215. La théorie des deux nations

دو قومی نظریہ

Do qaumi naẓariya

La théorie des deux nations

Zwei-Nationen-Theorie

Christlich-wertkonservative Islamkritik?

Von Edward von Roy, Weihnachten 2010.

Islamkritiker empören sich berechtigt über gelegentlich vermutbaren kulturellen Rabatt im Bereich von Rechtssprechung und Strafmaß, das muss entsprechend auch für religiösen Rabatt gelten, denn die Hütchenspieler der Scharialobby berufen sich abwechselnd auf Kultur und Frömmigkeit, wie es gerade besser passt. Das wiederum verdeutlicht, dass der säkulare Staat den Stadtbürger und Staatsbürger überhaupt nicht religiös zu klassifizieren hat, denn hier gilt die Straßenverkehrsordnung und nicht das Alte oder Neue Testament. Der Kölner und Islam-Missionar Pierre Vogel bleibt bei Rot an der Ampel ebenso stehen wie seine iranischstämmige Mitbürgerin und Ex-Muslima, die den Islam genau so gut kennt wie er.

Was wir zu verteidigen haben, ist die Rechtseinheitlichkeit. Unser geplantes Positionspapier sollte daher vor der Rechtsspaltung warnen, die Mustafa Cerić, der den Islam richtig, nämlich als diskriminierend und die Seele rettend, verstanden hat, bekanntermaßen über das Familien- und Personenstandsrecht einzuführen gedenkt: the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law.

Wenn wir plausibel argumentieren wollen, können wir zudem weiterhin die Standards der Alice Schwarzer verwenden, die gleichheitsfeministischen Standards also, schließlich will der Islam die theologische und juristische Herabsetzung der Frau. Den Islam lediglich als faschistoid oder faschistisch zu bezeichnen, islamkritische Atheisten würden diese Strategie vermutlich bevorzugen, wird nicht erfolgreich sein, denn der Islam sieht sich, ob uns das passt oder nicht, als Religion und er ist, ob völkerkundlich oder psychologisch gesehen, funktional natürlich Religion. Mit „Religion“ (christlicher, jüdischer) aber lässt sich eine Religion nicht abwehren, jedenfalls nicht bei beibehaltenem Grundgesetz (GG).

Die meisten von uns sind mehr oder weniger tiefgründig christlich sozialisiert worden. Andererseits tritt, wo auch immer in Europa wir hinsehen, organisierte christlich-konservative Islamkritik weder als christlicher Verein noch als Gemeinschaft von Christen auf (und ist damit konfessionell ungebunden, nicht überkonfessionell). Konservative Netzwerke von islamkritischen Aktivisten bestehen üblicherweise aus Christen, Juden, Pantheisten, bekennenden Neuplatonikern und bekennenden Atheisten und bestehen vor allem aus uns allen, uns freiheitlichen Demokraten, die keine Bevormundung durch den derzeitigen, bekanntermaßen islamverliebten christlichen Klerus wünschen, die aber sicherlich überhaupt keinen Klerus wünschen, der AEMR und GG für alle oder für die Menschen ihrer Glaubensnation (Milla, türk. millet) außer Kraft setzt. Wir verteidigen also nicht das (womöglich zur Spätgotik, um 1350 n. Chr., untergegangene) famose Abendland, sondern das auf Rationalität, nicht auf Seelenrettung, begründete einheitliche Recht. Unsere Gesetze und Verordnungen regeln das irdische Zusammenleben, nicht den dauerhaften Verbleib in Paradiesgarten oder Höllenfeuer.

Was Europa droht, ist eine Neuauflage der erwiesenermaßen zur Staatszerschlagung hoch wirksamen Zwei-Nationen-Theorie (muslimisches Pakistan bzw. Bangladesch versus hinduistisches Indien). Jedes schwammige „europäische Werte“ (bitte, welche? Fleiß, Ordnung, Pünktlichkeit – hat der fraglos nichteuropäische Chinese diese Werte denn nicht?) ist zweckmäßigerweise durch das Zitat zu ersetzen, mit dem am 08.09.1948 Carlo Schmid für die wehrhafte Demokratie eintrat:

„Soll diese Gleichheit und Freiheit völlig uneingeschränkt und absolut sein, soll sie auch denen eingeräumt werden, deren Streben ausschließlich darauf geht, nach der Ergreifung der Macht die Freiheit selbst auszurotten? Also: Soll man sich auch künftig so verhalten, wie man sich zur Zeit der Weimarer Republik z. B. den Nationalsozialisten gegenüber verhalten hat? Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft: Demokratie ist nur dort mehr als ein Produkt einer bloßen Zweckmäßigkeitsentscheidung, wo man den Mut hat, an sie als etwas für die Würde des Menschen Notwendiges zu glauben. Wenn man aber diesen Mut hat, dann muss man auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen.“

Mich freut immer, wenn sich wertkonservative oder christliche (oder gar heutige sozialdemokratische) Kreise zu diesem Zitat bekennen.

Ob ein Bekenntnistext christlich oder konservativ argumentierender Islamkritiker nun drei, zwei oder eine Seite umfasst oder auch nur eine halbe Seite, es muss dort im ersten Absatz das unmissverständliche Bekenntnis zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (vom 10.12.1948) ebenso in Erscheinung treten wie das klare Credo zum Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (GG, 23.05.1949). Mit dem tief empfundenen (frommen) oder aber politisierten (missbrauchten) Wörtchen christlich ist wenig bis gar nichts gesagt, denn dass der Genfer Herr Calvin beliebte, den spanischstämmigen Trinitätsleugner und Arzt Michael Servetus auf nassem Laub zu Ehren Gottes zu verbrennen, ist schließlich völlig evangelisch.

Das bedeutet: Ohne die Nennung von AEMR 1948 und GG 1949 können christlich-wertkonservative Islamkritiker kein Thesenpapier und schon gar kein Positionspapier aus der Hand geben, denn jeder halbwegs kluge Reporter oder Journalist wird innerhalb von einer Millisekunde sagen: „Ihr nennt kein Grundgesetz – ihr wollt also das Grundgesetz überwinden“ und wird, er muss dazu gar nicht linksradikal sein, in der Presse schreiben: „Euer Verein hat also mit der AEMR keinen Vertrag, sondern will das abendländisch bzw. völkisch definierte Mehrklassenrecht – ihr seid bekennende Sezessionisten und arbeitet auf einen Staatsstreich hin – euer Gefasel vom europäischen Werteverbund ist also lediglich Synonym für arische Rasse.“ Daher noch einmal, und ganz deutlich: Jedes Positionspapier christlich-wertkonservativer Islamkritiker muss sich in den ersten drei oder vier Sätzen unmissverständlich zu AEMR 1948 und GG 1949 bekennen.

Ein bewusstes Anknüpfen an die Tradition selbstbewusster Bürgerlichkeit läge in einer Bezugnahme auf das Hambacher Fest vom 27. bis 30. Mai 1832, dem Urmodell des Bürgerprotests gegen Pressezensur, ein anderer Weg des die Demokratie bewahrenden Argumentierens ist das Bekenntnis zum wissenschaftlichen Denken. Wissenschaftliche Erkenntnisse und die Naturgesetze gelten schließlich überall auf der Welt, universell, in Köln, Minsk, Mekka oder Pjöngjang.

Uns sollte stören, dass gewisse Teile der europäischen islamkritischen Szene im relativ stark missbräuchlichen Namen des Europäischen, des Abendländischen oder gar des Christlichen so etwas wie eine Neuauflage der hindu-nationalistischen Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS) anzustreben scheinen, während andere das Werk der Islamisten kongenial dadurch mit betreiben, dass sie irgendwelche Kulturkreistheoretiker propagieren, die den so genannten Morgenländern kalkuliert verunmöglichen, jemals Teil des Deutschen Volkes oder des Europäertums zu sein. Unser Patriotismus hat nicht rassisch begründet zu sein, sondern verfassungsrechtlich. Gleichberechtigter Staatsangehöriger ist daher nicht der „Christ“ oder der „Europäer“, sondern der Bürger. Bürgersinn und Verfassungspatriotismus haben unser Credo zu sein, nicht Bibel oder blonde Haare.

Im Übrigen ist Religion erst dann frei und reif und human (und christlich), wenn sie nicht den ökonomischen, rechtlichen oder gesundheitlichen Status des Gläubigen als vom Ungläubigen verschieden definiert. In einer freiheitlichen Demokratie kann jeder von uns ein paar Jahre lang Atheist sein oder mit dem Dalai Lama meditieren, ohne sein Wahlrecht oder sein Recht auf Leben zu verlieren. Umgekehrt entbindet begeisterte Koranlektüre nicht von der Einhaltung der Schulpflicht oder des Baurechts. Ein Recht für alle: One Law For All, so bringt Maryam Namazie ihre Kampagne auf den Punkt.

Zusammengefasst: 1. Dem Islam das Prädikat Religion bzw. religiös abzusprechen, wird nicht funktionieren: Das Islamische Gesetz und System ist mehr als ein diesseitiger Totalitarismus, sondern (unreife oder unangenehme, mag sein) echte Religion, die diskriminierende Paragraphen erzeugende Scharia ist Religion. 2. Nein zur Rechtsspaltung! Das Bestehen auf der Unteilbarkeit der Menschenrechte und (damit) auf der Gleichberechtigung von Mann und Frau allein kann uns zum Erfolg führen. 3. Zivilisation im Plural anzunehmen (The Alliance of Civilizations (AoC); The United Nations Alliance of Civilizations (UNAOC)) oder in der Manier von irgendwelchen braunen oder bibelbewegten Esoterikern den abendländischen Kulturkreis oder das christliche Europa (bzw. das christliche Amerika) zu verteidigen, wird geeignet sein, im Sinne der südasiatischen Two-Nation Theory die bürgerliche Kultur erfolgreich zu beenden und dürfte rasch entweder das Kalifat an die Macht bringen oder den rassisch reinen Führerstaat.

Israel liefert uns hochwertige, empfehlenswerte Produkte und ist für Touristen immer eine Reise wert. Indien und Israel, Griechenland und Großbritannien aber sind auf dem sprichwörtlichen Holzweg, solange sie die Scharia im Familienrecht nicht außer Kraft setzen.

Menschenrecht gibt es weltweit und nur im Singular – entweder Allahs Menschenrecht oder das vom 10. Dezember 1948! Auch die Wissenschaft oder die menschliche Zivilisation sind unteilbar und auf Individualität, Solidarität und Unveräußerlichkeit begründet, der Scharia-Islam hingegen ist vorzivilisatorisch (magisch) und gegenzivilisatorisch (antisozial), okkult und stammeskulturell und spaltet die Solidargemeinschaft der Bevölkerung in ehrenwerte Parteigänger Allahs und Gottlose bzw. Verräter.

Die Scharia ist nicht „anders“, sondern undemokratisch, sie ist unheilsabwehrend, gewaltverherrlichend und territorial expansiv. Die Scharia muss nicht deshalb weg, weil sie „morgenländisch“ (orientalisch) ist, sondern weil sie auf Ungleichbehandlung (und vermeintlicher Seelenrettung) beruht. Nur eine sehr säkulare Gesellschaft kann eine freiheitlich demokratische Gesellschaft sein.

Weltzivilisation, „zivilisierte Welt“ gibt es nur einmal, und irgendwann und möglichst rasch müssen das Recht auf Leben und die Pressefreiheit auch in Teheran gelten.

Dass die kulturelle Moderne, unter schariabefördernden Kulturkreistheoretikern jeglicher Couleur fälschlich genannt der Westen, keine Hände und Köpfe abhackenden Gottesdienste feiert und keinen Gott zu integrieren braucht, der mit fliegenden Steinen tötet, mag uns zu Weihnachten besonders klar werden.

Und zu unserem demokratischen Glück kennt oder benötigt die Ethik des Jesus von Nazareth weder Arier noch Abendländer und klassifiziert den Menschen eben nicht juristisch folgenreich in schwarz- und weißhäutig, orientalisch und okzidental. Und so können wir gleichsetzen:

One Law For All = Frohe Weihnachten,

Edward von Roy

7 Antworten to “215. La théorie des deux nations”

  1. Jacques Auvergne Says:

    Ein wegweisender Weihnachtsgruß von Edward von Roy, vielen Dank.

    Vielleicht wird nun auch der Modus wieder ganz wichtig, der Stil: Meiden wir jeden schrillen Ton und alles geistlose Zusammenrotten, gehen wir schweigend vorbei an Nationaltümlern, Familienrettern, Abendlandverherrlichern und Bibelpolitikern, die, einerlei ob in Frankreich, den Niederlanden oder Deutschland, bei Bedarf inzwischen allesamt gerne unter Islamkritik firmieren.

    An dieser Stelle möchte ich jeden islamkritischen Leser, der zum Thema Scharia versus Demokratie alles Marktschreierische und Fiebrige meiden will, auf den Text eines geschichtskundigen Pakistaners hinweisen. Bereits vor knapp einem Jahr, im Februar 2010, bilanzierte Edward von Roy Jahrzehnte der militanten südasiatischen Islamabwehr, begangen durch hinduistische Religio-Nationalisten, in zwei Gleichnissen oder Bildern, die mit Verzerren und Zertrümmern zu tun haben:

    Eine rechte Allianz gegen den Islam? Warum eine jede konservative Partei antiislamischen Selbstverständnisses das Werk der Muslimbruderschaft fördert

    https://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/02/06/161/

    Sorgen wir dafür, dass mit Heiligen Schriften, ob VEDA, THORA oder BIBEL, keine Politik gemacht wird – schon gar keine Politik der Islambezwingung oder Islambändigung.

    Kirchenfürst Rowan Williams freilich sah das ein weiteres Jahr eher, im Februar 2008, anders, und rief die nichtmuslimischen Briten zu Kirchengehorsam und Schariatoleranz.

    Man könne den britischen Muslimen auf Dauer nicht zumuten, eine Entscheidung zwischen ihrer islamischen Kultur und zwischen der Loyalität dem weltlichen Staat gegenüber zu treffen. Ehescheidungen, Streitschlichtungsverfahren oder finanzielle Transaktionen sollen auf Wunsch vor Scharia-Gerichten möglich sein. Dass es dem Fiqh, der islamischen Rechtssprechung, antiwissenschaftlich um die Rettung der Seele vor dem Höllenfeuer geht, verschweigt der machtgeile Kirchenpolitiker, und versteckt sein rechtsspaltendes Anliegen hinter dem anwachsenden britischen Staatsdogma von der kulturellen Vielfalt und vom friedlichen Zusammenleben:

    Die Aufnahme „gewisser Aspekte“ der (nun, unteilbaren) Scharia erschien dem Erzbischof von Canterbury als „unvermeidbar“ (L’Archevêque de Cantorbéry dit que l’adoption de certains aspects de la charia au Royaume-Uni «semble inévitable»)

    http://www.pointdebasculecanada.ca/breve/284-grande-bretagne-ladoption-de-la-charia-inevitable-.php

  2. Widderhorn Says:

    Internetquellen zum Thema Scharia versus AEMR.
    ———-

    DER TAGESSPIEGEL, (Islamkonferenz: Ein neuer Anfang), 05.03.2010; Ferda Ataman, Andrea Dernbach: Drei Schwerpunkte hat de Maizière sich dafür ausgeguckt – und gibt gleich beim ersten, der Integration islamischer Theologie und Religion an deutschen Schulen und Universitäten, eine neue Richtung vor. Er bezweifle, ob man „bis zum Sankt-Nimmerleinstag“ warten müsse, bis der Islam wie die Kirchen eine Körperschaft öffentlichen Rechts werde.

    Vielleicht könne man stattdessen „einfach einmal anfangen“ – zum Beispiel damit, die bisherigen Empfehlungen des Wissenschaftsrats umzusetzen. Der hatte kürzlich Hinweise zur Verankerung islamischer Theologie an den Universitäten gegeben. Zweitens soll es nach dem Willen des Ministers zwar weiter um Grundrechte und Grundwerte gehen, aber mit einem Schwerpunkt: Die Konferenz soll sich künftig verstärkt um die Gleichberechtigung der Geschlechter kümmern. Und drittens soll die Konferenz daran arbeiten, Islam und Islamismus zu trennen.

    Fachlich versiert in diesem Feld ist auch der Professor für Religionspädagogik in Osnabrück, Bülent Ucar, der sich konkrete Lösungsansätze auf Landesebene erhofft. „Ziel muss die Anerkennung des Islam als Religionsgemeinschaft sein“, sagt das Neumitglied. De Maizière hofft noch auf einen Imam als „Praktiker“, „am besten aus Nordafrika“, und auf eine Lehrerin.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/islamkonferenz-ein-neuer-anfang/v_default,1713108.html

    DER TAGESSPIEGEL (Quer zum Zeitgeist), 19.12.2010, Thomas de Maizière
    Ich bin optimistisch, dass wir mit dem bewährten deutschen Staatskirchenrecht auch die Integration des Islam in unsere Rechtsordnung gewährleisten können. Auch die Deutsche Islamkonferenz unterstützt das Ziel einer Kooperation auf der Grundlage des geltenden Religionsverfassungsrechts.
    Aber wie kann das gehen? Bis zu einer Lösung arbeiten wir mit Übergangslösungen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir die Zwischenzeit mit dem Rechtstypus eines Vertrages „sui generis“ überbrücken: Wir könnten beispielsweise einen „Vertrag über die Einführung eines Religionsunterrichts“ machen, mit Mitwirkungsrechten organisierter islamischer Organisationen.

    Es wäre vermessen (und geschichtsvergessen), die grundlegende Etablierung einer institutionalisierten Kooperation zwischen Staat und Muslimen von heute auf morgen zu verlangen. Denn – und hier möchte ich an den Ausgangspunkt meiner Überlegungen zurückkehren – auch das deutsche Staatskirchenrecht hat sich in einem Jahrhunderte dauernden Prozess entwickelt.

    Der säkulare Staat mit seiner aufgeklärten Werteordnung bietet uns heute einen bewährten Rahmen für unser friedliches Zusammenleben in gegenseitiger Toleranz.

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/quer-zum-zeitgeist/3636582.html

    Anlass: Göttinger Vorträge zu Religion und Recht, Göttingen, 07.12.2010. Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern: Sehr geehrter Herr Professor Heinig, sehr geehrter Herr Professor Spickhoff, sehr geehrter Herr Professor Münch, meine sehr verehrten Damen und Herren,

    welche Rolle kommt der Religion in einem säkularen Staat zu? Die Antwort ist nicht einfach. Sie ist nicht einfach und sie darf auch nicht einfach sein.

    http://brightsblog.wordpress.com/2010/12/18/thomas-de-maiziere-religion-im-sakularen-staat/

    Wissenschaftsrat (WR), Köln Prof. Dr. Christian Walter: Im Folgenden möchte ich Sie in drei gedanklichen Schritten in das vom Wissenschaftsrat vorgeschlagene Modell von Beiräten für Islamische Studien einführen. …
    Der Beirat soll die Kommunikation an der Schnittstelle von staatlichen Organisationsnotwendigkeiten und religiösem Selbstbestimmungsrecht ermöglichen. Er muss in Richtung des Staates die für die Einführung einer islamischen Theologie notwendigen verbindlichen Entscheidungen liefern können (deshalb braucht er eine feste äußere organisatorische Struktur) und er muss gleichzeitig in Richtung Religion, also konkret: Muslime in Deutschland, offen für die vorherrschende Pluralität sein (deshalb darf der Staat keinen Einfluss auf die Entscheidungsinhalte des Beirats nehmen können).

    Daraus folgt, dass nicht zwingend alle muslimischen Religionsgemeinschaften (wenn es denn mehrere gibt, wofür wiederum sehr viel spricht) an dem Beiratsmodell beteiligt sein müssen. Aber es ist aus Gründen der Nachfrage praktisch wichtig, möglichst alle muslimischen Strömungen in Deutschland zu berücksichtigen. Denn es steht kaum zu erwarten, dass für verschiedene Strömungen jeweils eigene theologische Fakultäten und Ausbildungsgänge geschaffen werden können.

    3. Das Beiratsmodell setzt schließlich auch hinsichtlich der Auswahl der nicht an einzelne Verbände gebundenen Mitglieder („Personen des öffentlichen Lebens“ und Theologen) auf Konsens zwischen Hochschule und Verbänden. Es dürfte klar sein, dass ohne Beteiligung der großen Verbände keine islamische Theologie an deutschen Universitäten geschaffen werden kann. Ebenso klar scheint aber auch, dass es nur Lösungen konsensfähig sind, bei denen die nicht in Verbänden organisierten Muslime berücksichtigt werden.

    http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Walter.pdf

    Peter Strohschneider (Wissenschaftsrat, Berlin), 17.05.2010, Um diesem Erfordernis zu entsprechen und die geregelte Mitwirkung der Muslime an der Einrichtung und Entwicklung der Islamischen Studien zu institutionalisieren, schlägt der Wissenschaftsrat vor, dass Universitäten, die ein entsprechendes Institut gründen wollen, Beiräte für Islamische Studien einrichten.
    Funktional den christlichen Kirchen insofern vergleichbar, wirken diese Beiräte in zwei zentralen Punkten bei der Ausgestaltung Islamischer Studien mit, nämlich bei der Einrichtung und Ausarbeitung entsprechender Studiengänge und bei der Berufung der Professorinnen und Professoren. Die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten unter Gesichtspunkten ihrer wissenschaftlichen Qualifikation ist dabei selbstverständlich Aufgabe der Universität, während die Mitwirkung der Beiräte darin besteht zu prüfen, ob es gegen die Ausgewählten aus religiösen Gründen Einwände gibt. Entscheidend für die Funktionsfähigkeit der Beiräte für Islamische Studien ist es nach Auffassung des Wissenschaftsrates, dass in ihnen die jeweilige Universität allein mit beratender Stimme vertreten ist, und dass sie die Vielfalt der muslimischen Gemeinschaften und Traditionen angemessen repräsentieren. Neben muslimischen Verbänden sollen daher muslimische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und auch Religionsgelehrte mit ihrem wissenschaftlich-‚ theologischen’ Sachverstand in den Beiräten mitwirken

    http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb09/islam/Pressespiegel/Strohschneider_vortrag-studien-universitaeten-17_5_10.pdf

    Institut für Islam und Dialog e. V. (INID, Said Nursi und Fethullah Gülen verbunden), Hamm – Der Sunna zufolge müssen Frauen ihren ganzen Körper mit Ausnahme von Händen und Gesicht, die Männer mindestens den Teil zwischen Bauchnabel und Knien bedecken. Unumstritten ist auch, dass Männer wie Frauen sich nicht aufreizend kleiden dürfen.

    Im Islam gilt das Gelübde jedes Menschen, ob Mann oder Frau, als bindend. Kein Mensch kann das Gelübde eines anderen Menschen widerrufen. Wer einen feierlich geschworenen Eid nicht hält, muss dafür in angemessener Weise Buße tun.

    Kein Mann ist berechtigt, einen Eid für seine Frau oder seine Tochter zu schwören, und kein Mann kann einen Eid, den eine seiner weiblichen Verwandten geschworen hat, wieder zurücknehmen.

    http://www.inid.de/wissenswertes/58-frau-und-familie-im-islam/126-rechte-und-pflichten-der-frau

    [Mythos grundgesetzlich verbürgte Religionsfreiheit – die gibt es so gar nicht, damit die religiöse Verheiratung neunjähriger Mädchen und die spirituelle Steinigung weiterhin unzulässig bleiben.]

    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 4

    (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

    (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

    (3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

    http://dejure.org/gesetze/GG/4.html

    TRANSATLANTIC FORUM (In Europa, wo die Scharia noch gilt), 14.09.2005. Michael Kreutz:

    Arrangierte Ehen, ohne dass die Brautleute sich vorher zu Gesicht bekamen; zwölfjährige Kinder, die zwangsweise verheiratet werden; Frauen, die nicht wissen, dass sie ein Recht auf Scheidung haben und die im Falle einer Scheidung das Sorgerecht an ihren geschiedenen Mann verlieren – allesamt Phänomene, die dort auftreten, wo die Scharia herrscht. Es gibt sie darum auch überall dort, wo muslimische Minderheiten sind. Also auch in Europa. Aber allein Griechenland zwingt als einziges Land der EU seine autochthonen muslimischen Bürger dazu, die Scharia zu praktizieren – ob sie es wollen oder nicht.

    Als die zwölfjährige Samiha aus dem thrakischen Komotiní vergangenen März mit einem Glaubensgenossen verheiratet wurde, der in Deutschland lebt, zeigte sich wieder einmal die Unvereinbarkeit des Alltags griechischer Muslime mit der europäischen Gesetzgebung, die die Heirat Minderjähriger verbietet. Samiha zog danach zu ihrem Mann nach Deutschland. Der deutsche Grenzbeamte, der ihre Papiere kontrollierte, wollte nicht glauben, dass ein zwölfjähriges Mädchen verheiratet sein könnte. Als der Fall in der internationalen Presse Schlagzeilen machte, stand Griechenland am Pranger.

    http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/

    [Islam pur: Kindbraut Düsseldorf. Griechenland ist EU-Mitglied. Griechenlands Scharia-Familienrecht der türkischen Minderheit gestattet, religiös bzw. ethnoreligiös begründet, das authentisch islamische Prinzip Kindbraut, “sie” war zum Zeitpunkt der Schwängerung 11 Jahre alt, “er” (der GRIECHE namens HASSAN) 20- oder 21jährig]

    EXPRESS (Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby), 11.06.2008. Barbara Kirchner: Zwangsehen in Düsseldorf – das hört sich nach finsterem Mittelalter an. Tatsächlich aber betreut das Jugendamt zur Zeit drei Familien, in denen minderjährige Mädchen (unter 14) verheiratet wurden.
    Vor zwei Jahren tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mitwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte.

    Doch Hassan N. drückte sich. Auch seine „Gattin“ (heute 14) erschien nicht zum Termin. Sie lebt inzwischen mit ihrer Tochter (1) in Griechenland bei ihrem Großvater.

    An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. Die Zwangsehen sind zwar selten. Da sie aber Griechenland als EU-Mitglied absegnet, sind sie auch in Deutschland gültig.

    „Ein Skandal“, nennt das voller Empörung Diana Goldermann-Wolf vom Kinderschutzbund. „Staatlich geförderter Kindesmissbrauch – so etwas darf es in Europa nicht geben und verstößt auch gegen die UN-Kinderrechts-Konvention.“

    http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/_artikel_1212758529424.html

    [Ohne Scharia kein Islam. Das islamische Heiratsalter für die Ehefrau beträgt nach Mohammeds Vorbild (seiner Ehe mit Aischa) neun Jahre. Kindbraut Brescia. Brautpreis 17.000 Euro, “sie” 11, “er” 21 Jahre alt] CORRIERE DELLA SERA (Brescia, 11enne serba venduta al marito), 03.07.2008

    http://www.corriere.it/cronache/08_luglio_03/bambina_serba_venduta_brescia_449c2624-48e4-11dd-a3c9-00144f02aabc.shtml

    Ten-year-old girls are ready for marriage, according to Saudi Arabia’s most senior cleric. Sheikh Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, told Al Hayat newspaper that those saying ten or 12-year-old girls are too young to marry are being ‚unfair‘ to them.

    http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

    „It is wrong to say it’s not permitted to marry off girls who are 15 and younger,“ Sheik Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, was quoted as saying. „A female who is 10 or 12 is marriageable and those who think she’s too young are wrong and are being unfair to her.“

    „Our mothers and before them, our grandmothers, married when they were barely 12,“ said Al Sheikh.

    http://www.nydailynews.com/news/national/2009/01/14/2009-01-14_senior_saudi_cleric_says_girls_can_marry.html

    Scheich Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich bekleidet in Saudi-Arabien das Amt des obersten Muftis (Großmufti) und des stellvertretenden Justizministers, er trat 1995 die Nachfolge von Abd al-Aziz ibn Baz an und ist ein Nachfahre von Muhammad ibn Abd al-Wahhab. Er ist Vorsitzender des Ständigen Komitees für Rechtsfragen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Aziz_bin_Abdullah_Al_asch-Schaich

    [Muhamed Seyfudin Ciftci, EZP / ISLAMSCHULE; Pierre Vogel]. wiki „Pierre Vogel“: Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann erklärte bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007, Vogel habe in einer Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. Uwe Schünemann bezeichnete diese Einstellung als „abartig“. Im Bericht selbst wird Vogel nicht namentlich erwähnt.

    DIE WELT (Verfassungsschutz entdeckt islamistisches Netzwerk), 24.04.2008. Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007 berichtete der Innenminister, es werde auch in Niedersachsen zunehmend islamistisches Gedankengut in Moscheen und per Internet verbreitet. So sei im Raum Braunschweig/Wolfsburg und in Hannover ein Salafistisches Netzwerk aktiv – eine radikale Gruppierung, die die muslimische Gesellschaft von „unislamischen Elementen“ reinigen wolle. Hierzu gehörten Menschenrechte, Frauenrechte und die Demokratie. Der Prediger Pierre Vogel – Vertreter dieser islamistischen Strömung – habe zum Beispiel in einer arabischen Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. „Der Vortrag ist nur als abartig zu bezeichnen“, sagte der Innenminister.

    http://www.welt.de/welt_print/article1933023/Verfassungsschutz_entdeckt_islamistisches_Netzwerk.html

    DER SPIEGEL (Hochzeit unter Zwang), 04.05.2010. Julia Jüttner:
    Die Eltern brachten sie von Hamburg nach Berlin, damit sie dort einen ihr völlig Unbekannten heiratete. Doch die 15-jährige Gymnasiastin konnte einen Hilferuf absetzen, wurde befreit – und kehrte zu ihren Eltern zurück. Die Polizei prüft jetzt Hinweise darauf, dass die Ehe trotzdem vollzogen wurde.

    Nach den Bräuchen der Ethnie, denen das Mädchen zugerechnet wird, gilt die Ehe durch den ersten Geschlechtsverkehr als vollzogen. Traditionell wird dabei mit Schnaps angestoßen, während den Feiernden ein blutiges Bettlaken vorgeführt wird. Das Blut auf dem Laken gilt als Beweis, dass die Braut vor der Hochzeitsnacht noch Jungfrau war – und es nun nicht mehr ist.

    Am 2. Mai soll diese Entjungferung gefeiert worden sein, berichtet die „B.Z.“ Ein Sprecher der Berliner Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen diesbezüglich „im Gange“ seien. Es gebe eine Anzeige in Hamburg, dass es zum Geschlechtsverkehr der beiden Jugendlichen gekommen sei. Dieser Umstand stelle jedoch nur dann eine Straftat dar, wenn er gegen den Willen der 15-Jährigen vollzogen worden sei.

    Zwei Tage lang war Ivona in der vergangenen Woche nicht zur Schule gekommen. Einer ihrer Lehrer informierte daraufhin am 27. April die Polizei. Das Mädchen hatte sich ihm in der Vergangenheit anvertraut. Ivona wusste, dass ihre Eltern eine Ehe für sie planten – und wehrte sich dagegen. Gleichzeitig fürchtete sie sich jedoch, von ihrer Familie verstoßen zu werden, sollte sie sich den Wünschen der Eltern widersetzen.

    Tatsächlich war Ivona nicht im Unterricht erschienen, weil ihre Eltern mit ihr nach Berlin gefahren waren.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,692788,00.html

    DER SPIEGEL („Es handelt sich eindeutig um Menschenhandel“), 23.04.2010. Myria Böhmecke (terre des femmes) im Interview mit Anna Reimann:

    SPIEGEL ONLINE: Frau Böhmecke, in Berlin sollen kurdischstämmige Eltern ihre Tochter Jasmin nach der islamischen Eheschließung für 15.500 Euro an die Familie des Ehemannes verkauft haben. Mittlerweile hat sich die 15-Jährige, die nun schwanger ist, von ihrem Mann getrennt, er soll sie geschlagen haben. Ist es eine Ausnahme, dass in muslimischen Familien in Deutschland Brautgeld gezahlt wird?

    Böhmecke: Nein, das ist nach meiner Erfahrung nicht unüblich. Genaue Zahlen sind aber schwierig zu ermitteln, weil die zwangsverheirateten Mädchen, die sich bei „Terre des Femmes“ melden, oft nicht wissen, ob Geld für sie geflossen ist. Die Familie des Bräutigams zahlt das Geld unter anderem als Kompensation für die Arbeitskraft, die der Familie der Braut verlorengeht, wenn die Frau aus dem Haus geht.

    SPIEGEL ONLINE: Kann Brautgeld Frauen auch helfen – etwa wenn sie sich von ihrem Mann trennen?

    Böhmecke: Ursprünglich war das Brautgeld, die sogenannte „Mahr“, bei islamischen Eheschließungen tatsächlich als Absicherung für die Frau gedacht, im Falle einer Scheidung. Die Frauen haben von dem Geld oft Goldschmuck gekauft. Mittlerweile kommt es aber häufig nur ihrer Familie zugute.

    SPIEGEL ONLINE: Die Berliner SPD-Politikerin Bilkay Öney zeigte sich zutiefst erschrocken über den Fall von Jasmin. „Eine Braut zu verkaufen, ist tabu in Europa. An so etwas mag ich gar nicht denken, das gibt es nicht einmal in der Türkei“, sagte sie. Ist diese Einschätzung realistisch?

    Böhmecke: Das ist eine vollkommene Fehleinschätzung. Zwangsehen sind in der Türkei immer noch sehr verbreitet – und häufig fließt dann wohl auch Geld. Dass ein Mädchen minderjährig verheiratet wird, passiert ebenfalls häufig, auch wenn die Gesetze der Türkei das ebenso verbieten wie in Deutschland.

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,690766,00.html

    [Dein Wohlergehen im Diesseits und Jenseits rechtfertigt dein totales Wohlverhalten. Islam ist jenseitszentriertes Recht (Scharia) und heilssichernde Gerichtspraxis (Fiqh). Die religiös begründete, dabei sowohl den USA (Schariafreund Abdullahi an-Na’im) als auch Europa (Proislamisten Rowan Williams, Christian Giordano, Mathias Rohe) drohende Rechtsspaltung wird im Personenstandsrecht bzw. Familienrecht beginnen.]

    A DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS. Mustafa Ceric: (f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;

    http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

    [Der von den deutschen Politikern nicht zuletzt der CDU / CSU hofierte Imam von Penzberg Bajrambejamin Idriz, Künstlername Benjamin Idriz, korrespondiert mit Yusuf al-Qaradawi und studierte im Fernstudium Scharia an der Lehrstätte der europäischen Muslimbrüder, am Institut Européen des Sciences Humaines (IESH). Château-Chinon ist eine Stadt im Département Nièvre und liegt in der französischen Region Burgund (Bourgogne).]
    Dipl.-Theol. Benjamin Idriz, geb. 1972 in Skopje, Gymnasium in Damaskus, Studium an der Europäischen Fakultät für Islamische Studien (IESH, Château-Chinon, Frankreich), Magister in Islamischer Theologie an der Al-Ouzai-Universität Beirut, seit 1995 Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg. Quelle: Gesellschaft der Freunde Islamischer Kunst und Kultur e. V.

    http://www.freunde-islamischer-kunst.de/2010/10/buchertipps-quer-durch-die-buchhandlung/

    DER SPIEGEL (Muslimischer Geistlicher im Zwielicht), 02.06.2010. Andrea Brandt und Conny Neumann: Idriz hat demnach von 1994 bis 1998 bei einem Privatinstitut im französischen Château Chinon ein Fernstudium belegt. Idriz nannte die Einrichtung auf Nachfragen unproblematisch. Sein Studium sei in keiner Weise islamistisch beeinflusst gewesen, zudem habe er sich nie persönlich in dem Institut aufgehalten.

    Doch das Privatinstitut genießt bei Insidern einen höchst zweifelhaften Ruf. Unterstützt mit Geld aus den Golfstaaten und Saudi Arabien soll dort der Vorrang der Scharia vor weltlichem Recht gelehrt werden. Den wissenschaftlichen Rat der Einrichtung führt Scheich Jussuf al-Karadawi an, der schon mal Selbstmordattentate rechtfertigte.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,696630,00.html

    Imam Benjamin Idriz. 1994 Islamisch-theologisches Gymnasium in Damaskus; Abschlussdiplom über die Emanzipation der Frau im Islam; 1994-1998 Fernstudium bei der Europäischen Fakultät für Islamische Studien (IESH, Château-Chinon, Frankreich); 2000 Magister in Islamischer Theologie an der Al-Ouzai-Universität Beirut/Libanon; seit 1995 Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg e. V. Quelle: Islamisches Forum Penzberg

    http://www.islam-penzberg.de/179801.html

    [NRW-Verfassungsrichter Michael Bertrams durchschaut den gesetzgeberischen Anspruch Allahs und will das säkulare One Law For All] Christliches Medienmagazin pro (Richter: Scharia nicht gesetzeskonform), 04.09.2009
    Teile des islamischen Gesetzes sind nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar. Dies erklärte der Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Bertrams, am Mittwoch bei einem Vortrag in Münster. …
    Der Islam und das islamische Recht, die Scharia, seien dagegen in manchen Teilen nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar, so Bertrams weiter: „Sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann. “Dies widerspreche sowohl dem Gleichheitsgebot als auch der Menschenwürde, dem höchsten Wert des Grundgesetzes. „Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten“, so der Verfassungsrichter laut einer Mitteilung der Evangelischen Kirche Westfalen. Wenn eine muslimische Frau darauf beharre, ein Kopftuch zu tragen, schließe dies ihre Eignung für den Beruf der Lehrerin an einer staatlichen Schule aus.

    http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news%5Bid%5D=2381&news%5Bimage%5D=1&news%5Baction%5D=detail

    [Damit die freiheitliche Demokratie trotz einer zunehmend hart agitierenden Scharialobby erhalten bleibt, erinnere man sich an Hildegard Hamm-Brücher. Die FDP-Politikerin mahnt alle politisch Verantwortlichen zum aufrechten Gang und prangert den Fraktionszwang an.] Quelle: SÜDDEUTSCHE (Das bestrafte Gewissen), 17.03.2008

    Was erwartet Abgeordnete, die ihr Recht auf freie Entscheidung wahrnehmen? Erinnerungen an 1982 aus Anlass des Falles Dagmar Metzger.
    Die Folgen meiner eigentlich plausiblen, zumindest ernstzunehmenden Begründung habe ich bis zum freiwilligen Ende meiner politischen Karriere zu spüren bekommen. Bis 1990. Vier Jahre davon verlebte ich in einer Art „liberalem Strafvollzug“. Ich erhielt keinen Ausschuss-Sitz, keine Redezeit, keine Beteiligung an sonstigen parlamentarischen Aufgaben, jede Menge Nadelstiche im innerfraktionellen Umgang.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/fraktionszwang-und-abweichler-das-bestrafte-gewissen-1.284671

    ———-

  3. Eifelginster Says:

    Internetquellen zum Thema Scharia versus AEMR.
    ———-

    DER TAGESSPIEGEL, (Islamkonferenz: Ein neuer Anfang), 05.03.2010; Ferda Ataman, Andrea Dernbach: Drei Schwerpunkte hat de Maizière sich dafür ausgeguckt – und gibt gleich beim ersten, der Integration islamischer Theologie und Religion an deutschen Schulen und Universitäten, eine neue Richtung vor. Er bezweifle, ob man „bis zum Sankt-Nimmerleinstag“ warten müsse, bis der Islam wie die Kirchen eine Körperschaft öffentlichen Rechts werde.

    Vielleicht könne man stattdessen „einfach einmal anfangen“ – zum Beispiel damit, die bisherigen Empfehlungen des Wissenschaftsrats umzusetzen. Der hatte kürzlich Hinweise zur Verankerung islamischer Theologie an den Universitäten gegeben. Zweitens soll es nach dem Willen des Ministers zwar weiter um Grundrechte und Grundwerte gehen, aber mit einem Schwerpunkt: Die Konferenz soll sich künftig verstärkt um die Gleichberechtigung der Geschlechter kümmern. Und drittens soll die Konferenz daran arbeiten, Islam und Islamismus zu trennen.

    Fachlich versiert in diesem Feld ist auch der Professor für Religionspädagogik in Osnabrück, Bülent Ucar, der sich konkrete Lösungsansätze auf Landesebene erhofft. „Ziel muss die Anerkennung des Islam als Religionsgemeinschaft sein“, sagt das Neumitglied. De Maizière hofft noch auf einen Imam als „Praktiker“, „am besten aus Nordafrika“, und auf eine Lehrerin.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/islamkonferenz-ein-neuer-anfang/v_default,1713108.html

    DER TAGESSPIEGEL (Quer zum Zeitgeist), 19.12.2010, Thomas de Maizière
    Ich bin optimistisch, dass wir mit dem bewährten deutschen Staatskirchenrecht auch die Integration des Islam in unsere Rechtsordnung gewährleisten können. Auch die Deutsche Islamkonferenz unterstützt das Ziel einer Kooperation auf der Grundlage des geltenden Religionsverfassungsrechts.
    Aber wie kann das gehen? Bis zu einer Lösung arbeiten wir mit Übergangslösungen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir die Zwischenzeit mit dem Rechtstypus eines Vertrages „sui generis“ überbrücken: Wir könnten beispielsweise einen „Vertrag über die Einführung eines Religionsunterrichts“ machen, mit Mitwirkungsrechten organisierter islamischer Organisationen.

    Es wäre vermessen (und geschichtsvergessen), die grundlegende Etablierung einer institutionalisierten Kooperation zwischen Staat und Muslimen von heute auf morgen zu verlangen. Denn – und hier möchte ich an den Ausgangspunkt meiner Überlegungen zurückkehren – auch das deutsche Staatskirchenrecht hat sich in einem Jahrhunderte dauernden Prozess entwickelt.

    Der säkulare Staat mit seiner aufgeklärten Werteordnung bietet uns heute einen bewährten Rahmen für unser friedliches Zusammenleben in gegenseitiger Toleranz.

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/quer-zum-zeitgeist/3636582.html

    Anlass: Göttinger Vorträge zu Religion und Recht, Göttingen, 07.12.2010. Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern: Sehr geehrter Herr Professor Heinig, sehr geehrter Herr Professor Spickhoff, sehr geehrter Herr Professor Münch, meine sehr verehrten Damen und Herren,

    welche Rolle kommt der Religion in einem säkularen Staat zu? Die Antwort ist nicht einfach. Sie ist nicht einfach und sie darf auch nicht einfach sein.

    http://brightsblog.wordpress.com/2010/12/18/thomas-de-maiziere-religion-im-sakularen-staat/

    Wissenschaftsrat (WR), Köln Prof. Dr. Christian Walter: Im Folgenden möchte ich Sie in drei gedanklichen Schritten in das vom Wissenschaftsrat vorgeschlagene Modell von Beiräten für Islamische Studien einführen. …
    Der Beirat soll die Kommunikation an der Schnittstelle von staatlichen Organisationsnotwendigkeiten und religiösem Selbstbestimmungsrecht ermöglichen. Er muss in Richtung des Staates die für die Einführung einer islamischen Theologie notwendigen verbindlichen Entscheidungen liefern können (deshalb braucht er eine feste äußere organisatorische Struktur) und er muss gleichzeitig in Richtung Religion, also konkret: Muslime in Deutschland, offen für die vorherrschende Pluralität sein (deshalb darf der Staat keinen Einfluss auf die Entscheidungsinhalte des Beirats nehmen können).

    Daraus folgt, dass nicht zwingend alle muslimischen Religionsgemeinschaften (wenn es denn mehrere gibt, wofür wiederum sehr viel spricht) an dem Beiratsmodell beteiligt sein müssen. Aber es ist aus Gründen der Nachfrage praktisch wichtig, möglichst alle muslimischen Strömungen in Deutschland zu berücksichtigen. Denn es steht kaum zu erwarten, dass für verschiedene Strömungen jeweils eigene theologische Fakultäten und Ausbildungsgänge geschaffen werden können.

    3. Das Beiratsmodell setzt schließlich auch hinsichtlich der Auswahl der nicht an einzelne Verbände gebundenen Mitglieder („Personen des öffentlichen Lebens“ und Theologen) auf Konsens zwischen Hochschule und Verbänden. Es dürfte klar sein, dass ohne Beteiligung der großen Verbände keine islamische Theologie an deutschen Universitäten geschaffen werden kann. Ebenso klar scheint aber auch, dass es nur Lösungen konsensfähig sind, bei denen die nicht in Verbänden organisierten Muslime berücksichtigt werden.

    http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Walter.pdf

    Peter Strohschneider (Wissenschaftsrat, Berlin), 17.05.2010, Um diesem Erfordernis zu entsprechen und die geregelte Mitwirkung der Muslime an der Einrichtung und Entwicklung der Islamischen Studien zu institutionalisieren, schlägt der Wissenschaftsrat vor, dass Universitäten, die ein entsprechendes Institut gründen wollen, Beiräte für Islamische Studien einrichten.
    Funktional den christlichen Kirchen insofern vergleichbar, wirken diese Beiräte in zwei zentralen Punkten bei der Ausgestaltung Islamischer Studien mit, nämlich bei der Einrichtung und Ausarbeitung entsprechender Studiengänge und bei der Berufung der Professorinnen und Professoren. Die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten unter Gesichtspunkten ihrer wissenschaftlichen Qualifikation ist dabei selbstverständlich Aufgabe der Universität, während die Mitwirkung der Beiräte darin besteht zu prüfen, ob es gegen die Ausgewählten aus religiösen Gründen Einwände gibt. Entscheidend für die Funktionsfähigkeit der Beiräte für Islamische Studien ist es nach Auffassung des Wissenschaftsrates, dass in ihnen die jeweilige Universität allein mit beratender Stimme vertreten ist, und dass sie die Vielfalt der muslimischen Gemeinschaften und Traditionen angemessen repräsentieren. Neben muslimischen Verbänden sollen daher muslimische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und auch Religionsgelehrte mit ihrem wissenschaftlich-‚ theologischen’ Sachverstand in den Beiräten mitwirken

    http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb09/islam/Pressespiegel/Strohschneider_vortrag-studien-universitaeten-17_5_10.pdf

    Institut für Islam und Dialog e. V. (INID, Said Nursi und Fethullah Gülen verbunden), Hamm – Der Sunna zufolge müssen Frauen ihren ganzen Körper mit Ausnahme von Händen und Gesicht, die Männer mindestens den Teil zwischen Bauchnabel und Knien bedecken. Unumstritten ist auch, dass Männer wie Frauen sich nicht aufreizend kleiden dürfen.

    Im Islam gilt das Gelübde jedes Menschen, ob Mann oder Frau, als bindend. Kein Mensch kann das Gelübde eines anderen Menschen widerrufen. Wer einen feierlich geschworenen Eid nicht hält, muss dafür in angemessener Weise Buße tun.

    Kein Mann ist berechtigt, einen Eid für seine Frau oder seine Tochter zu schwören, und kein Mann kann einen Eid, den eine seiner weiblichen Verwandten geschworen hat, wieder zurücknehmen.

    http://www.inid.de/wissenswertes/58-frau-und-familie-im-islam/126-rechte-und-pflichten-der-frau

    [Mythos grundgesetzlich verbürgte Religionsfreiheit – die gibt es so gar nicht, damit die religiöse Verheiratung neunjähriger Mädchen und die spirituelle Steinigung weiterhin unzulässig bleiben.]

    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 4

    (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

    (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

    (3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

    http://dejure.org/gesetze/GG/4.html

    TRANSATLANTIC FORUM (In Europa, wo die Scharia noch gilt), 14.09.2005. Michael Kreutz:

    Arrangierte Ehen, ohne dass die Brautleute sich vorher zu Gesicht bekamen; zwölfjährige Kinder, die zwangsweise verheiratet werden; Frauen, die nicht wissen, dass sie ein Recht auf Scheidung haben und die im Falle einer Scheidung das Sorgerecht an ihren geschiedenen Mann verlieren – allesamt Phänomene, die dort auftreten, wo die Scharia herrscht. Es gibt sie darum auch überall dort, wo muslimische Minderheiten sind. Also auch in Europa. Aber allein Griechenland zwingt als einziges Land der EU seine autochthonen muslimischen Bürger dazu, die Scharia zu praktizieren – ob sie es wollen oder nicht.

    Als die zwölfjährige Samiha aus dem thrakischen Komotiní vergangenen März mit einem Glaubensgenossen verheiratet wurde, der in Deutschland lebt, zeigte sich wieder einmal die Unvereinbarkeit des Alltags griechischer Muslime mit der europäischen Gesetzgebung, die die Heirat Minderjähriger verbietet. Samiha zog danach zu ihrem Mann nach Deutschland. Der deutsche Grenzbeamte, der ihre Papiere kontrollierte, wollte nicht glauben, dass ein zwölfjähriges Mädchen verheiratet sein könnte. Als der Fall in der internationalen Presse Schlagzeilen machte, stand Griechenland am Pranger.

    http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/

    [Islam pur: Kindbraut Düsseldorf. Griechenland ist EU-Mitglied. Griechenlands Scharia-Familienrecht der türkischen Minderheit gestattet, religiös bzw. ethnoreligiös begründet, das authentisch islamische Prinzip Kindbraut, “sie” war zum Zeitpunkt der Schwängerung 11 Jahre alt, “er” (der GRIECHE namens HASSAN) 20- oder 21jährig]

    EXPRESS (Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby), 11.06.2008. Barbara Kirchner: Zwangsehen in Düsseldorf – das hört sich nach finsterem Mittelalter an. Tatsächlich aber betreut das Jugendamt zur Zeit drei Familien, in denen minderjährige Mädchen (unter 14) verheiratet wurden.
    Vor zwei Jahren tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mitwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte.

    Doch Hassan N. drückte sich. Auch seine „Gattin“ (heute 14) erschien nicht zum Termin. Sie lebt inzwischen mit ihrer Tochter (1) in Griechenland bei ihrem Großvater.

    An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. Die Zwangsehen sind zwar selten. Da sie aber Griechenland als EU-Mitglied absegnet, sind sie auch in Deutschland gültig.

    „Ein Skandal“, nennt das voller Empörung Diana Goldermann-Wolf vom Kinderschutzbund. „Staatlich geförderter Kindesmissbrauch – so etwas darf es in Europa nicht geben und verstößt auch gegen die UN-Kinderrechts-Konvention.“

    http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/_artikel_1212758529424.html

    [Ohne Scharia kein Islam. Das islamische Heiratsalter für die Ehefrau beträgt nach Mohammeds Vorbild (seiner Ehe mit Aischa) neun Jahre. Kindbraut Brescia. Brautpreis 17.000 Euro, “sie” 11, “er” 21 Jahre alt] CORRIERE DELLA SERA (Brescia, 11enne serba venduta al marito), 03.07.2008

    http://www.corriere.it/cronache/08_luglio_03/bambina_serba_venduta_brescia_449c2624-48e4-11dd-a3c9-00144f02aabc.shtml

    Ten-year-old girls are ready for marriage, according to Saudi Arabia’s most senior cleric. Sheikh Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, told Al Hayat newspaper that those saying ten or 12-year-old girls are too young to marry are being ‚unfair‘ to them.

    http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

    „It is wrong to say it’s not permitted to marry off girls who are 15 and younger,“ Sheik Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, was quoted as saying. „A female who is 10 or 12 is marriageable and those who think she’s too young are wrong and are being unfair to her.“

    „Our mothers and before them, our grandmothers, married when they were barely 12,“ said Al Sheikh.

    http://www.nydailynews.com/news/national/2009/01/14/2009-01-14_senior_saudi_cleric_says_girls_can_marry.html

    Scheich Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich bekleidet in Saudi-Arabien das Amt des obersten Muftis (Großmufti) und des stellvertretenden Justizministers, er trat 1995 die Nachfolge von Abd al-Aziz ibn Baz an und ist ein Nachfahre von Muhammad ibn Abd al-Wahhab. Er ist Vorsitzender des Ständigen Komitees für Rechtsfragen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Aziz_bin_Abdullah_Al_asch-Schaich

    [Muhamed Seyfudin Ciftci, EZP / ISLAMSCHULE; Pierre Vogel]. wiki „Pierre Vogel“: Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann erklärte bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007, Vogel habe in einer Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. Uwe Schünemann bezeichnete diese Einstellung als „abartig“. Im Bericht selbst wird Vogel nicht namentlich erwähnt.

    DIE WELT (Verfassungsschutz entdeckt islamistisches Netzwerk), 24.04.2008. Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007 berichtete der Innenminister, es werde auch in Niedersachsen zunehmend islamistisches Gedankengut in Moscheen und per Internet verbreitet. So sei im Raum Braunschweig/Wolfsburg und in Hannover ein Salafistisches Netzwerk aktiv – eine radikale Gruppierung, die die muslimische Gesellschaft von „unislamischen Elementen“ reinigen wolle. Hierzu gehörten Menschenrechte, Frauenrechte und die Demokratie. Der Prediger Pierre Vogel – Vertreter dieser islamistischen Strömung – habe zum Beispiel in einer arabischen Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. „Der Vortrag ist nur als abartig zu bezeichnen“, sagte der Innenminister.

    http://www.welt.de/welt_print/article1933023/Verfassungsschutz_entdeckt_islamistisches_Netzwerk.html

    DER SPIEGEL (Hochzeit unter Zwang), 04.05.2010. Julia Jüttner:
    Die Eltern brachten sie von Hamburg nach Berlin, damit sie dort einen ihr völlig Unbekannten heiratete. Doch die 15-jährige Gymnasiastin konnte einen Hilferuf absetzen, wurde befreit – und kehrte zu ihren Eltern zurück. Die Polizei prüft jetzt Hinweise darauf, dass die Ehe trotzdem vollzogen wurde.

    Nach den Bräuchen der Ethnie, denen das Mädchen zugerechnet wird, gilt die Ehe durch den ersten Geschlechtsverkehr als vollzogen. Traditionell wird dabei mit Schnaps angestoßen, während den Feiernden ein blutiges Bettlaken vorgeführt wird. Das Blut auf dem Laken gilt als Beweis, dass die Braut vor der Hochzeitsnacht noch Jungfrau war – und es nun nicht mehr ist.

    Am 2. Mai soll diese Entjungferung gefeiert worden sein, berichtet die „B.Z.“ Ein Sprecher der Berliner Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen diesbezüglich „im Gange“ seien. Es gebe eine Anzeige in Hamburg, dass es zum Geschlechtsverkehr der beiden Jugendlichen gekommen sei. Dieser Umstand stelle jedoch nur dann eine Straftat dar, wenn er gegen den Willen der 15-Jährigen vollzogen worden sei.

    Zwei Tage lang war Ivona in der vergangenen Woche nicht zur Schule gekommen. Einer ihrer Lehrer informierte daraufhin am 27. April die Polizei. Das Mädchen hatte sich ihm in der Vergangenheit anvertraut. Ivona wusste, dass ihre Eltern eine Ehe für sie planten – und wehrte sich dagegen. Gleichzeitig fürchtete sie sich jedoch, von ihrer Familie verstoßen zu werden, sollte sie sich den Wünschen der Eltern widersetzen.

    Tatsächlich war Ivona nicht im Unterricht erschienen, weil ihre Eltern mit ihr nach Berlin gefahren waren.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,692788,00.html

    DER SPIEGEL („Es handelt sich eindeutig um Menschenhandel“), 23.04.2010. Myria Böhmecke (terre des femmes) im Interview mit Anna Reimann:

    SPIEGEL ONLINE: Frau Böhmecke, in Berlin sollen kurdischstämmige Eltern ihre Tochter Jasmin nach der islamischen Eheschließung für 15.500 Euro an die Familie des Ehemannes verkauft haben. Mittlerweile hat sich die 15-Jährige, die nun schwanger ist, von ihrem Mann getrennt, er soll sie geschlagen haben. Ist es eine Ausnahme, dass in muslimischen Familien in Deutschland Brautgeld gezahlt wird?

    Böhmecke: Nein, das ist nach meiner Erfahrung nicht unüblich. Genaue Zahlen sind aber schwierig zu ermitteln, weil die zwangsverheirateten Mädchen, die sich bei „Terre des Femmes“ melden, oft nicht wissen, ob Geld für sie geflossen ist. Die Familie des Bräutigams zahlt das Geld unter anderem als Kompensation für die Arbeitskraft, die der Familie der Braut verlorengeht, wenn die Frau aus dem Haus geht.

    SPIEGEL ONLINE: Kann Brautgeld Frauen auch helfen – etwa wenn sie sich von ihrem Mann trennen?

    Böhmecke: Ursprünglich war das Brautgeld, die sogenannte „Mahr“, bei islamischen Eheschließungen tatsächlich als Absicherung für die Frau gedacht, im Falle einer Scheidung. Die Frauen haben von dem Geld oft Goldschmuck gekauft. Mittlerweile kommt es aber häufig nur ihrer Familie zugute.

    SPIEGEL ONLINE: Die Berliner SPD-Politikerin Bilkay Öney zeigte sich zutiefst erschrocken über den Fall von Jasmin. „Eine Braut zu verkaufen, ist tabu in Europa. An so etwas mag ich gar nicht denken, das gibt es nicht einmal in der Türkei“, sagte sie. Ist diese Einschätzung realistisch?

    Böhmecke: Das ist eine vollkommene Fehleinschätzung. Zwangsehen sind in der Türkei immer noch sehr verbreitet – und häufig fließt dann wohl auch Geld. Dass ein Mädchen minderjährig verheiratet wird, passiert ebenfalls häufig, auch wenn die Gesetze der Türkei das ebenso verbieten wie in Deutschland.

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,690766,00.html

    [Dein Wohlergehen im Diesseits und Jenseits rechtfertigt dein totales Wohlverhalten. Islam ist jenseitszentriertes Recht (Scharia) und heilssichernde Gerichtspraxis (Fiqh). Die religiös begründete, dabei sowohl den USA (Schariafreund Abdullahi an-Na’im) als auch Europa (Proislamisten Rowan Williams, Christian Giordano, Mathias Rohe) drohende Rechtsspaltung wird im Personenstandsrecht bzw. Familienrecht beginnen.]

    A DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS. Mustafa Ceric: (f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;

    http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

    [Der von den deutschen Politikern nicht zuletzt der CDU / CSU hofierte Imam von Penzberg Bajrambejamin Idriz, Künstlername Benjamin Idriz, korrespondiert mit Yusuf al-Qaradawi und studierte im Fernstudium Scharia an der Lehrstätte der europäischen Muslimbrüder, am Institut Européen des Sciences Humaines (IESH). Château-Chinon ist eine Stadt im Département Nièvre und liegt in der französischen Region Burgund (Bourgogne).]
    Dipl.-Theol. Benjamin Idriz, geb. 1972 in Skopje, Gymnasium in Damaskus, Studium an der Europäischen Fakultät für Islamische Studien (IESH, Château-Chinon, Frankreich), Magister in Islamischer Theologie an der Al-Ouzai-Universität Beirut, seit 1995 Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg. Quelle: Gesellschaft der Freunde Islamischer Kunst und Kultur e. V.

    http://www.freunde-islamischer-kunst.de/2010/10/buchertipps-quer-durch-die-buchhandlung/

    DER SPIEGEL (Muslimischer Geistlicher im Zwielicht), 02.06.2010. Andrea Brandt und Conny Neumann: Idriz hat demnach von 1994 bis 1998 bei einem Privatinstitut im französischen Château Chinon ein Fernstudium belegt. Idriz nannte die Einrichtung auf Nachfragen unproblematisch. Sein Studium sei in keiner Weise islamistisch beeinflusst gewesen, zudem habe er sich nie persönlich in dem Institut aufgehalten.

    Doch das Privatinstitut genießt bei Insidern einen höchst zweifelhaften Ruf. Unterstützt mit Geld aus den Golfstaaten und Saudi Arabien soll dort der Vorrang der Scharia vor weltlichem Recht gelehrt werden. Den wissenschaftlichen Rat der Einrichtung führt Scheich Jussuf al-Karadawi an, der schon mal Selbstmordattentate rechtfertigte.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,696630,00.html

    Imam Benjamin Idriz. 1994 Islamisch-theologisches Gymnasium in Damaskus; Abschlussdiplom über die Emanzipation der Frau im Islam; 1994-1998 Fernstudium bei der Europäischen Fakultät für Islamische Studien (IESH, Château-Chinon, Frankreich); 2000 Magister in Islamischer Theologie an der Al-Ouzai-Universität Beirut/Libanon; seit 1995 Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg e. V. Quelle: Islamisches Forum Penzberg

    http://www.islam-penzberg.de/179801.html

    [NRW-Verfassungsrichter Michael Bertrams durchschaut den gesetzgeberischen Anspruch Allahs und will das säkulare One Law For All] Christliches Medienmagazin pro (Richter: Scharia nicht gesetzeskonform), 04.09.2009
    Teile des islamischen Gesetzes sind nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar. Dies erklärte der Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Bertrams, am Mittwoch bei einem Vortrag in Münster. …
    Der Islam und das islamische Recht, die Scharia, seien dagegen in manchen Teilen nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar, so Bertrams weiter: „Sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann. “Dies widerspreche sowohl dem Gleichheitsgebot als auch der Menschenwürde, dem höchsten Wert des Grundgesetzes. „Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten“, so der Verfassungsrichter laut einer Mitteilung der Evangelischen Kirche Westfalen. Wenn eine muslimische Frau darauf beharre, ein Kopftuch zu tragen, schließe dies ihre Eignung für den Beruf der Lehrerin an einer staatlichen Schule aus.

    http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news%5Bid%5D=2381&news%5Bimage%5D=1&news%5Baction%5D=detail

    [Damit die freiheitliche Demokratie trotz einer zunehmend hart agitierenden Scharialobby erhalten bleibt, erinnere man sich an Hildegard Hamm-Brücher. Die FDP-Politikerin mahnt alle politisch Verantwortlichen zum aufrechten Gang und prangert den Fraktionszwang an.] Quelle: SÜDDEUTSCHE (Das bestrafte Gewissen), 17.03.2008

    Was erwartet Abgeordnete, die ihr Recht auf freie Entscheidung wahrnehmen? Erinnerungen an 1982 aus Anlass des Falles Dagmar Metzger.
    Die Folgen meiner eigentlich plausiblen, zumindest ernstzunehmenden Begründung habe ich bis zum freiwilligen Ende meiner politischen Karriere zu spüren bekommen. Bis 1990. Vier Jahre davon verlebte ich in einer Art „liberalem Strafvollzug“. Ich erhielt keinen Ausschuss-Sitz, keine Redezeit, keine Beteiligung an sonstigen parlamentarischen Aufgaben, jede Menge Nadelstiche im innerfraktionellen Umgang.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/fraktionszwang-und-abweichler-das-bestrafte-gewissen-1.284671

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  4. Chandra Gupta Says:

    Duisburg. Vorläufiges Aus für das geplante proschariatische Privatgymnasium in Meiderich:

    „Außerdem hat die obere Schulaufsichtsbehörde die bisherige Kandidatin des Rhein-Ruhr-Bildungsvereins für das Amt der Schulleiterin mangels genügender Qualifikationen abgelehnt. Kritiker des Projektes werden aufatmen: Denn besagter Verein soll der umstrittenen islamischen „Gülen-Bewegung“ nahe stehen. Benannt ist das weltweit agierende Netzwerk nach ihrem Vordenker Fethullah Gülen. … Gülen gründete zahlreiche wohltätige Organisationen in und außerhalb der Türkei. Sein Netzwerk ist in weiten Teilen der Welt mit Schulen, Medien, Elite-Universitäten oder humanitären Hilfsorganisationen vertreten.

    Kritiker werfen der Bewegung jedoch vor, die laizistische türkische Republik zu unterwandern und durch einen islamischen Staat ersetzen zu wollen.“

    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Projekt-Privatgymnasium-in-Duisburg-ist-gestoppt-id4991782.html

    Nanu, eine steuerfinanzierte Scharialehrstätte?

    „Bis zu 87 Prozent der Kosten der Privatschule werden vom Land Nordrhein-Westfalen getragen. Die restlichen 13 Prozent muss der Verein selbst tragen. … Einen Antrag auf Genehmigung einer Schule hat der Trägerverein bereits am 19. April bei der Bezirksregierung in Düsseldorf eingereicht.“

    http://www.derwesten.de/nrz/niederrhein/Tuerkischer-Verein-eroeffnet-privates-Gymnasium-in-Duisburg-Meiderich-id4871494.html?quelle=staedte::duisburg::rut

  5. جنوب الطريق Janoob al-Tareeq Says:

    Die antisäkulare und gegenmoderne, die Rechtsspaltung biligende Rede des proislamistischen Erzbischofs von Canterbury

    Civil and Religious Law in England: a religious perspective
    Rowan Williams

    ‚In the West‘, writes Tariq Ramadan in his groundbreakingWestern Muslims and the Future of Islam, ‚the idea of Sharia calls up all the darkest images of Islam…It has reached the extent that many Muslim intellectuals do not dare even to refer to the concept for fear of frightening people or arousing suspicion of all their work by the mere mention of the word‘ (p.31). Even when some of the more dramatic fears are set aside, there remains a great deal of uncertainty about what degree of accommodation the law of the land can and should give to minority communities with their own strongly entrenched legal and moral codes. As such, this is not only an issue about Islam but about other faith groups, including Orthodox Judaism; and indeed it spills over into some of the questions which have surfaced sharply in the last twelve months about the right of religious believers in general to opt out of certain legal provisions – as in the problems around Roman Catholic adoption agencies which emerged in relation to the Sexual Orientation Regulations last spring.

    This lecture will not attempt a detailed discussion of the nature of sharia, which would be far beyond my competence; my aim is only, as I have said, to tease out some of the broader issues around the rights of religious groups within a secular state, with a few thought about what might be entailed in crafting a just and constructive relationship between Islamic law and the statutory law of the United Kingdom. (…)

    Both historically and in the contemporary context, Muslim states have acknowledged that membership of the umma is not coterminous with membership in a particular political society: in modern times, the clearest articulation of this was in the foundation of the Pakistani state under Jinnah; but other examples (Morocco, Jordan) could be cited of societies where there is a concept of citizenship that is not identical with belonging to the umma. Such societies, while not compromising or weakening the possibility of unqualified belief in the authority and universality of sharia, or even the privileged status of Islam in a nation, recognise that there can be no guarantee that the state is religiously homogeneous and that the relationships in which the individual stands and which define him or her are not exclusively with other Muslims. (…)

    In other settings, I have spoken about the idea of ‚interactive pluralism‘ as a political desideratum; this seems to be one manifestation of such an ideal, comparable to the arrangements that allow for shared responsibility in education: the best argument for faith schools from the point of view of any aspiration towards social harmony and understanding is that they bring communal loyalties into direct relation with the wider society and inevitably lead to mutual questioning and sometimes mutual influence towards change, without compromising the distinctiveness of the essential elements of those communal loyalties.

    In conclusion, it seems that if we are to think intelligently about the relations between Islam and British law, we need a fair amount of ‚deconstruction‘ of crude oppositions and mythologies, whether of the nature of sharia or the nature of the Enlightenment.

    http://www.archbishopofcanterbury.org/articles.php/1137/archbishops-lecture-civil-and-religious-law-in-england-a-religious-perspective

  6. Edward von Roy Says:

    Das islamische Heiratsalter für die Ehefrau beträgt nach Mohammeds Vorbild (seiner Ehe mit Aischa) neun Jahre, das Prinzip Kindbraut ist echte alte Religion (Islam).

    Terre des Femmes (TdF seit Herbst 2014: „STOP Frühehen“) wird, so ist leider zu befürchten, zwei Jahre lang sprich bis Herbst 2016 versuchen, die genuin religiöse, nämlich authentisch islamische Ursächlichkeit der Kindbraut zu vertuschen.

    „Im September 2014 startete TERRE DES FEMMES einen neuen zweijährigen Schwerpunkt im Bereich Gewalt im Namen der Ehre: STOP Frühehen! Bis Herbst 2016 werden wir uns verstärkt gegen die Zwangsverheiratung von Minderjährigen einsetzen“

    Hier etwa redet TdF, der Scharia und insbesondere dem nachzuahmenden prophetischen Vorbild, der Sunna ausweichend zu „Hintergrund von Früh- bzw. Zwangsehen“. Ganz viel zu Ehrbegriff und Patriarchat, gar nichts zu Religion:

    „Zwangsverheiratung ist eine Form von Gewalt im Namen der Ehre, die von emotionaler Erpressung und psychischem Druck bis hin zu physischer und sexualisierter Gewalt, ja sogar bis zu sogenannten Ehrenmorden führen kann. Stets wird diese Gewalt angewandt, um die vermeintliche Familienehre zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Sie betrifft mehrheitlich Mädchen und Frauen, vereinzelt aber auch Männer.

    Die Ehre der Familie wird in vielen Kulturkreisen unterschiedlich definiert. Nach traditionellen Vorstellungen patriarchaler Gesellschaften hängt die Familienehre vom Verhalten der weiblichen Familienangehörigen ab, die quasi als Besitz des Mannes angesehen werden. Verstößt eine Frau gegen die engen Regeln weiblicher Sexualität, ist das gesellschaftliche Ansehen der gesamten Familie in Gefahr. Sexualität wird nur innerhalb der Ehe toleriert. Dabei reicht in manchen Fällen der Verdacht oder das Gerücht, ein Mädchen sei mit einem fremden Jungen oder Mann gesehen worden, um die Familienehre nachhaltig zu beschädigen. Den Männern kommt die Aufgabe zu, ihre Ehefrau, Tochter oder Schwester streng zu überwachen. Die Jungen werden schon früh auf ihre Rolle als Familienoberhaupt und „Beschützer“ der weiblichen Familienmitglieder vorbereitet. Auch die Männer sind gewissermaßen Opfer des patriarchalen Systems. In Gesellschaften, die Gewalt im Namen der Ehre ausüben, ist diese in einem hohen Maß akzeptiert. Die Ehre der Familie wiederherzustellen, wird als „Familiensache“ angesehen, in die sich kein Außenstehender einzumischen hat.“

    http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/gewalt-im-namen-der-ehre/schwerpunkt-fruehehen/situation-in-deutschland

    http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/gewalt-im-namen-der-ehre/schwerpunkt-fruehehen

    „Jede Eheschließung unter Zwang muss bestraft werden!“ [und die ach-so-genitalautonome Einwilligung der muslimischen Zwölfjährigen oder Zehnjährigen ist für TdF ok?]

    „In Deutschland werden Mädchen und junge Frauen gegen ihren Willen verheiratet, davon haben fast alle, nämlich 98,5% einen Migrationshintergrund, wie die bereits erwähnte Studie ergab. Zwar ist Zwangsverheiratung seit Juli 2011 ein Straftatbestand, der mit bis zu fünf Jahren Haft belegt ist, jedoch werden bisher nur standesamtlich geschlossene Zwangsverheiratungen von dem Straftatbestand erfasst. Religiös oder sozial durchgeführte Eheschließungen werden rechtlich nicht anerkannt, sie gelten als sogenannte Nicht-Ehen.“

    „Verantwortung der Religionsgemeinschaften in Deutschland“

    „Es gibt jedoch nicht nur von staatlicher Seite ein Ehemündigkeitsalter. Laut katholischem Kirchenrecht können Mädchen bereits mit Vollendung des 14. Lebensjahres heiraten [und im Islam mit neun Mondjahren, also etwas über acht nach unserem Sonnenjahr, das verschweigt Terre des Femmes]. Zwar komme dies in der Praxis nicht zur Anwendung, da sich die Kirche in Deutschland nach den staatlichen Vorgaben richte. Jedoch wäre es ein wichtiges Signal, wenn die Deutsche Bischofskonferenz das kirchliche Mindestalter auf 18 Jahre heraufsetzte. Dazu sind wir in Kontakt mit Kardinal Reinhard Marx, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz.“

    http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/gewalt-im-namen-der-ehre/schwerpunkt-fruehehen/was-tut-terre-des-femmes

    Deutscher Bundestag
    Drucksache 18/2601
    18. Wahlperiode
    23.09.2014

    Gesetzentwurf
    der Fraktionen der CDU/CSU und SPD

    Entwurf eines … Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuches – Umsetzung europäischer Vorgaben zum Sexualstrafrecht

    http://www.frauenrechte.de/online/images/downloads/fruehehen/Gesetzentwurf_Bundesregierung-sexualstrafrecht-2014.pdf

    Dazu publizierte TdF („Wir fordern den Gesetzgeber daher
    auf, im Zuge der aktuellen Strafrechtsreform eine entsprechende
    Anpassung des § 237 StGB vorzunehmen.“) dieses Positionspapier:

    Religiöse Ehen sind für Betroffene genauso bindend wie zivile Ehen Für die Betroffenen einer Frühehe spielt die Art der Eheschließung keine Rolle. In ihrer Lebenswelt sind auch religiös geschlossene Ehen absolut verbindlich und haben mitunter sogar ein größeres Gewicht als die vor einem Standesamt geschlossenen. [Tja Terre des Femmes, das ist Islamisches Recht, Scharia] Ihnen wird mit der Zwangsverheiratung nicht nur das Recht auf Selbstbestimmung …

    Die Ehre der Familie wird in vielen Kulturkreisen unterschiedlich definiert. Nach traditionellen Vorstellungen patriarchaler Gesellschaften hängt die Familienehre vom Verhalten der weiblichen Familienangehörigen ab, die quasi als Besitz des Mannes angesehen werden. Verstößt eine Frau gegen die engen Regeln weiblicher Sexualität, ist das gesellschaftliche Ansehen der gesamten Familie in Gefahr. Sexualität wird nur innerhalb der Ehe toleriert. Dabei reicht in manchen Fällen der Verdacht oder das Gerücht, ein Mädchen sei mit einem fremden Jungen oder Mann gesehen worden, um die Familienehre nachhaltig zu beschädigen. Den Männern kommt die Aufgabe zu, ihre Ehefrau, Tochter oder Schwester streng zu überwachen. Die Jungen werden schon früh auf ihre Rolle als Familienoberhaupt und „Beschützer“ der weiblichen Familienmitglieder vorbereitet. …

    Als „Disziplinierungsmaßnahme“ bzw. um einen möglichen Ehrverlust rechtzeitig vorzubeugen, sollen die Mädchen sehr früh (zwangs-)verheiratet werden, oft noch vor Erreichen der Volljährigkeit (Frühehen [Kindbraut fehlt! Warum nicht Kinderheirat und frühe Ehen]). Diese Ehen werden in der Regel nicht vor einem Standesamt, sondern vor einem Imam oder Priester geschlossen.“

    http://www.frauenrechte.de/online/images/downloads/fruehehen/TDF_Positionspapier_Strafrechtsreform_Oktober_2014.pdf

    NIGER
    TdF

    „In Niger werden 75% der Mädchen vor der Volljährigkeit verheiratet und ein Drittel schon vor dem 15. Lebensjahr. Es sind die Mädchen aus ländlichen armen Gebieten mit niedriger Bildung, bei denen das größte Risiko besteht. Oft werden die Mädchen von den Eltern oder anderen Familienangehörigen den Männern gegen einen Brautpreis versprochen. Die Männer sind im Durchschnitt 10 Jahre älter, oft sogar noch mehr. Frühehen in Niger sind auch mit Polygamie und Sklaverei verbunden. Polygamie ist in Niger üblich und trägt daher viel zu der hohen Rate von Frühehen bei. Manche Mädchen müssen die noch schlimmere Sklaverei erleiden. Reiche Männer kaufen oft zusätzliche Frauen als Sklavinnen oder „wahaya“ (PDF-Datei)“

    „Beweggründe

    Das hohe Vorkommen in Niger entsteht aus einer Mischung von schwerer Armut und traditionellen Weltvorstellungen, die Ehe als Absicherung der Ehre und Frauen vor allem als Gebärende betrachten. Obwohl ein Brautpreis für das Mädchen bezahlt wird, ist es oft eher die finanzielle Entlastung, die Mädchen nicht mehr ernähren zu müssen, die eine langfristige Rolle spielt. Der Islam, die Religion von 98% der Bevölkerung, wird oft benutzt, die traditionelle Sitte zu rechtfertigen. [Das suggeriert doch wohl, dass der Islam missbraucht werden würde und nicht schuldig am Kinderverheiraten sei] …

    Gesetzliche Lage

    Nach dem Zivilrecht ist 15 das Mindestheiratsalter für Mädchen. In Niger sieht die Lage aber ziemlich verwirrend aus, da es noch Scharia und [nicht so hastig, was genau sagt denn Allahs Gesetz …] Gewohnheitsrecht gibt, die kleine klare Altersgrenze vorschreiben [das stimmt einfach nicht, neun Jahre sind für das Mädchen im Islam klar vorgesehen]. Obwohl „wahaya“ seit 2003 verboten ist, kommt es immer noch vor. In 2008 hat das Gericht von der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) festgelegt, dass die Sitte gegen das eigene Strafrecht und internationales Recht verstößt, und dass der Staat den Schutz des betroffenen Mädchens vernachlässigt hat. Auch beim Scheidungsrecht (PDF-Datei) spielt das Gewohnheitsrecht eine diskriminierende Rolle: der Mann darf sich einseitig ohne Registrierung scheiden lassen, wobei die Frau auch kein Sorgerecht für die Kinder bekommt. Die Frau muss aber, wenn sie sich scheiden lassen möchte, vor dem Gericht eine Genehmigung erhalten.“

    http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/gewalt-im-namen-der-ehre/schwerpunkt-fruehehen/situation-weltweit/niger

  7. Bragalou Says:

    ZMD und Status der Frau

    Der ZMD, vgl. unten zum verpflichtenden Kopftuch oder vielmehr verpflichtenden Hidschab, beruft sich auf folgende Schrift von Anwar Ahmad Qadri:
    ::

    A A Qadri:
    Anwar Ahmad Qadri:

    Islamic Jurisprudence in the Modern Word
    Lahore 1981

    Englisch 1986 2. rev. ed, Delhi : Taj Co
    Englisch 1997 [2nd ed.] New Delhi : Taj Co.

    http://www.worldcat.org/title/islamic-jurisprudence-in-the-modern-world-ilm-al-fiqh-fil-alam-al-asri/oclc/601665312/editions?referer=di&editionsView=true

    Amazon kennt ein anderes Buch des Pakistaners:

    Books by Anwar Ahmad Qadri

    Muslim personal law by Anwar Ahmad Qadri (1969)

    Publisher: Premier Book House (1969)
    ASIN: B007EUEQM2

    hxxp://www.amazon.com/Anwar-Ahmad-Qadri/e/B00JWITB7O

    hxxp://www.amazon.com/Muslim-personal-Anwar-Ahmad-Qadri/dp/B007EUEQM2/ref=la_B00JWITB7O_1_1/191-8811959-4677554?s=books&ie=UTF8&qid=1423045686&sr=1-1

    ::
    ::

    Der Zentralrat zu 3. Zeugenaussage von Frauen

    „Wichtig ist zu erkennen, dass der Islam mit der o. g. Differenzierung keinen Werteunterschied zwischen der Frau und dem Mann macht, was dem Islam in diesem Zusammenhang oft unwissenderweise vorgeworfen wird. … Hinweis: Zur praktischen Anwendung dieser Regelung in der islamischen Rechtsgeschichte siehe Anwar Ahmad Qadri: Islamic Jurisprudence in the Modern Word, Lahore 1981.“

    http://sultanmurad.beepworld.de/frageislam11.htm

    hxxp://islam.de/1641.php

    ::
    ::

    Der ZMD zum sogenannten Kopftuch d. h. eigentlich zum islamischen Hidschab, genauer bezeichnenderweise erst unter Gebetskleidung:

    5. Ist das Tragen des Kopftuches für Muslimas obligatorisch?

    „(…) Islamisch gesehen ist das Tragen des Kopftuches eine Pflicht, die Allah im Koran offenbarte. Außerdem belegt die Sunna des Propheten (…) diese Pflicht ebenfalls eindeutig. Frauen (und Männer) sollten sich aus ÜBERZEUGUNG an die von Allah offenbarten Kleidervorschriften halten. Weitere Informationen unter http://www.kopftuch.islam.de

    16. Gibt es spezielle Gebetskleidung?

    „Es gibt also keine spezielle Gebetskleidung. Es gelten also die allgemeinen Bekleidungsvorschriften.

    Frau: Der Körper muss bedeckt sein, außer Gesicht und Hände. Die Kleidung sollte nicht eng anliegend oder durchsichtig sein (gilt nicht nur beim Gebet).

    Mann: Körper muss bedeckt sein von (einschließlich) Knie bis (einschließlich) Bauchnabel. Er sollte ebenso keine eng anliegende oder durchscheinende Kleidung tragen (gilt nicht nur beim Gebet).

    hxxp://islam.de/1641.php

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