214. Islamische Pädagogik

عبادة

ʿibāda

Gottesknechtschaft

Ultimative Folgsamkeit Allah und seiner Scharia gegenüber

Allahs Pädagogik

Zu: Syed Muhammad Naquib al-Attas (Hg.), Muhammad Qutb, Muhammad Faisal al-Saud et al.: »Aims and Objectives of Islamic Education« (1977), übersetzt und kommentiert von Jacques Auvergne.

Syed Muhammad Naquib al-Attas (* 1931 in Bogor, Java, Indonesien) ist ein bekannter malaysischer Forscher zur südostasiatischen Islamischen Geschichte. Professor Naquib al-Attas gründete und leitete das der International Islamic University Malaysia (IIUM) angegliederte International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC) sowie das der Staatlichen Universität von Malaysia zugehörige Institut für Malaiische Sprache, Literatur und Kultur.

Der allahkratisch blockierte Philosoph ist weltweit durch seine Forderung nach der Islamisation of knowledge bekannt geworden, fordert mithin die Islamisierung der Wissenschaften und damit die Überwindung der Wissenschaft. Die hier betrachtete, 1977 herausgegebenen Schrift »Aims and Objectives of Islamic Education« des salafistischen Denkers wurde im Jahr der Islamischen Revolution (Iran 1979) im Gottesstaat Saudi-Arabien publiziert.

Im Band stellen acht Pädagogen ihre Ansichten vor, wir beschränken uns auf drei Denker und auf die Kapitel Eins, Zwei und Acht und lassen neben Naquib al-Attas (Introduction; Preliminary Thoughts on the Nature of Knowledge and the Definition and Aims of Education, Seiten 1 bis 47) auch den 1919 geborenen Ägypter Muhammad Qutb (The Role of Religion in Education, 48 bis 62) sowie Prinz Muhammad Faisal al-Saud (The glorious Quran is the Foundation of Islamic Education, 126 bis 133) zu Wort kommen.

Wer Indonesiens Islamische Universitäten wie die an sechs Standorten tätige Universitas Islam Negeri (UIN) gründlich untersucht (1), beruft sich zur Erklärung der schariawissenschaftlichen Begriffe gerne auf Syed Muhammad Naquib al-Attas (al-Attas 1985: Islām, Secularism and the Philosophy of the Future) (2).

Das seinem Wesen gemäß eines tatkräftig zu erniedrigenden Feindes bedürftige, das geheiligt herrschsüchtige islamische Denken unserer Zeit wird eben auch in Südostasien entwickelt, dem Kernland der schafiitischen Rechtsschule. Ob die weltweite islamisch organisierte Gegenmoderne auf den Spuren etwa von al-Maududi, Qutb oder Erbakan eine Salafisierung, eine Hanbalisierung oder eine korantreu bleibende Fusion der Rechtsschulen darstellt, bleibt vorerst wohl offen, wichtiger sei uns heute die schlichte Betrachtung des wachsenden weltweiten Einflusses des indonesischen und malaysischen Islam.

Selbst Mustafa Cerić aus Sarajevo (ECFR, um Yusuf al-Qaradawi), der im kroatischen Zagreb und US-amerikanischen Chicago arbeitete, lernte und lehrte zwischen 1991 und 1993 in Malaysias Metropole (3). In der Stadtregion Kuala Lumpur, der einstigen Wirkungsstätte des amtierenden bosnischen Großmuftis, leben acht Millionen Einwohner, also etwa so viele Menschen wie in London, darunter, vielleicht in einer Art von exportfähigem Planspiel oder Vorwegnahme einer europäischen Dhimmitude, jeweils 40 Prozent Buddhisten (Harbis) und Muslime. Im Sommer 2010 ließ der zaghaft proschariatisch (gegendemokratisch) orientierte deutsche Wissenschaftsrat (WR), der Bosnier Cerić stand skandalöserweise wochenlang auf der Liste der Eingeladenen (4), den Rektor der Staatlichen Islamischen Universität Sunan Kalijaga (Yogyakarta, Indonesien) in Köln reden. Islamisch ergebnisorientiert (sprich: eher wahrheitswidrig) durfte der zauberhafte Professor Amin Abdullah dort den repressiven Islam von Scharia und Fiqh als multipel interpretierbar (Islam is a polyinterpretable religion) darstellen (5), die europäischen Eliten hören das doch so gern.

Einer schamanistischen Beschwörung baldigen Jagdglücks erstaunlich ähnlich, ist die hingebungsvolle öffentliche Islambeschwichtigung zur Pflichtübung postmodernen Wohlverhaltens geworden.

Wenn paradies- und höllengläubige Koranfreunde von Erziehung reden, haben sie im Sinn, dass der zu „muslimisierende“, der zu schariatisierende junge Mensch von den Zumutungen allgemeiner Menschenrechte ferngehalten wird. Wie die Saphirnadel eines Schallplattenspielers sozusagen gehorsam in der für sie vorgesehenen Rille läuft, so hat auch der Muslim die Banden des sittlichen Lebens keinesfalls zu überschreiten und gleicht seine Sichtbarwerdung von Orthopraxie, Weltdeuten und Wissenserwerb dem Abspielen eines vorgeprägten Klangbildes. Das von (absolute Verderbnis heran ziehenden) Dämonen und Teufeln durchflatterte Universum kennt nur eine Sittlichkeit, die Lebensweise des letzten möglichen Propheten und seiner medinensischen Urgemeinde, und der kulturrassistische Stadtstaat von Medina wird gleichsam zu Allahs Schallplatte, zum Referenzmodell für eine jede menschlich zu nennende Politik (good government). Islamische Erziehung (Islamic education) darf die bis zum Tag der Auferstehung gültigen Grenzen der Scharia nicht antasten, nach der Frauen und Nichtmuslime emotional und juristisch herabzustufen sind.

»Aims and Objectives of Islamic Education« erschien in der Reihe Islamic Education Series der King Abdulaziz University zu Dschidda. Das Vorwort verfasste Ahmad Salah Jamjoom („Dschidda 1978“) als Vorsitzender der First World Conference on Muslim Education. Herr Jamjoom macht uns klar, was der Mensch – der allahbewusste, sprich der sittlich handelnde Mensch – geistig imaginieren und tätig realisieren darf und was nicht. Islamische Erziehung wird als human, ausgeglichen, feinsinnig, schützenswert und verletzlich dargestellt, die irgendwie bedrohlichen und sicherlich kulturell minderwertigen Britischen, Französischen, Amerikanischen und Russischen Erziehungskonzepte würden auf Dauer mit dem Islamischen pädagogischen Konzept in Konflikt geraten und es, vielleicht irreversibel, beschädigen (6).

Zum 33 Jahre alten Text. Syed Muhammad Naquib al-Attas (al-ʿAṭṭās, Foto 7) beginnt mit seinem Eingangstext zum acht Autoren versammelnden Band:

Einleitung

1. Das Ziel jeder Erziehung im Islam ist die Heranbildung des guten Menschen. Was aber bedeutet nach unserem Konzept „guter Mensch“? Grundlegender Baustein Islamischer Erziehung ist das Einimpfen (taʾdib), von adab, Disziplin und gutem Benehmen, denn es ist allein der adab im umfassenden Sinne, der das spirituelle und materielle Leben eines Menschen auszurichten und die angestrebte Qualität des Guten beizubringen vermag.

Was gut ist, so legt der Erzieher uns implizit nahe, wisse nicht der Freund der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948), sondern der Schariafreund. Lasst uns allahbewusste Menschen erzeugen und lasst uns eine religiöse Elite heranziehen, um die einzig menschengemäße Seinsweise aufzubauen, das Kalifat. Zeitgleich sind die Nebel der Unwissenheit zu vertreiben:

Angesichts des erkennbaren Dilemmas, das auf der muslimischen Weltgemeinde lastet, besteht unter Muslimen die allgemeine Tendenz, die schädlichen Ursachen für von außen kommend zu halten. Derart externalisierend, werden die westliche Kultur und die westliche Zivilisation als Quelle des Islamischen Verfalls ausgemacht. Dass Ursachen des gegenwärtigen, den Islam gefährdenden Drucks außen liegen, ist zwar völlig richtig beobachtet, aber nur die halbe Wahrheit. … Die allgemeine Krise, in die wir Muslime geworfen worden sind (a state of general crisis), …, liegt unzweifelhaft (undeniably) in einem gewissen Verfall der Ordnung unserer umma selbst (a certain anomaly within our Community). … Nur in unserem Gewahrwerden, Anerkennen und Durchschauen dieser internen Gründe … werden wir einen Ausweg aus der Beschwerlichkeit finden, die uns so leidvoll bedrückt.

Immerhin zeigt Naquib al-Attas eine gewisse Reife, die Ursache für die „eigene“ missliche Lage nicht völlig den „anderen“ zuzuschreiben. Den Leser irreführend, lässt der Autor die Frage gar nicht erst aufkommen, warum es denn ein antiwestliches muslimisches „Wir“ geben soll. Argumentativ ähnelt Naquib al-Attas dem iranischen Wegbereiter des Gottesstaats, Ali Schariati, der die jungen so genannten Muslime vor der „Westlichkeitskrankheit“ (Gharbzadegi oder Occidentosis) warnte.

Modern wirkenden gegenmodernen Theoretikern wie Schariati und Naquib al-Attas geht es um die Pressefreiheit und die Gleichberechtigung der Frau, die kulturell bzw. religiös begründet zu verhindern sind. Wer ihnen, auch im Namen der universellen Menschenrechte, widerspricht, bringe die jungen Muslime in eine Situation der Entfremdung von ihren famosen seelischen und sozialen „Wurzeln“ und sei ein intoleranter Quälgeist (wer heute in Deutschland die AEMR über die Scharia stellt, lässt sich ja vielleicht als „Nazi“ ausmachen).

2. Nie werden wir dieses Elend überwinden können, solange wir nicht verstehen, warum wir uns die Schwachheit gestattet haben, vom rechten Pfad abzuweichen (of straying away from the right path).

Es gibt einen Ausweg, und der heißt al-islām. Schlampig und egoistisch sind die Muslime von Sunna und Scharia abgewichen, und nichts anderes ist für den Islamischen Pädagogen der Grund für ihr heutiges kulturelles und machtpolitisches Siechtum.

„Der Islam ist die Lösung!“ lautet das Motto der 1928 gegründeten Muslimbruderschaft. Zum Teufel mit Laxheit und Genussucht:

2. Auf eine einzige Ursache scheint sich das Dilemma reduzieren zu lassen, in dem wir uns befinden: Auf den Verlust von adab (the loss of adab), den Verlust von guter Sitte und gutem Benehmen.

Auf den Verlust von islamischer guter Sitte versteht sich, nicht dass jetzt irgendjemand die Gleichberechtigung der Atheisten oder gar der Frauen aus sittlichen Gründen einfordert. Nichtmuslime sind nahezu definitionsgemäß unsittlich, denn jeder der adab hat, Benimm, ist letztlich Muslim.

Der Einfachheit und dem natürlichen Ausgerichtetsein (fiṭra) aller Kreatur auf Allāh hin bleibt der glaubensstrenge Malaysier beim Wort disciple, islamischer Knigge bzw. islamische Orthopraxie:

2. Ich spreche heute über den Verlust von guter Sitte und gutem Benehmen, von dem Körper, Geist und Seele gleichermaßen betroffen sind. Jene gelebte Gottesfurcht und Strenge, die allein es vermag, einem die angemessene Position in Bezug auf körperliche, geistige und geistliche Kapazitäten und Potentiale zu weisen. Adab allein, Disziplin und Benimm, zeigt mir ferner, dass alle Erkenntnis und alles Sein hierarchisch geordnet ist.

Hierarchie, Herrschaftsordnung, klingt durchaus nach Feudalsystem. Entwicklungsbiologisch mag die Orchidee über der Grünalge stehen und der Mensch über dem Pantoffeltierchen. Leider hat Syed Muhammad Naquib al-Attas von Charles Darwins dem jeweiligen Biotop leistungsstark angepassten Galapagosfinken gar nicht gesprochen.

Sicherlich kann nicht jeder den Nobelpreis für Physik oder die olympische Goldmedaille im Kurzstreckenlauf erhalten. Es gibt unter Menschen Leistungsunterschiede. Unser südostasiatischer Rufer nach Tugend und Sitte im pädagogischen Betrieb hat jedoch eine wesentlich weiter greifende irdische Rangabstufung im Blick und Allahgottes strafendes Weltgericht gleich mit. Dass Menschen in erster Linie ungleich seien, betonten Staatsplaner wie Mohammed oder Hitler.

Kaiser, König, Edelmann, Bürger Bauer, Bettelmann, so erklärte und forderte die mittelalterliche oder absolutistische Epoche die steigende Minderwertigkeit als göttliche Natur (Ordo Dei). Auf gut islamisch heißt so ein religiös-kultureller Rassismus: Kalif, Scheich, Imam, muslimischer männlicher Endverbraucher, dessen Weib oder Kind, der Dhimmi, der Harbi.

2. Jeder Verlust von adab ist ein Verlust an Gerechtigkeit, was wiederum mit der Verwirrung des Erkennens einhergeht.

Der Ex-Muslim sei desorientiert. Wer den Aufbau des Kalifats nicht engagiert unterstützt, ist unsozial und charakterlos.

Du musst den Islam leben, nichts als die ungeschmälerte Gottesherrschaft macht dich wirklich frei. Rechtsstaat ist gelebtes Unrecht, die freiheitlichen Demokraten nehmen Politik und Pädagogik leider falsch wahr.

2. Bezogen auf Gesellschaft und muslimische Gemeinde müssen wir feststellen, dass eine Verunsicherung hinsichtlich des Islamischen Wissens und der Islamischen Welterkenntnis (Islamic world-view) jene Bedingungen schafft, die den falschen Führern (false leaders) den Aufstieg ermöglichen, was Grundlage aller Ungerechtigkeit ist.

Ohne Führer fehlt dir was.

3. Der Koran, diese Quelle allen wahren Wissens …

Es gibt unerwünschtes Wissen …

Wissen will in einer Haltung der Verbindlichkeit und Demut erworben werden. Wissen darf nicht gelernt werden, als wäre es für jeden gleichartig verfügbar, ohne Bewertung von Intention, Anwendung und Vorkenntnis.

Alle Esoterik teilt die Menschen in verschiedene Grade der Einweihung auf, deren rangniedere Klassen mit einer angemessenen Dosis von Minderwert zu befrachten sind. Der Kult um die Meister gebietet dem Adepten die Mehrarbeit, das öffentliche Buckeln, die Schreckstarre des geheiligten Ernstes, das flackeräugige Lächeln, das Anwerben neuer Gruppenmitglieder, das Ausschalten des kritischen Geistes und das gelegentliche Erniedrigen der Novizen und Unkundigen. Für den als autoritäre Persönlichkeit oder autoritären Charakter bekannten Menschen ist so ein hierarchisches, von Charisma getränktes System viel verlockender als Wissenschaftlichkeit und nüchterne Kollegialität. Selbstironie und Außenansicht sind von den elitären Dazugehörigen erfolgreich zu bekämpfen, damit keiner ausbricht, keine Seele verloren geht.

Wo immer wir dem Islamischen Wissen und der Islamischen Weltsicht begegnen, stellen wir mit Gewissheit fest, dass beides auf umfassender Autorität basiert. Schließlich ist der Islam bereits von Anfang an in Perfektion gestiftet worden und eine weitere Entwicklung zur Vollkommenheit ein Ding der Unmöglichkeit. Das volle Wissen steht damit jedem Muslim zur Verfügung.

Wirkliche pädagogische, soziologische oder psychologische neue Erkenntnisse kann es gar nicht geben, das steht alles bereits im Koran.

Du musst lediglich deinen islamischen Führern engagiert und diszipliniert folgen, dann steht dir die Welt der Erkenntnis offen und vielleicht ja auch das Tor zum Paradies.

Hingabe, Liebe, Achtung, Bescheidenheit und Verständigkeit bleiben unzugänglich, solange nicht durchschaut und beherzigt wird, dass Intellekt, spirituelles Wissen und Tugend hierarchisch gestaffelt sind.

Der Frauen und Nichtmuslime brutal diskriminierende Charakter des Islamischen Rechts ist Naquib al-Attas keine Silbe wert. Es gibt die Meister, die uns das außerweltlich verankerte Licht der Rettung und die hier und heute bedrohende absolute Finsternis aufzeigen, und es gibt dich, den muslimischen Endverbraucher, in deinem Gehorsam oder deinem Frevel.

Führer befiehl, wir folgen dir.

4. Unordnung ist das Erscheinungsmerkmal von Ungerechtigkeit.

Allahs Kasernenhof duldet keine Nachlässigkeit. Die Steinigung der Ehebrecherin ist schon in Ordnung, findet der Pädagoge aus Malaysia, schließlich hält sie andere Menschen von der unordentlichen Lebensführung ab. So gesehen fällt die islamisch-religiös abgehackte Diebeshand zwar vom Körper ab und auf den Boden herunter, aber in die beglückende Zone der Ordnung hinein (das vorliegende Buch ist in Saudi-Arabien publiziert worden).

Jeder wird die Tatsache anerkennen, dass die Ordnung im Weltall hierarchisch ist. Das ist die Göttliche Ordnung (the Divine Order), die alle Geschöpfe einschließt, der vollkommene Ausdruck von Gerechtigkeit. Gott ist der GERECHTE (the Just), der in reinster Gerechtigkeit alle Wesen kleidet und nährt.

Weshalb der Dhimmi den Muslim mit der zu entrichtenden Kopftsteuer (Dschizya) gleich zusätzlich nährt.

Kapital muss zu Allahgottes Stellvertretern (Kalifen) fließen, welche die Beute islamisch gerecht (diskriminierend, der Frau die Hälfte) zuteilen.

Haupterkennungsmerkmal des Verlusts von adab ist die Tendenz zur Gleichmacherei (the process of levelling), wie sie das muslimische Denken von Zeit zu Zeit befällt. Mit Gleichmacherei meine ich, alle und jeden auf das gleiche Niveau zu bringen wie den Gleichmacher.

Da sei Allahgott vor, die Ehefrau ist nicht gleich zu behandeln.

Auch der muslimische Endanwender darf niemals das Recht beanspruchen, denselben islamischen Durchblick zu haben wie sein Mufti oder Scheich. Der Geistliche ist schließlich nicht gerne arbeitslos, also zur Hölle mit den Gleichmachern (Demokraten).

Der dem Islam Unterworfene (al-muslim) ist eingeladen, theologische Karriere zu machen. Im Sinne der Hisba darf selbst ein in Bezug auf die Schariawissenschaften eher unkundiger Muslim die Pflichtvergessenen mahnen, einschüchtern oder schlagen. Ungleichheit ja bitte! Gib mir jemanden zum Verachten.

Dieser dekadente Vorgang der Nivellierung im Bereich von Geist und Haltung wird von den falschen Führern (false leaders) befördert, die unsere legitime (islamische) Autorität und wahrhaftige Rangordnung untergraben möchten … Diesen [unsittlichen] Kampf für den Individualismus bezeichnet [das Adjektiv] DSCHAHILI, was immanente Rebellion [gegen Allah] meint. …

Sobald die Muslime in Bezug auf ihr Islamischen Wissen und das dazugehörige Weltbild verunsichert sind (confused), pflegen in allen Epochen der Geschichte des Islam untreue ʿUlamāʾ (islamische Gelehrte, sg. ʿĀlim) zu erscheinen, die sich die religiöse Führung (religious leadership) anmaßen und so tun, als sei ihre Lehre mit der Lehre des Islam in Konformität zu bringen. …

Sogar die Warnung vor der Ǧāhilīya (Jahiliyyah), der vorislamischen bzw. gegenislamischen Barbarei, fehlt in der Argumentation des Malaysiers nicht. Was für eine geistige Nähe zum Cheftheoretiker der Muslimbrüder, Sayyid Qutb, dessen Bruder weiter unten das Wort ergreifen darf.

Über den Begriff des Heuchlers (munāfiq, pl. munāfiqūn), der klassischerweise auf Dauer in einer noch tieferen Hölle brennt als der Polytheist, lässt sich jeder halbwegs demokratische Gelehrte plausibel als Verräter brandmarken, als Islamfeind. Verräterische Gelehrte sind zu boykottieren oder zu vertreiben, und von hier bis zur Glaubenspraxis der Ermordung des Berliner Gegenkalifen durch die deutschen Kaplan-Anhänger (Bewegung Kalifatstaat) ist es vielleicht kein großer Schritt mehr.

Diese Leute behaupten, die egalitären Prinzipien des Islam zur Blüte zu bringen, doch sind sie davon weit entfernt und erreichen nichts als die Zerstörung, zumindest die Unterminierung der legitimen [schariatischen] menschlichen Autorität und Hierarchie: Alle Menschen werden auf IHR Niveau gesenkt oder gehoben, was für eine schreiende Ungerechtigkeit!

Ein egalitärer ʿĀlim ist ein Werkzeug des Teufels. Zur Hölle mit den pflichtwidrig handelnden ʿUlamāʾ.

5. Sie mögen sich modernistische Islamgelehrte nennen oder traditionsverbundene „Reformer“, gemeinsam mit der dritten Gruppe, den säkularen Lehrern und den Intellektuellen, betreiben sie die Zensur ihrer eigenen islamischen Lehrmeister, ihrer wahren Führer.

Weil die Muslime unserer Zeit derartig desorientiert, kenntnislos und schlampig sind, übersehen sie, dass die falschen Lehrer armselige Imitate der Vergangenheit sind. Diese Leute bringen angeblich Neues, doch nichts, was die strahlenden Muslime der Vergangenheit nicht bereits gebracht haben.

Ihr Konzept der menschlichen Geschichte ist durch westliche Ideen (influenced by Western ideas) zur menschlichen Evolution und historischen Fortschrittsentwicklung ebenso [zersetzend] beeinflusst worden wie durch die säkulare Wissenschaft.

Das Heilige in die Archäologie zurückbringen, die Seelenrettung in die Pädagogik integrieren. Sittenwächter in Mensa und Campus sowie professionelle oder ehrenamtlich tätige Religionspolizisten im Hörsaal werden die Folge sein.

Die Option auf Änderung (Falsifikation), die eine jede Wissenschaftlichkeit kennzeichnet, ihren Vorläufigkeitsvorbehalt, mögen wir doch bitte durch das feierliche bis flehentliche Klopfen an die Paradiestüre ersetzen und, wie Terrorpilot Mohammed Atta es stilsicher tat, die Doktorarbeit zur Stadtplanung mit einem kalligraphischen „Im Namen Allahs“ beginnen lassen.

Für die faktenfern lächelnden bzw. donnernden Freunde der Islamisierung der Wissenschaften (Islamisation of knowledge) ist für die Menschheit seit dem Niedergang des medinensischen Staates der Salaf, der rechtschaffenen Altvorderen (622-855 n. Chr.) zivilisatorisch alles bergab gegangen. Syed Muhammad Naquib al-Attas definiert sich recht klar als Salafist, indirekt attestiert er den Orient als kulturell bedroht. Der prekäre Orient.

Der absoluten irdischen Gehorsam fordernde Naquib al-Attas leugnet die anerkannte Theorie der Evolution des Homo sapiens aus dem Gefüge der heutigen oder ausgestorbenen Säugetiere und aus dem umfangreicheren Rahmen der Wirbeltiere.

Der malaysische Pädagoge versteht sich als Rufer nach Zucht und Ordnung, als Seelenretter und Kreationist. So ein Mensch ist als deutscher Ansprechpartner für Innenministerium, Wissenschaftsrat und Kultusministerkonferenz in Bezug auf die Ausarbeitung der Curricula für den Islamischen Religionsunterricht (IRU) ungeeignet (sollte man meinen). Dort distanziert man sich leider nach wie vor nicht von der syrischstämmigen Faktenkritikerin Lamya Kaddor, die das islamische Mysteriöse in den Schulbetrieb integriert: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“. Die irgendwie vorbildliche Pädagogin aus Dinslaken-Lohberg, einst nahm sie eine Geldspende vom libyschen Revolutionsführer Gaddafi (WIPL) entgegen, spielt bei den die Demokratie gefährdenden ministeriellen IRU-Projekten eine zentrale Rolle. An der Uni Münster arbeitet sie nicht mehr, ihre Doktorarbeit („Blut und seine Bedeutung im Islam“) harrt der Vollendung.

7. Wer jeden auf die selbe Rangstufe stellt, unterschlägt, dass wir nicht zuletzt aus der SICHT GOTTES (in God`s Sight) nie gleichartig oder gleich gar sind.

Herr al-Attas weiß, wie es um die Optik der Gottheit bestellt ist. Der fromme Diskriminierer hat aus Sicht seiner Kultgemeinschaft freilich Recht, die sich auf Mohammed berufen kann, der am Minderwert des Juden oder der Frau sowie an der Wertlosigkeit des Polytheisten oder Heuchlers keinen Zweifel gelassen hat.

Zwar sind wir insofern gleich, als dass wir alle Geschöpfe Gottes sind, menschliche Wesen aus Fleisch und Blut. Doch die uns innewohnenden Geister und Seelen sind, obwohl sie aus dem EINEN GEIST (derived from that One Spirit) stammen und damit in ihrer ESSENZ (essentially) gleich sind, in Bezug auf Kraft und Größe doch ungleich und weder identisch noch gleichrangig.

Da stellt sich nur noch die Frage, ob der islamrechtlich (islamisch) Geköpfte nach oder gerade mit seinem Tötungsprozess die Chance auf ewige Gottesnähe hat oder ob, Calvins Mord an Servet vergleichbar, seine religiöse Hinrichtung die gefallene Entscheidung Allahs lediglich vorab, den Frommen und lässlichen Sündern zur Mahnung, sichtbar werden lässt.

Ob muslimisch oder nicht, die Frau ist ungleich zu behandeln. Ihr halbes Erbe und ihre halbe Stimme vor Gericht sind eine Frage der islamischen ESSENZ.

Ein Buchtitel von Muhammad Yunus lautet »Die Essenz des Islam«. Yunus, Friedenspreisträger und Mikrokredit-Theoretiker, distanziert sich ja vielleicht von der ungleich behandelnden Scharia und ihrem Verhüllungsgebot (Hidschab).

13. Ohne die wahren Lehrer der [islamischen] Vergangenheit zu kennen und ohne durch sie rechtgeleitet zu sein, ist es nahezu unmöglich, zum korrekten Verständnis des Islam zu gelangen, zur Islamischen Weltanschauung.

14. Theoriebildung, Methodik und Praxis dieser falschen Führer und ihrer Anhänger ist zusammengesetzt aus Wahrheit und Lüge, gemischt aus Richtig und Falsch. Theoriebildung, Methodik und Praxis der falschen Führer treffen die Muslime zu einem Zeitpunkt, an dem sie in Verstand und Gefühl bereits sehr desorientiert sind, unfähig, noch mehr Verwirrung auszuhalten.

Das antiislamisch aktive absolute Böse nutzt die Maske des Islam, um sich besonders erfolgreich zu tarnen. Für strukturelle Manichäer wie die Dschihad-Salafisten oder wie al-Attas ist denn auch nicht das schlicht Unreine, sondern das Verunreinigte das unübertreffbar Bedrohliche. Das ungemischt Satanische kann schließlich eindeutig verortet und verworfen werden, siegreich gebannt werden, die Chimären gebärende Grauzone aber ist die viel schrecklichere Verunsicherung und die bleibende Gefährdung für Seelenheil und Gemeinwohl.

Manichäismus ist der Hass auf die Zwischentöne. Niemandem als den Muslimbrüdern selbst kommt es deshalb so sehr zugute, wenn Deutschlands Islamkritiker sich als westlich oder abendländisch definieren würden und nicht als aufklärungshumanistisch, gleichheitsfeministisch oder menschenrechtsuniversalistisch. Islamkritiker sind Staatsbürger, keine Kreuzritter.

Für Syed Muhammad Naquib al-Attas ist der Reformislam ein gesellschaftliches Gift, er ruft zum Erkennen des Teuflischen auf und zum Verehren des Islamischen und zur ernsthaften (absoluten) Kompromisslosigkeit. Ein freiheitlich demokratischer Islam oder ein säkularer Islam muss als der hinterhältigste Angriff des Satans auf die Muslime gesehen werden, eine halbherzig oder unvollständig umgesetzte Scharia ist da keinen Deut besser. Frei nach al-Attas:

„Die in ihrer Wirkung dem Opiumrauch ähnelnden Verlockungen der Demokratie und der Gleichberechtigung der Frau lassen den Boden unter uns Muslimen schwanken. Das Gift des Säkularismus hat uns Muslime so sehr geschwächt, dass wir keine Abwehrkräfte mehr gegen die aus dem Westen heranflutende Invasion von dekadenten Ideen und Praktiken haben oder entwickeln können. Nur die Islamisierung der Wissenschaften kann noch helfen, den Verstand von uns Muslimen nicht noch mehr zu verwirren. Ob Biologieunterricht oder Physikstunde, Sozialkunde oder Schulsport: Allah muss in jedes Klassenzimmer, in jeden Hörsaal spürbar Einzug halten, die dekadenten Säkularen haben sind aus dem pädagogischen Betrieb nach Möglichkeit zu entfernen. Uns Lehrende rettet nichts als die islamsensible Didaktik, die ohne eine Islamisierung der Wissenschaften nicht ungestört funktioniert. Wir brauchen sozusagen das Halal-Siegel für Pädagogikstudium und schariakonforme Wissenschaft. Es lebe die Halal-Uni.“

Näheres vielleicht bereits unter Islamische Studien und nachzufragen beim Wissenschaftsrat (WR).

Weiter mit al-Attas, Kapitel Eins lautet:

Grundlegende Gedanken über das Wesen von Bildung und die Definition sowie das Ziel von Erziehung

23. Zur Natur des Menschen

Der Mensch hat eine duale Natur, er ist sowohl Seele als auch Körper, und zeitgleich materiell gebundenes Wesen wie der Erde enthobener Geist.

Der religiös begründete Ausstieg aus den universellen Menschenrechten ist geschickt eingefädelt, verwirrend kommt dazu, dass ein gläubiger Buddhist oder sibirischer Schamane vermutlich genau so argumentieren würde. Viele westliche Säkulare haben keinen „religiösen Führerschein“ und erinnern sich an romantische oder idealistische Konzepte, wenn sie von Seele oder Geist hören, sie sind sich, Atheisten oder nicht, im Bereich des Seelisch-Religiösen nicht sicher und werden wohl auf jeden Imam, Familienvater oder Integrationsratsvorsitzenden hereinfallen, der einer muslimischen Tochter im Namen des Spirituellen Klassenfahrt und Sexualkundeunterricht verweigert und im Namen Allahgottes den Ehemann aussucht.

Von Geist oder Gott zu reden kann daher zum Problem für den Rechtsstaat werden, denn die stammesreligiös oder religionsgesetzlich begründeten Handlungsfolgen können verfassungswidrig sein, schließlich wird uns jeder Voodoo-Priester die Harmonie zwischen dem Himmlischen und dem Irdischen glaubhaft beschwören und anschließend die Hexe definieren.

Dem gefälligst zu vermutenden Bauherrn des Weltalls bist du etwas schuldig:

24. Dem Menschen ist maʿrifa zuteil geworden, Kenntnis über Gott in Seiner Absoluten Einsheit (His Absolute Oneness) und als der wahre HERR (rabb).

Der Begriff der maʿrifa (türk. marifet), den Sufis das zu erstrebende wiewohl schier unerreichbare Ideal menschlicher spiritueller Exzellenz, ist eine Spezialität von Fethullah Gülen (8). Die hanbalitische, saudischen Scheichs wie Scheich Muhammad Alawi al-Maliki (9) und Muhammad Abdu Yamani (10) nahestehende Seite Marifah nennt sich nach der menschenmöglichen Gotterkenntnis (11).

Rabb, Herr und Gebieter, erklärt Dr. Alaaddin Başar als „Der, der maßregelt, diszipliniert, züchtigt (12).“ Ohne Prügel können die Sterne ihren Standort am Himmel und die Elemente ihren Tabellenplatz im Periodensystem schließlich nicht finden, zumal der Teufel stündlich Unordnung stiftet. Der Schöpfer darf kräftig zuschlagen, um das Wesen auf rechten Ort und rechtes Handeln hinzuweisen, bis auf weiteres übernehmen dein Koranlehrer und dein Familienoberhaupt den Rohrstock in frommer Stellvertreterschaft.

24. Aus der kostbaren Eigenschaft und Tugend heraus, dass der Mensch Gott, Seine Absolute Einsheit, als seinen Herrn und Gebieter kennt (maʿrafa), ergibt sich zwangsläufig der BUND (Covenant), das Treuebündnis zwischen Mensch und Gott.

2007 sagte Mustafa Cerić: „In the sharī’a as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God“, in der Scharia als ihrer Weltanschauung leben die Muslime ihren Bund mit Gott“ (aus: »Zur Herausforderung einer [mit mir zu errichtenden] einzigen muslimischen Obrigkeit in Europa« (13)).

Auch für Syed Muhammad Naquib al-Attas ist sein pures irdisches Dasein der Beweis für die Zwangsläufigkeit der umzusetzenden Islamischen Pflichtenlehre der Scharia. Das Wort vom mit der Gottheit eingegangenen BUND (Covenant) klingt freilich versöhnlicher.

Al-Attas zieht die Worte mīṯāq, Verlässlichkeit, Vertrauensverhältnis und ʿahd, Vereinbarung, Vertrag heran. Wer jetzt nicht ausreichend „vertraut“, führt Krieg gegen die Gottheit und seine Menschengemeinde, so ein „Vertragsbruch“ aber kostet nicht Allahgott das Leben, sondern den menschlichen Missetäter.

Die Selbstdarstellung bzw. der Verfassungsvertrag der HAMAS (The Hamas Covenant), ihr Mithaq, bekundet: Die Islamische Befreiungsbewegung ist einer der Zweige der Muslimbruderschaft in Palästina, die Bruderschaft ist durch die vollumfängliche Annahme aller Islamischen Konzepte in allen Belangen des Lebens gekennzeichnet und durch Hinwendung zum Islam (14).

Bereits in Artikel Eins der Charta der HAMAS weiß man um das Wesentliche und erstrebt Allahs Wohlgefallen: „Das Programm der HAMAS ist der Islam. Von ihm bezieht die HAMAS ihre Ideen, Denkweisen und ihr Weltverständnis. Der Islam dient ihr zur Beurteilung ihres gesamten Handelns und inspiriert sie zur rechten arbeitspraktischen Führung.“

Dabei macht die globale Re-Islamisierung auch im Weltraum nicht halt. Der aus dem seit 2004 „islamisch zivilisierten“ (ḥaḍāra, vgl. Islam Hadhari (16)) Malaysia stammende Astronaut Sheikh Muszaphar Shukor wurde 2008 von der südkalifornischen Schura (Islamic Shura Council of Southern California) mit einem Friedenspreis geehrt, weil der Muslim die Pflicht (ʿibāda) zum Beten und Fasten auch in der Raumkapsel eingehalten hatte (17). Das achtzehnseitige Handbuch des Nationalen Fatwa-Rats soll verhindern, dass künftig noch ein Astronaut den engen Maschen des schließlich ortsunabhängig gültigen Islamischen Gesetzes entschlüpft (18).

ʿbd heißt eigentlich Knecht und ist Bestandteil des Namens ʿbdullāh, Diener Gottes. Zur Gottesknechtschaft (ʿibāda), zur rückhaltlosen persönlichen Unterwerfung unter Allah und Sunna, meint der Pädagoge aus Malaysia:

24. Beides, dīn (Religion) und aslama (sich unterwerfen, submit) sind aufeinander bezogene Entsprechungen der [wesensgemäß zur Sunna und Scharia berufenen] menschlichen Natur (fiṭra). Der Daseinszweck des Menschen ist es [damit], Gott gegenüber ʿibāda (51:56) zu üben, und seine Pflicht ist Gehorsam (ṭāʿa) Gott gegenüber.

Deine angeborene Orientierung (fiṭra) auf Allahgott lässt letztlich nur ein annähernd vollkommen schariakonform geführtes Leben zu, da Leib und Seele nicht Schaden nehmen sollen. Dein Gehorsam gegenüber der Gottheit und seiner besonders islamkundigen Diener (Emir, Mufti, Scheich) ist verpflichtend.

Dein Glaubensgehorsam (obedience to Allah) hat sechs Ebenen, weiß Abu Yusuf Khaleefah aus Brooklyn (NYC) (19), dein selbstzerknirschtes Handeln als Gottesdiener muss vollzogen werden:

einzig um Allahs Willen,

in vollkommener Aufrichtigkeit Allah gegenüber,

in reiner Anlehnung an das Tun des Gesandten,

im Bewusstsein, dass Allah dich jetzt genau beobachtet, obwohl du ihn nicht erblickst,

in Bekundung der dir von Allah geschenkten übergroßen Gnade,

im Eingeständnis der Unzulänglichkeit des gerade vollzogenen Dienens.

Allen Muslimen die Umma, möglichst vielen davon das Emirat, dir der Gehorsam. Ohne ṭāʿa, Gehorsam, gibt es keine Rettung der Seele, denn Glauben heißt Gehorchen. Al-Tamimi genannt Imam al-Darimi sagt, ʿUmar bin al-Ḫaṭṭāb sagt: „Es gibt keinen Islam ohne Gemeinschaft (ǧamāʿa) und keine Gemeinschaft ohne Führung (imāra) und keine Führung ohne Gehorsam (ṭāʿa) (21).“

Damit also zum Kalifat:

24, 25. Auf solche Weise ausgestattet, ist der Mensch gehalten, seine Aufgabe als Vizeregent (Kalif, khalifah) Gottes auf Erden anzutreten, um als solcher über die schwere Last (weighty burden) des überantworteten Guthabens und treuhänderischen Guts (amāna) zum Wohlgefallen Gottes und in Umsetzung der göttlichen Zielsetzung zu herrschen (to rule). Anvertrautes Gut (amāna) impliziert verantwortlichen und gerechten Umgang.

Allah als Volkswirt und Management-Trainer. Kalifat heißt Umverteilung, dem Stellvertreter Allahs und den Lieblingen (Hofschranzen) des Kalifen winkt fette Beute.

Amāna, Treuhandvermögen, ist dem Muslim bekanntlich auch seine pfleglich zu behandelnde Ehefrau (21).

Sendungsbewusst und (wie beiläufig) gewaltsam ließ der Dschungelbuch-Erfinder Rudyard Kipling im berüchtigten Gedicht White Man`s Burden den Kolonialherrn eine Schicksal gewordene Last (burden) tragen, und auch Allahgott sowie al-Attas billigen dem Muslim die Rolle des Kolonialisten zu, der sich zum irdischen und jenseitigen Segen der mehr oder weniger brutal Unterworfenen in aller Gottesfurcht abmüht.

27. Aus dem Gesagten wird deutlich, dass der Mensch im Islam, der Muslim, keinesfalls einem Gesellschaftsvertrag unterworfen ist. Denn obwohl er in sozialen Bindungen lebt und arbeitet und sich demzufolge so verhält, als bestünde ein Gesellschaftsvertrag, so lebt er doch in einem individuellen Vertrag mit Gott, einem persönlichen Bündnis, das den Bund widerspiegelt, den seine Seele mit Gott eingegangen ist, denn der BUND (the Covenant) ist in Wirklichkeit ja für jede einzelne individuelle Seele geschlossen.

Das erscheint auf den ersten Blick individuell und nicht kollektivistisch. Doch hat sich Syed al-Attas von der totalitären Scharia mit keinem Wort distanziert, sondern will der Jugend Malaysias die Außenperspektive auf die sozialen Fesseln versperren. Der Muslim soll gar nicht erst auf die Idee kommen, sich mit anderen, ebenfalls an der geheiligten und heilssichernden islamischen Deklassierung leidenden Menschen zu solidarisieren. Leider ist die den Einzelnen zu einem gleichsam autistischen Weltverständnis zwingende geistige Kerkermauer zu überwinden alles andere als attraktiv, zumal die islamischen Gender-Bilder infrage gestellt werden müssen – und wer nicht islamkonform „Frau“ ist oder nicht islamkonform „Mann“, ist schließlich kein Mensch. Im Übrigen geht man mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dahin, wo man weniger Stockschläge erhält.

Betrachten wir nach Naquib al-Attas (Seiten 1 bis 47) nun einige Gedanken des Ägypters Muhammad Qutb (48 bis 62).

Die Rolle der Religion in der Erziehung

48. Wir müssen frank und frei die Tatsache zugeben, dass die Religion heutzutage von unserem Leben und Fühlen isoliert und entfremdet (isolated and alienated) ist, weil wir sie in Wirklichkeit gar nicht mehr praktizieren. In den meisten Teilen der Muslimischen Welt befolgen wir die Scharia nicht und leiten unsere den Alltag prägenden Gesetze (our life-governing laws) nicht vom Islamischen Recht ab.

49. Frühere Muslimische Generationen bauten ihre Gemeinschaft auf religiöser Erziehung auf, die ihnen zu Zentrum und Essenz wurde. Die SCHARIA wurde zum das ganze Leben beherrschenden Gesetz (The Sharia was the life-governing law).

Salafist Muhammad Qutb, der, wie etliche andere Muslimbrüder, ab 1972 Zuflucht in Saudi-Arabien gefunden hatte, ruft nach dem die Seele rettenden Führerstaat und Herausgeber al-Attas hat offensichtlich nichts gegen die ortsunabhängig (global) zu denkende Ersetzung des säkularen Rechts durch das Islamische Gesetz einzuwenden, in Europa mag man sich einstweilen auf ein gesondertes Personenstands- und Familienrecht beschränken.

Der Ägypter lehrte als Professor in Mekka an der Umm al-Qura (so der Universitätsname ab 1981, bis dahin und ab 1949 College of Sharia) sowie in Dschidda an der 1967 gegründeten King Abdulaziz University (KAU).

An der KAU, international bekannt für ihren Fachbereich für Wirtschaft, unterrichtet der aus Mauretanien stammende Abdallah bin Mahfudh ibn Bayyah an der Fakultät für Islamische Rechtspraxis (Uṣūl al-Fiqh). Der gebürtige Westafrikaner und Sohn des malikitischen Scheichs Maḥfūẓ redete 2005, 2007 und 2008 auf dem jährlich im kanadischen Toronto abgehaltenen Kongress Reviving the Islamic Spirit (RIS). Gemeinsam mit Gelehrten wie Mustafa Cerić (Sarajevo) ist ibn Bayyah Scheich im Europäischen Rat für Fatwa und Forschung (ECFR, Sitz Dublin). ECFR-Chef ist al-Qaradawi.

50. Fraglos sind wir uns der Umstände wohl bewusst, in denen Europa seit der Renaissance lebt. Diese Umstände haben die Kluft zwischen Wissenschaft und Religion extrem weit aufgerissen. Die Menschen definierten Religion als in ihrem Wesen von der Wissenschaft verschieden und stellten beide in einen entsetzlichen Gegensatz.

51. Was für Entschuldigungen gestatten wir Muslime uns eigentlich, wenn wir, die Europäer imitierend, einen Unterschied zwischen Wissenschaft und Religion behaupten?

Eindrucksvoll, was für ein gewaltiger Gegenaufklärer, das ist der Stoff für hoffentlich vermeidbare Jahrhunderte künftiger Barbarei. Der Bruder des Verfassers der Meilensteine gleicht einem al-Ghazali unserer Epoche: Wie der neun Jahrhunderte eher wirkende persische Theokrat (1058-1111) betreibt auch Muhammad Qutb das letztlich auf den Propheten zurückgehende Prinzip der Paradiessehnsucht und kalkuliert antisozialen Wissensaneignung nach dem Grundsatz: Studieren, um zu Zerstören.

Religion ist Wissenschaft und Wissenschaft Religion, denn:

51, 52. Nur die Kulturen der ǧāhilīya (die Erkenntnislosigkeit vor der Herankunft des Islam) separieren, segregieren diese beiden integrierten Naturelle und verschwisterten Ordnungen. Die Islamische Schule, von der Grundschule bis zur Hochschule, soll diese tödliche Sünde der Trennung von Wissenschaft und Religion nicht begehen.

Ǧāhilīya (jahiliyyah) ist die vor- bzw. gegenislamische Dämonie sittlicher Finsternis und ewiger Heilsgefährdung und wird berechtigterweise mit dem die Muslimbruderschaft einigermaßen durchtränkenden Qutbismus in Verbindung gebracht. Ǧāhilīya ist in der konsequenten (radikalen) islamischen Theologie des Saiyid Quṭb der zentrale Begriff im Spätwerk Meilensteine (22), der 1966 hingerichtete Saiyid würde über seinen dreizehn Jahre jüngeren und engagierten Bruder Muhammad sicherlich zufrieden sein.

58. An unsere verwestlichten Intellektuellen (Westernized intellectuals), die sich, wie die Europäer, weigern, das Wort Gott im Bereich der wissenschaftlichen Forschung zu akzeptieren, richten wir die Kritik, den Blick für die Kräfte von Ursache und Wirkung verloren zu haben, die das Universum bewegen, regeln und kontrollieren. Ihnen haben wir zu sagen, dass Islamische Erziehung die Menschen gerade nicht dazu bringt, die Gesetze der Kausalität aus dem Blick zu verlieren.

So könnte Europa das rationale Denken in der Tat beenden. Tropfen für Tropfen sickert die totalitäre Scharia in den Physikunterricht. Im Namen des friedlichen Zusammenlebens der Religionen wird in Soziologie und Pädagogik jeder Schariakritiker als Faschist zu bezeichnen sein.

Es ist zu befürchten, dass linksextreme Antietatisten, Rechtskonservative, Kreationisten, Multikulturalisten und New Ager mehrheitlich dieser radikalislamischen Kritik am (angeblichen) europäischen Rationalismus, Materialismus und Kapitalismus zustimmen und sich der Islamisierung der Wissenschaften nicht in den Weg stellen werden. Die Scharia wird den Europäern attraktiv, je nachdem als spirituell, mystisch, romantisch und erotisch.

Weil die Faktennähe der bisherigen („seelenlosen“) Wissenschaft die Muslime von ihren kulturellen Wurzeln entfremden würde, ist sie diesen frommen Leuten nicht zuzumuten.

Von Muhammad Qutb zu Prinz Muhammad Faisal al-Saud (Seiten 126 bis 133).

Der edle Koran als Grundlage Islamischer Erziehung

129. Seit der Zeit seiner ersten Verkündung hat der Islam jede Art von Diskriminierung verboten.

Dann müssen selbst die medinensischen Original-Salafis den Propheten völlig missverstanden haben.

Im Ernst: Den Dhimmi oder die Muslima juristisch auf eine Art von Sklavenstand herabzusetzen, ist für Muhammad Faisal al-Saud Ausdruck göttlicher Gerechtigkeit und Ziel jeder Pädagogik. Der Prinz ist Gründungsvorsitzender der International Federation of Muslim and Arabic Schools.

Der Grundsatz der Einheit des Denkens (unity of thought), der vom Islam verlangt wird, ist die tragende Ebene, auf der Islamische Erziehung, Solidarität und Macht aufgebaut sind.

Das Kalifat ist weltweit zu organisieren. Global denken, lokal handeln.

Kein Bereich des Lebens darf von der Scharia ausgeschlossen sein.

130. Die beiden bestimmenden Faktoren für die Abirrungen des Muslimischen Erziehungssystems sind der Kolonialismus und die Rückschrittlichkeit gewesen.

Allahs saudischer Pädagoge stellt den wahren Islam, dessen Anhänger an Europas Imperialismus angeblich sehr gelitten haben, als im Wesen fortschrittsfreundlich dar. Sofern der Sohn von König Faisal die auf Raum und Zeit angepasste unveränderte Gefräßigkeit und Herrschsucht der jeweiligen zeitgenössischen Scharialobby meint, lässt sich ihm zustimmen.

Sicherlich ist die auch 1977 bereits überwundene Epoche der beispielsweise britischen (Ägypten, Indien usw.) oder niederländischen (Indonesien) Kolonien ethisch nicht zu rechtfertigen. Dass jedoch Kalifat Imperialismus bedeutet und dass der Dschihad systematisch auszuplündernde Kolonialreiche erzeugt, übergeht der fromme Südostasiate, der wie versehentlich eine skrupellose (schariatreue) Jugend für das kommende Kalifat heran bildet. Schulisches Lernziel für heute: Nur Nichtmuslime können Kolonialherren sein, der islamisch korrekt handelnde (schariatreue) Herrscher macht dich frei.

Tradition ist Beschmutzung, nur der Islam ist makellos. Jeder islamische Angriff wird zur Notwehr gegen Kolonialismus und Traditionalismus.

Muslimische Pädagogen haben [glücklicherweise] einen Masterplan zur Hand, der in ausreichendem Umfang alle Wege und Werkzeuge für eine allgemeine erzieherische Renaissance bereithält, die auf den Islamischen Grundlagen [der unteilbaren Scharia] aufbaut.

Dazu müssen wir mit dem Beginn beginnen (to begin at the beginning) … mit dem Koran! Mit dem Koran als dem Garanten der kulturellen, linguistischen und moralischen Integrität.

„Wo sollen wir anfangen?“ Schariati: Where Shall we Begin? Beim Buch der Bücher natürlich.

Eine unkoranische bzw. unislamische Sozialisation und Kultur darf dem Kind eines muslimischen Vaters nicht zugemutet werden.

Das Arabische darf dabei keinesfalls säkularisiert werden, sondern muss die Sprache von Allahs Tugendgefängnis und Planstaat bleiben.

Koranische Rechtleitung ist keine sinnleere Floskel …, sondern der Nukleus für ein vollständiges und harmonisches Erziehungsprogramm (Guidance from the Quran … is the nucleus of a complete and integrated programme for education).

Berufsverbote inklusive, denn in der Pädagogik göttlicher Ausgewogenheit darf ein Korankritiker natürlich kein Lehrer werden, allenfalls in einer Art von Reservat für die konzeptionell schwindende Spezies der Säkularen und Demokraten.

131. Für alle Muslime sind Lernen und Erziehung wahrlich heilige Handlungen (are really holy commitments). … Für vierzehn Jahrhunderte sind die Moscheen die Orte des Lernens gewesen, die sogar Institute und Universitäten geistig genährt haben. Wolle Gott, dass die Muslime [aller Welt] ihre Moscheen wieder in ihrer restaurierten Funktion zurück erhalten, in ihrer eigentlichen und wertvollen Funktion.

Moscheen können nach wie vor wertvolle Arbeit für die Kultur leisten, namentlich in ihrem Beitrag für den [aufzurichtenden] Herrschaftsbereich (realm, Königreich) Islamischer Legitimität (authenticity: Authentizität, Originalität; Berechtigung).

Jede Schule oder Hochschule hat einer Moschee zugeordnet zu sein, der geforderte Kult um die Arabische Sprache arbeitet parallel und sicherlich auch Hand in Hand mit den Wahhabiten der Arabischen Halbinsel und den Salafisten weltweit.

Soviel zu Prinz Muhammad Faisal al-Saud.

Soviel auch zum Gedankengut der hier betrachteten, 33 Jahre alten Schrift »Aims and Objectives of Islamic Education«.

Sofern das Gedankengut einer Islamisierung der Wissenschaften (Islamisation of knowledge) in Deutschland beworben wird, etwa unter den Freunden des Islamischen Religionsunterrichts oder der universitären Imamausbildung, sollten wir das anprangern, denn Syed Muhammad Naquib al-Attas, Muhammad Qutb und Prinz Muhammad Faisal al-Saud wollen die religiöse Totalisierung im Schulbetrieb, die islamische Faschisierung im Bildungsbereich.

Wer sich nämlich für universelle Menscherechte einsetzt, gilt ebenso als Opfer wie als Aggressor der „Gleichmacherei“ und „Verwestlichung“ (Westernization, Seite 14) und habe im pädagogischen Bereich nichts zu suchen, jedenfalls nicht, sofern die auszubildenden jungen Menschen muslimisch sind.

Eine erst einmal auf diese Weise abgerichtete Jugend wird die Lebensform der Pressefreiheit und der Gleichberechtigung der Atheisten und der Frauen subjektiv nicht mehr benötigen. Angeboren ist das nicht.

Jacques Auvergne

(1) Sechs indonesische Städte, darunter Jakarta, Bandung (! schafiitische FGM) und Yogyakarta: Universitas Islam negeri (UIN)

http://id.wikipedia.org/wiki/Universitas_Islam_negeri

(2) Melanie V. Nertz: Zur akademischen Kultur islamischer Universitäten in Yogyakarta. Die Beispiele Universitas Islam Indonesia und Universitas Islam Negeri (2007)

http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3264/pdf/FEA007.pdf

(3) Zwischen 1991 und 1993 wirkte der den Muslimbrüdern nahe stehende bosnische Großmufti Mustafa Cerić am International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC, der Islamischen Universität Malaysia angegliedert) in Kuala Lumpur. He served as an imam (Islamic Cultural Center, Chicago and Islamic Center of Zagreb, Croatia) and professor in Bosnia (Faculty of Islamic Schiences), Malaysia (International Institute for Islamic Thought and Civilization, Kulalulumpur) and the United States (American Islamic College, Chicago).

http://www.rijaset.ba/en/index.php?option=com_content&view=article&id=126&Itemid=62

(4) Köln 2010. Menschenrechtsaktivisten kritisierten den Wissenschaftsrat (WR), der zur Planung einer deutschen universitären Imamausbildung ranghohe Islamisten eingeladen hatte: „Parteigänger der Scharia wie Bosniens Großmufti Mustafa Ceric, Irans Ex-Präsident Mohammad Chatami oder Ägyptens Religionsminister und Präsident des Obersten Islamischen Rates, Mahmoud Zakzouk, als Diskussionspartner bei Tagungen willkommen zu heißen, um mit ihnen über die vom Wissenschaftsrat (WR) empfohlenen Leitlinien zur Weiterentwicklung von Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften an deutschen Hochschulen zu diskutieren, ist nicht hinzunehmen.“

https://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/07/08/178/

(5) Will der Wissenschaftsrat (WR) die Rechtsspaltung? In Anwesenheit der Führungsspitze des deutschen Teils der Millî-Görüş-Bewegung lässt man in Köln im Sommer 2010 lässt Schariaverherrlichung aus Indonesien erklingen: „Islam is a polyinterpretable religion“.

http://www.wissenschaftsrat.de/aktuelles-presse/veranstaltungen/islamische-studien-in-deutschland-tagung/galerie-abendvortrag/

(6) Ahmad Salah Jamjoom: This is what is now happening when we apply British, French, American or Russian policies of education, because they, in the long run, conflict with an contradict the Islamic concept. … The sources of knowledge, according to the Islamic concept (…) The human intellect and its tools which are in constant interaction with the universe on the levels of observation, contemplation, experimentation and application. Man is free to do as he pleases subject the condition that he remains fully committed to the Quran and the Sharia.

Keine Quelle. Zum Leben von Ahmad Salah Jamjoom (1923-2010). Nachruf. Pioneer of Islamic education movement

http://islamicmonitor.blogspot.com/2010/07/sheikh-ahmed-salah-jamjoom-pioneer-in.html

(7) Der Wissenschaftszerstörer im Bild. Professor Naquib al-Attas

https://jacquesauvergne.files.wordpress.com/2010/12/profattas.jpg

http://wia.my/images/alattas.jpg

https://jacquesauvergne.files.wordpress.com/2010/12/pronaquibalattas.jpg

http://www.youtube.com/user/raprazant#p/f/0/SgXXhtGDawY

http://www.youtube.com/watch?v=DVmouVwkzMI

http://baitusafi.files.wordpress.com/2009/12/al-attas-poster-seminar.jpg

(8) Fethullah Gülen zur Gotterkenntnis, marifa

http://en.fgulen.com/component/search/?searchword=marifa&ordering=&searchphrase=all

(9) Scheich Muhammad Alawi al-Maliki (1944-2004), theologisch ein Gegenspieler von Scheich Bin Baz, verteidigt die Aschariten.

http://masud.co.uk/ISLAM/misc/ashari.htm

Gefunden bei der in Großbritannien betriebenen, zum kalifornischen ZAYTUNA-Institut verlinkenden Seite MASUD

http://masud.co.uk/

ZAYTUNA COLLEGE, Berkeley (CA), US

http://www.zaytunacollege.org/

Schariastudium am Zaytuna-Kolleg: Gründlich verwurzelt in der Vergangenheit, alltagstauglich, zukunftsfähig, „the Major in Islamic Law and Theology will connect students to the very heart of the Muslim intellectual tradition. Regardless of the career path they ultimately choose, graduates will be able to nurture and internalize a balanced Islam—deeply rooted in the past, applicable to the present, and prepared for the future.“

http://www.zaytunacollege.org/academics/major/islamic_legal_and_theological_studies

http://www.zaytunacollege.org/about/our_mission/

(10) Die von Stephen Schwartz & Co. betriebene Seite ISLAMIC PLURALISM ehrt Scheich Yamani: The former Minister of Culture and Information of Saudi Arabia, and a respected Islamic thinker, Dr. Muhammad Abdu Yamani, passed away on Sunday, 7 November 2010/2 Dhul-Hijja 1431 Hijri, at the age of 72. He was a descendent of the Prophet Muhammad (May peace and blessings be upon him).

http://www.islamicpluralism.eu/WP/?tag=sheikh-al-sayyid-muhammad-bin-alawi-al-maliki

Kemal Silay, Stephen Schwartz, Irfan Ahmed al-Alawi, Salim Mansur

http://www.islamicpluralism.eu/WP/?page_id=2

(11) MAHRIFAH

http://marifah.net/photos/category/4-scholars-of-the-hijaz.html

(12) Rabb und Allahs Stockschläge, denn Schöpfungshandeln heißt Maßregelung, Züchtigung. Alaaddin Başar: Rabb means who disciplines, who improves something from the beginning degree to the last degree by disciplining it gradually.

http://www.questionsonislam.com/index.php?s=article&aid=10282

Die Gottheit packt die Menschen am Genital und legt fest, was Pubertät ist. Das islamische Heiratsalter für Mädchen beträgt neun Jahre, sie kann dann Ehefrau sein und als Wali mudschbir braucht ihr Vater noch nicht einmal ihr Einverständnis, um sie zu verheiraten. The sensation of entering to puberty may start at any month or day starting at the age of 12 for boys and 9 for girls until the age 15.

http://www.questionsonislam.com/index.php?s=show_qna&id=3131

Zweitfrau, Kindbraut, Frauenverstoßung, Züchtigungsrecht des Ehemannes nach Koranvers 4:34. The institution of family is sacred and it represents the base of our community.

http://www.questionsonislam.com/index.php?s=show_qna&id=2313

QUESTIONS ON ISLAM ist dem “Besten der Zeit” (Bediüzzaman) Said Nursi treu (Nurculuk, Jama’at-un Nur). Gelehrte; Berater; Autoren der herangezogenen Quellen.

http://www.questionsonislam.com/index.php?s=authors

Alaaddin Başar (QUESTIONS ON ISLAM), bei: SORULARLA İSLAMIYET.

http://www.sorularlaislamiyet.com/index.php?s=author_detailes&id=8

Risale-i Nur İhtisas Dersleri, Alaaddin Başar.

http://video.google.com/videoplay?docid=-8195438685219518097#

QUESTIONS ON ISLAM: Murat Sarıcık.

http://vimeo.com/9044538

QUESTIONS ON ISLAM: Şadi Eren.

http://www.nurpenceresi.com/index.php?kategori=591

http://www.risalehaber.com/news_detail.php?id=75366

(13) „In the sharī’a as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God“, aus: »The challenge of a single Muslim authority in Europe«

http://www.springerlink.com/content/40280g3825750494/

(14) The Hamas Covenant, or Mithaq, itself states that „the Islamic Resistance Movement is one of the wings of Muslim Brotherhood in Palestine“ and that the Brotherhood is characterized by „its complete embrace of all Islamic concepts of all aspects of life … and conversion to Islam.“, aus: David Solway: Tariq Ramadan and the Three Public Faces of Islam, in: PajamasMedia (PJM Los Angeles), 14.04.2010.

http://pajamasmedia.com/blog/tariq-ramadan-and-the-three-public-faces-of-islam/2/

(15) Charta der Hamas. Tiefes Verständnis für die Wissenschaft vom Jenseits, The Islamic Resistance Movement is one of the wings of Muslim Brotherhood in Palestine. Muslim Brotherhood Movement is a universal organization which constitutes the largest Islamic movement in modern times. It is characterised by its deep understanding, accurate comprehension and its complete embrace of all Islamic concepts of all aspects of life, culture, creed, politics, economics, education, society, justice and judgement, the spreading of Islam, education, art, information, science of the occult and conversion to Islam.

Artikel Eins: The Islamic Resistance Movement: The Movement’s programme is Islam. From it, it draws its ideas, ways of thinking and understanding of the universe, life and man. It resorts to it for judgement in all its conduct, and it is inspired by it for guidance of its steps.

aus: MidEastWeb

http://www.mideastweb.org/hamas.htm

(15) Gottesknechtschaft, Ibada

http://en.wikipedia.org/wiki/Ibadah

http://www.islam1.org/khutub/Ibadah_in_Islam.htm

(16) Nichtnomadisch, stadtkulturell: ḥaḍāra. Islam Hadhari (Civilisational Islam) ist eine 2004 ausgerufene Mischung aus pseudowestlicher Politik, Salonsalafismus und Neo-Dhimma.

SpiritHit: Islam Hadhari Threat to No Faith. “Islam Hadhari is an effort to bring the Ummah back to basics, back to the fundamentals, as prescribed in the Qur’an and the Hadith that form the foundation of Islamic civilization.”

http://news.spirithit.com/index/asia_pacific/more/islam_hadhari_threat_to_no_faith/

Janice Chin Yen Ni: Islam Hadhari and Muslim-Christian Relations in Malaysia

http://www.slideshare.net/janicechin/mr522-research-paper

Gerhard Hoffstaedter: Islam hadhari: A Malaysian Islamic muslticulturalism or another blank banner?

http://www.springerlink.com/content/v46636uq3x1gq718/

(17) The Islamic Shura Council of Southern California has awarded Malaysia’s first astronaut, Dr Sheikh Muszaphar Shukor, the Peace Award for his extraordinary effort in promoting Islam in science.

http://findarticles.com/p/news-articles/bernama-malaysian-national-news-agency/mi_8082/is_20080513/malaysian-astronaut-peace-award-promoting/ai_n51583850/

(18) Since Sheikh Muszaphar is a Muslim, and as his time in space coincided with the last part of Ramadan, the Islamic National Fatwa Council drew up the first comprehensive guidebook for Muslims in space. The 18-page guidebook is titled „Guidelines for Performing Islamic Rites (Ibadah) at the International Space Station“, and details issues such as how to pray in a low-gravity environment, how to locate Mecca from the ISS, how to determine prayer times, and issues surrounding fasting.

http://en.wikipedia.org/wiki/Sheikh_Muszaphar_Shukor#Spaceflight_and_religion

(19) Dein Glaube (dein Glaubensgehorsam) hat in sechs Dimensionen perfekt zu sein, weiß der an al-Hasan al-Basri (642-728) und Scheich al-Albani New Yorker Abu Yusuf Khaleefah am 24.12.2009. The right of Allaah in the acts of obedience are based upon six matters.

1. al-Ikhlaas fil-amal (Making the action solely for Allaah).

2. an-Naseehah lil-laah feh (Being sincere to Allaah in the action).

3. Mu-taa-ba’atur-Rasool feh (The following of the Messenger in the action).

4. Shuhoodu-Mash-hadil-Ihsaan feh (Witnessing the state of worshiping Allaah as if you see Him and though you do not see Him you know that He sees you in the action).

5. Shuhoodu Minnatil-Laah alayh (Witnessing the favor of Allaah upon him).

6. Shuhoodu Taq-seerehe ba’da dhaalik kullehe (Witnessing ones negligence in the action after all of that).

http://31097.multiply.com/journal?&=&page_start=20

Bei SalafiTalk, wo man den extremen Kulturrassisten und saudischen Sheikh Saleh Al-Fawzan schätzt, kennt man Abu Yusuf Khaleefah:

The speaker is Br. Abu Yusuf Khaleefah who is a Dai’ee from New York. Br. Abu Yusuf has given lectures alongside the Salafi Duaat like Brothers Dawood Adeeb, Abul Hasan Maalik, Hasan as-Somalee, etc. in the past couple of years.

http://www.salafitalk.net/st/viewmessages.cfm?Forum=28&Topic=10161&sortby=desc

Der New Yorker Salafist warnt vor dem Salafisten Estes und dem New Yorker Zentrum Foundation for Knowledge and Development. Our brother Abu yusuf Khaleefah.

http://www.salafitalk.net/st/viewmessages.cfm?Forum=9&Topic=11242

Scheich Saleh ibn Fauzan al-Fauzan, Fawzan, Fawzaan, Auf Englisch.

http://www.fawzan.co.uk/

(20) “There is no Islam without community (jama’ah), and there is no community without leadership (Imarah), and there is no leadership (Imarah) without obedience (ta’ah ).”

http://mustaqeem.net/minhaj/mBooks/islamic-state/islamic-state.htm

Zitiert bei: Shaykh-ul-Islam Dr Muhammad Tahir-ul-Qadri

http://mustaqeem.net/

http://www.minhajbooks.com/english/index.html

(21) Wertsache Eheweib, bitte gut behüten. Husband and wife relationship are amanah.

http://www.scribd.com/doc/8467308/Amanah

(22) »Zeichen auf dem Weg. Maʿālim fi ṭ-Ṭarīq«, von Saiyid Quṭb. Übertragung der »Milestones« ins Deutsche und Kommentierung von Jacques Auvergne.

https://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/09/13/200/

5 Antworten to “214. Islamische Pädagogik”

  1. Citizen Says:

    OT:

    Schariafreundin Naika Foroutan mitverantwortet die MERCATOR-organisierte „Junge Islam Konferenz“. Heute (29.03.2011) fordert sie die Entsendung von Jugendlichen in die Deutsche Islam Konferenz (DIK). Auch die „Einrichtung staatlich-muslimischer Dialogformen auf kommunaler Ebene“ gehört zu den Forderungen der Jungen Islam Konferenz.

    Die Beschwichtigung der Prozesse der Abschottung des „reinen“ (muslimischen) Kollektivs im werdenden europäischen Kalifat nennt man völlig korrekt „gemeinsam Heterogenität fördern“. Dass die Scharia gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verstößt und nicht reformiert oder demokratisiert werden kann, ist Naika Foroutan und ihren sich wissenschaftlich gebenden Mitstreitern nicht mehr so wichtig.

    Verteidiger der säkularen Bürgerrechte und Islamkritiker sind künftig ja vielleicht als antisozial zu brandmarken, denn: „der Zusammenhalt ist wichtig“.

    http://www.stiftung-mercator.de/fileadmin/user_upload/INHALTE_UPLOAD/Bildung/Junge_Islam_Konferenz_Berlin_2011/110328_JIK_Empfehlungskatalog_final_WEB.pdf

    Schariatisierung à la Stiftung Mercator. Junge Leute diskutieren über den Islam: „Die 17- bis 23-Jährigen simulieren die Deutsche Islam Konferenz (DIK)“

    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Artikel/Themen/Gesellschaft/Religion/2011-02-20-junge-islamkonferenz.html

  2. IRU stoppen Says:

    Damit das Modell umgesetzt werden kann, soll in den kommenden Wochen das nordrhein-westfälische Schulgesetz geändert werden. Bevor es soweit ist, wird allerdings noch einmal mit Verve darüber debattiert, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist: Sage und schreibe 24 Experten hat der „Unterausschuss Integration“ des Düsseldorfer Landtags zu einer für heute angesetzten Anhörung geladen und weitere 40 um eine schriftliche Stellungnahme gebeten. …

    Der Bundesverwaltungsrichter Kurt Graulich verweist in seiner bereits vorliegenden Stellungnahme auf zu erwartenden Streit in religiösen Fragen: Immer dann, wenn sich „die Konflikthaftigkeit der innerislamischen Religionsvielfalt Bahn breche“, prognostiziert Graulich, werde am Ende das Schulministerium entscheiden müssen. Das aber dürfe es gar nicht, weil Glaubensangelegenheiten laut Grundgesetz den Kirchen überlassen bleiben. Gleich mehrere Sachverständige, unter ihnen Lamya Kaddor vom Liberal-Islamischen Bund (siehe Interview) weisen auf das Problem der mangelnden Repräsentativität hin.

    http://www.fr-online.de/schule/nrw-islam-wird-zum-schulfach,5024182,10834802.html

  3. IRU stoppen Says:

    BEIRATSREGELUNG

    Wenn sich die Religionsgemeinschaften zum Aufbau eines Gremiums entschließen, das der Schulbehörde als Ansprechpartner zur Verfügung stehen soll, so muss dieses nicht im Schulministerium verortet werden. Es ist jedoch vorstellbar, dass das Schulministerium als „Unternehmer“ des Religionsunterrichts aus seiner Trägerschaft für die sachlichen und persönlichen Kosten in Absprache und mit Zustimmung der Religionsgemeinschaften die Trägerschaft für dieses Gremium mit übernimmt. Dabei muss gewährleistet bleiben, dass die inhaltliche Verantwortung hinsichtlich des Bekenntnisses weiterhin ausschließlich bei den Religionsgemeinschaften verbleibt.

    Dies könnte in Form eines Beirates geschehen, bei dem die inhaltliche Struktur des vormals genannten Gremiums beizubehalten wäre.

    aus: STELLUNGNAHME DES KRMs ZUM „GESETZ ZUR EINFÜHRUNG VON ISLAMISCHEM RELIGIONSUNTERRICHT ALS ORDENTLICHES LERNFACH (6. SCHULRECHTSÄNDERUNGSGESETZ)“,

    GESETZENTWURF DER FRAKTIONEN VON CDU, SPD UND BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DRUCKSACHE 15/2209

    http://islamrat.de/files/Stellungnahme%20KRM%20-%206%20Schulrechtsaenderungsgesetz.pdf

    Urteil: Muslimische Dachverbände können Religionsgemeinschaften sein

    Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IR) und der Zentalrat der Muslime in Deutschland (ZMD) gelten weiter als Religionsgemeinschaften. Mit seinem Urteil vom 23. Februar hob das Leipziger Bundesverwaltungsgericht (Az: BVerwG 6 C 2.04) eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster auf: Dieses hatte beiden Organisationen den Status von Religionsgemeinschaften im Sinne des Grundgesetzes abgesprochen. Der Status ist entscheidend für das Mitgestaltungsrecht beim muslimischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen. Das BVerwG entschied generell, dass mehrstufige Dachverbände Religionsgemeinschaften sein können. Es klärte jedoch nicht abschließend, ob die klagenden Verbände alle notwendigen Bedingungen für die Anerkennung als Religionsgemeinschaft erfüllen. Offen bleibt, ob die beiden Verbände nicht durch nicht-religiöse Mitgliedsverbände geprägt sind und ob sie die Grundsätze der deutschen Verfassung respektieren. Diese Punkte soll das OVG Münster nun prüfen.

    http://www.migration-info.de/mub_artikel.php?Id=050304

    Leipziger Bundesverwaltungsgericht (Az: BVerwG 6 C 2.04), 23. 2. 2005

    Bundesverwaltungsgericht

    Rechtsanspruch der Religionsgemeinschaften auf Einführung von Religionsunterricht; Dachverbandsorganisation als Religionsgemeinschaft; Interessenvertretung und Koordinierung; dominante „Fachverbände“; Verfassungstreue von Religionsgemeinschaften.

    http://lexetius.com/2005,807

  4. Kalevala Says:

    Danke für den Hinweis auf den jüngeren Bruder von Sayyid Qutb, Muhammad Qutb

    http://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Qutb

    Themawechsel. Das Werk MuHtaSar des Bagdader Rechtsgelehrten Abu l-Hasan al-Qudûri wird zur Scharia-Ausbildung herangezogen

    The Mukhtasar Al-Quduri: A Manual of Islamic Law According to the Hanafi School

    http://www.amazon.com/The-Mukhtasar-Al-Quduri-Islamic-According/dp/1842001183

    sehr themenverwandt ist
    Ǧalālu d-Dīn as-Suyūṭī (1445-1505)

    al-Suyuti:
    The Perfect Guide to the Sciences of the Qur’an: Al-Itqan fi ‚Ulum Al-Qur’an (Volume 1)

    http://www.amazon.com/The-Perfect-Guide-Sciences-Quran/dp/1859642411/ref=pd_sim_b_6

    vgl. dieses:
    Abû Is-hâq asch-Schâtibî al-Andalusî: „al-Muwafaqat fi Usul asch-Schari’a“ (die miteinander übereinstimmenden Dinge in den Grundwissenschaften der Schari’a)

    Ibrahim ibn Musa Abu Ishaq al-Shatibi:
    The Reconciliation of the Fundamentals of Islamic Law: Al-Muwafaqat fi Usul al-Shari’a, Volume I

    http://www.amazon.com/The-Reconciliation-Fundamentals-Islamic-Law/dp/1859642675/ref=pd_sim_b_5

  5. Edward von Roy Says:

    عبد الله بن محفوظ بن بية
    ʿAbdallāh bin Maḥfūẓ bin Bayyah
    Scheich bin Bayyah

    .

    Vizepräsident der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (International Union of Muslim Scholars) und Gründer und Präsident des Global Center for Renewal and Guidance.

    .

    .

    .

    .

    Die Internationale Union Muslimischer Gelehrter (الاتحاد العالمي لعلماء المسلمين al-Ittiḥād al-ʿĀlamī li-ʿUlamāʾ al-Muslimīn, englisch International Union of Muslim Scholars; Abk. IUMS).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Union_Muslimischer_Gelehrter

    Global Center for Renewal and Guidance

    http://www.globalmbwatch.com/global-center-for-renewal-and-guidance/

    .

    https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BFAbdall%C4%81h_ibn_Baiya

    [ Marokko 2016 ]

    ISLAM & Minorités religieuses : Congrès de Marrakech du 25 au 27 janvier 2016.

    http://www.politique-actu.com/actualite/islam-minorites-religieuses-congres-marrakech-janvier-2016/1570952/

    Président du Forum pour la Promotion de la paix dans les sociétés musulmanes, Cheikh Abd Allah Bin Bayyah

    http://www.habous.gov.ma/fr/annonce-et-activit%C3%A9s-minist%C3%A8re/3102-programme-de-la-rencontre-de-marrakech-%C2%AB-les-droits-des-minorit%C3%A9s-religieuses-dans-les-pays-musulmans-le-cadre-l%C3%A9gal-et-l%E2%80%99appel-%C3%A0-l%E2%80%99action-%C2%BB.html

    Abdallah Bin Bayyah, last known to be living in Saudi Arabia, is a well known global Muslim Brotherhood figure originally from Mauritania.

    http://www.globalmbwatch.com/abdallah-bin-bayyah/

    Morocco Declaration: Muslim Nations Should Protect Christians from Persecution

    (In Marrakesh, hundreds of Muslim leaders release modern update to Muhammad’s Charter of Medina.)

    „gathered in Marrakesh on this date to reaffirm the principles of the Charter of Medina“

    http://www.christianitytoday.com/gleanings/2016/january/marrakesh-declaration-muslim-nations-christian-persecution.html

    domradio 29.01.2016
    Islamische Gelehrte veröffentlichen „Erklärung von Marrakesch“. Religionsfreiheit für alle

    Sunniten und Schiiten aus 120 Ländern haben zum Schutz religiöser Minderheiten aufgerufen. In einer „Erklärung von Marrakesch“ verurteilten sie die Verletzung der Rechte religiöser Minderheiten im Namen des Islam.

    http://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2016-01-29/islamische-gelehrte-veroeffentlichen-erklaerung-von-marrakesch

    Erklärung von Marrakesch: Muslime bekräftigen die Charta von Medina

    Am 27. Januar 2016 wurde die „Erklärung von Marrakesch“ (Marrakesh Declaration)1 veröffentlicht […] Über 250 muslimische religiöse Autoritäten, Gelehrte und Staatsoberhäupter bzw. Regierungsmitglieder aus der arabischen Welt, aber auch aus Iran, Pakistan und Indonesien – Sunniten und Schiiten – waren in Marrakesch (Marokko) zusammengekommen, um die „Charta von Medina“ des Propheten Muhammad aus der Zeit nach 622 n. Chr. zu bekräftigen.

    Das Treffen, zu dem von der marokkanischen Regierung eingeladen worden war, markierte das Ende eines längeren Konsultationsprozesses und stand unter der Leitung des achtzigjährigen Scheichs Abdallah ibn Bayyah, Präsident des „Forum for Promoting Peace in Muslim Societies“ (Vereinigte Arabische Emirate), Ko-Moderator von Religions for Peace und Mitunterzeichner des offenen Briefes von 138 muslimischen Gelehrten an die Christenheit „Ein gemeinsames Wort zwischen Uns und Euch“ (A Common Word) von 2007.2 Ibn Bayyah lehrt an der König-Abdulaziz-Universität im saudi-arabischen Dschidda (Wikipedia), war Vizepräsident der „International Union of Muslim Scholars“ (IUMS, Vorsitz: Yusuf al-Qaradawi) und ist Mitglied des „European Council for Fatwa and Research“ [ ECFR ] (Vorsitz: Yusuf al-Qaradawi). […]

    In den fast durchweg positiven Reaktionen – etwa des Ökumenischen Rates der Kirchen, der Evangelischen Allianz und verschiedener Dialoginitiativen – wird die Erklärung als „bahnbrechend“ begrüßt: „Muslimische Wissenschaftler fordern Religionsfreiheit für alle“, titelte die Evangelische Allianz. Das Dokument rufe zur Religionsfreiheit für nichtmuslimische Minderheiten in mehrheitlich islamischen Ländern auf (Christianity Today). Gewalt könne nicht im Namen des Islam angewendet werden. Die muslimischen Führungspersönlichkeiten zeigten, dass sie an eine gemeinsame Zukunft mit anderen Religionen sowie an gleiche Rechte und Respekt glaubten; die Charta von Medina habe die Religionsfreiheit für alle Menschen garantiert, so der Weltkirchenrat laut epd.

    Die knappe englische Fassung sowie die umfangreichere arabische Fassung verdienen eine gründliche Lektüre und Würdigung, was im Rahmen dieser Information nicht geleistet werden kann. […]

    Medina steht für eine Gesellschaft unter islamischer Herrschaft, in der Juden und Christen die Rechte von „Schutzbefohlenen“ (Dhimmis) im Rahmen einer islamischen Rechtsordnung haben und alle einschlägigen Rechtsfälle „Gott und Muhammad, seinem Gesandten“ vorzulegen sind.

    Ist dieser Hintergrund maßgeblich für das Verständnis der Erklärung von Marrakesch – und daran lässt das Dokument selbst keinen Zweifel –, dann leiten sich die Prinzipien des gesellschaftlichen Miteinanders aus der Scharia ab und aktualisieren damit das Konzept des Dhimmi-Status für Christen und Juden. Es geht von vornherein um die Darlegung der „Rechte von Minderheiten in mehrheitlich islamischen Ländern“ aus den islamischen Quellen, so der Hauptfokus des Schreibens. […]

    Friedmann Eißler

    http://www.ezw-berlin.de/html/15_7020.php

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