238. Islam in Koblenz

‏ قصور ذاتي

quṣūr ḏātī

Trägheit

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Mönchengladbach

22. bzw. 23.05.2011, gesendet an jedes Koblenzer Ratsmitglied

Sehr geehrte Damen und Herren,

Anlass meines Schreibens ist der Auftritt der salafistischen Prediger Pierre VOGEL und Abdur-Raheem GREEN am 29. Mai 2011 in der Nähe von Koblenz (wie Bürgermeister Thilo Becker berichtet, nicht in Höhr-Grenzhausen).

Meine Kollegin Gabi Schmidt verfasste dazu einen informativen, hier angehängten Offenen Brief.(vgl. Quelle)[a]

Die Missionare Vogel und Green halten eine Gesellschaft, die nicht nach der Scharia regiert und gelebt wird, für sittlich minderwertig.

Missionare, die predigen, dass ein Jude, Christ oder Atheist und dass jede unverschleierte Frau vermutlich für immer in der Hölle brennen wird, beschädigen das Zusammenleben, fördern die Segregation (religiöse Apartheid; Geschlechterapartheid), arbeiten gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau und verhindern die Integration.

Da der Gruppenzwang sehr hoch ist, wird für das Individuum ein Ausstieg aus dem Kreis der Salafisten erfahrungsgemäß kaum noch möglich sein. Unsere offene Gesellschaft (Karl Popper) ist für diese Menschen dann faktisch unzugänglich. Angehörige eines Konvertiten, etwa wenn ihre Tochter oder ihr Sohn zu den Salafisten angeworben wird, erleben oft großes Leid.

Ich bitte alle Städte und Gemeinden sowie alle gewerblich tätigen Festhallenbesitzer, Predigern wie Pierre Vogel oder Abdur-Raheem Green am 29. Mai 2011 oder auch an einem späteren Zeitpunkt keine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Im Sinne des gesetzlichen Kinder- und Jugendschutzes ist dafür zu sorgen, dass Minderjährigen der Zugang zu einer Halle oder einem Platz nicht gestattet wird, so lange die Extremisten Vogel und Green dort predigen.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Stichwort Minderjährigkeit. Minderjährige (zu jung, „um einen Führerschein zu besitzen“) werden im radikalislamischen Netzwerk Dawa-News für den 29.05.2011 (Vogel/Green bei Koblenz) ausdrücklich mit angeworben, Ibrahim al-Almani:

„Liebe Geschwister im Islam, wie ihr bereits mitbekommen habt, planen wir am 29.05.11 einen Vortrag mit Pierre Vogel und den Weltbekannten Prediger Abdur Raheem Green. Da es viele Geschwister gibt die keinen Führerschein besitzen, kein Auto haben, oder vielleicht noch zu jung sind um einen Führerschein zu besitzen, haben wir uns erstmals dazu entschlossen für euch Reisebuse zu organisieren die von folgenden Städten zur Veranstaltung nach Koblenz und zurückfahren. Hamburg, Berlin und Frankfurt.“

Quelle: DAWA-NEWS: Pierre Vogel: Abdur-Raheem Green kommt nach Deutschland![b]

Soweit die Mail, das ist doch ein herausforderndes Betätigungsfeld, sollte man meinen. Die Vorsitzende der CDU Koblenz-Arzheim, Martina von Berg, Professionelle für Migration und Integration im Koblenzer Nachbarort Neuwied, weiß allerdings nicht, was sie tun soll, wählt den berüchtigten klientenzentrierten Ansatz und wundert sich, überhaupt Post erhalten zu haben:

Von: Martina von Berg An: Edward von Roy Betreff: AW: Islamismus: Vogel & Green in Koblenz Datum: Mon, 23. May 2011 10:05:23

Sehr geehrter Herr von Roy,

ich würde gerne wissen, wie Sie an meine e-Mail gekommen sind.

Gehören Sie einer Organisation an, oder schreiben Sie mir als Privatperson?

Warum wenden Sie sich an mich, was erwarten Sie von mir?

Außerdem habe ich auf der angegebenen Internetseite keinen Hinweis zum Veranstaltungsort und zum Zeitpunkt finden können. Gibt es da genauere Angaben?

Viele Grüße

Martina von Berg

Dipl. Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin

Caritasverband Rhein-Wied-Sieg

Geschäftsstelle Neuwied

Trotz ausgiebiger Suche sieht die sozialpädagogische Koblenzer Berufskollegin in Sachen Islamismus einfach keinen Handlungsbedarf. Weil das nicht gut ist für die Integration, hilft die Verfasserin des Offenen Briefes ihrer Kollegin weiter:

Sehr geehrte Frau von Berg,

danke für Ihre Nachricht. Als Autorin des an die Mail von Herrn von Roy angehängten Textes beantworte ich gerne Ihre Fragen, die sie an meinen Kollegen gerichtet haben.

Ihre E-Mail ist durch Surfen im Internet von jedem Computeranfänger zu finden. Das ist auch lobenswert, zeigt Engagement, beweist die Offenheit und Kundenfreundlichkeit der Caritas Neuwied.

Herr von Roy und ich haben uns als sachkundige Bürger und Sozialpädagogen aus dem Arbeitsfeld Integration / sozialpädagogische Lernförderung an Sie gewandt.

Die Gründe und Erwartungen, warum mein Kollege und ich Sie als Multifunktionsträgerin diverser Ausschüsse und Berufskollegin angeschrieben haben, gehen aus dem Anschreiben von heute morgen und dem mitgeschickten Text hervor. Ihre Aufgaben als Mandatsträgerin und Diplom-Sozialpädagogin werden Sie genauso kennen, wie Ihnen das Motto der Caritas Neuwied vertraut sein wird: Not sehen und handeln.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Leider hat Martina von Berg, die sich wundert, wenn jemand ihre arbeitgeberseits ins Netz gestellte E-Mail auch wirklich benutzt, bis heute nicht geantwortet und die Worte Salafismus und Scharia gar nicht erst ausgesprochen. Auch Lothar Mohr vom Jugendamt der Bundesgartenschaustadt abgekürzt Bugastadt ist am 23. Mai um 08:11 Uhr fassungslos, dass ihm jemand im Dienst eine Nachricht zusendet, seine Mailadresse ist auf der Seite seines Arbeitgebers (Stadt Koblenz) für jedes Kind zu finden, was Herrn Mohr unbekannt ist. Auf das Thema Jugendschutz geht der Jugendschutzfachmann (Koordinierungsstelle Interkulturelle Ansätze in der Familienbildung und Stabsstelle Jugendhilfeplanung) nicht ein, keine Silbe zu Burka oder Scharia, irgendjemand im Haus scheint zuständig, immerhin:

Sehr geehrter Herr von Roy,

danke für Ihre Mail, die ich an die zuständigen Stellen in unserem Hause weitergeleitet habe.

Für mich wäre noch von Interesse, wie Sie auf meine E-Mail-Adresse gestoßen sind. Bitte um kurze Rückmeldung hierzu. Danke.

Mit freundlichen Grüßen aus der BuGa-Stadt

Lothar Mohr

Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales

Stabsstelle Planung & Programme

Jugendhilfeplanung, Soziale Stadt

Koblenz

Die gründlicher arbeitende deutsche Politikerin und Journalistin Julia Klöckner ist Oppositionsführerin im rheinland-pfälzischen Landtag. Klöckner scheint anzunehmen, dass es irgendwo einen DITIB- oder VIKZ-Imam gibt, der die Scharia abgelegt hat. Die gleichheitsfeministisch und säkular argumentierende Gegnerin einer Gleichstellung des Islam mit dem Christentum und Anerkennung als Körperschaft des Öffentlichen Rechts („Außerdem vermissen wir in Teilen des Islam noch immer das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland“, „Scharia und Grundgesetz sind nicht miteinander vereinbar“ [c]) distanziert sich am 23.05.2011 vom Gedankengut des Salafismus. Die Politikerin überanstrengt sich dabei, zwischen einem guten Islam und einem bösen Islamismus zu differenzieren. Dass Höhr-Grenzhausen längst durch Koblenz Innenstadt ersetzt ist, hatte sie überlesen:

Sehr geehrter Herr von Roy,

ich danke Ihnen für Ihren interessanten Hinweis und die offenen Worte vom 22. Mai, auf die ich gerne eingehe:

Ganz klar geht von salafistischen Predigern wie Pierre Vogel, die in ihren Äußerungen eine islamistische Weltanschauung vertreten, eine Gefahr für unsere freiheitlich-demokratisch geprägte Gesellschaft aus. Indem Salafisten den gewaltsamen „Jihad“ gutheißen, bereiten sie den geistigen Nährboden für gewaltbereite Islamisten. Darum teile ich Ihren Unmut, wenn Salafisten in der Öffentlichkeit islamistische Positionen kundtun. Folglich habe ich auch das durch die Frankfurter Stadtverwaltung verhängte Verbot des von Pierre Vogel geplanten „Totengebet für Osama Bin Laden“ am 7. Mai 2011 begrüßt. Auch ich habe das ursprüngliche Konzept als eine Verhöhnung der zahlreichen – auch muslimischen – Opfer des islamistischen Terrorismus angesehen, die Osama Bin Laden zu einem erheblichen Teil auf dem Gewissen hat. Nach dem ausgesprochenen Verbot machte Herr Vogel einen Rückzieher, bedauerte sein „ungeschicktes Vorgehen“ und nahm von dem Totengebet Abstand. Das Verwaltungsgericht genehmigte die öffentliche Veranstaltung unter Auflagen und verbannte sie aus der Innenstadt. Osama bin Laden wurde schließlich mit keinem Wort erwähnt und auch die Teilnehmerzahl blieb weit unter der angekündigten Zahl.

Selbstverständlich ließ sich Herr Vogel davon keinesfalls beeindrucken: Tatsächlich plant er nun die besagte Kundgebung am 29. Mai im „Raum Koblenz“. Trotz seiner Bemühungen um die Geheimhaltung des Veranstaltungsortes, ist nun bekannt geworden, dass er die Moorsberghalle in der Kannenbäckerstadt Höhr-Grenzhausen angemietet hat, die für bis zu 800 Personen ausgelegt ist. Dies hat auch der Vermieter, Horst Fischer, mittlerweile bestätigt. Herr Fischer vermietet seine Halle auch für muslimische Hochzeiten und hat dort ein orientalisches Restaurant integriert. Der Verfassungsschutz, die örtlichen Polizeibehörden und die Kreisverwaltung sind informiert und stimmen sich nun über etwaige Auflagen für die Veranstaltung ab.

Jedoch ist es leider so, dass die Veranstaltung gemäß rheinland-pfälzischem Versammlungsgesetz nicht genehmigungspflichtig ist, da sie in einer geschlossenen Halle stattfindet. Für eine Kundgebung unter freiem Himmel sähe das anders aus. Allerdings können sich derartige Veranstalter mittels Anrufung des zuständigen Verwaltungsgerichtes auf die im Artikel 8 des deutschen Grundgesetzes garantierte Versammlungsfreiheit berufen und somit in jedem Fall eine Erlaubnis unter Auflagen erzwingen.

Umso wichtiger ist es in diesen Fällen, wenn Politiker und die zahlreich vertretenen Gegendemonstranten zum Ausdruck bringen, dass die von Salafisten vertretenen Positionen in einer demokratischen Gesellschaft nicht mehrheitsfähig sind. Darüber hinaus ist mir bekannt, dass das Bundesministerium des Innern mit seinen Sicherheitsbehörden nicht erst seit dem schrecklichen Attentat, das ein fanatisierter Islamist gegen US-Soldaten vor dem Frankfurter Flughafen am 2. März 2011 verübte, Schritte eingeleitet hat, um insbesondere salafistischen Bestrebungen noch wirksamer entgegenzutreten.

Sehr geehrter Herr von Roy, wie Sie sehen, kann eine solche Veranstaltung nicht per se verboten werden. Der Grundsatz der Versammlungsfreiheit ist glücklicherweise unanfechtbar. Ein Blick in die deutsche Vergangenheit liefert uns gute Gründe dafür. Es braucht daher couragierte und mutige Menschen, die dem verworrenen Hasspredigten eine deutliche Absage erteilen und Ihren Protest auf diese Veranstaltungen zum Ausdruck bringen! Dies ist übrigens seit Jahren ein erfolgreiches Vorgehen gegen die fremdenfeindlichen Veranstaltungen verschiedener rechtsextremer Personen und Gruppen.

In diesem Sinne ganz herzliche Grüße,

Ihre

Julia Klöckner

Am selben Tag (23.05.2011) antwortet der Angesprochene in aller Sorgfalt und Geduld:

Sehr geehrte Frau Klöckner,

vielen Dank für Ihre ausführliche und rasche Antwort.

Pierre Vogel hat den Islam keineswegs falsch verstanden, sondern in Saudi-Arabien studiert. Vogel ist islamischer Missionar und wirbt dafür, den Koran wortgetreu und in jeder Lebenslage umzusetzen, als Bundestagsabgeordnete sollten Sie sich jedoch gut begründet vom Islamischen Recht (Scharia, Fiqh) distanzieren. Die Vorgaben des Korans, wörtlich verstanden, zerstören die freiheitliche Demokratie. Auch Sunna und Scharia sind grundgesetzwidrig.

Ein Islam ohne Scharia ist derzeit nicht organisierbar. Dass Sie „Das Kopftuch hat im Unterricht nichts zu suchen“ meinten,[1]

begrüße ich, ist aber leider immer noch kein rheinland-pfälzischer CDU-Kurs. Außerdem begründen Sie unzureichend: („während das Kopftuch vor allem ein politisches Symbol sei.“), der Hidschab ist spirituell, das Kopftuch ist reine Religion und rettet die Seele, die Tuchverweigerin und ihre Angehörigen brennen nach islamischem Verständnis in der Hölle.

Was wir also zu verhindern haben, ist eine ‚Integration‘ einer Lehre, die die Angst vor der Höllenstrafe erweckt. Genau dazu aber sind die Islamverbände derzeit ebenso wenig bereit wie Pierre Vogels Schulungsbeauftragte um Einladung zum Paradies (EZP) / ISLAMSCHULE (Ciftci, Braunschweig). Was EZP lehrt, ist saudisches Curriculum (hanbalitische Rechtsschule), echter Islam.

Nicht in Höhr-Grenzhausen ist der Vortrag in sechs Tagen, die Moorsberghalle ist abgesagt, sondern in Koblenz unter freiem Himmel, Pierre Vogel gibt bekannt:

„Die Kundgebung soll um 18 Uhr an einem noch unbekannten Ort stattfinden, aber wir streben den Ortskern von Koblenz an!“

So lange die CDU in allen deutschen Bundesländern in Bezug auf den Islamischen Religionsunterricht (IRU) Fundamentalisten wie Lamya Kaddor („Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“) oder Bajrambejamin Idriz (Schariastudent an der IESH Château-Chinon, beim europäischen Zweig der Muslimbrüder) stark macht und mit Islamverbänden redet, die keine andere Scharia im Programm haben als Pierre Vogel, so lange ist der Islam ’nicht schulreif‘, nicht schultauglich.

Zitat: „Dipl.-Theol. Benjamin Idriz, geb. 1972 in Skopje, Gymnasium in Damaskus, Studium an der Europäischen Fakultät für Islamische Studien (IESH, Château-Chinon, Frankreich), Magister in Islamischer Theologie an der Al-Ouzai-Universität Beirut, seit 1995 Imam der Islamischen Gemeinde Penzberg“[2]

Die Muslimbruderschaft ist 1928 innerhalb (!) des Salafismus (Revivalismus) entstanden, IZ München / IGD / FIOE / FEMYSO / Tariq Ramadan sind auch Salafisten, nur die Bärte und Burkas sind dort nicht so ausgeprägt.

In Bezug auf Pierre Vogel von Islamismus zu reden ist irreführend. Pierre Vogel vertritt keine „islamistischen“ Positionen, sondern islamische Positionen.

Hans-Gert Pöttering und Horst Köhler liegen gründlich daneben, wenn sie den Islam eine „im Kern friedliche Religion“ nennen.

Mufti Cemali Meço aus Komotiní (Κομοτηνή, Gümülcine, bulg. Гюмюрджина / Gjumjurdschina), der zwölfjährige oder elfjährige Mädchen religiös verheiratet, die nur Monate später mit Ehemann und schwanger in Düsseldorf auftauchen, wendet den echten, alten Islam an.

Quelle: Barbara Kirchner: Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby[3]

Der höchste Kleriker Saudi-Arabiens stellt Allahs Willen fest:

„We hear a lot about the marriage of underage girls in the media, and we should know that Islamic law has not brought injustice to women“[4]

Wir als Freunde der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die nicht „christlich-abendländisch“ oder „westlich“ ist, sondern universell, sollten betonen, dass Burka, Frauenverstoßung, Kindbraut und Steinigung im Islam zwar heilssichernd sind, spirituell, aber etwa in Deutschland nicht praktiziert werden dürfen.

Ihrer Aussage „Der Islam kann nicht mit den christlichen Kirchen gleichgestellt werden“[5]

stimme ich dankbar zu, doch tut sich in der Bundes-CDU Bedrohliches, wenn Thomas de Maizière mit ’sui generis‘ seine Phantasie spielen lässt („’sui generis‘ … Der Vertragstyp ermöglicht juristische Vereinbarungen, die von der üblichen Regelung abweichen“).[6]

Ein islamischer Bekenntnisunterricht ist, da Höllenstrafe und Schariagesetz von keinem Imam irgendeiner deutschen Moschee, ob Hinterhof oder Vorderhof, abgelegt sind, nicht zuzulassen, lediglich eine informierende Islamkunde ist sinnvoll.

Monika Maron beschreibt meisterlich, worum es beim Thema Islam und Rechtsstaat geht: Wie hast du’s mit der Religion?[7]

Lesenwert ist die Stellungnahme von Fachvertreterinnen und -vertretern der Islamwissenschaft und benachbarter akademischer Disziplinen zur Einrichtung des Faches „Islamische Studien“ an deutschen Universitäten.[8]

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

[1]

http://www.cdu.de/portal2009/26423_32576.htm

[2]

http://www.freunde-islamischer-kunst.de/2010/10/buchertipps-quer-durch-die-buchhandlung/

[3]

http://www.express.de/regional/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby/-/2858/705568/-/index.html

[4]

http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

[5]

http://www.suryoyo-online.ch/news/die-tuerkei-und-ihre-christen.html

[6] WELT-online, 19.12.2010, De Maizière will Islam ähnlich wie Kirchen behandeln

http://www.welt.de/politik/deutschland/article11724573/De-Maiziere-will-Islam-aehnlich-wie-Kirchen-behandeln.html

[7] DER SPIEGEL, 18.03.2011, Monika Maron: Wie hast du’s mit der Religion?

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,751138,00.html

[8]

http://www.dmg-web.de/pdf/Stellungnahme_Islamstudien.pdf

Quellen

[a] Offener Brief vom 02.05.2011 von Gabi Schmidt: 29. Mai 2011: Koblenz muss die Propaganda salafistischer Prediger eingrenzen

http://schariagegner.wordpress.com/2011/05/02/pierre-vogel-in-koblenz/

[b] DAWA-NEWS: Pierre Vogel: Abdur-Raheem Green kommt nach Deutschland!

http://dawa-news.net/2011/04/26/pierre-vogel-abdur-raheem-green-kommt-nach-deutschland/

[b] Julia Klöckner: „Außerdem vermissen wir in Teilen des Islam noch immer das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland“, „Scharia und Grundgesetz sind nicht miteinander vereinbar“. Klöckner betont am 26.10.2010 erfreulicherweise die Bedeutung der durchgesetzten Schulpflicht für eine gelingende Integration und stellt richtigerweise den Zusammenhang zwischen erfolgreicher Kriminalitätsprävention und Verhinderung des Schulschwänzens her.

http://www.cdu-worms.de/de/aktuelles/2010_10_26_53551798_integrationsprogramm.php

In der Landeshauptstadt Mainz und am 24. Mai um 09:50 Uhr freut sich Bürgerversteher Hans-Jürgen Fries über abgesagte islamistische Großveranstaltungen und empfiehlt uns in Sachen Pierre Vogel hochgestimmtes Nichtstun:

Sehr geehrter Herr von Roy,

wie Sie der beigefügten Pressemitteilung entnehmen können, ist die Veranstaltung im Westerwald abgesagt. Warten wir ab, wie es weitergeht.

Für Ihr Engagement in der Sache danke ich Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Hans-Jürgen Fries

Bürgerbüro der Landesregierung

STAATSKANZLEI RHEINLAND-PFALZ

Liest man in Mainz denn keine Zeitung? Der Sozialarbeiter antwortet dem geschulten Abwarter vom Bürgerbüro Rheinland-Pfalz in aller Kürze und unter Nennung zweier Pressequellen:

Sehr geehrter Herr Fries,

damit Sie wissen, „wie es weitergeht“ (Fries) und nicht nur abwarten: Statt Höhr-Grenzhausen 15:00 Uhr jetzt Koblenz 18:00 Uhr:

ISLAMIST WILL IN KOBLENZ PREDIGEN

Er hatte seine Kundgebung in Höhr-Grenzhausen halten wollen – doch das Ordnungsamt machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Nun will der Islamprediger Pierre Vogel nach Koblenz kommen. RZ-Reporterin Dorothea Müth fragt, was die Leute davon halten.

http://www.rhein-zeitung.de/index.php?pageid=27&bcpid=52682618001&bclid=51370227001&bctid=956245185001&refer=rightboxb

Radikal-Islamist predigt doch nicht im Westerwald

RZ, 23.05.2011, 16:09. Stattdessen haben die Veranstalter angekündigt, eine Kundgebung für den 29. Mai um 18 Uhr anmelden zu wollen. Der genaue Ort steht noch nicht fest, nach den Plänen der Veranstalter ist aber der„Ortskern“ von Koblenz avisiert. Das hat das rheinland-pfälzische Innenministerium auf Anfrage bestätigt. … Seltsam ist nur: Dem Koblenzer Ordnungsamt lag gestern noch keine Anmeldung vor, sagte Leiter Reiner Klug.

„Wir werden in Koblenz auftreten. Das ist die nächst größere Stadt zu Höhr-Grenzhausen“, sagte der Berater Vogels, Ibrahim Thomas Al Almani, unserer Zeitung. Gegen rechtliche Verbote werde man vorgehen, kündigte Ibrahim Thomas an.

http://www.rhein-zeitung.de/startseite_artikel,-Radikal-Islamist-predigt-nun-doch-nicht-im-Westerwald-_arid,252816.html

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Jetzt weiß also auch der Bürgerbeauftragte aus Mainz, dass die Salafisten ihre Veranstaltung zu keinem Zeitpunkt abgesagt hatten, ein Blick auf der Homepage von Pierre Vogel oder auf Dawa-News hätte genügt. Nun, aus der Staatskanzlei kam dann keine Antwort mehr, fundierte Islamkritik macht einsam. Dafür beginnen die mittelrheinischen Zeitungen zu rauschen:

Rhein-Zeitung, 24.05.2011, 13:56 Uhr

Islamist Vogel will in Koblenz predigen

Koblenz. Der Islamist Pierre Vogel will am Sonntagabend in Koblenz im Freien predigen. Eine Anmeldung dafür ging am Dienstag beim städtischen Ordnungsamt ein, wie der Behördenleiter Reiner Klug bestätigte.

Klug sagte mit Verweis auf das Grundrecht der Versammlungsfreiheit, die angemeldete Veranstaltung könne schwerlich verboten werden. Er könne sich aber bestimmte Auflagen vorstellen, darunter ein Teilnahmeverbot für Kinder und Jugendliche. Das wäre vom Jugendschutzgesetz gedeckt.

Der zum Islam konvertierte Ex-Boxer Vogel wollte ursprünglich an diesem Sonntag in Höhr-Grenzhausen im Westerwald predigen, sagte den Auftritt aber wieder ab.

Kommen wir zum letzten Dialogbeispiel, im Koblenzer Stadtrat tut sich schließlich was! Claudia Kriebs findet Salafismus irgendwie nicht so gut, steht aber hinter (oder neben?) Vogel. Dabei positioniert sich die FDP-Politikerin und Frauenbeauftragte zum Islamisten Pierre Vogel durchaus kritisch, besonders als Frau, warum auch immer:

Tue, 24 May 2011 22:21:17 An: Edward von Roy

Sehr geehrter Herr Roy,

vielen Dank für die Informationen per E-Mail. Ich hatte auch schon Kenntnis von dieser Veranstaltung und stehe natürlich gerade als Frau mehr als kritisch hinter Herrn Vogel.

Ich konnte heute den Nachrichten im Radio entnehmen, dass die Veranstaltung im Westerwald abgesagt wurde. Ist deshalb nun eine in Koblenz geplant?

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Kriebs

Das ist doch was, der Extremismus hat Unterhaltungswert. Die ehemalige Vorsitzende der Koblenzer Jungen Liberalen und ehemalige Geschäftsführerin der FDP-Stadtratsfraktion in Koblenz erfährt demokratische Rechtleitung, während die Schariafreunde deutschlandweit ihre Taschen packen und die Reisebusse auftanken:

Sehr geehrte Frau Kriebs,

Pierre Vogel sagt, dass die Frau ohne Kopftuch auf ewig in der Hölle brennt. Jede tugendhafte Gläubige muss die Burka tragen, also eigentlich auch den Niqab (Gesichtsschleier), das begründet er mit Koran und Hadith, und Pierre Vogel hat den Islam nicht falsch verstanden.

Die Demokratie ist für Salafisten Teufelswerk, die weltliche Gesetzgebung lästert Gott. Nur Allah ist Souverän, eine Verfassung muss dem Koran nachgeordnet sein, das will die Religion.

Der Mann kann bis zu vier Ehefrauen haben und jede einfach so verstoßen. Jedes Kind eines muslimischen Mannes darf nie mehr aus dem Islam austreten, das ist göttliche Vorschrift.

Wer so eine Religion bejaht, wird in ständiger Angst vor dem Teufel leben und nur noch schwer in die offene Gesellschaft zurückfinden. Deshalb fordere auch ich ein Verbot radikalislamischer Reden im öffentlichen Raum und erwarte von der Stadt Koblenz, also auch von Ihnen, dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu dem Ort der Kundgebung erhalten: Absperrungen und Ausweiskontrollen müssen durchgeführt werden, Minderjährige dürfen schließlich auch nicht zum Pornokino oder Wodka-Ausschank.

Sie sollten sich klar machen, dass unser Grundgesetz auf der AEMR beruht, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Unser Gesetz beruht auf Gleichbehandlung und verzichtet auf die Abwehr böser Geister. Kulturelle Moderne ist durch die Trennung von Justiz und Seelenrettung gekennzeichnet, wir Deutschen haben vielleicht vergessen, dass die bürgerlichen Freiheiten und das wissenschaftliche Denken gegen den Klerus errungen worden sind.

Ein wortgetreu gelesener Koran zieht die Ungleichbehandlung der Nichtmuslime und Frauen nach sich. Das ist verfassungswidrig, an die Steinigung darf man zwar glauben, man darf sie aber nicht ausüben, auch nicht im Namen von Artikel 4 GG. Eine Religion wie die von Abdur-Raheem Green oder Pierre Vogel propagierte setzt, wie versehentlich, das AEMR-basierte Grundgesetz außer Kraft.

Wer erst einmal sein ganzes Denken und Handeln den salafistischen Lehren unterwirft, wird es schwer haben, zu einem selbst bestimmten Leben zurück zu finden. Deshalb sollten wir verhindern, dass Kinder oder Jugendliche von den Islamisten angeworben werden.

Koblenzer Bürgerinnen und Bürgern sollten deshalb nicht hinnehmen, dass ein gegendemokratisches Welt- und Menschenbild in ihrer Region verbreitet wird, ob in Höhr-Grenzhausen oder in Koblenz-Innenstadt, spielt dabei ja doch wohl keine Rolle.

Seit drei Wochen ist bekannt, dass die Salafisten am 29. Mai in die Region Koblenz kommen wollen. Am 02.05.2011 haben meine Kollegin Gabi Schmidt und ich Ihren Oberbürgermeister, den Stadtrat und die ADD dazu ausführlich informiert, am 10.05.2011 zeigte sich Joachim Hofmann-Göttig erfreut darüber, dass sich der Kundgebungsort in den Westerwald zu verlagern schien, nach Höhr-Grenzhausen:

„Wir haben uns deshalb aufgrund Ihres Schreibens zeitnah mit den zuständigen Behörden der Polizei und des Kommissariats des Staatsschutzes in Verbindung gesetzt, um mögliche Details und Kenntnisse in Erfahrung zu bringen. In diesem Rahmen hat uns das Kommissariat darüber informiert, dass die Veranstaltung definitiv nicht in der Stadt Koblenz stattfinden wird. An welchem Ort ein möglicher Auftritt geplant, wurde uns aus polizeilichen Gründen jedoch nicht mitgeteilt.“

Soweit OB Hofmann-Göttig vor vierzehn Tagen. Das NIMBY-Prinzip, heiliger Sankt Florian …

Richtig, seit wenigen Tagen ist bekannt, dass die Moorsberghalle am 29. Mai um 15:00 Uhr nicht genutzt werden kann, und so meldeten die Islamisten ihre Kundgebung eben für 18:00 in der Innenstadt von Koblenz an. Die Reisebusse aus Saarbrücken, Frankfurt, Hamburg und Berlin sind organisiert, Pierre Vogel kommt aus Köln, Abdur-Raheem Green aus England, der Mittelrhein und die Region Koblenz liegen ausgesprochen verkehrsgünstig.

Bitte setzen Sie sich für ein Verbot der für Sonntag vorgesehenen Veranstaltung ein. Falls die Kundgebung nicht verboten werden kann, sollten Sie dafür sorgen, dass Minderjährige vom Ort der Redebeiträge fern gehalten werden.

Nach der Scharia ist die Frau ein Mensch zweiter Klasse, die halb so viel erbt wie ihr Bruder und die kein Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihre Kinder hat. Und weil Islam weltweit trendy ist, geht der Trend zur Zweitfrau. Wissen Sie, was die Scharia ist?

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Dieser kleine Ausschnitt soll genügen, die kampfstarke Resistenz der politischen Elite am Mittelrhein dem islamischen Radikalismus gegenüber zu belegen. Das Kalifat erzittert, wir Koblenzer sind mit unendlichem Schlendrian gerüstet und mit Frohsinn bewaffnet.

Eine Antwort to “238. Islam in Koblenz”

  1. Kowelenzer Says:

    ——– Original-Nachricht ——–

    Datum: Wed, 25 May 2011 09:35:45 +0200 Von: Lothar Mohr An: Edward von Roy Betreff: Antwort: Kundgebung am 29.05.2011, EILANTRAG auf Verbot

    Guten Tag,

    nochmals vielen Dank.

    Ich bitte Sie aber auch nochmals auf meine Frage zu antworten, woher Sie meine Mailadresse beziehen?

    Ich bin Jugendhilfeplaner und nicht für dne Jugendschutz zuständig, habe Ihre Mitteilungen aber hausintern an die zuständigen Stellen weitergeleitet.

    Mit freundlichen Grüßen aus der BuGa-Stadt

    Lothar Mohr

    Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales
    Stabsstelle Planung & Programme
    Jugendhilfeplanung, Soziale Stadt –
    Postfach 20 15 51
    56015 Koblenz

    Tel.: 0261/129-2325
    Fax: 0261/129-2340

    ——– Original-Antwort ——–

    Von: Edward von Roy“ An: Lothar Mohr Betreff: Fwd: Re: Antwort: Kundgebung am 29.05.2011, EILANTRAG auf Verbot Datum: Wed, 25. May 2011 14:47:19

    Sehr geehrter Herr Mohr,

    jedes Kind findet Ihre E-Mail-Adresse auf folgende Weise unter Verwendung des doppelten Hochkommas vulgo Gänsefüßchen und auf der Seite Ihres Arbeitgebers:

    „Lothar Mohr“ „Stadt Koblenz“

    Suchergebnis

    E-Mail: lothar.mohr@stadt.koblenz.de. Zimmer-Nr. 902

    Haben Sie ein Problem, dass jemand Ihre E-Mail verwendet? Soll ich Ihre Vorgesetzten und Ihre Kollegen noch heute bitten, Ihre E-Mail aus den Datenbanken streichen zu lassen?

    Ich begrüße die erstrebte Transparenz Ihres Arbeitgebers, der die Telefonnummern und Mailadressen seiner Angestellten gleich mehrfach auf dem mit http://www.koblenz.de beginnenden Internetauftritt für jede Bürgerin und jeden Bürger einsehbar veröffentlicht.

    Lesetipps: „Ansprechpartner Herr Lothar Mohr“

    http://www.koblenz.de/cgi-bin/r20msvcvis_aufgaben_detail_anzeigen.pl?&var_hauptpfad=../r20msvc_vis/&var_visau3=587&var_fa1_select=var_fa1_select||1|&var_suchbegriff=&var_letzter_suchbegriff=

    oder hier: „Ansprechpartner für Soziale Stadt Herr Lothar Mohr“

    http://www.koblenz.de/cgi-bin/r20msvcvis_aufgaben_detail_anzeigen.pl?&var_hauptpfad=../r20msvc_vis/&var_visau3=610&var_fa1_select=var_fa1_select||1|&var_suchbegriff=&var_letzter_suchbegriff=

    Und es gibt noch viel mehr Listen, die Ihre wunderhübsche Mailadresse enthalten, die mit dem Partikel @stadt.koblenz.de klar macht, für wen und was Sie professionell tätig sind.

    Es gibt solche Leute: Haben Sie keine Lust, im Dienst Post zu bekommen?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Edward von Roy
    Diplom-Sozialpädagoge (FH)

    ——– Original-Koblenz ——–

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