104. Eine islamkonforme Schullektüre

إبرَاهِيم

Ibrāhīm (arabisch),

hebräisch Abraham

Monsieur Ibrahim und die

Blumen des Koran

Ein Zwischenruf von Cees van der Duin

Heute bekomme ich ein merkwürdiges Buch in die Hände, Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran. Ein Elfjähriger jüdischer Junge wird von seinem grausamen Vater gequält, der irgendwann arbeitslos wird und feige Selbstmord begeht. Naja, Selbstmord ist im edlen Islam so was von verboten. Es sei denn, körperlich zumal sexuell misshandelte Frauen in Pakistan oder Anatolien begehen ihn, die ohnehin nicht so leicht ins Paradies kommen wie in die Hölle. Damit der jüdische Junge nicht so orientierungslos aufwächst, springt ein freundlicher und allgemein beliebter Händler des Stadtviertels ein, der gütige Mann ersetzt einen Vater und ist zudem auch gottesfürchtig, wenn er auch, wundert uns das jetzt, kein Jude ist, sondern Muslim.

Das Buch soll als Schullektüre längst massenhafte Verbreitung gefunden haben. Pädagogische Botschaft bis zu dieser Stelle: Jüdische Väter können grausam sein, arabische Männer hingegen sind in der Lage, eine väterliche Rolle auszufüllen. Was eigentlich ein makabrer Scherz sein könnte. Es kommt noch dicker, um es kurz zu machen: Der Junge tritt zu Islam über. Was heißt aus Allahgottes Perspektive „tritt über“ beziehungsweise konvertiert, islamkonform muss es vielmehr lauten: Der Junge rekonvertiert.

Denn eigentlich ist er nach dem fitra-Konzept von Sunna und Scharia ja bereits Muslim gewesen, weil jeder Mensch von Geburt an Muslim ist, sofern er nicht von seinen unwissenden (christlichen) oder gottesleugnendenen (jüdischen) Eltern irregeführt wird. Monsieur Ibrahim erklärt dem Heranwachsenden die Welt, natürlich in islamischer Interpretation, und schwärmt von den Schönheiten des wenig juden- und frauenfreundlichen Büchleins namens Koran. Ein kleiner Jude weniger, ein kleiner Muslim mehr. Korankritik scheint dem Autor nicht vonnöten, wird uns jedenfalls nicht mitgeliefert.

Ibrahim ist eine Anspielung auf den weltbekannten hebräischen Stammvater Abraham, der Junge heißt Moϊse oder Momo. Der drei Jahrtausende alte Moses war bekanntermaßen als Kind in einem Korb im Schilf ausgesetzt, ein legendäres Waisenkind auf den strömenden Wellen des ungewissen Lebens. Doch aus islamischer Doktrin war der ägyptische Moses natürlich bereits rechtgläubig sprich muslimisch.

Warum nimmt das jeder hin in der deutschen Bildungslandschaft und Lehrerausbildung, warum protestiert niemand dagegen, dass hier offen die Konversion zum Islam beworben wird, aus dem es bekanntermaßen kein Entrinnen ohne Lebensgefahr gibt? Indem der Jude als herzlos und grausam dargestellt wird dürfen wir zudem von einer antisemitischen Dimension sprechen. Der erlösungsbringende väterliche Muslim wird zum seelisch gesunden Mann und zu einer vorbildlichen Führerfigur stilisiert. Was über den eine antagonistische Stellvertreterfunktion einnehmenden brutalen und falschen Juden, der seinen leiblichen Sohn auch noch über einen gar nicht vorhandenen Bruder Momos belogen hat, ja womöglich das Judentum insgesamt verhöhnt, spätestens mit dem massenhaften Lesen in Deutschlands Klassenzimmern und in politisch-korrekter und das heißt heute, anders als 1933, in entgrenzt islamfreundlicher Atmosphäre. Oder bin ich da zu empfindlich?

Wir müssen fordern, dass in der Schule schleunigst ein ergänzender Text gelesen wird, in dem der misshandelte Sohn des gemeinen muslimischen Vaters zum Judentum übertritt weil er dort Zuwendung und Verlässlichkeit erfährt. Mein Vorschlag für den Titel: Monsieur Abraham und die Blumen des Talmud. Oder, wie wäre es, Söhnchen konvertiert zum Atheismus und findet sein Glück als Ex‑Muslim?

Was für eine schmierige Unterwürfigkeit gegenüber dem feudalen und erpresserischen Herrschaftskult der Scharia schwingt denn da bitte mit, in diesem Schulbuch, das im Originaltitel und auf Französisch Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran heißt und von einem gewissen Éric-Emmanuel Schmitt elsässischer Abstammung verfasst worden ist?

Gegen Schmitt sind offensichtlich sehr berechtigte Plagiatsvorwürfe erhoben worden, weil das erwähnte Buch allzu viele Ähnlichkeiten mit „La vie devant soi – Du hast das Leben noch vor dir“ von Romain Gary aufweist. Gary wurde 1914 in Vilnius (deutsch Wilna, jiddisch Wilne), sprich in Litauen als Roman Kacew geboren, war französisch-jüdischer Pilot, musste vor den Nationalsozialisten aus Frankreich nach England flüchten, wurde Autor und Diplomat und machte sich beispielsweise als talentierter Schriftsteller einen Namen.

Cees van der Duin

9 Antworten to “104. Eine islamkonforme Schullektüre”

  1. Jacques Auvergne Says:

    Danke, ein nützlicher Beitrag,
    Cees hat Geschmack und Hirn
    und einen Volltreffer gelandet.

    Der Erste ist er nicht gewesen,
    wie ich gerade höre, doch dann
    vielleicht der zweite Europäer,
    der die Islamhuldigung dieses
    Buches sieht und anprangert,
    das als Schullektüre in der Tat
    nicht länger zu verantworten ist.

    Hier hat schon mal jemand klar
    geblickt und persönliches
    Angekommensein in der kulturellen
    Moderne bewiesen
    http://www.talmud.de/artikel/rezension/monsieuribrahim.htm

    Islamverteidiger Dr. Michael Krämer,
    Referent beim Bildungswerk der
    Diözese Rottenburg-Stuttgart,
    sah das wohl gänzlich anders,
    jedenfalls warb er für dieses Buch
    in einem ev. Gemeindezentrum
    http://www.familienbildung-vaihingen.de/fbv%204theo-paed-psy%20gespraech.htm
    http://www.kbw-ludwigsburg.de/2007-2/gemeinde.html

  2. antifo Says:

    „Warum nimmt das jeder hin … Oder bin ich da zu empfindlich?“

    Weil sich keiner dazu entschließen kann, zu bekennen, daß dieses Land eben auch eine Identität hat. Nur wenn man eine eigenen Identität hat, läßt sich eine andere Identität kritisieren. Hat man keine, dann ist das so, wie wenn man mit einer Steilklippe im Rücken gegen einen Gegner kämpfen würde, der einem den Garaus machen will. Meist wird ja unsere westlich-säkulare Auslegung der allgemeinen Menschenrechte mit einer Identität verwechselt, aber die Wahrheit ist, daß es in dieser unserer Auslegung nicht mal mehr einen Moralbegriff gibt. Das ist nicht als Anklage von irgendjemandem gemeint, sondern als nüchterne Feststellung, die sich formaljuristisch belegen läßt.

    Hierzu ein kleiner Ausschnitt aus der Rede des jetzigen Moskauer Patriarchen vor dem UN Menschenrechtsrat vom März letzten Jahres:

    „Ich würde Sie gerne daran erinnern, daß die UN Richtlinien unter anderem auf der Grundannahme von 1948 in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte einer beschränkten Auswahl, um “den gerechten Anforderungen der Moral zu genügen” basieren. Leider läßt die Europäische Grundrechte-Charta diese Beschränkungsklausel weg.“

    http://antifo.wordpress.com/2009/03/15/rede-des-moskauer-patriarchen-vor-dem-un-menschenrechtsrat/

    Ohne eigenen Moralbegriff kommen wir zwangsläufig in die Defensive und weil wir die Defensive scheuen, trauen wir uns nicht, uns ordentlich in die Diskussion einzumischen.

  3. Emir Baydur Says:

    Ich habe beim surfen und nachrecherchieren des oben genannten Buches zufällig diese Seite angeklickt, und muss sagen ,dass ich wirklich beschämt über derartig rassistische Äußßerungen bin, welche von Menschen stammen die die Ausländer. bzw. Religionsfeindlichkeit und die Missachtung in ihren Worten offenbar selbst nicht warnehmen… Es ist schrecklich zu sehen wie sich irgendwelche Idioten über ein buch äußern das sie selbst wohl überhaupt nicht verstanden haben!

    Keinesfalls geht es n diesem Buch um irgendwelche Judenväter die ihre Kinder „quälen“, oder Moslems die ASlcohol trinken und zu Prostituierten gehen und Berühmtheiten übers Ohr hauen.

    Sie Herr oder Frau Cees van der Duin sollten sich am besten die Kugel geben, oder bevor sie Hassreden über ein Buch im Internet verbreiten, ersteinam zurück zur Grundschule gehen und den kompletten Deutschunterricht inklusive Abitur nachholen. Ich bin wirklich Fassungslos das jemand so verbissen sein kann, dass er in einem Buch das liest was er lesen möchte, jedoch das worum es in wirklichkeit geht volkommen über“ließt“….

    Um Ihnen nocheinmal klarzumachen was sie an diesem Buch einfach nicht kapiert haben möchte ich ihnen kurzl davon berichten worum es in Wirklichkeit geht:
    SCHEISEGAL, welche Religion, SCHEISEGAL welches alter, und SCHEISEGAL welcher Ort, Glücklich werden kann man immer und überall. Wenn Mr. Ibrahim sagt er weiß was in seinem koran steht, dann meinte er das nicht wortwörtlich, nein, er meinte den Brief und die Blumen, aus diesem Grund konnte er auch Glücklich sein ohne in seiner Heimat zu leben. Nur vor dem Sterben, da wollte er noch ein allerletztes mal seine Heimat sehen.

    Es ist schon spät also wünsch ich allen Menschen die keine scheuklappen tragen eine gute nacht, den andren möchte ich nur eines mit auf den Weg geben:

    FICKT EUCH ALLE !

    Emir Baydur

  4. Jacques Auvergne Says:

    Sehr geehrter Herr Emir Baydur,

    zwei Menschen haben zwei Meinungen – und das ist auch gut so.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Jacques Auvergne

  5. Emir Baydur Says:

    Sehr geehrter Herr Jaques Auvergne,
    Ich bin völlig ihrer Meinung, nur bin ich auch der Meinung das man , wenn man einen Beitrag mit den Stichworten Zusammenfassung, Inhaltsangabe oder Interpretation verlinkt, sachlich über dieses Buch schreiben sollte, was leider nicht geschehen ist. Falls ich allszu ausfallend geworden bin möchte ich mich entschuldigen, es war spät und ich hatte bei meiner suche nach Informationen zu diesem Buch nicht mit solchen Äußerungen gerechnet.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Emir Baydur

  6. Jacques Auvergne Says:

    Sehr geehrter Herr Emir Baydur,

    Emotionalität macht uns menschlich.

    Sachlichkeit liegt auch mir am Herzen. Und seien Sie unbesorgt, die Rettung ist da und auch der ultimative, sachdienliche, sachgerechte, kurz: Der sachliche Text zum Buch „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ von meinem Landsmann Éric-Emmanuel Schmidt. Es ist dieser Zwischenruf von Cees van der Duin, dem es sogar gelungen ist, die feine Rezension der Kirsten Groß zu übertreffen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jacques Auvergne

    Kirsten Groß zu dem gefährlichen Buch des Monsieur Schmitt
    http://www.talmud.de/artikel/rezension/monsieuribrahim.htm

  7. Natalia Says:

    Hallo,

    ich bin per Zufall hier rein geraten und möchte nun, nach dem Lesen der Kritik, unbedingt etwas loswerden.
    Haben Sie das Buch überhaupt gelesen? Ich meine, RICHTIG gelesen?

    Klar, es ist richtig dass ein böser jüdischer Vater und ein guter muslimischer Kaufmann darin vorkommen. Alles in Ordnung.
    Nur, der wahre Fokus des Buches saß gerade nicht auf den Religionen, das ist hier etwas anderes das Wichtige.
    Momo ist zum Anfang des Buches zu Prostituierten gegangen, weil er Liebe und Zuwendung suchte; die hat er letztendlich bei M. Ibrahim gefunden. Dieser sagte im Laufe des ganzen Romans auf fast alles, das in Momo fragte: „Ich weiß nur das, was in meinem Koran steht.“

    Das ist der wichtige Satz im Buch, denn: als er stirbt und Momo am Ende seinen Koran erbt, findet er ihn ungelesen. Richtig, M. Ibrahim hat ihn selbst vermutlich nicht gelesen (ich glaube irgendwann im Laufe des Buches stellt sich sogar raus, dass er nicht lesen kann), sondern darin nur Blumen gepresst (daher auch der Titel: „…und die Blumen des Koran“). Die Blumen hier stehen für die Lehre M.Ibrahims: Glück kommt vom Lächeln, das Lächeln kommt von Herzen, in allem steckt Schönheit, etc.

    Das alles hat in dem Buch nicht den geringsten Bezug zum Islam.

    M. Ibrahim redet nämlich mit Momo nicht über Allah oder über die Rolle der Frau – er redet über das Tanzen und über Mülltonnen.

    Das heißt, auch wenn er Muslim ist und Momo Muslim wird, ist dieses Buch meiner Meinung nach keineswegs ein Aufruf zur Konvertierung zum Islam. M. Ibrahim vertritt eine Lehre, die in Wahrheit jenseits von Religionen funktioniert. Momo konvertier später, um „wirklich“ sein Adoptivsohn zu werden und sich in dieser Idee zu bekräftigen.

    Noch ein Punkt: das Buch wird von Schülern meistens in der 11.Klasse gelesen. Ich bin jetzt in der 11.Klasse. Ich denke in dem Alter ist man „reif“ genug, nicht jeden Roman den man liest gleich in die Tat umsetzen zu wollen! Es ist doch ähnlich wie bei der Diskussion um „Sakrileg“ vor ein Paar Jahren: Bücher sind doch immer noch Kunstwerke, fiktive Werke, aber wer sagt denn, sie hätten überhaupt einen Anspruch darauf, eine Bedienungsanleitung zu sein?

  8. Jacques Auvergne Says:

    Sehr geehrte Natalia,

    vielen Dank für Ihren Kommentar, der viele interessante Anregungen enthält. In der Tat sollte man über die Schullektüre ‚Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran‘ ausführlich sprechen, schließlich wird sie in Frankreich und Deutschland ärgerlich häufig im schulischen Unterricht eingesetzt.

    Möchten Sie sagen, der Koran habe nichts mit dem Islam zu tun und Ibrahim sei nicht religiös? Beides ist kaum plausibel zu machen, und, den Koran betreffend, der die geheiligte Ungleichbehandlung der Frauen und Nichtmuslime als heilssichernd fordert, kehre ich Ihren Satz um:

    ‚Haben Sie den Koran überhaupt gelesen? Ich meine, RICHTIG gelesen?‘

    Natialia sagte ‚das Buch‘, ich sage ‚der Koran‘. Und Jacques Auvergne kennt das recht äquidistante Lebenswerk und schariafreundliche künstlerisch-politische Wirken des Autors, Éric-Emmanuel Schmitt, gründlich, und den Koran seit immerhin 25 Jahren. Der Koran ist kein dickes Buch, viele Menschen, auch Analphabeten, kennen ihn in Teilen ziemlich perfekt auswendig.

    Noch ein Wort von Ihnen darf ich auf den Befehl der gewaltbereiten Gottheit anwenden, meine Ergänzungen in Fettdruck:

    ‚ISLAMISCHE Bücher WIE DER KORAN UND DIE HADITHSAMMLUNGEN sind doch immer noch Kunstwerke, fiktive Werke, aber wer sagt denn, sie hätten überhaupt einen Anspruch darauf, eine Bedienungsanleitung zu sein?‘

    Damit wären Sie sehr im Irrtum befindlich, jedenfalls würde man Ihnen das in Karachi oder Dschidda und inzwischen sicherlich wieder auch in Kairo oder Istanbul klar machen – und zwar, fürchte und bedaure ich, mit kurzer Verwarnung und dann rasch mit brutaler körperlicher Gewalt. Denn, insofern haben Sie ins Schwarze getroffen und hätte ich es nicht besser sagen können: Der Koran ist die Bedienungsanleitung – um ins Paradies zu kommen. Zugleich ist der Koran das politische Gesetz, jedenfalls die Basis der Rechtssprechung (Scharia, fiqh).

    Nicht lesen zu können ist nun wirklich gar kein Schutz vor den differenziert diskriminierenden Forderungen der Koransuren, Hadithe und Fatwas. Das Islamische Recht ist da sehr fürsorglich und denkt für Frauen und Analphabeten sozusagen gleich mit.

    Warum, müssen wir fragen, ist Monsieur Ibrahim denn kein Ex-Muslim? Warum denn bitte konvertiert Momo nicht vom Islam zum – sagen wir einmal – Buddhismus, Christentum oder Taoismus? Der – fiktive – Junge würde bedroht werden, was Éric-Emmanuel Schmitt natürlich genau weiß.

    Der doktrinäre Anspruch der allahkratischen und koranzentrierten Lebensweise, die Scharia, verstößt gegen das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, weil die Frau nur die Hälfte erben darf, der Mann sich Zweit- bis Viertfrauen anschaffen darf und die Frau verstoßen (at-talâq). Der Vater, dem und seiner Sippe die Kinder auch bei Frauenverstoßung als (islamrechtlich) rechtmäßiges Eigentum gehören, darf als walî mudschbir seine jungfräuliche Tochter in die erste Ehe zwingen – das ist Scharia, das ist Islam. Die Frau muss sich verschleiern (hidschâb), weil ihr Leib die Tugend der Männer gefährdet und lebenslang wesentlich mehr von bösen Geistern und Teufeln umflattert ist als ein maskuliner Körper, auch das ist orthodoxer Islam. Einen anderen organisierten Islam mag es in zweihundert Jahren ja geben, heute und bei der deutschen Milli Görüs (IGMG) oder beim Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) wird man ihn vergeblich suchen.

    Quelle, Wali mudschbir: wali mujbir

    http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&code=4&faqtitleID=5&lang=eng

    Quelle, Frau und Teufel: Ralph Ghadban: ‚Im hadîth heißt es, die Frau ist eine ‚aurah. … Aus diesem Grund wurde die Frau verteufelt, weil ihre Erscheinung allein die Männer verführt.‘

    http://www1.bpb.de/themen/IYRYVB,6,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html#art6

    Éric-Emmanuel Schmitt ist zu feige, gegen den hidschâb und gegen das Prinzip des walî mudschbir zu schreiben. Deutschlands Lehrer tun es ihm gerne gleich, denn Islamkritik könnte das Ende der Karriere bedeuten.

    Die politreligiöse Schlinge der schariatischen Erpressung beginnt sich ganz langsam zuzuziehen.

    Ich bin dagegen, dass Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran in Frankreich oder Deutschland an staatlichen (öffentlichen) Schulen gelesen wird. Das sage ich als Sozialpädagoge, der täglich mit Schülerinnen und Schülern zu tun hat. Ich weiß, das Buch wird fast überall gelesen, das ist jetzt mein Problem. Nun, nicht mein größtes. Zurück zum Thema:

    Halten Sie den – fiktiven, ja – freundlichen alten Herrn Ibrahim, der ’nicht über Allah oder über die Rolle der Frau‘ (Natalia) redet, für einen fiktiven Islamkritiker, der meiner Werthaltung sehr ähnlich fühlt und denkt? Es sind übrigens leider gerade die sehr Radikalen, die den Islam als ‚Naturreligion‘ betiteln und sich dabei auf Mohammed und auf al-Ghazâlî (gestorben 1111 n. Chr.) berufen können.

    Ich wünsche mir, dass Sie, im 11. Schuljahr, ‚über die Rolle der Frau‘ im Islam sprechen, während Schmitts Lektüre gelesen wird. Dann mag der Spruch Gültigkeit haben, dass ‚Lesen bildet‘.

    Jurist Mathias Rohe aus Erlangen möchte schariatische Argumentation in Gerichtssälen zulassen, der schweizerische Anthropologe Christian Giordano will den ‚Rechtspluralismus‘ in Europa rasch verwirklicht sehen, für ‚Muslimstaatsbürger‘ gelten dann andere Gesetze als für ‚Nichtmuslimstaatsbürger‘, der britische Erzbischof Rowan Williams will die Scharia und die Islamischen Scharia-Gerichte. Ich will Staatsbürger, kein schariapflichtiges, rechtsparalleles ‚Muslimvolk‘ (vgl.: umma als Nation of Islam; millet; dhimma; hisba). Ich bin gegen eine solche Rechtsspaltung im Familienrecht und möchte Sie, sehr geehrte Natalia, ermutigen, die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die mit dem orthodoxen Islam nicht zu machen ist, weltweit voranzutreiben und in Europa zu erhalten.

    Quelle: Hisba als Pflicht eines Muslims

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah#Hisba_als_Pflicht_eines_Muslims

    Ich bin für die universellen Menschenrechte, wie sie im deutschen Grundgesetz ihre Wirkung zeigen. Religion, auch islamische, kann gerne Privatsache sein, Bassam Tibi oder Necla Kelek weisen hier Wege, doch bereits beim Bedrohen kleiner Kinder (‚Wenn du kein Kopftuch trägst, kommst du in die Hölle, wenn du nicht fünf mal am Tag betest, kommst du in die Hölle‘) kann von der grundgesetzlich geschützten Religionsfreiheit keine Rede mehr sein.

    Quelle, Fundamentalismus pur: Sonia-Iman Rassoul: Wenn muslimische Mädchen weinen

    Unsere Schule betreffend, soll sich kein Kind oder Jugendlicher, egal ob männlich oder weiblich, aus ‚religiösen‘ Gründen vom Sport-, Schwimm-, Sexualkunde-, Biologie- (Evolution) oder Kunstunterricht (Bilderverbot) abmelden dürfen, unsere irgendwie mehr oder weniger ‚muslimisch‘ sozialisierten Mädchen sollen mit auf Klassenfahrt und in den Sommerferien nicht in der Türkei mit ihrem Cousin verheiratet werden.

    One Law For All. Everywhere.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jacques Auvergne

    Zum Weiterlesen:
    Ralph Ghadban: Das Kopftuch in Koran und Sunna. Das Frauenbild hinter dem Kopftuch

    http://www1.bpb.de/themen/IYRYVB,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html

  9. Karsten Hilchenbach Says:

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran ist ein französischer Film von François Dupeyron aus dem Jahr 2003. Er wurde ein internationaler Erfolg und ein spätes Comeback für Omar Sharif in der Titelrolle, der für seine Rollengestaltung mehrfach ausgezeichnet wurde.

    ===

    Omar Sharif, auch Omar El-Sharif, ursprünglich Maechel (Michael) Chalhoub, (* 10. April 1932 in Alexandria, Ägypten) ist ein ägyptischer Schauspieler aus einer libanesischen Familie und ein international bekannter Bridge-Spieler. …

    Nach 1953 trat er vom Christentum zum Islam über, nahm den Namen Omar El-Sharif an und heiratete 1955 die populäre ägyptische Schauspielerin Faten Hamama, was seinen Bekanntheitsgrad in der arabischen Welt schlagartig erhöhte. …

    Im Februar 2008 wurde bekannt, dass Sharif am 19. jenes Monats von einem kalifornischen Richter zu 300.000 $ Schmerzensgeld verurteilt worden war. Er hatte 2005 in Beverly Hills in betrunkenem Zustand einen Parkplatzwächter aus Guatemala verprügelt, der darauf bestanden hatte, in Dollar entlohnt zu werden. Stattdessen wollte Sharif mit einem 20-Euro-Schein bezahlen. In derselben Meldung wurde daran erinnert, dass Sharif im August 2003 in Frankreich verurteilt worden war, weil er gegen Polizisten handgreiflich geworden war. Dort war er zu einem Monat auf Bewährung und einer Geldbuße von 1.700 $ verurteilt worden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Omar_Sharif

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