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شَهيد
asch-schahīd, türk. şehit:
Glaubenszeuge, Märtyrer
Emels haariger Dschihād.
Europas arbeitsteilige Kopftuchpolitik.
Von Jacques Auvergne
Vielleicht kennen Sie den simplen und reichlich albernen Cartoon des gelangweilten Eselkarrenfahrers mit der Peitsche, wobei der Mensch, durchaus betrügerisch, das langohrige Zugtier mit einer vor die Nase gehaltenen Möhre zum Fortsetzen des unlustvollen Tuns motiviert. Gestatten Sie mir, die Zeichnungselemente neu zu benennen: Der Karrenfahrer ist der Muslimbruder oder Islamverbandsfunktionär, der Karren ist Europa oder Deutschland, die Fahrtrichtung das Imamat (Cerić) oder Kalifat, die Peitsche der drohende Kopftuchprozess der Fereshta Ludin. Und das Appetithäppchen, die begehrte Möhre? Die Möhre ist ein Jahrtausende alter Leckerbissen sinnlichen Begehrens jedenfalls aufgeschlossenen Kommunizierens, ein wildromantischer femininer Lockenkopf.
Denn Emel Zeynelabidin hat das Kopftuch abgelegt. So was von abgelegt, dass sie als persönliche Garderobe gleich das Haus der Geschichte wählte[1], ein Museum im alten Bonner Regierungsviertel. Eine doppelzüngige Botschaft, dieser Ort der Deponierung, einerseits Heimatgeschichte und Dokumentation der Einwanderung, andererseits demonstrative Machtergreifung: Das Kopftuch, guckstu, ist weg vom lockigen Frauenkopf, doch verewigt in der bundesdeutschen Dār al-Geschichte. Um es kurz zu machen: Ist Emel für oder gegen eine islamische Kopftuchpflicht? So kurz kann man es leider nicht machen, die Dame ist schließlich professionelle Kommunikationsmanagerin. Also orakelt Emel ein: „Gebt die Köpfe frei!“, was dynamisch und revolutionär, was nach Woodstock und Studentenprotest seligen Andenkens klingt. Wer Emels Geraune widerspricht ist also Freiheitsgegner. Und Emel definiert sich wortlos als Deuterin dessen, was künftig unter Freiheit zu verstehen ist.
Das wäre allerdings eine der hisbah[2] und dem Kalifat zuträgliche Strategie: Ohne Kopftuch streiten für das Kopftuch, es im Blätterwald sinngemäß rauschen lassen „Oh ihr Leute, seht, ich trage kein Kopftuch mehr!“ und zeitgleich auf immer weitere Verbreitung des Kinderkopftuchs hinarbeiten, nicht zuletzt an den Universitäten und Schulen der Türkei. Schülerinnenkopftücher sind dort seit Jahrzehnten verboten. Noch. Emel will das Verbot in aller freiheitlichen lockenköpfigen Unschuld kippen, Islamist Recep Tayyip Erdoğan auch. Man lese ’Schnee’ von Orhan Pamuk.
Emel Abidin-Algan (Wikipedia Januar 2009, der Name soll nach wie vor fehlerhaft sein, wie Zeynelabidin außerordentlich bedauert) arbeitet für die Bedeckung der muslimischen Mädchen- und damit auch Schülerinnenköpfe. ’Emely’ arbeitet in Sachen Frauenhaarbedeckung, wie es der Zufall oder der qadar (kismet) so will, gemeinsam mit der Islamischen Föderation Berlin (IFB[3]) und vielleicht ja im besten Einverständnis mit dieser.
Die IFB darf nach langen Prozessen in ganz Berlin islamischen Religionsunterricht erteilen und gilt manch einem als veritabler Landesverband der extremistischen, radikalislamischen Milli Görüş, was die IFB natürlich in taqiyya-Manier laut schnatternd abstreitet. Ganz tolerant billigt Zeynelabidin offensichtlich bis heute die kopftuchbegeisterte Schulpolitik der von ihr gemeinsam mit ihrem (einstigen?) Ehemann gegründeten Islamischen Grundschule Berlin. Fereshta Ludin[4] soll, nachdem ihr das Unterrichten mit Kopftuch untersagt worden war, einem Unterschlupf gleich einen Arbeitsplatz an besagter Grundschule gefunden haben, die IFB teilt sich mit der Grundschule kostenbewusst dasselbe Haus. Ludin war vor dem bekannten Kopftuchurteil zwei Jahre lang Vorsitzende der Muslimischen Jugend Deutschlands (MJD)[5], die dem Gedankengut von menschenrechts- und grundrechtsfernen Theokraten wie Qutb, al-Maudūdī, und al-Qaradāwi nahe steht. Die MJD ist der FEMYSO angeschlossen[6], FEMYSO ist Muslimbruderschaft[7].
Nun ja, Solidarität ist an sich etwas Ehrenwertes und Fereshta Ludin und ihr Mann bekamen jeweils eine halbe Stelle an Deutschlands erster islamischer Grundschule. Dürfen wir auf ein Zeichen der Solidarität zu Ex-Muslimen, Juden, Polytheisten und Atheisten von Frau Ludin und Frau Zeynelabidin hoffen? Oder auch nur zu Muslimen, die es wagen, sich von Qutb, Erbakan, Muslimbruderschaft und ECFR eindeutig und scharf zu distanzieren? Beredtes Schweigen, einmal mit, einmal ohne Kopftuch. Wie EMMA berichtet, saß Emel Zeynelabidin in London auf dem Podium neben dem Enkel von Hasan al-Bannā, Tariq Ramadan, anlässlich einer Konferenz mit dem alarmierend nach islamischer Gegengesellschaft und europaweiter Rechtsspaltung klingenden Titel ’Europäische Staatsbürgerschaft von Muslimen’[8].
Islam und (als?) Staatsbürgerschaft findet sich im Begriff ’muslim citizenship’[9]. Der Islam-Bürger, das könnte ja harmlos sein, wenn der Religionsgründer ein Lao Tse oder ein Buddha wäre. Doch wo man die Islamischen Menschenrechte (Kairo) der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 vorzieht, wird wohl alles, was Islam und Staatsbürgerschaft auf einer Augenhöhe ansiedelt, auf ein Dhimma- oder Millet-System hinauslaufen, einen Apartheidsstaat islamisch befreiter Zonen und paralleler Rechtssysteme. Wollen wir die Scharī’a-Gerichtshöfe?
Islamische Autoritäten wie Tariq Ramadan oder Großmufti Mustafa Cerić, der die Scharī’a als ewig und unverhandelbar bezeichnet und für den Aufbau einer “einzigen muslimischen Autorität“ für ganz Europa kämpft, denken seit einiger Zeit intensiv über die Muslim-Staatsbürgerschaft nach[10], [11]. Angesichts der, institutionell begründeten und durch wahnwitzige Projekte wie Türkeibeitritt und Vertrag von Lissabon mehr als erklärlichen Europaskepsis breiter Bevölkerungsmehrheiten ist es von den Islamisten sehr geschickt, das Thema Europa zu besetzen und für das segregiert gedachte ethnoreligiöse Kollektiv ein postdemokratisches, nach-menschenrechtliches Staatsbürgertum zu erträumen, welches der Bundesrepublik dereinst ja womöglich von oben, von Brüssel aufgezwungen werden wird[12]. Schlimmstenfalls würden ’die Muslime’ auf Generationen in eine kalifatsähnliche Struktur gesperrt, in der Allahs Schariarichter, Imame und Sittenwächter Gotteslästerung und Verheiratung nach Maßgabe von scharī’a und Sunna regeln. Mustafa Cerić will den zunächst parallelgesellschaftlichen Totalitarismus, die Allahkratie[13], der Großmufti aus Sarajevo spricht unverfänglicher von Imamat[14].
Laut Wikipedia habe sich die 1960 geborene Emel Abidin Algan, genannt Emel Zeynelabidin, im Alter von 44 Jahren von ihrem traditionellen Umfeld emanzipiert[15], man bemerke: Das Umfeld sei nicht etwa radikalislamisch oder wenigstens traditionalistisch gewesen, sondern traditionell, so als sei ein Islamfunktionär, Muslimbruder und Arzt wie ihr Vater, Dr. Yusuf Zeynel Abidin[16], ein anatolischer Schafhirte. Ob die Dame in ihrer pro-Kopftuch-Mission nicht viel eher ein PR-Projekt des politischen Islam ist, diese Frage kann Wikipedia wesensgemäß nicht stellen. Die Mutter von sechs Kindern sei zwangsverheiratet worden, sie selbst nennt es organisiert verheiratet. Eine traurige Organisation ist die nikāh allemal[17].
Vom Bündnis der Luther-Städte wurde Zeynelabidin 2007 in Speyer der mit 10.000 € dotierte Preis ’Das unerschrockene Wort’ verliehen[18]. Wobei Laudatorin Barbara John[19], hier ihre schariafreundliche Festrede[20], als ehemalige Ausländerbeauftragte der Stadt Berlin (1981-2003) davor warnte, ein Zerrbild der Gepriesenen zu entwerfen. Nanu, Zerrbild, da muss sich also jemand beschwert haben? John sitzt im Kuratorium der Muslimischen Akademie in Deutschland, der neben vielen anderen auch Bekir Alboğa[21] und Yasemin Karakaşoğlu angehören[22]. Nun, bei solchen demokratieskeptischen Mitstreitern hoffe ich sogar, dass John von Zeit zu Zeit schon mal ein islamskeptisches ’Zerrbild’ zukommt, ich mute es der Honorarprofessorin und Expertin für Sprachförderung jedenfalls zu.
Mitnichten müssten nun alle Frauen ihre Haare zeigen, raunt Zeynelabidin, es gehe um eine Kleidung, die der “individuellen, natürlichen Scham“ entspreche, lesen wir in Qantara[23]. Das ist womöglich ziemlich gelogen, denn eine “individuelle“ Interpretation des Konzepts etwa der aura[24], [25] (zu verbergender Schambereich in Sunna und scharī’a) ist von Milli Görüş oder Muslimbruderschaft bislang leider noch gar nicht vorgesehen. Und die fitra[26], die (angebliche) ’natürliche Veranlagung’ mag Menschen zwar von Natur aus als für das Höllenfeuer bestimmt klassifizieren, lässt aber eine Kritik am (politischen, sexualpolitischen) Islam in keiner Weise zu, vielmehr erklärt fitra den Islam dreist zur Naturreligion und jeden, der gegen Sunna, Koran und Hadithe verstößt, zum (widernatürlichen) Verräter an kosmischer Ordnung und sozialer Harmonie.
Verschweigt uns Zeynelabidin beim Parlieren über die “individuelle, natürliche Scham“ die Dogmen von fitra und aura ganz kalkuliert, um Deutschlands und Österreichs Nichtmuslimen vorzugaukeln, die Frau unter der Scharia habe das Recht auf freie Kleidungswahl und autonomes Definieren des Intimen und Schambehafteten? Oder schnitzt sie sich, meinen Segen hätte sie, eine unerhörte, kreative Emel-Scharia?
Ein paar Perlen aus Emels Kopftuchrhetorik[27].
Das brülle sie doch bitte in Mekka oder Islamabad.
Man muss sich selbst die Erlaubnis geben zu denken, was man will und wie man will
Aber, aber, Frau Zeynelabidin, der Schariavorbehalt[28].
Meine Söhne haben die Chance, an mir und ihrem Vater zu lernen, mit Konflikten und verschiedenen Lebensformen innerhalb des Islam umzugehen.
Schade, Lebensformen außerhalb des Islam sollen den Söhnen nicht zugänglich sein? Ach so, der gesamte Kosmos ist islamisch (fitra).
Man muss den Schöpfer aus dem Besitzdenken der Religionsverwalter befreien.
Zustimmung, Allāh braucht Emels Beistand.
Und man muss die Frauen aus den Haushalten der Männer befreien.
Moment, wozu hat Allāh den Heiratsvormund (wali) und den männlichen Pflichtbegleiter (mahram) erfunden? Aha, die Außenmauern der Haushalte sollen auch in Zukunft den Männern gehören, die Frauen in der Küche eingesperrt bleiben. Wer als Mann nicht das islamfeministische Zepter der Führung von Küche und Kinderzimmer an seine Frau abgibt, widerspricht der scharī’a. Männer raus aus Küche und Kinderzimmer.
Der Schöpfer, den ich erfahren habe, hat es nicht nötig, Forderungen zu stellen und ihre Erfüllung mit Belohnung und Bestrafung einzufordern. Das ist mir zu einfach.
Die Balken biegen sich. Emel schickt den auch azāzil genannten iblīs, den islamrechtlich verbürgten Teufel, auf Urlaub. Mohammed hat sich geirrt, Frau Zeynelabidin, es gibt überhaupt keine Höllenstrafe?
Ich halte es nicht für sinnvoll, wenn Politiker und Politikerinnen immer wieder verordnen wollen, dass muslimische Frauen das Kopftuch ablegen sollen. So etwas Persönliches kann man nicht vorschreiben.
Zeynelabidin kritisiert den nationalistischen Modernisierungsdiktator Mustafa Kemal (“Atatürk“) und sicherlich auch Deutschlands westliches Nachbarland Frankreich, an dem Kopftücher für Schülerinnen und Lehrerinnen während des Unterrichts vernünftigerweise untersagt sind.
Die Muslime wollen nicht zur Kenntnis nehmen, dass ihr Verhalten die Nichtmuslime irritiert. Die Nichtmuslime nehmen die Muslime nicht ernst, weil sie deren Welt gar nicht kennen und auch nicht kennenlernen wollen.
Im Allgemeinen kennen Deutschlands Islamkritiker Koran und Hadithe besser als Deutschlands Türken ihre Grundlagentexte. “Deren Welt“ ist eine leider weit verbreitete, sehr irreführende Metapher, denn es gibt nur eine Welt. Eine Welt – universeller Menschenrechte.
Die Religion darf sich nicht selbst anbeten lassen.
Gut gedacht, konsequent. Hier muss demokratieverträglicher Islam in der Tat weiter voranschreiten. Und die Sunna deiner madhhab, die fatāwā deines Großmuftis? Zeynelabidin sagt uns nichts dazu, dass Indonesiens Schafiiten ebenso wie Gelehrte der Kairoer al-Azhar die Genitalverstümmelung (FGM) an Frauen befürworten. Wenn aber nur der Gottheit Anbetung zusteht, ist dann praktizierte FGM, sehr geehrte Frau Zeynelabidin, ein Gebet an Allāh? Sollten die wahhabitischen Saudis und die iranischen Mullahs ihre Delinquenten vergebens geköpft haben, oder gehören die Bestrafungen bei hadd-Vergehen ebenso zu Frau Zeynelabidins frommer “Anbetung“ wie das Verbot der Apostasie?
Auch die führende Frauenrechtszeitschrift EMMA weiß über Emel zu berichten (Cornelia Filter in: EMMA, September/Oktober 2006 [29]). Zeynelabidin:
Beide Organisationen, Milli Görüs wie die Muslimbruderschaft, haben im laufe der Zeit ihre sozialen Beweggründe verloren.
Die Muslimbruderschaft ist der Wurzelgrund unzähliger terroristischer Bewegungen, ein heutiger Unternehmensbestandteil ist die terroristische HAMAS, Hauptaktivität Verhetzung von Kindern mit paramilitärischen Kindergärten und Abfeuern von Raketen auf Israel. Kein Wort über die Einzelheiten derartig “unsozialen“ Verhaltens?
[Emel über ihren (Ex-)Mann Ahmet Algan] Der glaubt immer noch an den strafenden Gott!
Na so was! Koran und strafender Gott, was denkt sich Ahmet dabei? Der Mann lebt ja noch im geistigen Mittelalter und sollte Emels gutem Rat flugs folgen.
Im WDR erklärt Frau Zeynelabidin[30]:
Das Kopftuch hat mit Religiosität nichts zu tun und ist völlig entbehrlich. Mit dem Ablegen des Kopftuchs als Kennzeichen von Zugehörigkeit und den damit verbundenen Einschränkungen und Grenzen bin ich meinem Schöpfer sehr nahe gekommen und habe mein eigenes Lebens erkannt
Islam ist eben Natur, natürlich, angeboren. Einschränkende Zugehörigkeit gibt es nur zu unnatürlichen, nichtislamischen Religionen. Emels haariger Dschihad.
Hier ein paar Kostproben aus Zeynelabidins Text “Lernt endlich Schwimmen“, wie er sich beispielsweise auf der Seite Achse des Guten findet[31].
Die Tochter, gerade mal 12 Jahre alt, durfte aus religiösen Gründen nicht an einem koedukativen Schwimmunterricht teilnehmen, es sei denn nur mit Vollverhüllung.
Aus religiösen Gründen – unsere Emel ist erstaunlich flexibel, sie selbst darf aus religiösen Gründen mit nackten Haaren herum laufen, das Mädchen aber hat ihre Haare aus eben diesen religiösen Gründen zu verhüllen? Ist Allāh Hütchenspieler?
Denn es geht um ein verordnetes Schamgefühl im Namen von Religion, das in die natürliche Entwicklung eines heranwachsenden Menschen eingreift und in der Praxis ein Lernverbot im Namen Gottes nach sich zieht.
Allerdings, und Frau Zeynelabidin kämpft mit Zähnen und Klauen nicht gegen, sondern eben für dieses Andressieren von “Scham“ (richtig wäre: Schande), für diese heilige Bildungsverweigerung und islamische Lernblockade. Darwin, Freud, Konfizius, Jesus, ein Mädchen braucht so etwas ebenso wenig zu lernen wie Körpererfahrung im koedukativen Sportunterricht der kulturellen Moderne.
Hinter diese Kulissen voller Widersprüche und Unklarheiten mag man sich als Außenstehender und Andersgläubiger nicht gerne begeben, selbst Richter an deutschen Gerichten ziehen es vor, solche Exkursionen zu unterlassen.
Im säkularen Staat ist es nicht die Aufgabe von Richtern, sich einen Trampelpfad durch das dornige Lügengestrüpp der Scharia zu bahnen, dieser schwierige Weg sei den verbohrten oder feixenden Freunden des Gottesstaates oder sei uns Islamkritikern überlassen.
Und als Erwachsene war es bisher unwahrscheinlich schwierig, eine Gelegenheit zu finden, ausschließlich in Anwesenheit von Frauen schwimmen zu gehen.
Emel Abidin Algan wirbt für männerfreie Zonen und Zeiten im Schariaschwimmbad.
Ich wundere mich, warum die nicht-muslimischen Richter nicht die Frage formuliert haben, ob denn die vielen nicht-muslimischen Schülerinnen schamlos und weniger schutzbedürftig seien, als ein muslimisches Mädchen, dass durch diese Art von Verhüllung angeblich schamhafter und geschützter sei.
Frau Zeynelabidin, hier wird nach dem Grundgesetz, dem BGB, dem StGB usw. geurteilt, nicht nach der frauenfeindlichen Scharia oder nach des gschamigen Allahs aura-Konzept.
Muslime trauen einem staatlichen Schutzraum nicht mehr.
Zeynelabidin erpresst uns ein wenig, verstehe ich die Kommunikationsberaterin richtig? Und wohin sollen sich die misstrauisch gewordenen Muslime denn nun hinwenden, werden sie sich ein halāl-Schwimmbad in der Moschee bauen müssen, um endlich Schutz zu haben?
Für Heranwachsende bedeutet das Muslimsein in einer nicht-muslimischen, säkularen Gesellschaft sehr oft immer noch Isolation, Einschränkung und Kontrolle.
Außerhalb des Kalifats seien kleine Muslime sehr traurig?
Oder, wie gemein von mir, anders gelesen: Isolation der Dhimmis und Harbis, Einschränkung nach Maßgabe der hisbah, Kontrolle durch Sittenwächter? Alles ist möglich, “alles darf sein“ (Zeynelabidin).
Alles, was einem widerfährt, begegnet, herausfordert, ist Teil des Lernprozesses in der Lebenszeit eines Menschen.
Qadar, kismet. Allahs Schicksal und Los, gegen das ein jedes Aufbegehren Sünde ist. Deine Zwangsheirat oder schafiitische FGM, deine sechste Schwangerschaft oder auch eine sexuell übertragbare Krankheit sind chancenreicher Lernprozess.
Notiz am Schwarzen Brett der Tauschbörse: ’Tausche lebenslanges Lernen gegen al-qadar, E. Z., Berlin’.
Steht deshalb in diesem Maße das Wohl eines Heranwachsenden auch für muslimische Eltern und Islamische Organisationen im Mittelpunkt, wenn aufgrund von unterschiedlichen Meinungen Konflikte entstehen, die dann auch noch in aller Öffentlichkeit ausgetragen werden?
Öffentlichkeit ist immer ganz schlecht, lassen Sie uns das vertrauensvolle ’Prinzip Hinterzimmer’ bevorzugen oder die Sache staatsvertraglich regeln. Die 1990 in Ost-Berlin vom DDR-Kirchenamt als Religionsgemeinschaft anerkannte Islamische Religionsgemeinschaft (IFB und mehr) klagte 2006 auf Staatsvertrag[32].
Geschichtsbewusste islamische Orthodoxie muss die dār al-’ahd oder dār as-sulh wollen, einen Staatsvertrag mit den aus islamischer Sicht sittlich minderwertigen Nichtmuslimen, um ein Gebiet überhaupt erst zu schaffen, in dem Muslime sich islamrechtlich dauerhaft ansiedeln dürfen[33].
Weiter beklagt Yeneroglu den Trend in NRW, die Religionsfreiheit der Muslime immer mehr einzuschränken, mit dem Ziel, unter dem Deckmantel von Integration vielmehr die Assimilation zu erreichen. Er befürchtet, dass das Düsseldorfer Urteil den Druck auf Muslime durch nicht-muslimische Schulleitungen erhöhen werde. Yeneroglu zieht einerseits Artikel 6, Absatz 2 des Grundgesetzes heran, um die elterlichen Erziehungsrechte zu untermauern, aber andererseits stellt er fest, dass niemand das Recht dazu habe, jemanden seine Vorstellungen aufzuzwingen wie es der Staat, vertreten durch die Lehrer, angeblich der Familie gegenüber aber tue.
Vor uns haben wir kleine Schülerinnen und Schüler, keine kleinen Kasten‑Angehörigen verschiedener sittlicher Reinheit sprich sittlicher Dreckigkeit. Der Staat hat alle Schülerinnen und Schüler gleich zu behandeln, auch wenn das Frau Zeynelabidin nicht gefällt, die auf Religions-Apartheid und Sondergesetzlichkeit pocht. Das Familienrecht der Scharia ist in Teilen grundrechtswidrig, etwa in der islamrechtlich einwandfreien Möglichkeit des Vaters oder Großvaters als Heiratsvormund eines Mädchens, dieses auch zwangsweise zu verheiraten (nikāh).
Aufschlussreich, dass der von Emel Zeynelabidin zitierte Leiter der Rechtsabteilung der extremistischen Milli Görüş etwa Artikel 3 (2) GG nicht zitiert: ’Männer und Frauen sind gleichberechtigt’. Darin, dass Zeynelabidin auch heute die in ihrem deutschen Ableger von ihrem Vater mitgegründete demokratiefeindliche Milli Görüş erwähnt, dürfen wir ja vielleicht ein Zeichen unverbrüchlicher Loyalität zur extremdualistischen und kulturrassistischen Erbakan-Doktrin der ’adil düzen, batil düzen’ sehen, der gerechten islamischen Gesellschaftsordnung, welche die nichtislamische Lebensform des Unglaubens siegreich überwindet.
Eine Alternative wäre es, eigene Schwimmbäder in jeder Stadt zu errichten, um den vielen muslimischen Frauen, die an die Verhüllung glauben und sich daran gewöhnt haben, das Schwimmenlernen zu ermöglichen.
Endlich Klartext: Die nackthaarige PR-Beraterin “Emely“ will die Frauenschwimmbäder, jeweils eines in jeder Stadt.
Emel Zeynelabidin in ihrem Aufsatz: “Kopftuchpolitik als Reifeprüfung[34]“
Dadurch ist eine Parallelwelt entstanden, die es ermöglicht, eine aus- und abgrenzende Minderheitenpolitik zu betreiben. Es ist diese Parallelwelt, in der das eigene Gottes- und Menschenbild, die Einteilung in Gläubige und Ungläubige, in Erlaubtes und Verbotenes eine Bestätigung finden kann.
Genau, die heilige islamische Apartheid der Dhimma, mithin genau das, worauf Mustafa Cerić, Tariq Ramadan und Emel Zeynelabidin hinarbeiten. Oder habe ich etwas überhört, Frau Kommunikationsmanagerin, fordern Sie die Imame und Muftis Europas dazu auf, die Unterscheidung zwischen iman und kufr, Glauben und Unglauben beziehungsweise Gläubigen und Ungläubigen fallen zu lassen? Geschickt beschuldigt Zeynelabidin den deutschen Staat, durch irgendwelche Versäumnisse an der Entstehung islamischer Gegengesellschaften schuldig zu sein, zugleich bietet sie sich als Helferin beim Abbauen des islamischen Fundamentalismus an.
Das Vorbild des Propheten Muhamed, der sich ausdrücklich für das Wohl der Frauen einsetzte,
Mohammed als Gleichheitsfeminist? Die Frau kann Koran und Hadithen nicht gelesen haben. Über diese Fehleinschätzung wäre Mohammed ziemlich sauer.
Oder, männerbündisch: Ok, die Frau hat Geld gekostet, man muss sie pflegen, damit die Rendite zum Kauf der Zweitfrau ausreicht, guckstu.
Nachdem dann auch ein geschmücktes Dekoltee einen Mann dermaßen ablenkte, dass dieser gegen eine Mauer lief und sich dabei die Nase brach, kam die Verhüllung der gläubigen Frauen zum vollen Einsatz.
Ein islamisches Märchen, fern jeder aufklärerischen Geschichtsbetrachtung, von Frau Zeynelabidin unterhaltsam-frivol und kalkuliert beschämend in Stadthallen und Hochschulräumen eingesetzt. Die Dhimmis kichern verlegen aufgegeilt, Seelsorgerin Emel guckt treu.
Brutale Theokratie hat die Menschen noch immer am Genital gepackt, symbolisch wie ganz konkret (FGM und MGM; diverse Beischlafdogmatik; heilige Homophobie).
Die textilen Gefängnisse von Tschador und niqāb wurden tausend Jahre lang kultiviert. So ganz gegen Allahs Willen?
Warum, um alles in der Welt, bedienen sich islamische Organisationen hierbei nicht dieser Erlaubnis zur freien Interpretation, als vor fünf Jahren die Kopftuchdebatte mit der Klage der afghanischen Lehrerin entbrannte und sich bis heute als öffentliches Dauerthema ohne absehbares Ende hält?
Idschtihād[35] ist für Sunniten wahrscheinlich gar nicht erlaubt, allenfalls für einen schiitischen Ayatollah, niemals aber für eine sunnitische Frau. Im Übrigen möge Zeynelabidin das mit Herrn al-Qaradāwi klären oder, falls lebensmüde, selber Fatwas zu schreiben beginnen. Aha, ein Beendigen des Themas Lehrerinnenkopftuch wäre Zeynelabidin wohl ganz recht, am besten mit der Zulassung des Lehrerinnenkopftuchs? Daraus wird nichts.
Mit einem entwickelten Verständnis von sozialer Verantwortung islamischer Organisationen und einer am universalen Wesen der Offenbarungen orientierten Vorstellung wäre damals die Klage der afghanischen Lehrerin vor dem höchsten Gericht Deutschlands vielleicht auf eine vernünftigere Weise gelöst worden.
Deutschland ist grün hinter den Ohren, sittlich wie politisch unreif, ein rückständiges Entwicklungsland! Bravo, Frau Abidin-Algan, das musste mal gesagt sein.
Im Ernst: Mit Universalität meinen wir universelle Menschenrechte, nicht universelle Schariaoffenbarung. Ach so, Allahs Sittenlehre ist nicht lediglich angenehm, sondern auch rational: Scharia ist Vernunft.
Die Diskrepanz zwischen kollektivem Praktizieren von Verhaltensformen im Namen von Religion, die auf eine alte Zeit zurückgehen, und der notwendigen Anpassung an die Gegenwart ist zu einer Überforderung für das solidarische und produktive Zusammenleben von Menschen verschiedener Meinungen in einer pluralen Gesellschaft geworden.
Die Bundesrepublik Deutschland ist überfordert? ’Al-islām huwa al-hall’, der Islam ist die Lösung. Motto der Islamisten.
Die Hürde mit dem Kopftuch muss noch genommen werden, denn sie ist eine Prüfung für den Fortschritt in den Köpfen aller.
Kopftuchkritiker seien per se rückschrittlich, unreif, irgendwie etwas vormodern im Gehirn.
Noch ein paar Weisheiten von Frau Zeynelabidin, der zuerst in der DIE WELT erschienene Aufsatz trägt den Titel: “Gebt endlich die Köpfe frei!“[36]
Gebt endlich die Köpfe frei!
Emel kämpft für die Freiheit des Denkens. Ironie aus.
Verbote, wie das staatliche Kopftuchverbot an den Universitäten der Türkei, greifen in das Persönlichkeitsrecht ein und sind deshalb extrem, was wiederum neue Extreme erzeugt.
Du freiheitlich-demokratischer Extremist hast Probleme mit islamischem Terrorismus, hm? Einfach das Kopftuch zulassen, sonst knallt`s.
Heute wird das Kopftuch immer häufiger zweckentfremdet.
Das arme Kopftuch. Einfach zulassen. Nicht zweckentfremden, einfach haben. Überall Hidschab, Dschilbab, Tschador, Niqab. Sagt Emel.
Für viele Trägerinnen vermittelt es abgrenzende Gruppenzugehörigkeit als ein religiöses Symbol, das zu einem politischen Ausdruck von Widerstand gegen staatliche Bevormundung eingesetzt wird.
Ach, diese sittenstrengen Kopftuchträgerinnen haben diesen Charme des Gegenkulturellen, Widerborstigen, Aufmüpfigen. Spaß beiseite: Ich fühle mich durch die theofaschistische Scharia bevormundet. Und durch die Zwangsheiraten in meiner Straße, und durch den allgegenwärtigen hidschāb.
Versachlichung der Diskussion nötig
Billiger Trick. Werden Mun-Sekte, Scientology und NPD demnächst auf diese Floskel (“Versachlichung der Diskussion“) zurückgreifen?
Ich hoffe, dass nach Aufhebung dieses einschränkenden und einseitigen Verbots eine Entspannung zwischen Gegnern und Befürwortern eintreten wird, damit man beginnt, sich ernst zu nehmen, um ins sachliche Gespräch zu kommen.
Eine bemerkenswert listige Strategie des Untergrabens der öffentlichen Glaubwürdigkeit des Gegners, laut zu sagen: “Wir sollten einander ernst nehmen.“ Studiert man dazu Kommunikationsmanagement? Und das bei den heutigen Studiengebühren, der Trick steht doch im ’il principe’ des Macchiavelli?
Ich finde, dass Gesprächsverweigerung viel gefährlicher ist als das Tragen eines symbolträchtig gewordenen Kleidungsstücks.
Was für ein Funkensprühen verschachtelter Lügen! Flackernde islamische Rhetorik, ein knisterndes Feuerwerk an kitman und taqiyya! Wer nicht über das Kalifat verhandelt, ist in der Tat Gesprächsverweigerer, leider redet Dr. Schäuble immer weiter mit seiner islamistisch dominierten Tafelrunde namens Islamkonferenz. “Symbolträchtig geworden“ behauptet, die Schuld für jeden Kopftuchstreit liege bei den Gegnern von Tschador und Hidschāb. Sportlerin Emel ist besser geworden in der olympischen Disziplin des taqiyya, ich gebe die volle Punktzahl.
Wenn das Kopftuch mit Identitätsverständnis, moralischen Werten und anerzogener Scham verknüpft ist, dann kann man von dieser Frau nicht erwarten, dass sie das Kopftuch beziehungsweise ihre Verhüllung von heute auf morgen ablegt. Das Recht auf Bildung darf davon nicht berührt sein und muss für eine Frau immer uneingeschränkt bestehen bleiben.
Moment, wie lange ist das Kopftuch im türkischen Bildungsbereich auch für Schülerinnen und Studentinnen verboten? Zeit zur Eingewöhnung an dieses beschämende sich-nackig-Machen war ja wohl mehr als genug. Wo wir beim Thema sind, das kopftuchfreie Klassenzimmer auch für Schülerinnen wäre eine tolle Sache.
Spätestens jetzt, wo im Namen des Islam unverhältnismäßig um das Kopftuch gekämpft wird, sollte bewusst werden, dass das ursprünglich als unbedeutender Teil eines Volksglaubens geltende Tuch nun auf der politischen Bühne als Fahne gehisst wird. Warum wird diese Zweckentfremdung geduldet?
Sind schon frech, diese Muslimbrüder und Muftis.
Es sind diese Offenbarungsgründe, aber auch meine eigenen Erfahrungen, durch die ich erkannt habe, dass es sich bei der koranischen Verhüllungsempfehlung um eine praktische Maßnahme handelt, die heute wegen eines entwickelten Selbstverständnisses von Mann und Frau völlig überflüssig ist.
Wissenschaftlerin Zeynelabidin und die Sache mit dem Offenbarungskontext. Statt zu sagen: “In der arabischen Stammes-Politik vor 1.400 Jahren oder sogar in der Psyche des nachmaligen Propheten schien so etwas wie eine himmlische Autorität notwendig geworden zu sein, diese These oder jedenfalls dieser militante Herrschaftskult begann sich rasch und durchaus gewaltsam auszubreiten“ benutzt Zeynelabidin das Wort Offenbarung. Wortgläubige Kreationistin oder eher Intelligent Design?
Liest Zeynelabidin keine Fatwas[37]? Das Kopftuch ist aus Sicht der islamischen Geistlichkeit Vorschrift, die Frau darf zum Kopftuchtragen geprügelt werden[38]. Mein Verdacht: Die Dame will gar nicht den Großmufti von Sarajevo gegen das Kopftuch einstimmen, sondern die deutschen Nichtmuslime einwickeln und das märchenhafte Bild vom toleranten Islam pflegen. Gut für den (nicht von mir) erwünschten Türkeibeitritt.
Damals gab es eine einfache, praktische Notwendigkeit für diese Körperverhüllung: Frauen wurden von Männern belästigt, weil sie mit den Sklavinnen verwechselt wurden, und Männer brachten sich mit ihrer Vorliebe für weibliche Dekolletés in Verletzungsgefahr. Da die Menschen von damals sich nicht selber helfen konnten, musste sich Gott mit zwei Offenbarungen einschalten.
Das war ein feiner Zug von Allah, wir Männer hätten andernfalls weiterhin unbedacht Sklavinnen vergewaltigt und wären, von Brüsten gleichsam geblendet, gegen Wände gelaufen. Augenblick, einer von beiden hat jetzt die schwulen Männer vergessen, Emel oder Allāh? Ich bitte um eine Fatwā.
Nebenbei, Frau Zeynelabidin: Wollen sie die (glückselige?) Sklaverei des Zeitalters der Glückseligkeit, der “asr as-sa’adet“ wieder einführen?
Ich bin heute sehr dagegen, dass eine Gruppe von Menschen mit Äußerlichkeiten wie Kopftuch und Verhüllung bestimmen, was Religion und Religiosität und vor allem Anstand ist.
Brave Koranschülerin: Nicht eine Menschengruppe legt fest, Allāhgott legt fest. Ein Fleißkärtchen für Emel.
Deshalb finde ich es heute meistens sehr beschämend, dass der außenstehende Nichtmuslim das Kopftuch mit dem Islam in Verbindung setzt und meint, dass die Trägerin eines Kopftuchs religiöser sei als eine Frau ohne Kopftuch.
Wenn es denn so wäre: Bin ich daran schuld? Islam ist peinlich, mir wäre so manches in Schariatheorie, Fiqhrecht und Sunnapraxis auch peinlich. Psst, wir werden schon einen Schuldigen für solche Schande finden, die HAMAS setzt da ganz auf die Juden.
Islam ist in erster Linie keine Religion, sondern ein sexualpolitischer, territorialdominanter Kult. Islam ist religionspolitisch Antijudaismus, militärpolitisch Antisemitismus[39].
Der Satz von Frau Zeynelabidin ist aber völlig falsch, denn nicht der nichtmuslimische Außenstehende mobbt die muslimische Nichtkopftuchträgerin, die Kopftuchfrau zickt die Kopftuchverweigerin dreckig an: “Jedes Haar, was man sieht, verwandelt sich in der Hölle in eine Schlange“ und “Ätsch, ich komme ins Paradies, und du nicht“. Das Kopftuch mobbt!
Deshalb sollten Verbote schon aus politischen Gründen abgeschafft werden, (…)
Deshalb sollte Politik bereits aus politischen Gründen abgeschafft werden, (…)
Muslime und Nichtmuslime in Deutschland
Allah kennt verschiedenwertige Sorten Mensch. Die Dhimmitude als die kulturrassistische Geometrie des Kalifats[40].
Liebe Leserinnen und Leser, ich bitte Sie, jedes mal dazwischen zu fahren, wenn jemand beginnt, Schule, Krankenhaus, Firma, Stadtrat, Altenheim, Jugendheim oder Kindergarten in die schariatische Kaste der Nichtmuslime und die schariatische Kaste der Muslime aufzuteilen. Das Überleben der freiheitlich-demokratischen Gesellschaften Europas wird davon abhängen, diese Spaltung, aus der eine Rechtsspaltung folgen würde, zu verhindern. Mag mit Provokation, Kriminalität, Gewalt und Terror versucht werden, die Bevölkerung in ethnoreligiöse Kollektive zu segregieren, ist alles zu tun, um die islamische Apartheidsgesellschaft zu verhindern. Wenn Integration überhaupt ein Rolle spielen kann, dann diese.
Soweit die Analyse der Zitate der Emel Zeynelabidin.
Europas politische Scharia der Dynastien Erbakan und Ramadan betreibt ihre Kopftuchpolitik arbeitsteilig, differenziert. Hier eine Klägerin vor dem Bundesverfassungsgericht, da eine Pressebeauftragte zum Kopftuchbeschwichtigen und Kopftuchverharmlosen. Fereshta und Emel arbeiteten ja womöglich völlig gleichartig motiviert und sorgsam abgesprochen. Die fromme kopftuchtragende Märtyrerin vor dem Verfassungsgericht im Gleichschritt mit Emels haarigem Dschihad[41], beide kämpfen für das Kopftuch. Treibjagd in Kette, von beiden Seiten angreifen. Der offenen Absichtserklärung ’pro Hidschāb im Schuldienst’ einer mehrjährigen Klage durch alle Instanzen, für die Frau Ludin auserkoren und vorgeschickt wurde, eine Kulisse des fernsehtauglichen kopftuchlosen Lächelns gegenüber stellend. In der Person der Emel ohne Kopftuch in Schrift und Vortrag den Nebel des auch tawriyya genannten īhām werfen und jede Gruppenbildung islamkritisch-säkularer Gegnerschaft erodieren und spalten (fitna), dabei Hand in Hand mit den Parteigängern der Scharia die Deutschen darauf hin trimmen, worum es geht: Auf „pro Kopftuch“.
“Und Allah ist der größte Ränkeschmied“, ermuntert der Koran seine irdischen Statthalter in Sure 3:54 und 8:30.
Man belüge uns Gutmenschen weiter, man nehme uns das Zückerchen ’Islam heißt Toleranz’ nicht, von dem wir in Kirche, Wohlfahrtsverband, Jugendamt und Innenministerium mittlerweile längst so abhängig geworden sind wie der Drogensüchtige von seinem ’Stoff’. Wo wir Multikulturalisten oder Gutmenschen doch so gerne an das Märchen vom abgelegten Kopftuch der Tochter eines Muslimbruders und Milli-Görüş-Gründers glauben möchten.
Abgemacht: Wir huldigen den radikalislamischen Kopftuchablegerinnen und erzählen in Stadthallen, Gemeindezentren und Universitäten öffentlich etwas von kultureller Vielfalt. Jaja, die Emel bekommt den Preis ’Das unerschrockene Wort’ der fünfzehn Luther-Städte verliehen. Im Gegenzug gestatten wir Nichtmuslime euch Muslimen, ethnoreligiös segregierte Gemeinwesen der halbierten Grundrechte auszubauen, wie es Scharia-Dogmatik, Sunna-Zwangshandeln und Fiqh-Jurisprudenz voraussetzen. Das Ganze, Dr. Wolfgang Schäuble stimmt uns ja vielleicht zu, lassen wir dann unter Grundgesetz Artikel 4 (2) laufen, ungestörte Religionsfreiheit.
Die edle Apartheid der lichtgleichen islamischen Gesellschaftsordnung (zunächst) für alle Muslime im barbarischen Europa aufzurichten erfordert halt einigen Einsatz (dschihād).
Yūsuf al-Qaradāwi[42] kann als höchste spirituelle Autorität des sunnitischen Islam gelten und ist damit, sehr geehrte Frau Zeynelabidin, Ihre absolut verbindliche irdische Rechtleitung in Sachen Scharī’a und Fatwā. Er hält das Bedecken des weiblichen Körpers bis auf Hände und Gesicht für fard[43], verpflichtend, doch erlaubt er der muslimischen Frau durchaus, das Kopftuch abzunehmen und mit vulgär nacktem Haupthaar die Öffentlichkeit des heiligen Männerrechts zu betreten. Wenn auch nur in einem einzigen Fall.
Beim Ausführen einer Märtyreroperation[44].
Jacques Auvergne
28. August 2011 um 3:56 AM |
:::Die islamgeschwätzige Zaunguckerin Cornelia Filter:
”Wir in der Welt diesseits des Zauns können es nicht wirklich verstehen, warum Emel und Ahmet Algan immer noch in einem Haus zusammenleben.”
http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2006/septemberoktober-2006/emel-hat-das-kopftuch-abgelegt/
:::grob zu Ahmet Algan:
”Aykut Haldun Algan, Chefredakteur des IGMG-Fernsehsenders TFD (Türkisches Fernsehen in Deutschland) … war Vorsitzender, stellvertretender Geschäftsführer und Finanzverwalter der ‘Islamischen Föderation’. Für deren Öffentlichkeitsarbeit ist sein Bruder, Ahmet Algan, zuständig. Weitere Mitglieder der Algan-Familie haben Führungspositionen in der ‘Islamischen Religionsgemeinschaft e.V.’, die von der IGMG dominiert wird.”
http://www.neue-erde.org/PDF-Dateien/der_islam-2.pdf
:::etwas genauer:
”Auch der Europaabgeordnete Özan Ceyhun warnt in seinem Buch ‘Politik im Namen Allahs’: “Milli Görüs belügt die Öffentlichkeit seit Jahren systematisch über den wahren Charakter ihrer Organisation, ihrer Verbindung zu Hunderten von Tarnorganisationen, ihr Verhältnis zum türkischen lslamistenführer Necmettin Erbakan … Milli Görüs arbeitet konspirativ und täuscht die europäische Öffentlichkeit seit Jahren” (S.26 f). …
Am 4.11.1998 wurde die Tarnorganisation der IGMG, die ‘Islamische Föderation Berlin e.V.’ vom Oberverwaltungsgericht Berlin als Religions-gemeinschaft anerkannt. Das Land Berlin ging in die Berufung. Das Bundesverwaltungsgericht erklärte sich für nicht zuständig. Damit wurde das Urteil am 23.2.2000 rechtskräftig. Seitdem ist Milli Görüs berechtigt, an Berliner Schulen islamischen Religionsunterricht zu erteilen (auf die dort vermittelten Inhalte hat die Schulbehörde keinerlei Einfluss). …
bereits 1995 wurde die MiIli Görüs-Grundschule in Berlin von der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport, als islamische Privatschule anerkannt. Träger der Grundschule ist die IGMG Tarnorganisation ‘Islam Kolleg e.V.’
Mit Erfolg können die IGMG-Funktionäre die Öffentlichkeit über die wah-re Identität der „islamischen Föderation – und des „Islam Kollegs – täuschen, indem sie bei jeder Gelegenheit behaupten, diese Organisationen seien von der IGMG unabhängig. Dass die IGMG mit ihren Tarnorganisationen personell verbunden ist, lässt sich jedoch nachweisen. Imam Nail Dural wurde 1980 zum Präsidenten der islamischen Föderation gewählt. Er war gleichzeitig Vorstandsmitglied der IGMG Berlin und ist seit 1995 ihr stellvertretender Vorsitzender. Er trägt die IGMG-Mitgliedsnummer 4904. In einem internen Papier der IGMG heißt es: „Die islamischen Föderationen, die es in nahezu allen Bundesländern gibt, gehören der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs an – (O. Ceyhun, a.a.O, S.37).
Yakub Tasci, früher Imam der IGMG-Moschee Mevlana, Berlin, ist Ansprechpartner für die IGMG-Grundschule, die vom „Islam-Kolleg“ getragen wird. Er ist außerdem Mitglied der ‘Islamischen Föderation’. Für Milli Görüs organisiert er die Pilgerfahrten nach Mekka. Seine Mitgliedsnummer ist 2940.
Aykut Haldun Algan, Chefredakteur des IGMG-Fernsehsenders TFD (Türkisches Fernsehen in Deutschland) hat die IGMG-Mitgliedsnummer 6580 und war Vorsitzender, stellvertretender Geschäftsführer und Finanzverwalter der ‘Islamischen Föderation’.
Für deren Öffentlichkeitsarbeit ist sein Bruder, Ahmet Algan, zuständig. Weitere Mitglieder der Algan-Familie haben Führungspositionen in der ‘Islamischen Religionsgemeinschaft e.V.’, die von der IGMG dominiert wird. Alle diese Vereine betonen, von der IGMG unabhängig zu sein – auch die „islamische Stiftung“, Träger eines Gebäudekomplexes in der Boppstr. 4, Berlin-Kreuzberg, das im Januar 1996 ausdrücklich im TFD-Fernsehn, als ‘Haus der IGMG Berlin’ vorgestellt wurde.”
nach:
http://www.neue-erde.org/PDF-Dateien/der_islam-2.pdf
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28. August 2011 um 5:15 AM |
:::Ob mit oder ohne Hidschab, Hauptsache: authentisch! Denn ohne Schleier lässt es sich leichter kämpfen für den Schleier:
Emel Zeynelabidin machte eine Entwicklung durch, setzte sich mit dem Thema auseinander, ohne Druck, ohne Zwang. Für sie war das wichtig. „Ich habe also meine Authentizität behalten können. Das Kopftuchverbot berücksichtigt diese Notwendigkeit von Entwicklung leider nicht.“
http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/1290032/details_8.htm
:::Jaja, in schmerzlicher Ferne liegt das feine Land Islamland. Das listige Chamäleon nimmt die Hintergrundfarbe an, bedarfsweise also auch die hintergründige Haarfarbe. Weil die einfältige Fliege relaxen soll, hat das Reptil “für Entspannung zu sorgen”, bis sie, schlapp und schluck, gefressen werden wird:
“Das Kopftuch beeinträchtigt in einem nicht-islamischen Land die Kommunikation, ich genieße jetzt die Unauffälligkeit”, sagte Frau Algan in einem Interview. Sie habe als Gläubige die soziale Verpflichtung, gegenüber der nicht-muslimischen Mehrheitsgesellschaft für Entspannung zu sorgen.
http://www.hdg.de/news-details/pressemitteilung-abschied-vom-kopftuch/
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1. September 2011 um 4:18 AM |
Der Streit um das Kopftuch ist zurück
Das Kopftuch kommt wieder vor das Bundesverfassungsgericht. Zwei Lehrerinnen klagen.
Von Andrea Dernbach
Datum 16.8.2011
“Zwei muslimische Frauen, beide im Schuldienst in Nordrhein-Westfalen, haben das Bundesverfassungsgericht angerufen … Im nächsten Jahr wollen die Richter entscheiden – zum zweiten Mal in dieser Sache. …
Dass lange Ruhe herrschte, mag auch an lokalen Arrangements gelegen haben, die die Härten des Gesetzes milderten. So setzt inzwischen die ein oder andere Lehrerin, mit Zustimmung von Eltern und Schulaufsicht, im Unterricht eine Mütze auf. …
Sylvia Löhrmann, die grüne Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, die vor ihrer Berufung ins Ministeramt die Kopftuchgesetze als diskriminierend kritisierte, will auf die neue Karlsruher Entscheidung im nächsten Jahr warten. “Priorität hat für uns die Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentlichem Unterrichtsfach”, hieß es.
Gerade dafür könnten allerdings die Kopftuchverbote ein großes Problem werden. Auch muslimischen Religionslehrerinnen das Kopftuch zu verbieten, dürfte schwierig werden – und einige Ländergesetze schließen dies bereits ausdrücklich aus. …
was dies konkret bedeuten würde: Tuch auf im Religionsunterricht, Tuch ab, wenn die Lehrerin ihr zweites Fach unterrichtet oder im Lehrerzimmer sitzt?
Mathias Rohe wies schon vor Jahren darauf hin, dass solche Ungereimtheiten früher oder später wieder in Karlsruhe landen würden.”
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-08/kopftuch-klage-verfassungsgericht
http://www.tagesspiegel.de/politik/der-streit-um-das-kopftuch-ist-zurueck-/4501514.html
3. Oktober 2011 um 3:04 PM |
VG Düsseldorf · Urteil vom 14. August 2007 · 2 K 1752/07
Die 1955 geborene Klägerin steht seit 1980 als Lehrerin der Fächer Deutsch, Erkunde und Wirtschaftslehre im Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen und wurde 1984 in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit berufen. Seit 1991 ist sie an der Hauptschule „A” in I tätig. 1994 nahm sie den muslimischen Glauben an …
In der Folgezeit bat sie die zuständige Landesministerin und den Bundespräsidenten um Unterstützung ihres Anliegens. Im Rahmen umfangreicher Stellungnahmen sprachen sich Anfang 1999 sowohl das Schulamt für den Kreis N als auch der Schulleiter gegenüber der mittlerweile mit der Angelegenheit befassten Bezirksregierung E ausdrücklich gegen das Begehren der Klägerin aus. Sie begründeten ihre Empfehlung mit einer drohenden Gefährdung des Schulfriedens in der Schule …
Im Juni 2006 erklärte die Klägerin ihrem Schulleiter, dass sie fortan nicht mehr darauf verzichten werde, das Kopftuch auch in der Schule zu tragen. Obwohl die Schulleitung ihr dies mit Hinweis auf das Ende Juni 2006 in Kraft tretende Neutralitätsgebot gemäß § 57 Abs. 4 des Schulgesetzes für das Land Nordrhein- Westfalen (SchulG NRW) untersagte, trug sie nunmehr auf dem Schulgelände und im Unterricht ein Kopftuch. Zu Beginn des neuen Schuljahres forderte sie der Schulleiter erneut auf, das Kopftuch in der Schule abzulegen. Daraufhin ersetzte sie das traditionell islamisch gebundene Kopftuch durch ein in der sogenannten Grace Kelly Variante getragenes Kopftuch und wies darauf hin, dass sie durch ihr Kopftuch nicht ein Glaubensverständnis zum Ausdruck bringe, das eine Unterdrückung oder Diskriminierung der Frau propagiere. …
http://openjur.de/u/126079.html
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Der Verweis auf Grace Kelly konnte die Düsseldorfer Richter nicht erweichen: Maryam Brigitte Weiß darf ihr Haar nicht so verhüllen, wie es die mondäne Fürstin von Monaco einst tat, wenn sie ihre Locken vor Fahrtwind und Sonne schützen wollte – zumindest nicht während ihrer Arbeitszeit.
Denn Mode und religiöse Pflicht sind verschiedene Dinge. Die Bergmannstochter Maryam Brigitte Weiß, 1955 im Ruhrgebiet geboren, ist Lehrerin an der Hauptschule von Haan, einer Stadt zwischen Düsseldorf und Wuppertal. …
Maryam Brigitte Weiß steht an der Spitze von 26 gleichgesinnten Lehrerinnen. Es ist nicht das erste Mal, dass sie sich für ihren Glauben engagiert: Seit sechs Jahren ist sie Frauenbeauftragte des Zentralrats der Muslime, dessen Vize-Vorsitzende sie auch ist. …
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0815/seite1/0047/index.html