173. Ali Schariati (4/4)

التلبية

at-talbiya

Das Folge leisten auf einen Zuruf,

die Annahme der Einladung (1)

Ali Schariati und der Islam als »Schule«

Zum Abschnitt »Der Entwurf einer Schule« aus Ali Schariatis »Die Islamkunde«, Teheran, ohne Erscheinungsjahr, also vermutlich etwa 1970. Von Jacques Auvergne.

Hier wird die Übersetzung des aus dem iranischen Kermanschah stammenden Mohammed Djassemi »Macht und politische Ordnung im Iran« herangezogen, Djassemis Inauguraldissertation im Fach Philosophie aus dem Jahre 3 der Installation der Allahkratie auf iranischem Boden (Augsburg 1981). Djassemi wurde wie Schariati 1933 geboren und lebt heute auf der größten nordfriesischen Insel, im Eigenverlag veröffentlichte er »Der neue Humanismus: Auf dem Wege zu einer humanen Gesellschaftsordnung« (Tinnum, Gemeinde Sylt 2005).

Zunächst zu Schariatis Prägung und Horizont.

Der am 23.11.1933 geborene Ali Schariati, korrekt gesprochen ʿAlī Šarīʿatī, war Sohn des idealistischen islamischen Aktivisten und schariatreuen sprich menschenrechtswidrigen Koranexegeten Aqa Mohammad Taqi Shariati. Aqa Mohammad Taqi führte Sohn Ali in den Kreis um Abolqassem Shakibnia ein, einem Theoretiker der revolutionären Chimäre namens Islamischer Sozialismus, einer hinterlistigen oder hoffnungsvollen Fehletikettierung für Dhimmitude oder Kalifat. Ali Schariati schrieb sich am Teacher’s Training College zu Maschhad ein, wurde 1952 Gymnasiallehrer und gründete die Islamic Students‘ Association, was nach Protestaktionen zu seiner kurzfristigen Verhaftung führte. Im Folgejahr, am 19.08.1953, wurde mit Hilfe des amerikanischen Geheimdienstes CIA die demokratisch gewählte Regierung um Mohammad Mosaddegh gestürzt (1953 Iranian coup d’état). Schariati nahm Kontakt zur National Resistance Movement of Iran (NAMIR) auf. Bis 1955 studierte Schariati erfolgreich (Bachelor) an der Ferdousī-Universität zu Maschhad. 1957 wurde er wieder eingesperrt, gemeinsam mit sechzehn Mitgliedern des NAMIR.

In den Jahren zwischen 1958 und 1963 lebte Schariati in Paris, wo er Soziologie studierte, als exzellenter Student erkannt und geehrt wurde und Sartre kennenlernte. Um 1959 arbeitete Schariati mit dem FLN zusammen, der algerischen Nationalen Befreiungsfront (le Front de Libération Nationale), die zunehmend intensiv eine Fusion von Sozialismus, Nationalismus und Islam ausarbeitete. Schariati las später die Schriften des antikolonialistischen Vordenkers Frantz Fanon und wurde, 1964 in den Iran zurückkehrend, mit der Anklage subversiver Umtriebe für einige Wochen ins Gefängnis geworfen. Der Algerienkrieg (la Guerre d’Algérie) der FLN dauerte von 1954 bis 1962 und endete mit der Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich.

Neben den erwähnten Herren Shakibnia und Fanon hatte der Klerikersohn Jalal Al-e Ahmad (1923-1969) prägenden Einfluss auf Schariati. Al-e Ahmad war kurzzeitig Tudeh-Kommunist und wurde als Autor des antiimperialistisch-antieuropäisch motivierten »Gharbzadegi« (1962) berühmt, der Begriff bedeutet etwa „Westlichkeitswahn, Europäisch-amerikanisch verursachte Erkrankung des Orients“ und wurde um 1940 durch einen Heidegger-Kenner und radikalen Kulturrelativisten, durch den die universellen Menschenrechte dezidiert verweigernden Antisemiten und Teheraner Professor Ahmad Fardid geprägt, dessen geistige Nähe zu Sayyid Quṭb oder Adolf Hitler aufschlussreich ist für das Verweigern der universellen Menschenrechte vieler muslimisch geprägter Intellektueller bis in unsere Zeit, welche die angeblich kolonial ausgerichtete AEMR durch den Koran ersetzt wissen möchten. Das Buch »Gharbzadegi« (Occidentosis: A Plague from the West) wurde 1962 illegal veröffentlicht, das eher hasserfüllt als spöttisch gemeinte Gharbzadegi wird im Englischen treffend mit Occidentosis, Euromania oder Westernitis wiedergegeben. Der radikale Kulturrelativismus Fardids wird heute durch Schariafreund Abdolkarim Soroush (Hossein Haj Faraj Dabbagh) fortgeführt, den wir als global denkenden Proislamisten erkennen sollten, als Gegner der kulturellen Moderne und als Demokratierisiko. Nach 1953 war Al-e Ahmad für mehrere Jahre in Haft. Als ein weiteres persönliches Vorbild wird für den 1977 im englischen Exil verstorbenen Schariati Shapur Bakhtiar (Shāpūr Bakhtīār, 1915-1991) gelten können.

Bakhtiar besuchte als Jugendlicher die französische Schule in Beirut, war Student an der Sorbonne, Kämpfer in den Internationalen Brigaden des Spanischen Bürgerkriegs, im Zweiten Weltkrieg Mitglied des französischen Widerstands der Résistance und war schließlich, zu Beginn des Jahres 1979 wenige Wochen lang der letzte iranische Premierminister unter dem Schah. Bei Ausbruch der Islamischen Revolution konnte Bakhtiar nach Frankreich flüchten, wo er im Folgejahr, im Juli 1980, einem versuchten Mordanschlag gegen ihn entkam, bei dem ein Polizist und ein Nachbar starben. Bakhtiar lebte weiterhin in Suresnes im Westen des Großraums Paris (Département Hauts-de-Seine), wo er mit seinem Sekretär in der eigenen Wohnung durch drei Angreifer im August 1991 ermordet wurde, wie zu vermuten ist vom iranischen Geheimdienst.

Soweit zu Schariatis Prägung und Horizont, nun zu seinem Text.

Gleich mit dem ersten Satz erläutert uns Ali Schariati, was für ihn maktab bedeutet, was einem iranischen Intellektuellen eine „Denkschule“ ist, eine umfassende Weltanschauung nämlich, die den Charakter gesund erhalte und zivilisiere, ihn zur Tugend und Sitte forme und die allein uns als Hörern oder Lesern Verlässlichkeit und nachhaltiges Glück biete:

1. Wenn ich „Schule“ meine, so ergibt sich dafür folgende Definition: Schule besteht aus … einer konsistenten und proportionalen Reihe (auch: Summe) philosophischer Ausschau, religiöser Überzeugung, moralischer Werte und praktischer Methoden, die in einem kausalen Zusammenhang ein dynamisches, sinnvolles, richtungsweisendes und lebendiges Ganzes ausmachen; alle Organe dieses Ganzen werden von demselben Blut gespeist und von einem einheitlichen Geist beseelt.

Ein wissenschaftlicher Experte kann eine „Schule“ (Maktab) haben oder nicht.

Wie wir wissen, legt Ali Schariati sich und uns den Eintritt in die Schule der ewigen islamischen Bewegung nahe, die er, den mathematischen so genannten Zentralwert (Median) zur Verherrlichung Allahs gleichnishaft verwendend, als »The Median School Of Islam« anbietet, als Gleichzeitigkeit aus persönlichem, zur Orthopraxie mahnendem Heilsweg, korantreuem Gleichklang der Rhetorik und monopolistisch das gelingende Leben garantierender staatlicher Ethik der Scharia.

Dass damit jede Individualität islamisch-glücklich (totalitär) überwunden ist und ein jeder bereits jetzt weiß, was der die Bühne betretende Wissenschaftler, Journalist oder Poet gleich erzählen wird, schreckt den gottesfürchtigen Iraner nicht, was uns erschrecken sollte:

1. Wenn ein Experte für Physik eine „Schule“ besitzt, so können Sie im voraus erraten, welche Ansichten er über die wirtschaftlichen und klassenmäßigen Probleme hat, bevor er seine diesbezüglichen Meinungen geäußert hat. Von einem Experten der Ökonomie, – vorausgesetzt, dass er eine „Schule“ hat, – kann man ebenfalls annehmen, dass er diese oder jene philosophische Ansicht über die Welt oder die Natur besitzt.

Mit Schariati nämlich hält der fiktive koranbasierte Physiker oder Volkswirtschaftler den frühmittelalterlichen Staat von Medina für die erste klassenlose Gesellschaft und für die perfekteste aller Demokratien und erkennt den aus der Sphäre des absoluten Überblicks allerlei Einflüsterungen erhaltenden Mohammed als den vollkommensten Wissenschaftler aller Zeiten.

Alle irdischen sozialen Missstände sind damit auf grundsätzliche Islamferne zurückzuführen, individuelles Fehlverhalten ist Glaubensmangel.

1, 2. bei einer Person, die eine „Schule besitzt, bilden die ökonomischen, religiösen und philosophischen Ansichten … und selbst ihre künstlerische und literarisch Geschmacksrichtung ein zusammenhängendes (auch: harmonisches) Gewebe

Eine Biographie werdende Textilie, ein Wohlverhalten werdendes Flechtwerk, die oder das sich, haben wir einen vorbildlichen Menschen vor uns, aus der nahezu ungefilterten und ungehemmten Webekunst Allahgottes strickt, der allein schließlich Anstoß und Ursache ist, da er andernfalls nicht allmächtig wäre.

Der Asoziale weist einen islamrechtlichen Webfehler auf und der koranisch verbürgte Teufel wird zur sozialen Laufmasche.

2. Somit bildet die „Schule“ ein System, dessen einzelne Trabanten: Individuelle Affekte, soziales Verhalten, charakterliche (auch: moralische) Besonderheiten und insbesondere die philosophischen, religiösen und gesellschaftlichen Ansichten um eine zentrale Sonne kreisen

… den sonnigen Allah …

In sich sinnvoll und geschlossen befindet sich das System in einer bestimmten Richtung in Bewegung.

… in Richtung des harmonischen Miteinanders der schlussendlich rechtsverschiedenen „Gesamtgesellschaft“, in Richtung des Kalifats.

2. Und eine solche „Schule“ ist es, die Bewegung hervorbringt, Konstruktives leistet, gesellschaftliche Macht entwickelt, Engagement und Verantwortungsgefühl entstehen lässt, jedoch können weder Expertentum noch Wissenschaften eine ähnliche Wirkung verursachen. Und seit man den Islam aus einer „Gesinnungsschule“ zu einem „kulturellen Wissensgut“, einer „Ansammlung von Wissenschaften“ verwandelte, entledigte ihn man seiner Dynamik, seiner Verantwortung und seines sozialen Selbstbewusstseins, wobei ihm die Wirkung auf die Gestaltung des gesellschaftlichen Schicksals der Menschheit [abhanden kam].

Echter kultureller Fortschritt sei und bleibe stets korantreu. Am islamischen Wesen soll die Welt genesen, der makellose Ur-Islam aber ist durch gemeine Lobbies in die Verkrustung überführt worden.

Ohne sich von der Scharia zu distanzieren, stellt sich der Redner als ein Islamreformer vor. Wie sehr er den Klerus der Zwölferschia kritisiert, bleibt aus erklärlicher Vorsicht offen. Schariati erscheint gewissermaßen als schiitischer Salafist, jedenfalls als ein schiitischer Puritaner, der Lebensfreude, soziale Gerechtigkeit, Antikolonialismus und technologischen Fortschritt aus der einzig brauchbaren Handlungsanweisung herausliest, aus dem Koran.

Insofern ist Ali Schariati deutlich radikalislamischer als ein schließlich auch historisch gewachsenes Erbe verkörpernder iranischer Geistlicher, die deutliche Nähe zwischen al-Maududi und dem zu unrecht als „links“ oder „fortschrittlich“ gehandelten Schariati mag an dieser Stelle deutlich werden.

2, 3. (In meiner Vorlesung also) besitzt die Islamkunde eine solche (oben dargelegte) Bedeutung, keine (bloße) Kultur(-geschichte), keine bloße Ansammlung von Wissenschaften, die man studieren sollte. Selbstverständlich sind die islamischen Wissenschaften, die islamische Kultur sehr wertvoll und inhaltsreich und gereichen der islamischen „Zivilisation“ sehr zum verdienten Ruhm, jedoch (bei mir) hat die Islamkunde die Bedeutung der islamischen Ideologie

Erworbenes Wissen zur Scharia sei nachrangig, zunächst käme es auf die totale persönliche, eigentlich: ex-persönliche, Hingabe an. Im Stile des besonders weltüberwindend orientierten Teils der Sufis mahnt Schariati zum Tadscharrud, zur Ich-Abstreifung.

4, 5. Der Islam als eine Ansammlung von Wissenschaften hat sich während der Geschichte der islamischen Zivilisation zu einer Summe von philosophischen, theologischen (Kalām), linguistischen, historischen, kommentatorischen Wissenszweigen entwickelt. … Und der Weg, über diese Wissenschaften ein Wissen zu erlangen, ist, sie zu studieren. Aber den Islam als eine Ideologie muss man auf eine andere Weise verstehen und kennenlernen; der Islam als Ideologie ist keine fach-spezifische Disziplin, sondern das Fühlen einer „Schule“, er ist Glaube und nicht eine Kultur, sein Verstehen heißt Überzeugung und nicht das bloße Ansammeln von Wissen

Wie nebenbei bejaht Schariati die Schariawissenschaft und ihre mächtigen iranischen Eliten, verwirft aber ein etwaiges plattes Memorieren seitens der Koranschüler beziehungsweise ein eventuelles ausgesprochenes Karrieredenken der Geistlichen, sondern fordert eine ekstatische und militante (ich-auslöschende) Begeisterung und Hingabe eines jeden Adepten orientalischer Kultur oder religiöser Erkenntnis. Ali Schariati ruft zu einer vollkommenen Islamisierung des Bewusstseins des Einzelnen auf, zu einer seelischen Islamischen Revolution.

Für die profanen Äußerlichkeiten war in den Folgejahren Ruhollah Chomeini zuständig, Feingeist Schariati indessen bekümmerte sich um das vorbereitende religiöse Kribbeln der jungen Generation. Sein modern, hedonistisch und spontan daher kommendes islamverherrlichendes Denken bleibt eine Gefahr für Europa und Nordamerika, nicht zuletzt die jungen Muslime in Deutschland betreffend, die wir Sozialpädagogen und Sozialarbeiter vor der unkritischen oder pflichtschuldig-begeisterten Lektüre der Texte Schariatis warnen.

Das geradezu suchthafte Bestreben, den „eigentlichen“ Islam als harmlos und menschenfreundlich darzustellen, wird in den kommenden Jahren darauf angewiesen sein, Schariati in allen europäischen Sprachen zu vermarkten. Für vulnerabel dürfen wir hierbei die im Altersdurchschnitt oft eher jungen und sich gerne der politischen Linken zurechnenden Milieus der Amateure von attac, JuSo und AStA ebenso halten wie die multikulturell orientierten (enthemmt machtgeilen?) erwachsenen und professionellen Szenen der beiden Großkirchen, etwa dort, wo man seit Jahren eine Rabeya Müller zu Kirchentagsveranstaltungen einlädt oder überall da, wo man den demokratieüberwindenden Satz der Lamya Kaddor „Die Aufklärung ist nicht für den Islam übertragbar“ bagatellisiert oder als problematisch schlicht nicht mehr wahrzunehmen vermag.

Der Platonverachter und Renaissanceverspotter Schariati betreibt die Einbürgerung des Humanismus in den menschenverachtenden Islamischen Staat:

9. Mit dem Begriff „Humanismus“ meine ich hier den „Wert der Wahrheit“, der Bestimmung und des Sinnes, den jeder Mensch in seiner „Schule“ für die Menschheit in Aussicht stellt. Es handelt sich daher nicht um die spezielle Bedeutung des Begriffs im Sinne vom „Wesen des Menschen“, die bei den alten Griechen, in der Renaissance sowie bei den verschiedenen Schulen des Radikalismus im 18. und 19. Jahrhundert und schließlich beim Existentialismus im 20. Jahrhundert eine Rolle gespielt hat.

Die wertebeliebige Selbstbezogenheit der Existentialisten würde man ja gerne ausführlicher kritisieren, aber ist es nicht so, dass Schariati soeben die Intention und Arbeit der europäischen Aufklärung als radikal bezeichnet hat? Den Atheismus (Feuerbach, Nietzsche), der seine Pfahlwurzel sicherlich nicht in koranischer oder auch nur monotheistischer Erde schlagen möchte, hält der Iraner für einen Radikalismus.

Säkular religiöse Menschen, darunter es ja durchaus auch, aufgrund der islamischen Gewaltbereitschaft allerdings mittlerweile selbst in Deutschland erklärlich zurückhaltende, Muslime gibt, können den Atheismus entspannt als eine von mehreren Quellen sehen, aus denen sich die kulturelle Moderne speist und mit ihr jene Lebensform nährt, die jedem Menschen, auch dem weiblichen, maximale Chancen bietet: die freiheitliche Demokratie.

Nach der fiṭra-Konzeption, dem natürlichen Geschaffensein und göttliche Annäherung suchenden Ausgerichtetsein auf Allah hin, erklärt Schariati den gesunden (allahbewussten, schariakonform handelnden) Menschen zum Utopisten und Idealisten, zur Verkörperung gelingenden Lebens:

18, 19. Demnach entspringt die Bildung von Utopien, – allen äußerlichen Argumenten zuwider –, dem unumstößlichen und individuellen Bedürfnis jedes idealistischen Menschen. … Grundsätzlich ist der Wunsch nach einer „Über-Gesellschaft“ in der Fiṭra des Einzelnen und im Gewissen jeder Gesellschaft verankert. … Grundsätzlich beweist die Existenz von Utopien … , dass der Mensch stets geneigt ist, sich vom „gegebenen Zustand“ aus zu einem „gewünschten“ Zustand hin zu bewegen.

Wobei das Wünschenswerte wie zufällig mit dem sozialen Ideal des Koran übereinstimmt und nach Schariati selbst der engagierte Atheist die Existenz Allahs dadurch beweist, dass er zu etwas hin will.

Ṭālib, Schüler, heißt im eigentlichen Sinne Hin-Streber.

19. Aber die „Über-Gesellschaft“ einer „Schule“ ist keine phantastische Gesellschaft mehr; sie ist vielmehr eine ideale Gesellschaft, die entsprechend dem Geiste einer Schule fundiert (errichtet) werden soll; die Bekenner dieser Schule betrachten das Leben in einer solchen Gesellschaft als das eigentlich menschliche

So, wie es nur zwei Parteien geben kann, die Partei Satans und die Partei Allahs, könne es, folgt man Schariati, nur zwei Schulen geben, die antiislamisch-kranke von Karl Marx beziehungsweise Lenin und die proislamisch-gesunde, die eine Staatwerdung ihrer Lebensweise anstrebt, das Kalifat.

Schariati baut die eventuell vorhandenen Hemmschwellen des Zuhörers ab, den Schariaverweigerer öffentlich als unmenschlich anzuprangern, und verherrlicht den politisierten Eingottglauben, at-tauḥīd, in welchen er, ohne gegen die Scharia zu verstoßen, jeden pantheistischen und atheistischen Anspruch gleich integriert, was allerdings nur bedeutet, dass der Intellektuelle den hungrigen Islam die aus Allahgottes Blickwinkel allzu dürren Dimensionen von Pantheismus und Atheismus vollständig schlucken lässt:

23. Tauḥīd als weltanschaulicher meiner Schule. Meine Weltanschauung besteht aus dem „Tauḥīd“ … eine Auffassung von der Welt als Einheit und nicht als Teilung derselben in Diesseits und Jenseits (dunyā und ākhirat), in Physik und Metaphysik, in Materie und Geist, in Körper und Seele

Der Parteigänger einer göttlichen Natur hat fürderhin zu schweigen, Wanderer Schariati hat die Führung über den Pantheismus übernommen und ihn in sein Reisegepäck gesteckt, in Richtung der Glückseligkeit strebend, der größtmöglichen Nähe zu Allah.

Ganz im Hier und Jetzt die Höllenflammen knistern hören und den Paradiesglanz leuchten sehen, für besonders „dynamische“ Muslime ist das nun wahrlich kein spirituelles Problem.

Allah ist und will die Einheit, andernfalls hätte er ja einen zweiten Gott (den Teufel bzw. die Erde) neben sich. Schariati benutzt einen theologischen Taschenspielertrick und sagt nicht, dass er die Scharia nicht zur Basis aller Politik machen will und den Koran nicht zur Verfassung, darauf aber wäre es angekommen.

Kalifatspolitiker Mustafa Cerić verwendet in seinen englischen Texten das deutsche Wort Weltanschauung. Schariati:

23. Ich verstehe darunter [unter dem tauḥīd] eine „Weltanschauung“ und bin der Meinung, dass der Islam die gleiche Bedeutung dem Tauḥīd beimisst. Ebenfalls fasse ich „Schirk“ (=Vielgötterei) von demselben Blickwinkel auf. … „Schirk“ [ist] eine Weltanschauung, eine Auffassung vom Ganzen, die besagt, dass das Universum aus einer Summe von diversen, disharmonischen, in sich widersprüchlichen und heterogenen Bestandteilen, aus verschiedenen, völlig selbständigen und unversöhnlichen Polen, aus divergierenden Bewegungen, aus zerstreuten und zusammenhanglosen Wesenheiten … besteht. … Der Tauḥīd sieht das Universum als ein Imperium an, während … „Schirk“ es als eine feudale Ordnung betrachtet.

Blendend argumentiert, leider schariatreu und damit menschenrechtswidrig.

Ein wirklich mächtiger Teufel wäre ein zweiter Gott neben Allahgott und ist daher als Glaubensbestandteil zurückzuweisen, bedarfsweise mit der selben Prügel, die den Teufel islampädagogisch im Hirn des Kindes installiert. Der erkenntnistheoretisch unzulängliche Mensch bleibt damit vom Islam abhängig wie der Süchtige von seiner Droge, denn Kausalität und Kohärenz schaffen nicht die Naturgesetze, sondern schafft die Gottheit. Zugleich kann nicht einmal die Welt eine wirklich eigene Bedeutung haben, da diese die Rolle und Allmacht Allahs schmälern würde.

Mit dem Buch der Bücher bewaffnet, dem Ur-Buch schlechthin, geht Schariati beherzt ans Naturbetrachten:

27. Unter allen religiösen, wissenschaftlichen und philosophischen Werken ist [es] eigentlich nur der Koran, der alle Dinge, Realitäten und Bewegungen in der Natur als „āyāt“ bezeichnet.

Als Zeichen, so āyāt wörtlich, als Hinweis auf die Allmacht und Allgegenwart des Islamgottes. Die Verse des Koran selbst heißen so, Einzahl āya, und das menschliche Auge hat seit der Offenbarung an Mohammed den Eigenklang der Stimme Gottes, die koranischen Schriftzeichen, aus Stein, Baum, Stern, Quelle, Blume und Mensch herauszulesen, jedes andere Lesen, jede andere Wissenschaft, wäre schließlich Polytheismus und damit todeswürdig.

29. Widerspruch und Zwietracht [sind] mit der fundamentalen Annahme der Tauḥīdī-Weltanschauung unvereinbar. Demnach kann es in der Tauḥīdī-Weltanschauung keinen Widerspruch im Sein, keinen Widerspruch zwischen Mensch und Natur, Seele und Körper, Diesseits und Jenseits, Materie und Geist, sowie keinen rechtlichen, klassenmäßigen, sozialen, politischen, rassischen, völkischen, territorialen, blutsmäßigen, erblichen (genetischen), wesensmäßigen, anlagemäßigen (= fiṭrī) und sogar ökonomischen Widerspruch geben

Allahgott hat eben für alles gesorgt. Nach der fiṭra ist jeder Mensch als Muslim geboren und allenfalls nachträglich von seinen, in dieser Logik widernatürlich handelnden, Eltern oder Pädagogen zum Juden, Christen, Hindu oder Atheisten erzogen worden. Territoriale Widersprüche sind ebenfalls harmonisch zu beseitigen, nämlich durch Eroberung der Dār al-harb durch die Dār al-Islām, damit die unsteigerbar beglückende Einheit wirklich für jeden erfahrbar wird.

Das Kalifat, legt Schariati uns nahe, sei die von Karl Marx gut gespürte aber unzulänglich entworfene klassenlose Gesellschaft. Der letzte Prophet und mit ihm Muslim Schariati (wobei dieser auch hierin seinem Vater treu folgt) werden zum veritablen Sozialisten, und wer als junger Iraner den ganzen, den echten Sozialismus will, könne ihn nur auf dem Wege der Vertiefung des islamischen Bewusstseins erreichen.

29, 30. Der Widerspruch von Diesseits und Jenseits, … Vernunft (= ‚aql) und Erleuchtung (= ischrāq), Wissenschaft und Glaube, … Herrschern und Beherrschten, Geistlichkeit und Nicht-Geistlichkeit, … Licht und Finsternis, gutem und bösem Prinzip, … Proletariern und Kapitalisten … ist nur mit der „Schirk-Weltanschauung“ vereinbar, d. h. mit dem Dualismus, der Trinitätslehre oder Polytheismus vereinbar, und nicht mit dem „tauḥīd“, der die Schau der Einzigkeit darstellt.

Problem war gestern. „Der Islam ist die Lösung.“

Die Geistlichkeit abzuschaffen könnte den Exilanten Chomeini sauer werden lassen, aber Schariati hat das, genau betrachtet, soeben gar nicht gefordert: Der Ayatollah kann auch künftig also sehr wohl existent sein, wir Nichtkleriker sollen mit Schariati einfach keine Unterschiede mehr sehen zwischen den Scheichen und uns als den Gehorsamspflichtigen – auf zum Friedensfest.

Zwischen dem im Staatsauftrag Steine werfenden Muslim und der zu steinigenden Frau gebe es, nur mit ausreichender Weisheit betrachtet, keinen störenden Widerspruch, sondern bestehe dieser erhabene Fluss der Einheit des Seins und der göttlichen Harmonie.

31. Der Mensch hat innerhalb der Tauḥīdī-Weltanschauung nur vor einer Macht Furcht, er ist nur einem Richter gegenüber verantwortlich, er blickt nur nach einem Mekka (= Qibla) … im umgekehrten Fall wäre alles ohne „ihn“ nichtig und sinnlos … (Denn allein) die Ergebenheit (= taslīm, abstammend von islam!) „ihm“ gegenüber, welche zugleich das Grundgesetz des Seins ist, setzt den Menschen in die Lage, gegen alle falschen Mächte und demütigenden Fesseln der Angst und Habgier … zu rebellieren.

Humanität ist Gottgehorsam.

53. So gesehen ist auch der Kampf der Religion gegen Religion ein historischer Kampf: Die auf Vielgötterei aufbauende Religion … führt Krieg, um das gesellschaftliche „Schirk“, die Uneinigkeit der Klassen zu rechtfertigen, wogegen der Kampf der monotheistischen Religion … die Rechtfertigung der Einheit von Klassen und Rassen zum Ziele hat. Dieser historische Kampf zwischen Kain und Abel, „Schirk“ und „Tauḥīd“, … der Religion der List … und der Religion der Aufklärung, der Bewegung und der Revolution … wird bis zum Ende der Zeit (= ākhir az-zamān) andauern.

Der auf Kulturrassismus gegründete Koran legt dem Leser nahe, was Schariati natürlich weiß, das Judentum als die heilsgefährdende Lehre kosmischer Niedertracht und List zu begreifen, eine nach Schariati offensichtlich „ganzheitlich-harmonische“ Weltsicht, die sich im heutigen, muslimischerseits praktizierten Antisemitismus und Israelhass im Bereich zwischen Muslimbruderschaft und Millî Görüş äußert.

Dass Gotteskrieger Schariati wieder beim Dualismus der Manichäer gelandet ist, geht im vor lauter Kult um die kosmische Einheitlichkeit nicht mehr in den Verstand. Islam beseitigt jeden Widerspruch, denkt man ihn nur radikal genug. Letztlich betrifft dieser Fundamentalismus jede doktrinär aufgefasste beziehungsweise angedrillte Religiosität, wir sollten daher Qualitätskriterien für demokratietaugliche Religiosität bekennen.

In seinem Holländischen Tagebuch erkannte Leon de Winter, worum es für Europa bei der Integration eben nicht der Scharia, sondern der Muslime geht: „Wir sollten die Arroganz aufbringen, unsere neuen islamischen Mitbürger Verträglichkeit, Individualität und die Rechte und Pflichten des modernen Bürgertums zu lehren, doch wir lassen uns von den Illusionen des Multikulturalismus lähmen. Seit den sechziger Jahren machen wir uns selbst weis, alle Kulturen seien gleichwertig. Wenn das so wäre, wäre Kannibalismus nur eine Frage des Geschmacks. In den Niederlanden wie in ganz Europa wird der Druck der Intoleranten auf unsere Toleranz zunehmen.“

Rächer Schariati reinigt die Erde:

54. Das wird eine zwangsläufige Revolution sein, um der Kainschen Geschichte ein Ende zu setzen und die Gleichheit aller im Weltmaßstab zu verwirklichen. … … dies geschieht in Form einer Weltrevolution, einer historischen und klassenmäßigen Rache, die sich mit aller Entschiedenheit über das gesamte Leben der Menschheit erstreckt.

Schariati will den Weltfrieden der Pax Islamica, das Globalkalifat. Angesichts von so viel Glaubenseifer könnte ja selbst ein Chomeini anerkennend staunen. Mangel an Entschiedenheit wird man den iranischen Islamrevolutionären der späten Siebziger Jahre nun wahrlich nicht vorwerfen können.

Der 1977 verstorbene Schariati stellt sich uns mit seinen, den politischen Umsturz im Namen des Islam fordernden Sätzen als Wegbereiter der 1979 errichteten göttlichen Diktatur vor und löst endlich auch das Betriebsgeheimnis von dem, was er sich unter einer „Schule“ vorstellt:

66. Die Ideologie ist innerhalb dieser Schule, – um es in einem Wort zu sagen –, gleichbedeutend mit dem Islam.

Um dem Publikum allerdings sogleich ein neues Rätsel zu präsentieren:

Die Frage aber lautet, mit welchem Islam?

Ganz viele kleine Islame. Oder sagt man Islams?

Der in Bahnhofsvierteln ohne Gewerbeschein auf unsere Wettgelder erpichte Trickser verwendet mehrere Hütchen. Und nur eine Kugel. Taschenspieler Schariati verdoppelt die Scharia oder halbiert sie:

67. Der Islam von „Gerechtigkeit und Führung“ Ja! Der Islam von „Kalifaten, Klassen und Aristokraten“ Nein!

Der Islam von „Freiheit, Bewusstsein und Bewegung“ Ja! Der Islam von „Gefangenschaft, Schlaf und Ruhe“ Nein!

Der „kämpferische“ Islam Ja! Der „geistliche“ Islam Nein!

Der Islam als „Gesinnungs- und Gesellschaftskampf“ als „wissenschaftliche und rationale Autorität“ Ja! Der Islam von „Imitation, Fanatismus und Ergebenheit“ Nein!

Der Islam von „Koran“ Ja!

Der Mann betrügt weniger uns als vor allem sich selbst.

68. Das, was ich als Suchender wünsche, ist eine Rückkehr zum Islam als einer „Ideologie“. … Den Islam als Ideologie … kann man begreifen, wenn man die … Hauptkomponenten einer wissenschaftlich analytischen und komparativen Untersuchung unterzieht: Allah, Koran, Mohammed, Mustergefährten (=ṣaḥabī) und (Propheten-)Staat (=Madīna).

Die ideale Gesellschaft … heißt „Umma“. … Das Wort „Umma“ … beinhaltet einen fortschrittlichen Geist, eine dynamische, engagierte und ideologische Schau der Gesellschaft.

70, 71. Der ideale Mensch = „Der Kalif Gottes“. Das ist ein „gottähnlicher Mensch“, in dem der „Gottesgeist“ über die „satanisch-schlammige“ Hälfte gesiegt hat … Die Richtschnur der Bildung, die pädagogische Philosophie rührt von dem Imperativ her: „Gewöhnet euch an die göttliche Ethik! … Das schließt zugleich die Absage an jedwede fixe und konventionelle Erziehungsmaßstäbe ein. … Dieser ideale Mensch durchquert die „Natur“ und wird dabei Gott gewahr; er wendet sich den „Menschen“ zu und gelangt somit an Gott. Dieser sein Weg geht also nicht an der Natur vorbei und macht keinen Bogen um die Menschen.

Religiöses Kleingeld. Islamisches Einmaleins.

Die Natur dem Kalifat nutzbar machen. Und zugleich die muʿāmalāt-Dimension der Scharia erfüllen, jene Verpflichtungen, die Allāh dir den Menschen gegenüber aufgetragen hat und deren Nichteinhaltung, etwa, als Mann ohne triftigen Grund dem Freitagsgebet fern bleiben oder als Frau kein Kopftuch zu tragen und dem Ehemann ungehorsam zu sein, dich nach deinem Ableben in das Höllenfeuer eingehen lässt.

Bedauerlich, dass der Iraner lebenslang die universellen Menschenrechte nicht als wertvoll erkannt und verteidigt hat. Schariati hätte besser Pistazien gezüchtet und zur Geistes- und Religionsgeschichte der Menschheit geschwiegen, als sich (und die Geschichte) derartig zu verbiegen. So sehr kann die Jahrhunderte alte Scharia das Denken eines Menschen verzerren.

Der „einzelfallorientierte“ (willkürliche) Islam von Scharia und Fiqh hat sich nicht verändern können, er wird es auch nie. Der barbarische Kult hat den Hirnen und Leibern von muslimischen Intellektuellen wie Ali Schariati vielmehr den einzigen irdisch möglichen Verwendungszweck zugewiesen, nämlich zu jenem Geröll zu werden, den eine Armee zum Erreichen des Schlachtfeldes nun einmal braucht, zum Schutt der Aufmarschrampe des islamischen Faschismus.

Wer daraus nichts lernen möchte, wird die mordreiche Lektion wiederholen müssen. So lange wir Europäer oder Nordamerikaner unseren Politikern und Kirchenfunktionären nicht widersprechen können oder vielmehr wollen, die faktenfern behaupten, der Islam sei eine „im Kern friedliche Religion“, droht der islamische Totalitarismus auch in Europa mit klandestinen Geheimdiensten, Entführungen und Auftragsmorden Einzug zu halten. Der organisierte Islam der Scharia – und einen anderen organisierten Islam gibt es nicht – gefährdet im polizeilich und journalistisch kaum noch erreichten Abseits unserer Städte die freiheitliche Lebensweise längst mit Zwangsheirat und Ehrenmord, mit Polygamie sowie mit elf- oder zwölfjährigen schwangeren Bräuten, kurz, mit eben der Rolle der Frau, die der keinesfalls falsch verstandene Allahgott als sittlich einwandfrei und deine Seele rettend vorsieht.

Wer war und wer blieb Ali Schariati, der Zornige und Belesene, der antikolonialistische Aktivist, der Sohn des Tafsīr-Fachmannes, der religiös beseelte Antikommunist, der Kenner von Europas Geschichte und Literatur, der strahlende iranische Redner in Moscheen, auf Marktplätzen und in Universitäten, der Mann mit dem gewinnenden Lächeln, dessen Stimme jahrelang in Hunderttausenden von Iranern Stolz und Hoffnung erwecken konnte? Chomeinis Maskottchen.

Der Harlekin des Kalifats.

Jacques Auvergne

(1) Muslim, begebe dich in die Harmonie mit dem ursprünglich islamischen Weltall, übe dich in der absolute Befolgung, at-talbiya, in der einzig angemessenen Antwort auf die absolute Einladung: „Labbayka Hajjan – O Allah! I answer Your call to perform Hajj.“

“Labbayk, allahumma labbayk … – Dear God! I accept your invitation …”

Aus: HÜSSEYİN ALGÜL: »The blessed days and nights of the Islamic Year«, İzmir 2005 (Originaltitel: Mübarek Gün ve Geceler, 2004)

http://books.google.de/books?id=mk-E3rDUFgIC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

Scheich Muhammed Ali FARKÛS (Ferkous) aus Algerien (»Cheikh Ali Ferkous sort enfin de son silence et donne son avis sur la question de … «). Seine Fatwas finden sich unter http://www.fatawaferkous.com). Farkûs / Ferkous spricht zu uns über die einzig mögliche Annahme der einzig wahren Einladung, über die Talbiya, die von den Männern laut erfleht wird, die mit ihrer Stimme zur Verführung und Sünde verlockenden Frauen dürfen sie denken:

“Talbiya: is to say in hajj or in`Umra “Labbayk Allahumma Labbayk, Labbayk La Sharîka Laka Labbayk, Innal Hamda Wan Ni`mata Laka Wal Mulk, La Sharîka Lak (here I am at Your service O Lord, here I am, here I am. There is no partner to you. Here I am. Truly, the praise and favor is yours, and the dominion. There is no partner to you).”

“For this reason, a Muhrim woman in hajj or in `Umra makes Talbiya and does not rise her voice. The sharia ordered her also to clap her hands and not saying Tasbîh in the prayer, all this in order to avoid temptation and avoid falling into sin.”

http://www.ferkous.com/eng/Bk9.php

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