112. Fatwa gegen FGM?

الفتوى

al‑fatwā,

islamrechtliches Gutachten an den mustafti, Anfragenden.

Vom muftī, Rechtsgelehrten, nach Maßgabe des fiqh und

der ewigen scharī‘a im Rahmen seiner madhhab erstellt

Fatwā contra FGM?

Von Jacques Auvergne

Ein bekannter Weltreisender und Leiter von Menschenrechtskampagnen am indianischen Volk der Yanomami setzt im Kampf gegen FGM auf ein originelles Mittel. Leider ist es das vordemokratische oder auch nachdemokratische Mittel der fatwā

Weltweit sind seit bis zu zwanzig Jahren viele regelmäßig sehr mutige und oft unschätzbar kenntnisreiche Menschen im Einsatz, um die grausame weibliche Genitalverstümmelung auszurotten. Die Herangehensweisen sind unterschiedlich und dürfen es sein, terre des femmes, Forward, Intact und Wadi haben in verschiedensten Teilen der Erde bereits viel Gutes bewirkt.

Im Laufe der letzten sieben Jahre hat der Survival‑Experte und Mustafti (Bittsteller um eine fatwā) Rüdiger Nehberg vier Fatwen gegen die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) erwünscht. Und alle vier erhalten. Die erste fatwā von Großscheich Mohammed Sayyid Tantāwī im Juli 2002[1]. Im November 2006 die zweite an der viele Jahrhunderte alten, orthodox-islamischen Azhar in Kairo. Die dritte im Juli 2007 in und für Nordostafrika und das Volk der Afar, auf die abschließend etwas näher eingegangen wird. Die vierte fatwā erhielt Nehberg März 2009 beim islamistischen Fatwa‑Rat in Doha (ad‑Dauha, Katar) von der radikalislamischen sunnitischen Autorität Yūsuf al‑Qaradāwī. Islamische feudalstaatliche Orthodoxie (Scharia) wie revolutionär-terroristischer Islamismus (auch Scharia) erhält aus unserer säkularen und universell‑menschenrechtlichen Sicht mit Nehbergs Tun leider einen Machtzuwachs. 2009 symbolträchtig termingenau, ausgerechnet zum arbeiterbewegten und feministischen Weltfrauentag.

Mit usul al-fiqh oder kurz fiqh meint die frauenfeindliche Sexualpolitik des staatsgründenden Islam die geheiligte Rechtssprechung (islamische Jurisprudenz). Der fiqh ist eine vormoderne und demokratiegefährdende Praxis, da ihm so barbarische islamische Kostbarkeiten wie beispielsweise dschihād (Kriegsrecht) oder Strafrecht (thair, Blutrache, ersatzweise diyya, Blutgeld) angehören. Würden wir das Fatwa-Wesen für einen Augenblick ernst nehmen, zeigte sich vielleicht, dass Ali Gomas (Ali Guma, Ali Dschuma) und al‑Qaradawis Fatwen aus zweierlei Grund ungültig oder schlichte Täuschung sein könnten.

Zum ersten darf eine fatwā, um Gültigkeit zu haben, keinen tagespolitischen Belangen folgen und will man 2009 ja vielleicht lediglich die Europäer davon überzeugen, das Familienrecht und Personenstandsrecht der Scharia (Polygynie, Verstoßung, Imam‑Ehe) sei mit der freiheitlichen Demokratie kompatibel.

Ali Guma ist zweithöchste islamische Autorität Ägyptens und erklärte per fatwā die Wiederherstellung der Jungfräulichkeit als erlaubt. Damit gestattete der Geistliche nun aber mitnichten, anders als Jörg Lau es im Februar 2007 optimistisch vermutet[2], den vorehelichen Geschlechtsverkehr oder das Betrügen des Ehemannes, nein, damit ist und bleibt die islamische Vagina (äußerlich: Kopftuch) staatliches Politikum und bleibt die Frau auf ihr sündebefrachtetes Geschlechtsorgan (genitales Signal: Kopftuch) reduziert. Die vielleicht unerschwinglich hohen Kosten der Hymenrekonstruktion, die womöglich traumatisierende und in jedem Fall erniedrige operative Prozedur und die Todesfurcht bei womöglichem Nichtbluten in der Hochzeitsnacht kommen dazu. Das ist Guma, das ist fatwā. Das ist Islam.

Zum zweiten kann niemand je die Umsetzung der „Nehberg-Fatwa“ kontrollieren, da sich Sexualpartner auch beim Geschlechtsakt nicht auf die Geschlechtsteile schauen dürfen, auch sollen sie doch bitte beim Akt leichte Unterwäsche tragen. Das jedenfalls sagt, so ist das mit der Flexibilität der Scharia, eine andere fatwā, erstellt im Januar 2006 vom islamischen Geistlichen Prof. Dr. Raschad Hassan Chalil (Rashad Hassan Khalil), seines Zeichens immerhin ehemaliger Direktor der Rechtsfakultät an der „Blühenden“, so die wörtliche Bedeutung des Kairoer politreligiösen Lagezentrums al‑Azhar[3], [4]. Und wo kein Frauengenital in Sicht, da kein Frauengenital verstümmelt. Also könnten die Ägypterinnen ihre Töchter weiter an der Klitoris versehren, niemand sieht es zwischen Nil und Cheopspyramide, und die Dhimmis in Europa haben zu ihrer Gewissensberuhigung eine auch ganz grundsätzliche Lebenshilfe und Orientierung bietende fatwā an der Wand. Die studierte Rechtsgelehrte Souad Saleh[5] (al‑Azhar) ist Spezialistin für fiqh, islamische Jurisprudenz. Leider darf sie keine fatwā ausstellen, da sie kein Mann ist[6]. Frau Saleh findet völlige Nacktheit im Ehebett sehr Ordnung und begründet das mit Koranbuch und Allahgott. Womit uns Nichtägyptern allerdings noch nicht klar ist, ob 2010 weniger verstümmelt werden wird als 2005.

Beschlüsse der Konferenz in Kairo – Im Werte einer Fatwa

Im Namen Gottes des Barmherzigen, des Allerbarmers Die Internationale Konferenz der Gelehrten bezüglich des Verbots von Missbrauch des weiblichen Körpers wurde am 1. und 2. der Dhul-Qi’da 1427 nach der Hijdra, entsprechend dem 22. und 23. 11.2006, in den Konferenzräumlichkeiten der Al-Azhar Universität abgehalten. Eine Anzahl von Forschungsarbeiten wurde vorgetragen. Nachdem Wissenschaftler und islamische Gelehrte sowie Fachleute und Aktivisten von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Ägypten, Europa und Afrika angehört wurden, werden folgende Empfehlungen bekannt gegeben:

1. Gott hat den Menschen mit Würde ausgestattet. Im Koran sagt Gott: „Wir haben die Kinder Adams gewürdigt“. Daher wird von Gott jeglicher Schaden verboten, der Menschen zugefügt wird, unabhängig von gesellschaftlichem Status und Geschlecht.

2. Weibliche Genitalbeschneidung ist eine ererbte Unsitte, die in einigen Gesellschaften praktiziert wird und von einigen Muslimen in mehreren Ländern in Nachahmung übernommen wurde. Dies ohne textliche Grundlage im Koran, respektive einer authentischen Überlieferung des Propheten.

3. Die heutzutage praktizierte weibliche Genitalbeschneidung fügt der Frau physische und psychische Schäden zu. Daher müssen diese Praktiken unterbunden werden, in Anlehnung an einen der höchsten Werte des Islams, nämlich dem Menschen keinen Schaden zuzufügen – gemäß dem Ausspruch des Propheten Mohammad, Friede und Segen Gottes sei mit ihm: „Keinen Schaden nehmen und keinem anderen Schaden zufügen“. Vielmehr wird dies als strafbare Aggression erachtet.

4. Die Konferenz appelliert an die Muslime, diese Unsitte gemäß den Lehren des Islams zu unterbinden, da jene verbieten, dem Menschen in irgendeiner Form Schaden zuzufügen.

5. Ebenso fordern die Teilnehmer der Konferenz die internationalen und regionalen Institutionen und Einrichtungen auf, ihre Anstrengungen auf die Aufklärung und Unterrichtung der Bevölkerung zu konzentrieren. Dies betrifft insbesondere die hygienischen und medizinischen Grundregeln, die gegenüber der Frau eingehalten werden müssen, sodass diese Unsitte nicht weiter praktiziert wird.

6. Die Konferenz erinnert die Bildungseinrichtungen und die Medien daran, dass sie die unbedingte Pflicht haben, über die Schäden dieser Unsitte aufzuklären und deren verheerende Konsequenzen für die Gesellschaft aufzuzeigen, um zur Eliminierung dieser Unsitte beizutragen.

7. Die Konferenz fordert die Legislativorgane auf, ein Gesetz zu verabschieden, welches den Praktizierenden diese schädigende Unsitte der weiblichen Genitalbeschneidung untersagt und sie als Verbrechen deklariert, unabhängig davon, ob es sich bei den Praktizierenden um Täter oder Initiator handelt.

8. Des Weiteren fordert die Konferenz die internationalen Institutionen und Organisationen auf, in allen Regionen Hilfe zu leisten, in denen diese Unsitte praktiziert wird, um somit zu ihrer Beseitigung beizutragen.

Unterschrift:

Prof. Dr. Ali Gom’a

Großmufti Ägyptens

24.11.2006[7]

So das Rechtsgutachten der höchsten orthodoxen sunnitischen Autorität, der Azhar in Kairo. Der außerhalb der Muslimbruderschaft ranghöchste Vertreter des vor Jahrzehnten als Reaktion auf Industrialisierung und „drohende“ Demokratisierung entstandenen Islamismus lässt, durch Nehberg über die islamische FGM informiert und überrascht tuend, knapp zweieinhalb Jahre später verlauten:

Internationale Vereinigung muslimischer Rechtsgelehrter

Doha, den 02. März 2009 (5. Rabi al-awwal 1430)

Einige Geschwister, die sich mit dem Thema weibliche genitale Bescheindung in der islamischen Welt beschäftigen, haben mich ersucht, eine zusammengefasste genaue Fatwa (Gutachten) zu erstellen, um unseren religiösen Standpunkt zu verdeutlichen.
Nachfolgend steht die Fatwa und möge der Erfolg uns zur Seite stehen.

Gott sei gelobt, Friede und Segen sei mit seinem Propheten

Alle religiösen Gutachten im Islam unterliegen den so genannten 4 Rechtsquellen (Koran, Sunna, Konsens und Analogie). Über die Anwendung dieser Rechtsquellen hat sich die islamische Weltgemeinschaft geeinigt.

Bei der Betrachtung dieser Quellen bezüglich weiblicher genitaler Bescheindung findet man keinen einzigen Beweis, der die weibliche genitale Beschneidung erfordert oder empfiehlt. Die Rechtsgelehrten sind zu diesem Schluss gekommen: Diese Handlung ist ein erlaubter Brauch, der in Traditionen verwurzelt ist. Daher stellten wir fest, dass einige Länder die weibliche genitale Bescheindung praktizieren. Die meisten islamischen Länder beschneiden ihre Mädchen nicht, trotzdem protestieren die Rechtsgelehrten dagegen nicht.

In vielen islamischen Ländern wird die Beschneidung von ungebildeten Frauen ausgeübt, die nicht über die nötigen medizinischen Voraussetzungen verfügen. Sie achten überhaupt nicht auf die erforderlichen Anweisungen, und dies hat erhebliche Schäden verursacht.

Es besteht kein Zweifel, dass die Rechtsquellen (Koran, Sunna, Konsens und Analogie) die weibliche genitale Beschneidung nicht erfordern oder empfehlen. Außerdem haben wir in ihnen keinen Beweis gefunden, der die Beschneidung verbietet oder für verabscheuenswert erklärt. Die Gelehrten sagen, dass die Beschneidung entweder Pflicht, empfehlenswert oder eine gute Tat für Mädchen ist. Dies ist ein Indiz dafür, dass sie sich allgemein auf die Zulässigkeit geeinigt haben.

In der Rechtswissenschaft ist aber bekannt, dass erlaubte Handlungen ganz oder teilweise verboten werden können, wenn aufgrund dessen Schäden entstehen.

Gott hat den Menschen Vieles zugelassen, um ihr Leben zu erleichtern und ihre Umstände zu lockern, wie Gott sagte: „Allah will euch Erleichterung gewähren. Der Mensch ist (ja) von Natur schwach“ (Sure 4, Vers 28)

[…]

wir haben hier einen Grund, von den Stellungnahmen der Gelehrten abzuweichen, weil es in ihrer Zeit keine genauen Informationen und Statistiken gab, die uns heute zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund sagten sie, dass die Fatwa sich gemäß Zeit, Ort und Situation verändern kann. Wenn die Gelehrte früher diese Tatsachen hätten feststellen können wie wir es heute tun, hätten sie ihre Meinungen geändert. Denn sie wollten immer das Recht zeigen.

Da die sachliche Untersuchung durch neutrale Experten und Spezialisten, die nicht ihren eigenen Interessen, noch Begehrlichkeiten anderer folgen, bewiesen hat, dass die weibliche Genitalbeschneidung in ihren vorhandenen Formen dem weiblichen Geschlecht körperliche und psychische Schäden zufügt und das eheliche Leben der Frauen stark beeinträchtigt, muss dieser Brauch gestoppt werden, um diesen Schaden zu vermeiden. Die Begründung, warum wir in diesem Punkt den alten Gelehrten widersprechen, liegt darin, dass zu ihrer Zeit nicht unser jetziger Informationsstand und detailliertes Wissen vorlagen. Es gilt: Die Fatwa ändert sich mit der Änderung von Ort, Zeit und Umständen. Und hätten die Gelehrten vor uns das erfahren, was wir jetzt wissen, hätten sie ihre Meinung geändert, da sie immer nach Wahrheit strebten.

Basierend auf der obigen Erklärung halten wir fest, dass die jetzt praktizierte weibliche Genitalbeschneidung ohne jegliche gerechtfertigte Begründung eine unerlaubte und islamisch verbotene Sache ist. Diese ist als „Änderung der Schöpfung Gottes“ zu betrachten, die ein von Gott verbotenes Werk des Teufels darstellt. Es gibt keine Erlaubnis Gottes diesbezüglich.

Wer sich in dieses Thema vertiefen möchte, kann unsere detaillierten Gutachten im Buch (Zeitgemäße Fatwas, Band 4) nachlesen.

Der bescheidene Diener Allahs,

Yusuf Al-Qaradawi[8]

[Die Rechtschreibfehler Bescheindung statt Beschneidung stammen authentisch von der Netzseite target.]

Islamisches Recht baut einen unsichtbaren Kerker des sexualitätszentrierten ordnungspolitischen Wohlverhaltens. Der islamische Rechtsprofessor Prof. Dr. Raschad Hassan Chalil etwa unterstützt die Steinigung der Ehebrecherin. Freilich nur im äußersten Notfall, wie das auch der zeitweilige Berater des nordrhein-westfälischen Kultusministeriums für das Leben kleiner Muslime an Deutschlands Grundschulen Prof. Dr. Mahmoud Hamdy Zakzouk (Mamūd amdī Zaqzūq) für angemessen hält[9]. Der Steinigungsfreund und zeitweilige Düsseldorfer Pädagogikberater Professor Zakzouk ist heute Minister für Religiöse Angelegenheiten sowie Präsident des Obersten Islamischen Rates der Arabischen Republik Ägypten.

Es gibt keinen Zwang im Glauben und vor Allāh als dem Gott der intermettierenden Willkür und permanenten Intoleranz sind alle Menschen einheitlich gleich verschiedenwertig. Den Henker und den Gehenkten berücksichtigt die erlebnispädagogisch wertvolle Scharia jeweils differenziert anders, doch beide aufregend gleich. „Toleranz besteht in der freien Anerkennung der Freiheit und Würde jedes Menschen, solange er kein Unrecht begeht.[10]“ meint Zakzouk, in einer freiheitlichen Demokratie hat allerdings auch der Religionskritiker oder Straftäter Würde.

Die islamische Würde ist offen für aufschlagende Steine und geheiligte, das harmonische Recht wiederherstellende Schwerthiebe. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland jedoch, sehr geehrter Herr Nehberg, erklärt die Würde des Menschen als unantastbar, nennt das Recht auf Leben und das Recht auf körperliche Unversehrtheit, fordert die Rechtsgleichheit von Frau und Mann. Das alles möchte der unsichtbare Kultgott Allāh dezidiert nicht, was manch einem Wildnis-Überlebenstrainer schlicht unwichtig zu sein scheint. „All different, all equal“, fordert eine kulturrelativistische europäische Kampagne.

In der Rangfolge unmittelbar nach Großscheich Muhammad Sayyid Tantawi (Muammad Sayyid anāwī), der noch 2002 Selbstmordanschläge gegen Israel guthieß[11], gilt Minister Prof. Dr. Zakzouk als zweitbedeutendste Autorität Ägyptens. Zakzouk spricht fließend Deutsch, promovierte in München in Philosophie, besitzt eine deutsche Ehefrau und fordert nach Angaben der Osnabrücker Friedensgespräche, so Professor Czada im Oktober 2007, keinesfalls die die Todesstrafe für den Journalisten und Islamapostaten Mohammed Ahmed Hegazy[12]. Nach Angaben der katholischen Seite kath.net[13] sowie der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) allerdings doch[14].

Mit dem Philosophen Zakzouk gemeinsam wünschen auch Scheich Youssef al-Badri (Sheykh el‑Badri) von der al‑Azhar und die uns bereits als islamische Ehebetten betreffende Nacktheitsfreundin bekannte Souad Saleh die islamrechtlich einwandfreie Tötung jedes Abtrünnigen. Saleh ist ehemalige Dekanin der Hochschule für Frauen innerhalb der Azhar. Als solche bekümmert sie sich um das Schlafzimmer der Scharia nebst den dazugehörigen nackten weiblichen Genitalen, seien sie versehrt oder unversehrt. Nicht jedoch um Apostatenmord. Das regelt der Koran.

Scheich Youssef al‑Badri kämpfte noch im Dezember 1997 als Verteidiger des Glaubens vor einem ägyptischen Gericht in Sachen FGM. Gegen den dekadent verwestlichenden Staat um den undankbaren Aufwiegler und ägyptischen Gesundheitsminister Ismael Sallam, der die FGM verbieten lassen wollte, war al‑Badri Haupt einer Gruppe von Islamtheologen und schariatreuen Rechtsanwälten. Gottesfurcht und Moral zeigend gab al‑Badri vor dem höchsten unabhängigen, dem Justizminister unterstehenden Gericht (Council of State) an, drei neue Hadithe entdeckt zu haben, die ganz im Sinne des Propheten die khifādh oder khafdh (Frauenbeschneidung) legitimieren[15]. In den folgenden zwölf Jahren gab es viele kleine und große Verbote der ägyptischen Klitoridektomie, von der 90 % der Frauen des Landes betroffen sind, jedes Verbot jeweils mehr oder weniger aufrichtig gemeint. Alle mit verlässlichem Ergebnis. Keinem.

Stadt und Universität Osnabrück lassen Friedensgespräche organisieren und einen Professor Czada den ägyptischen gebildeten Herrn Zakzouk als angeblichen Gegner des Apostatenmords verteidigen. Das ist zwar international solidarisch, kann aber schließlich nicht stimmen, der Apostatenmord ist etwas authentisch Islamisches. Hören wir, sehr geehrter Herr Zakzoukbeschöniger und Professor Czada, der Einfachheit halber auf Dr. Zakzouk selbst:

Die Überzeugung ist eine Grundvoraussetzung eines jeden Glaubens. Ein wahrhafter Glaube basiert auf unbestreitbarer Überzeugung und Gewißheit und ist nicht das Resultat von Nachahmung oder Zwang. Jeder Mensch ist frei, seinen Glauben zu wählen und hat das Recht zu eigenen Meinungen, sogar der Atheist. Niemand hat das Recht, gegen seine Glaubensauffassungen einzuschreiten, solange er seine Gedanken für sich behält und sie nicht unter den Leuten verbreitet, um sie durcheinander zu bringen in Bezug auf ihre moralischen Werte. Versucht er aber, diese verkehrten Gedanken, die im Widerspruch zu den Bekenntnissen und Moralauffassungen der anderen Mitmenschen stehen, zu verbreiten, so verstößt er damit gegen die allgemeine Ordnung des Staates, in dem er lebt, weil sich dadurch Zweifel unter seinen Mitbürgern ausbreiten, die zum Aufruhr führen können. Jeder, der sich so verhält, wird der Bestrafung unterworfen. Er kann sogar des Hochverrats angeklagt werden, der mit dem Tod bestraft wird, nicht weil er seinen Glauben abgelegt hat, sondern weil er durch seine Gedanken Verwirrung im Staat verbreitet und gegen seine Ordnung verstoßen hat.

Sie sehen, Herr Czada: Aufruhr zeitigt Tod, das muss nicht so sein (Flexibilität der Scharia), aber das kann so sein. Prof. Dr. Raschad Hassan Chalil lobpreist die in die Scharia eingebaute Vermeidung von Justizirrtümern, da ja schließlich vier ehrenhafte Muslime Zeuge des Ehebruchs gewesen sein müssen:

„Jeder Zeuge muss ein wirklicher Augenzeuge sein, er muss also die Tat des Ehebruchs mit angesehen haben. Er muss bezeugen, dass er den Penis des Mannes in der Scheide der Frau gesehen hat. Er muss bezeugen, dass er diesen Geschlechtsakt mit eigenen Augen gesehen hat. Und solange man noch ein Haar zwischen Penis und Scheide hindurchziehen kann, gilt der Geschlechtsakt als nicht vollzogen.[16]

Wie wir sehen, findet das Sexuelle in der Politreligion Islam eine ganz besondere Berücksichtigung. Die manchmal gelangweilte kulturelle Moderne tickt anders und empfindet womöglich gegenüber den „temperamentvollen Naturburschen“ einen gespürten eigenen Mangel an Herrschafts- und Unterwerfungskultur sowie an Sexualmagie und Sex‑Appeal. In unseren städtischen Straßenzügen stoßen Vormoderne und Moderne aufeinander und haben im Milieu der Zuwanderer so genannte Ehrenmorde stattgefunden. „Viele Welten leben!“ fordert die Kulturrelativistin und Migrationsforscherin Boos-Nünning.

Zum Apostatenmord sowie zur Steinigung der Ehebrecherin gibt es so manch eine fatwā. Mittlerweile gibt es fatāwa (Mehrzahl von fatwā) auch zur islamischen Nichtanwendung der, jaja, vorislamischen weiblichen Genitalverstümmelung, female genital mutilation (FGM). Islamisch heißt die Amputation von weiblichem Genitalgewebe khifādh oder auch khafdh und genießt zwischen Java, Kurdistan, Somalia und Ägypten regionsweise sakramentgleiche Wertschätzung als Initiationsritual und Maßnahme der Beförderung der Tugend und der Verringerung des Lasters.

Seit weit über tausend Jahren ist FGM etwas sehr Islamisches. Deutsche Islamverbände leugnen das selbstverständlich (taqiyya; al‑Ghazālī sinngemäß: „Der Muslim möge die argumentative Angreifbarkeit, gleichsam die Blöße der Muslime bedecken“) und unsere Politiker und Funktionäre aus Pädagogik oder Klerus werden ja stets mucksmäuschenstill, sobald das Wort Muslime oder Islam fällt.

Islamisch hat die Leugnung der islamischen FGM als etwas Islamisches seit dreizehn Jahrhunderten Tradition. 1996 stritt Muhammad Lutfi al‑Sabbagh (The Right Path to Health. Health education through religion) von der World Health Organization (WHO) einen Zusammenhang zwischen Islam und weiblicher Genitalverstümmelung wider besseren Wissens ab, was von nichtmuslimischen Islamverstehern bis heute nachgebetet wird[17]. Im Folgejahr wiederholte al‑Sabbagh seine vielleicht irgendwie gut gemeinten Ideen (Islamic Ruling On Male And Female Circumcision[18]). Zur Erinnerung, zeitgleich und auch im Folgejahr kämpfte Scheich al‑Badri mit Hadithen vor Ägyptens Gerichten für das islamische Recht auf FGM (Religionsfreiheit). Ob al-Sabbagh (WHO) und Scheich al‑Badri einander gut kennen? Wahrscheinlich ja, scharī‘ia ist flexibel, taqiyya auch. Man mag dem Ansinnen des erwähnten Gesundheitsministers Sallam Erfolg wünschen, es wird ein schier unendlich langer Weg sein und sein Ziel der genitalen Integrität mit unbewiesenem Behaupten von Erfolgen eher zu erschweren denn zu erreichen. Zum Glück hat der mächtige FGM-Freund Scheich al‑Badri im Islam erste Gegner wie Sallam und erste Gegnerinnen wie die nordamerikanische Muslim`s Womens League[19].

Die Schafiiten des indonesischen Islam praktizieren FGM. Im westlichen Java um die Metropole Bandung wird die grausame Körperverletzung mit ihren schweren psychischen Folgen durch einen noblen islamischen Spender finanziert, den verstümmelnden und traumatisierenden „Wohltäter“ der Assalaam-Foundation[20]. Die zu geheiligter Sexualmagie und blutigem Okkultismus dressierten muslimischen Frauen haben Angst, nicht ins Paradies zu kommen, tragen an diesem Tag ihr Kopftuch besonders streng, treffen sich zum gemeinsamen Gebet unter Frauen in einer für diesen Tag geräumten indonesischen Grundschule und lassen ihre kleinen Töchter aus Liebe zu Allahs Sittengesetz und Pflichtenlehre (Scharia) gerne ein wenig am Genital beschneiden.

Ein paar Häuser nebenan findet die gleichfalls vormoderne und islamisch geheiligte Massenbeschneidung an den Jungen statt (kein Zwang in der Religion: Freiwillige verpflichtende gottgefällige Amputation der Penisvorhaut), die aber hat sich im Europa nach Freud und Bettelheim wohl noch kein alter Achtundsechziger oder neuer globalisierungskritischer Pädagoge öffentlich zu kritisieren getraut. Auch das männerbündische Genital ist halt beides, Kultobjekt und Redeverbot. Man sieht sie nicht, beide, der strafende Allāh und der geblutet habende Phallus sind unsichtbar wirksam (harām). Über das künstlich neugebildete, erst mit der Mutilation männlichste aller Körperteile verlegen witzeln und mit dieser Waffe vergewaltigen ist erlaubt (halāl). Dank Koran und Sunna sind Homophobie und Misogynie dem sozialisierten Muslim weltweit grundsätzlich erst einmal Selbstverständnis.

Die Braut mag zwar keinesfalls acht Jahre alt sein (Jemen: Nojoud[21], das ist Nojood[22]), aber sehr wohl elf (griechisch-muslimisch, Düsseldorf[23]), (kosovarisch-muslimisch, Brescia[24]), zehn oder neun Jahre alt, ohne oder mit Geschlechtsverkehr[25]. Auch die Vergewaltigung innerhalb der nach der Logik des Tochtertausches geschlossenen islamischen Ehe ist dem Ehemann politreligiös durch die Scharia erlaubt (sahih Buchārī, Band 4, Buch 54, hadīth 460[26]), der in jüngster Zeit verwirrend radikalislamische Liebling Nordamerikas und Europas, Afghanistans Präsident Hamid Karzai hat den Islam bei der Abfassung des Scharia-Familienrechts für die Kaste (Islam ist stets Rechtsspaltung: Frauenentrechtung sowie dhimma) der Schiiten keineswegs falsch verstanden[27], [28].

sahih Buchārī. Band 4, Buch 54, hadīth Nummer 460

erzählte Abu Huraira:

Allahs Gesandter sprach: ”Wenn ein Ehemann seine Frau in sein Bett ruft (das heißt, er mit ihr geschlechtlich verkehren möchte) und sie verweigert dieses und sie nötigt ihn dadurch zu einem wütenden Einschlafen, werden die Engel sie bis zum Morgen verfluchen.”

Aus dem Inneren des islamischen Patriarchalismus berichten zwei lesenswerte autobiographische Romane. Einmal ist das Autorin „Aişe“: Mich hat keiner gefragt. Zur Ehe gezwungen – eine Türkin in Deutschland erzählt[29]. Und dann aus dem Französischen übersetzt die in Nordafrika und Paris ablaufende Lebensgeschichte von „Djura“: „Der Schleier des Schweigens. Von der eigenen Familie zum Tode verurteilt[30]“.

Auch im Kampf gegen die auch von islamischen Autoritäten verteidigte FGM dürfen wir säkulare Demokraten gar nicht erst beginnen, unser Tun mit alten heiligen Schriften zu erklären. Wir Säkularen müssen einheitliche Grund- und Bürgerrechte für jede und jeden zugänglich machen und durchsetzen, müssen die Theokratie kennen und öffentlich machen, doch wäre jede explizite Erwähnung von Koran oder Hadithen in unseren Gerichtssälen ähnlich desaströs wie das berüchtigte Frankfurter Urteil zum Thema islamisches Frauenprügeln[31]. Die Lobbyisten der Scharia sind nicht untätig gewesen und haben im März 2009 die von Pakistan vorangetriebene UN‑Resolution „Combating Defamation of Religion“ verabschiedet[32], [33].

Wie beschrieben ist die FGM in ihrer “milden Form” der Rechtsschule der Schafiiten verpflichtend und findet öffentlich statt (Assalaam Foundation, Bandung; vgl. Bericht von Fotojournalistin Stephanie Sinclair[34]). Die von Rüdiger Nehberg aufgesuchten geistlichen Autoritäten wissen das natürlich. Sie wollen die FGM durch die „Beleidigungen“ (UN: Defamation of Religion, gemeint ist Islamkritik) des frechen Aufklärungshumanismus hindurch in eine an dhimma und Kalifat orientierte Gesellschaft mit der Fassade kultureller Moderne mogeln. Dazu schreiben sie uns ein vermutlich leider völlig folgenloses, bezeichnend schwammig formuliertes Rechtsgutachten, das aber die eigene Deutungsmacht zu Islam und islamisch sichern und ausbauen hilft.

FGM ist islamisch. Als Begründung zieht der Islam einen hadīth aus der Sunna des Abu Dawud heran, im Buch 41 ist es hadīth Nummer 5251[35]

“Das am häufigsten zitierte hadīth im Zusammenhang mit der Beschneidung von Frauen gibt eine Diskussion zwischen Mohammed und Umm Habibah (oder Umm ‘Atiyyah) wieder (das hadīth der Beschneiderin).[42] Diese Frau war als Beschneiderin von Sklavinnen bekannt … und gehörte zu den Frauen, die mit Mohammed immigriert waren. Nachdem er sie entdeckt hatte, fragte er sie, ob sie immer noch ihren Beruf ausübe. Sie bejahte und fügte hinzu: „unter der Bedingung, dass es nicht verboten ist und du mir nicht befiehlst, damit aufzuhören“. Mohammed erwiderte ihr: „Aber ja, es ist erlaubt. Komm näher, damit ich dich unterweisen kann: Wenn du schneidest, übertreibe nicht (la tanhaki), denn es macht das Gesicht strahlender (ashraq) und es ist angenehmer (ahza) für den Ehemann“. Nach anderen Überlieferungen sagte Mohammed: „Schneide leicht und übertreibe nicht (ashimmi wa-la tanhaki), denn das ist angenehmer (ahza) für die Frau und besser (ahab, nach Quellen abha) für den Mann“. (Andere Übersetzung: „Nimm ein wenig weg, aber zerstöre es nicht. Das ist besser für die Frau und wird vom Mann bevorzugt.“ „Die Beschneidung ist eine Sunnah für die Männer und Makrumah für die Frauen.“ (Wikipedia)

Neben den vor allem in Indonesien, Malaysia und Kurdistan ansässigen Schafiiten ist die islamische FGM eben auch den anderen drei sunnitischen Rechtsschulen nichts Unbekanntes. Die Zahl der hohen und höchsten Gelehrten an der Kairoer Azhar, welche Frauengenitalverstümmelung als ehrenhaft lobpreisen, nahm und nimmt kein Ende. Die nahezu jedjährlichen „islamischen Verbote gegen die FGM“ blieben über eineinhalb Jahrzehnte konstant. 2009 betrieb kein Geringerer als der judenhassende und den textilen Kerker des hidschāb Fordernde, hochangesehene islamische Geistliche Yūsuf al‑Qaradāwī (Präsident des in Dublin ansässigen Europäischen Fatwa-Rates ECFR[36]) derartige taqiyya (islamische Lüge). Unser Survival-Guru Nehberg war auf ein antidemokratisches, schariakompatibles Rechtsgutachten so erpicht. Und wer denn so gerne eine fatwā haben will bekommt eine, allāhuakbar. Nehberg reiste nicht alleine, sondern griff, der Atheist und Abenteurer, als Wegbegleiter den österreichischen Schariafreund und Imam Tarafa Baghajati am Händchen[37].

Ausgerechnet in der vor Generationen auf Hebung des allgemeinen Bildungsniveaus hin gegründeten Volkshochschule des Wiener Gemeindebezirks Ottakring wirbt eine Carla Amina Baghajati für die angeblich beglückende und befreiende Frauenrolle der Scharia, gegen die Säkularisierung mit ihrer Trennung von Staat und Religion und für den Aufbau einer, wie sie sehr zu bedauern scheint, noch nirgends existenten islamischen Gesellschaft[38]. Carla Amina Baghajati arbeitet für die lose Verbindungen zur theofaschistischen Muslimbruderschaft unterhaltende Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) im Bereich Medienreferat und Öffentlichkeitsarbeit[39]. Ärgerlich, dass Fundamentalisten oder Islamisten ihre Propagandaveranstaltungen an öffentlich geförderten Volkshochschulen veranstalten dürfen. Steuerfinanziert für menschenrechtswidrige Politreligionen werben zu lassen ist alles andere als Volksbildung, vielmehr „democracy against itself“ (Revel).

Islamtheologe Dr. Muhammad Wahdan (al-Azhar) will die Klitoriskappung bei Ägyptens Mädchen durchsetzen, Frauenrechtlerin Dr. Malika Zarrar ist anständigerweise und sehr mutig dagegen. Wie feige sind unsere europäischen und bundesdeutschen Politiker (und Kleriker), die sich nicht trauen, die tägliche khafdh- oder khifādh-Klitoridektomie des beliebten Reisezieles Ägypten anzusprechen[40].

Wer noch einen islamischen Geistlichen, hier mit einer himmelblau und wie zufällig vor seinem Genital positionierten, glitzernd erstrahlenden Glaskugel sehen und hören möchte? Bitte, auch dieser in Kult-reinem Weiß gewandete Islamlehrer ‘Omar al-Khatib aus Dubai verteidigt, inschallah, die Frauenbeschneidung[41].

Hier meint al-Khatib sinngemäß: “Wer auch immer seine Tochter am Genital beschneidet, im Einklang mit islamischen Gesetzen und Prinzipien, findet im Islam Rückhalt, wer es nicht tun mag, braucht es nicht zu tun.” Er hat dabei Recht, die Schafiiten etwa verlangen FGM in der Weise der Allah wohlgefälligen Klitorisvorhautbeschneidung. Viele Gelehrte an der Azhar wünschen die gänzliche oder teilweise Klitorisamputation. Das ist Islam, die Scharia ist halt ‘flexibel’ (Flexibilität der Scharia).

Muhammad al‑Mussayar zitiert zur Rechtfertigung der von ihm religiös gewünschten weiblichen Genitalverstümmelung ein arabisch-ägyptisches Schimpfwort: “Du Sohn einer Klit-Frau! You son of a clit-woman!” – das soll sehr beleidigen und zwar als “Du Sohn einer unbeschnittenen Frau!” Dr. al‑Mussayar (al-Azhar) nennt FGM richtigerweise vorislamisch, gibt zu, dass sie täglich statt findet und empfiehlt sie [Video, Untertitel][42], [Text][43].

Mit dem hidschāb-Fordern des Israelhassers al‑Qaradāwī hat Abenteurer Nehberg keine Probleme. Und sonst? Die FGM ist immer noch nicht “islamisch beseitigt”, Islamist al‑Qaradāwī hingegen durch Dutzende von Zeitungsartikeln aufgewertet. Es ist wenig erklärlich, dass sich ein Atheist wie Nehberg an den Ort des gottesstaatlichen Herrschaftskultes begibt, um sich ästhetische Kalligraphien (fatāwa, Fatwas) ausstellen zu lassen. Zumal, ist zu befürchten, Nehberg ohne jede Wirkung auf die FGM-Praxis bleiben wird, indessen dazu beiträgt, den Mitgliedern in der deutschen Bundesregierung und im EU‑Parlament die Scharia als demokratiekompatibel zu erklären.

Fatwa-Papiere sind oft schrecklich fundamentalistischen Inhalts, der den Konsumenten abhängig machen mag wie Rauschgift. Man müsste ihre Produktion untersagen (was nicht funktionieren wird) oder jedenfalls müsste im Sinne des Verbraucherschutzes gegen den Konsum von fatāwa Stellung beziehen.

Atheist Nehberg hat das gegenaufklärerische Fatwa‑Wesen aufgewertet. Wie Tarzan durch das Lianengestrüpp hampelte der wildniserfahrene Überlebenstrainer und islamrechtliche harbī einmal quer durch die Palasthallen der architektonisch wie wissenschaftlich mittelalterlichen Azhar. Um dann in Doha (Katar) zur Audienz beim neben Mohammed Mahdi Akef von der Muslimbruderschaft weltweit ranghöchsten Islamisten zu erscheinen. Nehberg hätte internationale, säkulare Ärzte unterstützen sollen, keine Theokraten und Parteigänger der politischen Scharia.

Wie anfangs angekündigt gibt es noch eine vierte fatwā mit Nehberg als Mustafti. Herausgeber ist der Oberste Rat für Islamische Angelegenheiten der Afar im Bundesstaat Afar in Äthiopien, ein an der frauenverachtenden und Apostasie verbietenden Scharia ausgerichtetes Gremium, welches das grundsätzlich erstrebenswerte Verbot der FGM mit einem schlagenden islamischen Argument untermauert: Der Blutrache.

Mit der islamrechtlich korrekten (Vergeltungsprinzip) Drohung auf Verletzung der körperlichen Unversehrtheit hat der optimistische Dschungelkenner und Bundesverdienstkreuzinhaber gar keine staatsbürgerlichen Schwierigkeiten:

„Die ‚Pharaonische Verstuemmelung’ … verstoesst gegen hoechste Werte des Islam und ist eine Suende. [Wir] haben entschieden, Eltern, die ihre Kinder dennoch verstuemmeln lassen, zu verklagen, und das durch das Verstuemmeln begangene Verbrechen mit Blutrache zu vergelten.[44]

Hurtigen Schrittes trägt Nehberg das Afar-Rechtsgutachten nach Kairo zum Azhar-Großscheich und ägyptischen Großmufti Dr. Tantāwī. Jener Tantāwī, der in seiner 1968/69 erschienenen Dissertation die Auffassung verbreitete, dass die Juden nichtjüdisches Blut verzehren[45].

Was sollen wir davon halten, wenn einer der höchsten islamischen Geistlichen, Yūsuf al‑Qaradāwī, noch im Jahre 2004 die Frauenbeschneidung für erlaubt hielt, allenfalls präzisierte, dass nur ein kleiner Teil weggeschnitten werden soll? War der Herr damals einfach nicht richtig informiert? Zudem kommt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ[46]) am 24. November 2006 zu dem Ergebnis, dass Yūsuf al‑Qaradāwī allenfalls die pharaonische Form (WHO Typ III) islamrechtlich als verboten erklärt habe, die Kürzung einer vergrößerten Klitoris hingegen ausdrücklich billige. Selbstverständlich ist Qaradawis fatwā anders auch nie zu deuten gewesen, die europäischen Medien indes, motiviert durch einen wildniserfahrenen Überlebenstrainer, überschlugen sich schier mit der wirklichkeitsblind islamverliebten frohen Botschaft, der Islam habe die FGM ausgerottet. Wesentlich nüchterner, das aber will schon niemand der Feiernden mehr hören, konstatiert die NZZ:

Deshalb, so Karadawi solle die Beschneidung nicht gänzlich untersagt, sondern nur ihr maximales Maß festgelegt werden. Richtungsweisend solle die Überlieferung sein: „Schneide nicht zu tief. Das ist schöner und stellt den Ehemann zufrieden“.

So sagt es diese eine Schweizer Zeitung. Islam überrascht immer wieder, Allāh ist groß, mit derselben Nehberg-Fatwa hat die hohe geistliche Autorität die Genitalverstümmelung einmal ein wenig verboten, die pharaonische (WHO Typ III), allerdings auch nicht so genau, indes die schafiitische so genannte milde Sunna heimlich abgesegnet, die Dhimmis müssen das ja nicht mitbekommen. Und eine abnorm ausgeprägte Klitoris mag zu Ehre Allahs und des Propheten gekürzt werden, sagt uns zwar nicht der erfolgsgeblendete Nehberg, sondern der kühle al‑Qaradāwī. Auch frivole Unsittlichkeit oder schändliche sexuelle Gier sind durch Amputation eines Teils des erektilen Kitzler‑Gewebes islamrechtlich einwandfrei und zum Wohle der Ägypterin und ihrer Familie ausgleichend anzupassen:

Manche Frauen seien einfach „anders“, hätten eine übergroße Klitoris oder allzu starke sexuelle Bedürfnisse. Sollte ein Verbot geschaffen werden, müsse für sie eine Ausnahmeregelung geschaffen werden.

Richtig, das und nichts anderes ist höchste islamische Gelehrsamkeit. Die Neue Zürcher Zeitung erwähnt einen vielleicht mutigen und anerkennenswerten, vielleicht auch gar nicht ernsthaft gemeinten Zwischenruf der ehemaligen Botschafterin Ägyptens in der Tschechoslowakei und in Südafrika, Moushira Khattab[47] vom National Council for Childhood and Motherhood (NCCM). Khattab habe sich vehement für ein Beenden jeder Form von weiblicher Genitalverstümmelung geäußert. Sollte dieser Einwurf in dem großen Denker des sunnitischen Islam innerhalb von Minuten das glückhafte Erkennen haben reifen lassen, FGM sei künftig unislamisch? Natürlich nicht. Ägyptens Mädchen werden täglich weiter an der Klitoris verstümmelt. Es bleibt alles beim bewährten Alten. Lediglich Deutschlands Orientromantisierer erstellten einander den Freibrief (fatwā) dafür, das Denken einzustellen und landauf landab das märchenhafte Verbot der FGM im gesamten Islam zu feiern[48].

Nehbergs durch Qaradāwī ausgestellte fatwā ist, wie Mary Kreutzer am 06.02.2007 in der Online-Ausgabe von Die Presse kenntnisreich und zivilcouragiert schildert, schlicht unreal geblieben und könnte den radikalen Islam auf Kosten der Säkularität, Wissenschaftlichkeit, der Transparenz und der Frauen selbst fördern: „Reaktionäre Islamisten als Verbündete? Die Fatwa gegen Genitalverstümmelung ist ein ambivalentes Signal[49]“. Nur zwei Tage darauf entgegnet ihr mit: „FGM – Ein islamisches Problem?“ der Schariafreund und selbsternannte Antirassist Tarafa Baghajati (Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen; European Network Against Racism). Der islamische Fundamentalist Baghajati gibt sich als aufrichtiger Kämpfer gegen FGM. Eine etwa vorhandene Einsichtsfähigkeit bezüglich islamischer Missstände gibt er nicht zu erkennen. Die Probleme der Welt gedenkt Baghajati islamisch zu lösen[50]. Al‑islam huwa al‑hall – der Islam ist die Lösung. Der Islam muss sich nicht verändern – lasst uns die Welt ändern.

Das Fatwa‑Wesen basiert auf der sexualmagischen und menschenrechtsfeindlichen Scharia. Eine fatwā zu erbetteln und herumzureichen heißt, die hisba (ordnungspolitische Schariatisierung), die weltweite Islamisierung[51] zu befördern. Das aber bedeutet, die Demokratisierung Afrikas, Südasiens und des Nahen Ostens zu verhindern[52].

Der an der Scharia mit ihrer systematischen Frauenentwürdigung ausgerichtete fiqh hat noch nicht einmal muslimischen Männern jemals eine verlässliche Rechtssicherheit bieten können. In Brüssel und Genf aber erlangt Allāhgott Zauberkraft und seine Engel, Dämonen und irdische Statthalter beginnen, in die Politik einzuziehen. Entgrenzt tolerante Weltbürger treten mit dem Scharia‑Islam in den Dialog und ein dankbarer Globetrotter erhält seine fatwā.

Frauen jedoch bleiben im Islam der Besitz des Mannes. Als gekaufte Braut, Söhnchenfabrik, staatlich-politisches Genital (bedarfsweise islamkonform genitalverstümmelt) und als familiärer Schambereich (‚aura, awrah). In der Tat, Koran und Hadithen würdigen die Frau.

Als Mensch zweiter Klasse.

Jacques Auvergne


19 Antworten to “112. Fatwa gegen FGM?”

  1. Cees Says:

    Klasse Artikel, Jacques Auvergne, dankeschön. In der Tat, wer nach einer fatwa ruft, bekommt die totale, „ewige“ Scharia gleich gratis. Fatwa ist eben nicht lediglich ein kalligraphisches Zettelchen oder heute auch mal ein online-Telegramm, sondern ein Gesellschaftsentwurf und Menschenbild, welches die freiheitliche Demokratie sozusagen nicht länger ‚benötigt‘.

    Der Selbstinszenierer und Gutmensch Nehberg gehört, vielleicht tapsig, über Baghajati nun zum IGGiÖ-Umfeld, von dort wie auch von Azhar und al-Qaradawi gibt es prachtvolle Verbindungen zur Muslimbruderschaft. Auch zum interreligiösen Dialog ist es nicht weit.

    Mit taqiyya wie „Kairoer Konferenz: Ächtung weiblicher Genitalverstümmelung“ oder, wie es Islamist Yusuf al-Qaradawi in seiner angeblichen Anti-FGM-Fatwa schreibt: „Weibliche Genitalverstümmelung ist ein Werk des Teufels“ will sich die Lobby der Scharia bei UN, Kirche und EU anbiedern und ihren Machtbereich ausbauen. Ziel sind verstärkte Parallelgesellschaft, islamisches Sonderrecht der Scharia und der weltweite Aufbau von Kalifaten. Nehberg als nützlicher Briefträger.

    Schmiedinger gibt Informationen zu Baghajati, Omar al-Rawi, Scheich Adnan, IGGiÖ, IRPI, ENAR …
    http://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/texte/pol_islam_debatte_scheich_adnan_ibrahim.pdf

  2. Eifelginster Says:

    Die Schafiiten (Indonesien, Malaysia, kurdischer Irak) halten
    die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) für islamische Pflicht,
    Hanbaliten nennen sie selten verpflichtend und oft ehrenhaft und
    Malikiten erachten die Mädchenbeschneidung für empfehlenswert.

    Wichtig und erschreckend, die Fotos aus Indonesien (Java) von
    Journalistin Sinclair über die Assalaam-Foundation. Wie viel intaktes
    genitales Gewebe den Mädchen für die Gottheit Allah und für den
    Weg ins Paradies denn wohl entfernt wird? Nur die so genannte
    Klitoris-Vorhaut (Typ I, nämlich I a) oder doch ein Teil der Klitoris
    (auch Typ I, eine Variante von der I b) oder die gesamte Klitoris
    (wiederum ‚erst‘ Typ I, leider auch I b der WHO-Klassifikation)?

    http://german.faithfreedom.org/forum/viewtopic.php?f=4&t=3977

    Abgesehen vom handwerklichen (Un-)Geschick der Verstümmlerin
    und der vielleicht ja vorhandenen Idee: „Je mehr entfernt, desto
    sauberer und ehrbarer ist das Mädchen!“ der Mutter scheint mir
    der WHO-Typ-I in Gefahr zu laufen, bagatellisiert zu werden.
    Typ I der FGM nämlich KANN sehr wohl das komplette
    Herausschneiden der Klitoris meinen (Alltag in Kairo).

    ://en.wikipedia.org/wiki/Female_genital_cutting#Type_I
    ://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien#Formen_des_Eingriffs

    Deutsches Wiki leider seit Monaten sehr irreführend,
    da in verschwommener Nähe zum Wort Klitoridektomie
    (Durchklick, eigenes Wiki). Klitoridektomie ist die
    (eben nicht teilweise (‚clitoral hood‘), sondern) vollständige
    Amputation der Klitoris, die englische Fassung vermengt
    immerhin „die teilweise oder vollständige chirurgische
    Entfernung der Klitoris“, beide Wikis sind hier noch
    ausbaufähig, aber zum Überblicken brauchbar.

    Die Wikis Klitoridektomie / clitoridectomy sind ok.

    Einzig die Null-Toleranz-Politik ist für Menschenrechtsaktivisten oder Sozialarbeiter akzeptabel, die Wortwahl der Journalistin Kirsten Prestin (IPS, Quelle bei stop-mutilation.org s.u.) vom 25.02.2005 ist es nicht: „Ein kleiner Schnitt mit äußerst umstrittener Wirkung: Sunna, die mildeste Form der Genitalbeschneidung. In Somalia wird sie bereits vielerorts praktiziert.“ „Bereits“ klingt irgendwie nach Sonnenaufgang. Prestin spricht von einem „Minimaleingriff“. Frau Prestin, die BRD hat Körperverletzung strafrechtlich zu verfolgen, egal ob minimal, maximal oder normal.

    Prestin ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO) in Bonn: „Bei der milden Sunna wird die Klitorisspitze nur berührt beziehungsweise eingeritzt. Im Vergleich zur pharaonischen Beschneidung oder Infibulation ist dieser Eingriff harmlos und wenig schmerzvoll.“ Ja und? Müssen wir deshalb in Somalia oder gleich weltweit das prekäre An- oder Einritzen der Klitoris mit Rasierklinge, Messer, Skalpell oder Glasscherbe kultivieren, um als „harmlos“ sprich islamfreundlich zu gelten und zugleich das tolle Gefühl zu haben, etwas gegen die in Afrika vorkommende Amputation der inneren Schamlippen (WHO TYP II) oder die vor allem auch somalische pharaonische Beschneidung (Typ III) getan zu haben?

    Sonst geht`s noch, Frau Pressereferentin Prestin? Sie dulden Skalpelle am (Jungen- und) Mädchengenital? Nein und nochmals nein, entweder wir kippen jede Ausformung der sexualmagischen Genitalchirurgie auf den Müllhaufen der Weltgeschichte, oder die noch mehr zerstörenden der geheiligten genitalen Verstümmelungen werden sich immer wieder einschleichen.

    Die Frauenministerin der autonomen Provinz Puntland, Asha Gelle Dirie fordert die sofortige Abschaffung jeder Form weiblicher Genitalverstümmelung (FGM). Gut gemacht, Frau Ministerin, nur so und nicht anders geht es:

    http://www.stop-mutilation.org/medien/0008.asp

    Cees van der Duin

  3. stop fgm! Says:

    :::

    Dtsch Arztebl 2006; 103(13): A-842 / B-716 / C-692

    Heribert Kentenich, Isabell Utz-Billing:
    Weibliche Genitalverstümmelung: Lebenslanges Leiden

    (…) Aus menschenrechtlicher Sicht ist FGM ein Versuch, Frauen eine untergeordnete Stellung zuzuweisen, indem man sie mit einem Stigma versieht, das sie stets daran erinnert, dass sie „nur Frauen“ sind. Die Genitalverstümmelung verwehrt der Frau das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

    Die meisten Frauen mit FGM leben in 28 afrikanischen Staaten (39). Am häufigsten wird die weibliche Genitalverstümmelung in Somalia, dem nördlichen Sudan, Erithrea, Sierra Leone und Djibouti praktiziert (45). Der Sudan ist das einzige Land, in dem bisher Untersuchungen zur Häufigkeit von weiblicher Genitalverstümmelung durchgeführt wurden. Danach sind bis zu 90 Prozent der sudanesischen Mädchen und Frauen beschnitten (14). FGM kommt jedoch auch in den südlichen Teilen der arabischen Halbinsel, am Persischen Golf und in muslimischen Gemeinden in Indien, Malaysia und Indonesien vor (39). Zunehmend ist auch die Verbreitung unter Immigrantinnen in Europa, Kanada, Australien, Neuseeland und den USA (2, 43). Einer britischen Untersuchung zufolge waren 80 Prozent der Einwanderinnen aus Somalia, dem Jemen, aus Eritrea und Äthiopien „beschnitten“ oder wollten ihre Töchter „beschneiden“ lassen (5). …

    Ägyptische Frauen berichteten, dass ihre eigene Beschneidung in 13 Prozent der Fälle von Ärzten durchgeführt wurde. Bei ihren Töchtern erfolgt sie bereits in 46 Prozent der Fälle durch ärztliches Personal.

    Die „Medikalisierung“ der weiblichen Genitalverstümmelung ist umstritten. Auf der einen Seite kann sie die Komplikationen und eventuell auch das Ausmaß des Eingriffs reduzieren. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden beispielsweise im Sudan und in Somalia traditionelle Hebammen für die weibliche Genitalverstümmelung geschult (15, 41). Aus Kenia wurde über die Verteilung von prophylaktischen Antibiotika, sterilen Einmalrasierern und Tetanus-Impfungen bei betroffenen Mädchen berichtet. Diese prophylaktischen Maßnahmen senkten die Rate an frühen Komplikationen um etwa 70 Prozent (32). In Krankenhäusern im Sudan wurde die weibliche Genitalverstümmelung angeboten, jedoch nur der Typ I der FGM durchgeführt (30). In städtischen Regionen in Mali und Nigeria ist es inzwischen üblich, dass Krankenschwestern die „Beschneidung“ durchführen.

    Auf der anderen Seite besteht durch die „Medikalisierung“ die Gefahr der Verharmlosung und der verzögerten Ausrottung der weiblichen Genitalverstümmelung. Die WHO verurteilte 1982 die Beteiligung von medizinischem Personal an der Genitalverstümmelung der Frau als unethisch. In den 1990er-Jahren schlossen sich verschiedene internationale Organisationen dieser Stellungnahme an (International Federation of Gynecology and Obstetrics 1994, American College of Obstetricians and Gynecologists committee opinion 1995). 1996 hat auch der Deutsche Ärztetag die Beteiligung von Ärztinnen und Ärzten an der weiblichen Genitalverstümmelung verurteilt. Derartige Praktiken seien berufsrechtlich zu ahnden, heißt es in einer Entschließung. Entsprechend wurde 1999 einem Berliner Arzt, der FGM durchführte, die Approbation entzogen.

    http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=50783

    :::

  4. Querverweis Says:

    Sind Genitalverstümmelung und Vielweiberei inzwischen very british? Großbritannien: FGM-Risiko (Quelle 1, Forward, Presseerklärung vom 02.05.2012) und Vielweiberei / Polygamie als Way of Life (Quelle 2, von: Sue Reid, in: The Daily Mail 24.09.2011)

    PRESS RELEASE- “FORWARD calls for stronger government action to safeguard girls from Female Genital Mutilation following shocking Sunday Times investigation”
    May 2nd 2012

    FORWARD the lead UK charity working to tackle female genital mutilation (FGM) has called on the UK government to adopt a more comprehensive approach to safeguard girls from this harmful practice. FORWARD’s research estimates that 24,000 girls under 16 years could be at risk of the most severe form of FGM in England and Wales. The warning comes as the Sunday Times Investigation revealed two UK health professionals and an Imam colluding in the illegal practice of FGM. FORWARD is urging the UK government to take stronger action to prosecute and necessary steps to safeguard UK girls this summer.

    The undercover investigation revealed that a doctor, a dentist, an alternative medical practitioner and a respected religious leader supported the practice of FGM on girls as young as 10-years-old in the UK. These revelations again demonstrate the need to engage FGM affected communities including men and opinion makers such as religious leaders to be targeted to influence change.

    http://www.forwarduk.org.uk/news/news/602

    The truth about polygamy: A special investigation into how Muslim men can exploit the benefits system
    by Sue Reid 24.09.2011

    Ghulam is a taxi driver who lives in Blackburn, a once-booming textile town in Lancashire. He has a terrace house near his local mosque (one of 53 in the area), a silver Nissan car and a very complex private life.

    For he has so many children that he struggles to remember their names, and five wives from various countries, including Yemen, Egypt, Turkey and his own birthplace, Pakistan.

    Ghulam’s latest bride is a shy 20-year-old called Hafeza. He brought her to Britain from Morocco, soon after his 45th birthday earlier this year. They married in an Islamic wedding ceremony called ‘the Nikah’ in her village, with Hafeza’s pleased parents among the guests.

    Thirty miles across the Pennines in Yorkshire, pizza delivery driver Wasim, 27, has an equally complicated domestic life.

    He lives in a part of Dewsbury called Savile Town, a network of 11 terrace streets dominated by one of the biggest mosques in Europe, where most residents are Asian with origins in Pakistan or India.

    Wasim has three wives, the first of whom lives with him and their three teenage sons. His other two wives have separate houses in Savile Town, one down the road and another round the corner. He visits each two nights a week. …

    Although the Government says there are only 1,000 such bigamous or polygamous unions in the UK, two experienced Lancashire social workers — one of Indian-English heritage and the other with Pakistani origins — told me that, although it’s difficult to be precise, in their estimation the figure is closer to 20,000. …

    Controversially, it means that a man can take a new spouse (from anywhere in the world), sire any number of children with her, and yet have no responsibility for this family’s upkeep or care.

    To avoid breaking Britain’s matrimony laws, the men marry their extra ‘wives’ in an Islamic Nikah ceremony, either in their own homes or a mosque.

    These marriages are not recognised officially, so they do not appear in government statistics or have any status under the law. They also do not count when assessing welfare payments.

    Another technique is for a couple to marry legally under British law but then divorce, leaving them then to have a Nikah ceremony and continue living together. The woman will then be entitled to welfare payments as a single mother and the man can then bring another woman from abroad and legally marry her in Britain.

    Men also cheat the system by bringing brides from abroad as nannies for their children, or as carers for a sick relative. The bride gets a year’s visitors’ visa, disappears into a tight-knit local community, and is entitled to receive welfare hand-outs.

    While it has long been a cliche for men to complain that their wives and children take up most of their income, the reality for polygamous husbands is that the more babies he sires, the more money pours in for him and his wives.

    As Tariq Ali, the 45-year-old co-founder of Project BME (Black Minority Ethnics), a charity based in Darwen, Lancashire, admits: ‘There are thousands of bigamous and polygamous marriages in the UK’s Pakistani community — the same community into which I was born.

    ‚Every single man of my age who I bump into seems to have a third, fourth or fifth wife.

    ‘The issue is going unreported but in the Asian communities this is becoming a way of life. I think the number of polygamous relationships must be 20,000.

    ‘The men find second wives in the UK as well as any Muslim country abroad. The new favourite places to find women are Turkey and Morocco, because the men can drive there by car to meet them and bring them back.’

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2041244/Polygamy-Investigation-Muslim-men-exploit-UK-benefits-system.html

  5. Machandelboom Says:

    Auch in Westafrika werden die Mädchen weiterhin beschnitten (genital verstümmelt), allen früher veröffentlichten feierlichen Anti-FGM-Verpflichtungen zum Trotz. Auch mit Säuglingsbeschneidungen oder Medikalisierung (Durchführung der FGM im Krankenhaus) versucht die volkstümlich verankerte einflussreiche Lobby, die schädliche Tradition zu bewahren. Über die enormen Rückschläge im Kampf gegen FGM im Senegal berichtet IRIN (humanitarian news and analysis, a service of the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs)
    ::

    SENEGAL: FGM continues 10 years after villagers claim to abandon it

    MALICOUNDA BAMBARA, 10 August 2007 (IRIN) – Some 70km southeast of Senegal’s capital Dakar, a crowd of journalists and dignitaries gathered in the village of Malicounda Bambara on 5 August to commemorate the day 10 years ago, which made headlines around the world, when the community openly declared that it had abandoned a local tradition known as female genital mutilation or female genital cutting (FGM/C).

    Yet a decade later, here, and in many of the 2,657 villages in Senegal, Guinea and Burkina Faso that have since made similar declarations, there are worrying signs that FGM/C still exists.

    Just a few minutes walk from the marching bands, dancing and countless congratulatory speeches, a village elder stood outside her canteen, chastising the fanfare as a farce. “They haven’t really abandoned the practice,” she said of the women of Malicounda Bambara. “The same women who are publicly declaring it has been abandoned are continuing to cut,” she said.

    The woman said a young girl was circumcised in the village as recently as one week earlier. IRIN also spoke to 14-year-old Mariama Ba who said she had been circumcised in Malicounda just four years ago. …

    She said girls are undergoing FGM/C at an increasingly younger age, often immediately after birth “so they cannot complain”, she said.

    She also worried about the medicalisation of the practice. “For many years, we have been educating people about the health consequences of FGM/C. Their response has been ‘Okay, then we’re going to do it in hospitals,’” she said. …

    Ourèye Sall, the woman who was formerly a cutter, said that if other women are given the opportunity to discuss and understand the dangers of FGM/C then “little by little” they too will come around. “We can’t push them into it. We can’t force them,” she said.

    Yet that is not enough as far as the UNFPA’s Touré is concerned. “We’ve been dealing with the issue for decades. The rates are still very high in many countries. The decrease of the practice is too slow. We need to revisit our approaches.” …

    http://www.irinnews.org/Report/73680/SENEGAL-FGM-continues-10-years-after-villagers-claim-to-abandon-it

    ::

  6. Bragalou Says:

    BOGOTÁ – In Kolumbien ist ein 15 Tage altes Baby an den Folgen weiblicher Genitalverstümmelung gestorben. Das Mädchen aus dem indigenen Volk der Embera-Chami in Westkolumbien ist im Zuge eines verbotenen Stammesrituals nach der Entfernung ihrer Klitoris verblutet. Bereits 2010 hatte die Volksgruppe zugesichert, FGM zu beenden, berichtete Colombia Reports am Montag.

    „Der Fall wurde an den Gouverneur der Gemeinde übergeben, da die Embera-Chami versprochen hatten, damit aufzuhören“, erklärte Jose Luis Herrera, Bürgermeister von Ansermanuevo. Er fügte hinzu, dass seinen Informationen zufolge das Baby zuvor in gutem Gesundheitszustand das Krankenhaus verlassen hätte.

    2007 lenkte der Tod eines jungen Mädchens an den Folgen weiblicher Genitalverstümmelung die Aufmerksamkeit auf die Embera-Chami. Der United Nations Population Fund initiierte damals ein Projekt mit den Stammesführern, worin die Ursprünge von FGM in der Volksgruppe erforscht und die physischen und psychischen Folgeschäden den Mitgliedern näher gebracht werden sollten. Nach einem Jahr entschieden sich die Embera-Chami dazu, die grausame Tradition für eine Probezeit von zwei Jahren auszusetzen. Nach dessen Ende wurde das endgültiges Aus von FGM und härtere Strafen für die Ausübung der Praxis beschlossen.

    Die Volksgruppe mit etwa 5000 Mitgliedern soll FGM seit der Zeit der Kolonialherrschaft praktizieren. Damals kam es aufgrund des Sklavenhandels zu einem intensiven Austausch mit afrikanischen Communities.

    aus: Kolumbien: 15 Tage altes Mädchen stirbt nach Genitalverstümmelung
    auf: desert flower 02.05.2012

    http://www.desertflowerfoundation.org/de/2012/05/02/kolumbien-15-tage-altes-madchen-stirbt-nach-genitalverstummelung/

  7. Bragalou Says:

    An MDG-F-supported programme to empower and protect women in Colombia is working with the government to end the practice of female genital mutilation among the indigenous Embera Chami people.

    http://www.mdgfund.org/country/colombia

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    „I am an indigenous woman, and I do not practice FGM“

    … The first alarm was sounded in 2007, when a newborn Indian girl died after a traditional procedure in which her clitoris was excised. A local official tipped off the national media, and Colombia joined the ranks of countries known to be practising female genital mutilation (FGM).

    Behind what generations of indigenous Embera Chami people called “the cure” was a painful reality that many thought to be the exclusive preserve of some African and Southeast Asian countries. Although many Embera see it as a form of purification or cleaning, the cultural significance of female genital mutilation is unclear even to many who practise it. …

    The most visible result of the “Embera Wera” campaign has been the community’s commitment to eradicate FGM, but the programme has also promoted other initiatives to help women gain a place in decision-making processes and to know their rights, such as the creation of a Law School or the holding of the First Congress of Embera Women.

    Miriam Nengarabe, an Embera, says that although indigenous women were historically not valued enough in their communities, now, through education and organization, they are beginning to recognize their rights: „Because women are the same as anyone else.“

    The „Embera Wera“ initiative, which works with about 25,000 indigenous women in Risaralda, is supported by the Colombian government and the United Nations Population Fund (UNFPA), and works with indigenous authorities and community members.

    It is part of the joint United Nations programme “Integral strategy for the prevention and awareness of all forms of gender-based violence in Colombia”, one of 128 financed by the MDG-Fund worldwide to achieve the Millennium Development Goals of poverty reduction. The programmes focus particularly on women and children, among the most vulnerable and marginalized communities.

    For many indigenous women, the “Embera Wera” campaign of Colombia has marked an important step in their empowerment. „We have awakened many women and talked about what was not discussed before. Now women have a say in their lives, we are no longer afraid to speak. We are being trained and learning more and more about our rights as women, says Solany Zapata, another Embera Chami woman …

    http://www.mdgfund.org/story/i-am-indigenous-woman-and-i-do-not-practice-fgm

  8. Bragalou Says:

    ::

    Nicht die Klitorisvorhautbeschneidung, die Klitorisamputation ist unter Sunna-Beschneidung zu verstehen, siehe unten:

    In fact, clitoridectomy is referred to as “sunnah circumcision” in Arabic.

    Im postmagischen, kulturell modernen Menschheitskampf gegen das uralte, eine angeblich unverzichtbare Reinheit und Keuschheit der Frau herstellende Ritual bleibt noch viel zu tun.

    Ein Blick nach Ostafrika, wo einige Christen oder Animisten, aber selbst einige äthiopische Juden die weibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation) praktizieren (as well as some Ethiopian Jews). Die ostafrikanischen Muslime beschneiden ihre Frauen oder vielmehr Mädchen sowieso, der schafiitische Fiqh gibt, noch so vielfach abgestritten, leider nicht viel anderes her.

    S a m b u r u

    Die FGM ist ferner etwa den (wie die Massai Maa-sprachigen und) patrilokal wie polygam (genauer: polygyn) lebenden Samburu aus Kenia obligatorisch. Das Mädchen ‚Juliana‘ etwa wird für die Heirat vorbereitet, der Ehemann jeder Samburufrau wird von einem Ältestenrat ausgesucht:

    A young woman of the Samburu tribe in northern Kenya undergoes circumcision as an essential cultural rite before marriage. …

    In männerfreier Zone werden Juliana Klitoris und kleine Schamlippen herausgeschnitten, was fünf bis zehn Minuten dauert. Die anderen Frauen bedecken ihren Mund, damit Julianas Schreie nicht zu hören sind:

    Only women are allowed to attend the cutting, where Juliana’s labia minora and clitoris are removed. In Juliana’s case, the process took between five and 10 minutes. The other women cover her mouth to stifle her screams.

    Practised by followers of Christianity, Islam and traditional or animist faiths, as well as some Ethiopian Jews, FGM transcends religious belief.

    Nevertheless, and notwithstanding the fact that FGM predates Islam, research suggests that Muslims in particular associate FGM with sunnah, or “required practice”. In fact, clitoridectomy is referred to as “sunnah circumcision” in Arabic.24

    Although most Islamic clerics actively discourage infibulation and an increasing number of imams are speaking out against any form of FGM, some maintain that lesser forms are acceptable. For example, one cleric from Ethiopia, speaking at a regional conference on female genital mutilation concluded, “This conference and the medical research associated with it, does not show that the sunnah circumcision — cutting only the outer part of the clitoris — has caused any medical complications. … I believe that Islam condones the sunnah circumcision; it is acceptable.”25

    http://www.irinnews.org/pdf/bb/4fgm.pdf

    ::

  9. Jacques Auvergne Says:

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    zum Thema FGM in Kurdistan gibt es einen Film von Nabaz Ahmed und Shara Amin

    FGM: the film that changed the law in Kurdistan – video

    http://www.theguardian.com/society/video/2013/oct/24/fgm-film-changed-the-law-kurdistan-video

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    Film by Nabaz Ahmed, Shara Amin, Patrick Farrelly, Sinead Kinnane, Jordan Montminy, Maggie O’Kane and Alex Rees
    Length: 17min 06sec
    2013

    The BBC-Guardian team has followed two filmmakers who spend almost a decade reporting the greatest taboo subject in Kurdish society. Nabaz Ahmed and Shara Amin persuaded people to talk about the effects of FGM. Their film became an important tool in a capmpaign the grassroots organisation WADI launched to combat FGM and get the practice outlawed in 2011.

    http://stopfgmmiddleeast.wordpress.com/2013/10/24/fgm-the-film-that-changed-the-law-in-kurdistan/

    ::
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    FGM: ‚It’s like neutering animals‘ – the film that is changing Kurdistan
    A film made over 10 years with the stories of girls and women affected by female genital mutilation is tackling a taboo subject

    von: Maggie O’Kane und Patrick Farrelly
    in: The Guardian 24.10.2013

    http://www.theguardian.com/society/2013/oct/24/female-genital-mutilation-film-changing-kurdistan-law

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    Leider lobpreist Stop FGM Middle East , das Gemeinschaftsprojekt von WADI und dem niederländischen Hivos, die angeblichen Chancen, per Fatwa gegen FGM vorzugehen. Das ist gefährlicher Unsinn. Die Scharia ist ewig und kann nicht reformiert werden und der Fiqh hat die Aufgabe, Stadt und Staat in ein erneuertes Medina zu verwandeln.

    Wer nach Fatwen ruft wird früher oder später immer den originalen Islam bekommen, den von al-Ghazali (vor 1111 n. Z.), genauer wohl den von Ibn Hanbal (vor 855) und letztlich nur den von Allahs Liebling (612 bis 632) Mohammed – selbstredend den Islam MIT der FGM.

    Von Tantawi (Ṭanṭāwī, einst Scheich al-Azhar; der Al-Azhar-Scheich gilt als eine der höchsten Autoritäten des sunnitischen Islam und der islamischen Jurisprudenz, einigen Muslimen gar als die höchste Autorität) über Ali Gum’a (Ali Goma, Alī Ǧumʿa, ein äußerst ranghoher schafiitischer (!) Scheich und einst Ägyptens Großmufti, berüchtigt für Spitzfindigkeiten wie: „Das Schlagen der Ehefrau sei in islamischen Ländern erlaubt, im Westen dagegen verboten“) bis zum Muslimbruder-Cheftheologen Yusuf al-Qaradawi (Qaraḍāwī) sind diese global denkenden islamfrommen Revolutionäre (und mehr oder weniger heimlichen Frauenbeschneidungsfreunde) bei em>Stop FGM Middle East genannt und geehrt … hoffentlich nur vorübergehend.

    http://stopfgmmiddleeast.wordpress.com/fatwas-against-fgm/

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    na also, eben, so sieht’s aus, die Islamic FGM „kann nicht verboten werden, weil Mohammed sie nicht verboten hat“, Scheich Gad al-Haq, immerhin der Großimam von al-Azhar zwischen 1982 und 1996, kennt seine Religion, und: „bei uns Schafiiten ist Beschneidung Pflicht für Männer und Frauen“ (Answered by: Sidi Abdullah Muḥammad al-Marbūqī al-Shāfiʿī, Checked by: Al-Ustāż Fauzi ibn Abd Rahman, Quelle ShafiiFiqh, siehe unten)

    Others, such as the late rector of Al-Azhar University, Sheikh Gad al-Haq, said that since the Prophet did not ban female circumcision, it was permissible and, at the very least, could not be banned. …

    Whereas the Hanafis do not regard female circumcision as “sunnah”, the practice is recommended on religious grounds by the Maliki and Hanbali law schools and is considered obligatory by the Shafai’i school. Though not without internal dissent, the Shafi’i position is clearly expressed: “Circumcision is obligatory upon men and women according to us.”

    Stop FGM Middle East

    http://stopfgmmiddleeast.wordpress.com/background/islam-or-culture/

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    … In dem Film werden die beiden kurdischen Filmemacher Shara Amin und Nabaz Ahmed vorgestellt, die unterstützt von der deutsch-irakischen Organisation WADI Jahre lang mit den Menschen über FGM gesprochen haben. Ein Ehepaar berichtet ihnen von ihrem unerfüllten Sexualleben. Eine Frau zeigt ihnen das Grab ihrer Schwester, die durch eine Infektion nach der Verstümmelung starb. Ein islamischer Geistlicher sagt, dass die Beschneidung von Mädchen Pflicht sei.

    Die BBC zeigt auch wie WADI-Aktivisten Dörfer besuchen und mit Frauen über FGM diskutieren. Der irakische Leiter der Organisation, Falah Muradkhin, beschreibt wie die Kampagne an vielen Punkten gleichzeitig ansetzte. WADI konnte die Bewohner ganzer Dörfer dafür gewinnen, ihr Dorf als offiziell FGM-frei zu erklären. Sie fanden einen Geistlichen, der erklärte, dass weibliche Genitalverstümmelung gegen den Islam sei und filmten ihn für einen Aufklärungsfilm. Das kurdische Regionalparlament erließ 2011 ein Gesetz gegen FGM. Die überwiegende Mehrzahl der Frauen in den kurdischen Dörfern, in denen WADI in den letzten Jahren aktiv war, sagt heute, dass sie ihre Töchter nicht beschneiden lassen wollen, weil die Praxis gesundheitlich schädlich sei.

    Der Dokumentarfilm der BBC erzählt diese Geschichte nach. Zudem bricht er mit einem Tabu: Wie ein Mantra behaupten UN und Nichtregierungsorganisationen, die weibliche Genitalverstümmelung habe nichts mit Religion zu tun. Die britischen Filmemacher zeigen indes in Interviews mit islamischen Geistlichen, dass im Gegenteil hier die Mädchenbeschneidung als religiöse Pflicht gilt – wenn auch einige der Geistlichen diese Auslegung ablehnen.

    Die Organisation Wadi ist eine der wenigen, die stets auf den Zusammenhang von Religion und FGM hingewiesen haben. Wenn auch die Praxis ihren Ursprung lange vor der Entstehung des Islams hat, so wird doch heute in zumindest einer Rechtschule des Islam die Mädchenbeschneidung gefordert, in zwei weiteren als gute Tat gepriesen. Weil das so ist, muss auch mit einer weiteren Legende aufgeräumt werden: Dass weibliche Genitalverstümmelung ein afrikanisches Problem sei. Nicht nur in Kurdistan, auch im Oman, im Iran, in Malaysia und Indonesien werden Mädchen verstümmelt. Dem Kampf gegen FGM auf dem asiatischen Kontinent widmet sich eine neue Kampagne von Wadi und der niederländischen Organisation Hivos: Stop FGM Middle East.

    aus: Film über Genitalverstümmelung in Kurdistan räumt mit Tabus auf
    von: Hannah Wettig
    in: publikative 28.10.2013

    http://www.publikative.org/2013/10/28/film-ueber-genitalverstuemmelung-in-kurdistan-raeumt-mit-tabus-auf/

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    Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu’ of Imam An-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfiʿī madhhab. In a situation a woman is in her advanced age, it is not permissible to circumcise her if it may harm her (al-Rauḍah of Imam An-Nawawi: 3: 384).

    Answered by:
    Sidi Abdullah Muḥammad al-Marbūqī al-Shāfiʿī

    Checked by:
    Al-Ustāż Fauzi ibn Abd Rahman

    [Anm: Die den zarten Ohren der Kulturrelativisten schmeichelnde Lüge, dass sich die verpflichtende FGM der Schafiiten lediglich auf die Amputation der Klitorisvorhaut bezöge, stammt vom nordamerikanischen Sufischeich Nuh Hah Mim Keller und wird bei Bedarf der Wahrung des „Gesichts“ in Südostasien beim ShafiiFiqh einfach wiederholt. Taqiyya darf auch die Ehre retten.

    Das arabische baẓr bedeutet nicht prepuce of the clitoris, Klitorisvorhaut, sondern the clitoris itself, Klitoris. ]

    http://www.shafiifiqh.com/what-is-the-ruling-on-circumcision-for-women/

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    Nuh Hah Mim Keller’s Translation:

    „e4.3 Circumcision is obligatory (O: for both men and women. For men it consists of removing the prepuce from the penis, and for women, removing the prepuce (Ar. Bazr) of the clitoris (n: not the clitoris itself, as some mistakenly assert). … The Arabic word bazr does not mean “prepuce of the clitoris”, it means the clitoris itself“

    The deceptive translation by Nuh Hah Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law, given by ‘Umdat al-Salik, that circumcision of girls by excision of the clitoris is mandatory. This particular form of female circumcision is widely practiced in Egypt, where the Shafi’i school of Sunni law is followed.

    Zu lesen bei: Answering Islam

    http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

    baẓr

    http://ar.wikipedia.org/wiki/%D8%A8%D8%B8%D8%B1

    http://de.wikipedia.org/wiki/Klitoris

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  10. Dwarslöper Says:

    … der Katharina-Effekt. Die angebliche bzw. einstige Frauenrechtslobby Terre des Femmes (TdF) und das lukrative Plappern über die weibliche Genitalverstümmelung
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    Kulturrelativismus in Reinform

    Katharina Kunze, die derzeitige Referentin für das Thema “Genitalverstümmelung ” bei Terre des Femmes, schrieb zunächst an eine Facebook-Nutzerin: “…der Film ist weder sadistisch noch voyeuristisch sondern illustriert – der Komplexität des Themas gerecht werdend – auch wie sich junge Mädchen auf die Initiation und die dafür “erforderliche” Genitalverstümmelung freuen.” (!)

    Offiziell ist zu lesen: “Im Zentrum des Films steht ein Initiationsritus, bei dem Jungen und Mädchen durch die Beschneidung ihrer Genitalien zu Erwachsenen werden und manche von ihnen sich genau dies selbst wünschen.”

    Die Verharmlosung von Genitalverstümmelungen als “Beschneidung” sowie die Verbrämung dieses Gewaltverbrechens als “Inititiation”, dem die Opfer auch noch mit Freude entgegen sehen, entspricht 1:1 der abartigen Rhetorik jener Kultrurrelativisten, die seit den 1990er Jahren bis heute wirksame Massnahmen für die Beendigung der Genitalverstümmelung als “westliche, kulturimperialistische Intervention” ablehnen und mit deren rassistischer Ideologie – denn sie schließt in diesem Fall “schwarze Frauen und Mädchen” von der Gültigkeit universeller Menschenrechte und dem Recht auf Schutz vor konkreten, kulturell legitimierten Gewalttaten aus – sich Terre des Femmes mit diesen Formulierungen ganz offen identifiziert.

    Sadistischer Voyeurismus

    Terre des Femmes schreibt: “Weder Schamlippen noch Klitorides noch Schnitte werden gezeigt und die Darstellung ist in keinem Moment sadistisch oder voyeuristisch” und “den physischen Schmerz nach dem Eingriff abzubilden ist dramaturgisch nötig” sowie “dabei werden physische Reaktionen auf die Schnitte und den Blutverlust immer in Kombination mit der Willensstärke, der Entschlossenheit und Tapferkeit der jungen Frauen gezeigt.”

    Nun beruht die von uns entlarvte “Befriedigung sadistisch-voyeuristischer Neigungen” dieses Films nicht auf dem Zeigen von Schamlippen oder Klitorides sondern auf der Entwürdigung der Verstümmelungsopfer durch hemmungs- und gnadenloses Draufhalten der Kamera – ohne ihr Wissen und ihre Zustimmung – auf ihr Leid und ihre Folter und die permanente , traumatische Reproduktion dieses Verbrechens, wann immer der Film und die Opfer dem Publikum vorgeführt werden.

    von: Ines Laufer
    in: Terre des Femmes zwischen Kulturrelativismus, sadistischem Voyeurismus und Opferrolle
    bei: netzfrauen 03.09.2013

    http://netzfrauen.org/2013/09/03/terre-femmes-zwischen-kulturrelativismus-sadistischem-voyeurismus-und-opferrolle/

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  11. Dwarslöper Says:

    Ostafrikanische weibliche Genitalverstümmelung
    (nichtislamische FGM)

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    KENIA (engl. KENYA)

    Mid-Term Review of Project. Practice Reduction and Awareness on Female Genital Mutilation (FGM).
    YWCA Kenya.

    http://www.fokuskvinner.no/PageFiles/5228/Final%20FGM-REPORT,%20KFUK%20Kenya.pdf

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    Country Profile:
    FGM in Kenya
    Katherine Allen
    May 2013

    http://www.academia.edu/3574695/Country_Profile_FGM_in_Kenya

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    TANSANIA (TANZANIA)

    Consequences of female genital mutilation on girls‘ schooling in Tarime, Tanzania. Voices of the Uncircumcised Girls on the Experiences, Problems and Problems and Coping Strategies

    Joseph Christopher Pesambili

    http://www.iiste.org/Journals/index.php/JEP/article/view/7368

    http://de.slideshare.net/AlexanderDecker/consequences-of-female-genital-mutilation-on-girls-schooling-in-tarime-tanzania-voices-of-the-uncircumcised-girls-on-the-experiences-problems-and-coping-strategies

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  12. Machandelboom Says:

    2.2.2 Asien

    Außerhalb Afrikas ist bisher der Jemen das einzige Land mit Beschneidungspraxis, für das die Verbreitung statistisch erfasst wurde: 22,6% der 15 bis 49-jährigen Mädchen und Frauen sind betroffen.17

    Weiters ist die Beschneidung weiblicher Genitalien für Indonesien (primär auf den Inseln Sumatra, Java, Sulawesi, Madura, vorwiegend Typ I und IV) 1819, für das irakische Kurdistan20, für Beduinen in Israel, für muslimische Gruppen in Malaysia und für die Vereinigten Arabischen Emirate dokumentiert.21

    Die Hilfsorganisation Wadi, die Frauen im Irak unterstützt hat in sechzig kurdischen Dörfern eine Befragung durchgeführt und stellte dabei fest, dass sechzig (!) Prozent der Frauen genital verstümmelt sind. Weder der Irak noch die Türkei noch Syrien – all dies sind Gebiete, in denen Kurdinnen leben – wurden bisher in Sachen FGM ins Visier genommen. Besonders wichtig wäre dies aber für die Situation in Deutschland, da dort hunderttausende Kurdinnen leben.22

    2.2.3 Mittel- und Südamerika

    In Amerika ist das Phänomen vereinzelt belegt, etwa für die Embera-Chami-Indianer in Kolumbien.23

    von: Martina Weitlaner

    aus: Die Genitalverstümmelung der Frau – menschenrechtliche Instrumente zu ihrer Verhinderung und Untersagung
    Diplomarbeit
    Seite 7-8

    http://www.stopfgm.net/dox/Diplomarbeit%20Weitlaner_Menschenrechte%20FGM_2011.pdf

  13. Dwarslöper Says:

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    Ganz im Stile der Schariabeschwichtiger Nahid Toubia und Anika Rahman (beide s. u.) oder Rüdiger Nehberg, alle drei wurden 2005 von Terre des Femmes (TdF) offenbar lobend herangezogen, wollte uns auch die karriere- und islamfreundlich vorgehende größte deutsche Frauenrechtsbewegung eher dazu ermutigen, gemeinsam mit den Muftis und Imamen gegen die FGM zu kämpfen:

    „Aufgrund der ihnen zuerkannten Autorität kommt muslimischen Religionsführern eine Schlüsselrolle bei der Überwindung von FGM zu.“

    TdF schmuggelte den (uns über Schönfärber wie Birgit Krawietz oder Assia Maria Harwazinski sattsam bekannten) Begriff von der Hurma in den Diskurs und verschweigt, dass islamisch abgetrennte Körperteile wie Hand, Fuß, Kopf, Penisvorhaut und eben auch Klitoris oder Klitorisvorhaut problemlos von der islamischen körperlichen „Unversehrtheit“ abgedeckt bleiben.

    Die Scharia wird müde erwähnt, aber unredlicherweise oder aus Unkenntnis bleibt sie mit Sudan und Nigeria sprich lediglich mit dem islamischen Strafrecht verknüpft.

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    Terre des Femmes orakelt:

    In erster Linie wird FGM unter Berufung auf bestimmte Hadithe im Islam religiös legitimiert. …

    Laut eines Hadiths soll der Prophet gesagt haben: „Nehme ein wenig weg, aber zerstöre es nicht. Das ist besser für die Frau und wird vom Mann bevorzugt.“ …

    Eine andere Deutung geht davon aus, dass es sich um ein Makrumah handelt, eine freiwillige ehrenvolle Tat, deren Unterlassung nicht bestraft wird. Der Islam erkennt das Recht der Frau auf sexuelle Befriedigung, wenn sie verheiratet ist, ausdrücklich an. Außerdem ist zu bedenken, dass einer der höchsten Werte der Scharia, die „Hurma“, die körperliche Unversehrtheit ist, die es in jedem Fall zu schützen gilt. Man kann sagen, dass unter MuslimInnen stark unterschiedliche Meinungen über FGM existieren. Während sie manche Gläubige als verpflichtend (wajib) ansehen, lehnen andere sie als verboten (murharram) ab.

    Aufgrund der ihnen zuerkannten Autorität kommt muslimischen Religionsführern eine Schlüsselrolle bei der Überwindung von FGM zu.

    In Ländern, in denen die Scharia eingeführt wurde, (z.B. 1983 im Sudan oder seit 1999 in einigen Bundesstaaten Nigerias) werden Frauen vor dem geltenden Gesetz nicht die gleichen Rechte eingeräumt wie Männern. Dies zeigt sich insbesondere in den Bereichen Eheschließung, Ehebruch und Ehescheidung sowie im Sorgerecht für die Kinder, sowie im Erbrecht. Dies führt dazu, dass die ökonomische Versorgung und die gesellschaftliche Anerkennung von Frauen in erster Linie durch Heirat gewährleistet ist. Folge ist eine starke Abhängigkeit der Frauen vom Ehemann und seiner Familie.

    aus:
    Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM = Female Genital Mutilation)
    erstellt von:
    Franziska Gruber (TDF), Katrin Kulik (TDF), Ute Binder (TDF)

    Oktober 2005

    http://www.frauenrechte.de/online/images/downloads/fgm/EU-Studie-FGM.pdf

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    in der eben betrachteten Studie durch Terre des Femmes herangezogen: Nahid Toubia, die dem Leser allen Ernstes nahelegt, dass die vollständige Islamisierung eines Landstrichs letztlich und sozusagen naturgemäß alle FGM beseitige und dass die heutigen frauenbeschneidenden Gesellschaften über den Islam einfach nicht richtig informiert sind:

    FGC is not a traditional Islamic practice in most Muslim countries. Nahid Toubia, author of Female Genital Mutilation: A Call for Global Action, points out that FGC is not practised in predominantly Islamic countries, and, communities which do practise, tend not to have a full understanding of Islamic doctrine. …

    bei: Orchid Project (London, UK) 10.08.2011

    http://orchidproject.org/2011/08/is-female-genital-cutting-a-religious-requirement/

    ::
    Orchid Projekt oder Lügen ohne rot zu werden:

    Female genital cutting is a social norm. … Today, many will also cite religion as a reason for FGC. But FGC is not prescribed by any of the major religions.

    http://orchidproject.org/category/about-fgc/why-fgc-happens/

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    wenn Terre des Femmes – oder Rüdiger Nehberg (TARGET) – auf den Einsatz von FGM-verbietenden Muftis und Imamen gesetzt haben oder immer noch setzen, dann könnte diese eher unsinnige Strategie auch vom britischen Orchid Procect übernommen worden sein.

    Wer die Religion – sprich den Islam – pauschal kritisiere, mache sich indirekt oder unmittelbar der Beschädigung des Kampfes gegen die FGM schuldig, so legen uns die britischen Bewunderer von Islamfreunden wie The ‘Faith Against FGM’ Conference oder TARGET (Rüdiger Nehberg) nahe:

    Depending on the region, harnessing the influence of religious leaders is important in establishing a movement for change. Many practising communities believe that FGC is dictated by their religion. Once they realise that there is no link between religion and female genital cutting, the practice becomes easier to abandon.

    http://orchidproject.org/category/about-fgc/how-fgc-is-ending/

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    Anika Rahman ist eine aus Bangladesch stammende US-amerikanische Rechtsanwältin und gilt als Kämpferin für Frauenrechte und Frauengesundheit. Mit Nahid Toubia schrieb sie:

    Although there is no clear support for the practice of FC/FGM in Islamic texts, a number of African communities in which Islam is practiced believe that FC/FGM is religiously mandated.

    Female Genital Mutilation: A Practical Guide to Worldwide Laws and Policies (2000). p 38

    http://books.google.de/books?id=kEG6GaudxQEC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

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    Sicherlich war die Stimmung acht Tage nach dem Terroranschlag von 2001 vielerorts und gerade in New York außergewöhnlich gereizt. Doch Anika Rahman machte Nine Eleven für sich nutzbar, ohne ein schlechtes Wort über die Scharia zu verlieren:

    I am so used to thinking about myself as a New Yorker that it took me a few days to begin to see myself as a stranger might: a Muslim woman, an outsider, perhaps an enemy of the city. Before last week, I had thought of myself as a lawyer, a feminist, a wife, a sister, a friend, a woman on the street. Now I begin to see myself as a brown woman who bears a vague resemblance to the images of terrorists we see on television and in the newspapers.

    aus: Fear in the Open City
    von: Anika Rahman
    in: The New York Times 19.09.2001

    http://www.nytimes.com/2001/09/19/opinion/fear-in-the-open-city.html

    ::
    elf Jahre später, und, alles was Recht ist, noch immer entschlüpft der Rechts(!)anwältin und bekennenden Muslima kein abfällig kritisches Wort über das Islamische Recht.

    Doch überall vergiften diese schrecklichen Islamophoben die Stimmung:

    Eleven years after the Sept. 11 attacks, xenophobia persists, even at the highest levels of society.

    ohne Kopftuch kämpfen für das Kopftuch! Zum Dschihad der weiteren Islamisierung geht auch mal der schariatisch unmögliche christliche Ehemann:

    In 2003, during the height of islamophobia following the Sept. 11 attacks, I was pregnant with my daughter. As a feminist, I wanted her name to reflect both her father’s and my heritage. But as a mother, I worried that bestowing upon her my Muslim last name would expose her to discrimination and hardship in life. In the end, we gave her both last names, along with a first name rooted in Arabic and Ki-Swahili that translates to „aspiration“ and „peace.“ She’s being raised — not only by her Muslim mother and Christian father, but also by her Jewish step-father and Buddhist step-mother — to respect all religions equally.

    I have made a conscious choice to self-identify as a Muslim, despite my secular upbringing. …

    aus: My Muslim Identity
    von: Anika Rahman
    in: The Huffington Post 27.07.2012

    http://www.huffingtonpost.com/anika-rahman/my-muslim-identity_b_1706272.html

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    schon 1993, vor nun zwei Jahrzehnten schmetterte die Verteidigerin des Glaubens Nahid Toubia:

    FGM is a practice of culture, not religion. However, it is often strongly associated with Islam, because some African Muslim communities cite religion as the …

    aus: Female genital mutilation: a call for global action
    p 31

    http://books.google.de/books/about/Female_genital_mutilation.html?id=dxi1AAAAIAAJ&redir_esc=y

    ::
    derartige Faktenferne hält sich 2013 sogar bei der WHO, als ob die Hadithe neben dem Koran denn nicht zu den islamischen Grundlagentexten zu rechnen wären:

    Though no religious scripts prescribe the practice, practitioners often believe the practice has religious support.

    aus: Female genital mutilation
    Fact sheet N°241
    Updated February 2013

    http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs241/en/

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    statt uns zu erzählen, einen angeblich christlich gebliebenen Ehemann zu haben und gleichzeitig den Islam schönzureden, sollte Anika Rahman auf den Großmufti für Saudi-Arabien Scheich ibn Baz (ʿAbd al-ʿAzīz ibn Bāz, 1910-1999) hören oder im Koran lesen!

    Question:

    What is the Islamic ruling concerning a Christian man marrying a Muslim women? If they have children, what is the ruling concerning those children in Islamic law?
    Answer:

    The marriage of a Christian man to a Muslim women is an invalid marriage. Allah says in the Qur’aan:

    “And give not [Muslim women] in marriage to idolaters until they believe.” (Surah al- Baqarah: 221).

    Therefore it is not allowed for a disbeliever to marry a Muslim woman. Allah also says,

    “ They the Muslim women are not lawful for them [the disbelievers] nor are they [the disbelievers] lawful for them.” (Surah al- Mumtahana:10)

    If he does marry her the marriage is invalid.

    The Ruling Concerning a Christian Man Marrying a Muslim Women
    Shaykh `Abdul-`Azeez Bin Baz, Islamic Fatawa Regarding Women – Darussalam Pg. 172-173

    http://www.fatwaislam.com/fis/index.cfm?scn=fd&ID=577

    ::
    hier bekäme auch die energische Islamaufhübscherin Anika Rahman (My Muslim Identity) islamisches Wissen, Fatwa:

    FATAWA ZU HEIRAT UND VERLOBUNG

    Marriage and Engagement
    Shaykh ul-Islaam Ibn Taymiyyah
    Shaykh `Abdul-`Azeez Bin Baz
    Shaykh Muhammad bin Saalih al-`Uthaymeen
    Shaykh Saalih al-Fawzaan

    http://www.fatwaislam.com/fis/index.cfm?scn=sc&sc=22&c=3

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    ::

  14. Bragalou Says:

    ::

    Ḫitān al-banāt
    Khitan al-banat (anglisiert)
    Beschneidung der Mädchen,
    Beschneidung der Töchter

    إبـنـة ibna, Tochter

    http://arabicway.tumblr.com/page/54

    بنت bint, Tochter von [in Namen]; das Mädchen
    البنات banāt, die Töchter; die Mädchen

    http://ar.wikipedia.org/wiki/%D8%A8%D9%86%D8%AA

    ::

    Weibliche Beschneidung nennt man dementsprechend khitan al-banat – die Beschneidung der Mädchen – um sie von der Jungenbeschneidung abzugrenzen.

    p 9

    http://books.google.de/books?id=FWbztMP_XlAC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    ::

    walad Junge, awlād Jungen

    Ḫitān al-awlād wal-banāt
    khitan al-awlad wal-banat
    Beschneidung der Jungen und Mädchen

    Zakariyya Al-Birri[47]

    ‚Abd-al-Raziq: Abu-Bakr: Al-khitan, ra’y ad-din wal-‚ilm fi khitan al-awlad wal-banat, Dar Al-i’tissam, Cairo, 1989; pages 95-96

    http://en.wikipedia.org/wiki/Religious_views_on_female_genital_mutilation

    ::

    Ein Blick auf den wichtigen englischen Wiki, danke an alle, die daran mitgearbeitet haben:

    Some scholars[46] suggest makrumah means that female circumcision adds to the man’s pleasure. The majority of fatwas that permit or recommend Muslim female circumcision lean toward it being commendable or meritorious act on the part of the woman. Zakariyya Al-Birri[47][48] argues it is better to carry out female circumcision, while Al-Qaradawi leaves the choice to parents according to their beliefs, in spite of the fact that he favours female circumcision, because it protects girls‘ morality „especially nowadays“ claims Al-Qaradawi.[49][50]

    Similarly, Al-Azhar – one of the most respected universities of the Islamic World in Cairo – has issued a number of fatwas on female circumcision over its history.[23] On June 23, 1951, a fatwa[51] from Al-Azhar declared that it does not recognise the abandonment of female circumcision as an option, and that female circumcision is advisable because it curbs „nature“. Moreover, this fatwa declared doctors‘ opinions on the disadvantages of female circumcision as irrelevant. On January 29, 1981, another fatwa[23] from Al-Azhar was authored and proclaimed by the Grand Sheikh of Al-Azhar. The fatwa insisted that it is impossible to abandon the lessons of Mohammed in favor of the teaching of others, such as doctors, because the science of medicine evolves. The fatwa then recommended to the Islamic community that female circumcision is a duty, and the responsibility of female circumcision lies with the guardian of the girl. In October 1994,[52][53] the mufti of Egypt publicly declared that hadiths on female circumcision attributed to the Prophet were unreliable; however, within days of this announcement, Shaykh Gad al-Haq Ali of al-Azhar issued a fatwa that female circumcision is a part of the legal body of Islam and is a laudable practice that honors women.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Religious_views_on_female_genital_mutilation#cite_ref-47

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    tja, man kommt allmählich darüber Gespräch

    mutilation criminelle des filles
    khitan al banat

    http://www.bladi.net/forum/threads/circoncision-filles-islam.237934/

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    Die britische „Öko-Muslima“ Zaufishan bringt den uns vom US-amerikanischen Sufi-Scheich Nu Ha Mim Keller sattsam bekannten Unsinn, das beim großen schiitischen Rechtsgelehrten an-Nawawi genannte und zu beschneidende sprich teilweise oder vermutlich vielmehr gänzlich wegzuschneidende Körperteil baẓr ist nicht die Klitorisvorhaut, sondern das Organ selbst, die Klitoris.

    A number of religious works by the classical scholars such as Fath Al Bari by Ibn Hajar Asqalani and Sharhul Muhadhdhab of Imam Nawawi have stressed on the necessity of removing only the prepuce of the clitoris and not any part of the organ itself. It is recorded in the Majmu Al Fatawa that when Ibn Taymiyyah was asked whether the woman is circumcised, he replied: “Yes we circumcise. Her circumcision is to cut the uppermost skin (jilda) like the cock’s comb.” More recently Sheikh Jadul Haqq declared that the circumcision of females consists of the removal of the clitoral prepuce (Khitan Al Banat in Fatawa Al Islamiyya. 1983). …

    A recent study by Sitt Al Banat Khalid ‘Khitan Al-Banat Ru’yah Sihhiyyah’ (2003) has shown that female circumcision, like male circumcision, offers considerable health benefits, such as prevention of urinary tract infections and other diseases such as cystitis affecting the female reproductive organs. …

    http://www.greenprophet.com/2011/09/circumcision-healthy-muslim-sexuality/

    95% halal and freedom friendly, Zaufishan is our eco-Muslim reporter from England, UK. Zaufishan reports from her environment blog http://www.theecomuslim.com/ and is creator of the media savvy group site http://www.muslimness.com.

    http://www.greenprophet.com/author/zaufishan/

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    Der radikalislamische amerikanische Scheich Nuh Hah Mim Keller lügt das “westliche” Publikum kalkuliert an und behauptet, baẓr sei die Klitorisvorhaut (prepuce) und “nicht die Klitoris selbst, wie manche fehlerhaft annehmen” (not the clitoris itself, as some mistakenly assert).

    e4.3 Circumcision is obligatory (O: for both men and women. For men it consists of removing the prepuce from the penis, and for women, removing the prepuce (Ar. Bazr) of the clitoris (n: not the clitoris itself, as some mistakenly assert). (A: Hanbalis hold that circumcision of women is not obligatory but sunna, while Hanafis consider it a mere courtesy to the husband.)”

    In Wirklichkeit ist der himmlische Beschneidungsbefehl mit Klitorisbezug mindestens für den schafiitischen Fiqh eindeutig:

    The Arabic word bazr does not mean “prepuce of the clitoris”, it means the clitoris itself (cf. the entry in the Arabic-English Dictionary). The deceptive translation by Nuh Hah Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law, given by ‘Umdat al-Salik, that circumcision of girls by excision of the clitoris is mandatory. This particular form of female circumcision is widely practiced in Egypt, where the Shafi’i school of Sunni law is followed.

    http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

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    baẓr (54 words). baẓr (A, pl. buẓūr) : in anatomy, the clitoris.

    http://www.paulyonline.brill.nl/entries/encyclopaedia-of-islam-2-Glossary-and-Index-of-Terms/bazr-SIM_gi_00549?s.num=10

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    baẓr

    http://ar.wikipedia.org/wiki/%D8%A8%D8%B8%D8%B1

    http://en.wikipedia.org/wiki/Clitoris

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    Nur noch zwei letzte Verwendungsbeispiele.

    Und alles (für heute …) eigentlich nur, um neben
    khitan al inath ختان الإناث
    auch
    khitan al-banat ختان البنات
    im Deutschen Sprachraum als Begriff bekannt zu machen:

    khitān al-banāt

    البتر التناسلى للإناث ؛ ختان البنات /
    al-Batr al-tanāsulī lil-ināth khitān al-banāt
    Verfasser/in: فياض، محمد. محمد فياض. ; Muḥammad Fayyāḍ
    Verlag: دار الشروق، al-Qāhirah : Dār al-Shurūq, 1998.
    Ausgabe/Format E-Book : Dokument : Arabisch : al-Ṭabʻah

    Datenbank: WorldCat
    Zusammenfassung:
    Female circumcision; religious aspects; Islam; Egypt.

    http://www.worldcat.org/title/batr-al-tanasuli-lil-inath-khitan-al-banat/oclc/609158546

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    SIHAT AL BANAT PROJECT

    Raising Awareness About The Health Consequences Of Female Genital Mutilation In Yemen

    Introduction:

    Female Gentle Mutilation (FGM) also known as female circumcision or as it is used locally “ Khitan Al-Banat “ causes Physical mental damage that becomes a life long suffering. It is estimated that 130 million women have been circumcised and an additional two million girls undergo this procedure every year.

    The clinical based research study of female genital mutilation which was conducted in 1999 revealed that FGM practice is presented in Sana’a at 45.4%, Hodiedah at 97.3%, Hadramout at 96.65, Aden at 82.2%, and Al-Mahra at 96.5%.

    The Women’s National Committee in Aden and its partner the International Health and Development Associates (IHDA) are implementing a project entitled Sihat Al Banat, funded by Netherlands Embassy. The duration of the project is three years, starting 1st June2001 to 2003. The overall goal of this project is to raise the Yemeni Public awareness about the negative health impact of FGM on both girls and women’s health.

    On 13/6/2001 a contract was signed in Sana’a, between Dr, Stolba, Project Director/Advisor, Ms Ittadal Dirrea, as the Associate Director, and Ms Feroza Hamed as Project Coordinator for Girls health project (Sihat Al Banat project) which is to be implemented in Aden Governorate. …

    http://www.yemeni-women.org.ye/project-eng/FGM.htm

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    Auch bei FFI Nederlandstalig (Beweging van ex-moslims, hun sympathisanten en humanisten) blickt Wim Ahlers (2008) durch:

    Frauenbeschneidung hat nichts mit dem Islam zu tun?
    Vrouwenbesnijdenis heeft niets met Islam te maken?

    And finally, there is still religious debate regarding the issue, so as we have no directives by the heads of religion to forbid female circumcision, we do not have the right to ban it,” Al-Shami explained.

    Nb. Al-Shami is een yemenitische parlementariër!

    http://dutch.faithfreedom.org/forum/viewtopic.php?f=10&t=11992

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    Abschließend ein Blick auf den islamisch Frauen beschneidenden Jemen:

    Der jemenitische Parlamentarier und Muslimbruder Zaid Al-Shami (Partei al-Iṣlāḥ), zitiert von Kommentator scattergood auf IsraelForum, würgte 2008 die Diskussion zu Tagesordnungspunkt drei ab, der eigentlich als Gespräch über die FGM vorgesehen war.

    Sehr frei übersetzt:

    Denn, erstens, unangemessen und beschämend ist der Antrag formuliert worden. Und zum Zweiten ist die FGM nichts als ein Provinzproblem für al-Ḥudaida und Ḥaḍramaut, kein nationales Problem also. Drittens aber ist einmal festzustellen, dass wir gar nicht das Recht haben die FGM zu verbieten, weil unsere geistlichen islamischen Autoritäten hierzu noch nicht abschließend entschieden haben.

    ”I suggested canceling term number three, about preventing female circumcision, for many reasons. First, the term, which was written in the draft, included inappropriate and shameful sentences. Second, female circumcision exists in few regions in Yemen, like in Hodeidah and Hadramout, so it not common practice. And finally, there is still religious debate regarding the issue, so as we have no directives by the heads of religion to forbid female circumcision, we do not have the right to ban it,” Al-Shami explained.

    http://www.israelforum.com/board/showthread.php?2063-More-evidence-that-this-is-Islam-v-World/page6

    etwas ausführlicher bei Elder of Ziyon

    http://elderofziyon.blogspot.de/2008/04/yemens-parliament-refuses-to-outlaw.html#.Uq6cjvuFeeY

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    Bei der im jemenitischen Sana’a – Ṣanʿāʾ – erscheinenden YEMEN TIMES 2008 veröffentlicht aber längst wundersamerweise in Luft aufgelöst, bei neugierigen Bloggern fehlerfrei erhalten:

    Yemen’s MPs debate female circumcision, pre-marriage tests

    SANA’A, April-13 — Preventing female circumcision and pre-marriage medical tests evoked turmoil and disagreement among Parliament members (MPs) in last week’s session.

    The session ended with a unanimous agreement to cancel the term 3, which would prevent female circumcision, and delay the discussion of pre-marriage tests.

    The two terms were part of a draft written by the Safe Motherhood Law Project, and introduced by the heath committee inside Parliament.

    Najeb Ghanem, the Chairman of the Health Committee in Parliament, expressed his sorrow over the way Parliament discussed the two issues.

    “These two topics are very important for guaranteeing women’s rights in Yemen,” he commented in a phone call to the Yemen Times after the session.

    According to Ghanem, who belongs to the Islah party, most of the MPs who disagreed with the terms represent the conservative attitudes of most Yemeni citizens. “The committee is aware of the Yemeni conservative community’s positions on these issues. So we [the committee] suggested applying the law of emphasizing pre-marriage medical tests after ten years… that is after we carry out extensive awareness campaign to educate people about the importance of such tests.”

    Zid Al-Shami, an MP who suggested delaying the approval of the two terms, confirmed that such topics are “sensitive and need more awareness.”

    “I suggested canceling term number three, about preventing female circumcision, for many reasons. First, the term, which was written in the draft, included inappropriate and shameful sentences. Second, female circumcision exists in few regions in Yemen, like in Hodeidah and Hadramout, so it not common practice. And finally, there is still religious debate regarding the issue, so as we have no directives by the heads of religion to forbid female circumcision, we do not have the right to ban it,” Al-Shami explained.

    He confirmed that Yemen suffers from a lack of medical services to provide pre-marriage medical tests. “Yemen has a lack of doctors, labs, and medical facilities, so it’s nonsense to approve a law which would prevent any couple from getting married unless they are certified as disease-free,” Al-Shami added.

    He went on to say, “Having a law which says that the marriage is not acceptable, is not practical for the present day, but I am still for and encourage all young people to get tested, which is good for their own well-being and to have a healthy and happy life with healthy children.”

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    ohne die beiden letzten Abschnitte am 19.04.2008 durch Robert Spencer auf seinem Blog Jihad Watch zitiert und damit vor dem jemenitischen Verschweigen bewahrt:

    http://www.jihadwatch.org/cgi-sys/cgiwrap/br0nc0s/managed-mt/mt-srch.cgi?search=Yemen&IncludeBlogs=1&limit=20&page=42

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    … und hier ein Foto des jemenitischen Muslimbruders. Blockiert jedes Gespräch über die weibliche Genitalverstümmelung:

    Zaid Al Shami

    Zaid Al-Shami, the head of the Islah Party in Parliament

    http://www.yementimes.com/en/1682/intreview/2449/Zaid-Al-Shami-the-head-of-the-Islah-Party-in-Parliament-to-the-Yemen-Times.htm

    http://www.yementimes.com/get_img?ImageWidth=300&ImageId=2448

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    Die „drei Komponenten“ fallen seit den Tagen des Propheten sehr in ein Ganzes: Politik der Scharia, Familie der Scharia und Theologie der Scharia. Drei ist Unfug. Einheitsglaube. Tauhid.

    التجمع اليمني للإصلاح
    at-Taǧammuʿ al-Yamanī li-l-Iṣlāḥ
    The Yemeni Congregation for Reform
    Jemenitische Versammlung für Reform

    AL-ISLAH ist als aus drei Komponenten bestehend beschrieben worden. Zum ersten der politische Anteil, die jemenitische Muslimbruderschaft unter Führung von Mohammed Qahtan. Zum zweiten die Stammeskonföderation unter dem 2007 verstorbenen Scheich Abdullah al-Ahmar, dem sein Sohn Sadiq al-Ahmar gefolgt ist (Sadeqs jüngerer Bruder, Hamid al-Ahmar, ist in der Politik aktiv). Dritte Dimension ist der jemenitische Mainstream-Salafismus, für den der prominenteste sunnitische Gelehrte des Landes steht, Abdul Majeed al-Zindani.

    Gegenwärtig steht sie in Opposition zur Regierungspartei Allgemeiner Volkskongress. Bei den letzten Parlamentswahlen am 27. April 2003 erhielt al-Islah 22,6 % der Stimmen und 46 von 301 Sitzen im Parlament. Die bekannteste Abgeordnete von al-Islah ist Tawakkul Karman, die 2011 als erste Frau aus dem arabischen Raum mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Islah

    http://al-islah.net/new/EN/

    arabisch:

    http://al-islah.net/new/

    Reiner Islam halt. Nur die Kulturrelativisten werden nervös und sehen ein flackerndes Mehrfachbild aus schlimmer Revolte und urigem Stamm sowie schwarzen Bärten und schwarzen Burkas.

    Ideology :
    Islamism [d. i. Islam aktiv!],
    Tribalism [naj, Islam schützt die Familie],
    Salafism [der echte alte Islam]

    International affiliation :
    Muslim Brotherhood [ECFR, FEMYSO, IGD, ZMD …]

    http://en.wikipedia.org/wiki/Al-Islah

    Abdul Majeed al-Zindani

    http://en.wikipedia.org/wiki/Abdul_Majeed_al-Zindani

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  15. Jacques Auvergne Says:

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    Islamkenner und Frauenbeschneidungsfreund Dr. Wahdan dürfte sich auf den Ṭanṭāwī nachfolgenden Scheich al-Azhar Scheich Gad al-Haq (Gad al-Haqq) beziehen. Tantawi gilt – im Vergleich zu seinem Vorgänger – theologisch als vergleichsweise sanft, zeigte allerdings als Garaudy-Freund sowie islamisches Morden (die Juden ermordenden Attentate sollte man nicht Selbstmordattentate nennen) billigender Israelhasser und Menschenfeind sein wahres Gesicht.

    Im für die FGM-Fatwa erwähnten Jahr 1994 fand in Kairo die Weltbevölkerungskonferenz der Vereinten Nationen statt, The International Conference on Population and Development (ICPD). Außerdem hatte im selben Jahr CNN der Weltöffentlichkeit die Klitorisamputation an einem ägyptischen zehnjährigen Mädchen bekannt gemacht, was den chronisch müden Staat zu einer Großaktion des Eindruckschindens veranlasste, natürlich ohne wirklich etwas gegen FGM tun zu wollen.

    Similarly, Al-Azhar – one of the most respected universities of the Islamic World in Cairo – has issued a number of fatwas on female circumcision over its history.[23] On June 23, 1951, a fatwa[51] from Al-Azhar declared that it does not recognise the abandonment of female circumcision as an option, and that female circumcision is advisable because it curbs „nature“. Moreover, this fatwa declared doctors‘ opinions on the disadvantages of female circumcision as irrelevant. On January 29, 1981, another fatwa[23] from Al-Azhar was authored and proclaimed by the Grand Sheikh of Al-Azhar. The fatwa insisted that it is impossible to abandon the lessons of Mohammed in favor of the teaching of others, such as doctors, because the science of medicine evolves. The fatwa then recommended to the Islamic community that female circumcision is a duty, and the responsibility of female circumcision lies with the guardian of the girl. In October 1994,[52][53] the mufti of Egypt publicly declared that hadiths on female circumcision attributed to the Prophet were unreliable; however, within days of this announcement, Shaykh Gad al-Haq Ali of al-Azhar issued a fatwa that female circumcision is a part of the legal body of Islam and is a laudable practice that honors women. Egyptian government, in 1996, banned female circumcision in hospitals and prohibited licensed professionals from performing FGM. However, in 1997, Shaykh Nasr Farid Wasil, Grand Mufti of Egypt, issued a fatwa that female circumcision should be permitted even though it is not obligatory under Islam. Soon after, Egypt’s court overturned the government ban on female circumcision in hospitals and by licensed professionals.[53]

    http://en.wikipedia.org/wiki/Religious_views_on_female_genital_mutilation

    Gad al-Haq
    Gad al-Haqq

    Sheikh Gad al-Haq Ali Gad al-Haq (5 April 1917 – 15 March 1996) was Grand Imam of Al-Azhar from 1982 to 1996.

    In 1982 he became Minister of Religious Affairs, and then Grand Imam of Al-Azhar. A conservative voice, he pleased the Egyptian government with his strong opposition to fundamentalist Wahhabi doctrine. However, the government was less pleased by his criticism of abortion (for which he collaborated with the Vatican delegation) at the 1994 UN Population Conference in Cairo. He refused to accept the Oslo Accords, since they did not acknowledge the Palestinian right of return.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Gad_al-Haq

    Großmufti Scheikh Gad al-Haqq ‚Ali Gad al-Haqq

    p 27

    aus: Gutachten zum ausländischen Familien- und Erbrecht. Naher und Mittlerer Osten, Afrika und Asien

    von: Omaia Elwan, Bruno Menhofer, Dirk Otto

    http://books.google.de/books?id=8ubw7cbBf3AC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Mufti Gad al-Haqq ‚Ali Gad al-Haqq52 saw female circumcision as ’something Islam calls for‘, da’a ilayhi al-islam

    Mufti Gad al-Haqq recognised that the other schools have different opinions, but he suggests that a number of (unnamed) Hanbalis agree with the Shafi’is and hold circumcision to be obligatory. Regrettably this is one of the few statements in the fatwa that does not have a Western-style footnote. …

    in September 1994, the CNN network broadcast worldwide the scene of a a ten-year-old girl … cutting off the child’s clitoris with a razor, and heard her agonised screams. The Egyptian authorities at once began a publicity campaign to repair the damage done to Egypt’s image of modernity by the broadcast. …

    Bemerkenswert: nicht die Klitoridektomie will man mit der Publicity-Kampagne ausrotten, sondern den schlechten Eindruck.

    Um das intakte oder versehrte Mädchengenital geht es gar nicht, Ägypten möchte sein Gesicht nicht verlieren.

    p 152-153

    aus: The Dual Nature of Islamic Fundamentalism
    von: Johannes J. G. Jansen

    http://books.google.de/books?id=3w9CvjALUCgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

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    … „Er erkannte 2003 das Recht des französischen Staates, ein Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen zu erlassen, ausdrücklich an und erklärte, obwohl es die Pflicht einer Muslima sei, den Schleier zu tragen, sollten muslimische Schülerinnen das geringe Übel wählen und dem Gesetz gehorchen.

    Er bezeichnete aber alle, die den Staat Israel unterstützen, als „legitime Ziele“ von Gewalttaten. In seiner 1968/69 veröffentlichten Doktorarbeit Das Volk Israels im Koran und in der Sunna, die als Standardwerk unter Arabern gilt, hatte er geschrieben, dass das Verzehren von nicht-jüdischem Blut ein religiöser Ritus der Juden sei.

    Tantawi setzte sich 1998 für das den holocaustleugnende Buch Die Gründungsmythen der israelischen Politik von Roger Garaudy ein, das dennoch in Frankreich verboten wurde (2003 vom Europäischen Gerichtshof bestätigt).

    Im Gegensatz zu früheren Äußerungen, die die palästinensischen Selbstmordattentate nicht als Märtyrertum anerkannten, erklärte Tantawi 2002, diese seien als Verteidigungsmanöver legitim und müssten intensiviert werden. Er reagierte damit auf die vorherrschende Meinung unter den Gelehrten der al-Azhar-Universität und „korrigierte“ sein ursprüngliches Urteil.“ …

    http://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Sayyid_Tantawi

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  16. News about ISIL / IS, Iraq 2014, Fatwa pro-FGM no hoax Says:

    Iraq 2014, ISIL / DAESH : FGM-Fatwa ok and no hoax,
    Irak 2014, ISIS / Daaisch, FGM-Fatwa keine Falschmeldung

    Lediglich die Ortsangabe (Mossul und Umgebung) und die Einschränkung in Bezug auf das Lebensalter (11 bis 49 Jahre o. dgl.) sowie die Interpretation als Befehl sind falschgemeldet. Die Genitalverstümmelung wird – islamrechtlich ohnehin korrekt – durch ISIS / DAAISCH empfohlen.

    Die Fatwa ist kein Befehl, sondern eine Empfehlung … völlig üblich für ein Rechtsgutachten.

    „Vergangene Woche berichtete „Spiegel online“, die Vereinten Nationen (UN) hätten sich mit einer Falschmeldung blamiert. Die militant islamistische Gruppe Islamischer Staat (IS), vormals Isis, habe nicht die genitale Verstümmelung aller Mädchen und Frauen im irakischen Mosul befohlen. Das hatte zuvor die humanitäre Koordinatorin der UN im Irak, Jacqueline Badcock, behauptet.

    Doch die Falschmeldung ist womöglich nicht so falsch wie behauptet. Badcock bezog sich auf ein im Internet kursierendes religiöses Gutachten (Fatwa). Dabei handelte es sich nicht um einen Befehl und der Ausstellungsort war nicht Mosul. Doch die Behauptung, das Gutachten widerspreche dem von IS vertretenen salafistischen Islam, ist falsch.

    Tatsächlich tauchte die Fatwa zur weiblichen Genitalverstümmelung schon vor Wochen in arabischen sozialen Netzwerken auf. Sie zitiert drei Hadithe (Erzählungen über das Leben Mohammeds), in denen der Prophet unter anderem sagt, die weibliche Beschneidung lasse das Gesicht der Frau erstrahlen und sei gut für den Mann. Damit begründet der Autor der Fatwa im Namen des IS-Kalifen Abu Bakr al-Bagdadi, dass alle Frauen dazu aufgerufen seien, sich beschneiden zu lassen.“

    von: Hannah Wettig
    aus: Genitalverstümmelung – Fatwa oder Falschmeldung?
    in: DIE WELT 04.08.2014

    http://www.welt.de/politik/ausland/article130845922/Genitalverstuemmelung-Fatwa-oder-Falschmeldung.html

    klug verstanden beim stets zuverlässigen wadi-Blog

    http://www.wadinet.de/blog/?p=12690

    „However, most law schools say it is Sunnah, sometimes meaning it is a good thing but not obligatory, sometimes meaning it was done in the times of the prophet and not prohibited by him, therefore people are allowed to practice it. Mainstream Islam views it as a private matter leaving it to the parents. However, one law school, the Shafi’i, say it must be done. The fatwa in question reads like a Shafi’i fatwa. It seems quite plausible that IS would make this interpretation their own as they tend to always pick the most extreme interpretation of an issue.“

    FGM in Iraq: The hoax of a hoax?
    29.7.1014. By Stop FGM Middle East

    http://www.stopfgmmideast.org/fgm-in-iraq-the-hoax-of-a-hoax/

  17. Carcinòl Says:

    Schafiitischer Islam und FGM, weibliche Genitalverstümmelung (FGM) unter den Kurden. Einwanderer in die Niederlande, Herkunft: Kurdische Autonomiegebiete des nördlichen Irak

    7.3. Estimation of the number of girls at risk of fgm

    The total number of girls in the Netherlands who are at risk of fgm, vary between 557 and 3.477 girls originating from one of the 28 countries (tables 6a and 4a), and between 9 and 297 Kurdish girls from Northern Iraq (tables 6b and 4b). Among asylum seekers, between 38 and 42 girls run a risk of fgm (tables 6a and 4a).

    (p 26)

    Quelle:

    Female Genital Mutilation in the Netherlands. Prevalence, incidence and determinants

    Marja Exterkate

    http://www.awepa.org/wp-content/uploads/2013/05/Female-Genital-Mutilation-in-the-Netherlands.pdf

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    VID. Sociocultural Contribution to the Abandonment of FGM/C

    Mr. Ali Hashim Sarag, Sociocultural/Religious Expert, Sudan

    Mr. Ali Hashim Sarag observed the confusion and poor understanding of the word Sunna, which is used as a basis for perpetrating FGM/C.

    [Aha, wir sollen mehr Islam lernen, damit uns die Islamic FGM nicht länger verwirrt, sondern verständlich wird? Ein neues Vokabular muss auch her, was ihr von der WHO mit der Klassifikation der FGM-Typen I bis IV redet, kann vom Islam nicht akzeptiert werden. Man rede künftig von Weiblicher Genitalverletzung wenn man überhaupt redet, das könnte vielleicht unter islamischen geistlichen Autoritäten besprechbar sein …]

    some changes in terminology that might be acceptable to the Islamic … female genital violation (FGV) instead of FGM/C

    (a) Good understanding of the Koran as a key to advocacy among religious leaders;

    [alle Religionsführer müssen endlich den Koran gründlicher lesen.]

    (b) Strategic selection and engagement of traditional and religious leaders in the fight against FGM/C;

    [ohne Machtergreifung der Muftis und Scheiche geht nichts]

    (c) A comprehensive approach that focuses on the rights and violation of rights of women;

    [die durch Allah eingeräumten Rechte der Frau versteht sich]

    (d) The mainstreaming of human rights principles and education into the school curriculum at all levels

    [Welche „Menschenrechte“, die islamischen aus Kairo 1990?]

    (p 38)

    [Die UNFPA (Addis Abeba 03.08.2007) suggeriert, dass mehr Islam bzw. ein von allem Unislamischen gereinigter Islam stets weniger FGM bedeuten müsse, dass nicht die Religion, sondern „die fortgeführten Mythen und Missverständnisse“ (the continuing myths and misconceptions) für das Weiterbestehen der Praxis ursächlich seien und ruft die Religionsführer zur reinen Religion auf, die schafiitischen Muftis und Scheiche wie versehentlich zur echten alten islamischen FGM:

    We also call on:

    Religious and traditional leaders to (a) Dispel the continuing myths and misconceptions within cultures and religious communities that are used to justify the continuation of this practice;

    (b) Educate their constituencies on the rights of women and girls to bodily integrity and their right to enjoy a healthy sexual and reproductive life and widely spread the position of all religions banning any form of FGM/C and;

    (p 88)

    Quelle:

    Global Consultation on Female Genital Mutilation/Cutting

    UNFPA

    http://www.unfpa.org/sites/default/files/pub-pdf/fgm_2008.pdf

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    Evtl. also auf argumentative AEMR-Ferne und Scharianähe zu kontrollieren:

    Apport socio-culturel à l’éradication des MGF : Mr. Ali Hashim Sarag, Expert socioculturel/religieux, Soudan

    Mme Sawsan Al-Refai, Chargée de Programmes Genre, UNFPA Yemen

    http://www.unfpa.org/sites/default/files/resource-pdf/fgm_programme_fre.pdf

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    Dieselbe Jemenitin führt möglicherweise den muslimbrudertypischen Kampf gegen alle Ideen aus der Sphäre der Gottlosigkeit oder Dschahiliyya (gegen „von außen kommende Ideen, Ideen von draußen“), wie die WLUML (2007) berichten.

    The key, says Sawsan Al-Refai, gender program officer for the population fund in Yemen, was to frame the message in a religious way, one that was acceptable to Yemen’s deeply religious and conservative society, where most women wear the full veil and niqab, a face covering that reveals only the eyes, and often gloves as well.

    „We are trying to transform society using its strengths [nur die Scharia macht stark] instead of imposing ideas from outside,“ says Al-Refai.

    von: Anna Sussman (vgl. u.: Anna Louie Sussman)

    http://www.wluml.org/node/3573

    Sussman wagt sich an den Prügelvers, Koran 4:34 und geht zu den frauenfeindlichen Schariagesetzen nicht auf Distanz

    But like many Arabic verbs, dharaba has multiple translations, … Settling on „smack“ as the correct interpretation seems to be largely a matter of personal discretion.

    Anna Sussman, in: The Guardian 12.11.2008

    http://www.theguardian.com/commentisfree/2008/nov/12/islam-fatwa-domestic-violence

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    An der auf türkischer Erde immer mächtiger werdenden ewigen Scharia darf es einfach nicht liegen, dass die Lage der Frauen immer schlechter wird, Sussman beeilt sich, dashatabernichtsmitdemislamzutun …

    Why Turkey Is Backsliding on Women’s Rights

    http://www.theatlantic.com/international/archive/2011/06/why-turkey-is-backsliding-on-womens-rights/240547/

  18. Edward von Roy Says:

    Islamische Mädchenbeschneidung (Sunna-gehorsam FGM Typ I, irakisch dabei wohl ausschließlich Ib Klitoris(teil)amputation und wohl (nie?) keine Ia Klitorisvorhautamputation) unter den Kurden.

    Selten (fünf von 2000 genital verstümmelten Frauen) kennt der Irak auch FGM Typ II (Schamlippenamputation, nordirakisch dann wohl, s. erste Quelle, Verstümmelung der bzw. an den Labia minora).
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    Female genital mutilation (FGM) is widespread in Africa but also occurs in Oman, Yemen, and Saudi Arabia; parts of Indonesia and Malaysia; and in specifi c immigrant communities in North America and Europe. Two new reports—one published by German relief organisation WADI on Feb 6, the other to be issued by Human Rights Watch (HRW) later this year—centre on an arena hitherto neglected by researchers and activists: Iraqi Kurdistan.

    Kurdish northern Iraq is an autonomous region consisting of the three governorates of Dohuk, Arbil, and Suleymaniya, with a population of about 5·5 million, and several provinces in neighbouring governorates, one of which, Kirkuk, awaits the result of a referendum to determine whether it will become part of Kurdistan.

    “Most girls in northern Iraq are likely to have undergone FGM”, concludes the WADI report, which surveyed more than 1400 women across the region. The average rate of FGM was 72·7%, but in some areas was virtually 100%.

    HRW stated that type 1 mutilation—clitorodectomy—predominated, even though some older women reported undergoing the amputation of their clitoris and inner labia (type 2 mutilation).

    aus: Talha Burki (Reports focus on female genital mutilation in Iraqi Kurdistan), in: The Lancet [Reed Elsevier (UK) Limited] Vol 375, 06.03.2010

    http://www.thelancet.com/pdfs/journals/lancet/PIIS0140-6736(10)60330-3.pdf

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    The Lancet is the world’s leading independent general medical journal. The journal’s coverage is international in focus and extends to all aspects of human health. […] Copyright © 2015 Elsevier B.V.

    http://www.journals.elsevier.com/the-lancet/

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    The self-reported prevalence of female genital mutilation was 70.3%, while it was 58.6% according to clinical examination of the women’s genitalia. The most common type of female genital mutilation was type I (99.6%) and the most common age at which mutilation was performed was 4–7 years (60.2%). This practice was mostly performed by traditional birth attendants (72.5%). Only 6.4% of mutilated women reported having complications after mutilation, most commonly bleeding (3.6%). The practice was more reported among housewives (OR = 3.3), those women whose mothers were mutilated (OR = 15.1) or with unknown mutilation status (OR = 7.3) and those women whose fathers were illiterate (OR = 1.4) or could only read and write (OR = 1.6). The common reasons for practicing female genital mutilation were cultural tradition (46.7%) and dictate of religion (38.9%). Only 30% of the participants were aware about the health consequences of female genital mutilation. More than one third (36.6%) of the women support the practice and 34.5% have intention to mutilate their daughters.

    […]

    Of the 1987 participants, 1397 (70.3%) reported to have undergone FGM. Clinical examination verified presence of FGM among 1164 (58.6%) participants. The mean age ± SD of clinically confirmed mutilated participants (27.8 ± 7.0 years) was significantly higher (P = 0.050) than that of non-mutilated (27.2 ± 6.9). Majority had type I mutilation (99.6%). Only five participants had type II mutilation; two were at the age of 15–19 years and three at the age of 20–29 years, all of them were born in rural areas, the mothers of four of them were illiterate and the father of one of them was illiterate. Only 983 (84.5%) mutilated participants remembered who performed mutilation for them. Of these, the majority of FGMs (72.5%) were performed by traditional birth attendants. Only 747 (64.2%) mutilated participants remembered the age at which they were mutilated. Of these, the majority (60.2%) were mutilated when they were between the ages of four and seven years.

    aus: Berivan A Yasin, Namir G Al-Tawil, Nazar P Shabila and Tariq S Al-Hadithi (Female genital mutilation among Iraqi Kurdish women: a cross-sectional study from Erbil city)

    hier bei: BMC (biomedcentral)

    http://www.biomedcentral.com/1471-2458/13/809

    MESOP

    http://www.mesop.de/mesops-must-read-female-genital-mutilation-among-iraqi-kurdish-women-a-cross-sectional-study-from-erbil-city/

  19. Jacques Auvergne Says:

    Sicherlich ist die Abschaffung von FGM Typ III ein wichtiges Ziel.

    FGM mindestens der Typen I (leider eigentlich Ib) oder IV aber ist Scharia und schafiitische Religionspflicht (wadschib). Da gibt es nichts „zu entflechten, abzukoppeln“ (de-linking).

    Jede Form von weiblicher Genitalverstümmelung (nach der WHO also FGM Typ I, II, III, IV) ist zu verbieten, auch die islamische FGM beispielsweise der sog. milden Sunna (FGM Typ Ia oder Typ IV).

    Gemeinsam publizierten die USAID (United States Agency for International Development) und das FRONTIERS Program des Population Council diesen untauglichen Versuch der Überwindung der chitan al-inath (sunat perempuan), der islamischen FGM; man beachte die eines Sayyid Qutb würdige Verpflichtung auf die allumfassende (totalitäre) Scharia – damit sind Hidschab, Polygamie, Talaq, Kindbraut und MGM mindestens ermöglicht und bleibt, allen sakraljuristischen Rechtskniffen zum Trotz, der schafiitische chitan al-inath (ختان الإناث) vermutlich ziemlich ungerührt bestehen.
    _____

    De-linking Female Genital Mutilation/Cutting from Islam

    Ibrahim Lethome Asmani
    Maryam Sheikh Abdi

    2008

    This publication is made possible by the generous support of the American people through the United States Agency for International Development (USAID) […]

    ISLAM AND FGM/C

    Islam is a complete way of life and its teachings govern every aspect of a Muslim’s life. Muslims are required to adhere to Islam and apply its teachings in their daily lives. Just as Islam provides guidance for all aspects of human life, it also has guidance on FGM/C and one should seek guidance from the authentic sources on whether or not it is a religious practice.

    http://www.unfpa.org/sites/default/files/pub-pdf/De-linking%20FGM%20from%20Islam%20final%20report.pdf

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