038. Dschihad im Lehrerzimmer

038

جهاد

Dschihad, frommer Eifer:

Jetzt auch im Lehrerzimmer?

Cem geht zur

Schule

Unsere Schule und

unsere Migranten

Cem wurde versetzt

Von Jacques Auvergne.

Erlebt von Ümmühan Karagözlü

Dschihad bedeutet frommer Eifer, gottgefällige Anstrengung. Und was tut eine seit drei Jahrzehnten im Rheinland lebende türkische Mutter nicht alles für ihren mäßig begabten und zugleich total faulen zwölfjährigen Sprössling, dem leider der Schulverweis droht? Wo der Junge doch am Ende der so genannten Orientierungsstufe angelangt ist, in dem ein Wiederholen für diese Realschüler der ausgehenden sechsten Klasse in jenem Bundesland klar verboten ist.

Richtig, eine türkische Mutter legt frommen Eifer an den Tag. Denn es ist ihre Rolle, die Löwenmutter zu spielen. Eine andere Rolle lässt ihr die Religion beziehungsweise, was dasselbe ist: Lässt die türkische Großfamilie nämlich gar nicht zu. Die Sippe als Religion.

Ohne das Gefängnis muslimische Großfamilie ist der unsichtbare muslimische Gott arbeitslos.

Im Rechtsstaat wäre der Junge nun von der Realschule „geflogen“ und fortan Besucher der Hauptschule gewesen. Aber Allah hatte einen anderen Plan.

Lassen Sie mich den Jungen für heute Cem nennen, weil er kurzfristiger Gewinner ist und so toll zur Gemeinschaft dazugehört. Die Mutter nennen wir mit Familiennamen einmal Yildirim, weil sie, wie sich zeigte, eine Gewitterstimmung verbreiten kann, dass es nur so blitzt und donnert.

Der zwölfjährige Cem Yildirim hätte von der Schule fliegen müssen, denn er stand im Januar:

· Englisch 5

· Deutsch 5

Nun, Cem wurde in Deutschland geboren, doch zu Hause in Almanya wird kein einziges Wort Deutsch gesprochen, es ist nämlich ein richtig türkisches Haus.

· Mathematik 4

Damit hätte aller Voraussicht nach niemand auf der Schule bleiben können, ohne deutliche Notenverbesserung jedenfalls. Was geschah in diesem halben Jahr des sechsten Schuljahres, was geschah vor dem drohenden Schulwechsel?

Anfang Januar kündigte sich also an, dass die Versetzung vom 6. ins 7. Schuljahr äußerst gefährdet sein würde. Im Januar kam die deutsche Nachhilfelehrerin denn auch mit Mutter Yildirim ins Lehrerzimmer beziehungsweise Sprechzimmer der Schule.

Anwesend waren die Klassenlehrerin und zugleich Deutschlehrerin. Ebenso anwesend waren die Englischlehrerin und der Mathematiklehrer. Insgesamt fünf Personen also. Das Gespräch dauerte wie vorgesehen etwa eine Stunde. Eine Art Schlachtplan wurde entworfen: Vereinbart wurde, dass die Nachhilfelehrerin zwei mal wöchentlich das Haus der Yildirims betritt, um mit dem Zwölfjährigen jeweils 2 volle Stunden im Einzelunterricht zu arbeiten. Vier volle Wochenstunden intensiver Nachhilfe mithin. Das fand nachfolgend auch so statt, bis Ende April, dann kamen die so genannten Zeugniskonferenzen.

Vier Monate von vier Wochenstunden Lernförderung für Cem, durchgeführt von einer begnadeten und bekannt erfolgreichen Lerntrainerin. 64 Stunden Förderung sollten ein lebenslanges Aufwachsen eines türkischen Zwölfjährigen im tiefsten Almanya ohne ein Wort Deutsch also wettmachen. Um es vorweg zu nehmen: Es gelang eher nicht, in Deutsch stand Cem, wir schreiben Mitte April, immer noch 5.

Man kann sich in Nordrhein‑Westfalen als Realschüler des sechsten Schuljahres jedoch keine 5 leisten, und das heißt: Gar keine 5. Eigentlich. Und schon eher gar nicht, wenn diese 5 immer im selben Fach ist. Die Konferenz hat in so einem wie dem zuletzt genannten Fall eine Entscheidung zu treffen. Bei einer zweiten 5 ist allerdings nichts mehr zu entscheiden, das Kind kann, eigentlich, nicht auf der Realschule bleiben. Eigentlich.

Im April also stand der Junge in

· Englisch 4-5

Hier hat sich das Nachhilfetraining, Einzelunterricht, positiv ausgewirkt, doch wie gesagt:

· Deutsch 5

Die Lücken waren einfach zu groß. Cems Wortschatz der deutschen Sprache umfasste im Januar 350 Worte, sein Wortschatz belief sich im April auf immerhin 700 Worte: Er hat also ganz bemerkenswert aufgeholt, fürwahr kein unbegabtes Kind! Doch das Problem war die fehlende „Familiensprache Deutsch“ bei gleichzeitiger fehlender Förderung. Das zweite Problem war so etwas wie eine dringend zu vermutende permanente Erweckung negativer Emotionen zu Deutschland und den Deutschen seitens der Eltern.

In der Familie Yildirim gab es kein Buch. Außer dem dunkelgrünen mit Goldbeschlag gab es kein Buch, auch kein türkisches. Gar keins. Lesen spielt keine Rolle. Klarer Vorteil: Die Augen verdirbt sich niemand, wenigstens nicht durchs Lesen. Der Fernseher indes lief ständig, echte postmoderne Medienverwahrlosung also, ausschließlich türkische Fernsehprogramme, wie sich versteht, und auch nur garantiert sinnfreie Seifenopern.

· Mathe 4

Es begab sich der Einzug ins Besprechungszimmer. Ohne Cem, darauf hatte die Mutter bestanden, der Schule war es gleichgültig gewesen, ob der Junge dabei ist oder nicht. Eine Stunde sollte das Gespräch dauern, so war es vereinbart. Die einander aus dem Januar bekannten fünf Personen also nahmen im sehr kleinen Sprechzimmer Platz. Nahmen „Platz“ ist damit etwas irreführend, besser also: Drängten sich im Zimmerchen zusammen. Es war 13. Uhr.

Mutter Yildirim, die Englischlehrerin, die Deutschlehrerin als Klassenlehrerin, der Mathelehrer und die Nachhilfelehrerin.

Das Gespräch dauerte, wie vorgesehen, eine Stunde. Um es vorweg zu nehmen: Man ging zornig auseinander, zwei der lehrenden Professionellen waren sauer wenn auch sehr unterschiedlich sauer, die Englischlehrerin kochte regelrecht vor Wut. Der Deutschlehrerin aber war die Sache eher egal, sie hat Dergleichen des Öfteren erlebt.

Ein Gespräch mit nachfolgender Umsetzung, die eigentlich verboten ist. Eigentlich, aber doch bitte nicht bei in Deutschland geborenen Kindern „mit Migrationshintergrund“.

Die Nachhilfelehrerin war sauer, stinkesauer, sie fühlte eine schmerzliche und demokratiegefährdende Ungerechtigkeit und daneben hatte sie so etwas wie Mitleid mit Cem, der auf einer für ihn nicht angemessenen Schule war. Außerdem war die Nachhilfelehrerin zornig auf die Eltern, die den durchaus intelligenten und erfreulicherweise charakterlich ausgesprochen gutmütigen Cem durch eine typisch türkische Erziehung in eben diese missliche Lage gebracht haben. In diesen wenigen Monaten, zum ersten Mal in seinem jungen Leben, hatte Cem die Gelegenheit gehabt, in ein persönliches Lernen wirklich „einzusteigen“ und die Nachhilfelehrerin konnte spüren, wie sehr dem Jungen das Lernen gefiel.

Die Familienkultur der Verachtung alles Deutschen aber hatte Cem in eine recht ausweglose Lage manövriert. Das türkische Erziehungsziel für viele in Deutschland lebende Muslime lautet offensichtlich: Die Deutschen und ihre Lebensform sind nichts wert. Dabei waren auch auf den zweiten Blick bei den Yildirims keine Anzeichen von Fundamentalismus zu entdecken, wir haben bei dieser Familie eher so etwas wie finstersten Traditionalismus anzunehmen. Provinzielles Türkentum pur, wobei Türkentum ohne Islam nicht denkbar ist und islamisches Fußvolk nicht ohne einen gewissen Bildungshass auskommen möchte.

Ich habe aber noch gar nicht erzählt, was bis 14.00 Uhr eigentlich geschehen ist.

13 Uhr, man zog in den Raum. Die Klassenlehrerin hätte die durch Gesetze und Verordnungen klar vorgeschriebene Rolle gehabt, Frau Yildirim jetzt zu sagen, dass Cem die Schule wechseln muss. Die Lehrerin handelte entsprechend, das dauerte eine Viertelstunde und die schulischen Gepflogenheiten Nordrhein‑Westfalens wurden ausführlich erläutert. Nennenswerte sprachliche Hürden bestanden in dieser Stunde nicht. Frau Yildirim schwieg diese Viertelstunde lang, doch begann sie, nach guten drei Minuten, zu weinen, denn in der 4. Minute gab die Lehrerin bekannt, dass diese Schule die falsche Schule für Cem ist. Sicherlich, eine traurige Sache. Gute zehn Minuten Weinen also, was alle sehr belastete. Was denn auch durchaus der Sinn des Weinens war.

Klagendes Weinen also, und zwar ebenso planmäßig wie auch erpresserisch. Diesen meinen Vorwurf mag man jetzt als erschreckend empfinden, doch muss dieses hier gesagt sein. Die Deutschlehrerin sagte später der Nachhilfelehrerin vertraulich, mehr als geahnt zu haben, eher schon gewusst, wie Frau Yildirim als pflichtgetreue türkische Löwenmutter reagieren würde. Die Deutschlehrerin hatte tatsächlich einen Riesenstapel an Taschentüchern für die obligatorischen Krokodilstränen bereit gelegt.

Gute zehn Minuten leises Schluchzen. Die ansonsten ausgesprochen machtbewusste und souverän wirkende Frau einfachster Schulbildung inszenierte sich als filmreifes Klageweib.

Dann aber die folgenden drei Viertelstunden. Es wurde recht laut. Tränen ausgestellt und ein nahezu pausenloses Gerede angestellt: Wie fleißig der Junge doch sei, wie gut, wie fleißig die Mutter doch all die Jahre gewesen sei, wie sehr sie mit dem Sohn Vokabeln geübt hätte.

Kein Wort stimmte, in Wahrheit hatte die Mutter keinerlei Anstalten gemacht, um zwischen Januar und April etwaige Lernfortschritte Cems zu unterstützen, man hatte vielmehr auch in dieser wichtigen Zeit annehmen müssen, dass Mutter Yildirim kein Interesse an der schulischen Bildung ihrer Kinder gehabt hat. Bemerkenswert vielleicht, dass im Februar und März in Anwesenheit der Nachhilfelehrerin immer wieder Türkisch gesprochen wurde, obwohl Mutter Yildirim einer Vereinbarung, doch wenigstens in diesen wenigen Stunden Deutsch zu sprechen, im Januar zugestimmt hatte. Mutter Yildirims Gleichgültigkeit dominierte also das entscheidende Quartal.

Nun aber, im Gespräch, folgte Lüge auf Lüge, was die Nachhilfelehrerin in einige Schwierigkeiten brachte. Cems Mutter kalkulierte nämlich ganz genau, dass die anwesende und auf Fairness und Etikette bedachte Nachhilfelehrerin zu höflich sein würde, sie in dieser Minute der Lüge zu bezichtigen, und so konnte Frau Yildirim schamlos farbigste Märchen von angeblichen endlosen Bibliotheksbesuchen und gemeinsamem Vokabeltrainieren erzählen oder vom Beachten des rechtzeitigen zu Bett Gehens gerade vor den Klassenarbeiten. Das alles war glatt gelogen, die Kultur einer gewissen Medienverwahrlosung beherrschte auch Cems Zimmer: Pausenlos liefen ein Fernsehgerät und eine Play‑Station, und zwar auch sehr spät nachts.

Eine gute halbe Stunde Selbstbeweihräucherung also. Klagen über das schwere Los: „Das kann doch nicht sein“. Dann wieder großer Lobgesang auf die fleißige Nachhilfelehrerin, großes Loben und Preisen des Söhnchens. Ihre Litanei füllte 95 % dieser Zeit, nervtötendes Anklagen des widrigen Schicksals. Der seltsam beschuldigende Satz „Das kann doch nicht sein, warum darf der Junge denn nicht die Klasse wiederholen“ fiel wohl fünfzig Mal. Die schulischen Bedingungen waren ihr durchaus vertraut.

Dann aber beging die Klassenlehrerin so etwas wie einen Fehler, denn angemessen sachbezogen sprach sie: „Ja Frau Yildirim, haben Sie denn wirklich erwartet, dass innerhalb von drei Monaten die gesamte Grundschulzeit und die beiden Realschuljahre hätten aufgearbeitet werden können? Wenn sich auch einige Leistungen gebessert haben und wenn Cem heute besser mitarbeitet, was ja lobenswert ist. Doch das kam einfach zu spät und zwar wohl viele Jahre zu spät.“

Es war jetzt 14.50 Uhr. Und es wurde laut. Sehr laut. Frau Yildirim donnerte eine knapp zehnminütige sturmgewittrige Schimpfkanonade los. Daher Yildirim. Und zwar pausenlos, kein Lehrer kam zu Wort! Drei der vier anderen saßen verschreckt da. Nur die Deutschlehrerin guckte ebenso genervt wie gelangweilt, sie allein wusste nämlich recht genau, was kommen würde, hatte sie Dergleichen in den letzten Jahren doch schon mehrmals erlebt, wie sie uns Tage später erklärte. Frau Yildirim schrie, keifend und gellend:

„Sprachliche Diskriminierung! Diskriminierung! Und Cem hat es im Leben doch schon so schwer weil er übergewichtig ist und Herzprobleme hat er auch und jetzt hat er sich so abgeschunden und gequält und das soll jetzt etwa alles umsonst gewesen sein?“

Es wurde noch etwas lauter:

„Wir Eltern können nachts nicht mehr schlafen und haben Herzschmerz, jedoch Sie verlangen, dass Cem auf Hauptschule muss? Das können Sie doch nicht tun! Dass wäre Diskriminierung, sprachliche Diskriminierung. Man kann dem Jungen doch nicht vorwerfen, kein ausreichendes Deutsch zu sprechen!“

Es wurde nun ganz laut. Durch die geschlossene Tür hätte es jeder hören können. Doch die Schule war wohl schon ganz leer. Bis auf die Handvoll Menschen in besagtem Zimmerchen. Bei lediglich einer Schallquelle.

„Die anderen Schüler würden ihn beleidigen, sich über ihn lustig machen, wenn er auf die Hauptschule gehen müsste! Auch die gute Nachhilfelehrerin hat so viel Arbeit investiert! Ich werde Widerspruch einlegen, wo kann ich mich über diese Schule und diese Entscheidung beschweren? Und ich kann nachts nicht mehr schlafen und habe Schmerzen in der Herzgegend! Was für eine Diskriminierung eines ausländischen Kindes!“

Und sie log weiter, dass sich die Balken bogen:

„Und all diese Bibliotheksbesuche und all dieses Vokabellernen, all mein Fleiß und meine Sorgfalt als Mutter“.

So vergingen die restlichen Minuten. Mit drei gemurmelten Worten ging man auseinander. Klassenlehrerin wie Nachhilfelehrerin appellierten noch an Frau Yildirim, doch keinen Widerspruch einzulegen, denn dieser hätte beim Kultusministerium eingereicht werden müssen und wäre mit höchster Wahrscheinlichkeit als völlig unbegründet abgelehnt worden.

Liebe Leserinnen und Leser. Ein Dreivierteljahr ist vergangen. 2007 neigt sich heute dem Ende zu. Sie können sich denken, was ich Ihnen noch zu berichten habe. Zwei Dinge.

Erstens, richtig: Cem besucht das siebte Schuljahr. Seiner Realschule.

Zweitens: Zu der Sache mit dem etwaigen schriftlichen Widerspruch beim Kultusminister. Fünf Monate später traf die Nachhilfelehrerin nämlich Frau Yildirim, welche zu spät versuchte, ungesehen die Straßenseite zu wechseln. So kam es zu einem zehnminütigen Gespräch, bei dem die seit dreißig Jahren in Deutschland lebende Türkin Cems jüngere Geschwister praktischerweise gleich zur Nachhilfe anmeldete. Drittklässler, die nämlich gleichfalls in der Schule nur aus dem Fenster gucken konnten, weil sie Jahr für Jahr nichts, absolut nichts verstanden haben. Ach ja, der eingereichte Widerspruch.

Es hat ihn nie gegeben. Er ist gar nicht erst gestellt worden, erklärte Mutter Yildirim mit ausgefuchstem Grinsen. Ein Gespräch mit der Vertrauenslehrerin hat genügt, um Cems Verbleib auf der Schule zu sichern. Auch ein Wiederholen, ohnehin verboten, war auf einmal kein Thema mehr. Die sommerlichen Zeugnisnoten müssen sich also ganz überraschend … verbessert haben.

Jacques Auvergne. Erlebt von Ümmühan Karagözlü

3 Antworten to “038. Dschihad im Lehrerzimmer”

  1. Jacques Auvergne Says:

    Sonnenstich oder Lust aufs Kalifat? Berlins Oberschulrat Gerhard Schmidt will mehr Segregation im Schulwesen und verlangt die gymnasiale Apartheid.

    Verschleierungskünstler Schmidt (61) will das deutsche Gymnasium in zwei Klassen von deutschen Gymnasien spalten: Eines mit unterschiedlichen (diskriminierenden) Zugangskriterien und ’differenzierter’ (das Ghetto romantisierender?) Didaktik, das andere für die (dann logischerweise ja NOCH mehr unter sich bleibende!) Upper Class beziehungsweise die Ureinwohner.

    Als ob wir die Kinder AUF einem Gymnasium wenig gebildeter Ureinwohner oder die Einwandererkinder diskriminieren würden. Bessere Deutschkurse, Grundschulen, Kindergärten oder Nachmittagsbetreuungen fordert der Mann bezeichnenderweise nicht.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/familie/schule/Migration-Bildung-Schule;art295,2872840,7-pg1

    Zum Glück bekommt Schmid, der im Namen der Chancengleichheit das gymnasial-jugendkulturelle Zweiklassensystem billigt, Gegenwind:

    „Migrantengymnasium: Tadel für Schulrat.

    Der Vorschlag von Oberschulrat Gerhard Schmid, spezielle Gymnasien für Kinder aus Migrantenfamilien einzurichten, stößt bei Migrantenverbänden und Bildungsexperten auf harsche Kritik.“

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/familie/schule/Gymnasium-Migranten-Gerhard-Schmid%3Bart295,2873468

  2. Idee Schule Says:

    Dr. Klaus-D. Paatzsch über die Integration von muslimischen Einwanderer-Kindern aus Sicht eines Lehrers:

    „Viele aus diesen Gruppen halten den deutschen Staat und die deutsche Gesellschaft für schwach und verdorben. In vielen Gesprächen, wenn es z.B. im Fach Wirtschaft um Arbeitslosigkeit und Schwarzarbeit ging, bekundeten die Schüler, dass die Behörden doch zu schwach seien, diese für sie gängige Praxis zu unterbinden. Die deutschen Mädchen seien verdorben, weil sie sich leicht bekleideten oder schon vor der Ehe sexuelle Kontakte hätten, die Jungen seien schwach, weil sie sich nicht, wie es männlich ist, mit den Fäusten oder Messern wehrten. Die Deutschen nähmen es mit der Religion nicht mehr ernst, sie selbst würden beten und fasten und damit ein gottgefälliges Leben führen, so hören sie es in den Koranschulen und aus dem Elternhaus.

    Sie haben noch nicht verstanden, dass der Staat nicht allmächtig ist, nicht, dass die Befreiung der Frau und die Befreiung vom Primat der Religion das Ende eines jahrhundertelangen Prozesses sind. Sie bleiben in ihrer eingeschränkten Sicht und bleiben damit lieber unter sich, in einer bewussten oder unbewussten inneren Emigration – inmitten einer verdorbenen Gesellschaft.“

    aus: Dr. Klaus-D. Paatzsch: Wie kann Integration gelingen? tagesspiegel 30.08.2011

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/lesermeinung/wie-kann-integration-gelingen/4548496.html?p4548496=2

  3. Jacques Auvergne Says:

    Kaum zu fassen. Statt endlich persönlich etwas gegen Korruption und Scharia zu tun, fordert der Bundesinnenminister von uns die Absenkung des Bildungsniveaus. Ob de Maizière den Schwellenland-Bildungsstandard zum eigenen Machterhalt will und die als Begründung genannten Flüchtlinge ihm gerade recht kommen?

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, werte Untertanen, es geht um etwas Höheres! So werdet nun zeitnah allesamt ein deutliches Maß doofer. Und dann noch ein bisschen doofer bitte. Fein gemacht, danke. Ging doch, war doch gar nicht so schwer. Eins plus eins ist manchmal zwei, muss aber nicht so sein, es gibt vielerlei Zugang zu Lösungen.

    Thomas de Maizière scheint Deutschland möglichst rasch und auf Dauer ins geistige und soziale Mittelalter katapultieren zu wollen.

    Vielleicht sind die Syrer für de Maizière ein willkommenes Alibi, dumme Bürger lassen sich durch die Obrigkeit einfacher manipulieren.
    ::

    „Mit dem Vorschlag einer vorübergehenden Absenkung des Bildungsniveaus zur rascheren Integration von Flüchtlingen erweist de Maizière den Stammschülern, den Zuwanderern und dem Arbeitsmarkt einen Bärendienst.“

    (Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands)
    ::

    Wegen Flüchtlingskindern: de Maizière kündigt Senkung von Bildungsstandards an

    News4Teachers, 06.11.2015

    BERLIN. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat Lehrer und Eltern in Deutschland darauf eingestimmt, dass angesichts der weiter steigenden Zahl an Flüchtlingen und Asylbewerbern die Bildungsstandards gesenkt werden müssten – für begrenzte Zeit jedenfalls. Es bestehe die Notwendigkeit für mehr Improvisation. Deutschland könne etwa an Schulen oder bei der beruflichen Ausbildung derzeit kaum an seinen Standards festhalten, sagte de Maizière in Berlin. Das bedeute nicht eine „dauerhafte Absenkung von Standards“, sondern sei ein „improvisierter, mit gesundem Menschenverstand“ gewählter Zugang zu Lösungen.

    [Zugang zu Lösungen, endlich staatlicherseits erleichtert, findet ja vielleicht auch der vor Sehnsucht nach dem Tresor-Inhalt schier vergehende Bankräuber prima … geht`s noch, Herr de Maizière? Einwanderer haben das Recht darauf, in langfristig verlässlichen Standards anzukommen.]

    [Von ANDREJ PRIBOSCHEK, zu lesen bei: News4teachers]

    http://www.news4teachers.de/2015/11/wegen-fluechtlingskindern-de-maiziere-kuendigt-senkung-von-bildungsstandards-an/

    ::
    ::

    Bildungsstandards wegen Flüchtlingskindern senken? Kraus nennt Vorstoß von de Maizière „einen Bärendienst“ für alle Schüler

    06.11.2015

    BERLIN. Mit „Verwunderung“ hat Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, auf den Vorstoß von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) reagiert, an den Schulen müsse in naher Zukunft improvisiert werden – die Bildungsstandards seien angesichts der großen Zahl von Flüchtlingskindern zumindest kurzfristig nicht zu halten.

    Kraus erklärte dazu: „Bildung in Deutschland ist in manchen Bereichen ohnehin nicht optimal aufgestellt. Eine als vorübergehend gedachte Absenkung des Bildungsniveaus kann gar nicht funktionieren, weil sich eine solche Absenkung erfahrungsgemäß perpetuiert.“

    Wörtlich ergänzte Kraus: „Natürlich müssen unsere Bildungseinrichtungen angesichts der aktuellen Lage improvisieren. Das tun sie auch in hohem Maße und mit vorbildlichem Engagement. Eine volle Integration von Flüchtlingskindern in Regelklassen setzt aber erweiterte Strukturen und zusätzliche Ressourcen voraus. Vor allem müssen dringend für mindestens ein Schuljahr zusätzliche Sprachlernklassen eingerichtet werden. Für die geschätzt 300.000 schulpflichtigen Flüchtlinge werden etwa 20.000 Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) benötigt, sie könnten nach einer kurzen Phase der Weiterbildung über die zahlreichen arbeitslosen Deutschlehrer gewonnen werden. Vorbild könnten bei hinreichender Personalausstattung die 500 an bayerischen Berufsschulen eingerichteten Vorbereitungsklassen sein, die dann auch in ein Berufsvorbereitungsjahr einmünden.“

    Und weiter: „Mit dem Vorschlag einer vorübergehenden Absenkung des Bildungsniveaus zur rascheren Integration von Flüchtlingen erweist de Maizière den Stammschülern, den Zuwanderern und dem Arbeitsmarkt einen Bärendienst.“

    http://www.news4teachers.de/2015/11/bildungsstandards-wegen-fluechtlingskindern-senken-kraus-nennt-vorstoss-von-de-maiziere-einen-baerendienst-fuer-alle-schueler/

    ::

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: