266. Meißnerformel

ואנדרפוגל

Вандерфо́гель

Wandervogel

Freideutscher Jugendtag 1913

Auf dem nordhessischen Berg Meißner gab sich, unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in dem sie viele ihrer Angehörigen verlor, eine kreative und selbstverliebte junge Generation idealistisches Stelldichein und eigenen Ausdruck (Meißnerformel 1913). Zum hundertsten Mal jährt sich 2013 die Wiederkehr dieses „Freideutschen“ Jugendtages, jenes symbolischen Epizentrums kaiserreichlicher Jugendbewegung. Die Junge Bünde genannten Nachfolgeorganisationen in der Bundesrepublik, einige sind im internationalen Pfadfindertum verwurzelt, feierten dieses Datum 1963 und 1988 und so soll es auch 2013 wieder sein.

Nach einem Jahrhundert muss man sich endlich dazu aufraffen, die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Universalität der Menschenrechte als Grundlage der Jugendarbeit zu bekennen, fordert Cees van der Duin. Mein lieber Niederländer, es wird Schweigen sein im nordhessischen Walde und man wird auch im Folgejahrhundert eine Mohrrübe kauen (Neue Schar: herzhaftes Fröhlichsein, Glut ist Geist!) und nach der Revolution der Seele (Muck-Lamberty) streben. Mit der auf Ungleichbehandlung beruhenden, nicht seelischen, sondern höchst realen Islamischen Revolution vermag sich das nach dem Mauerfall erneuerte deutsche Biedermeier offensichtlich gelassen auszusöhnen. Dass die echten Meißnerfahrer von 1913 wie der linke Alfred Kurella oder Pazifist Hans Paasche, sehr im Gegensatz zu den heutigen deutschen Islamverbandsvertretern und Imamen, eine Furcht vor dem jenseitigen Strafgericht weder lehrten noch hatten, droht durch postmodernen Multikulturalismus oder erneuerten Fundamentalismus vernebelt zu werden. Das in zwei Jahren sozusagen unvermeidliche Meißnerlager braucht die Schariadiskussion und das Bekenntnis zu Rechtseinheitlichkeit und säkularem Staat.

Dem Vorbereitungskreis des Meißnerlagers 2013 und dem Schriftleiter von Idee und Bewegung (Kulturinitiative ‚lebendig leben’, Meißner 1988) müsste bekannt sein, dass der nicht säkularisierte Islam auf der die Seele vor dem Höllenfeuer rettenden Ungleichbehandlung der Frauen und Nichtmuslime gründet. Statt nur auf Reziprozität von „Freiheiten“ für die „Christen“ im Orient zu bestehen, wie es Alexej Stachowitsch für 2013 vornimmt,[1] durfte zwei Jahre eher, Stachowitsch war zugegen, Heidrun Roßdeutscher Scharia und Anthroposophie verschmelzen und auf dem Zweiten Bildungskongress „über Sprachqualitäten und mit Hilfe von Suren aus dem Koran entsprechend einiger Wege der Waldorfpädagogik“ dozieren.[2] Möchten die Erben der Jugendbewegung Allahs Befehl von Prügelvers (Koransure 4:34)[3] und Tötungsgebot (9:5)[4] mit Eurhythmie und Rohkost verzieren? Wo ist das Bekenntnis gegen die demokratieverhindernden Schariagesetze Ägyptens, Indonesiens, Saudi-Arabiens oder des Iran? Wo bleibt die Kritik an der Europa längst prägenden, religiös begründeten Frauendiskriminierung der Kairoer Azhar, pakistanischen Darul Uloom oder globalen Muslimbruderschaft?

2008 brachte Iranist Dr. Thomas Ogger den Bündischen fromme Kunde über Spirituelle Aspekte des Wanderns: „Jakobus war Jünger Jesu … wohingegen Khidr als spiritueller Wegweiser schon im Koran erwähnt wird“. Der Musik- und Islamwissenschaftler, Übersetzer von frühislamischen Dhimma-Verträgen und Referent bei der Auslandsvertretung der iranischen Gottesdiktatur, ist sich, Ludwigsteiner Blätter Heft 241, sicher: „Vom (dogmatischen). Gesetz (scharî’a) führt der Weg (tarîqa) über das Erkennen Gottes (ma’rifa) zu Gott selbst (allâh), mit dem er sich vermählt. (christl. unio mystica) oder in dem er aufgeht bzw. verlischt (islam. al-fanâ‘).“[5] Mit Wandervogelscharia hinauf zu Allahgott auf den Ludwigstein?

Düsseldorf am 24 und 25. Oktober 2011. Ein noch nicht abgedruckter Leserbrief von Cees van der Duin.

24. Oktober 2011

Betreff: Meißner 2013 und die allgemeinen Menschenrechte

Lieber Gerhard,

wir kennen uns nicht persönlich, doch weiß ich vom (auch unter Pfadfindern üblichen, ich bin einer) jugendbewegten „Du“. Gestern bekam ich einen kleinen Stapel durchweg liebevoll gemachter Exemplare von ‚Idee und Bewegung‘ in die Hand, der in meinem Bekanntenkreis geachtet und wie eine Kostbarkeit herumgereicht wird.

Meißner 2013 betreffend, die hundertste Wiederkehr des Freideutschen Jugendtages, ist meines Wissens noch kein „Motto“, kein übergreifendes Thema gefunden worden.

Das von der Kulturinitiative ‚lebendig leben‘ ins Spiel gebrachte (Titel, Heft 95) „Demokratie von unten + Menschenbilder“ beGEISTert mich diesbezüglich, v. a. das Wort MENSCHENBILDER. Wobei der Plural humanistisch-wesensgemäß und nahezu spürbar schrumpft, die Achsen des Wollens und Suchens auf einen Pol hin konvergieren, der Plural um einen Singular kreist, die Mehrzahl („die Bilder“) sich der Einzahl („das Bild“) annähert.

Das Gesagte lässt mich zu Meißner 2013 eben die SUCHE NACH DEM MENSCHENBILD vorschlagen, ein Streben, was Jugendbewegung, Pädagogik und Pfadfinderei gewiss miteinander teilen und was in der (erst nach dem barbarischen Dritten Reich, 1948 von der UNO festgelegten) Universalität der Menschenrechte gipfelt.

Ich sehe die Freideutschen von 1913 (und sicherlich auch das Christentum) als Vorreiter der Norm von der ‚Universalität‘, der Unbedingtheit und Unveräußerlichkeit der Menschenrechte, nach der kein Mensch (ganz und gar unabhängig von Hautfarbe, Weltanschauung oder Geschlecht) ein Wesen zweiter Klasse ist. Um dieses Kristallzentrum rankt sich, sagen wir es nicht ohne Stolz: Zivilisation.

Ob das 2013 Motto sein soll oder nicht, im Bereich des ‚Inhaltlichen‘ darf die Betonung der AEMR (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) auf keinen Fall fehlen, so wichtig uns Jugendbewegt-Bündischen die sinnlich-musische, naturkundlich-ökologische und gemeinschaftsfähig-freundschaftsbezogene Dimension des ‚Bündischen‘ ist.

Die wegweisende Erklärung der Kulturinitiative (vereinbart am 2. Juni 2002 in Immenhausen stellt fest: „Wir treten ein für die Würde und die Achtung eines jeden Menschen“). Hier müsste man, ganz im Geist der freiheitlichen Demokratie, in Abkehr von Vetternwirtschaft oder ‚Kollektivismus‘, betonen, dass die Kategorie der Gruppenrechte („die Gestaltungsfreiheit von Gemeinschaften … verschiedener (…) Bevölkerungsgruppen, andere(r) Weltanschauungen“) im Zweifelsfall „dem“ Menschen, d.h. dem Einzelnen, JEDEM MENSCHEN nachrangig ist: Ein Kollektiv kann also im modernen Rechtsstaat nicht sagen, wir ‚kultivieren‘ ab morgen Folter, Steinigung, Kannibalismus oder Hexenverbrennung. Kurz gesagt: Einzelrecht vor Gruppenrecht, oder: Der Mensch im Mittelpunkt (das verbindet ja bereits Renaissance und Romantik, zwei Wurzelgründe des Jugendbewegten und Scoutistischen).

Ob wirklich gesagt werden kann, dass einer der Ursprünge und Urkräfte der Ausformung von der Idee der am 10. Dezember 1948 hörbar und lesbar gewordenen ‚Findung‘ AEMR jene wandernden und singenden Freideutschen gewesen sind, das müsste man freilich erst auszusprechen wagen.

Wagen wir`s.

Mit freundlichen Grüßen

Cees

(Düsseldorf)

25. Oktober 2011

Betreff: Meißner 2013 und die allgemeinen Menschenrechte

Lieber Gerhard,

vielen Dank für deine wertschätzende Nachricht,

ja gerne kannst du meine Nachricht in ‚Aussprache‘ des Weihnachtsheftes veröffentlichen, das wäre mir eine besonders große Freude und entspricht der Tugend demokratischen Diskutierens. Zu mir selber (gerne von dir so publizierbar und gerne auch mit beliebigen Sätzen aus dieser Mail verziert): „Cees van der Duin, 32 Jahre alt, Sozialarbeiter, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Cees erlebte seine Jugendjahre in den Pfadfindergruppen der niederländischen Provinz Limburg.“

Es geht um Globalisierung … für Nostalgiker ein Schreckgespenst, für Unterdrückte ein Hoffnungsschimmer, denn die Frage ist ja, was sich globalisieren soll, Pressefreiheit oder Pressezensur, ökonomische Ausbeutung oder Gewerkschaftsgedanke, Gleichschritt oder Freigeist.

Mein Credo als säkularer Christ, Altpfadfinder und Gewerkschaftler ist klar: 100 % AEMR, und gemeint ist stets das Individuum, nicht das ethnoreligiöse Kollektiv. Die Volks- oder Religionsangehörigkeit der Großeltern oder Eltern darf ‚das Schicksal‘, den Lebensweg eines Kindes oder Jugendlichen nicht bestimmen, schon gar nicht seine Chancen einschränken. Meinungswechsel oder Glaubenswechsel ohne Sorge vor Diskriminierung braucht Bürger-Sein (vgl. bei Bassam Tibi das frz. citoyen, citoyenne), benötigt universelle Menschenrechte (AEMR = Allgemeine Erklärung der Menschenrechte).

Vielleicht ist die AEMR allseits bekannt und bereits jetzt bei den Lesern von Idee und Bewegung bzw. in den Jungen Bünden mehrheitsfähig, das wäre mir besonders recht.

Der Hohe Meißner ist für mich Symbol des hellenischen ‚erkenne dich selbst – werde der du bist – sei!‘, Wiederhall des von da Vinci aufgezeichneten Renaissance-Bildes des „vitruvianischen“, ebenso in menschlicher Würde wie in rationaler Nüchternheit betrachteten Menschen in den (weltheimische All-Einheit und lernfreundliche Weltvernunft darstellenden?) geometrischen Figuren Kreis und Quadrat. Meißner ist Endphase der Strömungen des sensiblen Weltempfindens und sozialen Mitleidens der deutschen (und wohl auch: der europäischen) Romantik.[6]

Der Hohe Meißner ist mir das Sinnzeichen dessen, was Goethe unter Menschentum und Hermann Hesse unter Eigensinn verstand. Und der Freideutsche Weg führt, so empfinde ich das, geradewegs zum 10.12.1948, zum Bekunden der Universalität der Rechte des Menschen, die auch vom herrschenden Brauchtum oder religiösen Dogma nicht angetastet werden darf.

Meine Hoffnung ist, dass die uneingeschränkte Gültigkeit Allgemeiner Menschenrechte (AEMR) auf dem HOHEN MEISSNER des Jahres 2013 in der zu erwartenden Erklärung / Resolution wenigstens genannt werden wird – angesichts des erneuerten Fundamentalismus (US-amerikanische ‚Christliche Rechte‘, politischer Islam) versteht sich das mittlerweile offensichtlich nicht mehr von selbst.

Ich habe das Gefühl, so deutlich werden zu müssen, weil der Menschenrechtsbegriff seit 1979 (Chomeini) oder 1990 (Cairo Declaration on Human Rights in Islam (CDHRI)) löchrig zu werden und auszufransen droht, besonders seit der genannten Kairoer Erklärung der ‚Menschenrechte im Islam‘ und, 2010 / 2011, durch die OIC-Staaten, die (ausgerechnet!) den UN-Menschenrechtsausschuss dominieren. Die Cairo Declaration ordnet alle Menschenrechte dem Islamischen Recht (Scharia) nach. Das Bestreben, Individualrechte durch religiöse bzw. religiös daherkommende Gruppenrechte zu überdecken, findet sich etwa hier:

„Die Resolution wurde mit 24 zu 14 Stimmen bei neun Enthaltungen angenommen. Neben europäischen Staaten stimmten auch Kanada, Japan und Südkorea dagegen. Diese kritisierten insbesondere die einseitige Ausrichtung der Entschließung auf den Islam und dass die Resolution nicht auf die Problematik der Meinungsfreiheit eingehe. … Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erklärte, die Resolution könne die Grundrechte Einzelner gefährden.“[7]

Vielleicht bin ich nicht der einzige, der den Freideutschen Jugendtag 1913 als eine der Hauptquellen der universellen Menschenrechte erblickt. Die 35 Jahre (und zwei Weltkriege) später, am 10. Dezember 1948 feierlich bekundete AEMR (die Nazi-Barbarei war gerade überwunden, der nicht weniger grausame Stalinsche Totalitarismus noch nicht) wäre dann sozusagen eine ‚Fortsetzung der Meißnerformel mit anderen Mitteln‘.

Wird es Gegendruck geben, ist die Gestimmtheit etwa schon so, dass ‚die Ruhe stört‘, wer zur Selbstverpflichtung auf die AEMR drängt? Dann darf man ganz jugendbewegt ein wenig ‚Ruhestörer‘ sein.

Die Milieus eingefleischter Männerbündler mögen sich mit dem ‚gleichheitsfeministischen‘ Anspruch der (ernst genommenen) AEMR schwer tun, doch in den Reformbewegungen der Zeit um 1900 bis 1913 gab es ein gelebtes Miteinander von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern. Wenn auch ‚1913‘ noch nicht erklärt feministisch daherkam (oder doch? man sollte Alice Schwarzer fragen), braucht sich die jugendbewegt-bündische Praxis auch angesichts der antipatriarchalen bzw. traditionskritischen, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhobenen Forderungen nach dem ’neuen Mann‘ oder nach ‚reflektierter Jungenarbeit‘ nicht zu verstecken.

100 % AEMR, da gibt es nichts zu verhandeln. Bei den weltweit verbreiteten Scouts müsste diese Überwindung von Nationalismus, Rassenwahn und Religionsdünkel aus der Idee der ‚weltweiten Bruderschaft‘ resultieren, meine ich jedenfalls. Auch das sahen andere anders und verteidigten 2011 CDHRI nebst Scharia im Namen des Multikulturellen und der Kultursensibilität. Nein, hier sollte man, gerade als Pädagoge oder Jugendgruppenleiter, bekennen, ‚unsensibel‘ zu sein.

Wir können der britischen Menschenrechtsaktivisten Maryam Namazie danken, die der weltweit vorhandenen bzw. drohenden Rechtsverschiedenheit eine Absage erteilt und mit One Law For All die unteilbaren Menschen- und Bürgerrechte fordert, die für jeden gleich gelten, auch für den Gottlosen oder für die Frau.[8]

Die Traditionen und Religionen gehören zum Erbe der unteilbaren Menschheit. Doch nur eine diskriminierungslose und säkulare Gesellschaft kann eine freiheitliche Gesellschaft sein. Ob internationale Scouts oder deutsche Jugendbewegte, um das Bekennen zur AEMR kommen wir nicht herum. Gollwitzer, Meißnerfahrer von 1963, mahnt uns sicherlich, die Apartheid der Stämme und Glaubensnationen zu überwinden und, die kulturelle Moderne betretend, dem Menschen an sich Würde zu verleihen:

„Die Meißner-Formel ließen wir Bündische oft als individualistisch verleumden, statt zu erkennen, dass man sie als die Kernformel eines demokratischen Bewusstseins verstehen kann.“[9]

Mit freundlichen Grüßen

Cees

(Cees van der Duin)

[1] Nicht Ex-Muslime oder muslimische Säkulare leben in Deutschland, sondern Schariapflichtige? Stachowitsch: „Die in Deutschland lebenden Muslime sollten mithelfen, dass in ihren Heimatländern den Christen diejenigen Freiheiten zugestanden werden, die Muslime bei uns haben.“

aus: Alexej Stachowitsch: Gedanken zur Lage der Bünde vor dem Hohen Meißner 2013.

http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Artikel_2013/Axis_Gedanken.pdf

[2] Januar 2007, der Ludwigstein tritt ein in die „Begegnung mit dem Islam“. Heidrun Roßdeutscher darf Rudolf Steiner seelsorgerlich mit Feldherrn Mohammed aussöhnen, vermittels „Sprachqualitäten und mit Hilfe von Suren aus dem Koran entsprechend einiger Wege der Waldorfpädagogik.“

aus: Einladung zum 2. Bildungskongress der Kulturinitiative ‚lebendig leben’ vom 26.-28. Januar 2007, Veranstalter: VDH e.V. – Kulturinitiative ‚lebendig leben’ Gerhard Neudorf

http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Faltblatt-Einladung+Programm2007.pdf

Bildungskongress „Durch Bildung das Leben meistern“ auf der Jugendburg Ludwigstein am 26.-28.1.2007

„Auszugsweise erwähnt seien hier einige fachbezogene Angebote:

– für Klassenlehrer und Biologen: Praktische Wildnispädagogik und Wandern und Zelten

– für Klassen-, Deutsch- und Musiklehrer: Kommunikationstraining für Grundschüler mit Gongs und Klangschalen, ferner: Integration von Kindern und Jugendlichen im Deutschunterricht, vor allem der Klassen 7 – 11

– nicht nur für das Fach Musik: mitreißende internationale „Lieder“ und „Die Stimme im Lehrberuf“,

– für Religions- und Ethiklehrer: eine AG zum Verhältnis der beiden Fächer und eine weitere AG zur „Begegnung mit dem Islam“

Den besonderen Charme des Kongresses vermitteln die Morgenrunden und die kreativen Abende, die aus dem Kulturschatz der Wandervögel, Pfadfinder und ähnlicher Gruppen schöpfen, besonders aus den vielen Liedern, Tänzen und dem Theaterspielen – Anregungen für die Auflockerung und Verlebendigung des normalen Schulalltags.

Der Abschluss am Sonntag dient auch Planungen für die Zukunft, vor allem der Schaffung eines neuen reformpädagogisch-orientierten Lehrer(fort-)bildungswerks.

Informationen und schriftliche Anmeldung: Büro des VDH e.V.- Kulturinitiative, Gerhard Neudorf

http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Presseinformation%20zum%20Bildungskongress.pdf

Heidrun Roßdeutscher, ehemalige Lehrerin an der Frauenschule auf dem Sattelberg (…)

Dr. Detlef Görrig: Christlich-Islamischer Dialog

Schöpfung, Gottes- und Menschenbild in Christentum und Islam

Scharia, Menschenrechte und Zehn Gebote – was ist für wen gerecht?

Quelle: NMZ (Nordelbisches Zentrum für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst)

http://www.nmz-mission.de/fix/files/doc/nmz_halbjahresprogramm_2010.pdf

[3] Koran 4:34, sogenannter Prügelvers: and beat them!

bei Dawood:

Men have authority over women because God has made the one superior to the other, and because they spend their wealth to maintain them. Good women are obedient. They guard their unseen parts because God has guarded them. As for those from whom you fear disobedience, admonish them and send them to beds apart and beat them. Then if they obey you, take no further action against them. Surely God is high, supreme.

bei Shakir:

Men are the maintainers of women because Allah has made some of them to excel others and because they spend out of their property; the good women are therefore obedient, guarding the unseen as Allah has guarded; and (as to) those on whose part you fear desertion, admonish them, and leave them alone in their sleeping places and beat them; then if they obey you, do not seek a way against them; surely Allah is High, Great.

bei Arberry:

Men are the managers of the affairs of women for that God has preferred in bounty one of them over another, and for that they have expended of their property. Righteous women are therefore obedient, guarding the secret for God’s guarding. And those you fear may be rebellious admonish; banish them to their couches, and beat them. If they then obey you, look not for any way against them; God is All high, All great.

http://www.bible.ca/islam/islam-wife-beating-koran-4-34.htm

[4] Koran 9:5, sogenannter Schwertvers:

bei Paret:

Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf!

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwertvers

bei Abdullah Yusuf Ali:

But when the forbidden months are past, then fight and slay the Pagans wherever ye find them, an seize them, beleaguer them, and lie in wait for them in every stratagem (of war);“

http://en.wikipedia.org/wiki/At-Tawba_5

vgl. die religiös argumentierende Hamas, der satzungsgemäß die Tötung von Juden zur Voraussetzung für die Herankunft Jüngsten Gerichts ist:

Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‚Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!

http://de.wikipedia.org/wiki/Hamas

The Day of Judgement will not come about until Muslims fight the Jews (killing the Jews), when the Jew will hide behind stones and trees. The stones and trees will say O Muslims, O Abdulla, there is a Jew behind me, come and kill him.

http://www.mideastweb.org/hamas.htm

[5] Mit Wandervogelscharia hinauf zu Allah auf den Ludwigstein? Dr. Thomas Ogger: Spirituelle Aspekte des Wanderns, in: Ludwigsteiner Blätter Heft 241 (Dezember 2008), p 12-18.

http://www.burgludwigstein.de/fileadmin/LudMedia/0168_VJL/LB/LB241.pdf

Thomas Ogger übersetzt uralte Texte zum Seelen rettenden Kulturrassismus der Dhimma, wissen die revolutionären Gottesfreunde von ESLAM. Das Abkommen zwischen Imam ‚Ali (a.) und den Christen

„Aufgrund dieser Übereinkunft wird allen Christen, die innerhalb des islamischen Reiches leben, Sicherheit gewährleistet. Dieser Vertrag ist ausreichend und für die Ewigkeit gedacht, damit sie der Vereinbarung, die ich mit ihnen getroffen habe, Loyalität erweisen. … Für das Verfassen dieses Schriftstückes habe ich hoch gestellte muslimische Persönlichkeiten und meine besten Gefährten versammelt und für die Christen Bedingungen gesetzt, die auch für die späteren Generationen gelten werden. …

Wer sich von meinen Anhängern gegen mich stellt, bricht den Vertrag Gottes und wendet sich von dem Befehl Gottes des Erhabenen ab, sodass Gott seinen Schaden und Nachteil rechtfertigen wird. …

Man muss die Christen unter die Fittiche der Barmherzigkeit und Zuneigung nehmen und die Übel von ihnen und von überall da, wo sie sind, vertreiben.

http://www.eslam.de/manuskripte/vertraege/abkommen_imam_alis_mit_christen.htm

Museum in aller Munde – Jesus und Mohammed – Poesie und Mystik (Lesung/Vortrag)

17.12.2005, 18.00 Uhr, Museum Neukölln, Berlin

Was geschieht, wenn Mohammed und Jesus sich begegnen? Streit oder Frieden? Ein Stück Poesie aus Bibel und Koran, verwoben mit Worten der christlichen und islamischen Mystik. Der Erzengel Gabriel führt durch das Programm, begleitet von Musik und Gesang. Zwei Schauspielerinnen sprechen Jesus und Mohammed. Ein ungewöhnliches Bühnenprojekt über die Begegnung zweier Weltreligionen. Nach dem Theaterstück „Jesus und Buddha – eine Begegnung“ ist dies die zweite Produktion der Theatergruppe spirit dialox. Das Ensemble von spirit dialox hat es sich zur Aufgabe gemacht, religiöse und spirituelle Texte als Bühnenprojekte zu realisieren.

Eine Produktion des Ensembles spirit dialox.

Darsteller: Nina Herting, Mia Kaspari, Mathias Eysen

Buch/Regie: Harald-Alexander Korp

Musik und Gesang: Hanan El-Shemouty

Islamwissenschaftliche Beratung: Dr. Thomas Ogger.

http://www.zwischen-krieg-und-frieden.de/suche.html?Region=0&Detail=0&Stadt=Berlin&Vhaus=0&Vart=0&Kinder=&DatumAb=&DatumAm=&Begriff=&Aktion=Suchen&Seite=10

Dr. Thomas Ogger (Iranist, Islam- und Musikwissenschaftler)

Thema: Die verborgene Sprache der Musik – Musikauffassung und -ausübung in Orient und Okzident –

Veranstaltungsort: Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran, Drakestr. 3, 12205 Berlin – Lichterfelde.

http://fa.berlin.icro.ir/index.aspx?siteid=191&pageid=11681&newsview=555572

bei: ICRO – Organisation für Islamische Kultur und Beziehungen (Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran, Berlin); im Blick: Bank Melli sowie IRNA – Iranische Presseagentur

http://fa.berlin.icro.ir/index.aspx?siteid=191&pageid=5706

Erstes Hafis-Symposium in Berlin

03. Dezember 2010

Die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin und der Oberste Rat der im Ausland lebenden Iraner veranstalteten am 03. Dezember 2010 das Erste Hafis-Symposium in Berlin. An dieser Veranstaltung nahmen ca. 200 Hafis-Freunde, Akedemiker und Studenten aus verschiedenen Bundesländern teil. …

Professor Dr. Hartmut Bobzin (Universität Erlangen) hielt einen Vortrag über Rückert und Hafis. Danach stellte Herr Professor Dr. Manfred Lorenz (Humboldt-Universität Berlin) in seinem Vortrag wichtige Aspekte der Begegnung zwischen Ost und West- Hafis und Goethe dar. Nach der Pause sprach Professor Dr. Ali Radjaie (Universität Arak) über Hafis und die Macht des Wortes. Danach hielt Frau Dr. Katja Föllmer (Universität Göttingen) ihren Vortrag über Aspekte mystischer Dichtung – Hafis im Vergleich. Anschließend referierte Dr. Thomas Ogger, Orientalist und Musikwissenschaftler, über Hafis und Musik. Der letzte Redner war Herr Esfandiar Rahim Mashaie, Präsidialamtsminister und Präsident des Obersten Rates der im Ausland lebenden Iraner über Die Philosophie des Seins am Beispiel der Hafisischen Dichtung.

Am 02. Dezember 2010 hatte die Hafis-Gesellschaft in Hamburg ein Seminar unter dem Titel Hafis und Goethe – Dichterische Geistesverwandtschaft als Symbol für Völkerverständigung und Toleranz, veranstaltet. Auf dieser Veranstaltung haben u.a. Herr Botschafter Sheikh Attar, Herr Präsidialamtsminister Esfandiar Rahim Mashaie, Professor Dr. Manfred Lorenz und Professor Dr. Mehr Ali Newid vor mehr als 80 geladene deutsche und iranische Akademiker und Hafis-Freunde gesprochen.

http://www.iranembassy.de/ger/text/%D9%8DErstes%20Hafis.htm

Der Grüne Heilige, al-Chidr? Eine Sagengestalt, an vielen Orten gar ein Heiliger im Islam. Ein grüner Prophet, der die Erneuerung der Vegetation verkörpert oder die lebenspendende Kraft der Gewässer. „Der Grüne“ (al-Ḫiḍr bzw. al-Ḫaḍir / Ḫaḍr; anglisiert al-Khidr / Khizr oder al-Khadr / Khazr) ist seit islamischer Zeit mythischer Stadtgründer von Damaskus, Edirne, Herat, Samarkand und Tunis. Dieser Ölbaum in der jordanischen Stadt Kerak etwa genoss als Chidr-Heiligtum hohes Ansehen. Das Bild wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Alois Musil aufgenommen.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8a/Khidr-sanctuary_al-Karak.jpg

Nordindische Miniatur zum Ḫiḍr. V&A – “The legendary Muslim saint, Khwaja Khizr, standing on a large fish swimming on the surface of water. The saint holds out his hands in prayer with a rosary looped over his left hand. He is facing left and is dressed in robes in his traditional colour of green.”

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/95/Khizr.JPG

The Legend of El Khidr, the green saint or Prophet.

http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/03068374608731218?journalCode=raaf19

Bei Samandag (Türkei) fährt im Juni 2011 ein Auto dreimal rituell um das Khidr-Heiligtum.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Khidr-Heiligum_Samandag.jpg

Dem Chidr ist der Sakralbezirk von Kataragama geweiht, eine Krankenstation der Sufis.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e0/Khidr_Takiyya_in_Kataragama.jpg

Chidrheiligtum (Khidr sanctuary) auf einer Indusinsel in der pakistanischen Provinz Sindh. Fotografiert von Henry Cousens im Jahre 1911

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3f/Khidr_sanctuary_Bhakkar.jpg

An der Chidr-Moschee zu Kataragama (Sri Lanka) ehrt man den Grünen Heiligen: „Unser Herr, al-Chidr Abū l-‚Abbās, Balyā, Sohn des Malkān, Gott spende ihm und unserem Propheten das beste Heil“

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ae/Khidr_Abu_l-Abbas.jpg

Alois Musil (* 30.06.1868 in Rychtařov / Richtersdorf, Mähren; † 12.04.1944 in Otryby bei Český Šternberk / Böhmisch Sternberg, Mittelböhmen)

Alois Musil, fotografiert 1891

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/b/b9/Alois_Musil_-_Jugendbildnis.jpg

Alois Musil, fotografiert 1898

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/1/17/Alois_Musil_-_in_arabischer_Tracht.jpg

Alois Musil, fotografiert 1914

http://e-velbloud.cz/e-velbloud_2009_001/e-velbloud_2009_001_019_001.jpg

Hoher Meißner, von Osterode aus und nach Süden gesehen

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Der_Meissner.jpg

75. Wiederkehr des Freideutschen Jugendtages. Hoher Meißner 1988

http://hartwig.bplaced.net/sonstiges/jba/022e.jpg

Gedenktafel auf dem Meißner: Freideutscher Jugendtag 1913

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/97/GedenktafelFreideutscherJugendtag.JPG

Frau-Holle-Teich mit Holzfigur der Frau Holle

http://www.premium-wandern.de/images_premium/PICTURE_1244121003PG.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/eb/Frau-Holle-Teich_001.jpg

Das ist doch der Gipfel – des Meißners: Kalbe 720 m (nun, Kasseler Kuppe, 754 m, und Kasseler Stein, 748 m, sind noch etwas höher). Sehr viel Schnee, Frau Holle hat ganze Arbeit geleistet. Dezember 2009.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f0/Hoher_Meissner_Kalbe.jpg

Blick von der Kalbe, Juni 2007

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Meissner_aussicht_kalbe_d_schmidt_06_2007.jpg

Burg Ludwigstein

http://lh5.ggpht.com/-smxiIbNklP0/RysasH297jI/AAAAAAAAA4E/cLuyhcEGtec/100_0258.jpg

Angereiste Jungengruppe, 1948

http://img.fotocommunity.com/photos/15963697.jpg

Alte Ansichtskarte von der Jugendburg

http://www.ansichtskarten-kiste.de/images/5210_3431LudwigsteinJugendburgLudwigstein.jpg

Ludwigstein

http://michael-neidel.de/reisen/werra/bilder/506_burg_ludwigstein.jpg

http://www.h-friedrich.de/assets/images/werra9.jpg

http://img.fotocommunity.com/photos/8705468.jpg

Volkstanz. Europäische Jugendwoche Burg Ludwigstein

http://www.hna.de/bilder/2010/08/01/861858/949197454-europaeische-jugendwoche-burg-ludwigstein.9.jpg

Enno Narten: Wandervogel, Bauingenieursstudent 1908, Hilfslehrer im Landesziehungsheim Haubinda 1914, Mitarbeiter bei der Gründung des Jugendrotkreuz nach 1945, Jugendpflegedezernent, Naturschutzaktivist, Protestierer gegen Wiederbewaffnung (dafür flog er wie bereits 1933 aus der SPD) und Vietnamkrieg. Enno Narten ist der Urheber des jugendbewegten Ludwigsteins.

http://burgludwigstein.de/Wer-war-Enno-Narten.411.0.html?&L=sjoqqalohrr

[6] Der vitruvianische Mensch ist eine berühmte, Zeichnung von Leonardo da Vinci aus dem Jahr 1492.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/22/Da_Vinci_Vitruve_Luc_Viatour.jpg

[7] „Auf Antrag der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) hat der UN-Menschenrechtsrat in Genf eine Resolution für ein weltweites Verbot der öffentlichen Diffamierung von Religionen verabschiedet. … In der Erklärung vom Freitag wird neben dem Islam keine andere Religion erwähnt.“

http://www.net-tribune.de/article/300307-194.php

[8] New Report by One Law for All

“Sharia Law in Britain: A Threat to One Law for All and Equal Rights”

http://www.onelawforall.org.uk/new-report-sharia-law-in-britain-a-threat-to-one-law-for-all-and-equal-rights/

[9] Hoher Meißner 1963: Rede von Professor Dr. Helmut Gollwitzer (Pfarrer; als Wehrmachtssoldat in russischer Kriegsgefangenschaft)

„Nichts einte diese “Bewegung” als der neue Lebensstil, der die äußere wie die innere Haltung prägte. Er aber genügte, damit wir uns wieder erkannten als verwandten Geistes über die Zäune der Anschauungen hinweg, die wir von den Älteren übernommen hatten. Seinetwegen fühlte ein Junge aus den rechts stehenden Gruppen der Bündischen Jugend sich den jugend-bewegten Sozialisten näher als den Angehörigen der Bismarckjugend und der Hitlerjugend.“

http://www.rundschau-hd.de/archives/2450/

19 Antworten to “266. Meißnerformel”

  1. Meißnerformel statt Gottesfurcht Says:


    1. Peter Lampasiak, Freie Waldorfschule Hannover-Bothfeld:
    „Bildung von kraftvollen Persönlichkeiten
    durch Erleben von freier Natur und künstlerischer
    Betätigung in kleinen Wandergruppen“

    16. Heidrun Roßdeutscher: Begegnung mit dem Islam
    über Sprachqualitäten und mit Hilfe von Suren aus dem
    Koran entsprechend einiger Wege der Waldorfpädagogik

    17. Alexej v. Stachowitsch: Religions- oder Ethikunterricht?
    Zu welchem Bild und zu welchem Handeln hin
    sollen Lehrer Schüler bilden?

    Quelle: Einladung zum 2. Bildungskongress der Kulturinitiative ‚lebendig leben’ vom 26.-28. Januar 2007, Ort: Jugendburg Ludwigstein (Veranstalter: VDH e.V. – Kulturinitiative ‚lebendig leben’ Gerhard Neudorf)

    http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Faltblatt-Einladung+Programm2007.pdf

    Bildungskongress
    „Durch Bildung das Leben meistern“
    auf der Jugendburg Ludwigstein
    am 26.-28.1.2007

    „Auszugsweise erwähnt seien hier einige fachbezogene Angebote:

    – für Klassenlehrer und Biologen: Praktische Wildnispädagogik und Wandern und Zelten
    – für Klassen-, Deutsch- und Musiklehrer: Kommunikationstraining für Grundschüler mit Gongs nd
    Klangschalen, ferner: Integration von Kindern und Jugendlichen im Deutschunterricht, vor allem der Klassen 7 – 11
    – nicht nur für das Fach Musik: mitreißende internationale „Lieder“ und „Die Stimme im Lehrberuf“,
    – für Religions- und Ethiklehrer: eine AG zum Verhältnis der beiden Fächer und eine weitere AG zur
    Begegnung mit dem Islam

    Den besonderen Charme des Kongresses vermitteln die Morgenrunden und die kreativen Abende, die aus dem Kulturschatz der Wandervögel, Pfadfinder und ähnlicher Gruppen schöpfen, besonders aus den vielen Liedern, Tänzen und dem Theaterspielen – Anregungen für die Auflockerung und Verlebendigung des normalen Schulalltags.

    Der Abschluss am Sonntag dient auch Planungen für die Zukunft, vor allem der Schaffung eines neuen reformpädagogisch-orientierten Lehrer(fort-)bildungswerks.

    Informationen und schriftliche Anmeldung: Büro des VDH e.V.- Kulturinitiative, Gerhard Neudorf

    http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Presseinformation%20zum%20Bildungskongress.pdf


    Heidrun Roßdeutscher, ehemalige Lehrerin an der
    Frauenschule auf dem Sattelberg (…)

    Christlich-Islamischer Dialog
    (Dr. Detlef Görrig)

    Schöpfung, Gottes- und Menschenbild in Christentum und Islam

    Scharia, Menschenrechte und Zehn Gebote – was ist für wen gerecht?

    Quelle: NMZ (Nordelbisches Zentrum für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst)

    http://www.nmz-mission.de/fix/files/doc/nmz_halbjahresprogramm_2010.pdf


  2. Meißnerformel Says:

    ::

    Ist Allahs ausgeschlossene Gleichberechtigung in jungengemäßes Wahlrecht bzw. in den Elternwunsch integriert und eine Frage des „Kontexts“? Ist Drucksache 17/7908 schariakompatibel (islamrevolutionär) lesbar?

    Antwort
    der Bundesregierung
    auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Barbara Höll, Diana Golze, Steffen Bockhahn, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 17/7629 –
    Zur Zukunft der Jungen- und Männerpolitik
    25.11.2011

    2. Wie definiert die Bundesregierung den Begriff „männlich“, und welche Attribute schreibt sie dem männlichen Geschlecht zu?

    Die Bundesregierung definiert den Begriff „männlich“ nicht, sondern nutzt den Begriff kontextabhängig. Die Bundesregierung sieht sich nicht in der Position, dem männlichen Geschlecht bestimmte Attribute zuzuschreiben. Vielmehr geht es ihr darum, Jungen und Männer darin zu unterstützen, bestehende Zuschreibungen zu hinterfragen.

    3. Welche Personen sind Mitglied des Beirats „Jungenpolitik“ (unter Nennung ihrer Qualifikation und ihres institutionellen oder organisatorischen Hintergrunds)?

    Der Beirat hat sich am 26. Mai 2011 konstituiert. Zwölf Mitglieder wurden in ihn berufen: Sechs unabhängige Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung und Praxis zum Thema Jungen und Jungenarbeit sowie sechs junge Männer zwischen 14 und 17 Jahren als Experten in eigener Sache. Den Vorsitz hat Prof. Dr. Michael Meuser inne.

    Die Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung und Praxis sind in der Anlage 1 aufgeführt. Die Namen der Jungen und ihre persönlichen Hintergründe werden zu ihrem Schutz nicht veröffentlicht.

    4. Welche programmatischen Ziele verfolgt der Beirat, welche Kosten verursacht der Beirat, und aus welchen Haushaltsbereichen werden diese finanziert?

    Im Kern geht es um die Frage, wie Jungen ihre Biografie gestalten wollen, mit welchen Erwartungen sie sich in der Gesellschaft und in ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld konfrontiert sehen und wie sie Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern leben möchten.

    Quelle:
    Drucksache 17/7908
    Anlage 2

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/079/1707908.pdf

    ::

  3. Meißnerformel statt Schariagesetz Says:

    ::

    16. Heidrun Roßdeutscher: Verständigung zwischen Christentum und Islam als Beitrag zum Weltfrieden
    (Thema noch nicht bestätigt!)

    17. Alexej v. Stachowitsch: Religions- oder Ethikunterricht? Zu welchem Bild und zu welchem Handeln hin
    sollen Lehrer Schüler bilden?

    aus: Durch Bildung das Leben meistern
    Einladung zum 2. Bildungskongress der Kulturinitiative “lebendig leben”
    am 26.-28.1.2007

    http://kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Einladung%2BProgramm2007-Fassung24November.pdf

    ::

  4. Machandelboom Says:

    Petition an: Ties Rabe, Bildungssenator Hamburg
    ::

    Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg

    Petition von
    GWUP – Die Skeptiker

    http://www.change.org/de/Petitionen/gegen-die-geplante-staatliche-waldorfschule-in-hamburg

    ::
    ::

    Die Stadt wolle durch den Schulversuch verhindern, dass sich die soziale Segregation verschärfe

    In Wilhelmsburg hat fast ein Drittel der Einwohner keinen deutschen Pass, etwa drei Viertel der Minderjährigen haben einen Migrationshintergrund. Waldorfschulen sind im Bildungsbürgertum dagegen oft durchaus beliebt. …

    Wie genau die Klassen zwischen Lehrern mit und ohne Waldorfausbildung aufgeteilt und welche Elemente der Waldorfpädagogik übernommen werden sollen, ist momentan unklar. …

    Aktivist Sebastiani … hält es für unmöglich, die Waldorfpädagogik von ihren anthroposophischen Grundlagen zu trennen, wie es der Stadt offenbar vorschwebt. …

    aus: Johannes Schaible: Steiner vom Staat
    in: Süddeutsche 28.01.2013

    http://www.sueddeutsche.de/bildung/kritik-an-erster-staatlicher-waldorfschule-steiner-vom-staat-1.1583357

    ::
    ::

    André Sebastiani: „Wenn man im Bezirk wohnt und sich keine großen Gedanken macht, wird das Kind in der Regel automatisch der nächstgelegenen staatlichen Schule zugewiesen. Und das könnte bald eben eine Waldorfschule sein. …

    Waldorfpädagogik ist gefährliche Esoterik, nichts daran ist objektiv. Ich habe Physik-Hefte von Waldorfschülern gesehen, in denen plötzlich von „freier Energie“ die Rede ist. Ein völlig unwissenschaftliches Konzept. In anderen Heften wird Atlantis als Wiege der Menschheit dargestellt. …

    Meine Befürchtung ist, dass es nicht bei ein paar guten pädagogischen Elementen bleibt, sondern man sich die ganze unsinnige Weltanschauung dahinter mit in die Schule holt.

    Der Bund der Freien Waldorfschulen hat in einer ersten Mitteilung zum Schulversuch „Waldorf light“ ausgeschlossen. Inzwischen haben sie die Mitteilung interessanterweise von ihrer Homepage gelöscht.“

    aus: „Waldorf ist unwissenschaftlich“ (André Sebastiani im Interview mit Bernd Kramer)
    in: taz 05.03.2013

    http://taz.de/Lehrer-ueber-Hamburger-Schulversuch/!112185/

    ::

  5. Cees van der Duin Says:

    ::
    „Glut ist Geist!“, diesen Unsinn sagte, jedenfalls zuerst, nicht Guru Lamberty, sondern meinte allen Ernstes Gustav „Gusto“ Gräser:

    „Bursche, laß was flattern, wehen, tut mir doch nit so gesetzt. Bissel stürmisch muß es gehen, soll was Freudiges entstehen, tut was, was die Leut entsetzt! Tut mir nit so vereist!
    Glut ist Geist!“ (Gusto Gräser)

    http://www.leuchtenburg.de/glut-ist-geist-sonderschau.html

    Hier eine informative Übersicht zu Herrn Gustav Gräser genannt Gusto, dem österreichischen Künstler und Aussteiger, einer Kultfigur am MONTE VERITÀ

    http://www.gusto-graeser.info/

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Gr%C3%A4ser

    zeitweise war Gräser dem Kreis um die alternative Lebensgemeinschaft HUMANITAS des Lebensreformers und Malers Karl Wilhelm Diefenbach auf dem sogenannten Himmelhof zuzurechnen

    http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Wilhelm_Diefenbach

    Lebensreformer Lamberty huldigte dem öffentlichen Tanz … und der weniger öffentlich betriebenen Fortpflanzung:

    Mit einer rasch wachsenden Anhängerschar zog Muck (eigentlich Friedrich Lamberty, den Spitznamen erhielt er wegen seiner Kleinwüchsigkeit) singend, predigend und tanzend durch die Lande; vom fränkischen Kronach kam er über Coburg bis zur Wartburg. In Erfurt sollen auf dem Domplatz mehr als 10.000 Menschen mit ihm verzückt gefeiert haben. Hermann Hesse setzte ihnen in seinem Werk „Die Morgenlandfahrt“ ein literarisches Denkmal.

    Die wilde Jungschar landete 1920 auf der Leuchtenburg. Das hoch über der Porzellinerstadt Kahla thronende Gemäuer hat bis heute seinen Romantikfaktor XXL bewahrt – ein passgenaues Sehnsuchtsziel der Jugend- und Naturbewegten. Zudem war in den ehrwürdigen Mauern gerade die erste Jugendherberge Thüringens eingerichtet worden. Muck und seine Getreuen zogen als allererste Gäste ein.

    Man lebte frisch und frei – gerne auch frei von jeglicher Kleidung. Was andere Ausflügler nicht so passend fanden. Es hagelte Proteste. Als dann noch herauskam, dass Jugendguru Muck in einer Art Haremswirtschaft reihenweise Gefolgsmädels geschwängert hatte, war es aus mit der Idylle. Die „Neue Schar“ flog hochkant raus aus der Leuchtenburg.

    Margit Boeckh

    http://www.t-online.de/reisen/deutschland/id_65390964/frei-und-nackt-auf-der-leuchtenburg.html

    Bildserie

    http://www.t-online.de/reisen/deutschland/id_65390964/frei-und-nackt-auf-der-leuchtenburg.html

    „Das müssen wir, wenn wir ehrlich sind, uns eingestehen und auch denen sagen, die noch an uns oder diesen Weg glauben. Unsere Aufrufe waren Aufrufe zum Rausch und unser Rufen nach Tiefe hatte oberflächliche Gefühlsschwelgereien zur Folge. Wir waren selbst schuld daran.“

    Rundbrief v. September 1923, zit. in: Ulrich Linse: Barfüßige Propheten. Erlöser der zwanziger Jahre. Berlin 1983, S. 243 Anm. 38.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Muck-Lamberty#Mucks_.E2.80.9ES.C3.BCndenfall.E2.80.9C

    Naja, es hat halt schon was erlebt, das Thüringer Gemäuer. 800 Jahre Leuchtenburg

    http://www.leuchtenburg.de/geschichte.html

    Leuchtenburg, Kulinarisches

    http://www.leuchtenburg.info/erlebnisessen.html

    Leuchtenburg, Porzellan

    http://www.leuchtenburg.info/der-baufortschritt.html

    Erregtheit ist eben nicht dasselbe wie Klugheit, „Glut“ ist eben nicht „Geist“!

    Damit ist es an der Zeit, an fünf wichtige Meissnerfahrer von 1913 zu erinnern:

    Knud Ahlborn

    http://de.wikipedia.org/wiki/Knud_Ahlborn

    Walter Hösterey genannt Walter Hammer

    http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey

    Hans Paasche

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Paasche

    Enno Narten

    http://de.wikipedia.org/wiki/Enno_Narten

    Wilhelm Flitner

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Flitner

    ::

  6. Machandelboom Says:

    Meißnertreffen 2013: Rechte Bünde ausgeschlossen!

    … Der Philosoph Walter Benjamin erklärte schon auf dem Treffen 1913 dass erst wenn Chauvinismus und Antisemitismus keine Rolle mehr spielten, von einer wirklich freideutschen Jugend die Rede sein könnte. …

    Während beim letzten großen Treffen 1988 zwar völkische und teils nationalistisch eingestellte Bünde wie die “fahrenden Gesellen” unbehelligt am Meißnertreffen teilnehmen konnten, so hatte man sich jedoch darauf verständigt, das offen rechtsextremistische Gruppen wie die Wiking-Jugend oder der Bund Heimattreuer Jugend (BHJ), der sich gerade den Namenszusatz Freibund gegeben hatte, von der Veranstaltung ausgeschlossen seien.

    Als dann doch eine Gruppe des BHJ auf dem Lagerplatz auftauchte, sollte sie des Platzes verwiesen werden. Zeugen berichten, dass dies letzlich daran scheiterte, dass einer der Verantwortlichen die Gruppe unauffällig in seinem eigenen Zelt unterbrachte. Derselbe – heute über 90jährige – ehemalige Verantwortliche tritt heute nach wie vor für eine Akzeptanz gegenüber dem Freibund ein.

    Im Hinblick auf das anstehende Meißnerlager 2013, zu dem wieder einige tausend junge Menschen erwartet werden, kam es bereits im Vorfeld zu heftigen Diskussionen um die Teilnahme völkischer und nationalistischer Jugendbünde. …

    Am 28. Februar fand nun die so genannte “Bundesführerversammlung” statt, die neben anderen Gremien der Vorbereitung des Meißnerfestes dient. Insgesamt waren 35 Jugendbünde vertreten. Jeder Bund war bei der Abstimmung mit einer Stimme ausgestattet. …

    Im Ergebnis der Abstimmung, wurden mit großer Mehrheit der Freibund – Bund heimattreuer Jugend, die Fahrenden Gesellen – Bund für Deutsches Leben und Wandern, der dazu gehörige Deutsche Mädelwanderbund, der Sturmvogel – Deutscher Jugendbund und die Deutsche Gildenschaft von den weiteren Vorbereitungen und der Teilnahme am Meißnerlager ausgeschlossen. …

    Hier zitiert aus: Rechte Jugendbünde. Ein Blog über völkische und neurechte Gruppen

    Dort veröffentlicht am 09. April 2010

    http://rechte-jugendbuende.de/?p=923

  7. Dwarslöper Says:

    ::
    Ein Jugendforscher ist überzeugt: Es braucht wieder mehr humanistische Werte. Alles der Ökonomie unterzuordnen, führe zu „absoluter Verblödung“.

    Der Wiener Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier sieht die Zukunftsperspektiven der jungen Generation pessimistisch. „Sie ist auf dem besten Wege, in die absolute Verblödung geführt zu werden“ …

    Der Verzicht auf kulturelle Bildung werde die demokratische Grundordnung über kurz oder lang gefährden, weil der Nachfolgegeneration die politische Urteilsfähigkeit fehle.

    Mittelbayerische Zeitung 18.07.2013

    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10015&pk=940050

    ::
    ::
    Das Germanische Nationalmuseum zeichnet ab Ende September die Wege der deutschen Jugendbewegung nach – von den Wandervögeln bis zum Open Air.

    Den Ersten Weltkrieg bejubelten viele junge Leute noch als großes gemeinschaftliches Abenteuer, heißt es in der Ankündigung. Sie zogen 1914 begeistert auf „Große Fahrt“, kamen jedoch desillusioniert zurück. In der zunehmenden Politisierung suchte die Jugendbewegung neue Wege. Aus dem Wandern wurde das Marschieren. Ein Meer von Flaggen soll in der Ausstellung die Suggestion von Symbolen und die Verführbarkeit der Jugendlichen durch politische Ideologien vermitteln. Dies machten sich die Nazis mit ihrer Hitlerjugend zunutze.

    Mittelbayerische Zeitung 07.08.2013

    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/kultur/artikel/jugendbewegung-im-museum/947465/jugendbewegung-im-museum.html

    ::

  8. Dwarslöper Says:

    ::

    Erster Freideutscher Jugendtag: Woodstock auf Wilhelminisch
    Von Barbara Stambolis und Johanna Lutteroth

    Der Lebensreformer Hans Paasche begeisterte sich: Endlich sei er jungen Menschen begegnet, die „gehen konnten und springen, sprechen, lachen und singen“. In seinem Buch „Die Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara ins innerste Deutschland“ legte er seine Beobachtungen der fiktiven Figur eines afrikanischen Stammeshäuptlings in den Mund. „Sie hatten kein Leibgerüst und keine Zwangsschuhe. […] Ihr eigenes Haar hing in goldenen Flechten über den Rücken und Kränze roter Beeren schmückten ihre Köpfe.“ …

    Ein knappes Jahr später brach der Erste Weltkrieg aus. Danach war nichts mehr, wie es einmal war. Die Teilnehmer des Meißner-Ereignisses von 1913 aber sprachen später noch oft von der Aura des Ortes. Für viele von ihnen war es der Beginn einer jugendbewegten Zeitrechnung. Etwa für den Sozialdemokraten Carlo Schmid, einen der Väter des Grundgesetzes. Als er im Jahre 1975 den von dem Hamburger Kaufmann Alfred Toepfer gestifteten Hansischen Goethe-Preis erhielt, kam er noch einmal auf der Ereignis zu sprechen. „Die Welt“ beschrieb die Szene damals so: „Er blickt Herbert Weichmann an und Alfred Toepfer und macht vom Bankett im Atlantik-Hotel weg einen Gedankensprung über sechs Jahrzehnte: Wir waren alle drei auf dem hohen Meißner.“

    http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackgroundXXL/a28102/l11/l0/F.html

    Zum Weiterlesen:
    Barbara Stambolis (Hg.): „Jugendbewegt geprägt. Essays zu autobiographischen Texten von Werner Heisenberg, Robert Jungk und vielen anderen“, V&R unipress 2013, 819 Seiten.

    ::
    ::

    Bürgerliche Kultur und ihre Reformbewegungen
    Wolfgang Kruse auf bpb am 27.09.2012

    Eine weitere soziale Reformbewegung mit bürgerlicher Schwerpunktsetzung wurde von der Jugend getragen. An ihrem Anfang stand die Wandervogelbewegung, die 1896 in Berlin-Steglitz ihren Ausgang nahm, als eine Gruppe von Gymnasiasten begann, Wanderungen ohne Beteiligung Erwachsener zu unternehmen. Dieses Vorbild fand schnell eine große Zahl von Nachahmern, überall in Deutschland und bald auch darüber hinaus bildeten sich Gruppen von Wandervögeln überwiegend männlichen Geschlechts. Da Mädchen in den männerbündisch geprägten Gruppen oft nicht zuglassen wurden, gründeten sie 1905 einen „Bund der Wanderschwestern“. Vielfältige Konflikte über die Beteiligung jüdischer Jugendlicher führten schließlich 1912 auch zur Gründung eines zionistischen „Wanderbundes Blau-Weiß“. Im proletarischen Umfeld bildeten sich ebenfalls unabhängige wandernde Jugendgruppen, die allerdings seltener einen männerbündischen Charakter pflegten und Mädchen integrierten. Alle diese Jugendlichen wollten in ihrer Freizeitgestaltung unabhängig sein und den einschränkenden Bedingungen von Schule und Elternhaus entgehen, zugleich eine naturverbundene, von romantischen Idealen und dem Wunsch nach Gemeinschaftserlebnissen geprägte Lebensweise pflegen.

    Der Wandervogel war ein Ausdruck davon, dass die Jugend sich generell immer stärker zu einer eigenen, von der abhängigen Kindheit ebenso wie von den Verantwortungen und Zwängen der Erwachsenenwelt separierten Lebensphase mit einer besonderen Anziehungskraft entwickelte. So entstand geradezu ein Jugendkult, der im Jugendstil seinen künstlerischen Ausdruck fand. Ein breites Spektrum spezifischer Jugendorganisationen wurde gegründet, von christlichen oder vaterländischen Jünglings- und Jungfrauen-, Lehrlings- und Gesellenvereinen über die um sich greifende Pfadfinderbewegung bis hin zu jüdischen und proletarisch-sozialistischen Jugendorganisationen, die sich besonders für Antimilitarismus und Kriegsgegnerschaft engagierten. Ihren Höhepunkt erlebte die unabhängige Jugendbewegung, als am 11./12. Oktober 1913 auf dem Hohen Meißner bei Kassel der Erste Freideutsche Jugendtag durchgeführt wurde. Ihr Selbstverständnis wurde in der sog. Meißnerformel auf den Punkt gebracht: „Die Freideutsche Jugend will nach eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung, in innerer Wahrhaftigkeit ihr Leben gestalten. Für diese innere Freiheit tritt sie unter allen Umständen geschlossen ein. Zur gegenseitigen Verständigung werden Freideutsche Jugendtage abgehalten. Alle gemeinsamen Veranstaltungen der Freideutschen Jugend sind alkohol- und nikotinfrei.“

    http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/kaiserreich/139652/buergerliche-kultur-und-ihre-reformbewegungen

    ::

  9. Dwarslöper Says:

    ::
    ::

    Was heißt eigentlich: Grundgesetz?“
    Rede des Abgeordneten Carlo Schmid im Parlamentarischen Rat, 8. September 1948 [StenBer. S. 70ff]
    Abg. Dr. SCHMID (SPD)

    Nun erhebt sich die Frage: Soll diese Gleichheit und Freiheit völlig uneingeschränkt und absolut sein, soll sie auch denen eingeräumt werden, deren Streben ausschließlich darauf ausgeht, nach der Ergreifung der Macht die Freiheit selbst auszurotten? Also: Soll man sich auch künftig so verhalten, wie man sich zur Zeit der Weimarer Republik zum Beispiel den Nationalsozialisten gegenüber verhalten hat? Auch diese Frage wird in diesem Hohen Hause beraten und entschieden werden müssen. Ich für meinen Teil bin der Meinung, daß es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, daß Sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft.

    Ja, ich möchte weiter gehen. Ich möchte sagen: Demokratie ist nur dort mehr als ein Produkt einer bloßen Zweckmäßigkeitsentscheidung, wo man den Mut hat, an sie als etwas für die Würde des Menschen Notwendiges zu glauben. Wenn man aber diesen Mut hat, dann muß man auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen.

    http://www.krr-faq.net/pdf/redeschmid.pdf

    ::
    ::

    Carlo Schmid wurde 1896 in Perpignan (Südfrankreich) geboren. Sein aus Württemberg stammender Vater Joseph Schmid war Privatgelehrter und Dozent an der Universität Toulouse, die Mutter Anna Erra war Französin. Seine Kindheit verbrachte Schmid in Weil der Stadt, wohin die Familie ein Jahr nach seiner Geburt übersiedelte. Dort war sein Vater fünf Jahre lang Schulleiter und Lehrer der Realschule. 1908 zog die Familie nach Stuttgart um, wo Schmid das humanistische Karls-Gymnasium besuchte und im Frühjahr 1914 das Abitur ablegte. In seinen letzten Schuljahren wurde Schmid im Wandervogel aktiv, wo er Arnold Bergstraesser kennenlernte.[1] Er nahm von 1914 bis 1918 als Soldat am Ersten Weltkrieg teil und kämpfte unter anderem bei Verdun. Nach dem Krieg absolvierte er ab 1919 ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen, das er 1921 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Nach dem Referendariat legte er 1924 das zweite Staatsexamen ab. 1923 erfolgte mit der Arbeit Die Rechtsnatur der Betriebsvertretungen nach dem Betriebsrätegesetz seine Promotion zum Doktor juris.

    Er ließ sich zunächst als Rechtsanwalt in Reutlingen nieder, trat aber schon 1925 als Gerichtsassessor in den Justizdienst des Landes Württemberg ein. Von 1927 bis 1931 war er Richter am Amtsgericht und später Landgerichtsrat in Tübingen.

    Von 1927 bis 1928 war er für eine Tätigkeit als Referent am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches Öffentliches Recht und Völkerrecht in Berlin beurlaubt. 1929 erfolgte an der Eberhard Karls Universität Tübingen, wo er seit 1930 als Privatdozent tätig war, seine Habilitation mit einer Arbeit über die Rechtsprechung des Ständigen Internationalen Gerichtshofes. 1931 und 1932 übernahm er die Leitung des Lagers des Freiwilligen Arbeitsdiensts.

    Während des Nationalsozialismus

    Nach der Machtübernahme durch die NSDAP gründete er mit Kollegen und Studierenden in Münsingen einen Freiwilligen-Arbeitsdienst, in welchem arbeitslose Jugendliche zusammen mit Studenten in einem Steinbruch arbeiteten. Hintergrund war die Hoffnung Schmids, durch persönlichen Einsatz die Jugendlichen vor der radikalen Massenbewegung des Nationalsozialismus zu bewahren.

    1933 erhielt Schmids Personalakte aufgrund seiner Tätigkeiten einen Sperrvermerk. Um einer Entlassung zu entgehen, trat er dem Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen bei. Öffentlich bezeichnete er dennoch den Nationalsozialismus als Philosophie von Viehzüchtern, angewandt am verkehrten Objekt. Nur durch Unterstützung eines NS-Studentenführers konnten schwerwiegende Konsequenzen verhindert werden. 1940 wurde er zur Wehrmacht einberufen und war bis 1944 als Kriegsgerichtsrat der Oberfeldkommandantur in Lille/Frankreich zugeteilt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Carlo_Schmid

    ::
    ::

  10. Dat Kowelenzer Schängelche Says:

    Stichwort Balduinstein. Zu lesen auf der Seite von Jugendburg Ludwigstein, gute Übersicht über die wichtigsten Pressequellen

    Urteil zu Missbrauch in der Jugendbewegung

    Am 11. Juni 2013 wurde ein früherer Pfadfinder- und Wandervogelführer vor dem Landgericht in Saarbrücken zu 2 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. Der Angeklagte habe bewußt das Vertrauen der manipulierbaren Jugendlichen zur Befriedigung seiner eigenen sexuellen Bedürfnisse ausgenutzt. Das Gericht erkannte, dass es neben Reformpädagogik und katholischen Internaten mit der Jugendbewegung ein weiteres Milieu gebe, in dem sexuelle Verhältnisse zu Minderjährigen akzeptiert und ideologisch legitimiert seien. Darüber hinaus sah es das Gericht als erwiesen an, dass am hohen Schädigungsriskiko für die Betroffenen kein Zweifel bestünde. Nachdem an drei Verhandlungstagen Zeugen und Betroffene teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt hatten, sprach der Richter in der Urteilsbegründung von einem hohen Organisationsgrad und dem systematischen Beschaffen von geeigneten Minderjährigen. Weitere Ermittlungen laufen, Gerichtstermine werden folgen.

    http://www.burgludwigstein.de/Urteil-Juni-2013.747.0.html

    Erzieher Markus M. räumt ein, jahrelang Sex mit Minderjährigen gehabt zu haben

    http://www.bild.de/news/inland/erzieher/erzieher-missbraucht-pfadfinder-30631846.bild.html

    Die Jugendschutzkammer des Landgerichts hat gestern einen 37 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Trier-Saarburg wegen sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der gelernte Erzieher hat grundsätzlich zugegeben, sich zwischen 2004 und 2006 an männlichen Jugendlichen sexuell vergangen zu haben (wir berichteten). …

    Der Angeklagte stammt aus dem Regionalverband Saarbrücken und leitete einen Pfadfinderstamm mit männlichen Jugendlichen. Später wechselte er mit seiner Gruppe zu den „Autonomen Wandervögeln“. Eine Zeugin, ebenfalls Erzieherin und Leiterin einer Pfadfindergruppe, berichtete, sie sei vom Angeklagten regelrecht herausgedrängt worden. Warum, habe sie damals nicht geahnt, heute wisse sie, dass er bei den Jungs freie Hand haben wollte. …

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Pfadfinder-Betreuer-muss-wegen-Missbrauchs-ins-Gefaengnis;art2814,4816598

    Der Angeklagte stammt aus dem Regionalverband Saarbrücken und hat eine Ausbildung als Erzieher abgeschlossen. Er arbeitete zunächst in einem saarländischen Kinderheim und bis zuletzt in einer Außenstelle der Einrichtung in Rheinland-Pfalz. Im Oktober vergangenen Jahren, als die Vorfälle ans Licht kamen, wurde er entlassen.

    Gemeinsam mit seiner damaligen Frau, einer Diplom-Religionspädagogin, leitete er eine Pfadfindergruppe im Regionalverband. Später gründeten beide die Organisation „Autonome Wandervögel“ mit ähnlichen Aktivitäten wie Reisen, Zeltlagern und Gruppenabenden. Seine Frau wusste von den verbotenen Kontakten, hat aber darüber hinweggesehen. Vor die Wahl gestellt, damit aufzuhören, hat er sich von ihr getrennt. Sie ist inzwischen wieder verheiratet und hat die Übergriffe erst im vergangenen Jahr angezeigt, da sie Angst hatte, man werde ihr nicht glauben, da die Opfer aus Scham schwiegen.

    Saarbrücker Zeitung vom 31.5.2013

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Pfadfinder-Betreuer-soll-Jugendliche-sexuell-missbraucht-haben;art2814,4801443

    Päderasten in der Jugendbewegung

    Bei den Wandervögeln soll ein leitendes Mitglied Jugendliche missbraucht haben. Sexuelle Gewalt gegen Schutzbefohlene ist Teil ihrer über 100-jährigen Geschichte.

    http://www.taz.de/!117879/

  11. Dat Kowelenzer Schängelche Says:

    Burg Balduinstein: Noch mehr Jungen missbraucht?

    Koblenz/Balduinstein – Gegen einen Gruppenführer der Wandervögel sind erneut schwere Vorwürfe sexuellen Missbrauchs bekannt geworden. Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat nach Informationen unserer Zeitung gegen einen 53-jährigen Mann Anklage wegen Kindesmissbrauch (24 Fälle) und Missbrauch von Schutzbefohlenen (drei Fälle) erhoben.

    Rhein-Zeitung 19.06.2013

    http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-Burg-Balduinstein-Noch-mehr-Jungen-missbraucht-_arid,611652.html

    Das Gericht sah es als erwiesen an, dass es vielfach zu sexuellen Übergriffen gekommen ist, auch in Balduinstein, wo der unabhängige Bund in Gebäuden an der Burgruine der Lahngemeinde gegründet worden ist. …

    Laut Staatsanwaltschaft hat der 37-Jährige eine Vielzahl sexueller Kontakte zu den ihm anvertrauten Jugendlichen gepflegt und deren „eingeschränkte Fähigkeit zur Selbstbestimmung ausgenutzt“. Die Vorwürfe reichen vom Streicheln über den Bauch über die Stimulation der Geschlechtsteile bis hin zum Analverkehr. Bei dem Prozess in Saarbrücken ging es um insgesamt elf Fälle, zu denen es im Zeitraum von 2004 bis 2006 gekommen sein soll. Laut einem Bericht der Saarbrücker Zeitung leitete der Mann gemeinsam mit seiner damaligen Frau, einer Diplom-Religionspädagogin, eine Pfadfindergruppe im Regionalverband Saarbrücken. Später kam es dann zur Gründung der Organisation „Autonome Wandervögel“. Seine Frau wusste wohl von den verbotenen Kontakten, habe zunächst darüber hinweggesehen. Die Beziehung scheiterte aber schließlich daran. Die mittlerweile wieder verheiratete Frau hat die Übergriffe erst im vergangenen Jahr angezeigt.

    Rhein-Zeitung 16.06.2013

    http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/diez_artikel,-Pfadfinderfuehrer-hat-Kinder-missbraucht-_arid,610538.html

  12. Machandelboom Says:

    Denkfeindlich über „brausendes Jungenleben“ schwadronierend, lobte Karl Vogt (Ludwigstein) den Jugendbund Pfadfinderschaft Luchs. Stichwort Horst Schweitzer, Hofgeismar.
    ::

    Er sei als 14-Jähriger von einem anderen Pfadfinder sexuell missbraucht worden, sagte Müller: Von Horst S., der damaligen Nummer eins unter den Pfadfindern in Nordhessen und Südniedersachsen und zugleich Lehrer an der Albert-Schweitzer-Schule in Kassel. Gegen Horst S., der mittlerweile verstorben ist, erheben immer mehr Opfer schreckliche Vorwürfe. Es geht um Missbrauch und Vergewaltigung. Nun packt erstmals ein damaliger Pfadfinderführer aus, der Horst S. gut kannte. Nicht anonym, sondern mit vollem Namen: Hans Heintze, heute 70 Jahre alt, pensionierter Lehrer für Deutsch und Geschichte an einem Gymnasium in Hannover.

    Heintze gründete in seiner Jugend in Südniedersachsen einige Pfadfindergruppen. Dadurch kam er in Kontakt zu Horst S., der als Bundesführer des Pfadfinderbundes „Großer Jäger“ die Szene in Nordhessen und Südniedersachsen beherrschte. Horst S., so erinnert sich Heintze, war ein dominanter Mann: „Wenn der in einen Saal kam, war der Saal plötzlich voll.“ Der kugelrunde Horst S. sei nicht nur äußerlich eine imposante Gestalt gewesen: „Er konnte reden, und er war ein Machtmensch.“

    Einer, der seine Interessen auch skrupellos durchgesetzt habe. Er habe sich Seilschaften errichtet und sei auch nicht vor Erpressung zurückgeschreckt. Wer gegen ihn war, dem drohte er mit Klagen, erinnert sich Heintze.

    Dass der Pfadfinderboss auf kleine Jungs in kurzen Hosen stand, habe man damals auch bei den Pfadfindern geahnt. Es gab viele Hinweise, sagt der pensionierte Lehrer: Horst S. habe stets seine Favoriten gehabt, mit denen er sich auch öffentlich umgab. Auf der anderen Seite sei es ihm anfangs gelungen, seine Pädophilie gut zu tarnen. Er habe flammende Reden gegen die Homosexualität gehalten. …

    Im Jahr 1948 hatte Horst S. die Pfadfindersippe „Luchs“ im Stamm „Großer Jäger“ gegründet. Heute, nach den Vorwürfen gegen Horst S., distanzieren sich die „Luchse“ von ihrem Gründer. Auf der Homepage der Pfadfinder heißt es unter anderem:

    Bis vor Kurzem waren auf dieser Seite zwei Texte zu lesen, die sich mit den Verdiensten des Gründers und langjährigen Führers der Pfadfinderschaft Luchs, Horst S., befassten … Was nun durch die besagten Äußerungen ans Licht kommt, war uns bisher nicht bekannt, und wir sind selbst in einem erheblichen Maß erschüttert …

    Quelle: HNA 20.04.2010

    https://www.hna.de/lokales/kassel/ein-skrupelloser-machtmensch-722792.html

    ::
    ::

    Als „der alte Luchs“ Horst S. im Jahre 2006 im Alter von 77 Jahren verstarb, schilderten die Nachrufe seine „charismatische Persönlichkeit“, seinen „unermüdlichen Einsatz“, seine „Gestaltungsfähigkeit“ und seine „pädagogische Überzeugungsfähigkeit“. Sein bündischer Lebenslauf ließ sich sehen. Er gehörte zu den Wiederbelebern der Bünde nach dem zweiten Weltkrieg …

    Weitere Mitschüler seien betroffen gewesen, in einem Fall sogar eine Strafanzeige erfolgt. Die Ermittlungen seien jedoch wegen schwieriger Beweislage eingestellt worden. Vermutet wird jedoch, dass eine indirekte Folge der Ermittlungen der berufliche Wechsel von Horst S. nach Spanien war. Unerklärlich jedoch, wieso er nach Rückkehr wieder an seiner alten Schule unterrichten durfte. In Folge des Artikels meldeten sich weitere Betroffene zu Wort, darunter auch Schüler des Gymnasiums in Kassel, an welchem Horst S. unterrichtet hatte. Der Pfadfinderbund „Großer Jäger“ setzte sich offen mit den Vorwürfen auseinander und schilderte gegenüber der Presse, der Ausschluss von Horst S. aus ihrem Bund 1970 sei nicht grundlos geschehen. …

    Quelle: scouting 02-10

    http://scouting.de/missbrauchstater-auch-unter-anerkannten-bundischen-personlichkeiten/

    ::
    ::
    aus dem Kommentarbereich vom 26.09.2012, danke für den Mut, das Thema Kindesmissbrauch anzusprechen:

    Und welcher davon hatte die Ehre, dem Vor-Sitzenden vorm Einschlafen den großen Elch aus der Düne zu ziehen?

    Ich weiß, worauf du anspielst, Zoltan. Soweit ich weiß, hat besagter Fürst aber immer wieder seinen Kopf aus der Schlinge ziehen können. Horrido nach HD!

    Was ich nicht verstehe: Warum hielt ihm der Luchs immer noch den Lachs (oder die Stange), nachdem der Jäger ihn endlich “abgeschüttelt“ hat?

    Keine Ahnung! War alles schon nach meiner Zeit bei den Marburger Pfadfindern …

    http://www.myheimat.de/marburg/freizeit/unser-damaliger-bundesvorsitzender-horst-schweitzer-mit-woelflingen-in-karlshafen-m433816,84713.html

    ::

  13. Machandelboom Says:

    Kinderportal der Bundesweiten Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs.

    Mit trau-dich.de richten wir uns an acht- bis zwölfjährige Mädchen und Jungen. In dieser Entwicklungsphase beginnen Kinder, auch unabhängig von ihren Eltern, ihre Umwelt zu entdecken. Eine spannende Zeit und eine besondere Herausforderung für jene, die für die Förderung und den Schutz der Kinder verantwortlich sind. Aus diesem Grund ist es ein zentrales Anliegen der Initiative, Mädchen und Jungen über ihre Rechte aufzuklären, über sexuellen Missbrauch zu informieren, Unsicherheiten abzubauen und sie zu bestärken.

    http://www.trau-dich.de/

  14. Machandelboom Says:

    Präventionsmaterial für Mädchen und Jungen

    http://www.zartbitter.de/gegen_sexuellen_missbrauch/Praeventionstheater/600_maedchen_jungen_praeventionsmaterialien.php

    Comics, Bilderbücher, Spiele, unter anderem von Ursula Enders und Dorothee Wolters.

    http://www.zartbitter.de/gegen_sexuellen_missbrauch/Praeventionstheater/620_kinderbuecher_comics_spiele.php

  15. Machandelboom, ein Besucher in Kluft Says:

    Na endlich!!! Der nach rechtsaußen verantwortungslos offenen Burg Ludwigstein werden die Gelder gestrichen
    ::

    Eklat um rechte Umtriebe auf Burg Ludwigstein
    Hier auf: Störungsmelder 23. Oktober 2013

    Auf der Jugendburg Ludwigstein in Hessen sind völkische Jugendbünde willkommen. Bei einem Treffen Anfang Oktober gaben sich prominente rechte Publizisten die Klinke in die Hand. Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hat nun sämtliche finanzielle Zuwendungen bis zu einer Klärung der Verhältnisse auf der Burg eingefroren.

    Von Jesko Wrede

    Sozialminister Grüttner erklärt nach Anfrage des Störungsmelders: „Solange die aufgeworfenen Fragen und Vorwürfe nicht eindeutig geklärt sind, werden keine Landesmittel mehr fließen. Das betrifft alle Zuwendungen, auch Entscheidungen über Investitionsförderungen, die derzeit anstehen. Das Hessische Sozialministerium wird sehr zeitnah das Gespräch mit den Vertretern der Jugendburg Ludwigstein suchen und die Vorwürfe prüfen.“

    http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2013/10/23/eklat-um-rechte-umtriebe-auf-burg-ludwigstein_14239

    ::
    ::

    Hessisches Sozialministerium friert Burg Ludwigstein sämtliche Fördermittel ein

    Auf der Jugendburg Ludwigstein in Hessen sind völkische Jugendbünde willkommen. … Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hat nun sämtliche finanzielle Zuwendungen bis zu einer Klärung der Verhältnisse auf der Burg eingefroren.

    Burg Ludwigstein … gilt … der Pfadfinder- und Wandervogelbewegung als Heim und geistiges Zentrum. Das Hessische Staatsarchiv betreibt hier eine Außenstelle, das „Archiv der Jugendbewegung“. Es finden Bildungsangebote und internationale Begegnungen statt. Doch seit einigen Jahren riskieren die Verantwortlichen vor Ort den guten Ruf der Jugendburg und ihrer Bildungsstätte.

    So kamen bei einem „Markt der Jugendbewegung“ am 3. Oktober nicht nur einige Pfadfindergruppen auf die Burg, sondern auch herausragende Vertreter rechter Kaderschmieden. …

    Auf dem „Markt der Jugendbewegung“ war etwa Götz Kubitschek zugegen. Der ehemalige Gildenschafter, frühere Autor der Jungen Freiheit und Leiter des Instituts für Staatspolitik betreibt heute mit der „Edition Antaios“, einen nationaloppositionellen Verlag. Am Wochenende nach der Meißnerfahrt war Kubitschek in Berlin. Dort stellte er mit dem Freibund-Mitglied und Publizisten Felix Menzel zum zweiten Mal den „Zwischentag“ auf die Beine, eine Messe rechter bis extrem rechter Initiativen, Verlage und Organisationen. Menzel versuchte jüngst vergeblich, sich juristisch gegen die Aussage des Autors dieses Artikels zu wehren, sein Onlinemagazin „Blaue Narzisse“ weise eine „geistige Nähe zu mutmaßlichen NSU-Sympathisanten auf“. 2007 sagte Menzel in einem Interview in der Zeitschrift „Sezession“ des Instituts für Staatspolitik, dass das Engagement in jugendbewegten Gruppen einer „rechten Milieubildung“ dienen solle.

    Auf dem Hohen Meißner fand vom 2. bis 6. Oktober das Gedenken an den „1. Freideutschen Jugendtag“ im Oktober 1913 statt. Zu den Hauptfeierlichkeiten kamen zirka 3500 Menschen, überwiegend Pfadfinder und Wandervogelgruppen, zusammen, um ihr Jubiläum zu begehen. Völkischen Bünden war eine Absage erteilt worden. Schon bei einem Vorbereitungstreffen 2010 waren sie von der Vorbereitung und Durchführung des „Meißnerlagers“ ausgeschlossen worden. …

    Auch Dieter Stein, Chef der rechtsnationalen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ hatte sich mit zwei seiner Kinder zu der Meißner-Fahrt eingefunden, die von der thüringischen Burg Hanstein über die Veranstaltung auf Burg Ludwigstein zum Hohen Meißner führte. Auch Stein wird in dem Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung genannt. …

    Im Zuge einer szeneinternen Debatte veröffentlichten die Gremien der Jugendburg Ludwigstein eine gemeinsame „Erklärung zur offenen Burg“. Es ging hierbei um die Frage, ob Mitglieder des „Freibund-Bund heimattreuer Jugend“ oder des von der 1994 verbotenen Wiking-Jugend abgespaltenen „Sturmvogel – Deutscher Jugendbund“ zu Veranstaltungen der Jugendburg zugelassen werden sollten. Seitdem nimmt nicht nur der Freibund an Burgveranstaltungen wie dem jährlichen Kirschenfest oder dem ebenfalls jährlich stattfindenden „Beräunertreffen“ teil. Auch der „Deutsche Mädelwanderbund“, die „Fahrenden Gesellen – Bund für deutsches Leben und Wandern“ und die Deutsche Gildenschaft besuchen zu diesen Anlässen die Burg – und nutzen diese auch für eigene Veranstaltungen.

    So feierten im Mai 2009 die „Fahrenden Gesellen“, die nicht mit reisenden Handwerksgesellen zu verwechseln sind, ihr 100-jähriges Bestehen auf der Burg. Im September 2010 urteilte das Landgericht Berlin mit Hinweis auf die Schriften des Vereins, dass die Aussage, die „Fahrenden Gesellen“ seien „verbandelt mit führenden Rechtsradikalen und propagieren ein Deutschlandbild in den Grenzen von 1939“ als legitime Meinungsäußerung zu werten sei (Aktenzeichen 27 O 288/10). Schon kurz nach der Gründung wurde in das „Bundesgesetz“ der Fahrenden Gesellen ein „Arierparagraph“ aufgenommen, der festlegte, dass jüdische Menschen von der Mitgliedschaft ausgeschlossen waren. Heute besagt das Bundesgesetz, das nur „unbescholtene Deutsche“ Mitglied des Vereins werden können. Ein Mitglied der Fahrenden Gesellen fungierte als Bauleiter bei der Errichtung eines neuen Gebäudes auf der Burg. Das Bundesfamilienministerium teilte auf Anfrage mit, dass das Bauvorhaben mit einer Summe von 150.000 Euro gefördert, das Hessische Sozialministerium gibt an, dass die gesamte Fördersumme 350.000 Euro im Jahr 2009 und weitere 150.000 Euro in 2011 betrug. …

    (Quelle: rechte-jugendbuende)

    http://recherche34.wordpress.com/2013/10/23/hessisches-sozialministerium-friert-burg-ludwigstein-samtliche-fordermittel-ein/

    ::

  16. Cees van der Duin, ebenfalls Besucher in Kluft Says:

    aus den Opferberichten vom Aloisiuskolleg (AKO), einer renommierten Jesuitenschule, sowie ein Missbrauchsfall aus einer anderen Parallelwelt, ebenfalls in Bonn-Bad Godesberg
    ::
    ::

    1950
    Leo Nominativ
    Bei den Frischlingen

    … Es ist, wie es immer ist: Der große schwarze Mann legt sich auf sein Bett und ich soll im Raum umhergehen. Dabei läßt er mich nicht eine Sekunde aus den Augen. In der Ecke steht ein Betstuhl. Auf dem Schreibtisch liegen Klassenarbeitshefte. An der Wand hängt ein Bild des Gekreuzigten. Die Wunden müssen furchtbar weh tun. Nach endlosen Minuten, ich weiß ja, was jetzt kommt, weil es immer kommt, muss ich mich zu ihm auf die Bettkante setzen. Dann fängt er an, mich zu befingern. Ich erstarre zur Salzsäule. Er greift in meine Hose. Hinter mir
    liegend, tut seine Hand, was sie will. …

    1961
    Hans Genitiv
    Frontbericht von der jesuitischen Kasuistik

    … Wer von uns Schülern gegen diese ehernen Regeln verstieß, also unkeusch war und Sünden, ja Todsünden beging, mußte Kolleg und Internat über Nacht und ohne jede Gnade verlassen, auch wenn er nur als Sekundaner beim Tanztee in der Stadthalle mit – horribile dictu – Mädchen getanzt oder sich an der Bushaltestelle mit ihnen unterhalten hatte. Das Kolleg hatte überall Spione und glaubte grundsätzlich allen Zuträgern. Ständig forderten die Patres uns Schüler direkt oder indirekt auf, ihnen unser Wissen oder Halbwissen über Verborgenes und Verbotenes zu offenbaren. …

    1962
    Paul Dativ
    Mit den Fäusten auf den Kopf

    … Als 11-jähriger Schüler – ich muss damals in der Quinta oder Quarta gewesen sein – wurde ich von Pater X. einmal so verprügelt, dass ich mehrere Tage krank zu Hause bleiben musste. Dieser Pater schlug, war er einmal in „Rage“ und das geschah des öfteren, wie von Sinnen die Schüler mit den Fäusten auf den Kopf. Was ihn damals so erregt hatte, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, natürlich haben wir damals so manchen Schabernack „verzapft“ und gelegentlich auch den Unterricht gestört. Aber unsere Streiche waren sicher harmlos. Und – wir waren Kinder.

    Pater X. kam jedenfalls wie eine Furie an meinen Platz. Wir saßen damals noch in Schulbänken, aus denen es, stand der Lehrer erst einmal neben einem, kein Entrinnen mehr gab, und schlug mir mit beiden Fäusten auf die Schädeldecke. Wie viele Schläge ich abbekommen habe, ich weiß es nicht mehr. Meinen Arm, den ich schützend über den Kopf gehoben hatte, zerrte er zur Seite. Man konnte spüren, dass ihn diese meine instinktiv vorgenommene „Schutzmaßnahme“ in seiner Wut nur noch steigerte. …

    1972
    Michael Akkusativ
    Komm unter meine Dusche

    … Für diese war nämlich der Internatsleiter zuständig. Ein vielbeschäftigter Mann. Der hatte nun wirklich alle Hände voll zu tun. Nicht nur mit der Pflege des naturwissenschaftlichen Bereichs der Schule, sondern auch mit anderen Dingen. Er war als der große „Nackte-Jungens-Photograf“ bekannt. Als der große „rektaler Fiebermesser“. Als der großer „Kleine-Jungens-Abduscher“. … So gab es einmal die Situation, wo er mich in einen Spind eingeschlossen hatte. Ich spürte die Gefahr, die davon ausging, dass ich mit ihm auf so engen Raum alleine eingesperrt war. Es war zuerst dunkel und er fummelte an irgendtewas herum, ich dachte, er suche nach dem Lichtschalter, hörte Geräusche, die ich nicht einordnen konnte, genausowenig wie die nassen Flecken auf dem Boden. Ein paarmal hat er mich im Dunkeln berührt. Ich weiss nicht mehr, wie lange das gedauert hat, aber ich weiss heute noch, wie erleichtert ich darüber gewesen war, dass ich mich doch hatte nicht ausziehen müssen – wie in jenen Geschichten, die man sich heimlich in den Pausen zuflüsterte. …

    2005
    Vorbeter missbraucht Jungen
    Kölner Stadt-Anzeiger

    Bonn – Wieder einmal steht für die Bonner Jugendschutzkammer ein Fall von Kindesmissbrauch zur Verhandlung an, und das Gericht kann nicht fassen, was sich diesmal offenbart: Ein Vorbeter der Moschee der König-Fahd-Akademie hat 2002 den Sohn eines ebenfalls streng gläubigen und ihm gut bekannten Moschee-Besuchers immer wieder sexuell missbraucht, doch der heute zwölfjährige Junge kennt immer noch nicht so richtig die Unterschiede zwischen Mann und Frau.

    Denn obwohl der Junge vor sechs Jahren in Deutschland eingeschult wurde und seitdem aus schließlich an der König-Fahd-Akademie sein Wissen über die Welt erhält, wurde er niemals auf geklärt und spricht kein Deutsch. Im Zeugenstand braucht das Kind einen Dolmetscher und kann kaum erklären, was ihm passiert ist. Kammervorsitzender Klaus Haller ist entsetzt und kündigt an, das Jugendamt einzuschalten.

    Den 33-jährigen Angeklagten verurteilt das Gericht wegen sexuellen Missbrauchs in sechs Fällen zu fünf Jahren Haft. …

    http://rheinraum-online.de/wp-content/uploads/2010/11/Ako-Opferberichte.pdf

    ::
    ::

    Eckiger Tisch
    Das Blog für Geschädigte an deutschen Jesuiten-Einrichtungen

    http://www.eckiger-tisch.de/2010/11/01/60-jahre-sexueller-missbrauch-und-gewalt-am-aloisiuskolleg/

    ::
    ::

  17. Soeren (noch 'n Besucher in Kluft) Says:

    Jugendbewegung und Völkische Bewegung in jahrzehntealter Solidarität, braune Schatten über dem Ludwigstein. Zur Stunde im Kommentarbereich bei schwarzzeltvolk zu lesen:

    http://www.schwarzzeltvolk.de/die-waldjugend-zur-aktuellen-situation-auf-der-burg-ludwigstein/

    Soeren sagte:
    3. November 2013 um 18:17

    “Besucher in Kluft sind in den nächsten 12 Monaten auf der Burg nicht willkommen.”

    Die drehen die Eskalationsschraube ein klitzekleines bisschen weiter. Gehört sozusagen zum Ritual. Die neurechts angekränkelten oder ewig vaterländischen Ludwigsteiner machen Pokerface: Burg Ludwigstein droht den “Besuchern in Kluft” ein bisschen, aus Angst vor einem echten, ernst gemeinten Boykott.

    Der ‘Lu’ will sehen, ob die bündischen Kinderchen jetzt einknicken und sagen: O ja, lasst die vier bis fünf (mit DMWB) völkisch-nationalen Bünde weiterhin zu, wir bleiben auch nicht weg und finden das Konzept von der “Offenen Burg” gar nicht mehr so schlimm.

    Nicht nachgeben. Auch das nüchtern denkende Ministerium wird sich weder durch süßlich lockende noch durch schamlos drohende Tricks erpressen lassen.

    Wir brauchen kein Gesäusel oder Gejammer, sondern eine Jugendburg ohne Deutschlandverherrlicher, ohne Völkische und nicht zuletzt ohne Kontaktpersonen in den organisierten Rechtsextremismus.

    Da wo die Deutsche Gildenschaft, der Freibund, der Sturmvogel, die Fahrenden Gesellen oder der Deutsche Mädelwanderbund (DMWB) anwesend sind kann man als Gruppenleiter mit den anvertrauten Kindern oder Jugendlichen schlicht nicht hin.

    Also jetzt oder nie! Den Druck aushalten, Nein sagen zur “Offenen Burg” und hoffen, dass auch das Ministerium eisern bleibt und die Finanzströme abstoppt.

    Die weitere Umgebung ist herrliches altbewährtes Wanderland, vom Meissner bis zum Reinhardswald, von überall aus kann man als nichtvölkischer Pfadfinder oder Jugendbewegter ein paar Jahre lang die Burg gelassen aus der Ferne angucken, so lange, bis sich die braunen SCHATTEN verzogen haben.

    ¡Venceremos!

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Iris (DWJ und dort Laho ehemals Goch) sagte:
    3. November 2013 um 20:27

    Damit dieser Kommentar besser verstanden werden kann, ist es sicherlich hilfreich, die folgenden Links zu beachten:

    Mitteilungen für unsere Burggäste/Einschnitt auf Burg Ludwigstein

    http://www.burgludwigstein.de/Burg-aktuell.205.0.html

    Antrag an die OMV der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein am 02.11.2013

    http://www.burgludwigstein.de/fileadmin/LudMedia/0168_VJL/OMV_Antrag.doc

    An die Bundesleitung:

    Zunächst einmal vielen Dank für die schnelle Reaktion. Und für die Info, dass ihr auf Bundesebene zusammengearbeitet habt, das war mir sehr wichtig. Mir ging das alles einfach viel zu schnell. Direkt nach dem Artikel von Jesko Wrede sich selbst in ein gutes Licht zu rücken fand ich nicht fair. Aber wie Du oder ihr (mir ist ja leider nicht bekannt mit welcher Teilmenge der Bundesleitung ich hier kommuniziere) schon gesagt hast/habt, in den grundlegenden Dingen waren wir uns schon einig.

    Auch wenn ich sehr skeptisch war, muss ich doch sagen, dass ich mich heute nicht mehr schäme.

    Ich bin natürlich auch sehr traurig, dass die Burg die bündischen Aktivitäten eine Weile einfriert, aber ich bin über das Resultat und die Einigungen die getroffen worden sind sehr erleichtert. Aus einem „wir müssen mal miteinander sprechen“ ist nun ein „wir werden miteinander sprechen“ geworden. Das auf neutralem Boden mit professionellem Beistand und allen Beteiligten finde ich gut. Das habt ihr, der BdP und der Stiftungsvorstand der Jugendburg Ludwigstein meiner Meinung nach gut hinbekommen. Auch wenn jetzt alle erstmal schrecklich empört sein werden ist das ein guter Weg.

    An den Rest und die Bundesleitung:

    Dies kann ein guter Anfang sein. Vielleicht wird sogar überlegt, wer wir Bündischen überhaupt sind oder sein wollen und vor allem was wollen wir nicht! Das könnte man doch ganz prima in einer Formel zusammenfassen wie einer Meißnerformel die dann alle unterschreiben😉 Spaß beiseite, wir müssen auf Dauer konkreter werden ich weiß es ist schwierig zu einem Konsens zu kommen, deshalb ist die professionelle Hilfe eines neutralen Moderatoren ja auch so wichtig. “Wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe nach fairen und demokratischen Grundsätzen” (siehe Antrag an die OMV) halte ich hierbei für einen ganz wichtigen Aspekt.

    Ich persönlich denke es könnte fruchtbar sein vorher mal zu hören, was die Basis dazu sagt, im Falle der Waldjugend meine ich damit die einzelnen Horste und ihre Mitglieder, aber da habt ihr euch ja ganz bestimmt schon was ausgedacht.😉

    Und wenn wir dann irgendwann hoffentlich das Thema Rechts abhaken können, können wir uns vielleicht ja sogar wieder Themen widmen wie: „Wie kann ich die Natur erhalten in der ich mich so gerne aufhalte?“ oder wenn ihr es bündischer haben wollt: „Welche Ziele sollten die Bünde in der heutigen Zeit haben?“.

    Die Tatsache, dass im (Meißner) Jahr 2013 (einer Zeit von schwindender biologischer Diversität und wachsenden klimatischen und ökologischen Veränderungen, von medialem Einfluss von angespülten Flüchtlingsleichen mal gar nicht zu sprechen) fast ausschließlich (und versteht mich nicht falsch, dass sind natürlich sehr wichtige Themen) über Rechts und Pädophilie diskutiert wird, nervt gewaltig.

    Ich persönlich bin sehr gespannt wie es weitergeht!

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Soeren sagte:
    4. November 2013 um 12:02

    Liebe Iris,

    dein Kommentar oder vielmehr Nebelwurf vom 3. November um 20:27 verdient ein paar Zwischenrufe:

    „Mir ging das alles einfach viel zu schnell“

    Aha, überfordert spielen und mea culpa seufzen.

    „Direkt nach dem Artikel von Jesko Wrede sich selbst in ein gutes Licht zu rücken fand ich nicht fair.“

    In welches gute Licht? Erklärung und Appell sind Ablenkungsmanöver, legen eine falsche Fährte, mimen geschickt das betroffen Sensibelchen – aber arbeiten in Wirklichkeit den völkischen Bünden zu, wickeln die Leserschaft ein und lobpreisen letztlich die „Offene Burg“.

    „in den grundlegenden Dingen waren wir uns schon einig“

    Worin genau bitte? Völkische Bünde raus oder völkische Bünde nicht raus? Bitte lege dich fest.

    „Auch wenn ich sehr skeptisch war, muss ich doch sagen, dass ich mich heute nicht mehr schäme.“

    Endgültig peinlich. Hirn anschmeißen, nicht theatralisch im schamhaften Sühne-Sumpf versinken. Bitte Sachinformation bringen, keine virtuelle Emotion anknipsen.

    „Ich bin natürlich auch sehr traurig, dass die Burg die bündischen Aktivitäten eine Weile einfriert“

    Auf den Propagandatrick reingefallen. Oder so tun als ob. Das „ich bin … sehr traurig“ will womöglich keiner wissen, oder möchtest du kalkuliert Schuldgefühle erwecken? The queen is not amused.

    Iris „sehr traurig“, wir alle im bündischen Schlumpfhausen tragen Trauerflor … wann Iris endlich wieder sehr fröhlich …

    Wo bitte geht’s hier von von Buhu nach Tralala, o Iris, zeig uns den Weg!

    „Aus einem „wir müssen mal miteinander sprechen“ ist nun ein „wir werden miteinander sprechen“ geworden“

    Genau, die Kinderchen lassen sich mit sozialpädagogischan Hohlparolen abspeisen.

    „Das auf neutralem Boden mit professionellem Beistand und allen Beteiligten finde ich gut.“

    Yes. Ein bisschen über Nazis quasseln.

    „Das habt ihr, der BdP und der Stiftungsvorstand der Jugendburg Ludwigstein meiner Meinung nach gut hinbekommen“

    Tja, Geld und Karriere sind schon ein verbindendes Motiv.

    „Auch wenn jetzt alle erstmal schrecklich empört sein werden ist das ein guter Weg“

    Die Sprache der Macht hast du, Iris, schon ziemlich gut drauf. Die unter unseren Politikern leider üblich gewordene Hohlformel mit dem „guten Weg“ etwa macht jedes Sachargument überflüssig, denn das könnte ja in die Irre führen, ins Abseits.

    Gegner der Lächerlichkeit preisgeben, sinngemäß: die bringen euch nichts, die sind nur „schrecklich empört“. Das ist rhetorisch – und menschlich – unredlich.

    „wir müssen auf Dauer konkreter werden“

    Allerdings, und warum fängst du denn nicht an und distanzierst dich unmissverständlich von: Deutsche Gildenschaft, Deutscher Mädelwanderbund / Die Fahrenden Gesellen, Freibund – Bund Heimattreuer Jugend. Um nichts anderes geht es schließlich.

    „deshalb ist die professionelle Hilfe eines neutralen Moderatoren ja auch so wichtig“

    Genau, das gewünschte schmierige Ergebnis (Burg MIT Völkischen) soll pseudodemokratisch legitimiert und vergoldet werden, damit sich alle irgendwie gut fühlen dürfen.

    Oh Moderator, erteile uns Absolution! Lass uns aufschluchzen: ich bin ok – du bist ok! Und ein abschließendes Küsschen dem schrecklich missverstandenen Deutschtums-Verherrlicher.

    „Wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe nach fairen und demokratischen Grundsätzen“

    Aha, unsere Iris mit den Wegbereitern von Germanienkult und Rechter Revolution ganz auf Augenhöhe.

    „was die Basis dazu sagt, im Falle der Waldjugend meine ich damit die einzelnen Horste und ihre Mitglieder“

    Geschickt aus der Verantwortung gestohlen: einfach die etwas desinformierten Siebzehnjährigen bzw. die altersgemäß unwissenden noch jüngeren Halbwüchsigen verantwortlich machen.

    „Und wenn wir dann irgendwann hoffentlich das Thema Rechts abhaken können“

    Schlussstrichdebatte wie nach 1945 … liebe Iris, du sollst nicht „abhaken“, sondern Stellung beziehen.

    „medialem Einfluss von angespülten Flüchtlingsleichen“

    Auf der Welt geschehen schlimme Sachen. Da sind unsere Ludwigsteiner Völkischen gar nicht so schlimm. Gucken wir einfach woandershin. Ich bin klein mein Herz ist rein, Tandaradei!

    So erfahren Ertrunkene in Deutschland dann doch noch Nutzbarmachung. Ethisch widerlich.

    „fast ausschließlich (und versteht mich nicht falsch, dass sind natürlich sehr wichtige Themen) über Rechts und Pädophilie diskutiert wird, nervt gewaltig“

    Iris leidet nervlich („nervt gewaltig“) aufgrund der endlich erfolgten journalistischen Aufdeckungen von Leuten wie Christian Füller bzw. Jesko Wrede zu bündischem Kindesmissbrauch und bündischem Rechtsextremismus. Dauer-einlullender Singsang wäre ja auch viel romantischer.

    „Ich persönlich bin sehr gespannt wie es weitergeht“

    Iris sinngemäß und implizit: ich bin „persönlich“ lieb, aber mir widersprechen solltest du besser nicht.

    Und alles ganz aufregend irgendwie.

    Unfasslich. The Ludwigsteinshow must go on.

    Beste Grüße,

    Soeren

  18. Bragalou Says:

    Celui qui n’a pas confiance dans les autres n’obtient pas leur confiance.
    Lao Tseu (Lao Tse, Lao Zi)

    He who does not trust enough, Will not be trusted.
    Laozi (Lao Tzu)

    Wer nicht vertraut dem ist man nicht treu.
    Laozi (Laotse)

  19. Stellina Odorosa Says:

    Zitat
    schlumpf, d. i. Annemarie Selzer von der Jugendbildungsstätte Ludwigstein,
    am 26.02.2015 – 11:05

    Podiumsdiskussion „Die Revolution missbraucht ihre Kinder“

    Podiumsdiskussion am 20.3.2015 auf Burg Ludwigstein.

    Anlässlich des neu erscheinenden Buches von Christian Füller, in dem auch ein Kapitel über die Jugendbewegung drin sein wird, veranstalten wir, der Arbeitskreis Schatten der Jugendbewegung, auf der Burg eine Podiumsdiskussion zum Buch.

    Christian Füller, Tilman Jens, Prof. Meike Sophia Baader und Jochen Weidenbusch werden unter der Leitung von Holger (DPB) der Frage nachgehen, warum über Jahrzehnte in verschiedenen Reformbewegungen in Deutschland, angefangen beim Wandervogel bis in die neue Netzgemeinde Legitimationsstrategien für sexuellen Missbrauch existieren konnten. Vom „pädagogischen Eros“ über die „sexuelle Befreiung“ bei den Grünen bis zur totalen Freiheit im Internet (keine Kontrolle bzw Sperre gegen Kinderpornographie) schlägt Füller den Bogen bis in die heutige Zeit.

    Da er selber als Journalist den Prozessen in Saarbrücken und Diez beigewohnt hat und Interviews mit den Betroffenen geführt hat, vermute ich auch ein paar Zeilen zu den aktuellen Vorgängen rund um die Burg Balduinstein.

    Sein Buch erscheint am 16.3.2015 Hier gibt es eine Vorankündigung:

    http://www.hanser-literaturverlage.de/buch/die-revolution-missbraucht-ihre-kinder/978-3-446-24726-0/

    Und hier der Flyer für die Veranstaltung:

    http://www.jubi-ludwigstein.de/ueber-uns/aktuell/news/article/podiumsdiskussion/

    .
    .

    Um das System Balduinstein zu knacken ist es unumgänglich, den Pfadfinderheiligen und jugendbewegt-bündischen Superguru Alexej Stachowitsch (axi) vom Sockel zu stoßen. Diese überfällige ehrliche Berichterstattung zu axi ist etwas, was unsere schlumpf anscheinend noch nicht geleistet und was Christian Füller hoffentlich in seinem Buch geschrieben hat. Sich und geneigten Kameraden die Tatorte aufbauen:

    Vom Felbertal (1951) nach Balduinstein (1974)

    „Alexej Stachowitsch … 1951: Gründung des „Werkschulheim Felbertal“ … 1974: Mitbegründung des Freien Bildungswerkes Balduinstein und damit von Burg Balduinstein; 22.05.1974 Einzug auf der Burg.“

    http://www.scout-o-wiki.de/index.php/Alexej_Stachowitsch

    kurier.at: „Ihr Bruder war Schüler an der Odenwaldschule, von der schwere Missbrauchsfälle bekannt geworden sind.“ (…)

    Kardinal Christoph Schönborn:

    (…) „Er war genau zu der Zeit dort, als das geschah. Auch mit meinem älteren Bruder habe ich viel geredet. Er war im Werkschulheim Felbertal, die Entlassung des damaligen Direktors hatte dieselben Gründe.

    http://kurier.at/politik/schoenborn-muessen-vom-hohen-ross-steigen/731.290

    .
    .

    zu
    Professorin Dr. Meike Sophia Baader

    http://www.uni-hildesheim.de/fb1/institute/institut-fuer-erziehungswissenschaft/allgemeine-erziehungswiss/team/prof-dr-meike-sophia-baader/

    zu
    Vibratoren statt Kanonen
    (Tilman Jens‘ Buch über die Odenwaldschule)

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/tilman-jens-buch-ueber-die-odenwaldschule-wenig-mitleid-mit-den-opfern-1.1110618

    zu
    Jochen Weidenbusch, OSO-Altschüler

    In das System Missbrauch „reinerzogen“

    http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/heppenheim/In-das-System-Missbrauch-reinerzogen;art1245,1867638

    Mit aller Wucht
    Ein Dokumentarfilm über die Abgründe einer besonderen Schule

    http://www.zeit.de/2011/21/C-Seitenhieb

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: