261. Giordano schreibt dem buntesten aller Präsidenten

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

„Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.“

So der Kernsatz eines Interviews, das Sie aus Anlass des Besuches von Abdullah Gül, Präsident der Türkei, in Berlin der „Süddeutschen Zeitung“ gegeben haben. Dieser Satz verrät eine so verstörende Unkenntnis der Wirklichkeit, eine derart blauäugige Gleichsetzung des real existierenden Islam mit einem EU-konformen Islam, dass es einem die Sprache verschlagen will. Dazu schließt er sich lichtdicht an Ihre historische Fehlthese vom 3. Oktober 2010 anlässlich des 20. Gedenktages der deutschen Wiedervereinigung, „nicht nur Christentum und Judentum, auch der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“.

Auch das fossile, anachronistische Rechtssystem des Islam, von der der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Aiman A. Mazyek, mehrfach öffentlich erklärte: „Scharia und Grundgesetz sind miteinander vereinbar“? Auch der Islam des von Ihnen stets hoch gelobten Recep Tayyib Erdogan, türkischer Ministerpräsident, der am 28. November 2010 in Düsseldorf vor einem kochenden Auditorium mit den Worten „Ich bin euer Präsident!“ eine Kriegserklärung an die Integration abfeuerte (wie schon drei Jahre zuvor, am 10. Februar 2008, in der Köln Arena mit der aberwitzigen These „Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“). Es ist derselbe Erdogan, der den Völkermord an den Armeniern 1915/16 im türkisch-osmanischen Reich leugnet, unter dessen Regierung in den Gefängnissen nachweislich weiter gefoltert wird und der sich jüngst mit dem Stichwort „Gaza-Flottille“ bis an die Grenze politischer Brandstiftung immer offener zu einem Gegner Israels gemausert hat.

Ich maße mir nicht an, Ihnen Nachhilfeunterricht in Geschichte erteilen zu wollen, aber warum fehlt in Ihren Kommentaren zum Migrations-/Integrationskomplex jede Spur von Kritik? Warum stehen Sie nicht auf gegen das niederträchtigste aller niederträchtigen Totschlagargumente der Political Correctness: „Kritik am Islam gleich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“? Ein Xenophober, der sich Gedanken macht, ob das Kopftuch bei zwölfjährigen Mädchen ein Zeichen religiöser Selbstbestimmung ist oder eine von den Eltern verordnete Zwangsmaßnahme? Ein Ausländerfeind, wer stutzt über das Ausmaß von Gewalt an Frauen in den muslimischen Paarbeziehungen? Ein Rassist, wer hinterfragt, warum die Selbstmorde junger Muslima fünfmal höher sind als die bei Frauen ohne „Migrationshintergrund“? Ein Türkenschreck, der den signifikant überdurchschnittlichen Anteil von Migranten an der Jugendkriminalität beklagt? Ein Antimuslim-Guru, wer sich darüber entsetzt, dass muslimische Frauen und Mädchen mitten unter uns tödlich gefährdet sind, sobald sie archaischen Auffassungen im Elternhaus trotzen und mit der Integration ernst machen wollen?

Von all dem, was ich hier bruchstückhaft aufgeführt habe, ist in Ihren Ausführungen, sehr geehrter Herr Bundespräsident, nie die Rede. Ich vermisse bei Ihnen jede Kritik an menschenrechtsfeindlichen Auffassungen und Praktiken innerhalb der türkisch-arabisch dominierten muslimischen Minderheit, und jede Nähe zu kritischen Muslima wie Necla Kelek, Seyran Ates, Mina Ahadi oder Ayaan Hirsi Ali.

Wie ist Ihnen zumute mit Ihrer Behauptung, die Türkei sei heute schon ein Beispiel für die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie, wenn die iranische Theologin Hamideh Mohagheghi warnt, dass „die innerislamischen Klärungen auf dem Wege zu einem Euro-Islam noch 20 bis 30 Jahre in Anspruch nehmen werden und es auch dann immer noch fraglich ist, ob der sich hier durchsetzen oder dem traditionellen Islam unterliegen wird“? Gefolgt von Dr. Ezhar Cezairli, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz: „Es ist eine Gefahr für die Zukunft Deutschlands, dass manche Politiker durch ihre Ignoranz gegenüber islamischen Organisationen dabei sind, die Grundlagen unserer aufgeklärten Gesellschaft aufzugeben.“ Deutlicher geht’s nimmer.

Aber Sie, Herr Bundespräsident, sind nicht zur Stelle. Anders der unerschrockene Abbas Baydoun, langjähriger Feuilletonchef der libanesischen Tageszeitung „as-Safir“: „Bei uns suchen viele nach Ausreden, nicht in den Spiegel zu schauen, um uns den Anblick eines fürchterlichen Gesichts zu ersparen, das Gesicht eines anderen Islam der Isolation und der willkürlichen Gewalt, der nach und nach die Oberhand gewinnt und bald, während wir dem Höhepunkt der Verblendung zusteuern, unser tatsächliches Gesicht sein wird.“ Das allen Pauschalumarmern, xenophilen Einäugigen, Sozialromantikern, Gutmenschen vom Dienst und Beschwichtigungsaposteln ins Stammbuch!

Keine Missverständnisse: Es bleibt die Ehre der Nation, jeden Zuwanderer, Fremden oder Ausländer vor der Pest des Rassismus und seinen Komplizen zu schützen. Gleichzeitig ist es bürgerliche Pflicht, sich gegen Sitten, Gebräuche, Traditionen und Mentalitäten zu wehren, die jenseits von Lippenbekenntnissen den freiheitlichen Errungenschaften der demokratischen Republik ablehnend bis feindlich gegenüberstehen. Von all diesen Problemen lese ich in Ihren Kommentaren zum Migrations-/Integrationskomplex nichts. Stattdessen Statements wie „Ich schwärme für die guten deutsch-türkischen Beziehungen“ gleichsam als handele es sich um eine Multikulti-Idylle, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden könnte.

Nehmen Sie bitte noch zur Kenntnis: Es ist keineswegs unbedrohlich, eine kritische Meinung zu äußern. Ich bin mein ganzes Leben lang bedroht worden. Aber was seit meiner Kritik an der Köln-Ehrenfelder Großmoschee von muslimischer Seite mit einer religiös-fanatischen Note dazukommt, das kann selbst einen terrorgewohnten Mann wie mich beeindrucken. Aber abhalten, auch weiterhin an der Seite kritischer Muslime und Muslima zu stehen, wird es mich nicht. Mein Antrieb: Nach den Erfahrungen in Hitlerdeutschland gibt es nur eine Gesellschaftsform, in der ich mich sicher fühle – die demokratische Republik. Wer sie antastet, ob Muslim, Christ oder Atheist, der hat mich am Hals.

Das, sehr geehrter Herr Bundespräsident, wollte ich Sie hochachtungsvoll wissen lassen.

Ihr Ralph Giordano

Im Bild:

Ralph Giordano

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/13/Ralphgiordano.jpg

http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00005/169046v1_jpg_5427c.jpg

http://www.dzematsg.ch/html/images/stories/vjesti_islam/ralph%20giordano.jpg

http://1.bp.blogspot.com/_kJarVuKMPAQ/TLQcJEb6OsI/AAAAAAAAOBc/XIvliMRsA3k/s400/giordanoralph.jpg

Ralph Giordano (1956)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0c/Bundesarchiv_Bild_183-35505-0015%2C_Ralph_Giordano_%2C_Nachwuchsautor.jpg

3 Antworten to “261. Giordano schreibt dem buntesten aller Präsidenten”

  1. Bragalou Says:

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    Islam va Hoqoq-e Bashar [Islam and Human Rights], n.p., Office for the promotion of Islamic culture, 3rd, ed., 1988

    Die reaktionäre und radikalreligiöse Hamideh Mohagheghi beruft sich mehrmals auf eben diesen Text:

    Muhammad ÇazAI, Übersetzt in Persisch: Bāqir Mūsawī, Hoqūqe bašar – moqāyese ta’ālīme Islam ba Manšūre melale muttaled 
    hier noch mal nach der einheitlichen Schreibweise gucken!
    (Menschenrechte – Vergleich zwischen islamischer Lehre und Erklärung der Menschenrechte), Tehran 1967, 182-183

    Fachtag „Islam, Emanzipation und Gewaltfreiheit“
    am 14.06.2013 in Detmold

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    Dokument ist noch aufzufinden; einstweilen ein Blick Ghom / Qum:

    Sayyid Mujtaba Musavi Lari is the son of the late Ayatullah Sayyid Ali Asghar Lari, one of the great religious scholars and social personalities of Iran. His grandfather was the late Ayatullah Hajj Sayyid Abd ul-Husayn Lari, who fought for freedom in the Constitutional Revolution. In the course of his lengthy struggles against the tyrannical government of the time he attempted to establish an Islamic government and succeeded in doing so for a short time in Larestan.

    Sayyid Mujtaba Musavi Lari was born in 1314/1925 in the city of Lar …

    In 1342/1963 he travelled to Germany for medical treatment, and returning to Iran after a stay of several months, he wrote a book called The Face of Western Civilization. The book includes a comparative discussion of Western and Islamic civilization, and in it, the author seeks to prove, by way of a comprehensive, reasoned, and exact comparison, the superiority of the comprehensive and multidimensional civilization of Islam to that of the West. This book has recently been reprinted for the seventh time.

    In 1349/1970 it was translated into English by a British Orientalist, F. G. Goulding and it aroused much attention in Europe. Articles concerning the book appeared in several Western periodicals and the BBC arranged an interview with the translator in which the reasons for translating the book and the reception accorded it in England were discussed. The English version of the book has up to now been printed three times in England, five times in Iran and twice in America.

    About three years after the publication of the English translation, Rudolf Singler, a German university professor translated it into German and the version he produced proved influential in Germany. One of the leaders of the Social Democratic Party informed the translator in a letter that the book had left a profound impression upon him causing him to change his views of Islam and that he would recommend the book to his friends . The German translation has now been reprinted three times. …

    In 1359/1980, Sayyid Mujtaba Musavi Lari established an organization in Qum called Office for the Diffusion of Islamic Culture Abroad. It dispatches free copies of his translated works to interested persons throughout the world. It has also undertaken the printing of a Quran for free distribution among Muslim individuals, institutions and religious schools in Africa. …

    http://www.al-islam.org/hidden-truths-gods-word-sayyid-mujtaba-musawi-lari/about-author

    http://www.al-islam.org/hidden-truths-gods-word-sayyid-mujtaba-musawi-lari/about-author

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    London bzw. vielmehr Paris 19.09.1981
    Paris 21 Dhul Qaidah 1401 Salem Azzam
    19th September 1981 Secretary General

    Allgemeine Islamische Menschenrechtserklärung

    Jene Rechte, die für die Welt verkündet werden durch

    »Diese Erklärung«

    im Namen Gottes, des Erbarmers und Barmherzigen

    DIE MENSCHENRECHTE IM ISLAM

    Artikel 1

    Das Recht auf Leben

    a) Das Leben des Menschen ist geheiligt. Niemand darf es verletzen: »Wenn einer jemanden tötet, (und zwar) nicht (etwa zur Rache) für jemand (anders, der von diesem getötet wurde) oder (zur Strafe für) Unheil (das er) auf der Erde (angerichtet hat), so soll es so sein, als ob er die Menschen alle getötet hätte, und wenn einer jemanden am Leben erhält, soll es so sein, als ob er die Menschen alle am Leben erhalten hätte« (Koran 5, 32).

    Diese Heiligkeit kann nur durch die Macht der šarî’a und durch die von ihr zugestandenen Verfahrensweisen angetastet werden. [Der Missetäter darf also getötet werden wenn die Scharia es erfordert.]

    Artikel 2

    Das Recht auf Freiheit

    a) Die Freiheit des Menschen ist wie sein Leben geheiligt. Es ist die erste natürliche Eigenschaft, mit der der Mensch geboren wird: »Jeder wird nur nach seiner Natur geboren« (nach Abû Bakr und ‚Umar).

    Diese natürliche Eigenschaft begleitet den Menschen und ist unveräußerlich. Niemand kann sie angreifen: »Wenn ihr auch die Menschen versklavt, so haben ihre Mütter sie doch als Freie geboren« (nach ‚Umar). Ausreichende Garantien zum Schutz der Freiheit der Individuen müssen geschaffen werden. Nur durch die šarî’a und die durch sie zugestandenen Verfahrensweisen dürfen sie eingeschränkt oder begrenzt werden.

    Artikel 4

    Das Recht auf Gerechtigkeit

    a) Jeder hat das Recht darauf, sich in seiner Angelegenheit an die šarî’a zu wenden, und darauf, dass er nur nach der šarî’a beurteilt wird [für Muslime sind säkulare Gerichte nicht zuständig]: »Und wenn ihr über eine Sache streitet, dann bringt sie vor Gott und den Gesandten« (Koran 4, 59). »Entscheidet zwischen ihnen nach dem, was Gott, (dir) herabgesandt hat und folge nicht ihrer (persönlichen) Neigung!« (Koran 5,49).

    c) Es ist das Recht und die Pflicht eines jeden, das Recht des anderen oder das Recht der Gemeinschaft zu verteidigen als »hisba«: »Soll ich euch sagen, wer der beste Zeuge ist? Derjenige, der mit seiner Zeugnisaussage kommt, ehe er danach gefragt wurde« (hadît nach Muslim, Abû Dâ’ûd, Tirmidî und Nasâ’î) (Er übt die hisba freiwillig aus, ohne dass ihn jemand auffordert) [prophylaktisches jedenfalls bei erkennbarer Unbotmäßigkeit rasches Dazwischenhauen ist gottgefällig].

    e) Niemand kann einen Muslim zwingen, einem Befehl, der der šarî’a widerspricht, zu gehorchen [Muslime unterliegen dem Sonderrecht, das Gewaltmonopol des säkularen Staates ist abgeschafft]. Der Muslim muss nein sagen zu demjenigen, der ihm eine Sünde befiehlt, wer auch der Befehlende sein möge: »Wenn der Befehl zu einer Sünde gegeben wird, so gibt es keinen Gehorsam« (hadît nach Buhârî, Muslim, Abû Dâ’ûd, Tirmidî und Nasâ’î). Er hat auch den Anspruch gegen die Gemeinschaft, dass sie seine Weigerung schützt in Solidarität mit dem Recht: »Der Muslim ist der Bruder des Muslims, er tut ihm kein Unrecht und gibt ihn nicht preis« (hadît nach Buhârî).

    Artikel 5

    Das Recht auf ein gerechtes Gerichtsverfahren

    d) Es ist keinesfalls erlaubt, eine von der šarî’a für eine Straftat vorgesehene Strafe zu überschreiten: »Das sind die Gebote Gottes. Übertretet sie nicht!« (Koran 2, 229) [das Strafgesetz der Scharia ist vollumfänglich zu implementieren]. Es gehört zu den Prinzipien der šarî’a, dass die Umstände und die Verhältnisse, in denen die Straftat begangen wurde, berücksichtigt werden [der jede Rechtssicherheit beseitigende berüchtigte Einzelfall], damit die hudûd-Strafen vermieden werden: »Wendet die hudûd-Strafen von den Muslimen ab, wenn ihr könnt, wenn es dafür einen Ausweg gibt, so macht diesen dafür frei« (hadît nach al-Baihaqî und al-Hâkim).

    Artikel 12

    Das Recht auf Gedanken-, Glaubens- und Redefreiheit

    a) Jeder kann denken, glauben und zum Ausdruck bringen, was er denkt und glaubt, ohne dass ein anderer einschreitet oder ihn behindert, solange er innerhalb der allgemeinen Grenzen, die die šarî’a vorschreibt, bleibt [gotteslästerliche Kunst oder Presse ist verboten]. Nicht erlaubt ist die Verbreitung von Unwahrheit und die Veröffentlichung dessen, was der Verbreitung der Schamlosigkeit oder Schwächung der Umma dient: »Wenn die Heuchler und diejenigen, die in der Stadt Unruhe stiften, nicht aufhören, werden wir dich bestimmt veranlassen, gegen sie vorzugehen, und sie werden dann nur (noch) kurze Zeit in ihr deine Nachbarn sein. Ein Fluch wird auf ihnen liegen. Wo immer man sie zu fassen bekommt, wird man sie greifen und rücksichtslos umbringen« (Koran 33, 60-61).

    c) Es ist das Recht und die Pflicht eines jeden, seine Ablehnung und Mißbilligung des Unrechts zu verkünden und ihm Widerstand zu leisten ohne Furcht vor der Konfrontation mit einer willkürlich handelnden Behörde oder einem despotischen Herrscher oder einem tyrannischen Regime. Dies ist die beste Art des heiligen Krieges (gihâd): »Der Gesandte Gottes – Gott segne ihn und schenke ihm Heil! – wurde gefragt: Welcher heilige Krieg ist am besten? Er sagte: Ein Wort der Wahrheit bei einem despotischen Herrscher« (hadît nach Tirmidî und Nasâ’î).

    Artikel 13

    Das Recht auf religiöse Freiheit

    Jeder hat die Freiheit des Glaubens und der Religionsausübung entsprechend seinem Glauben: »Ihr habt eure Religion und ich die meine« (Koran 109, 6).

    Artikel 14

    Das Recht auf Aufruf und Bekanntmachung

    a) Jeder hat das Recht, allein oder mit anderen am Leben der Gemeinschaft teilzunehmen: religiös, gesellschaftlich, kulturell, politisch usw., und die Institution einzurichten oder die Mittel zu schaffen, die zur Ausübung dieses Rechts notwendig sind: »Sag: Das ist mein Weg. Ich rufe (euch) zu Gott aufgrund eines sichtbaren Hinweises, ich und diejenigen, die mir folgen« (Koran 12,108).

    b) Es ist das Recht und die Pflicht eines jeden, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten [der Grundsatz der Hisba … der Religionspolizei] und von der Gesellschaft die Einrichtungen derjenigen Institution zu verlangen, die für die Individuen die Erfüllung dieser Verantwortung ermöglichen, um sich gegenseitig zur Frömmigkeit und Gottesfurcht zu verhelfen: »Aus euch soll eine Gemeinschaft werden, die zum Guten aufruft, gebietet, was recht ist und verbietet, was verwerflich ist« (Koran 3, 104); »helft einander zur Frömmigkeit und Gottesfurcht!« (Koran 5, 2); »Wenn die Leute den Unrecht Tuenden sehen und ihn nicht hindern, so wird Gott sie alsbald bestrafen« (nach Abû Bakr und ‚Umar).

    Artikel 19

    Das Recht auf Gründung einer Familie

    (…) Jeder der beiden Ehegatten hat gleiche Rechte und Pflichten gegen den anderen, wie die šarî’a sie aufführt: »Die Frauen haben dasselbe zu beanspruchen, wozu sie verpflichtet sind, in rechtlicher Weise. Und die Männer stehen eine Stufe über ihnen« (Koran 2, 228). Dem Vater obliegt die Erziehung seiner Kinder: »Körperlich, moralisch, und religiös, entsprechend seinem Glauben und seinem Gesetz.« Er ist verantwortlich für die von ihm auszuwählende Richtung: »Ihr seid alle ein Hirte und ihr seid alle verantwortlich für seine Herde« (hadît nach Buhârît Muslim, Abû Dâ’ûd, Tirmidî und Nasâ’î). (…)

    http://www.dadalos.org/deutsch/Menschenrechte/Grundkurs_MR2/Materialien/dokument_8.htm

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    Universal Islamic Declaration of Human Rights

    http://www.alhewar.com/ISLAMDECL.html

    Universal Islamic Declaration of Human Rights, adopted by the Islamic Council of Europe on 19 September 1981/21 Dhul Qaidah 1401.

    Paris 21 Dhul Qaidah 1401 Salem Azzam
    19th September 1981 Secretary General

    https://www1.umn.edu/humanrts/instree/islamic_declaration_HR.html

    ::

  2. Jacques Auvergne Says:

    Heute am 10. Dezember 2014 verstarb der Schriftsteller und Publizist Ralph Giordano im Alter von 91 Jahren in Köln.

    „Ralph Giordano wird uns fehlen. Er war eine unverzichtbare Stimme der demokratischen, politischen Kultur unseres Landes.“

    (Helge Malchow für den Verlag Kiepenheuer & Witsch)

    http://www.kiwi-verlag.de/news/trauer-um-ralph-giordano.html

    „Giordano wurde 1923 in Hamburg geboren, sein Vater war gebürtiger Sizilianer, seine Mutter war deutsche Jüdin. Wegen seiner jüdischen Abstammung wurden die Giordanos unter den Nazis massiv drangsaliert, 1940 musste Ralph das Gymnasium ohne Abschluss verlassen. Als die Mutter deportiert werden sollte, wurde die Familie von einer Hamburgerin in einem Ruinenkeller versteckt. Am 4. Mai 1945 befreite die 8. britische Armee die völlig ausgezehrte Familie.“

    http://www.spiegel.de/kultur/literatur/ralph-giordano-ist-tot-a-1007692.html

    Fotostrecke

    http://www.spiegel.de/fotostrecke/ralph-giordano-der-ueberlebende-fotostrecke-121972.html

    „Seit den 1960er Jahren lebte der gebürtige Hamburger in Köln. 1982 gelang Giordano mit seiner autobiographischen Familiensaga „Die Bertinis“ ein Weltbestseller. Für seine Arbeiten als TV-Journalist gewann er mehrfach den Grimme-Preis.“

    EXPRESS

    http://www.express.de/koeln/trauer-in-koeln-schriftsteller-ralph-giordano–91–ist-tot,2856,29287148.html

    Erinnerungen eines Davongekommenen

    http://www.amazon.de/Erinnerungen-eines-Davongekommenen-Ralph-Giordano/dp/3462037722

    Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte: Die Pläne der Nazis nach dem Endsieg

    http://www.amazon.de/Wenn-Hitler-Krieg-gewonnen-h%C3%A4tte/dp/3462029444/ref=la_B001JOLN70_1_6?s=books&ie=UTF8&qid=1418318685&sr=1-6

    Die zweite Schuld: Oder von der Last ein Deutscher zu sein

    http://www.amazon.de/Die-zweite-Schuld-Oder-Deutscher/dp/3462029436/ref=la_B001JOLN70_1_5?s=books&ie=UTF8&qid=1418318685&sr=1-5

    Mein irisches Tagebuch

    http://www.amazon.de/Mein-irisches-Tagebuch-Ralph-Giordano/dp/3462039571/ref=la_B001JOLN70_1_8?s=books&ie=UTF8&qid=1418318685&sr=1-8

    Sizilien, Sizilien! Eine Heimkehr Taschenbuch

    http://www.amazon.de/Sizilien-Eine-Heimkehr-Ralph-Giordano/dp/3462034383/ref=la_B001JOLN70_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1418318685&sr=1-4

    Human Rights Day

    http://en.wikipedia.org/wiki/Human_Rights_Day

  3. Machandelboom Says:

    „Wir verlieren die Hoheit auf der Straße“

    (Deutschlandfunk, 02.10.2015)

    Kein Respekt gegenüber, mehr Gewalt gegen Polizisten: Das beklagt Tania Kambouri in ihrem Buch „Deutschland im Blaulicht – Notruf einer Polizistin“. Vor allem Migranten setzten ihrem Berufsstand zu. Doch Strafen drohten kaum, sagte die Beamtin mit griechischen Wurzeln im DLF. Rückhalt in Politik und Justiz fehlten mittlerweile.

    Tania Kambouri im Gespräch mit Christoph Heinemann

    http://www.deutschlandfunk.de/polizei-wir-verlieren-die-hoheit-auf-der-strasse.694.de.html?dram:article_id=332717

    „Notruf“ einer Beamtin:

    Beleidigungen und Gewalt: Streifenpolizistin schildert ihren schockierenden Alltag

    Montag, 05.10.2015, 21:20 · von FOCUS-Online-Autorin Amelie Breitenhuber

    Die Bochumer Polizistin Tania Kambouri hat ein Buch … FOCUS Online zeigt die schockierendsten Schilderungen aus „Deutschland im Blaulicht – Notruf einer Polizistin“.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/tania-kambouri-beleidigungen-und-gewalt-streifenpolizistin-schildert-ihren-schockierenden-alltag_id_4993177.html

    Der Aufschrei einer jungen Polizistin
    Von Christian Frigelj

    DIE WELT, 05.10.2015

    „Trauriger Alltag, nicht nur in Bochum.“ […] Im Buch steckt geharnischte Kritik an den Innenministern, an der Politik – und eben auch an den „sozialromantischen Anhängern eines unkritischen Multikulti, die beim ersten Anflug von Bedenken bereits Islamophobie und Fremdenhass wittern“.

    http://www.welt.de/vermischtes/article147205763/Der-Aufschrei-einer-jungen-Polizistin.html

    Deutschland im Blaulicht

    Von Tania Kambouri.
    NOTRUF EINER POLIZISTIN,
    beim Verlag Piper am 05.10.2015.

    http://www.piper.de/buecher/deutschland-im-blaulicht-isbn-978-3-492-06024-0

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