275. Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach

Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM) zur geplanten Einführung von Islamischem Religionsunterricht (IRU) in NRW

Der Landtag Nordrhein-Westfalen will auf seiner Sitzung am 21. Dezember 2011 ein Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz) beschließen.

Die GAM nimmt aus diesem Anlass zum vorliegenden Gesetzentwurf (Drucksache 15/2209 vom 21.06.2011) wie folgt Stellung:

Der Gesetzentwurf steht auf tönernen Füßen, da er auf einer verfassungsmäßig fragwürdigen Übergangslösung in Gestalt einer willkürlich konstruierten „Ermächtigungsnorm“ ohne Vorliegen von rechtlichen Voraussetzungen basiert. Zum einen fehlen die erforderlichen islamischen Instanzen als autoritative Richtliniengeber im Sinne von staatskirchenrechtlich qualifizierten Religionsgemeinschaften. Zum anderen existieren keine verfassungsmäßigen Regularien, um die politische Willkürentscheidung der Landesregierung rechtskonform zu realisieren. Diese muss vielmehr selbst einräumen, dass die islamischen Organisationen, mit denen kooperiert werden soll, nicht allen formellen und inhaltlichen Anforderungen entsprechen, „die nach der Rechtssprechung von Religionsgemeinschaften verlangt werden“ (S. 5).

Hinzu kommt, dass die Islamverbände in Deutschland nur eine Minderheit der aus islamischen Ländern zugewanderten Personen vertreten, wie im Gesetzentwurf selbst anhand von Zahlen aus der Studie „Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen“ dargelegt wird.

Von wesentlicher Bedeutung ist aber nicht zuletzt das mangelhafte Bekenntnis der im Koordinierungsrat der Muslime zusammengeschlossenen Verbände zum deutschen Grundgesetz. (Für orthodoxe Muslime ist die Bindung an den Koran sowie an die islamischen Vorschriften höherrangig als die Bindung an säkulare Normen und Prinzipien. Gemäß der Studie „Muslime in Deutschland“ aus dem Jahr 2007 stimmten 46,7% der Befragten der Aussage zu „Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als Demokratie“. 33,6% befürworteten die Todesstrafe und nach Auffassung von 65,5% der Befragten sollte der Staat Zeitungen und Fernsehen kontrollieren, um Moral und Ordnung sicher zu stellen. Es sind zumeist genau jene Muslime mit diesem Einstellungsprofil, die Mitglieder und Funktionäre der Islamverbände sind.)

Mit der Installierung eines Beirats, der sich ausschließlich aus muslimischen Personen zusammensetzen soll, darunter zwei muslimische Religionsgelehrte, tritt die Landesregierung NRW im Prinzip die Ausgestaltung der Inhalte des IRU sowie die Bewilligung der Lehrkräfte an die Islamvertreter ab. (Die Formulierung „das Einverständnis kann nur aus religiösen Gründen verweigert werden“, ist eine Leerformel, da es sich ja nur um religiöse Angelegenheiten/religiöse Lerninhalte sowie um die Beauftragung von Religionslehrern/innen/ handelt.)

Vorgesehen ist damit die Einbeziehung von islamischen Interessenverbänden, darunter zwielichtige Organisationen, in staatliches Handeln. Das bedeutet konkret: Unkritische Kooperation mit konservativen bis fundamentalistischen Islamverbänden; was im Endeffekt darauf hinausläuft, deren reaktionäre Identitätspolitik (Formung ihrer Mitglieder im Sinne des orthodoxen Islam) staatlich zu legalisieren und zu fördern (S.2Art.1, Abs.2 (1)). Verlangt wird nicht die Achtung des GG, sondern nur die Achtung des (anachronistischen) Religions- und Staatskirchenrechts (S. 3).

Da die Installierung der Ausbildung von Lehrkräften für das Fach IRU Kosten verursacht, welche von der Gemeinschaft der Steuerzahler, darunter zahlreiche Konfessionslose, aufgebracht werden müssen, ist es absurd, die entsprechenden finanziellen Auswirkungen auf Unternehmen und private Haushalte zu leugnen.

Religionsfreiheit kann entgegen dem Text des Gesetzentwurfs zum einen nicht gleichgesetzt oder konfundiert werden mit der Erteilung von staatlichem Religionsunterricht in Form eines bekenntnisreligiösen Unterrichts. Insofern ist es auch nicht Aufgabe des weltanschauungsneutralen Staates oder seiner Untergliederungen, aktiv (eigeninitiativ) und ohne Mandat der Bevölkerungsmehrheit in Form eines Volksentscheides die folgenschwere Einführung eines Bekenntnisunterrichts einer Zuwanderungsreligion zu betreiben – noch dazu, wenn deren Grundinhalte mit freiheitlichen Grundrechten kollidieren. Indem Staatsorgane in dieser Weise aufgrund intransparenter Interessen aktiv und begünstigend zugunsten einer bestimmten Religionsgruppe agieren und sich andererseits systematisch über die Interessen und Anliegen der Großgruppe der Religionsfreien und deren Recht auf negative Religionsfreiheit hinwegsetzen, verstoßen sie massiv gegen das Prinzip der weltanschaulichen Neutralität.

Auch ist aus dem Grundgesetz kein Rechtsanspruch ableitbar, dass Zuwanderer den Staat des weltanschaulich und kulturhistorisch anders gepolten Aufnahmelandes dazu verpflichten oder anhalten können, ihre Religion staatlich abzusichern und in Form von bekenntnisreligiösem Unterricht zu fördern.

Bei der Einführung von IRU auf Betreiben des Staates handelt es sich demnach um eine rechtsfreie politisch-ideologische Willkürentscheidung, die über keine ausreichende demokratische Legitimation verfügt.

Im Gegensatz zum Geist des Gesetzentwurfs muss in Deutschland die Säkularisierung bzw. die Trennung von Staat und Religion vollendet werden. Eine schulpolitische Realisierung dieser Forderung hat die Kritische Islamkonferenz in ihrer Abschlusserklärung formuliert:

„§ 2: Ziel ist eine säkulare Gesellschaft

1. Integration setzt Gemeinsamkeit voraus: Die staatliche Schule muss ein solcher Ort der Gemeinsamkeit werden und darf nicht nach den Vorgaben der Religionsgemeinschaften organisiert werden.

2. Die Abmeldung vom Biologie-, Sexualkunde-, Musik- oder Sportunterricht aus religiösen Gründen ist Ausdruck einer bildungs- und demokratiefeindlichen Einstellung und deshalb nicht zu dulden.

3. Wir fordern die kopftuchfreie Schule, um die Entwicklung von Mädchen und jungen Frauen im Sinne einer freien Selbstbestimmung jenseits patriarchaler Normen zu unterstützen.

4. Anstatt flächendeckend einen bekenntnisorientierten Islamunterricht einzuführen, ist ein neues Schulfach „Religions- und Weltanschauungskunde“ angezeigt, in dem die Heranwachsenden neutral und sachlich über die Grundinhalte der Religionen sowie der philosophisch-humanistischen Religionskritik und der säkularen Ethik informiert und unterrichtet werden.“

Primäre Aufgabe des deutschen Bildungssystems wäre es demnach, den Heranwachsenden gerade auch aus islamischen Herkunftsmilieus auf nachhaltige Weise die (europäischen) Werte und Grundnormen einer säkular-demokratischen Gesellschafts- und Lebensordnung zu vermitteln und den eingeschlagenen Irrweg zu verlassen, in Form einer religiösen Identitätspädagogik desintegrative Mentalitäten zu bestärken und zu verfestigen.

Verweise

Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM)

http://www.gam-online.de/index.html

Feindbild Islamkritik: Wenn die Grenzen zur Verzerrung und Diffamierung überschritten werden

http://www.hintergrund-verlag.de/buecher-feindbild-islamkritik.html

27 Antworten to “275. Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach”

  1. Jacques Auvergne Says:

    :::

    LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN
    Mittwoch, 21. Dezember 2011

    2. Lesung

    Am nächsten Mittwoch, d. h. in vier Tagen wird im Düsseldorfer Parlament über die vermutlich illegale und nicht zuletzt verfassungswidrige Einführung eines bekennenden Islamischen Religionsunterrichts per Beiratsmodell (22.02.2011, Ministerin Sylvia Löhrmann und der KRM) abgestimmt werden:

    21.12.2011 – ab 17:00 Uhr, Ende 18:10 Uhr

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz)

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMPT15-50.html

    Am 14.12.2011 wurde auf der Schulausschusssitzung der islamische Religionsunterricht mit Beirat beschlossen:

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MME15-549.html

    auch der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Integration hatte eingeladen:

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MME15-552.html

    Drucksache 15/3545
    14.12.2011

    Beschlussempfehlung und Bericht
    des Ausschusses für Schule und Weiterbildung
    zum Gesetzentwurf
    der Fraktion der CDU,
    der Fraktion der SPD
    und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
    Drucksache 15/2209
    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz)

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-3545.pdf

    Am 14.09.2011 (Expertenanhörung) sind die Worte Muslimbruderschaft, Milli Görüs oder Scharia nicht problematisiert, ja noch nicht einmal ausgesprochen worden.

    APr 15/278 – Stellv. Vorsitzender Dr. Gerd Hachen: Meine Damen und Herren! Ich begrüße Sie alle sehr herzlich zur 26. Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung, die heute gemeinsam mit der 8. Sitzung der Unterausschusses Integration stattfindet. Den Vorsitzenden des Unterausschusses Integration, Herrn Ünal, und die Kolleginnen und Kollegen begrüße ich deshalb in besonderer Weise.

    Gegenstand der heutigen Sitzung ist:

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lernfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz)

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMA15-278.pdf

    :::

    NRW will die Pädagogik der diskriminierenden Scharia im zeitlich befristeten, siebenjährigen Großversuch testen, die mit Kopftuchpflicht und Höllenfurcht „zu muslimisierenden“ Kinder und Jugendlichen können einem leid tun. Ein weiteres Jahr später soll das am 21.12.2011 zu verabschiedende Gesetz sozusagen in Luft aufgelöst werden, bis dahin wird man womöglich einen anderen Beirat und ein anderes Schulrechtsänderungsgesetz herbeigezaubert haben oder die Lehrpläne gleich bei der Kairoer al-Azhar bzw. beim European Council for Fatwa and Research (ECFR) drucken lassen.

    Nach § 132 wird folgender § 132 a eingefügt:
    㤠132 a
    Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht

    Dieses Gesetz tritt am 1. August 2012 in Kraft. Es tritt am 31. Juli 2019 außer Kraft. Die Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Das Ministerium berichtet dem Landtag darüber bis zum 31. Juli 2018.

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-3545.pdf

    :::

  2. Cees van der Duin Says:

    Bildungsministerin Silvia Löhrmann zum Islam-Unterricht an Schulen in NRW
    Jochen Luczak berichtet über die Veranstaltung in Aachen am 7.12.2011:

    Mit sehr großer Resonanz wurde unsere Veranstaltung im Islamischen Zentrum zur Einführung eines islamischen Religionsunterrichts angenommen. Fast 200 BesucherInnen waren der Einladung gefolgt und hörten einen sehr Informativen Vortrag von Bildungsministerin Sylvia Löhrmann.

    Im Landtag wird zur Zeit das entsprechende Gesetz beraten. Gemeinsam haben GRÜNE, SPD und CDU den Entwurf im Landtag eingebracht. Löhrmann stellte klar, dass nach Einführung dieser Unterricht für muslimische Schüler zum Pflichtfach werde. …

    Das Recht auf freie Religionsausübung steht im Grundgesetz. Christen, Juden, Hindu, Islam und andere – Ministerin Löhrmann hält es für eine zentrale Aufgabe, diesem Recht auch im Alltag der Schulen zum Durchbruch zu verhelfen. …

    Nach knapp zwei Stunden Debatte in den Räumen der Bilal-Moschee hatten alle Gäste ebenso wie die Veranstalter die Gewissheit, dass der Dialog und gemeinsame Wege zur Gleichberechtigung möglich sind und im nächsten Jahr weitere Veranstaltungen gut wären. Der Islam gehört zu Deutschland genauso wie Judentum und Christentum hatte Bundespräsident Wulff festgestellt.

    Dr. Al-Halabi als Vertreter des Vorstands des Islamischen Zentrums Aachen bedankte sich mit großer Herzlichkeit bei Ministerin Löhrmann und beim Team der Organisatoren. Die Veranstaltung sei fast schon historisch.

    bei:
    Hilde Scheidt – die GRÜNE Bürgermeisterin in Aachen

    http://www.hilde-scheidt.de/2011/12/13/bildungsministerin-silvia-lohrmann-zum-islam-unterricht-an-schulen-in-nrw/

    Das Islamische Zentrum Aachen e.V. (IZA) wurde 1979 wurde als Träger der Bilal-Moschee in Aachen gegründet. Es gehört dem Zentralrat der Muslime in Deutschland an.

    Das ursprünglich vom Führer der syrischen Muslimbrüder Issam El Attar gegründete IZA spaltete sich 1981 von der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD) ab. Seit 2003 betreibt das IZA mit dem „Zentrum für islamische Studien“ eine theologische Ausbildungsstätte für Imame. Der Trägerverein steht laut Erkenntnissen des Verfassungsschutzes NRW dem Syrischen Zweig der islamisch-fundamentalistischen Muslimbruderschaft nahe, bemüht sich jedoch, in öffentlichen Veranstaltungen „gemäßigt und dialogbereit zu erscheinen“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Zentrum_Aachen

  3. Jacques Auvergne Says:

    Der heutige 21. Dezember ist ein schwarzer Tag für die universellen Menschenrechte, die wissenschaftlich und individualistisch verstandene Idee Schule und für die deutschen muslimischen Säkularen.

    Nordrhein-Westfalens Landesregierung hat die vom Fachausschuss erstellte Beschlussempfehlung zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts mit Beirat (Drucksache 15/3545) begrüßt und das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (siehe auch § 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht) in zweiter Lesung angenommen. Das am 22.02.2011 zwischen Sylvia Löhrmann und dem Koordinierungsrat (KRM) „vereinbarte“ Modell eines Beirats findet also mehrheitlich Zustimmung.

    Damit sind Deutschlands bzw. Europas Aktivisten oder Sympathisanten von Muslimbruderschaft und Millî Görüş staatlicherseits zu Mitarbeitern an Bildungslandschaft und Schulsystem ernannt worden.

    In Düsseldorf stimmten SPD, GRÜNE und CDU am heutigen Nachmittag geschlossen für die Gesetzesänderung. Die FDP machte verschwommene Verfassungsbedenken geltend und enthielt sich der Stimme, die atheistischen LINKEN, die nicht vor der gelehrten Wortwörtlichkeit von Koran und Hadith, sondern vor potentieller türkischer Einflussnahme warnten und vor den rechtsradikalen Grauen Wölfen, stimmten gegen den Entwurf. Das Wort Scharia jedoch wagte selbst unter diesen liberalen oder sozialistischen Parlamentariern niemand auszusprechen.

    Schulministerin Löhrmann pries ihr Beiratsmodell nebst Übergangsvorschrift § 132a vor 14 Tagen insofern am richtigen Ort, in der Bilal-Moschee (IZ Aachen), die zum deutschen Umfeld der globalen Muslimbrüder gerechnet werden kann.

  4. Filzentwirrer Says:

    Aiman Mazyek ist Sohn der Konvertitin Hildegard Mazyek, Hildegard sitzt im Vorstand der muslimbrudernahen Aachener Bilal-Moschee (Islamisches Zentrum Aachen), vgl.:

    Die Deutsche Hildegard Mazyek, Vorstandsmitglied der Aachener Bilal-Moschee, ist wie ihr syrischer Ehemann Ahmad ebenfalls kein Neuling mehr. Wohl aber ihr Sohn Aiman, Pressesprecher des Zentralrats der Muslime in Deutschland und Chefredakteur der größten deutschsprachigen Homepage: Islam.de.

    http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier/Integrale?MODULE=Frontend&ACTION=ViewPageView&Filter.EvaluationMode=standard&PageView.PK=23&Document.PK=37691

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-08/11515122-swr-fernsehen-aenderungen-und-ergaenzungen-von-sonntag-24-august-2008-woche-35-13-08-2008-bis-montag-22-september-2008-woche-39-007.htm

    Oberbürgermeister Marcel Philipp mit dem Vorstand des Islamischen Zentrums Bilal Moschee, Aiman el-Attar, seiner Tocher Lina und Hildegard Mazyek, ebenfalls Vorstandsmitglied des IZA.

    http://www.euregio-aktuell.eu/archives/10734-Aachen-Islamisches-Zentrum-spendet-fuer-Aachen-hilft-Haiti.html

    Dr. med. M. Z. Safar Al-Halabi

    http://muslime-in-aachen.de/index.php?cat=daten&inhalt=wo

    ebendort, zahnmedizinisch: Hawari

    Hawari bzw. al-Hawari ist ein berühmter Name beim European Council for Fatwa and Research (ECFR) : Members: Dr. Muhammed Al-Hawari (Germany)

    http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

    Prof. Dr. Mohammad Hawari
    Mitbegründer des Islamischen Zentrums Aachen und 18 Jahre stellv. Vorstandsvorsitzender

    Mitglied in folgenden islamischen Räten:

    European Council for Fatwa and Research
    International Union for Muslim Scolars
    Fiqh Council of Mekka
    World Islamic Congress in Jeddah
    Consultant der WHO in Kairo/Genf
    Stellv. Vorsitzender des European Islamic Forum

    http://www.halal-europe.com/index.php?option=com_content&view=article&id=11&Itemid=22&lang=de

    Aktuelles Interview: Badreddin Hawari (Islamisches-Zentrum Aachen) zum Thema „Halal-Nahrungsmittel – eine wachstums-starke Produktgruppe

    http://www.halal-europe.com/index.php?option=com_content&view=article&id=28&Itemid=36&lang=de

    Eine Burger-Kette mit islamisch korrekten Klöpsen gibt es hierzulande trotzdem nicht. „Das ist aber nur noch eine Frage der Zeit“, meint Badreddin Hawari vom Islam-Zentrum in Aachen. „McHalal wird kommen.“ …

    Für besonders strenge Muslime bedeutet dies, dass den Tieren bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten wird, damit sie schnell ausbluten. Das widerspricht jedoch deutschen Tierschutzgesetzen und sorgt daher für eine emotional geführte Debatte. „Dadurch besteht die Gefahr, dass nicht-muslimische Kunden abgeschreckt werden“, sagt Daniel Lucht, Handelsanalyst bei Verdict Research aus London.

    Allerdings widerstrebt diese Art des Schlachtens auch einem Großteil der muslimischen Bevölkerung. Daher werden Tiere in Deutschland mit leichter Betäubung geschächtet. „Das ist mit den Regeln des Islam durchaus noch vereinbar“, sagt Badreddin Hawari vom Islam-Zentrum. Er muss es wissen: Seine Organisation gehört zu den führenden Halal-Zertifizierern in Deutschland

    aus: Carsten Dierig: Die Würstchen des Propheten
    WELT-online 18.10.2009

    http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article4885178/Die-Wuerstchen-des-Propheten.html

    ISLAMIC CENTRE AACHEN
    Am Beulardstein 59
    52072 Aachen
    Germany

    http://www.worldhalalcert.com/islamic-centre-aachen/

    Die deutschen Halal-Zertifizierer, genannt auch

    M-HADITEC GMBH & CO KG
    Hermann-Köhl-Str. 7
    28199 Bremen

    [ Anmerkung filzentwirrer: ESLAM: Das Projekt wird wissenschaftlich betreut von Dr. Yavuz Özoguz für die Firma m-haditec GmbH & Co. KG USt-IdNr. DE237875374 Hermann-Köhl-Str. 7 Bremen Internet http://www.mhaditec.de Geschäftsführer Dr.-Ing. Gürhan Özoguz ]

    ISLAMISCHES ZENTRUM MÜNCHEN
    Wallnerstraße 1
    80939 München

    http://www.worldhalalcert.com/category/germany/

    Seit ihren Anfängen wird die Münchner Moschee in Verbindung mit den ägyptischen Muslimbrüdern gebracht. Ansatzpunkt dafür war die Tatsache, daß ihre Gründung von einem prominenten Muslimbruder aus Ägypten, Dr. Said Ramadan, ausgegangen ist, der den Verein mehrere Jahre aus seinem Genfer Exil geleitet hat. [Vgl. Abdullah 1981, S. 118; Binswanger 1990b, S. 140-142. Said Ramadan war der Schwiegersohn von
    Hasan Al-Banna, dem Gründer der Muslimbrüder. Einer seiner Mitarbeiter, Ghaleb Himmat, der mittlerweile in Lugano lebt, ist nach wie vor Vorsitzender der IGD.] Bei den Muslimbrüdern handelt es sich um eine politische Organisation, die 1928 in Kairo entstanden ist. Mittlerweile ist sie in verschiedenen Ländern verbreitet und strebt die Schaffung von islamischen Staats- und Gesellschaftsordnungen an.

    http://www.fes.de/fulltext/asfo/00803008.htm#E10E9

    ebendort zu Sylvia Löhrmanns Vortragsort Islamisches Zentrum Aachen (IZA)

    Die Initiative zum Bau einer Moschee in Aachen ging Anfang der sechziger Jahre von arabischen Studenten und Akademikern aus. Am 11. Mai 1960 gründeten sie die Internationale Muslim Studenten Union Aachen e.V. (IMSU), deren vorrangiges Ziel die Errichtung einer Moschee sein sollte (§ 2 Abs. 3). Bereits 1964 konnte mit dem Bau der Gebetsstätte begonnen werden, die nach dem ersten Muezzin in der Geschichte des Islams, Bilal, benannt wurde. [Vgl. Islamisches Zentrum Aachen (Bilal-Moschee) e.V. 1990a, S. 1.] Nach ihrer Fertigstellung übertrug die IMSU die Trägerschaft am 15. November 1970 auf eine selbständige Moscheestiftung, aus der am 29. Juni 1978 das Islamische Zentrum Aachen (Bilal-Moschee) e.V. (IZA) als eigentlicher Trägerverein hervorging. …

    In den Räumen der Gemeinde und unter der Leitung ihres Imams fand am 26. Dezember 1979 die Gründung der Union für in europäischen Ländern arbeitende Muslime e.V. (UELAM) statt, die im Auflösungsfall ebenfalls das IZA begünstigt. …

    Genauso wie der IGD werden dem IZA Beziehungen zu politischen Kreisen in der arabischen Welt nachgesagt. Die Moschee in Aachen gilt seit Jahren als Sitz der syrischen Muslimbrüder. Der Anhaltspunkt dieser Vermutung liegt vor allem darin, daß der prominente syrische Muslimbruder Isameddin El-Attar das IZA gegründet und lange Zeit geleitet hat.

    http://www.fes.de/fulltext/asfo/00803008.htm#E9E8

  5. Kalevala Says:

    Verlage wollen Schulcomputer scannen

    (…) Urheberrechte und Nutzungsgebühren. Auf Schulrechnern befänden sich größere Mengen illegaler digitaler Kopien, gibt Christoph Bornhorn, Sprecher des Verbandes der Schulbuchverlage (VdS Bildungsmedien) Auskunft. Wieviel genau konnte er allerdings nicht beziffern.

    Der Vorsitzende des Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger, reagierte entsetzt. „Ich halte es für äußerst problematisch, dass an Schulen verdachtsunabhängig Spionagesoftware, also Trojaner, zum Aufspüren von unerlaubten Digitalisaten installiert werden soll“, sagte Meidinger der taz. Er bezweifle, dass die Länder dazu verfassungsrechtlich befugt seien.

    Marit Hansen von der Datenschutzbehörde in Schleswig-Holstein hält den Einsatz einer solchen Software ebenfalls für bedenklich. In einer Stellungnahme für die taz schreibt sie: „In jedem Fall ist diese Scan-Software kritisch für alle informationstechnischen Systeme, die von Lehrkräften auch für eigene Daten genutzt werden, und dies scheint mir zurzeit die typische Ausgestaltung zu sein.“ Ihr sei außerdem nicht bekannt, dass im Vorfeld des Vertragsabschlusses die Datenschutzbeauftragten eingebunden worden seien.

    Auch die Lehrergewerkschaft GEW ist alarmiert: „Wir sind vom dem geplanten Einsatz eines Schultrojaners überrascht – ‚Trojaner‘ haben an Schulen nichts zu suchen. Damit würden die Lehrkräfte gezielt einer Ausforschung im Interesse Dritter ausgesetzt, erklärte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne.

    Die Verlage halten den Einsatz einer solchen Spürsoftware dagegen für unbedenklich.

    aus: Anna Lehmann: Trojaner im Lehrerzimmer
    taz 31.10.2011

    http://www.taz.de/Verlage-wollen-Schulcomputer-scannen/!80964/

    Der Schultrojaner – Eine neue Innovation der Verlage
    Von markus
    netzpolitik.org 31.10.2011

    http://netzpolitik.org/2011/der-schultrojaner-eine-neue-innovation-der-verlage/

    auch bei Pottblog

    http://www.pottblog.de/2011/10/31/nrw-schulministerin-sylvia-lohrmann-lasst-schultrojaner-bericht-prufen/

  6. Jacques Auvergne Says:

    Universität Bielefeld
    Fakultät für Rechtswissenschaft
    Prof. Dr. Martin Stock:
    11.09.2011

    An den Präsidenten
    des Landtags Nordrhein-Westfalen

    (…) Mit dem Vorbehalt der Verfassungstreue spielt das BVerwG, wie es scheint, auch auf Debatten über verfassungswidrige Scharia-Normen, diesbezügliche Interpretations- und Umdeutungsspielräume, etwaige Distanzierungsmöglichkeiten, Modernisierungserfordernisse im Lichte des Grundgesetzes, hermeneutisch-kritische Herangehensweisen und Relativierungen anhand des deutschen Schulauftrags u.ä. an. Es richtet also schließlich doch noch einen Blick auf Curriculumfragen…

    Es droht dann eine schulfachliche Rückständigkeit eines derartigen, unvermeidlich erst einmal auf ein pädagogisches und didaktisches Muddling through angewiesenen islamischen Religionsunterrichts, und diese lädt zu fremden Zugriffen geradezu ein. Im Zeichen eines Aktionismus, wie er im politischen Raum vordringt, wird das neue Fach dann womöglich sozusagen aus Versehen für traditionalistisch erstarrte oder labil gewordene, für Radikalisierungen anfällige islamische Positionen geöffnet. Oder man erschrickt über das, was man damit angerichtet hat, und es treten nun kurzsichtig-defensive, auch ihrerseits pädagogisch armselige verfassungsschützerische Integrationskonzepte in den Vordergrund, etwa die Vorstellung, man könne und müsse fundamentalistische Potentiale durch eine Art Gegenindoktrination zurückdrängen, und zwar mittels einer auch ihrerseits tendenziös dargebotenen, mit einfachen und nicht hinterfragbaren Ordnungsmustern, Versittlichungsmotiven und Kulturwerten durchtränkten islamischen Unterweisung. So oder so – ein derartiger machtpolitisch instrumentalisierter Bekenntnisunterricht läge weit ab von dem schulischen Bildungsauftrag, er würde sich ernsten Fragen im Hinblick auf seine religionsund auch allgemeinpädagogische Dignität ausgesetzt sehen.

    http://www.jura.uni-bielefeld.de/lehrstuehle/stock/veroeffentlichungen/vortragsdatenbank/p_stellungnahmelandtagnrw-islamischerru_1109.pdf

  7. Jacques Auvergne Says:

    :::

    Die acht Mitglieder des Beirats für die Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen stehen fest. Bei dem Treffen von Schulministerin Sylvia Löhrmann (Die Grünen) mit dem Koordinationsrat der Muslime (KRM) wurde in großem Einvernehmen der Beirat gebildet …

    Die islamischen Organisationen haben folgende Vertreterinnen und Vertreter für den Beirat bestimmt: Herrn Mehmet Soyhun (Theologe, Landesdialogbeauftragter DITIB), Herrn Burhan Kesici (Politikwissenschaftler und Islamischer Religionslehrer), Frau Nigar Yardım (Theologin, Integrations- und Frauenbeauftragte des VIKZ) und Frau Eva El-Shabassy (Zentralrat der Muslime, Beauftragte für Pädagogik und Religionsunterricht, Grundschullehrerin).

    Das Ministerium entsendet folgende Vertreter: Herrn Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Professor für Islamische Religionspädagogik am Centrum für Religiöse Studien an der Universität Münster), Frau Hanim Ezder (Islamwissenschaftlerin aus Köln), Frau Tuba Isik-Yigit (Doktorandin am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften an der Universität Paderborn) und Herrn Sami Alphan (Islamwissenschaftler, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln).

    Die Amtszeit der Beiratsmitglieder beträgt drei Jahre. Ihre Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich. …

    aus: NRW und KRM einigen sich auf Beirat
    in: Migazin 22.02.2012

    http://www.migazin.de/2012/02/22/nrw-und-krm-einigen-sich-auf-beirat/

    :::
    :::

    „Die Beziehung zwischen Staat und Religion im Islam“ …
    (Burhan Kesici)

    2.4 Rechte und Pflichten laut der Scharia

    Der Islam räumt den Menschen bestimmte Rechte ein und bürgt ihnen gleichzeitig bestimmte Pflichten auf. Die Rechte und Pflichten kann man grob in vier Kategorien aufteilen:

    1. Pflichten gegenüber Allah,

    2. Pflichten gegenüber sich selbst,

    3. Pflichten gegenüber den anderen Menschen,

    4. Pflichten gegenüber anderen Lebewesen.

    Die oben angeführten Rechte und Pflichten stellen den Eckpfeiler des Islam dar und müssen von jeden Moslem eingehalten und beachtet werden. Konkret werden diese Rechte und Pflichten in der Scharia beschrieben. …

    2.4.2 Pflichten gegenüber sich selbst

    Der Mensch ist gegenüber sich selbst am ungerechtesten und fügt sich das meiste Leid zu, da der Mensch nur beschränkt in der Lage ist seine Begierde zu zügeln. Einige Menschen geben sich ganz den weltlichen und andere den geistigen Genüssen hin. Der Islam bevorzugt aber den Mittelweg.

    Die Scharia besagt, daß die Menschen physische, moralische, geistige und seelische Bedürfnisse haben die befriedigt werden müssen. Die Scharia legt den Rahmen fest, in der die Befriedigung der Bedürfnisse stattfinden kann.
    2.4.3 Pflichten gegenüber den anderen Menschen

    Die Scharia besagt zwar, daß die eigenen Bedürfnisse befriedigt werden sollen, dabei ist aber zu beachten, daß die Rechte anderer nicht beschnitten werden. Die Scharia versucht einen gesellschaftlichen Interessenkonflikt dadurch zu verhindern, indem sie ein Gleichgewicht zwischen den Rechten und Pflichten der einzelnen Personen schafft. Die Scharia verbietet jegliches Handeln mit dem die Rechte anderer eingeschränkt bzw. verletzt werden.

    Das gesellschaftliche Wohlergehen ist für den Islam von sehr hoher Bedeutung. Daher stellt der Islam auch die Regel fest, wie man sich in einer Gesellschaft zu verhalten hat und auf was man achten muß. Mit der Geburt integriert sich der Mensch in ein soziales Gefüge (Familie) die nach islamischen Regeln konstituiert sein sollte. Im späteren Verlauf regelt der Islam auch die Beziehung zu den näheren Verwandten und der Umgebung des Menschen. Durch gegenseitige Rechte und Pflichten lernt der Mensch den Umgang mit seinen Mitmenschen. …

    3. Quellen des islamischen Rechts und die Möglichkeit des „Içtihat“

    Die Hauptquellen des Islam sind:

    1. Der Kuran

    2. Die Sunna

    3. Kiyas

    4. Içtihat. …

    Der Kuran ist die Hauptquelle des Islam und anhand der Sunna können die Muslime den Sinn und die Anwendungsmöglichkeiten der islamischen Gebote bzw. Verbote ersehen. Da der Kuran überwiegend allgemeingültige Aussagen trifft ist die Sunna zum Verstehen der Offenbarungen unabdingbar. …

    8.2 War der Stadtstaat überhaupt ein Staat im modernen Sinne?

    Unter einen Staat versteht man eine Gemeinschaft, die eine geistige Persönlichkeit, Souveränität, Vorschriften (Verfassung) und Grenzen hat.

    Nach den oben angeführten Kriterien müßte die Frage, ob der Stadtstaat Medina ein Staat im modernen Sinne war bejaht werden, denn die etablierte Gemeinschaft hatte eine Persönlichkeit, d. h. daß sie sich zu einem Ideal bekannte. Sie hatte eine anerkannte Souveränität, bestehenden Grenzen und eine Verfassung.
    8.3 Wie sah die Struktur des Stadtstaates Medina aus?

    Wie oben schon erwähnt war der Stadtstaat Medina ein Zusammenschluß von unterschiedlichen Gemeinschaften die nach innen Autonom waren und nach außen eine Gemeinschaft darstellten. Man kann sagen, daß der Stadtstaat eine Art Konföderation war. An der Spitze des Staates war der Prophet Mohammed. Er bekleidete nicht nur das Amt des Staatsoberhauptes, sondern auch Amt des religiösen und geistigen Führers. …

    9. Schlußbetrachtung

    Der Islam sieht eine Einheit zwischen Staat und Religion vor. Sie sind von einander nicht zu trennen. Meine Analyse hat mir gezeigt, daß in diesem Punkt alle Muslime sich einig sind. Die Differenzen entstehen erst in der Struktur des islamischen Staates. Nach meiner Analyse sehe ich mich in meiner These gestärkt, daß sich ein zukünftiger islamischer Staat an den Gegebenheiten zu orientiert hat. Und zwar in dem erst das Individuum, dann die Gesellschaft und zum Schluß der Staat islamisch geprägt wird. …

    Es müssen Personen vorhanden sein die eine islamische Ordnung haben wollen und daraufhin arbeiten. Wenn sie den Islam leben, dann können sie auch einen islamischen Einfluß auf die Gesellschaft ausüben wovon der Staat auch betroffen sein wird.

    Ich möchte meine Arbeit mit einer gewagten These abschließen:
    „Ein Staat kann keine Religion haben! Es sind die Menschen die den Staat ausmachen. Wenn die Menschen nach dem Islam leben, dann wird die Ordnung von selbst islamisch, denn die Gesetze werden von Menschen gemacht die eine bestimmte Wertvorstellung haben. Wenn diese Wertvorstellung auf dem Islam basieren, so werden die Gesetze auch nach islamischen Werten gemacht.“ …

    LITERATURVERZEICHNIS

    EL-MEVDUDI: Seyyid Ebul A´la: Towards Understanding Islam, Lahor, 1966, übersetzt in das türkische 1986 (Istanbul). …

    [Mevdudi = Maududi: el-Mevdudi ist der radikale indisch-pakistanische Islamtheoretiker Sayyid Abul Ala Maududi (1903-1979)]

    aus: Burhan Kesici: Die Beziehung zwischen Staat und Religion im Islam

    http://www.enfal.de/staat.htm

    :::

  8. Querverweis Says:

    Christian Pfeiffer: Was uns richtig erschüttert hat, war: Nichtreligiöse türkischstämmige Jugendliche fühlten sich zu 51 Prozent als Deutsche. Und die hochreligiösen nur zu 14 Prozent, obwohl neun von zehn von ihnen in Deutschland geboren sind. Das ist ein großer Misserfolg von Integration. Je häufiger sie eine Moschee besuchen, desto weniger fühlen sie sich als Deutsche. …

    Schneider: Religionen können Gewalt hervorrufen und legitimieren. Und sie können vor Gewalt warnen. Dazu sind alle Religionen in der Lage. Dazu ist der Islam in der Lage, aber das Christentum auch. Der große Bernhard von Clairvaux hat im zwölften Jahrhundert zu Kreuzzügen aufgerufen, und er hat seine Gefolgsleute angestachelt mit der Parole: Gott will es! Das hat es auch bei bedeutenden Christen gegeben.

    Nur, eines muss ich sagen: Wir haben unsere Lektion gelernt. Die furchtbaren Gewaltausbrüche im Mittelalter haben dazu geführt, dass wir gesagt haben, Gewalt und Religion gehen nicht zusammen, und da kam es in unserem Land am Ende zur Trennung von Staat und Kirche, damit die Kirchen nicht mehr die staatliche Gewalt zur Durchsetzung ihrer Interessen nutzen können. Die Lektion haben wir gelernt.

    Das ist in islamischen Ländern anders. Eine christliche Republik Deutschland wäre undenkbar. Eine islamische Republik Iran gibt es aber! Da sind die Entwicklungen sehr unterschiedlich verlaufen. Da, wo ein Glaube fundamentalistisch verstanden und gelebt wird, hat er eine Tendenz zur Gewalt, Weil es in allen heiligen Büchern, auch in der Bibel, Passagen gibt, die Gewalt legitimieren. Und die werden von Fundamentalisten als Selbstermächtigung genutzt, um andere mit Gewalt zu überziehen. Wir haben auch das Problem mit christlichen Fundamentalisten in den USA, die etwa vor Abtreibungskliniken Ärzte erschießen und sich durch die heilige Schrift dazu ermächtigt fühlen. …

    Mazyek: Ja, einstehen für die freie Religionsausübung weltweit, da bin ich bei Ihnen. Und ich stimme Ihnen zu, dass in manch einem sogenannten muslimischen Land, was Demokratie, Menschenrechte und Religionsfreiheit angeht, manches im Argen liegt. Aber auch da frage ich, ist das zulässig, das dem Islam zuzuschreiben? Denn bisweilen leiden ja Muslime selbst unter diesen Regimen.

    Bosbach: Ja, das ist zulässig.

    Mazyek: Das ist nicht zulässig! …

    Schneider: Das ist pauschal schwer zu beantworten. Aber das Problem scheint mir zu sein, dass wir keine in Deutschland ausgebildeten Imame haben. In den Ditib-Gemeinden kommen die Imame aus der Türkei, sie sind dem Religionspräsidium unterstellt und werden im Zweifel auch von dort bezahlt. Sie bekommen Hinweise, wie sie zu predigen haben, wie die Welt zu sehen ist. Da kann man schon sehen, wie der Islam benutzt wird, um sozusagen eine kulturelle türkische Identität bewahren zu helfen und von daher Integration eher verhindert. …

    Mazyek: Da liegt viel im Argen, und man hört ja nicht auf die muslimischen Organisationen. Wir sind seit 20 Jahren bemüht und treten in Vorleistung, indem wir Curricula schreiben beispielsweise für die Ausbildung von Lehrkräften an deutschen Schulen für den islamischen Religionsunterricht. Seit vielen Jahren plädieren wir dafür, die Imam-Ausbildung in Deutschland zu machen.

    aus: Von Diskriminierung und Fundamentalismus (Tacheles – Talk am roten Tisch wird veranstaltet von der Evangelischen Radio- und Fernsehkirche im NDR)

    http://www.tacheles.tv/rueckschau/religion-und-gewalt/streit-um-religion-und-gewalt.php

    Islam: Friedensreligion oder Kultur der Gewalt? Diese Frage stellen sich unter anderem der Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, und der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, in der evangelischen Kirchentalkshow „Tacheles“. Aufgezeichnet wird das Gespräch in der Hannoveraner Marktkirche am 7. Oktober [2010]

    http://www.zeltmacher-nachrichten.eu/content/talkrunde-tacheles-%C3%BCber-islam-deutschland

    Phoenix strahlt die Debatte am 17. Oktober um 13 Uhr und am 24. Oktober um 22.30 Uhr aus.

    http://rundfunk.evangelisch.de/kirche-im-tv/tacheles/friedensreligion-oder-kultur-der-gewalt-594

    AUFGABEN UND ZIELE DES ISLAMISCHEN RELIGIONSUNTERRICHTS

    Eine islamische Glaubenspraxis ohne und außerhalb der Gemeinschaft der Muslime ist nicht denkbar. Aufgabe des Religionsunterrichts ist es daher, den Schülern die Wechselwirkung zwischen Gemeinschaft und Individuum bewusst zu machen, aufmerksam zu machen auf die Bedeutung der zwischenmenschlichen Beziehungen für die Entwicklung des Einzelnen, aber auch auf das Gelingen von islamischer wie allgemein menschlicher Gemeinschaft durch unterschiedliche Fähigkeiten und das Zusammenwirken ihrer Glieder.

    Grundlegende Aufgabe eines islamischen Religionsunterrichts ist, Glauben und islamische Lebensweise mit der konkreten Lebenswirklichkeit und den Lebenserfahrungen der Schüler zusammenzuführen in einer Weise, dass sie einander wechselseitig erschließen und erklären. Dieses didaktische Prinzip der Korrelation soll verhindern, dass der Islam allein als theoretisches Regelwerk vermittelt wird, ohne Bezug und ohne Bedeutung für die konkrete Lebensgestaltung des Einzelnen wie auch der Gemeinschaft im Hier und Jetzt.

    aus: Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. (Hrsg.), Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht, Köln 1999

    http://www.ganztagsschulen.org/_downloads/ZDMIRU.pdf

  9. Chronist Says:

    LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN 15. Wahlperiode Drucksache 15/3582

    20.12.2011

    Datum des Originals: 20.12.2011/Ausgegeben: 20.12.2011

    Die Veröffentlichungen des Landtags Nordrhein-Westfalen sind einzeln gegen eine Schutzgebühr beim Archiv des Landtags Nordrhein-Westfalen, 40002 Düsseldorf, Postfach 10 11 43, Telefon (0211) 884 – 2439, zu beziehen. Der kostenfreie Abruf ist auch möglich über das Internet-Angebot des Landtags Nordrhein-Westfalen unter http://www.landtag.nrw.de

    Entschließungsantrag
    der Fraktion der CDU,
    der Fraktion der SPD und
    der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

    zum Gesetzentwurf Drucksache 15/2209 „Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach“

    Islamischer Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen: Jetzt den Anfang machen!

    In den letzten Jahrzehnten hat sich die religiöse Zusammensetzung der Bevölkerung in Deutschland und Nordrhein-Westfalen verändert. Einer der Gründe dafür ist die Zuwanderung von Musliminnen und Muslimen. Allein 1,3 – 1,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens sind heute muslimischen Glaubens, womit der Islam ein Teil unseres Landes geworden ist.

    Die dadurch notwendig gewordenen strukturellen und rechtlichen Anpassungsprozesse stehen allerdings erst am Anfang. Es gibt nur wenige repräsentative Moscheen, es fehlt an muslimischen Friedhöfen oder Grabfeldern, die Entstehung eines korporativen Verhältnisses zwischen Staat und muslimischen Organisationen, Verbänden oder Vereinen befindet sich noch mitten in der Entwicklung.

    So konnte bisher z.B. ein Religionsunterricht für die mehr als 320.000 Schülerinnen und Schüler islamischen Glaubens in Nordrhein-Westfalen nicht als ordentliches Lehrfach im Sinne des Grundgesetzes, der Landesverfassung und des Schulgesetzes (Artikel 7 GG, Artikel 14 LV, § 31 SchulG) allgemein eingeführt werden, weil dem staatskirchenrechtliche Fragestellungen im Wege standen. Dabei belegt die Studie „Muslimisches Leben in NRW“ jedoch, dass 83% der muslimischen Eltern Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach für ihre Kinder ausdrücklich wünschen.

    Als befristete Übergangslösung ist der neue § 132 a Schulgesetz eine gesetzliche Regelung, auf Grund derer das Ministerium für Schule und Weiterbildung einen bekenntnisorientierten Religionsunterricht allgemein einführen kann, ohne dass sämtliche im Grundgesetz und in der Landesverfassung geregelten Voraussetzungen als vollständig erfüllt angesehen werden. Der Landtag betont in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, in der nächsten Zukunft noch bestehende religionsverfassungsrechtliche Fragestellungen bezgl. der Verfasstheit der muslimischen Organisationen zu klären. Dies ist auch für eine Gleichbehandlung in anderen Bereichen der Religionsausübung wie z.B. dem Bestattungswesen von großer Bedeutung. Der Landtag begrüßt daher ausdrücklich die in der gemeinsamen Erklärung des Schulministeriums und des Koordinierungsrats der Muslime vom 22. Februar 2011 beschriebene Absicht, eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung, des Landtages und der organisierten Muslime zur Klärung der Statusfragen einzurichten.
    Der Landtag hat bereits in der fraktionsübergreifenden Integrationsoffensive des Jahres 2001 (Drucksache 13/1345) festgestellt, „die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen unterschiedlicher Kulturen an unserer Gesellschaft erfordert auch die Gleichbehandlung unterschiedlicher Religionen“. Die Landesregierung wurde damals aufgefordert, einen flächendeckenden islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache von hier ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern nach staatlichen Lehrplänen und im Rahmen der staatlichen Schulaufsicht einzuführen. Diese Aussagen gelten heute gleichermaßen.

    Mit dem einstimmigen Beschluss „Der Islam ist ein Teil Deutschlands und Nordrhein-Westfalens“ vom 31. März 2011 (Landtagsdrucksache 15/1652) hat der Landtag darüber hinaus verdeutlicht, dass unverzichtbarer Bestandteil der Einführung islamischen Religionsunterrichts die Achtung und die Anerkennung der im Grundgesetz und in der Landesverfassung genannten Prinzipien und Werte ist.

    Der Landtag begrüßt, dass durch die Empfehlungen der Deutschen Islamkonferenz, durch die Vorarbeiten der aktuellen und früherer Landesregierungen sowie durch die nahezu einvernehmliche Unterstützung der Staatskirchenrechtler bei der Anhörung zum Gesetzestext im Rahmen des laufenden Gesetzgebungsverfahrens die Voraussetzungen für die Einführung islamischen Religionsunterrichts zum Schuljahr 2012/2013 geschaffen worden sind. Dabei ist sowohl die konstruktive Rolle des Koordinierungsrats der Muslime, als auch die inhaltliche Unterstützung durch die christlichen Kirchen und anderer zivilgesellschaftlicher Akteure hervorzuheben.

    Von der bis zum 31. Juli 2019 befristeten Übergangsregelung für den islamischen Religionsunterricht nach dem neuen § 132 a Schulgesetz bleiben die bestehenden Regelungen über die Einführung und Durchführung von Religionsunterricht unberührt. Danach gehört der Religionsunterricht zu den gemeinsamen Angelegenheiten von Staat und Religionsgemeinschaften. Dies bedeutet nach dem Verständnis des Landtags, dass beide Seiten unmittelbar zusammenarbeiten. Abgewichen werden kann davon nur durch eine Übergangslösung – wie in diesem Fall – durch die Einrichtung eines Beirats. Beim islamischen Religionsunterricht wirkt der Beirat mit dem Land im Einvernehmen zusammen. Das bezieht sich auch auf die Berufung und die Zusammensetzung der Mitglieder des Beirates, in dem sich Vielfalt und Pluralität wiederfinden soll. Das Beiratsmodell hat keine Vorbildwirkung für Änderungen der bestehenden Kooperationsregeln zwischen den Kirchen und dem Staat.

    Die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen ist ein sichtbares Zeichen der Gleichberechtigung aller Bürgerinnen und Bürger in religiösen Belangen. Wichtig ist dabei insbesondere die Wahrnehmung durch die Eltern und Kinder, wonach der Staat für jede Schülerin und jeden Schüler ein religionsunterrichtliches Angebot unabhängig von der Religionszugehörigkeit grundsätzlich vorhält. Zugleich handelt es sich um einen wichtigen Baustein einer gelebten Anerkennungskultur, die Grundvoraussetzung für eine gelingende Integration ist. Die Landesregierung wird gebeten für eine baldmögliche Umsetzung des Gesetzes zu sorgen.

    http://www.gruene.landtag.nrw.de/sites/www.gruene.landtag.nrw.de/files/mmd15-3582.pdf

  10. Querverweis Says:

    :::

    § 2 Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule

    (6) Die Schule wahrt Offenheit und Toleranz gegenüber den unterschiedlichen religiösen, weltanschaulichen und politischen Überzeugungen und Wertvorstellungen. Sie achtet den Grundsatz der Gleichberechtigung der Geschlechter und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Sie vermeidet alles, was die Empfindungen anders Denkender verletzen könnte. Schülerinnen und Schüler dürfen nicht einseitig beeinflusst werden.

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Gesetze/Schulgesetz.pdf

    Schulgesetz
    für das Land Nordrhein-Westfalen
    (Schulgesetz NRW – SchulG)
    Vom 15. Februar 2005
    (GV. NRW. S. 102)
    zuletzt geändert durch Gesetz vom 14. Februar 2012
    (SGV. NRW. 223)

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Gesetze/Schulgesetz.

    :::

  11. Querverweis Says:

    :::

    [06.03.2012] Einführung des islamischen Religionsunterrichts zum Schuljahr 2012/2013

    An die
    Grundschulen, die an dem Schulversuch „Islamkunde in deutscher Sprache“ teilnehmen

    nachrichtlich:
    an die Bezirksregierungen und Schulämter

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    am 21. Dezember 2011 hat der Landtag mit einer großen Mehrheit das „Gesetz zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach2 verabschiedet. Für über 320.000 Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens in Nordrhein-Westfalen und ihre Eltern ist das ein wichtiges Zeichen für mehr Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe und eine Möglichkeit, religiöse Bildung im Rahmen der Schule wahrzunehmen.

    Ihre Schule nimmt bereits am Schulversuch „Islamkunde in deutscher Sprache“ teil und setzt damit für die Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens und ihre Eltern ein wichtiges Zeichen der Anerkennung und Gleichberechtigung. Dafür danke ich Ihnen und möchte Sie zugleich bitten, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

    Ich bitte Sie nachdrücklich um Ihre Unterstützung: Helfen Sie mit, den islamischen Religionsunterricht an Ihrer Schule einzuführen. Er ist für alle ein Gewinn:

    – Für die Schülerinnen und Schüler, die ihre Glaubensfragen nun mit den Mitschülerinnen und Mitschülern und der Lehrkraft erörtern und sich altersgerecht eine eigene Meinung und ein reflektiertes Urteil zu religiösen Themen und Sachverhalten bilden können.
    – Für die Eltern, die Schule nun noch mehr als Lern- und Lebensort für ihre Kinder wahrnehmen und sich noch mehr mit der Schule identifizieren können.
    – Für die Lehrerinnen und Lehrer, die noch mehr als bisher auf die kulturellen Ressourcen und Potentiale Ihrer Schülerinnen und Schüler zurückgreifen können.

    Zurzeit werden von einer Arbeitsgruppe die Lehrpläne erarbeitet. Gleichwohl soll der islamische Religionsunterricht schon zum Schuljahr 2012/2013 an ausgewählten Schulen eingeführt werden. Anschließend sollen zunehmend weitere Schulen gewonnen werden, ab dem Schuljahr 2013/2014 auch Schulen der Sekundarstufe I. Der islamische Religionsunterricht löst dann schrittweise den bisherigen Islamkundeunterricht ab.

    Sie können den islamischen Religionsunterricht einrichten, wenn mindestens zwölf Schülerinnen und Schüler dieses Bekenntnisses teilnehmen – dabei können Lerngruppen jahrgangsübergreifend zusammengeführt werden. Auch eine Kooperation mit den Nachbarschulen ist in Absprache mit der Islamkundelehrkraft denkbar.

    Islamischer Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach mit wöchentlich zwei Unterrichtsstunden. Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Wer angemeldet ist, ist grundsätzlich zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet.

    Die Eltern müssen bei der Schulanmeldung erklären, dass ihr Kind muslimisch ist und an dem Unterricht teilnehmen soll. Danach ist eine Schülerin oder ein Schüler von der Teilnahme an dem islamischen Religionsunterricht nur auf Grund der Erklärung der Eltern oder – bei Religionsmündigkeit ab vollendetem 14. Lebensjahr – auf Grund eigener Erklärung befreit.

    Die Islamkundelehrkräfte werden gebeten, beim Beirat als dem Kooperationspartner des Landes in religiösen Belangen formlos und schriftlich die Lehrerlaubnis für das Fach „islamische Religionslehre“ zu beantragen. Vorläufiger Ansprechpartner ist der Geschäftsführer des Beirats: ahmet@uenalan.com. Die Zuteilung der Lehrerlaubnis ist Voraussetzung für die Teilnahme an einer dienstlichen Unterweisung, in der die theologischen und religionspädagogischen Inhalte des neuen Unterrichtsfachs thematisiert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie im Anhang.

    Der islamische Religionsunterricht wird thematisch vorläufig auf der Grundlage des Lehrplans „Grundschule. Islamkunde in deutscher Sprache. Klasse 1 bis 4. Schule in NRW Heft Nr. 2011“ erteilt, bis die regulären Lehrpläne in Kraft gesetzt sind.

    Im Anhang finden Sie zur Erleichterung Ihrer Arbeit weiterführende Informationen und den Entwurf eines Informationsschreibens für die Eltern von Grundschülerinnen und Grundschülern muslimischen Glaubens.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sylvia Löhrmann
    Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

    http://www.schulministerium.nrw.de/SV/Schulmail/Archiv/1203062/

    im Anhang, s. Kasten oben rechts, finden sich, abgerufen und gesichert am 21. Juni 2012, vier Texte

    Anlage(n)
    Pfeil rechts
    Erlasstext IRU [doc-Datei: 22 kByte]
    Pfeil rechts
    Gesetzestext IRU [pdf-Datei: 143 kByte]
    Pfeil rechts
    Informationen für die Schulämter und Schulleitungen [doc-Datei: 26 kByte]
    Pfeil rechts
    Informationsschreiben für die Eltern [doc-Datei: 21 kByte]

    :::
    :::

    Anlage(n)

    Erlasstext IRU

    Einführung des islamischen Religionsunterrichts

    1. Für Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens wird ab dem Schuljahr 2012/2013 der islamische Religionsunterricht zunächst für die Klassen 1 bis 4, ab dem Schuljahr 2013/2014 für die Klassen 5 bis 10, schrittweise eingeführt. In der einzelnen Schule ist Religionsunterricht grundsätzlich einzurichten und zu erteilen, wenn mindestens zwölf Schülerinnen und Schüler dieses Be¬kenntnisses teilnehmen und die personellen und sächlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

    2. Islamischer Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach mit wöchentlich zwei Unterrichtsstunden. Wer angemeldet ist, ist grundsätzlich zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet. Die Leistungen einer Schülerin oder eines Schülers sind entsprechend der Vorgaben der Ausbildungsordnung versetzungswirksam.

    3. Der Unterricht wird von Lehrkräften muslimischen Glaubens im Dienst des Landes erteilt, die hierzu bereit und geeignet sind. Sie werden dafür in der Regel in Lehrgängen der Bezirksregierungen fortgebildet. Anfallende Reisekosten trägt die Bezirksregierung. Über die Auswahl der Lehrkräfte entscheidet die Schulaufsicht. Ihre förmliche Bevollmächtigung gemäß § 31 Absatz 3 SchulG (BASS 1 – 1) erfolgt durch den Beirat gemäß § 132 a Absatz 4 SchulG.

    4. Die Unterrichtssprache ist Deutsch.

    5. Der islamische Religionsunterricht wird thematisch vorläufig auf der Grundlage des Lehrplans „Grundschule. Islamkunde in deutscher Sprache. Klasse 1 bis 4. Schule in NRW Heft Nr. 2011“ und des Lehrplans „Sekundarstufe I. Islamkunde in deutscher Sprache. Klasse 5 bis 10. Schule in NRW Heft Nr. 5019“ erteilt, bis die regulären Lehrpläne in Kraft gesetzt sind.

    6. Schulbücher bedürfen der Genehmigung durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung.

    Dieser Runderlass tritt zum 1. 8. 2012 in Kraft. Er wird in Schule NRW veröffentlicht.

    In Vertretung

    Ludwig Hecke
    Staatssekretär

    :::

    Gesetzestext IRU

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)
    Vom 22. Dezember 2011

    Der Landtag hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)

    Artikel 1
    Das Schulgesetz NRW vom 15. Februar 2005(GV. NRW. S.102), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. Oktober 2011(GV. NRW. S.540), wird wie folgt geändert:

    1. In der Inhaltsübersicht wird nach § 132 eingefügt:
    „§ 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht“.
    2. Nach § 132 wird folgender § 132 a eingefügt:
    „§ 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht

    (1) Besteht auf Grund der Zahl der in Betracht kommenden Schülerinnen und Schüler Bedarf, islamischen Religionsunterricht im Sinne von § 31 einzuführen, aber noch keine entsprechende Religionsgemeinschaft im Sinne von Artikel 14 und 19 Landesverfassung und Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz, kann das Ministerium übergangsweise bei der Einführung und Durchführung mit einer Organisation oder mehreren Organisationen zusammenarbeiten, die Aufgaben wahrnehmen, die für die religiöse Identität ihrer Mitglieder oder Unterorganisationen wesentlich sind oder die von diesen für die Durchführung des Religionsunterrichts bestimmt worden sind. Die Organisationen müssen eigenständig, bei der Zusammenarbeit staatsunabhängig sein und die Gewähr dafür bieten,

    1. dem Land bei der Veranstaltung des Religionsunterrichts auf absehbare Zeit als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen,
    2. die in Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz umschriebenen Verfassungsprinzipien, die dem staatlichen Schutz anvertrauten Grundrechte der Schülerinnen und Schüler sowie die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts des Grundgesetzes zu achten.
    Vertreten mehrere Organisationen das gleiche Bekenntnis oder verwandte Bekenntnisse, soll das Ministerium eine Zusammenarbeit mit ihnen gemeinsam anstreben.

    (2) Wenn islamischer Religionsunterricht nach Absatz 1 in einer Ausbildungs- und Prüfungsordnung vorgesehen und an einer Schule eingerichtet ist, nehmen die Schülerinnen und Schüler daran teil, deren Eltern bei der Schulanmeldung schriftlich erklärt haben, dass ihr Kind muslimisch ist und an dem islamischen Religionsunterricht nach Absatz 1 teilnehmen soll.

    (3) Eine Schülerin oder ein Schüler ist von der Teilnahme an dem islamischen Religionsunterricht nach Absatz 1 auf Grund der Erklärung der Eltern oder – bei Religionsmündigkeit – auf Grund eigener Erklärung befreit. Die Erklärung ist der Schule schriftlich zu übermitteln.

    (4) Das Ministerium bildet einen Beirat, der die Anliegen und die Interessen der islamischen Organisationen bei der Einführung und der Durchführung des islamischen Religionsunterrichts nach Absatz 1 als ordentliches Unterrichtsfach vertritt. Der Beirat stellt fest, ob der Religionsunterricht den Grundsätzen im Sinne des Artikels 7 Absatz 3 Satz 2 Grundgesetz entspricht. Er ist an der Erstellung der Unterrichtsvorgaben, der Auswahl der Lehrpläne und Lehrbücher und der Bevollmächtigung von Lehrerinnen und Lehrern zu beteiligen. Eine ablehnende Entscheidung ist nur aus religiösen Gründen zulässig, die dem Ministerium schriftlich darzulegen sind.

    (5) Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

    1. vier theologisch, religionspädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte Vertreterinnen und Vertreter der organisierten Muslime, die von den islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen oder von deren Zusammenschluss bestimmt werden,
    2. vier weitere Vertreterinnen und Vertreter, und zwar jeweils zwei theologisch, religionspädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte muslimische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und zwei muslimische Religionsgelehrte, die vom Ministerium im Einvernehmen mit den islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen oder deren Zusammenschluss bestimmt werden.

    Er wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden.

    (6) Die Amtszeit der Mitglieder beträgt drei Jahre. Ihre Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich. Reisekosten werden in Anwendung der landesrechtlichen Bestimmungen erstattet. Sie erhalten außerdem eine vom Ministerium festzusetzende Aufwandsentschädigung.

    (7) Der Beirat gibt sich eine Geschäftsordnung. Für Beschlüsse ist die Mehrheit der Mitglieder erforderlich. Die Geschäftsführung übernimmt eine vom Ministerium im Benehmen mit dem Beirat benannte Person.“

    Artikel 2
    Inkrafttreten

    Dieses Gesetz tritt am 1. August 2012 in Kraft. Es tritt am 31. Juli 2019 außer Kraft. Die Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Das Ministerium berichtet dem Landtag darüber bis zum 31. Juli 2018.

    Düsseldorf, den 22. Dezember 2011
    Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen

    Die Ministerpräsidentin
    Hannelore K r a f t
    (L. S.)
    Die Ministerin für Schule und Weiterbildung
    Sylvia L ö h r m a n n
    Der Finanzminister
    Dr. Norbert W a l t e r-B o r j a n s
    Der Minister für Arbeit, Integration und Soziales
    Guntram S c h n e i d e r
    Die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung
    Svenja S c h u l z e
    GV. NRW. 2011 S.728

    :::

    Informationen für die Schulämter und Schulleitungen

    Informationen für die Schulämter und Schulleitungen der Grundschulen zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts

    Nach Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes und nach Artikel 14 der Landesverfassung NRW ist der Religionsunterricht in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach.

    Der Religionsunterricht wird bisher für Schülerinnen und Schüler katholischen, evangelischen, syrisch-orthodoxen, orthodoxen, jüdischen und alevitischen Glaubens angeboten – und ab dem 1. August 2012 auch für muslimische Schülerinnen und Schüler. In Nordrhein-Westfalen leben knapp 1,5 Millionen Muslime. Es gibt 328.000 Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens.

    Das „Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)“ wurde vom Landtag am 21. Dezember 2011 mit einer großen Mehrheit verabschiedet. Es tritt am 1. August 2012 in Kraft.

    Das Gesetz sieht vor, dass das Ministerium als zeitlich befristete Übergangslösung einen achtköpfigen Beirat bildet, der – so heißt es im Gesetz – „die Anliegen und die Interessen der islamischen Organisationen bei der Einführung und der Durchführung des islamischen Religionsunterrichts (…) vertritt“.

    Vier Mitglieder entsenden die islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen, vier weitere Mitglieder werden vom Ministerium im Einvernehmen mit den islamischen Organisationen bestimmt. Es sind Expertinnen und Experten für die Bereiche islamische Theologie und Religionsdidaktik. Der Beirat ist an der Erstellung der Unterrichtsvorgaben, der Auswahl der Lehrpläne und Lehrbücher und an der Bevollmächtigung von Lehrerinnen und Lehrern beteiligt.

    Der islamische Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach mit wöchentlich zwei Unterrichtsstunden. Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Dieser Unterricht kann nicht von Herkunftssprachenlehrkräften und nicht im Rahmen des herkunftssprachlichen Unterrichts erteilt werden. Der islamische Religionsunterricht soll im Stundenplan parallel zu den anderen Religionsstunden angeboten werden.

    Der Einführungserlass sieht vor, den islamischen Religionsunterricht schrittweise einzuführen, sofern an den Schulen die personellen und sächlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

    Ziel ist, zum 1. August 2012 die Möglichkeiten zu schaffen, an den Grundschulen mit dem islamischen Religionsunterricht zu starten, wenn

    – die Schule bereits jetzt am Schulversuch „Islamkunde in deutscher Sprache“ teilnimmt und/ oder
    – eine Islamkundelehrkraft sich bereit erklärt, den Unterricht durchzuführen und sie/er dazu die Unterrichtserlaubnis des Beirats erhält und
    – mindestens 12 Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens an dem Unterricht teilnehmen.

    Die Schulleitungen werden gebeten, in Absprache mit den Islamkundelehrkräften und den Eltern von Schülerinnen und Schülern muslimischen Glaubens, den Islamkundeunterricht ab dem Schuljahr 2012/2013 in den islamischen Religionsunterricht zu überführen. Mit dem Zeitpunkt der Überführung entfällt das Fach „Islamkunde“.

    Schulen, die den islamischen Religionsunterricht einrichten, zeigen das dem zuständigen Schulamt, der Bezirksregierung und dem Ministerium an. Die Lehrkräfte, die den islamischen Religionsunterricht erteilen werden, müssen sich schriftlich formlos beim Beirat um die Erteilung der Lehrerlaubnis bewerben (per Mail an die Geschäftsführung: ahmet@uenalan.com) und werden – vorbehaltlich der Zuteilung der Lehrerlaubnis – eine dienstliche Unterweisung in Form eines zweitägigen Blockseminars erhalten. Die dienstliche Unterweisung findet im MSW, Dienstort Soest, Paradieser Weg 64, 59494 Soest von Freitag, 29. Juni 2012, 15:00 Uhr bis Samstag, 30. Juni 2012, 17:00 Uhr statt. Hierzu bedarf es einer verbindlichen Anmeldung per Mail an die Geschäftsführung des Beirats.

    Der islamische Religionsunterricht wird zunächst ohne einen gültigen Lehrplan erteilt. Der Lehrplan wird frühestens zum 1. August 2013 in Kraft treten.

    Die Texte des Gesetzes und des Einführungserlasses sind beigefügt.

    :::

    Informationsschreiben für die Eltern

    Informationsschreiben für die Eltern von Grundschülerinnen und Grundschülern muslimischen Glaubens

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    liebe Eltern,

    zum 1. August 2012 kann an den Schulen in Nordrhein-Westfalen der islamische Religionsunterricht erteilt werden. Damit setzt das Land ein wichtiges Zeichen für die Wertschätzung des Islam und für die Gleichberechtigung von Schülerinnen und Schülern muslimischen Glaubens.

    Es ist für Kinder muslimischen Glaubens wichtig, in der Schule über ihren Glauben zu sprechen und von den Religionslehrerinnen und Religionslehrern Antworten auf ihre Fragen zu der Botschaft des Korans, zum Propheten Muhammed und nach dem Sinn der Dinge und des Lebens zu erhalten.

    Ich würde mich freuen, wenn Sie auch Ihrem Kind die Möglichkeit geben, den islamischen Religionsunterricht zu besuchen. Dazu müssen Sie schriftlich erklären, dass Ihr Kind muslimisch ist und an dem islamischen Religionsunterricht teilnehmen soll. Wer angemeldet ist, ist grundsätzlich zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet. Wenn Ihr Kind am islamischen Religionsunterricht nicht mehr teilnehmen soll, können Sie es durch eine schriftliche Erklärung gegenüber der Schule davon befreien lassen.

    Der islamische Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach mit wöchentlich zwei Unterrichtsstunden. Die Leistungen Ihres Kindes in dem Fach sind versetzungswirksam.

    Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Alle Lehrerinnen und Lehrer sind Muslime und werden von einem muslimischen Beirat bevollmächtigt, den Unterricht erteilen zu dürfen. Der Staat hat die Aufsicht über den Unterricht, erstellt die Lehrpläne und entscheidet über die Zulassung von Lernmitteln (z.B. Schulbücher).

    Die Lehrerinnen und Lehrer stehen Ihnen für Fragen zur Verfügung und erteilen Ihnen gerne weitere Auskünfte.

    :::

  12. Querverweis Says:

    Niedersachsen,
    Idschaza (Islamische Lehrbefugnis)

    :::

    Fragekatalog für das Gespräch nach § 4, Abs. 1

    Die hier aufgelisteten Punkte stellen einen Gesprächsleitfaden dar für das persönliche Ge-spräch nach § 4 (1) der Ijaza-Ordnung. Hiermit soll der Ijaza-Kommission die Möglichkeit gegeben werden, die Lehrkraft selbst, ihre Motivation und ihre religiöse Einstellung ken-nenzulernen bzw. ihre Religiosität festzustellen.

    Die Grundlagen der Religion definieren sich aus der Göttlichen Offenbarung im Qur‘an und der Lebensweise des Propheten Muhammed (s.a.s.)

    1. Standort derer, die den IRU erteilen.
    2. Der Islam wird aus dem Bekenntnis heraus wahrgenommen und gelehrt.
    Die Lehrkraft
    3. vertritt den Islam vorbildlich und glaubhaft,
    4. verinnerlicht die rechte islamische Lehre,
    5. hat eine angemessene Lebensführung, die nicht im Widerspruch zu den allgemeinen Lehren des Islam steht,
    6. erklärt ihre Motivation zum Beruf in Bezug auf den IRU,
    7. äußert sich zu ihrem schulischen Werdegang,
    8. erläutert ihr geleistetes Praktikum in einer Moschee,
    9. erläutert ihre Einbindung das religiöse Gemeindeleben,
    10. spricht über ihre Erfahrung und Kenntnisse der islamischen Lehre in deutscher Sprache und derer Bedeutung in der Integration,
    11. ggf. berichtet sie von ihrer Hajj bzw. Umra,
    12. stellt ihre Position zum Umfang der Geltung der Scharia für die muslimische Minderheitsgesellschaft in Deutschland klar,
    13. berichtet von ihren Erfahrungen im interreligiösen Dialog.
    14. Was macht dich als Muslim aus?

    http://hannibalnur.wordpress.com/2012/02/24/die-ijaza-ordnung-niedersachsens/

    Voraussetzung für eine Lehrbefähigung zum IRU ist daher das Bekenntnis zum Islam und die Selbstverpflichtung, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Lehren des Islam zu erteilen, ebenso die Kenntnis islamischen Gemeindelebens in der vorhandenen Gesellschaft und die Anerkennung der eigenen Vorbildfunktion insbesondere im schulischen Kontext. Die Lehrkraft ist sich ihrer Rolle als Repräsentantin des Islam im schulischen Kollegium bewusst und vertritt ihren Glauben vorbildhaft und glaubwürdig. Die Ijaza ist daher auch Beleg über die Verinnerlichung rechter islamischer Lehre, die guten Sitten, die Einbindung in eine muslimische Gemeinschaft und die beobachtete Orthopraxie der Lehrkraft. Die Vorbildfunktion seitens der Lehrkraft erweitert sich auch auf eine angemessene Lebensführung, die nicht im Widerspruch steht zu den allgemeinen Lehren des Islam.

    Der Beirat möchte mit der Ijaza in der hier vorliegenden Form den künftigen Lehrkräften einen Vertrauensvorschuss geben; sie sollen ihren Weg finden, darauf ihre Lehrtätigkeit konstruktiv aufbauen zu können.

    Nach dem Grundsatz des lebenslangen Lernens wird der Beirat durch seine Mitglieder den Lehrkräften berufsbegleitende Praktika und Fortbildungen in islamischen Einrichtungen des Gemeindelebens, der islamischen Lebenshilfe und Bildungsarbeit ermöglichen. Veranstaltungen werden zu Beginn eines jeden Schuljahres1 unter Angabe von Termin, Ort, Referenten und Thema bekannt gegeben.

    :::
    :::

    ihrer „Verinnerlichung guter Sitten“

    ihrer „sittlichen islamischen Kleidung“

    http://cms.izir.de/joomla/images/stories/zrli_06_2_heft_11.pdf

    :::

  13. Querverweis Says:

    :::

    Der Beirat für den Islamischen Religionsunterricht in Niedersachsen
    IJAZA-ORDNUNG
    (Lehrerlaubnis für Lehrkräfte des Unterrichtsfachs Islamische Religion)

    an öffentlichen und freien Schulen in Niedersachsen
    des

    Beirats für den islamischen Religionsunterricht in Niedersachsen, gebildet von Schura Niedersachsen – Landesverband der Muslime in Niedersachsen e.V. und DITIB Landesverband Niedersachsen-Bremen e.V.

    Präambel
    Gemäß Artikel 7 Abs. 3 des GG sowie §§ 124 ff des Niedersächsischen Schulgesetzes ist Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ordentliches Lehrfach. Er wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt.

    Zur Erteilung von Islamischem Religionsunterricht bedürfen die entsprechenden Lehrkräfte einer besonderen Bevollmächtigung der Religionsgemeinschaften. Wer nach Abschluss des Studiums Islamischer Theologie einschließlich Islamischer Religionspädagogik und des entsprechenden Referendariats oder eines anderen gleichwertigen Abschlusses als islamische Religionslehrkraft einen Lehrauftrag an öffentlichen Schulen oder freien Schulen in Niedersachsen anstrebt, benötigt eine Lehrerlaubnis, die seitens des Beirates erteilt wird. Das geschieht durch eine schriftlich erteilte Bevollmächtigung, im Folgenden „Ijaza“ genannt. Das Bundesland Niedersachsen setzt nur solche Lehrkräfte im Islamischen Religionsunterricht ein, die vom Beirat die Lehrerlaubnis erhalten haben.

    Begriffserläuterung: Ijaza(h) (Idscháza) bezeichnet die Erlaubnis und das Zertifikat, islamische Lehre weiterzugeben. Sie dokumentiert die erhaltene Ausbildung nebst bearbeiteter Bücher und Texte und benennt den erteilenden Lehrer. Sie wird traditionell durch den persönlichen Lehrer, der selber Inhaber eine Ijaza ist, seinem Schüler erteilt und hat ihre Wurzeln in der Akkuratesse der mündlichen Weitergabe autorisierter religiöser Texte.

    Im Kontext dieser Ijaza-Ordnung für Niedersachsen entspricht sie den religionsverfassungsrechtlichen Anforderungen des Religionsunterrichts in Deutschland bzw. Niedersachsen als einer res mixta in gemeinsamer Verantwortung von Religionsgemeinschaft, hier vertreten durch den Beirat, und Staat. Ihre Erteilung setzt die universitäre Lehrbefähigung für den islamischen Religionsunterricht in Niedersachsen voraus. Umgekehrt ermächtigt diese Ijaza nicht zur Lehrweitergabe im klassischen Kontext islamischer Ausbildung außerhalb Niedersachsens oder innerhalb sufisch-religiöser Gemeinschaften. SCHURA Niedersachsen Landesverband der Muslime in Niedersachsen e.V.

    DITIB LANDESVERBAND der Islamischen Religionsgemeinschaften

    Die Grundlagen der islamischen Religion definieren sich aus der göttlichen Offenbarung im Qur’an und der Lebensweise des Propheten Muhammed (s.a.s.). Der Islam ist nicht nur Gegenstand des Unterrichts, sondern bestimmt auch den Standort derer, die ihn erteilen.

    Insbesondere die Lebenswelt und die religiösen Rahmenbedingungen der Kinder und Jugendlichen sind Korrelationsebene im Islamischen Religionsunterricht. Der Islam ist hier nicht nur Gegenstand des Unterrichts, sondern er wird aus dem Bekenntnis heraus wahr-genommen und gelehrt.

    Voraussetzung für eine Lehrbefähigung zum IRU ist daher das Bekenntnis zum Islam und die Selbstverpflichtung, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Lehren des Islam zu erteilen, ebenso die Kenntnis islamischen Gemeindelebens in der vorhandenen Gesellschaft und die Anerkennung der eigenen Vorbildfunktion insbesondere im schulischen Kontext. Die Lehrkraft ist sich ihrer Rolle als Repräsentantin des Islam im schulischen Kollegium bewusst und vertritt ihren Glauben vorbildhaft und glaubwürdig. Die Ijaza ist daher auch Beleg über die Verinnerlichung rechter islamischer Lehre, die guten Sitten, die Einbindung in eine muslimische Gemeinschaft und die beobachtete Orthopraxie der Lehrkraft. Die Vorbildfunktion seitens der Lehrkraft erweitert sich auch auf eine angemessene Lebensführung, die nicht im Widerspruch steht zu den allgemeinen Lehren des Islam.

    Der Beirat möchte mit der Ijaza in der hier vorliegenden Form den künftigen Lehrkräften einen Vertrauensvorschuss geben; sie sollen ihren Weg finden, darauf ihre Lehrtätigkeit konstruktiv aufbauen zu können.

    Nach dem Grundsatz des lebenslangen Lernens wird der Beirat durch seine Mitglieder den Lehrkräften berufsbegleitende Praktika und Fortbildungen in islamischen Einrichtungen des Gemeindelebens, der islamischen Lebenshilfe und Bildungsarbeit ermöglichen. Veranstaltungen werden zu Beginn eines jeden Schuljahres1 unter Angabe von Termin, Ort, Referenten und Thema bekannt gegeben.

    § 1 Geltungsbereich Diese Ijaza-Ordnung regelt für die islamischen Religionsgemeinschaften in Niedersachsen durch ihren gemeinsamen Beirat die Anforderungen an die Lehrkräfte sowie das Verfahren der Erteilung der Ijaza – und auch deren ggf. erforderlich werdenden Aberkennung – zur Durchführung des islamischen Religionsunterrichts in Niedersachsen in allen Stufen der staatlichen Schulen.

    Der Wohnort der Lehrkraft ist nicht entscheidend. Für den islamischen Religionsunterricht an Schulen in freier Trägerschaft kann die Ijaza aufgrund Verlangens der Lehrkraft erteilt werden.

    § 2 Verfahren Der Beirat tritt zur Ijaza-Prüfung i.d.R. halbjährlich zusammen außerhalb der Schulferien; die Sitzungstermine werden zu Jahresbeginn in http://www.Beirat-IRU-N.de veröffentlicht.

    Zwischen der Vorlage eines bescheidungsfähigen Antrages nach § 3 und der Aushändigung des Bescheides nach § 5 sollen drei Monate nicht überschritten werden.
    Entscheidungen erfolgen nach dem Beiratsstatut einstimmig. Über die Entscheidungen wird ein Ergebnisprotokoll gefertigt und durch die Unterschrift des Geschäftsführers bestätigt. Über alle Anträge, personenbezogenen Beratungen und Gespräche sowie die Entscheidungsgründe besteht Verschwiegenheitspflicht und wird Vertraulichkeit gewahrt.

    Die Vorgänge werden i.d.R. für dreißig Jahre archiviert, mindestens aber für die Dauer der Dienstzeit der Lehrkraft zzgl. fünf Jahre, soweit Rechtsvorschriften keine kürzere Aufbewahrungsfrist vorsehen.

    Antrag und Bescheid ergehen schriftlich. Die Beteiligten stellen ihre elektronische Erreichbarkeit untereinander und gegenüber der Geschäftsführung des Beirats sicher.

    Zur Regelung des Verfahrens gibt sich der Beirat eine Geschäftsordnung.

    § 3 Antrag Grundlage für die Erteilung der Ijaza ist ein formgebunder Antrag1 der Lehrkraft an den Bei-rat mit folgenden Angaben und Nachweisen:

    a. Angaben zur Person, Geburtsort, Personenstand und Kinder,

    b. ein Lebenslauf, der auch auf den religiösen Werdegang eingeht, eine Selbstverpflichtungserklärung sowie eine schriftliche Äußerung, die auf die Motivation zum Beruf in Bezug auf den islamischen Religionsunterricht eingeht,

    c. Studium des Lehramtes und der islamischen Religionspädagogik sowie alle für die Ijaza relevanten Schul-, sonstige Hochschul- und Bildungsabschlüsse und erfolgreicher Abschluss der 2. Staatsprüfung mit vorläufiger Ijaza nach § 7 (Nachweise durch beglaubigte Zeugniskopien; ausländische Abschlüsse bedürfen des Anerkennungsnachweises durch eine deutsche Universität),

    d. Praktikum gemäß Studien-Lehrplan in einer Moschee in Deutschland (nicht für berufsbegleitenden Masterstudiengang IRP),

    e. die Einbindung in das religiöse Leben der islamischen Gemeinschaft wird vorausgesetzt; sie wird durch ein deutschsprachiges Empfehlungsschreiben – auch als Vordruck – des gewählten Vorstandes und des Imams einer Moschee in Deutschland über das Bekenntnis zum Islam – ggf. auch als Konversionsurkunde – sowie über eine fortwährende Lebensweise nach der rechten islamischen Lehre und den guten Sitten nachgewiesen; der Beirat kann ggf. die Beibringung ergänzender Unterlagen verlangen;

    f. für männliche Bewerber: Angabe der zum Freitagsgebet i.d.R. aufgesuchten Moschee und deutschsprachiges Manuskript einer dort gehaltenen selbst ausgearbeiteten Khutba,

    g. für weibliche Bewerber: Angabe der üblicherweise aufgesuchten Moschee und Glaubhaftmachung der Beteiligung an der Gemeindearbeit

    h. weiterhin eine Erklärung der Lehrkraft, dass sie den Unterricht im Fach Islamische Religion nach dem islamischen Bekenntnis, dem geltenden Kerncurriculum des Niedersächsischen Kultusministeriums und in deutscher Sprache halten wird.

    § 4 Gespräch (1) Spätestens zehn Tage nach Eingang des bescheidungsfähigen Antrages lädt der Beirat zum Gespräch. Das Gespräch – seine Inhalte sind strikt vertraulich – geht regelmäßig auf folgende Fragen ein: Berufsmotivation, eigene theologische (in Bezug auf die sechs Pfeiler des Islam) und pädagogische Verortung, eigene religiöse Praxis in Bezug auf die fünf Säulen des Islam, eigene Positionen zum Umfang der Geltung der Scharia in Deutschland sowie /zum und/ Erfahrungen im interreligiösen Dialog. Über die Frageninhalte gibt sich der Beirat einen regelmäßigen Katalog (Anhang 3).

    (2) Über das Gespräch wird je ein von allen Beteiligten zu unterzeichnendes Verlaufsprotokoll gefertigt.

    § 5 Bescheid Die Ijaza wird bei Vorliegen aller Voraussetzungen und ohne Nebenbestimmungen erteilt. Sie gilt unbefristet. Sie wird in Gestalt einer Urkunde nach dem Freitagsgebet der Lehrkraft in einer Moschee in Hannover persönlich ausgehändigt. Die Landesschulbehörde erhält eine Durchschrift.

    Ist die Erteilung der Ijaza abzulehnen, teilt dies der Beirat der Lehrkraft unter Angabe der Ablehnungsgründe zuvor schriftlich mit und gibt Gelegenheit zur Stellungnahme und zum Gespräch. Ein ablehnender Bescheid ist unter genauer Angabe der Versagungsgründe der Lehrkraft mit Durschrift an die Landesschulbehörde zuzustellen.

    Der Bescheid ist entgeltpflichtig. Höhe und Fälligkeit des Entgeltes, das die gesamten Verfahrenskosten abdeckt, werden durch eine Entgeltordnung vom Beirat festgesetzt und jeweils zu Jahresbeginn bekanntgegeben1.

    § 6 Aberkennung Der Beirat hat das Recht, die Ijaza zu entziehen, wenn er – etwa durch Visitation nach § 126 NSchG – zu der Auffassung gelangt, dass die Lehrkraft von den angegebenen Kriterien dauerhaft oder in schwerwiegender Weise abgewichen ist, d.h. die Anerkennung der Anforderungen nach § 3 für sich nicht mehr als verbindlich ansieht. Für das Verfahren gilt § 5 Abs. 2 entsprechend. Der Entzug ist der Lehrkraft, der Landesschulbehörde und der Schule schriftlich mit Angabe des Zeitpunktes des Wirksamwerdens mitzuteilen. Die Ijaza erlischt weiterhin, wenn die Lehrkraft sie zurückgibt.

    § 7 Befristete Ijaza für die Zeit der Ausbildung Der Antrag ist auf dem dafür vorgehaltenen besonderen Formblatt1 spätestens vier Wochen vor Beginn einer Lehr- oder lehrbegleitenden Tätigkeit dem Beirat vorzulegen. Das Verfahren entspricht demjenigen zur Erteilung der unbefristeten Ijaza unter Fortfall des Gesprächs und der besonderen Form der Aushändigung. Der Antrag wird bei Vorliegen der Voraussetzungen nach § 3 binnen vier Wochen erteilt. Die befristete Ijaza erlischt mit dem bestandenen 2. Staatsexamen.

    § 8 Evaluation Mit der Ijaza wird für den Islam in Deutschland und dessen Bildungswesen Neuland betreten. Diese Ijaza-Ordnung wird deshalb nach Ablauf von fünf Jahren einer Evaluation und ggf. einer Anpassung unterzogen. Mitglieder des Beirates können bei grundsätzlichen Problemen eine Überprüfung dieser Ijaza-Ordnung verlangen.

    § 9 Inkrafttreten Diese Ijaza-Ordnung tritt in Kraft, sobald das niedersächsische Kultusministerium schriftlich mitteilt, dass diese Ordnung im Einklang mit rechtlichen Vorgaben steht. Sie wird außen-wirksam mit Veröffentlichung im Schulverwaltungsblatt.

    § 10 Salvatorische Klausel Sollte eine Bestimmung dieser Ordnung unwirksam sein, wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon nicht berührt. Die Mitglieder des Beirates verpflichten sich, anstelle einer unwirksamen Bestimmung eine dieser Bestimmung möglichst nahekommende wirk-same Regelung unverzüglich zu treffen.

    § 11 Kündigungsfrist Diese Ijaza-Ordnung hat eine Kündigungsfrist von sechs Monaten; die Ordnung wirkt so-lange nach, bis durch den Beirat eine neue Ijaza-Ordnung beschlossen ist.

    1 ( download unter http://www.Beirat-IRU-N.de )

    * * * * *
    Beschlossen: Hannover, den 19. Dezember 2011
    Avni Altiner (SCHURA Niedersachsen e. V.)
    Yilmaz Kilic (DITIB Niedersachsen-Bremen e. V.)

    Fassung vom 27.01.2012
    * * * * *

    Quelle:
    http://beirat-iru-n.de/app/download/5780358776/Ijaza-Ordnung+Niedersachsen+Fssg+27.01.12.pdf

    Anlagen
    1. Antrag auf unbefristete Erteilung der Ijaza
    2. Antrag auf befristete Erteilung der Ijaza
    3. Fragekatalog für das Gespräch nach § 4, Abs. 1
    :::
    Fragekatalog für das Gespräch nach § 4, Abs. 1

    Die hier aufgelisteten Punkte stellen einen Gesprächsleitfaden dar für das persönliche Gespräch nach § 4 (1) der Ijaza-Ordnung. Hiermit soll der Ijaza-Kommission die Möglichkeit gegeben werden, die Lehrkraft selbst, ihre Motivation und ihre religiöse Einstellung kennenzulernen bzw. ihre Religiosität festzustellen.

    Die Grundlagen der Religion definieren sich aus der Göttlichen Offenbarung im Qur‘an und der Lebensweise des Propheten Muhammed (s.a.s.)

    1. Standort derer, die den IRU erteilen.

    2. Der Islam wird aus dem Bekenntnis heraus wahrgenommen und gelehrt.

    Die Lehrkraft

    3. vertritt den Islam vorbildlich und glaubhaft,

    4. verinnerlicht die rechte islamische Lehre,

    5. hat eine angemessene Lebensführung, die nicht im Widerspruch zu den allgemeinen Lehren des Islam steht,

    6. erklärt ihre Motivation zum Beruf in Bezug auf den IRU,

    7. äußert sich zu ihrem schulischen Werdegang,

    8. erläutert ihr geleistetes Praktikum in einer Moschee,

    9. erläutert ihre Einbindung das religiöse Gemeindeleben,

    10. spricht über ihre Erfahrung und Kenntnisse der islamischen Lehre in deutscher Sprache und derer Bedeutung in der Integration,

    11. ggf. berichtet sie von ihrer Hajj bzw. Umra,

    12. stellt ihre Position zum Umfang der Geltung der Scharia für die muslimische Minderheitsgesellschaft in Deutschland klar,

    13. berichtet von ihren Erfahrungen im interreligiösen Dialog.

    14. Was macht dich als Muslim aus?

    14. Was macht dich als Muslim aus?

    Direkte Fragen

    15.

    16. Tragen Sie die Fatiha und zweie aus den letzten zehn Suren vor.

    17. Nennen Sie anerkannte Exegese- und Hadith-Werke.

    18. Nennen Sie einige Hadithe (1-3) in ihrer Bedeutung.

    19. Erläutern Sie den Nutzen des Gebetes.

    20. Erklären Sie den Zusammenhang zwischen Din und Ahlaq.

    21. Erklären Sie innerislamische Unterschiede.

    22. Trägt die Religion zu Harmonie und Einklang der Gesellschaft bei? Erläutern Sie
    — — —

    Die Beiratsmitglieder (Stand 19.12.2011)

    DITIB
    Herr Mehmet Soyhun , Vertretung: Frau Emine Oguz
    Herr Muhammed Aktas , Vertretung: Herr Tuncay Girgin

    SCHURA
    Frau Annett Abdel Rahman , Vertretung: Herr Muhittin Aykaç
    Herr Dr. Ali-Özgür Özdil , Vertretung: Herr Reza Öz

    Geschäftsführer (ohne Stimmrecht)
    Herr Dipl.-Geol. Firouz Vladi

    http://beirat-iru-n.de/der-beirat-1/die-beiratsmitglieder/

    :::
    :::

    Kernkurriculum
    Niedersächsisches
    Kultusministerium
    Kerncurriculum
    für den Schulversuch
    in der Grundschule
    Schuljahrgänge 1-4
    Islamischer
    Religionsunterricht

    An der Erarbeitung des Kerncurriculums für das Unterrichtsfach Islamische Religion in den Schuljahrgängen

    1 – 4, das nach zweijähriger Erprobungszeit evaluiert wird, waren die nachstehend genannten Personen beteiligt:

    Saja Alwa, Hannover
    Ömer Aslangeciner, Lehrte
    Tünay Aygün, Hannover
    Jörg Ballnus, Osnabrück
    Orhan Güner, Hannover
    Hassene Dallali, Hann. Münden
    Monia Medhioub, Göttingen
    Fachkundig beratend:
    Mohammed Ibrahim, Wolfsburg
    Mehmet Soyhun, Dortmund

    Herausgegeben vom Niedersächsischen Kultusministerium (2010)
    http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/kc-iru-2010.pdf

    :::

  14. Chronist Says:

    Aiman Mazyek: ”Reicht das, was die Verfassung an Grundwerten bietet, dafür aus?”

    [Dresden (APD)] … Nach den Worten des Generalsekretärs des Zentralrats der Muslime, Aiman A. Mazyek, leide die öffentliche Wahrnehmung des Islams darunter, dass das religiöse Leben der muslimischen Gemeinschaften in den Medien nicht repräsentiert sei. Stattdessen werde der Islam auf Problembereiche wie Gewalt und Zwangsheirat reduziert. “Wir müssen uns fragen”, erklärte Mazyek, “welchen Stellenwert Religion in unserer Gesellschaft hat und wie wir mit der multireligiösen Gesellschaft umgehen, die wir nun einmal haben. Reicht das, was die Verfassung an Grundwerten bietet, dafür aus?” Diese Fragen würden nach Mazyek auf dem Rücken der Muslime diskutiert, wobei der Islam lediglich als Projektionsfläche fungiere.

    “Bilder – Zerrbilder – Feindbilder”
    3. Juni 2011 von EANN

    http://www.eann.de/bilder-zerrbilder-feindbilder/8442/

    ”Reicht das, was die Verfassung an Grundwerten bietet, dafür aus?”

    ZMD 04.06.2011 – Evangelischer Kirchentag in Dresden beschäftigt sich mit dem Islam

    http://islam.de/18258

  15. Edward von Roy Says:


    Dem Islamwissenschaftler Muhammad Sven Kalisch aber soll diese grundsätzliche Freiheit, ginge es nach den Scharia-Verbänden, die sich im Koordinierungsrat der Muslime (KRM) zusammengefunden haben, jetzt beschnitten werden. …

    Das geht den orthodoxen Scharia-Verbänden zu weit. Und obwohl sie ansonsten allergrößten Wert auf die Unterschiede zwischen den Religionen legen, etwa den, dass der Islam keinen Klerus kennt, maßen sie sich eine solche Rolle nun an. Sie verlangen, die Lehrinhalte zu beeinflussen und die Besetzung von Professuren. Und offenbar haben sie vom künftigen islamischen Religionsunterricht nur eine Vorstellung: Er soll an nichts rütteln, was ihnen als unhinterfragbar gilt, erwarten also faktisch die Transformation der orthodoxen Koranschulen in das staatliche Schulsystem.

    Seit mehr als einem Jahr gibt es Hinweise, dass KRM-Funktionäre in Moscheegemeinden gegen Kalisch und das Lehrerstudium hetzen. Die auflagenstarke türkische Zeitung „Zaman“, Sprachrohr der umstrittenen Gülen-Bewegung (Über die Anhänger des islamischen Predigers Fethullah Gülen), fährt in ihrer Europa-Ausgabe (“Eurozaman“) seit Wochen ebenfalls eine Hetzkampagne gegen den Münsteraner Professor und ließ die Scharia-Verbände wissen, dass man eine Antwort von ihnen erwarte. Die kam dann mit dem Austritt und dem Boykottaufruf. Eine gefährliche Entwicklung, zumal der Wissenschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, Andreas Pinkwart, in mehreren Zeitungen verkündet hat, dass man vor der Besetzung einer zweiten Professur in Münster ein Votum der Verbände – also des KRM – für den Kandidaten einholen werde.

    Das ist ein starkes Stück vorauseilenden Gehorsams. Es hebelt nicht nur die Autonomie der Universität aus, sondern schafft Präjudizien: Es erhebt das politische Bündnis KRM in den Rang einer anerkannten Religionsgemeinschaft, ohne dies geprüft zu haben. …

    Niemand weiß jedoch, wen genau außer sich selbst der KRM vertritt. Mitglied sind neben der Ditib, einer vom türkischen Religionsministerium kontrollierten Organisation, der Islamrat, dessen stärkster Verein die antisäkulare und integrationsfeindliche Milli Görüs ist, sowie die Islamischen Kulturzentren, über deren Verfassungstreue kürzlich herbe Zweifel geäußert wurden, und der Zentralrat der Muslime, der in seiner Charta die Menschenrechte unter Scharia-Vorbehalt stellt. Ansonsten geriert sich der KRM nebulös als Vertreter „der Muslime“, mit Zahlen hält man sich zurück. Sich registrieren zu lassen sei Muslimen fremd, betonen die Funktionäre. Am ehesten erhält man vom Verfassungsschutz Auskunft über vermutete Mitgliederstärken einiger Mitgliedsverbände. Nach Schätzungen der Islamkonferenz vertritt der KRM höchstens fünfzehn Prozent der Muslime. Wieso wird dann ausgerechnet diesen Verbänden so viel religionspolitischer Einfluss zugestanden?

    Der KRM hat zum Boykott des Studiums aufgerufen. Und die Universität Münster? Man fürchte um die Lehramtsstudenten, sagt ein Sprecher. Wer werde sie noch einstellen, dürfte Professor Kalisch sie weiterhin unterrichten? Ganz naiv geantwortet: die Schulbehörden. Sie dürften mit den Lehrinhalten des Centrums für religiöse Studien keine Schwierigkeiten haben, mit der klandestinen Ideologie der Verbände schon. Hier rächt sich ein weiteres Mal, dass die Islamkonferenz sich zwar (relativ ergebnislos) um einen Wertekonsens bemüht hat, aber theologische Themen, ja die Bedeutung einer von Lobbyisten unabhängigen Theologie kaum berührt hat.

    Vielleicht wirkt der Skandal wie ein reinigendes Gewitter

    Der Orientalist Tilman Nagel, der gerade eine kritische Mohammed-Biographie vorgelegt hat, aber nicht die Thesen von Kalisch teilt, verteidigt ihn. Künftige Islamlehrer an deutschen Schulen müssten diese wissenschaftliche Diskussion kennen, zumal am Centrum für religiöse Studien in Münster der grundlegende Stoff, Koran und Hadith, nicht vernachlässigt werde. Nagel zieht Vergleiche zum Studium der evangelischen und katholischen Religionslehrer: Auch sie werden selbstverständlich vertraut gemacht mit der ganzen Bandbreite religiösen Denkens, kritische Fragen eingeschlossen. Wer das Islamlehrern verweigern will, provoziere eine zweitklassige Ausbildung. Der Rückzug der Scharia-Verbände aus dem Beirat sei ein fatales Zeichen intellektueller Trägheit und schade dem Islam, ist Nagel überzeugt.

    Mit anderen Wissenschaftlern hat er den von der Marburger Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann initiierten Solidaritätsaufruf für Kalisch unterzeichnet. Unterschrieben haben neben so renommierten Islamwissenschaftlern wie Nasr Abu-Zayd von der Humanistischen Universität Utrecht, Lloyd Rigeon (Universität Glasgow) und Karl-Heinz Ohlig (Saarbrücken) auch der Religionshistoriker Rainer Flasche (Marburg), die Soziologin Brigitte Hasenjürgen (Katholische Hochschule NRW) und Autoren sowie Vertreter der säkularen Muslime wie Ezhar Cezairli und Kalischs Lehrer, Imam Mehdi Razvi. Dazu kommen Studenten, Dissidenten, Juristen, Pfarrer, Politiker, Lehrer, Unternehmer. Den Unterzeichnern geht es um die Freiheit der Wissenschaft, um eine sachbezogene selbstkritische Reflexion, die eine Grundlage unserer europäischen Kultur ist. Und sie verteidigen „die fachlichen, didaktischen und methodischen Voraussetzungen für einen zukünftigen islamischen Religionsunterricht“, die Kalisch endlich geschaffen habe. Die Scharia-Verbände aber ließen mit ihrer Haltung die historische Chance verstreichen, mit einem Hoffnungsträger die Zukunft des Islam und der Gesellschaft in Deutschland mitzugestalten.

    aus: Regina Mönch: Wer droht, bekommt recht
    in: FAZ 29.09.2008

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/islamische-theologie-wer-droht-bekommt-recht-1699812.html


  16. Cees van der Duin Says:

    Ministerium für Schule und Weiterbildung
    des Landes Nordrhein-Westfalen

    Fächerspezifische Vorgaben
    Islamunterricht

    für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen,
    für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen
    und den entsprechenden Jahrgangsstufen
    der Gesamtschulen,
    für das Lehramt an Berufskollegs

    http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/religioesestudien/islam/_v/f__cherspezifische_vorgaben_islamunterricht.pdf

  17. Kalevala Says:



    Ein islamischer Schulbeirat unter Verdacht
    Von Herrmann Horstkotte
    Die Zeit 08.11.2012

    (…) Jetzt ist einer der acht Religionswächter, Burhan Kesici, wegen Zweifeln an seiner Verfassungstreue unter Beschuss geraten. Der Politikwissenschaftler ist zugleich Generalsekretär des Islamrates, einem von mehreren Zusammenschlüssen in der vielgestaltigen Verbandswelt der Muslime. Zwar hat die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) an ihm bis heute überhaupt nichts auszusetzen, wie ihre Sprecherin ZEIT ONLINE versichert. Nach Auffassung von Bundesbildungsministerin Annette Schavan aber bietet Kesici keine Gewähr dafür, dass er die verfassungsmäßigen Grundrechte, insbesondere „die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts nicht gefährdet“.

    Überprüft wurde er deshalb, weil der KRM den hochrangigen Multifunktionär auch für den „konfessionellen Beirat Islamische Theologie“ an der Universität Münster vorgeschlagen hatte. Als Hauptfinanzier des Münsteraner Islam-Zentums wollte das Bundesbildungsministerium Näheres über alle Beiratskandidaten wissen. Durch die Doppelmitgliedschaft im Uni-Beirat wie im Schul-Beirat hätte Kesici eine Schlüsselstellung bekommen, sowohl für Inhalt und Prüfungen im Lehramtsstudium wie für die Übernahme in den Schuldienst. Das hat Schavan durch ihr Nein zu Kesici im Oktober verhindert.

    (…) Die negative Einschätzung Kesicis geht laut einem Sprecher Schavans auf das Bundesinnenministerium zurück. Im Klartext: Der Staatsschutz hatte Bedenken. Kesici selbst bemerkt im Gespräch mit ZEIT ONLINE, dass Verfassungsschützer ihn der internationalen Gemeinschaft Milli Görüs zurechnen – und der Gemeinschaft werfen sie „schwerwiegende Demokratiedefizite“ vor. Kesici bekennt, für die Ideologie von Milli Görüs aufgeschlossen zu sein. Er sei aber wegen der fraglichen Kandidatur in Münster von keiner Behörde gehört worden, sagt er. Was auch nicht notwendig sei, bestätigt das Schavan-Ministerium trocken.

    Das NRW-Schulministerium hingegen hat seine Beiratsmitglieder nicht auf Verfassungstreue überprüft, sondern die Vorschläge des KRM einfach akzeptiert, wie die Ministeriumssprecherin einräumt.

    (…) Die Mehrheitsfraktionen von SPD und Grünen ersparen sich jeden Kommentar zur Formlosigkeit der Regierung gegenüber den Beiratsmitgliedern. Für die CDU-Landtagsopposition erklärt Klaus Kaiser vom Fraktionsvorstand: „Sollte ein Beiratsmitglied einer verfassungsfeindlichen Organisation auch nur nahestehen, ist das für uns untragbar. Es geht um die religiöse Erziehung von Kindern unter dem Schutz des Staates.“

    Zum Aufsichtsrecht des Staates als Hüter der Verfassung gehört mithin automatisch die Verpflichtung, Religion an seinen Schulen nur im Sinne des Grundgesetzes zuzulassen und zu gestalten. Ob dabei beispielsweise die Gedankenwelt von Milli Görus zur Geltung kommen darf, muss also eine schulpolitische Entscheidung sein. Im Namen der Religionsfreiheit kann sie nicht umgangen werden.

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-11/islamischer-religionsunterricht-deutschland/komplettansicht

    In zwei einzelnen Seiten

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-11/islamischer-religionsunterricht-deutschland

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-11/islamischer-religionsunterricht-deutschland/seite-2



    Göttliches Recht und Grundgesetz

    Zu Kommentar 6: Art. 79.3 des Grundgesetzes schließt ein „göttliches Recht“ (Gottesstaat) aus. Auf GG 79.3 beruft sich auch Bundesministerin Schavan im Hinblick auf die Mitgliedschaft in den theologischen Islambeiräten an Universitäten. Hermann Horstkotte

    (als Kommentar Nummer 7 am 09.11.2012 um 10:20 Uhr)



  18. Dwarslöper Says:

    weil immer wieder mal irgendjemand den Namen ohne „h“ geschrieben hat, siehe aber auch unten, Alpan ist eher falsch oder so, es heißt:

    Sami Alphan
    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Pressemitteilungen/Archiv/LP15/PM_2012/pm_21_02_2012.html

    sehr schön, man achtet auf korrekte Schreibweise
    Hanım Ezder … Tuba Işık-Yiğit …
    aber:
    Sami Alphan
    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/02/411063/nrw-islamischer-religionsunterricht-beginnt-im-kommenden-schuljahr/

    Sami Alphan

    http://medinenser.wordpress.com/derblogger/

    doch ausgerechnet bei IRU-Beirat fehlt das „h“

    Sami Alpan

    http://www.iru-beirat-nrw.de/alpan.htm

    http://www.iru-beirat-nrw.de/beirat.htm

  19. Dwarslöper Says:

    Für Bewerberinnen und Bewerber

    Lehrkräfte, die ein Vorstellungsgespräch mit dem Beirat haben, müssen zum Gespräch folgende Unterlagen ausgefüllt und unterschrieben mitbringen.

    1. Selbstverpflichtungserklärung

    2. Bescheinigung Gemeindeleben

    ::
    ::

    Selbstverpflichtung

    Ich, Herr/Frau ____________________________________
    _______________________,
    geboren am, _______________, wohnhaft in __________
    ________________________,

    verpflichte mich hiermit gemäß §2.2 und §2.3 der Ordnung für die Lehrerlaubnis zur Erteilung des Islamischen Religionsunterrichts an Schulen in NRW, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Grundsätzen des Islam glaubwürdig zu erteilen und in der persönlichen Lebensführung diese Grundsätze zu beachten. Ferner erkläre ich mich für eine konstruktive Zusammenarbeit mit einer/bzw. mehreren Moscheegemeinde/n meiner Wahl bereit.

    Ort, Datum, Unterschrift der Lehrerin/des Lehrers

    Ort, Datum, Unterschrift des Vorsitzenden des Beirats

    Ort, Datum, Unterschrift der stellvertretenden Vorsitzenden des Beirats

    http://www.iru-beirat-nrw.de/dokumente/Selbstverpflichtung.pdf

    ::
    ::

    Bescheinigung

    zur Vorlage beim Beirat für den Islamischen Religionsunterricht

    Herr / Frau _______________________________________
    ________________

    wohnhaft in: ______________________________________
    _______________

    bewirbt sich um eine Lehrerlaubnis für den Islamischen Religionsunterricht an Schulen in Nordrhein-Westfalen.

    Hiermit bestätigen wir, dass Herr / Frau __________
    ____________________
    am Gemeindeleben unserer Gemeinde teilnimmt.

    Bezeichnung der Moscheegemeinde:___________________
    ________________

    Adresse: __________________________________________
    _______________

    Telefonnummer: ____________________________________
    ______________

    http://www.iru-beirat-nrw.de/dokumente/Bescheinigung%20Moscheegemeinde.pdf

  20. Carcinòl Says:

    Lehrplan Islamischer Religionsunterricht für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen
    Islamischer Religionsunterricht

    (Entwurf Verbändebeteiligung: 16.04.2013)

    – Seite 15 –

    2.4 Die heiligen Schriften und der Koran als Wort Gottes

    Im Islam gilt der Koran als die endgültige Offenbarung Gottes, die die früheren göttlichen Offenbarungen bestätigt sowie die Authentizität der Botschaft Gottes akzentuiert. …

    2.5 Religion und Glaube im Leben der Menschen

    Der Islam legt großen Wert darauf, dass Leben und Glaube unverzichtbar miteinander verbunden sind und dass Religion sowohl in der Gemeinschaft als auch individuell zu bestimmten Zeiten, beispielsweise in der Familie, durch bestimmte Rituale zum Ausdruck gebracht wird.

    Kinder im Grundschulalter erschließen sich die religiös verankerte Lebenswirklichkeit im ‚Konkret-Anschaulichen’, aber sie entwickeln auch einen Sinn für das Unsichtbare und Unbegreifliche und haben ein Interesse an der sozialen, rituellen und ästhetischen Praxis der Religion in der Gesellschaft. …

    – Seite 16 –

    2.7 Vernetzung der Bereiche und Schwerpunkte

    In den sechs Bereichen und ihren jeweiligen Schwerpunkten sind die zentralenInhalte6 der islamischen Religion enthalten. … Die Bereiche und Schwerpunkte sind verbindlich, stellen aber keine Unterrichtsthemen oder -vorhaben dar.

    6 Gemeint sind die Glaubenslehre (Aqida), die Glaubenspraxis (Ibadat) und die Moral (Ahlaq) sowie der Koran und die Sunna.

    – Seite 18 – (Ausschnitt)

    3.1. Über Allah/Gott – Alles stammt von ihm und zu
    ihm kehrt alles zurück

    In diesem Bereich lernen die Schülerinnen und Schüler den wichtigsten Glaubensinhalt der Muslime kennen und setzen sich mit Möglichkeiten auseinander, den Glauben an den einzigen Gott in ihrer Lebenswirklichkeit umzusetzen. Schülerinnen und Schüler begegnen der Vorstellung, dass die Spuren Gottes überall in der Schöpfung zu finden sind. Allmählich lernen die Kinder, den Glaubensgrundsatz mit Inhalten aus dem Koran zu füllen.

    – Seite 19 – (Ausschnitt)

    Bereich: Über Allah/Gott – Alles stammt von ihm und alles kehrt zu ihm zurück
    Schwerpunkt: Das Glaubensbekenntnis

    Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4
    Die Schülerinnen und Schüler

    • erklären, was im Koran zum Leben nach dem Tod geschrieben steht

    – Seite 21 –

    3.2 Gemeinschaft aller Menschen als Geschöpfe Allahs/Gottes

    Kinder nehmen immer bewusster die Welt wahr und erkennen, dass sie als eigenständige Persönlichkeit ein Teil der Gemeinschaft von Menschen sind, in der Familie, in ihrem Umfeld, in der Welt als Schöpfung. Schülerinnen und Schüler finden Antworten auf ihre Fragen nach gelingender Gemeinschaft, insbesondere in Bezug auf Familie und Schule sowie hinsichtlich der islamischen Glaubensgemeinschaft und im Miteinander mit Menschen aus anderen Religionsgemeinschaften. Sie vergleichen das Bild der Frau und des Mannes im Islam mit anderen ihnen bekannten Rollenbildern.

    Bereich: Gemeinschaft aller Menschen als Geschöpfe Allahs/Gottes
    Schwerpunkt: Der Mensch als Geschöpf Gottes

    Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4
    Die Schülerinnen und Schüler

    • beschreiben die Verschiedenartigkeit der Menschen (z. B. Mann und Frau, Ethnien) als gottgewollt und erläutern sie als Bereicherung für das Zusammenleben

    • finden anhand von Texten aus Koran und Sunna Gottes grenzenlose Gnade und Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen heraus und bringen diese auf verschiedene Weise kreativ-gestalterisch zum Ausdruck (z. B. in Worten, Texten, Bildern, Liedern)

    – Seite 33 –

    Bereich: Leben in der Welt – Verantwortung wagen
    Schwerpunkt: Respektvolles Miteinander

    Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4
    Die Schülerinnen und Schüler …

    … stellen Bezüge zwischen Islamischen Prinzipien und dem Zusammenleben der Menschen her: Unantastbarkeit der Menschenwürde (als Teil der Daruriyyat)7, Goldene Regel, Barmherzigkeitsgebot (Rahma) und Verpflichtung zur Nachsicht (Rifq)

    7 Die Notwendigkeiten (Daruriyyat) sind die unerlässlichen Prinzipien, die für die menschliche Natur und Existenz des gemeinschaftlichen Lebens notwendig sind (z. B. Recht auf Leben, Würde, Glaube, Eigentum usw.). Diese sind zu schützen und unantastbar.

    http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/upload/LP__Entwurf_IRU__GS_Verbaendebeteiligung_2013-04-16.pdf

  21. Carcinòl Says:

    Lehrplan Islamischer Religionsunterricht für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen
    Islamischer Religionsunterricht
    (Entwurf Verbändebeteiligung: 16.04.2013)

    – Seite 2 –

    Impressum
    [wird zur Inkraftsetzung eingefügt]

    – Seite 3 –

    Vorwort
    Vorworttext der Ministerin
    [MSW zentral – ca. 1,5 Seiten]

    – Seite 4 –

    Runderlass
    Erlasstext
    [MSW zentral – ca. 1 Seite]

    – Seite 12 –

    1.3 Orientierung an Kompetenzen

    Der Lehrplan für das Fach Islamischer Religionsunterricht benennt im Kapitel 2 verbindliche Bereiche und Schwerpunkte und ordnet ihnen in Kapitel 3 Kompetenzerwartungen zu. Diese legen verbindlich fest, über welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler am Ende der Schuleingangsphase und am Ende der Klasse 4 im Islamischen Religionsunterricht verfügen sollen. Sie weisen damit die anzustrebenden fachlichen Zielsetzungen aus. Die Orientierung an allgemeine fachbezogene Kompetenzen entfaltet sich in verschiedenen Dimensionen bei der Erschließung der Islamischen Religion. Diese Orientierung bedeutet auch, dass der Blick auf die Lernergebnisse gelenkt, das Lernen auf die Bewältigung von Anforderungen ausgerichtet und als kumulativer Prozess organisiert wird. …

    – Seite 13 –

    2.1 Über Allah/Gott – Alles stammt von ihm und zu ihm kehrt alles zurück

    Bereits Kinder fragen nach dem Woher und Wohin des Lebens, nach Sinn und nach Gott. Der Religionsunterricht greift diese Fragen auf, ermöglicht Schülerinnen und Schüler ihren Fragehorizont zu erweitern, Wertvorstellungen zu reflektieren und sie für mögliche Antworten im Sinne islamischen Glaubens zu sensibilisieren. In diesem Bereich geht es um das Kernstück des islamischen Glaubens und Handelns: den Glauben an den einzigen Gott. Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Vorstellungen von Koran und Sunna auseinander, nach denen der Mensch einen göttlichen Ursprung hat, zu dem er nach seinem Tod wieder zurückgeführt wird.3

    Er soll sein Leben diesem Glauben entsprechend gestalten und sich der Verantwortung bewusst sein, die er vor Gott und den Geschöpfen hat. Immer wieder sucht er auf seinem Lebensweg die Verbindung zu Gott. Die mit der Suche nach Gott untrennbar verbundene Sinnsuche ist nach islamischer Überzeugung in jedem Menschen natürlich veranlagt und wird in der islamischen Tradition „fitra“ genannt.4 Dieser Bereich beleuchtet ebenfalls das grundlegende Prinzip Tawhid, das bedeutet, nicht nur theoretisch an Gott zu glauben, sondern auch nach diesem Glauben zu handeln. So, wie alle Menschen von Gott erschaffen wurden, sind sie – unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer ethnischen, religiösen und sozialen Zugehörigkeit – gleich und besitzen eine Würde. In diesem Kontext wird das wichtigste Bekenntnis aller Muslime, „la ilaha illallah“, in den Blick genommen. Es bildet das Kernstück des Glaubensbekenntnisses „aschhadu an la ilaha illallah wa aschhadu anna Muhammadan rasulullah“ („Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und ich bezeuge, dass Muhammad Gottes Gesandter ist.“).

    3 Koran: 2:156
    4 Koran: 30:30

    http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/upload/LP__Entwurf_IRU__GS_Verbaendebeteiligung_2013-04-16.pdf

  22. Machandelboom Says:

    Lehrplannavigator – Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule
    Aktuelles
    Juni 2013: Verbändebeteiligung Islamischer Religionsunterricht beendet

    NEU! Die Verbändebeteiligung gemäß § 77 Abs. 2 Ziffer 2 SchulG zum Lehrplan Islamischer Religionsunterricht für die Grundschule ist beendet. Der Entwurf wird derzeit auf der Basis der Rückmeldungen überarbeitet. Über die Endfassung sowie die Inkraftsetzung wird über dieses Angebot informiert.

    Entwurf der inzwischen abgeschlossenen Verbändebeteiligung:

    Lehrplan Islamischer Religionsunterricht (Verbändebeteiligungsentwurf) (PDF-Datei 172 KB)

    … © 2013 Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen – Letzte Änderung: 15.07.2013

    http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/lehrplannavigator-grundschule/

  23. Machandelboom Says:

    Die vierzig Stellungnahmen vom 14.09.2011

    https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_II/II.2/Landtagsdokumentation/Suche/Suchergebnisse_Ladok15.jsp?m=1&w=native%28%27%28DOKUMENTART+phrase+like+%27%27Stellungnahme%27%27%29+and+%28DP+phrase+like+%27%271501943%27%27%29%27%29&order=native%28%27DOKDATUM%281%29%2FAscend+%27%29&maxRows=50&view=kurz

    Christian Waldhoff

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-802.pdf?von=1&bis=0

    Peter Unruh

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-821.pdf?von=1&bis=0

    Heinrich de Wall

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-827.pdf?von=1&bis=0

    Christian Walter

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-831.pdf?von=1&bis=0

    Mouhanad Khorchide

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-848.pdf?von=1&bis=0

    Ansgar Hense

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-836.pdf?von=1&bis=0

    Martin Stock

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-856.pdf?von=1&bis=0

    Martin Morlok

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST15-866.pdf?von=1&bis=0

  24. Viviane Says:

    16. In § 132 a Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 wird die Angabe „Artikel 7“ durch die Angabe „Artikel 79“ ersetzt.

    https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_detail_text?anw_nr=6&vd_id=13553&ver=8&val=13553&sg=0&menu=0&vd_back=N

    __
    __

    Drucksache 16/1282
    07.11.2012

    Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Schule und Weiterbildung zu dem Gesetzentwurf der Landesregierung
    – Drucksache 16/815 –

    […]

    Gesetz zur Sicherung einesqualitativ hochwertigen und wohnungsnahen Grundschulangebots in Nordrhein-Westfalen (8. Schulrechtsänderungsgesetz)

    wird die Angabe „Artikel 7“ durch die Angabe „Artikel 79“ ersetzt

    [ Seite 8 ]

    https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?Id=MMD16/1282

    __
    __

    16. In § 132 a Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 wird die Angabe „Artikel 7“ durch die Angabe „Artikel 79“ ersetzt.

    […]

    Düsseldorf, den 13. November 2012

    https://www.phv-nw.de/system/files/pdf_rechtsgrundlagen/schulgesetz-historie_25-6-15.pdf

  25. Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz Says:

    1. In der Inhaltsübersicht wird nach § 132 eingefügt:

    „§ 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht“.

    2. Nach § 132 wird folgender § 132 a eingefügt:

    „§ 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht

    (1) Besteht auf Grund der Zahl der in Betracht kommenden Schülerinnen und Schüler Bedarf, islamischen Religionsunterricht im Sinne von § 31 einzuführen, aber noch keine entsprechende Religionsgemeinschaft im Sinne von Artikel 14 und 19 Landesverfassung und Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz, kann das Ministerium übergangsweise bei der Einführung und Durchführung mit einer Organisation oder mehreren Organisationen zusammenarbeiten, die Aufgaben wahrnehmen, die für die religiöse Identität ihrer Mitglieder oder Unterorganisationen wesentlich sind oder die von diesen für die Durchführung des Religionsunterrichts bestimmt worden sind. Die Organisationen müssen eigenständig, bei der Zusammenarbeit staatsunabhängig sein und die Gewähr dafür bieten,

    1. dem Land bei der Veranstaltung des Religionsunterrichts auf absehbare Zeit als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen,

    2. die in Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz umschriebenen Verfassungsprinzipien, die dem staatlichen Schutz anvertrauten Grundrechte der Schülerinnen und Schüler sowie die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts des Grundgesetzes zu achten.

    https://www.phv-nw.de/system/files/pdf_rechtsgrundlagen/schulgesetz-historie_25-6-15.pdf

  26. Jacques Auvergne Says:

    Turquie : une bande dessinée glorifie la mort en martyr auprès des enfants

    RT, 04.04.2016.

    Intitulée Que Dieu bénisse nos martyrs, que leurs tombes soient éclairées de lumière sainte, la bande dessinée présente des dialogues entre parents et enfants qui poussent le jeune lectorat vers la voie empruntée par les martyrs. Dans une vignette, un père dit à son fils : «Comme il est bon d’être un martyr.»

    Il justifie sa position auprès du jeune garçon en arguant que le martyr «accède directement au paradis». Dans une autre vignette de la bande dessinée, une fille fait part de son souhait de devenir martyr. «Si vous le désirez vraiment, Allah vous donnera cette occasion» répond alors la mère. […] «Un martyr aimerait revenir dans le monde réel et être martyr à dix reprises après le respect et le prestige reçus au paradis» peut-on lire. […]

    https://francais.rt.com/international/18512-autorites-turques-promotion-bande-dessinee-glorifiant-mort-martyr

    ::

    Turkish ‘Ministry of Religion’ promotes martyrdom to children in colorful comic strips

    […] A colorful cartoon titled “may god bless our martyrs, may their graves be full with holy light” features dialogues between parents and children that promotes an idea of religious martyrdom. In one box of the comics, a father says to his son: “How good it is to be a martyr…” He also adds that martyrdom gives a person an opportunity “to gain the right to go to heaven.”

    In another box from the comics, a girl can be seen saying “I wish I could be a martyr.” “If you desire enough, Allah will give you that opportunity,” the mother in the box replies to the girl.

    A statement near the last picture reads: “Our prophet says: a martyr feels the pain of dying as much as you feel pain when being pinched.”

    Another statement attributed to Prophet Mohammed says: “A martyr would love to go back to the real world and be martyr 10 times more after the honoring and prestige they receive in the heaven.”

    Psychologist and professor Dr. Serdar Değirmencioğlu harshly criticized the latest issue of the Diyanet’s “Child Magazine” featuring the controversial comics, but said that introducing children into the ideas of radical Islam has long been part of the Turkish government’s policy.

    “They want to use the drawings to transfer the message of martyrdom to children because they think it will be more attractive,” he said in an interview with the Turkish Evrensel newspaper adding that the idea of martyrdom promoted by the government describes it as a “painless death and a promise of heaven.” […]

    On Saturday Turkish President Recep Tayyip Erdoğan inaugurated a new multimillion Diyanet Center of America, calling it the Turkish-American Center of Culture and Civilization.

    A complex, which, according to the Turkish Daily Sabah newspaper, contains “one of the largest Turkish mosques” alongside conference halls, basketball courts, a restaurant, Turkish bath and a cultural research center, was built by funds from Turkish Presidency of Religious Affairs as well as some NGOs.

    During the opening ceremony, Erdoğan called the complex “a center of civilizations” and said that it would serve both American Muslims and people of other faiths, as well as promote Islam’s message of love and compassion.

    RT, 03.04.2016 [Ruptly (RT). Ivan Rodionov leitet in Berlin die international aktive TV-Nachrichtenagentur Ruptly, eine Tochterfirma des Moskauer Auslandssenders Russia Today.]

    https://www.rt.com/news/338278-turkey-diyanet-children-martyrdom/

    ::

    NRW-Innenministerium beendet Kooperation mit Ditib

    (RP, 05.09.2016.)

    […] In Regierungskreisen heißt es, damit stehe nun auch die Rolle von Ditib als Berater von NRW-Schulen auf der Kippe. Ditib ist über einen Beirat an der Erarbeitung von Vorlagen für den Islamunterricht beteiligt. […]

    Jäger beendete die Kooperation nach der Affäre um einen Comic der türkischen Religionsbehörde Diyanet, in dem der Märtyrertod verherrlicht wird. Danach habe „das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW den Landesverband Ditib NRW zu einer Stellungnahme hierzu aufgefordert“, so Jäger in seiner Erklärung. „In dieser Stellungnahme konnte keine für einen Träger des Präventionsprogramms ,Wegweiser‘ notwendige klare Neutralität bzw. ausreichende Distanz davon festgestellt werden“, sagte Jäger weiter. […]

    http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/nrw-innenminister-ralf-jaeger-beendet-kooperation-mit-der-ditib-aid-1.6236246

    ::

    Märtyrer-Comic: NRW beendet Kooperation mit Islamverband Ditib

    (SPIEGEL, 05.09.2016.)

    […] die Affäre um einen Comic, in dem der Märtyrertod verherrlicht wird. Der Comic sei von der türkischen Religionsbehörde Diyanet herausgegeben worden. […]

    In einer noch unveröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Peter Biesenbach, die der „Rheinischen Post“ vorliegt, erklärt Jäger, die Auflösung des Vertrags von beiden Vertragsparteien sei einvernehmlich vereinbart worden.

    Nun steht der Zeitung zufolge auch die Rolle von Ditib als Berater von NRW-Schulen auf der Kippe. Ditib ist über einen Beirat an der Erarbeitung von Vorlagen für den Islamunterricht beteiligt. […]

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nordrhein-westfalen-beendet-ditib-kooperation-wegen-maertyrer-comic-a-1110941.html

  27. Carcinòl Says:

    (DIE LINKE. NRW begrüßt das Ende der Kooperation zwischen dem Land NRW und dem Moscheeverband Ditib bei dem Programm ‚Wegweiser‘ in Köln. Als verlängerter Arm des sich immer weiter von demokratischen Prinzipien entfernenden türkischen Staates sei Ditib kein passender Partner für Präventionsarbeit. DIE LINKE fordert, diese Konsequenz nun auch bei der Zusammenarbeit im Schulbereich zu ziehen.)

    […] DIE LINKE fordert, jetzt auch die Zusammenarbeit mit Ditib als Berater von NRW-Schulen aufzukündigen. Ein verlängerter Arm des Autokraten Erdogans dürfe nicht beim Schulunterricht in Nordrhein-Westfalen mitsprechen. Ohnehin seien Schulen weltanschaulicher Neutralität verpflichtet. Statt religiöser Unterweisung sei hier die Kenntnis aller Religionen und Ethiken zu vermitteln. […]

    (Ditib-Kooperation auch bei Schulen beenden. Von Christian Leye. DIE LINKE. NRW am 05.09.2016.)

    http://www.dielinke-nrw.de/nc/politik/presse/detail_nachrichten/zurueck/nachrichten-1/artikel/ditib-kooperation-auch-bei-schulen-beenden/

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s