235. Was ist Salafismus?

السلف لصالح

as-salaf aṣ-ṣāliḥ

Die rechtschaffenen Altvorderen

Purify and Educate

Bärte, Burkas, Betproteste. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Von Edward von Roy.

Inhalt

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al-barāa

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: ḥisba

3. Frommheit oder Frevel? Tauhid oder Schirk?

4. Der Taghut, der Götze

5. Das salafistische Doppelprogramm: Reinigen und Erziehen (at-taṣfīya wat-tarbīya)

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

7. Die postmodernen Erklärer des Weges: Mit Abdullahi Ahmed an-Na’im, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al-barāa

Was wörtlich Solidarität und Abkehr oder Loyalität und Lossagung heißt, al-walā wal-barāa,[1] meint die engagierte Muslimsolidarität in Verbindung mit der spürbar umzusetzenden Auffassung, alles Nichtislamische als beliebig beziehungsweise als unsittlich zu bewerten, als unbedeutend, unmoralisch und letztlich als teuflisch. Walā wal-barāa ernst nehmen, bedeutet Allah als Souverän einzusetzen. Islam muss irdisches Königreich werden. Weil nach wie vor kein Imam gegen Scharia und Fiqh predigt, ist diese Haltung noch nicht einmal „Islamismus“, sondern Islam.

Der echte Islam versteht sich als jenseitszentriert. Letztlich bedeutsam ist nicht das Diesseits (ad-dunyā), sondern das Jenseits (al-āḫira), sind Hölle (ǧahannam) und Paradies (ǧanna).

Das deutsche Grundgesetz und die davon abgeleiteten Verordnungen klären das friedliche Zusammenleben und verzichten auf eine Zuweisung in ewiges Feuer und paradiesischen Garten. Der fehlende himmlische Ursprung unserer Rechtsfindung bringt den Muslim in Loyalitätskonflikte und mutet ihm sogar, mit dem abverlangten Bekenntnis zur Gesetzestreue, Götzendienst zu.

Das muslimische Meidungsverhalten der geheiligten Lossagung (al-barāa) wird mit der angeblich vollkommenen Gebrauchsanweisung für ein gelingendes Leben, mit dem Koran (5:51) begründet:

Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde (aber nicht mit euch). Wenn einer von euch sich ihnen anschließt, gehört er zu ihnen (und nicht mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen). Gott leitet das Volk der Frevler nicht recht.

Besonders konsequent ausgelegt wird das Verhalten der Meidung weltweit von den medinensisch bzw. urgemeindlich orientierten so genannten Salafisten, die sich heutzutage auf unter Sunniten weltweit hoch angesehene Gelehrte wie den saudischen Großmufti Abd al-Aziz ibn Baz (1910-1999) oder Scheich Salih al-Fauzan (* 1933) berufen.

Scheich Bin Bāz fordert alle Muslime dazu auf, jede etwa vorhandene freundschaftliche Beziehung zu einem Nichtmuslim abzubrechen, die nicht dem Konversionsgeschehen zum Islam dient. Scheich al-Fauzān präzisiert dahingehend, dass der Muslim verpflichtet sei, alle Nichtmuslime zu hassen.

Mit Scheichen wie al-Fauzān und Bin Bāz lässt sich das islamische Prinzip al-walā wal-barāa übersetzen: Lieben für Allah, Hassen für Allah.

Diese religiös begründete Abschottung steht einem Bemühen um Integration allerdings entgegen.

Zusammengefasst: Die islamrechtliche Vorgabe und muslimische Verhaltensnorm al-walā wal-barāa sichert den Umgang des aus orthodoxer Sicht als sittlich höherwertig geltenden Muslims mit einem Nichtmuslim. Dabei ist eine vorschriftsmäßige muslimische Solidarität mit einem kalten Desinteresse an den Nichtmuslimen und ihren als verachtenswert einzustufenden typischen Verhaltensweisen zu verknüpfen, um das Wohlergehen der Umma, der muslimischen Weltgemeinde, und das persönliche jenseitige Heil zu gewährleisten. Alles, was nicht als „islamisch“ angesehen werden kann, ist, sofern es den Islam nicht bekämpft, unwichtig und sicherheitshalber zu meiden. Was Islam und Islamexpansion im Wege steht, kann umgangen oder beseitigt werden. Das Recht der Muslime, überall auf der Welt „zum Islam einzuladen“, sprich: für den Islam zu missionieren (da’wa, Islammission), darf kein Nichtmuslim behindern.

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: ḥisba

Islam ist keine Theorie oder nur auf den persönlich-innerseelischen Bereich der Spiritualität beschränkt, sondern öffentlich nachvollziehbare Glaubenspraxis. Die wahre Religion zu leben, heißt, die Scharia ständig durchzusetzen. Zum Ausüben dieser ḥisba ist jeder Muslim verpflichtet, ob als Profi oder Amateur.

Wer den Islam im gottlosen Europa aktivieren will, ist berechtigt, Druck auf den Pflichtvergessenen auszuüben, sobald in Erfahrung gebracht wird, dass der Schludrige Sohn eines muslimischen Vaters ist. Diesen „Bruder“ darf man in frommer Sorge („Bruder, du bist ein schlechter Bruder“) darauf aufmerksam machen, dass seine Tochter mit offenen Haaren durch Brüssel oder Frankfurt spaziert oder ihr Kopftuch nicht züchtig genug bindet. Was Istanbul im salafistischen Sommer 2010 erlebte, nämlich dass ein glaubensbewegtes Rollkommando von Bärtigen unter „Allahu akbar!“-Rufen mit Knüppeln auf Gartentische, darauf befindliche Getränke und Galeriebesucher einschlug,[2] ist konsequente ḥisba: Das Gute gebieten, das Schlechte verbieten (Enjoin what is good and forbid what is wrong).

Grundlage der Hisba-Tätigkeit ist Allahs Befehl, wie er dem einerseits von Natur aus (fiṭra) als Muslim geschaffenen, andererseits ohne göttliche Rechtleitung orientierungslos bleibenden Menschen im Koran (3:110) dokumentiert worden ist:

Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschen entstand. Ihr gebietet das, was Rechtens ist, und ihr verbietet das Unrecht, und ihr glaubt an Allah. Und wenn die Leute der Schrift geglaubt hätten, wahrlich, es wäre gut für sie gewesen! Unter ihnen sind Gläubige, aber die Mehrzahl von ihnen sind Frevler.

Nach islamischem Verständnis war es Allah, der zu den Propheten Adam, Noah, Abraham, Moses und Jesus sprach, erst die Rabbiner und Priester haben das fehlerhaft ausgelegt und erdreisten sich in noch späterer Zeit, Mohammeds prophetische Sendung nicht anzuerkennen, die Dawa (Einladung) zum Islam nicht anzunehmen. Juden gelten im Islam grundsätzlich als Verfälscher der Schrift, Christen als die Überlieferer der verfälschten Schrift.

Seinen Mitmuslimen muss der Einzelne beweisen, dass er die Maßgaben von Koran und Sunna durchzusetzen bereit ist, denn wer keine ḥisba praktiziert, gehört der Umma, der muslimischen Weltgemeinde, wahrscheinlich gar nicht mehr an.

Wer unter Beweis stellen möchte, dass er die Last des ehrenamtlich oder professionell tätigen islamischen Moralpolizisten im Sinne der Hisba auf sich genommen zu hat, zeigt dies durch Anlegen der so genannten islamischen Kleidung. Männer, die sich in frühmittelalterlich wirkende Gewänder hüllen, sind damit alles andere als eine folkloristische oder karnevalistische Gruppe, sondern dürfen als Wächter der bis zum Ende der Welt, bis zum Tag der Auferstehung (yaumu l-qiyāma) gültigen Praxis von Sunna und Scharia den Gehorsam jedes Muslim verlangen, die korrekt „bedeckte“ Frau (Ganzkörperschleier, am besten Gesichtsschleier) gehört zu den Alphaweibchen, die die Unverschleierte bemitleiden und verachten darf.

Wer durch altarabischen Kittel, gehäkelte Kappe bzw. das saudische, rot-weiß karierte Kūfiya-Tuch (für uns Mönchengladbacher ist das auch „šimāġ“ genannte Tuch bei ZAMZAM Islamic Shop erhältlich für nur 9,00 €)[3] oder langen Bart öffentlich verkörpert, „den Islam“ zu praktizieren, und das gar in der Nähe eines Scheichs mit Studium in Medina, der hat offensichtlich viel „islamisches Wissen“, und dieses Wissen nicht zu beherzigen könnte deine Seele, inschallah, mit einiger Wahrscheinlichkeit für immer in das Feuer der Hölle hinab stoßen.

Kernbereich des Durchsetzens eines islamisch korrekten Lebens ist die Rolle der Frau, deren Körper im Islam von Natur aus anders zu bedecken ist als der männliche.

3. Frommheit oder Frevel, Tauhid oder Schirk?

Als schlimmste Sünde gilt im Islam der Angriff auf den von Mohammed verkündeten Eingottglauben (tauḥīd).[4] Dabei ist die im Tauhidbegriff enthaltene Geschlossenheit von dreierlei Art: unteilbarer Gott, unantastbare sittliche Norm (Scharia) und unteilbare muslimische Weltgemeinde (Umma). Da der bisherige Islam sich weigert, Religion und Staat zu trennen, kann islamische Frömmigkeit niemals deine Privatangelegenheit bleiben, sondern ist durch dein Einschwenken in die Gemeinschaft der praktizierenden Muslime zu verwirklichen. Wer unislamisch lebt, zeigt, dass er Allahs Allmacht angreifen möchte. Der schariakritische Gedanke lästert Gott.

Genau genommen könnte bereits dein lässiges Berücksichtigen eines unislamischen Aspekts versehentliche Huldigung des Teufels sein. Um derlei Polytheismus (širk) zu vermeiden und niemanden außer Allah zu verehren, treten die Anhänger der Urgemeinde, die Salafisten, in einen Wettbewerb, den Alltag als den Bereich des islamrechtlich Erlaubten und Verbotenen genauer und immer noch genauer auf etwaige Spuren der Verunreinigung zu kontrollieren. Jede Nachlässigkeit zieht die Teufel heran und gefährdet das Seelenheil. Ein besonderer Ehrgeiz muss es jedem Salafi sein, einerseits sich und seinen Angehörigen schmerzlich viel zu verbieten, andererseits jedoch nichts zu verbieten, was nicht auch die Gottheit verboten hat, denn ein Gebot oder Verbot zu erlassen steht schließlich nur dem Souverän zu, Allah.

Da ein Zerfallen der Umma in Fraktionen oder politische Parteien den Anspruch des tauḥīd nicht weniger angreift als es die Erfindung eines zweiten Gottes tun würde, kann es im ernst genommenen Islam kein Mehrparteiensystem geben und ist, Teheran oder Dschidda handeln hier bereits vorbildlich islamisch, übermäßige Kritik an der Regierung als Gotteslästerung einzustufen. Was hierbei Übermaß oder Maß ist, Kritik ist im elitären islamischen Regieren (Schura) angeblich erwünscht, bestimmen Großmufti oder Ayatollah; der Endverbraucher braucht im Islam nicht so viel zu denken.

Dass die Schura nur innerhalb der von Allah gesetzten Grenzen der dem menschlichen Verstehen enthobenen Scharia entscheiden kann, versteht sich von selbst. Hoch wahrscheinlich hat von zwei Gläubigen der Radikalere recht. Allahs „schöne“ sittenpolitische Daumenschraube nennt sich Flexibilität der Scharia, wie der sich Abu Talut nennende Vietnam-Veteran Sulaiman A. Dawood schwärmt:

In fact the beauty of the Sharia of Al Islam is its flexibility. The Sharia is a framework appropriate for all times, all places and all peoples.[5]

Der Angriff auf den Eingottglauben wird also Schirk genannt,[6] das bedeutet Beigesellung.[7] Wer den Schirk betreibt, stellt jemanden neben den Schöpfer der Welt und sekündlichen Bewahrer des Universums, neben Allah, und ist demzufolge ein Polytheist (mušrik, Pl. mušrikūn), ein verachtenswerter Mensch, der vielleicht als Harbi einfach so enteignet oder getötet werden kann.

Andere Schariagelehrte meinen, dass ein niemals von der wahren Prophetie Abrahams erleuchteter Mensch, ein Hindu beispielsweise, noch nicht einmal des Begehens von širk fähig sei. Dieser Auffassung, dass nur ein Muslim oder ein anderer Monotheist Schirk betreiben kann, steht allerdings der klassisch islamische Ansatz der fiṭra entgegen, dem Erschaffensein auf Allah hin, jene Lehre, nach der sowieso jeder Mensch von Geburt an Muslim ist und erst seine Eltern ihn zum Christen, Juden oder Zoroastrier erziehen.

Weil derlei Fragen von einem Durchschnittsmuslim nicht zu klären sind, hat die Elite der Islamdeutung stets ausreichend zu tun und werden Scheich und Mufti nicht arbeitslos. Den Nichtmuslimen erzählt man unterdessen, im Islam gebe es gar keinen Klerus.

Der in ständiger Angst vor ins Höllenfeuer führenden irdischen Fehltritten befindliche nichtsäkulare Muslim bleibt von den Welterklärern abhängig, die Torwächter sind an den Pforten des Paradieses. Der einstige finstere Club-Türsteher kann sein Tun bei den längst in jeder europäischen Großstadt tätigen Salafisten veredeln und Karriere als Himmelswächter machen, der bald seiner Ehefrau sagen darf, dass sie ohne „freiwillig“ getragenen Niqab die Pforte ins Paradies niemals geöffnet vorfinden wird; insofern mag er das mit jedem Hüteamt verbundene explizite Versperren des Weges („Du kommst hier nicht rein!“) beibehalten.

Dass die Christen mit ihrem Jesus Gott einen zweiten Gott zur Seite stellen, wird unter orthodox argumentierenden Muslimen seit nahezu 1.400 Jahren ganz selbstverständlich angenommen, ein Ansatz, auf den sich der salafistische Star-Prediger Pierre Vogel (Abū Hamza) gerne beruft, der Konvertiten nicht zuletzt mit dieser angeblich einzig stimmigen Betrachtung der Figur des Jesus von Nazareth für den Islam gewinnt.

Judentum und Christentum gelten im Islam als von Gott aufgehoben, als überholte Prototypen der wahren Religion, die Gott (Allah) den Menschen allerdings erst mit Mohammed in ihrer ganzen Fülle kundtat, nun endlich mit der Lizenz zum Dschihad. Jesus durfte noch nicht töten.

Beigesellung, den an der Gottheit Frevel übenden Schirk, betreibt aus Sicht besonders radikaler Salafisten eigentlich bereits der Demokrat, der von seinem Wahlrecht Gebrauch macht, denn zum einen steht der gewählte Bürgermeister, Minister oder Präsident dreist neben der Gottheit wie ein Zweitgott, zum anderen beansprucht der Wahlsieger, was eigentlich noch viel schlimmer ist, durch sein Mitwirken an der Entstehung von Gesetzen einen Teil der Herrlichkeit Gottes.

Im orthodoxen (politischen) Islam ist das Volk eben nicht der Souverän: Nur Allah ist berechtigt, Gesetze zu schaffen. Jeder Teilnehmer an einer nicht dem Schariavorbehalt unterliegenden Wahl wird daher zum Ketzer (mušrik). Die radikale salafistische Seite At-Tawhid wal-Ikhlas bat ihre muslimischen Leser 2010 mit der Abhandlung Der Schirk der Wahlen am Wahltag zu Hause zu bleiben, jedenfalls den Sündenpfuhl namens Wahlbüro und Wahlkabine zu meiden. Glaubensbewegt ruft sie zum Boykott der nichtislamischen Gerichtsbarkeit auf: Der Schirk des Urteilsgesuchs bei einem Kufr-Gericht.[8]

Dass jeder, der bewusst Schirk begeht, dem Unglauben (kufr) dient und eigentlich bereits ein Ungläubiger (kāfir) ist, ein Islamapostat, versteht sich von selbst. Der Abtrünnige (murtadd, zu: Apostasie, ridda) hat drei Tage Zeit, seine Meinung zu ändern, bevor er aus dem harmonischen Miteinander auf Dauer zu entfernen ist (getötet werden muss). Purify ist das Säubern der Gesellschaft von unislamischen Elementen, was seit den Tagen des Propheten den Mord integriert.

Die Hanbaliten sind die zahlenmäßig kleine, auf der arabischen Halbinsel vertretene Rechtsschule (maḏhab, Pl.: maḏhāhib), die nach dem im Jahre 855 verstorbenen Ahmad ibn Hanbal benannt wird. 855 ist für Salafisten das Datum, ab dem keine schariarechtlichen Änderungen mehr akzeptiert werden. Da sie Hanbals Gedanken fortsetzten, werden die Altväter des Islamismus Ibn Taimīya (1263–1328) und al-Wahhāb (1703-1792) berechtigt als vormoderne Salafisten beschrieben.

Wie der letzte Rechtgeleitete, Ahmad ibn Hanbal es vorlebte, werden von den heutigen Salafisten die drei (anderen, großen) sunnitischen Rechtsschulen als überflüssig zurückgewiesen. Statt von Rechtsschule sprechen Salafis auch lieber vom islamischen „Standpunkt“, Minhadsch (minhāǧ, der einfache, klare Weg, aṭ-ṭarīq al-wādiḥ as-sahl) oder, nahezu synonym, vom Manhadsch (manhāǧ, der einfache, klare Weg und die Sunna). Die Prophetenbegleiter brauchten schließlich keiner Rechtsschule zu folgen, und ihre verwehenden Fußspuren gilt es heute, als Muslim getreu nachzuschreiten auf dem theologischen „Standpunkt der Gefährten“ (al-manhāǧ aṣ-ṣaḥāba).

Manhadsch ist Sunnagehorsam und Scharialehre, SalafiMedia sagt: Der Dīn des Islām und seine Methode.[9] Pierre Vogel bezieht sich regelmäßig auf den Begriff vom Manhadsch.[10] Ganz schlicht, einfach (sahl, easy) reden Salafisten über sich selbst als Muslime.

Solange die Islamverbände, von DITIB über Millî Görüs (IGMG) bis zum VIKZ, die Scharia nicht überwunden haben, sprich: abgelegt haben, so lange ist das gottesfürchtig-traditionsbewusste Selbstverständnis und jugendbewegt revolutionäre Lebensgefühl einer erneuerten ḥanbalīya, der in aller Genauigkeit erneuerten hanbalitischen Rechtsschule, der authentische Islam.

Und um nichts anderes als um die aktualisierte Hanbaliya handelt es sich bei dem, was in aller Welt ganz verlegen „Salafismus“ genannt wird. Der Revivalismus oder Salafismus IST der eigentliche Islam, und muslimischer Nichtsalafist ist nur ein anderes Wort für denjenigen, der seine Scharia vernachlässigt, das Gegenteil jedenfalls müssten Muslimbrüder und Erbakan-Anhänger, ZMD und Islamrat uns erst noch beweisen.

4. Der Taghut, der Götze

Was in vorislamischer Zeit schlicht Gottheit bedeutete und im ältesten Islam nichtfigürlicher Götze, Taghut (ṭāġūt, Pl. ṭawāġīt), verwandelte sich für Ayatollah Chomeini ebenso zu einem institutionellen, vornehmlich administrativen Dämonen wie für den türkeistämmigen Gründer der Bewegung Kalifatstaat (Hilafet Devleti), Cemaleddin Kaplan.[11] Ob Gerichtsbarkeit oder Stadtverwaltung, Bildungsministerium oder Erziehungsberatung, für Chomeini und Kaplan war das alles ṭāġūt, Götze, und wurde jeder Nutzer dieser Angebote zum Götzendiener.

In Sure 4:76 ermuntert der Schöpfer und Ernährer des Universums seine Parteigänger zum Kampf „auf dem Wege Allahs“ (fi s-sabīlu l-Llāh) gegen die Lobbyisten Satans:[12]

These who believe fight in the way of Allah and those who disbelieve fight in the way of the devil. Fight then against the friends of Satan;

Die anonym betriebene, dezidiert wahhabitische Seite Aṣlud-Dīn al-Islāmī konnte sich auf das Buch der Bücher berufen und den Koran heranziehen, als sie im Kapitel Der Taghut die in Deutschland wohnhaften Muslime zum engagierten Kampf gegen den Götzen aufrief:[13]

Die da glauben, kämpfen für Allāhs Sache, und die nicht glauben, kämpfen für die Sache des Tāghūt; darum kämpft gegen die Anhänger des Satans! Wahrlich, die List des Satans ist schwach. (4:76)

Und in jedem Volk erweckten Wir einen Gesandten (, der da predigte): „Dient Allāh und meidet den Tāghūt.“ Dann waren unter ihnen einige, die Allāh leitete, und es waren unter ihnen einige, die das Schicksal des Irrtums erlitten. (16:36)

Und diejenigen, die den Tāghūt anzubeten scheuen und sich zu Allāh wenden – für sie ist die frohe Botschaft (bestimmt). (39:17)

Dieselben Gottesfürchtigen lassen uns wissen, dass es der Stifter des Wahhabismus selber war, Muḥammad ibn ‚Abd al-Wahhāb (1703-1792), der den beschworenen Glauben (al-imān) an Allāh als den zweiten Schritt definiert, dem der erste Schritt, dein kufr (Unglauben (!)) an den ṭāġūt, vorausgehen muss, dein Abschwören aller Götzendienerei.[14]

Du musst ungläubig sein (to reject taghut, den Götzen verwerfen), um sicheren Halt zu haben, um glauben zu können. Wie Allah im Koran (2:265) feststellt:[15]

The right course has become clear from the wrong. So whoever disbelieves in Taghut and believes in Allah has grasped the most trustworthy handhold with no break in it.

Abu Hamzah al-Afghani (risalatun.com) erschafft in seiner Abhandlung Die Religion aller Propheten: Die Lossagung vom Taghut, für den Suchbegriff Taghut gibt es auf 104 Seiten 328 Treffer, eine regelrechte Wissenschaft vom Abschwören auf den Götzen.[16] Wer oder was in der heutigen Zeit unter Götze zu verstehen ist, überblickt der salafistische Ideologe:

Die Führer der fehlgeleiteten Religionen, wie zum Beispiel die Rabbiner und die Priester des Juden- und Christentums.

Begriffe wie Menschenrechte, das Volk, Vaterland, Nationalismus usw. wenn sie neben Allah zu Angebeteten genommen werden, wie wir es oft sehen.

Derjenige, der Gesetze an Stelle Allahs beschließt. D. h. er verändert die Gesetze Allahs, indem er die Menschen dazu verpflichtet, seinen eigenen Gesetzen zu folgen, die ihm der Satan eingegeben hat.

Derjenige, der mit einem anderen Gesetz als mit dem Gesetz Allahs regiert, also einem anderen als der Schari’a Muhammads, auch dann, wenn er selbst diese Gesetze nicht erfunden hat.

Derjenige, den sich die Menschen an Stelle Allahs zum Richter nehmen.

Die Demokratie, quasi die Götze unserer Zeit, sowie ihre Teile und Einrichtungen. So z. B. die Verfassung, das Mehrheitsrecht, das Parlament usw. Bei all diesen Dingen wird das Recht der Gesetzgebung dem Volk übertragen, wobei es das alleinige Recht des Schöpfers ist.

Die UNO, der Internationale Gerichtshof und was es sonst noch an Dingen gibt, die dem Islam in seinen Grundzügen widersprechen.

Zu den häufig angebeteten Tawaghit gehört auch der menschliche Verstand, wenn er zum Angebeteten neben Allah genommen wird. Indem man allem folgt, zu dem er aufruft, selbst dann, wenn dies dem Willen Allahs widerspricht. … In Wirklichkeit liegt das Problem in ihrem niederen und fehlerhaften Verstand. Der richtige Weg hingegen ist der, den die Salaf einschlugen als sie sagten: WIR HÖREN UND GEHORCHEN. Der Weg der Salaf ist, den qur’anischen Text so zu akzeptieren, wie er ist – ohne ihn zu verdrehen.

Soweit zu Abu Hamzah al-Afghani, der allerdings selbst unter Salafisten umstritten ist und bei Q&S (Quran & Sunna, ahlu-sunnah.com) als „Übertreiber“ und Takfiri (jemand, der andere voreilig zu Ungläubigen erklärt) gehandelt wird.[17]

5. Das salafistische Doppelprogramm: Reinigen und Erziehen (at-taṣfīya wat-tarbīya)

Im ersten Schritt gilt es, gleichsam eine Säuberung vorzunehmen, alles Unislamische auszumerzen (taṣfīya), dann aber sind die Muslime im Sinne der Scharia zu Sitte und Anstand, zu rufen, zu Zucht und Ordnung (tarbīya).[18]

Der salafistische Vordenker Muhammad Nasiruddin al-Albani (1914-1999) wählte dieses programmatische Reinigen und Erziehen (at-Tasfiyya wat-Tarbiyya, purification and education) als Titel einer seiner Schriften.

Zwei propalästinensische, an Uthaimin, Bin Baz und al-Albani sowie am US-amerikanischen Konvertiten und Missionar Yusuf Estes (http://yusufestes.com/) orientierte Studenten aus Südostasien geben sich die typisch salafistischen, mit Abu beginnenden Kampfnamen Abu Nashiruddin (Abū Nāṣiru d-Dīn) und Abu Abdul Rahman und nennen ihren Internet-Blog Tasfiyyah wa Tarbiyyah, Purify-Educate.[19]

Wenn ein amerikanischer Salafist und Fernsehprediger malaysische Studenten der Agrarbiologie und der Mathematik („Konfession: manhaj Salaf Al-Ummah“, Die theologische Position der Ahnen der Umma)[20] beeinflusst, lässt sich feststellen: Allah und der Salafismus arbeiteten global. Und selbst Deutschland bleibt nicht außen vor:

Am 01.08.2008 traf der reisefreudige Yusuf Estes im norddeutschen Hannover auf den salafistischen Prediger Pierre Vogel,[21] zwei Tage später traten beide in Berlin auf.[22]

Am 20.04.2011 war Bilal Philips Ehrengast von Pierre Vogel in Frankfurt, am 29.05.2011 wird Vogel in Koblenz Abdur Raheem Green begrüßen. Philips und Green pflegen den Kontakt zu Zakir Naik, der vom indischen Mumbai aus gegen die Demokratie predigt und für al-Qaida Verständnis zeigt. Im Juni 2010 wurde Naik, dessen missionarischer Fernsehkanal Peace-TV das salafistische Weltbild unter den Muslimen Südasiens verbreitet, die Einreise nach Großbritannien und Kanada verwehrt.

Die erste an Medinas frühmittelalterlicher Urgemeinde ausgerichtete Moschee Lateinamerikas ist mit dem Centro Salafi de Méjico entstanden,[23] unter den fünf vertrauenswürdigsten Gelehrten (‚ulamā, Sg. ‚ālim) finden sich die Scheiche Uthaimin, Bin Baz, al-Albani und al-Fauzan.[24]

In Deutschland werden Texte von Uthaimin und Bin Baz auch durch Muhamed Seyfudin Ciftci (Braunschweig) vertrieben.[25] Tasfiyyah and Tarbiyyah, Purify and Educate bedarf der Handlungsanweisung; sofern der Koran nicht eindeutig vorgibt, was sauber und was schmutzig ist, wird es dem Gläubigen deswegen mit dem Werkzeug des islamischen Rechtsgutachtens (fatwā) verdeutlicht.

Der salafistische Scheich Ciftci (Islamisches Bildungs- und Kulturzentrum Braunschweig (IBKB e. V.), bis März 2011 Einladung zum Paradies e. V. (EZP), Internet-Scharialehrstätte ISLAMSCHULE, der aus dem EZP-Verlag entstandene Moschee-Verlag http://www.moscheeverlag.de) beantwortete 2010 auf seiner mittlerweile stillgelegten Seite ISLAM-FETWA: Islamische Rechtsgutachten (http://islam-fetwa.de/) Fragen wie „Ist es erlaubt, das Fleisch der Nichtmuslime zu essen?“ (fatwā Nr. 0042). Wenn das Tier von einem Atheisten geschlachtet worden ist oder wenn das Tier nicht geschächtet wurde, darfst du das Fleisch nicht essen. „Ist Red Bull ḥalāl?“ (Nr. 0067). In kleinen Mengen genossen, steht das besagte Erfrischungsgetränk deinem Einzug ins Paradies nicht entgegen.

Fatwa 0016 betrifft die Ehe, wozu der Braunschweiger im Hier und Jetzt die Meinung der unbegreiflichen Gottheit feststellt:

Im Islam gilt man als verheiratet, sobald der Vater des Mädchens zugestimmt hat, der Bräutigam es vor den Zeugen akzeptiert und die Brautgabe zahlt: Damit ist die Ehe in Kraft gesetzt und bei Allah gültig – auch ohne Standesamt!

Ciftci hat den Islam richtig verstanden, ohne Heiratsvormund kann die Jungfrau keine Ehe eingehen. Ja, ein gottloser Metzger gefährdet das Heil der Seele des fleischverzehrenden deutschen Schariapflichtigen.

Der Koran und die koranisch begründete Scharia, sagen diese Gottesfürchtigen, würden auf alle Probleme der Gegenwart die optimale Antwort bereithalten. Dieses Al-Islām huwa l-ḥall,[26] der Islam ist die Lösung, wurde den global agierenden, 1928 innerhalb des Salafismus entstandenen Muslimbrüdern politisch zum Kampfruf gegen die Gleichberechtigung der Frau und, ab 1948, gegen die allgemeinen Menschenrechte.

Zu den islamischen Erziehungsbemühungen der Moscheevereine treten die salafistischen Netzwerke in scharfe Konkurrenz um das Praktizieren des authentischen Islam, was in Deutschland bekanntlich zur Folge hat, das die drei großen Islamverbände den salafistischen Predigern von EZP (um Pierre Vogel) oder Die wahre Religion (DWR, um Ibrahim Abou-Nagie) den Zutritt zu ihren Moscheen verweigern. Wo sich allerdings hunderte oder sogar tausende von jungen Muslimen an einer salafistischen Kundgebung begeistern, ist jeder Verbandsislam für ein paar Stunden oder auch Tage abgemeldet.

Dass die Salafisten den Islam falsch verstanden hätten, lässt sich ohnehin nicht sagen, denn ihre Gelehrten haben in Saudi-Arabien die Scharia studiert und ihre Getreuen bemühen sich beeindruckend, die Vorgaben des Koran und der Gelehrten der Zeit vor dem Jahre 855, dem Todesjahr Ibn Hanbals, genau einzuhalten.

Für freiheitliche Demokraten ist wichtig, zu erkennen, dass der ernst genommene Koran der Frau eine erniedrigte Rolle zuweist. Das ist vielleicht die wichtigste Aufgabe, die wir säkularen Staatsbürger im Umgang mit „den Muslimen“ haben: Auf das Märchen von der gerechten Behandlung der Frau im Islam nicht herein zu fallen.

Denn einerlei, ob wir eine Gesellschaft nach den Vorstellungen von Ayatollah Chomeini, Necmettin Erbakan oder Scheich Bin Bāz bauen, ob die in Theorie und Theologie salafistische Muslimbruderschaft (MB) an der Politik beteiligt werden soll, die in Deutschland (nicht in Dänemark) verbotene Hizb ut-Tahrir („Befreiungspartei“)[27] oder die urgemeindlich ausgerichtete Missionsbewegung um Ibrahim Abou-Nagie oder Pierre Vogel: Die Frau im Islam ist ein emotional herabgewürdigter und juristisch diskriminierter Mensch, ein Mensch zweiter Klasse.

Solange die Scharia nicht abgelegt ist, können wir zwar die Muslime als Staatsbürger und Stadtbürger integrieren, nicht aber ihren Islam.

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

Kein DITIB- oder VIKZ-Imam kann sich theologisch grundsätzlich vom reisefreudigen Pierre Vogel und seinem Begleiter Muhamed Seyfudin Ciftci distanzieren oder die beiden Altmeister des deutschen Salafismus, Muhammad Ahmad Rassoul (Köln) oder Hassan Dabbagh (Leipzig) als Menschen bezeichnen, die den Islam falsch verstanden hätten. Islamverbandsfunktionäre und nichtmuslimische Aktivisten des Dialogbetriebs nutzen daher die ärgerlich vorlauten jungen Straßenmissionare für ihren Machtausbau: Pierre Vogel taugt ihnen bestens als böser Bube und Mainstream-Vertreter eines irgendwie kritikwürdigen „Salafismus“, dem man die leuchtenden Vorbilder Lamya Kaddor (Dinslaken) und Bajrambejamin Idriz (Penzberg) gegenüberstellt. Tatsachennah auszusprechen, dass Vorzeigepädagogin und Wissenschaftsfeindin Kaddor („Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“) oder IESH-Fernstudent Idriz selbst engagierte Salafisten sind, würde die dialogische Harmonie allerdings stören. Die deutschen Islamverbände haben keine andere Scharia im Programm als Pierre Vogel und seine so genannten Salafisten.

Die derzeitige, von Kirchen und Bürgermeistern wie versehentlich mitgetragene Islamverteidigung lautet daher sinngemäß: „Wenn du gegen das Kopftuch und die Scharia argumentierst, stellst du Toleranz und Koexistenz in Frage und schürst künftige, ethnoreligiös begründete Gewalt.“ Dabei wird übersehen, dass in der säkularen Republik gar keine Religionsvölker leben, sondern Individuen, die dem Schutz des gleich behandelnden Grundgesetzes unterstehen und eben nicht dem „Schutz“ der ungleich behandelnden (diskriminierenden) Scharia. Auch ein schariabasiertes Personenstands- und Familienrecht wird immer gegen AEMR und GG verstoßen. Und um nichts anderes als um die durchgesetzte Rechtsverschiedenheit geht es dem politischen Islam, der in seinem gespaltenen „Kern“ dabei die Deklassierung der Frau erstrebt, emotional wie juristisch.

Den Charakter einer Rechtsreligion zu verstehen, fällt Europäern, die von bis zu vier oder fünf Jahrhunderten der Säkularisierung profitieren (Renaissance, Aufklärung, universelle Wissenschaftlichkeit, Psychoanalyse, Totalitarismuskritik), offensichtlich schwer. Man frage einen Bundesbürger zu den Begriffen Standesbeamter, Rechtssachverständiger und Familienrichter und wird eine einigermaßen vernünftige Antwort bekommen, doch es wird wohl kaum ein Befragter einen Zusammenhang zum Spirituellen oder zur „Religion“ herstellen. Dass aber Absolventen des salafistischen, dem europäischen Zweig der Muslimbrüder zuzurechnenden IESH (Château-Chinon) wie Amir Zaidan (Kamel-Fatwa) oder Bajrambejamin Idriz (Penzberg; Projekt ZIE-M) oder dass ein Scheich wie Muhamed Seyfudin Ciftci, der an der islamischen Universität zu Medina studierte, eine Ausbildung eben zum Rechtssachverständigen, Standesbeamten und Familienrichter durchlaufen haben könnten und für ihre Getreuen eine parallele Rechtsordnung durchzusetzen wünschen, überfordert unsere zum „Dialog mit dem Islam“ aufrufenden Kleriker und Politiker möglicherweise immer noch.

Der Salafismus als die Speerspitze des Gesamtislam ruft dazu auf, sich aus der kulturellen Moderne zurückzuziehen und erstrebt die Zerspaltung der Bevölkerung in Nichtmuslime und Muslime, was der Dhimmitude (Apartheid) des Kalifats zwar bestens entspricht, was wir als säkulare Staatsbürger jeder Religion, Ex-Religion oder Nichtreligion jedoch im Sinne der zu bewahrenden Rechtseinheitlichkeit verhindern dürfen.

Muslime sind keine Spezies, keine Sorte Mensch, in Deutschland leben keine Christenbürger und Muslimbürger, sondern Staatsbürger und Stadtbürger.

7. Die Erklärer des Weges. Mit Abdullahi Ahmed an-Na’im, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

Die Scharia als ein abgestuft privilegierendes (mehrstufig diskriminierendes) Recht ist im Sinne universell gedachter Menschenrechte nicht reformierbar. Gleichwohl gibt es eine starke Lobby, die bestrebt ist, die Scharia in unser Recht zu implementieren.

Dabei sehen die einflussreichen Islamisten (einstweilen) vom schariatischen Strafrecht ab, von den Körperstrafen wie Steinigung und Auspeitschung, und reden von einer angeblichen Menschenrechtskompatibilität und Grundrechtsverträglichkeit des familienrechtlichen Teils der Scharia.

Unterschlagen wird, dass die Scharia ihrem Verständnis nach gar nicht teilbar ist, sondern ein kohärentes Gefüge bildet. Einzelne Teilgebiete des Islamischen Rechts außer Kraft zu setzen hieße, Allah den Mund zu verbieten. Wer also die ungeschmälerte islamische Eheschließung (nikāḥ) fordert, hat den Wali Mudschbir (walī muǧbir, Heiratsvormund mit Berechtigung zum Zwang) und die Pflicht zum weiblichen Schleier (ḥiǧāb) ebenso im Sinn wie die Legalisierung des islamischen Erbrechts, das nach Allahs Weisheit der Tochter genau halb so viel Erbe zubilligt wie dem Sohn.

Das Strafrecht mag etwas später hinzukommen. Die der Muslimbruderschaft nahe stehende Salafistin Eva el-Shabassy aus Aachen-Richterich etwa,[28] eine deutsche Grundschullehrerin, preist den Wert der Ehe und billigt für Ehebrecher die in der Scharia angeordnete Konsequenz, die Steinigung.

Einer der deutschen Vorreiter der Werbung für das Islamische Recht ist der Erlangener Jurist Dr. Mathias Rohe, der im Jahre 2009 als Gutachter im ersten Prozess um den Berliner Gebetsraum (Diesterweg-Gymnasium) tätig sein durfte. Rohe ist Verfasser von Das islamische Recht: Geschichte und Gegenwart.[29]

Tilman Nagel äußerte sich am 07.11.2009 in der Neuen Zürcher Zeitung (Lohn und Strafe im Diesseits und Jenseits) zu der von Mathias Rohe verschwiegenen Kopplung des irdischen Schariarechts mit dem vermeintlichen Verbleib in Hölle oder Paradies.[30]

Der staatsgründende Anspruch des Islamischen Rechts wird auch bei der Schariadiskussion unterschlagen, die uns der amerikanische Jurist Abdullahi Ahmed an-Na’im empfiehlt,[31] der eine teilweise Verträglichkeit der Scharia mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte entdeckt haben will. Die renommierte Emory School of Law scheint sich den aufregenden und vor allem lukrativen Forschungsgegenstand der Schariaimplementierung nicht entgehen lassen zu wollen. Das Islamische Recht duldet nicht, dass jemand den Islam verlässt. Die Scharia verbietet es einer Muslima, einen Nichtmuslim zu heiraten. Abdullahi Ahmed an-Na’im war geschäftsführender Direktor des Afrikabüros der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.

Human Rights Watch (HRW) ermahnt den Irak dazu, die Scharia einzuhalten, damit Homosexuelle nicht mehr so oft misshandelt oder ermordet werden.[32] Zur Frage, ob die Scharia für die zwischen Tigris und Euphrat gelebte Schwulenfeindlichkeit nicht vielmehr ursächlich ist, schweigt die Organisation.

Human Rights Watch ehrt einen korantreu arbeitenden „Schariawissenschaftler“ aus Saudi-Arabien.[33] Im Namen der Menschenrechte (welcher?) fordert HRW nicht weniger, sondern mehr Islamisches Recht, denn nicht die Normen von Sunna und Scharia sind für HRW „despotisch“, sondern Saudi-Arabiens Justiz.

Faktenfern wird uns nahe gelegt, dass die auf Ungleichbehandlung der Dhimmis und Frauen beruhende Scharia „flexibel“ oder „wandelbar“ sei und von untreuen Richtern lediglich missbraucht werde („auf Grund rigider Interpretationen des Islamischen Rechts“). Wenn sie sich erst ein wenig gewandelt habe, so scheint man bei HRW zu hoffen, sei die mehrstufig diskriminierende Scharia mit den Standards der AEMR schon in beste Übereinstimmung zu bringen. Mittendrin im globalisierten Schariaverharmlosen: Professor an-Na’im aus Atlanta, Georgia.

Die Lobbyisten des Islam fordern überall auf der Welt mehr Islam, mehr Hidschab und weniger Gleichberechtigung der Frau. So weiß auch der bosnische Großmufti, dass der Ansatzpunkt der ersehnten Rechtsspaltung das Schambesetzte, Sexuelle und Familiäre ist, zugleich die islamische Deklassierung der Frau:[34]

f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;

Mustafa Cerić[35] war am 27.10.2007 Ehrengast der von den Laiendominikanern Thomas Lemmen und Ehefrau Melanie geprägten Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG)[36] und erhielt am 22.11.2008 im Beisein von Wolfgang Schäuble einen Preis der christlichen Eugen-Biser-Stiftung.[37]

Der bosnische Salafist und Großmufti ist Mitglied im European Center for Fatwa and Research (ECFR), einem Netzwerk, das der Muslimbruderschaft zuzurechnen ist und von Yūsuf al-Qaraḍāwī geführt wird.

Die beiden Ideologen der Muslimbrüder, Saiyid Quṭb (1906-1966; Milestones)[38] und Yūsuf al-Qaraḍāwī (The Lawful and Prohibited in Islam)[39] sind dem Stadtstaat von Medina und den rechtschaffenen Vorfahren, den salaf aṣ-ṣāliḥ verpflichtet und damit als Angehörige des islamischen Revivalismus zu beschreiben, als Salafisten. Von Indonesien bis Kanada, das Vorbild der Muslimbruderschaft oder die MB selbst spielt für die Arbeit an der Legalisierung des Islamischen Rechts und für das weltweite Anwachsen der islamischen Gegenmoderne eine ganz zentrale Rolle.

Wir können Bilanz ziehen und die gesellschaftliche Aufgabe erkennen.

Fazit, erstens: Urgemeindlich, „salafistisch“ argumentierende und praktizierende Muslime wie Pierre Vogel oder Tariq Ramadan haben den Islam nicht falsch verstanden. Zweitens: Wo kein säkularer Islam erwünscht ist, ist der Islam durch Demokraten auch nicht zu integrieren.

Unsere Aufgabe: Wir dürfen nicht zulassen, dass die Einheitlichkeit des gleich behandelnden Rechts außer Kraft gesetzt wird, auch nicht mit einer Begründung von Religion oder Tradition.

So sehr uns gründliche Argumente muslimischer Säkularer überzeugen, überall, wo die inhumanen Werkzeuge von Scharia und Fiqh nicht abgelegt sind, gilt: Salafismus ist der heiße Mokka aus Mekka, alles andere ist Nichtislam oder kalter Kaffee.

Edward von Roy

[1] „Das Thema dieser Arbeit ist aus zwei Gründen von höchster Wichtigkeit: Erstens handelt es sich hier um einer der wichtigsten Fundamente des Islams, nämlich die Eigenschaften von al-Wala`wa`l-Bara`, die die zwei Hauptvoraussetzungen für den wahren Glauben sind: al-Wala` ist das Zeichen für wahre Liebe zu Allah, Seinen Propheten und Seinen Gläubigen; al-Bara` auf der anderen Seite ist der Ausdruck für Feindschaft und Hass gegenüber der Unwahrheit und seinen Anhängern. Beides sind Beweise für Iman.“ Buchbeschreibung, zu: Scheich Muḥammad ibn Sa’īd al-Qaḥṭānī: »Loyalität und Lossagung im Islam. Nach der ‚Aqīda der Salaf«

http://www.scribd.com/doc/52735856/Said-al-Qahtani-Al-Wala-wal-Bara-Loyalitat-und-Lossagung-im-Islam-nach-der-Aqida-der-Salaf

[2] SPIEGEL-online, 22.09.2010 titelt: Wütende Anwohner gehen auf Galeriebesucher los. „Sie tranken Alkohol in der Öffentlichkeit: In Istanbul wurden Besucher einer Kunstveranstaltung angegriffen und verletzt. … „Sie haben uns angegriffen, weil wir auf der Straße etwas getrunken haben. Sie haben Allahu Akbar (Gott ist groß) gerufen“, sagte ein Zeuge dem privaten Fernsehsender NTV. „Wenn die Galerien nicht sofort die Rolläden heruntergelassen hätten, wäre es eine Art Lynchen geworden“, sagte der Künstler Antonio Cosentino … Anwohner reagierten empört. „Das waren die Religiösen von der Bruderschaft. Sie leben hier im Viertel“, sagte ein Verkäufer in einem Geschäft nahe der Galerie. Eine Kundin in einem Lebensmittelgeschäft sagte: „Das waren die Bärtigen. Ich lebe hier seit 60 Jahren. Das Viertel hat sich sehr verändert.“

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,719026,00.html

[3] Der stilsichere Herr am Niederrhein schätzt das saudische, rot-weiß karierte Kūfiya-Tuch: šimāġ, bei ZamZam Islamic Shop, € 9,00

http://www.zamzam-shop.de/product_info.php?info=p149_schmah—tuch-fuer-den-kopf–saudi-.html

Zamzam ist eine Quelle, die von Allah eigens dafür geschaffen worden sei, um Abrahams Zweitfrau Hāǧar und den gemeinsamen Sohn Ismā’īl vor dem Verdursten zu retten. Die Quelle mit dem als heilsam geltenden Wasser liegt in Mekka, etwas östlich der Ka’ba.

http://www.eyeoftraveler.net/up/makkah/zamzam.gif

Das Wasser der Quelle Zamzam ist Pilgern ein beliebtes Mitbringsel.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/91/Zamzambottle.jpg

[4] Tauhid

http://de.wikipedia.org/wiki/Tauh%C4%ABd

[5] Abu Talut, 05.03.1998

http://www.iol.ie/~afifi/BICNews/AbuTalut/AbuTalut4.htm

[6] Zum Schirk weiß die den Teheraner Mullahs treu ergebene Seite »al-Shia«: „Die erstgrößte Sünde von den großen Sünden ist Shirk (Vielgötterei/Polytheismus), also die Beigesellung von Göttern neben Allah.“

http://www.al-shia.de/artikel/shirk.htm

„Islamische Persönlichkeiten: Imam Khomeini, Imam Khamenei … Sayyid Hassan Nasrallah … Dr. Ali Schariati“

http://www.al-shia.de/persoenlichkeiten/index.htm

[7] Schirk

http://en.wikipedia.org/wiki/Shirk_%28Islam%29

[8] „Der Shirk des Urteilsgesuchs bei einem Kufr-Gericht“.

http://tawhidikhlas.info/index.php/2010/04/11/der-shirk-des-urteilgesuchs-bei-einem-kufr-gericht

Der Kufr der Loyalitätserklärung

http://tawhidikhlas.info/index.php/2010/04/02/der-kufr-der-loyalitaetserklaerung

Al-iḫlāṣ bedeutet absolute Ergebenheit, vorbehaltlose Treue und erfordert aus islamischer Sicht, Universum und Dasein als allahzentrisch zu begreifen sowie sein persönliches Leben tätig auf Allah zu fokussieren. Die Sure 112 trägt den Titel al-iḫlāṣ.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sure_112

[9] Manhadsch oder Minhadsch? SalafiMedia titelt Al Manhaj wal Minhaj.

„The manhaj and minhaj in it’s origin meanings Tareeq ul wadih (the clear path) for Allah says, „for each of you we made shari’ah and minhaj.“ [EMQ 5:48], the shari’ah is the deen and the minhaj is the method of that deen.“

„The minhaj is the simple clear way (Al Tareeq Al Waadih Al Sahl).“

And Imam Shawkaani said the same thing and attributed it to the linguistic scholar ibn ul Mubarrid. As far as the juristic understanding, the Manhaj is „Al Deen Al Islam and it’s method.“ Therefore, the divine manhaj is Al Islam, which means the clear and simple path with the divine Sunnah by it’s main three pillars: (i) Holding to the revelation – the Qur’an and (ii) the Sunnah, (iii) following what the companions of the messenger Muhammad (saw) used to be upon.

http://www.salafimedia.com/salafiyah/item/639-al-manhaj-wal-minhaj.html

[10] Pierre Vogel: Mein Weg zum richtigen Manhadsch

http://www.youtube.com/watch?v=IhhhLHPrn-M

Der Standpunkt der Gefährten (al-manhāǧ aṣ-ṣaḥāba)

http://www.veoh.com/watch/v160597528gkZ65KZ

[11] Innenministerium NRW, zu Cemaleddin Kaplan:

Die Anhänger Kaplans fielen in der Öffentlichkeit oft durch ihre exotische Kleidung auf. Die Männer trugen Turban, weite Mäntel und Pluderhosen, die Frauen und Mädchen meist einen schwarzen Ganzkörperschleier. Die Presse verlieh Kaplan aufgrund seiner Sympathie gegenüber der iranischen Revolution die Beinamen „Kalif von Köln“ und „Khomeini von Köln“.

http://www.mik.nrw.de/verfassungsschutz/islamismus/personen/kaplan.html

[12] Koran 4:76, übersetzt von Abdul Majid Daryabadi

http://www.islamawakened.com/quran/4/76/default.htm

[13] Der Taghut

http://islamwissen.de.tl/Der-Taghut.htm

[14] Muhammad ibn Abd al-Wahhab: „Und wisse, dass der Mensch niemals den Glauben (ìmān) an Allāh verwirklicht hat, bis er den Unglauben (kufr) gegen den Taghut vornimmt.“ Der Beiname des erwähnten legendären Widersachers der frühen Muslime „Abu Dschahl“ (abū ǧahl, Vater der Unwissenheit) verweist auf die ǧāhilīya (anglisiert Jahiliyyah), die Unwissenheit, die beim Ideengeber der Muslimbruderschaft, Saiyid Quṭb (MILESTONES) konzeptionell so wichtig werden sollte.

http://www.al-muwahidun.com/aqida/mana-attaghut_ibnabdulwahab.pdf

Jahiliyyah. Sayyid Qutb popularized the term in his influential work Ma’alim fi-l-Tariq (Milestones), with the shocking assertion that „the Muslim community has been extinct for a few centuries“.

http://en.wikipedia.org/wiki/Jahiliyyah

Qutbism

http://en.wikipedia.org/wiki/Qutbism

[15] Koran 2:256, whoever disbelieves in Taghut and believes in Allah

http://quran.com/2/256

[16] Abu Hamzah al-Afghani, 28.01.2010, bei RISALATUN: Die Religion aller Propheten: Die Lossagung vom Taghut.

http://risalatun.com/buch/Taghut%20Online-Ausgabe.pdf

[17] „Abu Hamza al-Afghani gehört zu den Übertreibern im Takfir. Auf den ersten Blick erkennt man nichts falsches auf seiner Seite und das seiner Anhänger man findet Schriften über Tawhid und andere Bücher die alle dem Manhaj der Salaf entsprechen. Doch wer diese Leute näher kennenlernt und mit ihnen über verschiedene Themen spricht erkennt ihre Abweichungen vom Manhaj der Salaf.“ Gefunden auf: »Q&S. ISLAM NACH QURAN & SUNNAH UND DEM VERSTÄNDNIS DER SALAF AS-SALIH«, Kommentator: Abu Jihad, am 31.01.2010.

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/26770-Abu-Hamza-al-Afghani

YouTube. Abu Hamza al-Afghani: Die Grundlagen des Schiitentums

http://www.youtube.com/watch?v=_XM4FABq2es

[18] It`s american! Living Like The Salaf! Postmodernes Saubermachen und Drillen direkt aus Kalifornien: at-Tasfiyah wat-Tarbiyah Magazine (Set 2008), $20.00. at-Tasfiyah wat-Tarbiyah Publications, 9852 W. Katella Ave. #276, Anaheim, CA 92804, USA. Man schätzt al-Albani.

http://store.twtpubs.com/index.php?main_page=product_info&cPath=66&products_id=198

RAMADHAN, Month Of Tarbiyah. Ramadhan is coming … perhaps it is the best time to do some changes.

http://fc05.deviantart.net/fs71/f/2010/215/a/f/ramadhan__month_of_tarbiyah__by_abuzayd.jpg

[19] Purify-Educate, Reinigen und Erziehen ist die Internetadresse, die Abu Nashiruddin und Abu Abdul Rahman ihrem Blog Tasfiyyah wa Tarbiyyah geben.

http://purify-educate.blogspot.com/2008/11/syaikh-abdul-aziz-ibn-baz-matanya-buta.html

[20] Abu Abdul Rahman studiert Mathematik und denkt den Islam urgemeindlich

http://www.blogger.com/profile/04980502288152667886

Salafisten in Nordamerika. Lehrzentren, Moscheen, Verlage.

http://www.islammexico.net/SalafiDir.htm

Mexikanische Salafisten: Mezquita „Muhammad Ibn Abdul Wahab“ Centro Salafi de México. Islam, Sunnah y Salafiyyah en español. PRIMER ORGANIZACION SALAFI DE AMERICA LATINA.

http://www.islammexico.net/

[21] Salafissimo sozusagen: Yusuf Estes trifft 2008 mit Pierre Vogel zusammen.

http://www.youtube.com/watch?v=15Heib5ShWk

[22] Estes und Vogel in Berlin

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/18175-SHEIKH-YUSUF-ESTES-UND-PIERRE-VOGEL-INBERLIN-AM-3.8.08-INSH

[23] Mezquita: „Muhammad Ibn Abdul Wahab“. Primer Mezquita Salafi en America Latina.

http://www.islammexico.net/

[24] Gelehrsamkeit für Mexiko: Uthaimin, Bin Baz, al-Albani, Fauzan

http://www.islammexico.net/ulemah.htm

[25] Ciftci bewirbt den islamischen Sexualpädagogen und Frauenversteher Scheich Uthaimin

http://www.moscheeverlag.de/product_info.php?info=p519_natuerliche-blutungen-der-frauen—neu—von-scheikh-muhammad-salih-al-uthaimien–r-a–.html&XTCsid=8debaf97b454392f6fbef7aa26ba407c

Braunschweigs kleiner Scheich Ciftci empfiehlt den großen Bin Baz

http://www.moscheeverlag.de/product_info.php?info=p51_so-hat-der-prophet–sws—das-gebetverrichtet.html

[26] Zum Islam als Universalheilmittel vgl. Seite 220, zu Kapitel 6 FN 4, („al-hall“) in: Emmanuel Sivan, Menachem Friedman: »Religious Radicalims & Politics In The Middle East«

http://books.google.de/books?id=VukXiI6cvN4C&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

[27] „Partei der Befreiung“ nenn sich eine in Deutschland verbotene, in Dänemark erlaubte Kalifatsbewegung: Hizb ut-Tahrir (ḥizba, Partei, Taḥrīr, Befreiung)

http://www.hizb-ut-tahrir.org/

DAS KALIFAT: „Hizb-ut-Tahrir ist eine politische Partei, deren Ideologie der Islam und deren Ziel die Wiederaufnahme der islamischen Lebensweise ist. Dies soll durch die Errichtung des Islamischen Staates geschehen, der die Ordnungen und Systeme des Islam umsetzt und die islamische Botschaft in die gesamte Welt hineinträgt.“

http://www.islam-projekte.com/kalifat/kalifat/_rubric/index.php?rubric=20

[28] EMMA: In NRW unterrichten Schriftgläubige

http://www.emma.de/hefte/emma-ausgaben-2004/maerzapril-2004/in-nrw-unterrichten-schriftglaeubige/

[29] Scharia angeblich reformfähig – Buchvorstellung mit Mathias Rohe

http://www.buchtest.de/blog/scharia-angeblich-reformfaehig-buchvorstellung-mit-mathias-rohe/

[30] Tilman Nagel: Lohn und Strafe im Diesseits und Jenseits, in: NZZ, 07.11.2009

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/lohn_und_strafe_im_diesseits_und_im_jenseits_1.3981865.html

[31] Prof. Abdullahi Ahmed An-Na’im, originally from Sudan, is Charles Howard Candler Professor of Law at Emory Law School. An internationally recognized scholar of Islam and human rights, and human rights in cross-cultural perspectives, Professor An-Na’im teaches courses in human rights, religion and human rights, Islamic law, and criminal law.

http://www.flw.ugent.be/cie/CIE2/an-naimcv.htm

http://els449.law.emory.edu/aannaim/

http://www.youtube.com/watch?v=Yg3hLdJLrOY

http://www.youtube.com/watch?v=N9U0fwOzPXA

[32] HRW: Doch der Human Rights Watch-Bericht zeigt auch, dass die Morde – ausgeführt auf der Grundlage von Willkür und Vorurteilen, ohne Beweise oder rechtmäßige Prozesse – die Rechtsstandards der Scharia missachten. Diese beinhalten die Forderung nach einem rechtmäßigen Verfahren, dem Nachweis der Schuld sowie dem Schutz der Privatsphäre.

http://www.hrw.org/de/news/2009/08/17/irak-morde-homosexuellen-stoppen

[33] HRW: Abd al-Rahman al-Lahim’s Gerechtigkeitssinn wird durch seinen Einsatz für jene in Saudi-Arabien deutlich, die willkürlich aufgrund dubioser Interpretationen der Scharia (Islamisches Recht) verfolgt werden. Sein beständiges Streben nach mehr Gerechtigkeit und seine gründlichen Kenntnisse der islamischen Lehre sind wertvolle Katalysatoren auf dem Weg zu einem Wandel innerhalb des despotischen saudi-arabischen Rechts.

http://www.hrw.org/de/news/2008/09/14/f-nf-aktivisten-erhalten-human-rights-watch-awards

[34] Dr. Mustafa Ceric, Grand Mufti of Bosnia-Herzegovina. A DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS BY MUSTAFA CERIC GRAND MUFTI OF BOSNIA

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

[35] Mustafa Ceric: THE CHALLENGE OF A SINGLE MUSLIM AUTHORITY IN EUROPE

http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

[36] ECFR-Scheich Cerić beim 25jährigen Jubiläum der CIG, 27.10.2007.

http://www.chrislages.de/pdf/cig_mi_2007_1.pdf

[37] ECFR-Scheich Cerić bei der Eugen-Biser-Stiftung, 22.11.2008.

http://www.eugen-biser-stiftung.de/veranstaltungen_preis0.html

[38] Sayyid Qutb: Milestones

http://web.youngmuslims.ca/online_library/books/milestones/hold/index_2.htm

[39] Yusuf al-Qaradawi: The Lawful and Prohibited in Islam

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_LP/

21 Antworten to “235. Was ist Salafismus?”

  1. AEMR statt Rechtsspaltung Says:

    Schariafreund Mathias Rohe macht die mutige Necla Kelek gemein als „Hofnärrin am Hofe der Islamhasser“ verächtlich – und importiert ungerührt und professionell die Rechtsspaltung nach dem gegendemokratischen Beispiel Malaysias, Ägyptens oder Indiens, wo die so genannten Muslime familienrechtlich bzw. personenstandsrechtlich in den Käfig der Scharia zu sperren sind.

    aus: Das ist Rechtskulturrelativismus
    Geheimkommando Scharia-Import? Die Legende vom heimlichen Umbau des Rechtssystems gehört zu den Erfindungen der Islamkritik. Der Jurist und Islamwissenschaftler Mathias Rohe antwortet auf Necla Kelek.

    http://www.faz.net/artikel/C31315/islam-debatte-das-ist-rechtskulturrelativismus-30328453.html

  2. AEMR statt Rechtsspaltung Says:

    Noch zum Begriff der Aqida

    Was ist Aqida?
    Von Schaich Salih al-Munadschid

    Preis sei Allah -der Erhabene-.

    `Aqida bezieht sich auf jene Angelegenheiten, an die man in Herz und Gemüt glaubt, und zwar mit Gewissheit und Überzeugung. Sie sind nicht mit irgendeinem Zweifel oder Ungewissheit behaftet.

    Das arabische Wort `Aqida stammt von der Wurzel `Aqada, die verschiedene Bedeutungen der Gewissheit übermittelt (Bestätigung, Bekräftigung etc.).

    Im Qur’an sagt Allah – der Erhabene – (ungefähre Bedeutung):

    „Allah wird euch für ein unbedachtes Wort in euren Eiden nicht zur Rechenschaft ziehen, doch Er wird von euch für das Rechenschaft fordern, was ihr mit Bedacht geschworen habt.

    (Bima `aqqadtum al-ayman).“ [5:89]

    Das mit „Bedacht geschworen“ umschriebene Verb ist hier `Aqqada/Ta’qid, welches dann angewendet wird, wenn man Entschlossenheit im Herzen hat. Man kann auch im Arabischen
    `Aqada’l-halb (Das Seil ist gebunden) sagen, d.h. es wurde fest gezogen.

    Das Wort I’tiqad (Glaube) wurde ebenfalls von dieser Wurzel abgeleitet. Es hat die Bedeutung „festbinden“ und „festmachen“. Der Satz A’taqadtu kadhaa (Ich glaube so und so) bedeutet: Ich bin davon in meinem Herzen überzeugt; dies ist eine rationale Überzeugung.

    Im Islam ist `Aqida eine Sache von Wissen.

    Ein Muslim muss in seinem Herzen glauben und überzeugt sein, ohne Zweifel oder Bedenken, weil Allah – der Erhabene – ihm in Seinem Buch und über Seinen Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm – von `Aqida berichtet hat.

    Die Prinzipien der `Aqida sind jene, die Allah – der Erhabene – uns zu glauben befohlen hat, so wie es im folgenden Vers (ungefähre Bedeutung) erwähnt wird:

    „Der Gesandte glaubt an das, was ihm von seinem Herrn herabgesandt worden ist, ebenso die Gläubigen; sie alle glauben an Allah und an Seine Engel und an Seine Bücher und an Seine Gesandten. Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten…
    Und sie sagen: „Wir hören und gehorchen. Gewähre uns Deine Vergebung, unser Herr, und zu Dir ist die Heimkehr.“ [2:285]

    Und ebenso in einer bekannten Überlieferung, die beschreibt, wie Gabriel zum Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihm -kam und ihn über Islam, Iman etc. fragte:
    „Der Glaube (Iman) ist, dass du an Allah, an Seine Engel, an Seine Bücher, an die Begegnung mit Ihm, an Seine Gesandten und an die Auferstehung glaubst.“

    Daher bezieht sich im Islam `Aqida auf die Angelegenheiten, die aus dem Qur’an und den authentischen Hadithen bekannt sind, und an die ein Muslim im Herzen glauben muss, in Anerkennung der Wahrheit von Allah – der Erhabene – und Seinem Gesandten – Allahs Heil und Segenauf ihm -.

    (Quelle: Scharch Lam’ah al-I’tiqad von Ibn al-Uthaimin und Al-`Aqida fi-Allah von `Umar al- Aschqar)

    aus: salaf.de

    http://www.salaf.de/swf/aqd0001.swf

    aufgegriffen gbei: Der Weg zu Allah

    http://www.weg-zu-allah.de.tl/Aqida.htm

    Eine Stellungnahme zum Thema „SALAFISMUS“ – von Scheich Hassan Dabbagh (Abulhussain)

    Scheich Dr. Hassan Dabbagh im Rahmen des deutschsprachigen Islâm-Kurses am 02.07.11 in der Leipziger Al-Rahman Moschee an alle Muslime und Nicht-Muslime

    Aqida kommt zuerst!
    Schaich Salih ibn Fawzan al-Fawzan

    Warum muss die ‘Aqidah zuerst kommen?

    Die ‘Aqidah (Glaubensinhalte) muss zuerst kommen, denn sie ist die Grundlage der Da’wah (des Rufes/der Einladung zum Islam) aller Propheten, so wie es Allah, der Erhabene, jedem Propheten, den Er zu einem Volk entsandte, auf die Zunge legte (in der ungefähren Bedeutung): „O mein Volk! Dient Allah, ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm“ [Hud (11):84]

    Die ‘Aqidah muss zuerst kommen, denn sie ist die entscheidende Trennung zwischen dem (ewigen) Verweilen im Feuer und dem Erretetsein davon. Hast du nicht die Aussage Allahs, des Erhabenen, gehört:

    „Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, dass Ihm gegenüber Schirk (Polytheismus, Ihm jemanden zur Seite Stellen) gemacht wird, doch Er vergibt das, was geringer ist als dies, wem Er will. Und wer Allah gegenüber Schirk macht, der hat wahrhaftig eine gewaltige Sünde begangen.“ [Nisa‘ (4):48]

    Schirk ist das größte der Dinge, die den Tawhid (Einheit/Einzigkeit Allahs) aufheben, und dieser (der Tawhid) ist die Grundlage für die Richtigkeit einer einwandfreien ‘Aqidah.
    Die ‘Aqidah muss zuerst kommen, denn der Schirk gegenüber Allah ist die gewaltigste Form des Dhulms (Unrecht, Unterdrückung), so wie Allah der Erhabene sagt (in der ungefähren Bedeutung): „Schirk ist wahrlich eine gewaltige Sünde/Unrecht.“ [Luqman (31):13]

    Die ‘Aqidah muss zuerst kommen, denn der einzige wahre Grund für die Differenzen und Zerstörung, die über unsere islamische Welt gekommen ist, ist die (getrübte) ‘Aqidah. Denn in der Tat ist die ‘Aqidah vieler Muslime heutzutage durch die Angelegenheiten des großen Schirks, wie der Tawaf (Umrunden) von Gräbern, das Ersuchen der Hilfe von Toten in den Gräbern und der Versuch, ihre Bedürfnisse und Angelegenheiten durch sie zu erfüllen, verdorben worden. So sind sie zu der ersten Dschahiliyyah (vorislamische Zeit der Unwissenheit) zurückgekehrt, und es ist so, als ob sie die Aussage Allahs, des Erhabenen, nicht gehört haben: „Wahrlich, die, die ihr neben Allah anruft, hören eure Bitten nicht. Und wenn sie diese auch hören könnten, so würden sie euch nichts in Erfüllung bringen. Und am Tage der Auferstehung werden sie mit eurer Anbetung von ihnen nichts zu tun haben wollen, und es gibt keinen, wie Ihn, Der Der Allwissende ist.“ [Fatir (35):14]

    Und wir warnen dich vor den (unerlaubten) Neuerungen der Sufis, die viele des einfachen Volks unter den Muslimen zu solch einem Bildungsniveau erhoben haben, dass ganze Länder diese Neuerungen institutionalisiert haben, so wie das Feiern des Geburtstages des Propheten. Und solche Neuerungen, wie das Beiwohnen der christlichen Feste, ganz zu schweigen von den Abschweifungen im Handeln und den Manieren und anderen als diese, die ihre Länder von dem Buche Allahs und der authentischen Sunnah getrennt haben, mit der Erlaubnis Allahs, des Gewaltigen und Majestätischen.

    Und hiernach, mein geliebter Bruder, haben wir die Wahrheit unserer Aussage gezeigt, dass die ‘Aqidah zuerst kommen muss.

    http://www.salaf.de/aqida/pdf/aqd0002_Aqida%20kommt%20zuerst.pdf

    50 Fragen zur Aqida

    http://www.salaf.de/aqida/pdf/50%20Fragen%20zur%20Aqida.pdf

    Was bedeutet Manhadsch?

    Manhadsch: auch bekannt als Nahdsch; Minhadsch: Der gerade und klare Weg Allahs, Der sagt:

    „Für jeden von euch haben Wir ein Gesetz und einen offenen Weg bestimmt.“ [5:48]

    Dies bedeutet, dass Allah – der Erhabene – für jede Umma (Gemeinschaft) einen klaren Weg, ein Gesetz und eine Lebensweise bestimmt hat. Für die Juden gab es die Tora als Leitung und Ermahnung, um sie zu befolgen. Ebenso hatten die Leute des Evangeliums Leitung in ihren Schriften. Ähnlich haben die Muslime ihre Gesetze im Qur’an erhalten. Obwohl die Schriften in den festgesetzten Gesetzen und Urteilen verschieden waren, so waren sie trotzdem identisch im Sinne des Konzeptes der Einheit Allahs – des Erhabenen -.

    Diese Vorstellung wird durch eine Aussage von Allahs Gesandtem – Allahs Heil und Segen auf ihm – unterstützt: „Ich stehe dem Sohn der Maria am nächsten, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits. Die Propheten sind Brüder, ihre Mütter sind verschieden und ihr Glaube ist nur einer. Es gibt keinen Propheten zwischen mir und Jesus.“ Dieser Hadith wurde von Buchari und Muslim Nr. 2365 im Kapitel: „Die Tugenden von Jesus – Friede sei mit ihm -“ gesammelt und von Abu Hurraira überliefert. Dieser Hadith deutet darauf, dass alle Propheten Allahs prinzipiell im Konzept des Monotheismus, der Einheit Allahs – des Erhabenen -, gleich waren. Jedoch in den Einzelheiten der Gesetze, können die Propheten verschieden sein. Allah – der Erhabene – sagt: „Und Wir schickten keinen Gesandten vor dir, dem Wir nicht offenbart haben: „Es ist kein Gott außer Mir, darum dient nur Mir.““ [21:25]

    Allah – der Erhabene – sagt weiter: „Und in jedem Volk erweckten Wir einen Gesandten (,der da predigte): „Dient Allah und meidet die Götzen. „“ [16:36]

    Dies spiegelt den klaren Monotheismus und die Einzigartigkeit Allahs – des Erhabenen – im Glauben wieder.

    Bezüglich der Details eines rechtmäßigen Systems muss gesagt werden, dass diese sich von Religion zu Religion unterscheiden können.

    aus: Die Aqida der ersten muslimischen Generationen
    Scheich Abdul-Qadir al-Arnawut, 09.08.1990

    http://www.salaf.de/aqida/pdf/aqd0007_Die%20Aqida%20der%20ersten%20Generationen.pdf

  3. Cees van der Duin Says:

    ——

    Zum Thema Salafismus, hier speziell zu den Da’wa-Strategen von DIE WAHRE RELIGION (DWR). September 2011: Endlich erhebt die Staatsanwaltschaft Köln Anklage gegen Ibrahim Abou-Nagie!

    Problem: Salafismus, also die hanbalitische Rechtsschule, sei nun der „falsche, böse Islam“, womit das unbegrenzt fremdenfreundlich dressierte Publikum beginnt, dem Heilsziel des „richtigen, guten Islam“ entgegen zu streben, der von Benjamin Idriz (Milli-Görüs-nah und muslimbrudernah) oder Lamya Kaddor (Aufklärungsgegnerin, Schariafreundin) nun noch erfolgreicher schul- und staatsnah vermarktet werden wird. Imamausbildung und IRU sind ein Milliardengeschäft, und auch 200 an die Saudis exportierte deutsche Kampfpanzer lassen Deutschlands Eliten noch leichter einen Lobgesang über die „im Kern friedliche Religion“ (Hans-Gert Pöttering, Horst Köhler) einstimmen. Islam rechnet sich: für wenige, dafür sehr.

    ——
    ——

    „Das sind Allahs Gesetze“
    taz, 12.09.2011

    In Köln wird erstmals der Kopf einer Salafistengruppe wegen Internetvideos verklagt. Ibrahim Abou-Nagie wird unter anderem Volksverhetzung vorgeworfen. …

    Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den islamistischen Hassprediger Ibrahim Abou-Nagie erhoben. Sie wirft dem Kopf eines salafistischen Netzwerks um die Internetplattform „Die Wahre Religion“ die öffentliche Anstiftung zu Straftaten und die Störung des religiösen Friedens vor. Laut Oberstaatsanwalt Rainer Wolf gebe Abou-Nagie „Empfehlungen“, die Gewalt legitimierten – bis zur Vernichtung Andersgläubiger.

    Ibrahim Abou-Nagie gilt als einer der führenden Personen des deutschen Salafismus, der am schnellsten wachsenden radikalen Strömung innerhalb des Islam. …

    „Sie wollen uns zu Kuffar machen, weil sie die Befehle des Satans praktizieren“, verkündet Abou-Nagie. Musik ist für ihn ebenso haram, also verboten, wie die Teilnahme am Karneval. Das islamische Rechtssystem, die Scharia, erklärt er für über weltlichen Gesetzen stehend. Auf Homosexualität steht für Abou-Nagie die Todesstrafe: „Das sind Allahs Gesetze.“ Auch verherrlicht er den Märtyrertod im „Heiligen Krieg“: „Möge Allah uns alle als Märtyrer sterben lassen.“ …

    Allerdings bezieht sich die jetzt erhobene Anklage nicht auf Zeugenaussagen, sondern einzig auf Internetveröffentlichungen. „Wir betreten Neuland“, sagte Oberstaatsanwalt Wolf der taz. Abou-Nagies deutschsprachige Internetseite „Die Wahre Religion“, seit 2005 im Netz, ist seit Montag offline.

    http://www.taz.de/Anklage-gegen-Hassprediger/!77963/

    ——

    [Claudia Dantschke sagt hier nicht, aber weiß natürlich, dass erst nach Verwerfen der Scharia ein selbstbestimmtes Leben als demokratiefähiger Muslim (säkularer Muslim) möglich ist. Gut, dass Dantschke von „totalitärer“ salafistischer Prägung oder Erziehung redet, der „Kinder und Jugendliche“ (!) ausgesetzt seien (und nachweisbar sind). Juristisch Spannend: Scharia-Islam stört den religiösen Frieden … was aus Allahs Sicht womöglich Unsinn ist, auch hätte es statt religiöser Frieden demokratischer Frieden heißen müssen.]

    Salafisten-Hassprediger muss vor Gericht
    EXPRESS, 12.09.2011

    Köln – Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den mutmaßlichen Kölner Hassprediger Ibrahim Abou-Nagie erhoben.

    „Wir legen ihm den öffentlichen Aufruf zu Straftaten und die Störung des religiösen Friedens zur Last“, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Rainer Wolf.

    Der Verdächtige betreibt von Köln aus eine deutschsprachige Internetseite. In Videos rufe er zur Gewalt gegen Ungläubige auf, erläuterte Wolf. … Ein Prozesstermin steht bislang noch nicht fest, das Gericht muss die Anklage noch zulassen.

    Ibrahim Abou-Nagie gilt als Kopf der extremistischen Salafisten-Gruppe „Die wahre Religion“. In Videos verherrlichte er den Märtyrertod im bewaffneten „Heiligen Krieg“ und bezeichnete das islamische Rechtssystem, die Scharia, als dem Grundgesetz überlegen.

    Unter anderem sagte Abou-Nagie: „Wenn jemand verheiratet ist und Unzucht begeht, der muss gesteinigt werden. Das sind Allahs Gesetze.“ In einem weiteren Video erklärte Abou-Nagie: „Möge Allah uns alle als Märtyrer sterben lassen.“ Auch hetzte er gegen Homosexuelle.

    Claudia Dantschke: … „Er macht sich selbst nicht die Hände schmutzig, aber vermittelt Kindern und Jugendlichen eine totalitäre Weltsicht und verwehrt ihnen damit ein selbstbestimmtes Leben als gläubige Muslime.“

    http://www.express.de/regional/koeln/salafisten-hassprediger-muss-vor-gericht/-/2856/10830540/-/index.html

    ——

    [vgl. diese, knapp vier Monaten ältere Quelle, April 2011. Ärgerlich wieder der irreführende Eindruck, die Salafis hätten den Islam falsch verstanden]

    Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Salafisten
    RP, 22.04.2011

    „Herr Abou-Nagie muss jetzt gehört werden. Dann wird entschieden, ob Anklage erhoben wird“, sagte Wolf. …

    Bei der Mehrzahl der deutschen Muslime gelten Salafisten wie Abou-Nagie als Extremisten, die den Islam für politische Ziele missbrauchen. …

    Auch Vogel hatte nach seiner Konversion zum Islam anfangs mit Abou-Nagie zusammengearbeitet, sich dann aber von dessen Gruppe getrennt.

    http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/justiz/Staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-Salafisten_aid_990342.html

    ——

  4. Machandelboom Says:

    ::

    Salafismus in Deutschland
    Entstehung, Radikalisierung
    und Prävention

    Tagung des
    Instituts für Islamische Theologie (IIT)
    an der Universität Osnabrück
    vom 25.-26. Januar 2013

    http://idw-online.de/de/attachmentdata24769.pdf

    ::
    ::

    Samstag, 26. Januar 2013

    Prof. Dr. Dietrich Helms
    Dekan Universität Osnabrück

    Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke
    Projektleiterin am Institut für Islamische
    Theologie, Universität Osnabrück

    Prof. Dr. Bülent Uçar
    Direktor des Instituts für Islamische Theologie,
    Universität Osnabrück

    Yilmaz Kılıç
    Vorsitzender DITIB Niedersachsen/Bremen

    Avni Altıner
    Vorsitzender Schura Niedersachsen

    Einführungsrede

    PD Dr. Benjamin Jokisch, Berlin

    Prof. Dr. Sami Zemni
    Universität Gent (Belgien)

    Die Rolle des Salafismus im Arabischen Frühling
    am Beispiel Ägyptens und Tunesiens
    The Role of Salafism in the Arab Spring: The
    Examples of Egypt and Tunisia

    Freitag, 25. Januar 2013

    PANEL I
    Religionswissenschaftliche Hintergründe des
    Salafismus – Begriffserklärung, Entstehung,
    Vordenker, Verhältnis zum Mehrheitsislam
    Leitung: Prof. Dr. Hüseyin I. Çınar
    Universität Osnabrück

    Prof. Dr. Abdurrahim Kozalı
    Universität Osnabrück
    Bedeutung von Salaf und Salafismus

    M.A. Bacem Dziri
    Universität Osnabrück
    Der Salafismus in innerislamischer Selbstund
    Fremdverortung

    M.A. Moussa Al-Hassan Diaw
    Universität Osnabrück
    Jihadisten und Takfiris im 20. Jahrhundert

    PANEL II
    Salafismus in Deutschland – seine Prediger
    und Anhänger
    Leitung: Prof. Dr. Rauf Ceylan
    Universität Osnabrück

    Claudia Dantschke
    Zentrum Demokratische Kultur, Berlin
    Radikalisierung von Jugendlichen durch salafistische
    Strömungen in Deutschland

    Dipl. Soz.-Wiss. Karim Moustafa
    Universität Osnabrück
    Was macht die Attraktivität des sogenannten
    „Salafismus“ in Deutschland aus? Eine
    empirische Untersuchung

    PANEL III
    Radikalisierungsfaktoren bei jungen Muslimen
    Leitung: Prof. Dr. Roland Czada
    Universität Osnabrück

    Prof. Dr. Rüdiger Lohlker
    Universität Wien
    Salafismus und Radikalisierung – zwischen
    Realität und Fantasie

    Dirk Baehr
    Doktorand Universität Bonn und Blogger
    Radikalisierungsfaktoren anhand von Fallbeispielen
    aus dem jihadi-salafistischen
    Milieu

    Prof. Dr. Sabine Damir-Geilsdorf
    Universität Köln
    Politische Identitätsbildung als Radikalisierungsfaktor
    bei jungen Muslimen

    Diskussion
    Verhältnis von Salafismusprävention und
    Islamfeindschaft
    Leitung: Dr. Michael Kiefer
    Düsseldorf/Osnabrück

    Dr. Marwan Abou-Taam
    Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

    Emine Oguz
    DITIB Niedersachsen/Bremen

    Dr. Ali Özgür Özdil
    Direktor des Islamischen Wissenschaftsund
    Bildungsinstituts e.V. Hamburg

    Prof. Dr. Marco Schöller
    Universität Münster

    Kay Sokolowsky
    freier Journalist

    Hans-Werner Wargel
    Präsident der Landesverfassungsschutzbehörde
    Niedersachsen

    – – –

    Resümee und Abschluss

    Prof. Dr. Rauf Ceylan
    Universität Osnabrück

    ::

  5. Bragalou Says:

    Belgien 2013 – eine Pro-Scharia-Partei, massenhafte Raubüberfälle durch junge Einwanderer, Antisemitismus, epidemische Gruppenvergewaltigungen. Die explosive Situation in Belgien beschreibt Soeren Kern.

    Nachdem Mitglieder der neugegründeten Islam Partei gelobt hatten, die islamische Scharia in Belgien einzuführen, legten Mitglieder des Parlaments einen Gesetzesentwurf vor, der die Machtbefugnisse von muslimischen Extremisten einschränken soll, die in ein Amt auf lokaler oder nationaler Ebene gewählt werden und sich vom politischen Mainstream entfernen. …

    Der Gesetzesentwurf, der derzeit zur Unterschrift für andere belgische Parlamentsabgeordnete bereitliegt, geht davon aus, dass ultrakonservative Muslime, die in ein öffentliches Amt gewählt werden, für die Amtsführung von Gremien in Städten und Gemeinden nicht geeignet seien und des Amtes enthoben werden müssen.

    Destexhe sagte, die Maßnahme sei erforderlich, da muslimische Politiker in Belgien isolierte Gemeinschaften und Parallelgesellschaften schüfen. Er sagte weiter: „Die Mitglieder der Islam Partei weigern sich, Frauen die Hand zu schütteln. Sie wollen öffentliche Verkehrsmittel und andere öffentliche Räume nicht zusammen mit anderen nutzen. Sie propagieren die Heirat und das Tragen von Schleiern für 12jährige Mädchen, gestützt auf islamische Gesetze.“

    Destexhe fügte hinzu: „Mitglieder der Islam Partei haben sich geweigert, Françoise Schepmans, der Bürgermeisterin von Molenbeek, einem vornehmlich muslimischen Viertel in Brüssel, die Hand zu geben. Ich glaube, manche Leute verstehen nicht, wie ähnlich dieses Verhalten dem der extremen Rechten ist, und wie sie ihre eigene isolierte Gemeinschaft schaffen.“ …

    Die parlamentarische Initiative ist eine Reaktion auf Lhoucine Aït Jeddig und Redouane Ahrouch, beide Mitglieder der Islam Partei, die im Oktober 2012 Sitze in zwei stark islamisierten Stadtteilen von Brüssel, Molenbeek-Saint-Jean und Anderlecht, gewonnen hatten.

    Während einer Pressekonferenz zu den erfolgten Wahlen in Brüssel am 25. Oktober, sagten die zwei Ratsherren, die am 3. Dezember offiziell eingeschworen wurden, dass sie ihre Wahl als Schlüssel zur Durchsetzung der muslimischen Gemeinschaft in Belgien sähen.

    „Wir sind gewählte Islamisten, aber in erster Linie sind wir Muslime. Der Islam ist mit den Gesetzen des belgischen Volkes vereinbar. Als gewählte Muslime sind der Koran und die Tradition des Propheten Mohammed unsere Grundlage. Wir glauben, dass der Islam eine universelle Religion ist. Unsere Präsenz im Stadtrat eröffnet uns die Möglichkeit, uns auszudrücken,“ sagte Ahrouch, der sich weigert, Frauen in der Öffentlichkeit die Hand zu geben oder mit ihnen in Blickkontakt zu treten. …

    Ahrouch hatte vormals eine Partei mit dem Namen „Noor: Le Parti islamique“ gegründet, die ein 40-Punkte-Programm auf der Grundlage der Scharia propagiert. Unter vielen anderen Dingen zum Beispiel:

    10) die belgische Justiz so zu modifizieren, dass sie mit den islamischen Gesetzen übereinstimmt;

    11) die Todesstrafe wieder einzuführen;

    12) Alkohol und Zigaretten zu verbieten;

    15) die Heirat von Teenagern zu fördern;

    16) Männer und Frauen in der Öffentlichkeit voneinander zu trennen;

    Ahrouch sagt offen, dass sein letztendliches Ziel – einen islamischen Staat in Belgien zu schaffen, der auf der islamischen Scharia beruht – unverändert besteht.

    In einem Interview mit Radio Télévision Belge Francophone (RTBF), dem öffentlich-rechtlichen Sender des frankophonen Teils Belgiens, sagte Ahrouch: „Die Agenda ist immer noch dieselbe, nur unser Ansatz hat sich jetzt verändert. Ich glaube, wir müssen die Leute sensibilisieren, damit sie die Vorteile begreifen, die es hat, wenn man Muslime um sich herum und islamische Gesetze hat. Und dann wird es ganz normal sein, islamische Gesetze zu haben und wir werden ein islamischer Staat.“

    (…) Viele Straftaten werden unmotivierten muslimischen Jugendlichen zugeschrieben, vor allem in den Bezirken Anderlecht und Molenbeek, wo „die Polizei jegliche Kontrolle verloren hat.“

    In Molenbeek, wo geschätzte 25% der Bevölkerung Muslime sind, hat die sich verschlechternde Sicherheitslage multinationale Konzerne gezwungen, dem Bezirk den Rücken zu kehren. So verließ beispielsweise die amerikanische Werbeagentur BBDO Molenbeek im Juni 2011, nachdem 150 Übergriffe von Jugendlichen aus dem Viertel auf Angestellte verübt worden waren.

    In einem offenen Brief an den damaligen Bürgermeister Philippe Moureaux berichtete die BBDO, dass jeder einzelne ihrer Angestellten Opfer von Verbrechen geworden sei. In dem Brief schreibt BBDO weiter: „Jugendliche, die gewaltsam unsere Taschen ausrauben. Jugendliche, die Autoscheiben einschlagen. Jugendliche, die uns verbal bedrohen und beschimpfen, so dass wir uns vor Angst nicht mehr rühren konnten. Junge Leute, die nicht davor zurückschrecken, sogar eine Pistole auf einen Kollegen zu richten.“ BBDO kritisierte Moureaux, einen Sozialisten, für seine Tatenlosigkeit aufgrund seiner multikulturellen Haltung und politischen Korrektheit.

    Im November 2012 berichtete das belgische Innenministerium, dass Gruppenvergewaltigungen im Land epidemische Ausmaße angenommen hätten. Das Ministerium sprach von durchschnittlich fünf neuen Vergewaltigungsfällen jede Woche, an denen zwei oder mehr Vergewaltiger beteiligt waren, zusätzlich zu den durchschnittlich 57 Fällen, die von Einzeltätern verübt wurden.

    Der Anstieg an muslimischer Einwanderung trägt auch zum wachsenden Antisemitismus bei. Die Hälfte aller muslimische Schüler in Brüssel seien antisemitisch eingestellt, so eine 426-seitige Studie mit dem Titel „Jong in Brussel“, Jung in Brüssel?, veröffentlicht von der Plattform für Jugendforschung.

    In einem Interview mit der belgischen Zeitung De Morgan, sagte Mark Elchardus, einer der Autoren der Studie: „Alarmierend ist, dass man sagen kann, die Hälfte der muslimischen Schüler sei antisemitisch eingestellt. Das ist eine sehr hohe Zahl. Noch viel schlimmer ist, dass diese anti-jüdische Haltung nichts mit Bildungsmangel oder sozialer Benachteiligung zu tun hat, wie es bei rassistischen Belgiern der Fall ist. Dieser Antisemitismus ist theologisch bedingt und es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Zugehörigkeit zum Islam und der antisemitischen Einstellung.“

    Elchardus’ Verbindung zwischen Islam und Antisemitismus brachte ihm eine Klage der muslimischen Aktivistengruppe „Muslimische Wachsamkeit“ (Vigilance Musulmane) ein. Die Gruppe behauptet, dass Elchardus’ Kommentare gegen Belgiens Antidiskriminierungsgesetz von 2007 verstoßen, das Diskriminierung auf der Basis von „religiösen Überzeugungen“ untersagt.

    Die Gruppe führt zudem an, dass Elchardus’ Aussagen gegen Artikel 444 des belgischen Strafgesetzbuchs verstoßen, weil sie in der Zeitung erschienen sind und daher mehrfach wiederholt und in gedruckter Form verbreitet wurden.

    aus: Kampf gegen die Scharia in Belgien

    ins Deutsche übersetzt von Grizzly, in: EuropeNews 22.03.2013
    Original: Confronting Sharia Law in Belgium
    Gatestone Institute, Von Soeren Kern

    http://europenews.dk/de/node/65813

    Confronting Sharia Law in Belgium
    by Soeren Kern
    March 19, 2013
    in: Gatestone Institute

    http://www.gatestoneinstitute.org/3624/sharia-law-belgium

  6. Bragalou Says:

    „Der Salafismus, dies wird deutlich, kommt aus der Tiefe islamischer Gl­äubigkeit. Er ist mitnichten eine sektiererische Strömung, deren Außenseiterposition von islamischer Warte aus zu bestimmen wä­re und die dann aus der Rechtgl­äubigkeit ausgeschieden werden könnte. Er ist ferner mitnichten durch irgendwelche schuldhaften Verhaltensweisen oder Handlungen des Westens verursacht worden. Er entspricht vielmehr einem Wesenszug des Islams, der in der Heilsbotschaft des Korans gründet. Dieser Wesenszug entfaltet seine Wirkungen, seitdem der Islam sich über Medina hinaus gegen fremde Hochkulturen behaupten muß. Eine auf autorit­ären, für ewig gültig erklärten Texten beruhende Botschaft, die den Anspruch erhebt, den Kosmos zu erkl­ären und das Dasein des Menschen in totalitä­rer Manier zu regeln, muß sich gegen die Zumutungen der Wirklichkeit abschirmen. Der Salafismus scheut sich nicht, diese Notwendigkeit klar auszusprechen und zur Lebensmaxime zu erheben.“

    Fulda, am 8. Juni 2013

    aus: Tilman Nagel: Was ist Salafismus

    http://bpeinfo.wordpress.com/2013/06/09/was-ist-salafismus/

  7. AEMR Says:

    ::
    Menschenrechte einzufordern ist kein Wahn von Gutmenschen, sondern liegt im Interesse aller Politik.

    Lasst die diplomatischen Floskeln!

    Neulich wurde in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) über Interessen und Werte in der deutschen Außenpolitik diskutiert. Ein Teilnehmer machte den Vorschlag, nur den „Kernbereich“ der Menschenrechte wie etwa das Recht auf Leben universell anzuerkennen, Meinungs- und Religionsfreiheit aber einzelstaatlicher Regulierung zu überlassen. Das wäre ein Freibrief für die Einschränkung der Bürgerrechte, wie wir sie heute weltweit erleben – durch Scharia-Vorbehalte, Antiterrorgesetze und Behinderung von Menschenrechtsverteidigern.

    Offenbar müssen wir über die universelle Geltung der Menschenrechte immer wieder streiten, auch zwanzig Jahre nach der Wiener „Weltkonferenz über Menschenrechte“, bei der ebendiese Geltung von allen Regierungen bestätigt wurde. … Trotzdem hört das Stöhnen über den „überfrachteten Wertediskurs“ nicht auf. …

    Nach Deutschland steht am 29. April Russland auf der Tagesordnung. Auch das wird spannend. Die russischen Verantwortlichen haben gerade im Menschenrechtsrat versucht, „traditionellen Werten“ den Schutz von Rechten angedeihen zu lassen. Nicht mehr die durch die Religionsfreiheit garantierte individuelle und gemeinsame Suche nach dem Sinn des Lebens soll geschützt werden, sondern bestimmte nationale und religiöse Traditionen. Sie sollen damit unter „Artenschutz“ gestellt werden. …

    Am heutigen Donnerstag steht Deutschland in Genf zur sogenannten Universal Periodic Review (UPR) an. Dieses Verfahren ist eine geniale Idee. Die Lage der Menschenrechte in allen UN-Mitgliedsstaaten wird periodisch überprüft und diskutiert. Es werden Empfehlungen ausgesprochen – auch an die mächtigen, vetoberechtigten Sicherheitsratsmitglieder. …

    Dieser Vorstoß ist ein Versuch, Menschenrechte ad absurdum zu führen. Genau wie ein Gesetz gegen Blasphemie, an dem das russische Parlament, die Duma, gerade bastelt. …

    Außenpolitik ist heute Gestaltung der Globalisierung und damit Weltinnenpolitik. Für diese brauchen wir Regeln. Eine der wichtigsten ist die Einhaltung der Menschenrechte. Bürgerliche, politische, soziale und wirtschaftliche Rechte zielen auf ein Leben ohne Furcht und Not. Und sie tragen zur Gewaltminderung in den zwischen- und innerstaatlichen Konflikten bei.

    Dieses Verständnis von Außenpolitik auf „Werteorientierung“ zu reduzieren, greift zu kurz – dieser Begriff verschleiert, dass die universelle Anerkennung von Rechten selber ein vorrangiges Interesse aller Politik sein muss. Für dieses Interesse einzutreten mag den Menschenrechtlern den Ruf eintragen, sie seien alle „ausländische Agenten“. Das sind sie nicht. Sie sind die Menschen, die sich aktiv dafür einsetzen, dass alle Menschen an allen Orten Träger gleicher Rechte sind. Sie handeln heute so, als gäbe es diese Rechte schon. Sie sind damit eine Macht, die der Macht in den Arm fällt, wenn es sein muss.

    von: Volmar Deile
    aus: Lasst die diplomatischen Floskeln!
    in: ZEIT 25.04.2013

    http://www.zeit.de/2013/18/diplomatie-floskeln-menschenrechte/komplettansicht

    ::
    ::
    Menschenrechte nur für Europäer und Amerikaner? Nein, sie gelten überall – auch wenn das nicht allen passt

    Im Kern geht es in der aktuellen Debatte um die Frage, ob eine „zu starke Orientierung an historischer Kontinuität und einem überfrachteten Wertediskurs“ die deutsche Außenpolitik daran hindert, „schnell und effizient auf neue Herausforderungen zu reagieren“ (so Eberhard Sandschneider, Forschungsdirektor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik), oder ob die Absage an ein vermeintliches Übermaß an Moral in der Außenpolitik auf eine unwürdige und zudem zwecklose „Diktatorenknutscherei“ gegenüber Russland und China hinausläuft (so der ZEIT-Redakteur Jörg Lau). …

    Im Hinblick auf China ist der entschiedenste Wortführer jener Richtung, die westliche Nichteinmischung in Wertefragen für ein Gebot politischer Klugheit hält, der Mitherausgeber der ZEIT, Helmut Schmidt. „Die Menschenrechte sind ein Erzeugnis der westlichen Kultur“, so erklärte der Altbundeskanzler am 2. Mai in der Sendung Beckmann im Ersten Programm des Deutschen Fernsehens. Das Beharren auf der universellen Geltung der Menschenrechte sei eine amerikanische, nicht seine Meinung. „Ich finde, dieser Drang nach Bekehrung und nach Mission ist eine sehr westliche Eigenart[…]. Ich bin dagegen, sich einzumischen in die Angelegenheiten Chinas oder Indiens oder des Irans. Ich bin dagegen, dass die westliche Kultur sich zum Fürsprecher macht […] für die ganze Menschheit und in Wirklichkeit noch nicht einmal im Auftrag von einem Bruchteil der Menschheit redet.“ …

    Zu der weltweiten Geltung dieser Rechte bekannte sich seit ihrer Gründung die Weltorganisation schlechthin. Die Charta der Vereinten Nationen, die am 26. Juni 1945, sieben Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, in San Francisco verabschiedet wurde, verpflichtete die Unterzeichnerstaaten in Artikel 1 auf die Achtung der Menschenrechte. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, von der UN-Vollversammlung am 10. Dezember 1948 angenommen, brachte dieses Postulat in die Form eines ausgefeilten Katalogs. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts verabschiedete die von den UN einberufene, von 171 Staaten beschickte Weltkonferenz über Menschenrechte in Wien im Juni 1993 eine Erklärung und ein Aktionsprogramm zur Durchsetzung der Menschenrechte, des Selbstbestimmungsrechts der Völker und der Demokratie.

    Manche neueren Einlassungen zum Thema Menschenrechte in nichtwestlichen Staaten, namentlich in Russland und China, lesen sich so, als seien die Erklärungen von 1945, 1948 und 1993 nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurden. Zwar können die UN deren Einhaltung nicht erzwingen. …

    Auf diesen nachgerade revolutionären Akt können sich seitdem Menschenrechtsaktivisten in aller Welt berufen, und sie haben dies immer wieder getan: von den Verfassern der Charta 77, des Manifests der tschechoslowakischen Dissidenten um Václav Havel, bis zu den Autoren der Charta 08, die von über 5000 chinesischen Intellektuellen und Bürgerrechtsaktivisten unterzeichnet wurde, obenan dem Hauptautor und Friedensnobelpreisträger des Jahres 2010, Liu Xiaobo, dem das Engagement für Menschenrechte, Rechtsstaat und Demokratie eine elfjährige Haftstrafe einbrachte.

    Vor diesem Hintergrund verbietet es sich, die universelle Geltung der Menschenrechte mit dem kulturrelativistischen, besonders engagiert von Helmut Schmidt vertretenen Argument zu bestreiten, weil die Menschenrechte ein Produkt des Westens seien, hätten nur diejenigen Menschen Anspruch auf ihre Einhaltung, die in westlichen Demokratien lebten, während andere Kulturkreise, darunter der chinesische, gewissermaßen strukturell nicht auf die Menschenrechte hin angelegt seien. …

    von: Heinrich August Winkler
    aus: Das Beste vom Westen
    in: ZEIT 30.06.2013

    http://www.zeit.de/2013/26/aussenpolitik-menschenrechte-westen/komplettansicht

    ::

  8. Dwarsloeper Says:

    Der – wissenschaftlich und freiheitlich demokratisch nicht zu verwendende – fromme Lobpreis (oft geschrieben s. a. s.) hinter der Nennung des Prophetennamens wird übersetzt beispielsweise mit Allah segne ihn und spende ihm Heil, der eigentliche Sinn ist umfassender:

    ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallam(a) (‏صلى الله عليه وسلم‎)

    Allah spreche zu ihm gewandt Gebete und entbiete ihm den Friedensgruß



    Allah vollziehe zu (Mohammed) hin ein Gebet und entbiete ihm den Friedensgruß

    http://books.google.de/books?id=1iz5Qvdv1_8C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false



    “Salla llahu alaihi wa-sallama!” Unter Muslimen ist es üblich, jede Erwähnung von Mohammeds Namen mit dieser Formel zu begleiten. In europäischen Übersetzungen wird sie in der Regel recht frei wiedergegeben, z. B. als: “Allah segne ihn und spende ihm Heil!” Wörtlich übersetzt lauten die Worte allerdings: “Allah vollziehe zu ihm gewandt das rituelle Gebet und entbiete ihm den Friedensgruß!”

    Den meisten Übersetzern ist die ungeheure Überhöhung Mohammeds, die in dieser Wendung liegt, offenbar peinlich, so dass sie sich Mühe geben, sie zu vertuschen, selbst um den Preis einer Vergewaltigung des Wortlautes. Wie Tilman Nagel in seinem Buch über die Geschichte des Mohammedglaubens zeigen kann, ist dieses Vorgehen mehr als fragwürdig. Ohne Einsicht in die zentrale Rolle des Propheten im Denken und in der Frömmigkeit der Muslime sei der Islam nämlich nicht angemessen zu verstehen.

    Schließlich bestätige der Koran selbst, dass es sich bei der erwähnten Formel nicht um einen verbalen Ausrutscher handle. In Sure 33, Vers 56 findet sich die Aussage: “Allah und seine Engel vollführen das rituelle Gebet zum Propheten gewandt.”

    http://www.amazon.de/product-reviews/3486585355

  9. Bragalou Says:

    Stichwort Minhadsch


    Minhaj Al-Muslim was written (in Arabic) in 1964, and was translated into this English edition in 2001. The publisher translates the book’s title as “The Way of a Muslim.” The author is proud of his work: “…it is a book which no Muslim house should be without.” He’s also quite sure of its authenticity: “I spared no effort in investigating and searching for the most sound opinion of the eminent scholars such as Imams Abu Hanifah, Malik, Ash Shafi’i, and Ahmad…” (naming the Islamic scholars behind today’s four major schools of Sunni jurisprudence). He continues, “I have not the least doubt that he who behaves in accordance with the rules of this Minhaj … actually behaves in accordance with the Shari’ah of Allah the Almighty and with the guidance of His Messenger.” (emphasis added) And now, on to some of Minhaj Al-Muslim‘s rules for this “total way of life.”

    http://umdatalsalik.wordpress.com/2012/02/27/the-minhaj-al-muslim/

  10. Machandelboom Says:

    Saleh Al-Fawzan,
    Scheich al-Fauzan

    Saleh ibn Fawzan,
    Shaykh Saalih al-Fawzaan

    hxxp://www.mohdy.name/pdfs/e110.pdf

    hxxp://www.mohdy.name/pdfs/e111.pdf

    *
    *
    hxxp://forums.islamicawakening.com/f16/shaykh-saalih-al-fawzaan-books-13475/

    http://de.wikipedia.org/wiki/Saleh_ibn_Fawzan

    Bibliography

    http://en.wikipedia.org/wiki/Saleh_Al-Fawza

  11. Edward von Roy Says:

    Politologe Hamed Abdel-Samad kenntnisreich und überzeugend:

    … In Deutschland distanzieren sich Muslime zwar von den Gräueltaten der IS-Kämpfer, doch an der Idee des Kalifats und der Geltung der Scharia für alle Zeiten halten viele von ihnen nach wie vor fest.

    Es gibt zwar einen qualitativen Unterschied zwischen einem Kämpfer, der anderen Menschen im Namen Allahs die Köpfe abschneidet und einem muslimischen Vater der seine Tochter zwingt, ein Kopftuch zu tragen, aber beide handeln aus der gleichen Geisteshaltung heraus. Beide sehen in ihren Taten die Vollendung des Willen Gottes, der weder veränderbar noch verhandelbar ist. Sich diesem Willen Gottes bedingungslos zu beugen heißt auf Arabisch „Islam“. Diese Erziehung zur Hingabe und Kritiklosigkeit gegenüber den Gesetzen Gottes ist der wesentliche Bestandteil der islamischen Erziehung, auch in Deutschland. Auch Prediger, die nicht radikal eingestuft sind, teilen die Welt in Gläubige und Ungläubige auf und reden jungen Muslimen ständig ein schlechtes Gewissen ein, weil sie die Rituale nicht einhalten und der islamischen Sexualmoral nicht folgen. Mit dem Bewusstsein eines Sünders leben viele dieser Jugendlichen in einem inneren Konflikt. Viele halten die Spannung aus, die aus diesem Konflikt entsteht, manche versuchen den Konflikt damit zu beenden, indem sie sich von der Religion verabschieden oder sich radikal salafistischen Vereinigungen anschließen. Das Projekt Dschihad ist dann die Überspitzung dieses Selbstreinigungsprozesses.

    Das Problem nur auf IS und die Scharia Polizei zu reduzieren, wäre deshalb irreführend. Die Radikalisierung junger Muslime speist sich aus mehreren Quellen: die Familie, die eine geistige Mauer zwischen den eigenen Kindern und der deutschen Gesellschaft aufbaut, indem sie die Deutschen als „Ungläubige“ bezeichnet, die Schweinefleisch essen, Alkohol trinken und Unzucht betreiben und somit unrein sind; die Islamverbände, die mit staatlicher Unterstützung mehr Einfluss auf muslimische Kinder in der Moschee und im Islamunterricht an Schulen haben und Muslime oft als Opfer darstellen. Genau diese Verbände bieten sich als Partner des Staates für Integration und Kampf gegen die Radikalisierung an. Dabei sind sie die letzten, die daran Interesse haben, dass Muslime sich in die deutsche Gesellschaft integrieren. Denn sie leben von der Kluft, die zwischen Muslimen und Andersgläubigen bzw. Nichtgläubigen immer größer wird. Genau in dieser Kluft liegt ihre Existenzberechtigung und ihr Angebot an die Muslime – vom Halal-Fleisch bis hin zum Islamic Banking.

    Drei Jahre lang saß ich mit Vertretern der Islamverbände in der Islamkonferenz an einem Tisch. Das Thema Kampf gegen Radikalisierung und Antisemitismus war eins der Themenbereiche der zweiten Islamkonferenz. Die Islamverbände haben kaum Impulse und keine Lösungsansätze für diese Probleme entwickelt, beschwerten sich sogar ständig, dass diese Themen überhaupt zur Konferenz gehören. Auch das Thema Gleichberechtigung von Mann und Frau war für sie ein Leidthema. Der Zentralrat der Muslime blieb der Konferenz fern, weil er sowohl gegen die Themenauswahl als auch gegen die Teilnahme von Islamkritikern war. In der neuen Auflage der Islamkonferenz wurden all diese Themen gestrichen, als hätte man sie alle schon gelöst. Jetzt wird nur über Islamunterricht, Imam-Ausbildung, muslimische Seelsorge und Wohlfahrtsverbände geredet: Also nur über das Geschäft. Mit dem Einfluss auf die Lehrinhalte und Lehrer in der Schule gewinnen die Islamverbände die Kontrolle über die muslimischen Kinder. Durch die Seelsorge wird ihnen Zugang zu den Gefängnissen gewährt. Mit den Wohlfahrtsverbänden ist ihnen die Kontrolle über die älteren Muslime sicher. Somit halten sie die gesamte muslimische Familie fest im Griff. Der Staat liefert die Mehrheit der Muslime diesen Organisationen aus und vertieft die Islamisierung. All das geschieht im Namen der Integration. … Die meisten dieser Verbände predigen einen konservativen Islam mit traditionellen Rollenvorstellungen. Auch wenn viele von ihnen nicht direkt zur Gewalt aufrufen, wird Dschihad prinzipiell nicht abgelehnt. … Um Spenden aus den Reihen der Migranten und aus den reichen Golfstaaten zu sichern, müssen die Verbände das Gefühl vermitteln, dass sie ein großes Pan-Islamisches Projekt anstreben und dass sie die Vorhut der islamischen Revolution seien.

    … In den 90er-Jahren spaltete sich die Sekte des Kalifat-Staates unter der Führung des Predigers Metin Kaplan in Köln von der türkischen Millî Görüş Bewegung ab. Kaplan ernannte sich zum Kalifen … Heute sind Salafisten und Dschihadisten das Ergebnis des Spagats der Islamverbände zwischen staatstragender Politik und revolutionärer Rhetorik. Bei Rhetorik bleibt es allerdings nicht immer. Zum Islamrat (Mitglied des Zentralrats der Muslime) gehört auch die Islamische Glaubensgemeinschaft Deutschlands (IGD), der deutsche Flügel der Muslimbruderschaft. Aus dem Kreis der Familien der deutschen Islamisten Samuel W. und Max P. erfahren wir, dass sich die beiden Studenten aus Sachsen erst radikalisiert hatten nachdem sie Kontakt zum islamischen Zentrum in Dresden hatten und dort einige Tage übernachtet haben. Kurz danach sind sie verschwunden und tauchten als islamische Kämpfer in Syrien auf. Das islamische Zentrum Dresden pflegt laut Verfassungsschutz beste Kontakte zu der Muslimbruderschaft.

    … Eine wehrhafte Demokratie muss neue Wege finden um der Radikalisierung junger Muslime entgegenzuwirken. … Moscheen sollten künftig nur mit staatlichen Lizenzen arbeiten. Die Moschee die Hass und Dschihad predigt muss sofort geschlossen werden. Alle salafistischen Vereinigungen müssen verboten werden. Junge Muslime, die den Weg zu ihnen suchen, müssen wissen, dass sie sich illegalen Gruppen annähern und somit strafbar machen. Die Kooperation des Staates mit den Islamverbänden sowie das Projekt Islamunterricht muss auf Eis gelegt werden, bis sich tatsächlich offene, demokratische Strukturen innerhalb dieser Verbände bemerkbar machen. …

    Quelle
    Heuchlerische Funktionäre
    DIE WELT 06.10.2014

    http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article132948842/Heuchlerische-Funktionaere.html

  12. Machandelboom Says:

    Tilman Nagel:

    Angst vor Allah?
    Auseinandersetzungen mit dem Islam

    Die veröffentlichte Wahrnehmung des Islams wird von Tabus beherrscht, die eine freimütige, intellektuell redliche Beschäftigung mit den Eigenheiten dieser Religion und mit den Machtansprüchen vieler ihrer Funktionsträger behindern, wenn nicht gar verhindern. Dieser Umstand ermöglicht das Heranwachsen einer Parallelgesellschaft, durch die das freiheitliche, säkularisierte Gemeinwesen, dessen Vorzüge der erdrückenden Mehrheit eine Selbstverständlichkeit sind, schroff abgelehnt wird.

    Angesichts dieses Sachverhalts plädiert Tilman Nagel für eine tabufreie Auseinandersetzung mit den Merkmalen des Islams, die seinen Bekennern eine fruchtbare Teilhabe an unserem Gemeinwesen erschweren. Aus verschiedenen Blickwinkeln beschreibt der Autor die geschichtliche wie auch die gegenwartsbezogene Dimension dieser Merkmale. Denn erst deren zuverlässige Kenntnis befähigt zu einer Analyse der Probleme, vor die Europa durch die Zuwanderung von Muslimen gestellt wird. Probleme, die durch Beschönigen und Beschweigen nicht zum Verschwinden gebracht werden.

    http://www.duncker-humblot.de/index.php/angst-vor-allah.html?q=Tilman+Nagel


    Müjgan Perçin:

    Die Kompatibilität des säkularen Staates mit dem Islam
    Am Beispiel der Türkei unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Religionsverfassungsrechts

    Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, ob der Islam mit dem säkularen Staat vereinbar ist. Mit Blick darauf und im Bewusstsein der Bedeutung dieser Fragestellung für die Gesellschaft in Deutschland, die hier lebenden Muslime, von denen die Mehrheit aus der Türkei stammt, aber auch für die Mehrheitsgesellschaft, konzentriert sich die Arbeit auf den türkischen Islam und seinen Diskurs in Bezug auf das türkische Religionsverfassungsrecht. Zunehmend gerät jedoch auch die Frage in den Mittelpunkt, ob die Türkei im Umgang mit dem Islam für die islamische Welt im Nahen Osten in gewisser Weise ein Vorbild sein kann. Da die oben genannte Fragestellung, wie sie Gegenstand der Arbeit ist, aus deutscher Perspektive gestellt wird, wurde der Untersuchung zugleich das deutsche Religionsverfassungsrecht als Maßstab zugrunde gelegt. Dieser methodisch rechtsvergleichende Ansatz ermöglicht nicht nur den Vergleich der religionsverfassungsrechtlichen Systeme, sondern darüber hinaus auch eine Transferleistung, nämlich die Auswertung des türkisch-islamischen Diskurses, der sich zwar auf das türkische Religionsverfassungsrecht bezieht, so aber ins Verhältnis zum deutschen Religionsverfassungsrecht gesetzt, und entsprechend im Sinne der Fragestellung ausgewertet werden kann.

    http://www.duncker-humblot.de/index.php/die-kompatibilitat-des-sakularen-staates-mit-dem-islam.html

  13. Edward von Roy Says:

    11.09.2015 u. a. bei FinanzNachrichten, Tagesschau — Die türkische Polizei fahndet unter anderem nach zwei jungen Frauen, die im Verdacht stehen, ein Selbstmordattentat geplant zu haben. Die 19-Jährige und die 20-Jährige kommen aus Mönchengladbach und waren dort in der besonders radikal islamischen Szene bekannt (Salafi-Szene).

    Die türkischen Sicherheitsbehörden fahnden nach insgesamt 21 Personen, die im Verdacht stehen, Selbstmordattentate in der Türkei zu planen. Unter den Verdächtigen befinden sich nach Recherchen von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ auch zwei junge Frauen aus Deutschland.

    Merve D. und Valentina S. stammen aus Mönchengladbach

    (FinanzNachrichten 11.09.2015)

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2015-09/34937322-tuerkische-polizei-fahndet-nach-is-kaempferinnen-aus-deutschland-003.htm

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    Türkei sucht Salafistinnen aus Deutschland
    Stand: 11.09.2015 18:25 Uhr

    Gesucht: zwei Freundinnen aus Mönchengladbach

    Nach Recherchen von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ ist eine der gesuchten Frauen, Valentina S., eine Deutsche aus Mönchengladbach. Eine weitere der gesuchten Frauen, die türkische Staatsbürgerin Merve D., soll nach Einschätzung aus Sicherheitskreisen ebenfalls aus Mönchengladbach stammen und eine Jugendfreundin von Valentina S. sein

    Hintergrund der landesweiten Fahndungsaktion ist offenbar das Bombenattentat auf das kurdische Kulturzentrum von Suruç im türkisch-syrischen Grenzgebiet, bei dem am 20. Juli 34 Menschen ums Leben kamen, 76 wurden verletzt.

    (Tagesschau 11.09.2015)

    http://www.tagesschau.de/ausland/deutsche-is-syrien-101.html

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    Junge IS-Kämpferinnen aus Gladbach

    Bevor sie sich radikalisierten, waren sie zwei ganz normale Mädchen aus Mönchengladbach. Sie gingen zur Schule, hörten Popmusik. „Sie haben sich geschminkt und trugen Mini-Röcke“, sagt Polizeisprecher Willy Theveßen. Doch dann schlossen sich Merve D. (19) und Valentina S. (20) den Islamisten an. Das war vor etwa drei Jahren. „Es ist bekannt, dass die jungen Frauen in der Mönchengladbacher Salafisten-Szene aktiv waren“, erklärt Theveßen. Dass die beiden jungen Frauen, damals noch minderjährig, Kontakt zu Sven Lau, dem früheren Vorsitzenden des mittlerweile ausgelösten islamistischen Vereins „Einladung zum Paradies“, hatten, davon geht die Polizei aus. […]

    Dass Valentina S. eine der Gesuchten ist, steht für die Mönchengladbacher Staatsschützer fest. Bei Merve D. ist man sich nicht ganz sicher. Das Gesicht auf der polizeiinternen türkischen Fahndungsliste sehe ihr sehr ähnlich, sagt Theveßen, „der Vorname stimmt, der Nachname nicht. Aber möglicherweise hat Merve zwischenzeitlich geheiratet“.

    Valentina und Merve, zwei Freundinnen, sollen sich über einschlägige Webseiten und Besuche in der salafistischen Szene in Köln zunehmend radikalisiert haben. Nach Medienberichten sollen die beiden Minderjährigen bereits Ende 2013 in die Türkei gereist sein – um sich in Syrien dem IS anzuschließen und Dschihadisten zu heiraten, wie die Sicherheitsbehörden vermuten. Die Reise endete für die Mönchengladbacherinnen jedoch zunächst in der Türkei, wo sie von Sicherheitsbehörden Anfang 2014 aufgegriffen wurden, wie es in den Berichten weiter heißt. Die Türkin Merve sei freigelassen worden, Valentina zurück nach Deutschland geschickt worden. […]

    Ugur S. (29), Mustafa C. (26) und Mohammad Sobhan A. (39) – sie alle kommen aus Mönchengladbach, alle gehören zur salafistischen Szene, und sie alle wurden festgenommen, weil sie eine Terrorgruppe in Syrien unterstützt haben sollen. Ugur S. gehörte zum engen Umfeld von Sven Lau (34). Er soll sich zwischen Juli 2014 und Ende September 2014 in Syrien an Kampfhandlungen beteiligt haben.

    Ugur S. wohnte nicht weit entfernt von Mustafa C, der im Januar durch SEK-Kräfte in seiner Wohnung in Rheydt festgenommen wurde. Auch Mustafa C. soll sich an einer ausländischen terroristischen Vereinigung beteiligt und eine staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben. […]

    Quelle: RP, 14.09.2015

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/junge-is-kaempferinnen-aus-moenchengladbach-aid-1.5389910

  14. Edward von Roy Says:

    Religiös-Weltanschaulicher Extremismus anhand des Beispiels „Salafismus“

    (Mit Herbert Busch)

    „Was ist religiöser Extremismus am Beispiel von Salafismus?“

    .
    .
    .

    Studienvormittag

    28.11.2015, 09:30 – 13:00 · Mönchengladbach

    Religiös-Weltanschaulicher Extremismus anhand des Beispiels „Salafismus“

    Herzliche Einladung an alle Interessierten! Es wird ein Impuls-Referat geben, kleinere Workshops und genügend Zeit für einen Austausch.

    Herzliche Einladung zu diesem Termin am 28.11.2015.

    Ab 09.30 Uhr wird es ein kleines Stehcafé geben, bevor es um 10.00 Uhr mit dem Impulsreferat unter der Fragestellung: „Was ist religiöser Extremismus am Beispiel von Salafismus?“ von Herbert Busch mit aktuellen Daten und Fakten aus Mönchengladbach startet. Im Anschluss wird ein konkretes Fallbeispiel in Workshops bearbeiet. Es folgt ein Austausch über Erfahrung mit diesem Thema aus verschiedenen Arbeitsfeldern, sodass am Ende der Veranstaltung jeder Teilnehmer/ jede Teilnehmerin eine Art persönlichen Handlungsleitfaden für sich mit nehmen kann sowie das Wissen über eines Netzwerks. Die Veranstaltung endet gegen 13.00 Uhr.

    Hier erfahren Sie mehr über das katholische Beratungszentrum MG.

    Für weitere Fragen steht Ihnen Annika Koch gerne zur Verfügung.

    Details zu dieser Veranstaltung

    Termin
    28.11.2015, 09:30 – 13:00

    Veranstaltungsort
    KathJA MG
    139 in der 1. Etage
    Bettrather Str. 22
    41061 Mönchengladbach

    Veranstalter

    Jugendbeauftragtenbüro Mönchengladbach in Kooperation mit dem Fachbereich für Weltanschauungsfragen des kath. Beratungszentrum Mönchengladbach

    Kosten
    keine

    Anmeldung
    Annika Koch
    Bettrather Str. 22
    41061 Mönchengladbach
    E-Mail: annika.koch@bistum-aachen.de
    Telefon: 02161 / 9806-30
    Fax: 02161 / 9806-56

    http://jugendarbeit-in-region-mg.kibac.de/veranstaltungsliste-mg/religioes-weltanschaulicher-extremismus/9dd0b22e-0409-4829-a7b6-e8c0d5e4fb2b?mode=detail

  15. Carcinòl Says:

    [Was ist das? Noch jemand, der zwischen angeblich gutem Islam und bösem Islamismus unterscheidet? Warum das nichts wird.]

    Lena Sara Evang
    hat ein Foto in Grüne Jugend Kölns Chronik geteilt.
    8. Oktober ·
    Veranstaltungsort
    Stattfinden soll die „Messe“ im Kölner Gewerbegebiet Pesch, Hausnummer 12a. Dort ist ein Veranstaltungssaal unter dem Namen „Intersaal“, der sich augenscheinlich zumeinst an türkische Hochzeitsgesellschaften vermietet. Geführt wird das Unternehmen von Ilhami Kizil und Aydin Kizilarslan.

    Wir halten es für extrem wichtig, den Islamistinnen und Salafistinnen, die die „Halal-Messe“ organisieren, einen Strich durch die Rechnung zu machen. Es ist deutlich geworden, dass mit der „Messe“ andere Zwecke verfolgt werden, als Muslime über Nahrungsmittel zu informieren, die „halal“ sind. Hier wollen sattelfeste Islamistinnen, die in ein großes Netzwerk des Salafismus eingespannt sind, ihre Ideologie an Muslime weitergeben und diese politisch radikalisieren. Darum rufen wir dazu auf, die Veranstaltung zu sabotieren. Ruft die Verantwortlichen von „Intersaal“ an, schreibt oder faxt ihnen und fordert sie dazu auf, den Vertrag mit „A&E-Events“ zu kündigen.

    [Zitatende. Kein Wort gegen die Scharia. So wird das nichts.]

    ___ps://www.facebook.com/gjkoeln/posts/1167319159961399

    [Zu feige, etwas gegen Koran und Sunna zu sagen?]

    Bei ihrer neuen Strategie nutzen die SalafistInnen geschickt eine Scharnierfunktion des Begriffs „halal“ aus: einerseits lässt er sich als Summe der islamischen Ernährungsvorschriften verstehen, andererseits gilt unter SalafistInnen nur das zur Gänze im Dienste Gottes gelebte Leben als „halal“ – freilich nach wortgetreuer, wahhabitischer Auslegung der zentralen Schriften des sunnitischen Islam. Die Markierung von Lebensmitteln und Restaurants als „halal“ ist in den letzten Jahren üblich geworden. Im Text sollen zentrale Akteurinnen der „Messe“ und das Netzwerk an Kontakten und Zusammenhängen erhellt werden, das sich um die Veranstaltung herum gruppiert. Damit versucht diese Veröffentlichung zu zeigen, dass es sich bei der „Halal-Messe“ um einen erneuten, gefährlichen Versuch der Einflussnahme demokratiefeindlicher, islamistischer Kräfte unter scheinbar harmlosem Deckmantel handelt, wie dies bereits in Sachen Geflüchtetenhilfe und in Sachen internationaler „muslimischer Hilfsorganisationen“ zu beobachten ist.

    [Und so weiter. Salafismus gibt es nicht und auch keinen Wahhabismus, das ist Urgemeindlichkeit pur sprich im Wesentlichen hanbalitischer Fiqh. Die Schariapflichten sind das allgemein menschenrechtliche Problem; auch die schiitischen Schariapflichten: Ayatollah Chomeini hat den Islam nicht falsch verstanden. Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem.]



    Salafiya Watch Köln/Bonn
    8. Oktober · Bearbeitet ·

    Neue SalafistInnen-Strategie in Köln&Bonn: „Halal-Messe“ in Köln soll Anfang November Muslime locken

    Die SalafistInnen-Szene im Raum Köln/Bonn stellt sich momentan auf eine neue Strategie ein, um mehr Menschen für ihre antidemokratische Auslegung des Islam und für das salafistische Milieu zu gewinnen. […]

    [Na was denn nun: seid ihr für oder gegen Maududi, Sayid Qutb, die Muslim Brotherhood / Muslimbruderschaft / FIOE / IGD, Erbakan / IGMG und Darul ‚Uloom / Deobandi? Die Literalität (Wortwörtlichkeit) von Koran und Sunna selbst ist frauenfeindlich und ein Angriff auf die freiheitliche Demokratie. AEMR oder nicht?

    Die Salafisten die es gar nicht gibt nehmen Sure und Hadith hundertprozentig ernst. Das ist das Problem.]

    [Gut recherchierte Querverbindungen, immerhin. Aber erst einmal ist das Bekenntnis zu den am 10.12.1948 festgestellten AEMR erforderlich, dann dasjenige zur Grundrechtswidrigkeit der Islamischen Menschenrechte der OIC Kairo 1990, der islamischen Jungenbeschneidung und islamischen verpflichtenden schafiitischen Mädchenbeschneidung (FGM) sowie der islamischen Schleierpflicht vgl. DITIB bei BVerfG 2015. Sonst … wird das nichts.]

    Bei ihrer neuen Strategie nutzen die SalafistInnen geschickt eine Scharnierfunktion des Begriffs „halal“ aus: einerseits lässt er sich als Summe der islamischen Ernährungsvorschriften verstehen, andererseits gilt unter SalafistInnen nur das zur Gänze im Dienste Gottes gelebte Leben als „halal“ – freilich nach wortgetreuer, wahhabitischer Auslegung der zentralen Schriften des sunnitischen Islam. Die Markierung von Lebensmitteln und Restaurants als „halal“ ist in den letzten Jahren üblich geworden. Im Text sollen zentrale Akteurinnen der „Messe“ und das Netzwerk an Kontakten und Zusammenhängen erhellt werden, das sich um die Veranstaltung herum gruppiert. Damit versucht diese Veröffentlichung zu zeigen, dass es sich bei der „Halal-Messe“ um einen erneuten, gefährlichen Versuch der Einflussnahme demokratiefeindlicher, islamistischer Kräfte unter scheinbar harmlosem Deckmantel handelt, wie dies bereits in Sachen Geflüchtetenhilfe und in Sachen internationaler „muslimischer Hilfsorganisationen“ zu beobachten ist.

    Flyerdesign aus einschlägigen Kreisen
    Die grafische Gestaltung für die Werbung der „Messe“ stammt von „WOW-Grafikdesign“. Hinter dem Label verbirgt sich eine Kölner Islamistin, die sich, wie dies unter Salafistinnen verbreitet ist, nach ihrer Rolle als Mutter „Umm Mahmoud“ („Mutter von Mahmoud“) nennt. Anfang September rief sie zu einer Spendensammelaktion „für Syrien“ in der At-Tauhid-Moschee in Köln-Kalk auf, die von der Gruppe „Weg der Salaf“ in einer Liste stolz als „Salafi Moschee (sic!)“ geführt wird. „Weg der Salaf“ veranstalteten am 25. September ein „Grillfest“ für Geflüchtete in Kalk und bezeichneten sich im Spendenaufruf hierzu als „Brüder“ der besagten At-Tauhid-Moschee als auch der benachbarten Taqiyyu d-Din Al-Hilali-Moschee, ebenfalls Kalk, in der die Spenden abgegeben werden konnten. Man brüstete sich damit, uA Vollverschleierungen für Frauen und Korane an Geflüchtete zu verteilen. „Umm Mahmoud“ richtete ihren Account bei Facebook zunächst unter dem Namen „Mujahida Jumana“ ein, was sich als „Gotteskriegerin Jumana“ übersetzen lässt, ehe sie sich dann „Jumana Umm Mahmoud“ nannte. Das Wort „Mujahideen“ steht dabei seit der Ausrufung des Krieges gegen die sowjetische Besatzung Afghanistans für die Kämpfer (seltener: Kämpferinnen) im Heiligen Krieg. Mit ihrem Label „WOW-Grafikdesign“ hat sie sich bislang ausschließlich durch die Gestaltung von Flyern und Postern anderer regionaler islamistischer Gruppierungen hervorgetan: zum Beispiel für die „Schwesterngruppe“ „Akhauat fi Deen“ („Schwestern im Glauben“) oder eine Henna-Nagellack-Produzentin, die ebenfalls auf der Halal-Messe unter dem Namen „At Tabiaa“ ihre Dienste anbieten wird. Bei Facebook trat die Henna-Malerin bis vor kurzem unter dem Pseudonym „Safiya Lulu“ auf und beteiligte sich an einem Salafistinnen-Shitstorm in der Kommentarspalte unserer letzten Veröffentlichung über islamistische Umtriebe in der Geflüchtetenhilfe. Laut Eigenangabe betreut die vollverschleierte Frau außerdem eine geflüchtete afghanische Familie im rechtsrheinischen Niederkassel. Auf dem Account, der mittlerweile deaktiviert worden ist, postete sie uA einen Screenshot aus dem Admin-Bereich der Facebook-Veranstaltung für die „Halal-Messe“. Es ist also anzunehmen, dass „Safiya Lulu“ zu den zentralen Organisatorinnen zählt. Auf dem Bild war zu sehen, wie die Kölner Facebook-Userin Hiba Kalil nacheinander alle Beiträge und Bilder der „Halal-Messe“ geliked hat, versehen wurde das Bild mit einem Gruß an die „Schwester“ Kalil. Eine weitere Person, die ebenfalls das Logo von „At Tabiaa“ im Profil hat und für die Hennabemalung wirbt, verteilte in Köln-Chorweiler mit besagter Hiba Kalil vor Kurzem Güter an Geflüchtete. Die vollverschleierte Kalil vertrieb unter dem Namen „Pearls of Jannah-Shop“ („Perlen des Paradieses“) via Facebook uA Vollverschleierungen, gegenwärtig läuft ihr Shop unter dem Namen „Sunnah Souq“ über eine Webshop-Webseite und wird auch auf der „Halal-Messe“ verteten sein. Auf ihrem Account machte sie außerdem Stimmung gegen eine liberale Kölner Moscheegemeinde oder warb für eine Petition gegen Sexualkundeunterricht und „Genderindoktrination“ an Schulen. Im Oktober 2014 postete sie eine aufwändig gestaltete Werbebotschaft für das 1. Schwesterntreffen der „Akhauat fi Deen“-Sektion „Köln/Bonn“. Als „Admina“ der darauf ebenfalls beworbenen ersten Facebook-Group wird „Jumana Umm Mahmoud“ genannt, die man darum wohl als eine der Köpfe der „Akhauat fi Deen“ in der Region Köln/Bonn als auch eine der Organisatorinnen der „Halal-Messe“ bezeichnen kann. Dass der enge Kontakt der genannten Frauen untereinander, der sich im Internet mit herzlichen Kommentaren nachverfolgen lässt, auch einen politischen Hintergrund hat, drängt sich auf. Zur Gruppe „Akhauat fi Deen“ gibt es unten einen eigenen Abschnitt.

    Die „Dienerinnen Allahs“ – Private Dienstleistungen zu Rekrutierungszwecken

    Neben Namen wie „At Tabiaa“, „Pearls of Jannah“ oder „Sunnah Souq“ findet sich in den salafistischen Netzwerken auf Facebook eine Vielzahl von kleinen Labels, unter denen IslamistInnen, zumeinst Frauen, bestimmte Dienstleistungen erbringen. Die meisten von ihnen haben außerhalb von Facebook weder eine Webpräsenz noch eine Anmeldung als selbstständiges Gewerbe, KundInnen werden ausschließlich über die salafistischen Facebook-Netzwerke und durch Präsenz auf salafistischen „Benefiz-“ und anderen Veranstaltungen gewonnen. So bietet die in unserem Text zu islamistischen Umtrieben in der Geflüchtetenhilfe bereits genannte Najwa, die sonst als Kosmetikerin tätig ist, via Facebook IPL-Laserbehandlungen zur Haarentfernung im privaten Rahmen unter dem Namen „Mein IPL“ in Bonn an. Auf diese Weise versuchen insbesondere salafistische Frauen im privaten Rahmen von kleineren Dienstleistungen Kontakte zu knüpfen und Menschen an salafistische Milieus zu binden – und natürlich ein bisschen Geld zu verdienen. Ebenfalls von „WOW-Grafikdesign“ lässt sich auch Ameni Mensing mit ihrer Schröpf-Behandlung bewerben, die sie als streng islamische Form der Therapie gegen fast Alles unter dem Label „Hijama Deutschland“ anpreist. Offiziell tritt als Veranstalter der „Halal-Messe“ die eigens gegründete „A&E-Events“ auf, in deren Impressum auf der Web-Seite besagte Ameni Mensing mit Wohnort in Köln verzeichnet ist. Es ist also davon auszugehen, dass geplant ist, mit dieser „Eventagentur“ weitere Großveranstaltungen zu organisieren. Der Ehemann von Mensing, Tariq, bietet die selbe Schröpf-Therapie „für Brüder“ an – selbst die Anmeldung ist bei den beiden strikt geschlechtergetrennt, damit Männer nicht mit Frauen bzw. umgekehrt telefonieren müssen. Bei der Schröpf-Therapie werden Unterdrucktassen auf der Haut der PatientInnen verteilt. Neben tatsächlicher Wirksamkeit in einigen Bereichen wie der Durchblutung gilt sie unter VerfechterInnen der islamischen „Heilverfahren“ wie der „Roqya“ als genuin islamische Therapie – getreu dem Salafismus-Motto der Rückkehr zur Lebensweise der Muslime um den Propheten Mohammed, der dieses „Heilmittel“ in einer seiner Aussprüche empfohlen haben soll. Ameni Mensing wirbt z.B. auf einem Flyer damit, ihre Behandlung würde uA auch gegen Ängste, Sorgen oder Verstopfung oder „ausgleichend auf das Nervensystem wirken“ und sei auch „Roqya ähnlich“ einsetzbar gegen „Ayn Sihir Jinn und Mess (sic!)“, also gegen den „bösen Blick“, gegen Verzauberungen und Besessenheit (Al-Mass) von Jinns. Anfang März warb die oben genannte Hiba Kalil auf ihrer Facebook-Seite für einen „Hijama-Sunnah-Tag“ mit Mensing in Köln-Sürth, Interessentinnen sollten ihr Privatnachrichten schreiben.

    Alles ganz harmlos: Kuchen und Bücher

    Auf dem Flyer der „Halal-Messe“ jedoch finden sich keine Vermerke über derlei tiefgehende salafistische Ambitionen, es wird zunächst sehr niedrigschwellig geworben. So heißt es etwa: „Gönn dir deinen Beauty- Wellness und Shoppingtag und nutze die zahlreichen Angebote(sic!)“. An den Ständen warten auf die Besucherinnen „Henna-Bemalung, Islamische Bücher, Tortenstände, Friseur, Frauenfitness, Ernährungsbratung, Kinderbetreuung mit Hüpfburg (3,00€), Islamische Kleidung, Hijama, Shakes u.v.m.“. Über 50 Stände will man schon vermietet haben, 700-1000 Besucherinnen erwartet man. Den Zugang für Männer, so die Ankündigung auf Facebook in Großbuchstaben, werde man verweigern: „AUCH WENN MÄNNER DARAN „TEILNEHMEN“ ÜBER FACEBOOK WERDE SIE NICHT REIN KOMMEN!!!(sic!)“. Auf dem Flyer prangen neben diversen anderen Vereinigungen, die erst nach eingehender Recherche ins Zwielicht geraten, weiterhin die Logos von „Halal Coupon“ und der „Judi Buchhandlung“ aus Essen. Die Buchhandlung samt eigenem Verlag übersetzt wahhabitische Texte aus Saudi-Arabien fleißig ins Deutsche, für die Follower der Seite von „Akhauat fi Deen“ gab es Ende 2014 einen Rabatt von ganzen 15% auf die nächste Bestellung islamischer Bücher. ÜbersetzerInnen wie auch Dr. Ghembaza Moulay Mohamed („Frauen im Schutz des Islam“, verboten 2009 wegen Gewaltaufrufen an Ehefrauen), dessen Übersetzungarbeit über „Natürliche Blutungen der Frauen“ (Kategorie: „Frau / Ehe / Familie“) sich auch bei der „Judi Buchhandlung“ bestellen lässt, sind einer der Gründe warum der hiesige Salafismus in der letzten Dekade so erfolgreich werden konnte: der Transfer der Ideologie in die deutsche Sprache.

    ___ps://www.facebook.com/salafiyawatchkoelnbonn/photos/a.514241058727008.1073741828.514141052070342/521901544627626/?type=3&fref=nf

  16. Machandelboom Says:

    Samstag, 14. Novemberum 09:30 (UTC+01)
    4 days from now
    Bolzengasse Ecke Martinstraße (Nahe Heumarkt), Köln
    +++ Aufruf zur Kundgebung gegen das Islamistinnentreffen in Köln am 14.11. +++

    Für den 14.11. planen Islamistinnen aus Köln ein als „Halal-Messe“ verharmlostes Treffen von Muslimas und Islamistinnen. Geplant wird mit 700 – 1000 Besucherinnen, 50 Ausstellerinnen zeigen ihre Waren und Angebote. Zunächst sollte die „Messe“ am 08.11. stattfinden, doch nach Veröffentlichungen über die Köpfe hinter der Messe und steigendem Druck auf die Hallenvermietung sah sich letztere gezwungen, vom Vertrag zurückzutreten. Auch der Verfassungsschutz bestätigt, dass es sich bei der Hauptorganisatorin der Messe, Ameni Mensing, um eine Person aus dem „salafistisch-extremistischen Spektrum“ handelt. Weiterhin führend in der Organisation der Messe: Nadia Takhripha und Nana Saadeih, Anführerinnen der „Akhauat fi Deen“(„Schwestern im Glauben“)-Regionalgruppen Duisburg und Köln/Bonn. Das einschlägige Islamistinnennetzwerk hat in der Vergangenheit hauptsächlich „Spendengalas“ mit salafistischen „Predigern“ organisiert und Vollverschleierungsmaterial und Güter für „Koranschulen“ für die Überfahrt nach Syrien gesammelt. Laut Verfassungsschutz kam es bei solchen Veranstaltungen außerdem zu Rekrutierungen für jihadistische Gruppen in Syrien und dem Irak. Im Messe-Angebot werden islamistische Bücher, Ganzkörperschleier, Wellness- und Pflegeprodukte, Stände von auch vom Verfassungsschutz beobachteten salafistischen „Hilfsorganisationen“ usw. sein, während sich die Veranstaltung selbst als „Wellness- und Shoppingtag unter Frauen“ darstellt. Nähere Informationen hierzu finden sich auf der Facebook-Seite von Salafiya Watch Köln/Bonn. (___ps://www.facebook.com/salafiyawatchkoelnbonn/photos/a.514241058727008.1073741828.514141052070342/521901544627626/?type=3)

    Bei ihrer „Messe“ nutzen die Islamistinnen eine Scharnierfunktion des „Halal“-Begriffs aus: Er kann einerseits als muslimische Ernährungsvorschrift verstanden werden, andererseits als das gänzlich Allah unterworfene Leben. Die Masche zieht: bislang haben sich auch etliche Muslimas ohne dezidiert islamistischem Hintergrund interessiert gezeigt und angekündigt. Als die Messe zunächst abgesagt wurde, brachen Streitereien unter den Beteiligten aus, in deren Verlauf eine Bonner Islamistin wohl das Betriebsgeheimnis der „Messe“ in Hoffnung auf einen neuen Termin ausgeplaudert hat: „Möge Allah euch für eure Arbeit belohnen, und möge dieser Tag ein Tag werden, an dem die Schwester ohne Hijab aufgrund der auswahl an Khumur uvm. Beschließen wird, den Hijab Shar3i zu tragen. Möge dieser Tag ein Tag werden, an dem die schwache Dienerin Allahs zurück zu ihrem Herrn findet durch seine Hilfe und dem was sie dort inshaAllah angeboten bekommt an Büchern und dem Umgang mit Schwestern“.

    Die Islamistinnen wollen den Ort ihrer „Messe“ erst einen Tag vorher bekannt geben. Unter dem Motto „Kein Islamistinnentreff in Köln – Für ein Leben vor dem Tod!“ werden wir ab 09:30 vor dem Veranstaltungsort gegen kollektivistische Zwangsideologien und religiösen Wahn und für das Paradies auf Erden, für eine freie Assoziation der Individuen, demonstrieren. Dementsprechend werden wir reagieren, sollten Rassist_innen, Neonazis und Rechtspopulist_innen versuchen, unsere Kundgebung für ihre Menschenfeindlichkeit zu missbrauchen. Sie seien an ihren letzten, kläglichen Versuch drei Wochen zuvor erinnert, in Köln mit Pest gegen Cholera vorzugehen. Und auch den Teilnehmerinnen der „Messe“ werden wir einen lautstarken, kreativen Empfang bereiten.

    +++ 14.11.2015 / Köln / Bolzengasse Ecke Martinstraße (Nahe Heumarkt) / 09:30 +++

    Es rufen auf (alphabetisch):
    Autonome Antifaschist_innen, Köln&Bonn
    Emanzipatorische Antifa Bonn
    Zentralrat der Ex-Muslime, Köln
    TBA

    Es unterstützen:
    Salafiya Watch Köln/Bonn
    TBA

    Um den Aufruf zu unterzeichnen und hier aufgeführt zu werden, bitte eine E-Mail an keinehalalmesse@gmail.com

    https://www.facebook.com/events/413406535529621/

  17. Machandelboom Says:

    Organisation „Der Kalifatstaat“ (Hilafet Devleti)

    AFİD
    Anadolu Federe İslam Devleti
    İCCB
    İslami Cemaat ve Cemiyetler Birliği

    Vgl. bei Helmut Zenz.

    _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

    „Der Kalifatstaat“ (Hilafet Devleti), auch bekannt unter dem Namen „Verband der islamischen Vereine und Gemeinden e.V., Köln“ – (ICCB)

    1984: In Deutschland gründet türkische Staatsangehörige Cemaleddin KAPLAN den „Verband der islamischen Vereine und Gemeinden e.V., Köln“ – (ICCB)

    […]

    1984 Eintragung ins Vereinsregister in Köln
    Seit Mitte August 1985 erscheint regelmäßig „TEBLIG“ (Verkündigung) als Organ des Verbandes.
    Etwa seit Mitte 1988 gibt die Islamische Union Region Köln e.V., Mitglied des KAPLAN-Verbandes, die türkischsprachige Zeitung „UMMET“ (Gemeinschaft der Gläubigen) heraus. Sie erscheint zweimal im Monat und ist augenscheinlich „Nachfolgerin“ von „TEBLIG“ (Die Verkündigung), dem vormaligen Verbandsorgan.

    […]

    1989 Abspaltung des „Islamischen Wegs“ vom ICCB

    […]

    [1995]

    Ziele und Feindbilder des ICCB werden jetzt vor allem im Verbandsorgan „Ümmet-i Muhammed“ (Die Gemeinde Mohammeds) verbreitet.

    [2001]

    der verbandseigene Sender HAKK-TV

    […]

    Abspaltungen:

    „Islamische Bewegung“ (IH) – Aus dem Verfassungsschutzbericht: „Bei der 1989 gegründeten IH handelt es sich um eine weitere Abspaltung des ICCB.“ […]

    Verband der muslimischen Vereine (Müslüman Cemaatler Birligi – MCB) mit Sitz in Bochum. Spaltete sich 1994 nach der Ausrufung des Kalifats vom ICCB ab.

    http://www.helmut-zenz.de/hzislam1.html

  18. Bragalou Says:

    08.03.2016 Dienstag
    19.30 Uhr

    DOMFORUM – das thema

    Was ist der Islam?

    Vortrag von Dr. Tilman Nagel, Prof. em. für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Göttingen

    „Den Islam gibt es gar nicht!“ Diesen Satz hört man immer wieder, wenn man nach der Kernbotschaft dieser Religion fragt. Tilman Nagel zeigt anhand von Originalbelegen, vornehmlich aus dem Koran, dass es sehr wohl den Islam gibt. Nagel legt den Kern der Botschaft Mohammeds frei und beschreibt deren religiösen und gesellschaftlichen Gehalt, der bereits gegeben war, noch ehe sich nach Mohammeds Tod in einem bis in die Gegenwart andauernden Prozess die unterschiedlichen Richtungen des real existierenden Islams herausbildeten. Sie alle bewahren diese Kernbotschaft, die im Übrigen auch das Verhalten der Muslime in einer nicht-islamischen Umgebung prägt.

    Teilnehmergebühr: 3,00
    Veranstalter: Kath. Bildungswerk Köln

    http://www.domforum.de/export/sites/domforum/.content/.galleries/downloads/fol_Maerz_2016.pdf

  19. Jacques Auvergne Says:

    Am 21. September 1978 wurde unter Vorsitz von Rassoul in Köln der Verein Islamisches Zentrum Köln (IZK) gegründet.

    Der deutsche Mufti (1997)
    ::
    ::

    Muhammad Rassoul

    Muhammad Ahmad Rassoul, auch Abu ʾr Riḍā Muḥammad Ibn Aḥmad Ibn Rasūl (* 22. April 1929 in Ma’saret-Samaluut, Kreis Al-Minia, Oberägypten; † 14. April 2015), war ein im Raum Köln und Düsseldorf tätiger Autor, Übersetzer und Verleger islamischer Literatur.

    Leben und Wirken

    Der ägyptische bzw. deutsch-ägyptische Rechtsgelehrte studierte an der Azhar-Universität, bevor er sich in Köln niederließ.

    Rassoul schrieb dutzende von Büchern zu islamischen Themen. Die meisten davon verlegte er in seinem eigenen „IB Verlag Islamische Bibliothek“, einige wurden aber auch von der Bonner Zweigstelle der World Islamic Call Society oder von der Marburger MSV verlegt. Der Verlag veröffentlichte auch die Beiträge der „Treffen deutschsprachiger Muslime“ im Verein „Haus des Islam“.

    In einem Forschungsbericht von Ralph Ghadban wird Rassoul als der „meist verbreitete Autor und wahrscheinlich auch der meistgelesene“ Autor islamischen Medienmaterials in Deutschland bezeichnet.

    Am 21. September 1978 wurde unter Vorsitz von Rassoul in Köln der Verein Islamisches Zentrum Köln (IZK) gegründet. Das (2001 aufgelöste) IZK unterhielt enge Kontakte mit Millî Görüş (damals AMGT, heute IGMG) und der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland.

    In seinem 824 Seiten starken und nach Stichwörtern (wie „Menstruation“, „Muttermilch“, „Zeitunglesen“, „auf dem Klo“, „Körpergeruch“, „Ausfluß“, „Haustiere“, „Kreuz“, „Weinen“, „Begräbnis der Frau“, „Mischehe“) geordneten Nachschlagwerk Der deutsche Mufti (1997) befasst sich Rassoul mit zahlreichen Themen aus islamischer Perspektive, darunter mit der Frage, ob und wie sich die Muslime in Deutschland organisieren sollen (z. B. in Körperschaften des öffentlichen Rechts), wobei er sich dagegen ausspricht, dass dem deutschen Staat gegenüber der falsche Eindruck erweckt würde, der Islam organisiere sich strukturell ähnlich den christlichen Kirchen; dieser falsche Eindruck sei 1993 entstanden, als Ali Yüksel (Millî Görüş, später IGMG-Vorsitzender) vom Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland in Soest zum Scheichülislam ernannt worden war. Ein anderes Thema darin ist das Verhältnis von Frau und Mann, zwischen denen die Freundschaft im Islam nach Rassoul verboten sei; in der modernen Gesellschaft werde die Freundschaft zwischen Mann und Frau als „Ehe ohne Trauschein“ bezeichnet, was der Unzucht gleichkomme; die einzige Bindung zwischen Mann und Frau dürfe nur durch die Ehe hergestellt werden. Verhaltensregeln für den Arztbesuch gibt es im Buch nur für Frauen. Diese sollten sich, so Rassoul, von einer muslimischen Ärztin untersuchen lassen. Sei keine vorhanden, sei zwecks Vermeidung von verbotener Zweisamkeit mit einem Mann in absteigender Präferenz auch eine nicht-muslimische Ärztin, dann ein männlicher Arzt in Anwesenheit einer Krankenschwester möglich. […]

    Rassoul zeichnete auch verantwortlich als Übersetzer und Herausgeber von Zeichen auf dem Weg, eines der bekanntesten Bücher des Muslimbrüder-Theoretikers Sayyid Qutb. […]

    https://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Rassoul

    http://www.amazon.de/Deutsche-Mufti-Abu-r-Rida-Muhammad-Rassoul/dp/3821701358

  20. Jacques Auvergne Says:

    spruch mohammeds
    der islam ist die höchste, höher kann keine (religion)

    الإسلام يعلو ولا يعلى عليه
    al-islām yaʿlū wa lā yuʿla ʿalayhi
    Islam is the highest and nothing higher than it

    Wie ich gerade lerne ein Hadith nach al-Daraqutni (919 in Bagdad — 995), schafiitischer Islamgelehrter und Muhaddith (Sammler von Hadithen). Der Hadith wird bewertet als hassan (gut) durch Imam Nasiruddin al-Albani (1914 – 1999), (Sahih Jami Sagir) #2778).

    Eine Hadithsammlung des Scheich al-Albani heißt
    صحيح الجامع الصغير وزيادته | Ṣaḥīh al-Ǧāmi‘ al-ṣaghīr wa-Ziyādatuh

    al-Daraqutni

    http://www.eslam.de/begriffe/d/daraqutni.htm

    https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Daraqutni

    Albanien, die Bleimoschee zu Shkodra. Aus der Stadt Shkodra stammt Scheich al-Albani.

    al-Albani
    ( Muhammad Nasiruddin al-Albani – Nāṣiruddīn al-Albānī
    * 1914 in Shkodra (Shkodër, Scutari, Скадар), Albanien;
    † 1999 in Amman, Jordanien )

    https://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_N%C4%81sir_ad-D%C4%ABn_al-Alb%C4%81n%C4%AB

    http://islamfatwa.de/biografien/95-shaykh-nasiruddin-al-albani

    «الإِسْلامُ يَعْلُو وَلا يُعْلَى عَلَيْهِ»

    “Islam is the highest and nothing higher than it.” (Narrated by Daruqutni)

    ( Link zur HuT Hizb ut-Tahrir („Building a global movement for Khilafah“), deshalb im http drei • )

    •••p://www.khilafah.com/sexualization-of-youth-and-children-whos-to-blame/

    What is Sahih al-Jami`?

    The original author is Imam as-Suyuti [ Ǧalāl ad-Dīn as-Suyūṭī; * 1445; † 1505 ] who wrote a book titled „Al-Jami` as-Saghir.“ Shaykh al-Albani the muhaddith investigated the hadith in this book and added some more and wrote „Sahih wa Da`if Al-Jami` as-Saghir wa Ziyadatuh“ and marked the Sahih and Hasan ahadith from other kinds.

    http://islam.stackexchange.com/questions/11098/what-is-sahih-al-jami

  21. Jacques Auvergne Says:

    Zwei Worte erklärt: Qiadiani, Rafida

    Der Hass der Salaf-Scheiche gegen die islamische Sonderströmung Ahmadiyya (أحمدية). Die Hetzer und ihre Fans verachten sie als die „Qadiyaniyya“ (القاديانية).

    Denn radikale Sunniten nennen die Ahmadis
    nach dem Geburtsort von Mirza Ghulam Ahmad, der indischen Stadt Qadian (Pandschab),
    die Qadiani (qādiyānī),
    engl. „the qadianis“.

    Herabwürdigend (derogatory) über die Ahmadi-Muslime:

    Qadiani

    https://en.wikipedia.org/wiki/Qadiani

    Qadian

    https://en.wikipedia.org/wiki/Qadian

    MAUDUDI predigte aggressiv auch gegen die Ahmadiyya.

    Maududi strongly opposed the small Ahmadiyya sect, a Muslim sect which Maududi and many other Muslims do not consider as Muslim. He preached against Ahmadiyya in his pamphlet The Qadiani Question and the book The Finality of Prophethood.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Abul_A'la_Maududi

    On November 18 Maulana Maududi spoke at Lahore on the constitution and the Qadiani question

    (Religion and Politics in Pakistan – Seite 277. Leonard Binder – 1961.)

    https://books.google.de/books?id=572YOUg5Pj0C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    ::

    Nicht minder herablassend wird von den global aktiven Salafi bzw. (anders gesagt) von den besonders radikalen Sunniten
    der von ihnen verachtete oder auch bekämpfte Islam der Schia
    die „Rafida“ (ar-rāfiḍa‎) genannt, „die Abweisung, das Zurückweisen“, der einzelne Schiit ist entsprechend ein Rafidi, „Ablehner“ (rāfiḍī, jener, der zurückweist‎).

    Rafida

    https://de.wikipedia.org/wiki/R%C4%81fida

    https://en.wikipedia.org/wiki/Rafida

    Auch Kalif al-Baghdadi und seine Terrororganisation Islamischer Staat (IS) verwenden das herabwürdigende Rafidi (zwischen Schiiten und Alawiten zu unterscheiden nimmt sich der Massenmörder keine Zeit), gerne jeweils garniert mit einem zweiten Schimpfwort wie Tyrann, Götzenanbeter / Muschrikin.

    „the infidel atheist, the Rafidi idolater, and the hateful Nusayri [Alawite]“

    http://www.memrijttm.org/isis-leader-al-baghdadi-responds-to-military-campaign-to-retake-mosul-urges-isis-soldiers-to-remain-strong-calls-for-attacks-on-isiss-enemies.html

    rafidi-nusayri [Shi’ite-Alawite] tyrant

    http://www.memri.org/report/en/print8182.htm

    a gathering of Rafidi mushrikin

    (ISIS Rumiyah magazine 2nd issue)

    https://www.clarionproject.org/factsheets-files/Rumiyh-ISIS-Magazine-2nd-issue.pdf

    Islamic State […] the second edition of magazine Rumiyah, meaning Rome, which was issued by the organisation’s Al-Hayat Media Centre

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3823644/ISIS-Rumiyah-magazine-calls-Islamists-carry-knife-attacks-areas-alleys-forests-quiet-neighbourhoods-told-aim-reasonable-kill-count.html

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