223. Bopparder Kreuzberg

 

الكشافة

al-Kaššāfa

Scouts and Guides

Pfadfinder

Secularity, Scouting and Sharia

60 Jahre Pfadfinderarbeit im GNO,

62 Jahre deutsches Grundgesetz

Vier Pfadfinderlieder zu den Themen Selbstbestimmung und universelle Menschenrechte. Auf dem Jugendzeltplatz Bopparder Kreuzberg feiert der Gau Nassau-Oranien (GNO) im Juni 2011 sein sechzigjähriges Bestehen. Gedanken zur Trennung von Staat und Religion von Edward von Roy, der in den Achtziger Jahren im Stamm Herigar (Meckenheim bei Bonn) aktiv war. Der VCP Meckenheim war damals Teil der evangelischen Pfadfinderarbeit des GNO.

(Melodie nach) Titel:

(Sonnig begann es zu tagen) Hatun, die wollte es wagen

(Bunt sind schon die Wälder) Ach, die Salafisten, wissen Sie

(Bin auf meinem Weg, schon so lang) Auch dir, Demokrat (Kalifat)

(Weit in der Champagne im Mittsommerwind) Muslimische Frauen sind

»Hatun«, oder: Der Pfahl der Scharia.

Text 2007 von der Gruppe pik. Für Hatun Sürücü, die 2005 in Berlin im „ehrenhaften“ Familienauftrag erschossen wurde. Dieses Lied wird zur Melodie L`estaca des Katalanen Lluís Llach gesungen, die von den Pfälzern Hein und Oss Kröher als Sonnig begann es zu tagen bekannt gemacht wurde

Hatun, die wollte es wagen

nach Freiheit stand ihr der Sinn

wollte kein Kopftuch mehr tragen

Lebenslust war ihr Gewinn.

Siehst du Pfahl der Scharia,

mit unsern Fesseln umschnürt?!

brechen wir jede Taqiyya:

ran an ihn – dass er sich rührt!

Du kommst zu mir – ich helfe dir!

Wir spüren Leid bei ihm und ihr.

Nur für ein selbst bestimmtes Leben

lohnt sich der Kampf. Das wissen wir.

Der Ruf nach Freiheit nie verhallt,

er bringt zusammen Jung und Alt.

Zukunft sich selber aufzubauen,

nicht irgendwann, vielmehr schon bald.

Hatun war sechzehn. Die Eltern

fanden für sie einen Mann,

zwangen sie auch zu der Heirat

weit weg, in Nord-Kurdistan.

Und von dem Mann ward sie schwanger,

sah ihre Träume entflieh`n.

Sie floh die kurdischen Berge,

sie floh zurück nach Berlin.

Sie löste mutig ihr Kopftuch,

nahm Zuflucht im Frauenhaus,

suchte sich selber die Freunde,

da blieb die Drohung nicht aus.

Sie ging im Handwerk zur Lehre

stolz war sie aufs eigne Geld.

Da sprach der Rat der Familie:

Nun sind Pistolen bestellt.

Refr. (leise)

Du kommst zu mir – ich helfe dir!

Februar war es, der siebte,

drei Mal der Schuss wiederhallt:

erst dreiundzwanzig, das war sie,

ihr Kind erst fünf Jahre alt.

Wer hielt die tödliche Waffe?

Wen soll bestrafen der Staat?

Drei ihrer Brüder verhaftet,

Einer gestand jene Tat.

Hatuns Tod, der muss dir sagen:

Geh keinen Meter zurück!

Nicht erst die Männerwelt fragen!

Zögern bricht dir das Genick.

Mögen sie zetern von “Schande!“,

kreischen “Ayip!“ schrill und laut.

Brich starrer Tradition Bande:

frei ist nur, wer sich vertraut.

Refr. (laut) Du kommst zu mir – ich helfe dir!

Das Schweigen von WOSM und WAGGGS zur Scharia

Die authentische Pfadfinderidee ist den universellen Menschenrechten verpflichtet und kann das auf Ungleichbehandlung (Diskriminierung) beruhende Islamische Gesetz nicht billigen

Kulturelle Moderne ist durch die Trennung von Seelenrettung und Justiz gekennzeichnet. Es ist kein Islamismus, sondern Islam (hier: Koran), wenn die Schwester nur halb so viel erbt wie ihr Bruder und die Aussage einer Frau vor Gericht nur halb so viel gilt wie die eines Mannes. Das nicht von Menschen, sondern von Allah geschaffene Islamische Gesetz, die vor der Hölle bewahrende Scharia, müssen Weltbürger – und Pfadfinder – als frauenfeindlich und als Diskriminierung der Nichtmuslime benennen. Eine nicht abgelegte, sondern beibehaltene Scharia ist ein revolutionärer Angriff auf die kulturelle Moderne, eine konservative Revolution, gegen Wissenschaft, Pressefreiheit und allgemeine Menschenrechte. Die drei christlichen deutschen Pfadfinderverbände DPSG, PSG und VCP brauchen eine offene, an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR, 10.12.1948) orientierte Diskussion zur Scharia, statt das mehrstufig privilegierende (damit umgekehrt: Das mehrstufig diskriminierende) Islamische Recht im Namen des interreligiösen Dialogs zu verteidigen oder mit dem Hinweis auf die hanbalitisch-wahhabitisch organisierte und saudi-arabisch finanzierte Pfadfinderarbeit Ostafrikas und des Nahen Ostens unter Multikultur oder innerscoutistischer Toleranz abzulegen.

Es ist beispielsweise nicht zu tolerieren, dass in unseren Kindergärten, Schulen oder Pfadfindergruppen so genannte muslimische Kinder durch korantreu denkende Eltern oder durch örtliche Imame dahingehend eingeschüchtert werden dürfen, dass ein schuldhaft ausgelassenes Pflichtgebet oder eine sichtbar werdende weibliche Haarsträhne sie dem Höllenfeuer näher bringt und dem Paradies auf ewig fern rückt.

Stadtkultur, Arbeitswelt, Sportverein und Pfadfinderleben betreffend können wir daher selbstbewusst sagen: Muslim rein, Scharia raus! Bemerkenswert ist im medialen Diskurs die ständige Vertauschung der Ebenen Islam und Muslime, ein Hütchenspiel, dass die von Mustafa Ceric und Tariq Ramadan angestrebte europäische Rechtsspaltung vernebeln und jeden Islamkritiker pauschal als antimuslimischen Rassisten (ebenso kalkuliert wie faktenfern) diskreditieren soll.

Muslime sind keine Spezies, keine “Sorte Mensch“, für alle Staatsbürger oder Stadtbürger haben die gleichen Gesetze und Verordnungen zu gelten, auch für Atheisten und sogar für Frauen. Eine moralische Herabwürdigung und juristische Diskriminierung der Atheisten oder Frauen haben wir nicht hinzunehmen, auch nicht im Namen des ‚Dialogs mit dem Islam‘. Dass ein Mensch atheistisch argumentiert, ist, sicherlich zum demokratischen Glück, längst kein Skandal mehr, warum aber bekennt sich mein Bürgermeister oder Jugendverbandsleiter nicht zur Zusammenarbeit mit orientalischstämmigen Atheisten? Warum wird zwar der ZMD-Funktionär oder VIKZ-Imam, aber kein Vertreter der Ex-Muslime eingeladen?

Ja zur Integration und zur offenen Gesellschaft. Nein zum erneuerten osmanischen Millet-System, in welchem die elterliche Religion den Lebensweg des Einzelnen im Wesentlichen vorzeichnet. AEMR (1948) und GG (1949) richten sich an das Individuum, nicht an ein Gefüge von Glaubensnationen oder Religionsvölkern, und es gilt auch für den Geist des 104 Jahre alten Scouting (Brownsea Island 1907), dass die Herrschaft Allahs (Kalifat) zurückzuweisen ist und dass ein alle Frauen und Ex-Muslime gleich behandelndes Recht zu bejahen ist.

Islam ist Religion. Der so genannte Salafismus (Ibrahim Abou-Nagie (DWR), Pierre Vogel (EZP)) ist keine Sekte. Die neunjährige ‚Braut‘ zu verheiraten ist auch Religion, nachzulesen beim schiitischen Staatsgründer Ayatollah Chomeini oder beim saudi-arabischen Scheich Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich, aber hierzulande ist so eine Religion auszuüben schlicht verboten, und dass muss so bleiben.

Hidschab (islamischer weiblicher Schleier) ist Religion, aber nordrhein-westfälischen Lehrerinnen während der Dienstzeit verboten und in Frankreich sogar den Schülerinnen. Burka und Niqab sind Religion, jedenfalls nach Scheich Bin Baz und vielen anderen. Manche Pfadfinderinnen und Pfadfinder wünschen das Verbot von Niqab (Gesichtsschleier) und Burka im öffentlichen Raum. Als einem der letzten Bundesländer fehlt Rheinland-Pfalz allerdings immer noch ein Gesetz zum Verbot des Lehrerinnenkopftuchs im staatlichen Schuldienst; dieses Bundesland sollte sich, die Trennung von Staat und Religion betreffend, etwas mehr am Nachbarland Frankreich orientieren. Tariq Ramadan hält den Schleier für verpflichtend und arbeitet damit auf eine textil bekundete kulturelle Apartheid und auf eine permanente Überwachung auf sexuelles weibliches Wohlverhalten hin: “Im Zuge der Kopftuch-Debatte bezeichnete er die traditionelle Kleidung der Muslimin als ‚Zeichen ihrer Identität‘ und als ‚islamische Pflicht“‘.

Steinigung der Ehebrecherin ist Scharia, also ist Steinigung islamische Religion. Apostatenmord sichert das Heil im Diesseits und Jenseits koranbasiert und islamrechtlich einwandfrei, ist aber in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet – und das ist auch gut so.

Für alle haben dieselben Gesetze zu gelten, auch für Atheisten und Frauen … die muslimischen Radikalen jedoch wollen das Sonderrecht, vor allem die Polygamie und die Verheiratung dreizehnjähriger oder auch neunjähriger Mädchen.

Die vom Mittelrhein stammende Soziologin Dr. Naika Foroutan („Dabei bin ich ein Kind aus Boppard am Rhein“) möchte sich weder gegen das frauenfeindliche (und männerfeindliche!) Dressurinstrument des Hidschab aussprechen noch die kulturrassistische Doktrin der Scharia anprangern. Immerhin sagt die Tochter eines Iraners nicht, dass Ayatollah Chomeini den Islam falsch verstanden hätte.(1), (2)

Naika Foroutan („sozusagen ein Bopparder Mädchen“) arbeitet 2011 etwa im Rahmen der Mercator-finanzierten Junge Islam Konferenz („Signale senden – Die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz von Islam und MuslimInnen in Deutschland fördern“). Gesamtgesellschaftlich bedeutet schariakonform gespalten, sozial zerlegt.(3)

Das Pfadfindertum muss ‚Nein!‘ sagen zur religiös begründeten Rechtsverschiedenheit. Für keine religiös (oder sonstwie) definierte Gruppe, auch nicht für Muslime oder Juden, hat ein besonderer Paragraph zu gelten, auch nicht im Eherecht. Scharia ist beides: 100 % Religion und 100 % Politik.

Wir brauchen nicht hinzunehmen, unsere Kleriker tun das ganz gerne, dass jemand die Staats- oder Stadtbevölkerung in ‚Christen und Muslime‘ aufteilt. Hier leben Staatsangehörige, keine Angehörige einer Glaubensnation oder eines Religionsvolks (milla, türk. millet). Wenn es darum geht, die Universalität der Menschenrechte gegen die Scharia zu verteidigen, darf ein Pfadfinder nicht ‚multikulturell‘ sein.

Die Scharia ist diskriminierend und frauenfeindlich, pfadfinderische Jugendarbeit muss sich zeitnah, klar und gut begründet vom Islamischen Recht (Scharia) distanzieren.

Herrschaftszeiten,

der Scheich kommt

Melodie: »Bunt sind schon die Wälder«

Gitarre:

D D A D

h h G D.

e D EA +A

D D G G

e e A A

D A D D

Ach, die Salafisten, wissen Sie, wir müssten

toleranter sein.

Diese jungen Frommen wollen zu uns kommen,

beten, keusch und rein.

Viele Frauen im Schleier sind euch nicht geheuer?

Man gewöhnt sich daran!

Burkas machen glücklich, ehrbar und sind schicklich,

Mädchen, zieh eine an!

O welch frohe Kunde, die Scheich Ciftci zur Stunde

ausgerufen hat:

Gott gibt Menschenrechte! Allahs frohe Knechte

strömen in die Stadt.

Lauschet den geehrten Führern und Gelehrten:

Gott bringt Information.

Fatma und Maria brauchen die Scharia,

für ihre Integration.

Menschenrecht im Plural, Abdurrahim Vural

spürt die neue Zeit.

Polygames Leben ist sehr zu erstreben.

Allahkratie macht sich breit.

Den Islam zu stören, Grundgesetze beschwören,

das ist nicht gemeint.

Burka tolerieren, Ehen arrangieren:

sei kein Fremdenfeind!

Im Konfliktfall muss gelten: AEMR statt religiöse Pflicht

Wer pauschal sagt: ‚Ich habe nichts gegen den Islam‘, sagt auch: ‚Ich habe nichts gegen die Scharia‘, nichts gegen den Hidschab und nichts gegen die Polygamie‘. Das Kopftuch ist hoch politisch, weil der orthodoxe Islam der Frau einen erniedrigten Rang bestimmt (Ralph Giordano: “Wenn das Haar der Frauen die Männer in Erregung bringt, wäre es dann nicht besser, den Männern Handschellen anzulegen, als die Frauen unter Kopftücher zu zwingen?”). Der Mann kann die Ehefrau ohne Angaben von Gründen verstoßen, die Kinder sind sein Eigentum bzw. das seines Stammes. Laut Koran bekommt die Frau nur das halbe Erbe und hat nur eine halbe Stimme vor Gericht – das ist kein „Islamismus“, das ist Religion, das ist Islam. Will das weltweite Pfadfindertum Zweitfrau, Schleierpflicht und halbiertes Erbe für die Tochter? Warum treten WOSM und WAGGGS nicht im Namen der AEMR (1948) gegen das auf Ungleichbehandlung beruhende Islamische Recht (Scharia) an?

Billigt nordamerikanische oder europäische evangelische Jugendarbeit, dass so genannten muslimischen Kindern – religiös begründet – Angst vor der ewigen Höllenqual gemacht werden darf? Allein das korrekt geführte Leben nach Sunna und Scharia rettet vor der ewigen Verdammnis – so versteht sich der Islam selbst. Einen Islam ohne Scharia, ohne Hidschab (Schleier) und ohne Geschlechterapartheid haben weder DITIB noch VIKZ im Angebot, von der Milli Görüs gar nicht zu reden. Die Burka ist ein textiles Gefängnis, das ebenso ins Museum gehört wie Sklavenkette und Richtschwert. Hidschab (Das Prinzip Kopftuch) bedeutet, dass die Frau anders nackt ist als der Mann, nackter als der Mann, und dass ihr unverhüllter Leib die schariakompatible Zivilisation zum Einsturz bringt. Das Kopftuch ist ein Burkasubstitut, ein Burkavorläufer.

Islamisch betrachtet ist die hartnäckige Kopftuchverweigerin ein Mensch sittlich geringeren Wertes, eine Schlampe, die ihr Seelenheil und dasjenige ihrer Familie aufs Spiel setzt. Nicht nur von der Burka, sondern auch vom Hidschab (Schleier) muss sich der Scoutismus deshalb distanzieren („Halstuch statt Kopftuch!“) und sich für das Verbot des Lehrerinnenkopftuchs an staatlichen Schulen in Rheinland-Pfalz aussprechen.

Salafiyya (organisatorisch: Muslimbrüder) und Wahhabiyya (finanziell: Saudis) bilden längst ein Amalgam und haben die Deutungsmacht zu dem, was die so genannten Muslime in Europa bzw. Deutschland unter Islam zu verstehen haben, längst inne, jedenfalls drohen sie, die wenigen muslimischen säkularen Wortführer wie Bassam Tibi oder Necla Kelek wirkungslos zu machen.

Ja zur AEMR. Nein zu den Modellen der diversen Kulturkreistheoretiker.

Anders als es der Katholik und Schariafreund Werner Höbsch (Georges-Anawati-Stiftung) und die anderen deutschen Sympathisanten des Islamtheoretikers Ali Schariati (1933-1977) meinen, ist die AEMR (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) nicht westlich und nicht östlich. Die Naturgesetze, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung, die Pressefreiheit, die Gleichberechtigung von Mann und Frau, all das ist nicht “abendländisch“ (und auch nicht “morgenländisch“).

Sobald wir beginnen, AEMR und GG als ‚westlich‘ zu benennen, räumen wir den so genannten Muslimen das Recht ein, IHRE GESETZE, das ‚morgenländische, orientalische Recht‘ zu praktizieren – Polygamie, Kindbraut, Scharia-Gerichtshöfe werden die Folge sein.

Wir verteidigen also nicht das ‚Abendland‘, sondern das für alle geltende, auf Gleichbehandlung beruhende (nicht jenseitszentrierte) Recht. Wir verteidigen nicht das ‚christliche Europa‘ oder den ‚Okzident‘, sondern die kulturelle Moderne und die Gleichberechtigung der Atheisten und der Frauen.

Die Scharia muss nicht deshalb weg, weil sie ‚morgenländisch‘ (orientalisch) ist, orientalisch sind die Kopten oder iranischen Atheisten auch, sondern weil sie auf Ungleichbehandlung (und vermeintlicher Seelenrettung) beruht. Unsere Gesetze (auch unser Scout Law, Pfadfindergesetze) regeln das Zusammenleben, nicht den künftigen Aufenthalt in Höllenfeuer oder Paradies.

Hier gibt es Religionsfreiheit, in Saudi-Arabien oder im Iran nicht, dort gibt es die Scharia, sogar für alle diejenigen, die sie gar nicht wollen.

Sagen wir “Nein!“ zur religiös begründeten Rechtsverschiedenheit. So etwas wie das ISLAMIC SHARIA COUNCIL (London) ist weltweit zu verhindern bzw. abzuschaffen.(4)

Wer, auch im Namen des „friedlichen Zusammenlebens der Religionen“, die Scharia verharmlost, fällt den an einer ernst gemeinten Integration interessierten, mutigen muslimischen Säkularen in den Rücken.

Anders als im Kalifat leben in Deutschland auch gar keine Religionen zusammen, sondern Staatsbürger.

Das Lied vom Kalifat

Ein Lied zum Erhalt der freiheitlichen Demokratie, die einen Ratio und Phantasie ermöglichenden Wurzelgrund der Säkularität (kulturelle Moderne) benötigt, den es im Scharia Islam (hadīth, al Gazālī) nicht geben kann. Ein Lied über die gestern in Genf angelaufene, radikalislamisch unterwanderte UN-Konferenz gegen Rassismus genannt “Durban II“. Gerne zu singen zur wohl aus den fünfziger Jahren stammenden Melodie des schottischen Straßenmusikers Alex Campbell, wie sie Hannes Wader (“Heute hier, morgen dort“) 1972 mit dem Text unterlegte “Bin auf meinem Weg – schon so lang!“ Text von Gruppe pik, Duisburg 2009

Auch dir, Demokrat … (Kalifat!)

… wird Islam zum Staat – Kalifat.

Es gibt kein Zurück, Scharia bringt Glück.

Es brennen die Schulen im Tal von Swat! Kalifat!

Islamkritisch ist … (Kalifat!)

… doch nur der Rassist! Kalifat.

Schau, Kunst und Kultur, die stören doch nur.

Erzbischof und Imam die rufen zur Tat. Kalifat.

Wer schenkt uns den Sieg? „Kalifat!“

Der heilige Krieg! (Kalifat!)

Es poltert in Genf AhmadīNedschād,

es leitet uns recht der Fatwā Rat. Kalifat!

Wer weiß guten Rat … (Kalifat!)

… für Kirche und Staat? „Kalifat!“

Herr Hāmid Karzai macht euch Frauen frei.

Die Sexpflicht der Ehe, den Feldern die Saat. Kalifat.

Es treffe der Fluch … (Kalifat!)

… das Weib ohne Tuch. Kalifat!

Manch ein Journalist ein Frevler ist.

So sei Wissenschaft nun abgeschafft! Kalifat!

Auch dir, Demokrat … (Kalifat!)

… wird Islam zum Staat – Kalifat.

Es gibt kein Zurück, Scharia bringt Glück.

Es brennen die Schulen im Tal von Swat! Kalifat!

pik. Duisburg 2009

Akkorde

GD GD

GD GD

DA GD

DA GD, GD

Statt wie Wader “schon so lang“ singe man eben “Kalifat!“

Der nonkonformistische Wader überging in seinem Kulturschaffen leider Maos und Stalins Schreckensherrschaft. Wader war Kommunist (DKP) zwischen 1977 und 1991 und noch 2003 Sänger auf dem kommunistischen ZU-Pressefest.

Ob der revolutionäre Herr Wader jemals die inhumane Herrschaftskultur der Sunna und Scharia kritisiert hat? Ob Waders DKP, ob Deutschlands alternativkulturelle Liedermacherszene die Staatsordnung der Koranverse und Hadithen für Kommunismus oder Humanismus hält?

Auf in die Rechtsspaltung?

Mustafa Ceric, amtierender bosnischer Großmufti, ist seit Jahren geschätzter Dialogpartner von Thomas Lemmen (CIG) und Wolfgang Schäuble und fordert das islamische Personenstandsrecht und Familienrecht:

„f) den Weg frei machen für die Anerkennung des Islamischen Rechts im Personenstandsrecht und Familienrecht, … f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;(5)

Die Scharia kann nicht aufgeteilt werden, sie einzuschränken hieße nach Ansicht der orthodoxen Muslime, Allahs Macht einzuschränken und damit letztlich Allah anzugreifen. Man kann die auf Ungleichbehandlung (Diskriminierung) beruhende Scharia also weder „teilweise“ einführen noch sie wirklich jemals demokratisieren.

Am 07.12.2010 dann gab Thomas de Maizière einen Vorgeschmack auf die mögliche Islamisierung Deutschlands per Staatsvertrag. Wieder fiel keine Silbe zur kulturrassistischen und frauenfeindlichen Scharia, auch der Standard der AEMR (10.12.1948) fehlt. Stattdessen raunt der irgendwie weise Minister:

‚Ich bin optimistisch, dass wir mit dem bewährten deutschen Staatskirchenrecht auch die Integration des Islam in unsere Rechtsordnung gewährleisten können. Auch die Deutsche Islamkonferenz unterstützt das Ziel einer Kooperation auf der Grundlage des geltenden Religionsverfassungsrechts.

Aber wie kann das gehen? Bis zu einer Lösung arbeiten wir mit Übergangslösungen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir die Zwischenzeit mit dem Rechtstypus eines Vertrages „sui generis“ [sui generis = ohnegleichen, einzigartig] überbrücken: Wir könnten beispielsweise einen „Vertrag über die Einführung eines Religionsunterrichts“ machen, mit Mitwirkungsrechten organisierter islamischer Organisationen.'(6)

Gerade weil wir keine Rassisten bzw. Kulturrassisten sind, müssen Pfadfinder sofort dazwischenreden, wenn jemand die Staats- oder Stadtbevölkerung in ‚Christen und Muslime‘ aufzuteilen beginnt. Hier leben Staatsangehörige, keine Angehörigen einer Glaubensnation oder eines Religionsvolks (milla, türk. millet). Wenn es darum geht, die Universalität der Menschenrechte gegen die Scharia zu verteidigen, darf ein Pfadfinder nicht ‚multikulturell‘ sein.

Der derzeitige organisierte Islam will Polygamie, Kindbraut und Schleierpflicht und ist nicht integrierbar. Eine Integration des Islam zu versuchen, würde Europa die religiös begründete Rechtsspaltung bringen und damit den Ausstieg aus dem staatlichen Gewaltmonopol und aus der säkularen (freiheitlichen) Demokratie. Die Scharia des Salafismus (Salafiyya) ist keine andere Scharia als die von DITIB, ZMD oder VIKZ. Die 1928 gegründete Muslimbruderschaft (Muslim Brotherhood) ist eine Bewegung des Salafismus:

“Mit der Gründung der Muslimbruderschaft (Ägypten, 1928) wurde eine neue Plattform zur Präsentation und Umsetzung der Reformgedanken der Salafiya-Bewegung geschaffen. Aufbauend auf die Salafiya, versuchte die Muslimbruderschaft den Islam als staatliches Ordnungsmodell einzuführen. Das „wahre Wesen“ des Islam sollte wieder zum Leben erweckt werden. Die Zeit der Urgemeinde von Medina sollte dabei richtungweisend für die modernen Muslime sein“(7)

Salafist Mustafa Ceric ist über den Europäischen Fatwa-Rat (European Council for Fatwa and Research, ECFR, Sitz Dublin)(8) der sunnitischen Autorität Yusuf al Qaradawi gehorsamspflichtig. Ceric ist Großmufti in Sarajevo und gilt den beiden deutschen Großkirchen leider als Dialogpartner. So war Ceric gern gesehener Gast auf Dialogveranstaltungen nicht zuletzt bei der Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG) um Melanie Miehl und ihren Ehemann Thomas Lemmen. Der Bosnier fordert die Rechtsverschiedenheit im Bereich von Personenstands- und Eherecht:

Opening the way for the Muslim law. Mufti Ceric weiß richtig: Ohne Polygamie und Kindbraut gibt es keine islamisch verstandene Religionsfreiheit.

Was wollen wir – die religiös begründete Rechtsspaltung oder den Grundsatz “ONE LAW FOR ALL, Ein Recht für alle“?

Uns Pfadfinder sollte freuen, wenn jemand bewusst atheistisch oder bewusst religiös eingestellt ist und engagiert und intelligent argumentiert. ‚Religion‘ kann ein säkularer (freiheitlicher) Demokrat allerdings nicht pauschal verteidigen, sonst müsste er auch die Menschenopfer für die Gottheit Huitzilopochtli oder müsste er den Voodoo-Hexenkult verteidigen. Religion kann also nur im Rahmen des Grundgesetzes (1949) verteidigt werden, das auf der AEMR (1948) gründet. Da, wo Religion mit der AEMR kollidiert, hat die Abwehr der bösen Geister bzw. hat die (vermeintliche) Rettung der Seele vor den Höllenflammen dem „diesseitigen“ Gesetz zu weichen. Auch christliche Pfadfinder müssen das offen sagen, gerade in Bezug auf die Scharia.

Blicken durch: Die britischen Ex-Muslime

Sharia law is discriminatory. Sharia Councils and Muslim Arbitration Tribunals are discriminatory, particularly against women and children, and in violation of universal human rights. Sharia law is unfair and unjust in civil matters.

Proponents argue that the implementation of Sharia is justified when limited to civil matters, such as child custody, divorce and inheritance [Aufenthaltsbestimmungsrecht, Scheidungsrecht, Erbrecht]. In fact, it is civil matters that are one of the main cornerstones of the subjugation of and discrimination against women and children. Under Sharia law a woman’s testimony is worth half that of a man’s [unter der Scharia gilt die Aussage einer Frau nur halb so viel wie eine männliche]; a woman’s marriage contract is between her male guardian and her husband [ihren Heiratsvertrag schließt ihr männlicher ihr Heiratsvormund, ihr “Wali” mit ihrem Ehemann ab, ohne Wali kann sie gar nicht heiraten]. A man can have four wives and divorce his wife by simple repudiation [der Mann kann vier Ehefrauen haben und jede einfach so verstoßen], whereas a woman must give reasons, some of which are extremely difficult to prove [während die Frau ihre Gründe nach einem komplexen System nachweisen muss]. Child custody [Aufenthaltsbestimmung] reverts to the father [obliegt im Islam dem Vater] at a preset age, even if the father is abusive; women who remarry lose custody of their children [eine wiederverheiratete Frau verliert ihre Kinder]; and sons are entitled to inherit twice the share of daughters [laut Koran erbt der Sohn doppelt so viel wie seine Schwester].(9)

Auf der Straße der Scharia, meint Maryam Namazie sarkastisch, reisen Sie schnell und kostengünstig in die Ungerechtigkeit. Namazie fordert ein Verbot der Arbeit der Schariagerichtshöfe und der anderen religiös basierten Schiedsgerichte: „Even in civil matters, Sharia law is discriminatory, unfair and unjust, particularly against women and children. Moreover, its voluntary nature is a sham; many women will be pressured into going to these courts and abiding by their decisions. These courts are a quick and cheap route to injustice and do nothing to promote minority rights and social cohesion. Public interest, particularly with regard to women and children, requires an end to Sharia and all other faith based courts and tribunals.“ (10)

Religionsrecht entsorgt die Demokratie

Persiflage auf die Multikultur

E c# A f#. H7 H7 E A,E

E c# A f#. H7 H7 E,H7 E

E c# f# f#. f# H7 E H7

E c# f# f#. H7 H7 E,H7 E

H7 H7 A E. H7 H7 A E

A A H7 H7. E A H7 E

Gesungen zur Melodie des Liedermachers Eric Bogle: »The Green Fields of France«. Text: Gruppe pik.

1

Muslimische Frauen sind nicht unterdrückt

vielmehr von Allah und Scharia beglückt,

zwar kommen sie ohne Mann nirgendwo hin,

ein Kind zu gebären gibt ihnen den Sinn.

Koran und Hadithen sind Information,

vergolden Scheitern der Integration;

muslimische Kinder, die mögen nun mal

ein Leben in Angst vor der höllischen Qual.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken,

denn ihr sichtbarer Leib zieht den Teufel heran

und ihr offenes Haar bedroht eben

ihrer Sippe das ewige Leben.

2

Den Hidschab verbieten, das ist sehr gemein,

die Islamversteher sie laden uns ein,

das Thema des Abends: Die Frau im Koran,

Scharia sei nützlich, modern und human.

Im Saal ein Politiker aus der Türkei,

Vertraute des Sultans von Schardscha dabei,

Herr Laschet gibt Mustafa Cerić die Hand,

mit Bart und Gewand ist Pierre Vogel bekannt.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

3

In England gehören die Tücher zur Norm,

man duldet sie zur Polizeiuniform,

die belgische Schülerschaft lebt ganz für Gott:

„Kein Kopftuch, kein Unterricht, auf zum Boykott!“

Zur künftigen Trennung von Kulten und Staat

hat Frankreich die besten Konzepte parat

Als „Burkaverbot“ diskutiert man den Plan

mit dem radikalen Tariq Ramadan.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

4

Das griechisch-islamische Recht lässt uns kalt,

dort ist die Braut schwanger und elf Jahre alt.

Das Ehepaar suchte im Rheinland sein Glück,

wir schickten sie gleich in die Heimat zurück.

Es ist Religion, was aus Kelantan kam

nennt sich Wali Mudschbir und nennt sich Islam.

Frau Dr. Boos-Nünning hat mich informiert:

die Ehen sind glücklich und sind arrangiert.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

Bogle schrieb das rasch weltbekannte Friedenslied aus dem Eindruck heraus, den ein Besuch auf drei oder vier Soldatenfriedhöfen in Belgien und im nordöstlichen Frankreich im Jahre 1976 auf ihn und seine Frau gemacht hatte. Der zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit der Scharia schweigende Hannes Wader, Älteren bekannt durch seine Auftritte bei den Burg-Waldeck-Festivals in der Zeit zwischen 1964 und 1969, hat das Lied als »Es ist an der Zeit« („Weit in der Champagne … Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen“) im deutschen Sprachraum bekannt gemacht.

Weitere beliebte Gitarrenakkorde

G e C a. D7 D7 G C,G

G e C a. D7 D7 G,D7 G

G e a a. a D7 G D7

G e a a. D7 D7 G,D7 G

D7 D7 C G. D7 D7 C G

C C D7 D7. G C D7 G

Wird die Segregation chic?

Hochrangige europäische Juristen oder Religionsführer meinen offensichtlich, dass die Last der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte den pauschal so genannten Muslimen nicht zuzumuten ist.

“Der Oberste Richter für England und Wales, Lord Phillips, will Prinzipien der Scharia zur Lösung von Streitigkeiten zulassen. … Er sehe … keinen Grund, warum Grundsätze der Scharia nicht bei Schlichtungsfällen herangezogen werden sollten.“(11)

“Vor dem Gesetz sind alle gleich. Ein Freiburger Professor stellt diesen Grundsatz jetzt in Frage. Er verlangt Sonderrechte und eigene Gerichte für Ausländer. Muslime unterstützen diesen ‚Rechtspluralismus“‘(12)

Ein Jahr eher als Christian Giordano hatte das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, Erzbischof Rowan Williams, für die Einführung von “Teilen“ der Scharia geworben. Wir dürfen vermuten, dass Thomas Lemmen und Werner Höbsch dem Ansinnen von Lord Phillips und Erzbischof Rowan Williams sehr nahe stehen.

‚There is a place for finding what would be a constructive accommodation with some aspects of Muslim law as we already do with aspects of other kinds of religious law.'(13)

‚Die‘ Muslime hätten, so der Geistliche, schließlich “andere Loyalitäten“, und dürften nicht von ihren kulturellen Wurzeln entfremdet werden.(14)

Eine religiös begründete Rechtsverschiedenheit gilt es zu verhindern, wollen wir auch künftig in der kulturellen Moderne leben und nicht in einem Gefüge von Glaubensnationen und Religionsvölkern, in segmentierten Städten, Kasten-Systemen und getrenntreligiösen Straßenzügen.

Keine Toleranz der Intoleranz. “Ja!“ zur ernst gemeinten Integration.

Nicht nur das angewandte grausame Strafrecht der Scharia, sondern auch das praktizierte Familienrecht der Scharia ist nach dem Grundgesetz schlicht verboten. Man kann zwar glauben, dass die Verheiratung neunjähriger Mädchen oder die Steinigung der Ehebrecher gottgewollt ist, man darf diesen Glauben auch bekennen, man darf ihn aber nicht ausüben, auch nicht im Namen der „Religionsfreiheit“.

In Europa, wo die Scharia noch gilt. Michael Kreutz:

“Arrangierte Ehen, ohne dass die Brautleute sich vorher zu Gesicht bekamen; zwölfjährige Kinder, die zwangsweise verheiratet werden; Frauen, die nicht wissen, dass sie ein Recht auf Scheidung haben und die im Falle einer Scheidung das Sorgerecht an ihren geschiedenen Mann verlieren – allesamt Phänomene, die dort auftreten, wo die Scharia herrscht. Es gibt sie darum auch überall dort, wo muslimische Minderheiten sind. Also auch in Europa.“(15)

Artikel 4 (2), die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet, gilt selbstverständlich nur so weit, wie gegen andere Grundgesetzartikel nicht verstoßen wird. Der fromme Salafist kann also nicht sagen, die (islamrechtlich völlig korrekte) Ermordung des Islamapostaten oder der Ehebrecherin ist jetzt praktizierte Religion nach Art. 4 GG.

Auch religiös begründetes Frauenprügeln nach Scheich Abd ar-Rahman Asch-Schiha (“Frauen im Schutz des Islam“) ist grundgesetzlich keineswegs geschützt oder auch nur (multikulturell, tolerant) gesellschaftlich tolerierbar.

Dazu schrieb der Verfassungsschutz Baden-Württemberg:

“Das Buch „Frauen im Schutz des Islam“ wurde von einem Gremium der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien am 15. Januar 2009 in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufgenommen. … Es lag sowohl an den Informationsständen über den Islam in Pforzheim am 14. Februar und 4. April 2009 als auch bei Vorträgen von Pierre VOGEL am 25. November 2007 in Tübingen und am 11. Juni 2009 in Stuttgart-Wangen zur Mitnahme aus. Es wurde ebenfalls in einem im Mai 2008 gesicherten Videofilm von Pierre VOGEL empfohlen.“(16)

Die Standards der universellen Menschenrechte, insbesondere die mit Koran und Scharia nicht erreichbare Gleichberechtigung von Mann und Frau, dürfen nicht außer Kraft gesetzt werden, auch nicht religiös begründet. Ein Pfadfinderverband, auch ein christlicher wie der VCP, muss das gelassen bekunden.

Ob der Koranfreund seinen Glauben nun eher demokratisch oder eher gegendemokratisch lebt: Selbst einen äußerst merkwürdigen Fanatiker haben wir in seiner Religiosität ernst zu nehmen, der gläubige Muslim ist religiös und sein Islam ist Religion. Die Salafisten, die den Islam ebenso gut kennen wie Ayatollah Chomeini seinen (schiitischen) Islam kannte, sollten wir nicht als sektiererische Spinner bezeichnen. Dass wir jeden einzelnen deutschen Salafisten zum Bejahen der freiheitlichen Demokratie überzeugen müssen, bleibt Herausforderung. Dass Scharia und Sunna totalitär zu nennen sind, muss weltbürgerliche Jugendarbeit öffentlich ebenso dokumentieren (bekennen) wie dass sie den Menschen daran hindern, sein Leben selbst zu gestalten. Die Angst des Verweigerers islamisch korrekten Verhaltens vor sozialer Ausgrenzung (auf Erden) und die Angst vor Allahs ewiger Höllenstrafe (im vermeintlichen Jenseits) sind mit moderner, auf Emanzipation, Kreativität und Angstfreiheit beruhender Pädagogik nicht zu vereinbaren.

Muslime sind keine Sorte Mensch, keine exotische oder nach Europa eingewanderte Spezies wie Waschbär, Tigermücke oder Halsbandsittich. Es mag ja sein, dass es in hundert oder zweihundert Jahren einen demokratiefähigen organisierten Islam gibt. Bis dahin jedoch leben in Deutschland, auch in Boppard, keine „Muslime und Nichtmuslime“, sondern Staatsbürger. Wir Säkularen sollten alarmiert sein, sobald jemand, auch im heute genau sechzig Jahre alten GNO, von “die Christen“ und “die Muslime“ zu reden beginnt, und nüchtern feststellen: Hier gelten nicht Koran und Bibel, weder Scharia noch Ordo Dei (christlich-mittelalterliche „Ordnung Gottes“), sondern Bauordnung und Straßenverkehrsordnung, Grundgesetz und AEMR. Die auf Seelenrettung bzw. Seelenverdammnis verzichtende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR, Paris 1948) ist gefährdet, wenn wir sie nicht engagiert verteidigen. Ohne durchgesetzte AEMR, bei Bedarf eben gegen das Religionsrecht, kann es kein ernst gemeintes Grundgesetz (GG, 1949) geben.

Edward von Roy

Quellen

1 Naika Foroutan forscht zurzeit an der Humboldt-Universität in einem Projekt, das die Vielschichtigkeit muslimischer Identität in der Einwanderungsgesellschaft untersucht.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1291064/

2 Die in Boppard aufgewachsene, aber in Teheran geborene und irgendwie wurzelkulturelle Naika Foroutan vermeidet das Wort Scharia: „Während die Realität uns Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund also durchaus bescheinigt, dass wir uns aktiv einfügen wollen, ohne unsere kulturellen Wurzeln zu vergessen …“

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/1214/feuilleton/0002/index.html

3 Der Foroutan-Effekt. Zehn Empfehlungen für die Deutsche Islam Konferenz. Teilnehmer der Jungen Islam Konferenz – Berlin 2011 überreichen ihre Vorschläge dem Bundesinnenminister und stellen diese in der Plenarsitzung der DIK vor

http://www.stiftung-mercator.de/fileadmin/user_upload/INHALTE_UPLOAD/News-Downloads_2010_03/Nr.30_Februar_11_Pressemitteilung_JIK_Berlin_2011_UEbergabe_final.pdf

4 Islamic Sharia Council, London. Eherechtliche Frauenherabsetzung als Methode der Seelenrettung.

http://www.islamic-sharia.org/

5 Mustafa Cerić: f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law; (g) the protection of European Muslims from Islamophobia …, aus der »Declaration Of European Muslims« (»Deklaracija Evropskih Muslimana«) vom 24.02.2006. Bei der schariapolitischen Zentrale »Rijaset«, Bosnien und Herzegowina.

http://www.rijaset.ba/en/index.php?option=com_content&view=article&id=66

6 Thomas de Maizière. Staat und Islam. Sui generis. Die Worte Scharia und AEMR fehlen.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/quer-zum-zeitgeist/3636582.html

7 Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen, zu: Salafismus. Muslimbruderschaft als Teil der Salafiyya.

http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/Salafismus.pdf

8 European Council for Fatwa and Research (ECFR), Chef und Gründer ist der spirituelle Führer der Muslimbrüder und ihres Umfeldes, Yusuf al-Qaradawi (Yūsuf al-Qaraḍāwī), einer der ECFR-Scheiche ist Bosniens Großmufti, Salafist und Islamist Mustafa Cerić, Kooperationspartner von Wolfgang Schäuble, der Eugen-Biser-Stiftung, Thomas Lemmen und der Christlich-Islamischen Gesellschaft

http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

Mitglied im ECFR: Rachid al-Ghannouchi (Rāšid al-Ġannūšī), Bewunderer der palästinensischen terroristischen Hamas: „Ghannouchis Aussage zur Rolle der durch die Scharia vorgegebenen Grenzen in seiner Theorie einer „islamischen Demokratie“ ist unmissverständlich: Nach seiner Ansicht könne kein politisches Konzept als islamisch betrachtet werden kann, das es sich außerhalb der Scharia bewegt. Aus islamischer Sicht sei ein solches Konzept illegitim“

http://de.wikipedia.org/wiki/Rachid_al-Ghannouchi

an-Nahda (an-Nahḍa), islamische „Wiedergeburt“

http://de.wikipedia.org/wiki/Nahda

Federation of Islamic Organisations in Europe (FIOE)

http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6deration_Islamischer_Organisationen_in_Europa

Forum of European Muslim Youth and Student Organizations (FEMYSO), der internationalen Bewegung der Muslimbruderschaft zuzurechnen. Ibrahim el-Zayat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Forum_of_European_Muslim_Youth_and_Student_Organizations

Muslimische Jugend in Deutschland (MJD). Muhammad Siddiq Borgfeldt. Verlag Green Palace. Sayyid Abul Ala Maududi (Abul A’lā al-Maudūdī).

http://de.wikipedia.org/wiki/Muslimische_Jugend_in_Deutschland

Mit der MJD kooperiert seit Dezember 2008 Georg Bienemann und die Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW (LAG Kath. OKJA NRW) über das boykottierenswerte Projekt DIALOGBEREIT.

http://www.dialogbereit.de/wirsind.html

9 One law for all. Campaign against Sharia Law in Britain.

http://www.ex-muslim.org.uk/eng/action/oneLawAction.htm

Ex-Muslime. Die Ex-Muslime verdienen unsere Unterstützung.

http://www.ex-muslime.de/index.html

10 Maryam Namazie: ‘Sharia law is discriminatory, unfair and unjust, … Public interest, … requires an end to Sharia and all other faith-based courts and tribunals.‘

http://maryamnamazie.blogspot.com/2008/12/launch-of-one-law-for-all-campaign.html

11 Lord Phillips, will Prinzipien der Scharia zur Lösung von Streitigkeiten zulassen

http://www.sueddeutsche.de/politik/grossbritannien-oberster-richter-will-scharia-prinzipien-1.191482

12 Der Schweizer Anthropologieprofessor Christian Giordano will den Rechtspluralismus

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/scharia-gerichte_fuer_die_schweiz_1.1606772.html

13 Rowan Williams. Der Anglikanische Chef will Elemente der diskriminierenden Scharia integrieren.

http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/1577927/Rowan-Williams-says-Sharia-law-unavoidable.html

14 Die britischen Muslime, so meint der Erzbischof von Canterbury Rowan Williams, wären keine gefühlten säkularen Staatsbürger, sondern hätten andere Loyalitäten.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/7232661.stm

15 Griechenland lässt die türkisch-muslimische Minderheit in einer familienrechtlichen Apartheid leben, kleine Mädchen werden islamisch verheiratet und tauchen schwanger in Düsseldorf auf. Michael Kreutz: In Europa. Wo die Scharia noch gilt.

http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/

Kein “Islamismus”, sondern Islam pur: Prinzip Kindbraut.

„Zwangsehen in Düsseldorf – das hört sich nach finsterem Mittelalter an. Tatsächlich aber betreut das Jugendamt zur Zeit drei Familien, in denen minderjährige Mädchen (unter 14) verheiratet wurden. Vor zwei Jahren tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mitwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte.“

http://www.express.de/regional/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby/-/2858/705568/-/index.html

Prinzip Kindbraut. Ohne Scharia kein Islam. Das islamische Heiratsalter für die Ehefrau beträgt nach Mohammeds Vorbild (seiner Ehe mit Aischa) neun Jahre.

Kindbraut Brescia. Brautpreis 17.000 Euro, “sie” 11, “er” 21 Jahre alt. CORRIERE DELLA SERA (Brescia, 11enne serba venduta al marito), 03.07.2008

http://www.corriere.it/cronache/08_luglio_03/bambina_serba_venduta_brescia_449c2624-48e4-11dd-a3c9-00144f02aabc.shtml

Ten-year-old girls are ready for marriage, according to Saudi Arabia’s most senior cleric. Sheikh Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, told Al Hayat newspaper that those saying ten or 12-year-old girls are too young to marry are being ‘unfair’ to them.

http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

„It is wrong to say it’s not permitted to marry off girls who are 15 and younger,“ Sheik Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, was quoted as saying. „A female who is 10 or 12 is marriageable and those who think she’s too young are wrong and are being unfair to her.“

„Our mothers and before them, our grandmothers, married when they were barely 12,“ said Al Sheikh.

http://www.nydailynews.com/news/national/2009/01/14/2009-01-14_senior_saudi_cleric_says_girls_can_marry.html

Scheich Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich bekleidet in Saudi-Arabien das Amt des obersten Muftis (Großmufti) und des stellvertretenden Justizministers, er trat 1995 die Nachfolge von Abd al-Aziz ibn Baz an und ist ein Nachfahre von Muhammad ibn Abd al-Wahhab. Er ist Vorsitzender des Ständigen Komitees für Rechtsfragen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Aziz_bin_Abdullah_Al_asch-Schaich

[Muhamed Seyfudin Ciftci, EZP / ISLAMSCHULE; Pierre Vogel]. wiki „Pierre Vogel“: Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann erklärte bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007, Vogel habe in einer Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. Uwe Schünemann bezeichnete diese Einstellung als „abartig“. Im Bericht selbst wird Vogel nicht namentlich erwähnt.

DIE WELT (Verfassungsschutz entdeckt islamistisches Netzwerk), 24.04.2008. Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007 berichtete der Innenminister, es werde auch in Niedersachsen zunehmend islamistisches Gedankengut in Moscheen und per Internet verbreitet. So sei im Raum Braunschweig/Wolfsburg und in Hannover ein Salafistisches Netzwerk aktiv – eine radikale Gruppierung, die die muslimische Gesellschaft von „unislamischen Elementen“ reinigen wolle. Hierzu gehörten Menschenrechte, Frauenrechte und die Demokratie. Der Prediger Pierre Vogel – Vertreter dieser islamistischen Strömung – habe zum Beispiel in einer arabischen Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. „Der Vortrag ist nur als abartig zu bezeichnen“, sagte der Innenminister.

http://www.welt.de/welt_print/article1933023/Verfassungsschutz_entdeckt_islamistisches_Netzwerk.html

16 Scheich Abd ar-Rahman Asch-Schiha: Frauen im Schutz des Islam. Das zum islamischen Prügeln der Ehefrau einladende Buch steht zweckmäßigerweise auf dem Index für jugendgefährdende Schriften und wurde zwischen 2007 und 2009 beim Missionar Abu Hamza (Pierre Vogel) vorgefunden.

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=921:082009-indiziertes-buch-liegt-an-informationsstaenden-und-bei-vortraegen-in-baden-wuerttemberg-aus&catid=201:meldung&Itemid=327

NRW-Verfassungsrichter Michael Bertrams durchschaut den gesetzgeberischen Anspruch Allahs und will das säkulare One Law For All.

Christliches Medienmagazin pro (Richter: Scharia nicht gesetzeskonform), 04.09.2009. Teile des islamischen Gesetzes sind nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar. Dies erklärte der Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Bertrams, am Mittwoch bei einem Vortrag in Münster. … Der Islam und das islamische Recht, die Scharia, seien dagegen in manchen Teilen nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar, so Bertrams weiter: „Sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann. “Dies widerspreche sowohl dem Gleichheitsgebot als auch der Menschenwürde, dem höchsten Wert des Grundgesetzes. „Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten“, so der Verfassungsrichter laut einer Mitteilung der Evangelischen Kirche Westfalen. Wenn eine muslimische Frau darauf beharre, ein Kopftuch zu tragen, schließe dies ihre Eignung für den Beruf der Lehrerin an einer staatlichen Schule aus.

http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&newsid=2381&newsimage=1&newsaction=detail

Die Scharia globalisieren: International Union for Muslim Scouts (IUMS), Dschidda, Allahkratie Saudi-Arabien. Die IUMS hat beraterischen Status beim World Scout Committee (WSC).

http://www.tarekfayed.com/news.php?news_id=14

3d International IUMS Peace Jamboree

http://scout.org/en/around_the_world/asia_pacific/information_events/news/2008/malaysia_hosts_the_3rd_iums_international_peace_jamboree

Keine pfadfinderische Bruderschaft mit Ex-Muslimen? To motivate and promote Islamic Scouting on global basis. … To introduce Islamic Scouting in such states where Muslims are residing. To develop and promote the spirit of brotherhood and understanding among Muslim Scouts.

http://en.wikipedia.org/wiki/International_Union_of_Muslim_Scouts

Religiöse Pflichten, religious duties.

http://en.wikipedia.org/wiki/Religion_in_Scouting

WOSM 1992. Der indonesische oder marokkanische Pfadfinder ist der islamischen Individualpflicht zur Hisba (ḥisba) offensichtlich nicht enthoben, sondern schariapflichtig: „adherence to spiritual principles, loyalty to the religion that expresses them and acceptance of the duties resulting therefrom“

http://scoutdocs.ca/Documents/Fundamental_Principles.php

8 Antworten to “223. Bopparder Kreuzberg”

  1. Lo scautismo in Italia Says:

    Dankesehr,

    mit dem Geist der weltweiten Bruderschaft ist die geheiligte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit namens Scharia nicht zu vereinbaren. Der Kreative, Humanist, pantheistische Christ und Freimaurer Baden-Powell hat keineswegs dazu aufgerufen, Kindern und Jugendlichen die Angst vor der Höllenqual einzutrichtern, insofern ist der Scoutismus von monotheistischen Theokraten gekapert worden.

    Always be prepared,
    Alberto

    Ägyptens Christen verlangen Abschaffung der Scharia

    Die 15 Millionen Christen, die knapp 20 Prozent der ägyptischen Bevölkerung ausmachen, verlangen gleiche Rechte für Christen und Muslime, die Abschaffung des Islam als Staatsreligion und den Abschied von der Scharia.

    http://www.news-de.com/politik/agyptens-christen-verlangen-abschaffung-der-scharia/

    Naguib Gobraiel: Wir wollen, dass in Ägypten endlich Religionsfreiheit hergestellt wird. Dazu aber muss der Artikel 2 der Verfassung gestrichen werden, der die Scharia als wichtigste Quelle des Rechts in Ägypten festschreibt. Das widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz in Artikel 40 und dem Artikel 46 über die Religionsfreiheit. Wir wollen künftig in Ägypten einen zivilen, religiös neutralen Staat. Aus unserer Sicht muss nicht die gesamte Verfassung geändert werden, nur die Punkte, die einen zivilen Staat verhindern. …

    Frage: Warum ist Ihnen Artikel 2 so wichtig?

    Naguib Gobraiel: Er ist die Quelle aller Probleme, die wir Kopten in Ägypten haben. Es fängt an bei den Konversionen, wenn der Vater in Ägypten Muslim wird, werden seine Kinder automatisch auch Muslime und bekommen sogar ihre Namen geändert. Wir werden daran gehindert, Kirchen zu bauen, ja sogar vorhandene Kirchen zu renovieren. Ich treffe mich demnächst mit Omar Suleiman. Ich werde bestürmt von Kopten, die mich anrufen und alle sagen, ich solle mit dem Vizepräsidenten über Artikel 2 sprechen.

    http://koptisch.wordpress.com/2011/02/12/christen-in-agypten-wir-wollen-endlich-religionsfreiheit/

    VCP und DPSG werden noch auf längere Zeit leider zu feige sein, sich von der Nichtmuslime und Frauen diskriminierenden Scharia zu distanzieren.

    Betreibt der Weltpfadfinderverband die Rechtsspaltung, die religionskulturelle Rückkehr des Mittelalters? Möge die Vernunft siegen und mit ihr die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

  2. Edward von Roy Says:

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Sun, 05 Jun 2011 18:02:17 +0200
    Betreff: Bopparder Kreuzberg – Sechzig Jahre GNO

    Edward von Roy, Mönchengladbach

    Andreas Nick, Gauführer GNO

    Lieber Andreas,

    sicherlich im Namen aller Älteren aus dem historischen Norden des GNO (Rheinbach und Meckenheim) danke ich für die gestern erfahrene Gastfreundschaft und den gewährten Einblick in einen blühenden heutigen Gau Nassau-Oranien. Danke auch an die Küchenmannschaft (fast alles Frauen…) für den leckeren Kaffee und Kuchen. Landschaft und Wetter zeigten sich, dem Anlass gerecht, von ihrer besten Seite.

    Weil Pfadfinderpädagogik, gerade auch im Bereich der Evangelischen Kirche, so wichtig ist und weil ich dem GNO der Achtziger Jahre so viel verdanke (tolle Pfingstlager und ein unvergesslicher B-Kurs in Bermel), wiederhole ich meinen Glückwunsch zum sechzigjährige Bestehen – und wünsche dem Gau viel Erfolg für die nächsten sechzig Jahre.

    Gerne bin ich gestern deinem Vorschlag nachgekommen, meinen hier angehängten Text Secularity, Scouting and Sharia nicht weiter auszuteilen; vier oder fünf Aktivisten der in einem eigenen Zelt sehr schön eingerichteten Geschichtswerkstatt erhielten ihn allerdings bereits eine Stunde eher als du, und dahin, in die ‘Abteilung VCP-Geschichte’, gehört mein Text ja schließlich auch.

    Warum sollen Pfadfinder doof sein und über Globalisierung, Integration und Demokratie nicht nachdenken – mein Text ist ein Impuls zum Weiterdenken, die Inhalte stelle ich zur Diskussion. Ob ihr als VCP-Landesverband oder als Gau Nassau-Oranien die islamkritische Diskussion im Herbst 2011 oder später führen wollt oder nicht, müsst ihr selbst entscheiden, mit Secularity, Scouting and Sharia habt ihr jetzt ein erstes Grundlagenpapier, bisher hattet ihr gar nichts. Mein Text schließt eine Lücke, und so verstehe ich meine Rolle als Ehemaliger.

    Das Thema Islam setzt Emotionen frei, wie wir beide gestern gemerkt haben, schließlich ist es für dich nicht alltäglich, jemandem nahezulegen, den Rest des Tages einen Text zu Islam und Scharia auf dem Bopparder Jugendzeltplatz nicht auszuteilen.

    WOSM und WAGGGS haben ein Problem, denn wo Muammar al-Gaddafi nicht sponsort, finanziert Saudi-Arabien die scoutistische Jugendarbeit zwischen Marokko und Malaysia kräftig mit. Im Genfer UN-Menschenrechtsrat haben OIC-Staaten die demokratische Mehrheit, der Begriff der Menschenrechte folgt damit nicht mehr der AEMR (10.12.1948), sondern der Kairoer Charta von 1990. Die Kirche lechzt nach dem ‘Dialog mit dem Islam’, mit dem man schließlich bestens Karriere machen kann; gestern waren mehrere theologisch ausgebildete Menschen auf dem Bopparder Kreuzberg, die natürlich nichts gegen islamischen Kopftuchzwang und islamisches Familienrecht (Teil der Scharia) sagen.

    Nur ein ‘Nichtaktiver’ kann derzeit überhaupt bei einem Pfadfinderverband über den Islam sprechen; als Theologiestudent, Pfarrer oder Pädagoge bestünde diese Möglichkeit wohl nicht, wie das – kalkulierte – Schweigen von DPSG und VCP zur diskriminierenden Scharia klarmacht.

    So aber kann es nicht weitergehen, denn: ‘die Konkurrenz schläft nicht’ und Deutschlands Kinder und Jugendlichen mit oder ohne Migrationshintergrund werden sich die Antwort zum Islam holen, sei es bei den Nazis von NPD oder ‘Pro Köln’ oder bei den Salafisten wie Pierre Vogel oder Mustafa Ceric. Der VCP, dem das Thema Lehrerinnenkopftuch bis heute entweder zu heiß oder schlicht egal gewesen ist, muss sich entscheiden: Für oder gegen die Scharia.

    Vor drei Tagen durfte der urgemeindlich (salafistisch) ausgerichtete islamische Theologe Mustafa Ceric („opening the way for the Muslim law“) auf dem Evangelischen Kirchentag in Dresden sprechen, die selbe Kirche lässt ihre Minderjährigen dort als Helfer herumlaufen (auch VCP) und blockiert jede Kritik an Kopftuch oder Scharia überall in Deutschland bereits mit erstaunlich hoher Gewalt. Wir Kritiker von Hidschab und Fiqh bekommmen in ganz Europa seit Jahren keine Zeile mehr in einem kirchlichen Gemeindebrief oder in einer Jugendverbandszeitschrift unter. Diese Blockade des verweigerten Denkens und Sprechens gilt es, für jeden, der den barbarischen und totalitären Charakter der Scharia sieht und der sein Pfadfinderversprechen ernst nimmt, zu durchbrechen.

    Meine Rolle am gestrigen Tag, am 03.06.2011, ist also gewesen, das Thema Islam und Scharia anzusprechen, ein Thema zu dem EKD und VCP nichts sagen möchten, dieselbe EKD bzw. derselbe VCP, der seine minderjährigen Helfer aber im Juni 2011 in Kongresshallen schickt, in denen der dem Netzwerk des Yusuf al-Qaradawi angeschlossene bosnische Großmufti redet, ein radikaler Befürworter des Islamischen Rechts (Scharia).

    Die aus Boppard stammende Naika Foroutan verbreitet das radikalislamische Gedankengut über Projekte wie ‘Heymat – hybride Identitäten’ und ‘Junge Islam Konferenz’ in unseren Hochschulen und im Berliner Regierungsviertel. Foroutan und Ceric seien jetzt das Stichwort: Boppard ist der richtige Ort, der Termin des schariafreundlichen Kirchentages der richtige Zeitpunkt.

    In der besagten Jurte (eure Homepage: „neben einer Ausstellung des Bundesarchivs“) warb eine junge Dame, violettes Oberteil, für eine Zusammenarbeit mit einem Muslimischen Pfadfinderbund (ob Bund Moslemischer Pfadfinder Deutschlands (BMPD; proschariatisch, Nursi-Sufismus) oder Islamische Pfadfinder / Deutsches Komitee (c/o IZ München = Muslimbrüder; zu: Islamic Committee on World Scouting), wusste sie leider nicht zu sagen).

    Ich kam gerade vorbei und wollte mir das Stichwort Islam bzw. Muslim Scouts natürlich nicht entgehen lassen. Die Jubiläumsteilnehmerin gab (etwas patzig) zu, schon lange und sehr genau zu wissen, dass im EU-Staat Griechenland zwölf- oder elfjährige Mädchen nach der Scharia verheiratet und alsbald geschwängert werden; ich betonte, dass sich Demokraten von einer solchen Religionspraxis endlich distanzieren müssen. Ich sagte auch, dass ich als Sozialarbeiter solche Mädchen gesehen habe und dass Kindbraut nicht Islamismus ist, sondern Islam.

    Zwei Gedanken darf ich zustimmend zitieren, Festschrift Seite 4, H.P.: „das Lernen und Einüben von Handeln im demokratischen Wertesystem“ sowie, Seite 5, Gauältester: „Aber Jugendarbeit lebt in der Gegenwart und für eine gute Zukunft.“

    Auf das demokratische Wertesystem und eine gute Zukunft,
    Gut Pfad

    Edward
    (Edward von Roy, Ehemaliger aus dem im VCP Meckenheim Stamm Herigar)

  3. Cees van der Duin Says:

    :::

    VCP Westfalen
    Der Landesrat war zelten

    In einer relativ kleinen Runde hat der Sommer-Landesrat des VCP Land Westfalen auf einem Gelände des Sportzentrums in Greven getagt. …

    Mit dabei waren am Nachmittag außerdem zwei Gäste, ein muslimischer Pfadfinder, Taoufik Hartit, vom Bund Deutscher Muslimischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder sowie der Referent für junge Kirche – Glaube und Leben in der evangelischen Kirche von Westfalen, Thomas Dreesen. Sie berichteten über den Aufbau des koedukativen Jugendverbandes, von denen es zur Zeit in Nordrhein-Westfalen drei Gruppen (in Essen und am Rhein) gibt.

    Der Verband ist sehr aufgeschlossen und hat seine religiösen Wurzeln in der Weltanschauung des Sufismus.

    Die Gäste luden den VCP zu einer Teilnahme am diesjährigen „Soester Forum“ des interreligiösen Dialogs und der internationalen Aktion „Flamme der Hoffnung“ ein, welche im Herbst diesen Jahres stattfinden.

    http://www.vcp-westfalen.de/index.php?id=10&tx_ttnews%5Btt_news%5D=287&tx_ttnews%5BbackPid%5D=9&cHash=098d3924f4

    Der VCP Westfalen hat einen Namen falsch geschrieben:

    Junge Kirche – Glaube und Leben. Zuständig ist Thomas Dreessen

    http://de-de.facebook.com/people/Thomas-Dreessen/100001843460575

    :::

    :::

    Bioniks: Gemeinsamer Dienst auf dem Planeten
    Aufruf zu Gemeinsamem Dienst auf dem Planeten des Soester Forums der Religionen und Kulturen 2010

    Werl, den 7.11.2010

    Erstunterzeichner:

    Thomas Dreessen Moderator Soester Forum/ Kuratoriumsvorsitz/ AFJ EkvW Gladbeck/Schwerte
    Sheikh Khaled Bentounes Intern.Präsident Soester Forum/ Tariqa Alawiyya/AISA Paris
    Pfr. Hartmut Dreier Stv. Kuratoriumsvorsitz / CIAG Marl
    Muhammad Salim Abdullah Seniordirektor ZIIAD Soest
    Lejla Abdullah-Bednorz Geschäftsführerin der Stiftung

    Fouad Hartit ZIIAD Vorstand Rüsselsheim
    Rachid Saddouk ZIIAD Vorstand Dortmund
    Aiman Mazyek Kurator/ Vors. Des Zentralrates der Muslime in Deutschland Herzogenrath
    Taoufik Hartit Kurator /Tariqa Alawiyya Rüsselsheim

    Dr.Hans Ucko WCC / Religions for Peace (RfP) Lund / Genf
    Rev. Donald Reeves Preisträger / Soul of Europe London
    Rev. Dr. Paul Oestreicher Domkapitular em. , Coventry, England Brighton, England
    Prof. Dr.Barbara Einhorn Universität Brighton, England Brighton, England
    Peter Pelz Soul of Europe London

    Prof. Dr. Johannes Lähnemann Preisträger / Universität Erlangen Nürnberg / Religions for Peace (RfP) Goslar/Nürnberg

    Prof. Dr. Wolf-Dieter Just Ev.Fachhochschule RWL Duisburg
    Prof. Dr. Rolf Wischnath Preisträger Gütersloh

    Müzeyyen Dreessen C.I.G. Gladbeck
    Hocine Sadouki Generalkommissar Scout Musulmane Francaise Paris

    http://de-de.facebook.com/topic.php?uid=175469002486919&topic=206

    :::

  4. evangelisch Says:

    Hallo Edward,

    klasse Text, aber im unkritisch islamfreundlichen Milieu der evangelischen Jugendarbeit zur Zeit (noch) nicht erwünscht. Ein Koblenzer VCP-Gruppenleiter würde heutzutage ziemlichen Ärger mit Pfarrer, Presbyterium, Jugendamt, Bürgermeister und VCP-Obrigkeit bekommen, wenn er sich islamkritisch äußern würde, beispielsweise kritisch gegen das Kopftuchgebot andächte und anschriebe.

    Längst herrscht kirchlich eine veritable Pressezensur, du nennst es Denkverbot. Der Geist des Hambacher Festes (1832) ist verflogen und wird erst wieder entdeckt werden müssen. Der rheinland-pfälzische VCP ist dabei über die frauenfeindlichen Folgen der Islamischen Gesellschaft genau informiert, einfach nach „Ulrich Bauer“ „daughters stay at home“ googeln.

    Landschaft wird verkonsumiert, universelle Menschenrechte sind der Multikultur und Abenteuerpädagogik nachzuordnen. Beim „Abseilen von einer überhängenden 15-m-Klippe“ ist der Mann noch ein Mann, was schert den kühnen Recken vom Mittelrhein da Vielweiberei und Burka?

    Man will sich schließlich weiterentwickeln, es lebe der Siegertyp: „Die persönlichen Grenz-Erfahrungen und der außerordentlich große gruppenbildende Effekt solcher Aktivitäten in der Wüste sind von unschätzbarem Wert.“

    Die sozialen Folgen der Scharia – keusche Töchter dürfen nicht raus – sind den evgl. Pfadfindern um Ulrich Bauer, Kai Driesch und Martin Schulze seit 1994 genau bekannt:

    „Und es ist eine islamische Gesellschaft mit entsprechenden
    Konsequenzen für Mädchen und Frauen (daughters stay at home).“

    http://www.exchange-visions.de/excv/dateien/OR589-9eb8/PR627/PR627-pg94proj.pdf

  5. Georgspfadfinderin Says:

    Bei den Schariafreunden von der DPSG geht`s so richtig islamverliebt zur Sache!

    Ein verabschiedeter Antrag Nummer 10 der 75. Bundesversammlung 2011 wird entweder den Islam demokratisieren oder das deutsche Pfadfindertum islamisieren. Man traut sich nicht, irgendetwas Negatives über den Islam zu sagen und nennt ein solches, demokratiegefährdendes Spiel mit dem Feuer ‚Pfadfinden für alle‘:

    ‚Der Bundesvorstand wird in seiner Bereitschaft den Aufbau eines muslimischen koedukativen Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbandes zu unterstützen durch die Bundesversammlung gestärkt. Die Aufbauunterstützung erfolgt mit dem Ziel der Mitgliedschaft eines muslimischen Verbandes im Ring deutscher Pfadfinderverbände und oder im Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände.‘

    http://www.dpsg.de/verband/bv75/files/antrage_alle.pdf

    Natürlich soll den Kindern muslimisch sozialisierter Großeltern die Pfadfinderpädagigik zugänglich sein. Aber dazu muss die frauenfeindliche Scharia weg, und das haben WAGGGS und DPSG nicht erkannt.

    Der Koran kann nicht verändert werden, die Scharia ist nicht modernisierbar.

    Herzlich Gut Pfad,

    Georgspfadfinderin

    – – – – – – – –

    „PSG! Wir haben eine Schwäche für weibliche Stärke“

    http://www.pfadfinderinnen.de/index.php?id=98

  6. Jacques Auvergne Says:

    Vielen Dank für die spannenden Kommentare,

    hoffentlich fällt den beiden Jugendverbänden der Groschen und fordern DPSG und VCP vom eventuell schon bald entstehenden deutschen Muslimischen Pfadfinderverband das vorbehaltlose Bekenntnis zu den universellen Menschenrechten und die Abkehr von Kopftuchpflicht und Scharia.

    Unser Misstrauen ist leider angebracht: Eine Unschuldsvermutung kann es angesichts der weltweit und permanent betriebenen Taqiyya nicht geben, auch nicht gegenüber dem modern und tolerant wirkenden Scheich Khaled Bentounès (Scouts Musulmans de France; Flamme de l’Espoir).

    Cees van der Duin bittet mich darum, alle weiteren Rückmeldungen zum Post Nummer 223 auf der scoutistisch spezialisierten Seite Eifelginster einzufügen, damit sie nicht an zwei Blogs versanden, sondern übersichtlich gebündelt sind. Also schließe ich die Diskussion hier, dort geht sie weiter:

    http://eifelginster.wordpress.com/2011/03/30/223/

    Jacques Auvergne

  7. Secular Scouting everywhere, No Sharia anywhere Says:

    Muslimische Frauen müssten ab Eintritt der Pubertät […] ihren Körper – mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen – mit Kleidung derart bedecken, dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien. Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien.

    DITIB

    DPSG goes halal: schariakonform Zelten am Pfaffenwäldchen

    Es ist ein Ärgernis, ausgerechnet am Tag der deutschen Einheit! DER SPIEGEL leugnet jedenfalls übergeht die Existenz nicht vielen religiös ausgerichteten Pfadfindergruppen. Zwischen Brownsea Island (1907) und heute etwa BdP oder DPB gibt viele Vereinigungen bzw. Bünde, die weder katholisch noch evangelisch / freikirchlich gebunden sind.

    Mit etwa 40 Millionen Mitgliedern gehören die Pfadfinder zu den größten Jugendbewegungen weltweit. Obwohl es um Erlebnisse in der Natur geht, um Lagerfeuer und Nachtwanderungen, sind die örtlichen Verbände konfessionell. In Deutschland gibt es katholische, evangelische, evangelikale und auch 150 muslimische Pfadfinder.

    Dazu heute bei den Islambeschönigern von Pfadfinder-Treffpunkt. Statt sich von der totalitären Scharia (himmlisch, heilssichernd) und von der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit des Fiqh (menschengemacht, heilssichernd weil der Scharia allein gerecht werdend) zu distanzieren, macht HCW vom VCP Berlin-Brandenburg auf den heutigen SPIEGEL-Artikel von Laura Backes aufmerksam Interreligiöses Pfadfindercamp: „Wo kommen die denn her, aus Muslimistan?“

    HCW
    Gemeinsames deutsch-muslimisches Pfadfinderlager🙂

    Hier passt vielleicht dies ganz gut hin:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/christlich-muslimisches-pfadfinderlager-campen-mit-allah-a-1054823.html

    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=11629&entries=0#post182529

    Schlimm, was DER SPIEGEL mit der säkularen (d. h. freiheitlichen) Demokratie anstellt. Zum verhindernswerten Aufspalten der Bevölkerung in Muslime und Nichtmuslime leider absolut islam-unkritisch publiziert in Schulspiegel d. h. in der Rubrik zu Bildung und Erziehung.

    Allgemeine Menschenrechte schon ungenügend, doch auch Geographie mangelhaft. Denn wie der Jugendzeltplatz Am Pfaffenwäldchen liegt ganz Rhens am Mittelrhein, am Rhein und nicht an der Mosel.

    Was für ein Mangel an Zivilcourage: gegen den Zwang zum Hidschab sagt niemand etwas, weder Laura Backes noch HCW. 2015 ist kein gutes Jahr für die universellen Menschenrechte und insbesondere die Frauenrechte:

    Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) hat folgende theologische Bewertung ihres Obersten Religionsrates mitgeteilt: Muslimische Frauen müssten ab Eintritt der Pubertät in Gegenwart von Männern, mit denen sie nicht verwandt seien und die zu ehelichen ihnen religionsrechtlich erlaubt sei, ihren Körper – mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen – mit Kleidung derart bedecken, dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien. Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien. Dies sei ein nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam (Koran, Sunna, Gelehrtenkonsens und allgemeiner Übereinkunft der Gemeinden) bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität. In welcher Weise die vorgeschriebene Bedeckung erfolge, sei allein die Entscheidung der muslimischen Frau. Das Tragen des Kopftuchs diene demnach ausschließlich der Erfüllung eines religiösen Gebots und habe darüber hinaus für die Trägerin weder einen symbolischen Charakter noch diene es der Bekundung nach außen.

    (Bundesverfassungsgericht 2015 zum Lehrerinnenkopftuch)

    https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2015/01/rs20150127_1bvr047110.html

    Nicht die universelle Humanität und menschliche Vernunft, nein, nur der (islamfreundliche) Himmel stelle deutsche Einheit her, so jedenfalls scheint Laura Backes zu, 3. Oktober zu fühlen.

    Abschließend rückt DER SPIEGEL uns Atheisten, Nichtreligiöse oder Säkulare in die Ferne zu den Monotheisten, in eine Ferne, die offensichtlich der Rede gar nicht wert ist, schon gar nicht am Nationalfeiertag. Indirekt wird der Religionskritiker, zumal der Islamkritiker, möglicherweise bereits als Feind des friedlichen Zusammenlebens der deutschen Glaubensnationen festgestellt, mindestens aber als jemand, über den man am Nationalfeiertag kein Wort zu verlieren braucht.

    Die Teppiche sind noch nicht alle wieder zusammengerollt, da haben Johanna und Arne einen Beschluss gefasst: Wenn die Schule wieder anfängt, wollen sie die Muslime aus ihrer Stufe ansprechen, schließlich wissen sie ja jetzt etwas über deren Religion. Wer weiß, vielleicht entdecken sie, dass Christen mehr gemeinsam mit Muslimen haben als mit Menschen, die an keinen Gott glauben.

    Was der DPSG-Bezirksvorsitzende Rhein-Erft (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg) im Matthias Butt und der Deutschlandführer der schariatreuen AISA (Association Internationale Soufie Alawiyya, Cheikh Bentounès) Taoufik Hartit am heutigen 03.10.2015 machen, ist ein Verrat an den vor hundert Jahren global entworfenen pfadfinderischen Werten.

    Die Forderung (Scout Law) von Baden-Powell war und ist es, Freund aller Menschen zu sein – und nicht lediglich Freund aller Monotheisten.

    „Kim,“ The boy scout, was called by the Indians „Little friend of all the world,“ and that is the name that every scout should earn for himself.

    http://www.inquiry.net/ideals/scout_law/chart.htm

    Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD)

    3. Darf das Kind einer Mischehe (er: Muslim, sie: Kath.) katholisch getauft werden?

    Die Kinder einer Mischehe zwischen einem Muslim und einer Jüdin, Christin und Muslima müssen islamisch erzogen werden. Deswegen ist eine katholische Taufe islamisch nicht erlaubt.

    4. Warum darf ein Muslim nur muslimische, christliche oder jüdische Frauen heiraten?

    Ein Muslim kann auch eine Frau jüdischen oder christlichen Glaubens heiraten. Die Bedingung ist immer der Monotheismus.

    5. Warum darf eine muslimische Frau keinen Nicht-Muslim heiraten?

    Der Islam unterstützt nicht die Ehe einer muslimischen Frau mit einem Nicht-Muslim.

    http://islam.de/1641.php

    FAQ – Frageseite
    Häufig gestellte Fragen zu Themen des Islam
    Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD)

    http://islam.de/1640

  8. Cees van der Duin Says:

    Primasenser Musiker 88-jährig verstorben. Der SWR gibt bekannt:

    Liedermacher Heinrich Kröher ist tot

    [Heinrich genannt hein Kröher, * 17. September 1927 in Pirmasens; † 14. Februar 2016 ebenda.]

    Der Liedermacher Heinrich Kröher, der mit seinem Zwillingsbruder als Duo Hein und Oss auftrat, ist tot. Der Pfälzer Künstler starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren in seiner Heimatstadt Pirmasens.
    Heinrich Kröher

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) würdigte Kröher als „Ikone des politischen Volksgesangs“. Mit seinem Zwillingsbruder habe er zu den Mitbegründern des legendären Waldeck-Festivals gehört.

    Heinrich und Oskar Kröher standen über Jahrzehnte gemeinsam auf der Bühne und sangen zur Gitarre Volkslieder. Ihr Repertoire, mit dem sie seit den 60er Jahren mehr als 15 Langspielplatten und CDs aufnahmen, umfasst Arbeiterlieder, Freiheitslieder der 1848er Revolution, Seemannsmusik, Cowboysongs, Chansons und vieles mehr. […]

    http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/pirmasenser-musiker-88-jaehrig-verstorben-liedermacher-heinrich-kroeher-ist-tot/-/id=1682/did=16956352/nid=1682/175z80w/index.html

    _

    Heinrich Kröher schrieb Kolumnen in der Pirmasenser Zeitung unter dem Pseudonym „Hoyna Tsiyäuna“ („Heiner Zigeuner“) und dokumentierte dabei die Pirmasenser Mundart.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hein_%26_Oss

    _
    _

    Der deutsche Kulturjournalist und frühere Literaturredakteur des Saarländischen Rundfunks, Fred Oberhauser (* 15.07.1923), ist tot. Oberhauser starb am Sonntag im Alter von 92 Jahren. Der St. Ingberter war Träger der Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. 2013 verlieh ihm die saarländische Landesregierung außerdem die Ehrenprofessur. Bei SR lesen wir von Stefan Miller einen Nachruf für Fred Oberhauser, der letzte Woche gestorben ist.

    http://www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/fred_oberhauser_nachruf100.html

    Im literaturblatt schreibt Irene Ferchl:

    Fährtenleser, Pfadfinder, Streuner und Voyeur

    http://www.literaturblatt.de/heftarchiv/heftarchiv-2008/52008-inhaltsverzeichnis-der-gedruckten-ausgabe/faehrtenleser-pfadfinder-streuner-und-voyeur-irene-ferchl-portraetiert-fred-oberhauser-und-gibt-einen-ueberblick-ueber-die-unterschiedlichsten-buecher-fuehrer-plaene.html

    _

    VDAPG [Als Pfadfinder lese man dort auch zur letzten Ruhestätte von Maximilian Bayer, dessen Name in Finnland bis heute jedes Schulkind kennt“.]

    Am 18. Januar 2013 wurden der Verleger. Alfred Diwersy und der Kulturpublizist Fred Oberhauser dafür geehrt.

    http://www.vdapg.de/download/die_gilde/jahrgang_2013/gilde1-2013.pdf

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