264. Osnabrück feiert 900 Jahre al-Ġazālī

أسنابروك

Osnabrück

Osnabrück und das erneuerte Mittelalter

Heilssicherung verhindert Wissenschaftlichkeit. Offener Brief zur Osnabrücker Tagung 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland. Von Edward von Roy am 17.10.2011

Blindes Vertrauen ist ein romantisches Ideal meist kurzlebiger Jugendgemeinschaften, das in privaten Freundschaften oder ehelicher Paarbeziehung seine Berechtigung haben mag, nicht aber im Berufsleben oder im wissenschaftlichen Diskurs. Daher gilt es, sobald Menschen konkurrierender Lobbygruppen einander begegnen, niemals zu vermuten, „alle Zweifel beseitigt“ oder vollumfängliche Harmonie hergestellt zu haben, was den Verzicht auf die eigene Kritikfähigkeit integrieren müsste. Die aus feudalen, sprichwörtlichen Herrschaftszeiten stammende Ortsbezeichnung Platz des himmlischen Friedens (Tiān’ānmén) zeigt mit getöteten Demonstranten, was verstaatlichte Beschwörung absoluter Eintracht meint.

Kein geringeres Versprechen aber als das einer die jenseitige Glückseligkeit vorwegnehmenden, unüberbietbaren Gerechtigkeit im Zusammenleben zwischen Männern und Frauen, Muslimen und Nichtmuslimen bietet uns der Vollender der koranbasierten Weltdeutung und Justiz an, der im Jahre 1111 verstorbene Abū Ḥāmid al-Ġazālī. Allahs Rede an Mohammed ist für Schriftgläubige keine Stichwortsammlung zum Ausdiskutieren, keine halbe Sache, sondern auf Dauer (bis zum Tage der Auferstehung) gültiger Befehl: „Was im Koran steht, ist das wortwörtliche Wort Gottes“, fasst der aufgeklärte Bassam Tibi das nicht zuletzt durch al-Ghazali verewigte Dogma zusammen.

Physikalische Kausalität rückt der mittelalterliche Theologe in die Nähe der Blasphemie, denn nicht die Naturgesetze seien es letztlich, die Wirkung haben, nur die Gottheit sei Ursache. Wer ausschließlich philosophisch denkt, gelte im Vergleich zu einem islambewussten Menschen im Diesseits und Jenseits als sittlich minderwertig – mit in jeder Hinsicht höllischen Folgen.

Wer am Sinn der Scharia zweifelt, dem mangele es an Verstand, wie Imam al-Ghazali dem Gottsucher nahe legt:[1]

„Die wirkliche Vernunft gestattet es, den Pfad der Glückseligkeit (the path of felicity) vom Pfad der Verdammnis zu unterscheiden.“

„Moralisch gute Gesinnung zielt darauf, jede schlechte Angewohnheit zu entfernen, wie das islamische Gesetz der Scharia gründlich aufzeigt. … Gute Gesinnung lässt einen die schlechte Gewohnheit so verabscheuen wie Schmutz.“

Gelingendes Leben ohne erfüllten Schariagehorsam wird in einem an al-Ghazali orientierten Islam unmöglich sein, den ein Handeln, was die Banden des Islamischen Rechts übersteigt, ist pflichtgemäß als dreckig und Ekel erregend zu empfinden. Ein an al-Ghazali orientierter Religionsunterricht dürfte die Kinder und Jugendlichen von der freiheitlich demokratischen Grundordnung mehr und mehr entfremden:

„Solange die Ausübung der islamischen Pflichten mit Kummer oder Widerwillen verknüpft bleibt, zeigt sich ein Charaktermangel, der den Weg zum Glück verhindert.“

Zu den Folgen für Kreativität und Geistesleben meint Soziologin Necla Kelek:

„Al-Ghazali war es also letztlich, der den Islam mit seiner „Widerlegung der Philosophen“ gegenüber jedwedem Zweifel versiegelte und die Religion damit in jenes Gehäuse verbannte, das ihr bis heute jede Möglichkeit zu Innovation, Weiterentwicklung und Modernisierung raubte. … Mit der Leugnung der Philosophie hat sich die islamische Welt letztlich vor fast eintausend Jahren aus dem kulturellen Diskurs in Europa verabschiedet. Der Islam hat sich in den letzten fast eintausend Jahren nicht nur der Philosophie, sondern auch den Naturwissenschaften verschlossen. Die Freiheit des Denkens verschwand unter dem Gebetsteppich.“[2]

Alle heutigen einflussreichen islamischen Strömungen haben keine andere Scharia im Programm als der vor neun Jahrhunderten verstorbene persische Staatsideologe und Religionspolitiker. Keine neuzeitliche auf dem Koran gründende Bewegung, von Necmettin Erbakans Millî Görüş bis zu den 1928 entstandenen Muslimbrüdern, von der an Maududi orientierten pakistanischen Jamaat-e-Islami bis zum saudischen Wahhabismus, will, etwa Frauenrechte und Meinungsfreiheit betreffend, eine grundsätzlich andere Islamische Ordnung (Nizam Islami, Hakimiyyat Allah) als jener al-Ghazali, der im Oktober 2011 in der Universität zu Osnabrück festliche Ehrung erfährt.

Die international aktive, Islam und Türkentum verherrlichende Millî Görüş bemüht sich gegenwärtig und nicht ohne Erfolg, ihre Unterwanderung der türkischen Regierung zu beenden, weshalb sich Ministerpräsident Erdoğan, der seit 40 Jahren Erbakans religiöser Bewegung angehört, selbstsicher als ein Anhänger der Scharia bezeichnete.[3]

Der einstige Außenminister Abdullah Gül ist heute Staatspräsident und wird von der BBC als „ex-Islamist“ bezeichnet. Früher stellte er klar:

„Der Islam regelt die weltliche Ordnung. Ich als Moslem glaube daran. In der Türkei gibt es Gesetze, die den Islam unterdrücken, und diese Unterdrückung muss aufgehoben werden.“

Dass die alle 80.000 türkischen Moscheen überwachende DIYANET, als deren deutscher Arm die DITIB fungiert, die schariagemäße (herabgesetzte, obszönisierte und dämonisierte) Frauenrolle propagiert, berichtete die Presse 2008:

„Es handelt sich um einen Leitfaden für das gute und vorbildliche Leben der muslimischen Frau. Flirten, so heißt es da, sei nicht mehr und nicht weniger als Ehebruch. Der Kontakt mit fremden Männern müsse generell vermieden werden. Der Gebrauch von Parfüm außerhalb des eigenen Hauses sei Sünde. „Frauen müssen vorsichtiger sein, sie senden besondere Reize aus“, so der Text weiter.“[4]

Der Islam von Scharia und Fiqh missbilligt jedes Familienleben oder jede Lebensführung, jede Religionskunde oder Islamforschung, die alle irdischen Belange nicht den repressiven Vorgaben des „außerweltlich-gottgeschaffenen“, dem Verstehen letztlich enthobenen Gottesgesetz nachordnet. Es stimmt, dass der abwechselnd als Mystiker oder Philosoph gehandelte Abu Hamid al-Ghazali dem Gottesfürchtigen den Weg in den Himmel nicht verbauen will. Jener allerdings hat sich, sozusagen als Gegenleistung, „weltlich-irdisch“ (sozial, politisch) durch absoluten Verhaltensgehorsam auszuzeichnen, einem Kodex gegenüber, der unbegreiflich bleiben muss und allein deswegen keiner Kritik bedarf.

Die nicht kodifizierbare Scharia wird durch Hisba (Orthopraxiedurchsetzung) und Da’wa (Mission) jedem Tugendverweigerer ausgesprochen (schmerzhaft) spürbar, ihrer systemeigenen Ganzheitlichkeit und Dynamik nach gleicht sie keiner Speisekarte, sondern versteht sich als Komplettangebot. Den Islam nicht falsch „interpretierend“, zurren Hisba und Da’wa als die Werkzeuge der unaufgeklärt-islamischen Disziplinierung zwischen Islamabad und Gaza-Stadt, Jakarta und Kairo in diesen Jahren dem freiheitsliebenden Individuum die Fesseln immer enger und stehen dem Aufbau von Bürgerrechten und Rechtsstaat schlicht im Weg. Ägyptens Verfassung stellt klar: „Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia).“[5]

Wer unkritisch einen Theokraten wie al-Ghazali ehrt, den Großmeister der Schariapolitik, billigt den totalitären Islamischen Staat oder den religiös begründeten Rechtspluralismus, will also entweder das Kalifat oder den Ausstieg aus dem für alle geltenden einheitlichen und (jeden Menschen gleich behandelnden) Recht – oder hat vom Islam nichts verstanden.

Toleranz leben, Vertrauen wagen, aufeinander zugehen, das sind angemessene Wahlsprüche für mehrtägige Jugendfreizeiten, solange die universellen Menschenrechte auf der Seite der Veranstalter bekannt und gewollt sind oder, und von allen, wenigstens wie zufällig gelebt werden. An Lobbyisten einer auf Ungleichbehandlung (der Frau, des Andersgläubigen) beruhenden Doktrin wie derjenigen des Islamischen Rechts sollten Säkulare nicht tolerant, sondern ausgesprochen misstrauisch herangehen.

Redner und Teilnehmer der Tagung 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland sollten sich (oder wenigstens uns) die Frage erlauben, ob das zu einer offenen Begegnung unabdingbare Grundvertrauen angesichts der orthodox-islamischen Frauenfeindlichkeit und geheiligten Diskriminierung der Nichtmuslime angezeigt ist. Ein anderer Islam als derjenige von Scharia und Fiqh ist derzeit zwar mit sympathischen Einzelpersönlichkeiten anzutreffen, jedoch leider noch nicht organisierbar.

Wunderbare Dinge sollen nun von den in der BRD neu geschaffenen universitären Islamischen Studien ausgehen, eine neue Islamische Theologie gar, die nicht länger mit den Standards der Allgemeinen Menschenrechte (AEMR) kollidiert. Welche Gelehrten (‚Ulama, Sg. ‚Alim) den korangemäß (islamgemäß) auf die Scharia zu verpflichtenden Muslimen künftig die Rechtsgutachten (Fatwen) ausstellen sollen, ist unbeantwortet geblieben: Doch hoffentlich nicht diejenigen des, Scheich Yusuf al-Qaradawi nahe stehenden, European Council for Fatwa and Research (ECFR)?[6] Oder will man in Osnabrück dazu aufrufen, im Sinne eines selbst bestimmten Lebens jeden Fatwa-Konsum einzustellen? Haben sich Bülent Ucar („für eine authentische Entwicklung des Islams in Deutschland und Europa“) oder Mouhanad Khorchide („Dafür ist eine Zusammenarbeit mit den islamischen Religionsgemeinschaften geboten“)[7] jemals vom ECFR distanziert, werden sie eine Theologie erschaffen (was doktrinär nur Allah kann) und vermarkten können, die verlässlich gegen die mehr als unterschwellige Misogynie und Gewaltbereitschaft der Funktionäre von Muslimbruderschaft oder (muslimbrudernahem) ECFR anredet und erzieht?

Zugegeben etwas ungläubig haben wir vernommen, dass die Scharia jetzt den Banden der Grundrechte eingepasst werden soll. Das Streben mag die Öffentlichkeit an die beiden Konzepte von Euro-Islam erinnern, die Bassam Tibi säkular und nachhaltig rechtsstaatlich und Tariq Ramadan allahzentrisch und ein wenig revolutionär entworfen haben.

Tibi forderte vom europäischen Muslim den Verzicht auf installierte Islamische Justiz (Fiqh) und die Abkehr vom Islamischen Recht, damit die universellen Menschenrechte keinen Schaden nehmen:

„Im Euro-Islam gibt es keine Scharia und kein Dschihad. Viele Muslime sagen, ohne Scharia und ohne Dschihad gibt es kein Islam. Wenn sie ehrlich sind und informiert sind, was Scharia und Dschihad bedeuten, dann können sie leicht zum Ergebnis kommen: Scharia und Dschihad sind nicht verfassungskonform. Das heißt: Wenn ich an den Islam glauben will und will an Scharia und Dschihad festhalten, dann kann ich nicht auf dem Boden des Grundgesetz stehen.“[8]

Ramadan will den beibehaltenen islamischen Pflichtenkanon, das Strafrecht eingeschlossen, einer elitär betriebenen Debattenkultur unterziehen, das Ergebnis sei dann demokratiefähig:

„Meine Position ist, dass wir anfangen müssen, darüber zu diskutieren. Ich glaube nicht, dass die Umstände, diese Strafen wieder einzuführen, zurückkommen werden. Aber ich will mit den islamischen Gelehrten in eine kritische Diskussion treten, … indem ich die Idee vorantreibe, die Strafen zu suspendieren und den Dialog darüber zu eröffnen, was wir wollen. Ich weiß nur eines: Es ist unmöglich, sie anzuwenden, deshalb müssen wir es beenden im Namen des Islams.“

Die Religion des Islam scheint der selbsternannte Genfer Islamsprecher dabei als parallele Staatlichkeit zu begreifen, die sich zwischen Regierung und „Islambürger“ schiebt und alles Nichtislamische auf die jeweiligen Ergebnisse der Beratschlagung („Diskussion“) warten lassen darf. Zu einem unzweifelhaften Vorrang der AEMR gegenüber den Religionsgesetzen schweigt Ramadan. Auch zum Verzicht auf den Hidschab (Schleier, islamisches Kopftuch) oder für die Möglichkeit der Islamapostasie macht sich der Sohn von Muslimbruder Said Ramadan und Enkel von Hasan al-Banna, dem Gründer der Muslim Brotherhood, nicht gerade stark.

Das angeblich unbedingt und sofort in den Hochschulbetrieb zu integrierende „islamische Wissen“ ist aus Sicht der ‚Ulama das, was die Seele vor der ewigen Verdammnis rettet. Reinhard Schulze gibt sich optimistischer und redet von Islamischer Theologie:

„Islamisches Wissen soll durch einen akademischen Diskurs nicht nur verwaltet, sondern bearbeitet und weiterentwickelt werden. … Die Aufgabe, vor der wir heute stehen, ist die Integration der islamischen Selbstauslegung in das akademische Feld deutscher Universitäten.“[9]

Wer sieht Anlass zur Hoffnung, dass die an den deutschen Fakultäten für Islamische Theologe im Aufbau befindliche Imamausbildung und Ausbildung der Lehrer für einen Islamischen Religionsunterricht näher am Konzept des Göttinger Politikwissenschaftlers steht und weiter entfernt vom gleichnamigen Entwurf des Genfer Islamisten? Was Bülent Ucar (ebenfalls bei dradio) zu den Möglichkeiten der Theologiefortschreibung sagt, mag Spannung verbreiten, ist aber kein vorbehaltloses Bekenntnis zur Universalität der Menschenrechte:

„Es kann aber auch sein aufgrund der pluralistischen Gesellschaft hier im Westen, dass sich so etwas wie ein liberaler Islam entwickelt.“

Wer am 28.-30. Oktober 2011 im Osnabrücker Schloss Abu Hamid al-Ghazali als Beispiel träumerischer Mystik ausgeben will, lese beim illusionslosen Murad Wilfried Hofmann:

„Andernfalls müssten sie wissen, dass Islam selbst von Mystikern nie nur als eine Sache des Herzens verstanden werden darf, sondern notwendig die Unterwerfung unter das Gesetz, die Schari’a, impliziert.“[10]

Hofmann argumentiert völlig im Einklang mit al-Ġazālī, der den Trance-Techniken verzückter Gotteserfahrung gewisser Sufi-Gemeinschaften jeden Selbstzweck abspricht. Nicht Entrückung sichert das Heil, sondern soziopolitischer Gehorsam:

„Die Menschen schlafen, und erst wenn sie sterben, erwachen sie (people are asleep, and when they die they wake up). … Die Liebe zum Diesseits ist die Ursache aller Sünde, das Diesseits ein Ackerfeld für das Leben danach.“

„Voller Treue und Eifer soll der einfache Muslim die Gelehrten nachahmen, die Erben der Propheten. Die Gelehrten sollen die Gottesfreunde, Propheten und Engel bis zur Auslöschung aller menschlichen Eigenschaften imitieren, damit sie im Paradies zu menschengestaltigen Engeln verwandelt werden.“

Nur dem schariatisch korrekt Handelnden gelinge es in seinem Leben, die (das Seelenheil gefährdenden) Extreme zu vermeiden. Glauben heißt gehorchen! Das ist die Botschaft eines ernsthaft an al-Ghazali ausgerichteten Islamischen Religionsunterrichts (IRU).

Zur Ausbreitung der islamischen Seinsweise darf gelogen werden, stellt al-Ghazali fest.[11]

Wer die Islamische Ordnung aufbaut und seine Familienangehörigen und Nachbarn mit der Grundlage jeder Hisba-Tätigkeit, mit dem „Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten (Koran 3:110) zum „religiös richtigen Tun“ zwingt, sei gerade nicht gleichsam zu heiß oder zu kalt, sondern human und gemäßigt, habe sozusagen Körperwärme, wie Tugendtyrann al-Ghazali, die griechischen Philosophen zweckentfremdend, anordnet:

„Vollkommene Tugend ergibt sich dem Gottesfürchtigen ganz von selbst, die Wahrheit ist für ihn jederzeit und mühelos ersichtlich.“

„Ziel ist die Wohlausgewogenheit, das mittlere Maß, denn Übermaß wie Mangel sind meidenswert. Wir Menschen wünschen wohltemperiertes Wasser, nicht zu heiß und nicht zu kalt.“

Um die Frauenfrage war der vor 900 Jahren verstorbene Imam besonders bemüht, wie man im Al-Ḥyā ‚Ulūm ad-Dīn (Die Wiederbelebung der religiösen Wissenschaften) erfährt:[12]

„Sie muss im Hof bleiben und sich um die Wäsche kümmern. Sie darf nicht allzu oft ausgehen, muss einfältig und gutmütig sein, darf keinen allzu geselligen Umgang mit den Nachbarn haben und sie nicht öfter besuchen, als es absolut unverzichtbar ist. Sie muss sich sehr um ihren Ehemann kümmern und ihn respektvoll behandeln. Ohne seine Einwilligung darf sie das Haus nicht verlassen.“

Die Tagungsteilnehmer im Osnabrücker Schloss sollten sich umsehen, ob Exemplare der Spezies Frau unter ihnen anwesend sind, die gegen al-Ghazalis Vorgabe verstoßen und ohne Erlaubnis des Ehegatten gekommen sind. Wer das jetzt nur lustig findet, weiß nicht, was Islamisches Recht und Deutschlands Ehrenmorde miteinander zu tun haben. Unattraktiv muss die Tugendhafte wirken, anonym wie ein Zombie durch Nebengassen huschen:

„Dabei hat sie [beim Ausgehen, beim Verlassen des Hauses] abgetragene Kleidung anzulegen und sich nur auf unbelebten Straßen zu bewegen. Die öffentlichen Märkte muss sie meiden und sicherstellen, dass niemand sie an ihrer Stimme erkennt. Sie darf sich nicht an einen Freund ihres Ehemannes wenden, selbst wenn sie seine Hilfe gerade nötig hätte.“

Was al-Ghazali zur Frau im Islam predigt, ist kein „Islamismus“, sondern echter alter Islam.

Vor einer Zersplitterung des deutschen Islams warnend, lobt der 1984 in Lützelbach im Haus des Islam (Wolfgang Borgfeldt) weilende Hofmann den Islamfunktionär Ahmad von Denffer, der gerade seine sechs Jahre an der Maududi-orientierten britischen Islamic Foundation beendet hatte:

„Wenn alle diese Gruppen und Grüppchen und ihre fernen Mäzene sich dem Islam so verschrieben hätten wie Ahmad von Denffers Muslim-Gemeinschaft, dann würden sie an einem Strick ziehen. Wenn.“

Der radikale, aus Leicester heimgekehrte Konvertit bekannte sich später religiös zu palästinensischen Selbstmordattentaten („eine der höchst lobenswerten Formen des Gottesdienstes“), ganz nach dem Vorbild des Apostaten und Homosexuelle als tötenswert erklärenden Scheichs al-Qaradawi,[13] und ermuntert jeden deutschen Muslim, den säkularen Staat zu überwinden und: „diese Gesellschaft in eine islamgemäße umzuwandeln.“[14]

Gareth Jenkins (2010) unterschätzt den türkischen Ministerpräsidenten womöglich, der, die Unrechtssysteme Iran und Sudan betreffend, keineswegs betriebsblind ist, sondern politisch geschickt:

„Dass man die Länder des einstigen osmanischen Reiches an sich binden, zu deren ‚Gravitationszentrum’ werden will, das hat ja auch Außenminister Davutoglu immer ganz konsequent gesagt. Das ist Strategie. Aber ich glaube auch, dass es eine gewisse Blindheit, eine Naivität gibt bei Erdogan und der AKP. Sie sehen diese Regime nicht so wie sie sind. Es ist ein Ausdruck der mangelnden intellektuellen Tiefe Erdogans, er kann nicht erkennen, was böse ist im Sudan, weil er es durch einen muslimischen Filter wahrnimmt. Diese Leute können nicht schlecht sein, sie sind Muslime. … Das eigentliche Problem ist aber eine kulturelle Blindheit der AKP gegenüber muslimischen Extremisten. Man erkennt oft gar nicht, dass jemand ein potenzieller Terrorist ist, weil derjenige als frommer Muslim dasteht, und somit grundsätzlich akzeptabel erscheint.“[15]

Die größere „Blindheit“ oder Einfalt könnte viel eher auf Seiten des Islamische Studien empfehlenden deutschen Wissenschaftsrats (WR) liegen und bei den fünf Universitäten, die, durch den Staat mit jeweils bis zu 4 Millionen Euro gefördert,[16] um die rasche Ansiedlung von schariafreundlichen Studiengängen rangelten.

Falls sich Deutschlands Islamische Theologenausbildung als das Hofmannsche „an einem Strick ziehen“ erweisen sollte, als ein die Integration behinderndes und die Abschottung förderndes Hand-in-Hand-Arbeiten mit FIOE (Federation of Islamic Organisations in Europe) bzw. ECFR, wird es hilfreich sein, rechtsstaatliche Wege offen gehalten zu haben, um das waghalsige Experiment einer universitären IRU-Lehrer- und Imamausbildung zu beenden.

Religionslehre an öffentlichen Schulen darf nicht dazu beitragen, Rechtsstaat und bürgerliche Ordnung zu ironisieren und zu erodieren. Bevor die heutigen Islamverbände staatlicher Ansprechpartner für einen bekennenden Religionsunterricht sein können, ist der Verzicht auf die Wortwörtlichkeit von Koran und Hadith zu erklären. Der Aufbau von Fiqh-Justiz (Fatwa-basierten Schiedsstellen, Schariagerichtshöfen) darf nicht betrieben werden.

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

[1] Aus dem Mīzān al-‘Amal (Waage-Skala des Handelns) stammen, wo nicht anders angegeben, auch die anderen Zitate. Eigene Übersetzung nach al-Ghazalis Criterion of Action bzw. Critère de l’action verschiedener Quellen, u. a.

Criterion of Action (Mizan al-‘Amal), bei: S. Dunya, Kairo 1964

http://www.ghazali.org/works/mizan-en.htm

Das etwas weltverachtende „alle Menschen schlafen“ (when they die they wake up) entstammt dem Hadith. Soll der an al-Ghazali geschulte Teilnehmer des künftigen IRU sich für einen Schlafwandler (sleepwalker) halten? “There is a hadith of the Prophet Muhammad, which is attributed also to Ali. He says that human beings are asleep. And when they die they wake up. So, there is this notion that human beings go through life as sleepwalkers, as people who are really not waking up to their own potential – to this power that resides within us.”

http://xeniagreekmuslimah.wordpress.com/2010/10/05/human-beings-are-asleep-when-they-die-they-wake-up-why-some-are-unable-to-understand-te-quran/

[2] Necla Kelek: Aus Muslimen müssen freie Bürger werden

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/freiheitspreis-an-necla-kelek-aus-muslimen-muessen-freie-buerger-werden-15935.html

[3] WELT 20.07.2007, Boris Kalnoky: Das System von Recep Tayip Erdogan

Zitat: „Gott sei Dank sind wir Anhänger der Scharia“, sagte Erdogan 1994 der Zeitung ‚Milliyet’. Der Satz daraus „unser Ziel ist der islamische Staat“, hat die Türkei erschüttert

http://www.welt.de/politik/article1042341/Das_System_von_Recep_Tayip_Erdogan.html

[4] DER SPIEGEL am 01.06.2008, Daniel Steinvorth: Wenn Frauen besondere Reize aussenden.

„Für andere Frauen, säkulare Türkinnen, kommt der Sittenkatalog einem Rückschritt in die Steinzeit gleich.“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,556473,00.html

[5] Art.2. Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia).

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_one/part_one.aspx

[6] ufuq, bei bpb – „Qaradawi selbst gilt als Vordenker der islamistischen Muslimbruderschaft. Zwar präsentiert er sich als Verfechter der „wasatiyya“, einer „Mittelposition“, die nach einer gemäßigten Position zwischen den Extremen suche. Doch bekennt er sich zur maßgeblichen Rolle der Scharia im gesellschaftlichen Alltag. … Qaradawi ist auch Präsident des 1997 in Dublin gegründeten Europäischen Fatwa- und Forschungsrates (ECFR).“

http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=2R8K3B

[7] IGMG 01.01.2011 Islamuntericht: Moschee und Schule ergänzen sich

Khorchide will, hier publiziert es die Millî Görüş: „dass sich der islamische Religionsunterricht an den Schulen und der Religionsunterricht an den Moscheen künftig gegenseitig ergänzen sollen.“

http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/islamuntericht-moschee-und-schule-ergaenzen-sich.html?type=98

[8] Der europäische Islam (Michael Hollenbach, dradio 25.07.2009)

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1004570/

[9] „Was ist Islamische Theologie?“ Reinhard Schulze (Köln 13.07.2010)

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Schulze.pdf

Während Schulze vor dem Wissenschaftsrat dozierte, protestierten Bürgerrechtler vor dem Tagungszentrum MediaPark

http://vafpage.de/aktionen.html#Juni

[10] Murad Wilfried Hofmann 1981, aus: Tagebuch. Dort liest man, was der gottesfürchtige Diplomat drei Jahrzehnte eher unter Wissenschaft zu verstand: „Oh ja, diese Soziologie argumentiert vom gewünschten Ergebnis her. Atheismus ist ihr nicht nur Arbeitshypothese, sondern Axiom. Wenn dies die herrschende Weltanschauung der gesamten westlichen Welt wird, dann gute Nacht auch für Europa.“

http://www.way-to-allah.com/dokument/tagebuchwilfriedhoffmann.pdf

[11] Frommes Lügen ist für die Ausbreitung des Schariagesetzes gestattet, sagt al-Ghazali:

“Know that a lie is not wrong by itself … We must lie when truth leads to unpleasant results.”

http://books.google.de/books?id=alSXCzWQmKcC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

[12] Eigene Übersetzung nach: « Elle doit rester au foyer et filer la laine. Elle ne doit pas sortir trop souvent. Elle doit être ignorante, ne doit pas être sociable avec ses voisins et ne doit leur rendre visite que si c’est absolument nécessaire. Elle doit prendre soin de son mari et doit lui témoigner du respect, en sa présence comme en son absence. Elle doit essayer de le satisfaire en toutes choses. Elle ne doit pas essayer de le tromper, ni de lui extorquer de l’argent. Elle ne doit pas quitter sa maison sans la permission de son mari … Elle devra revêtir de vieux vêtements et emprunter des rues désertes. Elle devra éviter les marchés publics et s’assurer que nul ne puisse identifier sa voix et la reconnaître. Elle ne doit pas adresser la parole à un ami de son mari, même si elle a besoin de son assistance.»

Aus : Revivification des sciences de la religion, cité par Ghassan Ascha, Du statut inférieur de la femme en Islam, l’Harmattan, Paris 1987, p. 41.

http://www.denistouret.fr/textes/al_Ghazali_Algazel.html

http://fr.narkive.com/2004/12/28/1753783-le-statut-inferieur-de-la-femme-en-islam.html

Zu al-Ghazali und die Frauen vgl. auch Describing Women and Their Good and Bad Points

Imam Ghazali: Counsel for Kings [Nasihat al-Muluk], London, Oxford University Press, 1964, pp. 158-173

http://www.globalwebpost.com/farooqm/study_res/ghazali/women_good_bad.html

[13] Qaradawi declared Hezbollah’s war a legitimate Jihad in accordance with Islamic law on his Web site, where he also stated, „It is the duty of every Muslim to support this resistance against the Israeli enemy.“ …

Qaradawi has also justified killing apostates and homosexuals. In an interview with the Egyptian newspaper Al-Ahram Al-Arabi in 2004, Qaradawi condemned apostasy and ordered the death penalty for those who stray from Islam. In 2003 Qaradawi stated on IslamOnline that the punishment of homosexuality is the death penalty.

http://www.adl.org/NR/exeres/788C5421-70E3-4E4D-BFF4-9BE14E4A2E58,DB7611A2-02CD-43AF-8147-649E26813571,frameless.htm

[14] bpb – Rainer Brunner zitiert Ahmad von Denffer:

„Hier hat der Wolf aber gehörig Kreide gefressen! (…) Niemand wird ernsthaft glauben, was der Zentralrat hier vorträgt. An der Forderung des Korans, danach zu streben, dass nach Allahs Wort zu entscheiden ist (Koran 5:44-50 u.a.), kann kein Zweifel bestehen. Mit seinem ‚Begrüßen’ des Systems der Bundesrepublik Deutschland wo ‚Staat und Religion harmonisch aufeinander bezogen sind’ rückt der Zentralrat aber eindeutig von dieser koranischen Maßgabe ab“

http://www.bpb.de/veranstaltungen/NTGHNT,0,0,Die_Islamische_Charta_des_Zentralrats_der_Muslime_in_Deutschland.html

[15] Boris Kalnoky für WELT-online am 25.01.2010, „Erdogan kehrt zurück zu muslimischen Instinkten“

http://www.welt.de/politik/ausland/article5970785/Erdogan-kehrt-zurueck-zu-muslimischen-Instinkten.html

[16] James Angelos am 03.08.2011, in: Germany Tries to Forge European Brand of Islam

Germany’s government is granting five of its public universities up to €4 million ($5.7 million) each to develop Islamic theology programs. The Osnabrück experiment, the first German university course of its kind, has gained a great deal of attention.

http://online.wsj.com/article/SB10001424053111903635604576476230269701982.html

10 Antworten to “264. Osnabrück feiert 900 Jahre al-Ġazālī”

  1. Ossenbrügge Says:

    Vor sechzehn Monaten kritisierten Atheisten den Plan einer Imam-Ausbildung in Osnabrück

    11. Juni 2010 – „An der Universität in Osnabrück will die niedersächsische Landesregierung den bundesweit ersten Master-Studiengang für Imame einrichten. Damit würden die bereits existierende Ausbildung islamischer Religionslehrer und ein im Herbst beginnendes deutschsprachiges Weiterbildungsprogramm für Imame konsequent zu einem Institut für Islamische Theologie ausgebaut.

    Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Niedersachsen und Bremen kritisiert dieses Vorhaben. …

    Die Ausbildung religiöser Funktionsträger auf Kosten der Steuerzahler, zu denen auch Konfessionslose gehören, lehnt der IBKA ab. …

    IBKA wendet sich deshalb gegen eine Ausweitung der gegenwärtigen Praxis auf weitere Religionsgemeinschaften und fordert die Ausgliederung der bestehenden theologischen Fakultäten (nicht jedoch religionswissenschaftlicher Forschungsbereiche) aus staatlichen Hochschulen.“

    http://www.ibka.org/node/1008


    ebenso aus der Region

    Humanistischer Verband Osnabrück
    (Freie Humanisten)

    http://www.humanisten.de/index.php?id=38


    SOLWODI – Beratungsstelle Osnabrück

    http://www.solwodi.de/34.0.html

    siehe dazu EMMA 2010 – „25. Jubiläum in der Stadthalle von Boppard, dem Solwodi-Hauptsitz am Rhein“,

    „In den vergangenen 25 Jahren ist Solwodi mit über 20 Beratungsstellen und Schutzwohnungen in Afrika, Deutschland und Rumänien eine der bedeutendsten Organisationen im Kampf gegen Frauenhandel und Prostitution geworden.“

    http://www.emma.de/ressorts/artikel/prostitution/solwodi-feiert-25-jaehriges-jubilaeum/


    Amnesty International Hochschulgruppe Osnabrück

    „am 26.10.2011 findet um 20 Uhr eine Begrüßungsveranstaltung für alle, die sich für unsere Arbeit bei Amnesty International interessieren, in Raum 11/ 215 (Schloss) statt.“

    http://www.amnesty-hochschulen-os.de/Main/UnsereGruppe


    amnesty international Deutschland – Bezirk Münster-Osnabrück

    http://www.amnesty-muenster-osnabrueck.de/impressum/


    In: Neue Rolle für den Islam (noz Neue Osnabrücker Zeitung 10.10.2011) beschwichtigt ein Dr. Christof Haverkamp, der uns nahelegt, Islam sei durch und durch gut und Misstrauen gegenüber ‚Sharia & Sheikh‘ nicht angezeigt. Die Islamischen Studien / Islamischen Fakultäten würden der Demokratie Frieden und Wohlergehen bescheren:

    „Die Attentäter vom 11. September 2001 missbrauchten den Islam für ihre Zwecke. Im Westen wuchs danach das Misstrauen gegenüber Muslimen. …

    Doch die Situation bessert sich: In Tübingen, Münster -Osnabrück, Gießen-Frankfurt und Erlangen-Nürnberg existieren bereits Institute für Islamische Theologie. Damit werden bald zum ersten Mal Imame und muslimische Theologen in Deutschland ausgebildet.“

    http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/57671625/neue-rolle-fuer-den-islam

    Der Journalist weilte 2007 in der Osnabrücker Stadthalle mit Ägyptens Minister für Scharia und Waqf, Mahmoud Hamdi Zakzouk. Dr. Reinhold Mokrosch (Uni Osnabrück) moderierte dieses Beispiel der Osnabrücker Friedensgespräche

    http://www.ofg.uni-osnabrueck.de/ofg_2007/gespraech_2007_6_fotos.htm

    Immerhin konfrontierte NOZ-Mitarbeiter Haverkamp den ägyptischen Schariapolitiker mit der Schariagrundlage des Koran: „dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet!“, „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und den Jüngsten Tag glauben!“, „Kämpft gegen die Ungläubigen und diejenigen, die euch nah sind! Sie sollen merken, dass ihr hart sein könnt.“

    Warum sagt der Journalist 2011 nicht, dass die al-Qaida im islamischen Sinne religiös ist und den Koran einfach nur wörtlich umsetzt? Haverkamp erklärt die Dschihadisten gewissermaßen zu Islam-Apostaten („Die Attentäter vom 11. September 2001 missbrauchten den Islam für ihre Zwecke“).

    http://www.ofg.uni-osnabrueck.de/jahrbuch-pdf/2008/JB2008_Diskussion.pdf

  2. Cees van der Duin Says:

    Auch die Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte ( GAM ) kritisiert die Osnabrücker Tagung:

    „Zum einen ist es höchst abwegig, Theologie und offenbarungsreligiösen (hier: islamischen) Glauben als „Wissenschaft“ zu bezeichnen und zu behandeln. Zum anderen verstößt die Einrichtung einer staatlichen Imam-Ausbildung grundsätzlich gegen das verfassungsrechtliche Neutralitätsgebot in Religionsangelegenheiten. …

    Verurteilt wird auch die Leugnung von Wundern durch die Philosophen sowie das Kausalitätsdenken, weil es die göttliche Allmacht, ein Grunddogma des islamischen Eingottglaubens, in Frage stellt und dadurch die Krisen erzeugende Verunsicherung der Menschen hervorrufe. Um die rationale Philosophie als Nebenbuhlerin des Ringens um Wahrheit auszuschalten und den Absolutheitsanspruch des theokratischen Denkens zu befestigen, belässt es al-Ġazālī nicht nur bei der Kritik der angeblichen philosophischen Irrtümer, sondern verdammt die Philosophen als Ungläubige, was im orthodoxen Islam einem Todesurteil gleichkommt. …

    Mit diesem islamisch-theologischen Verdammungsurteil fungiert al-Ġazālī als herausragende Figur der Austreibung philosophisch-rationaler Diskurskeime aus dem islamischen Weltanschauungssystem, das auch heute in seiner orthodoxen Grundgestalt mit der säkularen Moderne auch bei größtem Aufwand spitzfindigster Hermeneutik nicht in Einklang zu bringen ist.“

    aus: Mit al-Ghazali auf dem Irrweg der staatlichen Imamausbildung voranschreiten?
    Osnabrücker Universität ehrt einen orthodox-islamischen Totengräber des orientalischen Rationalismus

    http://gam-online.de/text-aktuell-2.html

  3. Drögeldauk Says:

    Der „Kalif von Köln“ hat auch in Osnabrück Anhänger
    NOZ 19.09.2002

    Metin Kaplan, der „Kalif von Köln“, hat auch in Osnabrück seine Anhänger. Das wurde gestern bei der bundesweiten Razzia gegen die islamistische Vereinigung „Kalifatsstaat“ bekannt. Am Großen Fledderweg räumte die Polizei das gesamte Inventar der Hakk-Moschee aus. 23 von 25 Mitgliedern der Gemeinde sollen einen Treueeid auf den Islamistenführer geleistet haben, der zurzeit im Gefängnis sitzt.

    http://www.noz.de/archiv/vermischtes/artikel/298845/der-kalif-von-koln-hat-auch-in-osnabruck-anhanger




    Bundesinnenminister Schily hat die islamistische extremistische Vereinigung „Kalifatsstaat“, die dazugehörende Stiftung „Diener des Islam“ (Stichting Dienaar aan Islam) sowie 19 Teilorganisationen mit insgesamt rund 1.100 Mitgliedern verboten. …

    Die Organisationsstruktur … war hierarchisch aufgebaut und in Deutschland in verschiedene Gebiete („Bölge“) gegliedert, an deren Spitze jeweils ein „Gebietsemir“ stand. In diesen Gebieten in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz leben die rund 1.100 Anhänger des „Kalifatsstaates“, die sich gegenüber dem „Kalifen“, Metin Kaplan, zum Gehorsam verpflichtet haben. Sie führten an die Zentrale in Köln „Steuern“ ab.

    Dort residierte u. a. ein „Generalpräsidium“ mit verschiedenen „Abteilungen“ sowie einen „Generalstab“. Der „Kalif“ hatte einen Beraterstab von rund 10 Personen, der sich als „Zentrale“ („Merkez“) um die Ausführungen der Arbeiten z. B. in der verbandseigenen Zeitung („Ümmet-i Muhammet“), im Lebensmittelhandel („Hakk-Bir“) oder bei der Stiftung („Stichting Dienaar aan Islam“) kümmerte. Es gab eine „Fetwa-Instanz“, die religiöse Rechtsgutachten erstellte, und eine eigene „Gerichtsbarkeit“. Für die Jugendarbeit hatte jedes Gebiet einen „Jugendemir“, in der Zentrale gab es einen „Generaljugendemir“. Der „Kalifatsstaat“ arbeitete weitgehend konspirativ. Die Funktionsträger des Verbandes trugen teilweise nur religiös geprägte Decknamen, die tatsächlichen Namen waren vielen Angehörigen der Gemeinde nicht bekannt.

    Als finanzielles Rückgrat für seine Aktivitäten diente dem „Kalifatsstaat“ die in den Niederlanden registrierte „Stichting Dienaar aan Islam“. Sie war Eigentümerin der acht verbandseigenen Liegenschaften, verwaltete Spendengelder und organisierte Pilgerreisen nach Mekka.

    Eine verbandseigene Zeitung „Ümmet-i Muhammed“ („Die Gemeinde Muhameds“) erschien wöchentlich in mehreren tausend Exemplaren. Seit 1997 produzierte die Vereinigung mit „Hakk-TV“ (sinngemäß: Wahres islamisches Fernsehen) eine eigene Fernsehsendung. Im Internet war der „Kalifatsstaat“ mit eigenen Webseiten vertreten.

    Äußerungen in der Zeitschrift „Ümmet-i Muhammed“ zeigten die ablehnende Haltung zur Demokratie: „… Die schlimmste Krankheit unserer Zeit ist die Demokratie! Sie ist gefährlicher und tückischer als Krebs, Aids, als die Pest und vergleichbare Krankheiten. Die Demokratie ist die größte Krankheit. Es geht so weit, dass diese Krankheit die Menschheit vernichtet. …“ Ferner: „… Es lebe die Hölle für die Ungläubigen! Und nieder mit allen Demokratien und allen Demokraten!“

    Im Strafverfahren gegen Metin Kaplan vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gab der als Zeuge vernommene „Jugend-Emir“ von Hessen zu verstehen, dass die deutschen Gesetze für den „Kalifatsstaat“ keine Relevanz besäßen: „…Wenn eine Gesetzesbestimmung der Scharia entspricht, wird sie befolgt, wenn nicht, wird sie nicht befolgt. Der Koran ist das Maß aller Dinge. Denn er beinhaltet Gottes Gesetz. Alle andern Gesetze sind nur von Menschen gemacht… Unser Bestreben ist, dass Sie (d.h. das Gericht) es mit Nachsicht behandeln, wenn wir Ihre Gesetze nicht einhalten…“

    Zur Türkei hieß es in „Ümmet-i Muhammed“, „… Das Gericht des Kalifatsstaates hat die Türkische Republik bereits verurteilt…“ und „Wenn der Kalifatsstaat das gesamte Land Anatolien beherrscht, wird man nach der Gründung der Gerichte einzeln mit den Glaubensabtrünnigen abrechnen und sie hinrichten!“ Das Existenzrecht des Staates Israel wurde bestritten: „… Wenn es einen islamischen Staat gegeben hätte, dann wäre noch nicht einmal so etwas wie der Name Israel übriggeblieben. …“ In volksverhetzender Weise wurde gegen Juden agitiert: „Wenn wir Juden sagen, dann werden alle Muslime von einem Schauer erfasst und sie müssen sich zuerst einmal schütteln. Diese Gesellschaft von nicht einmal einigen Millionen Menschen lässt eine Milliarde Muslime Blut spucken. Die jüdische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, die die Propheten ermordete, sich gegenüber den Gottesgaben undankbar zeigte und Hinterhältigkeit und Gewalttätigkeit zu ihrer Parole machte. …“. …

    ITZ Initiative Tageszeitung

    http://www.initiative-tageszeitung.de/lexika/leitfaden-artikel.html?LeitfadenID=269

  4. Drögeldauk Says:

    MUSLIMISCH DEMOKRATISCHE UNION
    MDU

    Erhat Toka ist 1973 in Lengerich in Westfalen geboren. … Von 2003 bis 2008 war er zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit in der Milli Görüs Moschee in Lengerich. Nach seiner Heirat zog er nach Osnabrück und übernahm dort die Öffentlichkeitsarbeit in der IGMG-Gemeinde. In dieser Zeit war er maßgeblich an der Gründung des Bündnisses der islamischen Gemeinden in Osnabrück beteiligt und war dabei auch zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. …

    Am 11.09.2011 nahmen sie an den Kommunalwahlen teil und verfehlten knapp einen Sitz im Stadtrat. Am 20.01.2012 nahmen sie an den Landtagswahlen mit zwei Direktkandidaten aus Osnabrück teil. Eine Teilnahme im gesamten Bundesland scheiterte an 500 von aufzubringenden 2000 Stützunterschriften.

    Erhat Toka: Wir sind eine ganz normale Partei, die sich über den Islam definiert. Wir richten uns natürlich primär an Muslime. Unsere Politik soll aber der gesamten Gesellschaft zugute kommen. Wir wollen Politik nach muslimischen Maßstäben machen. Schauen Sie, der Vatikan wirtschaftet nach Islamic-Banking-Regeln. Das sagen sie auch offen. Also haben die islamischen Regeln Vorteile für die gesamte Gesellschaft. … Die Finanzkrisen haben wir den Banken zu verdanken. Anschließend werden sie mit Steuergeldern aufgepäppelt. Dann geht es wieder von vorne los. Die Banken haben zuviel Macht. Das muss sich ändern. …

    Deutschland darf nicht bedingungslos die Verbrechen Israels decken mit der Ausrede, Israel habe das Recht sich zu verteidigen und Deutschland habe eine historische Verantwortung. Stellen sie sich mal vor, der Staat sperrt einen Unschuldigen ein, erkennt den Fehler und entlässt ihn wieder. Hat dieser Mensch dann ewige Straffreiheit? Israel bombardiert und tötet hunderte Zivilisten, baut illegale Siedlungen, sperrt Menschen ein und enteignet sie und zerstört deren Häuser und Ernten. Israel hat bisher gegen fast alle UN-Resolutionen verstoßen und es gab keine UN-Sanktionen. …

    Wir Muslime müssen uns endlich entscheiden, ob wir in Deutschland leben wollen und uns ganz bewusst entscheiden. Wir leben jetzt schon seit über 45 Jahre hier und sehen uns immer noch als Ausländer. Man kann Deutscher und Muslim sein. Man kann aber nicht Deutscher und Araber oder Türke sein. Eine unserer Identitäten, gewollt oder ungewollt, wird auf der Strecke bleiben. Und ich bin dafür, dass es unsere Herkunfts-Nationalität ist. …

    Quelle:
    Muslim-Markt (MM)
    Erhat Toka, Gründungmitglied der Muslim Demokratischen Union und im Vorstand zuständig für Öffentlichkeitsarbeit
    07.02.2013

    http://www.muslim-markt.de/interview/2013/toka.htm



    Die MDU hat sich am letzten Samstag in Berlin am Al Quds Tag mit Kräften aus ganz Deutschland beteiligt:
    6. August 2013

    http://muslimtv.de/filme/2013/2013-08-05-qudstag.html

    MDU auf dem Marsch zu Kalifat und Jerusalem. Im Tross die Flagge der Hisbollah. Flag of Hezbollah

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/archive/0/08/20131116214143!Flag_of_Hezbollah.svg

    AlQuds, Jerushalahim, Jerusalem, … Diese Stadt ist besetzt! Besetzt von europäischen Kolonialisten, die sich in irreführender Weise nach dem Berg Zion benannten und sich so in ungerechtfertigter Weise einen religiösen Anspruch geben, den Sie nicht verdienen. Sie halten mit Hilfe ihrer hochtechnisierten Armee ein ganzes Land in Geiselhaft und terrorisieren seine Bevölkerung und das seit 1948, seit sie sich dieses Land, welches von den Christen auch das Heilige genannt wird, unter den Augen der Weltgemeinschaft widerrechtlich aneigneten und zum Staat erklärten. … Die MDU tritt dafür ein, dass alle auf dem Boden Palästinas lebenden Menschen das Recht bekommen selbst zu entscheiden und sich ihre Regierung selbst zu wählen und einen Staat zu gründen in dem Juden, Muslime und Christen friedlich zusammenleben können. Alles andere ist Augenwischerei und Selbstbetrug. Dazu ist es allerdings notwendig, dass unser Land Deutschland seinen Kuschelkurs mit Israel sofort beendet und alle finanziellen und militärischen Hilfen an Israel einstellt. … Bilal Wilbert Bundesvorsitzender der MDU

    https://de-de.facebook.com/pages/MDU-Muslimische-Demokratische-Union/522007664520012

    Videobericht von Muslim-tv zum Qudstag 2013 in Berlin
    Fatima Özoguz 06.08.2013

    Dazu noch die Rede vom MDU-Bundesvorsitzenden Bilal Wilbert: (…)
    Die Rede von Bruder Bilal Wilbert auf youtube:

    http://www.muslim-markt-forum.de/t432f2-Videobericht-von-Muslim-tv-zum-Qudstag-in-Berlin.html

    Kalifatsbewegte Libanesen, sog. Palästinenser, MDU, Hisbollah (drei Staaten – Israel, Kanada und die Vereinigten Staaten – stufen die gesamte Hisbollah als Terrororganisation ein) mit ihren gelben Fahnen mit grünem Maschinengewehrzeichen

    http://muslimtv.de/filme/2013/2013-08-05-qudstag.html

    Muslimbürger und Christenbürger … ach was, gar kein Bürger mehr und nur noch Religionsmitglied sein … Frankreichs Partei UDMF sinniert über eine Wesensnähe zur christkonservativen deutschen CDU

    http://udmf.fr/municipales/ludmf-en-campagne-pour-2014/

  5. Jacques Auvergne Says:

    Neue Entwicklung:
    MDU = BIG !!!
    MDU schließt sich der BIG-Partei an
    „Damit sind ab Montag 10.03.2014 alle Mitglieder der MDU automatisch Mitglieder der BIG – Partei.“
    (siehe Quelle unten)

    An den Unis ausgebildete Ulama für Fatwa-Serienproduktion und zu errichtende Scharia-Schiedsstellen. Die MDU als das schleichende Kalifat:

    Parteiprogramm der MDU
    SOR 2023
    Strategischer Orientierungsrahmen bis zum Jahr 2023

    DER POLITISCHE MARKENKERN DES ISLAMS IST DAS ZINSVERBOT

    Wenn also Zinswirtschaft der Markenkern des Kapitalismus, Enteignung und eine reine Staatswirtschaft der Markenkern des Kommunismus ist, so ist der Markenkern des Islams das Zinsverbot, die soziale Gerechtigkeit und der Schutz der Frau und der Familie [in Koran und Hadith sowie bei Imam al-Ghazali, Maududi oder Chomeini ist unzweideutig nachzulesen: die islamisch geschützte Frau hat nicht die gleichen Rechte wie der Mann, ist nicht ihm nicht gleichberechtigt zu verstehen sondern, wie es Tunesiens Nahda formuliert, komplementär].

    DIE MUTTER IST DIE WICHTIGSTE ‚INSTITUTION‘ IM BILDUNGSSYSTEM!

    Der Schutz der Frau ist uns ein besonderes Anliegen, denn Frauen sind in der Gesellschaft eine der wichtigsten Institutionen des Erziehungssystems. … er Körper der Frau darf nicht als Vermarktungsmittel für Produkte dienen. Denn so wird die Würde der Frau und ihre natürliche Scham degradiert [soso, die Männer dürfen sich im Islam von Natur aus unverschämter jedenfalls schamloser verhalten] …

    Die MDU strebt an, dass von entsprechenden Fachleuten und europäischen, islamischen Gelehrten, islamwissenschaftliche und islamtheologische Fakultäten eingerichtet werden, um deutsche bzw. europäische islamische Gelehrte auszubilden, die islamische Bildung durchführen und als Imame in den deutschen und europäischen Moscheen eingesetzt werden können. Dies würde dann den, unserer Meinung nach, nicht mehr zeitgemäßen Zustand der herkunftslandsprachlichen Predigt in den Moscheen beenden und ein gemeinsames europäisches islamisches Bewusstsein unter den in Deutschland lebenden Muslimen fördern. Die Ausbildung von europäischen islamischen Gelehrten ist auch eine Grundlage dafür, dass es die Möglichkeit für zeitgemäße, an die europäischen Verhältnisse angepasste, Rechtsgutachten geben kann. Nur durch das Vorhandsein von europäischen islamischen Gelehrten ist es möglich, islamische Schiedsstellen wie in Großbritannien einzurichten.

    Diese Fakultäten müssen von muslimischen Ausschüssen überwacht und deren Inhalte festgelegt werden. Es kann nicht sein, dass kirchliche Einrichtungen in die Berufungen dieser Professoren mit hineinreden wie bisher. Zusammengefasst bedeutet eine islamische Bildungspolitik, die Schaffung einer Schule, die die Kinder und Jugendlichen von Muslimen und Nichtmuslimen gemeinsam zu verantwortungsvollen friedliebenden Menschen heranzieht. Diese Schule respektiert die Grenzen des jeweils anderen und seiner moralischen und ethischen Befindlichkeiten. Nur wenn wir bereits in der Schule anfangen, Kinder und Jugendliche zu verantwortungsvollen Menschen zu inspirieren, wird eine multireligiöse und multikulturelle Gesellschaft eine Chance haben. Wenn wir alle diese Chance nicht nutzen, werden wir immer mehr in eine in Parallelwelten aufgespaltene und verfeindete Gesellschaft hinein gleiten. Lassen Sie uns gemeinsam an einem Alternativmodell arbeiten.

    Die MDU tritt dafür ein, dass in den Schulen die Familie mit Vater, Mutter und Kindern als gesellschaftliche und ethische Norm gelehrt wird und nicht, dass die davon abweichenden Lebensformen als gesellschaftliche Normalität gefeiert werden. Dies gilt auch für den Sexualkundeunterricht. …

    Die Politik muss mit allen Mitteln die Familie als Kernsystem unserer Gesellschaft beschützen [gezielte Auslassung: die schariatreue Familie soll geschützt werden, Schleierzwang, Jungenbeschneidungspflicht, weibliches Ausgehverbot, Zweitfrau, Kindbraut, Wali mudschbir]. Alle Gesetze, die verabschiedet werden, müssen daraufhin untersucht werden, ob sie der Familie Schäden zufügen könnten oder nicht. Gesetze, die der Familie schaden könnten, sollten nicht verabschiedet werden. …

    Der Dialog der Religionen und der Wertesysteme darf sich nicht lediglich auf einen Austausch und Zeitvertreib beschränken. Vielmehr sollten diese Dialoge, die es durchaus gibt, auf das Ziel hinarbeiten, einen von allen Gesellschaftsmitgliedern akzeptierten Wertekatalog zu entwickeln [aha, die Werteordnung des Grundgesetzes reicht nicht aus?]. Wenn dieser Schritt getan ist, können Politik, Wirtschaft und Medien diesem allgemein akzeptierten Wertekatalog verpflichtet werden [eine Art Treueeid – nicht auf die allgemeinen Menschenrechte, sondern doch wohl eher auf eine revolutionär-religiöse Gegenmoderne]. Und wenn diese Verpflichtung besteht, kann bei ‘Fehlverhalten’ der einzelnen Gesellschaftsbereiche, genau definiert werden, was genau falsch gemacht wurde. …

    Der Bundesvorstand der Muslimisch Demokratischen Union – MDU
    Osnabrück

    http://www.mdu-niedersachsen.de/Parteiprogramm_MDU.pdf



    MDU schließt sich der BIG-Partei an

    (…) liebe Brüder und Schwestern,
    liebe MDU Mitglieder, liebe Freunde und Unterstützer der MDU.

    Ich habe Euch eine gute Nachricht mitzuteilen.

    Die MDU – Muslimisch Demokratische Union hat sich am Sonntag, den 09.03.2014 per Delegierten Versammlung aufgelöst und mit dem gleichen Beschluss die Partei und alle ihre Mitglieder in die BIG – Partei (Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit) überführt. Wir wünschen uns, daß dies auch von anderen als Anlass genommen wird, in Zukunft mehr Einheit zu praktizieren.

    Damit sind ab Montag 10.03.2014 alle Mitglieder der MDU automatisch Mitglieder der BIG – Partei.

    Bruder Shamzad Quammar und ich (Bilal Uwe Wilbert) wechseln als kooptierte Mitglieder in den Bundesvorstand der BIG-Partei.

    Frau Elisabeth Wilbert wird als kooptiertes Mitglied dem Landesvorstand der NRW BIG angehören.

    Wir haben bereits seit Dezember 2013 Verhandlungen mit dem Bundesvorstand der BIG-Partei über einen Zusammenschluss geführt, weil wir es für einen Schritt in die Richtung der Einheit der Muslime und aller Menschen, die moralisch ethisch motiviert für Gerechtigkeit in dieser Gesellschaft eintreten möchten.

    Die BIG Partei trägt bewusst im Gegensatz zur ehemaligen MDU nicht den Begriff Muslimisch in ihrem Namen, um auch für alle anderen Menschen in der deutschen Gesellschaft offen zu stehen, die sich wie Muslime, Christen, Juden andere religiöse und gerechte Menschen für eine bessere Gesellschaft im Interessen aller einzusetzen.

    Ich bitte euch, liebe Mitglieder und Freunde der MDU, uns im neuen Zusammenhang weiterhin eure Unterstützung zu gewähren und bei der BIG-Partei in eurem Land und in eurer Stadt mitzuwirken.

    Gerne lasse ich mich von euch wieder einmal einladen, um euch für eine Diskussion zu diesem und zu weiteren Themen zur Verfügung zu stehen.

    Bilal Wilbert
    ehemaliger Bundesvorsitzender MDU

    http://www.mdu-niedersachsen.de/index.html

  6. Jacques Auvergne Says:

    Yașar Sarιkaya
    Yasar Sarikaya
    Justus-Liebig-Universität Gießen

    Aufbruch zu neuen Ufern: Aufgaben, Problemlagen und Profile einer Islamischen Religionspädagogik im europäischen Kontext

    17.-19.09.2015

    https://www.uni-giessen.de/cms/ueber-uns/veranstaltungen/tagungen/tagung-itd

    ::::::::::

    Donnerstag, 17.09.2015

    Bildung zur Pluralitätsfähigkeit muslimischer Kinder in Europa
    Prof. Dr. Ednan Aslan (Universität Wien)

    Freitag, 18.09.2015

    Panel 2: Theologische und anthropologische Grundlagen religiösen Lernens

    Moderation: Dr. Armina Omerika (Goethe-Universität Frankfurt)

    1. Islamische Religionspädagogik zwischen theologischen und anthropologischen Erwägungen
    Prof. Dr. Bülent Ucar (Universität Osnabrück)

    2. Reflections on the Qur’anic Educational Anthropology and Human Agency: Can Islamic education foster critical learning?
    Dr. Abdullah Sahin (Markfield Institute of Higher Education (England)) [ MIHE, mihe ]

    3. Eine dialogische Gott/Mensch-Beziehung als Grundlage einer
    islamischen Religionsdidaktik
    Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

    4. Das Menschenbild im islamischen Denken und seine Bedeutung
    für die islamische Religionspädagogik
    Ass. Prof. Dr. Mizrap Polat (Eskişehir Osman Gazi Universität)

    Panel 4: Gendersensibler Religionsunterricht: Problemfelder und Perspektiven

    Moderation: Elif Gömleksiz, M.A. (Justus-Liebig-Universität Gießen) / Dipl. Päd. Rida Inam (Justus-Liebig-Universität Gießen)

    1. Gender im Islamunterricht?
    Annett Abdel-Rahman (Universität Osnabrück/Zentrum für Islamische Religionspädagogik in Hannover)

    2. Gender und religiöses Lernen in der Moschee
    Najla Al-Amin, M.A. (Universität Osnabrück)

    3. Gendersensible Ansätze in der christlichen/evangelischen Religionspädagogik
    Dr. Annebelle Pithan (Comenius-Institut)

    Kommentar: Dr. Kathrin Klausing (Universität Osnabrück)

    Kommentar: Univ.-Prof. Mag. Dr. Zekirija Sejdini (Universität Innsbruck)

    http://www.integrationskompass.de/global/show_document.asp?id=aaaaaaaaaaaevww

    ::
    ::

    Abdullah Sahin

    Dr Sahin has recently published a book entitled „New Directions in Islamic Education: pedagogy and identity formation“, (2013, Kube)

    _ttp://www.mihe.org.uk/abdullah-sahin

    Abdullah Sahin
    A Theology of Belonging: The Case of European Muslims Reconsidered‘, Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, 2013.

    http://www.akademie-rs.de/fileadmin/user_upload/download_archive/interreligioeser-dialog/131115_sahin_belonging.pdf

    The Islamic Foundation, which was established in 1973 and based on Ratby Lane in Markfield, Leicestershire

    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Islamic_Foundation

    In the year 2000 the Islamic Foundation established the Markfield Institute of Higher Education [ MIHE, mihe ]

    _ttp://www.islamic-foundation.org.uk/User/AboutUs.aspx

    Professor Khurshid Ahmad, Chairman
    Mr Abdur Rashid Siddiqui, Vice-Chairman
    Mr Syed Faiyazuddin Ahmad, Secretary

    _ttp://www.islamic-foundation.org.uk/User/BoardofTrustees.aspx

    Abdur Rashid Siddiqui [ MIHE, Markfield ] als der Herausgeber u. a. von Mawlana Sayyid Abu’l A’la Maududi ist glücklich:

    Tazkiyyah, self-development, lies at the core of the Islamic life. Success in this life and the next depends very much on it. There are many works in Islamic literature on this subject, written from a variety of angles. This anthology has been compiled to meet the need of self-development from an authentic Islamic perspective. Mawlana Mawdudi, Mawlana Amin Ahsan Islahi and Ustadh Khurram Murad are the leaders of the Islamic Movement of the last century and their contributions are the bedrock for initiating the process of self-development.

    Tazkiya : The Islamic Path of Self-Development (Mawdudi, Murad, Islahi, others)

    http://www.islamicbookstore.com/b8108.html

    Freitagspredigten

    Lift Up Your Hearts! Volume 2 : A Collection of 25 Khutbah for Friday Prayer (Abdur Rashid Siddiqui)

    http://www.islamicbookstore.com/b8480.html

    Ein anderer Siddiqui:

    Dr. Ataullah Siddiqui
    Reader in Religious Pluralism and Inter-Faith Relations

    http://www.mihe.org.uk/ataullah-siddiqui

    Kein Problem mit Pakistans in den Siebzigern eingeführten Hadd-Strafen hat der geehrte Vater der modernen islamischen Ökonomie und des islamischen Kapitalismus:

    Khurshid Ahmad

    A senior and known ultraconservative figure, he has been long-standing member of the Jamaat-e-Islami (JeI), and successfully contested in 2002 general elections for a technocrat seat on a platform of Muttahida Majlis-e-Amal (MMA)—an alliance of far right parties. Previously, he had served as the deputy chairman of the Planning Commission in a military government of President General Zia-ul-Haq, where he played an influential role in Islamization of the country’s national economy in the 1970s. Ahmad is cited as the father of modern Islamic economics and Islamic capitalism, and is considered one of the influential thinkers in the field of Islamic economics.

    Founder and Chairman of both the Institute of Policy Studies, Islamabad and The Islamic Foundation, Leicester.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Khurshid_Ahmad_(scholar)

    Khurshid Ahmad

    Professor Khurshid Ahmad is a world-renowned research scholar, an educationist, economist and a versatile writer. Born in 1932, Prof Khurshid Ahmad earned his BA in Commerce (1953), MA in Economics (1955), LLB (1958) and MA in Islamic Studies (1964). He also holds an honorary doctorate (PhD) in Education from University of Malaysia.

    _ttp://www.mihe.org.uk/node/166

    Four Key Concepts of the Qur’an
    von Sayyid Abul A’la Maududi

    Sayyid Abul A’la Mawdudi. Published by The Islamic Foundation Markfield Conference Centre Ratby Lane, Markfield Leicestershire, LE679SY, United Kingdom

    https://books.google.de/books?id=kzw9BAAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

  7. Jacques Auvergne Says:

    Soziologie des Islams
    [genau, immer weniger Dschahiliyya, immer mehr Kalifat]

    Clanbasierte Schlichtung (Ṣulḥ) bei Fällen von häuslicher Gewalt
    [den Polizisten, Schiedsmann und ungläubigen Richter boykottieren – wir wollen in den Himmel kommen]

    Ein Kopftuch voll Angst
    [Der Hidschab ist Pflicht und der Islam ein totales System]

    Schariadurchsetzung per Uni Münster.
    ::

    Exzellenzcluster „Religion und Politik“
    > Newsletter
    Juli 2015

    […]

    Tagung zur „Soziologie des Islams“

    Die Religionssoziologin Christel Gärtner organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit den Bielefelder Soziologen PD Dr. Heidemarie Winkel und PD Dr. Levent Tezcan. Die Tagung „Zur Soziologie des Islam – Reflexion, Revision & Neuorientierung“ fand in Kooperation mit dem Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung statt.

    „Eine Soziologie des Islams sollte das muslimische Alltagsleben aus erfahrungswissenschaftlicher Perspektive rekonstruieren, wobei die muslimische Praxis ebenso wie muslimische Institutionen oder Wissensordnungen in den Blick kommen müssen“, unterstrich Prof. Gärtner. […]

    Die Islamwissenschaftlerin Ulrike Qubaja vom Forschungsverbund setzte sich in ihrem Beitrag mit der „Clanbasierten Schlichtung (Sulh) [ Ṣulḥ ] bei Fällen von häuslicher Gewalt“ auseinander. Prof. Gärtner leitet am Exzellenzcluster das Projekt A2-22 „Islam und Gender in Deutschland. Zur (De-)Konstruktion säkular und religiös legitimierter Geschlechterordnungen“ und ist Mentorin der Graduiertenschule des Forschungsverbundes.

    (pp 18-19)

    ULRIKE QUBAJA

    Department of Arabic and Islamic Studies
    Institut für Arabistik und Islamwissenschaft

    PARTICIPATION IN THE CLUSTER OF EXCELLENCE:
    BETEILIGUNG AM EXZELLENZCLUSTER:

    Member of the Graduate School
    Mitglied der Graduiertenschule

    Field of Research A Normativity
    Forschungsfeld A Normativität

    Interconnecting platform G Religion, Politics, and Gender Relations
    Arbeitsplattform G Religion, Politik und Geschlechterordnung

    Coordinated project group The liquefaction and solidification of normativity
    Koordinierte Projektgruppe Verflüssigung und Verfestigung normativer Diskurse

    Coordinated project group The implementation and enforcement of norms
    Koordinierte Projektgruppe Implementation und Durchsetzung von Normen

    http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.uni-muenster.de%2Fimperia%2Fmd%2Fimages%2Freligion_und_politik%2Fpersonen%2Fulrike-qbaja.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.uni-muenster.de%2FReligion-und-Politik%2Fen%2Fpersonen%2Fgraduiertenschule%2Fdoktorandinnen%2Fqubaja.shtml&h=200&w=150&tbnid=m0i3JW1yjH7MYM%3A&docid=cUkqIa-_LO7ZOM&ei=-EQAVr7pC4OjU7yZlpgM&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=316&page=1&start=0&ndsp=38&ved=0CCEQrQMwAGoVChMIvsWQ49mIyAIVg9EUCh28jAXD

    http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.uni-muenster.de%2Fimperia%2Fmd%2Fimages%2Freligion_und_politik%2Fpersonen%2Fulrike-qbaja.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.uni-muenster.de%2FReligion-und-Politik%2Fen%2Fpersonen%2Fgraduiertenschule%2Fdoktorandinnen%2Fqubaja.shtml&h=200&w=150&tbnid=m0i3JW1yjH7MYM%3A&docid=cUkqIa-_LO7ZOM&ei=-EQAVr7pC4OjU7yZlpgM&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=316&page=1&start=0&ndsp=38&ved=0CCEQrQMwAGoVChMIvsWQ49mIyAIVg9EUCh28jAXD

    Ein Ṣulḥ-Verfahren nach einem tödlichen Unfall in der Region Hebron – Wahlmöglichkeiten und Normen im Kontext von rechtlichem Pluralismus

    Qubaja (Ein Ṣulḥ-Verfahren … Hebron …im Kontext von rechtlichem Pluralismus) wird genannt in:

    Veröffentlichungen der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer : VVDStRL ; 74

    Öffnung der öffentlich-rechtlichen Methode durch Internationalität und Interdisziplinarität: Erscheinungsformen, Chancen, Grenzen
    von Andreas Arnauld, Hans Christian Röhl, Fabian Wittreck, et al.

    https://books.google.de/books?id=Fp0oCQAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    AEMR Fehlanzeige bzw. entsorgt, doch sorgfältig beschrieben bei
    GAIR
    Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht

    GAIR-MITTEILUNGEN 2014
    6. Jahrgang

    […] nebeneinander Normen gültig sind, welche unterschiedlichen normativen Systemen mit unterschiedlichen Legitimationsgrundlagen angehören […] rechtlichen Pluralismus […] John Griffiths in seinem Aufsatz „What is Legal Pluralism? [Was ist Rechtspluralismus?] […] In meiner Arbeit beziehe ich mich auf das Konzept von Ido Shahar.

    [p 218]

    [FN 41, FN 44]

    John Griffiths, What is Legal Pluralism?, in: Journal of Legal Pluralism and Unofficial Law 24, 1986, S. 1.

    Ido Shahar, State, Society and the Relations Between Them: Implications for the Study of Legal Pluralism, in: Theoretical Inquiries in Law 9/2, June 2008, S. 417–441.

    http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/15352/GAIR-Mitteilungen_2014.pdf

    ::
    [ Weiter mit Münster ]

    Religionswissenschaftlerin zum Kopftuch-Urteil aus Karlsruhe

    Mit dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Kopftuchtragen muslimischer Lehrerinnen befasst sich Religionssoziologin PD Dr. Astrid Reuter vom Exzellenzcluster in einem Beitrag auf der Website der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Unter dem Titel Ein Kopftuch voll Angst schreibt die Wissenschaftlerin, „warum es gut ist, dass wir nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wieder über die Bedeutung des Kopftuchtragens diskutieren (müssen).“ Die Forscherin, die 2014 eine Studie über Rechtskonflikte um Religion vorgelegt hat, beschreibt in dem Blog-Eintrag die Entwicklung seit dem ersten Karlsruher Kopftuch-Entscheid im Jahr 2003 und den daraus folgenden „Kopftuchgesetzen“ in verschiedenen Bundesländern. Die Entscheidung vom 27. Januar 2015 nehme „etwas Druck aus dem Prozess der Überreglementierung“. […]

    PD Dr. Astrid Reuter ist Mitglied im Exzellenzcluster und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Centrums für Religion und Moderne (CRM). Bei der Studie handelt es sich um ihre Habilitationsschrift […]

    (p 24)

    ::

    Religionssoziologe und islamischer Theologe zur Wahrnehmung des Islams

    Zur Wahrnehmung des Islams in Deutschland haben sich der islamische Theologe Prof. Dr. Mouhanad Khorchide und der Religionssoziologe Prof. Dr. Detlef Pollack vom Exzellenzcluster anlässlich der im Januar vorgestellten Sonderauswertung des Religionsmonitors der Bertelsmann Stiftung zum Islam in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) geäußert. Es folgen Ausschnitte aus dem Originalbericht:

    Studie: Thema Gewalt verdrängt positives Islam-Bild

    […] Detlef Pollack widerspricht Khorchide in einem Punkt. Der Religionssoziologe der Uni Münster weist auf den Zusammenhang von Gewalt und Islam hin.

    (pp 33-34)

    ::

    [ Tatjana Hörnle ]

    Rechtswissenschaftlerin zum Strafrecht in multikulturellen Gesellschaften

    Über die „Zukunft des Strafens in multikulturellen Gesellschaften“ hat die Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Tatjana Hörnle in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters gesprochen. „Die vermutlich in den kommenden Jahren weiter zunehmende multikulturelle Aufsplitterung der Gesellschaft wirft auch für das Strafrecht Fragen auf“, sagte sie in der Vortragsreihe „Zukunftsvisionen zwischen Apokalypse und Utopie“. Darin erörterte die Juristin der Humboldt-Universität Berlin, ob Verbotsnormen angesichts der wachsenden gesellschaftlichen Vielfalt angepasst, aufgehoben oder verschärft werden müssen.

    Prof. Hörnle plädierte einerseits dafür, „über solche Fragen nachzudenken, ohne eine Anpassung an geänderte gesellschaftliche Verhältnisse abzublocken“.

    (p 47)

    http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/religion_und_politik/aktuelles/2015/06_2015/newsletter_exzellenzcluster_juli_2015.pdf

  8. Machandelboom Says:

    Organisation „Der Kalifatstaat“ (Hilafet Devleti)

    AFİD
    Anadolu Federe İslam Devleti
    İCCB
    İslami Cemaat ve Cemiyetler Birliği

    Vgl. bei Helmut Zenz.

    _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

    „Der Kalifatstaat“ (Hilafet Devleti), auch bekannt unter dem Namen „Verband der islamischen Vereine und Gemeinden e.V., Köln“ – (ICCB)

    1984: In Deutschland gründet türkische Staatsangehörige Cemaleddin KAPLAN den „Verband der islamischen Vereine und Gemeinden e.V., Köln“ – (ICCB)

    […]

    1984 Eintragung ins Vereinsregister in Köln
    Seit Mitte August 1985 erscheint regelmäßig „TEBLIG“ (Verkündigung) als Organ des Verbandes.
    Etwa seit Mitte 1988 gibt die Islamische Union Region Köln e.V., Mitglied des KAPLAN-Verbandes, die türkischsprachige Zeitung „UMMET“ (Gemeinschaft der Gläubigen) heraus. Sie erscheint zweimal im Monat und ist augenscheinlich „Nachfolgerin“ von „TEBLIG“ (Die Verkündigung), dem vormaligen Verbandsorgan.

    […]

    1989 Abspaltung des „Islamischen Wegs“ vom ICCB

    […]

    [1995]

    Ziele und Feindbilder des ICCB werden jetzt vor allem im Verbandsorgan „Ümmet-i Muhammed“ (Die Gemeinde Mohammeds) verbreitet.

    [2001]

    der verbandseigene Sender HAKK-TV

    […]

    Abspaltungen:

    „Islamische Bewegung“ (IH) – Aus dem Verfassungsschutzbericht: „Bei der 1989 gegründeten IH handelt es sich um eine weitere Abspaltung des ICCB.“ […]

    Verband der muslimischen Vereine (Müslüman Cemaatler Birligi – MCB) mit Sitz in Bochum. Spaltete sich 1994 nach der Ausrufung des Kalifats vom ICCB ab.

    http://www.helmut-zenz.de/hzislam1.html

  9. Jacques Auvergne Says:

    جامعة الإمام الأوزاعي
    Ǧāmiʿa al-Imām al-Awzāʿī
    Imam al-Auzai Universität

    The Awza’i madhhab (الأوزاعي‎) was one of the schools of Fiqh, the Islamic jurisprudence, or religious law within Sunni Islam in the 8th century. Its Imam was Abd al-Rahman al-Awza’i [Gründete eine eigene Rechtsschule; wegweisend als Gelehrter für den Fiqh zu den Siyar mitsamt Dschihad und zum Status Dhimma].

    the faculties at Al Imam Al Ouzai University in Beirut, the city where Imam Al Ouzai lived and his following grew

    „1999 bis 2004 Studium der islamischen Theologie an der Al Ozaii-Imam-Fakultät für Islamische Studien im Libanon“

    .
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    .

    Mouhanad Khorchide hat den Islam im Libanon studiert – an der University Of Al Imam Al Ouzai. Genau dort übrigens, wo sich laut Toufic Al-Houri ein gewisser Imam aus Penzberg Bajrambejamin Idriz genannt Benjamin Idriz zwar eingeschrieben hatte, jedoch nie einen Magistergrad erwarb.

    Al Imam Al Ouzai Faculty of Islamic Studies
    Toufic Al-Houri (Chairman)

    http://eacea.ec.europa.eu/extcoop/call/documents/lebanon.pdf

    :

    Al Imam Al Ouzai University

    University Of Al Imam Al Ouzai. Islamic Studies College

    P.O. Box : 14 – 5355 Beirut Lebanon

    Board of Trustees
    Chairman : Toufic Al-Houri
    Dr. Hassan Hallak
    Marwan Al Chaar
    Badreddine Nawar
    Salim Abyad
    Dr. Fawzi Adham
    Abdul Rahman Hajjar
    Dr. Abdullah Al Khaldi
    Dr. Mohammed Ali Al Kouzi
    Dr. Sara Meneimneh
    Rachid Shaaban

    Documentation Center for Bibliographic Information on Islam and the Muslim World
    Documentation Center on World Countries and Major Cities
    Documentation Center on World Leading Banks
    Dr. Ibrahim Assal

    Post-Doctoral Research Unit
    Toufic Al-Houri

    Library Administration
    Marwan Al Chaar

    The Islamic Institute for the Supervision of Food Products
    Dr. Ibrahim Adham

    ___p://www.wakf.org/contact_f.htm

    Faculty of Islamic Studies

    The Faculty of Islamic Studies was established to respond to the Muslim world’s need for a faculty that could address the practice of Islam as it applies to the different areas of life. This faculty differs in concept from the faculties of traditional law because it is concerned with teaching Islam from a variety of different angles: as a doctrine, a legal science, a law, a geographical expansion, a language diversification, and other fields related to Islam throughout the world. This faculty is the first of its kind to grant accredited Bachelor’s, Master’s and Doctorate degrees. The faculty began in 1400 A.H. (1979 C.E.) under the name the “Al Imam Al Ouzai College for Islamic Studies.” On October 15, 1986, the Equivalence Committee in the Ministry of Education issued Decree No. 3484 approving the foundation of this faculty, which was preceded by Resolution No. 23- 15/82 accrediting the degrees granted by the faculty of Islamic studies.

    ___p://www.wakf.org/islstudies_f.htm

    Faculty of Islamic Business Administration

    ___p://www.wakf.org/business_f.htm

    Future Faculties

    All the following faculties will be available to students in the graduate programs (Master’s and Doctorate):

    Faculty of Technology

    This Faculty aims at preparing graduates who will be able to create a local technology, based on international technology studies, and develop, transfer, implement, operate, and update that technology in different fields in order to exploit the country’s resources to serve the local community’s needs.

    Faculty of Arts

    This Faculty aims at preparing graduates who will be able to develop architecture and art that is characteristic of the Islamic world in order to found schools of art and architecture that will benefit from the experiences of other nations and make use of archeology, history, and culture.

    Faculty of Education

    This Faculty aims at preparing graduates who will be the future teachers, directors, and designers of traditional and non-traditional educational curricula, public instructors (in admonition, guidance, and the oriented press), and managers of educational institutions (e.g., religious, Wakf, and informational institutions). The students in this Faculty will be responsible for effecting educational changes among individuals and groups within the society.

    ___p://www.wakf.org/potfac_f.htm

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    „Der Vorsitzende des Beirates der Imam-Ouzai-Hochschule für Islamische Studien in Beirut hat in der report-Sendung ausgesagt, Sie hätten sich lediglich an der Universität immatrikuliert, jedoch keinen Abschluss erworben. Diese Aussage bekräftigte Toufic Al-Houri auf unsere Anfrage hin nochmals am heutigen Tage.“

    [ Aus den kenntnisreichen und scharfen zwölf Fragen an Idriz ]

    Unser Fragenkatalog an den Imam
    Von Franz Feyder auf StN am 24.04.2012

    [ 1 Imam Idriz: Lebenslauf poliert ]
    [ 2 Unser Fragenkatalog an den Imam ]
    [ 3 Die Antwort von Imam Benjamin Idriz ]

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.islam-imam-idriz-lebenslauf-poliert-page1.a598b68b-6d4b-41ca-a3e5-48a3724b2937.html

    […] „Ich möchte daher darauf verzichten, auf Fragenkataloge zu antworten, die erkennbar die Absicht verfolgen, [mein Wirken und das meiner Gemeinde] zu diskreditieren, oder den Islam an sich als fremd und gefährlich darzustellen“ […]

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.islam-imam-idriz-lebenslauf-poliert-page2.a598b68b-6d4b-41ca-a3e5-48a3724b2937.html

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    1999 bis 2004 Studium der islamischen Theologie an der Al Ozaii-Imam-Fakultät für Islamische Studien im Libanon

    „In Saudi Arabien, wo ich aufgewachsen bin, lebten hauptsächlich nur Muslime. Meine ersten Begegnungen mit Nichtmuslimen fanden im Libanon statt, wo ich meine Oma schon als Kind im Sommer regelmäßig besucht habe. Im Libanon ist die Hälfte der Bevölkerung christlich und die andere muslimisch.“

    https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Unterricht/Lernbereiche-und-Faecher/Religionsunterricht/Interview-mit-Prof_-Mouhanad-Khorchide-_Zentrum-fuer-Islamische-Theologie-Muenster_/index.html

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    الأوزاعي
    al-Awzāʿī
    al-Auzai

    عبد الرحمان بن عمرو بن يحمد الأوزاعي
    ʿAbdu r-Raḥmān bin ʿAmr bin Yuḥmid al-Awzāʿī
    Abd al-Rahman ibn Amr bin Yuhmid al-Auzai

    Geb. um 707 in einem Dorf bei Baalbek gest. 774 in Beirut. […] Kitāb as-Sunan fī l-fiqh („Buch der Normen in der Jurisprudenz“) und ein Kitāb al-Masāʾil fī l-fiqh („Buch der Probleme in der Jurisprudenz“). Sie sind in Auszügen nur in der Bearbeitung der Folgegenerationen erhalten: im Kitab al-Umm von asch-Schāfiʿī, wo die Thesen von al-Auzāʿī durch seinen Zeitgenossen, den Hanafiten Abū Yūsuf, widerlegt werden. Das Original seines Kitāb as-Siyar in der Überlieferung seiner Schüler soll bis ins 17. Jahrhundert bekannt gewesen sein.

    Eine weitere Quelle, die die Rekonstruktion seiner heute nicht mehr vorliegenden Rechtswerke ermöglicht, ist das Kitab as-Siyar seines Schülers Abū Ishāq al-Fazārī (gest. gegen 804), der al-Auzai (al-Awzāʿī) in seinem Buch über völkerrechtliche Fragen (siyar) durchgehend zitiert. Im edierten Teil dieses Werkes referiert der Verfasser rund 80 Rechtsfragen, die sein Lehrer zur genannten Thematik beantwortet hatte. Das Werk fand bei asch-Schāfiʿī so große Anerkennung, dass er eine juristische Abhandlung mit ähnlicher Thematik diktierte, die dessen Anordnung entsprach.

    Weitere Passagen nach al-Awzāʿī über Fragen des Dschihad und der Dschizya zitiert at-Tabarī durch die Vermittlung von Abū Ishāq al-Fazārī in seinem Werk über Die kontroversen (Lehrmeinungen) der Rechtsgelehrten. Der malikitische Gelehrte von Kairouan Sahnūn ibn Saʿīd (gest. 854) greift in seiner Mudauwana auf die Lehrmeinungen von al-Auzai in den Kapiteln über Dschihad zurück. Seine Sendschreiben mit juristischen Direktiven an Kalifen und an ihre Gouverneure sind in den Schriften von Ibn Abī Hātim ar-Rāzī (gest. 938) überliefert […]

    Die juristischen Lehrmeinungen von al-Auzai haben durch die Vermittlung seiner Schüler bereits im ausgehenden 8. Jahrhundert al-Andalus erreicht, wo sie dann durch die Malikiten allmählich verdrängt worden sind. Seine Lehren über Fragen des Völker- und Fremdenrechts sind durch syrisch-andalusische Vermittlung allerdings bis in das 12. Jahrhundert in andalusischen Gelehrtenkreisen unterrichtet worden. Im Muwattaʾ-Kommentar des malikitischen Gelehrten Ibn ʿAbd al-Barr († 1070) aus Córdoba sind über fünfhundert Hinweise auf die Lehre von al-Auzāʿī erhalten. […]

    Ibn ʿAsākir liefert in seiner Stadtgeschichte und Gelehrtenbiographie von Damaskus nicht nur eine rund 80 Seiten umfassende Biographie von al-Auzāʿī, sondern erwähnt bei der Darstellung der Qādī-Ämter von Damaskus die Repräsentanz syrischer Gelehrter, die unter dem Einfluss der Rechtsschule von al-Auzai standen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Auz%C4%81%CA%BF%C4%AB

    Abd al-Rahman al-Awza’i

    Abu Amr Abd al-Rahman ibn Amr al-Awzai (707–774) was the chief representative and eponym of the Awzai school of Islamic jurisprudence.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Rahman_al-Awza%27i

    Siyar

    Siyar (سير / siyar, die Pluralform von Sira / سيرة / sīra / „Verhaltensweise“) regeln im islamischen Recht (Fiqh) das Kriegs- und Fremdenrecht. Die Summe dieser Regeln stellt innerhalb der islamischen Jurisprudenz einen eigenständigen Zweig der Rechtslehre dar und wird aus dem Koran, der Sunna, dem Qiyās, der Idschmāʿ ferner aus den Rechtsbestimmungen betreffs Dschihad abgeleitet. Der Begriff bezeichnet die Gesamtheit der Regeln, die die Haltung des islamischen Staates gegenüber den Nicht-Muslimen (Dhimma) bestimmen. Es handelt sich hierbei um einen Vorläufer völkerrechtlicher Regelungen, die auf der Rechtspraxis der islamischen Expansion beruhen. […]

    Einer der ersten Rechtsgelehrten, der einen Traktat zu den Siyar verfasste, war ʿAbd ar-Rahmān al-Auzāʿī (st. 774). Sein Werk hat sich zwar nicht eigenständig erhalten, doch wird der Text in drei späteren Werken zitiert, nämlich 1. dem Kitāb ar-Radd ʿalā Siyar al-Auzāʿī („Buch zur Widerlegung der Siyar al-Auzāʿīs“) von Abū Yūsuf (st. 798), 2. dem Kitāb as-Siyar von Abū Ishāq al-Fazārī, einem Schüler al-Auzāʿīs, und 3. dem Kitāb al-Umm von asch-Schāfiʿī (st. 820). Abū Yūsuf zitiert in seinem Werk zunächst die Differenzen zwischen Abū Hanīfa und al-Auzāʿī und trägt dann jeweils seine Position vor. Asch-Schāfiʿī zitiert den Text mit den Kommentaren und Glossen von Abū Hanīfa und Abū Yūsuf und geht dann auf Punkte ein, bei denen seine eigene Lehrmeinung gegenüber den früheren Gelehrten abweicht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Siyar

    According to al-Auza’i and Sharik ibn-‚Abdallah, if they are dhimmis like the Jews of al-Yaman […] and you should not let the dhimmi buy the tithe-land or possess it.

    https://books.google.de/books?id=bcWtttJL3WEC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Al-Auza’i used to say, The Cyprians did not abide by the terms they made with us.‘ But we consider them as ‚ people bound to us by covenant,‘ whose terms of peace involve rights to them and obligations on them, and the violation of which is legal only if they do some thing that shows their perfidy and treachery.

    (Aus: The Origins of the Islamic State (Kitâb Futûḥ al-Buldân); von: Ahmad Bin Yahya Bin Jabir Al Biladuri (). Translated by Dr. Philip Khûri Hitti in 1916.)

    https://books.google.de/books?id=bcWtttJL3WEC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    أحمد بن يحيى بن جابر البلاذري‎
    أبو العباس أحمد بن يحيى بن جابر البلاذري
    Abu l-ʿAbbās Aḥmad bin Yaḥyā bin Ǧābir al-Balāḏurī
    Abu l-Abbas Ahmad ibn Yahya ibn Dschabir al-Baladhurī
    Ahmad Bin Yahya Bin Jabir Abul Hasan Balazry
    Abi al-Hassan Baladhuri

    Al-Baladhuri war ein bedeutender muslimischer Historiograph im 9. Jahrhundert. Sein Geburtsjahr ist unbekannt; er starb gegen 892 in Bagdad. Er gilt neben at-Tabari als einer der besten Kompilatoren historischer Nachrichten der ersten Jahrhunderte des Islams aus den Schriften seiner Lehrer und aus denen früherer Geschichtsschreiber, deren Werke zum größten Teil verloren gegangen sind.

    Werke

    Das „Buch der Eroberungen“ Kitāb al-Futūh / كتاب الفتوح / Kitābu ’l-Futūḥ, auch unter dem Titel „Die Eroberung der Länder“ فتوح البلدان / Futūḥu ’l-buldān bekannt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Bal%C4%81dhur%C4%AB

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    Was die qawāʿid (Sg. qāʿida) sind und woher der Name der Terrorgruppe stammt (al-Qaida)

    principles of Islamic law (qawaid fiqhiyyah) that can be used as guidelines

    http://repository.um.edu.my/39149/1/ISIJAGE.pdf

    Al-Qarafi focused more on the principles of fiqh (qaida fiqhiyya) than the language of fiqh, because herein contained the secrets and laws of shari’a […]

    (Aus: Understanding Women in Islam: An Indonesian Perspective; von Syafiq Hasyim)

    https://books.google.de/books?id=mlGgGVCp0UcC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Sie ist ein wichtiger Grundsatz (qāʿida) des islamischen Rechts.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C5%ABr%C4%81

    Islamische Rechtsmaximen

    Als Rechtsmaximen (arabisch قواعد فقهية, qawāʿid fiqhīya von sing. qāʿida fiqhīya) werden im Islam eine Anzahl von prägnanten Formeln bezeichnet, die grundlegende Prinzipien der Normenlehre zusammenfassen und bei der Beurteilung von Rechtsfragen Anwendung finden. Viele dieser Maximen haben eine rhythmische Form und weisen Alliterationen auf. Allgemein schlägt sich in ihnen der Leitgedanke eines zu erhaltenden „Gemeinwohls“ (maṣlaḥa) nieder. Die Rechtsmaximen, die neben den Usūl al-fiqh und den Rechtsanwendungen (furūʿ) einen eigenen Wissensbereich der islamischen Normenlehre bilden, stehen auf dem Lehrplan fast aller Scharia-Fakultäten […]

    […] er die einzelnen Maximen nicht als qāʿida, sondern als aṣl („Grundsatz“ pl. uṣūl).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Rechtsmaximen

    „Qaida“ means something like „set of principles that form a foundation.“ It also means „base“, as for the base of a statue.

    ___ps://www.reddit.com/comments/7lkgz/alqaida_meansthe_database_it_was_originally_the/

    al-qāʿida ‚Basis, Fundament‘
    Al-Qaida

    https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Qaida

    Soweit zu der etwa in den Kreisen der Multikulturfreunde, Postmodernisten und blindwütigen USA-Kritiker begierig aufgesogenen Geschichte von der Adresskartei oder Namensliste, wie sie der Gründer des angeblich irgendwie demokratietauglichen Movement for Islamic Reform in Arabia (MIRA) verbreitet, Saʿd al-Faqīh (Saad Al-Fagih, * 1957), der sozusagen über eine Gästeliste namens Al Qaida erzählt, genauer, Qaida würde schlicht Datei, Kartei, Verzeichnis oder Liste bedeuten. Der angebliche Religionsreformer Saad Al-Fagih legt sich ins Zeug, um von der bleibend menschenfeindlichen Scharia und ihren islamischen Grundsätzen abzulenken:

    „[…] Al Qaeda is just a record for the people who came to Peshawar and moved from there back and forth to the guest house. And moved back to their country. […] Al Qaeda was public knowledge. It was a record of people who ended up in Peshawar and joined, and move from Peshawar to Afghanistan. It was very [benign] information. A simple record of people who were there just to make record available to bin Laden if he’s asked by any family or any friend what happened to Mr. so-and so. […]“

    http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/shows/binladen/interviews/al-fagih.html

    Jürgen Elsässer (Phantom Al Qaida) kritisiert nichts als die USA und Israel, statt das menschenfeindliche und insbesondere frauenfeindliche Islamische Recht zurückzuweisen. Der einstige Leninist und nun Querfrontler echot al-Faghis Taqiyya, was die AG Friedensforschung (AGF, Friedenspolitischer Ratschlag) unkommentiert weiterreicht:

    „Al Qaida ist nur die Liste all der Leute, die irgendwann in das Gästehaus in Peschawar kamen.“

    http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Terrorismus/al-kaida-2.html

    Wenn er jetzt noch gesagt hätte, dass die Glaubenskämpfer ihre Religion durchaus gründlich kennen und dass die Scharia ein Problem für den freiheitlichen demokratischen Staat ist, hätte sogar Ian Blair recht, jener britische Polizeibeamte im Ruhestand, der von 2005 bis 2008 den höchsten Offiziersrang des Metropolitan Police Services innehatte:

    „Al Qaeda is a way of working

    https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Qaeda

    „Islam is a way of Living“ (Harun Yahya)

    Islam is a way of living that encompasses human morality and relations in the best possible way, makes people most comfortable, with peace, justice, security, brotherhood, love to the utmost and helps people live in the best and the most comfortable way. And Allah created people’s character in line with Islam.

    _ttp://www.harunyahya.com/en/Articles-by-our-friends/156546/islam-is-the-most-comfortable

    „Islam is a way of being
    (Naila Amat-un-Nur, auf ihrem Blog: Nazr-e-Kaaba. The Eye of the Heart)

    Islam is a way of being and anyone, anywhere in the world can be a Muslim. It is therefore a universal deen or faith as it requires only one thing and that is submission of the individual will to the Supreme Will of God.

    http://www.nazr-e-kaaba.com/deen-e-fitrah.html

    http://www.nazr-e-kaaba.com/links.html

    Sufi Teacher, Naila Amat-un-Nur, Head of Pakistan Chapter of Sufi Order International.

    _ttp://www.techofheart.co/2013/01/interview-sohbet-with-Sufi-Naila-Tiwana-Amat-un-Nur.html

  10. Bragalou Says:

    Neue Presse (Hannover) 26.08.2016

    Hochschulen

    Uni Osnabrück bildet muslimische Sozialarbeiter aus

    Die Universität Osnabrück bietet bundesweit erstmalig einen Studiengang zur Sozialarbeit im muslimischen Umfeld an. Für den Teilstudiengang „Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft“ am Institut für Islamische Theologie habe das Bundesbildungsministerium nun die Förderung bewilligt, teilte die Universität am Freitag mit.

    Osnabrück. Ziel des Studienganges ist es, für die in den bundesweit rund 2500 Moscheegemeinden und anderenorts geleistete soziale Arbeit Fachkräfte auszubilden. Damit könne die Wohlfahrtspflege in diesem Bereich künftig auch öffentliche Zuschüsse beantragen, die ihr wegen des Mangels an ausgebildetem Personal bisher verwehrt wurden. Das Studium besteht aus einem theoretischen Teil und einem Anerkennungsjahr.

    Niedersachsen ist das erste Bundesland, das die Islamische Theologie mit eigenen Professuren dauerhaft an einer Universität eingerichtet hat. Das Institut bildet unter anderem auch Lehrer für den islamischen Religionsunterricht aus und bietet wissenschaftliche Weiterbildungen für Imame deutscher Moscheegemeinden an.

    dpa

    http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Niedersachsen/Uebersicht/Uni-Osnabrueck-bildet-muslimische-Sozialarbeiter-aus

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    DIE WELT 26.08.2016

    Uni Osnabrück bildet muslimische Sozialarbeiter aus

    Osnabrück (dpa/lni) – Die Universität Osnabrück bietet bundesweit erstmalig einen Studiengang zur Sozialarbeit im muslimischen Umfeld an. Für den Teilstudiengang «Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft» am Institut für Islamische Theologie habe das Bundesbildungsministerium nun die Förderung bewilligt, teilte die Universität am Freitag mit. Ziel des Studienganges ist es, für die in den bundesweit rund 2500 Moscheegemeinden und anderenorts geleistete soziale Arbeit Fachkräfte auszubilden. Damit könne die Wohlfahrtspflege in diesem Bereich künftig auch öffentliche Zuschüsse beantragen, die ihr wegen des Mangels an ausgebildetem Personal bisher verwehrt wurden. Das Studium besteht aus einem theoretischen Teil und einem Anerkennungsjahr.

    […]

    PM Uni Osnabrück

    http://www.welt.de/regionales/niedersachsen/article157865319/Uni-Osnabrueck-bildet-muslimische-Sozialarbeiter-aus.html

    .

    Pressemeldung

    Nr. 191 / 2016
    26. August 2016 :

    Soziale Arbeit in Moscheegemeinden: Universität erhält 2,9 Millionen Euro für neuen Studiengang

    […] Prof. Ucar erklärt, warum Soziale Arbeit im muslimischen Umfeld durch eine akademische Ausbildung professionalisiert werden muss: »Der Mangel an ausgebildetem Personal führt in den klassischen Handlungsfeldern der Wohlfahrtspflege dazu, dass die öffentliche Hand keine Zuschüsse gewährt, da die üblichen Anforderungen, die unter anderem im Sozialgesetzbuch festgelegt sind, nicht erreicht werden.« Die Aufnahme in die Regelförderung von Land und Kommune sei nur möglich, wenn künftig Fachkräfte mit einer umfassenden Ausbildung bereitständen. Dabei bietet das Feld der „Sozialen Arbeit/Sozialpädagogik“ eine Vielzahl von Beschäftigungsmöglichkeiten in Kommunen oder Organisationen der Wohlfahrtspflege. »Viele Träger, darunter auch Caritas und Diakonie, wünschen für ihre Einrichtungen in muslimisch geprägten Sozialräumen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus muslimischen Sozialisationskontexten«, ergänzt Prof. Ceylan.

    Basis des Teilstudiengangs sind die islamische Theologie, Funktionsweise und Struktur der Gemeinden, interkulturelle Bildung und Erziehung sowie religionswissenschaftliche Kenntnisse. Generell ist das Studium zweiphasig konzipiert. Der zweite Ausbildungsabschnitt umfasst ein Anerkennungsjahr. Darin sollen die Studierenden grundlegende Erfahrungen in den praktischen Handlungsfeldern der sozialen Arbeit erwerben und ihre Fachkenntnisse vertiefen. Darüber hinaus werden sie eigenständig in Bereichen der sozialen Arbeit tätig sein. Kooperationspartner innerhalb der Universität Osnabrück sind die Fachgebiete Katholische und Evangelische Theologie, Erziehungswissenschaft und Migrationssoziologie. »Die herausragende Innovation dieses Studienangebots liegt darin, dass der Studiengang mit einem berufsrelevanten zweiten Fach kombiniert werden kann«, so Prof. Blasberg-Kuhnke. »Damit reagieren wir auf die zunehmende Ausdifferenzierung des Arbeitsmarkts für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen bzw. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.«

    https://www.uni-osnabrueck.de/presse_oeffentlichkeit/presseportal/pressemeldung/artikel/soziale-arbeit-in-moscheegemeinden-universitaet-erhaelt-29-millionen-euro-fuer-neuen-studiengang.html

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