141. Allah in Penzberg

بافاري

Bayern

Allah in Penzberg

Von Jacques Auvergne

Fünfzig Kilometer südlich der bayerischen Hauptstadt im beschaulichen Landkreis Weilheim-Schongau (131.000 Einwohner) liegt die 16.000-Seelen-Gemeinde Penzberg. In der oberbayerischen Ortschaft gibt es tausend Menschen muslimisch sozialisierter Großeltern sowie eine preiswürdige (1), außergewöhnlich moderne und dabei sehr hübsche Moschee mit einer raffinierten Fassade aus dezenten grauen Steinflächen und gewaltigen, Offenheit symbolisierenden Wandelementen aus Bruchglas. Und es gibt viele knallbunte Kopftücher nebst den dazugehörigen Frauen und Mädchen, denn nackte Frauenhaare führen die islamisch politisierte Gemeinschaft in den diesseitigen und jenseitigen absoluten Schrecken.

Die Moscheegemeinde von Penzberg wird längst auch außerhalb Bayerns von Islamoptimisten wie Rauf Ceylan und in Dutzenden angestrengt höflicher Presseberichte mit hektischer Begeisterung als weltoffen und unabhängig gehandelt (2). Kunsthistoriker Christian Welzbacher, Autor von „Euroislam-Architektur. Die neuen Moscheen des Abendlandes“, kümmert sich nicht um die Scharia oder Europas Hassprediger, sondern sieht Moscheebau ganz als Ästhet (3). Europas Presse verfällt gerne in jenen nicht nur für Moscheebaudiskussionen typisch gewordenen, überwältigenden Islamoptimismus, aus dem Kopftuchgegner den Unterton eines gewissen Zischens heraushören möchten, das den noch so vorsichtigen Zweifler am Allahs Sexualtheologie als xenophobe Spaßbremse anzufahren bereit ist (4). Folge dieser angespannten Islamverteidigung ist, dass unsere Landtagsabgeordneten, Kleriker, Pädagogen und Sozialarbeiter zu islamfreundlichen Seminaren („Religious Diversity“, „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“, „Anstößiger Monotheismus“) rauschen und gleichsam erlöst darauf verzichten, Europas muslimisch geprägten Einwanderer menschenrechtliches und staatsbürgerliches Lernen zuzumuten oder gar das hörbar werdende Bekenntnis nach zulässiger Islamapostasie und Gleichberechtigung der Frau. Denn schließlich sollen Muslime ihre Andersartigkeit und Besonderheit leben, so ist man sich einig.

Dass Penzberg ein Vorbild für einen transparenten, demokratiefreundlichen deutschen Islam sei findet auch Sandra Tjong, die in die genannte, im Journalismus etwa des Jahres 2008 gehäuft auftretende, dabei kenntnisferne und etwas gequälte Islambegeisterung verfällt. Tjong beschuldigt Münchens Moscheebaugegner und Europas Islamkritiker großzügig der notorischen Fremdenfeindschaft und bricht am 23.02.2007 in der WELT-online in den Jubelruf aus: „Integration statt Kulturkampf: Am geplanten Moscheebau in München hat sich ein erbitterter Streit entzündet. Wie unnötig das ist, zeigt sich in Penzberg.“ (5). Darauf, dass Europas Islamisierer Arbeitsteilung betreiben und Penzberg ein Schaufenster für schariarechtliche Projekte in der Münchner Innenstadt sein könnte, kommt Islamfreundin Tjong natürlich nicht. Weiterhin verschweigt die Journalistin oder weiß es nicht, dass Allahs Gesetz einen Kampf der zur Herrschaft berufenen Muslime gegen die sittlich und rechtlich stufenhaft herabgewerteten Kulturen der Nichtmuslime vorsieht, der Islam damit ein 1.400 Jahre alter heiliger Kulturkampf ist. In Bayern herrscht Zuversicht.

Der Verfassungsschutz des Freistaats wusste 2007 von der damals vierzehn Jahre alten und mit Hilfe der extremistischen Millî Görüş gegründeten Islamischen Gemeinde Penzberg e. V. (IGP; Imam ist Benjamin Idriz, Vorsitzender Bayram Yerli) und ihrem Umfeld zu melden: „Die IGMG bildet die Auslandsorganisation der Milli-Görüş-Bewegung. Der Sitz der IGMG-Zentrale befindet sich in Kerpen / Nordrhein-Westfalen. … Das Bemühen der IGMG um gesellschaftliche Akzeptanz führte bei mehreren „Ortsvereinen“ zur Annahme von neutralen Bezeichnungen. Solche Vereine geben sich Satzungen, die formal keine Rückschlüsse auf die IGMG mehr zulassen. Beziehungen zur IGMG lassen sich aber aufgrund von internen Mitgliedslisten oder durch bekannt gewordene persönliche Mitgliedschaften führender Funktionäre herstellen. So hat sich der Verfassungsschutz im Berichtsjahr mit der Islamischen Gemeinde Penzberg e.V. befasst. Dieser 1994 gegründete Verein erschien noch für den Zeitraum 2003/2004 auf Mitgliedslisten der IGMG, die bei einer polizeilichen Durchsuchung der Münchner IGMG-Moschee aufgefunden wurden. Inzwischen hat der Vereinsvorsitzende ein Schreiben vorgelegt, mit denen er um Streichung des Vereins aus dem IGMG-Register bittet und seine persönliche Mitgliedschaft ab März 2006 kündigte (6).“

Der gottesfürchtige Penzberger Erste Vorstandsvorsitzende hatte bereits 1999 ein wenig staatsbürgerlichen Nachhilfeunterricht erhalten, indem, hoch das lebenslange Lernen, die das geltende Grundrecht schützende Behörde Herrn Bayram Yerli über die Verfassungswidrigkeit der Millî Görüş belehrt hatte. Seine Ehefrau Gönül Yerli wurde auch im rheinischen Köln beim fundamentalistischen Institut für Islamische Pädagogik und Didaktik (IPD, Köln, um die aus dem Eifelstädtchen Mayen stammende Konvertitin Rabeya Müller) zur islamischen „Religionspädagogin“ ausgebildet und dressiert heute die Penzberger Spezies Muslimmädchen sexualpädagogisch nach der frauenfeindlichen und kulturrassistischen Scharia. Frau Yerli wird vom „Islamischen Forum (Penzberg)“, wie sich die IGP auch nennt, als Vize-Direktorin und Referentin für Interreligiösen Dialog gehandelt. Als Führerin durch die Moschee durfte die Mantelträgerin dem damaligen bayerischen Landtagspräsidenten Alois Glück (CSU) ihr Gesicht zeigen, doch bleibt zumindest der außerfamiliären Welt ihre Haarfarbe unbekannt, wofür ein den islamideologischen „fraulichen Schambereich“ von Kehle, Nacken und Ohren abschirmendes Tuch sorgt, was Frau Yerli selbstverständlich völlig freiwillig trägt. Der Münchner Verfassungsschutz war überrascht, festzustellen, dass Herr Yerli im Jahre 2005 immer noch Mitglied der extremistischen Millî Görüş (IGMG) war, sicherlich hatte der Islamaktivist es versäumt, aus dem international tätigen „Verein“ auszutreten, welcher das geistige und politische Erbe des Islamrevolutionärs Necmettin Erbakan hütet. Im Vorjahr (2004) wurde Gönül als Vorsitzende der Penzberger IGMG-Frauenarbeit genannt.

Um sich demokratiefreudig sprich schariaskeptisch zu geben, ließen Allahs Penzberger Kalifen im Juli 2009 GRÜNEN-Spitzenpolitiker Cem Özdemir feierlich den Schalter zur Inbetriebnahme einer auf das Dach des Moscheezentrums montierten solarthermischen Anlage umlegen, laut Imam Idriz komme eine ergänzende Photovoltaik-Anlage in Kürze dazu.

FOCUS Nr. 39 2006 (Hartmut Kistenfeger, in: „Alles super, Hodscha?“) hatte drei Jahre vorher zu berichten gewusst, wie sich der zur Menschenrechtswidrigkeit der Scharia schweigende fußballbegeisterte Imam von Penzberg geziert einfältig und mit fein dosiertem Gejammer beim in Qaṭar (Katar) lebenden „zeitweiligen“ Muslimbruder Yūsuf al-Qaraḍāwī (türk. Dr. el-Karadâğî) darüber beschwere, warum es noch keinen deutschen Chef für das ECFR (European Council for Fatwa and Research) gebe und warum dieser al-Qaradawi als oberster Fatwa-Vergeber denn um des Himmels Willen auch für Europa, Deutschland und Bayern im Amt bleiben müsse. Aber Herr Imam, oberster Chef ist natürlich nicht al-Qaradawi, oberster Chef ist Allah.

Im Ernst: Der im mazedonischen Skopje als Sohn eines türkischen Vaters und einer albanischen Mutter geborene Benjamin Idriz bejaht also die vormodernen Fatwen des gegendemokratischen Scharia-Islam, von denen manch ein fragewütiger Konsument (mustaftī, seine Anfrage heißt istifta, der den Weg ins Paradies durch den Aufruf zum islamkonformen Wohlverhalten ebnende Adressat und Ersteller der fatwa ist der der muftī) abhängig wird wie von einem Rauschgift. Ein an einem autonomen Handeln und einer selbstgeschriebenen Biographie ausgerichtetes Gewissen ist dafür überflüssig, vielmehr wird jene rigide Außensteuerung durch Überwachung und Bedrohung, die etliche Stammesreligionen, aber auch viele gegenmoderne Sekten oder manch destruktiven Psychokult kennzeichnen, zu etwas sehr Islamischem. Der Grad deines Gehorsams, so definieren Orthodoxe wie Islamisten den Kult um Koran und Mohammed, entspricht dem Grad deiner Gläubigkeit.

Unter weitgehendem Verzicht auf ein gereiftes staatsbürgerliches Bewusstsein baut die permanente Wohlverhaltenskontrolle durch Familienoberhaupt, Großfamilie und Moscheegemeinde eine Lebensführungsdiktatur, letzte Zweifel beseitigt die deine Gehorsamspflicht einfordernde fatwa, weshalb das politreligiöse Kartell aus al-Imam, al-Muftī, al-Qāḍī und aš-Šaiḫ von uns Säkularen als veritabler islamischer Klerus bezeichnet werden darf, wenn auch sämtliche deutsche Islamapologeten seit zwanzig Jahren laut schnatternd verneinen („Der Muslim steht allein vor Gott“), dass es im Islam einen Klerus gebe oder gar Konformitätsdruck („Kein Zwang im Glauben“).

Der Baumeister der bayerischen und europäischen Parallel- und Lebensführungsdiktatur Benjamin Idriz empfiehlt sich als „Dipl.-Theol.“ und schreckt, wie wir gesehen haben, nicht davor zurück, mit dem Israelhasser, Terrorfreund, FGM-Verteidiger und obersten Seelsorger der Muslimbrüder zu korrespondieren. Der bayerische Imam behauptet weiterhin, die einzelnen Europavertreter und Deutschlandvertreter des ECFR nicht zu kennen, da können wir Abhilfe schaffen, für Allahgottes Knechte in der Bundesrepublik sind das, sehr geehrter Herr Idriz, drei bis vier echte Scheichs und dabei vielleicht Nichtmuslimbrüder: Sheikh Muhammed Siddique (Muhammed Sıddîk), Sheikh Dr. Muhammed Al-Hawari (Dr. Muhammed el-Havârî), Sheikh Nihad Abdul Quddous Ciftci (Nihat Abdülkuddûs Çiftçi) und neuerdings oder auch nur für Österreich Scheich Mustafa Mollaoglo (Mustafa Mollaoğlu), aktuelle Telefonnummern könnte Ihnen ja vielleicht die IGMG nennen, von der Sie sich am 13.07.2007 vor Innenstaatssekretär Georg Schmid distanziert haben, was sehr zu loben ist.

Wenn kein Innenstaatssekretär im Zimmer ist, sind die Berührungsängste ins radikalislamische Lager nicht so hoch: Die Penzberger Schariafreunde lassen auf ihrer Seite gerne Frau Silvia Horsch schreiben, die Germanistik und Arabistik studierte und auf ihrer Homepage al-sakina zu konsequent islamischen Kreisen verlinkt wie Deutschsprachiger Muslimkreis (DMK) Berlin, zur dem Dunstkreis der Muslimbruderschaft zuzurechnenden Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler (GMSG) sowie zur Seite nafisa, die von drei Islamkonvertitinnen und Hidschabträgerinnen betrieben wird, neben der genannte Silvia Horsch sind das die Ethnologin und „Trainerin für Religious Diversity“ Nina Mühe sowie die angehende Islamwissenschaftlerin und Arabistin Kathrin Klausing. Nafisa verlinkt zum gegenmodernen Islamologischen Institut (Fuhrmannsgasse 12/2, A-1080 Wien) sprich zum radikalen Schariafreund Amir Zaidan, dem einst in der deutschen Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) tätigen berüchtigten Schöpfer der Kamel-Fatwa. Die um die Erbakan-Nichte Sabiha el-Zayat (Sabiha el-Zayat-Erbakan) angeordnete GMSG (www.gmsg.de) wirbt seit langer Zeit auf ihrer Internetseite mit einem Einladungsplakat zur Tagung für April 2007 in die Uni Köln, auf dem Plakat sind gleich fünf schariakonforme Integrationsfreunde im Bild dargestellt: Navid Kermani, Klaus Lefringhausen (Kuratorium Islam-Archiv Deutschland, Annemarie-Schimmel-Forum; Lefringhausen verstarb am 17.04.2009 bei einem Autounfall in Namibia gemeinsam mit dem für den Islam-Dialog ebenfalls wichtigen Jörgen Nieland), Tariq Ramadan, Nadeem Elyas und Ali Kizilkaya, dicht unterhalb sind auf dem selben Plakat die Namen von Reinhard Kirste (INTR°A), Udo Tworuschka (Uni Jena), Sabiha el-Zayat (GMSG) und Bekir Alboga (DITIB) angefügt. Die genannten Namen auf dem Plakat bieten einen guten ersten Überblick über die Gesichter der in verlässlich geringer Distanz zur Muslimbruderschaft stattfindenden Islamisierung Europas. Penzberg ist selbstverständlich demokratisch, modern und völlig autonom und hat mit der Muslimbruderschaft nichts, aber auch gar nichts zu tun.

GMSG stellt Texte von Tariq Ramadan und vom Ex-Diplomaten und amtierenden Allahkraten Murad Wilfried Hofmann ein und verlinkt zu Islamic Relief, Haus des Islam (Lützelbach; um Siddiq = Borgfeldt), Islamische Föderation Berlin (IFB; der Quasi-Landesverband der Millî-Görüş; Stichwort Emel Abidin-Algan = Tochter des Muslimbruders Yusuf Zeynel-Abidin; Islamische Grundschule = Fereshta Ludin) sowie zum Islamischen Zentrum Hamburg (schiitisch, den Teheraner Ayatollahs treu ergeben). Da ist für uns dieses muslimische Streben nach Integration und Demokratie doch körperlich spürbar. Hat aber nichts mit Penzberg zu tun, in šāʾa llāh.

Die oberbayerische Islamische Gemeinde ist so fortschrittlich und unabhängig, dass im Jahre 1429 pardon 2008 (21. November) Allahs Stellvertreter in Sarajevo, der „Reisu-l-Ulama“ und Großmufti Dr. Mustafa Cerić die Penzberger Freitagspredigt übernahm. In Bosnien war ein berühmter Träger des Titels „oberster Rechtsgelehrter der Muslime“ oder Reisu-l-Ulama (von al-ʿulamāʾ Singular ʿālim, die Wissenden, die Gelehrten) Džemaludin Čaušević (1870-1838), der nach absolviertem Besuch der Medrese von Bihać im osmanischen Istanbul an der Scharia-Rechtsakademie Mekteb-i Hukuk ausgebildet wurde und für kurze Zeit im ägyptischen Kairo Vorlesungen beim Panislamisten Muḥammad ʿAbduh hörte. ʿAbduh war Schüler des 1897 im türkischen Istanbul gestorbenen gebürtigen Persers und Salafiyya-Begründers Sayyid Ǧamāl ad-Dīn al-Afġānī. Čaušević wird gerne als Modernisierer des bosnischen Islams ausgegeben und äußerte sich in der Tat gegen den entmenschenden Gesichtsschleier (an-niqāb), präzisierend, dass die Frau ihr Haar und ihre Scham zu bedecken habe (7), und was Schambereich (ʿawrah, ʿaura) ist, erklären den nichtmuslimischen und muslimischen Penzbergern die „Wissenden“ von Millî Görüş oder vom ECFR um Scheich al-Qaradawi, mit dem Imam Idriz den theologischen Briefwechsel pflegt. Modern ist es aus Sicht des säkularen Teils der Menschheit doch wohl eher nicht, den Frauen das „Recht“ auf die Ganzkörperverschleierung (al-ḥiǧāb; Frau Idriz, Frau Yerli) vorzuschreiben und das Verhalten jeder so genannten muslimischen Verweigerin des Kopftuches wehklagend als „Ungerechtigkeit“. Wir wünschen der Ortschaft Penzberg bei Sarajevo wenn überhaupt Islam dann einen befreiten, textkritischen und nachschariatischen Islam, die Lebenshilfe des ECFR oder des Penzberger Imams sollten Europas Muslime dankend ins Mittelalter zurückweisen. Großmufti Cerić hat einen weißen Turban und einen Sitz im European Council for Fatwa and Research (ECFR), damit ist Allahgott sein erster und der „moderne“ Islamgelehrte, Fernsehprediger und Schriftsteller Yūsuf al-Qaraḍāwī sein zweiter Vorgesetzter und der traditionsbewusste Mitjugoslawe Benjamin Idriz sein Anweisungsempfänger. Nun, Oberbayerns Weltoffenheit … aber eine architektonisch bemerkenswerte Moschee.

Und Islam wird Staat: Zum 03. Juni 2009 lud die Berliner Katholische Akademie unter Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke Herrn Cerić (ECFR) und den deutschen Juristen und Werbefachmann für islamische Sexualpolitik und islamische Staatsgründung Prof. Dr. Mathias Rohe (GAIR, CIG) zu einem Kongress. Die Veranstaltung trug den uns einen Vorgeschmack auf Europas Nachdemokratie gebenden Titel „Sharia and Muslim Social Contract in Europe“, es moderierte Jörg Lau. Hier die Einladung zur angeblich diskutierenswerten Theologisierung der Politik (8) und hier ein Teilnehmerbericht von Islamkritiker »mag«, den dankenswerterweise das Blog Politically Incorrect veröffentlicht (9).

Zurück nach Penzberg, wo man die fromme Kunst der listigen Sprache (kitman, tawriya/īhām, taqiyya) pflegt. Wie ein Sesam-öffne-dich verwendet die Moscheegemeinde unter Benjamin Idriz jene Vokabeln, die bei uns Säkularen so gut ankommen. So spricht das Islamische Forum Penzberg davon, muslimische Minderheit und europäische Mehrheitsgesellschaft seien vor „neu zu definierende Aufgaben“ gestellt. Das besänftigt Verwaltungsbeamte, doch im Klartext heißt das ja vielleicht ganz zufällig, das Religionsvolk der Nichtmuslime und die edlere Spezies Muslime (Nation of Islam) hätten islamische Sonderrechte staatsvertraglich abzuschließen, was wiederum ganz zufällig mit den kreativen Vorschlägen von Tariq Ramadan oder der FIOE (Europas Muslimbrüder) verträglich wäre.

Taqiyya. Harmlos seelsorgerlich und wertorientiert mag es erscheinen, wenn davon die Rede ist, es gehe keineswegs „um ein Aufgeben der religiösen Identität, sondern darum, im Einklang mit der Umgebung [ein] überzeugter, praktizierender Muslim und gleichzeitig angekommener Europäer zu sein“. Hierbei ist die explizite Erwähnung des „immerwährenden“ (Mustafa Cerić) Anspruches auf die Implementierung des islamischen Gesetzes nach dem Konzept des kitman, der Lüge durch Auslassung, geschickt umgangen worden, vielmehr wird implizit die Forderung nach durchgesetzter Kopftuchpflicht und schariatischer Sexual- und Familienpolitik dreist als „in Europa angekommen“ bezeichnet, so kann man die Landnahme für den Islam natürlich auch nennen. Es gelte, so Idriz, Yerli und seine kleinen bayerischen Kalifen weiter, diesen irgendwie schrecklich belastenden Widerspruch zwischen „Muslimsein und Bürgersein“ aufzuheben. Der deutsche Gutmensch denkt an Integrationsbereitschaft und übersieht dabei, dass gar nicht gesagt worden ist, wer sich hier verändern muss, damit diese Kluft geschlossen ist: Die Säkularen sollen diese Arbeit aufbringen und „den Muslimen“ gefälligst ungestört ein Leben nach der gegenmodernen und frauenfeindlichen Scharia ermöglichen, damit diese angeblich so Integrationswilligen ihr „Bürgersein“ erreichen und nicht länger ausgegrenzt werden.

Taqiyya. Die Religion Allahs fordere ferner ein gemeinschaftsbezogenes Denken? Ja, sicherlich, der Muslim hat sich aus fundamentalistischer Sicht auf die nach der Scharia lebenden Orthodoxen oder Islamisten hin auszurichten und daneben noch die fürs Höllenfeuer bestimmte „Gemeinschaft der Ungläubigen“ zu verachten, das ist dann gleich doppelt gemeinschaftsbezogen. Der Islam verlange aktive Beteiligung an der Gesellschaft? Selbstverständlich, das Kalifat baut sich nicht vom Zuschauen und der Teufel ist auch nicht untätig, da heißt es, die Muslimisierten auszumachen und zur Ordnung zu rufen (ḥisba) und in den Dhimmis (ḏimam, erniedrigte „Schutzbefohlene“, Sg. ḏimmī) das Schuldgefühl zu erwecken, sie seien nicht ausreichend fremdenfreundlich. Die Erben der alten Achtundsechziger wie Penzbergs Bürgermeister Hans Mummert (SPD) fühlen sich so gern schuldig, um den edlen Wilden (Imam) dann und wann um Absolution bitten zu können.

Wir fassen zusammen: Die angeblich unabhängige islamische Gemeinde Penzberg blickt auf ein Jahrzehnt der erheblichen organisatorischen Nähe zur extremistischen Millî Görüş zurück und hat nichts gegen die spirituelle Rechtleitung durch den populären Islamistenscheich al-Qaradawi einzuwenden, das mit der Modernität und Autonomie sollten wir in Penzberg noch ein wenig üben. Immerhin, zum Fatwa-Erwerb brauchen die Penzberger „unabhängigen Muslime“ ab sofort nicht mehr in die Golfstaaten zu schreiben oder telefonieren, außer zum Geldgeber in Schardschah (ein Emirat in den VAE; hocharabisch aš-Šāriqa, lokal gesprochen aš-Šārǧa). Der dortige, spendable Emir hat ihnen ja schließlich die drei Millionen Euro teure Penzberger Moschee bezahlt, die der aus Bosnien stammende, begabte Augsburger Architekt Alen Jasarevic (südslawisch vielleicht Jašarević (10)) so eindrucksvoll gestaltet hat und die 2005 eröffnet werden konnte. Ein ästhetisch hochwertiges Sakralgebäude gefährdet allerdings gleichwohl die freiheitliche Demokratie, wenn darin die šarīʿa gelehrt wird sprich die Wesens- und Rechtsungleichheit von Mann und Frau sowie sittlich sauberem Muslim und ekligem, fürs Höllenfeuer bestimmten Nichtmuslim. Da helfen auch Hans Mummerts Islamoptimismus und die das (islamrechtlich) Himmlische nach Oberbayern tragenden, betörend blauen Fensterscheiben nichts.

Nun will der großzügige arabische Seelsorger und Sulṭān („Herrscher“) von Schardscha, Scheich (šaiḫ, „Ältester“) bin Mohamed al-Qāsimī III, in seinem Reich auch jugendbewegter oberster Scout (Pfadfinder), ein »Zentrum für Islam in Europa« aufbauen (11), (12), ausgerechnet in Bayern, weshalb der Landtagsabgeordnete Martin Neumeyer zusammen mit seinem Landtagspräsidenten Alois Glück ins sonnige aš-Šārǧa jettete. Ziel des zu unserem freiheitlich-demokratischen Glück noch nicht realisierten Projektes ist die authentische islamische Ausbildung von Imamen und Religionslehrern, erklären Neumeyer und Glück (Nomen est Omen?) uns begeistert. Neumann ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Integration und Islam der CSU-Landtagsfraktion, zeigt sich vom Reichtum des Emirates beeindruckt, schweigt zur barbarischen, frauenfeindlichen Gesetzgebung der Scharia, findet die am Golf in Erscheinung tretenden rabenschwarz gewandeten und gesichtsverschleierten Frauen etwas unheimlich und benötigt dringend ein Konzept für die islamische Religionsunterweisung in Bayern: „Als christlich geprägter Mensch ist mir der Dienst am Nächsten der wichtigste Beweggrund für politisches Handeln“. Recht so, Herr Neumeyer, die Gottesebenbildlichkeit jedes Menschen und damit sogar des weiblichen ist eine feine Ethik, nur Allahgott sieht das wesentlich differenzierter: für den sind Sie als Dhimmi emotional und juristisch der Übernächste und wären als Islamapostat oder Islamkritiker der bleibende Letzte. Jede Frau wird im orthodoxen Islam, den die Herren Neumeyer und Glück mit original-arabischer Hilfe in Bayern lehren lassen wollen, herabgewürdigt und entrechtet.

Inzwischen waren Allahs gehorsame Diener in Penzberg nicht untätig. Im Dschihad um ein makelloses Erscheinungsbild kauft man sich denn auch mal die Leistungen eines guten Anwaltes ein, schließlich bejaht man den Rechtsstaat und will der bundesdeutschen Bevölkerung Ängste nehmen. Um gegen den Freistaat Bayern und seinen Innenminister auf Herausnahme auch aus dem jüngsten Verfassungsschutzbericht (2008) zu klagen, wählte das Penzberger Islamische Forum den einstigen Bundestagsabgeordneten (FDP) Hildebrecht Braun. Die aus islamrechtlicher Sicht ungerechte, ja gotteslästerliche Einschätzung der Verfassungsschützer, die Islamische Gemeinde Penzberg (IGP) als „Beispielsfall für formal nach außen hin vollzogene Distanzierungsbemühungen“ zu nennen, möchte Allahs Stellvertreter in Oberbayern Imam Idriz nicht hinnehmen (13).

Der gelernte Erzieher und Diplom-Sozialpädagoge (FH) Cem Özdemir, der, wenn er überhaupt einmal die universellen Menschenrechte bespricht, „dem Westen“ Doppelmoral vorwirft und die Islampolitik der Teheraner Mullahs, saudischen Wahhabiten, Kairoer al-Azhar und der Muslimbruderschaft in bester GRÜNEN-Manier mit keinem Wort erwähnt, bagatellisierte die Scharia einst verantwortungslos und bewies damit, dass er vom selbstverständlich an der Scharia orientierten europäischen, nicht zuletzt deutschen Verbandsislam keine Ahnung haben kann: „Im besten Fall wird Leitkultur negativ definiert: als Absage an einen Kulturrelativismus, der es Muslimen erlaubt, ungestraft die Scharia anzuwenden – als ob dies in Deutschland oder einem anderen Mitgliedsland der EU möglich wäre und die Muslime selbst daran ein Interesse hätten.“ Diese in der Zeitung Neues Deutschland am 03.12.2004 erschienene Islamverharmlosung richtet sich womöglich ein wenig gegen den bewundernswerten Demokraten Bassam Tibi (Bassām Ṭībī). Der herausragend gründlich denkende Politikwissenschaftler Tibi prägte den Begriff „europäische Leitkultur“ und hat die Säkularität stets gegen die Theokratie, selbstverständlich vor allem die der Scharia verteidigt. Folgerichtig setzt sich der mutmaßliche Taqiyya-Künstler und Islamisierer Cem Özdemir für die staatliche türkische Zulassung des Kopftuches der dortigen Schülerinnen, Lehrerinnen und weiblichen Staatsangestellten ein: „Entsprechend sollte das Kopftuchverbot gelockert und die Gesetzeslage an die westeuropäischen Länder angepasst werden“ (Welt am Sonntag, 23.09.2007 in: Die Türkei ist stark genug, das Kopftuch zu ertragen).

Kopftuchfreund Özdemir spielt den Frauenversteher und das multikulturelle Unschuldslamm, macht sich in der Türkei und in Deutschland zum Helfer der nach politischer Macht strebenden Scharia-Doktrin und arbeitet damit, vielleicht ja unbeabsichtigt, gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau und alle anderen Standards der kulturellen Moderne.

Fundamentalistische Muslimas schaufeln sich im Leben ihr eigenes symbolisches Grab der konkreten Entwürdigung und Entrechtung, um in den imaginierten Islam-Himmel zu gelangen. Die Penzbergerinnen Idriz und Yerli betätigen sich in diesem Sinne ganz als Trainerinnen nach Allahgottes frauenfeindlicher Sexualpolitik. Das islamrechtliche Jungfernhäutchen, so sorgen sich die beiden sexualmagisch orientierten Mädchenarbeiterinnen, darf auch beim Besuch beim Frauenarzt keinesfalls zerrissen werden. Ob es vor Gott Allah Sünde ist, dem nach genitaler Vereinigung lüsternen Ehemann den Sex zu verweigern, sinnieren die beiden Damen vor einer noch aus der Neuzeit stammenden Reporterin. Die Virginität (Boos-Nünning) sprich das unzerstörte und zum vorgeschriebenen (arrangierten) Zeitpunkt blutende Hymen ist ein islamrechtlich äußerst wichtiges Thema, zu dem es viele fromme Rechtsgutachten gibt, die Cem Özdemir zu feige ist anzusprechen.

In einem sind sich die am Platz im Paradies interessierten Damen Nermina Idriz und Gönül Yerli ganz sicher: Muslimmädchen dürfen nur noch zum Schwimmunterricht, wenn das Bad zur männerfreien Zone geworden ist und auch kein maskuliner Schwimmlehrer in Sichtweite (14).

In den nächsten wenigen Jahrzehnten wird Europa eine konsequente Islamisierung (Islamische Revolution) nach dem Beispiel des Iran wohl nicht erleben, doch für den Fall, dass sich die Lebensweise der Penzberger Moscheegemeinde ausbreitet, was bei fortgesetzter Unterstützung beziehungsweise Duldung durch Staat, Jugendamt, Schulen und Kirchen wahrscheinlich ist, werden auf Deutschlands muslimisch sozialisierte Kinder und besonders Mädchen sehr bald schwere Zeiten zukommen.

Weltweit ist ein auch nur nennenswert wirksames Kartell von Institutionen der Scharia mit Presse- und Meinungsfreiheit noch nie verträglich gewesen. Auch in Deutschland wird manch einer öffentlich geäußerten Kritik am frauenfeindlichen Lebensführungskult des Islam mit Verächtlichmachung oder Einschüchterung begegnet.

Europa muss beginnen, den Islam ernst zu nehmen.

Am Wahltag den 27.09.2009, Jacques Auvergne

(1) Penzberg, die Vorzeigemoschee gewinnt Architekturpreis

http://www.wessobrunner-kreis.de/programm/P_IslamischesForum-Er.htm

http://www.kresslesmuehle.de/akademie/pdf/IntAka-Moscheebauten.pdf

(2) Christian Welzbacher, Kunsthistoriker: »Es ist höchste Zeit, die Diskussion über den zeitgemäßen Moscheenbau zu beginnen. Wir müssen weg vom „Moscheenstreit“ – hin zur „Kulturdebatte“. Mit Maß und Ziel – aber ohne Emotionen.« In einem haben Sie ganz Recht, sehr geehrter Herr Welzbacher, auch im Kalifat muss es Kunsthistoriker geben. Bitte verfassen Sie eine Expertise über die Schönheit des Klosters Mor Gabriel und der Buddha-Statuen von Bamyan, im Sudan oder in Pakistan dürfte das allerdings kein Bestseller werden

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/51/74/dokument.html?titel=Kuppel+oder+Kubus%3F&id=60734715&top=SPIEGEL&suchbegriff=islam&quellen=&vl=0

(3) Christian Welzbacher bei: Islamische Zeitung (IZ).

»Die Islamische Baukunst hat eine große Tradition. … « Richtig, die kleinasiatischen Armenier haben sich, Sakralbauten betreffend, seit neunzig Jahren als nachlässig erwiesen, und die Einfallslosigkeit, mit der Christen, Juden und Bahá’í seit dreißig Jahren ihre Sakralgebäude im Iran und auf der Arabischen Halbinsel umsetzen, ist nachgerade schlampig zu nennen

http://www.islamische-zeitung.de/?id=10814

(4) Allah naturgeschützt, in Bonn und Umgebung. Der empfindsame und bedrohte Islam verdient unser journalistisches Beschwichtigen und unbedingtes Verteidigen, bedarfsweise bar jeder Kenntnis der Scharia. Islamkritiker sind als unglaubwürdig darzustellen. Anwendungsbeispiel: Sandra Kreuer: »Die Moschee, Witterschlick und „die heile Welt“«

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=442400

(5) Penzberg und die gequälte Islambegeisterung von Sandra Tjong

http://www.welt.de/muenchen/article732504/Integration_statt_Kulturkampf.html

(6) Bayern zur Moscheegemeinde Penzberg. Verfassungsschutzbericht 2007

http://www.verwaltung.bayern.de/Anlage2988706/VerfassungsschutzberichtBayern2007.pdf

Canan Topçu: Streit um Islamisches Forum in Penzberg

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1720993&

(7) Bosnien um 1900: Reisu-l-Ulema contra Niqab, pro Hidschab, Seite 32:

http://books.google.de/books?id=2bpyhY4gWWAC&printsec=frontcover#v=onepage&q=&f=false

(8) Berlins Katholiken sehr kultursensibel: halbierte Menschenrechte der frommen Muslima

http://www.katholische-akademie-berlin.de/Flyer/sharia_and_muslim.pdf

(9) Die Katholische Kirche lässt die islamkonforme Rechtsspaltung bewerben. Bei: Politically Incorrect

http://www.pi-news.net/2009/06/grossmufti-ceric-erklaert-die-scharia/

(10) Mehr Scharia für Bosnien, eine Medrese für Tuzla. Die Haarmode der Frau Jašarević. Behram-begova medresa u Tuzli

http://www.medresatz.edu.ba/?jezik=BS&dio=svrsenici&generacija=279

(11) ZIE / ZIEM bei Süddeutsche. Ausbildung für Gelehrte des Islams

Zentrum für Islam in Europa: Ausbildung für Gelehrte des Islams. Süddeutsche, 03.08.2007

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/275/366093/text/

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/275/366093/text/2/

(12) ZIE / ZIEM bei FAZ. Dienstanweisung top down: Allah, der arabische Emir, der bayerische Imam. Errichtung eines „Zentrums für Islam in Europa“ in München

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EFDAF555396064F4D974CBED9FE589F63~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(13) ZIE / ZIEM. Der Freistaat dazu

http://www.stmi.bayern.de/presse/archiv/2007/262.php

(14) Muslimas schaufeln sich ihr eigenes Grab, um in den imaginierten Islam-Himmel zu kommen: Die mittelalterlich inspirierten Frauen Idriz und Yerli als Trainerinnen für Allahs frauenfeindliche Sexualpolitik

http://www.welt-der-frau.at/index.htm?http://www.welt-der-frau.at/viewcat.asp?ID=2253&cat=3

6 Antworten to “141. Allah in Penzberg”

  1. Helmut Zott Says:

    „Diese in der Zeitung Neues Deutschland am 03.12.2004 erschienene Islamverharmlosung richtet sich womöglich ein wenig gegen den bewundernswerten Demokraten Bassam Tibi (Bassām Ṭībī). Der herausragend gründlich denkende Politikwissenschaftler Tibi ….“

    Bassam Tibi hat den Islam nicht verstanden, er schreibt in „Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz“ auf Seite 112:
    „Der Islam ist eine spirituelle Religion, keine politische Angelegenheit. Im Gegensatz dazu ist der Islamismus als Spielart des religiösen Fundamentalismus eine totalitäre Ideologie mit rechtsradikalen Zügen.“
    Bassam Tibi unterscheidet also zwischen Islam und Islamismus, und hält in seinem Konzept des „Euro-Islam“ die Demokratie unsinnigerweise vereinbar mit dem Islam. Sein „Euro-Islam“ ist eine Todgeburt.

    Unverständlicherweise findet man diese Verkennung des islamischen Glaubens bei mehreren Islamkritikern, die in der Öffentlichkeit als Kenner der Materie in Erscheinung treten und als solche geachtet sind.

    Zu diesen gehört auch Udo Ulfkotte, der in seinem Buche „Der Krieg in unseren Städten” (2003) auf Seite 11 schreibt: “Während der Islam eine Religion ist, ist der Islamismus eine Ideologie. Und nicht der Islam, sondern der Islamismus ist die Ursache der heutigen Gefahr.”

    Ebenso verhält es sich mit Rolf Stolz, der den gleichen Sachverhalt in einem Artikel mit der Überschrift „Zehn Thesen zum Islamismus“ vorträgt, der in dem Buche „Gegen die feige Neutralität“, (herausgegeben von Prof. Dr. Armin Geus und Dr. Stefan Etzel) abgedruckt ist, wo er auf Seite 128 schreibt: „Der Islamismus ist eine politisch-religiöse Bewegung, die Überlieferungen und Gegenwart der Religion Islam benutzt, ausbeutet und missbraucht. …“

    Viertens sei noch Daniel Pipes erwähnt, der in dem gleichem Buch „Gegen die feige Neutralität“ auf Seite 268 folgendes schreibt:
    „Anders als Allam und Wilders unterscheide ich zwischen Islam und Islamismus …“

    Der 1961 in der Türkei geboren Berliner Autor Zafer Senocak, der seit 1970 in Deutschland lebt, hat allerdings den besseren Überblick und einen klaren Durchblick, wenn er schreibt:
    „Auch wenn die meisten Muslime es nicht wahrhaben wollen, der Terror kommt aus dem Herzen des Islam, er kommt direkt aus dem Koran. Er richtet sich gegen alle, die nicht nach den Regeln des Koran leben und handeln, also gegen Demokraten, abendländisch inspirierte Denker und Wissenschaftler, gegen Agnostiker und Atheisten. Und er richtet sich vor allem gegen Frauen. Er ist Handwerk des männerbündischen Islam, der mit aller Macht verhindern möchte, dass Frauen gleichberechtigt werden und ihre Jahrhunderte lange Unterjochung ein Ende findet.“

    In der Tat stellen sowohl der barbarische Umgang mit Frauen, als auch das menschenunwürdige Verhalten gegenüber religiösen Minderheiten und Abtrünnigen, keine symptomatischen Randerscheinungen, keine beklagenswerte Abweichungen von dem „friedlichen und friedliebenden Islam“ dar, sondern entspringen seinem innersten Wesen. Gewaltandrohung und Gewaltanwendung sind im Ursprung des Islam begründet und stammen von Allah und seinem willigen Vollstrecker Mohammed.

    Die oft gebrauchte Unterscheidung von Islam und Islamismus, die möglicherweise gezielt von den Muslimen selbst erfundenen wurde, ist eine gefährliche Täuschung. Sie ist eine politisch gewollte Irreführung, um uns die Friedlichkeit und Friedfertigkeit des Islams aufschwätzen zu können. Mit Rafinesse versucht man den “authentischen”, und das soll heissen eigentlichen Islam zu trennen von dem gewalttätigen, angeblich politisch missbrauchten Islam, den man dann auch anders bezeichnet, und Islamismus oder Terrorismus nennt. Es gibt zwar moderate Muslime, aber “Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich”, meint der türkische Ministerpräsident Erdogan kurz und bündig. Zweifellos ist die Scharia ein integraler Bestandteil des Islams.

    Das Gerede von einer Unterteilung des Islams ist ebenso dumm und naiv, wie etwa die Aussage wäre, die Verfolgung und Ermordung der Juden im Dritten Reich habe nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun.
    An diesem Punkt zeigt sich sehr deutlich die gefährliche Ahnungslosigkeit und dumpfe Verständnislosigkeit oder auch Erkenntnisverweigerung der Politiker des Westens und der Kirchenoberen. Die tödliche Gefahr bleibt unerkannt oder wird geleugnet und die abgrundtiefe Bösartigkeit des Islam wird uns als Friede verkauft. Man wähnt die guten Moslems auf seiner Seite und hebt sie noch, wie Bundesinnenminister Schäuble befürwortet, in die höchsten Staatsämter als vermeintliche Mitstreiter gegen den Islamismus und Terrorismus. Wenn sie erst einmal in diesen Positionen sind, sitzen sie an den Schalthebeln der Macht des Staates und können ihn grundsätzlich beherrschen. Auch wenn sie es zunächst, vielleicht aus Unkentnis des Korans ehrlich meinen sollten, könnten sie eines Tages ihren wahren Glauben entdecken und demgemäß handeln.

    Der Schariaspezialist M. Sabuni, einst Professor an der Universität Mekka, würde wohl seinem Kollegen Professor Bassam Tibi unmissverständlich zu verstehen geben und auch nach diesen seinen Worten handeln, sofern er die Macht dazu hätte:
    „Wenn jemand sich der Propaganda des Islam in den Weg stellt und versucht, den Islam an seinem Vormarsch zu hindern, wird es notwendig, ihn zu zertrümmern und die Erde von seinem Schmutz zu reinigen, damit die Rechtleitung Allahs die Menschen erreicht und damit jeder Mensch in aller Sicherheit seine religiöse Freiheit genießt“.

    Für westliche Apologeten und maßvolle Muslime, die den Islam zur Friedensmission umdeuten wollen, hatte auch Ajatollah Khomeini kein Verständnis. Er geißelte diese Leute mit harten Worten:
    „Der Koran lehrt uns, diejenigen als Brüder zu behandeln, die wahre Muslime sind und an Allah glauben. Er lehrt uns, andere zu schlagen, ins Gefängnis zu werfen, zu töten“… „Der Islam macht es allen männlichen Muslimen zur Pflicht, vorausgesetzt, sie sind nicht behindert oder untauglich, sich für die Eroberung (anderer) Länder bereitzuhalten, so dass die Schrift des Islams in allen Ländern der Erde befolgt werde. Die den islamischen Heiligen Krieg studiert haben, werden verstehen, warum der Islam die ganze Welt zu erobern sucht. (…) Die nichts über den Islam wissen, behaupten, dass der Islam gegen den Krieg ist. Doch die (die dies behaupten) sind beschränkt. Der Islam sagt: Tötet alle Ungläubigen, wie sie euch alle töten würden! Heißt dies etwa, dass die Muslime in aller Seelenruhe abwarten sollen, bis sie (von den Ungläubigen) vertilgt werden? Der Islam sagt: Tötet sie (die Nichtmuslime), bekämpft sie mit dem Schwert und treibt (ihre Heere) auseinander! Heißt das, bleibt ruhig sitzen, bis (Nichtmuslime) uns überwältigen? Der Islam sagt: Tötet im Namen Allahs alle, die euch töten möchten! Heißt das, dass wir uns unseren Feinden ergeben sollen? Der Islam sagt: Was immer es an Gutem gibt, verdanken wir dem Schwert und dem Schatten des Schwertes! Die Menschen lernen den Gehorsam nur durch das Schwert! Das Schwert ist der Schlüssel zum Paradies, das nur für heilige Krieger geöffnet werden kann! Es gibt noch hunderte von (koranischen) Versen und Hadithe (Sprüche des Propheten), die Muslime ermuntern, den Krieg zu würdigen und die zum Kampf auffordern. Heißt all das, dass der Islam eine Religion ist, die die Menschen abhält, in den Krieg zu ziehen? Ich spucke auf all die törichten Gemüter, die solches behaupten!“ (Ajatollah Ruhollah Khomeini in „Kaschf al-Asrar“ – „Schlüssel zu den Geheimnissen“).

    Hat etwa Professor Sabuni oder Ajatollah Khomeini den Koran nicht gekannt oder verkannt, oder gar den Islam nicht verstanden?
    Taslima Nasrin, die 1994 ihre Heimat Bangladesh fluchtartig verlassen musste, um der Verfolgung moslemischer Mordbrenner zu entgehen, meint dazu allerdings:
    „Was Ajatollah Khomeini im Iran in die Praxis umgesetzt hat, ist der wahrhaftige Islam und nicht etwa irgendeine Abweichung“.
    Was einst keimhaft im so genannten „Medina Modell“ veranlagt wurde, ist das bleibende Vorbild für den Einzelnen und den Gottesstaat. Es hat heute und künftig seine Gültigkeit. Ali Dashti charakterisiert diese Anfänge in Medina treffend mit den Worten: „Abgesehen von den dreizehn Jahren, in denen der Prophet seine Botschaft in Mekka verkündete, ist die Geschichte des Islam unbestreitbar eine Aufeinaderfolge von Gewaltanwendungen und Machtergreifungen. Solange der Prophet am Leben war, wurde Gewalt in erster Linie für die Verbreitung des Islam und seiner Festsetzung unter den Götzendienern eingesetzt. Nach seinem Tod war der Kampf um Macht und Führerschaft der Beweggrund für immer neue Gewalt“ (Ali Dashti: „23 Jahre“; S. 325).

    Heute ist das christliche Abendland im Begriffe, „im Kampf ums Dasein“ letztlich an seiner gnadenlosen Dummheit und grenzenlosen Naivität zu Grunde zu gehen. Die Frage ist tatsächlich nicht mehr, ob Europa islamisch wird, sondern wann es so weit ist.

  2. Jacques Auvergne Says:

    Vielen Dank, sehr geehrter Herr Zott, Ihre Argumentation verrät wie stets stabile Standpunkte und klare Maßstäbe, von diesen aus wird Ihrerseits in nachvollziehbarer Sprache gründlich nachgedacht.

    Tibis islamoptimistische Strategie der Zähmung oder Demokratisierung des Islam betreffend kann es (für ihn, uns, die Menschheit) sicherlich nicht wie mit einem Zauberspruch funktionieren. Ein ‚Hokuspokus und der Islam ist jetzt auf Knopfdruck spirituell-unpolitisch‘ wird es nicht geben. Vielmehr müssen Kerkermauern aus Jahrhunderten abgerissen werden.

    Das wird für die – alle – Muslime mit Scham, deutlicher: mit Schande verbunden sein, die Abwehrreaktionen gegen uns Islamkritiker werden sehr aggressiv sein, zumal die halbbewussten, lust- und angstbesetzten, Mythos-nahen und sexuellen Schichten in der Psyche des sittenpolitisch dressierten (islamisierten) Objektes betroffen sind und die eigenen Imame, Großeltern und Eltern kritisiert werden müssten. Bereits Konvertiten werden im Dialog ziemlich ausfallend, wenn sie als ‚islamisch beglückte ethnische Europäerinnen‘ den Gesichtsschleier (niqāb) verteidigen.

    Die Scharia muss weg. Die Jungenbeschneidung etwa muss weg. Die mutige Necla Kelek legte das bereits nahe, doch anders als progressive Juden trauen sich Muslime an das ‚irgendwie sexualitätsbezogene‘ Thema nicht heran, das zudem über den Begriff der rituellen Reinheit (ṭahāra) die Gültigkeit des Gebets (Ṣalāt) definiere und damit einen Eckstein (Fünf Säulen) im Sunna-Fundament bildet – tausend Jahre Gelehrsamkeit ‚dürfen‘ nicht geirrt haben.

    tahara

    http://www.thewaytotruth.org/pillars/tahara.html

    Kinder gewaschen und gehirngewaschen: ‚Die Wichtigkeit der Tahara liegt darin, dass sie unmittelbar nach dem Glaubensbekenntnis des Islam (Schahada) die wesentliche Praxis jedes einzelnen Muslims für sein ganzes Leben darstellt.‘

    http://www.muslim-buch.de/Kinderbuecher/Tahara-fuer-Kinder::183.html

    at-tahara, Name eine spanischsprachigen, wahhabitischen Seite

    http://www.at-tahara.com/

    Der die Welt von Dreck (Nichtislam) reinigende Islam mutiliert nicht nur am Jungengenital, auch das Mädchengenital verdient eine kultische Operation im Sinne Allahgottes, jedenfalls für die Rechtsschule der Schafiiten

    http://www.asianoffbeat.com/default.asp?display=1435

    Mit erpresserischer Beschuldigung und kalkulierter Lüge gehen Islamverteidiger an die Presse der ‚der Westen‘ genannten kulturellen Moderne beziehungsweise der freien Welt heran und behaupten: ‚Genitalverstümmelung ist nicht religiös, sondern kulturell bedingt – Culture, not religion, dictates much of what Muslim and non-Muslim people do worldwide‘

    http://www.nytimes.com/2008/02/10/magazine/10letters-t-007.html?ref=magazine

    Auch hier also erscheint es wichtig, jedes herangetragene Muster ‚böse vorislamische Tradition, gute islamische Religion‘ zurückzuweisen und insofern würde Tibi nicht zu den weltgeschichtlich bedeutendsten Islamkritikern zu rechnen sein.

    Ich möchte sehr zustimmen, wenn Sie, sehr geehrter Herr Zott, auf Tibis Aussage ‚der Islam ist eine spirituelle Religion, keine politische Angelegenheit‘ entgegnen: ‚Tibi hat den Islam nicht verstanden‘ – im schlimmsten Falle, was ich schade fände und auch nicht glaube, wäre Tibi ein bewusster Wegbereiter des orthodoxen, politischen Islam kurz gesagt des Islam. Hoffentlich ist Tibi wirklich Schariagegner und damit Arbeiter für die Demokratisierung des orthodoxen islamischen Ungeheuers. Tibi scheint mir Stellvertreter für eine Haltung grundsätzlichen Selbstbewusstseins und Stolzes der muslimisch erzogenen Einwanderer nach Europa zu sein, ich möchte ihn zum (leider noch so kleinen) Teil der ebenso gebildeten wie begeisterten Demokratiefreunde unter unseren Muslimen zählen.

    Noch zum sehr islamischen Fundamentalismus. Der vom ‚Licht‘ der rechtgeleiteten Urgemeinde abgeschnittene Muslim wäre orientierungslos, das orthodoxe, dabei suchthafte Streben nach einem ununterbrochenen Fatwa-Überlieferungsstrang (isnād) mag das ebenso verdeutlichen wie die ‚makellose‘ Kette der Sufi-Geistlichen im Orden der zur Nakschbandi-Tradition zählenden Golden Chain. Der Mensch vermag nichts aus sich heraus, Quell jeder Erkenntnis und Souverän aller Lebensweise kann – konnte?! – nur die Gottheit und ihr Liebling Mohammed sein, heute ist Nachahmen (taqlīd) Glaubensstärke, sozusagen: ‚Gehorsam ist erste Muslimpflicht!‘

    Durch die Jahrhunderte sickert rettende Erkenntnis ‚goldener Kette‘. Die dem indischen, initiatorischen Prinzip der Guru-Nachfolge ähnelnde Kette der gelehrten islamischen ‚Geheimnisträger‘ der Golden Chain:

    http://naqshbandi.org/chain/names.htm

    Die leicht bis zur Hochnäsigkeit elitären, dabei für Außenstehende womöglich herrlich undurchsichtigen Lebensführungsregeln bieten keine Freiheit, sondern sind eine Hypnosetechnik, mit denen der Sufi sein Sklaventum in Freiheit umlügt und seine Herrschsucht (al-Ghazali; Rumi) in Menschenfreundlichkeit

    Nakschbandi, Lehre

    http://de.wikipedia.org/wiki/Naqschbandi#Lehre

    Rumi, Lehre

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dschalal_ad-Din_ar-Rumi#Lehre

    Vielleicht sind Lebensgefühl und Weltgefühl eines indischen sannyasin (ein Asket) oder bereits eines sādhu (ein Strengreligiöser; Ordensangehöriger) für die Moderne und die freiheitliche Demokratie eher tauglich als dasjenige eines schariafreundlichen Vertreters des deutschen Sufismus (Osmanische Herberge um Hasan Dyck). Wobei der Hinduismus auch Kerkermauern hat, diejenigen des Kastensystems und des Machismus. Beides, eben auch die Logik der Kaste (jati; varna) ist sicherlich zu überwinden, dürfte aber eine Zeitlang von Hardlinern als ‚göttlicher Wille‘ verteidigt werden, wenn auch sicherlich nicht mit Terroranschlägen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sadhu

    Vielleicht hat Tibi die Vision von einem von der Scharia und sogar von jedem Fundamentalismus befreiten Islam, die Wege dahin über den Volksislam und den Sufismus schlägt er vor. Ihm selbst als einem gründlich gebildeten Wissenschaftler mag man diese Haltung, Reife und Aufrichtigkeit glauben, leider belügen uns ein paar Hunderttausend Imame, Scheichs und Islamverbandsfunktionäre.

    Allein der namus-Ehrbegriff, der auch im kurdischen Jesidentum (ebenfalls ein Kastenwesen) verankert ist. Der Ehrbegriff des namus führte in einer jesidischen Siedlung des Nordirak, Provinz Ninawa (assyrisch/biblisch Ninive) zum die Stammesehre ‚waschenden‘ Mord durch Steinigung an Du’a Khalil Aswad (* 1989 oder 1990; † 7. April 2007 im Irak). Vielleicht kann uns das auch unter Deutschlands Kurden vorhandene Jesidentum die Schwierigkeit der Integration von traditionell-orientalisch geprägten Menschen in die europäischen Gesellschaften exemplarisch verdeutlichen und dabei, im Vergleich, das spezifisch islamische (Problem) deutlicher erkennbar machen. Weltweit soll es 800.000 Jesiden geben.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Stoning_of_Du%27a_Khalil_Aswad

    Ein Foto aus dem Jahre 1932 von einem Markt der Stadt Mosul aus der hauptsächlich von Kurden und daneben von Arabern bewohnten Region

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:463020913_02798b7e7b.jpg&filetimestamp=20090505021739

    In Georgien lebende Jesidinnen 1945

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Yezidi_women_in_Tbilisi.jpg&filetimestamp=20090211203703

    Tibi hat sich zwar gegen die Scharia ausgesprochen, was löblich ist, und dazu, vielleicht (hoffentlich) zweckoptimistisch, das Kunstwort Scharia-Islam geprägt. Möglicherweise kann ein im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehender Muslim mit seiner Islamkritik derzeit nicht viel weiter gehen als Necla Kelek oder Bassam Tibi, ohne durch die muslimische Mehrheit für einen Ex-Muslim gehalten zu werden.

    Es gilt, eine recht totale und dann sicherlich viele Generationen lange Islamisierung Europas abzuwenden. Haupthindernis sind die erschreckend aggressiv betriebene Islamverharmlosung durch die Gut- und Bessermenschen in Partei, Hochschullandschaft und Kirche sowie, auf Seiten der Einwanderer, die genannte, jahrhunderte- und jahrtausendealte Prägung des Menschenbildes gerade im Hinblick auf Sexualitätsdogma und Sexualpädagogik mit religiösen Kostbarkeiten namens islamischer Tochtertausch, sufischer Welt- und Selbstekel, koranische Frauenentrechtung und brutale Sunna-Erziehung der Kinder.

    Dieser seelische und gesellschaftliche Kerker ist selbstverständlich Politik, Wikipedia sagt das unter Hisbah/Hisba erfreulich deutlich, Wolfgang Schäuble muss es überlesen haben:

    „Der Islam versteht sich als eine unauflösbare Einheit von Religion, Staat und islamischem Recht, der Schari’a und kennt deshalb keine Trennung von Religion und Staat.“ Ebenfalls noch Wikipedia zu Hisba

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah#Hisba_als_Staatspflicht

    „Hisba ist die Pflicht jedes Muslims, zu gebieten, was recht ist und zu verbieten, was verwerflich ist.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah#Hisba_als_Pflicht_eines_Muslims

    Ich danke Ihnen, sehr geehrter Herr Zott, für Ihren Kommentar. Möge er gelesen werden, damit die Barbarei (Kalifat) von Europa verhindert werden kann, damit Zivilisation erhalten bleibt und nicht erst in einem nachkalifatischen Zeitalter von Grund auf wieder neu aufgebaut werden muss. Ihrer Kritik an der von Ihnen hier belegten, fahrlässigen ‚Differenzierung‘ zwischen Islam und Islamismus (Udo Ulfkotte, Rolf Stolz, Daniel Pipes) stimme ich begeistert zu – mögen diese drei zur Besinnung kommen und Mohammeds ‚boshaft-attraktives‘ Herrschafts- und Unterdrückungssystem der Scharia, der zutiefst boshaften islamischen Orthodoxie scharf kritisieren, ein anderer Islam müsste schließlich erst erfunden werden. Tatsächlich argumentiert Zafer Şenocak hier geradliniger: ‚Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam.‘

    Kompromisse brauchen die Freunde der Freiheit nicht zu machen, auch ’nur ein bisschen göttliche Diktatur‘ ist kein akzeptables Angebot.

    Jacques Auvergne

    PS: Kaum zu fassen:

  3. Bragalou Says:

    München
    Obersendling
    ::

    Der Koran kenne keinen Zwang in Glaubensfragen, sagte der seit vielen Jahren in Bayern lebende Imam Sidigullah Fadai

    http://www.ead.de/arbeitskreise/religionsfreiheit/nachrichten/einzelansicht/article/deutschland-muenchner-imam-muslime-koennen-glauben-wechseln.html

    Imam Sidigullah Fadai
    Dozent für Islamologie und Organisator von „MünchenKompetenz“, ein Programm zur Weiterbildung muslimischer Seelsorger

    http://www.gruene-muenchen.de/aktuell/termine/veranstaltung/26-07-2012-podiumsdiskussion-zu-rituellen-beschneidungen/

    Sidigullah Fadai
    صدیق الله فدایی

    http://www.youtube.com/channel/UCxVxZ_nL1VmTy-nYzWs2fiw

    http://www.musicvideos.com/watch-imam-sidigullah-fadai-take-1-02/wdhm2Qsfopk.html

    Sidigullah Fadai and Conrad R. Tribble – Consul General of the USA

    http://www.pakistan-bayern.net/new/?page_id=161

    Sidigullah Fadai- Lecture ‚Pakistan Needs us Now‘ Amerikahaus in Munich

    http://www.pakistan-bayern.net/walloffame.html

    Heißer, irgendwie pazifistischer Appell nach Nine Eleven – natürlich keine Abkehr von der Scharia

    Sidigullah Fadai (Imam, München)

    http://www.oocities.org/aufruf2001/liste.html

    http://www.oocities.org/aufruf2001/aufruf.html

    http://www.oocities.org/aufruf2001/links.htm

    Mit im Friedensboot nach Scharialand

    Kein Kampf der Kulturen – Verständigung mit Islam
    in Ahlen

    http://www.ahlen.de/kultur/bruederlichkeit/islam/index.html

    http://www.oocities.org/aufruf2001/afghantxtlink.html

    FADAI SIDIGULLAH (2000) Hoffnung im Islam. Verzweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit, denn Allah vergibt alle Sünden. – In: FINSTERBUSCH, KARIN (2000) Was aber bleibt, stiften die Hoffenden. Hoffnung in den fünf grossen Weltreligionen: Stuttgart: Quell-Verlag, S. 59 – 79

    http://www.weiterdenken.ch/dynasite.cfm?dsmid=92964

  4. Bragalou Says:

    TAQIYYA IM SUNNITISCHEN ISLAM
    ::

    u. a. Imam Abu Hamid AL-GHAZALI (in dessen Hauptwerk Wiederbelebung des Glaubens), der Lügen zum Vermeiden von Blutvergießen für islamrechtlich statthaft erachtet

    Sunni references clearly indicate that al-taqiyya is acceptable to them:

    • It is narrated in al-Sirah al-Halabiyyah, v3, p61 …
    “Say whatever you have to say.”

    It is narrated by al-Ghazzali in his book, “Ihya `Uloom al-Din,” that: safeguarding of a Muslim’s life is a mandatory
    obligation that should be observed; and that lying is permissible when the shedding of a Muslim’s blood is at stake.

    • Narrated in Sahih al-Bukhari, v7, p102, that Abu al-Darda’ said: “(Verily) we smile for some people, while our hearts
    curse (those same people).”

    • The (Sunni) commentator of this volume of Sahih Muslim, Abdul Hamid Siddiqi, provides the following commentary:
    Telling of a lie is a grave sin but a Muslim is permitted to tell a lie in some exceptional cases, and this permission is
    given especially on three occasions: in case of battle for bringing reconciliation amongst the hostile Muslims and for
    bringing reconciliation between the husband and the wife.5

    • “On the battlefield” (dealing with non-Muslims) outwittings are necessary. Hadrat Ali said that in the battlefield one
    could not observe the highest standard of truth as a Muslim has been exhorted to do in matters of religion. For example,
    in the battlefield one has to hide facts and outwit the enemy.” (Hadith Sahih Muslim, Vol. 2, ft. #1446)6

    Schön verlogen schiitisch zum Schluss:

    “Taqiyya is obligatory in the realm of Taqiyya, and there is no sin for a man who embraces it in order to ward off injustice from himself.”

    Q u e l l e
    Tribal Analysis Center

    http://www.tribalanalysiscenter.com/PDF-TAC/Taqiyya.pdf

    ::
    ::

    Dissimulation in Sunni Islam and Morisco Taqiyya
    La disimulación en el islam sunní y la taqiyya morisca
    Devin Stewart
    Emory University, Atlanta, EEUU

    … taqiyya and the closely connected legal dispensation of coercion (ikrah) … [ ikrah = Zwang, vgl. die berüchtigte, dem Koran entstammende Formel Kein Zwang im Glauben, ihrerseits natürlich feinste Taqiyya etwa im interreligiösen Dialog ]

    Sunni authors sometimes avoid use of the term taqiyya itself, perhaps because of its association with Shi’ism particular, but their detailed discussions of ikrah closely resemble discussions of taqiyya.

    441-442

    AHMAD IBN ABI JUM’A AL-WAHRANI
    [ malikitischer Jurist ]

    the North African jurist Abu l-,Abbas Ahmad b. Abi Jum’a al-Maghrawi al-Wahrani (d. 917/1511).

    [ äußerlich sind verbotene Handlungen im Notfall erlaubt, wenn das Verbot in Herz und Verstand eindeutig bleibt ]

    443

    Although the term taqiyya does not appear, the fatwa includes several related technical legal and theological terms, including niyya “intention”, ikrah “coercion, duress”, and kalimat al-kufr “blaphemy”, and alludes as well to Qur’anic verses and hadith reports that belong to the standard repertory of scriptural proof-texts used to legitimate taqiyya.

    447

    http://al-qantara.revistas.csic.es/index.php/al-qantara/article/viewFile/310/300

    2. Taqiyya in Sunni Islam

    Taqiyya, literally “fear, caution” is an Islamic legal dispensation (rukhsa) allowing dissimulation in cases of danger. It permits a legally responsible believer to perform certain acts under duress that would ordinarily be forbidden or to omit certain acts that would ordinarily be obligatory. …

    Yet while historical realities have conspired to make taqiyya appear to be an exclusively Shi’ite principle, the option of taqiyya was doctrinally available to Sunnis, and Goldziher pointed out long ago that taqiyya is an accepted principle in Sunni as well as Shi’ite Islam.

    [ Goldziher, Ignaz, “Das Prinzip der takijja im Islam”, Zeitschrift der deutschen morgenländischen Gesellschaft, 59 (1906), pp. 213-26. ]

    448

    AL-GHAZALI gestorben 1111 d. Z.
    Band 5, pp. 1741-57 … über den Intentionsbegriff

    “Actions are judged only according to intentions. For each man is what he intends…”

    “Exalted God does not look at your external forms and your belongings but rather looks exclusively at your hearts and your works”.

    Al-Ghazali, Ihya,‛ulum al-din, vol. 5, pp. 1741-57.

    450-451

    BASIS DER TAQIYYA IN ALLAHS REDE SELBST, 3 x IM KORAN

    The Qur’anic verses at which commentaries regularly discuss taqiyya or closely related matters are three:

    Q 3:28, which uses the cognate terms ittaqu and tuqah or taqiyya and refers to dissimulation;

    Q 16:106, which assesses the status of a believer who blasphemes under coercion and

    Q 40:28, which depicts a relative of Pharaoh who was a true believer but concealed the fact.

    451

    ZUSÄTZLICH IKRAH IM KORAN, EBENFALLS ZUR TAQIYYA

    Q 16:106 “Whoever expresses disbelief in God after having accepted belief [will suffer greatly] – except him who is forced while his heart is still at peace in belief”. … This verse is also the locus classicus for the legal topic of coercion (ikrah), particularly since the cognate ukriha “was forced, coerced” occurs in it.

    452-453

    3.  Fakhr al-Din al-Razi on Taqiyya [ gest. 1209 ]
    … in his voluminous exegesis Mafatih al-ghayb.

    [ den im Jahre 728 gestorbenen Hasan al-Basri zitierend “Taqiyya ist erlaubt bis zum Tage der Auferstehung. Taqiyya is permissible for the believers until the Day of Resurrection”. ]

    Al-Razi accepts taqiyya as a general principle of dissimulation in Sunni Islamic law.

    454-455

    12. Tawriya in Ibn Abi Jum’a’s fatwa
    AHMAD IBN ABI JUM’A AL-WAHRANI gest. 1511

    WENDE MEHRDEUTIGKEITEN (equivocation, tawriya) ODER ANDEUTUNGEN (allusions, alghaz) AN – EINE WEITERE ART DER RETTENDEN LIST ODER VERSTELLUNG – EINE WEITERE ECHT SUNNITISCHE FORM VON TAQIYYA

    If they force you to utter blasphemy, you should resort to equivocation (tawriya) and allusions (alghaz)116 if you are able.

    475-476

    13.  Conclusion

    Ibn Abi Jum’a’s fatwamay be interpreted as endorsing taqiyyadespite the fact that the term itself does not appear in the text. Taqiyya is an accepted principle in Sunni Islam that is discussed in fundamental sources in the fields of hadith, Qur’anic exegesis, law, and theology with which Ibn Abi Jum’a and other North African and Andalusian scholars would have been familiar. Some of these Sunni sources use the term taqiyya infrequently, treating the concept under the rubric of coercion (ikrah), and Ibn Abi Jum’a’s fatwa does this as well, but many other sources refer to taqiyya directly and explictly.

    479

    AL-GHAZALI HABE EMPFOHLEN

    al-Ghazali … stated in the book The Revivification: [ in seinem Hauptwerk Die Wiederbelebung des Glaubens ]

    ‘If a good person passes by you, and then an oppressor comes chasing him, asking about him in order to harm him, then tell him, “He went in that direction!”

    [ dann weise dem gottlosen Verfolger die entgegengesetzte Richtung, um dem Gottesfürchtigen die Flucht zu ermöglichen ]

    480

    Dissimulation in Sunni Islam and Morisco Taqiyya
    Devin Stewart

    http://al-qantara.revistas.csic.es/index.php/al-qantara/article/viewFile/310/300

  5. Carcinòl Says:

    Islamic HGM (i. e. MGM and FGM). Imam kann schariafromm Lügen zum weiteren Beschneiden, Beschneidungsforum fällt drauf rein, einer durchschaut`s:
    ::

    Pizarro73
    Mittwoch, 29. Oktober 2014, 14:21

    Imam Sidigullah Fadai: „Auch ein Nichtbeschnittener kann ein guter Moslem sein.“

    Imam Sidigullah Fadai, Dozent für Islamologie und Organisator von „MünchenKompetenz“, ein Programm zur Weiterbildung muslimischer Seelsorger

    http://www.gruene-muenchen.de/themen/dok…beschneidungen/

    Podcast bei Min 31:40:

    Frage aus dem Publikum: „Kann man ein guter Moslem sein ohne Beschneidung?“

    Antwort: „Es kann auch ein Nichtbeschnittener ein guter Moslem sein. Es ist keine Voraussetzung für ein Glaubensbekenntnis.“

    ::

    Edward
    Gestern, 23:50

    Taqiyya pur

    Nach der fiṭra wird jeder als Muslim geboren, und jetzt bitte genau die Einschränkung des Imam lesen. Du darfst das Glaubensbekenntnis auch unbeschnitten sprechen: „Es ist keine Voraussetzung für ein Glaubensbekenntnis“. Genau.

    Deinen Islam aber sollst du nicht nur bekennen, sondern leben. Anschließend also reden wir über die Praxis, das übst du Woche für Woche, du gibst dir Mühe und wir kontrollieren dein Handeln, irgendwann lebst endlich islamrechtlich einwandfrei (ḥalāl). Wenn du männlich bist und älter bis als 15 Jahre lebst du also … beschnitten.

    Für die Ausbreitung der einzig sittlich akzeptablen Lebensweise und Gesellschaftsform (für die Islamexpansion) darf, ja soll man lügen. Der Imam hat Taqiyya gemacht.

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=5061

  6. Carcinòl Says:

    Für die Beschneidungsdebatte grundlegend, bitte sichern:

    Edward
    Heute, 11:38

    Sidigullah Fadai ist kein Beschneidungsgegner

    #Pizarro73,

    in diesem Forum geht es um männliche Beschneidung (MGM) und in diesem Thread um Sidigullah Fadai.

    Fadai ist der gestellten Frage ‚geschmeidig‘ – bewusst unredlich – ausgewichen, hat (mündlich, das bräuchte man jedoch schriftlich mit theologischer Neuauslegung der entsprechenden, die Beschneidung bislang leider eindeutig fordernden Hadithe und Fatwas) den falschen Eindruck erweckt, dass die MGM islamisch nicht notwendig sei und danach nichts mehr gegen Beschneidung geschrieben oder getan.

    Wir sollten daher nicht glauben, Sidigullah Fadai spräche sich gegen MGM aus. Schau dir sein Wirken und Umfeld an: Es gibt keinen einzigen Sechzehnjährigen oder Achtzehnjährigen in Fadais Einflussbereich, der sinngemäß sagen kann: ‚Juhu, nur Dank Imam Fadais Einsatz gegen MGM bin ich genital intakt geblieben‚.

    Eine islamische Autorität beim ernst gemeinten Argumentieren gegen MGM (und schafiitische FGM) wäre etwas Begrüßenswertes. Du selbst hast dich, sicherlich gutgläubig und wohl allzu optimistisch, (im Thread zur Lage der Jungenbeschneidung in der Türkei) erst gestern auf den afghanischstämmigen Münchner Imam berufen, ich hingegen sagte, dass wir keine Erfolge feiern dürfen, wo keine sind.

    Es könnte doch beispielsweise in diesem Jahr 2015 der „Islamologe“ und Imamweiterbildner selbst etwas Unzweideutiges gegen § 1631d BGB schreiben, das ist schließlich der Paragraph, den wir kippen müssen.

    Da ist bislang leider nichts zu sehen.

    #Guy,

    Es macht keine Freude, von einem Imam belogen zu werden. Fadai aber wollte 2012 ebenso die Beschneidungspraxis weiterhin sichern wie – für den zu meisternden Augenblick – den lästigen Fragesteller ‚einwickeln‘, einlullen, mit einem nett klingenden Gesäusel zum Schweigen bringen. Es geht oft darum, ’sein Gesicht zu wahren‘, vgl. in diesen Jahren die indonesischen Kleriker und Politiker zur islamischen FGM. Nicht nur der ZMD und der gesamte KRM aber fordern die islamisch begründete MGM.

    Wir haben keine falschen Kompromisse einzugehen, sondern auf Nichtbeschneidung zu bestehen.

    Das Dulden von Zweideutigkeiten, das Verwässernlassen der eigenen Forderungen oder Höflichkeit um jeden Preis bedeuten leider das Weiterbeschneiden. In diesem Sinne: Ja zur Diskussion und Nein zum ‚Dialog‘, denn dialogisch herangehen, heißt grundsätzlich, einen Kompromiss aushandeln zu wollen.

    In Sachen der AEMR-basierten Grundrechte bin ich nicht kompromissbereit.

    Signatur von »Edward«
    „keine Beschneidung unter 18“

    ::
    ::

    Edward
    Heute, 12:13

    Bitte immer genau zwischen Islam und Muslim unterscheiden

    #Forenleitung,

    ich halte den § 1631d BGB für verfassungswidrig, rede vom Menschenrecht auf einen genital intakten Körper und verwende dabei die Kategorie Muslim bzw. Kategorie Nichtmuslim selbstverständlich bewusst nicht.

    Leitlinie meines Handelns ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR).

    Schwarze oder Weiße, Allochthone oder Autochthone, Nichtmuslime oder Muslime und Männer oder Frauen sind demnach jeweils gerade keine Kategorien oder ‚Sorten Mensch‘, die wir Beschneidungsgegner ängstlich unterscheiden müssten. Nicht der (sogenannte) Muslim, sondern der (nach wie vor die Beschneidung aller Jungen und schafiitisch aller Mädchen fordernde) Islam ist hier jedenfalls einstweilen das kinderrechtliche bzw. menschenrechtliche Problem.

    Zum menschenrechtspolitisch grundsätzlichen Nicht-Kategorisieren wusste Ali Atalan:

    Zitat
    Vielmehr mache sie [die Studie] klar, dass die Kategorie „Muslim“ nicht existiere … „Diese Republik ist weder christlich-jüdisch, noch muslimisch, aber auch nicht atheistisch – und das ist gut so.“

    https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_II/II.2/Suche/Landtag_Intern/Suchergebnisse_Landtag_Intern.jsp?w=native%28%27+%28+ID+ph+like+%27%27LI110501%27%27++%29%27%29&order=native%28%27ID%281%29%2FDescend+%27%29&view=detail

    Gegen eine private atheistische Haltung oder eben eine private Frömmigkeit oder Spiritualität habe ich nichts, wohl aber gegen die religiös (d. h. in der Türkei überwiegend islamisch) begründete genitale Mutilation der Erwachsenen an Minderjährigen.

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=5061

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: