152. Maududi

نظام اسلامی

niẓām islāmī,

Nizam İslâmi,

Ordnung (Staatsordnung) im Sinne des islām

Ḫuṭabāt. Grundlagen des Islam

»Khutabaat. Fundamentals of Islam« (1988) enthält als posthum angefertigte Textsammlung Auszüge aus Vorträgen des 1979 verstorbenen islamischen Theoretikers und pakistanischen Parteigründers al-Maudūdī (1). Gekürzt, aus dem Englischen übertragen und kommentiert von Jacques Auvergne

Pakistan 1941. Drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gründete ein 38jähriger, 1903 in Aurangabad (Maharashtra, Indien) geborener Journalist und Prediger eine religiöse Partei. Das geschah in Lahore (Provinz Punjab), der Aktivist war Sayyid Abū l-Aʿlā al-Maudūdī und seine missionarisch-elitäre Partei Jamaat-e-Islami (JI) besteht bis heute (2).

2002 trat die JI gemeinsam mit vier anderen islamistischen Parteien aus so unterschiedlichen Spektren wie Deobandi, Barelwi und Schiiten als Zweckgemeinschaft und Wahlbündnis namens Muttahida Majlis-e-Amal (MMA, Vereinigte Aktionsfront) zur Parlamentswahl an und stellt inzwischen in Pakistans Nordwestlicher Grenzprovinz (North-West Frontier Province, NWFP) die Regierung. Man vermutet 20 % der Pakistanis als Schiiten, die weltweit größte schiitische Gemeinschaft außerhalb des Iran. Die Hauptstadt der von 20 Millionen Einwohnern und zumeist von Paschtunen (Stichwort afghanische Burka) bewohnten Nordwestprovinz NWFP ist Peschawar, im westlichen Nachbarland Afghanistan tragen Pakistans Nordwestprovinz und die so genannten Stammesgebiete unter Bundesverwaltung (FATA) den Namen Paschtunistan oder Ostafghanistan. Im Februar 2009 wurde nach eineinhalbjährigem ǧihād der Ṭalibān gegen die pakistanische Armee, der die gezielte Zerstörung von Mädchenschulen zeitigte und die Flucht oder Vertreibung von Zehntausenden von Menschen, im NWFP-Distrikt Malakaland (Swat-Tal) die šarīʿa zur Gänze eingeführt (3), zwei Monate darauf im Distrikt Swat. In Swat Ehebruch nun mit Steinigung „islamrechtlich bewertet“ wird (4).

1997 hatte die mächtigste der islamischen Parteien Pakistans die Wahlen boykottiert, 2006 brachte sie, obwohl JI-Führer Qazi Hussain Ahmad von Pakistans Polizei angeblich zu seinem Schutz interniert worden war, in der Stadt Karachi 25.000 Menschen zu einer Demonstration gegen Gotteslästerung auf die Straße (5).

Frauen und Nichtmuslime sind in (Afghanistan und) Pakistan traditionell und praktisch so gut wie rechtlos, bereits seit 1986 gilt Blasphemie als Straftatbestand (Pakistanisches Strafgesetzbuch, Zusatz 295-C). Die Lage in Pakistan ist ebenso intransparent wie explosiv. Womöglich durch Terrorgruppen wie die Laschkar-e Taiba (sie wird mit den Angriffen auf Hotels, Krankenhäuser und Kultureinrichtungen im indischen Bombay am 26.-29.11.2008 in Verbindung gebracht) bereicherte rebellische traditionelle Stammesführer im Westen proben kleine und mittlere Sezessionskriege oder fordern und bekommen die šarīʿa. Präsident Musharraf wird auch in den Großstädten politisch von (noch) Radikaleren in die Enge getrieben. Und irgendwo stehen potentiell jederzeit hunderttausendfachen Tod bringende Atomraketen herum.

Bei einer derartigen Vielfalt und Dynamik an Brutalität, wie sie das Pakistan dieser Jahre bestimmt, der tödliche Anschlag auf Benazir Bhutto in Rawalpindi (Provinz Punjab) am 27.12.2007 wurde weltweit zum Sinnzeichen dieses Schreckens, könnte man den Parteigründer und islamischen Theoretiker al-Maudūdī leicht übersehen.

Das weltweit viel gelesene Werk »Khutabaat. Fundamentals of Islam« (Ḫuṭabāt. Grundlagen des Islam) wurde aus den Predigten des konsequenten islamischen Denkers sprich islamischen Staatstheoretikers erst nach dessen Tod zusammengestellt und erschien im Englischen im Jahre 1985 als »Let us be Muslims.«

Britischer Herausgeber war die in Leicester (‚lɛstə) ansässige Islamic Foundation, die gemeinsam mit der in derselben mittelenglischen Großstadt (290.000 Einwohner) niedergelassenen UK Islamic Mission, im Netz http://www.ukim.org, den britischen Zweig der JI darstellt. Als Übersetzer ins Englische betätigte sich Khurram Murad (1932-1996), mit dem der Deutsche Konvertit Ahmad von Denffer (www.muslimehelfen.org) zwischen 1978 und 1984 zusammenarbeitete. Der 1949 im niederrheinischen Mönchengladbach als Kind einer baltendeutschen Familie geborene Ahmad von Denffer veröffentlichte zwischen 1995 und 2005 zehn seiner religiösen Schriften beim der Muslimbruderschaft zuzurechnenden Islamischen Zentrum München.

Der Titel der neun Jahre nach dem Tod des „Meisters“ (Maulānā, türkisch Mevlana) herausgegebenen Textsammlung weist auf das Wort Chutba (ḫuṭba, Pl. ḫuṭabāt) hin, wie wir es aus dem Begriff für die islamische Freitagspredigt kennen. Im frühmittelalterlichen ersten Jahrhundert des politischen islām wurden in der solcherart verstandenen ḫuṭba auch die militärpolitischen Befehle ausgegeben. In späteren Jahrhunderten mögen, vorbehaltlich der menschenrechtswidrigen und „ewigen“ Grenzen der šarīʿa, moralisch orientierte Appelle nach Selbstvervollkommnung überwogen haben. Heutzutage werden auch Predigten für die Zeit des Freitagsgebetes geschrieben, die kluge Lebenshilfe enthalten, nach wie vor gilt allerdings auch in Deutschland der angeblich von Allah gewollte Schariavorbehalt.

Eher selten werden in Freitagspredigten alle Nichtmuslime als stinkende Nachkommen von Affen und Schweinen bezeichnet oder es wird im Jahre 2005 durch engagierte Muslime wie Herrn David Mitterhuber vom Multikulturhaus im bayerischen Neu-Ulm („Wenn keine Fremden dabei sind, predigt Mitterhuber den Dschihad. Das Töten und Sterben im Auftrag Allahs“) zum soziopolitischen Saubermachen aufgerufen (6). Zwei Jahre später ist Mitterhuber immer noch politreligiös aktiv als Leiter des Islamischen Informationszentrums (IIZ). Im Umfeld des IIZ warb man Kämpfer nach Tschetschenien und lässt sich in pakistanischen paramilitärischen Trainingslagern zu einem Soldaten Allahs ausbilden, während an der süddeutschen innenstädtischen Schaufensterscheibe der Aufkleber „Islam heißt Frieden“ prangt (7). Ein bemerkenswertes Friedensverständnis ist es allemal.

Nach al-Maudūdī muss der politischen Macht Allahgottes nicht nur als Gesetzgeber (Souverän) jedes Gemeinwesens, sondern auch als Herrscher durch jeden muslim zum Durchbruch verholfen werden, jede andere Staatsform (islamische Lebensweise) sei Verrat an der Tugend und Beförderung der Wirkmacht des Teufels. Demokratie ist für radikale Muslime eine „Ungerechtigkeit“. General Ḍiyāʾ ul-Ḥaqq (Zia ul-Hakk), Pakistans Regierungschef zwischen 1977 und 1988, genoss das Wohlwollen des Theokraten al-Maudūdī.

Zwei Jahre vor der Islamischen Revolution im Iran (1979) implementierte Putschist Ḍiyāʾ ul-Ḥaqq die vollumfängliche šarīʿa (dem Dieb die Hand religiös abhacken und andere ḥadd-Strafen) und sprach vom islamischen »System« (nizam). Das beispielsweise ins Türkische eingegangene Wort Nizam bedeutet Staatsordnung oder Gesellschaftsvertrag (an-niẓām) und wird weltweit islamisch-revolutionär verstanden, letztlich ist bereits die frühmittelalterliche Staatsgründung von Medina die erste Islamische Revolution. Die 1971 gegründete und nach dem Militärputsch bereits im Folgejahr verbotene erste Partei der nationalistisch-radikalislamischen türkischen Millî-Görüş-Bewegung nannte sich Milli Nizam Partisi (MNP).

Der pakistanische niẓām islāmī (nizam islami) wird in aller Welt in antidemokratischen islamischen Kreisen bewundert. Nach „Meister“ al-Maudūdī reicht es aber nicht, zu bewundern und sei das Nichthandeln gotteslästerlich. Islamisches Tun nämlich sei nichts anderes als der allumfassend betriebene Aufbau der „Herrschaft Gottes“ (ḥakimiyyat allāh), die Parteigänger Allahs müssten zur revolutionären Kraft werden und der Gottheit den Weg zur irdischen Macht und Übernahme der Staatsführung ebnen. Die künftigen, aus konsequent islamischer Sicht einzig legitimen Herrscher sind Stellvertreter (Ḫulafāʾ, Kalifen, Sg. Ḫalīfa) der heilsverweigernden oder heilsgewährenden Gottheit. Sayyid Abū l-Aʿlā al-Maudūdī spricht, Monarchie beziehungsweise Autokratie zurückzuweisend, zunächst überraschend vom „demokratischen Kalifat.“

In Allahs Demokratie wird der qurʾān zur Verfassung, muslimische Frauen haben kein passives und nichtmuslimische Bürger gar kein Wahlrecht. Solange die im Buch „ḫuṭabat. Grundlagen des Islam“ (»Khutabat. Fundamentals of Islam«) und in den anderen Schriften von „Meister Maududi“ dargelegten, mit Koran und Hadithen völlig verträglichen Forderungen nach der radikalen Politikwerdung des Allahkultes in vielen islamischen Milieus und auch in Europa hohes Ansehen genießen, verdienen sie auch unsere Betrachtung.

Hören wir auf die in den »ḫuṭabat (Khutabat. Fundamentals of Islam)« niedergelegten Worte des Sayyid Abū l-Aʿlā al-Maudūdī:

Liebe Glaubensgeschwister, ihr seid davon überzeugt, dass sich Muslime und kuffār voneinander unterscheiden, ihr glaubt, das Allāh nicht die kuffār liebt, sondern die Muslime und dass Allāh am Weltende den Muslimen verzeihen wird und den kuffār nicht. Weiter seid ihr euch ganz sicher, dass die Muslime in die ǧanna, das islamische Paradies gelangen werden, jeder kāfir aber in die ǧahannam, die islamische Hölle hinabgeworfen wird. … Warum macht Allāh diese Unterschiede, wo doch der kāfir ebenso zwei Augen und Ohren hat wie ihr, die gleiche Luft atmet und das gleiche Wasser trinkt? Warum diese Rangerniedrigung für die kuffār, warum euer Verbleib im Himmel und ihr Verbleib in der Hölle? … al-islām ist die Unterwerfung unter Allāh, al-kufr ist der Ungehorsam gegenüber Allāh. Beide, der muslīm und der kāfir sind menschliche Wesen, doch den einen hat Allāh erhöht, weil er die Befehle Allahs erkennt und befolgt, der andere jedoch hat sich als Gottesleugner und Gehorsamsverweigerer selbst erniedrigt.

Die Dressur auf das „Erkennen der Befehle“ beginnt im Kindesalter. Der das Territorium, den Körper und die Körperlichkeit schachbrettartig in paradieskonforme und potentiell teuflische Zonen zerlegende Polit-Kult islām gibt vielfältige, sklavisch genau zu befolgende Reinigungsbefehle aus. Die „Kleine Unreinheit“, verursacht durch Schlaf, Bewusstlosigkeit, Ausscheidung verschiedener Körpersubstanzen, beim wesensgemäß reineren Mann jedoch auch durch das Berühren der Haut einer mit ihm nicht nahe verwandten Frau muss durch die „Kleine Waschung“ (arab. wudūʾ, pers. ābdast) von Gesicht, Händen und Unterarmen sowie das feuchte Abwischen von Haaren und Füßen beseitigt werden, sonst knistern die Höllenflammen.

„Große Unreinheit“ folgt im politischen islamischen Körperkult beim männlichen Samenerguss, der weiblichen Menstruation sowie innerhalb von vierzig Tagen nach der Niederkunft. Sie kann nur durch ġusl (Ghusl), Ganzkörperwaschung beseitigt werden, andernfalls drohen soziale Ächtung und verschlossene Paradiestore. Es spricht al-Maudūdī:

In zweierlei Hinsicht unterscheiden sich also muslim und kāfir, im Glaubenswissen und im Handeln, in Verstand und Tat. Zuerst muss man nämlich wissen, wer der Herr ist, wie die Befehle des Herren lauten und wie diese Vorgaben umzusetzen sind, welche Taten Allahs Wohlgefallen erzeugen und welche nicht. Dann aber geht es darum, in der Erkenntnis dessen, was Allāh fordert, sich seiner eigenen Forderungen zu entäußern: die Wünsche Allahs sind zu erfüllen, die eigenen Wünsche sind nachrangig.

Wenn immer ihr etwas für gut bewertet, Allāh aber sagt, dass es schlecht ist, müsst ihr es so betrachten, wie euer Herr es sagt. Und wenn ihr glaubt, eine Handlung sei gefährlich oder schädlich, Allāh sie euch jedoch befiehlt, dann habt ihr sie auszuführen, und wenn es euren Besitz oder euer Leben kosten sollte. Was Gott euch verbietet, dürft ihr also nicht tun, und wenn es euch den Reichtum der ganzen Welt gewähren würde. So dienen Muslime ihrem Herrn, dafür werden sie einst belohnt werden, und das ist das Wissen, das die kuffār nicht besitzen und der Mangel, für den sie als Ungehorsame aufgeschrieben werden und Gottes Heils beraubt werden. Jetzt aber sagt es ehrlich: Seid ihr den kuffār wirklich sittlich überlegen, wenn ihr euch zwar Muslime nennt, euch aber heute so verhaltet wie die Ungläubigen?

Einfach gesagt: wie kann ein muslim einem kāfir überlegen sein, wenn er sich genau so verhält wie der Unwissende? Wir müssen über diese Frage ernsthaft nachdenken. Sicherlich, wir wissen, anders als die kuffār, dass der qurʾān Gottes Buch ist. Doch wir gehen trotzdem mit dem qurʾān so um wie die Ungläubigen. Obwohl wir wissen, dass Muḥammad der Prophet Allahs ist, verweigern wir ihm, einem Ungläubigen gleich, doch den Gehorsam. Wir wissen, dass Allāh die Lügner verflucht und ihnen die Hölle zur Wohnung gegeben hat und dass Er als diejenigen als die größten Sünder bezeichnet, die für Zinsen leihen und den Zins annehmen. Uns ist bewusst, dass Er Unmoral und Pornographie grausam bestrafen wird, und doch gehen wird diesem Frevel ebenso nach wie die Ungläubigen, wie diejenigen, die keine Angst vor Gottes Zorn haben.

Warum sind die Muslime heutzutage erniedrigt?

Der Entwicklungsstand moralischer Reife zweier beliebiger Sandkastenbengel. Beide zeigen völlig ernst aufeinander „Der da hat angefangen!“ Sind radikale Muslime Sandkastenbengel? Wie gut, dass es Israel gibt: „ … hat angefangen!“ Liebe Araber, so wird das nie was mit dem Anschluss an den Weltstandard der Technologie und Zivilisation.

Trotz der so großen Zahl an Muslimen und muslimischen Regierungen ist die Welt in der Hand derjenigen, die sich gegen Allāh aufgelehnt haben. Sie haben euch in ihrer Gewalt und steuern euch, wohin sie wollen. Eure Ehre wird mit Füßen getreten. Eine solche Lage sollte eigentlich ebenso unmöglich sein, wie ein Gegenstand gleichzeitig schwarz und weiß sein kann. Wie konnte der gottgeliebte muslim derart in Ungnade fallen, ist Gott (Allāh vergib mir!) so ungerecht, dass er euch trotz Pflichterfüllung derartig bestraft?

Wenn es zu eurem Glauben gehört, zu wissen, dass Gott niemals ungerecht ist, werdet ihr zugeben müssen, dass irgendetwas mit eurem Anspruch nicht stimmen kann, Muslime zu sein. Mögt ihr auch in euren Papieren als Muslime geführt werden, Allāh besitzt seine beiden eigenen Listen mit den Namen seiner gehorsamen und ungehorsamen Knechte.

Allahs Worte sind nicht etwa gekommen, um euch Unglück und Elend zu bescheren, nein, der qurʾān ist Quelle von Glück und Erfolg. Die Kinder Israels, die Juden verhielten sich falsch in Bezug auf die ihrer Verantwortung überlassenen Schriften. In Sure 2:61 spricht Allāh: „Schande und Erniedrigung bedeckte sie, Allahs Zorn kam über sie, weil sie die Zeichen Allahs zurückwiesen …, weil sie Widerspenstigkeit und Frevel begingen.“ Wenn also ein Volk der Buchbesitzer Demütigung und Erniedrigung erfährt, dann nur deshalb, weil es Allahs Wort gegenüber ungerecht war. Es gibt keinen anderen Weg, sich vor der Wut Gottes zu retten, als dem qurʾān seinen wahren Wert einzuräumen.

Ihr habt nicht das Recht zu sagen: ‚Das ist meine Meinung‘ oder ‚Das ist bei uns so Brauch‘ oder ‚Diese oder jene Autorität verlangt das von mir‘, all das wäre nichts als Vorwand. Alles müsst ihr im Lichte von al-qurʾān und as-sunna bewerten. Was für ein ungehöriger Widerspruch wäre es, sich muslim zu nennen, aber irgendeiner eigenen oder gesellschaftlichen Meinung den Vorzug gegenüber den Worten von Koran und Sunna zu geben. Sure 5:44 erhellt es: „Wer sich nicht an das hält, was Allāh hinabgesandt hat, das sind die Ungläubigen.“

Wer das Glaubensbekenntnis spricht, verwandelt sich ganz und gar. Aus einem kāfir wird ein muslim: vorher war er unrein, nun ist er rein, gestern missfiel er Allāh, ab heute strebt er, von Ihm geliebt zu werden, in der Vergangenheit war ihm die Hölle bestimmt, jetzt steht ihm die Türe zum Paradies offen. Aber das bloße Aussprechen der kalima mit ihren sechs oder sieben Worten ist es nicht, was einen kāfir zu einem muslim macht, einen unreinen Leib und eine verdammte Seele zu einem reinen Körper und einer gottgeliebten Seele. Ihr müsst die Worte der kalima wirklich erfassen, eure Herzen verwandeln lassen und euer ganzes Leben verändern. Nur dann werdet ihr Muslime werden.

Der Titel »Let us BE Muslims« (Hervorhebung Auvergne) wird hier erkennbar als aufrüttelnder Appell, auch zum aufrüttelnden Vorwurf: ‚Wir müssen Muslime SEIN, das ist unsere einzige Chance, vielleicht die letzte.‘

Die kalima ṭayyiba ist das wahre Wort, jedes Ding im Weltganzen ist dafür Zeuge, Mensch, Tier, Baum, Stein oder Sand, reißender Fluss oder glänzende Sonne. Das Weltall ist von Allāh geschaffen, Er allein ist sein Herrscher. Wann immer ihr euch vor Ihm verneigt, begeht ihr nichts anderes als das, was alle Dinge ihrem Wesen gemäß tun: Den Einklang mit Gott bekennen. Alle Kräfte der Natur befördern denjenigen, der an die kalima ṭayyiba glaubt. Wer der kalima ṭayyiba Folge leistet, gleicht dem stolzen Baum mit seinen tiefen Wurzeln und hohem Gezweig, der reiche Frucht hervorbringt.

Ganz im Gegensatz dazu steht die kalima ḫabiṯa (Kalima Khabitha), die behauptet, es gebe keinen Gott oder es gebe neben Allāh ein anderes Wesen göttlicher macht. Was für eine verlogene und leere Behauptung ist das doch! Wie kann jemand, der eine derartig widernatürliche Meinung vertritt, im Diesseits oder Jenseits erfolgreich sein? Allāh hat ihm eine Frist gewährt, eine Zeitlang darf er aus den Energien der Natur zehren. Wer dem falschen Wort, der kalima ḫabiṯa anhängt, gleicht dem bitteren Unkraut mit seinen schwachen Wurzeln und seiner Schädlichkeit.

Kalima ḫabiṯa (Kalima Khabitha) bedeutet widerliches, bösartiges Wort oder Wort der Heimtücke. Die Vokabel ḫabiṯa hat auch nach dem Tode des islamischen Theoretikers ihre radikale Verwendung gefunden. Wie das Combating Terrorism Center, U.S. Military Academy (Militant Ideology Atlas, 192, 195) berichtet, bezeichnet Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī („Abu Muhammad al-Maqdisi“) ganze Nationen als „dawla khabitha (al-dawla al-khabitha)“ Staatswesen der Verworfenheit, Nationen des Übels (8). Der Bärtige im oberen Bild ist al-Maqdisī (9). Zurück zu al-Maudūdī:

Ein Irrweg ist es, anderen Menschen anstatt Allāh zu gehorchen. Wir dürfen den uns fortschrittlich und modern erscheinenden Völkern nicht folgen, denn Allāh stellt in Sure 6:116 klar: „Und wenn du der Mehrheit der Menschen folgst, wirst du von Allahs Weg hinweggeführt werden.“

Ihr mögt die heidnischen Tempel der Götzenanbetung aus Stein oder Mörtel zerstört haben, doch habt ihr die Tempel in euren Herzen übersehen. Diese Götzen zu zerstören ist jedoch Voraussetzung, um ein muslim zu werden. Ich bin sicher: was immer ihr in dieser Welt zu erleiden habt, ist das Resultat aus dem soeben beschriebenen Dienst an den Götzen.

Es dürfte für einen Fundamentalisten von verführerischer Konsequenz sein, ein äußeres Heidentum durch ein inneres zu ergänzen und Außenwelt wie Innenwelt gleichermaßen vom dämonischen Schmutz zu reinigen, beiderlei Heidentum zu vernichten. Das Bild von den herzlichen Bauwerken gibt es auch sehr konstruktiv, ganz ohne Abbruchwerkzeug: „Errichtet den Staat Gottes in eurem Herzen, so wird er bald auf eurem Territorium entstehen“ (uphold Islam in your heart, and it will grow strong within your society), wie der 1972 geborene, viersprachige Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad (Mein Abschied vom Himmel. Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland, Köln 2009, 200) den ägyptischen Richter und Scheich Ḥasan al-Huḍaibī zitiert. Scheich al-Huḍaibī war zwischen 1950 und 1973 der zweite „General Guide“ (Generallenker, Führer) der Muslimbruderschaft.

Zweierlei Muslime?

Es gibt die halbherzigen Muslime. Halbherzigkeit reicht nicht aus, um ein muslim zu sein. Den gottesdienstlichen Ritualen beizuwohnen oder die Perlen seiner Gebetskette durch die Finger gleiten zu lassen ist die täuschende Oberfläche, die äußerliche Frömmigkeit, das macht einen kāfir nicht zu einem muslim. Die oberflächlichen Menschen lieben etwas um sich selbst willen oder um ihres Volkes willen, nicht aber um Allahs willen. Solche Menschen mögen Institutionen kultureller, pädagogischer oder politischer Art begründet haben, ihre Einrichtungen werden zwar islamisch erscheinen, doch niemals islamisch sein.

Es gibt die echten Muslime, die alles Tun unter den Willen Allahs stellen. Gottes Rechtleitung bestimmt ihre Gedanken und Gefühle, ihre Arbeit und Sexualität, ihre Liebe und ihren Hass vollkommen und kompromisslos. All ihre Gemeinschaft und jedes ihrer Gemeinwesen bestehen nur um des islām willen.

Din und Scharia

Aš-šarīʿa (Scharia) bedeutet Weg oder Pfad, ad-dīn (Din) bedeutet Religion. Der Eintritt in den dīn ist die Anerkenntnis der Herrschaft Allahs, seines Gesandten und seiner Bücher, die Art und Weise aber, in der man heute gottgefällig zu leben hat, ist die šarīʿa. Die šarīʿa lehrt uns, wie wir Allāh anzubeten haben und ihm gehorchen sollen, wie wir Körper und Herz reinigen müssen. Kurz gesagt, die šarīʿa lehrt uns, wie wir unser gesamtes Leben führen müssen. Der dīn ist die ureigene Religion von allen Propheten, von Noah, Abraham, Jesus und Moses, die šarīʿa hingegen ist die von Allāh gestiftete und durch Muḥammad bekannt gewordene Orthopraxie.

Ibada

Al-ʿibāda gehört zum Wort für Diener oder Knecht, ʿAbd. Die ʿibāda ist die Gottesdienerschaft oder Gottesknechtschaft. Lebenslanger treuer Gehorsam und völlige Dienstbereitschaft in jedem Augenblick ist die Pflicht eines ʿabdallāh, eines jeden muslim. Das ist ʿibāda. Wer jedoch für seine dienende Arbeit zwar bezahlt wird, ohne aber die Anweisungen seines Herrn umzusetzen, wird nicht Diener genannt werden können, sondern untreu, widerspenstig. Allāh weist uns genau darauf hin: „Ich habe die Menschen nur erschaffen, damit sie mir dienen.“

Wer die Pflichten, die ihm die Menschen gegeben haben, über die Pflichten stellt, die Allāh ihm aufgetragen hat, weiß nichts von der wahren Bedeutung der ʿibāda. Mit gefalteten Händen sich in Gebetsrichtung, zur qibla hin auszurichten, sich mit der Stirn auf die Erde niederwerfen, einige rituell vorgeschrieben Worte zu sprechen oder im ramaḍān bis zum Sonnenuntergang zu hungern und zu dursten, das ist nicht ʿibāda, sondern Äußerlichkeit. Ihr müsst das ganze Leben hindurch ʿibāda ausüben, jede eurer Handlungen muss mit Allahs Gesetz in Einklang stehen. Bei jedem Schritt müsst ihr darauf achten, was ḥalāl, was erlaubt und was ḥarām, was verboten ist. Was ist hier und heute zu vermeiden, was erregt jetzt Gottes Missfallen? Das ist ʿibāda, Gottesknechtschaft, dann und nur dann ist sogar euer Weg zu eurer Familie Gottesdienst, dann ist es Dienst an Gott, wenn ihr eure Kinder küsst.

Heute, genau drei Jahrzehnte nach dem Tod des al-Maudūdī definiert die Seite http://www.al-muwahidun.com die Ibada als „sich verneigen, gehorchen, seine Kleinheit akzeptieren“ und führt zur Gottesdienerschaft aus: „[einerseits] etwas, was die Scharia befiehlt, selbst wenn es [widersprüchlich] zum Brauch oder zum Verstand ist … [andererseits] die Wahrheit sagen, … Güte zu den Eltern, die Verwandtschaftsbande nicht zu zerreißen, Treue zu den Verträgen, das Gute befehlen, das Schlechte verbieten, gegen die Kuffar und Munafiqun Dschihad zu machen (10).“

Die deutschsprachige Seite verlinkt zu in jugoslawischer Sprache gehaltenen und Bosnien aktiven Netzwerken wie der wahhabitisch anmutenden http://www.imamitewhida.com oder zur möglicherweise dschihadistisch motivierten //monoteizem.com/ und http://www.suza-za-tewhidom.com (11). Die Letztgenannte verlinkt zur sich auf Ibn Taymiyya berufenden, arabischsprachigen und womöglich den islamischen Terrorismus billigenden Seite http://www.ansaaraltawheed.com. Den Bestandteil „Unterstützer des Eingottglaubens“ (ansar al-tawhid) führen Terrorgruppen im Sudan (12) und Irak (13) im Namen. Für Frauen hält das nähere Umfeld die deutsche Seite //ukhti.net bereit. Werbefeldzug und Feldzug für das Kalifat ist das Letzte, was das zerfallene Jugoslawien braucht, hoffentlich geht in Bosnien oder auch in Deutschland niemand diesen Radikalen auf den Leim, die in Nigeria oder Pakistan Entführer, Attentäter und Kindersoldaten ausbilden.

Zum Suchbegriff „ukhti net“ bietet uns YouTube, sicherlich wenig zufällig, Erbauungsvideos an mit rechtleitenden Titeln wie: „Demokratie ist Kufr. Die Gesetzgebung obliegt einzig und allein Allah“ (14) und „Demokratische Wahlen sind Schirk. Muslime hütet euch“ (15). Diese zwei Wahlsprüche postmoderner „Aussteiger“, dieser Betreiber einer nach dem 1.400 Jahre alten Vorbild des Propheten reinszenierten Auswanderung (hiǧra) aus der Demokratie führen uns zurück zur Logik und Islamkonsequenz eines al-Maudūdī:

Adhan. Der Ruf zur Versammlung

Der aḏān (Adhan) ruft die Muslime zum Gebet, aufmerksam strömen sie zum Mittelpunkt. Das erzieht sie zur Disziplin, wie sie beispielsweise auch beim Militär unverzichtbar ist, wenn die Signaltrompete die Soldaten zum Kommandeur ruft. Nur mit dem gemeinsamen Befehl können Soldaten erfolgreich kämpfen. Als Muslime sind wir eine echte Armee, die Armee Gottes, doch unser Kampf ist viel härter als der einer gewöhnlichen Truppe. Die Armee der Muslime ist im permanenten Kriegszustand mit den Mächten des Bösen in sich selbst und in der Welt.

Imam

Dem imām (Imam) ist absolute Folge zu leisten, jede seiner Gebetshaltungen ist genau nachzuahmen. Sollte er einen Fehler machen, wird er höflich in der dafür vorgesehenen Weise darauf aufmerksam gemacht: „subḥān allāh“, nur Gott ist fehlerlos, das Gebet wird wiederholt, ohne dass der imām etwas von seinem Ansehen verliert. Sollte der imām jedoch wissentlich einen Fehler begehen, wissentlich den qurʾān falsch interpretieren oder predigend Worte des širk (Schirk), der Beigesellung oder des kufr, des Unglaubens von sich geben, müssen die Betenden aufstehen, das Gebet abbrechen und die Versammlung verlassen. So wie es sich mit der Gehorsamspflicht des muslim gegenüber seinem imām verhält, so verhält es sich mit derjenigen des Staatsbürgers zum Staatspräsidenten.

Az-zakāt (zakāh)

Der qurʾān (9:60) bestimmt, das es acht Empfängerkreise der geheiligten Abgabezahlung der zakāt (zakāh) gibt, zu denen die Gruppe der »muʿallafatu l-qulūb« zählt, das bedeutet wörtlich: diejenigen, deren Herz für den islām gewonnen werden soll. Das mögen auch zum islām konvertierte Menschen sein, denen es gilt, die soziale Seite der wahren Religion spürbar werden zu lassen. Das dürfen aber auch diejenigen sein, die davon abgehalten werden müssen, gegen den islām zu arbeiten. Eine weitere Gruppe sind die »fī s-sabīli llāh«, diejenigen, die sich auf dem Wege Allahs befinden, die Streiter Gottes. Das sind diejenigen, die Gottes Herrschaft überall auf der Welt zum ihrem Recht verhelfen wollen. Der Prophet Muḥammad sagte einst, dass eine wohlhabende Person nur aus einem einzigen Grund zakāh annehmen dürfe, nämlich für den ǧiḥād.

Herz heißt auf Arabisch al-qalb, Mehrzahl al-qulūb. Geheiligtes Bestechungsgeld. Ist zu befürchten, dass Europas „ungläubige“ Funktionäre aus Politik, Pädagogik und Kirche finanzielle islamische Aufmerksamkeiten erhalten und entgegennehmen werden, von Flugreisen an den Golf über Moscheebaufinanzierung bis zur Bücherspende an öffentliche Bibliotheken, nachdem die jeweiligen Verwalter den »muʿallafatu l-qulūb« zugerechnet worden waren? Daneben also sind die Neo-Muslime berechtigte Empfänger der Ritualabgabe: Konvertieren und reich werden, ein attraktiver Anreiz schafft zufriedene Gesichter. Hochinteressant ist auch die koranisch gebotene, mit finanzieller Zuwendung zu regelnde Verhinderung von Islamgegnerschaft und sicherlich auch bereits von Islamkritik. Nicht zuletzt bekommt auch der Gotteskrieger, der Dschihadist seinen Teil von der zakāh (zakāt). An der Nähe zu einem militärisch gemeinten Begriff des ǧiḥād kann wenig Zweifel bestehen.

Die religiöse Sozialabgabe dient also den bereitwilligen Arbeitern des bedarfsweise tötenden ǧiḥād (Dschihad). In Pakistan haben im Herbst 2009 lokale Geistliche Rechtsgutachten, Fatwas herausgegeben, in denen die Angehörigen der Aḥmadiyya als »Wajibul Qatl« bezeichnet werden, als zu tötende Wesen (16). Der dem schariarechtlichen al-aḥkām al-ḫamsa, dem fünfstufigen Bewertungssystem entstammende Terminus, hier untertreibt punjabnewsline, bewertet die Tötung eines jeden Aḥmadī in Asad-Kaschmir (17) islamrechtlich (islamisch) nicht nur als empfohlen (mandūb, mustaḥabb), sondern als verpflichtend (wāǧib, farḍ). Der Wortstamm q-t-l, (Substantiv qatl; qutl; Imperativ qital; Verbform III qātala) bedeutet allgemein „kämpfen, töten“ und soll im Heiligen Buch (al-qur&’703;ān) der Muslime 187 mal vorkommen, davon 25 mal als Imperativ: „Kämpft, tötet!“ Das gegen die Sekte der Ahmadis verwendete »wāǧib ul-qatl (wajibul-qatl)« lässt sich als „geheiligte Vernichtung“ oder „islamischer Pflichtmord“ wiedergeben. Zurück zu Sayyid Abū l-Aʿlā al-Maudūdī:

Ḥaǧǧ. Das Steinigen der Säulen (ramī ǧimar; ramī al-ǧamarāt). In der Morgendämmerung marschieren die Pilger nach Mina zurück und werfen kleine Steine auf die Säulen. Jeder einzelne Soldat der Sache Allahs spricht: [Ich werfe diese Steine] gegen den Teufel und seine Parteigenossen. Ich bin Zeuge für die Wahrheit des qurʾān.“ Er bekennt damit: „O Allāh! Ich werde jeden angreifen, der sich aufmacht, deine Religion anzugreifen und dein Wort zu unterdrücken, ich werde dafür kämpfen, dass dein Wort herrscht.“ Nach dem die Steine geworfen worden sind, werden Opfertiere dargebracht. Dieses Opfer ist ein Zeichen für die Intention und Entschlossenheit, das Leben auf dem Wege Allahs hinzugeben, wann immer es nötig ist.

Bis 2004 hatten drei Säulen den Teufel dargestellt, seitdem sind sie aus Sicherheitsgründen durch eine Steinwand ersetzt worden (18). In der Pilgerpraxis der aus aller Welt Angereisten ist in diesen Minuten oftmals viel Wut freigesetzt worden, gelegentlich ist es zu hektischen Tumulten, kollektiven Panikattacken und daraus resultierend zu Verletzungen gekommen.

Im ḥaǧǧ zeigt sich der islām als eine Friedensbewegung, wird die Stadt Mekka zu einem Zentrum der Gleichheit vor Gott. Das Treffen von Menschen aller Nationen in Ehrlichkeit und Liebe [wie es die jährliche große Pilgerfahrt nach Mekka darstellt] ist ein Segen für die Menschheit. Konnte irgendjemand ein besseres System entwickeln um den Weltfrieden herbeizuführen als den ḥaǧǧ? Alle Worte sind unzureichend, die Vorzüge des ḥaǧǧ wiederzugeben. Hier sind die Rechte aller Menschen gleich.

So ein Unsinn. Frauen unterliegen der geheiligten Entrechtung und Ungläubige müssen leider draußen bleiben, damit der künftigen Hölle das Brennmaterial nicht ausgeht. Die Autobahnschilder der sakralen Apartheid sagen der islamgerecht zu spaltenden Menschheit, wo die Reise hin geht: »Muslims only«. Der Weg zum Paradies, hier entlang, auf der gerade gebahnten Straße bleiben bitte. »Obligatory for non muslims«, Ungläubige bitte hier abbiegen (19). Man vergleiche das schariatische Mehrklassensystem mit der Beschilderung im öffentlichen Raum Südafrikas der Jahre 1948-1994 (20).

Auch Deutschland Badeanstalten betreffend ist segregiertes Muslimschwimmen doch sicherlich zu verhindern. Wie der Drogenabhängige nach dem Rauschgift lechzt, schaffen Deutschlands radikale Muslime sich den Bedarf nach Schwimmen in gereinigter (dhimmifreier) Zone, wie eine Diskussion unter Türkeistämmigen veranschaulicht, die etwas fehlerhafte Schreibweise wurde belassen: Kisakürek: „wisst ihr wo man als Muslim schwimmen gehen kann“, Enzar: „sag bescheid wenn du es gefunden hast diesen ort wo mann oder frau als muslime schwimmen kann. wir suchen auch aber vergeblich“, sisterE: „wird wohl schwierig sein in unmittelbarer nähe so einen ort zu finden. deswegen ist es auch wichtig dass sich muslime zusammenschliessen und solche möglichkeiten organisieren: man redet mit dem hallenbad vor ort … vielleicht bringt es auch was bei der stadt (sportamt) nachzufragen (21).“ Bemerkenswert der gewählte Nickname Kisakürek, der auf Necip Fazıl Kısakürek hinweisen dürfte (22), den Ideengeber für die »İBDA-C, Front der Vorkämpfer für den Großen Islamischen Osten« (23). Die dschihadistische İBDA-C (İslami Büyük Doğu Akıncılar Cephesi) kämpft für die Errichtung eines Kalifats Türkei mit Islamischem Rechtssystem. Symptomatisch kann sich das Mitfiebern für das antidemokratische Gedankengut der İBDA-C offensichtlich darin zeigen, getrenntes Muslimschwimmen in deutschen Hallenbädern zu wünschen.

Doch scheint etwas falsch zu laufen mit dem ḥaǧǧ, denn obwohl jährlich Tausende nach Mekka wallfahrten, verändert er ihr Leben nicht. Sie leben nach der Pilgerreise genau sehr oder so wenig moralisch wie vorher. Das befleckt den islām. Wir müssen den ḥaǧǧ wieder so durchführen, wie er beabsichtigt ist, damit sich Jahr für Jahr tausende von Muslimen verändern und die Botschaft des islām in alle Weltgegenden tragen. Heutzutage sieht es leider noch anders aus und ist Mekka kein lebendes Beispiel für wahre Religion. Makler und raffgierige Händler missbrauchen das Zentrum des Pilgerns für ihre Zwecke, ja selbst die saudi-arabische Regierung ist in dieser zutiefst unislamischen, auf persönlichen finanziellen Gewinn bedachten ḥaǧǧ-Industrie verstrickt. Ich möchte niemanden tadeln, aber auch hier müssen wir uns alle sehr verändern.

Die Rolle des ǧiḥād

Gebet, Armensteuer und Pilgerfahrt sind nicht wie die Gottesdienste anderer Religionen, beispielsweise besteht ihr Zweck nicht darin, Allāh durch äußerliches rituelles Handeln zufrieden zu stellen. Denn dem islām geht es um etwas ganz anderes, und das zu wissen ist unverzichtbar, wenn es darum geht, zu sagen, was das eigentliche Ziel eines Lebens als muslim ist. Dem islām geht es darum, die Herrschaft der Menschen über die Menschen zu beenden und die Menschheit unter die Herrschaft Allahs zu stellen. Der Kampf auf diesem Wege unter Einsatz aller finanzieller Möglichkeiten, aller Kraft und sogar unter Einsatz des eigenen Lebens heißt ǧiḥād. Doch ihr habt dieses Ziel bereits seit langer Zeit vergessen, weshalb ich hier etwas deutlicher werden muss.

Die Ursache für alles Elend der Welt liegt in korrupter menschlicher Herrschaft. Von Menschen ersonnene Regierungen verwalten Bodenschätze und Kapital, Polizei und Militär, alles Schlechte in der Gesellschaft geht auf diese Form gottvergessener Staatsgewalt zurück. Man duldet Unmoral und Korruption, Glücksspiel und Prostitution, obwohl man die Macht hätte, derlei Frevel zu beenden. Ja, der moralische Verfall und die Enthemmung nehmen sogar noch zu, Kriege und Verbrechen prägen den Planeten in einem menschheitsgeschichtlich noch nie bekannten Ausmaß. Die niederträchtigsten Kinder Adams haben die Führung über die Völker ergriffen und lenken sie nach ihren Wünschen. Weltweit herrschen Ausbeutung und Unterdrückung, den Schwachen wird Gerechtigkeit vorenthalten. Solange der Schlüssel der Macht nicht in Allahs Händen ist, wird die Gesellschaft nicht glücklich funktionieren können.

Was wir sehen, ist sozusagen naturgesetzlich: Sobald ein selbstsüchtiger Mensch, einer, der sich nicht völlig auf das Jenseits ausrichtet, an den Hebeln der Macht sitzt, verwandelt er sich in einen Unterdrücker, Diktator und Übeltäter.

Um Glück und Wohlstand für alle zugänglich zu machen, müssen wir die Gesellschaft von allen Elementen reinigen, die eine Auflehnung gegen die Gesetze Allahs bedeuten. Kein Mensch also darf über einen anderen Menschen herrschen, und damit liegt die einzige Lösung für die Misere auf der Hand: Nur Gottes Oberherrschaft über die Menschen führt die gerechte Gesellschaftsordnung herbei.

Lediglich an Allāh zu glauben und Allahs Gesetz anzuerkennen ist nicht genug. Nein, ihr seid hier und heute zu der heiligen Aufgabe verpflichtet, die Regierungsform falscher Grundlage zu beenden, die Herrschaft derjenigen zu beenden, die nicht aus völliger Gottesfurcht handeln. Auch ist es eure Pflicht, den aufrichtigen Gottesdienern den Weg in die politischen Führungspositionen zu ebnen. Das ist die Bedeutung von ǧiḥād!

Wir rufen uns ins Gedächtnis: der dīn ist Gehorsam und Unterwerfung, die šarīʿa ist die Lehre des rechten Gehorchens und Unterworfenseins, die ʿibāda meint rechte Anbetung und Gottesdienst.

Wem immer ihr als einem gesellschaftlichen beziehungsweise politischen Führer folgt, dessen dīn erkennt ihr an, denn er ist nun zu eurem Herrn geworden und ihr zu seinen Untertanen. Was er anordnet, ist eure šarīʿa, und soweit ihr im Einklang mit den von ihm erlassenen Gesetzen lebt, vollführt ihr ihm gegenüber ʿibāda, Gottesknechtschaft. Spätestens hier wird jedem einsichtigen Menschen klar werden müssen, dass er nicht zwei Religionen folgen kann, nicht dem unislamischen Staat und zugleich Allahs Staatsordnung. Das ist wichtig, zu begreifen, dass letztlich kein Mensch mehr als einem dīn gleichzeitig dienen kann. Von all den Herrschern wird es nur einen geben, der euer Leben lenkt.

Gott oder der Satan, Allāh oder ʿAzāzil. Akzeptanz der Demokratie oder Mitarbeit an derselben ist in dieser Logik selbstverständlich Teufelsdienst, unbewusster oder bewusster Kampf gegen Allahs Gesellschaftssystem. Die wünschenswerte Integration in eine Gesellschaft von Staatsbürgern wird in dieser radikalislamischen Logik natürlich bewusst zerstört. Der muslim in Europa, beispielsweise in Deutschland, wird im Geiste der Schriften eines al-Maudūdī oder Necmettin Erbakan zur religiösen Demokratieverweigerung aufgerufen.

Bücher von al-Maudūdī vertreiben beispielsweise amana-Buch.de (Adresse: Taufik Jakob, Rudolfstr. 149
42285 Wuppertal). Geschäftsführer Taufiq Jakob vertreibt Schriften des den Muslimbrüdern zuzuzählenden Islamischen Zentrums München und handelt mit islamisch korrekten Süßwaren (//halalibo.de, ebenfalls besagte Rudolfstr. 149, Mitinhaber: Mesut Özdogan). Ferner vermittelt Taufiq Jakob Deutschlands Gottesknechten die zum Überleben unter der grausamen Herrschaft der kuffār unverzichtbaren Übersetzer und Rechtsanwälte (www.muslim-verzeichnis.de).

Bei dem ebenfalls der Muslimbruderschaft nahe stehenden Verlag Green Palace (Gitschinerstraße 16, 10969 Berlin) hat man in der Vergangenheit die Schriften des al-Maudūdī verkauft, sie aber inzwischen aus dem Programm genommen, die Verlagsadresse ist identisch mit Anschrift und Büro der Muslimischen Jugend in Deutschland (MJD), die MJD hat den Buchversand ins Leben gerufen.

Zwischen 1997 und 1999 saß Deutschlands berühmteste Kopftuchklägerin Fereshta Ludin im Vorstand jener Organisation, die 2009 über das Projekt »Dialogbereit« Kooperationspartner für die Damen und Herren Kinder- und Jugendschützer der katholischen Kirche Nordrhein-Westfalens ist beim Ziel: „den interkulturellen und interreligiösen Dialog unter Jugendlichen anzustoßen und zu fördern (24).“ Die Evangelische Kirche bemüht sich ebenfalls darum, die MJD nebst Millî Görüş und Lifemakers besser zu verstehen und lud im Mai 2009 in die Bildungsstätte Loccum (25). Zu dem Projekt »Dialogbereit« fabrizierten Georg Bienemann, Werner Höbsch und Bekir Alboğa eigens das Handbuch »Dialogbereit. Christen und Muslime im Gespräch. Eine Klärungshilfe.« Zur Grundrechtswidrigkeit der Scharia klärt die „Klärungshilfe“ freilich nichts. Was den Integrationsbeauftragten der Landesregierung Thomas Kufen im September 2008 nicht davon abhielt, den buchgewordenen Nebelwurf in den Moscheen von Solingen, Marl und Meschede vorzustellen.

Zusammengefasst: Ein islamischer, der Muslimbruderschaft nicht fern stehender Jugendbund vertrieb die radikalen Schriften von al-Maudūdī, Sayyid Quṭb, Ahmad von Denffer und Amir Zaidan („Kamel-Fatwa“), zwischen 2008 und 2010 praktiziert der katholische Jugendschutz des bevölkerungsreichsten Bundeslandes mit eben diesem Verein ein Dialogprojekt, zwei christliche Schariafreunde schnappen sich Bekir Alboğa vom türkischen Staatsislam Mannheims oder umgekehrt, die kuffār-Landesregierung ernennt Herrn Thomas Kufen zum Bücherboten Allahs und sendet ihn durch Westfalens Moscheen (26).

Der Name des al-Maudūdī und das Islamverständnis des pakistanischen „Meisters“ wird tolerant übergangen. Das Projekt Dialogbereit orakelt: „ein wichtiger Schritt zur kulturellen Annäherung (27).“

Da ist sie wieder, die berüchtigte gleiche Augenhöhe.

Zwischen Scharia und Demokratie.

Jacques Auvergne

(1) »Khutabat. Fundamentals of Islam« (1988)

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/M_foi/

(2) Jamaat-e-Islami (JI), mächtige Bewegung und politische Partei

http://www.jamaat.org/new/

(3) Scharia für Malakaland

http://www.tagesschau.de/ausland/pakistan754.html

(4) Scharia für Swat

http://de.euronews.net/2009/04/14/scharia-im-swat-tal/

(5) Pakistan ist Atommacht. Und hat Probleme mit dem politischen Islam. Jörn Schulz: »Der Countdown läuft«

http://jungle-world.com/artikel/2006/09/17005.html

(6) »Multikulturhaus« und IIZ, Neu-Ulm. Eva Eusterhus: »Bayerischer Dschihad«, 11. März 2005

http://www.welt.de/print-welt/article557349/Bayerischer_Dschihad.html

(7) Neu-Ulm. »IIZ«

http://www.sueddeutsche.de/politik/735/417501/text/

(8) „dawla khabitha (al-dawla al-khabitha)“, Staatswesen der Verworfenheit.“ Nationen des Übels. Bei: Combating Terrorism Center, U.S. Military Academy: Militant Ideology Atlas (pdf)

http://www.ctc.usma.edu/atlas/Atlas-ResearchCompendium.pdf

(9) Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī („Abu Muhammad al-Maqdisi“)

http://www.aljazeera.net/channel/archive/archive?ArchiveId=129776

(10) Gottesdienerschaft (al-ʿibāda) bei al-muwahidun.com – „die Wahrheit sagen, … Güte zu den Eltern, die Verwandtschaftsbanden nicht zu zerreißen, Treue zu den Verträgen, gegen die Kuffar und Munafiqun Dschihad zu machen“ (pdf)

http://www.al-muwahidun.com/aqida/1._Ibada.pdf

(11) http://www.al-muwahidun.com

http://www.al-muwahidun.com/links.html

(12) Sudan, Januar 2008. Radikalislamisch mordend: Ansar al-Tawhid (Companions of Monotheism)

http://www.voanews.com/english/archive/2008-01/2008-01-05-voa7.cfm?moddate=2008-01-05

(13) Irak, Januar 2006. Radikalislamisch entführend: Kataib Ansar al-Tawhid wa al-Sunna (Brigaden der Anhänger der göttlichen Einheit und des Beispiels des Propheten)

http://www.sueddeutsche.de/politik/714/362536/text/

(14) „Demokratie ist Kufr“

http://www.youtube.com/user/IslamicComeback#p/a/u/2/dsGMg6ENTmQ

(15) „Demokratische Wahlen sind Schirk“

http://www.youtube.com/user/IslamicComeback#p/a/f/2/Ounqgv5eefg

(16) Wajibul Qatl. „the local clerics are issuing regular Fatwas pronouncing that all Ahmadis are ‚Wajibul-Qatl‘ which means they can and should be lawfully killed due to their beliefs”

http://www.punjabnewsline.com/content/view/19224/38/

(17) Asad-Kaschmir (Azad-Kashmir), die Einwohnerzahl beträgt 3.200.000 (Stand 2002) und hatte sich in zwanzig Jahren verdoppelt. Muslime: 99 %

http://de.wikipedia.org/wiki/Asad_Kaschmir

(18) Steinigung des Säulenteufels, jetzt als teuflische Betonwand

http://www.youtube.com/watch?v=PX_jizBNOas

(19) Die Autobahnschilder der sakralen Apartheid: Muslims only. Den Weg zum Paradies, auf der Autobahn bleiben bitte. Obligatory for non muslims. Ungläubige bitte abbiegen

http://www.solcomhouse.com/images/highwaymecca2.gif

(20) FOR USE BY WHITE PERSONS

http://www.southafrica.to/history/Apartheid/apartheid.jpg

(21) Allahs kleine türkische Kalifen wollen sauber schwimmen. Ohne Ungläubige und ohne das andere Geschlecht im selben Beckenwasser

http://www.delikanforum.net/konu/58925-wo-kann-man-schwimmen-deutschland.html

(22) Necip Fazıl Kısakürek

http://yurekdevleti.wordpress.com/2008/05/26/ustad-necip-fazil-kisakurek/

(23) İBDA-C. Front der Vorkämpfer für den Großen Islamischen Osten

http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc~EF8FA786B058D4BD9B100D03807D84C82~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(24) Offensichtlich kein Problem mit der Muslimbruderschaft haben die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen e. V. und die Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW (LAG Kath. OKJA NRW)

http://www.dialogbereit.de/

(25) Loccum 2009: Evangelische Bildungsarbeit mit MJD, Millî Görüş und Lifemakers

http://www.mjd-net.de/node/3444

(26) Thomas Kufen, Allahs Bücherbote

http://sauerlandthemen.de/2008/09/27/nachschlagewerk-fuer-das-taegliche-miteinander/

(27) »Dialogbereit«

http://www.dialogbereit.de/konzept.html

9 Antworten to “152. Maududi”

  1. Karsten Hilchenbach Says:

    Der echte, nicht säkularisierte Islam ist mit den verteidigenswerten Normen der AEMR nicht vereinbar und sieht so aus:

    Pakistanische Schülerin der Blasphemie bezichtigt

    Eine Achtklässlerin hat bei einem Test in Pakistan zwei Buchstaben vertauscht. Jetzt wird sie der Blasphemie beschuldigt – und darf nicht mehr zur Schule.

    „Nachdem Faryal Bhattis Urdu-Lehrerin, Farida Bibi, die Antworten der Schüler eingesammelt hatte, merkte sie augenblicklich das als Lästerung eingestufte Wort „laanat“ auf Faryals Antwortbogen. Sie begann daraufhin, die christliche Schülerin zu beleidigen und auf sie einzuschlagen. … Auch beim örtlichen Freitagsgebet war der Fall der Achtklässlerin Thema. Ein aufgebrachter Mob zog anschließend durch die Straßen und forderte, den Vorfall als Straftat einzustufen.“

    „Sowohl die Schulleitung als auch islamische Gelehrte stuften den Schreibfehler als „schwerwiegenden“ Fall von Gotteslästerung ein. Das Mädchen wurde vom Unterricht ausgeschlossen.“

    http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13626592/Pakistanische-Schuelerin-der-Blasphemie-bezichtigt.html

  2. Jacques Auvergne Says:

    :::

    Washington beherbergte den muslimbrudergeführten und OIC-nahen Istanbul Process for Combating Intolerance and Discrimination Based on Religion or Belief am 12.-14.12.2011, nun soll, wohl noch in diesem Jahr (Juli?), die Europäische Union Gastgeber für den Istanbul Process sein.

    JEDDAH, 8 Safar/Jan 3 (IINA)-Ekmeleddin Ihsanoglu, Secretary-General of the Organization of Islamic Cooperation (OIC) said that the European Union offered to host the third meeting of the ‘Istanbul Process’, which deliberates, in a series of meetings, on developing mechanisms to implement UNHRC Resolution 16/18 on combating intolerance, discrimination and incitement to violence based on religion ore belief.

    The Secretary General of Islamic Cooperation in his office in Jeddah on Tuesday 30 January 2012 pointed out that the EU’s offer to host the meeting represents a qualitative shift in action against the phenomenon of Islamophobia, which spread in many European countries, targeting the Muslim communities there.

    The phenomenon of Islamophobia is found in the West in general, but is growing in European countries in particular and in a manner different than that in the US, which had contributed to drafting Resolution 16/18.

    http://iina.me/wp_en/?p=1006065

    Istanbul Process for Combating Intolerance and Discrimination Based on Religion or Belief

    http://www.uspolicy.be/headline/clinton-istanbul-process-freedom-religion-belief

    Wenn jemand von Religionsfreiheit bzw. von religiösem Pluralismus (religious freedom and pluralism) redet und sich dabei vom Menschen- und Gesellschaftsbild von Koran und Sunna nicht distanziert, will er die Überwindung der Standards der allgemeinen Menschenrechte (AEMR 1948), die schleichende Islamische Revolution. Um den Kulturrassismus der Scharia rechtsstaatlich zu integrieren, ist die Pressefreiheit islamfreundlich einzuschränken.

    Das Vorhaben wird seit geraumer Zeit betrieben (Welcoming Human Rights Council resolution 16/18 of 24 March 2011 – See Official Records of the General Assembly, Sixty-sixth Session, Supplement No. 53 (A/66/53), chap. II, sect. A.)

    Die Vereinigten Arabischen Emirate – für die gesamte OIC – sind Vorreiter dieser internationalen Lobby zum Verbot der Islamkritik. Diese Beendigung der Refefreiheit und Billigung der schariaverträglichen Apartheid der koranisch vorgegebenen Religionsvölker wird in harmonisch anmutende Formeln gehüllt wie Dialog (dialogue) und wechselseitiges Einvernehmen (mutual understanding), etwa so: „actions to foster a domestic environment of religious tolerance, peace and respect: encouraging the creation of collaborative networks to build mutual understanding, promoting dialogue“

    United Nations A/C.3/66/L.47/Rev.1
    General Assembly
    11 November 2011

    United Arab Emirates:* revised draft resolution
    Combating intolerance, negative stereotyping,
    stigmatization, discrimination, incitement to violence and
    violence against persons, based on religion or belief

    * On behalf of the States Members of the United Nations that are members of the Organization of Islamic Cooperation.

    „4. Recognizes that the open public debate of ideas, as well as interfaith and intercultural dialogue, at the local, national and international levels can be among the best protections against religious intolerance and can play a positive role in strengthening democracy and combating religious hatred, and expresses its conviction that a continuing dialogue on these issues can help overcome existing misperceptions;

    5. Reiterates the call made by the Secretary-General of the Organization of the Islamic Conference at the fifteenth session of the Human Rights Council upon all States to take the following actions to foster a domestic environment of religious tolerance, peace and respect:

    (a) Encouraging the creation of collaborative networks to build mutual understanding, promoting dialogue and inspiring constructive action towards shared policy goals and the pursuit of tangible outcomes, such as servicing projects in the fields of education, health, conflict prevention, employment, integration and media education;

    (b) Creating an appropriate mechanism within Governments to, inter alia, identify and address potential areas of tension between members of different religious communities, and assisting with conflict prevention and mediation;

    (c) Encouraging the training of Government officials in effective outreach strategies;

    (d) Encouraging the efforts of leaders to discuss within their communities the causes of discrimination, and developing strategies to counter those causes;

    (e) Speaking out against intolerance, including advocacy of religious hatred that constitutes incitement to discrimination, hostility or violence;

    (f) Adopting measures to criminalize the incitement to imminent violence based on religion or belief;

    (g) Understanding the need to combat denigration and the negative religious stereotyping of persons, as well as incitement to religious hatred, by strategizing and harmonizing actions at the local, national, regional and international levels through, inter alia, education and awareness-raising;“

    http://www.un.org/ga/search/view_doc.asp?symbol=A/C.3/66/L.47/Rev.1

    :::

  3. Cees van der Duin Says:

    Als Muslim leben
    Autor: Sayyid Abul A’la Maududi
    Cordoba Verlag
    ISBN: 3‐930767‐02‐3

    ::

    ALS MUSLIM LEBEN

    Die Botschaft hiervon ist klar: wir müssen uns einsetzen, bis die Oberherrschaft aller anderen außer Allahs beseitigt ist, bis allein Sein Wille und Seine Oberhoheit anerkannt sind und die Menschen ausschließlich Ihm dienen.

    Daraus gehen folgende Bedeutungen von Din hervor:

    • Gott als Herrn und Herrscher anzuerkennen.
    • Nur Ihm gehorsam sein und dienen.
    • Ihm gegenüber verantwortlich sein, nur Seine Strafe fürchten und

    Seinen Lohn erwarten.

    Da die Gebote Gottes der Menschheit durch Bücher und Gesandte vermittelt wurden, ist es ein notwendiger Bestandteil des Din, diesen Gesandten zu gehorchen.

    Ihr mögt vielleicht entgegnen, daß dies nicht ganz der Wahrheit entspricht, und daß man den einen Gesetzgeber in der Theorie anerkennen könne, während man dem anderen in der Realität gehorche; oder daß man den einen Gott anbeten, und sich nebenbei einem anderen unterwerfen könne. Ebenso wäre es möglich, mit dem Herzen an das eine Gesetz zu glauben und in Alltagsangelegenheiten ein anderes gutzuheißen. Ich wiederhole, daß es keinen Zweifel darüber gibt, daß so etwas getan werden kann und auch getan wird. Aber das ist Schirk und basiert auf reiner Lüge!

    In Wirklichkeit seid ihr nur die Anhänger derjenigen Religion, der ihr auch wirklich Folge leistet. Ist es nicht reinste Heuchelei, jemanden seinen Herrn zu nennen, dem ihr nicht gehorcht, und zu behaupten, Anhänger seiner Religion zu sein? Was für einen Vorteil wird euch ein solcher Glaube bringen, den ihr nur mit euren Zungen äußert, ohne daß eure Herzen es bezeugen? Ist es nichl sinnlos, den Glauben an seine Schari’a vorzugeben, während alle eure Taten diese Schari’a verletzen und ihr in Wirklichkeit einem anderen Gesetz folgt? Ist es nicht ein verlogener Gottesdienst, ein Wesen als Objekt der Anbetung anzuerkennen, sich vor ihm bis auf den Boden zu verneigen, um dann in Wirklichkeit einem anderen zu dienen?

    Jede vollständige Lebensweise {Din}, ganz gleich wie sie beschaffen ist, verlangt ungeteilte Macht für sich. Eine Teilung ist undenkbar. Ob Volksherrschaft oder Monarchie, Kommunismus, Islam oder jeden anderen Din, alle wollen sich selbst begründen. Ein Din ohne die Macht zu regieren, ähnelt einem Luftschloß.

    Genauso verhält es sich mit der Stellung des islamischen Din. Dieser Din besagt, daß Allah alleine der Herr über alles auf der Erde und ihr einziger Herrscher ist. Folglich darf nur Ihm gehorcht und gedient werden, und seine Schari’a muß unsere gesamten Lebensfragen regeln.

    Was beinhaltet die Herrschaft Gottes? Die Voraussetzung ist, daß sein Befehl die Oberhand auf der Welt hat: Gesetzliche Urteile müssen auf Seiner Schari’a basieren, die Polizei muß nach Seinen Geboten handeln, Finanzgeschäfte müssen in Übereinstimmung mit Seinen Gesetzen ausgeführt, Steuern nach Seinem Befehl erhoben und nach Seinen Bestimmungen ausgegeben werden, Verwaltung und Militär müssen Seinen Gesetzen gehorchen und die Menschen ihre Fähigkeiten, Talente und Anstrengungen der Erfüllung Seines Willens widmen. Weiter darf nur Allah gefürchtet werden. Seine Geschöpfe dürfen sich nur Ihm hingeben, und der Mensch darf niemandem außer Ihm dienen.

    Bevor das Königreich Gottes nicht gegründet wird, können diese Ziele nicht verwirklicht werden.

    http://al-iman.net/books/ALS%20MUSLIM%20LEBEN.pdf

    ::

  4. Carcinòl Says:

    Bangladesch: Mord an islamkritischen Blogger

    Ahmed Rajib Haider, der unter dem Namen Thaba Baba bloggte, ist ermordet worden – geköpft mit einer Machete. Zuletzt hatte Ahmed Rajib Haider zu den Gräueltaten von 1971 geforscht.

    Some of the online Jamaat-Shibir activists had branded the slain blogger Ahmed Rajib Haider as an atheist who they said should have been resisted. One of them commented “It is a duty of all Muslims to kill those atheists”.

    Another Facebook account holder leaned towards Jamat Shibir mentioned the imam who conducted the namaz-e-janaza of Rajib yesterday at Shahbagh would also be killed on his post.

    http://tazakhobor.com/politics/2875-blogger-rajib-was-killed-for-his-blog-and-comments-

    http://tazakhobor.com/politics/2863-shahbagh-activist-blogger-thaba-baba-murdered

    Das war sein Blog

    http://nuranichapa.wordpress.com/

    Islam setzt auf Gewalt. Setzen wir die Arbeit des islamkritischen Bloggers fort.

  5. Carcinòl Says:

    Syed Abul Ala Maududi

    unten Liste von einigen seiner bedeutendsten Schriften

    Biography

    Timeline

    § 1903 – Born in Aurangabad

    § 1918 – Started career as journalist in Bijnore newspaper

    § 1920 – Appointed as editor of the daily Taj, Jabalpur

    § 1925 – Appointed as editor daily Muslim

    § 1925 – Appointed as editor Al-jamiat, New Delhi

    § 1927 – Wrote Al-Jihad fil Islam

    § 1930 – Wrote and published Deenyat

    § 1932 – Started Tarjuman-ul-Quran from Hyderabad

    § 1938 – Moved to “Pathan kot”, established Darul Islam

    § 1941 – Foundation meeting of Jamaat-e-Islami, appointed as Amir

    § 1942 – Jamaat headquarters moved to Pathankot

    § 1943 – Started writing Tafheem ul-Quran

    § 1948 – Campaign for Islamic constitution and government

    § 1948 – Sentenced to jail

    § 1949 – Government accepted Jamaat resolution for Islamic constitution

    § 1953 – Sentenced to death for his alleged part in the agitation against the Ahmadiyah sect. He was sentenced to death by a military court, but the sentence was never carried out;

    § 1953 – Death sentence commuted to life imprisonment and later canceled.

    § 1954 schrieb er The Rights of Minorities in the Islamic State, vgl. unten

    § 1955 – Released from jail

    § 1958 – Martial law, ban on Jamaat Islami

    § 1964 – Sentenced to jail

    § 1964 – Released from jail

    § 1971 – He ordered his followers to fight against Bangaldeshi independence.

    § 1972 – Completed Tafheem-ul-quran (quran translation)

    § 1972 – Resigned as Ameer Jamaat

    § 1979 – Died

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    Selected works

    Maududi published multiple books, among them:

    PURDAH and the status of Women in Islam

    http://www.millat.com/islam/books/pdf/09%20Al-Hijab%20Purdah%20and%20status%20of%20women.pdf

    § Tafhim-ul-Quran

    § Maududi, Sayyid Abul A’la (2002). Let Us Be Muslims. ISBN 0-86037-157-3. OCLC 12809488.

    § The Islamic Movement

    § Islam: The Way of Revival

    § Jihad in Islam

    § Caliphs and Kings

    § Maududi, Sayyid Abul A’la (1976). Human Rights in Islam. Leicester: The Islamic Foundation. ISBN 0-9503954-9-8. OCLC 3097040.[39]

    § Introduction of Islam

    § Economic Problem of Man and its Islamic Solution

    § Islamic Law and its Introduction in Pakistan
    1983

    This book discusses Sharia in detail and its implementation in modern world.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_Law_and_its_Introduction_in_Pakistan

    The Islamic Law and its Introduction in Pakistan

    http://www.millat.com/islam/books/pdf/18%20The%20Islamic%20Law%20and%20its%20intro%20in%20Pak.pdf

    § Maududi, Sayyid Abul A’la (1950). Islamic Way of Life. ISBN 0686184963.[40]

    § Maududi, Sayyid Abul A’la (1988). Khutabat: Fundamentals of Islam. ISBN 9780935782097.

    Fundamentals of Islam

    http://www.millat.com/islam/books/pdf/06%20Fundamentals%20of%20Islam.pdf

    § Letters and Issues

    § The Meaning of the Qur’an

    § Qadiani Problem

    § The Rights of Minorities in the Islamic State
    1954, auf Urdu als:
    Islami riyasat main zimmiun ke huquq‎

    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Rights_of_Minorities_in_the_Islamic_State

    Rights of non-Muslim in Islamic state

    http://www.millat.com/islam/books/pdf/03%20Rights%20of%20non-Muslim%20in%20Islamic%20state.pdf

    HUMAN RIGHTS IN ISLAM

    http://www.millat.com/islam/books/pdf/14%20Human%20Rights%20in%20Islam.pdf

    § Social System of Islam

    http://www.millat.com/islam/books/pdf/17%20Social%20system%20of%20Islam.pdf

    § Economic System of Islam

    http://www.millat.com/islam/books/pdf/08%20Economic%20system%20of%20Islam.pdf

    Ethical view point of Islam

    http://www.millat.com/islam/books/pdf/02%20Ethicial%20view%20point%20of%20Islam.pdf

    § Maududi, Sayyid Abul A’la (1985). System of Government under the Holy Prophet. Kazi Publications. ISBN 9781567443950.

    § Towards Understanding Islam

    http://www.millat.com/islam/books/pdf/01%20Towards%20Understanding%20Islam.pdf

    § Towards Understanding the Qur’an

    Book: Towards Understanding the Qur’an (English Version of abridged Tafhim al-Qur’an) Author: Sayyid Abul A’la Maududi Translator: Zafar Ishaq Ansari

    http://en.wikipedia.org/wiki/Towards_Understanding_the_Qur%27an

    Guidlines for Workers

    http://www.millat.com/islam/books/pdf/16%20Guidlines%20for%20Workers.pdf

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    Introduction to Islam
    Dr. M. HAMIDULLAH
    Paris

    http://www.millat.com/islam/books/pdf/19%20Introduction%20of%20Islam.pdf

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    Shah Ismail Shaheed

    Shah Muhammad Ismail was the solitary son of Shah Abdul-Ghani, the grandson of Shah Waliullah Muhaddith Dehlawi [Anm.: das ist Šāh Walīyullāh ad-Dihlawī oder auch Shah Waliullah, der mit ‚Abd al-Wahhāb verglichen wird, weil auch er den Taqlid und die (drei nichthanblitischen …) Rechtsschulen verwarf], and the nephew of Shah Abdul Aziz Muhaddith, Shah Rafiuddin Muhaddith and Shah Abdul-Qadir Muhaddith.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Shah_Ismail_Shaheed

    „Taqwiyat-ul-Îman“ (The Strengthening of Faith)

    Inhaltsverzeichnis, etwa
    The polytheism cannot be forgiven

    http://millat.com/pdf/?bn=taqwiatuleman

    Kapitel
    The polytheism cannot be forgiven

    Überschrift und Inhalt

    http://archive.org/stream/EnglishBooks/EnglishBook10_djvu.txt

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    http://en.wikipedia.org/wiki/Shah_Ismail_Shaheed

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  6. Bragalou Says:

    THE ISLAMIC CONCEPT OF LIFE
    Abul Ala Maududi
    (1903-1979)

    Zusammengestellt aus fünf im Jahre 1948, also im Folgejahr der ethisch widerlichen Partition of India, auf Urdu gehaltenen Radio-Vorträgen des radikalen „Maulana“ (des „Meisters“) Maududi und wurde sofort in vielen Sprachen gedruckt, darunter ins Englische bereits 1950. Die nachfolgend weitbekannte englische Fassung mit dem uns heute bekannten Titel The Islamic Way of Life jedoch ist siebzehn Jahre jünger.

    Denn erst die Ausgabe der Islamic Research Academy, Karachi (gedruckt zu Lahore 1967) titelte The Islamic Way of Life, enthielt ein durch Khurshid Ahmad beigesteuertes Zusatzkapitel (additional chapter) und war ansonsten eine ganz neue Übersetzung ins Englische.

    Uns vorliegend eine Sonderausgabe für Da’wa-Zwecke nach der neuen englischen Version, die von der Islamic Foundation publiziert wurde.

    During January – March, 1948, Sayyid Abul A’la Mawdudi (1903 – 1979) gave a series of five talks, in Urdu, on Radio Pakistan, in which he dealt with the broad and basic principles of moral, political, economic, social and spiritual teachings of Islam. They were immediately published in books and have also been translated into several different languages, the first English translation appearing in 1950. A greatly improved version was published by the Islamic Research Academy, Karachi under the title The Islamic Way of Life (Lahore, 1967). It contained a new translation and an additional chapter on the Islamic Concept of Life, compiled from various writings of Sayyid Mawdudi and providing a concise introduction to the view of man and universe as given in the Divine guidance, which forms the basis of the Islamic way of life. This additional material (contributed by Khurshid Ahmad) was intended to guide the reader to a clearer and better understanding of the basis and content of Sayyid Mawdudi’s short radio talks

    http://www.weloveallah.com/islamic-books/maulana-maududi/

    ::

    The Islamic Way of Life
    SAYYID ABUL A’LA MAWDUDI

    Edited by
    Khurshid Ahmad
    Khurram Murad

    [Beginn]

    The chief characteristic of Islam is that it makes no distinction between the spiritual and the secular in life. Its aim is to shape both individual lives as well as society as a whole in ways that will ensure that the Kingdom of God may really be established on earth and that peace, contentment and well being may fill the world. The Islamic way of life is thus based on a unique concept of man’s place in the universe. …

    The last is Jihad, that is, exerting oneself to the utmost to disseminate the word of God and to make it supreme, and to remove all the impediments to Islam – through tongue or pen or sword. The aim is to live a life of dedication to the cause of Allah and, if necessary, to sacrifice one’s life in the discharge of this mission. This is the highest spirituality, rooted in the real world., which Islam wants to cultivate. Life – affirmation based on goodness and piety, and not life – denial, is what Islam stands for. And this lends a unique character to Islam.

    [Ende]

    http://www.quranforall.org/islam/Islawayoflife.htm

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    Maulana Maududi:
    The Islamic Way of Life

    erster und letzter Satz, nur zur Kontrolle der Vollständigkeit

    The chief characteristic of Islam is that it makes no distinction between the spiritual and the secular in life. …

    The last is Jihad, that is, exerting oneself to the utmost to disseminate the word of God and to make it supreme, and to remove all the impediments to Islam – through tongue or pen or sword. The aim is to live a life of dedication to the cause of Allah and, if necessary, to sacrifice one’s life in the discharge of this mission. This is the highest spirituality, rooted in the real world, which Islam wants to cultivate. Life-affirmation based on goodness and piety, and not life-denial, is what Islam stands for. And this lends a unique character to Islam.

    http://de.scribd.com/doc/193777873/Maulana-Maududi-Islamic-Way-of-Life

    http://de.scribd.com/doc/6686659/Maulana-Maududi-the-Islamic-Way-of-Life

    ::

  7. Bragalou Says:

    Thema Islamische Wissenschaft; Vernunft im Islam;

    Back-to-Quran-movement bzw. Quran-only-movement
    (Nur-der-Koran-Bewegung, Koran-allein-Bewegung)

    Es werde Pakistan (Dar al-Islam)
    ::

    Tolu-e-Islam
    Bazm-e-Tolu-e-Islam

    1. Human intellect alone cannot solve life’s problems. God’s revelation is required for human guidance in the same way that vision requires light.

    2. God’s revelation in its complete and final form is safely preserved in the Quran. This is the universal and permanent source of guidance for humanity for all time.

    […]

    13. The system of Deen, based on the Quran, is unique. […]

    https://en.wikipedia.org/wiki/Tolu-e-Islam

    Syed Nazeer Niazi

    https://en.wikipedia.org/wiki/Syed_Nazeer_Niazi

    Tulu’i Islam

    The Tulu’i Islam (Dawn of Islam) is an Urdu poem written by Sir Muhammad Iqbal, expounding on the birth and glory of Islam.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Syed_Nazeer_Niazi

  8. Jacques Auvergne Says:

    Pakistan. Vor einem guten halben Jahrzehnt fand Salman Taseer, der Gouverneur der bevölkerungsreichsten Provinz Pandschab (Punjab, panǧāb, „Fünfstromland“) den Mut, Pakistans Blasphemiegesetze zu kritisieren. Sein eigener Leibwächter, ein treuer Freund der islamischen Lebensweise bzw. der Schariavorschriften, hielt es für angebracht, ihn deswegen zu töten. Der Täter wurde vielerorts als Held gefeiert und 500 Kleriker der sunnitischen Barelwi stellten sich offiziell auf dessen Seite, indem sie den Muslimen Kondolenzbekundungen an Familie Taseer untersagten.

    سلمان تاثیر
    Salman Taseer
    ( Salmaan Taseer )
    .

    .

    Geistliche feiern Mord in Pakistan

    Mehrere hundert islamische Theologen haben vor Trauerbekundungen für den ermordeten pakistanischen Provinzgouverneur Salman Taseer gewarnt. Die mehr als 500 Geistlichen erklärten, wer „Gotteslästerungen“ unterstütze, mache sich selbst der Blasphemie schuldig.

    In Pakistan kann Blasphemie mit dem Tod bestraft werden. Gouverneur Taseer hatte sich vehement für eine Abschaffung des Gesetzes stark gemacht, nachdem im November eine pakistanische Christin zum Tod durch den Strang verurteilt worden war. [ Asia Bibi ] soll sich abfällig über den Propheten Mohammed geäußert haben. Die Mutter von fünf Kindern hatte dies vor einem Gericht in der Provinz Punjab jedoch bestritten. Das Urteil hatte weltweit Bestürzung ausgelöst und war unter anderem von Papst Benedikt XVI. massiv kritisiert worden.

    (ntv, 05.01.2011)

    .

    Die Ermordung des liberalen pakistanischen Politikers Salman Taseer

    […] Der 26-jährige Polizist Malik Mumtaz Hussain Qadri, der Taseer als Leibwächter zugeteilt war, hatte diesen am Dienstag in Islamabad erschossen. Nach dem Attentat wurde Qadri festgenommen. Er gab an, Taseer ermordet zu haben, weil dieser das umstrittene Blasphemie-Gesetz kritisiert hatte. […]

    Hunderte Unterstützer Qadris verhinderten unterdessen die Verlegung einer Anhörung von Rawalpindi nach Islamabad. Rund 300 islamistische Anwälte und Religionsstudenten hatten sich vor dem Anti-Terror-Gericht in Rawalpindi versammelt und so die Abreise des Richters nach Islamabad verhindert. Dieser ordnete daraufhin an, Qadri zurück nach Rawalpindi zu bringen. Dort wurde er von Anhängern wie am Mittwoch mit Rosenblüten begrüßt. Qadri wird Mord, Terrorismus und Gewalt zur Last gelegt.

    Eine Gruppe 500 sunnitischer Geistlicher und Gelehrter lobte Qadri für den Mord und warnte andere Politiker, dass sie das gleiche Schicksal erleiden würden, sollten sie sich wie Taseer gegen das Blasphemie-Gesetz aussprechen. Dieses sieht die Todesstrafe bei Beleidigung des Islam oder des Propheten vor.

    (Aus: Mörder galt als Risiko, ntv, 06.01.2011)

    http://www.n-tv.de/politik/Moerder-galt-als-Risiko-article2303511.html

    .

    Salmaan Taseer (Urdu: سلمان تاثیر‎; 31 May 1944 – 4 January 2011) was a Pakistani businessman and politician who served as the 26th governor of the province of Punjab from 2008 until his assassination by his own bodyguard, Mumtaz Qadri, in early 2011.

    On 4 January 2011, he was assassinated in Islamabad by his own security guard, Mumtaz Qadri, who disagreed with Taseer’s opposition to Pakistan’s blasphemy law. On 29 February 2016, Taseer’s murderer was hanged at the Adiala Jail in Rawalpindi.

    Sulemaan Taseer was of Anglo-Indian ancestry, being of Kashmiri descent on his father’s side and of English descent on his mother’s side.

    He was born on 31 May 1944, in Simla, East Punjab, British India, of a family hailing from Amritsar. His father was Muhammad Din Taseer, known as M. D. Taseer, who was born in Ajnala Amritsar, and was a professor at Mohammedan Anglo-Oriental College, Amritsar, having obtained his PhD in the United Kingdom. Taseer’s mother was Bilqis (Christobel) née George.

    M. D. Taseer died in 1950 at the age of 47, when Taseer was six, and Taseer and his two sisters were brought up by their mother in relative poverty.

    Taseer also had a son, Aatish, in 1980 with the Indian journalist Tavleen Singh. Though married at the time, Tavleen was from Sikh family. Taseer met Singh during a book promotion trip to India in March 1980. According to Aatish, their „affair lasted little more than a week.“ Aatish is a freelance journalist in the UK and has written a book – Stranger to History: A Son’s Journey through Islamic Lands – about his estranged relationship with his biological father.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Salmaan_Taseer

    .
    .

    Le 4 janvier 2011, alors que Salman Taseer sort d’un café, où il a mangé avec l’un de ses amis, pour regagner sa voiture, il est abattu à Islamabad par l’un de ses gardes, membre des forces d’élites du Pendjab. Il aurait été touché vingt-neuf fois. Transféré, il meurt à l’hôpital. Le suspect de l’attaque, Malik Mumtaz Hussain Qadri, s’est rendu à la police immédiatement après avoir tiré. Il dit avoir agi en protestation des propos tenu par le gouverneur contre la loi de 1986 interdisant le blasphème, dans un contexte de controverse suscitée par la condamnation à mort, en novembre 2010, d‘Asia Bibi. Salman Taseer avait visité cette dernière en prison. Ayant fait appel de sa condamnation, elle doit bientôt être de nouveau jugée par la Haute Cour de Lahore.

    https://fr.wikipedia.org/wiki/Salman_Taseer#Assassinat

    .
    .

    شہباز بھٹی
    Shahbaz Bhatti
    Clement Shahbaz Bhatti

    Um 1990 gründete Bhatti zusammen mit Organisationen der Christen, Hindus, Sikhs und Bahai die All Pakistan Minorities Alliance (APMA) und war deren langjähriger Vorsitzender. Er engagierte sich für ein faires Miteinander von Christen und Hindus sowie Sikhs und Parsen sowie deren Aktivitäten gegen die islamistischen Hadood Ordinances. Shahbaz Bhatti war Mitglied der Pakistanischen Volkspartei (PPP).

    Der Politiker war seit 2008 Abgeordneter und vom 2. November 2008 bis zu seinem Tod Minister für Minderheiten in der Regierung von Präsident Asif Ali Zardari. Er war der erste Katholik, der ein Ministeramt in Pakistan bekleidete, und einziger Christ im Kabinett Zardari.

    Shahbaz Bhatti erhielt mehrere Morddrohungen, nachdem er für eine Reform des seit 1986 bestehenden, oft gegen Christen angewandten Blasphemie-Gesetzes votierte . Dennoch gelang es ihm, 46 von 87 Senatoren davon zu überzeugen, doch wäre eine Zweidrittelmehrheit erforderlich gewesen. Außerdem hatte er sich wiederholt für die wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilte Asia Bibi eingesetzt. Am 2. März 2011 wurde Shahbaz Bhatti in Islamabad auf dem Weg zur Arbeit im Auto von Terroristen erschossen. Zur Tat bekannte sich die „Tehrik Taliban Fidayan Mohammad Punjab“, eine Untergruppe von Tehrik-i-Taliban Pakistan aus der Provinz Punjab. Die Attentäter wurden aber nie ausgeforscht.

    Zwei Monate zuvor war auch der liberale Politiker Salman Taseer aus denselben Gründen ermordet worden. Sein Mörder stellte sich und wurde zum Tode verurteilt, wird aber von islamistischen Kreisen als Held betrachtet.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Shahbaz_Bhatti

    .

    Pakistan minister Shahbaz Bhatti shot dead in Islamabad

    Shahbaz Bhatti – a Christian critic of Pakistan’s blasphemy laws – killed by assassins who left leaflets signed ‚Taliban al-Qaida‘

    Self-described Taliban gunmen have shot dead Pakistan’s minorities minister, Shahbaz Bhatti, an advocate of reform of the country’s blasphemy laws, as he left his Islamabad home.

    Two assassins sprayed the Christian minister’s car with gunfire, striking him at least eight times, before scattering pamphlets that described him as a „Christian infidel“. The leaflets were signed „Taliban al-Qaida Punjab“. […]

    (Von: Declan Walsh in Islamabad, in: The Guardian, 02.03.2011)

    http://www.theguardian.com/world/2011/mar/02/pakistan-minister-shot-dead-islamabad

    .
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    آسیہ نورین‎ Āsiya Norīn
    آسیہ بی بی‎ Āsiya Bī Bī
    Aasiya Noreen
    Asia Noreen (Bibi)
    Asia Bibi

    Asia Noreen (Bibi) (* zwischen 1964 und 1971) ist eine Pakistani, die am 8. November 2010 von einem Gericht in Nankana als erste Frau in der Geschichte des Landes wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt wurde. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Christin den Propheten Mohammed beleidigt habe, was einen Verstoß gegen die Paragraphen 295 B und C des pakistanischen Strafgesetzbuches darstelle.

    In zahlreichen internationalen Protesten wurde ihre Freilassung oder Begnadigung gefordert, die aber noch nicht erfolgte. Ihre Familie ist wegen mehrerer Drohungen untergetaucht. Zwei pakistanische Politiker, welche sie unterstützten, wurden 2011 ermordet (siehe oben).

    Der vorgeworfenen Tat soll ein Streit zwischen muslimischen Arbeiterinnen auf der Farm in Ittanwali und Asia Bibi vorausgegangen sein. Demnach habe Bibi für die Gruppe Wasser geholt und sei daraufhin aufgefordert worden, sich zum Islam zu bekennen, da die anderen Frauen einwandten, das Wasser sonst nicht trinken zu können. Infolgedessen sei eine Diskussion zwischen den Anwesenden entbrannt. Die Schilderungen aller Beteiligten stimmen bis zu diesem Punkt überein.

    Auf Druck islamischer Geistlicher wurde in der Folge Anklage gegen Asia Bibi erhoben. Eine erste Anhörung fand am 14. Oktober 2009 statt, der Urteilsspruch erfolgte am 8. November 2010. Darin wird Asia Bibi zum Tod durch den Strang und zur Zahlung einer Geldstrafe von zweieinhalb Jahresgehältern, etwa 850 Euro, verurteilt. In seinem Urteil sprach der Richter Naveed Iqbal von einer unzweifelhaften Schuld und schloss mildernde Umstände zu Gunsten Asia Bibis aus.

    Mordanschläge im Zusammenhang

    Gouverneur Salman Taseer

    Minister Shahbaz Bhatti

    https://de.wikipedia.org/wiki/Asia_Bibi

    In June 2009, Noreen was involved in an argument with a group of Muslim women with whom she had been harvesting berries after the other women grew angry with her for drinking the same water as them.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Asia_Bibi_blasphemy_case

    .

    [ Die Musliminnen haben Durst, aber solange sie nicht zum Islam konvertiert, verunreinigt eine Christin das Trinkwasser, so die echt islamische gruppenchauvinistische und erpresserische „Logik“ ]

    „Der vorgeworfenen Tat soll ein Streit zwischen muslimischen Arbeiterinnen auf der Farm in Ittanwali und Asia Bibi vorausgegangen sein. Demnach habe Bibi für die Gruppe Wasser geholt und sei daraufhin aufgefordert worden, sich zum Islam zu bekennen, da die anderen Frauen einwandten, das Wasser sonst nicht trinken zu können.“

    L’affaire a éclaté en 2009, après une dispute entre Asia Bibi et des femmes musulmanes qui travaillaient avec elle dans un camp de son village du Pendjab (est) et ont refusé de boire de l’eau dans un verre qu’elle, la non-musulmane, avait utilisé.

    http://www.ami-oimc.org/services/actions-militantes/one-sign-for-one-life-save-asia-bibi/

    Chrétienne, elle aurait répondu à des voisines qui lui reprochait d’avoir souillé l’eau d’un puits en y puisant de l’eau

    http://christine-amina-esther-andco.eklablog.com/manifeste-pour-assiya-bibi-a112935056

    Asia Bibi, mère de cinq enfants, avait été condamnée à mort pour blasphème en novembre 2010, un an après une dispute avec des femmes musulmanes de son village concernant le prophète Mahomet.

    La querelle avait dégénéré lorsque ces femmes avaient refusé de boire de l’eau dans un verre qu’Asia Bibi venait d’utiliser, jugeant le liquide impur, « haram », car venant d’une chrétienne […]

    http://associationami.unblog.fr/2014/11/14/one-sign-for-one-life-save-asia/

  9. Lohberg Says:

    Anschlag auf Sikh-Tempel in Essen: Polizei vermutet islamistischen Terrorakt

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/anschlag-auf-sikh-tempel-polizei-vermutet-islamistischen-terrorakt-a-1088547.html

    Sikh-Hochzeit: Verletzte bei Explosion in Essener Gebetshaus

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/essener-gebetshaus-verletzte-bei-hinduistischer-hochzeit-a-1087624.html

    ::

    Anschlag auf Sikh-Tempel in Essen: Jugendliche Salafisten sollen Bombe gelegt haben

    Von Jörg Diehl und Fidelius Schmid, Düsseldorf

    […] Am Samstag war vor dem Tempel eine selbstgebaute Bombe detoniert und hatte während einer indischen Hochzeit drei Menschen verletzt, einen von ihnen schwer. Als „Terrorakt“ bezeichnete die Polizei das Geschehen. Polizeipräsident Frank Richter sagte: „Die Beschuldigten haben klare Bezüge zur Terrorszene.“

    Der Hauptverdächtige Yussuf T. hatte sich am späten Mittwochabend den Ermittlern gestellt. Dabei nannte er auch den Namen seines mutmaßlichen Mittäters. Beide sind Staatsschützern bereits in der Vergangenheit als Extremisten aufgefallen. Sie hätten sich schnell radikalisiert, heißt es. Die beiden seien „alles andere als harmlos“, sagt ein hochrangiger Beamter. Ein Spezialeinsatzkommando nahm den zweiten Jugendlichen am Donnerstag in seinem Elternhaus in Essen fest.

    Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen hatte der Hauptverdächtige Kontakt zu mindestens einem Salafisten aus dem Dinslakener Stadtteil Lohberg. Dieser soll zur zweiten Generation der örtlichen Islamistenszene gehören. Aus der Gegend waren vor Jahren schon Dschihadisten nach Syrien gereist, wo sie als besonders brutaler Sturmtrupp zu trauriger Berühmtheit gelangt waren. […]

    (DER SPIEGEL, 21.04.2016.)

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/anschlag-auf-sikh-tempel-in-essen-salafisten-sollen-bombe-gelegt-haben-a-1088579.html

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