078. Personenstandsrecht

Seit 1875 musste in Deutschland eine standesamtliche Schließung der Ehe jeder religiösen Eheschließung vorausgehen. Eine ausschließlich zeremonielle Ehe einer Religionsgemeinschaft, gemeint war eigentlich nur die christliche, wurde aus der Sicht des Staates nicht anerkannt. Ein Geistlicher, der ein Paar ohne vorausgegangene standesamtliche Beurkundung der Ehe verheiratete, machte sich strafbar.

Diese Reihenfolge, rechtsstaatlich vor zeremoniell oder auch säkular vor sakral, hat bis heute nicht zuletzt die ökonomische Sicherheit für Frau und Kinder garantiert. Das soll jetzt nun nicht mehr wichtig sein, jedenfalls ist die Novellierung des Personenstandsgesetzes unter der ersatzlosen Streichung zweier Paragraphen in aller Stille durchgewunken worden. Wahrscheinlich war die Brisanz der rechtlichen Situation den Damen und Herren Bundestagsabgeordneten nicht annähernd klar. Bis auf die Rechtsanwältin Seyran Ateş und einige islamkritische Blogs hat wohl noch niemand den Ernst der Lage erkannt.

Sicherlich, wer bisher beim Schamanen, Regenmacher oder Guru heiraten wollte, hat es getan! Wer bisher auf das Abschließen einer staatlichen Ehe verzichten wollte, hatte dazu die riskante Möglichkeit! Doch sollten wir den bewegungslosen Stumpfsinn, die betonharte Tradition und den bleischweren und bei Regelverstoß brutal schmerzlichen Gruppenzwang nicht unterschätzen, der auf den Mädchen und Frauen (und zwangsverheirateten jungen Männern) lastet, die oder deren Eltern von jenseits der Ägäis oder des Felsens von Gibraltar nach Europa eingewandert sind.

In unseren parallelen Gesellschaften werden die ersten Imam-Ehen existieren, die unter keinem besonderen Schutz des Staates stehen.

Das tun sich doch interessante, wahrhaft multikulturell zu bezeichnende Optionen auf. Der Trend geht zur Zweitfrau! Drittehe gefällig? Oder eine neunjährige Ehefrau? Alles im schariatisch-islamischen Programm! Paradies für den Pascha. Für Kinder oder Erben sowie für Kind-, Neben- jedenfalls Ehefrauen sieht die Sache allerdings nicht so gut aus. Abgesehen von der Tatsache, dass die türkische Tochter keinen Nichtmuslim heiraten darf.

Für die Frau und die Kinder einer reinen islamischen Ehe werden bürgerliche Grundrechte nicht ungehindert zugänglich sein. Unterhaltsrechtliche Absicherung besteht nicht, Mehrehe ist laut Koran möglich, Ehen mit einer zwölfjährigen oder auch neunjährigen „Ehefrau“ sind nach der ewigen Scharia vorgesehen. Die Frau kann im Zweifelsfall nicht einmal nachweisen, ob beziehungsweise dass „die“ Kinder ihre Kinder sind – kein Problem, im Islam verfügt der Mann über die Kinder.

Auch der britische Lord-Richter Phillips bläst diese Tage, wir schreiben Juli 2008, ins gleiche Horn des kulturrelativistischen Wahnwitzes und will allen Ernstes die Scharia für Streitschlichtung oder Mediation „sozialarbeiterisch nutzbar“ machen. Vor eben dieser islamischen Theokratie oder Allahkratie sind nicht wenige Frauen und Männer aus dem Iran oder aus Somalia zu uns nach Europa geflohen. Menschen wie die bei den Ex-Muslimen organsierten, die vom frauenfeindlichen „Recht“ der Sunna und Hadithen mehr als genug haben.

Grundgesetzlich ist der „besondere Schutz“ der Familie verbürgt. Im schariatischen Sinne kann von einem solchen Schutz keine Rede sein, weshalb in vielen islamisch geprägten Staaten reine Imam-Ehen verboten sind, anerkannt sind sie fast nie. Die Bundesregierung hätte hier einmal von der Türkei oder Tunesien lernen können, in denen antitheokratische (wenn auch leider oft wenig demokratische) Eliten seit Jahrzehnten darum bemüht sind, gerade in Bezug auf das Eherecht den ordnungspolitischen Islam zurückzudrängen, das heißt die angewendete, umgesetzte Scharia zurückzuweisen.

Es ist ernsthaft vorgesehen, dass die deutschen Standesämter nicht mehr an eine nachhaltige Dokumentationspflicht gebunden sind, nach zehn Jahren sollen die Daten in den Müll kommen. Im Klartext heißt das: Der Staat verzichtet auf einen Nachweis, dass jemals eine Ehe geschlossen wurde. Für künftige Unterhaltsklagen aber auch Erbstreitigkeiten dürfte das verheerend sein.

Noch ist es nicht zu spät: Die gedankenlos über Bord geschmissenen Paragraphen müssen wieder her beziehungsweise erhalten bleiben! Um Grundrechte und universelle Menschenrechte, namentlich Kinderrechte durchzusetzen, tut die kulturelle Moderne gut daran, die Gottesgesetze aus der Sphäre des internationalen namentlich islamischen Obskurantismus klar in die Schranken zu weisen.

Eine langfristige, zerstörerische Kraft gegen den säkularen Rechtsstaat dürfte nämlich in der Parallelwelt der Sunna und Scharia entstehen, zu der die neue Gesetzgebung ungewollt einlädt. Scharia setzt genau beim Personenstandsrecht und Familienrecht an.

Jedoch zielt Scharia auf Totalität und wird, einer sich immer enger um den Hals des Staatsbürgers ziehenden Schlinge vergleichbar, wieder und wieder fragen: „Was ist alāl (erlaubt, rein), was ist tahāra (rituell rein), was ist fard (verpflichtend)?“ Zur Beantwortung dieser ethischen und gesellschaftlichen Fragen sind Parlamente oder Paragraphen von Allah nicht vorgesehen.

Denn genau betrachtet sind die Gleichberechtigung von Frau und Mann, die Meinungsfreiheit, die Demokratie sowie das Personenstandsrecht … nicht ganz alāl.

5 Antworten to “078. Personenstandsrecht”

  1. Jacques Auvergne Says:

    Die Petition (”Ihr Schreiben”) datiert vom 08.12.2008, das Aktenzeichen wurde der Petentin im Schreiben (Eingangsbestätigung) vom 17.12.2008 mit folgenden Worten mitgeteilt: “Zu Ihrem Anliegen habe ich eine Prüfung eingeleitet. Sie wird voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Das Ergebnis werde ich Ihnen mitteilen.”

    Das o.g. Aktenzeichen “Bitte bei allen Zuschriften angeben”.

    Es ist keine öffentliche Petition im Sinne der beliebten ‘Online-Petitionen mit Diskussionsforum’, doch wer mitzeichnen möchte, und genau darum bitten die Blogs Schariagegner und Sägefisch die geneigten Leserinnen und Leser, kann das sicherlich tun und druckt etwa Nr. 077. auf diesem Blog aus
    https://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/07/10/077/

    oder eben wortgleich
    http://schariagegner.wordpress.com/2008/11/27/petition-zum-reformierten-personenstandsrecht/
    und mag die Begründung variieren oder ergänzen.

    Zweck der Petition ist es auch, die standesamtliche Voraustrauung zu erhalten bzw. das Verbot der religiösen Voraustrauung
    http://de.wikipedia.org/wiki/Verbot_der_religi%C3%B6sen_Voraustrauung

    mit dieser Gesetzesänderung wir nämlich einen Wildwuchs von nikah
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nikah

    befürchten, in dessen Dickicht die Dornen der Zwangsheirat und Polygamie die vormodernen ‘Schönheiten’ der Scharia bekunden

    j.a.

  2. Peter Says:

    Sehr geehrter Herr Auvergne,

    das Personenstandsrechtsreformgesetz (PStRG) vom 19. Februar 2007 wurde am 9. November 2006 durch den Deutschen Bundestag beschlossen; am 15. Dezember 2006 erteilte der Bundesrat die erforderliche Zustimmung. Am 23. Februar 2007 wurde das Gesetz im Bundesgesetzblatt verkündet.

    Hier stellt sich mir die Frage, weshalb man von der Verkündung eines Gesetzes im BGBl. bis zum Erheben substantiierter Einwände mehr als 20 Monate braucht, obwohl es Parlamentariern frei steht, ein als verfassungsrechtlich problematisch eingeschätztes Gesetz direkt vom BVerfG überprüfen zu lassen? Warum bitteschön wird man, anstatt diesen deutlich erfolgversprechenderen Weg zu wählen, erst wenige Tage vor Ultimo mit dem Vehikel einer Petition aktiv, welches schon in Anbetracht der üblichen Vorlaufzeit eines deutschen Gesetzgebungsverfahrens in der aktuell laufenden Legislaturperiode gar nichts mehr bewegen kann?

    Es ist vorhersehbar: man wird den Beschwerdeführern, da das Gesetz zum Zeitpunkt der Beratung im Ausschuß schon eine Weile in Kraft sein wird vorhalten, daß sich die vorgetragenen Befürchtungen in der Praxis so nicht bewahrheitet haben, schon deshalb, weil, wenn überhaupt, allenfalls sehr wenige gegenteilige „Einzelfälle“ bekannt werden können. Und diesen „wenigen Einzelfällen“ könne man ja mittels der in §§ 1303 ff BGB normierten Ehehindernisse und -verbote abhelfen (ich gehe mal davon aus, daß Sie einen möglichen ersatzlosen Fortfall auch dieser Vorschriften nicht übersehen haben).

    Mit freundlichen Grüßen,
    Peter

  3. Jacques Auvergne Says:

    Lieber Peter,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Politiker sind eben
    auch nur Bürger und Personenstandsrecht ist, gerade
    unter seinen (verflixterweise) zeitgleich abgehandelten
    datenschutzrechtlichen (und demnächst
    europarechtlichen?) Bezügen, ein den meisten Menschen
    schlicht langweilendes Thema. Alle haben die
    standesamtliche Trauung für einen alten Hut gehalten,
    im Sommer 2006
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/018/1601831.pdf

    oder dann bei der Abstimmung am 9.11.2006. Erst
    im Juli 2008 wachte jemand auf
    http://zettelsraum.blogspot.com/2008/07/zettels-meckerecke-nur-ein-pferdefu.html
    Seyran Ates nicht zu vergessen. Spät, mag ja so sein.

    Nur ganz wenige Menschen sind alarmiert, wenn sie
    vom ‚Recht‘ der Imam-Ehe hören, etwa ‚1001Geschichte‘
    http://www.1001geschichte.de/

    Gehen Sie ins nächste Rathaus oder Landesparlament
    und versuchen Sie, mit jemandem über die
    ‚Nebenwirkungen und Risiken‘ der Scharia bzw. Imam-Ehe
    zu sprechen, das ist fast so schwer, wie einen
    einflussreichen Imam zum Austritt aus dem Islam zu
    überreden.

    Richtig, Kurskorrekturen werden eher Jahre denn Monate
    dauern. Islamkritik ist etwas für Dickbrettbohrer.
    schließlich ist sind Scharia und nikkah-Ehe (nikah)
    gute tausend Jahre alt, beide ent-rechten die Frau.

    Und soll ‚ewig‘ in der Erdumlaufbahn herumflattern, glaubt
    man dem zwar wenig wissenschaftlichen aber dafür
    mächtigen Großmufti Mustafa Ceric aus Sarajevo, dem
    Vizechef des Europäischen Fatwa-Rates ECFR
    http://www.welt.de/politik/article1987988/Aufsatz_in_CDU_naher_Zeitschrift_fordert_Scharia.html

    dienstfertig vom pflichtgetreuen Yassin Musharbash
    verharmlost
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,553231,00.html

    doch nicht etwa nach dieser altehrwürdigen islamischen
    rhetorischen Konzeption? Der Kitman, der Îhâm,
    die Taqiyya, Flunkern, dass sich die Balken biegen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Taqiyya

    Muss aber nicht blumig-ornamentale taqiyya gewesen
    sein, schulisches PISA-Niveau und NRW-Abitur
    täten`s schließlich auch. Musharbash jedoch ist
    Arabist und Politologe, also kennt er den Abstand
    zwischen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
    (1948) und etwa der ‚Kairoer Erklärung der (Scharia-)
    Menschenrechte‘ (1990) genau, er betreibt damit
    wohl die taqiyya oder den iham (das aktiv die
    Unwahrheit Sagen) bzw. übt sich in der hohen
    Kunst des kitman (gezielt lügen durch Auslassung,
    die sorgsam kalkulierte halbierte Wahrheit). Scharia
    ginge mit Grundgesetz zusammen!? Und die Balken,
    sie biegen sich.

    Dieter Wiefelspütz meinte zu genau dem PStRG jedenfalls
    zum Wegfall des Verbots der kirchlichen/religiösen
    Voraustrauung einmal, war es ein lichter Moment oder
    ein Anflug von Melancholie:

    „Da ist uns etwas durchgegangen!“

    Man könnte von Interessen sprechen. Jeder Staat
    Europas bemüht sich, ein geduldetes Ehe- und
    Familienrecht der Scharia für das ethnoreligiöse
    Kollektiv “der Muslime“ als mit dem säkularen
    Zivilrecht kompatibel zu halten, niemand hat
    (bis auf Seyran Ates) hörbar „Nein!“ gesagt.
    Kampagnen wie die hier als „077.“ erwähnte Petition
    gibt es freilich ebenfalls in jedem Winkel der EU,
    dazu die farbenfrohesten Gerichtsurteile und
    Urteilsrevisionen.

    Wobei manch ein Franzose den (gescheiterten) Versuch
    des ‚Braut beschädigt, Geld zurück‘ als trickreiches
    („Legalismus“) Muskelspiel der Scharia-Lobby hält
    http://www.tz-online.de/de/aktuelles/welt/artikel_40378.html
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/22/443760/text/
    was aber nicht stimmen muss, verbohrter Multikulturalismus
    der Damen und Herren Richter aus dem nordfranzösischen
    Lille dürfte eigentlich ausreichen. Rousseau, ‚Der edle
    Wilde‘. Mag auch sein, dass Frau Hermans ‚Eva-Prinzip‘
    modern wird. Das kommt davon, wenn man nicht Alice
    Schwarzer liest.

    Der multikulturellen Schariaversteher zieht seinen Kopf
    aus der binnenstrukturierten Erwartung der Feministinnen
    und Imame, heißt Eric Vaillant und ist Sprecher des
    Gerichts im nordfranzösischen Douai. Nein, er will gar
    kein anderes Urteil. Der fehlender Blutfleck auf dem
    Bettlaken ist schon das Recht auf Umtausch der Ware.

    Nein, Monsieur Vaillant will die Sache anders verpacken,
    den Muslimen ihre Scharia-Ehre, den Dhimmis ihr
    Gutmenschentum. Ok, die Staatsanwälte haben ihn
    angewiesen, diese ihnen salomonisch erscheinenden
    Worte den neugierigen Kamerateams zu verkünden.
    Alle sind`s zufrieden. Vive la France:
    http://www.haz.de/newsroom/weltimspiegel/zentral/weltimspiegel/art699,733829

    Ates (und Wiefelspütz) sag(t)en:
    http://www.polaronline.de/article.php3?id_article=951

    Zugleich spricht es niemand aus, das Wort ‚Scharia‘.
    Was auch daran liegt, dass man kein Wikipedia liest
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schari%27a
    in dem die ‚ewige, unverhandelbare‘ Pflichtenlehre der
    Scharia als eindeutig grundrechtswidrig erklärt ist.
    Man druckst herum … nicht, dass die Saudis am
    Ölpreis drehen. Spritpreis entscheidet, nicht Polygamie.

    Zudem soll der Fiqh- und Scharia-Islam ja, geht es
    nach CIBEDO und Schäuble, ordentliches Schulfach sein
    und die KRM Körperschaft des öffentlichen Rechts und
    anerkannte Religionsgemeinschaft.

    Europas Sozialarbeiter wissen von Zwangsehen
    auch mit (sehr, sehr) minderjährigen Mädchen (10-13),
    unsere Bürgermeister oder Integrationsbeauftragten
    wollen diese Erfahrungen aber nicht anhören,
    jedenfalls nicht offiziell. Man lächelt verbindlich-eisig
    und rauscht (offiziell) zum Tee … in die Moschee.
    Nikkah (nikah) ist und bleibt völlig unabhängig von jedem
    geänderten oder nichtgeänderten Zivilrecht ein
    rechtsfreier Raum, der islamische Ehevertrag bleibt
    ein windiger Kauf-Vertrag: §§ 1303 ff BGB
    (Definition der Ehehindernisse) berührt die
    Imam-Ehe in keiner Weise – und ist für keine
    Art religiöser Eheschließung einschlägig.

    Das Problem ist der Konformitätsdruck
    fundamentalistischer Milieus bei oft vorhandenen
    vormodernen Zaubersprüchen (Koransuren, Fatwas),
    gegen deren Folgen indoktrinierte oder/und
    verprügelte Frauen kaum jemals zivilrechtlich
    klagen werden (sie würden der archaisch
    denkenden Großfamilie als „Verräterinnen“
    gelten). Statt säkularer Rechtssicherheit gilt das
    ‚orientalische Lebensgefühl‘, etwa in irakisch Kurdistan
    http://www.stophonourkillings.com/?name=Blogs&file=display&id=23
    http://www.equalityiniraq.com/index.php?option=com_content&view=article&id=45&Itemid=62
    Die entsprechenden ‚Gender‘-Bilder werden
    anerzogen, verstärkt, verewigt. Man ‚inspiriert
    sich wechselseitig‘: Nationalismen und
    Fundamentalismen überlagern sich,
    Hauptsache frauenfeindlich genug.

    Vielleicht wird der Wegfall des Verbots der
    Voraustrauung ja noch 2008 zurückgepfiffen.
    Sind ja noch 24 Stunden. Oder man repariert
    die Sache später, nach dem ‚Superwahljahr‘.

    Damit keiner sein Gesicht verliert, Islamkritik
    kostet Wählerstimmen und gäbe dem politischen
    Gegner Munition. Winner-Typ sein. Die Sache
    im Griff haben. In 12 Monaten haben wir
    750.000 neue Arbeitslose, da ist für ein paar
    Exemplare Kindbraut oder/und Zweitfrau
    keine Zeit.

    Scharia hat auch Strafrecht im Programm.
    Scharia ist aber zunächst Sexualpolitik, Ehebett,
    schwangerer Bauch und Säugling. Und das
    Aufenthaltsbestimmungsrecht und die
    Religion des Kindes, die natürlich NICHT
    gewechselt werden darf. Ein schariatisch
    (was unter anderem ‚einfach‘ auch heißt: ein
    „kollektivistisch statt auf das Individuum bezogen“)
    interpretierter Artikel 4 verstößt gegen GG Art. 3.
    Allah sieht die Sache aber wesentlich entkrampfter.
    Dr. Schäuble sieht das Ganze … islamoptimistisch.
    Kultursensibel, Differenziert. SPD/GRÜNE desgleichen.

    Dr. Peter Scholz, Berlin zu Scharia und deutscher
    ordre public
    http://www.gair.uni-erlangen.de/Scholz_Islam-rechtliche_Eheschliessung.pdf
    dort z.B. unter Ehemündigkeit, Polygynie,
    Heiratsvormund, Ehehindernisse suchen.
    „Der ordre-public-Vorbehalt greift nur ein,
    wenn die Unvereinbarkeit mit wesentlichen
    Grundsätzen des deutschen Rechts
    offensichtlicher Natur ist. Man spricht insoweit
    von der inhaltlichen Relativität des ordre public.“

    Die EU und BRD muss sich gegen die nikkah-Ehe
    der islamischen Orthodoxie entscheiden, auch
    auf die Gefahr hin, dass Erzbischof Rowan Williams
    traurig guckt:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,534024,00.html
    Der Christ Williams WILL Allahs Gesetz für Allahs
    britische Familien, warum auch immer.

    Das ’nation-building‘ in Irak und Afghanistan ist aus
    säkularer Sicht (in God`s Own Country tummeln sich
    bibeltreue politische Blindfische) katastrophal verunglückt,
    dort bedeutet gute Sitte nämlich Scharia-Vorbehalt, und der
    umrahmt (umkrallt, umwürgt) jetzt jedes Gesetz
    http://www.abschiebung.afghanhindus.de/Information/2006_04_05_Sprung_Keine_Religionsfreiheit_in_Afghanistan.pdf

    Bekommt Europa den ‚Rechtspluralismus‘
    (nennt es der Schweizer Prof. Christian Giordano),
    die muslimische Sondergesetzlichkeit (zunächst)
    für das Familienrecht? Damit: Die Rechtsspaltung?
    http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/scharia-gerichte_fuer_die_schweiz_1.1606772.html

    „Wir haben keinen Sinai“, die freiheitliche Demokratie
    empfängt leider keine heiligen Steintafeln. Oder, etwas
    moderner: Aus dem Konzept der ‚offenen Gesellschaft‘
    folgt das der ‚offenen Geschichte‘. Beck nennt es
    „Risikogesellschaft“. Errare humanum est, mit Betonung
    auf ‚human‘ gelesen: Seien wir nicht zu streng mit uns.

    „Leute, pflanzt Bananen, die Republik ist schon da“.
    (unbekannt)
    „Bitte hinten anstellen und jeder nur einen Stein!“
    (Leben des Brian)

    Mehmet Kilinc von der Schura Bremen will die ganze
    Rechtleitung nach Allahs Pflichtenlehre. Tssss, da,
    oh Dieb, da naht das Säbelsausen:
    http://www.taz.de/regional/nord/bremen/artikel/?dig=2008%2F12%2F13%2Fa0036&cHash=e16af01ec7

    Ihnen ein frohes neues Jahr
    2009 einer schariafreien Zone,
    Jacques Auvergne

  4. Fan Says:

    Lieber Jacques, dies schrieb mir Fan:

    Olympe de Gouges würde sich im Grabe umdrehen.

    An die Leser dieses Blogs,

    lest doch mal diesen Artikel über Sibel Üresin, eine eifrige Männerrechtlerin und Familienberaterin in der Türkei, die sich auch noch für alle orthodoxe Muslime, rechtlose Geliebte und deren uneheliche Kinder einsetzt.

    Erdogans Jubeltruppe, Internationales Patriarchat und die Islamophilie der Dhimmis, Lobbygruppen, die sich prima ergänzen und gegenseitig bestärken.

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/tuerkei-frau-ueresin-und-die-polygamie-1.1102248

    http://www.tagesspiegel.de/politik/tuerkische-verhaltensforscherin-fordert-legalisierung-der-vielehe/4217970.html

    Viel Erfolg bei eurem Engagement für allgemeine Menschenrechte und freiheitliche Demokratie

    Ümmühan Karagözlü

  5. Dwarslöper Says:

    Taharrusch dschamai
    Taharrush gamea
    taḥarrush jamāʿī
    تحرش جماعي‎
    _
    _

    NZZ, 18.01.2016

    Frauen sind keine Verfügungsmasse

    Islamverharmloserin Seyran Ateş:

    „haben die jungen muslimischen Männer am Kölner Dom kein Unrechtsbewusstsein darüber, dass sie etwas Falsches tun, wenn sie fremde Frauen anmachen und begrabschen. Nach ihrem Verständnis wollen diese Frauen das, sonst wären sie nicht um diese Zeit an diesem Ort. Eine anständige Frau bleibt zu Hause und zieht sich nicht aufreizend an“

    [authentisch islamisch, damit allerdings nicht nur nach dem Verständnis der jungen Männer nicht, sondern nach Allahs Rede und Mohammeds Befehl: Ohne triftigen (schariagemäßen) Grund darf die Frau das Haus ihres Besitzers (erst Vater; später Ehemann) nicht verlassen und ohne Erlaubnis ihres Vaters bzw. Ehemannes ebensowenig. Das ist kein „Islamismus“ oder „politischer Islam“ den es gar nicht gibt, das sind Sure und Hadith.]

    „Man kann bei interkulturellen Konflikten nicht genug um Differenzierung und Zurückhaltung bemüht sein. Dennoch ist es im Fall von Köln falsch, in gewohnter Manier zu relativieren und zu ignorieren, dass diese jungen Männer aus einer frauenfeindlichen Haltung heraus gehandelt haben und dieses Verhalten tatsächlich auch mit ihrer kulturellen und religiösen Sozialisation im Zusammenhang steht. Sie haben die Gunst der Silvesterfeierstunde ausgenutzt, um Frauen anfassen und ausrauben zu können. Wenn das jemand mit ihren eigenen Frauen machen würde, würden sie wohl zu Mördern werden. Sie haben Alkohol getrunken, obwohl ihnen dies eigentlich nicht erlaubt ist. So gehorchen sie der Doppelmoral von Hinterwäldlern. [aha, die Täter sind noch nicht islamisch genug?]

    Wie aber schaffen wir es, über muslimische Machokultur, über unterdrückte Sexualität und Frauenhass zu sprechen, ohne männliche Migranten aus dem Nahen Osten und den Islam unter Generalverdacht zu stellen?“

    [ Warum versäumt Seyran Ateş, zu sagen: Endlich weg mit den Gesetzen der Scharia, weg mit dem Wohlverhalten und Frauenbild der Scharia, weg mit dem Schariavorbehalt so vieler Staatsverfassungen, weg mit Hidschab, Beschneidung, Kindbraut Polygamie, Höllenangst? ]

    „besitzt sexuelle Belästigung in der islamischen Welt eine andere Dimension. Sie gehört zum Alltag der Frauen“ [… Latenter Taharrusch gamea (T. dschamai) ist Alltag, das stimmt, aber: … ]

    „die islamische Welt“ [Nein! Es gibt nur eine Welt … will Ateş die AEMR und die Gleichberechtigung von Mann und Frau oder nicht?]

    „Die westliche Frauenbewegung“ [schlimm, wie Ali Schariati. Nein, wir brauchen keine Spaltung in Westwelt und Ostwelt, okzidentalen Feminismus und orientalischen Feminismus / Islamfrauenrechte.]

    „ohne den Islam, meine Religion, zu der ich stehe, in den Dreck zu ziehen“ [einen islamschönen sprich mode-hässlichen Hidschab für unsere Seyran bitte, wer eigentlich ist ihr Mahram oder Wali.]

    „Männer und Frauen sind vor Allah gleichwertig.“ [Genau. Alles andere steht in Koran und Hadith.]

    http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/frauen-sind-keine-verfuegungsmasse-1.18678911

    __
    __

    Taharrush jamai. A modus operandi in Stockholm, too

    Roger Ticoalu, der Chef für Veranstaltungen beim Stockholmer Stadtrat.

    Daily Mail: „a larger group doing it almost in an organized way … a large group of boys surrounding the girls … “

    ( Now Swedish police are accused of covering up sex attacks after news blackout on migrant gang surrounding and molesting teenage girls at music festival )

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3394161/Now-Swedish-police-accused-covering-sex-attacks-news-blackout-migrant-gang-surrounding-molesting-teenage-girls-music-festival.html

    __

    Guardian: „It was a modus operandi that we had never seen before: large groups of young men who surround girls and molest them …“

    ( Swedish police accused of covering up sex attacks by refugees at music festival )

    http://www.theguardian.com/world/2016/jan/11/swedish-police-accused-cover-up-sex-attacks-refugees-festival

    __

    WELT: „… Gruppen von Jugendlichen und jungen Männern systematisch junge Frauen und Mädchen eingekreist und betatscht …“

    ( Schwedische Polizei gerät in Bedrängnis )

    http://www.welt.de/politik/ausland/article150872852/Schwedische-Polizei-geraet-in-Bedraengnis.html

    __

    NZZ: „…Gruppen junger Männer hätten Frauen gezielt umringt …“

    ( «Kölner Probleme» auch in Schweden )

    http://www.nzz.ch/international/koelner-probleme-auch-in-schweden-1.18675990

    _
    _

    Rheinische Post:

    Musikfestival „We are Sthlm“. Polizei vertuscht sexuelle Massenübergriffe in Schweden

    Die 15-jährige Anna erinnert sich an den Festivalbesuch: „Vor allem bei den Konzerten war es schrecklich. Wenn man in die Menschenmenge gegangen ist, begannen sie einen sofort anzugrapschen. Die haben uns umringt, eine meiner Freundinnen fiel zu Boden und da haben die sich direkt auf sie geworfen“, sagte sie der Zeitung. Einige der Jugendlichen, der Polizei zufolge meist unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Afghanistan, steckten ihre Hände in die Hosen der Mädchen. […]

    http://www.rp-online.de/politik/ausland/schweden-in-stockholm-wurden-sexuelle-massenuebergriffe-vertuscht-aid-1.5684961

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