer Meinung bei geänderter Umwelt oder bei geändertem Erkentnisstand geht stets einher mit dem, was man nicht anders nennen sollte als Dummheit. Ein universelles Thema, damit auch ein islamisches. Von Ümmühan Karagözlü

046 Die islamisch inspirierte genitale Verstümmelung an Frauen (FGM) kommt auch in Indonesien vor

ja. Bis zum 20. Januar 2008 war der deutschsprachigen Öffentlichkeit nicht bekannt, dass Indonesien „milde“ Formen der Genitalverstümmelung an Mädchen durchführt. Das medizinisch, psychisch wie sozial zerstörerische vormoderne Treiben wird neuerdings durch die islamische Assalaam‑Foundation organisiert, die Massenbeschneidungen an Indonesiens Mädchen kostenfrei anbietet

047 Mit Nähmaschinen für das Kalifat

ja. Salafiyya ist eine etwa hundert Jahre alte islamische Erneuerungsbewegung, die auf die ästhetische und moralische, Sprich: Die kulturelle Rückkehr zum Ur-Islam setzt. Das Asr as-Sa`adet, Zeitalter der Glückseligkeit sei die totale Lösung für die Unübersichtlichkeit der Industrialisation. Markenzeichen der Salafisten sind mittelalterliche Gewänder: Kittel für die Männer, Burqas und Niqabs für die Frauen. Der Prediger Pierre Vogel wird der heutigen Salafiyya zugerechnet und vielleicht auch das Niqab-Forum, das der weiblichen Gesichtsverschleierung huldigt

048 Des Muslims panische Angst: Schirk

ja. Schirk bedeutet Beigesellung und bedeutet, ein Objekt in die Nähe des ebenso stummen wie eifersüchtigen Gottes namens Allah zu bringen. Einst galt das Verbot des Schirk den polytheistischen Göttern Mekkas. Schirkophobie zeitigt Folgen: Eine gesamtislamische Bildungsmisere und weltweite islamische Anfälligkeit für Fundamentalismus und Terrorismus. Vorstellungsverbote und Denkblockaden haben Islam wie Umma seit Jahrhunderten geradezu versteinert. Pantheismus und Animismus könnten helfen, doch man bevorzugt Niqab und Scharia

049 Das Gefängnis der guten Tradition

cd. Sunna heißt Brauchtum und meint im engsten Sinne das vermutete Handeln des Propheten und seiner Gefährten, dann auch islamische Tradition, islamische Gewohnheit, Alltagshandeln, Sitte, Usus. Seit Jahrhunderten ist Sunna eine Entwicklungsblockade für freies Denken und für freie Entfaltung Persönlichkeit, für gesellschaftlichen Fortschritt. Gegenbegriff ist die Bid’a, die frevlerische Neuerung. Islam, Ummah ist die beste Gemeinschaft. Sich also ändern – bitte, wozu?

050 UK: Erzbischof fordert die Scharia

ja. Großbritannien: Der multikulturelle Erzbischof von Canterbury Rowan Williams möchte, dass die britische Gesellschaft den allzu entfremdeten britischen Muslimen die Anwendung von Teilen der heimeligen Scharia gestattet, soweit sie Familien- und Personenstandsrecht, finanzielle Transaktionen, Gemeinwesenarbeit, Jugendbildung und Streitschlichtung umfassen. Die Scharia wurde nach Auffassung der weltweiten islamischen Orthodoxie von keinem Geringeren geschaffen als vom Gott Allâh persönlich. Bischof Williams Dschihad gegen die säkulare Demokratie

051 Ägypten, Koptendiskriminierung (Teil 1)

ja. Im Sommer 2007 wird der Fall von zwei ägyptischen Schülern bekannt, die zum Islam gezwungen werden sollten oder das Examen nicht erreicht hätten. Ihr einst christlicher Vater, inzwischen mit einer Muslimin verheiratet und deshalb schariagemäß islamisiert, fordert die Konversion seiner (biologischen) Söhne. Die Unterdrückung der Kopten gehört zum Alltag der Dhimma Ägyptens

052 Ägypten, Koptendiskriminierung (Teil 2)

ük. Neues aus dem beginnenden Jahr 2008 zum Fall der Brüder Mario und Andrew Medhat Ramsis. Ein pädagogischer Essay von Ümmühan Karagözlü

053 Die Mohammed-Karikaturen

ja. Glauben braucht Zweifel, um nicht zur Besessenheit zu verkommen. Der Islam jedoch als ein antidemokratischer Kerker aus Denkverboten kommt mit Spott nicht gut zurecht. Praktisch ist derartiges Beleidigt-Spielen allemal, um von den Dhimmis Sonderrechte zu erpressen

054 Bestattungsritus versus Gerichtsmedizin

ja. Nach islamischem „Recht“ soll der Verstorbene noch am selben Tag bestattet werden. In der kulturellen Moderne hat das den Vorteil, dass der Tote nicht auf Drogen, Gift oder Verbrechensspuren untersucht werden kann, schon gar von Ungläubigen. Das edle Kalifat braucht keine Gerichtsmedizin

055 Ignoriert die globalisierte high society die ’gerechte’ Scharia?

ja. Im Mai 2001 heiratete der Sohn des Altkanzlers Dr. Helmut Kohl die muslimische Tochter des türkischen Industriellen Dr. Kemal Sözen. Gelebtes Weltbürgertum oder gezielte Islamisierung der europäischen Eliten? Hunderte von Millionen von Menschen nämlich unterliegen einem ganz anderen sozialen Druck: Dem von Dhimma und Scharia. Und nach Gottfigur Allâhs weltweiter und ewiger Rechtsordnung müsste Peter Kohl Muslim sein um Elif Sözen heiraten zu dürfen. Vielleicht kann es sich die globalisierte high society ja leisten, die machtbewusste Politreligion zu ignorieren. Oder ist den Kohls die Sache erst später unheimlich geworden? Eine Flucht aus der Verantwortung – oder ein Hoffnungsschimmer, das wird sich erweisen

056 Ein nicht abgedruckter Leserbrief

nn. Aus Nordrhein-Westfalen hören wir, dass ein kirchlicher Gemeindebrief zur Kritiklosigkeit gegenüber von Dhimma und Scharia aufruft oder diese multikulturelle These eines Anonymen jedenfalls derartig „zur Diskussion“ stellte. Eine Frau nahm sich und die Sache ernst und antwortete. Doch was geschah mit ihrem Beitrag? Richtig, er wurde nicht abgedruckt. Dein Kirchenkreis kuscht vor dem erpresserischen Phantom der „Islamophobie“? Mein lieber Christ, dafür gibt es doch den guten alten Sägefisch

057 Noch ein ungedruckter Leserbrief

nn. Wie schon in Baustein Nummer 056 geht es um die seitens eines evangelischen Gemeindebriefes anonym eingeforderte kritische Solidarität mit dem geheimnisvollen Islam. Eine gepfefferte Antwort an die etablierten Damen und Herren Christenmenschen. Der Abdruck im Gemeindebrief allerdings wurde, wie nicht anders zu erwarten, klammheimlich unterschlagen. Also auf in die Restdemokratie der Blogosphäre

058 Anything goes, Scharia oder Bürgerrechte?

r, ük. Die beiden einander nicht persönlich bekannten Islamkritiker Roland und Ümmühan antworten einer gewissen ästhetischen Labertasche namens Fototim, der von den Schattenseiten jeder islamisierten Gesellschaft noch nichts gehört zu haben scheint. Zwei Demokraten argumentieren gegen den Tugendterror von Kalifat und Scharia und finden deutliche Worte zur derzeitigen Unterdrückung aller Nichtmuslime und Menschenrechtler zwischen Marokko und Indonesien

059 Der artige Revoluzzer

ja, ük. Ein digitaler Salonrevolutionär gibt sich den reichlich albernen Namen Gedankenverbrecher und bezichtigt die Kirche, das Abendland, Deutschland und die USA gleichermaßen des Machthungers, der Doppelmoral und der ungezählten Frauenmorde. Grandios oder auch nur verquast besorgt er nebenbei die pauschale Entlastung des 1.400 Jahre alten Islams samt Scharia, Dhimmitude, Zwangsehe und Apostatenmord. Bei soviel Gedankenlosigkeit mussten Jacques Auvergne und Ümmühan Karagözlü mit dem chronischen Xenophilen und watteweichen Rebellen einmal Tacheles reden

060 Niqâb macht unmenschlich

ük. Gesicht gehört zur zwischenmenschlichen Begegnung. Der Niqâb, der Gesichtsschleier blockiert den Umgang von Menschen miteinander. Ümmühan Karagözlü analysiert wissenschaftlich das patriarchale Konstruieren von Aurah und Fitna, den Männlichkeitswahn und die dazugehörige entmündigte Weibchenhaftigkeit jedes traditionellen Islams wie dessen „halbiert moderner“ politreligiöser Variante. Die ebenso menschengemachten wie entmenschlichenden Konzepte von Scharia und Fiqh streben im Namen von Schamhaftigkeit und Gerechtigkeit nach schamloser Männerherrschaft und totaler Frauenversklavung

061 Ob Allahs Großmutter sauer ist auf ihren egoïstischen Enkel, bezweifeln Konvertiten

ja. Herr O. aus Deutschland findet neue Maßstäbe und Weltbilder, entdeckt jede Menge Ungereimtheiten in der ehrenwerten christlichen Bibel und konvertiert zum Islamischen Kult. Und wie es sich für einen paradiesgläubigen Punktesammler gehört, behauptet er am 27. Februar 2008, seelische Pein zu spüren, wenn Jacques Auvergne ihm vom altarabischen Polytheïsmus erzählt. Unstimmigkeiten, da ist dem sich mittlerweile Ibrahim O. nennenden Europäer allerdings beizupflichten, Unstimmigkeiten kennen die radikal Textgläubigen Freunde des Feldherren Mohammed wahrhaftig nicht. Wie der fundamentalistische Islam für einen Bundesbürger manche physikalischen Fragezeichen, psychischen Zwischentöne und archäologischen Forschungsergebnisse beseitigt. Ein ernstes sozialpädagogisches Problem allemal, das auch Allahs Großmutter von ihrem allzu verwöhnten Enkel her schon recht genau kannte

062 Fitna. Der Film

ja. Geert Wilders ist niederländischer Politiker und Mitglied der Zweiten Kammer der Generalstaaten. Individualist Wilders kritisiert seit vielen Jahren den Islam. Ende März 2008 bringt Wilders einen Kurzfilm heraus: Fitna. Jacques Auvergne zu diesem islamischen theologischen Begriff: Fitna als Wahnvorstellung, Fitna als militärische Abwehrstrategie, Fitna als Waffe. Wilders Film kommt für Europa zur rechten Zeit

063 Säkularer Islam unerwünscht?

cd. Ein muslimischer Mitbürger nennt sich muslim4ever und beschimpft Islamkritiker, um sie im selben Atemzug zum wahren Glauben einzuladen. Cees van der Duin nutzt die Gelegenheit, um dem fundamentalistischen Grobian die einzig nachhaltig mögliche Bedeutung von Religion in einer modernen Gesellschaft klar zu machen. Vergeblich?

064 Bildungsverweigerung im Islam

ük. Zu Geert Wilders Film (siehe auch Baustein 062). Ümmühan Karagözlü schreibt über islamische Lernverweigerung und den Kriegszug um Geschlechtertrennung. Sich der Demokratie zu verweigern gilt in Fundamentalistenkreisen als frommes Tun. Zum Zusammenhang zwischen Fitna-Phobie, anerzogener Software des Gender-Extremismus und radikalem islamischem Kult

065 Nein zu Islamischem Religionsunterricht an staatlichen Schulen

ja. Frauen sind nach Koran und Sunna nicht gleichberechtigt. Juden und Christen sind im orthodoxen Islam Menschen zweiter Klasse, Islam-Apostaten und Polytheisten rechtlos. Innenminister Schäuble träumt von einem „Islamischen Religionsunterricht“, um den Hasspredigern das Wasser abzugraben. Rührend optimistisch? Warum es an staatlichen Schulen noch auf einige Jahrzehnte keinen „Islamischen Religionsunterricht“ geben darf.

066 Victor Hugo als Islamkritiker

ja. Im Jahre 1850 ging die moderne Gesellschaft noch in ihren europäischen Kinderschuhen. Beim Lesen einer heute gut hundertfünfzig Jahre alte Rede des großen Dichters Victor Hugo durchfährt mich das Erkennen wie ein Blitz: Das ist heißester islamkritischer Stoff! Victor Hugo gewissermaßen als das Gegengift, um mit den unfreiwilligen Wegbereitern der Scharia namens Tony Blair, Edmund Stoiber, Claudia Roth und Wolfgang Schäuble klar zu kommen? In der Tat scheint der alte Text hilfreich zu sein, die Meinungsvielfalt und die Freiheit für und von Religion zu retten. No sharia here, Gottesstaat unerwünscht!

067 Der Drohbrief. Alles Lob sei Allâh

cd. Der niederländische fundamentalistische Muslim Mohammed Bouyeri befestigte einen an die somalische Politikerin Ayaan Hirsi Ali gerichteten mehrseitigen Drohbrief an der Leiche des eigenhändig ermordeten islamkritischen Regisseurs Theo van Gogh. Übersetzung ins Deutsche und Kommentierung des radikalen islamischen Schriftstückes durch Cees van der Duin. Ein Drohbrief, der uns eine Auffassung von „Gerechtigkeit“ vor Augen führt, die das gottgefällige Töten von Islamkritikern ganz selbstverständlich beinhaltet

068 Verschweigen wir, dass der junge Straftäter ausländischer Abkunft ist

ja. Im Winter 2007 / 2008 wurde der deutschen Öffentlichkeit eine Mehrzahl an grausamen Körperverletzungen, in Kauf genommenen Tötungsversuchen und wohl auch Mordversuchen bekannt. Die Täter waren jung, männlich und muslimisch. Was für ein Schreck für die Freunde der Multikultur. Es musste ein Ausweg her. Da kam das erlösende Angebot von den Integrationsräten, künftig die ethnische Zugehörigkeit der Täter einfach nicht mehr zu nennen. Erleichterung beginnt sich breit zu machen. Nur bei den Opfern nicht. Und auch bei denjenigen nicht, denen an der Prävention von Straftaten, am sozialen Frieden im Stadtviertel und an einer Integration aller Menschen in den säkularen demokratischen Staat wirklich gelegen ist

069 Kein Mitleid, mein Kind, mit den Kuffâr

ja. Demokratietauglicher Islam muss sich von Konzept und Konstruktion des Kâfir, der Kuffâr trennen. Die sakrale Doktrin von hierarchisch untergeordneten und moralisch minderwertigen Kasten oder Klassen von Menschen kennzeichnen Schari’a und Sunna ebenso wie sie mit den Menschenrechten und Bürgerrechten kollidieren. Deutschlands Muslime müssen sich, so Professor Tibi, als Citoyens, Staatsbürger begreifen und bekennen. Deutschlands Koranschulen und Moscheen allerdings bevorzugen, Ungläubige als fürs Höllenfeuer bestimmte Menschen zweiter Klasse darzustellen. Der Dhimmi darf aus koranischer Sicht belogen und diskriminiert werden, der Harbi und der Islam-Apostat sind zu töten. Radikaler Islam als soziales Handeln: Horizontal segregieren, vertikal diskriminieren

070 Studentin heiratet heimlich

ja. Einst ermöglichte der Hufschmied im schottischen Dorf Gretna Green eine unkomplizierte Trauung für durchgebrannte minderjährige Verliebte. Damals war die Möglichkeit, irgendwo in Europa ohne elterliches Einverständnis zu heiraten, sicherlich durchaus human. Der multikulturelle Edel-Ökologe Joschka Fischer etwa nutzte diese romantische Nische noch 1967 für seine Heirat. Überraschenderweise scheint heimliches Heiraten wieder modern zu werden. Ein deutscher Vater jedenfalls wird in naher Zukunft erfahren, dass seine volljährige Tochter, deren Wohnung er finanziert, einen heimlichen Freund hat, heimlich zum Islam konvertiert ist, islamisch geheiratet hat und im vierten Monat schwanger ist. Wie und wo das Kind, möge es gesund zur Welt kommen, wohl aufwachsen wird? Wie wir sehen, macht islamisches Umweltverändern auch vor Akademikerkreisen nicht halt

071 Der Stumpfsinn wird zunehmend beliebt

ük. Da Denken für ein schlichtes Gemüt oder eine ’autoritäre Persönlichkeit’ (Maslow nach Fromm; Adorno) höchst irritierend ist, gewinnt der Fundamentalismus unter deutschen Konvertitinnen zum Islam zunehmend an Attraktivität. Eine Frau Keller wirbt für Vorsehung, Pflicht und Brauchtum, für Kismet und Sunna. Eine islamgeschädigte und damit islamerfahrene Türkin indes widerspricht Frau Keller und empfiehlt den säkularen Islam persönlicher Spiritualität

072 Studentin heiratet heimlich

ja. Einst ermöglichte der Hufschmied im schottischen Dorf Gretna Green eine unkomplizierte Trauung für durchgebrannte minderjährige Verliebte. Damals war die Möglichkeit, irgendwo in Europa ohne elterliches Einverständnis zu heiraten, sicherlich durchaus human. Der multikulturelle Edel-Ökologe Joschka Fischer etwa nutzte diese romantische Nische noch 1967 für seine Heirat. Überraschenderweise scheint heimliches Heiraten wieder modern zu werden. Ein deutscher Vater jedenfalls wird in naher Zukunft erfahren, dass seine volljährige Tochter, deren Wohnung er finanziert, einen heimlichen Freund hat, heimlich zum Islam konvertiert ist, islamisch geheiratet hat und im vierten Monat schwanger ist. Wie und wo das Kind, möge es gesund zur Welt kommen, wohl aufwachsen wird? Wie wir sehen, macht islamisches Umweltverändern auch vor Akademikerkreisen nicht halt

073 Islam und Kinderehe

ja. Die Menarche markiert im volkstümlichen Islam die Heiratsfähigkeit. Mohammed heiratete Aischa, als sie sechs Jahre alt war und verkehrte geschlechtlich mit dem Kind, als sie neun Jahre alt war. Dem Beispiel des Propheten soll der Muslim weltweit und grundsätzlich nacheifern, alles andere wäre Bid’a, Demokratie oder sonstige Blasphemie. Wo Kinder arrangiert verlobt werden wie in gar nicht so kleinen deutschtürkischen Milieus sind dann eben Unterstufenschülerinnen schwanger. Oder auch mal zehnjährige schwarzäugige Grundschülerinnen. Die Amtsträger und Gutmenschen aus Kirche und Pädagogik verlieren die Nerven, dein Pfarrer und deine Jugendamtsmitarbeiterin befehlen oder empfehlen dir und den anderen Zeugen zu schweigen. Für die muslimischen Clans der Kinderheirat und Cousinenehen ist die Welt in Ordnung und soll der finanzstarke Onkel Sowieso natürlich nicht ins Gefängnis. Stöbern wir also die deutschen Gutmenschen auf und bilden wir sie weiter

074 Taqlid dem Papagei

ja. Das Ende des autonomen islamischen Denkens, die „Schließung der Tore des Idschtihad“ musste sich die islamische Geistlichkeit vor einem knappen Jahrtausend zähneknirschend, schicksalsergeben oder auch hocherfreut attestieren. Seitdem dürfen muslimische Endverbraucher nicht mehr islamrechtlich denken. Deutschlands Muslime dürfen den Koran nicht interpretieren. Konvertiten zum Islam haben taqlid zu machen, das heißt den lebenden oder auch längst verstorbenen Ulemas stumpfsinnig hinterher zu trotten. Persönliches religionsrechtliches Gewissen, persönliche islamische Verantwortlichkeit hat der simple Muslim weltweit praktischerweise nicht. Derartiger blinder Gehorsam kommt der machtbesessenen islamischen Geistlichkeit sehr entgegen. Macht das Tor auf!

075 Quo vadis, Bosnien?

ja. Ein Kommentar einer bosnischen Muslima lässt einen Islamkritiker und ebenso bewussten Europäer wie EU-Gegner nachdenklich werden in Bezug auf eine drohende schariatische Gesellschaftsordnung auf dem Balkan. Werden Menschen- und Bürgerrechte der teilweise seit Jahrhunderten islamisierten und durch den letzten Krieg traumatisierten Bevölkerung des ehemaligen Jugoslawiens etwas wert sein? Wird es den saudi-arabisch finanzierten Wahhabiten und den rückwärtsgewandten Salafisten erfolgreich gelingen, die junge Generation Südosteuropas zu faszinieren?

076 Cerić will das Kalifat

ja. Der aus dem im Bürgerkrieg untergegangenen Jugoslawien stammende islamische Geistliche Mustafa Cerić will alle Muslime Europas in einer Parallel- und Gegenkultur eingeordnet wissen, der er nach dem Vorbild der iranischen Ayatollahs den Namen Imamat zu geben wagt. Die ordnungspolitisch umgesetzten, grundsätzlich ewigen Normen von Dhimma und Scharia würden auch für Europas Nichtmuslime zum sinnlichen Erlebnis werden. Was macht Deutschlands Intelligencija im Mai 2007? Den Großmufti quasi geschwisterlich neben Rita Süssmuth drapieren, das Pärchen auf die Bühne stellen und dem Ensemble den Theodor-Heuss-Friedenspreis überreichen. Hoffen wir, dass Bosniens Muslime mit ihrem Kalifen-in-spe etwas weniger tolerant sind

077 Personenstandsrecht (I)

nn. Das Grundgesetz stellt Familie und Ehe richtigerweise unter besonderen Schutz und koppelt Unterhaltsansprüche und Erbrecht an die staatsbürgerlich-standesamtliche Ehe, nicht an die religiös-zeremonielle. Seit 1875 gilt in Deutschland, dass jeder christlich-kirchlichen Ehe eine standesamtliche Eheschließung vorausgehen muss. Nun wollen seriell-monogame Frauen und Männer im Zeichen einer fragwürdigen neuen Romantik auch gern in Weiß heiraten, doch erscheint ihnen der Verwaltungsakt im Rathaus lästig und überflüssig und die Kirche (und Moschee?) freut sich, gebraucht zu werden. Selbst die regierungsseits verschwiegenen wie zu vermutenden einigen Zehntausend Imam-Ehen, darunter längst beträchtlich viele Kinderheiraten und Mehrehen, scheinen von der Gesetzesänderung unberührt. Nur Rechtsanwältin Seyran Ateş blickt durch und warnt Deutschland vor der Einführung der weltweit zunächst eben im Eherecht verankerten Scharia. Eine Petition an den Deutschen Bundestag, aus unserem Leserkreis

078 Personenstandsrecht (II)

ja. Noch zum vorherigen Baustein 077, dem zum 01.01.2009 geänderten Personenstandsrecht, mit dem der selbstmörderisch tolerante bundesdeutsche Staat darauf verzichtet, ordnungspolitisch in den seit Jahrtausenden von Häuptlingen und Schamanen intensiv umkämpften Bereich der Eheschließung einzugreifen. Eine Toleranz, von der die auf der Imam-Ehe und der geheiligten Hochzeitsnacht basierende mysogyne und antidemokratische Scharia profitieren wird. Europas Sozialpädagogen wissen von Allah wohlgefälligen Mehrehen und Kinderehen. Ein Zwischenruf von Jacques Auvergne

079 Teuflische Frau

ja. Die islamisierte Frau ist teuflisch, neben ihr steht der Teufel, ihr Gemüt neigt dem Teufel zu, ihr Leib sendet satanische Energie aus und die islamische eingebildete Hölle ist entsprechend überwiegend mit Frauen bevölkert. Sex wird folgerichtig zum Akt des Exorzismus, welcher Vergewaltigung außerhalb wie innerhalb der Ehe legitimiert und sogar erwünscht. Sich religiös legitimierender Patriarchalischer Frauenhass braucht ihn eben, den Satan und seine Gleichsetzung mit dem Weiblichen. Das fordert nicht der Autor, sondern beschreibt es. Das fordert der Islam

080 König-Fahd-Akademie

ja. Saudi-Arabien druckt Schulbücher. Islamische. Darin steht Erbauliches schwarz auf weiß, darin sind die Juden natürlich Schweine und die Christen Affen, Nichtmuslime fürs Höllenfeuer bestimmt und Frauen Menschen zweiter Klasse. Da wird also islamisch korrekt gelehrt, dass der kleine Muslim mit Ungläubigen keine Freundschaften einzugehen hat, sie nicht ehrerbietig grüßen darf und wie er sich spirituell auf das militärische Ermorden von Nichtmuslimen vorbereitet. Alles ganz symbolisch natürlich, blumig und ornamental. Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und Kölns damaliger Regierungspräsident Jürgen Roters stand der Mund offen vor Schreck, sachbezogen heraus kam allerdings keine Silbe. Im Bonner Süden arbeitet eine Schule jenseits der deutschen Schulaufsicht. König Fahd kann Pädagogik. Islampädagogik

081 Islam als Schulfach?

ük, ja. Ist eine antiindividualistische, mysogyne und territorialdominante Politreligion wie der Islam für ein Unterrichtsfach staatlicher Schulen schlicht ungeeignet? Die beiden Autoren vermuten das. Nach wie vor nahezu vollständig resistent gegenüber den Anforderungen kulturellen Moderne, die einen jeden Religionsunterricht ordnen und bändigen muss anhand der Maßgaben und Qualitätskriterien der Wissenschaftlichkeit, der Erziehung zur Mündigkeit, der Ermunterung zur Text-, Gesellschafts- und Selbstkritik, der Einnahme auch einer Außenperspektive und der Forderung nach Gleichberechtigung von Mann und Frau droht der islamische Religionsunterricht die Idee Schule ad absurdum zu führen. Islam lässt die historisch-kritische Methode nicht zu, keine Moscheegemeinde, kein Imam. Islamunterricht verzichtet noch an keinem Ort auf die schwarze Pädagogik der psychischen Überwältigung und Einschüchterung von Minderjährigen. Ein dem Obskurantismus und der Magie und zugleich dem Militarismus und Sadismus verpflichtetes geistiges Gefängnis mit expansivem, totalitärem und politischem Anspruch hat an staatlichen Schulen säkularer Gesellschaften nichts zu suchen. Eine Möglichkeit gäbe es freilich. Wir beenden die Säkularität

082 Ehre, wem Ehre gebührt

ük. Die Kollektive Türkentum oder Umma sollen bitte nicht beleidigt werden. Ein etwas schräger angeblicher Gesellschaftswissenschaftler aus Steinhagen bei Bielefeld und nationalisch und fundamentalistisch inspirierter Textverfasser namens Cemil Şahinöz verteidigt entsprechend tapfer den vormodernen Kollektivsmus gegen die drei schrecklichen Dschinn der Emanzipation, der Religionskritik und der Individualität. Şahinöz lässt auf seinem Blog misawatruth.wordpress für die Abmeldung von muslimischen Kindern vom Schwimmunterricht werben und sein antiindividualistisches und antiaufklärerisches Buch „Wer bist du?“ vom Islamkonvertiten Murad Hofmann als naturwissenschaftlich loben. Şahinöz beschimpft Gülsen Celebi, Necla Kelek und Seyran Ateş ebenso unflätig wie selbstentlarvend als Türkeihasser und Islamfeinde. Türkeifreundin und Islamkritikerin Ümmühan Karagözlü antwortet dem schmalspurspirituellen und halbwissenschaftlichen Soziologen

083 Islamische Renaissance?

ja. Klärung einer Begriffsverwirrung. Europas Renaissance zielte auf die Befreiung des Individuums, nicht auf dessen Unterdrückung, auf wissenschaftliches, nicht auf magisches Denken. Die heterogenen Reformbewegungen des islamisch geprägten Teils der Erde des 19. Jahrhunderts werden ärgerlicherweise „Islamische Renaissance“ genannt, obschon sie überwiegend kollektivistisch, nationalistisch, fundamentalistisch und theokratisch orientiert sind. Renaissance stellt den Menschen in den Mittelpunkt und betreibt Religionskritik. Islamische Renaissance stellt Allah in den Mittelpunkt und bereitet dem freien Denken ein jähes Ende

084 Islam for Kids

cd. Anis Hamadeh schrieb mit “Islam for Kids“ (2007) ein Buch, dass die dem Islam immanente Frauenunterdrückung verniedlicht, die durchzusetzende weltweite ordnungspolitische schariatische Herrschaft leugnet und die Scharia zur problemlos demokratiekompatiblen Subkultur erklärt. Mutter Deutsche, Vater Palästinenser: Sohn Anis ist Wegbereiter weniger für Demokratie, Meinungsfreiheit und Religionskritik denn für Fundamentalismus, Dschihadismus und Kalifat. Zielgruppe unklar. Wegen Konfliktleugnung, Schariaverherrlichung und weitgehend fehlender Außenperspektive kommt Sozialpädagoge Jacques Auvergne in der Gesamtbewertung zum Urteil ’mangelhaft’ bei der Spezifikation ’jugendgefährdend’

085 Alfter-Witterschlick

ja. Moscheen sprießen 2008 in Deutschland wie Pilze aus dem Boden. Möglicherweise bald auch in der Ortschaft Witterschlick unweit von Bonn. Nichtmuslimische Moscheebaugegner müssen sich den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit gefallen lassen, muslimische oder ex-muslimische Moscheebaugegner denjenigen der Untoleranz und des Paternalismus. Der womöglich über die inhumanen Folgen jeder Schariatisierung völlig uninformierte Rat der Gemeinde Alfter stimmte bereits mehrheitlich für das Moscheebauprojekt, andere grummeln über fehlende Parkplätze und andere Alibis. Politischer Islam, die weltweite Unterdrückung an Nichtmuslimen oder Ex-Muslimen und die gewalttätige und fundamentalistische Kindererziehung in traditionellen türkisch-muslimischen Familien ist in Alfter offensichtlich kein Thema. Die beiden Geistlichen von Witterschlick laden am 13. Oktober zum optimistischen Gespräch ein … gleich auch die regionale DITIB, das demokratieskeptische Netzwerk des künftigen türkischen Staatsislam

086 Saphir 5/6

ja. Darf der zur geheiligten Intoleranz erziehende, repressiv-totalitäre und frauenfeindliche islamische Kult Lehrfach an den staatlichen Schulen der Bundesrepublik Deutschland werden? Zu eben diesem fragwürdigen Zweck haben dreizehn islamisierte Menschen ein Schulbuch erstellt. Jacques Auvergne blättert im ersten deutschsprachigen Religionsbuch für den von Bundesinnenminister wie beiden Großkirchen sehnsüchtig erwünschten, flächendeckenden islamischen Religionsunterricht

087 Die Kirche kann Dialog

ja. Das glaubt sie zumindest, jedenfalls sagt sie es, wenn auch manchmal bereits bezeichnend kleinlaut. Der Aufstieg und Fall der Achtundsechziger hinsichtlich Ethik und Glaubwürdigkeit zeigt sich an kaum einer Spezies so deutlich wie an derjenigen der Pädagogen und Theologen, deren besonders identitätsschwache oder einfach nur herrschsüchtige Teile ihre antietatistischen und antideutschen Ressentiments in eine blindwütige Islamverteidigung transponiert haben. Der Islam erfüllt für diese „Linken“ die willkommene Funktion des Nichteuropäischen und Undeutschen, der zur oberlehrerhaften Zurechtweisung des Kirchenvolks unübertreffbar einsetzbar ist. Mit im Zenit des Schrifttums klerikaler Schariaversteher steht ’Kopftuch und Kreuz’, ein erhobener Zeigefinger von Pfarrerin Dr. Beate Sträter, die auch zum antisemitischen Kalifatsfreund Qutb forschte, welchen sie in weltoffener Neugier mit dem brasilianischen Befreiungstheologen Boff verglich

088 Kopftuchfreie Realschule

nrw. Aus unserem Leserkreis und aus Nordrhein-Westfalen. Eine Sozialpädagogin beglückwünscht die idealistische Anne-Frank-Realschule in Düsseldorf-Flingern, an der eine geschmackvolle Schulkleidung den Markenkult angemessen eingrenzt, zu ihrer Entscheidung, im Unterricht keine Kopfbedeckungen namentlich islamische Mädchenkopftücher zuzulassen. Bravo, was für eine zivilcouragierte Schule! Möge sie weltweit viele Nachahmer finden

089 Woodstock goes Caliphate

pik. „Das weiche Wasser bricht den Stein“ sangen wir friedensbewegten Jugendarbeiter schmachtend und entrückt in den Achtziger Jahren und kamen uns sehr gerecht vor und sogar ein wenig revolutionär. Die repressive und frauenfeindliche Herrschaftskultur des kulturrassistischen und totalitären Islam war uns entweder egal oder noch unbekannt. In Anbetracht der Tatsache, dass heute viele der alten Achtundsechziger Osama bin Laden mit Fidel Castro verwechseln und beide Menschheitsverbrecher irgendwie ebenso gut finden wie die ’antikapitalistische Befreiungstheologie’ der judenhassenden Muslimbruderschaft, schreibt die Gruppe pik pünktlich zum Tag der offenen Moschee eine kleine Satire auf die ergreifendste aller pazifistischen Schnulzen

090 Katholisch-islamische Trauung

kk. Ein polnischer Christ ist empört angesichts einer Haltung kirchenrechtlicher und menschenrechtlicher Schludrigkeit, mit der im Zeichen der Spaßkultur und des ’anything goes’ in einer katholischen Kirche eine christlich-muslimische Trauung zelebriert wurde. Wahrlich, und der tollkühne Pastor rief die ungeheuerlichen Worte: “Ich segne diese Ringe im Namen von Jesus Christus und Allah!“ Wird die christlich-muslimische Eheschließung in den nächsten Jahren gar zur Mode? Ist sie in einer ’sich globalisierenden’ Welt unausweichlich? Ist sie unverantwortlich? Oder kosmopolitisch und multikulturell und zeitgemäß?

091 What`s left?

ük. Werteverfall gibt es eben auch auf der ’Linken’. Ümmühan Karagözlü stimmt Arouet8 vom Blog arouet8.wordpress.com zu, der in seinem Essay (“Die Linken im Widerspruch zu ihren Ahnen“) vom 30. September 2008 den moralisch-ethischen Bankrott der einstigen Sozialreformer und Sozialrevolutionäre aufzeigt, die ihre Herkunft und ihr Wesen, ihre Berufung und ihre Daseinsberechtigung aus dem Blick verloren haben

092 Scharia für Pfadfinder

cd. Der Gründer der weltweiten Pfadfinderbewegung Lord Baden-Powell war ebenso idealistisch und sportlich wie er gutmütig und religiös war, ein netter Kerl, der nach seiner Militärkarriere in Afrika und Indien erfolgreich als Jugendarbeiter wirkte. Zeltlagerromantik und Selbsterfahrung, Teamfähigkeit lernen und völkerverbindende Freundschaft leben, Jungen und Mädchen aller Welt sollen in den Genuss der Erlebnispädagogik und Kleingruppenarbeit des Scouting kommen. Bemerkenswert: Von Zwangsverheiratung, vom Antijudaismus der Hadithen oder von einer Erziehung des Erweckens von Angst vor dem Höllenfeuer lesen wir bei “BP“ nichts. Seit wenigen Jahren jedoch finanziert das Königshaus der al-Sa’ûd großzügig eine ’Muslim Scouts’ genannte und an der wahhabitischen Umsetzung der ohnehin kulturrassistischen Pflichtenlehre der Scharia ausgerichtete ’Pfadfinderarbeit’. Saudi-Arabien also exportiert Erdöl und Moral nach Europa, der Hüter der Heiligen Stätten bringt beides ans Laufen: Ihre Zentralheizung und Ihre kommunale Erlebnispädagogik. Gut Pfad!

093 Risiko Monotheismus

ja. Kommentar von Jacques Auvergne zum Text ’Mose Superstar’ des Mathias Schreiber (2006). Sicherlich ist ein von Religion, Kunst oder Philosophie empfundener und postulierter allen Dingen gemeinsamer Sinn ein zweckmäßiger Wurzelgrund für universelle Menschenrechte und das Christentum, das den Menschen – jeden – als Ebenbild Gottes begreift zur Entstehung der UN-Charta von 1948 ein wesentlich eher geeigneter Trittstein gewesen als Scharia und Fiqh mit ihren Dogmen von Kufr, Dhimmi, Ridda und Judenhass. Hier bereits wird deutlich, dass es mit einem simplen ’Ich bin Monotheist!’ nun wirklich nicht getan ist, um als anständiger und reifer Mensch zu leben. Polytheisten oder Atheisten sind eben nicht prinzipiell als Barbaren oder Terroristen zu betrachten, sozialisierte Monotheisten nicht einfach sittlich ehrenhaft

094 Islam erweckt begründete Angst

ja. Niemand gibt gerne zu, Angst zu haben oder auch nur Sorge. Jeder trägt die Maske der Verwegenheit und Siegesgewissheit. Das aber könnte sich rächen. Wenn deutsche Islamfunktionäre sich zur Einführung der ganzen Scharia bekennen, dann darf uns, seien wir nun Muslime oder Nichtmuslime, sehr wohl Angst und Bange werden. Scharia und säkulare, freiheitliche Demokratie geht nicht zusammen. Und ein Bekenntnis zur irdischen Aussetzung der Scharia bringt derzeit kein deutscher Islamverband fertig. Solange aber bedroht der Islam unsere freiheitlich-säkulare Lebensweise ebenso wie unser Christentum oder Judentum. Warum wir vor dem Islam Angst haben müssen, zumindest große Sorge

095 Scharia macht Schule

ük, ja. Sozialpädagogische Analyse einer 2008 von Thomas Kufen, dem Integrationsbeauftragten der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen herausgegebenen Handreichung für Lehrer und Eltern. Autorin Lamya Kaddor ließ sich vom Pädagogen i. R. Joergen Nieland unterstützen und darf auf Steuerzahlerkosten für das voraufklärerische Wohlverhalten der Sunna und für die in Teilen grundrechtswidrige Pflichtenlehre der nach Vollständigkeit und Herrschaft strebenden Scharia werben. Die staatliche Schule soll die angeblich beglückt nach Sunna und Scharia strebenden muslimischen Kinder und Jugendlichen in dieser ihrer Besonderheit und Andersartigkeit berücksichtigen.

Droht der deutschen Pädagogik die ethno-religiöse Apartheid? Das wären allerdings ’Herausforderungen und Chancen in Bildungseinrichtungen’ (Titel der Handreichung). Allah als Alibi … einer Topographie der Gegenmoderne! Einer sozialen Landschaft, in der Neugier oder Zweifel, Weltbürgerlichkeit oder Feingefühl schlicht dysfunktional sind

096 Eigenprofil kopftuchfreie Schule

gs. Das Redeskript von Gabi Schmidt zur am 30 Januar in der Düsseldorfer Universität gehaltenen Rede ’Kopftuch ist Kinderrechtsverletzung’. In Zusammenarbeit mit der Kritischen Islamkonferenz fordert Schmidt die kopftuchfreie Schule, nötigenfalls eben gerne auch als die – schulgesetzlich gestattete – Akzentsetzung einer einzelnen Schule, das so genannte Schulprofil oder Eigenprofil. Schmidt betont, dass auch nichtmuslimische Schülerinnen und Schüler Opfer der sexualisierten, vormodernen Kopftuchdressur sind und unter dem Kopftuch einer Mitschülerin leiden, denn das Kopftuch schreit: “Ich gehöre dem Männerrecht der politischen Scharia an, ich werde von mahram und wali kontrolliert und verheiratet, Nichtmuslime sind wahrheitsleugnende Wesen geringeren sittlichen Wertes, das Wohlverhalten der Sunna und Scharia haben wir auch im Klassenzimmer jetzt und hier durchzusetzen.“ Unsere Lehrerinnen und Lehrer sollten diesen Text von Zeit zu Zeit einmal lesen

097 Femininer Dschihad. Der Angriff der Locken

ja. Eine Frau legt das Kopftuch ab. Nun ja, mögen Sie entgegnen, das kommt vor. Und erzählt überall aufgeregt herum, dass sie das Kopftuch abgelegt hat. Solange sie niemandem schadet, mögen Sie erwidern. Lassen Sie uns überlegen: Kann das sein, in TV, Tagung und Presse ohne eigenes Kopftuch kämpfen … für das hunderttausendfache Kopftuch? Doppelsinnig von Individualität, Interpretation, liebender Gottheit und Offenbarungskontext reden, um im Diesseits den totalitären Polit-Islam zu bestärken? Die listenreiche Kopftuchpolitik der Emel Zeynelabidin

098 Islam ist interreligiöse Pädagogik?

ja. Unter dem Namen Institut für interreligiöse Pädagogik und Didaktik (IPD) möchte man Lehrerinnen und Lehrer interreligiös dazu befähigen, Kindern den Islam beizubringen. Ein evangelischer Pfarrer aus Nachrodt in Westfalen findet diese Schariadidaktik völlig in Ordnung und verleiht Rabeya Müller (IPD) einen pluralistischen Preis. Offen bleibt die Frage, ob die im Sinne des IPD islamisierten Kinder für die allgemeinen Menschenrechte überhaupt noch Verwendung haben werden

099 Nürnberg und das Burka-Plakat

nn. Grenzenlose Toleranz – mit diesem Titel ist ein offener Brief überschrieben, der ein Touristen begrüßendes Werbeplakat treffend analysiert und kritisiert. Mitten aus einer fröhlichen Menschengruppe äugt eine unter einem radikalislamischen Stoffkäfig gefangen gehaltene Frau. Frauen entrechten und misshandeln, Brautpreise aushandeln, Nebenfrauen dazukaufen und Gattinnen verstoßen dürfen, dafür steht die Burka, jetzt auch auf dem Nürnberger Plakat

100 Kopftuchstreit am Speyer-Kolleg

nn. Speyer. Die am Eleonoren-Gymnasium Worms aufgrund ihres politreligiösen textilen Werbezeichens nicht eingesetzte Lehrerin ist von der zuständigen Behörde an das Speyer-Kolleg versetzt worden, auch dort erschien sie mit jenem ’Schamtuch’ (Feridun Zaimoğlu, andere Frauen und Kopftuchkritiker sind ’unverschämt’?), das, aus Sicht von Islamkritikern, jede Frau der politischen Scharia von Yūsuf al-Qaradāwi oder der Muslimbruderschaft unterordnet und jede nichtkopftuchtragende Lehrerin oder v. a. Schülerin als unsittliche Person definiert und stigmatisiert. Landtagsabgeordneter Dr. Axel Wilke (CDU) betont richtigerweise, dass das Kopftuch ein Menschenbild propagiert, das im Widerspruch zur freiheitlichen Demokratie steht und bedauert das Fehlen einer gesetzlichen Regelung. Leidtragende jener totalitären Sittenpflicht sind die Schülerinnen und Schüler, die demokratiebewusst ausrufen: “Wir fordern, dass Staat und Religion getrennt bleiben!“ Februar 2009, offener Brief

101 Integration oder Islamunterricht!

ük. Islamischer Schulunterricht richtet sich gegen Grundrechte, der Islam ist nicht schulfähig. Frauen sind ungleich zu behandeln, Nichtmuslime sind ungleich zu behandeln, echtes kritisches Denken beschädige die islamkonforme Sittlichkeit der Sunna und Abschottung zur kulturellen Moderne ist geboten. Ein Zwischenruf von Ümmühan Karagüzlü

102 Kirchliche Bildungsarbeit und Scharia

ja. Ein Theologe aus Südwestdeutschland kommentiert zu Nr. 042 (Karagözlü zu IKEA; Kopftuchstreit am Arbeitsplatz) und verteidigt jeden Kopftuchwunsch. Vom verpflichtenden Ausrichten am ’schönen Beispiel’ des Propheten, seiner Gefährten und der Frauen im asr as‑sa’adet weiß Dr. Krämer offenbar ebenso wenig wie von der Kopftuchpflicht des Yūsuf al‑Qaradāwi. Weiter kommentiert der Schwabe zu 043. (Autor zum kirchlichen Jugendverbandstreffen mit Funktionären der FEMYSO sprich Muslimbruderschaft). Die Muslimbruderschaft oder den radikalen politischen Islam (gar kritisch) zu erwähnen, hält Erwachsenenbildner Krämer für Zeitverschwendung

103 Das Islamseminar

ük, ja. Landauf, landab erhalten Dhimmis die Gelegenheit, sich über die Schönheiten von Sunna und Scharia zu informieren. Wer als Bildungswerk, Stiftung oder Wohlfahrtsverband auf sich hält, veranstaltet ein Islamseminar. Der orientbegeisterte Hausherr mietet sich akademische Mäuler, pardon, Islamwissenschaftler und lässt sie Rhetorik betreiben, Islamrhetorik, sei es, um für den Türkeibeitritt zu werben oder sei es, um das islamische Heirats- und Familienrecht wider besseres Wissen als grundrechtsverträglich darzustellen. Alle Arbeit für das Kalifat, oder: Spezies Islamreferent

104 Monsieur Ibrahim und die Rosen

cd. Monsieur Ibrahim und die Rosen heißt eine in Frankreich wie in Deutschland von politisch korrekten Lehrerinnen und Lehrern propagierte Lektüre, in der ein misshandelter Judenjunge nach dramatischen Umwegen zum Frieden einer bereichernden Religion findet. Jahrelang von seinem grausamen Judenvater misshandelt und belogen worden, findet er einen väterlichen, ethisch orientierten Freund im sozial integrierten Angehörigen der schulpolitisch korrekten Religion. Na, im Angehörigen des Hinduismus? Buddhismus? Taoismus? Shintoismus? Lesen Sie selbst

105 Spezies Migrationsforscher

kh, rw. Die Essener Soziologin Ursula Boos-Nünning war zeitweilige Direktorin der Universität und arbeitet seit Jahrzehnten zum Thema Migration. Roswitha Wilwerscheid und Karsten Hilchenbach wohnten 2008 einer Vorlesung der heiteren Dame zum Thema muslimische Migrantinnen bei. “Die fühlen sich nicht unterdrückt!“ rief Boos-Nünning fröhlich in die Runde, als es um das Thema arrangierte Ehen und Kopftuchpflicht ging. Der Fachfrau für Kopftuch, Koranschule und Virginität geht das Wort Scharia indes nicht über die Lippen. 2009 forscht Boos-Nünning wissenschaftlich zum VIKZ

106 Vatikan für Islamic Banking

ük, ja. Im Frühjahr 2009 ließ der heilige Stuhl in seiner hauseigenen Zeitung Wirtschaftswissenschaftlerin Loretta Napoleoni für schariakonforme Finanzprodukte (takaful, sukuk) werben. Zu den grausamen Seiten der kohärenten, auch nach ordnungspolitischer Totalität strebenden Scharia schwieg der Osservatore Romano indes unwissend oder aber feige. Nicht, dass der Petersdom das Kalifat ausruft

107 Hidschab, Kalifat, Frauenleib

ja. Eine Frau aus dem europäischen Kulturkreis wechselte ihren Namen aus Ariane in Faizah und bedeckte ihr Haupthaar mit einem Kopftüchlein, welches sich bei steigender Islamkenntnis in Haube zuzüglich Gewand und später zum Tschador verwandelte, um bei der Burka einschließlich Gesichtsschleier zu enden. Seitdem ward von Konvertitin Ariane nicht mehr viel gesehen, doch im Internet rührt Faizah die Werbetrommel für oder auch als faizah.de.vu – dort empfiehlt sich die Lektüre von Mein Weg zum Islam: “Meinen Mann habe ich am 16./17. Juni 2005 kennen gelernt“, der uns Abgeirrten und Unwissenden säkularen Muslimen, Ex-Muslimen oder Nichtmuslimen die Augen öffnet mit der Ermahnung: “Sie werden irgendwann für ihr Verhalten bestraft werden und es bereuen sich so verhalten zu haben.“

108 Institutionen der Scharia

ja. Fünfzig Jahre, nachdem der ägyptische Muslimbruder Said Ramadan seine Doktorarbeit an der Universität Köln geschrieben hat, gilt es Bilanz zu ziehen: Wie weit ist die Islamisierung Europas gelungen? Fatwa-Räte, Schariagerichtshöfe, schariakonfomes Bankwesen und die Lufthoheit über die Moscheevereine und Islamverbände haben sich zu einem ansehnlichen Kartell verflochten, dem die christlichen Kirchen und politischen Parteien multikulturell ergriffen zu huldigen beginnen

109 Said Ramadan

ja. Das islamische Recht (Islamic Law) erschien 1961 in London, Autor war der fromme Einwanderer Said Ramadan aus Genf, ein Antidemokrat und Muslimbruder. Zur Überwindung der ärgerlichen Demokratie benötigt der Islamstaat eine grundlegende juristische (religionspolitische) Schrift. Da mittlerweile prominente Europäer wie Erzbischof Rowan Williams, Lordrichter Nicholas Phillips und der in der Schweiz lehrende Sozialanthropologe Professor Christian Giordano die Zulassung von Teilen der frauenfeindlichen und menschenrechtsverhöhnenden, totalitären islamischen Pflichtenlehre (Scharia) gefordert haben, scheint Said Ramadans Buch zu lesen leider wichtiger denn je

110 Sufi, Rumi, Ban Ki-moon

ja. Der Allianz der Zivilisationen, türkisch-spanisches Gemeinschaftsprojekt mit dem Ziel, die Menschheit in Nichtmuslime und Muslime aufzuteilen, das Frauenrecht und Familienrecht von Fiqh und Scharia als demokratieverträglich zu erklären und Kleinasien zum Teil der Europäischen Union, durfte es an einem quasi‑katholischen Heiligen nicht mangeln. Mystiker Dschalal ad‑Din ar‑Rumi kam wie gerufen. Der mystisch Entrückte hatte mit der koranischen Verachtung von Juden, Christen und Frauen keine irdischen Probleme und fabrizierte entzückende Gedichte. Ban Ki‑moon bezeichnet sich öffentlich als sein Schüler und die UNESCO ernannte 2007 zum Jahr des Gedenkens an den “Maulana“ (Meister) Rumi. Kirchlich huldigt man mit “Dem Heiligen nachspüren“ (ev., Essen 2008) oder “Ein Lehrer der Gottesliebe“ (kath. und ev., beide Bonn 2007) dem Poeten Allahs

111 Kopftuchzwang

gs. Das Kopftuch dressiert die Besitzerin des geheiligt ekelbefrachteten Frauenleibes, eine totale Geschlechtertrennung innerseelisch zu bejahen und sexualpolitisch durchzusetzen. Der kopftuchbejahende Mann wird von der Logik des hidschab dazu gedrängt, die Frau als Mängelwesen zu betrachten, dessen man zur Fortpflanzung von Stamm und umma notgedrungen bedarf, dessen man sich jedoch schämen muss. Gabi Schmidt kommt zum Schluss, dass die Bundesrepublik das Kinderkopftuch völlig verbieten muss und dass allen Richterinnen, Schöffinnen, Lehrerinnen und kommunalen Angestellten die herrschaftliche Landmarke islamischer Sexualpolitik während der Arbeitszeit zu untersagen ist

112 Fatwa gegen FGM

ja. Mit Fatwas gegen FGM? Der Abenteurer und Survival-Experte Rüdiger Nehberg versucht, mit Hilfe der Menschheitsgeißel der Scharia die Menschheitsgeißel der weiblichen Genitalverstümmelung aus der Welt zu bringen. Dazu möchte er die mittelalterlichen, orthodoxen Theokraten ebenso gewinnen wie die halbiert-modernen islamistischen Theofaschisten. Was man wissen sollte: Wer Fatwa verlangt, erhält Scharia gratis

113 Islamkritisches Lied

pik. Aus Anlass der radikalislamisch unterwanderten UN-Antirassismuskonferenz in Genf im April 2009 fanden wütende Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter einen neuen Text zu Hannes Waders ’Bin auf meinem Weg, schon so lang’. Wader (“Seh die Welt oft im Traum / als Pilzwolkenbaum“) scheint Protest gegen Atombomben nicht länger wichtig zu sein, wenn es, Islam ist Frieden, nur ein revolutionärer Muslim namens Achmadinedschad ist, der die antikapitalistische Bombe baut?!

114 Die Migrationsforscherin

rw, kh. Ursula Boos-Nünning erforscht bekanntermaßen in der ersten Hälfte des Jahres 2009 die Schülerwohnheime des an der Scharia orientierten, reaktionären VIKZ. Dasss sie mit der Scharia keine Probleme hat, stellt sie allerdings schon seit längerem unter Beweis

115 Frauenhausarbeit

ük. Pünktlich zum Weltfrauentag 2009 gab ein Psychiater und Psychotherapeut aus dem Beraterteam einer Fluchthilfe- und Frauenrechtsorganisation sein äquidistantes, vielleicht ja hochaggressives Weltbild kund, das sinngemäß lautet: “Leben heißt leiden, muslimische Frau, erdulde das Böse, erduldet die Kopftücher und immer noch mehr Kopftücher! Unser völliges Nein zum säkular-staatlichen Kopftuchverbot!” Da traf er die richtige, Ümmühan Karagözlü, die den Fundamentalismusversteher energiegeladen abwatscht – verbal, versteht sich

116 Erlösung bringt die Inklusion?

ja. Dem orientalischen Patriarchalismus (Zwangsverheiratungen, Ehrenmorde) liegt Allahs ebenso grundrechtswidrige wie ewige Scharia zugrunde. An eben diesem Scharia-Islam (nicht kodifizierbar) und am Fiqh-Islam (geheiligte Gerichtsurteile) ist Europas zu bewältigende Integration gescheitert und wird sie weiter scheitern. Da musste rasch ein Zaubermittel her, ein pseudowissenschaftlicher Nebelschleier. Mythos Inklusion

117 Delara Darabi

Mina Ahadi: “Delara war mir wie eine Tochter.” Am Tag der Arbeiterbewegung, am ersten Mai 2009 wurde die zweiundzwanzigjährige Iranerin Delara Darabi hingerichtet. Als Siebzehnjährige war sie in einen Mordfall verwickelt, den sie wahrscheinlich gar nicht begangen, sondern um ihren Freund zu schützen anfänglich auf sich genommen hatte. Ein halbes Jahrzehnt verbrachte sie in der Todeszelle. Die unzähligen internationalen Proteste konnten sie nicht vor dem Henker des Unrechtsregimes Iran retten. Offener Brief der Gründerin und Vorsitzenden des Zentralrats der Ex Muslime, Mina Ahadi

118 Kinderkopftuch verbieten!

gs. Resolution gegen das Kinderkopftuch und gegen das Frauenkopftuch im öffentlichen Dienst. Eine pädagogisch vernünftige und nachhaltig demokratische Idee erscheint es auch uns, das Kopftuch als Gefährdung des Kindeswohls zu betrachten und als nicht vom elterlichen Erziehungsrecht abgedeckt. Eine Resolution aus dem Jahr 2009 verschiedener Frauenrechts- und Kinderrechtsorganisationen

119 Nilüfer Göle

ja. Eine Französische Soziologieprofessorin verteidigt das islamische Recht und den islamischen Fundamentalismus. Nilüfer Göle will die antidemokratische Scharia in den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat integrieren. Quo vadis Sozialwissenschaft?

120 Deutschland 2009, Iran 2009

gs. Sozialpädagogin Schmidt ruft auf, die Lage im repressiven Mullah-Regime noch wichtiger zu nehmen und erinnert an unsere grundgesetzlich verbürgten Freiheiten, die durch den politischen Islam und wohl auch durch anderen Gruppenchauvinismus oder Fundamentalismus gefährdet sind. Zum 23. Mai 1949 und zum theokratischen Kerker des Iran

121 Calvin und Mohammed

ja. Theologe und Christ Johannes Calvin (Jean Cauvin) kannte die Schriften des christlichen Theologen Michel Servet (Miguel Serveto), wurde seiner glücklich habhaft und ließ ihn auf feuchtem Laub zu Ehren des evangelisch-reformierten Gottes etwas außerhalb der Genfer Innenstadt verbrennen. Unter den Reformatoren war eben ein Freund der Todesstrafe für Ketzer und Gotteslästerer. 2009 begeht man das Calvin-Jahr … und huldigt der Islamisierung

122 Blumiger Koran?

cd. Ein Mensch namens Yuki kommentiert Text 104 von Cees van der Duin zu der den geheiligten Apostatenmord und den wali mudschbir verschweigenden Schullektüre ‘Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran’, jenes Kinder dezent manipulierende Substitut Heiliger Schrift der den Bambi-Islam ersehnenden deutschen und französischen ausgewachsenen Gutmenschen. Antwort des Angesprochenen Niederländers

123 AStA Bochum

gs, er. In buchstäblich letzter Minute lud der AStA der Uni Bochum einen offensichtlich allzu unbequem denkenden Wissenschaftler aus. Am 25. Mai hätte der Vortrag Islamismus als religiöser Totalitarismus stattfinden sollen. Will die Studentenvertretung der Schariakritik im wahrsten Sinne keinen Raum mehr geben? Ein offener Brief von G. Schmidt und E. von Roy

124 Ministerielle Scharia

ja. Im Jahre 2000 gab das Düsseldorfer Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit die Handreichung ‘Multikultiviert oder doppelt benachteiligt? Die Lebenslage von Mädchen und Frauen aus Arbeitsmigrationsfamilien in Nordrhein-Westfalen’ heraus. Drei Wissenschaftlerinnen dürfen, von Allahs theologischen Körperstrafen abgesehen, dort auf Kosten des Steuerzahlers so ziemlich jeden Aspekt der islamischen Pflichtenlehre mit Zähnen und Klauen verteidigen

125 Türkische Muslime in NRW

ja. 1994 und 1995 entstand die Broschüre ‘Türkische Muslime in Nordrhein-Westfalen’. Yasemin Karakaşoğlu kann als Urheberin gelten und Lebemann Faruk Şen vom Essener Zentrum für Türkeistudien dürfte den Geist des Büchleins nicht unwesentlich mitbestimmt haben. Heraus kam Islambeschönigung vom Feinsten einschließlich Kopftuchwerbung und der unsäglichen Behauptung einer islamseitig angeblich erwünschten Gleichheit aller Menschen vor Gott. Herausgeber dieses gefährlichen Unsinns war das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

126 Wer definiert die Grenzen der Toleranz?

ja. An der Frankfurter Universität hielt Yasemin Karakaşğlu-Aydın, damals GH Essen, im Juni 1999 den esoterisch und gegenmodern ausgerichteten Vortrag ‘Wer definiert die Grenzen der Toleranz? Kopftuch, Koedukation und Sexualkundeunterricht’. Begeistert rief uns Karakaşuğlu dazu auf, den Gesichtsschleier (niqāb) im Klassenzimmer zu dulden und kann sich dabei immerhin auf die reaktionären Islamisierer Salim el-Bahnassawy und Adnan Aslan berufen

127 Velāyat-e faqīh. Iran 2009

ja. Kleine iranische Landeskunde. Drei Jahrzehnte geheiligter Polizeistaat sind mehr als genug. Das Volk will diese Regierung nicht mehr. Nieder mit dem Mullah-Regime! Zende bad āzādī! Marg bar dschomūrīy-e eslāmī!

128 Studentin Nedā erschossen

ja. Nach der ganz offensichtlich gefälschten Präsidentschaftswahl beginnt der geheiligte Terror-Staat damit, seine mutigsten Bürgerinnen und Bürger zusammenzuschlagen, zu foltern und zu erschießen. Ihrer Familie wurde der Leichnam nicht ausgehändigt, den Nachbarn befohlen, keine Beileidsbekundungen auszusprechen. Mittlerweile haben Nedas Eltern die eigene Wohnung in der Meshkini-Street, in der auch Tochter Nedā Sālehi Āġā Soltān lebte, zwangsweise räumen müssen

129 Verschleierte Wirklichkeit

ja. Rezension zu Christina von Braun und Bettina Mathes kulturwissenschaftlichem Flickwerk aus Antietatismus, lustvoller Selbsterniedrigung, xenophilem Bauchgefühl und orgiastischer Islamverherrlichung des Titels ‘Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen’ Als Satire wäre es urkomisch, leider meinen es die beiden Damen ernst. Vorwärts, Europa, auf ins Kalifat

130 Marx statt Mohammed?

ja. Mithra, Mani und Marx waren auf der Suche nach dem schuldlos-reinen Staat. Daran, dass die schiitisch-faschistische Diktatur von Ayatollah Chamenei und Präsident Ahmadinedschad schuldig ist, besteht sicherlich kein Zweifel, doch sollte der Iran der Zukunft weder der nationalistischen Militärdiktatur noch dem marxistisch-sozialistischen Staatskult huldigen. Das aus Gnosis und Manichäismus bekannte dualistische Denken scheint sich immer dann einzustellen, wenn Staat zum Kult wird. Die jenseitige Höllenqual ihrer Mahner Mani und Mohammed lässt sich ohne viel Aufwand im sowjetischen GULag oder auf Pekings Tian’Anmen-Platz irdisch-volkspädagogisch inszenieren

131 Die eingebildete Hölle flackert unter dem Kopftuch

ja. Eine radikal islamisierte Frau Fatima Chérif beliebt, ihr sakramentgleich geheiligtes Kopftuch über Ohren, Nacken und Nase bis zu den Füßen wallen zu lassen. Das gruselige Ding heißt dann beispielsweise arabisch ǧilābah, Plural ǧilbāb oder persisch pardā und, weil das Gesicht ausgelöscht ist, zusätzlich türkisch peçe oder arabisch niqāb. Der hiǧāb, der Ganzkörperschleier, aus wahhabitischer oder salafistischer Sicht am besten zusätzlich mit Gesichtsbedeckung, sichert dem Weibe den prekären Eingang ins Paradies, jedenfalls potentiell.

Alle undankbaren Verweigerinnen der totalen Bedeckung indes dürften mit einiger Gewissheit in der Hölle brutzeln und ewig schreien, wovon man sie hienieden dann und wann mit einigem Druck, bedarfsweise gewaltsam, abhalten sollte. Çarşaf (Vollgespenst) gibt es leider inzwischen auch türkisch. Und nicht vergessen: Es gibt keinen Zwang im Glauben

132 Marwa el-Sherbini

ük, ja. Ein ausgesprochener Fremdenhasser schmuggelte am 1. Juli 2009 ein Messer in den Dresdner Gerichtssaal und erstach die ägyptische Pharmazeutin Marwa ash-Sharbini. Ein schrecklicher Mord, der durch nichts zu verteidigen ist und den es zu verhindern gegolten hätte. Islamisten in Indonesien, Ägypten und in ganz Europa instrumentalisieren die Bluttat für ihre Zwecke und verkaufen die Ermordete als shahida hijab (shaheedatul-hijaab, englisch headscarf martyr, The Hijab Martyr, The Martyr of the Hijab), das heißt: als Märtyrerin des Kopftuchs, als Kopftuchmärtyrerin. Ziel dieser gegenmodernen Kräfte ist es, im Sinne der antidemokratischen Scharia in Europa Rechtsspaltung zu betreiben beziehungsweise die seit 1789 und 1945 deutlich säkular gedachten europäischen Staaten kultureller Moderne legalistisch auszuhöhlen. Überraschenderweise ziehen Deutschlands schariatreue Islamverbandsfunktionäre hierbei mit flackeräugigen salafistischen Predigern am selben Strick

133 Dr. Shahid Athar

cd. Ein amerikanischer Mediziner will alle US-Muslime auf den Pfad der Tugend sprich der Scharia führen. Dr. Athar verharmlost dschizya und dhimma und spekuliert über eine parallelgesellschaftliche, vollumfängliche islamische Lebensweise, die der er als Abkehr vom gesamtgesellschaftlichen sprichwörtlichen Schmelztiegel (The Melting Pot, 1908) einer offenen Gesellschaft preist. Das Kalifat der Salatschüssel sei die humanere Lösung. Irgendwo sichtbare Nacktheit oder auch schulischen Aufklärungsunterricht hält der Endokrinologe aus Indianapolis für Pornographie, welche die verführten Entenküken und Muslime direkt in die Flammen der Hölle führen würde

134 Dr. Sabine Schiffer

ja. Die dschihadfreundliche Pazifistin und Leiterin des Erlanger Instituts für Medienverantwortung scheint einen derartigen Hass gegen die säkulare kulturelle Moderne und die parlamentarischen Demokratien Europas zu haben, dass sie die weltweit tätige, aggressive politische Bewegung des Scharia-Islam genüsslich unterstützt. Die Erosion unserer noch an den allgemeinen Menschenrechten und den deutschen Grundrechten ausgerichteten Lebensweise wird somit auch mal von einem Kartell aus Islamisten und schariakompatiblen Friedensbewegten betrieben, eine multikulturelle Mischung, welche unsere Pädagogen und Kleriker kraftvoll prägt

135 Das Buch der Weisungen für Frauen

ja. Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī (Abu al-Faradsch Ibn al-Dschauzi) war ein islamischer Gelehrter, der im Jahre 1200 nach Christus verstarb und dessen Schriften bis heute für den sunnitischen Islam namentlich für die Hanbaliten von recht hoher Verbindlichkeit sind. Insonderheit ist Ibn al-Ǧauzī Fachmann für islamisches Frauenverstehen. Es gilt, das muslimische Weib und damit umma und Großfamilie vor den Flammen der Hölle zu schützen. Dazu werden weibliche Genitalien islamisch verstümmelt und vom Ehemann sakramental Peitschenhiebe ausgeteilt

136 Iman Attia (I)

ja. Erziehungswissenschaftlerin Iman Attia forscht auf an fundierter Esoterik und Dilettantismus schwerlich überbietbarem Niveau seit nahezu zwei Jahrzehnten zum Thema Islamfeindlichkeit und lehrt an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin. Gegen Europa schwingt die Wissenschaftlerin bei ihrer Verteidigung des sexualisierenden ḥijāb die Kolonialismuskeule. Mit der Gottesstaatlichkeit der Scharia hat Frau Attia keine Probleme, Pressefreiheit im Nahen Osten, Gleichbehandlung der Nichtmuslime in Islam oder nahöstlicher Politik vermisst sie nicht

137 Iman Attia (II)

ja. Iman Attia verteidigt den wali mudschbir, die schafiitische FGM und das iranische Blutgeld nebst Todesstrafe oder kennt den Islam nicht, jedenfalls hat die entgrenzt kultursensible Dozentin ein neues Buch geschrieben. Angehende oder ausgebildete Sozialarbeiter und Sozialpädagogen sollten das ‘postkoloniale’ Machwerk unbedingt einmal unter die Lupe nehmen: Die »westliche Kultur« und ihr Anderes – Zur Dekonstruktion von Orientalismus und antimuslimischem Rassismus

138 Islamisator Dr. Rohe

ja. Zum 2009 erschienenen, ernst genommen die Demokratie zerstörenden Buch des schariakonformen Regierungsberaters Mathias Rohe: »Das islamische Recht – Geschichte und Gegenwart«. Das Islamische Recht heißt fiqh und ist die (gesetzesreligiös) umgesetzte, kulturrassistische Scharia. Jurist und Islamfreund Rohe aus Erlangen hält den fiqh für reformierbar. Freunde der Säkularität sehen das anders, für sie bedeutet kulturelle Moderne Ablehnung von repressiven Religionsgesetzen, Bürgerrechte für alle und jeden, verhinderte Rechtsspaltung und damit fiqh-Gegnerschaft

139 Dhimma 2009: Scouting & WAMY

cd. Dass Muslimbruderschaft und Wahhabiten Jugendgruppenleiterseminare und Jugendverbandsarbeit bezahlen hat sich herumgesprochen (vgl. Baustein 043. Jugendverbände und FEMYSO in Vólos (Griechenland) sowie 092. Saudis, WAMY, Muslim Scouts (u. a.: Schweiz). Vom 21. bis zum 25. Oktober 2009 tagt das 3rd World Scout Inter-religious Symposium in Kampala (Uganda), Organisator ist das World Scout Inter-religious Forum (WSIF), muslimischerseits damit die International Union of Muslim Scouts (IUMS). IUMS gehört zur radikalislamischen World Assembly of Muslim Youth (WAMY, BRD: Ibrahim el-Zayat) sprich Wahhabiyya plus Muslimbruderschaft und das bedeutet, Kampala 2009 ist für Pfadfinder ungeeignet. Ein Boykottaufruf von Cees van der Duin

140 Charta der FIOE

ja. Kommentierte deutsche Übersetzung der am 10. Januar 2008 in Brüssel verabschiedeten, 26 Punkte umfassenden »Charta« der Federation of Islamic Organisations in Europe (FIOE). Die FIOE ist der europäische Teil der weltweit arbeitenden, gegendemokratisch ausgerichteten Muslimbruderschaft. Generaldirektor der FIOE ist der italienische Ingenieur Imad (Emad) al-Banani, noch für Italien bei der FIOE führend ist der in Mailand (Milano) lebende Jordanier Ali Abu Shwaima, für Europa und besonders Frankreich spricht FIOE-Präsident Chakib ben Makhlouf (Benmakhlouf) und für Deutschland der bemerkenswert eigenschaftslose gebürtige Marburger Ibrahim el-Zayat

141 Allah in Penzberg

ja. Der Herrscher von Schardschah bezahlte die mit einem Architekturpreis ausgezeichnete Moschee von Penzberg, der kurdischstämmige Soziologe Rauf Ceylan preist die Gemeinde öffentlich als modern und autonom und GRÜNEN-Politiker Cem Özdemir eilt herbei und weiht die Solaranlage auf dem Moscheedach ein. Jetzt wollen Imam Benjamin Idriz und der spendable Scheich al-Qasimi III ein »Zentrum für Islam in Europa« aufbauen, am liebsten in die Münchener Universität integriert. Der Landtagsabgeordnete (Martin Neumeyer) schnappt sich seinen Landtagspräsidenten (Alois Glück) und jettet in die Emirate. Nur die den Penzberger autonomen und modernen Allahdienern nachweisbare einstige Nähe zu Milli Görüs stört das oberbayerische Idyll

142 Tag der Deutschen Einheit

bpe. Aufruf der Bürgerbewegung Pax Europa e. V. zur Kundgebung auf dem Breitscheidplatz vor der Berliner Gedächtniskirche am 03.10.2009. Den deutschen Nationalfeiertag, auf den die Parteigänger des Scharia-Islam listig ihren Tag der offenen Moschee positioniert haben, gilt es, sich im Geiste der universellen Menschenrechte, der Staatsbürgerlichkeit und der Säkularität zurück zu erobern

143 When will they ever learn?

ük, ja. Islamkritisches Lied zum Tag der Deutschen Einheit 2009 auf das romantische Friedenslied »Where Have All The Flowers Gone« von Pete Seeger. Unter Verwendung von Fragmenten seiner auch über Friedensbewegung, Liedermacherszene und Jugendarbeit bekannt gewordenen Übersetzung von Max Colpet (Kolpenitzky) »Sag mir, wo die Blumen sind«

144 Allahs Diplomat

ja. Zu: Murad Wilfried Hofmann: »Der Islam als Alternative« (1992). Ungeniert wirbt Allahs Diplomat für die Installation der islamischen Scharia-Staatlichkeit. Bei mehrheitlicher Akzeptanz der reaktionären Ideologie des Herrn Hofmann wird die Gesellschaft ein souveränes Volk oder gleiche Rechte für die Frau nicht länger benötigen. Das siebzehn Jahre alte, nach der göttlichen Gesellschaftsordnung rufende Buch sollte Deutschlands Säkulare alarmieren

145 Arrangierte Ehe und Boos-Nünning stoppen!

rw, kh. Dr. Ursula Boos-Nünning will, dass Pädagogik und Gesetzgebung die Stammeskultur der arrangierten Ehe als Lebensform akzeptieren. Die seit 1971 mit Integration und Migration befasste Essener Professorin verteidigt den patriarchalischen orientalischen Stamm und dessen vormoderne, in der Bundesrepublik eben auch gegenmoderne Kultur des Tochtertauschens. Wie nebenbei wirbt die Islamverteidigerin gegen Koedukation und für das Kopftuch. Migrationspädagogin Boos-Nünning jubelnd: Die sind nicht unterdrückt! Manche Sozialpädagogen sehen das zum Glück anders und verlangen das Recht jeder jungen Frau auf einen absolut selbst gewählten Lebenspartner, der ja auch mal weiblich sein kann oder als Programm gänzlich ausfallen. Von Roswith Wilwerscheid und Karsten Hilchenbach

146 Arrangierte Ehe und Straßburger stoppen!

rw, kh. Als wäre das Treiben der Boos-Nünning (vgl. vorheriger Text) nicht Ärger genug, hat sich ihre akademische Schülerin Gaby Straßburger auf die Reise durch die besonders kultursensiblen Zonen Deutschlands begeben, um in Hochschulen, Ratssälen, Gewerkschaftshäusern und Stadthallen für das ‘Recht’ der Homo-Sapiens-Subspezies namens Muslimfamilie auf das Verheiraten ihrer Töchter (und Söhne) zu werben. Interkulturalistin Straßburger vertuscht die (islamrechtlich gedeckten) Kinderehen und die schreckliche (genetisch risikoreiche) Cousinenheirat. Sozialpädagogische Analyse zweier Redetexte der theoretischen Kinderverkupplerin »Heiraten – Ein Prüfstein für Integration?« (2002) und »Arrangierte Ehen sind keine Zwangsehen!« (2005) von Roswitha Wilwerscheid und Karsten Hilchenbach

147 »Wege zum Miteinander«

ja. Deutschland 2005, der Dialog ist voll ausgebrochen. Gaby Straßburger und Hans-Christian Ströbele betreiben die Begegnung mit dem Islam engagiert, als linke Gutmenschen frohlocken sie zur (Kopf)Tuchfühlung mit dem Berliner Dunstkreis der Muslimbruderschaft. Bei derlei demokratiegefährdendem Ringelpiez sind wir zum Beobachten im Sinne des etwas voyeristischen “Wer mit wem?“ leider gezwungen. Und staunend erblicken wir lauter kleine Kalifen: IBMUS, INSSAN, MJD, ZMD, DMK-Berlin …

148 Die Linke schwenkt ins islamische Magnetfeld

a8, ja. Durch den Nebel der Wertebeliebigkeit dringen die Kräfte eines neuen Nordpols. Gedanken zweier Islamkritiker zur Islamisierung Europas. Die ihrer Aufgaben, Werte und Berufung schludrig verlustig gegangene europäische politische Linke, nicht zuletzt diejenige des deutschen Sprachraumes, wird für den neuen arabischstämmigen Herrschaftskult gleichsam magnetisch. Von arouet8 (“Der Magnetismus des Islams auf die Linke”) und, davon inspiriert, von Jacques Auvergne (“Allah als der neue Nordpol”)

149 Unverständliches Gebetsraumurteil

ja. Jetzt ist es amtlich: Yunus, der 16jährige Sohn eines Konvertiten darf seinen Gebetsteppich ausrollen. Berliner Fatwa, ach nein, Berliner Gerichtsurteil. Für den seit zwei Jahren schwelenden Fall am Diesterweg-Gymnasium war ausgerechnet Islamfreund Mathias Rohe Gutachter

150 Petition zum Gebetsraumurteil

gs, er. Petition vom 22.10.2009, Geschäftszeichen 5314/16 »Kurzfristige Einlegung von Rechtsmitteln gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts zum Islamischen Gebet in staatlichen Schulen.« Von Gabi Schmidt und Edward von Roy. Plausibel argumentiert. Recht so, wollen wir etwa kleine Moscheen an jeder Schule?

151 Barbara John

ja. Betrachtung des Textes »Eine fahrlässige Debatte« (Barbara John 2004). John ist vor 27 Jahren zur ersten Ausländerbeauftragten Berlins gewählt worden und verherrlicht seither den sexistischen und repressiven Hidschab, jene Kriegsflagge des radikalen Islam

152 al-Maududi: »Khutabat. Fundamentals of Islam«

ja. Sayyid Abu l-Ala al-Maududi ist der Gründer der radikalislamischen und dabei missionarisch-elitären Partei Jamaat-e-Islami (JI). Die Schriften des vor drei Jahrzehnten verstorbenen Beeinflussers beispielsweise der Muslimbruderschaft werden weltweit gelesen, nicht zuletzt die posthum erschienene Sammlung »Chutabat. Grundlagen des Islam«

153 Melanie Miehl: »Frauen und Islam«

ja. Betrachtung eines islamverherrlichen Textes der Melanie Miehl (Christlich Islamische Gesellschaft) aus dem Jahre 2005. Unter Aufbringung aller Kräfte, nahezu bar jeder Kenntnis über den Islam und bei großzügiger Auslassung von argumentativer Logik und universell-menschenrechtlichem Anspruch wird das reaktionäre Frauenbild der Scharia als demokratieverträglich dargestellt

154 Save Ehsan Fattahian from execution

rh. Eilaktion zur Rettung eines kurdischen Aktivisten im Iran. Von Reza Hiwa am 08.11.2009. Gegen Fattahian hatte der faschistische islamische Staat die Todesstrafe ausgesprochen. Update: Ohne Erfolg, das Todesurteil wurde am 11.11.2009 vollstreckt

155 Bekir Alboğa im Kölner Rathaus

ja. Zum Tag der Religionen lud Köln Oberbürgermeister Jürgen Roters am 12.11.2009 zu einer glitschigen Bühnenschau namens Dialog. Das Publikum durfte den Würdenträgern lauschen, die über »Religionen und die Zukunftsaufgaben in der Gesellschaft« sinnierten, mitreden durfte das Volk freilich nicht. Unter den Ehrengästen oder Rednern prangten Bischöfe, ehrbare Dialogveteranen, bekannte Islamisten und der Düsseldorfer Integrationsminister Armin Laschet

156 Herr Micksch wittert antimuslimischen Rassismus

ja. Zum Buch »Antimuslimischer Rassismus. Konflikte als Chance« (2009). Das interreligiöse Gruselkabinett der deutschen Scharialobby wird von einem hessischen Theologen und Sozialwissenschaftler nett arrangiert und uns im Herbst 2009 in Buchform angeboten. Machtbewusste linke Gutmenschen wie Roberto Ciulli, Dieter Oberndörfer und Birgit Rommelspacher huldigen dem antimodernen, kulturrassistischen Gesellschafts- und Menschenbild des orthodoxen Islam

157 La Convivenzia statt Islamfeindlichkeit

ja. Zum Buch »Vom 11. September zum 20. März« (2009) von Peter Heine (Zentrum Moderner Orient) und Haitham Aiash (Allahkratie Saudi-Arabien). Unter besonderer Berücksichtigung der Aufsatze von Dr. Hamid bin Ahmad al-Rifaie: »Eine Zukunft für den Dialog zwischen Muslimen und dem Westen« sowie Christoph Elsas: »Wieviel Freiheit der Religion verträgt die deutsche Gesellschaft?« Widerlegung der These, dass die kulturrassistische, schariakompatible Toleranz der Convivenzia (Américo Castro) des mittelalterlichen Andalusiens für eine säkulare Gesellschaft ein Vorbild sein kann

158 Islamkritisches Lied

ük, ja. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird am 10.12.2009 stolze 61 Jahre alt. Anlass genug, einen Blick auf die moralisch gescheiterte Achtundsechzigerbewegung zu werfen, insbesondere auf ihren friedensbewegten Flügel, der mit der Deklassierung der Frau im orthodoxen Islam seit vier Jahrzehnten keine Probleme hat. Die eingängige Melodie des Protestsongs »Es ist an der Zeit« von Hannes Wader („Weit in der Champagne im Mittsommergrün“) bedarf schleunigst der Korrektur, denn mit dem „Ja auch dich haben sie schon genau so belogen“ haben wir längst die heutige junge Generation zu warnen, ob aus nichtmuslimisch oder muslimisch geprägten Elternhäusern. Die heutigen „Lügner“ sind die arbeitsteilig den Dialog betreibenden Lobbyisten aus Staat, Kirche und Islamverbänden, und vielleicht ist ja auch mal ein Kommunist dabei

159 Cerić: Declaration of European Muslims

ja. Wie zufällig in der kroatischen Hauptstadt weilend, verkündete Bosniens Großmufti am 24.02.2006 seine »Declaracija Evropskih Muslimana. Erklärung der europäischen Muslime«. Wenn man den Text ganz ernst nimmt, wird man ihn als Aufruf zum Aufbau der Sonderstaatlichkeit betrachten können und zugleich als unbescheidene Selbstkrönung als Kalif und Emir. Man sollte es wohl vermeiden, die Declaration für halbernstes Maulheldentum zu halten oder für eigenwillige Spiritualität, denn der Wunsch nach einer Rechtsspaltung (zunächst) im Familienrecht ist eindeutig: Opening the way for the Muslim law

160 Karakaşoğlu 2009

ja. Zum Text »Islam als Störfaktor in der Schule« (2009), den die Bremer Turkologin und Erziehungswissenschaftlerin bei Herausgeber Thorsten Gerald Schneiders (in: »Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen«) veröffentlichen durfte. Ohne ein persönliches Bekenntnis zur repressiven, antiwissenschaftlichen und sexistischen Scharia gelingt es der universitären Ziehtochter von Ursula Boos-Nünning, radikalislamische Verhaltensweisen im Schulgebäude und Klassenzimmer zu verteidigen und die künftige Schule islamkonform (revolutionär gegenmodern) umzubauen, selbstverständlich ganz unverbindlich. Wenig verhohlen ermuntert Karakaşoğlu dazu, an den universellen Menschenrechten orientierte Islamkritiker in Elternschaft, Lehrerzimmer oder Schülerschaft nach Kräften als Ewiggestrige, Eurozentriker und Fremdenfeinde zu diffamieren

161 Schützt uns eine Rechtsaußenpartei vor dem Politislam?

er. Der organisierte (politische) Islam wird die säkulare Demokratie zerstören müssen, dazu zwingen ihn Koran und Scharia, und das gleich IN SAECULA SAECVLORVM. So weit, so schlecht. Gastautor Edward von Roy verwirft die Lösung gewisser Rechtspopulisten, mit dem Werkzeug einer Anti-Islam-Partei gegen die Parteigänger der Scharia vorzugehen und begründet das unter Verwendung der Sinnbilder von Hammer und Amboss sowie der zerfließenden Uhren des Salvador Dalí. Nach der Auffassung des Diplom-Sozialpädagogen ist jede Politik werdende Berücksichtigung von Islamgott inklusive Islamteufel, auch der parteibildende Kampf gegen derlei Magie und Barbarei, selber ein Steigbügelhalter des Kalifats, sei es als den Islam großzügig verwendender Nationalismus oder Faschismus oder aber als Kartell panischer Fehlgeleiteter, als, muslimbruderseits hoch erwünschte, verschreckte Schafherde von Dhimmis

162 Der »Mizan al-’Amal« des al-Ghazali

ja. Auf der Schultafel wird fehlerhafte Kreideschrift mit einem Lappen weggewischt. Aus orthodox islamischer Sicht gilt es ganz entsprechend, fehlerhafte Lebensweisen und Gesellschaftsformen auszuradieren und durch die zu Schriftzeichen gewordenen Befehle der Gottheit zu ersetzen, die sogar die ursprünglicheren Anweisungen seien, der menschlichen Intelligenz und Schamhaftigkeit ebenso wundersam entsprechend wie der geheiligten Entrechtung der Frauen und Nichtmuslime. Ein neunhundert Jahre altes textgewordenes Instrument zum frommen Beseitigen alles Nichtislamischen stammt aus Hirn, Tuschefässchen, Hand und Rohrfeder des machtbewussten Abū Ḥāmid Muḥammad bin Muḥammad al-Ġazālī. Der »Mīzān al-ʿAmal«, das Kriterium des (deine Seele rettenden) Handelns

163 Rauf Ceylan

ja. Wenn Schariaversteher Rauf Ceylan über den Islam schreibt, zieht er kraftvoll an der Wahrheit vorbei und titelt entsprechend. Wenigstens das. »Am wahren Leben vorbei« (DER SPIEGEL 13/2010)

164 Petition an Europa: Gegen den Hidschab

gs. Sozialpädagogin Gabi Schmidt ermuntert den Europarat am 22.11.2009, den Schleier im Öffentlichen Dienst zu verbieten und den Gesichtsschleier im Öffentlichen Raum. Schmidts Petition wird wenig später abgelehnt, Europa übt sich in entgrenzter Toleranz

165 Sultan Tariq

ja. Gedanken zu Tariq Ramadan »Islam: Le face à face des civilisations. Quel projet pour quelle modernité?« (1995), deutsch als »Der Islam und der Westen. Von der Konfrontation zum Dialog der Kulturen« (2000). Von Jacques Auvergne (2010)

166 Petition an die BRD: Gegen die Burka

gs. Die uns aus Text 164 bekannte Sozialpädagogin und Islamkritikerin Gabi Schmidt legt der Berliner Bundesregierung nahe, den radikalen Ganzkörperschleier und den Gesichtsschleier im Öffentlichen Raum zu untersagen. Mittlerweile ist die Petition abschlägig bewertet worden, die Bundesregierung sieht den Verzicht auf ein Gesicht als Ausdruck gelebter religiöser Freiheit und freier Entfaltung der Persönlichkeit

167 Muhammad Hamidullah

ja. Muhammad Hamidullah stammte aus Indien, forschte gegen Ende der Weimarer Republik im rheinischen Bonn und lebte danach überwiegend in der Hauptstadt Frankreichs. Sein »Initiation à l’Islam« (Paris 1963) wurde als »Der Islam. Geschichte, Religion, Kultur« (Genf 1973) ins Deutsche übersetzt. Jacques Auvergne analysiert den 47 Jahre alten Text eines vor allem in der Türkei rezipierten hanafitischen Ideengebers

168 Lamya Kaddor

ja. Die Vorzeigepädagogin Lamya Kaddor schreibt 2010 über sich, den Islam und den Islamischen Religionsunterricht: »Muslimisch, weiblich, deutsch! Mein Weg zu einem zeitgemäßen Islam«

169 Muslim Brotherhood: »The Project«

ja. Der Geheimplan der Muslimbruderschaft zur Islamisierung Europas ist datiert mit dem 01.12.1982 und fand sich am 07.11.2001 bei einer antiterroristischen Razzia in der Villa des Herrn Nada. Der immer noch allzu wenig bekannte Text wird »The Project« oder »Das Projekt« genannt. Jacques Auvergnes Neuübersetzung ins Deutsche auf Basis der französischen Übersetzung aus dem Arabischen von Frau Rawdha Cammoun

170 Ali Schariati, Teil 1

ja. Islamkritische Betrachtung zu »Wo fangen wir an?« (1971)

171 Ali Schariati, Teil 2

ja. Islamkritische Betrachtung zu »Das Menschenbild im Marxismus, in anderen abendländischen Denkschulen und im Islam« (1965-1970)

172 Ali Schariati, Teil 3

ja. Islamkritische Betrachtung zu »Exploitation und Raffinierung der kulturellen Quellen« (gehalten in Abadan)

173 Ali Schariati, Teil 4

ja. Islamkritische Betrachtung zum Abschnitt »Der Entwurf einer Schule« aus Ali Schariatis »Die Islamkunde«, Teheran um 1970

174 Mahmoud Zakzouk, Allahs Münchner Philosoph

ja. Zum Interview »Es gibt Auffassungen, die verändert werden können« mit dem ägyptischen Religionsminister und 1933 geborenen Philosophen Prof. Dr. Maḥmūd Ḥamdī Zaqzūq

175 Ayatollah Chomeini: Wilayatu l-Faqih

ja, sg (ṣġ). Gedanken zum »Velāyat-i Faqīh« des Chomeini (Nadschaf 1970). Von Jacques Auvergne (2010)

176 Hasan Hanafi

ja. Zum Text des Ḥasan Ḥanafī »Die Aktualität eines ‘linken Islam’« (aus: »Gesichter des Islam, 2. Orient-Tagung im Haus der Kulturen der Welt«)

177 Protest gegen »Islamische Studien«

ma, gs. Köln im Juli 2010. Bundesbildungsministerin Annette Schavan betreibt die Islamisierung der Wissenschaften und lädt über den Wissenschaftsrat (WR) Schariafreund Mathias Rohe, Bosniens Großmufti Mustafa Cerić vom kalifatstreuen ECFR, Ägyptens radikalislamischen Religionsminister Zakzouk und Irans die religiösen Steinigungen billigenden Ex-Präsidenten Chatami nach Köln. Dagegen protestieren die übergangenen deutschen Staatsbürger, immerhin der (in Verflüchtigung befindliche) Souverän. Ein kluger Aufruf aus dem Kreis und Freundeskreis der Ex-Muslime

178 Islamische Studien. Presseerklärung

Zentralrat der Ex-Muslime, der Osnabrücker Hintergrund-Verlag, Internationales Komitee gegen Steinigung und Todesstrafe, Verein für Sprach- und Lernförderung I.so.L.De. Presseerklärung gegen den Aufbau von theologisch orientierten „Islamischen Studien“ an deutschen Hochschulen

179 Zakzouk und die »Interpretationen«

ja. Zum neunzehn Jahre alten Text des ägyptischen Islampolitikers Mahmoud Zakzouk »Ein Islam und viele Interpretationen«, 1991 in Berlin gehalten auf der 2. Orient-Tagung im Haus der Kulturen der Welt

180 Nadeem Elyas 1997

ja. Nadeem Elyas: »Das weiche Wasser wird besiegen den harten Stein«

181 Lied: Dunkel das Land

pik. Protestsong (2010), Bundesbildungsministerin Annette Schavan zur Mahnung

182 Kommt der Rechtspluralismus?

ja. Gastbeitrag anlässlich der WR-Tagung zur geplanten universitären, schariabasierten Imam-Ausbildung. Edward von Roy warnt vor einer religiös begründeten Rechtsverschiedenheit nach malaysischem oder indischem Vorbild

183 Gelehrte Scharia an der Universität?

ma, gs. Die Menschenrechtsaktivistinnen Mina Ahadi und Gabi Schmidt protestieren im Juli 2010 gegen das offiziell betriebene Einfügen der Scharia in die Theologenausbildung deutscher Universitäten

184 Schiffauer verspürt den Nachislamismus

ja. Zum Buch des Falaturi-Preisträgers und Kulturanthropologen Werner Schiffauer »Nach dem Islamismus: Eine Ethnographie der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş« (Berlin 2010). Eine erregende und herrschaftliche Ex-Wissenschaft hilft dem revolutionären Islam

185 Sayyid Qutb: Dieser Glaube

ja. Zur islamrevolutionären Schrift »Dieser Glaube der Islam« des Sayyid Quṭb

186 Die Salafiyya und der Oberbürgermeister

ja. Offener Brief an den Oberbürgermeister von Mönchengladbach, August 2010. Von Gabi Schmidt und Edward von Roy

187 »100 cities of the world against stoning!«

28.08.2010. »Hundert Städte der Welt gegen Steinigung«

188 Qutb: »Soziale Gerechtigkeit im Islam«

ja. Zur Abhandlung »Social Justice in Islam« (1949) des Sayyid Quṭb

189 Scheich Abu Anas und seine »Islamschule«

gs. Nachbetrachtung zur Demonstration am 16.08.2010 im Mönchengladbacher Ortsteil Eicken, die sich gegen die Ansiedlung der von Scheich Muhamed Seyfudin Ciftci (Abu Anas) betriebenen, vom Verfassungsschutz beobachteten salafistischen »Islamschule« richtet. Annähernd 300 Bürger nahmen an dem friedlichen Protest teil. Von Gabi Schmidt, Sozialpädagogin in der Lern- und Sprachförderung

190 Der Salafismus und die Gleichstellungsbeauftragte

ja. Offener Brief an die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mönchengladbach. August 2010, von Gabi Schmidt und Edward von Roy

191 Freiheit für Shiva Nazar Ahari!

rog/rsf. August 2010. Über die im Iran eingesperrte und zum Tode verurteilte Journalistin und Menschenrechtlerin. Petition von Reporter ohne Grenzen / Reporters sans frontières

192 Die Bürgerversammlung von Eicken

gs. Noch zum Protest gegen die salafistische Islamschule (Verein Einladung zum Paradies, Mönchengladbacher As-Sunnah Moschee) im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken. Vgl. Texte Nummer 186, 189, 190, 193, 194 und 199. Rückblick auf die Bürgerversammlung vom 28. August 2010 im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken

193 »Islamschule ist …?«

ja. Salafismus als Gegenkultur und Gegenmoderne. Edward von Roy warnt vor dem Verlust der Rechtseinheitlichkeit und dem damit verbundenen Ausstieg aus den universellen, das deutsche Grundgesetz tragenden Menschenrechten. Vgl. Texte Nummer 186, 189, 190, 192, 194 und 199

194 Fanatismus steigt an, Demokratie sinkt ab

kh. Karsten Hilchenbach meint zur Debatte um Scheich Ciftcis vom Verfassungsschutz beobachtete salafistische Islamschule: »Mönchengladbacher lassen sich nicht in ‘Muslime’ und ‘Nichtmuslime’ spalten, an einen Engel glaube ich privat oder glaube ich nicht (auch privat). … Wir wollen keine Welt mit vollverschleierten Frauen, deren Gesicht ‘aus religiösen Gründen’ nur vom Ehemann erblickt werden darf.«

195 Eickener Erklärung

Textfassung vom 02.09.2010

196 Aufruf zum freiheitlich demokratischen Bürgerprotest

gs. Gedanken zum Demonstrationszug vom Eickener Markt zum Mönchengladbacher Abteiberg am 03.09.2010. Von Gabi Schmidt

197 Eickener Erklärung

Textfassung vom 05.09.2010

198 Abu Adam

kh. Empfehlung an Sven Lau, den ehemaligen Feuerwehrmann vom Niederrhein, der sich seit seiner Konvertierung zum politischen Kult von Einladung zum Paradies (EZP, Islamschule) Abū Ādam nennt und seine alten Kollegen via Internet zum Übertritt in den salafistisch (faschistoid) verstandenen Islam aufzurufen pflegt. Ein Brief unter Nachbarn von Karsten Hilchenbach

199 Salafismus

gs. Sozialpädagogin Gabi Schmidt über ein revolutionäres Phänomen mit frühmittelalterlichem Vorbild und totalitären Folgen

200 Sayyid Qutb: Milestones

ja. Zu den »Maʿālim fi ṭ-Ṭarīq« des Sayyid Quṭb. Im Geiste der Prophetengefährten und mit dem Werkzeug der Muslimbruderschaft die globale Revolution erreichen. Salafismus als Faschismus

201 Ein Liedchen dem Integrationsrat

pik. Ach, die Salafisten! Satirisches Lied, dem ganz im Sinne der Scharia segregierend tätigen Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach gewidmet Gesungen auf die Melodie »Bunt sind schon die Wälder« (Worte: von Salis-Seewis 1782), die Reichardt 1799 erfand

202 Bürger sein, kein Gottesknecht!

kh. Aus Mönchengladbach berichtet Karsten Hilchenbach anlässlich einer Vereinsgründung gegen die Ansiedlung der zentralen Lehrstätte der extremistischen Bewegung Einladung zum Paradies. Zur drohenden Rechtsspaltung, zum Schweigen der Politiker und zum Begriff des Bürgers

203 »Eine Zwischenfrage, Herr Pfarrer … «

kh. Karsten Hilchenbach (Wachtendonk) ist Mitglied der Evangelischen Kirche Deutschlands und richtet Zwischenfragen an Pfarrer Dietrich Denker (Mönchengladbach). Denker hatte kurz zuvor den salafistischen Führer »Abu Anas« besucht, Schulleiter einer Online-basierten, vom Verfassungsschutz beobachteten Fernuniversität

204 FEINDBILD ISLAMKRITIK

cd. Im Herbst 2010 ist ein für wissenschaftsorientiert arbeitende Pädagogen und Sozialarbeiter unverzichtbares Buch erschienen: »FEINDBILD ISLAMKRITIK. Wenn die Grenzen zur Verzerrung und Diffamierung überschritten werden«

205 Sajjad Ghaderzadeh und Houtan Kian verhaftet

nn. Aufruf zum Handeln und Protest. Sajjad Ghaderzadeh, Sohn von Sakineh Mohammadi Ashtiani (2), und sein Rechtsanwalt Houtan Kian sind am 10.10.2010 um 19:00 Ortszeit zusammen mit zwei deutschen Journalisten in Täbriz verhaftet worden. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um die Freilassung der vier Menschen zu erreichen

206 »Democracy … a Religion«

ja. »Ad-Dīmuqrāṭīya Dīn. Die Religion der Demokratie« des Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī. Vorangestellt ist dessen Gedicht »Dear Brother, who dwells in these prisons« vorangestellt wird

207 Ägyptisch, salafistisch, dschihadistisch

ja. Am 27.02.1984 vollendeten Nāǧī Ibrāhīm, ʿĀṣim ʿbdu l-Māǧid und ʿIṣāmu d-Dīn Darbālaḥ ihre staatsprogrammatische Schrift »The Charter for Islamic Work«, die als das englische »In Pursuit of Allah’s Pleasure« unter gewaltverherrlichenden Salafisten verbreitet wird

208 Patrick Bahners

ja. Was Multikulturalist Patrick Bahners mit »Fanatismus der Aufklärung. Zur Kritik der Islamkritik« über den Islam schreibt, verdient unsere sozialpädagogische Kritik

209 Der Iran und Allahs Gesetz. Sakineh Ashtiani

nn. Aufruf zum Handeln und Protest. Das Internationale Komitee gegen Steinigung (International Committee against Stoning) und das Internationale Komitee gegen Todesstrafe (International Committee against Execution) berichtet zu Sakineh Mohammadi Ashtiani, die vielleicht schon bald hingerichtet werden soll

210 Inhaftierung von zwei BamS-Reportern in Iran

ma. Mina Ahadi fordert im Oktober 2010 die Freilassung der beiden im Iran inhaftierten Journalisten der Redaktion Bild am Sonntag und weist Vorwürfe gegen ihre Person zurück

211 Iran 2010. Allahs Diktatur

ma. Nicht menschenrechtliche Gegenwehr, sondern „respektvoller Dialog“ und diplomatische Aufwertung des staatsislamistischen Terrorregimes sind das Problem, meint die bewundernswerte Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi

212 Demokratie ist nicht ḥalāl!

ja. Verhaltet euch nicht unislamisch, denkt nicht einmal unislamisch! Die kulturelle Moderne mit Gottesfurcht und Wohlverhalten verweigern, dazu forderte uns Yūsuf al-Qaraḍāwī vor einem halben Jahrhundert mit dem Buch »Erlaubtes und Verbotenes im Islam« auf

213 Shahla Jahid

ma. Schlimme Neuigkeiten aus dem Teheraner Evin-Gefähnis weiß die deutsche Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi zu berichten

214 Allahs Pädagogik

ja. Zum Buch der Islamisten Syed Muhammad Naquib al-Attas (Hg.), Muhammad Qutb, Muhammad Faisal al-Saud et al.: »Aims and Objectives of Islamic Education« (1977) übersetzt und kommentiert Jacques Auvergne

215 Christlich-wertkonservative Islamkritik?

hb. Dass eine im Namen des christlichen Abendlands antretende reaktionäre Besinnung die Islamisierung Europas nicht behindert, sondern befördert, erklärt Edward von Roy sehr weihnachtlich

216 Götter, Priester, Parlamente

ja. Den Engeln und Geistern Einlass in Schulbücher und Universitäten gewähren. Ernst gemeinte Islambegeisterung bedarf der Wiederverstaatlichung des Jenseits. Aphorismen

217 Die Burkamuslima

pik. Lied gegen die Burka, Satire. Umdichtung zu Klaus Hoffmann: Blinde Katharina

218 Ahmet Davutoglu

ja. Zum »Alternative Paradigms. The Impact of Islamic and Western Weltanschauungs on Political Theory« des Ahmet Davutoğlu. Jacques Auvergne übersetzt und kommentiert den an Koran und Scharia orientierten langjährigen außenpolitischen Berater von Recep Tayyip Erdoğan.

219 Thomas Lemmen

ja. Nachhaltige katholische Leugnung von Gegenaufklärung, Frauenfeindlichkeit und Kulturrassismus der Scharia benötigt neuartige Missionare. Um die freiheitliche (säkulare) Gesellschaft zu überwinden, gilt es, im tiefsten Deutschland für das koranbasierte Zusammenleben segregierter Religionsvölker zu werben

220 Houtan Kian

ma. Dem Rechtsanwalt von Sakineh Ashtiani, Houtan Kian, droht die Todesstrafe. Übersetzung aus dem Englischen nach Presseerklärung Nr. 120 des Internationalen Komitees gegen Steinigung / International Committee Against Stoning und des Internationalen Komitees gegen die Todesstrafe / International Committee against Execution

221 Tariq al-Bishri

ja. In Artikel 2 nennt Ägyptens Verfassung den Islam als Staatsreligion und die Scharia als hauptsächliche Quelle der ägyptischen Gesetze. Christen sind privat und beruflich täglichen Diskriminierungen ausgesetzt, Bahais bekommen erst keine Papiere. Viele Kopten fordern den Wegfall von Artikel 2, Mubarak ist abgesetzt worden, ein Militärrat hat die Macht übernommen. Jetzt könnte alles noch viel schlimmer kommen, denn der weltweit unter Multikulturalisten als „Islamdemokrat“ verehrte Jurist Tariq al-Bishri arbeitet an einer Verfassungsreform

222 Prinzip Burka

gs. Argumente gegen die Burka. Ein Gastbeitrag von Gabi Schmidt

223 Scouting und Scharia

er. Weltweite Geschwisterschaft der initiierten Jugendlichen und Erringen von Frieden und Freundschaft zwischen allen Menschen strebt das Pfadfindertum an, was wenig nach Dhimma und Dschihad klingt. Dass Frauen nur die Hälfte erben und Pfadfinderinnen einen Ganzkörperschleier tragen müssen, hatte der sportive und kreative General Baden-Powell („BP“) wohl gar nicht im Sinn gehabt. BP zitterte als Humanist und Freimaurer auch keineswegs vor den Flammen der Hölle. Der evangelische, um Koblenz ansässige Gau Nassau-Oranien (GNO, im VCP) wird 60 Jahre alt und feiert sich in Boppard. Ein Altpfadfinder fragt die heutige Verantwortlichen: Warum schweigt der Scoutismus zur Scharia?

224 Köln 1993. Islam wollen, Medina wissen

ja. Das deutsche Kalifat des Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul genannt Abu-r-Rida

225 Abdullahi an-Na’im

ja. Ministerien und Parlamente säkularisieren, um die Gesellschaft religionsrechtlich aufzuladen, so lässt sich das Ansinnen eines Professors aus Atlanta, Georgia, beschreiben. Zum Redebeitrag des Abdullahi Ahmed An-Na’im: Scharia und Säkularer Staat im Nahen Osten und Europa, den der aus dem Sudan stammende Schariagelehrte und Jurist am 19.05.2009 anlässlich der dritten Carl Heinrich Becker Lecture im Berliner Wissenschaftskollegium vortrug.

226 Petition Landtag NRW

gs. Petition an den Landtag mit dem Ziel, die Werbung islamistischer Gruppen im Öffentlichen Raum einzuschränken. Vor allem Minderjährigen soll der Zugang zu vom Verfassungsschutz beobachteten radikalislamischen Gruppen nicht möglich sein, öffentlich verantwortete Broschüren und Veranstaltungen, die zum Salafismus aufklären, sollen organisiert werden.

227 Salafisten, Frankfurt, Gegendemo

ma. Am 20.04.2011 darf auf Einladung von Pierre Vogel der Hassprediger Bilal Philips in der Frankfurter Innenstadt sprechen. Internationales Komitee gegen Steinigung, Internationales Komitee gegen Hinrichtung und Zentralrat der Ex-Muslime rufen zur Gegenkundgebung.

228 Naika Foroutan

ja. Zum Buch »Kulturdialoge zwischen dem Westen und der islamischen Welt. Eine Strategie zur Regulierung von Zivilisationskonflikten«, das die Berliner Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan 2009 verfasste.

229 Junge Islam Konferenz

ja. Zufällig oder beabsichtigt entsprechen die so genannten Zehn Empfehlungen der Jungen Islam-Konferenz ganz dem Ansinnen der Muslimbrüder und sonstigen islamischen Revivalisten. Vor der hintergründigen, noch kaum spürbaren Machtergreifung der Scharialobby wirkt ein wenig verbindliches, islambezogenes Jugendparlament erfrischend und adrett. Naika Foroutan zieht die Fäden, Stiftung Mercator finanziert, Bundesregierung kuscht.

230 Morteza Motahhari

ja. Unter dem Titel Stellung der Frau im Islam veröffentlichte der Staat Iran von Bonn-Bad Godesberg aus die zwischen 1966 und 1974 erschienenen Gedanken von Morteẓā Moṭahharī, wie sie vom Āyatollāh etwa in Zur Diskussion über den Schleier (1968; Ḥeǧāb, Hijab) und Die rechtliche Stellung der Frau im Islam (Qom 1974, Neẓām-e ḥoqūq-e zan dar eslām, The Order of Women`s Rights in Islam) niedergelegt worden waren.

231 Islamismus in Südostasien

ja. Proschariatische Geflechte aus jungen Predigern, investitionsfreudigen Konzernchefs, medial erfahrenen ‘Ulama (Islamgelehrten), prügelbereiten Sittenwächtern und mittlerweile überraschend jenseitszentriert argumentierenden Politikern und Juristen zurren die Fesseln der Scharia um Indonesiens Provinzen und Malaysias Staaten immer enger.

232 Die BRD muss die Iranische Handelsbank dicht machen!

er. Der Deutsche Bundestag möge beschließen: Die Zusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland, damit auch der Deutschen Bundesbank, mit der Europäisch-Iranischen Handelsbank (EIHB; EIH-Bank) ist zu beenden, ein Betätigungsverbot gegen die EIHB wird erlassen, alle EIHB-Konten werden eingefroren. Eine Petition von Edward von Roy.

233 Offener Brief an den Rat der Stadt Koblenz

gs. Salafist und Missionar Pierre Vogel möchte am 29.05.2011 den Engländer Abdur Raheem Green einladen, Ort des Islamistentreffens soll Stadt Koblenz oder ihr Umland sein. Knapp vier Wochen vor der Veranstaltung schreibt Gabi Schmidt einen Offenen Brief an den Koblenzer Oberbürgermeister und den Stadtrat, eine gute Woche später antwortet der OB. NIMBY Joachim Hofmann-Göttig spricht das Wort Scharia nicht aus und zeigt sich Florians-prinzipiell erfreut über den Inhalt einer angeblichen Staatsschutzinformation, dass die Islamisten am 29. Mai sein Stadtgebiet möglicherweise verschonen werden, um knapp hinter der Stadtgrenze zusammen zu kommen.

234 Pierre Vogel und die Stadt Frankfurt

gs. Eine – letztlich gescheiterte – Eilaktion zum 07.05.2011. Nachdem erst im Vormonat Pierre Vogel den Hassprediger Bilal Philips öffentlich reden ließ, hätte Hessen sich doch eigentlich veranlasst sehen müssen, den prominentesten Prediger des wahhabitischen oder urgemeindlichen Islam abzustoppen. Tagelang hatte der Islamist provoziert, ein Totengebet für Osama bin Laden abhalten zu wollen. Erst kurz vor dem 07. Mai beschränkte sich Vogel auf das Thema „Wie steht der Islam zum Terrorismus?“, im Rebstockpark durfte der Salafist dann leider doch predigen.

235 Was ist Salafismus?

er. Purify and Educate. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-Salaf aṣ-Ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Weiterentwicklung aus Sägefisch Nummer 199 von Edward von Roy.

236 Muhammad bin Abd al-Wahhab

ja. Muḥammad bin ʿAbd al-Wahhāb war der Begründer der Strömung der so genannten Wahhabiten. Der Hanbalit legitimierte das noch heute herrschende saudische Königshaus religiös und hatte den echten, alten Islam zwar ziemlich radikal, aber niemals falsch verstanden.

237 Salafi-Mission um Koblenz

gs. Islamist Pierre Vogel kündigt für den 29. Mai 2011 eine Dawa-Großveranstaltung im Raum Koblenz an. Nach einem Artikel der Rhein-Zeitung vom 14.05.2011 möchte der fundamentalistische Starprediger eine Halle mit bis zu 2000 Sitzplätzen mieten. Offener Brief von Gabi Schmidt vom 18.05.2011.

238 Radikaler Islam und gemütliche Verwaltung

er. Der in 237 genannte Islamist hält den Ort des Vortrags geheim, muss aber eine öffentliche oder, was wahrscheinlicher ist, gewerbliche Festhalle anmieten. Ein Sozialarbeiter baut vor und schreibt Stadtverwaltung und Sozialverwaltung an. Diese reagiert pikiert bis gar nicht.

239 Koblenz statt Westerwald

gs. Höhr-Grenzhausen ist abgesagt, der Prediger wird doch in der Koblenzer Innenstadt auftreten. In fünf Tagen! Das erfordert ein warnendes Schreiben an das Ordnungsamt der Stadt Koblenz, Herrn Reiner Klug, und an den Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig.

240 Heute Abend tritt Vogel auf

gs, er. Danksagung an die Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Koblenz, die mit dafür gesorgt haben, dass Koblenz noch am Freitagnachmittag Einspruch beim Oberverwaltungsgericht gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts einlegte, der den Islamisten die für heute Abend geplante Kundgebung erlaubt hatte.

241 DPSG und Scharia

er. Am 27.05.2011 beschließt der größte deutsche katholische Pfadfinderverband, die Georgspfadfinder (DPSG), einen noch gar nicht existenten oder irgendwo im geheimnisvollen Aufbau befindlichen deutschen Muslimischen Pfadfinderverband nach Kräften zu unterstützen. Das Wort Scharia fällt nicht.

242 Pfadfinder-Treffpunkt (1)

yb. Bei Pfadfinder-Treffpunkt wirbt Yvonne Baumann (scoutissima) im Juni 2011 mit elf Wortmeldungen dafür, die allgemeinen Menschenrechte und das deutsche Grundgesetz nicht zu überwinden, auch nicht im Namen von Tradition oder Religion.

243 Pfadfinder-Treffpunkt (2)

ak. Dem Pfadfinder-Treffpunkt gibt Anne Kaufmann (Lagerfeuer) im Juni 2011 Nachhilfe in Sachen AEMR. Sechs Beiträge.

244 Zakir Naik: Focus on Islam

ja. Aus der Mitschrift Focus on Islam (2010) des indischen Predigers Zakir Naik übersetzt und kommentiert Jacques Auvergne.

245 Pfadfinder-Treffpunkt (3)

ak. Universalistin Anne Kaufmann (Lagerfeuer, VCP-Sympathisantin) antwortet dem Kulturrelativisten ben (Überbündische Hochschulgruppe Braunschweig).

246 Pierre Vogel in Hamburg

gs. Nach Frankfurt und Koblenz will Islamist Pierre Vogel am 09. Juli 2011 in Hamburg auftreten. Sozialarbeiterin Gabi Schmidt fordert, dass Minderjährige keinen Zutritt zu dieser Missionsveranstaltung haben dürfen, falls sich diese nicht ganz verbieten lässt.

247 Rückblick auf Boppard

cd. Scoutistische Korrespondenz zum Thema Rechtsstaat und Scharia aus dem Monat Juni 2011 anlässlich eines VCP-Gaujubiläums. Nach dem Kommentarbereich zu Eifelginster-Beitrag 223 zusammengefasst von Cees van der Duin.

248 Landtag und Scharia

gs. Der Präsident des Landtags von Rheinland-Pfalz, Joachim Mertes, reagierte auf einen offenen Brief zum Thema Salafismus bzw. Pierre Vogel, schwieg zur diskriminierenden Scharia und erhielt Rückantwort.

249 ZdE gegen Pierre Vogel in Hamburg

zde. Am 9. Juli will Vogel in Hamburg sprechen. Pressemitteilung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) vom 03.07.2011 gegen den Auftritt des derzeit bekanntesten salafistischen Predigers in der Hansestadt.

250 ZdE zum Internationalen Tag gegen Steinigung

zde. Der 11. Juli ist der Internationale Tag gegen Steinigung: „Wie Sie wissen, leidet Sakineh Mohammadi Ashtiani immer noch im Gefängnis. … Auch ihr Rechtsanwalt, Sajjad Houtan Kian, ist immer noch inhaftiert, weil er den Mut gehabt hatte, sie und andere zur Steinigung verurteilte Frauen, die im Gefängnis von Täbris eingesperrt sind, professionell zu verteidigen.“

251 Internationales Komitee gegen Steinigung

ma. Zum Steinigungsurteil gegen Sakineh Mohammadi Ashtiani und zur Verurteilung ihres Rechtsanwalts Houtan Kian. Presseerklärung vom 8. Juli 2011.

252 Schulwechsel wegen Nichtteilnahme am Religionsunterricht?

NRW: Eine gewünschte Nichtteilnahme am Religionsunterricht begründet auch an einer konfessionellen Schule keinen Schulverweis. Eine Petition von Edward von Roy vom 22. Juli 2011.

253 Zum Massenmord auf Utøya

hk. „Islamkritikhasser in den deutschen Medien sind bestrebt, die norwegische Tragödie in eine Hetzkampagne zu verwandeln. Doch der Versuch, legitime Islamkritik pauschal zu verunglimpfen und die realen Sachverhalte zu verschleiern, wird scheitern.“ Von Hartmut Krauss.

254 Panzerverkauf nach Saudi-Arabien stoppen

er. Im Juli 2011 wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass die Bundesrepublik Deutschland zweihundert Kampfpanzer des Typs Leopard 2A7+ an Saudi-Arabien verkaufen will. Der geplante deutsche Verkauf von Leopard-Panzern an den saudi-arabischen Unrechtsstaat ist grundgesetzwidrig und sofort zu stoppen. Petition von Edward von Roy vom 10.08.2011.

255 Wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte

hk. Am 13. August 2011 findet in Osnabrück die Gründungskonferenz der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM) statt.

256 GAM gegründet

gam. Gründungsmitteilung der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte. Mit einer am 13. August 2011 verabschiedeten Resolution.

257 Islamisierungrisiko Schutz nationaler Minderheiten

ja. Die islamisch zu überwindende Rechtseinheitlichkeit kultureller Moderne gibt dem Umgang mit nationalen Minderheiten neue Brisanz. Von Jacques Auvergne.

258 Tief im innersten Integrationsrat

Statement des Türkisch-Deutschen-Integrations-Verbunds (TDIV, abgedruckt bei BürgerZeitung Mönchengladbach (bz-mg) am 03.09.2010). Mit einer Entgegnung vom 05. September 2010 von Edward von Roy.

259 Patrick Bahners

ja. Schwatzen über den Islam. Bahners: Die Deutsche Angst vor dem Islam (München 2011) verdient Kritik, meint Jacques Auvergne.

260 NRW darf schariakonformen IRU nicht wollen

er. „Weder KRM noch KRM-gesteuerter ‘Beirat’ sind staatlicher Ansprechpartner. Das am 22.02.2011 verhandelte Beiratsmodell ist nicht zu verwirklichen.“ Der Landtag möge beschließen: Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht. Eine Petition von Edward von Roy vom 20.09.2011.

261 An den Bundespräsidenten

rg. Offener Brief von Ralph Giordano vom 20.09.2011: „Sehr geehrter Herr Bundespräsident … ich vermisse bei Ihnen jede Kritik an menschenrechtsfeindlichen Auffassungen und Praktiken innerhalb der türkisch-arabisch dominierten muslimischen Minderheit, und jede Nähe zu kritischen Muslima.“ Christian Wulff hatte gesagt: “Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.”

262 Islamische Charta

ja. Die am 03.02.2002 verabschiedete Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft arbeitet auf Rechtsspaltung, Separatismus und Gottesherrschaft zu. Nadeem Elyas erhält sarkastische Zwischenrufe von Jacques Auvergne.

263 Der islamische Staat

ja. Zwischen dem 21. Januar und dem 8. Februar des Jahres 1970 lauschten schiitische Islamstudenten an der traditionsreichen Lehrstätte zu Nadschaf (Irak) neunzehn Vorlesungen, deren Inhalte später als Hokumat-e Eslāmī (Der Islamische Staat) zusammengefasst wurden (Hokumat-e Eslāmī: Velāyat-e Faqīh ins Englische als Islamic Government: Governance of the Jurist; vgl. Sägefisch 175). Gegenwartsbezogen kommentiert von Jacques Auvergne.

264 Osnabrück feiert 900 Jahre al-Ġazālī

er. Osnabrück und das erneuerte Mittelalter: Heilssicherung verhindert Wissenschaftlichkeit. Offener Brief zur Osnabrücker Tagung 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland. Von Edward von Roy am 17.10.2011.

265 Auf dem Irrweg der staatlichen Imamausbildung

gam. Osnabrücker Universität ehrt einen orthodox-islamischen Totengräber des orientalischen Rationalismus. Eine Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM).

266 Meißner 2013

cd. Im Herbst 2013 feiern die Jungen Bünde als die Erben der Deutschen Jugendbewegung die hundertste Wiederkehr des Freideutschen Jugendtages. Zur Scharia gehen sie, Lebensreformer, Anthroposophen und vor allem Pfadfinder, nicht auf Distanz. Oktober 2011, ein noch nicht abgedruckter Leserbrief an Gerhard Neudorf als den Schriftleiter der Kulturinitiative. Von Cees van der Duin.

267 Islamischer Religionsunterricht

ja. Buchrezension zu zwei islamverharmlosenden Werken: Das 2004 im Lit-Verlag publizierte und zuerst (A) betrachtete Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven von Thomas Bauer, Lamya Kaddor und Katja Strobel (Hg.) sowie (B) Auf dem Weg zum Islamischen Religionsunterricht: Sachstand und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen von Michael Kiefer, Eckhart Gottwald und Bülent Ucar (Hg.) aus dem Jahr 2008, ebenfalls bei Lit. Eine pädagogische Islamkritik von Jacques Auvergne.

268 Stolz mit Kopftuch?

cd, gs. Stolze Muslima, die im November 2011 auf dem Blog Eifelginster die aus dem März desselben Jahres stammende Abhandlung Prinzip Burka (Gabi Schmidt, auch auf: Eifelginster: 222. Niqab, Dschilbab, Khimar) kommentierte, bekommt Antwort von Blogbetreiber Cees van der Duin sowie von der Autorin Gabi Schmidt.

269 Imam al-Ghazali: Der Erretter aus dem Irrtum

ja. Der Erretter aus dem Irrtum ist ein autobiographisches Werk des Vernunftgegners Abu Hamid al-Ghazali († 1111). Der Munqiḏ min aḍ-Ḍalāl fordert, Weltanschauung oder Lebensführung dem islamischen Gottesbewusstsein und Schariagehorsam nachzuordnen, um der Hölle zu entkommen. Islamkritisch kommentiert Jacques Auvergne (2011).

270 Imam al-Ghazali: Das Buch der Ehe

ja. Band Zwölf der Wiederbelebung der Wissenschaften des Glaubens ist das Buch der Ehe. Kitāb ādābi n-nikāh, die Sexualberatung des Großmeisters himmlischer Politik al-Ghazali († 1111), half mit, die korrekt verstandene, nämlich unterworfene Stellung der Frau im Islam bis auf unseren Tag zu befestigen. Islamkritisch kommentiert von Jacques Auvergne (2011).

271 Rafik Tagi ermordet

ma. Baku (Aserbaidschan). Der Journalist Rafik Tagi (Rafiq Tağı, Rafig Nazir oglu Taghiyev) wurde am 19.11.2011 an von Unbekannten mit vielen Messerstichen schwer verletzt. Am 23. November verstarb der bekannte Gesellschaftskritiker, Irankritiker und Islamkritiker an den Folgen dieses Angriffs. Eine Presseerklärung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) vom 30.11.2011.

272 Petersberg Konferenz 2011

ma. Vor zehn Jahren sind Afghanistans diskriminierende Schariagesetze auf dem Bonner Petersberg geplant worden, man sollte insofern als Deutscher beschämt von »Sharia made in Germany« reden. Im Dezember 2011 findet die Zweite Afghanistan-Konferenz ebenfalls im einstigen Regierungsssitz am Rhein statt. Wird die weltweite Refundamentalisierung und Reislamisierung auch durch die Bonn-2 Conference on Afghanistan weiteren Auftrieb erhalten? Rückt ein kulturell modernes, säkulares Afghanistan in noch größere Ferne? Eine Presseerklärung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE).

273 Ausschuss für Schule und Weiterbildung

Am 14.09.2011 wurde im Düsseldorfer Landtag das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach von Sachverständigen besprochen und der Öffentlichkeit vorgestellt. Reaktionäre und schariatreue, der Muslimbruderschaft nahe stehende Organisationen wie IGD oder IGMG drohen damit Einfluss auf Bildungspolitik und Schulalltag zu erlangen. Offener Brief an die Landtagsabgeordneten in NRW von Edward von Roy, dem Verfasser der Petition (vgl. Sägefisch 260) gegen das Beiratsmodell.

274 EU muss Mord an Rafik Tagi untersuchen!

ma. Salman Rushdie, Richard Dawkins, Maryam Namazie, Taslima Nasrin und Mina Ahadi fordern das Europaparlament dazu auf, eine Delegation nach Aserbaidschan zu schicken, um über den Mord an Rafik Tagi aufzuklären.

275 Wissenschaftliche Aufklärung kritisiert den IRU

gam. Der Landtag Nordrhein-Westfalen will auf seiner Sitzung am 21. Dezember 2011 ein Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach beschließen. Die Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM) nimmt aus diesem Anlass zum vorliegenden Gesetzentwurf Stellung.

276 Zur geplanten Einführung des bekennenden Islamischen Religionsunterrichts

gs, er. Am 21.12.2011 wird die Übergangsvorschrift zur Einführung von Islamischem Religionsunterricht im Landesparlament in die zweite Lesung gehen. Die Dachorganisationen des Koordinierungsrats (KRM) und deren angeschlossene Mitgliedsverbände sind aus verfassungsrechtlichem und pädagogischem Blickwinkel als Kooperationspartner nicht akzeptabel. Gleichwohl meint die Landesregierung, dass die im Koordinierungsrat vertretenen Islamverbände wie Islamrat (IR) und Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) der geeignete staatliche Ansprechpartner im Sinne von GG Artikel 7 (3) seien, also auch die von der Millî-Görüş-Ideologie bzw. vom Gedankengut der Muslimbruderschaft beeinflussten Organisationen IGMG bzw. IGD. Offener Brief von Gabi Schmidt und Edward von Roy vom 20.12.2011.

277 Protestbrief gegen die drohende Hinrichtung von Sakineh Mohammadi Ashtiani

ma. Der totalitäre religiöse Staat des heutigen Iran möchte eventuell die Steinigung in Erhängen umwandeln und die Todesstrafe bald ausführen. Wie die Hinrichtung an Shahla Jahed (vgl. Sägefisch 213) zeigt, dient die Neujahrszeit den Klerikalfaschisten als willkommene Bühne, um Irankritiker und internationale Gegner der Schariagesetze einzuschüchtern. International Committee against Stoning. Press Release 26 December 2011.

278 Imam al-Ghazali: Das Erlaubte und das Verbotene

ja. Das 14. Buch des Hauptwerks des sunnitischen Theologen und schafiitischen Juristen Abū Ḥāmid al-Ġazālī heißt Al-Ḥalāl wal-Ḥarām. Islamkritische Kommentare zum neunhundert Jahre alten Text Das Erlaubte und das Verbotene. Mit Ausblick auf die Wirkmacht des heutigen, Imam al-Ghazali keineswegs missbräuchlich, sondern islamkonsequent (revolutionär) einsetzenden Umfelds der Muslimbrüder bei besonderem Augenmerk auf den im Aufbau befindlichen und staatsdoktrinär versüßten Islamischen Religionsunterricht (IRU). Von Jacques Auvergne.

279 Weltreporter und Arabischer Frühling

ja. Köln, 6. Januar 2012. Die orientalischen Exoten dürfen Demokratie anders wollen als „wir aus dem Westen“, kalifatisch oder jedenfalls islamdemokratisch. Zum angestrengten Islamverharmlosen laden Schreiberlinge in den Kölner WDR und nennen sich die Weltreporter. Bericht nach handschriftlichen Notizen.

280 Jetzt Arzu, oder: Ehrenmord hat System

zde. Anlässlich der Trauerveranstaltung für Ehrenmordopfer Arzu Özmen warnt der Zentralrat der Ex-Muslime am 19.01.2012 vor wertebeliebigem und letztlich frauenfeindlichem Multikulturalismus und vor dem System des islamischen „Jungfrauenkäfigs“, dem Keuschheitswahn nach Koran und Sunna.

281 Würzburg: Protest gegen deutsche Asylpolitik

zde. Im Januar 2012 erhängte sich Mohammed Rahsepar im Asylbewerberheim Würzburg. Iranische und irakische Flüchtlinge haben teilweise Gefängnis und Folter überlebt, einigen drohte die Ermordung wegen Abkehr vom Islam. Das Land der hochschulischen Islaminstallation und der Panzerlieferungen in den Nahen Osten betreibt auf eigenem Boden Flüchtlingslager wie Gefängnisse und Gemeinschaftsunterkünfte (GU), die krank machen. Aufruf zur Demonstration am 13. Februar.

282 Freiheit für alle politischen Gefangenen im Iran

icae. Das Internationale Komitee gegen die Todesstrafe und das Internationale Komitee gegen Steinigung ruft dazu auf, alles zu tun, um die Hinrichtungen in iranischen Gefängnissen zu beenden und die Stimmen der Inhaftierten zu Gehör zu bringen. Beispielgebend ein herausgeschmuggelter Brief aus dem Radschai Schahr genannten Gefängnis Gohardascht (Karadsch) an die Musiker von Pink Floyd.

283 To blaze the way. Den Weg bahnen

cd. Am Free Expression Day 2012, dem 11. Februar, widmet Cees van der Duin den politischen Häftlingen im Iran ein Gedicht. Gesungen zur weltbekannten Melodie der Moorsoldaten (1933).

284 Schariarichter und Produktplatzierung

er. Wer die eigentliche Scharia nicht kritisiert, darf 2012 ein bisschen über deutsche islamische Streitschlichter jammern. Hinterhof-Friedensrichter sind gerade irgendwie unangenehm, am Islam selbst, so wird jedes Weiterdenken abgeblockt, könne das aber auf keinen Fall liegen. Edward von Roy zur risikolosen bis karriereförderlichen Unart, in Sachen Paralleljustiz unter viel Applaus an der Sache vorbei zu reden.

285 Zukunftsdialog: Plappern dürfen mit Angela Merkel

er, gs. Die Bundeskanzlerin gewährt den Untertanen im Rahmen ihres Zukunftsdialogs ein paar Worte zum Thema Wie wollen wir zusammenleben. Da fragt sich der Bürger: Wie wäre es mit 100 % AEMR und 0 % Scharia? Das aber hört Frau Merkel gar nicht gern, ahnen Edward von Roy und Gabi Schmidt.

286 Linke Iranverteidiger geraten in Kritik

spme. Offener Brief von Scholars for Peace in the Middle East (SPME) an die Professoren Altvater, Birckenbach, Dürr, Fetscher, Grottian, Krippendorff, Narr und Negt sowie an Bahman Nirumand und weitere Unterzeichner des Aufrufs “Sanktionen und Kriegsdrohungen sofort beenden”.

287 Würzburg: Schleppende Asylverfahren

zde. Seit dem 19. März 2012 greifen Flüchtlinge in Würzburg zu den Mitteln von Hungerstreik und Sitzstreik. Presseerklärung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) vom 20.03. 2012.

288 Maududi: Towards understanding Islam

ja. Weltanschauung und Leben im Islam veröffentlichte der beispielsweise in Ägypten, Großbritannien, Indien, Malaysia und in der Türkei verehrte islamische Denker Abul A’la Maududi 1960 in Lahore, älteste Textanteile stammen aus dem Jahr 1932. Wer wissen will, warum und wie sehr der organisierte Islam die freiheitliche Demokratie gefährdet, lese die menschenrechtsuniversalistische und aufklärungshumanistische Kritik von Jacques Auvergne am radikalen Buch.

289 Löst die Islamkonferenz endlich auf!

zde. Die kulturelle Moderne entformt sich in Gleichgültigkeit, Raffgier und Fundamentalismus, doch der sich auflösende deutsche Rechtsstaat möchte ein Hauptinstrument seiner Auflösung nicht auflösen: die Maschine der Islamaufhübschung, die DIK. Der Zentralrat der Ex-Muslime ruft dazu auf, im Namen von Säkularität, Wissenschaft und Menschenrechten die Deutsche Islamkonferenz (DIK) zu beenden.

290 Motahhari: Wesen und Faktoren

ja. Ayatollah Morteza Motahhari: Wesen und Faktoren der Islamischen Revolution in Iran. Jacques Auvergne liest die in den ersten Monaten nach der Islamischen Revolution entstandenen Predigten.

291 Ismail Tipi pro Scharia?

er. Islamische Paralleljustiz – Die schleichende Gefahr für unseren Rechtsstaat (25.04.2012) prangt etwas vorlaut als Titel über den schleichenden Gedanken von Ismail Tipi (CSU) zur allmählich spürbar werdenden rechtsparallelen Justiz nach Koran und Sunna. Das englische Sharia Court erwähnt der einstige ehrenamtliche Richter beim hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel und heutige Schöffe am Amtsgericht Frankfurt am Main, immerhin, übergeht aber vollständig dessen rein islamischen, gegenmodernen und menschenrechtswidrigen Charakter und die islamrechtlich bestens fundierte Ausbildung der Scheiche und Muftis. Über das nach irdischer Kohärenz strebende himmlische Recht, die heilssichernde Funktion, unbedingte Frauenentwürdigung und den systembildenden Totalitarismus der Scharia verrät der Abgeordnete des hessischen Landtags nichts, das könnte den Dialog mit dem Islam stören. Hat Ismail Tipi hat vom Islam denn gar keine Ahnung? Von Edward von Roy.

292 Ayatollah Golpayegani

zde. Der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) verurteilt die Morddrohungen gegen den in Deutschland lebenden und aus dem Iran stammenden Rapper Shahin Najafi. Der auf Persisch arbeitende Künstler hatte mit dem eleganten Spottlied Ay Naghi! der iranischen Doppelmoral einen Spiegel vorgehalten.

293 Fethullah Gülen

ja. Toward A Global Civilization Of Love And Tolerance. Fethullah Gülen zielt, er nennt es Toleranz oder Liebe, auf revolutionär antisäkulare Indoktrinierung einer neuen Generation junger Türken und, er verschweigt es, auf Legalisierung von immer noch mehr Himmelsgesetz (Scharia). Zitate aus Hin zu einer globalen Kultur der Liebe und Toleranz, islamkritisch kommentiert von Jacques Auvergne.

294 Internationaler Tag gegen Steinigung

zde. Die Steinigung war vor brutalen Jahrtausenden üblich und in der griechischen Ilias und im alten Judentum bekannt. Heute ist sie in vielen Teilen der Welt zum Glück nur noch durch das längst ins Ethische sublimierte jesuanische „Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie“ geläufig. Im Realislam aber hat sich ar-raǧm als die das allmächtige Kollektiv von Schande reinigende, gemeinschaftlich begangene Tötungsart mit geworfenen Steinen erhalten können und bekundet einmal mehr das islamische Konzept von der (aufregend prekären bis völlig abwesenden) Ehrerbietung und körperlichen Unverletzlichkeit (ḥurma; sanctity, integrity, inviolability, reverence) bzw. Unversehrtheit und Tadellosigkeit (salāma; inviolability). Der 11. Juli ist International Day against Stoning.

295 Ayatollah Ja’far Sobhani: Die Doktrin der Schia

ja. Ja’far Sobhani ist ein Ältester im Rat der Rechtsgelehrten der Hauzah al-’Ilmiyyah Ghom, dem theologischen Seminar. Der einflussreiche Großayatollah gilt einigen Muslimen als Mardscha (Quelle, eigentlich marja-e taqlid, Quelle der Nachahmung), als ganz und gar zu imitierendes Vorbild. Aus dem auf Nichttheologen zugeschnittenen schiitischen Standardwerk Manshur-i ‘Aqayid-i Imamiyya (A Charter of Imami Beliefs; nach der englischen Übersetzung von Reza Schah-Kazemi: Doctrines of Shi’i Islam: A Compendium of Imami Beliefs and Practices) übersetzt ins Deutsche und kommentiert Jacques Auvergne.

296 Kindesmisshandlung unter religiösem Vorwand

zde. Presseerklärung des Zentralrats der Ex-Muslime zur tradierten und das gesundheitliche Wohl schädigenden Genitalmutilation am männlichen Kind. Die verharmlosend Beschneidung genannte irreparable Verletzung gilt im Islam (wie im Judentum) leider nach wie vor als de facto verpflichtende heilige Handlung.

297 Petition gegen die Beschneidung

er. Am 20. Juli 2012 fordert Sozialpädagoge Edward von Roy eine Änderung im BGB zum Bereich der elterlichen Sorge. Ein zu schaffender § 1631d soll allen Eltern die weibliche ebenso wie die männliche Beschneidung (FGM und MGM) eines Kindes oder Jugendlichen untersagen.

298 Eva und die Vorhaut

ja. Wie kann jemand, der im Spätsommer 2010 gegen die Burka angeschrieben hat und vier Wochen eher gegen die politischen Folgen der Scharia unterzeichnet, 2012 für die religiöse Beschneidung eintreten, wenn sie nur unter einer das Kind kräftig benebelnden Narkose durchgeführt wird? Ein entgrenzt fremdenfreundliches, brutalisiert spirituelles, gnadenlos pazifistisches und politisch grünes Phänomen ist Eva Quistorp.

299 Professor Syed Naquib al-Attas

ja. Zwischen 1975 und 1980 schrieb der vor dem verderbten „Westen“ universeller Menschenrechte und freier Forschung warnende malaysische Gelehrte Syed Muhammad Naquib al-Attas seine Gedanken zu Gottesfurcht, kultureller Moderne und disziplinierter Re-Islamisierung nieder, die er 1978 bei der Jugendbewegung ABIM als Islām and Secularism herausgab und 1984 als Islām, Secularism and the Philosophy of the Future zusammenfasste. Den Vordenker einer schariatreuen Modernitätsverweigerung übersetzt und kommentiert Jacques Auvergne.

300 Mina Ahadi an Tom Koenigs

ma. Tehran ist immer eine Reise wert – allen Ernstes meint das der Bundestagsabgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Tom Koenigs. Der einstige UN-Sonderbeauftragte im Kosovo und in Guatemala ist inzwischen Vorsitzender des Bundestagsusschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe sowie Ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss. „Diese Regierung ist eine faschistische Regierung“, antwortet ihm die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, Mina Ahadi: „und man darf nicht mit Faschisten zusammenarbeiten.“

301 Köln protestiert für ein Beschneidungsverbot

egk. Eltern gegen Kinderbeschneidung lädt zum 21. September 2012 auf die Kölner Domplatte und fordert ein generelles Verbot medizinisch unnötiger Beschneidungen an Jungen: „Wir solidarisieren uns mit der Kampagne der Giordano Bruno Stiftung und ihren Partnern und mit allen anderen Kinderrechtsorganisationen, die bis heute und weltweit eine großartige Arbeit für die Kinderrechte und gegen diesen religiös begründeten Angriff auf den Kinderkörper geleistet haben.“

302 Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil I Erziehung und Menschenbild

er. Auch im Namen der Familienfreundlichkeit oder kulturellen Vielfalt kann der säkulare Rechtsstaat die medizinisch unbegründete Beschneidung an einem Jungen nicht legalisieren. Ein Beitrag zum heutigen Kölner Protest Eltern gegen Kinderbeschneidung. Am 21. September 2012 vom Verfasser der Bundestagspetition Pet 4-17-07-451-040847 Edward von Roy.

303 Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil II Rechtliche Fragen

gs. „Eltern haben zwar das Recht, durch ihre Erziehung in die Lebens- und Alltagsgestaltung ihrer Töchter und Söhne auf der Grundlage ihrer religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen einzugreifen. Die Sorgeberechtigten haben aber auch die Pflicht, das physische, psychische und geistige Wohlergehen ihrer Kinder sicherzustellen und darüber hinaus zu fördern“, stellt Sozialpädagogin Gabi Schmidt fest und schließt daraus im Hinblick auf die rituelle oder anderweitig elterlich gewünschte Zirkumzision: „Der, wenn auch hinkend säkulare Rechtsstaat hat gottesfürchtige Eltern daran zu hindern, durch religiöse Traditionen die Grundrechte ihrer Kinder zu verletzen.“

304 ZdE zur Welle der Gewalt

zde. Weltweit wurde der Film „Unschuld der Muslime“ zum Anlass für angeblich spontane Gewalttaten erklärt. Der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) ist gegen ein Aufführungsverbot des Films, das die global vernetzten Akteure der radikalislamischen Bewegung stärken würde.

305 Stop the Mohel

er. Israelverteidigung gegen die Mullahdiktatur liegt uns am Herzen – Stop the bomb. Zugleich sind alle Kinder in Deutschland Grundrechtsträger, auch so genannte muslimische Kinder oder jüdische Kinder. An einer religiös begründeten Sonderrechtlichkeit, die letztlich das christen- und judenfeindliche Schariasystem stärken würde, haben säkulare Bürger kein Interesse. Psalmgesang ja bitte, Brit mila nein danke, meint ein Sozialpädagoge und stellt Strafanzeige gegen einen 1948 in Jerusalem geborenen Beschneider.

306 Keine Kinderbeschneidung über BGB § 1631d

er. Hochgestimmt zirkumzisionsfreundlich sprich kultursensibel kinderfeindlich tagte am 23. August 2012 der Deutsche Ethikrat, und schon am 25. bzw. 28. September legte die Bundesjustizministerin einen geheimnisvoll und keinen Widerspruch duldend „Eckpunkte“ genannten Plan vor. Dieser Gesetzesentwurf soll die auf Elternwunsch und dabei nicht selten auf einen vermeintlichen außerirdischen Befehl erfolgende, diesseitig den Kinderkörper qualvoll und irreversibel beschädigende Jungenbeschneidung über das BGB, § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge straffrei stellen. Just zu diesem Paragraphen ist dem Petitionsausschuss am 20. Juli eine Eingabe von Edward von Roy zugegangen, die jede unnötige Genitaloperation an Minderjährigen verboten wissen möchte. Rasch sendet der körperliche Unversehrtheit und universelle Menschenrechte ernst nehmende Petent und Sozialpädagoge jedem Bundestagsabgeordneten ein paar Zeilen und die Petition gleich mit.

307 Die Rückkehr der Stämme

er. Leider steht für Deutschlands Gesetzgeber nicht die wortwörtliche Lesart der Genesis oder des Hadith, sondern das intakte Kindergenital zur Disposition. Gedanken zu beschneidungsfreundlichen E-Mails deutscher Politiker aus dem Oktober 2012 von Edward von Roy.

308 Saeed Sedighi

ma. 21. Oktober 2012, Mina Ahadi berichtet über Monireh Alizadeh-Noorani, eine Mutter aus dem Iran, deren Sohn gefoltert worden ist und bald hingerichtet werden soll, vielleicht schon morgen. Update 22. Oktober: Saeed Sedighi und die anderen neun Gefangenen sind heute Morgen umgebracht worden. Der Islamische Faschismus der Teheraner Regierung und die den Islam verharmlosenden europäischen Politiker schweigen zu dieser Barbarei.

309 Du Mensch der Welt

nn. Song Against Sharia Law, Religious Commandements, And Bowing Down To Clerics. Ein Lied zur Ermutigung, gesungen auf die Melodie Swjaschtschénnaja wojná.

310 Bündnis Flüchtlingsstreik Hessen (BFH)

bfh. Seit acht Tagen streiken Asylbewerber und Menschenrechtsaktivisten an der Hauptwache in Frankfurt (Main) Stadtmitte für ein menschliches Asylrecht, bessere Bedingungen für alle Asylbewerber/innen und die sofortige Anerkennung als politische Flüchtlinge: „Wir kommen aus einem Land, in dem Menschenrechte täglich mit Füßen getreten werden. Menschen werden misshandelt, gefoltert, vergewaltigt, gesteinigt und hingerichtet … weder Religions- noch Meinungsfreiheit sind gegeben. … Wir mussten fliehen, um unser Leben zu retten und suchten daraufhin Asyl in einem „sicheren“ Land. Doch in diesem hoch entwickelten Land, welches sich tagtäglich über Menschenrechtsverletzungen in anderen Staaten empört, sind wir immer noch mit einer unmenschlichen Behandlung konfrontiert.“

311 Ahmad al-Tayyeb

ja. Der stets auf Lebenszeit ernannte Großimam oder Großscheich der Azhar gilt vielen Sunniten als oberste geistliche und islamrechtliche Autorität. Am 8. Januar 2012 verkündete Großscheich Ahmad al-Tayyeb das Al-Azhar-Dokument für Grundfreiheiten. Übersetzung aus dem Englischen und menschenrechtsuniversalistische Kritik am Al-Azhar Document for Basic Freedoms von Jacques Auvergne.

312 Offener Brief an Martin Schulz

ma. November 2012, vier Frauen sind im Iran zu Tode gesteinigt worden. Der Präsident des Europäischen Parlaments erhält einen Offenen Brief von Mina Ahadi: „In der vergangenen Woche wurden im Iran mehr als 24 Personen hingerichtet. Allein am Mittwoch, den 7. November waren es im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis zehn Personen, in Schiras drei und in Kerman eine Person, die hingerichtet wurden“, berichtet die Sprecherin des vom Internationalen Komitees gegen Steinigung (International Committee against Stoning – ICAS).

313 Für Aufrichtigkeit und Offenheit in der Integrationsdebatte!

divers. Aufruf: Humanisten und Menschenrechtler verurteilen die Verunglimpfung des die Integration ernst nehmenden Bürgermeisters von Berlin-Neukölln: „Heinz Buschkowskys Buch „Neukölln ist überall“ hat erwartungsgemäß die üblichen Verharmlosungs- und Diffamierungsreflexe hervorgerufen. Große Teile der Kritik, die nun dem Autor entgegenschlägt, zeichnet sich durch Unwilligkeit und Unfähigkeit aus, einem nachdenklichen und problemorientierten Text angemessen zu begegnen, der Befunde in konkrete Lösungsvorschläge überführt.“

314 Hinrichtungswelle im Iran

icae/icas. 24. November 2012: Internationaler Tag des Protests gegen den Tsunami von Hinrichtungen im Iran: „In einem weiteren Tsunami von Hinrichtungen hat das Islamische Regime des Iran in den letzten zwei Wochen 57 Menschen umgebracht.“

315 Hamburger ‘Staatsvertrag’

gs. Von Gabi Schmidt.

316 Ex-Muslime gegen Hamburger Islam-Vertrag

zde. November 2012. Der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) kritisiert den in der Presse mit viel Getöse gelobten echten oder unechten ‘Staatsvertrag’ mit dem Verbandsislam, der Anfang 2013 durch die Bürgerschaft im letzten Augenblick vielleicht noch verhindert werden kann.

317 Heidelberger Islamwochen 2012 Teil I

er, gs. 26. November 2012. Protest geht dem Rektor der Universität zu, in deren Räumlichkeiten die Muslimische Studierendengruppe (MSG) die »III. Heidelberger Islamwochen – Islam unverhüllt« veranstalten darf.

318 Heidelberger Islamwochen 2012 Teil II

er, gs. 30. November 2012. Weiterer Protest geht dem Rektor der Universität zu aufgrund der »III. Heidelberger Islamwochen – Islam unverhüllt«.

319 Herr Westerwelle, was soll das?

ük, ja. Ein Zwischenruf von Ümmühan Karagözlü und Jacques Auvergne an den über Ägypten schwatzenden deutschen Außenminister: „Vom nach islamischer Auffassung von Allah geschaffenen Recht der Scharia, die in der ägyptischen Verfassung seit Jahrzehnten die Grundlage für eine diskriminierende Rechtspraxis und Gesellschaftsordnung bildet, haben Sie sich noch nie grundsätzlich distanziert. Präsident Mursi will mehr Scharia in der Verfassung und mehr schariabasierte Paragraphen im künftigen ägyptischen Gesetz, so arbeiten die Muslimbrüder auf der ganzen Welt … Das ist der Islam, der jetzt in der Bundesrepublik Deutschland den bekennenden Religionsunterricht mitgestalten darf, das ist der Islam, der jetzt an den Theologischen Fakultäten deutscher Hochschulen installiert wird.“

320 Heidelberger Islamwochen 2012 Teil III

er, gs. Wolfgang Erichson ist Beigeordneter der Stadt Heidelberg mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister für das Dezernat Integration, Chancengleichheit und Bürgerdienste. Erichson verteidigt, dass an Yusuf al-Qaradawi orientierte radikalislamische Redner an der Heidelberger Uni auftreten dürfen, die er mit einem im Saal verlesenen Begrüßungsbrief beehrt hatte. Rektor Eitel sagt übrigens gar keine Silbe, hatte sich aber auch um Ansiedlung eines Zentrums für Islamische Theologie beworben, das dann in Tübingen errichtet wurde. So passt in Baden-Württemberg alles zusammen und bleibt die zur Schariatisierung unabdingbare dialogische Harmonie erhalten.

321 Saadeddine Othmani

ja. Parti de la Justice et du Développement (PJD) ist die Partei der Muslimbrüder Marokkos, die das Land schariakonform umgestalten zu einem Imamat (Islamstaat). Übertragung ins Deutsche und Kommentare zu Auszügen aus: Islam und Zivilgesellschaft (Islam and the Civil State) des PJD-Führers und marokkanischen Außenministers Saadeddine Othmani (2005) von Jacques Auvergne (2012).

322 Beschneidung auf Elternwunsch jetzt legalisiert

er, gs. Was zu befürchten war, ist eingetroffen: der Deutsche Bundestag hat die zunehmende Ausdünnung des säkularen Rechtsstaats bezeugt, das Beschneidungsgesetz ist da. Am 12. Dezember 2012 sind die kulturell vormodernen und anti-individuellen Normen von Halacha und Scharia in den Raum des Rechtsstaats hereingebeten worden, im Namen des Respekts vor dem Heiligen und des friedlichen Zusammenlebens werden völlig unnötige Schmerzen und andächtig abgeschnittene Penisvorhäute ins Bürgerliche Gesetzbuch integriert. Kurzer Kommentar zum neuen Beschneidungsgesetz BGB § 1631d von Edward von Roy und Gabi Schmidt.

323 Es gibt Grund zur Hoffnung, es gibt Free Minds

er. Edward von Roy kommentiert bei Free Minds, einer Gruppe von nüchtern denkenden und unbestechlichen Islamkritikerinnen an der sich von Wissenschaft und freiheitlicher Demokratie mehr und mehr abwendenden, auf Pfründe erpichten und den Islam faktenresistent verharmlosenden Universität zu Münster.

324 Hilferuf aus dem Gohardascht-Gefängnis

cfppi. Brief aus dem Gefängnis sowie Petition von der Campaign to Free Political Prisoners in Iran zur Rettung von Loghman Moradi und Zenyar Moradi. Den beiden Cousins, die Häflinge im Raja-e-Shahr-Gefängnis („Gohardasht“) sind, droht die Hinrichtung durch den Strang.

325 OL4A, die Kampagne One Law For All

ol4a. Jahresrückblick auf 2012, von den OL4A-Sprecherinnen Maryam Namazie und Anne Marie Waters. Unautorisierte Übersetzung aus dem Englischen durch cd.

326 “Nein zur Scharia!” Weltfrauentag 2013

ern, zde. Equal Rights Now sowie Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) luden für den 8. März 2013 zur Konferenz nach Frankfurt. Zu den scharfgeistigen und bewegenden Rednerinnen gehörten die britische säkulare Aktivistin Maryam Namazie, die deutsche Frauenrechtlerin Zana Ramadani (FEMEN Germany) sowie Mina Ahadi (ZdE). Taslima Nasreen wollte kommen, doch durfte Indien aufgrund einer Kampagne nicht verlassen.

327 Lebensregeln für das Diesseits und Jenseits

er. Die erstarkenden Islamverbände und der ausdünnende säkulare Rechtsstaat. Ein Vortrag von Edward von Roy, gehalten in Köln am 02.03.2013.

328 Anti-Scharia-Koalition

icae, icas. Dem auf der Frankfurter Konferenz vom 3. März 2013 (vgl. Texte 326 und 329) angekündigten Aufruf Mina Ahadis gerne folgend, bildet sich mit dem WELTWEITEN BÜNDNIS GEGEN SCHARIA-GESETZE eine global denkende Bewegung für Säkularität, allgemeine Menschenrechte und die Gleichberechtigung von Mann und Frau und gegen Schleierzwang, Schleierzwang und islamische oder andere religionsbasierte Paragraphen. Mit unterstützt wird die International Coalition against Sharia Law von Mary Devery „für den TERRE DES FEMMES Vorstand“.

329 Mina Ahadi am Weltfrauentag 2013

ma. „Ich möchte hier über 34 Jahre Kampf gegen die Scharia reden. Chomeini und die Islamisten im Iran wurden mit Hilfe der westlichen Regierungen und gerade auch durch die USA an die Macht gebracht. Sie sollten eine Revolution niederschlagen und mit Hilfe von Religion und Islam geheiligten Mord und Brutalität anfangen … Deswegen schlage ich vor, dass wir an diesem Tag eine Koalition gegen Scharia bilden – eine weltweite Koalition! … Wir sind alle gegen Sharia Law, wir verlangen, dass Scharia als Gesetz weltweit verboten wird und wir verlangen säkulare Staaten und Prinzipien. Religion hat im Leben der Frauen nichts zu suchen.“ (Mina Ahadi)

330 Unsere Solidarität mit Amina

Die junge Frauenrechtsaktivistin Amina aus Tunesien steht der Bewegung FEMEN nahe und erhielt die Todesfatwa durch den radikalen Prediger Adel Almi von der Gemäßigten Gemeinschaft für Bewusstseinsbildung und Verbesserung (L’Association modérée de la sensibilisation et de la réforme). Eine rasche öffentliche Auspeitschung sei für ihr „schlechtes Beispiel“ angemessen, eigentlich sogar die Steinigung. Solidaritätsaufruf für die neunzehnjährige Tunesierin von Mina Ahadi, Richard Dawkins, Maryam Namazie und Taslima Nasrin.

331 Nur Allah gibt mentale Gesundheit

ja. Zur Todesfatwa des tunesischen Predigers Adel Almi gegen Frauenrechtsaktivistin Amina Tyler sowie zum Weltsozialforum 2013, das nächste Woche in Tunis stattfinden wird. Von Jacques Auvergne am 23. März 2013.

332 Amina. Offener Brief an die Europäische Union

ma. Die Europäische Union muss der neunzehnjährigen Amina Sboui genannt Amina Tyler Asyl gewähren, Tunesien zwischenzeitlich ihr Wohlergehen garantieren. An den Präsidenten des Europäischen Parlaments Herrn Martin Schulz, an den Bundesaußenminister des Auswärtigen Herrn Dr. Guido Westerwelle, Le président de la République tunisienne Moncef Marzouki, Le président de l’Appel de la Tunisie Béji Caïd Essebsi. Internationales Komitee gegen Steinigung, am 28. März 2013.

333 Der 4. April, Tag für Amina

International Day to Defend Amina. Ein Aufruf von Inna Shevchenko (FEMEN) und Maryam Namazie.

334 FEMEN antwortet MuslimaPride

femen. Deutschland im April 2013, die couragierte Aktion der Frauen von FEMEN, der “Topless Jihad Day – nackte Brüste gegen den Islamismus”, ist von bekennenden Musliminnen bemerkt und auf Facebook etwas spöttisch kommentiert worden. FEMEN antwortet am Folgetag und rückt einiges zurecht.

335 Was hat die DIK erreicht?

zde. Warum die Deutsche Islamkonferenz ein so großes Problem darstellt – so lautet der Konferenztitel in der Einladung des Zentralrates der Ex-Muslime (ZdE) für den 3. Mai 2013 nach Köln.

336 Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem

er. Islamkonferenz um Islamkonferenz der Rechtsspaltung entgegen? Der säkulare Verfassungsstaat hat mit totalitär denkenden Jenseitszentrikern nicht auf Augenhöhe zu diskutieren, auch nicht im Rahmen der „Verbesserung des Zusammenlebens zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Muslimen … ein gemeinsamer Weg zu einem besseren Miteinander“ (DIK 2009) oder von „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013). Eine Mahnung an die Deutsche Islamkonferenz (DIK) sowie an die in wenigen Tagen in Berlin durchgeführte 2. Kritische Islamkonferenz (KIK 2013). Text des am Freitag, 3. Mai 2013 in Köln-Riehl gehaltenen Vortrags von Edward von Roy.

337 Weg mit dem § 1631d BGB

hpd/gbs. Vor genau einem Jahr, am 7. Mai 2012 bewertete das Kölner Landgericht eine medizinisch nicht indizierte Beschneidung an einem nicht einwilligungsfähigen Jungen als Straftat. Das ist kulturell modern, denn auch Jungen haben ein Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung. Aufruf zum Protest gegen das Elternrecht auf Jungenbeschneidung. Für die genitale Autonomie aller Kinder! Der Paragraph 1631d BGB muss weg! Es rufen auf: Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., IBKA – Internationaler Verband der Konfessionslosen und Atheisten, Zentralrat der Ex-Muslime, AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung, Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) – alle kinder- und jugendärztlichen Verbände in Deutschland, TERRE DES FEMMES e.V., TABU e.V., Beschneidungsforum.de, (I)NTACT e.V., pro familia Nordrhein-Westfalen. Anmerkung: Dieses Blog akzeptiert die vorgeschlagene Altersgrenze von 14 Jahren nicht und trägt die Idee eines zweijährigen Runden Tisches ebensowenig, sondern fordert das sofortige und unverhandelbare Beschneidungsverbot an allen Minderjährigen, sowohl Jungen als auch Mädchen.

338 Sayyid Qutb: Das Islamische Konzept

ja. Auszüge aus der ein halbes Jahrhundert alten Schrift des Sayyid Qutb (1962) Ḫaṣāʾiṣ at-Taṣawwur al-Islāmī. Herangezogen wird sowohl die englische Übersetzung The Characteristics of the Islamic Concept, erste Auflage bei Hindustan Publications, Delhi 1984 als auch das bei ATP American Trust Publications (Illinois 1992) veröffentlichte The Islamic Concept and its Characteristics. Ins Deutsche übertragen und kommentiert von Jacques Auvergne (2013).

339 Die Scharia ist keine Kultur

zde. Rückblick auf die Konferenz, die der Zentralrat der Ex-Muslime am 3. Mai in Köln abgehalten hat. Mit der am selben Tag von der Mehrheit der Teilnehmer verabschiedeten Resolution. „Die Deutsche Islamkonferenz (DIK) dient nicht der Integration, sondern bewirkt das genaue Gegenteil, die Abschottung oder Segregation. … Die deutsche Regierung setzt vier Millionen Menschen der Machtpolitik der Islamisten aus und Schritt für Schritt werden gerade durch diese Islamkonferenz Kopftuchzwang sowie ein an der Scharia orientierter Islamuntericht legalisiert. So bekommen die Islamisten in Deutschland mehr Einfluss und mehr Macht.“ Aus dem Resolutionstext.

340 Abschlusserklärung der Kritischen Islamkonferenz 2013

kik. Auch sollte sachlich begründete Kritik am Islam/Islamismus nicht als „rassistisch“, „fremdenfeindlich“ oder „islamophob“ diffamiert werden. Zwischen einer humanistischen Islamkritik, die sich für die Stärkung der Menschenrechte einsetzt, und chauvinistischer Muslimfeindlichkeit, die die Menschenrechte untergräbt, bestehen grundsätzliche Unterschiede, die nicht übersehen werden dürfen. … „Demokratie“ und „Menschenrechte“ sind keine exklusiven Errungenschaften des Westens, sondern Bestandteile eines universellen „Weltkulturerbes der Menschheit“, an der Menschen aller Zeiten und unterschiedlichster Herkunft mitgewirkt haben. Berlin, 12. Mai 2013. Aus der Abschlusserklärung.

341 Mustafa Cerić: Muslimischer Gesellschaftsvertrag in Europa.

ja. Der gleichnamige, bei ZIE-M (um Bajrambejamin Idriz) zu findende Text ist die Übersetzung der Rede Toward a Muslim Social Contract in Europe, die Bosniens Großmufti im Mai 2008 in London hielt. Islamkritische Kommentierung zu Mustafa Cerić von Jacques Auvergne.

342 Kairouan: Amina verhaftet

Internationale Pressequellen über die FEMEN-nahe tunesische Frauenrechtsaktivistin Amina Sboui besser bekannt als Amina Tyler, vor allem aus dem Englischen und Französischen. Mai und Juni 2013.

343 Der Liberale Islam der Lale Akgün

ja. Zum Buch Der Aufstand der Kopftuchmädchen: Deutsche Musliminnen wehren sich gegen den Islamismus (Lale Akgün 2011). Eine Islamkritik von Jacques Auvergne (2013).

378. Reyhaneh kann jederzeit hingerichtet werden

22. April 2014

Rettungskampagne für die zum Tode verurteilte Rayhaneh Jabbari

Der 26 Jahre alten Innenarchitektin Rayhaneh Jabbari wird der Mord an Morteza Abdolali Sarbandi vorgeworfen. Seit sieben Jahren inhaftiert, droht ihr nun die Hinrichtung durch Erhängen.

Die Raumausstatterin telefonierte im Jahre 2007 gerade in einem Café, als sie von Morteza Sarbandi belauscht wurde, der sie bald wegen einer professionellen Beratung über die Renovierung seines Büros ansprach. Beide vereinbarten einen Termin, um sein Büro anzusehen und die Sanierungsmaßnahme festzulegen.

Am Tag des Treffens holte Herr Sarbandi die Innenarchitektin mit seinem Auto ab. Auf dem Weg zum Büro besorgte er in einer Apotheke einen Gegenstand, während Rayhaneh Jabbari im Auto wartete. Der Mann stieg wieder in den Wagen und tat so, als ob er zu seinem Büro fahren würde. Bei der Ankunft sah die Frau, dass der Ort nicht gerade wie ein Arbeitsplatz aussah, das Haus war heruntergekommen. Im Inneren des Hauses erkannte Rayhaneh zwei Getränke auf dem Tisch. Schnell verschloss Sarbandi die Türe von innen, legte seine Arme um ihre Taille und bedrohte sie, die nun: “keine Möglichkeit hat, zu entkommen.” Sie wehrte sich körperlich, stach ihm in die Schuler und flüchtete. Morteza Sarbandi starb an Blutungen.

Die Laboranalyse ergab, dass das von Morteza Sarbandi vorbereitete Getränk Beruhigungsmittel enthielt. Desungeachtet kam die Innenraumdesignerin ins berüchtigte Teheraner Evin-Gefängnis in Einzelhaft. Zwei Monate verweigerte man ihr den Zugang zu einem Rechtsbeistand oder den Kontakt mit ihrer Familie. Die Öffentlichkeit erfuhr, dass Sarbandi gelernter Arzt war, aber auch für das Ministerium des Geheimdienstes tätig gewesen war. Der Inhaftierten wiederum erklärte man, dass der Mordvorwurf zurückgenommen sei und ohnehin “politisch motiviert” gewesen war. Dennoch folterte man Rayhaneh, bis sie den Mord gestand, was zu ihrer Verurteilung zum Tode führte. Der Oberste Gerichtshof hat das Todesurteil bestätigt, die Hinrichtung kann jederzeit vollstreckt werden.

Unsere Rettungskampagne soll Einzelpersonen wie Organisationen dazu motivieren, auf vielfältige Weise etwas für Rayhaneh zu tun. Auch wer keine Kontakte oder Verbindungen zu Medien, Menschenrechtsorganisationen, Frauenrechtsaktivisten oder Behörden hat, ist jetzt wichtig und gefragt.

Denn bereits durch das Unterzeichnen der Petition können Sie mithelfen, Rayhanes Leben zu retten.

https://secure.avaaz.org/en/petition/Catherine_Ashton_Ban_Ki_Moon_Ahmad_Shaheed_Save_26_year_old_woman_from_being_hanged_in_Iran/?fbss

Nazanin Afshin-Jam
Shabnam Assadollahi
Shadi Paveh
Mina Ahadi
hamseda@gmail.com
minnaahadi26@gmail.com

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Campaign to save Rayhaneh Jabbari from execution

Rayhaneh Jabbari is a 26 six year old woman who was convicted of murdering a man named Morteza in Iran who has been in prison for the last 7 years and is awaiting imminent execution [by hanging].

Rayhaneh, an interior designer, was speaking on the phone about her work in a coffee shop, a conversation which was coincidentally overheard by Morteza who approached her for professional advice about renovating his office. They then set a date to meet at his office in order to see and discuss Morteza’s renovation project.

On the day of the meeting, Morteza picked up Rayhaneh in his car. On the way to his office, Morteza stopped at a pharmacy, purchased an item (while Rayhaneh waited in the car), got into the car again and drove to his office. After arriving at their destination, Rayhaneh realized that the place did not look like a work place at all as it was a rundown house. Inside the house, Rayhaneh saw two drinks on the table, Morteza went inside and quickly locked the door from inside, put his arms around Rayhaneh’s waist and told her that “she had no way of escaping”. A struggle soon ensued. Rayhaneh trying to defend herself stabbed Morteza in the shoulder and escaped. Morteza died from bleeding.

Lab analysis showed the drinks Morteza intended to serve to Rayhaneh contained sedatives. Regardless, Rayhaneh was arrested. There she was told by the authorities that the murder had been set up [by them] and was “politically motivated”. Nevertheless, Rayhaneh was tortured until she confessed to the murder, after she was given the death penalty which was upheld by the Supreme Court. As a result she is to be executed at any moment.

The Campaign to Save Rayhaneh, asks that all individuals and organizations help support us in any way possible to save Rayhaneh. If you have any contacts or connections with media, human rights organizations, women’s rights advocates or government agencies, please support Rayhaneh’s campaign by writing to them.

Please help us save her life by first signing this petition.

https://secure.avaaz.org/en/petition/Catherine_Ashton_Ban_Ki_Moon_Ahmad_Shaheed_Save_26_year_old_woman_from_being_hanged_in_Iran/?fbss

Nazanin Afshin-Jam
Shabnam Assadollahi
Shadi Paveh
Mina Ahadi
hamseda@gmail.com
minnaahadi26@gmail.com

376. Graue Wölfe nicht an die Schule

10. April 2014

Poesie und Wolfsgeheul für das Großreich Turan

Die frauenfeindlich, antisemitisch und kurdenfeindlich orientierten Mitglieder der Ülkücü- oder Idealistenbewegung sind bekannt als Bozkurtlar, Graue Wölfe, und bilden mit MHP und BBP zwei türkische politische Parteien. Als deutscher Unterstützerkreis der MHP gilt die ADÜTDF, die Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland (Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu).

An diesem Wochenende wollen die rechtsradikalen Panturkisten in einem rheinland-pfälzischen Kirchengemeinde-Saal und einer niederrheinischen Gesamtschul-Aula die völkischen Barden Ali Kınık und Zafer İşleyen ihren das Türkentum verherrlichenden und andere Völker erniedrigenden Gesang darbieten lassen. Gruppenchauvinismus und Herrenmenschentum gefährden die gebotene Entwicklung der Mainzer oder Mönchengladbacher Kinder und Jugendlichen zu freiheitlichen Demokraten, weshalb allgemein menschenrechtlich orientierte Sozialpädagogen bei Schulministerium, Landtagen, Stadtverwaltungen und Kirche ihren Protest einlegen.

Wird das Bistum Mainz, wird Oberbürgermeister Norbert Bude die für dieses Wochenende geplanten Veranstaltungen der Grauen Wölfe unterbinden?

“Auch die Vielfalt und Vielzahl der Internetauftritte und Videos sprechen dafür, dass sich in Deutschland eine Anzahl von Jugendlichen türkischer Herkunft für die extrem nationalistische und hasserfüllte Ideologie der Ülkücü-Bewegung begeistert und diese mit Hilfe der neuen Medien weiterverbreitet. … Die Internetauftritte und Videos legen die Vermutung nahe, dass die Ülkücü-Bewegung mit ihren Positionen und Forderungen das Entstehen einer extremistischen, isolierten Jugendbewegung in Europa und auch in Deutschland fördert. Sie entfalten dadurch letztlich auch eine starke integrationshemmende Wirkung.”

(aus: Internetaktivitäten der Ülkücü-Bewegung – „Graue Wölfe“, herausgegeben von: Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen)

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/gw_ohne.pdf

An das Mainzer Sozialdezernat

Datum: 09.04.2014 21:50

Betreff: Mainz, Liebfrauensaal: Auftritt der rechtsextremen Grauen Wölfe stoppen

Sehr geehrte Damen und Herren,

erschrocken stellen wir fest: die ADÜTDF als die De-facto-Tochterorganisation der türkischen Partei MHP (GRAUE WÖLFE) lässt am 13. April den türkischen Rechtsrocker ZAFER İŞLEYEN im Liebfrauensaal, Franz-Liszt-Straße 1, 55118 Mainz, “Kultur” verbreiten.

https://twitter.com/ERDOGAN_AKTAS/status/452878544318640128/photo/1

ADÜTDF

13 Nisan Mainz (HS1) Zafer İşleyen

http://www.turkfederasyon.com/index.php/kurumsal/turkfederasyon/uberuns

Ist dem Besitzer des Liebfrauensaals klar, dass eine nationalistische, extrem integrationsfeindliche Gruppierung den Raum gemietet hat, die ein frauenfeindliches, antisemitisches und kurdenfeindliches Weltbild vertritt, ein völkisch-rassistisch definiertes großtürkisches Reich “Turan” anstrebt und zweckmäßigerweise vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet wird?

Wir fordern den Verantwortlichen auf, den Nutzungsvertrag umgehend aufzukündigen und sich vernehmlich dazu zu bekennen, die ADÜTDF / Grauen Wölfe keine Veranstaltungen in den eigenen Räumen durchführen zu lassen.

Wir ermutigen stattdessen, eine Aufklärungsveranstaltung über Wesen und Methode der “Idealistenbewegung” ADÜTDF / Graue Wölfe durchzuführen, geeignetes Material (s. u.) bieten die Ämter für Verfassungsschutz.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Quelle

Wer sind die „Grauen Wölfe“?

(… Zafer İşleyen, ein in der Türkei bekannter Rockmusiker …)

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Betreff: Antwort: Mainz, Liebfrauensaal: Auftritt der rechtsextremen Grauen Wölfe stoppen

Datum: Thu, 10 Apr 2014 08:30:47

Von: Thomas Hauf

Sehr geehrter Herr von Roy, sehr geehrte Frau Schmidt,

bitte wenden Sie sich doch direkt an die Eigentümerin des Liebfrauensaals, die kath. Liebfrauengemeinde. Die Kontaktdaten finden Sie unter

http://www.bistummainz.de/pfarreien/dekanat-mainz-stadt/liebfrauen/startseite.html

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Hauf

Landeshauptstadt Mainz

Dezernat für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit

Betreff: Mainz, Liebfrauensaal: Auftritt der rechtsextremen Grauen Wölfe stoppen

Datum: Thu, 10 Apr 2014 12:20:08

An den Mainzer Sozialdezernenten

Sehr geehrter Herr Hauf,

der türkische Rechtsradikalismus tarnt seine Propaganda- und Werbeveranstaltungen als Kulturfestivals. Vor allem Jugendliche sollen in den Sog der nationalistischen und rassistischen Bewegung und der dazugehörigen antikurdischen Großreich-Ideologie kommen. Das gefährdet die Integrationsarbeit auf dem Mainzer Stadtgebiet sowie die Entwicklung junger Menschen mit türkischem Familienhintergrund zu künftigen freiheitlichen Demokraten.

“Diese Inhalte sind dazu geeignet, bei Jugendlichen zu einer Radikalisierung und Gewaltaffinität beizutragen. Jugendliche, die diese Inhalte in die örtlichen Jugendszenen oder auch in die Schulen hineintragen, sind emotionalisiert und bringen erhebliches Konfliktpotenzial in ihre Umgebung.”

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Das Bistum Mainz ist selbstverständlich bereits gestern durch uns informiert worden, ebenso der Oberbürgermeister. Ob Kirche in Mainz oder Stadt Mainz, von außen drängt sich der Eindruck auf, dass man nichts gegen die Idealistenbewegung ADÜTF / Graue Wölfe sagen will, das Thema türkischer Extremismus ist offensichtlich unbequem. Jetzt ist Zivilcourage angezeigt.

Sie sind der Dezernent für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit – wie wollen Sie, wie will die Stadt Mainz gewährleisten, dass minderjährige Bürger der Stadt Mainz keinen Zugang zu einer extremistischen, vom Verfassungsschutz beobachteten Veranstaltung bekommen?

In Kopie gehen dieses Schreiben und dieser Briefwechsel mit Ihnen an Ihren Oberbürgermeister, an das Bistum, an den Mainzer Landtag und an die regionale und überregionale Presse.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

So einen deutlichen Tonfall vertragen die sensiblen rheinland-pfälzischen Amtsinhaber gar nicht und verzichten gleich ganz auf eine Antwort, jene Sozialdezernenten, die interessanterweise wenig bis keine Probleme damit haben, die Kinder und Jugendlichen ihrer Stadt den Rechtsradikalen der ADÜTDF auszuliefern. Ob es in den nächsten Wochen in Mainz die von uns angeregte städtisch oder kirchlich verantwortete Aufklärungsveranstaltung zu den extremistischen Grauen Wölfen geben wird? Wir sind gespannt, rechnen allerdings damit, dass gar nichts passieren wird.

Bevor sie sich in meditative Stille zurückzog, sendete die Landeshauptstadt Mainz uns noch ein letztes Signal und das irgendwie jugendschützerisch aktive 51 Amt für Jugend und Familie / Haus des Jugendrechts versicherte der Umwelt, mit Kopie an den bereits völlig schweigsamen Sozialdezernenten:

Antwort: AW: Antwort: Ülkücü-Bewegung in Mainz: Rechtsextremistisches Musik-Event absagen

Datum: Fri, 11 Apr 2014 14:37

Von: Hajo Kunkel

An: Edward von Roy

Cc: Thomas Hauf

Wir haben das schon längst von uns aus erledigt. Die Polizei und andere Behörden wurden von uns informiert, ebenfalls wurde der Vermieter gebeten, die Veranstaltung zu annullieren. Im Übrigen kenne ich Sie nicht, deshalb nur diese kurze Antwort.

Gruß

Hajo Kunkel

Jugendschutzbeauftragter

Aha, viel Verwaltungsfleiß macht die Nachfragen der Untertanen überflüssig und dienstliche lange Antwort bekommen nur Spezis. Was genau Inhalt der Information („wurden von uns informiert“) war, bleibt sein persönliches jugendschützerisches Geheimnis, die beiden entscheidenden Begriffe Graue Wölfe und Katholische Kirche spricht der vorsichtige Herr Kunkel uns gegenüber gar nicht erst aus, das könnte beruflich nachteilig sein.

Da ist das mühselig entlockte Bekenntnis schon bemerkenswerter, dass die Stadt Mainz dem Bistum jedenfalls der Liebfrauengemeinde grundsätzlich empfohlen hat oder habe, Zafer İşleyen auszuladen. Als Mainzer Sozialdezernent oder Jugendschutzbeauftragter weiß man sich abzusichern – und reicht dem sehr überzogen patriotischen türkischen Musiker gewissermaßen das Mikrophon, solange der Bischof Gewährung nickt jedenfalls zu den beherbergten Grauen Wölfen schweigt.

Stadt und Bistum Mainz machen es außenstehenden Bürgern nicht einfach, darf der eigens aus der Türkei eingereiste Zafer İşleyen am Sonntag im katholischen Liebfrauensaal nun sehr gerne auftreten oder vielleicht doch nicht so gerne? Und was soll der osmanische Nazi sagen, darf er sich der christlichen Gastfreundschaft des Raumgebers jetzt noch sicher sein? Wer verunsichert ist, kann womöglich nicht treffsicher vorsingen: „Unsere Partei ist die MHP, unser Führer ist BAHÇELİ, der Graue Wolf ist unser Symbol, İslam ist unser Gottesdienst, das führende Land ist die Türkei, wir sind auf dem Weg zur Macht“, aus dem Zafer-İşleyen-Lied Meine Partei ist die MHP. Später noch Schlussbemerkungen zu Mainz, werfen wir einen Blick ins benachbarte Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Denn neben Stadt und Bistum Mainz erhielt auch die Stadtverwaltung von Mönchengladbach Post. Im Folgenden der in der Rheinischen Post vom heutigen Tage (10.04.2014) erwähnte offene Brief.

Keine „Grauen Wölfe“ an Mönchengladbachs Schulen!

Stoppen Sie die Kulturveranstaltung der Idealistenvereine (ADÜTDF) an der Gesamtschule Volksgartenstraße

An

Norbert Bude, Oberbürgermeister

Polizeipräsidium Mönchengladbach

Rheinische Post

Theo Hespers Stiftung c/o Ferdinand Hoeren

8. April 2014

„seit Juni 2011 ist auch die Gesamtschule Volksgarten eine `Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage´.

http://www.gesamtschule-volksgarten.de/

Sehr geehrter Herr Bude,

sehr geehrter Herr Hören,

sehr geehrte Damen und Herren,

die Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland / Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu (ADÜTDF), kurz als Türk Federasyon bekannt / Türkische Föderation, ist die De-facto-Tochterorganisation der rechtsextremen und rassistischen türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP). Die Mitglieder von MHP bzw. ADÜTDF werden Bozkurtçular genannt, „Graue Wölfe“.

Gemäß türkischen Behörden führten allein zwischen 1974 und 1980 die Grauen Wölfe 694 Morde durch. Die MHP will die Abschaffung der laizistischen türkischen Staatsordnung und die Errichtung eines türkischen Großreichs und einer koranbasierten Gottesherrschaft:

„Als türkisch-islamische Idealisten richten wir unser Leben nach dem Koran, der Tradition des Propheten, dem Konsens der Gelehrten und dem Analogieschluss. Reform und Modernisierung des Glaubens lehnen wir ab. Wir werden weiterkämpfen, bis eine göttliche Ordnung errichtet ist.“

Im Verfassungsschutzbericht des Landes Baden-Württemberg von 2009 ist die ADÜTDF unter „sicherheitsgefährdende Bestrebungen von Ausländern“ sowie unter „Ausländerextremismus“ aufgeführt.

Am 12. April dieses Jahres ab 16:00 Uhr darf die in dreizehn deutsche Regionalabteilungen („Bölge“) bzw. in sogenannte Idealistenclubs (Ülkü Ocaklari) gegliederte ADÜTDF zu einer Kulturveranstaltung in die Gesamtschule Volksgartenstraße 75 einladen. Zu dieser Zeit sind Minderjährige im Stadtgebiet und vielleicht ja auch auf dem Schulgelände unterwegs. Das ist in etwa so, als ob die Stadt Mönchengladbach die rassistische deutsche Partei NPD in schulischen Räumen auftreten, sprechen und „Kultur“ anbieten lassen würde.

In Mönchengladbachs Gesamtschule auftreten wird u. a. der rechtsradikale türkische Volksliedsänger Ali Kınık, über den die Presse informierte:

„Dafür tarnt sich die Organisation seit Jahren mit dem Vereinsnamen “Deutsch-Türkischer Freundschaftsverein”. Unter diesem harmlos anmutenden Deckmantel mietet sie zum Beispiel im vergangenen November die Stadthalle in Filderstadt für ein Jugendkulturfest und lädt den rechtsextremen Folklore-Sänger Ali Kinik ein.“[1]

„Im Dezember 2009 deckte die Filder-Zeitung auf, dass der dortige deutsch-türkische Freundschaftsverein ein Konzert des rechtsnationalen Sängers Ali Kinik veranstaltet hat. Es war ein Konzert zu Ehren der grauen Wölfe. Deren deutsche Ableger beobachtet der Verfassungsschutz. Die grauen Wölfe gelten als faschistisch. Sie predigen den Märtyrertod.“[2]

Auf Facebook und Twitter weist der musikalische Nazi seit drei Tagen auf den Termin hin, die in Mönchengladbach ebenfalls auftretenden Verherrlicher von Türkentum und Kalifat Şemsimah Şener und Zafer İşleyen sind im Umfeld der Grauen Wölfe kulturschaffend:

12.04.2014 – Mönchengladbach/ALMANYA

https://de-de.facebook.com/AliKinikTurkiye

https://twitter.com/AliKinikTurkiye

12 Nisan Mönchengladbach

Şemsimah Şener

Ali Kınık

Zafer İşleyen

http://www.turkfederasyon.com/index.php/668-nrw1moenchgld27kong

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir fordern Sie auf, der ultranationalistischen und extrem integrationsfeindlichen Organisation ADÜTDF keine städtischen – und schon gar keine schulischen! – Räume zur Verfügung zu stellen und vielmehr an Mönchengladbachs Schulen, sinnvollerweise auch in Zusammenarbeit mit der bewährten Theo-Hespers-Stiftung, aktiv über Wesen und Ziel der Idealistenbewegung / Grauen Wölfe aufzuklären. Falls Sie die rassistische Kulturveranstaltung nicht untersagen, können wir erwarten, dass Schule und Stadt verlangen und durchsetzen, dass Minderjährige keinen Zugang haben.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

[1] Deutschlandfunk am 30.01.2010

Zwischen Schönreden und Wegschauen

http://www.deutschlandfunk.de/zwischen-schoenreden-und-wegschauen.724.de.html?dram:article_id=99725

[2]Filder-Zeitung am 22.10.2010

Zwischen Folklore und Faschismus

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.zwischen-folklore-und-faschismus.4e549016-b519-4bad-8267-a98d3efe884a.html

2010, Ali Kınık mit Şemsimah Şener

http://www.youtube.com/watch?v=z9WMI945b4o

zafer işleyen “Partimiz MHP”

http://www.youtube.com/watch?v=M1a_bXpuu7k

Die verbissen schariafreundliche und den islamkundigen Pierre Vogel als einen der Munāfiqūn, einen islamisch Abtrünnigen missverstehende Theo Hespers Gesellschaft („Wir stehen auf gegen einen propagandistischen Salafismus, der die friedliche Zielrichtung des Islam verrät“, Hoeren für die THG zum 08.02.2014) sagt natürlich nichts gegen die ADÜTDF. Lässige zwei Tage später rang man sich als Stadtverwaltung zu einer Presseerklärung durch und unterließ worauf es angekommen wäre, nämlich zu sagen: “ADÜTDF und ihr zuzurechnende Vereine bekommen niemals wieder städtischen Räume angeboten und ab sofort klären wir in Mönchengladbach alle Eltern und Kinder mit Vorträgen und Faltblättern durch Stadtjugendamt, Wohlfahrtsverbände und Jugendzentren über die Menschenverachtung und Jugendwohlgefährdung der Ülkücü-Ideologie auf”. Das sollte man wohl tun, denn erstens werden die vermeintlich edelrassigen Musiker oder Tänzer auf Europatour irgendwann wiederkommen – und zweitens will sich der MHP-orientierte Anmelder in sechs Wochen in den Mönchengladbacher Integrationsrat wählen lassen, wie man bei Stefanie Keisers liest:

Auf dem Schulhof der Gesamtschule Volksgarten möchte der Gemeinnützige Türkische Kulturverein am Freitagnachmittag ein „Frühlingsfest“ feiern. So hat er es am 24. März bei der Stadt beantragt und am 1. April genehmigt bekommen. Klingt harmlos – ist es aber womöglich nicht.

Denn hinter dem vermeintlichen Frühlingsfest soll sich eine Veranstaltung der Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu (ADÜTDF) – besser bekannt als die „Grauen Wölfe“ – verbergen. …

Pikant ist auch: Nach Informationen der WZ steht der Antragsteller des „Frühlingsfestes“ auf einer Wahlliste für den neuen Integrationsrat der Stadt, der am 25. Mai gewählt wird.

http://www.wz-newsline.de/lokales/moenchengladbach/rechte-organisation-graue-woelfe-in-schule-1.1608807

Vielleicht ja ab morgen so richtig AEMR-treu und demzufolge stolzer Mönchengladbacher Kurden-, Aleviten-, Juden-, Atheisten- und Homosexuellenfreund sowie bekennender Ülkücü-Gegner: Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung

http://web01.probuerger.de/index.php?id=angebote-integration&L=1&user_wfp2vereine_pi1[s_verein_id]=1343&user_wfp2vereine_pi1[action]=show_detail&cHash=e40b9c9f05d9a69cb4f5eb03270ed6df

Immerhin: die Stadt hat den Vertrag aufgelöst und der militanten Idealistenbewegung den Zugang zur Schule verweigert, eine nachvollziehbare und gebotene Entscheidung. Von Mönchengladbachs immerhin rasch laut und sogar aktiv gewordener Lokalpolitik und Stadtverwaltung wieder nach Mainz, wo das altehrwürdige Bistum in der Abwehr der faschistischen ADÜTDF / Grauen Wölfe nicht nur sehr langsam ist, sondern gleich gar nichts macht:

—–Original-Nachricht—–

Datum: Sa, 12 Apr 2014 10:35 Uhr

Betreff: BISTUM MAINZ LÄSST TOP-NAZI SINGEN UND BEHERBERGT GRAUE-WÖLFE-KONGRESS

Von: Edward von Roy

An: Dietmar Giebelmann, Generalvikar des Bistums Mainz

Cc: Karl Lehmann

Sehr geehrte Herr Generalvikar Giebelmann,

anders als Sie es vermuten wird die Veranstaltung am 13.4.2014 mit Zafer İşleyen stattfinden, der zuständige Pfarrer Nagel will den international bekannten Nazi-Barden im Liebfrauensaal auftreten lassen. Näheres in Allgemeine Zeitung vom 12. April 2014 (“Nicht das große Thema”).

Sehr geehrter Herr Giebelmann, haben Sie sich getäuscht oder haben Sie mich getäuscht? Pfarrer Nagel belügt zur Stunde die Öffentlichkeit, ihm sei nichts über den Sänger bekannt – das ist falsch, das Bistum HAT alle Informationen, die dieses Wochenende wichtig sind, Zafer İşleyen ist Spitzen-Komponist der faschistischen Bewegung der Grauen Wölfe.

Bis auf eine Kleinigkeit, was auch die Mainzer Polizei erst seit zehn Minuten weiß. Im Liebfrauensaal wird nicht nur musiziert, sondern der 29. Olağan Kongre = der 29. Ordentliche Kongress der Ülkücü-Bewegung HS1 abgehalten, HS1 steht für Hessen Eins, zu deren Bölge (faschistischer Region) Mainz nun einmal gehört, diese Information entnehme man der rassistischen und antisemitischen ADÜDTF, deren Gastgeber das Bistum Mainz morgen nun einmal so gerne sein möchte. 13 Nisan bedeutet 13. April, “ve” heißt “und”.

13 Nisan Mainz (HS1) Zafer İşleyen

http://www.turkfederasyon.com/

29. OLAĞAN KONGRE VE KÜLTÜR SANAT ŞÖLENİ

https://tr-tr.facebook.com/zaferisleyenresmisayfa

Nachdem Sie mich gestern um 14:31 Uhr entweder gezielt desinformiert haben oder sich das reale Mainzer Bistum für Ihre geschätzte Meinung schlicht nicht interessiert (“Wir haben die Pfarrei angewiesen, den Vertrag für die Veranstaltung sofort zu kündigen.”), sorgen Sie bitte in den nächsten Stunden für Klarheit in der Sache – und zwar öffentlich.

Sie sollten nicht morgen, sondern heute handeln. Wenige Minuten vor Kongress- und Konzertbeginn 300 vor Patriotismus und Rasse-Wahn kochende türkische Nazis des Kirchengeländes Liebfrauengemeinde zu verweisen dürfte schwierig werden.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/nicht-das-grosse-thema_14051743.htm

—–Original-Nachricht—–

Betreff: Antwort: Ülkücü-Bewegung in Mainz: Rechtsextremistisches Musik-Event absagen

Datum: Fri, 11 Apr 2014 14:31 Uhr

Von: Generalvikar Bistum Mainz

An: Edward von Roy

Cc: Karl Lehmann Bistum Mainz, Rechtsabteilung Bistum Mainz, Andreas van der Broeck Bistum Mainz, Liebfrauen Mainz

Sehr geehrter Herr von Roy,

vielen Dank für Ihre Information zur Veranstaltung am 13.4.2014 mit ZAFER ISLEYEN.

Wir haben die Pfarrei angewiesen, den Vertrag für die Veranstaltung sofort zu kündigen.

Freundliche Grüße

Dietmar Giebelmann

Generalvikar

Der 11. April verging, der 12. ist gekommen und geht nun zu Ende, die Stunden verstreichen und der völkische Musiker aus dem Kreis der Grauen Wölfe rückt näher an Mainz heran. Wird sich das Bistum endlich von den türkischen Rechtsextremisten der versehentlich beherbergten ADÜTDF distanzieren? Wird es vielleicht sogar den Mut finden, noch heute den Mietvertrag zu annullieren, um das irgendwie unerwünschte Zafer-İşleyen-Konzert mindestens in seinen Räumlichkeiten zu verhindern? Oder wenigstens anschließend zugeben, einen großen und vermeidbaren Fehler gemacht zu haben, der sich nie mehr wiederholen darf, damit andere rheinland-pfälzische Städte oder Kirchengemeinden etwas daraus für eine erfolgreiche Abwehr der Ülkücüler (Idealisten) lernen können? Oder wird die man Rassisten und Faschisten bei sich in Mainz singen lassen und einfach gar nichts tun? Wo die Katholische Kirche seit Jahren den Kontakt zur Muslimbruderschaft und sonstigen globalen Schariafront pflegt, muss man wohl auch in Sachen Bozkurtçular (Graue Wölfe) mit dem Schlimmsten rechnen, der Komplizenschaft.

„Seit vielen Jahren ist der Liebfrauensaal der Liebfrauengemeinde in der Franz-Liszt-Straße 1 ein beliebter Veranstaltungsort … der Preis für die Tagesnutzung beträgt 475,– Euro plus 250,– Euro Kaution.“

http://www.mainz-neustadt.de/neuanz35.pdf

Name des Veranstalters laut Internet-Werbung

Danke für den Bericht, ein paar Informationen darf ich ergänzen. Ein Blick auf das Facebook-Konto des patriotischen Sängers Zafer Isleyen klärt jeden auf: Nicht der “Türkisch-Islamische Kulturverein” wirbt dort für die morgige Veranstaltung in der Franz-Liszt-Straße 1, sondern die “Idealistenbewegung” Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu (ADÜTDF). Und wer auf die Seite der ADÜTDF geht, findet oben rechts den Hinweis auf die Veranstaltung im Liebfrauensaal. Damit ist klar, wer hier wirklich einlädt, die Grauen Wölfe. Auch in Mönchengladbach hat Zafer Isleyen versucht (heute) aufzutreten, nach Bürgerprotest wurde ihm der städtische Raum Gesamtschule Volksgartenstraße bekanntlich entzogen. Auch dort trat ein anmeldender Kleinstverein (“Türkischer Kulturverein”) in Erscheinung und eben nicht die große ADÜTDF, weshalb sich die Stadt nachvollziehbarerweise getäuscht sah und den Mietvertrag annulierte. Die zur Stunde genau informierte Liebfrauengemeinde bzw. das ebenso genau informierte Bistum Mainz könnten jetzt dasselbe tun statt Gastgeber der türkischen Nationalisten der ADÜTDF zu sein. Es soll übrigens nicht nur musikalisch werden, die Bölge HS1 (Hessen eins) lädt in den Liebfrauensaal zum 29. Ordentlichen Kongress. Bölge ist der Name für einen der dreizehn Bezirke der ADÜTDF.

Kommentator Peter Stein am 12.04.2104 in Allgemeine Zeitung

GRAUE WÖLFE: Zeitweise wollte man die Veranstaltung absagen

Man war früh genug informiert, um die Veranstaltung abzusagen, wenn man es denn gewollt hätte. Drei Tage vor der heutigen ADÜTDF-Veranstaltung in der Landeshauptstadt Mainz, angekündigt als 13 Nisan Mainz (HS1) Zafer İşleyen, der türkische Musiker selbst wirbt mit 29. OLAĞAN KONGRE VE KÜLTÜR SANAT ŞÖLENİ, das bedeutet 29. Ordentlicher Kongress sowie Kultur- und Kunst-Fest, am Donnerstagmorgen also empfahl uns der Mainzer Sozialdezernent Thomas Hauf ein dürres: “bitte wenden Sie sich doch direkt an die Eigentümerin des Liebfrauensaals, die kath. Liebfrauengemeinde”. “Wir haben das schon längst von uns aus erledigt. Die Polizei und andere Behörden wurden von uns informiert, ebenfalls wurde der Vermieter gebeten, die Veranstaltung zu annullieren”, mailte uns der Mainzer Jugendschutzbeauftragte Hans-Joachim Kunkel am Folgetag, Dezernent Hauf eine Kopie sendend. Sechs Minuten eher, also ebenfalls am 11. April hatte uns der bischöfliche Generalvikar Dieter Gabelmann angekündigt: “vielen Dank für Ihre Information zur Veranstaltung am 13.4.2014 mit ZAFER ISLEYEN. Wir haben die Pfarrei angewiesen, den Vertrag für die Veranstaltung sofort zu kündigen”, und sendete vier Kopien unter anderem an Kardinal Karl Lehmann, an die Rechtsabteilung des Bistums und an die gastgebende Liebfrauengemeinde. Seitdem hüllen sich Stadt und Bistum Mainz in Schweigen. Edward von Roy und Gabi Schmidt, Mönchengladbach am 13.04.2014.

375. Rückblick auf den Diskussionsabend über die Kinderbeschneidung

8. März 2014

Gegen Verstümmelung nicht einwilligungsfähiger

und nicht urteilsfähiger Kinder unter achtzehn Jahren

Köln 2014

Zum 14.02.2014 hatten der Zentralrat der Ex-Muslime und das Aktionsbündnis Eltern gegen Kinderbeschneidung ins Bürgerzentrum Alte Feuerwache in Köln geladen, um über die Entwicklungen im Kampf gegen die Verstümmelung von Jungen zu berichten, einen schädigenden, grausamen Brauch, gegen den sich nicht nur in Deutschland und Europa sondern weltweit, auch in den islamisch geprägten Ländern und in Israel Widerstand organisiert.

Mina Ahadi eröffnete den Abend indem sie die Initiative Eltern gegen Kinderbeschneidung vorstellte. Sie stellte klar, dass Eltern ihrem Kind nicht schaden und nicht weh tun wollen, sondern es beschneiden, weil sie davon überzeugt sind ihm Gutes zu tun. Sie glauben den Ärzten, die behaupten, dass die Beschneidung gegen AIDS, Krebs und andere Krankheiten helfen würde, in Wirklichkeit ist die vorbeugende Wirkung der Genitalverstümmelung bei Jungen widerlegt. Tatsächlich ist die Operation jedoch ein gutes Geschäft und wird deshalb von Medizinern und Wissenschaftlern empfohlen.

Deutlich kritisierte die Referentin die Befürworter und Propagandisten des grausamen Brauchs unter den Kulturrelativisten, die sich Hand in Hand mit den christlichen Kirchen, orthodoxen jüdischen und islamischen Organisationen für die Religionsfreiheit der Eltern und deren Recht auf religiöse Erziehung oder gar für die Wahlfreiheit der in diesem Punkt keinesfalls einsichts- und urteilsfähigen älteren minderjährigen Jungen unter achtzehn Jahren einsetzen. So haben beispielsweise jüdische Funktionäre und Geistliche eine Anhörung im Europarat initiiert, um die Jungenbeschneidung auf dem ganzen Kontinent ausdrücklich zu legalisieren.

In den USA besteht große Nachfrage an Vorhäuten seitens einer Reihe von privatwirtschaftlichen Unternehmen, und das Marketing um die Vorhäute von Kindern und Säuglingen ist zu einem einträglichen Wirtschaftszweig erwachsen mit einem jährlichen Umsatz in mehrstelliger Millionen-Höhe. So nutzen Pharmazie- und Kosmetikunternehmen die menschliche Vorhaut von Kindern als Forschungsmaterial. Unternehmen wie Tissue Sciences, Organogenesis und BioSurface Technology nutzen die Kindervorhaut als Rohmaterial für eine Art atmungsfähige Bandage.

Hodges, “Short History of the Institutionalization of Involuntary Sexual Mutilation in the United States,” in G. C. Denniston and M. F. Milos, eds., Sexual Mutilations: A Human Tragedy (New York: Plenum Press, 1997), 35.

http://www.pflegewiki.de/wiki/Zirkumzision#Industrielle_Bedeutung_der_Zirkumzision

WASHINGTON (Reuters) – A new product made of human skin cells won FDA approval for use in treating certain kinds of wounds Tuesday [May 26, 1998].

The product, called Apligraf, is made of human skin cells mixed with collagen from cattle. It is made by Canton, Massachusetts-based Organogenesis.

http://umlingo.wozaonline.co.za/Foreskin+importance

Gewebe aus der Biofabrik gibt es mit dem Hautersatz Apligraf des Pharmakonzerns Novartis. … bei der Beschneidung amerikanischer Jungen

http://www.netdoktor.de/Magazin/Gewebe-aus-der-Biofabrik-2457.html

Gabi Schmidt versicherte zu Beginn ihres Vortrags ebenfalls, dass es ihr keinesfalls darum ginge Mütter und Väter zu verurteilen, die aus religiösen oder traditionellen Gründen ihre Kinder beschneiden lassen haben. Da nun aber deutlich geworden sei, wie schädlich und grausam dieses Ritual ist, muss das Brauchtum der männlichen Genitalverstümmelung abgeschafft werden.

Die Sozialpädagogin, die in einem gemeinnützigen Verein für Lern- und Sprachförderung arbeitet, wies auf die Verfassungsklage gegen das im Dezember 2012 vom Bundestag verabschiedete Beschneidungsgesetz § 1631d BGB hin, der auch deshalb grund- und menschenrechtswidrig ist, weil die Mädchenbeschneidung zwar gesetzlich verboten ist, die Eltern aber in die Verstümmelung ihres Sohnes einwilligen können.

Die Referentin wies darauf hin, dass diese Regelung dazu missbraucht werden könnte, eine mildere, medikalisierte Beschneidung von Mädchen doch zu erlauben. Sie betonte, dass auch die von Ärzten und in Krankenhäusern durchgeführte Mutilation von weiblichen und männlichen Genitalien eine Menschenrechtsverletzung und traumatisierende, mit vielen Komplikationen und unerwarteten Spätfolgen einhergehende Operation ist, die es weltweit zu verbieten gilt. Zum Beispiel verbluten Neugeborene aufgrund ihrer geringen Blutmenge und der praktischen saugfähigen Windeln sehr schnell und oft unbemerkt.

Besonderen Wert legte Frau Schmidt darauf, dass aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen nachzuweisen ist, dass beide Verstümmelungen, ob von Nichtmedizinern oder Ärzten durchgeführt, juristisch und von den lebensbedrohlichen und gesundheitsschädigenden Auswirkungen her durchaus miteinander vergleichbar sind. Sie plädierte daher dafür, den Begriff HGM, Human Genital Mutilation einzuführen.

Ich wusste, dass ich früher oder später beschnitten werden musste, aber trotzdem war ich überrascht und bedauerte den drohenden Verlust meiner Vorhaut, mit der ich vor meinen Freunden angegeben hatte. Ich fühlte mich anders, und auf dieses Privileg wollte ich nicht verzichten. Aber ich musste beschnitten werden. Es gab keinen Ausweg.

„K“ hatte immer Probleme beim Sex. Er konnte mit keiner Frau richtig schlafen. Der Sexualakt verwandelte sich für ihn stets in ein Höllenszenario. Immer, wenn er es wieder versuchte, ist er gescheitert. Er ist noch später beschnitten worden als ich, erst mit 13 Jahren. Zwei Jahre musste er nachbehandelt werden. Ein Stück der Vorhaut ist zurückgeblieben. Er musste erneut beschnitten werden, zweimal. Danach war die Wunde entzündet. Er litt auch beim Urinieren, ein Brennen hat ihn sein Leben lang begleitet. Es ist diese Angst, die wie ein Graveur seine Marke hinterließ, in seiner verstümmelten Seele.

Und es ist diese Angst, die bei ihm zu einer Art Kastration geführt hat. Dabei sprach „K“ nie von sich selbst. Er sprach natürlich im Namen von vielen beschnittenen Männern. Viele, die spät beschnitten worden sind, leiden unter dem gleichen Gefühl. Sie fühlen sich wie kastriert, weil sie mit eigenen Augen sehen mussten, wie man ihre männliche Zone verletzt, ja verstümmelt. Es ist ein nicht zu überwindendes Trauma bei vielen, über das sie nicht offen reden wollen/können/dürfen/sollen.

So diktiert es ihnen auf jeden Fall die herrschende Doppelmoral der Religion, seien sie Muslims, seien sie Juden. Deshalb reden sie weder über dieses Erlebnis noch über Sexualität. Früher musste man vier Frauen heiraten, um zu beweisen, dass man ein richtiger Mann ist. Heute entdeckte man die Waffe als Ersatz für seine kastrierte Sexualität. Gewalt und Sexualität gehören zusammen.

Najem Wali am 03.07.2012 in der taz

http://www.taz.de/!96617/

Edward von Roy berichtet, dass die Beschneidung der Genitalien des Jungen – ähnlich wie die vergleichbar zerstörerische Mädchenbeschneidung – in vielen Teilen der Welt eine sehr alte Überlieferung ist, von Afrika bis Südostasien. Vor vielen Jahrhunderten ist die verpflichtende Amputation der Penisvorhaut vom Judentum aufgenommen und später als islamische Pflicht angesehen worden. Zuletzt sickerte das uralte Verstümmelungsritual als angeblich gesundheitsförderliche Idee in den medizinischen Betrieb der englisch geprägten Länder ein, vor allem in die USA, verbreitete sich von dort bis nach Südkorea und wird inzwischen, wenig wissenschaftlich, als Anti-Aids-Kampagne mehreren afrikanischen Staaten empfohlen.

Längst kennt die Wissenschaft die gesundheitlich schädliche Wirkung der Beschneidung und die gegebene Irrelevanz im Hinblick auf HIV. Nicht abgeschnittene Vorhäute schützen vor AIDS, sondern Kondome und geändertes Sexualverhalten. Immer mehr Mütter und Väter entscheiden sich gegen die von der Tradition oder Religion geforderte Beschneidung. Es bleibt eine Menschheitsaufgabe, die Beschneidung der Jungen möglichst bald genau so erfolgreich abzuschaffen wie die Mädchenbeschneidung.

Aufklärungshumanisten wenden sich gegen jede medizinisch unnötige Operation. Das Jahr 2014 ist für Intaktivisten, die Anhänger der weltweiten Bewegung gegen die Beschneidung, ein stolzes Jubiläum, denn am 3. März jährt sich zum 25. Mal der erste Kongress der Beschneidungsgegner, das First Symposium of Circumcision. Die damals in Anaheim California entstandene Deklaration hat an ihrer Aktualität nichts verloren und wird inzwischen auch in Skandinavien immer mehr respektiert. Durch die Überzeugungsarbeit von Organisationen wie NOCIRC, Intact America, Doctors Opposing Circumcision oder ICGI ist es inzwischen in vielen US-amerikanischen Bundesstaaten gelungen, die Quote der beschnittenen männlichen Kinder stark abzusenken. Dieser Trend in Richtung Gesundheit aller Kinder hält an, ein ermutigendes Signal auch für Europa.

Leider werden immer noch 55 % der US-amerikanischen männlichen Säuglinge beschnitten, das sind pro Jahr 1,2 Millionen, von denen statistisch 117 Kinder sterben. Beim südafrikanischen Volk der Xhosa verbluten jährlich mehrere Dutzend Jungen im Alter von 15 oder 16 Jahren, eine Tatsache, so Edward von Roy, die auch den Europäern eine Warnung sein sollte, dass aufgrund des hohen Gruppenzwanges und der Verachtung aller Unbeschnittenen (als angeblich feige, unmännlich, schwul, gottlos oder ehrlos) auch hiesige Jugendliche aus traditionell beschneidenden Familien nicht in der Lage sein würden, zum Ritual Nein zu sagen. Der Staat muss deshalb der Beschneidung Minderjähriger, ob Mädchen oder Jungen, eine Grenze setzen, und zwar eine Null-Toleranz-Grenze.

Der Sozialarbeiter betont, dass ein höfliches Gerede von genitaler Selbstbestimmung (genital autonomy) gar nichts wert ist, wenn diese auf Kosten der genitalen Unversehrtheit (genital intactness) der Minderjährigen stattfinden darf. Der elfjährige Tahsin aus dem türkischen Keşan (KiKA 2014) hat zur Sünnet sicherlich gar nicht Nein sagen können, freute sich aber auf sein Beschneidungsfest und wollte, um endlich ein richtiger Mann zu werden, seine Vorhaut möglichst bald verlieren und genau das ist die genitale Selbstbestimmung, die in die kulturelle Moderne nicht integriert werden kann. Das Alter der Informierten Zustimmung (age of consent) wird in der wegweisenden Deklaration von Anaheim 1989 sinnvollerweise als das Erwachsensein (adulthood) angegeben, weshalb der Referent seinen Vortrag mit dem Appell beendet: Keine Beschneidung unter achtzehn.

Epidemic Methicillin-Resistant Staphylococcus Aureus:

Dramatically Increased Risk for Circumcised Newborn Boys

http://www.doctorsopposingcircumcision.org/DOC/mrsa.html

Answers to Your Questions about Circumcision and MRSA

http://www.nocirc.org/publish/12-AnswersMRSA.pdf

374. Um die Sache herumreden macht un-heil

2. März 2014

Vorhautbuch ohne Vorhaut

Eine Kritik am Buch un-heil: Vorhaut, Phimose & Beschneidung. Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren (erschienen im März 2012) von Cees van der Duin (März 2014).

Typ Ia der FGM-Klassifikation der WHO ist die Amputation der Klitorisvorhaut, eine Form der Genitalverstümmelung, die wir selbstverständlich nicht legalisieren dürfen. Aber die Jungenbeschneidung zerstört im Vergleich zu FGM Typ Ia sehr viel mehr.

Vorhaut, foreskin, manche Menschen hören ein Wort und wiederholen es und denken dann nicht weiter … vielleicht liegt es am identischen Sound, am gleichen sprachlichen Klang Vorhaut, dass immer wieder weibliche und männliche Vorhaut kenntnislos und gedankenlos miteinander verglichen und als anatomisch letztlich gleiche Struktur bezeichnet werden, etwa bei Mario Lichtenheldt in un-heil (2012), der die männliche Vorhaut eher nur als eine Art Schutzkappe betrachtet, ohne sie als das Zentrum der männlichen Lust zu erkennen:

„wird Mädchen und Frauen im günstigsten Fall lediglich die Klitoris-Vorhaut entfernt, anatomisch vergleichbar mit der Vorhautbeschneidung beim Mann (Seite 154),

Das ist grundfalsch, denn gerade nicht die Eichel, sondern die männliche Vorhaut ist so sehr Quelle der Lust wie die Klitoris.

Eher schon die weibliche Vorhaut ist lediglich schützend, hier liegt Lichtenheldt für einen Augenblick richtig, um dann sofort die Bedeutung des Präputium für die männliche Sexualität zu verkennen:

„Deutlich gravierender [als FGM Typ Ia sowie als die MGM] ist eine Beschneidungsvariante, bei welcher der gesamte sichtbare Teil der Klitoris einschließlich ihrer schützenden Vorhaut sowie große Teile der inneren Schamlippen herausgeschnitten werden“,

ziemlich genau eine so hohe Schädigung aber tritt mit der Jahrhunderte alten jüdischen oder islamischen oder hundert Jahre alten US-amerikanischen Zirkumzision doch gerade sein, die Jungenbeschneidung schädigt so vergleichsweise genau sehr wie die Klitoridektomie oder die Amputation der kleinen Labien.

Zum neurotischen Elternwunsch auf verhinderte kindliche Selbstbefriedigung schreibt Lichtenheldt auf Seite 160, eigene Hervorhebung:

„Zwar hinderte eine gezielt schutzlos gemachte Eichel damals wie heute keinen Jungen dauerhaft daran, zu masturbieren“,

und wieder sei das hier schlicht übergangene, sozusagen sprachlich amputierte männliche Präputium eigentlich nichts anderes als eine Art Schutzkappe und der Besitz einer Eichel zum altersgemäßen Selbstbefriedigen und späteren partnerschaftlichen sexuellen Erleben völlig ausreichend – nein, in Wirklichkeit ist und bleibt die Vorhaut das, dem Sohn oder Enkel hoffentlich nicht beim Beschneiden amputierte, maskuline Lustorgan Nummer Eins. Ja sicher, beschnittene Jungen masturbieren natürlich auch, weil der Bedarf nach sexueller Erfüllung, einerlei ob man weiblich oder männlich ist, nicht zwischen den Beinen sondern zwischen den Ohren entsteht, allerdings tun sie das manchmal vergleichsweise verzweifelt und in jedem Fall sind zirkumzidierte Jungen am spontanen Selbstbefriedigen in vielerlei Hinsicht gehindert (evtl. ist Gleitmittel notwendig) und ist ihnen mit der Vorhaut lebenslang sehr viel an erotischer Lustempfindung geraubt worden und genau das haben wir Intaktivisten nach Möglichkeit zu verhindern.

Auch im Kontext mit dem deutschen Familien- und Strafrecht sowie nach dem angemessenen Zitieren (S. 175) der UN-Kinderrechtskonvention lesen wir auf Seite 180 nichts anderes als das dürre, staubtrockene:

„Der Verlust eines Körperteils, hier der Vorhaut“,

statt die Jungenbeschneidung sofort im Sinne von AEMR Artikel 5 als grausam (cruel) oder, sofern die Beschneidung unbetäubt geschah, zusätzlich als Folter (torture) zu bezeichnen, was 1989 in Anaheim richtig bewertet wurde.

Wie ein roter Faden zieht sich das Verkennen oder Verschweigen der Bedeutung des Organs durch das Buch un-heil. Das ist für das politische Anliegen der weltweiten Bewegung der Intaktivisten und aller anderen Kinderrechtler ausgesprochen schädlich, weil der beschnittene Junge so dargestellt wird, als habe er eigentlich gar keinen Nachteil erlitten.

Beschneidungsverharmloser Lichtenheldt über den vorhautamputierten Jungen:

„Er kann lernen, die schier unendliche Vielfalt von Sinneswahrnehmungen bewusster und dadurch intensiver zu erleben“

– na dann ist ja alles ok und wir können die Kinder beschneiden lassen, könnten unsere Politiker hieraus schließen, der Junge und später Mann „kann lernen“ und ihm ist die „schier unendliche Vielfalt“ sexueller Lust durch die Sünnet oder Brit mila ja gar nicht verschlossen worden.

Bei einer solchen Verzerrung von Tatsachen der Anatomie kann jeder Mohel, Sünnetci oder durch die AAP fehlgeleitete amerikanische Arzt ja seelenruhig weiter verstümmeln. Eine derartig fehlerhaft verstandene Anatomie untergräbt den gebotenen Standard von ärztlicher Kunst, ärztlichem Aufklärungsgespräch und eventuellem kindlichem oder jugendlichem Mitentscheiden.

Springen wir zu Seite 135 zurück. Wenn nicht beschnittene Jungen masturbieren, so meint es der Autor:

„Dabei stimulieren sie sowohl die zarte, nervenreiche Oberflächenschleimhaut der Eichel, als auch die empfindliche Innenseite der Vorhaut“

– Einspruch. Das seit Jahrtausenden zielsicher amputierte Organ wird durch Lichtenheldt lediglich als „empfindlich“ etikettiert womit doch vielleicht Untertöne von nicht belastbar (geht sowieso schnell kaputt, war halt empfindlich) bis überempfindlich (das war nervend empfindlich, empfindlich störend) mitschwingen, während der Eichel die zwei Attribute „zart“ und „nervenreich“ angedichtet werden, als ob der Glans penis denn nicht durch die auf die Beschneidung allmählich erfolgende Keratinisierung (Verhornung) gerade ihre Zartheit unweigerlich verloren gehen würde und die mit dem Präputium amputierten bis zu 20.000 überwiegend spezialisierten Nervenenden (einschließlich Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Rufini-Körperchen und Merkel-Zellen) auch nur ein annäherndes Pendant in der pauschal „nervenreich“ beschworenen Eichel hätten.

Weiter auf der Folgeseite:

„Stimuliert werden auch das Vorhautbändchen an der Unterseite der Eichel“,

leider schweigt un-heil dazu, dass es auf das ziemlich eichelferne und höchst vorhautnahe Frenular Delta (McGrath 2001) ankommt und auf die Frage, ob dieses beim Beschneidungsvorgang überhaupt erhalten bleibt.

Mindestens implizit wiederholt wird dieser Denkfehler auf Seite 163 als:

„die hochsensible Eichel“

nämlich unter – gezielter? – Auslassung der – sehr viel mehr – „hochsensiblen“ Strukturen der Vorhaut, hier wären stets vor allem Gefurchtes Band und Frenulares Delta zu nennen. Auch im Kontext der beiden Seiten 162 und 163 verschweigt der Autor von un-heil, dass nicht die Eichel, sondern genau und nur die Vorhaut jene ungefähr 20.000 Nervenenden und Tastkörperchen enthält, die für den größten Teil der anatomisch möglichen lustvollen sexuellen Empfindung des Mannes verantwortlich sind; die nicht keratinisierte Eichel empfindet zwar, aber sie empfindet das Getastete eher sehr grob und verschwommen sowie von ihrer nervlichen Natur aus als durchaus unlustvoll bis schmerzhaft.

Ist die Vorhaut weg ist das Hauptorgan der männlichen Lustwahrnehmung weg und insofern ist gerade die Eichel eben nicht das „Sensibelchen“ (Lichtenheldt Seite 19 Die Eichel – Sensibelchen in Violett). Nein, die Vorhaut ist das „Sensibelchen“ – gewesen, nämlich vor der Beschneidung, die Eichel hingegen verliert im Laufe der Jahre und der Verhornung viel von ihrer naturgemäß ohnehin geringen, nämlich mit entsprechenden Rezeptoren nur in einer schmalen Zone dicht an der Kranzfurche (Sulcus coronarius) vorhandenen erogenen Sensitivität.

Eine Eichelbemerkung haben wir noch vorzunehmen, die nach der Farbe, welche Mario Lichtenheldt vielleicht poetisch als violett pauschalisiert. Auch die Farbe der von Natur aus nahezu als ein inneres Organ vorgesehenen Eichel ändert sich beim Beschneiden – und zwar im Sinne eines Grau- oder Stumpfwerdens (discoloration). Dieser Farbverlust wird einerseits durch das Wegreißen der im Baby- und Kindesalter naturgemäß angewachsenen Vorhaut begünstigt (Hautschädigung) und verstärkt sich andererseits im Laufe der Lebenszeit (Keratinisierung). Mindestens bei allen Männern, bei denen die etliche Jahre nach der Beschneidung violett wirkende Eichel bei intakt gebliebener Vorhaut rot oder rosa hätte sein müssen, wäre das im Buch un-heil ausweichend verkitschte Violett eine Folge der akuten Hautzerstörung oder ein Symptom für den sukzessive steigenden Sensitivitätsverlust. Auf der hauttypbedingt (Pigmentierung) wahrscheinlichen, farblich annähernd sicheren Seite bleibt der Autor von un-heil, indem er nicht von Sensibelchen in Rot oder Sensibelchen in Rosa redet.

Fazit zum Vorhautbuch ohne Vorhaut.

un-heil: Vorhaut, Phimose & Beschneidung. Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren verkennt vollständig die hohe sensitive, sexuelle und partnerschaftliche Bedeutung des männlichen Präputiums und damit die Menschheitskatastrophe ihrer mit der Schamlippenamputation ebenso wie mit der Klitoridektomie sehr wohl vergleichbaren rituellen Zerstörung. Das Buch motiviert deshalb nicht ausreichend zu dem, worum es Kinderrechtlern und Gesundheitserziehern gehen muss, nämlich zum Kampf um ihren Erhalt und ist daher für Jungen und ihre Eltern sowie für Lehrer, Jugendarbeiter und besonders Jungenarbeiter keinesfalls zu empfehlen.

Cees van der Duin

Q u e l l e n

What he ENTIRELY MISSED, is that the foreskin, NOT the glans is the most sexually sensitive portion of the male genitalia.

http://community.babycenter.com/post/a735045/circumcision?cpg=73&csi=2020834937&pd=7

Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung sensibelste Teil des Penis.

http://flexikon.doccheck.com/de/Sexuelle_Auswirkungen_der_Zirkumzision

We now know that the foreskin, not the glans, is the most sensitive part of the entire penis, and that removing it takes away three quarters of the pleasure a man has during sexual intercourse. He can no longer “glide” but has to “thrust” — which causes friction and makes it less pleasurable for his partner as well. (Female partners of intact men are more likely to experience vaginal orgasm).

http://old.richarddawkins.net/users/173413/comments

Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to “see” Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. (…)

Gary Harryman

https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

Ich habe Deine Ausführungen zur weiblichen Genitalverstümmelungen im Bundestag gehört und finde sie sehr richtig. Es ist jedoch eine medizinische Fehlinformation, die in fast allen Fraktionen vorhanden ist, dass die Vorhaut des Penis anders gebaut sei als beispielsweise die Labien (kleinen Schamlippen) einer Frau. Dieser Irrtum entsteht wahrscheinlich dadurch, dass Beschneidungen an Jungen häufiger und wegen überalterter medizinischer und traditoneller Vorstellungen auch akzeptierter sind. Das bedeutet aber nicht, dass sie folgenärmer wären. Sowohl Vorhaut als auch Labien haben eine sehr hohe Dichte verschiedener Tast-Körperchen. Das sind spezialisierte Sinneszellen. Dass beide Gewebe gleich aufgebaut sind liegt daran, dass bei der Entwicklung eines Embryos im Mutterleib lediglich das Vorhandensein des Y-Chromosoms bestimmt wie die Form des äußeren Geschlechtsorganes aussieht. Aber eben nur die Form, nicht zwingend die Funktion. Zur Ausbildung der Form wird das gleiche Gewebe benutzt weswegen auch dessen Aufbau gleich ist. Ein Gewebe, das voll mit diesen Tast-Körperchen ist, ist hochempfindlich und erogen. Egal ob es Labie oder Vorhaut heißt. Die Empfindlichkeit beider übertrifft die von Lippen oder Fingerkuppen um ein Vielfaches und [diese] bilden damit mit die wichtigsten erogenen Zonen von Mann und Frau. Es ist also keinesfalls zynisch oder unsachlich, wenn die Gegner der Beschneidung darauf hinweisen, sondern Stand der modernen Medizin, den jeder Medizinstudent in der Vorklinik lernt. (…)

Tanja Hindemith

http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/07/20/beschneidungsdebatte-fehlinformationen-ohne-ende/

Auf der Seite Beschneidung von Jungen:

Verluste durch die Beschneidung

Das Gefurchte Band

Die wichtigste erogene (sexuell empfindliche) Zone des männlichen Körpers. Der Verlust dieses feinen Bändchens aus dicht mit Nerven besetztem, sexuell empfindlichen Gewebe verringert die Intensität und Fülle des sexuellen Empfindens

[Taylor, J. R. et al., "The Prepuce: Specialized Mucosa of the Penis and Its Loss to Circumcision," British Journal of Urology 77 (1996): 291-295.]

P. M. Fleiss, MD, MPH, “The Case Against Circumcision,” Mothering: The Magazine of Natural Family Living (Winter 1997): 36-45.]

Das Frenulum [Anm.: Frenulum und Frenulares Delta, hier nämlich das Delta]

Die hochgradig erogene V-förmige, netzartige Verbindungsstruktur an der Unterseite der Eichel, die oft zusammen mit der Vorhaut amputiert oder durchtrennt wird. In beiden Fällen wird die Funktion des Frenulums und damit sein Potential für sexuelles Vergnügen zerstört.

[1. Cold, C, Taylor, J, "The Prepuce," BJU International 83, Suppl. 1, (1999): 34-44. 2. Kaplan, G.W., "Complications of Circumcision," Urologic Clinics of North America 10, 1983.]

http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/argumente-gegen-beschneidung/verluste-durch-die-beschneidung.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Frenular_delta

McGrath K. The frenular delta: a new preputial structure. In: Denniston GC, Hodges FM, Milos MF, editors. Understanding Circumcision: A Multi-Disciplinary Approach to a Multi-Dimensional Problem. New York: Kluwer/Plenum; 2001. p. 199-206.

http://www.cirp.org/library/anatomy/mcgrath1/

Cutting the frenulum or the frenular artery has the potential to reduce the blood flow to the meatus (ischemia) and may result in meatal stenosis (development of scar tissue reducing the size of the meatus) which can have an impact in the ability to urinate, may cause infections and may require surgery in order to repair.

Sorrells et al, 2007, referred to the damage to the frenulum in these words: “In conclusion, circumcision removes the most sensitive parts of the penis and decreases the fine-touch pressure sensitivity of glans penis. The most sensitive regions in the uncircumcised penis are those parts ablated by circumcision. When compared to the most sensitive area of the circumcised penis, several locations on the uncircumcised penis (the rim of the preputial orifice, dorsal and ventral, the frenulum near the ridged band, and the frenulum at the muco-cutaneous junction) that are missing from the circumcised penis were significantly more sensitive.”

http://damagefromcircumcision.blogspot.de/p/blog-page.html

Fine-touch pressure thresholds in the adult penis

Morris L. Sorrells,

James L. Snyder,

Mark D. Reiss,

Christopher Eden,

Marilyn F. Milos,

Norma Wilcox,

Robert S. Van Howe

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1464-410X.2006.06685.x/full

Universal Declaration on Circumcision, Excision, and Incision

WHEREAS, the General Assembly of the United Nations on December 10, 1948 adopted and

proclaimed the UNIVERSAL DECLARATION OF HUMAN RIGHTS; and

WHEREAS, said Declaration affirms to “strive by teaching and education to promote respect for these rights and freedoms and by progressive measures, national and international, to secure their universal and effective recognition and observance…;”

WHEREAS, Article 2 of said Declaration affirms that “Everyone is entitled to all the rights and freedoms set forth in this Declaration without distinction of any kind, such as race, colour, sex, language, religion, political or other opinion, national or social origin, property, birth or other status;” and

WHEREAS, Article 5 of said Declaration affirmst that: “NO ONE SHALL BE SUBJECTED TO TORTURE OR TO CRUEL, INHUMAN OR DEGRADING TREATMENT OR PUNISHMENT;” and

WHEREAS, the practice of medically unnecessary surgical circumcisions, excisions and incisions on male and female genitalia that are conducted:

a. without anesthesia, inflicts incalculable pain and human suffering, constitutes and act of TORTURE within the terms of Article 5 of the Universal Declaration of Human Rights; and

b. with anesthesia, constitutes and “act of cruel, inhuman and degrading treatment” within the terms of Article 5 of the Universal Declaration of Human Rights; and

WHEREAS, other forms of male and female genital mutilation that are conducted as a matter of social and religious custom, e.g. as in “ritual rites of passage,” constitute acts of “TORTURE (AND) CRUEL, INHUMAN OR DEGRADING TREATMENT OR PUNISHMENT” within the language of Article 5 of the United Nations Universal Declaration of Human Rights; and

WHEREAS, the above violations of Articles 2 and 5 of the Universal Declaration of Human Rights frequently involves helpless newborns and adolescents—religious and social customs notwithstanding;

http://montagunocircpetition.org/univ_declaration.pg

Allgemeine Erklärung zu Beschneidung (Zirkumzision), Ausschneidung (Exzision) und Einschneidung (Inzision)

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 die ALLGEMEINE ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE angenommen und verabschiedet hat; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die genannte Erklärung bekräftigt, dass “durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung zu gewährleisten” sind;

IN ANBETRACHT DESSEN, dass Artikel 2 der genannten Erklärung bekräftigt, dass “jeder [...] Anspruch [hat] auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand”; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass Artikel 5 der genannten Erklärung bekräftigt dass: “NIEMAND [...] DER FOLTER ODER GRAUSAMER, UNMENSCHLICHER ODER ERNIEDRIGENDER BEHANDLUNG ODER STRAFE UNTERWORFEN WERDEN [DARF]“; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die Durchführung von medizinisch unnötigen Beschneidungen (Zirkumzisionen), Ausschneidungen (Exzisionen) und Einschneidungen (Inzisionen) an männlichen und weiblichen Genitalien, die vorgenommen werden:

a. ohne Betäubung, unermeßliche Schmerzen und menschliches Leiden verursacht und somit einen Akt der FOLTER im Sinne von Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte darstellt; und

b. mit Betäubung, einen Akt der “grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung” im Sinne von Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte darstellt; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass andere Formen der männlichen und weiblichen Genitalverstümmelung, die als Bestandteil von soziokulturellen und religiösen Bräuchen vorgenommen werden, z.B. in Form von “Initiationsriten”, Akte von “FOLTER [UND] GRAUSAMER, UNMENSCHLICHER ODER ERNIEDRIGENDER BEHANDLUNG ODER STRAFE” im Sinne von Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen darstellen; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die oben genannten Verletzungen von Artikel 2 und 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte häufig hilflose Neugeborene und Heranwachsende betreffen—ungeachtet religiöser und sozialer Bräuche;

http://montagunocircpetition.org/univ_declaration.pg?lang=de

In intact European males, the glans ranges in color from pink to dark purple, while in dark skinned men it ranges from pink to dark brown. Infant circumcision, carried out when the glans is adherent to the foreskin, results in scarring, pitting, and discoloration of the surface of the glans and, over the years, increasing keratinization is likely to lead to further loss of natural color (Fleiss, 1997).

http://www.circinfo.org/Warren.html

The glans ranges from pink to red to dark purple among intact men of Northern European ancestry, and from pinkish to mahagony to dark brown among intact men of Color. If circumcision is performed on an infant or young boy, the connective tissue which protectively fuses the foreskin and glans together is ripped apart. This leaves the glans raw and subject to infection, scarring, pitting, shrinkage, and eventual discoloration. Over a period of years the glans becomes keratinized, adding additional layers of tissue in order to adequately protect itself, which further contributes to discoloration. (Fleiss, 1997)

http://www.norm.org/lost.html

Pflege erhebliche Lautstärke in der Jungenbeschneidungsdebatte, schweig fein still zu gefurchtem Band oder frenularem Delta:

„das physiologische Äquivalent zur Jungenbeschneidung, nämlich die Entfernung der Klitorisvorhaut“

Dr. Meike Beier & Mario Lichtenheldt am 05.07.2012

http://manndat.de/geschlechterpolitik/stellungnahme-zum-kolner-beschneidungsurteil.html

Der Arbeitskreis Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung besteht aus Personen wie:

Mario Lichtenheldt, RA Walter Otte, Prof. Dr. Holm Putzke, Dr. Michael Schmidt-Salomon, Dr. Meike Beier

http://pro-kinderrechte.de/impressum/

373. Minderjährigen keine Genital Autonomy, sondern Genital Intactness

15. Februar 2014

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ḫatana

to circumcise

beschneiden

Europa 25 Jahre nach dem First International Symposium on Circumcision. Genital Intactness statt Beschneidung auf Kinderwunsch

Vortragsskript von Edward von Roy

Köln 14. Februar 2014

Was spürt der Mensch von der Welt und wie deutet er das Wahrgenommene? Aischylos verglich das gesamte menschliche Erleben mit dem Vorgang des Eingravierens von Strukturen in die Schreibtafel, wir Heutigen würden vom Speichervorgang im Computer-Chip sprechen. Platon nutzte das Tafelgleichnis nur für den Bereich der bewahrten oder ausgelöschten Erinnerung. Zwei Jahrtausende später griff Sensualist John Locke das Bild von der unbeschriebenen Schreibtafel auf, um gegen das Konzept von den angeborenen Ideen zu kämpfen. Leibniz hingegen widersprach einem grenzenlosen Tabula-Rasa-Konzept, der Verstand eines Neugeborenen sei nicht einem unbeschriebenen Blatt ähnlich, sondern einem edlen Brocken Marmor, der von ungefähr strukturgebenden Adern durchzogen ist.

Dem Menschen sei gar keine Instinktsicherheit gegeben raunen einige Psychologen, während orientierungslos glückliche Sozialpädagogen nachsetzen und sich über den radikalen Konstruktivismus freuen, mit dem sich Kopftuchzwang und Jungenbeschneidung wesentlich leichter schönlügen lassen. Wie auch immer, die Beschneidung der kindlichen Genitalien ist der Versuch der Älteren, Psyche, Weltbild und Sexualverhalten der Jüngeren zu strukturieren und zu konditionieren. Dieser Versuch gelingt niemals ganz, doch das Geschlechtsorgan bleibt beschädigt. Irren ist menschlich, kein uns bekanntes anderes Säugetier jedenfalls ist so innovativ gewesen, die Genitalien des eigenen Nachwuchses einer standardisierten Teilzerstörung zu unterwerfen.

Die Beschneidung der Geschlechtsorgane will strukturieren, segmentieren – die beiden Geschlechter, die Altersklassen, die Emotionen und das Denken, doch auch Heiratsverbote, eine Rechtsspaltung im Familienrecht oder eine in ethnoreligiöse Wohnviertel gespaltene Stadt ist eine sich aus der MGM ergebende Segmentierung. Heimlich versucht die Beschneidung etwas im Gedächtnis auszulöschen, nicht zuletzt die Existenz der Jahrhunderte vor der Einführung der Beschneidung, viel offener ist sie ein seltsames Instrument der Mnemotechnik, des Erinnerns. Der kollektiv erinnerte verwundete Penis, diese himmlischen Segen heranziehende Quelle oder Wurzel jeder legalen Sexualität und alles gottgewollten irdischen Besitzes, durchragt die Jahrtausende. Heute verdient jeder beschnittene Vater auf der Welt unsere Hochachtung, der, über die Schädlichkeit der Zirkumzision informiert, darauf verzichtet, das Geschlechtsteil seines männlichen Kindes dem eigenen ähnlich zu machen.

Sicherlich, Eltern lieben ihre Kinder. Aber etwas genauer: Eltern sind als Kind durch die rituelle Genitalverstümmelung verletzt worden, lieben heute ihre Kinder und beschneiden sie, denn wer den Nachwuchs nicht beschneidet liebt ihn nicht. Nicht viel anders kam es vom monotheistisch gewordenen Himmel herab und ließ keinen Ausweg: Wenn du dein Kind nicht beschneidest, wirst du Unglück bei Jagd und Ernte haben oder als Abram, nun Abraham, keine zahlreiche Nachkommenschaft. Ohne das durch deine Eltern erbrachte Opfer von deinem Genital wärst du hochwahrscheinlich gar nicht am Leben und wenn du vom Genital deines Kindes nichts opferst, liebst du deinen Gott nicht. Und immer so weiter.

Hoffnung gebende (Angst erregende) Reinheitsvorschriften haben dabei mitgeholfen, das Ritual zu bewahren, die viktorianische Ära tauschte die unmodern gewordenen Dämonen mit den gerade entdeckten Bakterien aus und amputierte den Jungen die Vorhäute, Edgar Schoen ersetzte den selbst in den USA nicht mehr so marktfähigen Satan durch das HI-Virus und rief, leider erfolgreich, zum massenhaften Beschneiden auf.

1989 war Schoen Vorsitzender der Fachgruppe Beschneidung des größten nationalen Kinderärzteverbandes AAP (chairman of the American Academy of Pediatrics taskforce on circumcision). Im Jahre 2012 ist die AAP zu Schoen etwas auf Distanz gegangen und legt die Beschneidung ins Ermessen der Eltern (It falls in the middle. It’s pro-choice). Die reale Bedrohung nordamerikanischer großstädtischer Kinder durch das Schwermetall Blei wies der einflussreiche Arzt Schoen erhaben zurück.[1]

In vielen Regionen der Welt ging dem Eingottglauben nachweisbar ein Polytheismus oder Animismus voraus und kam bei Begründung und Tradierung der Beschneidung die Initiation in den Frauen- oder Männerbund die vielleicht größte Bedeutung zu.

Bei den Dogon (400.000 bis 800.000 Menschen) in Mali und Niger gilt die Penisvorhaut als etwas eindeutig Feminines und die Klitoris als etwas hoch Maskulines und gibt es genau drei Sorten Mensch, echte männliche Männer nur mit amputierter Vorhaut, echte weibliche Frauen nur mit amputierter Klitoris und sehr geliebte androgyne (mannweibliche) Kinder, denen beim Beenden der Kindheit sprich beim Eintritt ins Erwachsensein der gegengeschlechtliche Anteil aus Seele und Körper herausgeschnitten werden muss, um in Weltall und Nachbarschaft Verwirrung und Zusammenbruch zu verhindern. Wenn vor dem englischen integrity das bodily fehlt, kann die unversehrte Einheit der Glaubensvorstellungen, Wünsche und Ziele gemeint und beschworen sein, die Dogon schützen die integrity ihrer seit Jahrhunderten tradierten Geschlechtsrolle und dazu geht das Geschlechtsorgan des unreifen Menschen an einem bestimmten Zeitpunkt nun einmal feierlich kaputt. Wer auf wörtliche Geltung von Halacha und Scharia besteht, bewahrt die Einheit und Intaktheit des Glaubens, und der Jungenpenis ist nicht mehr intakt und Eltern lieben ihre Kinder. Wir Beschneidungsgegner haben deshalb stets von bodily integrity bzw. Genital Intactness zu reden, und nicht wie der fromme Scheich Naeem Abdul Wali vom Sunna-Institute, von spiritual integrity.[2]

Einer dieser seinen Sohn liebenden und beschneidenden Männer ist Mouhanad Khorchide von der Schariafakultät der Uni Münster, der Religion und Zirkumzision am 20.08.2012 auf domradio so erklärte: „Nein, Kinder tragen keinen Schaden davon. Wenn der Eingriff in den ersten Lebenstagen passiert, hat man außerdem daran später keine Erinnerung mehr.“ Die durch den Schöpfergott offensichtlich argwöhnisch beäugte Penisvorhaut ist ein integraler Bestandteil des Geschlechtsorgans. An der Integration der traditionellen penilen Teilamputation in den deutschen Arztpraxen- und Krankenhausbetrieb führe kein Weg vorbei, so legt uns der als Islamreformer gehandelte Professor nahe, wenn die Bundesrepublik nicht schlimmste Verletzungen verantworten wolle: „Wenn Beschneidungen in Deutschland verboten werden, droht die Gefahr, dass dies in Hinterzimmern unter unhygienischen Bedingungen geschieht. Das kann keiner wollen.“ Dass Khorchide einem deutschen muslimischen Vater zum Nichtbeschneiden des männlichen Kindes gratuliert und die angehenden Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht ermutigt, einen lebenslang unbeschnittenen deutschen männlichen Muslim als sittlich und islamisch einwandfrei zu betrachten, ist noch nicht bekannt geworden und leider auch nicht zu erwarten. „Islam ist Barmherzigkeit“, säuselt der Schariafreund und lobt den Koran als einen: „Liebesbrief Gottes an uns Menschen“.

Den die Vorhaut dämonisierenden Klerikern geht es darum, die Vorvergangenheit der Menschheit vergessen zu machen, denn die zu vermutenden ersten Jahrzehntausende der Menschheit vergingen in glücklich lebenslang beibehaltener Genital Integrity sprich mit einem unzerstörten weiblichen oder männlichen Geschlechtsorgan. Wann auch immer es geschah, afropazifischer Jägerbund, Jerusalems seit kurzer Zeit monotheistische Tempelpriester und der neumodische Klerus des einstigen mekkanischen Heiligtums der arabischen Göttin (bei Hišām bin al-Kalbī: „So habe ich der al-ʿUzzā ein weißes Schaf geopfert, als ich noch Anhänger der Religion meines Volkes war”)[3] ergriffen die Macht über die Definition des auf Gott ausgerichteten Körperlichen (fiṭra) und das heilssichernde Wohlwollen des Himmelsgeistes, welches den Ekel vor dem Menstruationsblut und für beide Geschlechter die rituelle Reinheit (ṭahāra) zur Bedingung macht.

Der Himmel lässt keinen Ausweg, die Vorhaut muss amputiert werden. Für dieses im Jahre 2014 sehr gerne auch mit Hilfe der dazu bemerkenswert laut und hektisch von geschlechtsorganbezogener Selbstbestimmung (Genital Autonomy) plappernden Pseudointaktivisten oder ehemaligen Intaktivisten in ganz Europa zu verstaatlichende (zu legalisierende) Recht kämpfen sogar die hauptberuflichen Nichtbeschneider Volker Beck, Alice Schwarzer, Angela Merkel und Thorbjørn Jagland. Die Theologisierung der Medizin muss gelingen, damit die globalen Muslimbrüder und die des altehrwürdigen Hebräischen kundigen Herren mit dem großen schwarzen Hut zufrieden sind. Nein, so einfach sollte es die kulturelle Moderne den politisch ambitionierten Himmelswächtern nicht machen.

Über die islamische schafiitische Pflicht zur Mädchenbeschneidung war am 12.12.2012 jeder Bundestagsabgeordnete ebenso vollständig informiert wie über die Herpesinfektionen nach Metzitzah B’Peh – kein Wort davon in den Bundestagsdrucksachen, was übrigens nicht an demjenigen liegt, der nüchtern und perfekt arbeitet, dem Parlamentsstenographen.

Manchmal leben beschneidende und nichtbeschneidende Stämme benachbart. Das ursprünglich polytheistische westafrikanische Volk der Moba (zu den Niger-Kongo-Sprachen) aus Togo und Burkina Faso kannte bis vor 100 Jahren keine Beschneidung, hat sie, manchmal ohne zum Islam konvertiert zu sein, inzwischen eingeführt und lässt die Jungen heutzutage in den Krankenstationen beschneiden; in ganz Togo wächst der Einfluss des Islam. Die ostafrikanischen, nilotisch-sprachigen Luo, anzahlmäßig die drittgrößte Ethnie Kenias, amputieren die Vorhaut traditionell nicht, wofür sie vom größten kenianischen Volk der bantusprachigen, nichtmuslimischen und beschneidenden Kikuyu verachtet und gelegentlich sogar angegriffen werden. In diesen Jahren versuchen Lobbygruppen und kenianische Spitzenpolitiker, die Luo zum Routine-Beschneiden zu überreden, was angeblich eine AIDS-Prophylaxe darstelle, sich schon mal Voluntary Medical Male Circumcision (VMMC) nennt und mit Wissenschaft nichts tun hat, wie man bei den Doctors Opposing Circumcision (DOC) lesen kann.[4]

Die Mandäer, eine alte monotheistische Religion im Irak und in der iranischen Provinz Chuzestan, verbieten ihren Angehörigen die Beschneidung. Die alte iranische Religion nach Zarathustra hatte vermutlich ebenfalls keine Jungenbeschneidung, das ihnen als heilig geltende Buch Avesta jedenfalls nennt sie nicht. Etliche hamitosemitische Stämme wiederum, beispielsweise die etwas legendären eisenzeitlichen (1200 bis 1000 vor der Zeitrechnung) Midianiter, Stichwort Zippora, führten offensichtlich die Zirkumzision durch. Eine sehr alte Religion Kurdistans, die der heutigen Jesiden (Êzîdî), verlangte die Beschneidung nicht, stattdessen wurden im Bisk-Ritual dem männlichen Kind im siebten, neunten oder elften Monat drei Haarlocken abgeschnitten, das ist eine erfreulich wenig grausame Initiation, denn anders als die Penisvorhaut wächst das Haar nach. Jesus war beschnitten und die alten christlichen Kirchen im Nordosten Afrikas beschneiden die Jungen auch. Die Sumerer im dritten Jahrtausend v. u. Z. in Mesopotamien beschnitten vermutlich nicht, die Ägypter um 2.300 v. u. Z. taten es wahrscheinlich (das bekannte Relief aus der Grabkammer des Anchmahor in Sakkara). In Skandinavien beschnitt vor 40 Jahren fast keine und in den USA um 1975 fast jede Familie. Wie auch immer, Magie trifft auf Messerklinge, Mythos auf Medizin, und wenn die Beschneidung erst einmal da ist, bekommt man sie nicht so leicht weg.

Es dürfte doch ganz anders gewesen sein. In der Frühe der Menschheit forderte der Himmel auch an Jordan und Nil keine Beschneidung der Klitoris des Mädchens oder der anatomisch vergleichbar sensiblen und sexuell gleich bedeutsamen Vorhaut (Präputium) des Jungen und glücklich und religiös waren diese Menschen trotzdem. Bevor der neue Schamane kam und der erste Beschneider, war also entweder ein vorhautfreundlicher Himmel oder es war nicht Himmel und Erde sondern nur die Erde, wie auch immer, die Eltern liebten zuerst einmal ihre Kinder und erst später kam die präputophobe (preputophobic) männerbündische neue Religion, machte eine wesentliche Einschränkung, griff nach Gomco-Klemme, Skalpell oder Feuersteinklinge und forderte das blutige Opfer.

Allzu viele Weltgegenden sind seit unüberschaubar vielen Generationen Opfer der männlichen Genitalverstümmelung, und diese körper- und lustfeindliche Einrichtung hat die unteilbare Menschheit wieder aufzuheben, um aus der Kulturstufe von Steinzeit, Bronzezeit und Mittelalter endlich herauszukommen. Das funktioniert, die ersten Rabbiner ersetzen die Mitzwa Nummer 86 der 613 Mitzwot, Pflichten in der Nummerierung von Maimonides, die Brit mila durch eine Brit schalom, und die nicht mehr beschneidenden jüdischen Eltern sind immer noch genau so bewusst religiös und jüdisch wie vorher. Die großen deutschen Parteien und Kirchen indessen tun alles Erdenkliche, um sicherzustellen, dass die noch unbeschnittenen oder ungeborenen Jungen aus muslimischen oder jüdischen Familien, ganz im Sinne der Imame und Rabbiner, bald keine Vorhaut mehr besitzen. Die imaginierten Engel und bösen Geister oder jedenfalls die elterlichen Wünsche zur genitalen Ästhetik ihres Kindes dürfen in den Gesundheitsbetrieb einziehen, der Chirurg soll nicht mehr so wissenschaftlich denken und wieder ein bisschen zum Medizinmann werden und eine nicht nur unnötige, sondern sogar das Kind schädigende Operation durchführen.

Der über die Beschneidungsfolgen sprich die hohe gesundheitsschädliche Wirkung der nicht absolut notwendigen Zirkumzision einigermaßen informierte Arzt kann eigentlich auch den um Amputation bettelnden männlichen Volljährigen nicht beschneiden:

„Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. … Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein. … Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden. Dies alles verspreche ich feierlich und frei auf meine Ehre.“

Deklaration von Genf, Weltärztebund im September 1948, zuletzt angepasst Stockholm 1994. Man beachte, nicht die Abwehr der Dämonen oder Verunreinigungen, nicht die Seelenrettung des Patienten hat Leitlinie des Arztes sein und auch nicht die Pflege der Selbstvergewisserung der ihr Kind liebend beschneidenden Eltern, die, um die Sprache der Produktwerbung zu verwenden, zu einem Umdenken (zum Nichtbeschneiden) einfach nicht bereit sind, sondern sagen: „Ich will so bleiben, wie ich bin“ und denen der Arzt, Sozialarbeiter oder Bundestagsabgeordnete daraufhin nicht Absolution erteilen und ein: „Du darfst!“ entgegen strahlen sollte.

Die Beschneidungsdebatte ist das Reden über das Kindergenital. Kind ist nach der entsprechenden UN-Konvention der Mensch unter achtzehn.

Anatomisch gehört zur männlichen Vorhaut möglicherweise ihre keimbahnhafte Angelegtheit als genaues Äquivalent zur Labia minora und biologisch-funktional gehört zum maskulinen Präputium die Sensitivität einer Klitoris. Was, Frau Merkel oder Frau Schwarzer, wenn das 2012 von Ihnen so vehement unterstützte geheiligte und heilssichernde Vorhautabschneiden auf Elternwunsch gewissermaßen das einstige geschlechtsneutrale Embryonalgewebe auch der kleinen Schamlippen amputiert und zugleich die Nervenenden des Kitzlers?

Alice Schwarzer will den gereinigten männlichen Penis: „Bereits 2007 rieten sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die UN dringend zur Beschneidung von Männern: als Prävention gegen Aids, Peniskrebs und Gebärmutterhalskrebs. Denn letzterer wird verursacht von einem verunreinigten männlichen Penis. … Diese MedizinerInnen und GesundheitspolitikerInnen sind für die Beschneidung, ganz und gar unabhängig von religiösen oder kulturellen Einstellungen. Es handelt sich außerdem um einen sehr kleinen Eingriff, der innerhalb einer Viertelstunde durchgeführt ist und innerhalb weniger Tage verheilt“, den anatomisch kenntnislosen und medizinisch uninformierten Text vom 02.07.2012 hat Deutschlands mit dem Bundesverdienstkreuz geschmückte Frauenrechtlerin einfach aus dem Internet gelöscht, vermutlich leider ohne einen Lernschritt und in jedem Fall ohne einen Kommentar.

Von der Anatomie zur Biologie. Viele einfache Tiere sind nicht darauf angewiesen, von ihren Eltern versorgt und gepflegt zu werden. Viele Insekten und die meisten Fische beispielsweise schlüpfen aus dem Ei und sind sofort veritable Selbstversorger. Das Junge aus der Gattung Mammalia (Säuger) schreit nach Mutters Brust.

Als echtes Säugetier ist der kleine Mensch anfangs ohne seine Mutter gar nicht lebensfähig und manchmal bereits in dieser frühen Zeit greift der unsichtbare Gott oder jedenfalls der sichtbare bärtige Patriarch ein und beschädigt den Kinderpenis, er bringt das kleine Kind zum Weinen oder, Jahre später, den noch bartlosen heldenhaften muslimischen Tahsin (11) oder den südafrikanischen Stammesangehörigen Nelson (16) zum tapferen, verbissenen Ertragen von Schmerzen. Blut wird sichtbar und die Blutfarbe Rot kollektiv als auf Frau und Mann bezogen erinnert, denn gleichsam intergenerativ bluten weibliche Körper bei der durch die xy-chromosomalen Krieger ideologisch ins Tierische herabgedrückten biologischen Geburt ebenso wie die Penisse bei der frauenfreien Geburt hinein in die überlegene Menschensorte, die dem neu verwalteten Himmel näher stehende männliche. Nicht die Muttermilch sei dem Jungen die eigentliche Nahrung, sondern das himmlische Gesetz. Irgendetwas geht auf Dauer kaputt, nicht nur der Penis.

Jetzt, 2014, so wird uns gesagt, seien die kompromisslosen Intaktivisten die eigentlichen Kaputtmacher, wir würden ein heiliges Ritual beschädigen und den frommen oder um Hygiene besorgten elterlichen Beschneidungswunsch kaputtmachen und wer weiß, vielleicht sind Jahwe und Allah schön längst persönlich so richtig sauer auf jeden das friedliche Zusammenleben der Religionen störenden Beschneidungsgegner, Näheres wissen Merkel und Jagland.

Einiges also wird beschädigt. Weil Kindesbeschädigung noch schlimmer als Sachbeschädigung und damit nicht nett klingt, wirft man Nebel und redet von Beschneidung (im Islam ḫitān oder ḫatna, auch ṭuhūr, zu ṭahara, rituelle Reinheit, adj. ṭāhir).

Ob Abrahams heilige Religion oder stolze Xhosa- [ˈkoːza] und Papua-Tradition, vorhauthassender Himmelsbefehl hin, männerbündisches Initiationsritual her, die Beschneidung der Geschlechtsorgane der Jungen und Mädchen ist seit Jahrtausenden in der Welt – und alle Eltern lieben nach wie vor ihre Kinder und lieben ihre Religion sogar noch ein bisschen mehr. Der ziemlich eifersüchtige Himmelsgott legt Wert darauf, hundertprozentig geliebt zu werden, und das musst du unter Beweis stellen, Anwallungen von Brutpflegetrieb und gespürtem Kindchenschema heroisch widerstehend, und vom kleinen Geschlechtsorgan des kleinen geliebten Wesens etwas abschneiden, das gesunde Heranwachsen und das friedliche Zusammenleben der Männer und Frauen stehen auf dem Spiel.

Penisgeographisch wird in der authentischen Religion der globalen Muslimbrüder und Teheraner Mullahs, einen anderen Islam kennen auch die deutschen Staatsverträge oder Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht nicht, die ḥašafat al-qaḍīb, das ist die Eichel, zur Zone des prekären Gnadenstandes mit Allah und zum Kristallisationskern der einzig sittlich zu nennenden Gesellschaftsform (Kalifat), während die verflixte qulfa, die Vorhaut, der raumzeitlichen Dschahiliyya entspricht, der auch politisch auszumerzenden Weltgegend oder Sündigkeit des Hauses des Unglaubens, Dār al-Kufr. Für die kleinen Jungen mit ihrem winzigen Penis ist die Vorhaut noch kein islamisches Problem, doch nur wenige Jahre später umklammert der pubertäre Vorhautteufel die islamfromme Eichel und droht sie zu erwürgen, es muss etwas geschehen.

Laut Bibel gibt nur Jahwe das Leben und kann es, sofern verärgert, jederzeit beenden. Auch wenn Moses unbeschnitten blieb und Israels zur Präputophobie (preputophobia) berufene Erde vielleicht sehr folgerichtig nicht betreten durfte, geht es bei der Vorhautfrage um Leben und Tod, wie wir im 2. Buch Mose lesen, dem Exodus:

„Dann sag zum Pharao: So spricht Jahwe: Israel ist mein erstgeborener Sohn. Ich sage dir: Lass meinen Sohn ziehen, damit er mich verehren kann. Wenn du dich weigerst, ihn ziehen zu lassen, bringe ich deinen erstgeborenen Sohn um. Unterwegs am Rastplatz trat der Herr dem Mose entgegen und wollte ihn töten. Zippora ergriff einen Feuerstein und schnitt ihrem Sohn die Vorhaut ab. Damit berührte sie die Beine des Mose und sagte: Ein Blutbräutigam bist du mir. Da ließ der Herr von ihm ab. «Blutbräutigam», sagte sie damals wegen der Beschneidung.“

Es kann nur Einen (Gott; Penis) geben und der Himmel stellt die Entscheidungsfrage. Stammvater Abraham (Avrāhām; Ibrāhīm) hatte unter Beweis stellen müssen, seinem Sohn Isaak (Yiṣḥāq, Isḥāq) etwas weniger Liebe entgegen zu bringen als der Gottheit, und nur wem es heutzutage an Glauben schrecklich mangelt, redet über einen abrahamischen Kindestötungsversuch nach halluzinatorischem Stimmenhören. 1. Mose 22 berichtet vom Auftrag zum Kindesopfern:

„Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.“

Jahwe hat ein solches Begehren nicht wiederholt und schweigt überhaupt seit Jahrhunderten.

Die nichtjüdischen Deutschen sollen sich nicht einbilden, eine Ehre herstellende rituelle blutige Zerfurchung der Haut gar nicht praktiziert zu haben, denn wer vor wenigen Generationen als Akademiker keine eindrucksvolle Narbe, nach dem Waffenschlag oder -hieb (17. Jh.) wurde auch sie im ehrkulturellen studentischen Jargon der Schmiss genannt, im Gesicht herumtrug, galt als eigentlich verachtenswert. Man betrachte das durch Georg Mühlberg vor nur hundertzehn Jahren entstandene Gemälde Renommierbummel und höre innerlich die initiierten Gefährten des Nelson Mandela rufen: „Ndiyindoda – I`m a man!“, ein zwanzig Jahre eher entstandenes englisches Bild illustriert ebenfalls bereits das honorige System und titelt zur Initiierung DIE ERSTE WUNDE.[5]

2014 jährt sich ein Kriegsausbruch zum hundertsten Mal. Die ultimativ initiierende bodily mutilation auf dem Abschlachtacker („im Felde“, nachmals unter Überlebenden „im Felde unbesiegt“) vaterländischer männlicher Ehre war für den Kriegsfreiwilligen der tödliche Schuss in Langemarck. Die begeisterte Freiwilligkeit der jungen Deutschen von 1914 ist heute vielen vielleicht kaum nachvollziehbar.

Auch im Islam schweigt der Himmel nach dem Ableben des Propheten Mohammed (Muḥammad), dessen wörtliche oder aus seinen Handlungen zu erschließende Anweisungen, das ist die Sunna, um Himmels Willen ganz genau zu befolgen sind. Die Beschneidung, türkisch sünnet (d. h. Sunna), ist Teil der Fiṭra, der Art und Weise des Geschaffenseins, des natürlichen Ausgerichtetseins auf Allah hin.[6]

Die im Islam dem Jungen zu amputierende qulfa ist die Vorhaut, Mehrzahl qalaf. Etymologisch vgl. bei einem Baum qilf oder qulāfa, die Borke oder Rinde, s. hebr. qelef, Schwarte (rind) oder Schale (peel) sowie kəluv / kluv Fruchtkorb bzw. Vogelhaus; im Syrischen qəlaf, die Haut oder Borke entfernen (to remove the skin, bark) und qəlāftāʾ, Schale (husk, shell)).

Wie den Schafiiten ist auch den Hanbaliten die MGM Pflicht (farḍ, wāǧib). Am 04.10.2012 verschwieg der die Bevölkerung sehr islamisch in Pflichtbeschneidende und „Außenstehende“ aufspaltende Aiman Mazyek dem FOCUS, dass die Vorhautamputation zur unteilbaren und totalitären Scharia gehört, bagatellisierte die lebenslange genitale Beschädigung und warnte die wissenschaftlich denkenden Mitbürger davor, dem unbeschnittenen männlichen Kind muslimischer Eltern die Nachteile der Zirkumzision zu verraten:

„Wenn Außenstehende vehement dem Kind ihre ablehnende Haltung zur Beschneidung aufoktroyieren wollen und so das Kind stark verunsichern und in einen zum minimalen körperlichen Eingriff unverhältnismäßigen Konflikt stürzen, ist das eine Gefahr für das Kindeswohl.“

Ärzte, Lehrer und Sozialarbeiter sollen also, so legte es uns der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) nahe, das dem Schariagesetz zu unterwerfende Kind gezielt nichtinformiert belassen und die Nachteile der Beschneidung gefälligst für sich behalten. Ein Familienkonflikt und ein innerer Konflikt sei nur auf diese Weise erfolgreich zu vermeiden und ein sachgerechtes ärztliches Aufklärungsgespräch leider ausgeschlossen. Man beachte, das desinformierte und beschnittene Kind verbleibt ganz im Mazyekschen „Kindeswohl“.

Wie dem Bundestag bekannt, ist die Beschneidung der Mädchen ebenfalls ausgesprochen islamisch, die schafiitische Rechtsschule verpflichtet zur Mädchen- (female genital mutilation = FGM) und Jungenbeschneidung (male genital mutilation = MGM), zwei weitere Rechtsschulen halten sie als Sunna (das ist Mohammeds nachzuahmendes Vorbild) mindestens für ehrenwert und empfehlenswert (mustaḥabb). Keine der vier sunnitischen maḏhāhib ‏ (sg. maḏhab, Fiqh- oder Rechtsschule) lehnt die Frauenbeschneidung ab.

Baẓr aber bedeutet im Arabischen nicht Klitorisvorhaut, sondern ist die Klitoris. Der den Reliance of the Traveller übersetzende hippe Sufi-Scheich Keller (not the clitoris itself, as some mistakenly assert) belügt amerikanische Ohren und kann uns kein arabisches eigenes Wort für Klitorisvorhaut nennen.[7]

Zwischen Mädchen- und Jungenbeschneidung zu unterscheiden, ist wenig sinnvoll, weder islamisch-theologisch bzw. islamkritisch noch anatomisch. Allgemein menschenrechtlich darf man sowieso keinen Unterschied machen und auch das deutsche Grundgesetz kann Jungen nicht schlechter behandeln als die richtigerweise vor FGM geschützten Mädchen.

Der oder die Unbeschnittene, so spüren es die Beschneidungskulturellen, sei abgeschnitten vom Strom des Lebens, würde schier verhungern.

Um nicht zu verhungern und nicht zu erfrieren, ist jedes Kind auf die Liebe seiner Eltern angewiesen. Die meisten Eltern in Ostafrika oder Südostasien, im Nahen Osten oder in den Vereinigten Staaten von Amerika waren selbst einmal so ein geliebtes Kind, wurden als männlicher oder manchmal auch als weiblicher Mensch beschnitten und lieben nun ihrerseits ihre Kinder – und beschneiden sie. Das grausame Ritual wird durch die Generationen und Jahrtausende weitergegeben, das Kind ist ein Mädchen oder Junge.

Um sich die Sache schön zu lügen, müssen die Erwachsenen zu einem Trick greifen und die Beschneidung in ihr Verständnis von Glück, Nestwärme, Liebe und Frömmigkeit integrieren. In die goldene Familienromantik, das Vertreiben von schlimmen Bakterien und Viren und in den Gerechtigkeitsbegriff, in den Begriff vom Kindeswohl und in das einklagbare Familienrecht muss der heiße Elternwunsch auf die Genitalverstümmelung des männlichen Kindes eingeschlossen werden. In die Personensorge, auch in die gesetzliche deutsche Personensorge, wie am 12.12.2012 geschehen.

Es gibt erhebliche Indizien dafür, dass die Beschneidung die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten wie AIDS eher begünstigt, das liegt auch am anschließenden Nichtverwenden von Kondomen, was wiederum auf den Glauben manch eines Beschnittenen zurückzuführen sein mag, nun vor einer HI-Infektion geschützt zu sein, und ebenso an der in den Jahren nach der Beschneidung allzu oft allmählich nachlassenden penilen Empfindungsfähigkeit. Sobald aber die Sensitivität des Penis stark gesunken ist, wird der eigentlich einzig wirksame Schutz gegen HIV, das Kondom, als unzumutbar empfunden werden, mit Gummi spürt der Mann vielleicht gar nichts mehr.

Obwohl mehr und mehr Mütter und Väter die richtige Entscheidung treffen und die Vorhaut unzerstört lassen, sind männliche Amerikaner mehrheitlich beschnitten, die Zwanzigjährigen etwas weniger häufig und die Vierzig- oder Fünfzigjährigen beinahe alle. Trotz der schönen Erfolge der amerikanischen Beschneidungsgegner oder Intaktivisten der letzten drei oder vier Jahrzehnte, nennen wir stets die beiden mutigen Frauen Marilyn Milos (NOCIRC) oder Georgeanne Chapin (Intact America), werden immer noch 55 % der Neugeborenen ohne einleuchtenden Grund am Genital verstümmelt. Das geschieht mit starken Unterschieden zwischen den einzelnen Landesteilen von nur 12 % in Nevada bis zu 87 % in West Virginia (Daten von 2009). Im Mittleren Westen werden 75 % aller Neugeborenen beschnitten, im Südwesten 25 %.[8]

Die aus Autoritätsgläubigkeit, bohrender Sorge vor hygienischem Unheil, gottloser jugendlicher Masturbation sowie schlichter Unkenntnis der wohl erst mit Jakob Øster (1968) oder Hiroyuki Kayaba et al. (1996) gründlich erforschten männlichen physiologischen Phimose (angeborene Adhäsion der Vorhaut, die sich oft erst im Laufe des zweiten Lebensjahrzehnts allmählich auflöst) beinahe schon in einer Art von Staatskult ihre Jungen am Genital verstümmelnden USA haben seit drei Jahrzehnten ein großes gesundheitliches Problem mit der bekanntlich vor allem sexuell übertragbaren Krankheit AIDS. Sex hat nun oft etwas mit Penis zu tun, und der ist in den USA gemeinschaftlich dem Chaos und der Wollust entrissen, von Krankheitskeimen und Sünden saubergemacht, heroisch abgehärtet, bibeltreu und technikverliebt veredelt, vorhautamputiert.

Einige amerikanische Ärzte werben für die Beschneidung als Mittel im globalen Kampf gegen AIDS. Statt zuzugeben, mit der Seuche nicht klar zu kommen, wird sinngemäß behauptet: ohne Beschneidung wäre alles noch viel schlimmer und angedeutet, dass überall auf der Welt die beschneidungsverweigernden Mütter bzw. Familien, die unbeschnittenen Männer sowie die Erfolge der Beschneidungsgegner eigentlich verantwortlich für die globale HIV-Epidemie sind. Die Zauberformel ist klar und muss nur noch den Afrikanern beigebracht werden: Mehr Beschneidung = weniger AIDS.

Es ist die Infektion mit HI-Viren, die das Krankheitsbild AIDS verursacht. Gegen HIV kann man sich mit Kondomen ziemlich zuverlässig schützen. Von wissenschaftlichen Tatsachen unbeirrt kämpft eine tapfere amerikanische Lobby dafür, dass auch der Rest der Menschheit endlich glaubt, mit der Beschneidung – mit der Amputation der Penisvorhaut – könne man die globale AIDS-Epidemie in den Griff bekommen.[9]

Kann man natürlich nicht, aber viel Geld verdienen kann man mit der Beschneidung, denn die Fabriken der Kosmetikindustrie (Vavelta) und die biomedizinischen Labore (Apligraf) warten auf Lieferung sauberer sprich möglichst gerade neugeborener Körperzellen. Künftig pro Jahr hunderttausendfach abgeschnittene Kindervorhäute lassen sich ausgezeichnet als Rohstoff für Anti-Falten-Cremes oder zum Züchten einer nicht nur bei Verbrennungsopfern verwendbaren Kunsthaut verwenden. Auch die metallischen Beschneidungsklemmen sind sehr teuer und das operierende medizinische Fachpersonal will ebenfalls ausgebildet, weiter geschult und Monat für Monat bezahlt sein – das in den zunehmend beschneidungskritischen USA etwas ins Stocken geratene Milliardengeschäft kann in Afrika weitergehen, was die globalen Intaktivisten verhindern mögen.

Beschneidung ohne zwingenden medizinischen Grund schadet der Gesundheit. Immer wieder kommt es – auch in modernsten Krankenhäusern! – zu schweren Verletzungen. Und schlimmer. Beschneidung tötet. In den Vereinigten Staaten von Amerika sterben in jedem Jahr ungefähr 117 Säuglinge an der Zirkumzision (Bollinger, D. Lost Boys: An Estimate of U.S. Circumcision-Related Infant Deaths. Thymos: J Boyhood Studies, 2010;4(1), 78-90.). 117, das sind zwei tote Kinder pro Woche. Und dem unzivilisierten Rest der Welt erklären die amerikanischen Beschneidungslobbyisten, dass ihr Tun ein besonders geeignetes Mittel zur Abwehr von AIDS sei. Wenig glaubhaft, denn die US-Amerikaner über dreißig oder vierzig sind meistens als Säugling beschnitten worden, trotzdem leben im Lande 1,1 Millionen Menschen mit dem HI-Virus und kommen Jahr für Jahr 50.000 Neuinfektionen dazu. Aber einige Amerikaner glauben doch so gerne – an sich selbst, an Gott und an die Gesundheit der Jungenbeschneidung.

Mit Artikel 24 (3) der UN-Kinderrechtskonvention (Convention on the Rights of the Child, abgekürzt CRC) verpflichten sich alle Staaten, gesundheitlich schädliche Traditionen abzuschaffen. Man wird hier nicht zuletzt an weibliche Beschneidung gedacht haben, die wir seit wenigen Jahrzehnten ganz richtig eine Genitalverstümmelung nennen: FGM. Die ebenfalls weltweit vorkommende Jungenbeschneidung ist bislang leider meistens übersehen worden, und eine mächtige Lobby möchte weiter verhindern, dass Journalisten, Politiker und Kinderrechtler tatsachennah von der MGM reden und schreiben, der männlichen Genitalverstümmelung. Um nichts anderes aber geht es, denn das am Geschlechtsorgan verletzte und verstümmelte Kind kann ein Mädchen oder ein Junge sein, wir Erwachsenen haben kein Recht, sein Geschlechtsorgan auf unseren Wunsch hin mit Schere oder Skalpell zu verändern. Auch ein vermeintlicher himmlischer Befehl, antiker Mythos von abgewehrten bösen Geistern oder moderner Mythos von abgewehrten bösen Bakterien oder Viren ist hier kein glaubwürdiges Alibi.

Was die zur Rechtfertigung des Beschneidens der Penisvorhaut nützliche Prophylaxe der Vertreibung von unsichtbaren Teufeln oder bösen Dschinnen war, ist heute die prophylaktische Vertreibung der HP- oder HI-Viren. Ein neuzeitliches Märchen, denn nur Kondome und geänderte Verhaltensweisen schützen vor AIDS, keine abgeschnittenen Vorhäute.

Märchen und Religionen können schöne Seiten haben, aber leider hat es immer auch kinderfeindliche Märchen gegeben. Eine Moscheegemeinde oder Synagogengemeinde, deren Vorstand und Prediger immer noch lehren, dass ein unbeschnittener Mann einen moralisch geringeren Wert habe, Gott erzürne und die Verachtung der Gläubigen verdiene, sollte durch modern denkende Eltern boykottiert werden – sollen die Imame und Sünnetci, Rabbis und Mohalim doch vor Zorn rot anlaufen im Gesicht und ihre jungen Väter und Mütter anbrüllen: „Ihr müsst euer Kind aber beschneiden lassen, Gott will es!“ Nein, das müssen sie nicht.

Noch sind es wenige säkulare Muslime oder Juden, die sich dem Gruppenzwang zum Jungenbeschneiden bewusst entziehen, und die Bundesrepublik Deutschland hat sich nicht getraut, zu verlangen, dass die Religionsbücher für den bekennenden Islamischen Religionsunterricht schreiben: Die Beschneidung hat gesundheitliche Nachteile, du kannst Nein sagen zur Beschneidung und beim Jugendamt Hilfe suchen und Hilfe finden. Nein, das wird nicht geschrieben, und die Republik liefert die Kinder den Stämmen und einem gesundheitsschädlichen Ritual aus und müsste das im Hinblick auf die manchmal vergleichsweise harmlosere Mädchenbeschneidung (hier etwa der WHO-Typ Ia) eigentlich auch machen. Richtigerweise ist FGM Typ Ia verboten – noch, und leider nicht deutlich genug.

Du kommst hier nicht rein – als Unbeschnittener kommst du hier nicht rein, nicht in die Gemeinschaft der Gläubigen im Diesseits und nach dem Tod nicht in den Himmel. Der Sinn der rituellen Beschneidung ist gerade, dem Jungen zu verdeutlichen, dass es keinen Ausweg gibt. Beim Stichwort Zwangsbeschneidung denken wir an Erwachsene, aber wo doch jeder acht Tage alte jüdische Junge beschnitten werden muss, dürfen, nein müssen wir ebenso von Zwangsbeschneidung sprechen und auch bei einem älteren Kind oder Jugendlichen. Die fünfzehn- oder sechzehnjährigen Xhosa sind ganz offensichtlich nicht in der Lage, sich dem Ehre herstellenden Ritual zu entziehen, einige von ihnen gehen Jahr für Jahr in den Tod.

Denn wer bei den Xhosa nicht beschnitten ist, gilt nicht als Mann und kann vom väterlichen Besitz nichts erben, Ehe und Fortpflanzung sind für ihn verhindert, der Unbeschnittene ist, in jeder Beschneidungskultur, rechtlich und sozial ausgelöscht. Ndiyindoda! hatte der Xhosa Nelson Mandela zu rufen: I`m a man![10]

Wohltuend zu hören, dass ein Teil der aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland eingewanderten männlichen Juden bis heute nicht beschnitten ist – es gibt also auch in Deutschland viele glückliche jüdische Vorhäute. Mit den zunehmend beliebten Initiativen wie Jews against Circumcision, der ausgezeichneten Informationsseite Beyond the Bris, mit Tsohar um Rabbi David Stav, Gonnen Al Ha-Yeled – Protect the Child, um Eran Sadeh; Dr. Avshalom Zoossmann-Diskin als dem Vorsitzenden von Ben Shalem (intact boy) und einigen anderen sind auch im Judentum Vorkämpfer für die körperliche Unversehrtheit aller Kinder aktiv.

Wenn bewusste Angehörige einer religiösen oder ethnischen Minderheit, sicherlich gilt das in besonderem Maße für die als sozusagen typisch beschneidend geltenden Juden, mit der Zirkumzision aufhören oder diese durch ein anderes Ritual ersetzen, wird das kindergesundheitlich und kinderrechtlich sehr positive (nämlich beschneidungsbeendende) Auswirkungen auf andere Communities haben, nennen wir die großen afrikanischen Kirchen, die beinahe beschneidungsobligatorischen Christen in Korea oder auf den Philippinen, ägyptische Christen, Nordamerikas Evangelikale oder die Muslime, die schließlich alle einen theologischen Bezug zum legendären Erstbeschneider Abraham herstellen. Auch dürfte, sobald markante Communities oder prominente Einzelne die Jungenbeschneidung beenden, gerade in ländlich geprägten Regionen und in räumlicher Nähe die Quote der weiblichen Beschneidung sinken bzw. kann sicherlich besser verhindert werden, dass die FGM, etwa zur äthiopischen Beta Israel, zurückkehrt. Denn das scheint ein Prinzip zu sein: Wo es gar keine Jungenbeschneidung (mehr) gibt, sind auch alle weiblichen Genitale intakt.

Leider gelingt es in Afrika der mit windigen Begründungen eine angebliche AIDS-Prophylaxe nach erfolgter Beschneidung beschwörenden Lobby anscheinend immer wieder, Kirchengemeinden, etwa kenianischer Methodisten oder christliche Gesundheitszentren in Malawi oder Lesotho, für ihren Beschneidungskreuzzug einzusetzen. Organisiert wird die männerfeindliche, sexualfeindliche und sexualmagische Genitalverstümmelungskampagne vor allem von vatikantreuer Seite durch den Katholischen Medizinischen Missionsausschuss (Catholic Medical Mission Board, CMMB).[11]

Wie jede Jungenbeschneidung kann auch die Brit milah schwer verstümmeln oder töten. Im Januar 2014 wurde ein weiterer Säugling durch Mundbeschneidung (Metzitzah B’Peh) mit Herpes infiziert; im September 2011 starb am New Yorker Maimonides-Krankenhaus ein zwei Wochen altes Kind nach beschneidungsbedingter Herpesinfektion.

Rabbi Abraham Geiger (1810-1874) im Brief an den großen Demokraten Leopold Zunz:

„Die Idee des Opfers, welche die Prozedur einst heiligte, ist unter uns doch gewiss längst verschwunden … und der Gewohnheit und der Angst errichten wir sicherlich keine Tempel“, eigene Übersetzung n. d. Englischen, sowie: „Ich kann nicht verstehen, warum ich mich für eine Zeremonie begeistern soll, nur aus dem Grund, weil sie sich allgemeiner Hochachtung erfreut … Es ist ein barbarischer, blutiger Akt. Die einzigen Gründe dafür sind die Gewohnheit und die Furcht“, so zitiert es David Gollaher in Das verletzte Geschlecht (Seite 46).[12]

Zwischen 2004 und 2011 infizierten sich 11 männliche Säuglinge nach dem jüdischen Mundbeschneidungsritual an Herpes, zwei starben, zwei haben einen bleibenden Hirnschaden erlitten. In den Vereinigten Staaten werden jährlich 1,2 Millionen männliche Säuglinge genitalverstümmelt, jedes Jahr sterben, wie erwähnt, ungefähr 117 US-amerikanische Säuglinge an der Zirkumzision.[13]

Geheiligte Erpressung zum Kindbeschneiden, Israel 2013. Ein Rabbinatsgericht verurteilt die Mutter, die ihren Sohn nicht beschneiden lassen will, zu einer Strafe von 140 $ täglich (!), die sich erhöht bis sie ihren Sohn am Genital verstümmelt. Die mutige Frau hat sich zu den gesundheitlichen Nachteilen der Jungenbeschneidung informiert und will standhaft bleiben. In Israel gibt es leider immer noch keine säkulare standesamtliche Ehe, das selbstredend frauenfeindliche Familienrecht wird von den Klerikern gesprochen.[14]

Human Genital Mutilation (HGM)

Die Beschneidung des männlichen Kindes, der Begriff Kind meint, ganz im Einklang mit der erwähnten Kinderrechtskonvention, auch den vierzehn oder siebzehn Jahre alten Menschen, beschädigt den Körper des Jungen und des späteren Mannes.

Die bei beiden Geschlechtern des Menschen, die bei Mädchen und Junge sehr vergleichbare Embryonalentwicklung scheint zu zeigen, dass Klitoris und Eichel (Glans penis) einerseits sowie andererseits innere Schamlippen (Labia minora) und Penisvorhaut, aus dem gleichen Gewebe entstehen.[15] Die männliche Sensitivität liegt allerdings zum weitaus größeren Teil nicht in der Eichel, sondern eben im Präputium, in der Vorhaut (Gefurchtes Band; Frenulum und frenulares Delta). Die Beschneidung zerstört sofort möglicherweise zwei Drittel der männlichen sexuellen Empfindungsfähigkeit und eventuell, auch durch die fortschreitende Keratinisierung der Eichel, allmählich immer noch mehr; jedem Bundestagsabgeordneten war das am 12.12.2012 bekannt.

Die Jungenbeschneidung ist politisch gewollt, der Elternwille zur MGM ist Staatsdoktrin. Das muss sich ändern.

Mit der männlichen Beschneidung verglichen würde, auf die Keimbahnentwicklung bezogen, eine Frau, um der von BGB § 1631d legal gewordenen genitalen Beschädigung zu entsprechen, ihre (inneren) Labien verlieren müssen (das hat also Züge von FGM Typ II), in Bezug auf die sexuelle Empfindungsfähigkeit aber ihre Klitoris (Typ Ib sowie ebenfalls Typ II). Der Sensitivitätsverlust der Jungenbeschneidung ist also wahrscheinlich vergleichbar mit einer FGM vom Typ II, mindestens jedoch mit Typ Ib. Mit Ib oder II bzw. zwischen Ib und II liegt man vermutlich, die MGM vergleichend, sehr richtig; wer in Deutschland ein Mädchen so stark verstümmelt, wohnt richtigerweise für sehr lange Zeit im Gefängnis.

Das Blaue vom Himmel herunter lügt uns NCBI, das National Center for Biotechnology Information, das versucht, die Menschen in Kanada, Korea (Südkorea) und Hongkong zu (noch) mehr Jungenbeschneidung zu drängen: „Qualitativ höchstwertige Studien legen uns nahe, dass die Beschneidung keinen nachteilige Wirkung auf Sexualfunktionen, Sensitivität, sexuelles Empfindungsvermögen und Zufriedenheit hat.“ Die traurige und Jahrtausende alte Wirklichkeit sieht anders aus, die physischen Beschneidungsfolgen sind katastrophal.[16]

Die Beschneidung von Jungen – wir sollten sagen: die Genitalverstümmelung an Jungen – ist eines der letzten ganz großen Tabus der Menschheit. Sie ist ein Menschheitsproblem, das weltweit angegangen werden muss und erfolgreich bewältigt werden kann, wenn wir uns nicht in Schwarze und Weiße, Amerikaner und Europäer, Muslime und Nichtmuslime oder in Juden und Nichtjuden spalten lassen und wenn wir nicht auf das Märchen hereinfallen, weibliche und männliche Beschneidung (d. i. Genitalverstümmelung) würden sich grundsätzlich voneinander unterscheiden.

Wir haben die Universalität der Menschenrechte entdeckt und können deshalb nicht mehr sagen: „Das geht mich nichts an, was in Afrika, Asien oder im Nachbarhaus passiert“. Zur weiblichen Genitalverstümmelung oder FGM wagt niemand mehr zu sagen, man dürfe sich in somalische oder ägyptische Traditionen nicht einmischen oder müsse eine aus Mogadischu oder Kairo nach London, Amsterdam oder Köln eingewanderte Familie in Ruhe ihre Mädchen beschneiden lassen. Dieses Umdenken müssen wir auch in Bezug auf die männliche Genitalverstümmelung erreichen. Der angemessene Aufenthaltsort einer aktiven rituellen Mädchenbeschneiderin ist in Australien, Europa oder Nordamerika bereits heute das Gefängnis, und es wird die Zeit kommen, in der auch jeder professionelle oder ehrenamtliche Jungenbeschneider einer anderen Beschäftigung nachgehen muss und sagen wird: „Ich bin ein Ex-Sünnetci“ oder „Ich bin ein Ex-Mohel.“

I Have a Dream, dass in wenigen Jahrzehnten überall auf der Welt die Kinder und Enkel der rituellen Mädchenbeschneiderinnen und Jungenbeschneider den staunenden Jungen, von denen mehr als 90, nein, mehr als 95 % in Vorhautbesitz sind, über das berufliche Treiben ihrer Ahnen erzählen, während sie mit den Klassenkameraden beim Ausflug im Museum in den gläsernen Vitrinen neben Hexenfolterzange und Sklavenkette auch Beschneidungsmesser und Gomco-Klemme betrachten.

I Have a Dream, dass im Jahre 2089 unter dem Tagungstitel Hundert Jahre Anaheim California durch das perfekt gleichheitsfeministisch gewordene saudische Königshaus das International Symposium on Circumcision in Mekka und Medina ausgerichtet werden wird,

I Have a Dream, dass in fünfzig Jahren die Schariagerichte weltweit abgeschafft worden sind und es nur noch die säkulare standesamtliche Eheschließung geben wird, während der Oberrabiner Israels, trotz Wiedererrichtung des Tempels, aus gutem Grund als Intactivist of the Year (2039) ausgezeichnet werden wird und die begeistert gegen Kopftuchzwang kämpfende Muslimbruderschaft die Organisation der intaktivistischen Kampagnen (Mädchen und Jungen) in den abgelegensten Orten Indonesiens und Somalias übernehmen wird,

I Have a Dream, dass 2014 in Deutschland niemand die Genital Autonomy für ein Kind (a child means every human being below the age of eighteen years) einfordern wird, ohne zugleich die hundertprozentige Genital Intactness jedes Kindes zu verlangen und jede medizinisch unnötige Genitalverstümmelung auf Elternwunsch wie auch auf Kinderwunsch unzweideutig abzulehnen,

I Have a Dream, dass im Juli dieses Jahres in Boulder Colorado (The 13th International Symposium on Genital Autonomy and Children’s Rights) der Mut gefunden werden wird, in Bezug auf Artikel 1 der UN-Kinderrechtskonvention (unless under the law applicable to the child, majority is attained earlier) den Begriff des Erwachsenseins nach Jüdischem Recht (Halacha)[17] oder Islamischem Recht (Scharia)[18] explizit auszuschließen und von Anne Lindboe und Maximilian Stehr zu fordern: Schluss mit dem gesundheitsgefährdenden, nämlich auf die Beschneidung hinauslaufenden Geschwätz zur Informierten Einwilligung (informed consent), solange der Junge minderjährig ist (below the age of eighteen years).

Man verzichtet jetzt, um später zurückzuerhalten, man opfert dem Himmel aus frommer Berechnung. Kleptokratisch verstandene Männlichkeit ist Machtzuwachs und Güteranhäufung, eine Addition, die Beschneidung jedoch ist mathematisch unterkühlt gesprochen eine Subtraktion, religionswissenschaftlich ein Opferbringen. Männern fällt es schwer, sich einzugestehen, Opfer geworden zu sein. Die Ansage: „Du Opfer!“ ist, durchaus einzustufen als islamisches Umweltverändern, die seit 15 Jahren unter Jungen leider ziemlich üblich gewordene hasserfüllte Bedrohung auf unseren Schulhöfen geworden, das wie selbstverständlich gewordene kalte Nachtreten auf den bereits am Boden Liegenden erinnernd oder androhend. Beschneidung ist eine Gewalt, die das mythische Maskuline färbt und auflädt, und es ist die Frage, gegen wen man seine Wut richten kann, wenn die Ahnen und großen Brüder doch angeblich immer nur das Beste wollen oder kräftiger zuschlagen können. Einen Ausstieg aus dem Kreislauf der einst als Opfer an die Gottheit gestifteten Beschneidungsgewalt kann es nur geben, wenn endlich alle Menschen – auch die Schwestern oder Ehefrauen der beschnittenen Männer und auch die unbeschnittenen Männer – offen zugeben, ein Opfer der Male Genital Mutilation zu sein, denn MGM, egal wo sie stattfindet, schadet jedem und Gewalt ist nie privat. Frau Merkel redet von Komikernation.

Der amerikanische Beschneidungsgegner, Psychologe und Direktor des in Boston ansässigen Circumcision Resource Center, Dr. Ronald Goldman nennt vier Gründe, warum Männer ihre Beschneidung mit Schweigen zudecken bzw. nicht aufarbeiten und das Ritual tradieren helfen, ich übersetze frei und führe einige seiner grundlegenden Gedanken über die psychischen Beschneidungsfolgen ein wenig weiter:[19]

Ausblenden

Beschnittene Männer haben die als positiv erlebten weiteren Normen der eigenen Gruppe oder Religion so sehr verinnerlicht, dass die unangenehmen Gefühle zur Beschneidung für unwichtig gehalten werden oder beinahe ganz überdeckt bleiben; beispielsweise auch: eine damals erklärte angebliche gesundheitsförderliche Wirkung diente und dient ja, trotz allem Schmerz, dem eigentlich so schönen Ziel Gesundheit

Unterdrücken

Die ehrlich nacherlebten Gefühle zur Beschneidung wären so schmerzhaft, dass der Mann sie gar nicht zulassen kann; kommen sie doch näher an die Oberfläche, kennt er Techniken, sie mit viel Energie abzustoppen und sich beispielsweise seinen Vertrauten gegenüber, vielleicht seiner Ehefrau oder seinem Sohn, nicht als Beschneidungsopfer zu outen

Verheimlichen

Jene, die differenzierte Gefühle zur Beschneidung erleben, schweigen aus Angst, falsch verstanden oder ausgelacht zu werden

Sprachlosigkeit

Frühe Verletzungen zur Sprache zu bringen, erfordert Bewusstsein und Einsicht. Wer aber sehr früh beschnitten wurde, etwa als jüdischer oder US-amerikanischer Säugling, hat keine bewussten Erinnerungen an den Eingriff und wird keinen anderen Wege finden können, als die seelische Verletzung (Anm.: bemerkenswert beschneidungstypisch) zu äußern durch: 1. Verhalten (Penisfixiertheit und Patriarchalismus; religiöser Radikalismus; das penisbezogene Trauma tradieren und den einen zuerst intakten Penis besitzenden eigenen Sohn verstümmeln), 2. Emotionen (ich führe weiter: Ärzte, Frauen, Unbeschnittene und Beschneidungsgegner für Feinde zu halten; also: nicht der Mohel oder Sünnetci ist der Feind und greift noch einmal das Genital an, nein, der Intaktivist ist der Angreifer) oder 3. Stressreaktionen (Anm: panische Angst bei jedem Arztbesuch; Angst vor Sex, Zärtlichkeit oder Nähe; erektile Dysfunktion; in sozialen Konfliktsituationen schnelles Schalten auf Kampf).

Männer sind gerne Helden und das können sie zeigen. Beschneiden kann jeder, Nichtbeschneiden ist heldenhaft. Be a hero, don’t circumcise your son.

Mitentscheidung und Einwilligung (consent)

Auch wenn seit Berlin 2012, der kinderfeindliche und grundgesetzwidrige Alternativvorschlag wollte 14 Jahre), Helsinki 2012 und leider auch mit Oslo 2013 vieles ungesichert bleibt – auch zur Altersfrage, d. h. zur Diskussion um das genaue Alter des einwilligungsfähigen Jungen, ist alles Wichtige bereits am 3. März 1989 im kalifornischen Anaheim festgestellt worden: einwilligungsfähig ist das erwachsene Individuum,

das Alter der Zustimmungsfähigkeit ist das Erwachsensein:

the individuals who have reached the age of consent (adulthood),

Kinder an die Macht? Die Schariabewegung will das Schutzalter so lange herabdrücken, bis sie bei den neunjährigen Ehefrauen angekommen ist, während der schariapflichtige Mann fünfzehn Jahre alt ist. Eine andere Volljährigkeit braucht und kennt der Islam nicht. Kinder – im Kinderrechtskonventionsbegriff von Kind – sollen mindestens als Juden in den ersten Lebenstagen beschnitten werden, der Islam hat aus seiner Sicht die optionale Beschneidung am siebten Tag auch nicht preiszugeben, die Imame und Rabbiner bewegen sich gar nicht und in ganz Europa werden die Multikultis nervös. Die Stunde der Unterwanderung der Intaktivistenbewegung kann herankommen, die europäischen Als-ob-Kinderrechtler, darunter skandinavische Kinderrechtsbeauftragte in Oslo 2013, wissen, dass sie bald mit den Islamverbänden über das Beschneidungsalter verhandeln werden.

Wie ihr Amtsvorgänger geht Norwegens Kinderrechtsbeauftragte (seit Juni 2012) Anne Lindboe auf fünfzehn Jahre – könnte man denken. Weiß Lindboe denn nicht, dass die Beschneidung keine Heilbehandlung ist, sondern schädigt? Warum genau eigentlich will eine norwegische Kinderärztin fünfzehnjährige Jungen – eventuell auf deren eigenen Wunsch nach ungebremster genital autonomy – verstümmeln lassen, was Lindboe ja auch mit fünfzehnjährigen Mädchen tun müsste? The Jewish Press (JP) vom 25.11.2013 lässt Tzvi Ben-Gedalyahu die heroische kinderbeschneidungsbereite Beschneidungsterminverschieberin und norwegische Kinderärztin zitieren:. „If 15 years is set as the minimum age, we expect Norwegian parents follow and respect the law“. Meint man das auch nur annähernd ernst? Will Norwegen den dann eventuell trotzdem am achten Tag operierenden Mohel auch wirklich einsperren? Dann muss man das sagen und nicht den neuen Außenminister Brende am selben Tag das Gegenteil erklären lassen: „Norwegen wird die rituelle Beschneidung nicht verbieten.“ Aber nein, die JP macht deutlich, dass Lindboe mit dem Alter 15 nur den gestrengen Zeigefinger erhoben hat, ihr Satz beginnt mit einem falls. Amtsvorgänger Reidar Hjermann hatte 15 vorgeschlagen, in Wirklichkeit will Lindboe nur die Zwölfjährigen und Jüngeren schützen und jeden Teenager über die religiös vorgeschriebene freiwillige Selbstverstümmelung entscheiden lassen. Den Dreizehnjährigen. Das ist nur zwei ein Jahre älter als Kinderfilmjunge Tahsin (11) aus dem KiKA-Beschneidungsfest, wobei wir den ebenfalls beschnittenen kleinen Bruder Tahsins, Emir (8) nicht vergessen.[20]

No discussion, no decision, no circumcision. Weg mit den Beschneidungsmessern. Hat der sich über die Oslo Resolution freuende Dr. Antony Lempert (Children’s basic rights to bodily integrity and to form their own beliefs, Quelle Barry Duke auf freethinker am 02.10.2013) denn gar keine Lehre aus dem Mau Mau Aufstand gezogen? Wenn wir ein antikolonial fühlendes Mädchen rufen lassen: “Ngaitana – I will circumcize myself”, dann ist das hundertprozentige genitale Selbstbestimmung nach dem Grundatz: Let girls decide for themselves whether or not they want to be circumcised, nur das Geschlechtsorgan ist anschließend für immer kaputt. Der voreilig als Intaktivist gehandelte Sprecher des UK Secular Medical Forum (SMF) Dr. Lempert toleriert das freiwillige Beschneiden für völlig gesunde Minderjährige (There can be no justification for healthy children to be forcibly cut, Quelle national secular society am 01.10.2013), doch in jener zauberhaften Stunde, in der im heiligen Wald der erste Junge aufschreit “Ndiyindoda! – I am a man!”, gleich ist der sich auf die Einweihung freuende kleine Nelson Mandela an der Reihe, haben wir genau den gesundheitsgefährdend geringen Anspruch der Anne Lindboe erfüllt: “Vi hos Barneombudet mener derfor det er best for barnet at barna selv skal få bestemme om de vil bli omskåret – Wir als Kinderrechtsbeauftragte glauben, dass es am Besten für ein Kind ist, wenn sich das Kind selbst entscheiden kann ob es beschnitten werden möchte” (Quelle barneombudet.no). LET BOYS DECIDE FOR THEMSELVES WHETHER OR NOT THEY WANT TO BE CIRCUMCISED tönt es am 30.09.2013 aus Norwegens Hauptstadt – Antrag abgelehnt sehr geehrte Frau Anne Lindboe und sehr geehrter Herr Fredrik Malmberg, Skandinavien braucht kein Ngaitana für die Mädchen und für die Jungen kein Ndiyindoda. Dass Kinderärztin Lindboe auch das dreizehnjährige männliche Kind über sein genitales Verstümmeltwerden entscheiden lassen will, lässt sie unwidersprochen in der israelischen Presse publizieren: non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed (JTA 25.11.2013). Norwegen braucht einen neuen Ombudsman für Kinderrechte, Anne Lindboe ist in ihrem Amt nicht länger tragbar.

In Norwegen werden jedes Jahr nur 7 jüdische Jungen beschnitten (und 2000 muslimische) und eine vorlaute Kinderärztin Anne Lindboe, die gerne bereit ist, gegen hippokratisches Prinzip und persönlichen Amtseid jährlich wenige Tausend nicht fünfzehnjährige sondern dreizehnjährige Jungen am Genital zu schädigen, wird sich dem einzigen Mohel des Landes nicht in den Weg stellen. Die jüdischen Eltern wollen den achten Tag, pardon, die Schrift will es. Lex judaica macht sich aber nicht gut, weshalb es kommen wird wie in Deutschland, im ersten halben Jahr darf jeder Schamane alles. Norweger, so wird das nichts.

Quo Vadis Intactivism?

Um mit den Islamverbandsvertretern jahrelang weiter zu diskutieren, könnte man, ohne sein Gesicht allzu offensichtlich zu verlieren, einen Trick anwenden und sprachlich von dem (sofern auch den Siebzehnjährigen meinend) kompromisslosen Genital Intactness für immer auf das gefährlich glitschige Genital Autonomy umwechseln, auf jene Selbstbestimmung, welche den genitalautonomen Tahsin (Beschneidungsfest, KiKA) glücklich integriert. Damit ist der Anspruch von Anaheim California 3. März 1989 zwar kaputt und das Kindergenital auch, aber das macht nichts, man hat ganz engagiert etwas tun wollen – nun, mit Betroffenheit. Der persönliche Status in oder um Partei und Kirche ist gesichert.

Zurzeit haben wir drei Lager. Erstens die traditionellen bzw. religiösen Beschneider, sie wollen das Mitentscheiden des Minderjährigen unmöglich machen und die Jungen amputieren, genital verstümmeln. Zweitens die europäischen und insbesondere auch deutschen Islamverarmloser, Multikulturalisten und anderen vorgeblichen Kinderfreunde, die wollen schon wieder – wie schon 2012 – mit den Imamen und Rabbis an einem Runden Tisch diskutieren und die Kinder in ihr Verstümmeltwerden einwilligen lassen, entweder ab 14 Jahren (Deutschland 2012, der kinderfeindliche Alternativvorschlag zu BGB 1631d), ab 12 bzw. 13 (Schweden 2014) oder ab 15 Jahren (Norwegen 2012 unter Ombudsman Reidar Hjermann) bzw. ab 10 Jahren (Norwegen 2014 unter Anne Lindboe). Drittens die Kinderrechtler und alle, die den Kampf gegen Genitalverstümmelung an Mädchen und Jungen wirklich ernst nehmen, wir müssen den Mut haben, genau so kompromisslos zu sein wie die Rabbiner und Imame und dürfen, ja das klingt untolerant, wir dürfen die Kinder ebenfalls nicht entscheiden lassen – nur dass wir das Verstümmeln gar nicht zulassen.[21]

Ganz bewusst schützen wir den 13-jährigen oder sogar den 17-jährigen jungen Menschen, weiblich oder männlich, vor harten Alkoholika, Autofahrten ohne Begleiter, Bordellbesuch oder brutalen Kinofilmen. Wer den Elfjährigen oder Sechzehnjährigen in seine MGM einwilligen lassen will, kann dem gleichaltrigen Mädchen die FGM nicht verweigern. Nein, ob Schönheits-OP, Tattoo oder Piercing, bis siebzehn Jahre einschließlich bleibt der Körper unversehrt.

Wer noch kein Erwachsenengenital und keine eigene sexuelle Erfahrung hat, kann doch gar nicht auch nur ungefähr vorauserleben (von wissen lässt sich hier sicherlich noch weniger sprechen), wie sich die Beschneidung auswirkt. Wir haben die Kinder zu schützen – alle Kinder. Und was im weltweiten Kampf gegen Todesstrafe, Kindersoldatentum oder Prostitution so zentral ist, das Kind im Sinne der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen oder der Declaration of the First International Symposium on Circumcision, Anaheim 1989, das ist auch die oder der Vierzehn- oder Siebzehnjährige.

Auch wenn das technologisch fortgeschrittene Europa etwas keimfreier beschneidet als der südafrikanische Busch (allerdings nicht in Privatwohnungen, angemieteten Festsälen oder zur Verfügung gestellten Synagogenzimmern), vermute doch niemand, dass sich Europas sechzehnjährige Jungen aus jüdischen oder muslimischen Familien grundsätzlich anders verhalten würden als die Zugehörigkeit suchenden oder dem Dasein als verachteter Unbeschnittener ausweichenden jungen Xhosa. Ein barbarisch gebliebenes Ritual aus den primitiven Entwicklungsstufen der Menschheit, die Human Genital Mutilation (FGM und MGM), hat nicht medikalisiert zu werden, d. h. es darf nicht in Arztausbildung und Krankenhausbetrieb integriert werden.

Im Interesse der Gesundheit aller Kinder dürfen und müssen wir die Mädchenbeschneiderinnen und Jungenbeschneider aus den Praxen und Kliniken entfernen, ohne uns von den nicht ausbleiben werdenden grausamen Ergebnissen der Busch- oder Hinterhofbeschneidungen zu einer erneuten Medikalisierung erpressen zu lassen.

Der Vorhautbesitzer ist ekelhaft und religiös minderwertig, er verdient die Verachtung der ganzen Familie, keine schriftgläubige Jüdin oder Muslima will mit ihm Sex haben oder ihn als Ehemann akzeptieren – das ist die Folge des Himmelsgesetzes und auch die eritreische, äthiopische und koptische Kirche verstümmelt Jungen genital. Der unbeschnittene Erwachsenenpenis ist in Gottes Gesetz nicht integrierbar? Nun, solange das der Fall ist, sind Halacha, Scharia oder christianisiertes philippinisches Vorhautaufschlitzen (slitting open the foreskin along its dorsal surface (superincision)) in den modernen Rechtsstaat auch nicht integrierbar.

Auch aus Angst vor Infektionen, schwersten Verstümmelungen oder Tod dürfen wir die FGM oder MGM niemals technisch medikalisieren und in unseren Krankenhäusern tolerieren. Das ist, neben dem gefährlichen Gerede um die Altersgrenzen, die zweite Diskussion, auf die sich Kinderrechtler nicht einlassen können.

Nein zu einer Diskussion mit Religionsverbandsvertretern, professionellen Genitalbeschädigern, multikulturalistischen Beschneidungsverharmlosern, ungetreuen staatlichen Kinderrechtsbeauftragten oder kindeswohlgefährdenden Ärzten.

Nein zur Krankenhausbeschneidung auf Elternwunsch.

Nein zur Krankenhausbeschneidung auf Kinderwunsch.

Keine Beschneidung unter achtzehn. .[22]

Edward von Roy

Q u e l l e n

[1] When the Canadian Paediatric Society published their position statement on neonatal circumcision in 1996, they followed the views of Poland, not those of Schoen. Although Schoen was chairman of the American Academy of Pediatrics (AAP) taskforce on circumcision that published in 1989, he did not serve on the AAP taskforce on circumcision that published in 1999. That second taskforce distanced the AAP from the views published by Schoen’s taskforce a decade earlier.

Schoen’s present views on circumcision are strikingly similar to those of Wolbarst, which were published nearly a century ago. …

One should not characterise Schoen’s personal view as representing the North American view. North America has moved on.

Edgar Schoen does not represent the North American view of male circumcision

George Hill und John V. Geisheker

Arch Dis Child. 2006 January; 91(1): 92.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2083089/

DOCTORS OPPOSING CIRCUMCISION (DOC)

George C. Denniston, Mark D. Reiss, George Hill, John V. Geisheker, Richard B. Russell

http://www.doctorsopposingcircumcision.org/about/contact.html

Circumcision rates in the United States declined to 54.5 percent in 2009 from 62.7 percent in 1999, according to one federal estimate. Critics succeeded last year in placing a circumcision ban on the ballot in San Francisco, but a judge ruled against including the measure.

In Europe, a government ethics committee in Germany last week overruled a court decision that removing a child’s foreskin was „grievous bodily harm” and therefore illegal. The country’s Professional Association of Pediatricians called the ethics committee ruling „a scandal.” …

„We’re not pushing everybody to circumcise their babies,” Dr. Douglas S. Diekema, a member of the academy’s [American Academy of Pediatrics, AAP] task force on circumcision and an author of the new policy, said in an interview. „This is not really pro-circumcision. It falls in the middle. It’s pro-choice, for lack of a better word. Really, what we’re saying is, ‘This ought to be a choice that’s available to parents.’ ”

But opponents of circumcision say no one — not even a well-meaning parent — has the right to make the decision to remove a healthy body part from another person.

„The bottom line is it’s unethical,” said Georganne Chapin, founding director of Intact America, a national group that advocates against circumcision. „A normal foreskin on a normal baby boy is no more threatening than the hymen or labia on your daughter.”

aus: Benefits of Circumcision Are Said to Outweigh Risks

von: RONI CARYN RABIN

in: The New York Times 27.08.2012

http://www.nytimes.com/2012/08/27/science/benefits-of-circumcision-outweigh-risks-pediatric-group-says.html?_r=0

Die Bleiwerte seien für die Kinder der Industriegebiete gar kein Problem, wie Edgar Schoen pontifiziert:

Government agencies are telling people that childhood lead poisoning is often named as the leading environmental threat to our children. This conclusion is not accepted by most practicing physicians, who almost never see a case of symptomatic lead poisoning. Most pediatricians who practice in a large medical group in an urban area see environmental threats daily. These include poverty, violence, homelessness, family dysfunction, abuse, teenage pregnancy, drugs, and alcohol–but they have not included symptomatic lead poisoning. Most physicians do not accept current proclamations about the importance of childhood lead poisoning: the nation’s pediatricians did not comply with 1991 recommendations of the Centers for Disease Control and Prevention (CDC) for annual, universal childhood BPb screening

http://realneo.us/best-way-to-eliminate-bad-climate-science

[2] Man was created alone and he dies alone; the Islamic aspiration is to preserve this solitude in its metaphysically irreplaceable aspects. It aims to restore to man his primordial solitude before God, or said differently, it wants to bring man back to his spiritual integrity and to his totality. Islam is in a sense an organized eremitism.

http://sunnainstitute.com/wp/no-monasticism-in-islam/

Die ʿAqīda ist das Konvolut des durch den einzelnen Menschen gespürten und öffentlich vernehmlich bekundeten Anteils der unteilbaren Schöpfungsgesetzlichkeit (Scharia), der Fiqh die jenseitszentrierte und vor dem ewigen Feuer vielleicht bewahrende Rechtspraxis und Gerichtspraxis, Adab, zentraler Begriff bei Syed Muhammad Naquib al-Attas vom ISTAC (Kuala Lumpur), bedeutet Disziplin oder Zucht (ohne ‘Aqida kein Islam, ohne Fiqh kein Islam, ohne Adab kein Islam).

A short lesson taught by Shaykh Naeem will also occur covering basics in Aqeedah, Fiqh, and Adab.

http://sunnainstitute.com/wp/curriculum/

[3] Hišām bin Muḥammad bin as-Sāʾib al-Kalbī (737-819) überliefert im Kitāb al-Aṣnām das von Arabiens Göttervielfalt erzählende Prophetenwort: I have offered a white sheep to al-’Uzza, while I was a follower of the religion of my people.

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/uzza.htm

aus: THE BOOK OF IDOLS: BEING A TRANSLATION FROM THE ARABIC OF THE KITAB AL-ASNAM, by: HISHAM IBN-AL-KALBI, translated with introduction and notes by: NABIH AMIN FARIS (1952)

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/

Das „Götzenbuch“ von Ibn al-Kalbi

http://de.wikipedia.org/wiki/Altarabische_Gottheiten#Das_.E2.80.9EG.C3.B6tzenbuch.E2.80.9C_von_Ibn_al-Kalbi

Kitāb al-Aṣnām (Book of Idols), Beispielblatt, 12. Jahrhundert

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/3/36/Asnam-2.JPG

„Gebräuche des heidnischen Arabiens, die viele alte, charakteristische Formen dieser Religionsstufe überliefern“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ibn_al-Kalb%C4%AB#Werke

Löwentempel zu Petra, der ʿUzzā geweiht

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/40/Temple_of_Winged_Lions%2C_Petra.jpg

[4] The Use of Male Circumcision to Prevent HIV Infection

A statement by Doctors Opposing Circumcision

… Stephen Moses, Daniel T. Halperin, and Robert C. Bailey are other well known North American promoters of male circumcision. …

Randomized controlled trials. After the failure of observational studies to show a clear protective effect, circumcision advocates obtained funding from the United States National Institutes of Health to conduct randomized controlled trials (RCTs) in Africa. Three RCTs to study the value of male circumcision in reducing HIV infection have been conducted in Africa since the publication of the Cochrane Review. The studies were intended to find out if circumcision is an effective intervention to prevent female-to-male HIV infection. A RCT under the supervision of Bertran Auvert, French circumcision proponent, was carried out in Orange Farm, South Africa; a RCT was carried out in Kenya under the supervision of North American circumcision proponent Robert C. Bailey and Stephen Moses; and a RCT was carried out in Uganda under the supervision of North American circumcision proponent Ronald H. Gray. Dr. Auvert has been a circumcision proponent since at least 2003. Professor Moses has been an advocate of circumcision at least since 1994. Professor Bailey has been a circumcision advocate since at least 1998 …

http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/HIVStatement.html

Circumcision and HIV – the Randomised Controlled Trials

‘Circumcision Vindicated At Last!’ ? – hardly

So far as we know, the results of the three trials [Orange Farm, Südafrika, Auvert; Kisumu, Kenia, Bailey & Moses; Rakai, Uganda, Gray, Quinn, Wawer] are nowhere else presented side by side. Their figures are not always presented in comparable formats.

http://www.circumstitions.com/HIV-SA.html

Glenda Gray et al. berufen sich auf Halperin und Bailey

http://www.samj.org.za/index.php/samj/article/view/5682/3928

Zahlenjonglieren zu den grotesk aufgebauten, teilweise aus ethischen Bedenken eilig abgebrochenen sowie anschließend verbissen beschneidungsfreundlich interpretierten Studien. Spielen mit Furcht und Hoffnung, bedarfsweise der Hoffnung auf schnelles Geldverdienen. Hokuspokus bei UN und WHO.

Factors associated with the safety of voluntary medical male circumcision in Nyanza province, Kenya

Amy Herman-Roloff , Robert C Bailey & Kawango Agot

Medical male circumcision is the surgical removal of the foreskin of the penis by a trained health professional. The results of three randomized controlled trials (RCTs) have demonstrated that medical male circumcision reduces the incidence of infection with Type 1 human immunodeficiency virus (HIV-1) in heterosexual men by at least one half. As a result, the World Health Organization and the Joint United Nations Programme on HIV/AIDS recommend voluntary medical male circumcision (VMMC) as one component of a comprehensive preventive strategy in regions with low male circumcision rates and a high prevalence of HIV-1 infection and where heterosexual sex is the main mode of transmission. …

Bulletin of the World Health Organization 2012;90:773-781. doi: 10.2471/BLT.12.106112

http://www.who.int/bulletin/volumes/90/10/12-106112/en/index.html

Der Kreuzzug der Beschneider marschiert ungerührt weiter und macht auch vor Fakten nicht halt. Die seit wenigen Jahren endlich nicht ganz so sehr so beschneidungswillige AAP soll doch bitte ihre Haltung anpassen und Lehren aus den randomisierten Studien zu Kisumu (Kenia) und Rakai (Uganda) ziehen. Gibt es denn nicht allüberall noch andere schlimme Bakterien? Die Massenbeschneidung Erwachsener muss jetzt für Afrika und die Neugeborenenbeschneidung für die USA empfohlen sein. Eingestellt bei den global aktiven Beschneidungsfreunden des National Center for Biotechnology Information (NCBI)

Male Circumcision for the Prevention of Acquisition and Transmission of Sexually Transmitted Infections. The Case for Neonatal Circumcision

Aaron A. R. Tobian, Ronald H. Gray, Thomas C. Quinn

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2907642/

Zwei Superlative sollen locken, doch nicht alles was sensationell alt (oldest) und in höchstem Maße üblich (most common) ist sollten wir beibehalten.

Male circumcision (MC) involves the removal of all or part of the foreskin of the penis. MC is one of the oldest and most common surgical procedures in the world. It is undertaken for religious, cultural, social, or medical reasons. …

Offenbar ist nichts zu unsinnig um nicht doch irgendwann geglaubt zu werden. Der Mythos Beschneidung gegen Peniskrebs lebt.

to educate and share with its citizens the knowledge regarding the protective effect of VMMC for prevention of HIV, other sexually transmitted diseases and penile cancer …

This publication is made possible by the generous support of the United States Agency for International Development (USAID)

Broschüre von Oktober 2012, eingestellt beim amerikanischen und den Text mit herausgebenden Management Sciences for Health (MSH)

http://www.msh.org/sites/msh.org/files/2012_dec_vmmc_brief_email.pdf

[5] Endlich Mann geworden! Feldforschungsstudie aus dem innersten Europa. In einem rituellen Spaziergang werden die frischen Initiationswunden dem herabschauenden ewigen Himmel und dem hingerissenen germanischen Frauenvolk präsentiert. Die keine Gesichtsnarben benötigenden Frauen des Kulturkreises dürfen den Penis äh den scharfen Degen nie berühren, doch schwul sein dürfen die Kerle um Himmels Willen auch nicht.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0d/M%C3%BChlberg_-_Renommierbummel.jpg

Männerbund. Die Zeit der nicht zuletzt sexuellen Unreife ist überwunden, Erlösung ist gekommen und die Haut zerfetzt. Einen Penis besitzen, endlich Blut sehen und nun ganz Mann sein.

THE FIRST WOUND, Zeichnung von Walter Francis Brown (1853-1929) für Mark Twain (A Tramp Abroad), zuerst 1880.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ab/Brown_-_The_First_Wound.jpg

Verachtung den übergroßen männlichen Kindern mit der heilen Haut, so seht, der Mann hier hat seine Ehre verteidigt und neue Ehre gewonnen. Die Chronologie der Duelle und die Ehrbilanz nachvollziehbar zu dokumentieren d. h. in die Haut zu gravieren erspart das Mitführen von Tagebuch, Jahresabrechnung und Personalausweis.

An 1896 picture of a German Corpsstudent (Adolf Hoffmann-Heyden, 1877-1964), showing an extensive fresh fencing scar and some minor old ones.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b7/Adolf_Hoffmann-Heyden.JPG

Gesicht des Nationalsozialisten Otto Skorzeny (Lebe gefährlich) mit unübersehbarer Duellnarbe. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Skorzeny Berater des argentinischen Präsidenten Juan Perón und des ägyptischen Staatschefs Nasser sowie Spanien Gründer des neonazistischen Arbeitskreises CEDADE (Círculo Español de Amigos de Europa). 1975, bei seiner Beerdigung in Wien salutierten die „alten Kameraden“ mit dem Hitlergruß.

Otto Skorzeny, a lieutenant colonel in the Waffen-SS, is seen here with his notable dueling scar.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2f/Bundesarchiv_Bild_101III-Alber-183-25%2C_Otto_Skorzeny.jpg

[6] Ob Halacha oder Scharia, Jungenbeschneidung ist Himmelsgesetz:

Außerhalb der biblischen Erzählungen und davon abhängigen Traditionen gibt es keine Nachweise für die Existenz Abrahams. Die in den Abrahamserzählungen erwähnten historischen Verhältnisse erlauben auch keine eindeutigen Rückschlüsse auf den zeitgeschichtlichen Hintergrund der biblischen Erzählungen. Die Zeit, in welcher die Abraham-Erzählungen des Tanach stattfinden, wird im Allgemeinen mit dem Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. angesetzt. Die Archäologen Finkelstein und Silberman verweisen auf einige Anachronismen im Text, die darauf schließen lassen, dass die Erzählungen in einer viel späteren Zeit entstanden sind.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham#Historische_Einordnung

Auditory hallucination

http://en.wikipedia.org/wiki/Auditory_hallucination

Abu Huraira, (…), berichtete, daß der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: “Zur Fitra (bei Erschaffung des Menschen) gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Auszupfen der Achselhaare.” [BUCHARI:1216]

http://www.enfal.de/hitan.htm

Sahih Buchari (Kapitel Libas – Die Kleidung, Hadith Nummer 5890) stellt den Willen Allahs fest: „Zur Fitra gehört das Abrasieren der Schamhaare, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Kurzschneiden des Schnurrbarts“, um zu präzisieren: „Zur Fitra gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Auszupfen der Achselhaare (Nr. 5891).

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2007/11/04/010/

Narrated Abu Huraira:

I heard the Prophet (…) saying. “Five practices are characteristics of the Fitra: circumcision, shaving the pubic hair, cutting the moustaches short, clipping the nails, and depilating the hair of the armpits.”

Reference: Bukhari 5891

In-book reference: Book 77, Hadith 106

USC-MSA web: Vol. 7, Book 72, Hadith 777

http://sunnah.com/bukhari/77

Das wäre allerdings ohne Zahnhölzchen (miswāk, māsawīk, auch Siwāk genannt), hier ist die frühmittelalterliche Zahnbürste, abgebrochen vom Arak oder Zahnbürstenbaum (Salvadora persica) und am als Bürste vorgesehenen Ende etwas weichgekaut, auch bei den fünf Sachen dabei:

1257. Abu Hurayra reported that the Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, said, “Five things are included in the fitra: trimming the moustache, cutting the nails, shaving the public hair, plucking the armpits, and using the siwak (arak stick for cleaning the teeth).”

http://www.sunnipath.com/library/Hadith/H0003P0051.aspx

Ebenfalls bei Buchari (Seite 1) gehören mit Bartwachsenlassen, Zahnhölzchenbenutzen usw. sogar zehn Dinge zur Fiṭra

http://www.fataawa.de/Fatawaas/4.Fiqh/4.Sitten%20&%20Tradition/1.Bekleidung,%20Schmuck%20&%20Verzierung/0183.pdf

http://www.enfal.de/hitan.htm

Hier einmal zehn Taten doch ohne die Zirkumzision zu nennen:

‘Aisha reported:

The Messenger of Allah (may peace be npon him) said: Ten are the acts according to fitra: clipping the moustache, letting the beard grow, using the tooth-stick, snuffing water in the nose, cutting the nails, washing the finger joints, plucking the hair under the armpits, shaving the pubes and cleaning one’s private parts with water. The narrator said: I have forgotten the tenth, but it may have been rinsing the mouth.

Sahih Muslim 261a, Book 2, Hadith 71

USC-MSA web: Book 2, Hadith 502

http://sunnah.com/muslim/2/71

Islamic FGM

Khafḍ or khifāḍ

Ḫafḍ oder ḫifāḍ

http://www.paulyonline.brill.nl/entries/encyclopaedia-of-islam-2/khafd-SIM_4132

Mohammed sprach zur muqaṭṭiʿa al-buẓūr (amputatrice di clitoridi, coupeuse de clitoris) Umm ʿAṭiyya

أشمِّي ولا تنهَكي

ašimmī wa-lā tanhakī

[Cut] slightly and do not overdo it

[Schneide] leicht und übertreibe nicht

اختفضن ولا تنهكن

iḫtafiḍna wa-lā tanhikna

Cut [slightly] without exaggeration

Schneide [leicht] und ohne Übertreibung

Islamic MGM

Sunni Islam

Amongst Ulema (Muslim legal scholars), there are differing opinions about the compulsion of circumcision in Sharia (Islamic law). Imams Abū Ḥanīfa, founder of the Hanafi school of Fiqh (Islamic jurisprudence), and Malik ibn Anas, maintain that circumcision is a Sunnah Mu’akkadah—not obligatory but highly recommended. The Shafi`i and Hanbali schools see it as binding on all Muslims.

Shia Islam

Most Shia traditions regard the practice as obligatory. They rely on sayings that come from classical Shia authors. In one narration Muhammad was asked if an uncircumcised man could go to pilgrimage. He answered “not as long as he is not circumcised”. They quote Ali as saying: “If a man becomes Muslim, he must submit to circumcision even if he is 80 years old“. Another narration from Al-Sadiq says: “Circumcise your sons when they are seven days old as it is cleaner (athar) and the flesh grows faster and because the earth hates the urine of the uncircumcised”. It is also believed that the urine of the uncircumcised is impure, while if one prays with unclean genitals their prayer may not be considered as acceptable, even of those who have been circumcised, meaning that it may have to be repeated again at a time when the believer has purified themselves and removed the impurity. Another hadith of Muhammad states: “the earth cries out to God in anguish because of the urine of the uncircumcised“, and that “the earth becomes defiled from the urine of the uncircumcised for forty days“.

http://en.wikipedia.org/wiki/Khitan_%28circumcision%29

1244. Abu Hurayra reported that the Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, said, “Ibrahim, may Allah bless him and grant him peace, was circumcised when he was eighty years old. He was circumcised with an axe (qadum).”

http://www.sunnipath.com/library/Hadith/H0003P0051.aspx

In der Zwölfer-Schia gilt die Verwendung des Siwāk als empfohlen (mandūb). Die in Deutschland erhältlichen Muster werden meist aus Pakistan importiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Miswak

Deine rechte Hand um Gottes Willen weg vom Penis:

• “Whenever anyone of you makes water (urinates) he should not hold his penis or clean his private parts with his right hand.” (Sahih Bukhari, 1.4.156)

• “When anyone amongst you enters the privy he should not touch his penis with his right hand.” (Sahih Muslim, 2.0512)

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_views_on_oral_sex#On_touching_the_penis

Die Linke ist zum Beseitigen der Verunreinigung geeignet, big brother is watching you und der Himmel guckt in dein Badezimmer:

He should not touch his penis with his right hand when urinating, because the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) said: „When any one of you urinates, he should not hold his penis in his right hand or clean it with his right hand; and (when drinking), he should not breathe into the vessel.” (Reported by al-Bukhaari, 150).

He should not remove najaasah (impurity) with his right hand; the left hand should be used for this purpose, because of the hadeeth quoted above, and because the Prophet (…) said: „When any one of you wipes himself, he should not use his right hand.” (Reported by al-Bukhaari, 5199).

fatwa No. 2532

Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid

http://islamqa.info/en/2532

Does it become void by touching the penis?

https://www.usc.edu/org/cmje/religious-texts/hadith/abudawud/001-sat.php

Tote verunreinigen rituell, das kann sich ein eventueller Kohen (pl. Kohanim) nicht leisten. Da heißt es auf Nummer sicher gehen, man könnte über ein Gräberfeld fliegen.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2307713/Pictured-Orthodox-Jewish-man-covers-PLASTIC-BAG-flight.html

Kohen

http://en.wikipedia.org/wiki/Kohen

very jewish:

Hans wird verboten, seinen Penis zu berühren, d. h. auch jegliche Masturbation wird untersagt bzw. negativ sanktioniert und im Übrigen verächtlich gemacht. … Hans darf seinen Penis aber wegen noch etwas nicht berühren: er ist jüdisch und es gibt im Judentum orthodoxe Richtungen, bei denen allen Männern, bis sie verheiratet sind, untersagt ist, ihren Penis auch nur beim Pinkeln anzufassen. … nach der Heirat … darf der Mann seinen Penis beim Pinkeln anfassen

aus: Der kleine „Hans“

auf: Erfahrungstier 29.10.2012

http://erfahrungstier.blogsport.de/2012/10/29/2/

„Der kleine Hans“ war der spätere Opernregisseur Herbert Graf (1903-1973), Sohn des Musikhistorikers und -kritikers Prof. Max Graf. Mit elterlicher Erlaubnis war das Kind Studienobjekt für Sigmund Freud.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/Freud_hans.jpg

Kosher Sex

http://jewishwebsight.com/bin/experts.cgi?koshersex

Neither the Avesta nor the Zoroastrian Pahlavi texts mention circumcision or any other form of ritual alteration of the genitals, from which it may be concluded that circumcision was not practiced in Persia before the advent of Islam.

http://www.iranicaonline.org/articles/circumcision

Sie kommen. Invasion der Vorhäute. Es werden immer mehr. Don`t tell Khamenei & Ahmadinejad, demnächst auch in Teheran ganz viel پیش پوست (غلفه), Vorhaut:

http://fa.wikipedia.org/wiki/%D9%BE%DB%8C%D8%B4%E2%80%8C%D9%BE%D9%88%D8%B3%D8%AA

[7] The Arabic word bazr does not mean “prepuce of the clitoris”, it means the clitoris itself (cf. the entry in the Arabic-English Dictionary). The deceptive translation by Nuh Hah Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law, given by ‘Umdat al-Salik, that circumcision of girls by excision of the clitoris is mandatory. This particular form of female circumcision is widely practiced in Egypt, where the Shafi’i school of Sunni law is followed.

http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

‘Umdat as-Salik wa ‘Uddat an-Nasik (Reliance of the Traveller and Tools of the Worshipper, also commonly known by its shorter title Reliance of the Traveller) is a classical manual of fiqh for the Shafi’i school of Islamic jurisprudence. The author of the main text is 14th-century scholar Shihabuddin Abu al-’Abbas Ahmad ibn an-Naqib al-Misri (AH 702-769 / AD 1302–1367). Al-Misri who based his work on the previous Shafi’i works of Imam Nawawi and Imam Abu Ishaq as-Shirazi. Ibn Naqib follows the order of Shirazi’s al-Muhadhdhab (The Rarefaction) and the conclusions of Nawawi’s Minhaj at-Talibin (The Seeker’s Road). This work consists of the soundest positions of the Shafi’i school.

http://en.wikipedia.org/wiki/Reliance_of_the_Traveller

[8] In the United States, those rates have declined today to about 55%, from a high of almost 80% during the 1970s and ’80s. In Europe, only 10% of boys are circumcised. …

While 75% of boys born in the Midwest in 2009 had a circumcision, only 25% of boys born in the West that same year were circumcised

aus: Circumcision Rates Vary Widely in U.S.

von: Paul Berger

auf: The Forward (The Jewish Daily Forward) 20.08.2012

http://forward.com/articles/161642/circumcision-rates-vary-widely-in-us/?p=all

The Forward is a legendary name in American journalism and a revered institution in American Jewish life. Launched as a Yiddish-language daily newspaper on April 22, 1897, the Forward entered the din of New York’s immigrant press as a defender of trade unionism and moderate, democratic socialism. The Jewish Daily Forward quickly rose above the crowd, however; under the leadership of its founding editor, the crustily independent Abraham Cahan, the Forward came to be known as the voice of the Jewish immigrant and the conscience of the ghetto. It fought for social justice, helped generations of immigrants to enter American life, broke some of the most significant news stories of the century, and was among the nation’s most eloquent defenders of democracy and Jewish rights.

http://forward.com/about/history/

[9] Mythos Beschneidung gegen AIDS

Male circumcision for HIV prevention: publications

http://www.who.int/hiv/pub/malecircumcision/en/

Joint strategic action framework to accelerate the scale-up of voluntary medical male circumcision for HIV prevention in Eastern and Southern Africa

2012-2016

Editors: WHO; UNAIDS

Number of pages: 36

Publication date: November 2011

http://www.who.int/hiv/pub/strategic_action2012_2016/en/index.html

Hier der Text, download

Countries will lead implementation of VMMC, and international partners will collaborate with them. …

Die männlichen Jugendlichen Afrikas genitalverstümmeln, ganz freiwillig:

Identify approaches to integrate and expand VMMC services for adolescent males.

While focusing resources on the catch-up phase, it is important at the same time to identify approaches to reach new cohorts of adolescents and to refine the service delivery package. VMMC should be integrated into youth-friendly sexual and reproductive health services; liaison with school curricula, sports and other programmes should be established. There may be a need to review, revise or develop an appropriate policy or guidance with respect to informed consent for minors.

Die afrikanischen männlichen Säuglinge genitalverstümmeln im Kampf gegen AIDS, wieviel Freiwilligkeit gegeben ist, erster Buchstabe von VMMC, ist nicht so wichtig:

Integrate into early infant care.

At the same time that countries take immediate steps to implement catch-up initiatives for men ages 15–49 years and programmes to reach young males who transition into mid-adolescence and adulthood, efforts should be made to begin integrating the routine offer of VMMC into early infant care services. Countries may need to review, develop, revise and implement policies and strategies in this area and to integrate VMMC with key programmes such as sexual and reproductive health and maternal, newborn and child health (MNCH) services. Countries should share lessons on creating social norms around neonatal circumcision as part of essential health services.

http://whqlibdoc.who.int/unaids/2011/JC2251E_eng.pdf?ua=1

Gesteuert aus den USA und ohne rot zu werden. Der Weiße Mann bringt der Kolonie Wohltaten. Sinnlose Hoffnungen, Glasperlen und Zirkumzisionen den Afrikanern.

KISUMU, 17 November 2009 (IRIN) – The Kenyan government is expanding services to meet the growing demand for voluntary medical male circumcision after the launch of a national campaign a year ago.

“We believe the launch of a rapid results initiative to scale up what we are already offering will help meet the demand; our target is an ambitious one to see to it that at least 1.1 million of the uncircumcised men in this country get the cut by the end of five years,” said Jackson Kioko, director of medical services in western Nyanza Province.

Results of three random trials in South Africa, Kenya and Uganda in 2005 and 2006 demonstrated that medical male circumcision reduced the risk of HIV infection among men by up to 60 percent. …

Der aus den Studien von Kenia und Uganda herausgequetschte Unfug mit den bis zu 60 % wird einfach immer wieder abgedruckt.

An den Rohstoff für Apligraf, Vavelta & Co. heranzukommen geht nur per Säuglingsbeschneidung:

“We will, in the near future, offer infant medical circumcision; this has the potential to help people in time before their sexual debut.”

http://www.irinnews.org/report/87074/kenya-the-million-man-cut

Standing before an audience of 500 in the western city of Kisumu, including Prime Minister Raila Odinga, three government ministers and an MP said they had secretly undergone the operation. … “All there is to circumcision is availing your male organ for the foreskin to be removed, like ‘ting’ [snip] and it is all over,” he said.

BBC 23.08.2008

http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/7584269.stm

NAIROBI, September 25 – The Luo community seems to have embraced scientific research into the relation between male circumcision and HIV/Aids. The research findings as presented at a conference in Kisumu last weekend tabled statistical evidence showing that male circumcision reduces chances of the male contracting HIV Aids by over 60 percent.

Dr. Valiere Alcena, an adjunct professor of medicine at New York Medical College, is arguably the first physician to hypothesize (over 20 years ago) that the lack of male circumcision in Africa and other places was partly responsible for spreading the HIV/AIDS virus. His theory was finally supported by the World Health Organization and UNAIDS in 2007. Dr. [Alcena]‘s inspiring story is written in the October issue of the Black Enterprise Magazine.

http://www.ajabuafrica.com/Luos%20To%20Embrace%20Male%20Circumsicion.html

2004/2005, sachlich und plausibel räumen Van Howe, Svoboda et al. den mythischen Schutt der peniszentrierten und gesundheitsgefährdenden Esoteriker Alcena und Fink beiseite:

This is not the first time that circumcision has been promoted as a panacea for an incurable disease. As a medical procedure, circumcision was first introduced in the nineteenth century in English-speaking countries as a means of preventing and ‘curing’ masturbation, which was then believed to cause everything from epilepsy, insanity, tuberculosis, spinal paralysis, to hip dysplasia. As the germ theory of disease developed and the understanding of disease processes improved, the true aetiologies of the illnesses for which circumcision was believed to hold the cure were elucidated. During the Cold War, mass involuntary circumcision of the newborn was implemented in the USA, giving the practice a cultural foothold. New medical-sounding justifications, however, were sought to justify its continued use as a routine neonatal surgery since the traditional justifications for preventing masturbation and ‘nervous diseases’ were no longer as persuasive to the public or the medical profession. The prevention of cancer, sexually transmitted diseases (STDs) and urinary tract infections were each in turn invoked to justify infant male circumcision, although the medical evidence supporting such claims ranged from paltry to imaginary.

A clear pattern has emerged: any incurable disease that happens to be the focus of national attention at any given time will be used by US circumcision advocates as an excuse for the continued imposition of mass circumcision. In the 1870s, epilepsy was the focus of national attention, so circumcision advocates claimed that circumcision could cure and prevent epilepsy. In the 1940s, STDs were the focus of national attention, so circumcision advocates claimed that circumcision could cure and prevent the spread of STDs. Likewise in the 1950s, cancer was the focus of national attention, and again circumcision advocates claimed that circumcision could cure and prevent a variety of cancers including penile cancer, cancer of the tongue, prostate cancer, rectal cancer and cervical cancer. Since the late 1980s, HIV and AIDS have become the focus of national attention, and circumcision advocates have, predictably, claimed that circumcision can prevent HIV infection.

the HIV/AIDS pandemic is merely the latest incarnation of a 130-year-old pattern of circumcision promotion by a small, but very influential, portion of the medical community in circumcising first world countries

The idea that circumcision can prevent AIDS was developed by Fink [Aaron J. Fink], a long-time advocate of mass circumcision. Fink introduced the hypothesis in a letter to the New England Journal of Medicine, which he later admitted was based purely on speculation rather than hard data.

Van Howe, Robert; J. Steven Svoboda, Frederick M. Hodges, (November 2005). “HIV infection and circumcision: cutting through the hyperbole”. Journal of the royal society for the promotion of health (Review)

http://www.cirp.org/library/disease/HIV/vanhowe2005a/

AUSTRALIEN

Conclusion: Our conclusion is that such proposals ignore doubts about the robustness of the evidence from the African random-controlled trials as to the protective effect of circumcision and the practical value of circumcision as a means of HIV control; misrepresent the nature of Australia’s HIV epidemic and exaggerate the relevance of the African random-controlled trials findings to it; underestimate the risks and harm of circumcision; and ignore questions of medical ethics and human rights. The notion of circumcision as a ‘surgical vaccine’ is criticised as polemical and unscientific.

Implications: Circumcision of infants or other minors has no place among HIV control measures in the Australian and New Zealand context; proposals such as these should be rejected.

Oktober 2011

Darby R, Van Howe R (October 2011). “Not a surgical vaccine: there is no case for boosting infant male circumcision to combat heterosexual transmission of HIV in Australia”. Aust N Z J Public Health (Review) 35 (5): 459–65.

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1753-6405.2011.00761.x/abstract;jsessionid=AD69063AD0825A05146DFE2200EE17FD.f01t02

[10] When Nelson was 16 years old he was told by the regent that it was time for him to become a man. With his Xhosa knowledge he knew this meant one thing: circumcision. An uncircumcised Xhosa is not considered a man and cannot inherit his father’s wealth. It represents the formal incorporation of males into a society. The circumcision ceremony was arranged for Justice, however 25 other boys went to keep him company. It is custom that one must perform a daring exploit before circumcision, so two days prior Nelson and his friends stole a pig. The night before, there is a ceremony of singing and dancing with some of the women. At dawn, preparations began. They bathed in the cold river to symbolize purification. They had to all stand in a row while drums began to make noise. Crying or flinching was a sign of weakness. A man must suffer in silence, no pain relievers are used. They had to scream “Ndiyindoda!” (I am a man!) His circumcision name was Dalibunga, meaning “Founder of the Bunga”. They then had to bury their foreskins so the wizards could not use them for evil purposes, it was also viewed as burying one’s childhood.

aus: Nelson Mandela and his life as a freedom fighter

“There can be no KEENER REVELATION of a society’s soul than the way in which it treats its children.” Nelson Mandela

Wohl wahr, und nun sind in Südafrika mehr als genug junge Xhosa verblutet und im Busch begraben worden oder haben beim Ritual ihr Geschlechtsorgan teilweise oder ganz verloren.

http://www.mtholyoke.edu/~gardn20a/classweb/earlylife.html

ULWALUKO

Every single initiation season the media writes about complications accompanying the ritual: death, mutilation, physical abuse and torture. The magnitude of these complications is horrific: from 1995 till now 825 boys have lost their lives in the mountains and hills of the Eastern Cape. Many others were mutilated or even lost their manhood.

http://ulwaluko.co.za/Home.html

„He took my foreskin, pulled it forward, and then, in a single motion, brought down his assegai. I called out ‘Ndiyindoda!’ I looked down and saw a perfect cut, clean and round like a ring. Immediately after the blow had been delivered, an assistant who followed the ingcibi took the foreskin that was on the ground and tied it to the corner of our blankets. Our wounds were dressed with a healing plant. (…) I count my years as a man from the date of my circumcision.”

Nelson Mandela; Long Walk to Freedom.

http://ulwaluko.co.za/Intro.html

Vorsicht erschreckende Bilder. Wer älter ist als dreizehn Jahre, sich für die Tradition und Gegenwart der Beschneidung interessiert und ein paar Minuten lang schwer verletzte menschliche Körper betrachten will, kann und soll hier durchklicken

http://ulwaluko.co.za/Photos.html

Angesichts der südafrikanischen extremen Verstümmelungen ist der Ruf nach klinischem Beschneiden verständlich, doch eine jede Medikalisierung der HGM (FGM oder MGM) lehnen wir kategorisch ab. Die universellen Menschenrechte gelten auch in Xhosaland.

http://ulwaluko.co.za/Solutions.html

Na geht doch, seit den kriegerischen Jahren zwischen 1815 und 1840 beschneiden die Leute aus Mpondo (Pondoland) und die Zulu nicht mehr nach dem Ulwaluko-Ritual.

Ulwaluko does not belong exclusively to Xhosas. Amampondo and Zulus performed this custom just like xhosas did but chose to suspend this practice during the Mfecane wars.

Vusi

http://www.dispatch.co.za/news/outrage-over-graphic-circumcision-website/

Doch die Zulu fangen wieder an zu beschneiden, tragisch hereingefallen auf das durch den Weißen Mann erzählte Märchen

The King is encouraging Zulu men to be circumcised at medical facilities. Durban, 15 December 2009 (IRIN)

http://www.irinnews.org/report/87441/south-africa-zulu-king-revives-male-circumcision

Wie die Zulu fangen auch die seit hundertzehn Jahren ihre Jungen nicht beschneidenden Leute in Swaziland mit dem Vorhautamputieren an.

“The King is concerned about the HIV/AIDS toll on his nation. The delegations are discussing how circumcision could be adopted as government policy before it is introduced in government hospitals,” said Ndabezinhle Sibiya, spokesman for the KwaZulu-Natal Premier, Dr Zweli Mkhize.

The practice has been out of favour among Zulus since the 19th century, when King Shaka banned it because he believed it robbed his army of warrior-age men for months at a time, but South Africa’s Xhosa and Sotho peoples undergo traditional circumcisions as a rite of passage into manhood.

Circumcision is already being promoted as a weapon in the fight against HIV/AIDS in other southern African countries. In Swaziland, for example, where the custom of removing the foreskin also died out in the 1900s, young men are lining up at clinics and hospitals for the cut.

http://www.irinnews.org/report/87441/south-africa-zulu-king-revives-male-circumcision

[11] Much has been written and presented, recently, endorsing the effectiveness of male circumcision for HIV prevention. Both WHO and UNAIDS have recommended the implementation of male circumcision interventions in places of high HIV prevalence and low male circumcision.

From a faith-based perspective Catholic Medical Mission Board (CMMB) has taken a leadership role in promoting male circumcision for HIV prevention …

and presented the conclusions of a brainstorming meeting on male circumcision and ASRH held in Geneva, February 2007, which was a precedent to this meeting. All three presentations concluded that male circumcision presents opportunities for HIV prevention in sub-Saharan Africa …

7.3 Male Circumcision Services under Christian Health Association of Lesotho (CHAL).

7.5 Christian Health Association of Malawi (CHAM) Male Circumcision Services.

7.8 The Male Circumcision programme of Methodist Church of Kenya, Kagaa Synod, Meru.

Ensuring that the strategies developed provide adolescent safe male circumcision services that are culturally sensitive, and ensure that the strategies give adequate attention to the values and norms of communities that do and do not traditionally circumcise adolescent boys

Documenting and sharing good practice, in order to contribute to the development and scaling up of male circumcision for adolescent boys for HIV prevention

http://www.cmmb.org/pdfs/male_circumcision.pdf

[12] I cannot support circumcision with any conviction, just because it has always been held in high regard. It remains a barbaric, bloody act, which fills the father with anxiety and subjects the mother to morbid stress. The idea of sacrifice, which once consecrated the procedure, has certainly vanished among us, as it should. It is a brutal act that does not deserve continuation. No matter how much religious sentiment may have clung to it in the past, today it is perpetuated only by custom and fear, to which surely we do not want to erect temples.

http://intactnews.org/node/142/1327690351/progressive-rabbis-creating-jewish-covenant-without-circumcision

Abraham Geiger … ein deutscher Rabbiner. Er war einer der ersten und wichtigsten Vordenker des Reformjudentums sowie ein bedeutender jüdischer Gelehrter im Bereich der Wissenschaft des Judentums.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Geiger

Leopold Zunz … Seit seiner Jugend dem demokratischen Liberalismus verpflichtet, schloss er sich während der Revolution von 1848 der demokratischen Bewegung an und wurde mehrmals zum Wahlmann für die Parlamentswahlen gewählt. … Im Vorwort, das von der Regierung zensiert wurde, forderte Zunz das Recht der Juden auf deutsche Staatsbürgerschaft sowie die institutionelle Förderung der Wissenschaft des Judentums.

http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Zunz

Da ich als angehender Theologe solche Meinungen nicht frei äußern darf, so ersuche ich Sie, diesen Brief geheim zu halten.

Geiger an Zunz im Brief vom 22.04.1831. Zitiert bei Geigers Sohn Ludwig in dessen 1910 erschienenem Abraham Geiger. Leben und Lebenswerk, Seite 2.

http://books.google.de/books?id=7KTtsWg0aycC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[13] A newborn in New York who underwent his ritual circumcision rite is undergoing treatment for neonatal genital herpes, according to the Forward, contracted after metzitzah b’peh [MBP], in which the ritual circumciser places his mouth directly on the child’s circumcision wound to revive the shocked blood stream. …

At least 11 boys contracted herpes between 2004 and 2011, according to New York City health officials. Two died from the disease and two others suffered brain damage.

http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/ny-newborn-contracts-herpes-after-metzitzah-bpeh/2014/02/03/

01.04.2013 – In September 2011, a two-week old boy died at Maimonides after contracting herpes following MBP, according to the city medical examiner.

Are New York Hospitals Hiding Herpes From Metzitzah B’Peh Circumcision Rite?

Refuse To Respond to Claims Made by Yeshiva U. Rabbi

http://forward.com/articles/174081/are-new-york-hospitals-hiding-herpes-from-metzitza/

About 117 boys die each year in the United States as a result of their circumcision, most from infections or blood loss.

Bollinger, D. Lost Boys: An Estimate of U.S. Circumcision-Related Infant Deaths. Thymos: J Boyhood Studies, 2010;4(1), 78-90.

http://circumcisiondecisionmaker.com/circumcision-facts/

Pioniere, in deren Umfeld mit der Brit schalom für den acht Tage alten jüdischen Jungen ein würdiges und kinderfreundliches neues Ritual gestiftet worden ist, das auf eine Genitaloperation verzichtet.

Jewish Doctors Against Circumcision

Dean Edell, M.D.

Paul M. Fleiss, M.D.

Ronald Goldman, Ph.D

Richard Lieberman, M.D.

Mark Reiss, M.D.

Richard Schwartzman, D.O.

http://www.beyondthebris.com/

[14] Tying Jewish survival and identity to circumcision underestimates Judaism’s power and ignores its purpose. It neglects the significance of Jewish ideas and ethical values. Is a man who is circumcised and is a member of a cult or commits immoral acts more of a Jew than an uncircumcised man who is committed to Jewish values and lives an ethical life? Is a circumcised atheist more of a Jew than an uncircumcised believer in one God? Having a body part removed has its effects, but it does not guarantee one will be more religious or more commited to Jewish values.

Ronald Goldman

Circumcision: A Source of Jewish Pain

http://www.jewishcircumcision.org/spectator.htm

In Israel there is no civil marriage and rabbinical courts have jurisdiction over Jewish divorce. So when the father in this case demanded that his son undergo brit milah—religious circumcision—during a divorce-related hearing, the court cited the importance of upholding the biblical covenant. …

Elinor, the mother, was ordered to pay what amounts in U.S. currency to a $140-per-day fine until the boy undergoes brit milah. Elinor (who is among the approximately 40 percent of Israeli Jews that aren’t religious) says she doesn’t want to circumcise her son at all, that he is fine just the way he is. She says medical reasons prevented him from being circumcised at eight days old in keeping with the Jewish tradition, and that as time went on and she learned more about the procedure she decided against it. The boy’s father originally agreed but then made a surprising about-face in court, she says. …

In Israel, where there is no civil marriage, Orthodox rabbis, applying Orthodox religious law, are the only ones who may grant a divorce. It certainly seems like an odd system for those of us in the U.S. where church and state are separate. „They aren’t lawyers, they aren’t professional judges,” Shalev pointed out to me, adding that their powers are limited. She said in this case they are exceeding their authority. „There is no duty under Israeli law to perform male circumcision,” she said.

The rabbinical court system, where women don’t have the same right as men to obtain a divorce, was inherited from the time of the Ottoman Empire and is part of the early politics of the State of Israel. „People mostly accept the tradition and don’t make a big fuss about it,” said Shalev.

http://www.beyondthebris.com/2013/12/ethical-issues-in-israels-bizarre.html

Israeli family law is in the hands of the religious courts, and has been so since the creation of the country. … few people realize that there is also a publicly-funded Sharia court system: some 19% of the population of Israel is Muslim, and naturally they are not expected to have rabbis marry and divorce them. There are eight Sharia courts in Israel: in Jerusalem, Jaffa, Haifa, Be’er Sheva, Nazareth, Acre, Taybeh, and Baka Al Garabiya. … Why does Israel maintain such courts? Because family law is mostly out of the reach of the civil courts. You can’t have a civil marriage in Israel. You can’t even have a civil divorce, even assuming you were married elsewhere. Why not? Because in a civil court, the government will have to acknowledge „miscegenation”, marriages between Jews and non-Jews. …

And so Israel adopted Sharia. Just don’t tell American conservatives.

Yossi Gurvitz, Why Israel imposes Sharia Law

http://972mag.com/why-israel-imposes-sharia-law/5824/

[15] Gary Harryman vergleicht männliche Vorhaut und Klitoris mit Blick auf die gleich hohe Sensitivität, Tanja Hindemith Präputium und Labien zusätzlich in Hinsicht auf die menschliche Embryonalentwicklung. Beide Vergleiche überzeugen und sollten von uns künftig gemeinsam angeführt werden.

Basic Human Genital Anatomy #101

Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see” Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. Lightening speed feedback by somatosensory transduction from such tactile sensitivity gives humans intense pleasure, environmental awareness, and control. Cut off these super-sensitive cells and with lack of awareness comes lack of control. To say that amputation of the clitoris or amputation of the mobile roller-bearing-like portion of the natural penis, and consequently thousands of these specialized nerve cell interfaces, does not permanently sub-normalize a woman’s or a man’s natural capabilities and partially devitalize their innate capacity for gliding action tactile pleasure is grossly illogical denial of the bio-mechanical and the somatosensory facts of human genital anatomy.

Mechanically, the natural vaginal and penile lubricants are kept inside the vagina during male/female intercourse by the organic seal effect of the mobile penile foreskin. The mechanoreceptors in the buried legs of the intact clitoris straddle the entroitus of the vagina and are stimulated by the identical mechanoreceptors in the thick bunching accordion folds of the mobile penile foreskin. The clitoris and the penile foreskin are also intensely vascular – thickening when stimulated. Millions of years of trial and error evolutionary forces have synchronously engineered the human sex organs to function synergistically. We can be sure Nature has evolved (if you prefer, God has created) these differences and duplications for a reason. The brilliantly engineered unaltered female body is the perfect match for the equally brilliantly engineered design of the natural penis; they evolved together to compliment each other and they function collaboratively to achieve two common goals – mutual pleasure and insemination.

A woman can live without the sensitivity of the visible part of her clitoris. A man can live without the mobile and most sensitive part of his penis. But, both men and women are better off with their natural fine-touch parts intact – all of them. And so are their sexual partners.

Gary Harryman

https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

Sowohl Vorhaut als auch Labien haben eine sehr hohe Dichte verschiedener Tast-Körperchen. Das sind spezialisierte Sinneszellen. Dass beide Gewebe gleich aufgebaut sind liegt daran, dass bei der Entwicklung eines Embryos im Mutterleib lediglich das Vorhandensein des Y-Chromosoms bestimmt wie die Form des äußeren Geschlechtsorganes aussieht. Aber eben nur die Form, nicht zwingend die Funktion. Zur Ausbildung der Form wird das gleiche Gewebe benutzt weswegen auch dessen Aufbau gleich ist. Ein Gewebe, das voll mit diesen Tast-Körperchen ist, ist hochempfindlich und erogen. Egal ob es Labie oder Vorhaut heißt. Die Empfindlichkeit beider übertrifft die von Lippen oder Fingerkuppen um ein Vielfaches und [Labie wie Penisvorhaut] bilden damit mit die wichtigsten erogenen Zonen von Mann und Frau. Es ist also keinesfalls zynisch oder unsachlich, wenn die Gegner der Beschneidung darauf hinweisen, sondern Stand der modernen Medizin, den jeder Medizinstudent in der Vorklinik lernt.

Tanja Hindemith im offenen Brief vom 20.07.2012 an Christine Lambrecht

http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/07/20/beschneidungsdebatte-fehlinformationen-ohne-ende/

189. Sitzung vom 19.07.2012

Lambrecht, Christine (SPD)

ZP.1) Beratung Antrag CDU/CSU, SPD, FDP

Rechtliche Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen

- Drucksache 17/10331 –

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/17/17189.pdf#P.22830

Maximilian Stehr: „Wir reden hier nicht über einen läppischen Eingriff! Untersuchungen zeigen, dass es bei jedem fünften Säugling nach der Operation Probleme gibt. Sie sind zum Teil so schwerwiegend, dass noch einmal operiert werden muss. Es gibt Nachblutungen, Narben, häufig später eine Verengung der Harnröhrenöffnung, und sogar teilweise Amputationen des Gliedes habe ich gesehen. Abgesehen davon dürfen wir mögliche Auswirkungen auf die Sexualität nicht außer Acht lassen, über die immer wieder von Betroffenen berichtet wird.

Die Vorhaut stellt letztlich eine erogene Zone dar. Die schneidet man einfach weg. Das bleibt doch nicht folgenlos. Männer, die später beschnitten wurden und damit einen Vorher-nachher-Vergleich haben, berichten daher auch von einer geringeren Sensibilität nach dem Eingriff.“

aus: „Eingriff dient nicht dem Kindeswohl“

in: ksta 19.07.2012

Anmerkung

Ärzte wie Dr. Maximilian Stehr dürfen keinem Patienten wissentlich Schaden zufügen, auch wenn er noch so sehr darum bittet. Dass sich der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Kinderurologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, obwohl so gut zu den Schäden der Zirkumzision informiert, für die Erfüllung des Kinderwunsches auf Beschneidung stark macht und offen zugibt, einen 14- oder 16-jährigen Jungen nach einem Gespräch gerne beschneiden zu lassen, ist ethisch unakzeptabel.

„Wenn Eltern mit ihren 14- oder 16-jährigen Söhnen zu mir kommen und der Junge die Beschneidung will, dann habe ich nichts dagegen“, mit dieser Einstellung müsste Stehr auch Mädchen beschneiden lassen, wenn er nicht gegen das Gleichbehandlungsbgebot verstoßen will.

Kind ist nach Maßgabe der UN-Kinderrechtskonvention der Mensch unter 18 Jahren. Schluss mit der Diskussionsbereitschaft mit den Islamverbandsvertretern über das zu tolerierende genaue jugendliche Beschneidungsalter, keine Beschneidung unter achtzehn!

http://www.ksta.de/politik/urologe–eingriff-dient-nicht-dem-kindeswohl-,15187246,16663144.html

Maximilian Stehr, ein großer Kämpfer für die Beschneidung auf Kinderwunsch:

„Dazu bedarf es aber zwingend an Einsichtsfähigkeit über die Tragweite, Risiken und Nebenwirkungen seitens des Kindes oder des Jugendlichen selber. Das ist erst mit 14 oder 16 Jahren gegeben. … Man kann es nur so regeln, dass die Religionsgemeinschaften sich darauf verständigen können, dass man diesen Akt tatsächlich verschiebt in eine Zeit, wenn das Kind einwilligungs- oder konsensfähig ist.“

DW 25.07.2012

http://www.dw.de/stehr-niemals-schaden-zuf%C3%BCgen/a-16104062

[16] NCBI verkündet Ehrfurcht gebietendes Höchstqualitatives, die Balken biegen sich: The highest-quality studies suggest that medical male circumcision has no adverse effect on sexual function, sensitivity, sexual sensation, or satisfaction.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23937309

Beteiligt an dieser Falschaussage ist Australiens Beschneidungsverherrlicher Nummer eins, Molekularbiologe Brian J. Morris (joseph4gi und circleaks berichten).

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=Morris%20BJ[Author]&cauthor=true&cauthor_uid=23937309

Eine leider häufige Folge der Beschneidung mit der Häufigkeit von 9 bis 10 % oder sogar 11 % ist die Meatusstenose (meatal stenosis), die nicht zuletzt durch die Zerstörung des Frenulums bzw. der frenularen Arterie verursacht wird. Nicht selten ist eine Operation erforderlich bzw. muss ein künstlicher Harnröhrenausgang angelegt werden.

Cutting the frenulum or the frenular artery has the potential to reduce the blood flow to the meatus (ischemia) and may result in meatal stenosis (development of scar tissue reducing the size of the meatus) which can have an impact in the ability to urinate, may cause infections and may require surgery in order to repair.

Sorrells et al, 2007, referred to the damage to the frenulum in these words: “In conclusion, circumcision removes the most sensitive parts of the penis and decreases the fine-touch pressure sensitivity of glans penis. The most sensitive regions in the uncircumcised penis are those parts ablated by circumcision. When compared to the most sensitive area of the circumcised penis, several locations on the uncircumcised penis (the rim of the preputial orifice, dorsal and ventral, the frenulum near the ridged band, and the frenulum at the muco-cutaneous junction) that are missing from the circumcised penis were significantly more sensitive.”

http://damagefromcircumcision.blogspot.de/p/blog-page.html

Incidence of asymptomatic meatal stenosis in children following neonatal circumcision.

Joudi M, Fathi M, Hiradfar M.

Male children (5-10 years old) who had been circumcised during the neonatal period and presented at our pediatric clinic for reasons other than urinary complaints were examined and interviewed regarding urination problems.

Of the 132 cases, 27 (20.4%) had severe meatal stenosis (diameter < 5 F). Thickening of the bladder and bilateral hydronephrosis (pyelocaliceal) were found in three cases (11.1%), and a voiding cystourethrogram was performed to reveal vesicoureteral reflux (VUR). One patient had grade II VUR in his right kidney and grade III in his left kidney; another had grade II VUR in both his kidneys.

These results highlight the importance of follow-up genital examination for all male children who have been circumcised during the neonatal period, to detect possible meatal stenosis.

J Pediatr Urol. 2011 Oct;7(5):526-8.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20851685

Den Hinweis verdanken wir MagicMoonbeam, die am 21.11.2012 auf BabyCenter Community zum Bereich Meatusstenose nach Neugeborenenbeschneidung weitere wichtige Quellen nennt.

http://community.babycenter.com/post/a38012668/urethral_meatal_stenosis_in_baby_support_only

Fine-touch pressure thresholds in the adult penis

Morris L. Sorrells,

James L. Snyder,

Mark D. Reiss,

Christopher Eden,

Marilyn F. Milos,

Norma Wilcox,

Robert S. Van Howe

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1464-410X.2006.06685.x/full

What he ENTIRELY MISSED, is that the foreskin, NOT the glans is the most sexually sensitive portion of the male genitalia.

http://community.babycenter.com/post/a735045/circumcision?cpg=73&csi=2020834937&pd=7

Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung sensibelste Teil des Penis.

http://flexikon.doccheck.com/de/Sexuelle_Auswirkungen_der_Zirkumzision

We know know that the foreskin, not the glans, is the most sensitive part of the entire penis, and that removing it takes away three quarters of the pleasure a man has during sexual intercourse. He can no longer “glide” but has to “thrust” — which causes friction and makes it less pleasurable for his partner as well. (Female partners of intact men are more likely to experience vaginal orgasm).

http://old.richarddawkins.net/users/173413/comments

Auf der Seite Beschneidung von Jungen:

Verluste durch die Beschneidung

Das Gefurchte Band

Die wichtigste erogene (sexuell empfindliche) Zone des männlichen Körpers. Der Verlust dieses feinen Bändchens aus dicht mit Nerven besetztem, sexuell empfindlichen Gewebe verringert die Intensität und Fülle des sexuellen Empfindens

[Taylor, J. R. et al., "The Prepuce: Specialized Mucosa of the Penis and Its Loss to Circumcision," British Journal of Urology 77 (1996): 291-295.]

P. M. Fleiss, MD, MPH, “The Case Against Circumcision,” Mothering: The Magazine of Natural Family Living (Winter 1997): 36-45.]

Das Frenulum [Anm.: Frenulum und Frenulares Delta, hier nämlich das Delta]

Die hochgradig erogene V-förmige, netzartige Verbindungsstruktur an der Unterseite der Eichel, die oft zusammen mit der Vorhaut amputiert oder durchtrennt wird. In beiden Fällen wird die Funktion des Frenulums und damit sein Potential für sexuelles Vergnügen zerstört.

[1. Cold, C, Taylor, J, "The Prepuce," BJU International 83, Suppl. 1, (1999): 34-44. 2. Kaplan, G.W., "Complications of Circumcision," Urologic Clinics of North America 10, 1983.]

http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/argumente-gegen-beschneidung/verluste-durch-die-beschneidung.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Frenular_delta

McGrath K. The frenular delta: a new preputial structure. In: Denniston GC, Hodges FM, Milos MF, editors. Understanding Circumcision: A Multi-Disciplinary Approach to a Multi-Dimensional Problem. New York: Kluwer/Plenum; 2001. p. 199-206.

http://www.cirp.org/library/anatomy/mcgrath1/

[17] Zur Rechtsfähigkeit des dreizehnjährig gewordenen jüdischen Jungen. Informierte Zustimmung in der Halacha, hier im Kontext einer Organtransplantation.

A boy less than thirteen-years old legally cannot give consent since his transactions, such as purchases, sales, and gifts, have no legal validity in Jewish law. Nor can the parents consent on his behalf, because they do not own his body.

Avraham Steinberg

Encyclopedia of Jewish Medical Ethics: A Compilation of Jewish Medical Law

p 1059

http://books.google.de/books?id=aaklGZAID08C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

auch hier zu lesen

p 2/13

http://98.131.138.124/articles/Misc/transplantation.pdf

Between 1985 and 1996 Professor Steinberg served as head of the medical ethics program at the Hebrew University and the Hadassah Medical Center Medical School.

Since 1999 Professor Steinberg has served as chairman of the Ethics and Supervision Committee of the Israeli Association for Pediatric Neurology. Since 2003 he also serves as head of the Medical Ethics Unit, Shaare Zedek Medical Center, Jerusalem.

http://www.torahcafe.com/scholar.php?id=0000000792

[18] Islamische Minderjährigkeit für den vierzehnjährigen Jungen, volljährig ist er mit 15 (Sunniten, hier der hanafitische Fiqh)

But, should it be that such signs of maturity just do not show up in some child, he shall be considered mature in terms of age, a position in which Muslim jurists vary. Some fix eighteen years for boys and seventeen for girls; some others have fixed fifteen years for both. With the Hanafiyyah, the fatwa is on the position that the boy and the girl shall both be considered mature under the Islamic law after they have completed their fifteenth year, irrespective of whether or not signs of maturity are found.

http://www.classicalislamgroup.com/index.php?view=tafseer/s4-v5to6-4

Islamische Volljährigkeit für das Mädchen neun und für den Jungen fünfzehn Jahre d. i. Mondjahre (Schiiten, hier iranische Zwölferschia)

The current Islamic Penal Code rests judicial responsibility on the age of maturity as determined by Shari’a. As such, once the person reaches the age of maturity, according to Shari’a, he or she, young or old, will be regarded equally when sentenced. Meanwhile there is no reference to the ‘age of criminal responsibility’ in any articles of the law in the Islamic Republic Judiciary Laws, and the ministry’s judges are thus left to their own interpretation of religious criteria, and also to the provisions of Article 1210 of the Civil Code, which determine the age of maturity for girls as 9 Lunar years, and boys as 15 Lunar years.

The new Islamic Penal Code also considers judicial responsibility based on the ‘age of maturity.’ The difference, however, is that [this Code] has clearly defined that the age of maturity for girls and boys are „9 and 15 full Lunar years respectively.”

While the lawmakers have referenced the Islamic Shari’a, no unified interpretation of this provision can be found among the clerics. According to some ‘points of imitation,’ namely Ayatollah Sanei, 13 is the age of maturity. Yet, others, including Ayatollah Mohammad Hadi Maarefat, are of the opinion that „Just as the ‘age’ of maturity is different for the sexes [i.e., 9 and 15], so it should be for other affairs such as worship, business and trade, the [law of] Huddud, and so on.”

http://www.iranhrdc.org/english/publications/legal-commentary/1000000102-the-execution-of-women-in-iranian-criminal-law.html#.UwJfLs7EHoY

[19] Ronald Goldman

http://www.cirp.org/library/psych/goldman1/

http://en.wikipedia.org/wiki/Ronald_Goldman_%28psychologist%29

Beschneidung und seelischer Schaden. Dr. Janet Menage

http://nocirc.ohost.de/Schaden.html

Protecting girls from undergoing Female Genital Mutilation

The experience of working with the Maasai communities in Kenya and Tanzania

The type of FGM commonly practised amongst the Maasai falls under Type-1 FGM (clitoridectomy), which involves the removal of all or part of the clitoris.

Alternative rites-of-passage ceremonies are also being used as tools to discourage the practice of FGM. In such ceremonies, girls do not have their genitalia cut but they still receive education on their roles as women in society, as well as lessons on sexual and reproductive health, and the importance of formal education

Page 15

http://www.equalitynow.org/sites/default/files/Protecting%20Girls_FGM_Kenya_Tanzania.pdf

[20] Norway Official Wants to ‘Educate’ Jews against Circumcision

http://www.jewishpress.com/news/norway-official-wants-to-educate-jews-against-circumcision/2013/11/25/

Was Everybody’s Darling Anne Lindboe macht ist kein Angriff, sondern ein Herumgejammer, sie wird ihre Krümelchen an Forderungen verringern oder der Staat erledigt das Thema. Die rebellisch tuende kinderbeschneidungsbereite Beschneidungsterminverschieberin darf sich in glücklich in klare norwegische Luft auflösen und die Kinder werden genital beschädigt:

Norwegian official: Jews, Muslims circumcise out of ignorance

Lindboe was commenting on Norwegian Health Minister Bent Hoie’s announcement this month that Norway would introduce new legislation „to regulate” ritual circumcision.

The details of the planned legislation were not made known but Ervin Kohn, president of the Jewish Community of Oslo, told JTA he did not expect it to lead to a ban on ritual circumcision in Norway.

JTA 25.11.2013

http://www.jta.org/2013/11/25/news-opinion/world/norwegian-official-jews-muslims-circumcise-out-of-ignorance

Lindboe, a pediatrician, was appointed ombudsman in June. Her predecessor, Reidar Hjermann, proposed setting 15 as the minimum age for circumcision.

http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/make-believe-bris-norwegian-official-suggests-jews-muslims-do-symbolic-circumcision/2012/08/07/

Norway’s new Foreign Minister Børge Brende assured senior officials of the Simon Wiesenthal Center (SWC) that “the Norwegian Government recognizes the importance of ritual male circumcision for the Jewish community in Norway…[and] it will not propose a ban on ritual circumcision.”

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/174447#.UwHMPc7EHoY

non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed and those performing it should be punished in a similar fashion to people who use violence against children

http://www.timesofisrael.com/norwegian-official-jews-muslims-circumcise-out-of-ignorance/

Hier der beschneidungsfreundliche spruchkinderfeindliche Originaltext, Oslo am 30.09.2013

Joint statement from the Nordic Ombudsmen for Children and pediatric experts

Thema verfehlt, ob der Patient in seine Verstümmelung einwilligt oder nicht ist völlig unnerheblich, solange das Primum Non Nocere noch gilt. Jede unnötige Operation verletzt die medinzinethischen Grundsätze und hat nicht stattzufinden. Hier jedoch versteckt man sich, ein Einfallstor für die Beseitigung sämtlicher Standards von Schutzalter sowie zur Mädchenbeschneidung, hinter der rechtlich wirksamen Einwilligung nach erfolgter Aufklärung (informierte Einwilligung, informed consent).

Circumcision, performed without a medical indication, on a person who is incapable of giving consent, violates fundamental medical-ethical principles, not least because the procedure is irreversible, painful and may cause serious complications. …

Lindboe akzeptiert medizinisch unnötige, lebenslang schädigende und zusätzlich durchaus gefährliche Operationen bereitwillig und leugnet den hohen Gruppendruck, unter dem beispielsweise in den fundamentalistischen Milieus von Frauenüberwachung und arrangierter Ehe auch die älteren männlichen Kinder bzw. Jugendlichen stehen:

We request our governments to take necessary measures to ensure that boys are given the opportunity to decide for themselves whether or not they want to be circumcised.

Oslo, September 30th 2013

http://barneombudet.no/wp-content/uploads/2013/11/English-statement-.pdf

Alles wird gut. Die Norwegerin hat Gottvertrauen oder einfach nur Desinteresse am Thema und hört sich gern reden:

“Jeg er optimistisk. Jeg er sikker på at det kommer til å skje [et forbud], men vi vet bare ikke når. – Ich bin optimistisch. Ich bin sicher, dass es passieren wird (das Beschneidungsverbot), aber wir wissen einfach nicht, wann.” Aber nicht doch Frau Lindboe, der Termin, an dem das Beschneidungsverbot ergeht, ist von Höchster Stelle festgesetzt, am Yaum al-Qiyama, am Tag der Auferstehung. Bis dahin wird als Norwegens barneombud mit Klerikern und Journalisten ein bisschen über den Operationstermin geplappert.

https://nb-no.facebook.com/omskjaering/posts/254579137998537

Und dorthin steuert das genitalautonome Skandinavien:

Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu’ of Imam An-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfiʿī madhhab.

http://www.shafiifiqh.com/what-is-the-ruling-on-circumcision-for-women/

[21] Sehr islamfreundlich: multikulturelle Skandinavier feilschen um das rechte kindliche Beschneidungsalter. Norwegen.

A Conservative leader of the committee on health care said that a complete ban on hospital circumcisions „will only lead to this being carried out by non-professionals” with possible risks. The government’s stand opposes a recommendation by Norway’s Medical Association and the Children’s Ombudsman to ban circumcisions before the age of 16.

Legislators from the opposition Labor and center parties also oppose circumcisions, but Socialist Left Party leader Audun Lysbakken told the newspaper that offering circumcision within the healthcare system „will be the safest solution for the children”. He added that religious freedom must be taken account „since a ban would be perceived as a very negative signal among both Jews and Muslims.”

Wohl wahr, Herr Genosse Audun Bjørlo Lysbakken, ein „sehr negatives Signal (a very negative signal) sehen Imam und Allahgott gar nicht gern.

http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/norway-to-control-circumcision-with-respect-for-jews-and-muslims/2013/11/12/

Swedish doctors argue that circumcision should be prevented until a child reaches a minimum age—12, in this case—where he can give his consent to the procedure.

JNS Jewish and Israel news 30.01.2014

http://www.jns.org/latest-articles/2014/1/30/scandinavian-circumcision-controversy-proves-europe-is-the-dark-continent#.UvpG2_vEHoY

However, circumcision would still be allowed if the boy reaches the age of 12 and he consents to the procedure considered a rite of manhood in many cultures. The recommendation is contained in a resolution approved by majority members of the Sweden Medical Association which covers about 85 per cent of doctors in Sweden.

Similarly, the Danish College of General Practitioners, which has 3,000 members, issued a statement that ritual circumcision of male children is equal to abuse and mutilation. About 87 per cent of Danish GPs favored the ban on non-medical circumcision. …

Quoting Erik Ullenhag, the Swedish minister for integration, who said that current regulations would not be altered despite the recommendation, pointed out, “I have never met any adult man who experienced circumcision as an assault … The procedure is not very intensive and parents have the right to raise their children according to their faith and tradition.”

International Business Times 29.01.2014

http://au.ibtimes.com/articles/536249/20140129/denmark-sweden-ban-non-medical-circumcision-boys.htm#.UvpKf_vEHoY

25.01.2014

Einstimmig hat sich der Ethikrat des schwedischen Ärzteverbands dafür ausgesprochen, die männliche Beschneidung ohne vorausgehende Zustimmung des (völlig gesunden!) „Patienten” ganz zu stoppen. Man will also einem Kind bei lebenslangen nachteiligen gesundheitlichen, sexuellen und psychischen Folgen gesundes, hoch sensitives Genitalgewebe amputieren, das ist im Januar 2014 schwedische ärztliche „Ethik”, schämt euch was.

Der Junge wiederum kann aus eigenem Körpererleben gar nicht wissen, was Sex mit bzw. ohne Vorhaut ist und wird sich leicht von Eltern, Imamen, Sittenwächter spielenden Mitschülern und sonstigen Beschneidungslobbyisten beeinflussen lassen. Unter- und Mittelstufe würden zum Diskursfeld des Beschneidungsdschihad, die multikulturellen erwachsenen Schweden gucken unschuldig, organisieren die medikalisierte Khitān bzw. Sünnet (Beschneidung) und sagen: wie nett, die munteren Jungs regeln das schon unter sich.

Die Standards von Wissenschaft, hippokratischer Ethik (primum non nocere), AEMR und Kinderrechtskonvention wären damit abgeschafft, die Scharia bliebe wie zufällig unangetastet:

Det är Läkarförbundets etik- och ansvarsråd som nu enhälligt står bakom ett uttalande om ett stopp för manlig omskärelse utan föregående samtycke.

Die Beschneidung soll gemacht werden, wenn der Junge zwölf oder dreizehn Jahre alt ist, in einem Krankenhaus und nach einem Aufklärungsgespräch zu den Schmerzen und Risiken des Eingriffs. Det bör ske när pojken är i 12-13-årsåldern, på ett sjukhus och efter information om smärtan och riskerna som ingreppet innebär.

http://www.svd.se/nyheter/inrikes/lakarforbundet-krav-samtycke-for-religios-omskarelse_8929562.svd

Ein Blick in die Niederungen kultureller Nachmoderne. Januar 2014, bei der einen katastrophal logikfreien Text schreibenden Kindermalwand freiewelt murmelt man zum Film Tahsins Beschneidungsfest (KiKA) und im Kommentarbereich erklärt der Autor von un-heil jeden noch gar keinen Erwachsenenkörper besitzenden Elfjährigen allen Ernstes für im Hinblick auf sein sich aus der Zirkumzision ergebendes rituelles Verstümmeltwerden, Komplikationsrisiko und lebenslanges Beschädigtsein einwandfrei einwilligungsfähig:

Im Einzelnen: „Wenn ich beschnitten bin, dann bin ich ein echter Mann“, freut sich Tahsin. … Mit 11 ist ein Junge zumindest insoweit einsichtsfähig, dass er jedenfalls die körperlichen Auswirkungen verstehen kann – die möglichen Komplikationen ebenso wie die möglichen mittel- und langfristigen Folgen. Der Junge wäre demnach – auch nach in Deutschland derzeit geltender Rechtslage – persönlich, umfassend und altersgerecht aufzuklären. … Mein eigenes Buch „un-heil“ wendet sich an Jungen etwa ab 11 sowie deren Eltern. Dort kann man noch ein paar über das „Beschneidungsfest“ hinausgehende Hintergründe erfahren (Mario Lichtenheldt 17.01.2014)

http://www.freiewelt.net/nachricht/doku-uber-beschneidung-10021551/

[22] Lad os stå sammen om et forbud mod ikke-medicinsk begrundet omskæring af alle børn under 18 år.

Lassen Sie uns gemeinsam für ein Verbot von allen aus nichtmedizinischen Gründen vorgenommenen Beschneidungen an Kindern unter 18 Jahren eintreten.

Intact Denmark

http://intactdenmark.wordpress.com/2013/09/23/forbud-mod-omskaerelse-handler-ikke-om-sundhed-men-om-politik/

https://da-dk.facebook.com/IntactDenmark?filter=3

Reglen bør være, at man ikke tillader unødvendige kirugiske indgreb på børn under 18 år. Når man er myndig kan man selv træffe beslutningen.

Die Regel sollte sein, dass wir unnötige chirurgische Eingriffe bei Kindern unter 18 Jahren nicht erlauben. Wenn sie volljährig sind, können sie die Entscheidung selbst treffen.

http://www.180grader.dk/Politik/danske-laeger-omskaering-af-drenge-er-lemlaestelse

ifølge rundspørgen mener 72 procent af danskerne, at man bør vente, indtil drengene er 18 år og dermed selv kan bestemme

wie die Umfrage ergeben hat, sind 72 % der Dänen der Meinung, dass man warten solle bis die Jungen 18 Jahre alt sind und damit selbst entscheiden können

http://politiken.dk/forbrugogliv/sundhedogmotion/ECE2204275/danskerne-omskaering-af-drenge-boer-forbydes/

372. Free Raif Badawi

6. Februar 2014

Freilassung und Redefreiheit für den jungen saudischen Blogger Raif Badawi

Soeben erfahren wir dass eine Petition für den in der Islamischen Diktatur Saudi-Arabien eingesperrten und von der Hinrichtung bedrohten jungen Publizisten Raif Badawi lanciert worden ist.

Raif Badawi, geboren 1982, hat sein elf Jahren große Schwierigkeiten mit den Fundamentalisten und ist der Gründer des soziokritischen Online-Forums Saudi-Arabische Liberale (The Free Saudi Liberals). Am 17.06.2012, nachdem er für den 7. Mai zu einem Tag der Freiheitlichkeit (day of liberalism) aufgerufen hatte, der allerdings sofort behördlich verboten worden war, sowie noch einmal am 24.12.2012 wurde Badawi verhaftet und befindet sich bis heute im Gefängnis von Briman, einem Ortsteil von Dschidda. Die erhobenen Tatvorwürfe Beleidigung der Religion bzw. ihrer hohen Repräsentanten oder Apostasie können im Gottesstaat mit der Todesstrafe belegt werden. Zwar wurde seine Verurteilung im Berufungsverfahren aufgehoben, doch droht ihm jetzt ein weiteres Gerichtsverfahren.

Das Strafgericht in Dschidda (anglis. Jeddah) hatte den Gesellschaftskritiker am 29. Juli 2013 unter anderem dafür schuldig befunden, gegen das Informationstechnologiegesetz Saudi-Arabins verstoßen und mit Gründung und Leitung der Website Free Saudi Liberals religiöse Autoritäten beleidigt zu haben. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren und 600 Peitschenhieben verurteilt, hundert Peitschenhiebe können einen gesunden Mann töten. Ferner ist Badawi wegen Verunglimpfung religiöser Symbole in seinen Veröffentlichungen auf Twitter und in Facebook-Einträgen verurteilt worden sowie wegen der Kritik, die er an der Kommission zur Förderung der Tugend und Verhinderung des Lasters (das ist die Hisba-Miliz oder Religionspolizei) und an jenen Beamten, welche Frauen die Aufnahme in den Schura-Rat verhindern wollen geübt hat.

Zurzeit überprüft das Berufungsgericht in Dschidda die Angelegenheit. Es hatte den Urteilsspruch vom Juli 2013 aufgehoben und den Fall am 11.12.2013 an das Strafgericht zurückverwiesen. Am 25.12.2013 entschied der Richter des Strafgerichts, dass das Gericht nicht zuständig sei mit Hinweis darauf, dass die Anklagepunkte sich auf Apostasie bezögen, ein Vergehen, das mit der Todesstrafe belegt werden könne und welches unter die Zuständigkeit des Ordentlichen Gerichts falle. Nun muss das Berufungsgericht entscheiden, ob es den Fall zurück an das Strafgericht überstellt oder ihn selbst verhandelt. Raif Badawis Rechtsbeistand beantragte für die Dauer des Gerichtsverfahrens die Freilassung seines Mandanten aus der Untersuchungshaft, was aber abgelehnt wurde.

Zur Petition hier entlang

https://secure.avaaz.org/de/petition/An_seine_Majestaet_den_Koenig_von_SaudiArabien_Abdullah_bin_Abdul_Aziz_Freilassung_und_Redefreiheit_fuer_den_jungen_saud/

http://www.avaaz.org/de/petition/An_seine_Majestaet_den_Koenig_von_SaudiArabien_Abdullah_bin_Abdul_Aziz_Freilassung_und_Redefreiheit_fuer_den_jungen_saud/?launch

Noch dazu

Im Jahre 2003 erhielt der regime- und religionskritische (das ist im Islam immer dasselbe) Internetakivist erste Todesdrohungen. Erstmals wegen Beleidigung des Islam (insulting Islam) angeklagt wurde er 2006. Aufgrund angeblicher Islamapostasie in Haft geriet Badawi zwei Jahre später (2008), doch kam der Blogger nach nur einem Tag des Verhörs frei.

Das bis heute folgenreiche Gerichtsverfahren begann im Juli 2013 vor dem Ordentlichen Gericht in Dschidda, das sich allerdings erst einmal für nicht zuständig erklärte, da Raif Badawi noch nicht einmal den Islam beleidigt habe und man insofern keine Anklage gegen ihn wegen Abfall vom islamischen Glauben erheben könne. Allerdings übergab das Ordentliche Gericht den Fall am 21.01.2013 dem Strafgericht zu Dschidda (vormals Bezirksgericht genannt, district court) und jetzt bestand der Generalstaatsanwalt darauf, dass Raif Badawi unbedingt wegen Apostasie vor Gericht gestellt werden müsse.

Diese für Badawi lebensgefährliche Angelegenheit wurde dann einem Berufungsgericht überstellt, welches zu prüfen hatte, ob das Strafgericht in Dschidda oder ein anderes Gericht wie das für Fälle von Apostasie zuständige Ordentliche Gericht zuständig wäre. Das Berufungsgericht entschied sich für das Strafgericht, welches Raif Badawi am 29.07.2013 zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren und 600 Peitschenhieben verurteilte. Am Stück verabreicht können bereits hundert Peitschenhiebe auch einen gesunden Mann töten. Badawis Anwalt legte gegen dieses Urteil Berufung ein, mit der Begründung, der Vertretungsrichter sei nicht unparteiisch gewesen. Am 11.12.2013 entschied das Berufungsgericht, dass der Fall neu zu verhandeln sei und schickte diesen wieder zurück an das Strafgericht, dessen Richter am 25. Dezember schließlich entschied, dass er für einen Fall von angeblicher Apostasie erst einmal nicht zuständig sei.

Apostaten werden in Saudi-Arabiens Strafrecht durch das Abhacken des Kopfes umgebracht, allerdings gibt ihnen die Scharia eine dreitägige Bedenkzeit in der sie zum Islam zurückfinden können. Neben Delikten wie Ehebruch (adultery) eines Verheirateten, Homosexualität, Vergewaltigung (rape), Mord, Hochverrat, Terrorismus, Einbruch, Drogenschmuggel oder Flugzeugentführung wird auch auf Zauberei (sorcery, witchcraft), Blasphemie oder Krieg gegen Allah (waging war on God) die Todesstrafe verhängt. Der verheiratete Ehebrecher kann gesteinigt werden, der unverheiratete erhält hundert Peitschenhiebe. Zwischen 2007 und 2010 wurden 345 Todesurteile ausgesprochen und durch öffentliches Köpfen vollstreckt. Vier Steinigungen gab es zwischen 1981 und 1992.

371. Die Beschneidung beschädigt Kinderkörper und Kindeswohl

4. Februar 2014

Eine Nachricht vom

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

Einladung zum Diskussionsabend

über die Kinderbeschneidung

Gegen Verstümmelung nicht einwilligungsfähiger

und nicht urteilsfähiger Kinder unter achtzehn Jahren

Am 14.02.2014 um 17 Uhr

Köln – Alte Feuerwache

Referenten:

Mina Ahadi Eltern gegen Kinderbeschneidung

Gabi Schmidt Die Verfassungsbeschwerde gegen das Beschneidungsgesetz 1631d BGB

Edward von Roy Die Anti-Beschneidungs-Initiativen in den USA und in Skandinavien

Script zum Vortrag hier online

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2014/02/15/373/

Am 07.05.2012 erging im Kölner Landgericht ein wegweisenden Urteil zur Strafbarkeit der medizinisch nicht erforderlichen rituellen Beschneidung minderjähriger Jungen (Az. 151 Ns 169/11). Seither kämpfen orthodoxe jüdische und islamische Organisationen Hand in Hand mit Vertretern der christlichen Kirchen und Wohlfahrtsverbände sowie Kulturrelativisten aller im Bundestag vertretenen deutschen Parteien gegen diese Entscheidung.

Der Zentralrat der Ex-Muslime hatte gemeinsam mit solidarischen Kinder- und Menschenrechtsorganisationen durch verschiedene Aktionen protestiert (Demonstrationen, offene Briefe, Presseerklärungen bzw. Stellungnahmen). Trotzdem ist es den antisäkularen Freunden kulturell vormoderner Initiationsriten gelungen, die Bundesregierung zu veranlassen, mit BGB § 1631d Beschneidung des männlichen Kindes ein Gesetz zu verabschieden, das den humanistischen, kinderfreundlichen Kölner Richterspruch zurücknimmt.

Doch damit nicht genug. Nun, 2014, beruft sich das Zweckbündnis aus christdemokratischen und rot-grünen Karrieristen sowie religiösen Fundamentalisten auf die Religionsfreiheit und versucht für ganz Europa die Amputation der Penisvorhaut als individuelles Recht der Kinder und Elternrecht auf religiöse Erziehung zu etablieren. Dabei verstößt die Genitalverstümmelung gegen mehrere Artikel der UN-Kinderrechtskonvention als zwingend umzusetzendes Völkerrecht (ius cogens).

Wird die Verstümmelung kleiner Jungen und Neugeborener erst einmal als Elternrecht anerkannt, werden sehr bald auch medikalisierte Formen der FGM erlaubt werden. Beides gilt es zu verhindern.

Zentralrat der Ex-Muslime

02.02.2014

Kontakt:

+49(0177)5692413

+49(0172) 4044323

exmuslime@gmail.com

Postfach 801152

51011 Köln

370. Spezialisiert auf islamische Beschneidung

3. Februar 2014

Ermittlungsverfahren gegen M. A. B. zum zweiten Mal eingestellt

Liebe Leserinnen und Leser,

nachdem die Staatsanwaltschaft Duisburg das Ermittlungsverfahren auf Anweisung wieder aufnehmen musste, hat nun (17.01.2014) auch die Generalstaatsanwaltschaft Hamm im Wege der Dienstaufsicht entschieden, das Verfahren gegen Beschneider M. A. B. wegen gefährlicher Körperverletzung u. a. einzustellen.

Dieser Herr hatte auf seiner Homepage, die für ihn als Beschneider werben sollte, islamische Lehrmeinungen hoch geachteter Scheiche veröffentlicht, die neben der verpflichtenden männlichen explizit auch die weibliche Genitalverstümmelung als Sunna religiös legitimieren.

Außerdem hatte M. A. B. behauptet, innerhalb der letzten Monate zweihundert Beschneidungen durchgeführt zu haben.

Näheres hier; Angelegenheit wird fortgesetzt:

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2013/11/10/356/

369. BRD lädt Iran zur Sicherheitskonferenz

25. Januar 2014

Offener Brief von Mina Ahadi an den Bundespräsidenten Joachim Gauck

Sehr geehrter Herr Gauck!

Der Presse ist zu entnehmen, dass Sie am 31.01.2014 in München die Sicherheitskonferenz eröffnen werden.

Den SPIEGEL Informationen nach hat die deutsche Regierung Rohani – den Präsidenten der islamischen Republik – sowie Zarif, seinen Außenminister zu dieser Konferenz eingeladen.

Ich äußere mich nicht zu der in Deutschland jährlich stattfindenden Konferenz und deren Auswirkungen auf die tatsächliche Sicherheit der Weltbevölkerung. Heutzutage wissen alle, dass mehr Sicherheit fürs Kapital als Ziel im Hintergrund steht. Wie Sie und wir beobachten, werden jährlich Millionen von Menschen Opfer von politischer Unsicherheit, Krieg, Terror, Hinrichtung, Verbrechen und nicht zuletzt ökonomischer Unsicherheit in vielen Regionen der Welt. Die zu dieser Konferenz eingeladenen Gäste, nämlich die Staatsmänner und -frauen, sind selbst Akteure und Verursacher dieser weltweiten Lage.

Der Grund diesen offenen Brief an Sie zu schreiben besteht darin, dass Sie in den deutschen Medien als Verteidiger der Menschenrechte dargestellt werden.

Seit Rohanis Regierungsübernahme sind mindestens 400 Menschen hingerichtet worden. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Sie darüber informiert sind.

Sicherlich wissen Sie ebenfalls, dass Tausende von Menschen aufgrund von staatskritischer Meinungsäußerung, Veröffentlichung kritischer Schriften in Web-Logs, Austritt aus der Religion, juristischer Tätigkeit als Verteidiger von politischen Aktivisten/innen, Schriftsteller-Aktivitäten oder wegen des Organisierens von Arbeiter- bzw. Student/innen- oder Lehrer/innen-Protesten verhaftet worden sind und ihre Familien täglich mit etlichen Problemen konfrontiert sind. Sie wissen, dass die Frauen in der islamischen Republik Iran keinerlei Bürgerrechte besitzen. Es gibt eine totale Geschlechter-Apartheid. Anscheinend sind Ihnen diese Probleme nicht wichtig genug. Ich möchte zu all den erwähnten Beispielen noch einen anderen Fall hinzufügen und eine Forderung an die deutsche Regierung und Sie persönlich stellen. Schicken sie eine Delegation zur Beobachtung der Situation in den Gefängnissen in den Iran. Sie werden die unermesslich faschistische und verbrecherische Behandlung der Gefangenen unter Rohanis Regierung feststellen.

Zusätzlich zu den Massenhinrichtungen wird die Vergabe von Medikamenten an kranke Gefangene verhindert. Inhaftierten Krebskranken, Diabetiker /innen usw. sowie älteren Gefangenen werden Medikamente vorenthalten, wodurch sie umgebracht werden. Diese Art des Ermordens wird im Iran „weißer Tod“ genannt.

Die deutsche Regierung und die Massenmedien hierzulande berichten begeistert über die Anreise der islamischen Politiker unter Rohani.

Ich frage Sie: Ist der Grund für diese Begeisterung, dass Sie wirklich der Meinung sind, dass sich die Lage im Iran verbessert, Rohani und die islamische Republik Iran sich im „Mäßigungsprozess“ befinden?

Ich frage Sie: Haben Sie Informationen über die Akte von Rohani und die islamische Republik in den letzten 34 Jahren, insbesondere über die letzten 4 Monate? Wissen Sie nicht, dass Rohani in den terroristischen Plänen im Ausland und Verbrechen der islamischen Republik in Syrien involviert war?

Bitte sagen Sie uns, den politischen Gefangenen, Studentenführer/innen, inhaftierten Rechtsanwälten/innen, Künstler/innen, Student/innen, Lehrer/innen und insbesondere den zum Tode Verurteilten, von welcher Sicherheit Sie sprechen. Erzählen Sie uns und den gerade genannten betroffenen Menschen, welche Gerechtigkeit Rohani und seine Regierung vertritt. Sagen Sie uns, warum Sie und die deutsche Regierung absolut über diese Ereignisse schweigen und nicht nur das, sondern Rohani mit Ehre nach Deutschland einladen und ihm roten Teppich ausrollen. Der Teppich ist besudelt mit Blut.

Sehr geehrter Herr Gauck!

Die deutsche Regierung und Bevölkerung, die die Ereignisse des Hitler-Faschismus in Erinnerung hat, soll die islamische Republik Iran nach deren wirklichem Charakter, nämlich als faschistischer islamischer Staat ansprechen. Ein Staat, der seiner Bevölkerung die Freiheit beraubt hat und sie terrorisiert.

Die deutsche Regierung darf den islamischen Faschisten nicht freundschaftlich die Hand reichen.

Hochachtungsvoll

Mina Ahadi

Vorsitzende des Internationalen Komitees gegen Todesstrafe

23. Januar 2014

http://minaahadi-iran.blogspot.de/


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