276. Allahs Übergangsvorschrift. Irgendwie Ansprechpartner

Zur geplanten Einführung des bekennenden Islamischen Religionsunterrichts

Von Gabi Schmidt und Edward von Roy am 20.12.2011

Am 14. Dezember 2011 wurde von den Mitgliedern des Schulausschusses eine Beschlussempfehlung und ein Bericht zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts mit Beirat erstellt (Drucksache 15/3545), das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (siehe auch § 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht) geht nun am 21. Dezember im Parlament in die zweite Lesung.

Wie der gemeinsamen Erklärung des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 22.02.2011 zu entnehmen ist, sind die im KRM vertretenen Islamverbände, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IR) und der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) der künftige staatliche Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen, der erklärt, wie islamkonforme Lebensführung in den verschiedenen Lebensbereichen auszusehen hat.

Nach Auffassung der Landesregierung sind die im Koordinierungsrat vertretenen Islamverbände wie Islamrat (IR) und Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) der geeignete staatliche Ansprechpartner im Sinne von GG Artikel 7 (3), also auch die von der Millî-Görüş-Ideologie bzw. vom Gedankengut der Muslimbruderschaft beeinflussten Organisationen IGMG bzw. IGD.

Auch in Bezug auf unser Bildungs- und Schulsystem soll der KRM also künftig und mit versetzungsrelevanten Folgen nicht lediglich definieren, was Islam ist, sondern sich dazu ermächtigen, sich mit landesrechtlicher Billigung zumindest in die Lebenskonzepte der muslimisch geprägten Bevölkerung einzumischen, ohne Rücksicht darauf, ob diese Menschen damit einverstanden sind. Die Konsequenzen dieser dem KRM zugestandenen Rolle für Säkulare und Atheisten bzw. für die so genannten Nichtmuslime sind bisher nicht einmal diskutiert worden.

Die Landesregierung unter Federführung von Ministerin Sylvia Löhrmann erhebt mit der so genannten gemeinsamen Erklärung (22. Februar) alle im Koordinierungsrat vertretenen Organisationen sowie die Mitglieder des Beirats in den Rang vertrauenswürdiger, staatlich beauftragter und kompetenter Religionsexperten mit absoluter Deutungsmacht über islamkonformes Verhalten. Für diese verantwortungsvolle integrationspolitische und erzieherische Aufgabe ist der KRM jedoch nachweislich weder auf Grund seiner Relevanz, noch aus verfassungsrechtlicher oder pädagogischer Sicht geeignet.

Der KRM hat sich als loser Zusammenschluss jenseitszentrierter und äußerst konservativer Islamverbände gegründet. Nach der Studie Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen ist er in NRW nur einem Bruchteil (10,5 %) der Bürger muslimischen Glaubens überhaupt bekannt, und selbst diejenigen, denen er als religiöser Verband ein Begriff ist, fühlen sich nur zu einem geringen Prozentsatz (22,7 %) von ihm vertreten.

In seiner Geschäftsordnung, auf eine Satzung konnte man sich wohl immer noch nicht einigen, bekennt sich der KRM zwar zur freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, stellt jedoch im gleichen Dokument klar, dass Koran und Sunna des Propheten Mohammed die Grundlagen des Koordinationsrates bilden und dieser Grundsatz auch durch eine Änderung dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben werden darf.

Die Landesregierung NRW arbeitet somit in allen islamrelevanten Angelegenheiten mit einer Gruppe selbst ernannter islamischer Ansprechpartner zusammen, die laut Geschäftsordnung stark durch eine Organisation geprägt ist, die de facto in einem Abhängigkeitsverhältnis zum türkischen Staat steht und dem frauenfeindlichen, grund- und menschenrechtswidrigen islamischen Recht, der Scharia, Vorrang vor jedem irdischen Recht einräumt.

Der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), die der türkischen staatsislamischen Behörde DIYANET untersteht, werden im KRM Sonderrechte eingeräumt, sie hat im Gegensatz zu den anderen Organisationen einen stimmberechtigten Vertreter mehr und ein Vetorecht bei allen Entscheidungen. Ihrer gegenmodernen, am derzeitigen proislamistischen Kurs der Türkei ausgerichteten Agenda zum Trotz gilt die DITIB in der deutschen Öffentlichkeit als gemäßigt und integrationsfreundlich. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Nähe zur Millî Görüş sowie zur türkischen Regierungspartei AKP gepflegt wird, jener Partei, der auch Spitzenpolitiker wie Abdullah Gül oder Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan angehören. Mehrfach forderte Erdoğan bei seinen Deutschlandbesuchen eine kulturelle Abschottung seiner ausgewanderten Landsleute, etwa im Köln des Jahres 2008 („Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“). Das viel beschworene Integrations-Wunder von Marxloh, eine Großmoschee der DITIB in Duisburg, ist gescheitert und hat sich als Beispiel für die zunehmend reaktionäre und fundamentalistische Ausrichtung der DIYANET / DITIB erwiesen, die vor Kontakten zu den Grauen Wölfen (Bozkurtlar bzw. Ülkücüler) nicht zurückschreckt.

Auch die anderen Dachorganisationen des KRM und deren angeschlossene Mitgliedsverbände sind aus verfassungsrechtlichem und pädagogischem Blickwinkel als Kooperationspartner inakzeptabel.

Die Weltanschauung der IGMG oder Millî Görüş (wörtlich Nationale Sicht) beispielsweise verbindet türkischen Nationalismus mit einem radikal interpretierten Islam, der streng an der Scharia festhält. Beides richtet sich gegen die kulturelle Moderne, die universellen Menschenrechte (AEMR) und das deutsche Grundgesetz (GG). Die IGMG gibt an, zur Durchsetzung ihrer politisch-ideologischen Zielvorstellungen auf Gewalt verzichten zu wollen, doch kann sie zum Lager des islamistischen Extremismus gerechnet werden, weil sie die Segregation zu den (Nichttürken und) Nichtmuslimen durch vielfältige, exkludierende Angebote verstärkt.

Korankurse, die von einem wortwörtlichen Textverständnis geprägt sind, gehören ebenso zur Angebotspalette der IGMG wie Hausaufgabenbetreuung, Ferienlager oder Sportaktivitäten. Die in eine kulturelle Apartheid sowie in eine Geschlechterapartheid hinein gesteuerten jungen Muslime sollen durch die jeden Lebensbereich umfassenden Aktivitäten an die Millî-Görüş-Bewegung gebunden werden und die politreligiöse Lehre der „Gerechten Ordnung“ (Adil Düzen; Feindbild sittlich unwürdiger Lebensordnung ist die „Nichtige Ordnung“ Batıl Düzen) verinnerlichen und ausbreiten. Die von Necmettin Erbakan bewusst als antiwestlich und antisäkular entworfene Ideologie der Gerechten Ordnung umschreibt letztlich den Begriff Islamische Ordnung (Nizam-ı İslâm) und zielt auf einstweilige Abschottung zu allem Nichtislamischen sowie auf die Einführung der Scharia als Grundlage für Staat und Gesellschaft. Fernziel ist der autoritäre Religionsstaat.

Diese angeblich um Gesetzestreue bemühte Vorgehensweise ist auch von der zweiten einflussreichen islamistischen Gruppierung bekannt, der global aktiven Muslimbruderschaft (MB). Die im ZMD und damit im KRM organisierte IGD (Islamische Gemeinschaft in Deutschland; Stichworte Islamisches Zentrum München, Ibrahim El-Zayat) gilt als der deutsche Zweig der Muslimbruderschaft. Organisatorisch arbeiten Millî Görüş und das Umfeld der Muslimbrüder problemlos zusammen, beide akzeptieren die Theologie der Gelehrten aus dem European Council for Fatwa and Research (ECFR, Scheich Yusuf al-Qaradawi).

IGMG und IGD arbeiten darauf hin, dass die deutschen Muslime eine persönliche Identität nur auf der Grundlage eines radikal religiösen (für die IGMG zusätzlich: eines türkisch-nationalistischen) Weltbilds aufbauen. Eine solche Identität jedoch wird die freiheitliche Werteordnung der Bundesrepublik Deutschland als sittlich minderwertig bezeichnen und wird nur die verfassungswidrige Rechts- und Lebensordnung der Scharia als Basis für ein gelingendes menschliches Leben anerkennen.

Damit tragen IGMG (im Islamrat) und IGD (im ZMD) zur Bildung von Parallelgesellschaften bei, verhindern erfolgreiche Integration und betreiben die Erosion des freiheitlich demokratischen Rechtsstaats. Mit der Propagierung der angeblich von Allah geschaffenen Scharia geht die Ablehnung aufklärungshumanistischer und universell-menschenrechtlicher Werte ebenso einher wie das Ironisieren der Freiheitsrechte, des grundgesetzlichen Prinzips der Volkssouveränität und der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Der Fortbestand der freiheitlich demokratischen Grundordnung ist durch eine Religionspädagogik gefährdet, die von Islamrat und ZMD, beide sind im KRM organisiert, maßgeblich mit gesteuert wird.

Da der Koordinierungsrat zur verfassungswidrigen, Lehre und Leben absolut bestimmenden Norm der Scharia nicht auf Distanz geht, kann Nordrhein-Westfalen ihn nicht als staatlichen Ansprechpartner zur Einführung eines bekennenden Islamischen Religionsunterrichts anerkennen. Künftig wird jede islamische Organisation, die dem Staat als Ansprechpartner dienen soll, auf dauerhaft zu erwartendes verfassungskonformes Handeln zu prüfen sein.

Deutschland ist ein säkularer Staat, in dem Religion und Politik voneinander getrennt sind. Der Staat bzw. die Landesregierung garantiert die weltanschauliche Neutralität seiner öffentlichen Einrichtungen, zu denen auch Bildungs- und Erziehungseinrichtungen gehören. Der bekennende Religionsunterricht wird von den Glaubensgemeinschaften nach deren Grundsätzen gestaltet. Das bedeutet jedoch nicht, dass Curriculum und Unterrichtspraxis von Verfassungsnorm, Wissenschaftlichkeit und Außenperspektive befreit sind oder das Überwältigungsverbot nicht berücksichtigen müssen. Auch in Nordrhein-Westfalen steht das gesamte Schulwesen unter staatlicher Aufsicht, die gewährleisten muss, dass die Schüler im Sinne der universellen Menschenrechte (AEMR 1948) und der freiheitlich demokratischen Grundordnung erzogen und gebildet werden.

Wenn die Landesregierung Radikalen oder Fundamentalisten in integrationsrelevanten Schlüsselpositionen wie Bildung, Kultur oder Sozialarbeit freie Hand lässt, werden sie dieses Einfallstor nutzen, um ihren Machtbereich zu festigen und dauerhaft zu sichern. Mit dem Koordinierungsrat begegnet uns ein Teil der weltweiten fundamentalistischen und frauenfeindlichen Bewegung namens politischer Islam. Diese Bewegung versucht, schariakonforme Gesetze und Verhaltensweisen nicht nur in Deutschland und Europa, sondern global durchzusetzen, eine Lebensordnung, die vor allem Frauen unterdrückt und die gegen persönliche Freiheit, Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie unantastbare Menschenwürde gerichtet ist. Schon viel zu lange verharmlost die Politik diese auch alle Nichtmuslime diskriminierende Lobby. Der Boykott des Integrationsgipfels durch die Islamverbände (Juli 2007) sowie der Boykott der Deutschen Islamkonferenz durch den ZMD (Mai 2010) sind weitere Beispiele dafür, wie reaktionäre religiöse Kräfte den freiheitlichen Rechtsstaat provozieren.

Regierung und Gesellschaft müssen alle Kinder und besonders alle Mädchen schützen, die durch die radikalislamische Lehre unter Druck gesetzt werden und manchmal ihr Leben riskieren, wenn sie einfachste Rechte ausüben wollen wie die Teilnahme an Schwimmunterricht oder Klassenfahrt, wenn sie gegen das Kopftuch sind oder einen Freund haben.

Die Zusammenarbeit der Landesregierung mit Schariabefürwortern und die Zusammenarbeit mit Islamisten in Bezug auf Deutschlands Unterrichtswesen und Schulen ist empörend und ein Zeichen von umgekehrtem Rassismus gegenüber Flüchtlingen und Immigranten aus so genannten islamischen Ländern. Die Landesregierung kann nicht einerseits verlangen, dass Kinder und Jugendliche unter den Einfluss von frauenfeindlichen und antimodernen Organisationen geraten und andererseits behaupten, sich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau und die freie Meinungsäußerung einzusetzen.

Wir verurteilen die Zusammenarbeit der Landesregierung mit islamischen Fundamentalisten aufs Schärfste. Befürworter der verfassungsfeindlichen Scharia mit Bildung und Erziehung von jungen Menschen zu betrauen, ist ein katastrophal falsches Signal, das korrigiert werden muss.

Gabi Schmidt und Edward von Roy

Q u e l l e n

KRM

Der „Koordinierungsrat der Muslime“ hatte zunächst den Erklärungen der Arbeitsgruppen zugestimmt. Inzwischen hat er allerdings seine Zustimmung zu einigen Punkten wieder zurückgezogen: zum Beispiel die Passage zum Thema Wertekonsens, die besagt, dass die hier lebenden Muslime sich auf die demokratisch-freiheitliche Ordnung verpflichten müssen. Zurückgezogen wurde auch die Zustimmung zur Passage, die den Islamismus als Gefahr bezeichnet.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/interview-mit-kristina-koehler-sie-taeuschen-uns-in-der-maske-der-medienprofis-1433475.html

Die vier Verbände DITIB, VIKZ, ZMD und IR haben sich im April 2007 zum Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) zusammengeschlossen, den nur 10,5 Prozent der muslimischen Befragten in Nordrhein-Westfalen kennen (Tabelle 4-3).

Im bundesweiten Vergleich fühlen sich die nordrhein-westfälischen Muslime tendenziell häufiger von dem ZMD (11,3 Prozent), dem IR (15,7 Prozent), DITIB (39 Prozent) sowie dem KRM (22,7 Prozent) vertreten. Ausnahme stellen der VIKZ und die AABF dar, von denen sich bundesweit etwa gleich viele Muslime, die den Verband kennen, vertreten fühlen (32,2 bzw. 15,0 Prozent).

aus: Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen

http://www.mais.nrw.de/08_PDF/003_Integration/110115_studie_muslimisches_leben_nrw.pdf

Zweifel bestehen zum einen an der Legitimation des Gremiums. So erklärt Integrationsministerin Maria Böhmer (CDU) gegenüber der WELT: „Der Koordinierungsrat vertritt nur eine sehr geringe Anzahl der Muslime in Deutschland, etwa zehn bis 15 Prozent.“ Es sei daher fraglich, ob er für sich in Anspruch nehmen kann, für die Mehrzahl oder gar für alle Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland zu sprechen. „Dass einer der vier Verbände ein Vetorecht hat, wirft zudem Fragen nach demokratischen Strukturen auf.“ Böhmer kritisierte auch die Bemerkungen des derzeitigen KRM-Sprechers Ayyub Axel Köhler, der sich in einem Interview mit der „Zeit“ für Kopftuch und getrennten Schwimmunterricht ausgesprochen hatte. Aus: WELT 21.04.2007

http://www.welt.de/welt_print/article824825/Fundamentalisten_haben_die_Mehrheit_im_Rat.html

Dem Dachverband DITIB wird ein Vetorecht für alle Entscheidungen zugebilligt.

http://koordinationsrat.de/files/krm/krm_go.pdf

ZMD

Ayyub Axel Köhler: „Die Glaubensgrundsätze (des Islam) und das islamische Recht (Scharia) zeigen den quasi-totalen Anspruch der Religion auf Mensch und Gesellschaft“ (S. 28). Auf S. 33 heißt es ferner: „Das islamische Gesellschaftssystem wird damit aber keineswegs zu einer Demokratie. Diese Staatsform ist dem Islam fremd.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Ayyub_Axel_K%C3%B6hler

Zu IGD und Ibrahim El-Zayat:

Er ist der Präsident der „Islamischen Gemeinschaft in Deutschland“, der IGD. Laut des nordrhein-westfälischen Innenministeriums reichen die Verbindungen der Organisation in den Bereich von islamisch-extremistischen Gruppierungen sowie zu einer islamischen Hilfsorganisation, die im Verdacht steht, heimlich den islamistischen Terrorismus zu unterstützen. Die IGD soll die mitgliedsstärkste Organisation von Anhängern der Muslimbruderschaft in Deutschland sein, die Muslimbruderschaft ist die Mutterorganisation der palästinensischen Hamas. (…)

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/interview-mit-kristina-koehler-sie-taeuschen-uns-in-der-maske-der-medienprofis-1433475.html

Unter den Gästen, die ein jedes Mitglied des Plenums der deutschen Islamkonferenz mitbringen darf, befand sich auch der Chef der „Islamischen Gemeinschaft“, Ibrahim el-Zayat. Sein Verein gehört zum Dachverband „Zentralrat der Muslime“ und ist eine der ältesten islamistischen Organisationen hierzulande, längst europäisch vernetzt und für Verfassungsschützer der deutsche Zweig der ägyptischen Muslimbruderschaft. … 2002 tauchte el-Zayats Name in einem BKA-Dossier auf, weil er verdächtigt wurde, mit Geldwäsche in Millionenhöhe extremistische Organisationen zu unterstützen. Ein Führer der ägyptischen Muslimbruderschaft, die den Gottesstaat anstrebt, für blutige Massaker und Terroranschläge verantwortlich zeichnet und stramm antisemitisch, antizionistisch und antiamerikanisch ist, bezeichnete ihn unlängst als den „Chef der Muslimbrüder in Deutschland“. Wer das allzu deutlich ausspricht oder schreibt, muss mit Gegendarstellungen rechnen – so geschehen kürzlich in der „Welt“.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/islamkonferenz-trojanisches-pferd-1434076.html

Der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime sagt, die Scharia sei nicht per se antidemokratisch. Terroristen bekämpfe man am besten mit dem Islam.

Aiman Mazyek: In unserem aktuellen Diskurs machen wir aber ständig den Fehler, Radikalisierungstendenzen dem Islam zuzuschreiben, ohne die eigentlichen Ursachen zu bekämpfen und zu erkennen, dass ich muslimische Extremisten am besten mit dem Islam selber bekämpfe, indem ich ihnen deutlich mache, dass sie den Islam nur pervertieren, anstatt ihn, wie die große friedliche Mehrheit, zu praktizieren. (…)

Ein großer Teil der Scharia besteht aus veränderlichen Richtlinien, die die Gelehrten im Laufe der Zeit durch theologische Gutachten abgeleitet haben, welche demnach disponibel sind. … Sie ist, ich wiederhole es noch einmal, vor allem ein Kanon unverrückbarer Glaubensfragen. Der Rest muss immer wieder neu interpretiert werden.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article12692090/Scharia-und-Demokratie-sind-vereinbar.html

Islamrat

Die Bundestagsabgeordnete und Islambeauftragte der SPD, Lale Akgün, unterstützt die Forderung Bosbachs: „Herr Schäuble sollte sich gegen diese Leute als Dialogpartner entscheiden.“ Der Innenminister müsse sich überlegen, ob er mit Organisationen rede, oder ob er sie vom Verfassungsschutz beobachten lasse. Das Prinzip „Wandel durch Annäherung“ werde es bei diesen Leuten nicht geben, so Akgün. „Die reden mit gespaltener Zunge.“

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,508870,00.html

Islamrat wegen Bindung an Milli Görüş ausgeschlossen

Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IRD) ist seit 2010 vorerst von der Islamkonferenz ausgeschlossen. Grund sind laufende Ermittlungsverfahren gegen führende Mitglieder der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG), der größten Mitgliedsorganisation des IRD. Milli Görüş wird vom Verfassungsschutz des Bundes und mehrerer Länder als „extremistisch“ eingestuft.

http://www.swr.de/islam/muslime-in-deutschland/muslimische-dachorganisationen/-/id=7039406/nid=7039406/did=1604728/1f6l9y7/index.html

DITIB / DIYANET

Der Botschaftsrat und Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB), Sadi Arslan, hat im Gespräch mit der HÜRRIYET einen Euro-Islam abgelehnt. „Die Quellen des Islams sind der Koran und die Sunna des Propheten“, sagte Arslan.

http://www.migazin.de/2010/02/02/turkische-presse-europa-31-01-und-01-02-2010-assimilation-moscheekontrollen-euro-islam-imamausbildung/

Auf der Webseite des Religionsdirektorats war ein Benimm-Leitfaden erschienen, der für Frauen Ratschläge bereithielt, die sie genauso gut bei den Taliban bekommen könnten.

Außerhalb ihres Hauses, so heißt es da, sollten Frauen kein Parfüm, Deodorant oder sonstige wohlriechende Mittel benutzen, weil der Prophet Mohammed solches Verhalten als „unmoralisch“ bezeichnet habe.

Der Diyanet-Ratgeber zu Islam und Gesellschaft bot unter dem Titel „Sexuelles Leben“ weitere keusche Verhaltensregeln an: Frauen sollten sich sorgfältig verhüllen, „um ihren Körper nicht Fremden zu zeigen“. Wer bislang meinte, Ehebruch sei Sex mit einem anderen als dem Ehepartner, der wurde eines Besseren belehrt: Ehebruch sei bereits ein unziemliches Wort, ein Blick, es gebe den „Ehebruch der Zunge, des Mundes, der Hand, des Fußes und des Auges.“

Frauen sollten daher außerhalb ihrer vier Wände jeglichen Kontakt mit fremden Männern vermeiden, und sich schon gar nicht in geschlossenen Räumen mit ihnen aufhalten – was Millionen türkische Frauen jeden Tag tun, wenn sie arbeiten gehen.

Wenn eine Frau und ein Mann in einem Raum allein sind, so heißt es im Text, dann ist der Dritte im Raum der Teufel. Auch reisen sollten Frauen nie alleine, denn das könnte zu Versuchungen und vor allem zu Geschwätz der Nachbarn führen.

Und das sei ein Problem, denn „Keuschheit und Ehre sind untrennbar“ und es gebe „kein Mittel gegen befleckte Ehre.“ Ein besonders folgenschwerer Satz – „befleckte Ehre“, oder was muslimische Männer zuweilen dafür halten, ist der Grund für jeden Ehrenmord.

Aus: Boris Kalnoky: Religionsamt warnt Frauen vor Parfüm und Deo, WELT-online 28.05.2008

http://www.welt.de/politik/article2042899/Religionsamt_warnt_Frauen_vor_Parfuem_und_Deo.html

Integrationsstaatssekretärin Zülfiye Kaykin soll schwarze Kassen geführt und türkischen Rechtsradikalen nahegestanden haben.

Till-R. Stoldt: Dahinter steckt ein Machtkampf, der seit Jahren bei Ditib geführt wird: zwischen Reformislamisten, die der türkischen Regierungspartei AKP zuneigen, und Ultranationalisten, die zur türkisch-rechtsnationalistischen MHP tendieren. Irgendwo dazwischen ringen auch Linksnationalisten und Moderate darum, zwischen den Lagern nicht zerrieben zu werden. (…) Zumindest eins stimmt: In der Mehrzahl aller Integrationsräte und Ausländerbeiräte sitzen Politiker aus dem Umfeld der Grauen Wölfe und islamistischer Gruppen. In Kaykins Heimatstadt Duisburg, wo gleich fünf Idealistenvereine existieren, sind es nur noch mehr als anderswo. Und für die Ditib wie für die gesamte Türkeistämmigen-Gemeinde gilt, dass sie Trends aus der Türkei widerspiegeln. Dort votierten bei der letzten Wahl aber 75 Prozent für nationalistische oder islamistische Parteien. Auch die Grauen Wölfe sind dort eine anerkannte politische Kraft.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13702777/Geruechte-um-schwarze-Kassen-in-Ditib-Moschee.html

In der DITIB Merkez-Moschee-Gemeinde deutet sich ein Konflikt zwischen Konservativen und Liberalen an.

Die Marxloher DITIB Merkez-Moschee-Gemeinde steht vor massiven Veränderungen im Vorstand.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/streit-in-der-marxloher-moschee-gemeinde-id2122489.html

Zweifel am „Wunder von Marxloh“

Was der ehemalige Pressesprecher Mustafa Kücük kritisiert, bestätigt jetzt auch die Duisburger Polizei. „Die Leute sind nicht mehr so offen wie sie vorher waren. Man merkt, es werden Dinge, die intern bekannt sind, zurückgehalten“, sagt Jürgen Kiskemper. Er war einer der ersten Islambeauftragten der nordrhein-westfälischen Polizei. (…) Ein Beispiel für die Abschottung ist für Jürgen Kiskemper der Besuch des türkischen Staatsministers Faruk Celik Ende Februar in der Moschee: „Die türkischen Medien waren vor Ort, die deutschen Medien nicht eingeladen und nicht informiert. Da sind Dinge anders geworden.“ Hinter verschlossenen Türen wurde über die Abschaffung von Visumspflicht und Deutschtest für die Türken geredet. Da wäre Kiskemper auch gerne dabei gewesen. (Stephanie Hajdamowicz 07.04.2010)

http://www1.wdr.de/themen/kultur/religion/islam/moschee118.html

Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

http://www.sueddeutsche.de/politik/erdogan-rede-in-koeln-im-wortlaut-assimilation-ist-ein-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-1.293718-2

Lale Akgün über Erdoğan: „Seine Vorstellung von Integration ist offensichtlich, dass die Menschen zwar Deutsch lernen und weiterkommen sollen, aber sie sollen wohl als Gruppe für sich bleiben.“

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12115

Auch FDP-Generalsekretär Christian Lindner kritisierte Erdogan. Es sei „merkwürdig“, wenn Erdogan den Eindruck erwecke, dass es sich bei den aus der Türkei Zugewanderten um eine „nationale Minderheit“ handele. „Tatsächlich geht es um Menschen, die wir in unser Land integrieren wollen.“ Die Rede des Regierungschefs habe daher einen „verstörenden Charakter“.

Auch Lindner betonte, es müsse darum gehen, dass deutsche Staatsbürger mit türkischen Wurzeln die Bundesrepublik als ihre Heimat begriffen und die Türkei als das Land ihrer Herkunft. Es sei „nicht akzeptabel“, dass Erdogan dies relativiere. (…)

„Es ist ein beispielloser Vorgang, dass ein ausländischer Regierungschef in regelmäßigen Abständen seine bei uns lebenden Landsleute aufwiegelt“, sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt.

Erdogans Aussage, die Türkei sei die Schutzmacht für alle Türken, auch in Deutschland und Libyen, sei „eine nicht hinnehmbare Entgleisung. Wir lassen uns von Herrn Erdogan nicht mit Libyen vergleichen.“

http://www.tagesschau.de/inland/erdogan166.html

VIKZ

Das Landesjugendamt Münster dagegen hat am Mittwoch bereits ein illegales Internat desselben Verbandes in Waltrop ausgehoben. Dem Einwohnermeldeamt war aufgefallen, dass 30 junge türkische Frauen ihren Wohnsitz in der Moschee Am Schwarzbach angegeben hatten. Das Gebäude in einem Gewerbegebiet ist jedoch baurechtlich nicht zugelassen als Wohnraum. Wie sich bei dem unangekündigten Besuch herausstellte, haben sechs muslimische Theologinnen aus der VIKZ-Zentrale in Köln die 30 Frauen internatsmäßig unterrichtet, darunter elf Minderjährige.

http://www.derwesten.de/region/rhein_ruhr/islamverein-mit-zwei-gesichtern-id1785999.html

Ein leer stehender Gebäudeteil soll, so der Bauantrag, der den Mitgliedern der BV Mitte vorlag, „zu einem Ess- und Aufenthaltsraum für Jungen mit angeschlossener Küche und Abstellraum umgenutzt werden”. Essraum und Küche im oberen Geschoss sollen dann „von Mädchen zusätzlich als Hausaufgaben- und Aufenthaltsraum genutzt” werden.

„Dieser Bauantrag fördert die Geschlechtertrennung, und dem können wir so nicht zustimmen”, sorgte sich Lothar Tacke von der SPD. Auch Mustafa Arslan, Vorsitzender der Grünen in der BV Mitte, unterstrich, dass das Vorhaben nicht zustimmungsfähig sei.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/so-wollen-wir-das-nicht-id312808.html

Auf einem anderen Blatt steht dagegen die Wochenendbetreuung. „Schlafräume sind in Deutschland untypisch“, prangerten die Walsumer an.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nord/geplantes-islamisches-zentrum-in-walsum-bleibt-umstritten-id3444463.html

Und nicht zuletzt die beiden Schülerwohnheime, die der VIKZ allein in Hessen ohne Genehmigung betrieb – und die das Jugendamt dichtmachte. „Das sind keine Einzelfälle“, sagt der Mann vom Landesjugendamt. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der VIKZ ein Versprechen gibt, und dann doch macht, was er will.“ (…)

Diese Erklärung will man auch im Landesjugendamt Rheinland, das für Duisburg zuständig ist, nicht mehr hören. „Wir zweifeln die Zuverlässigkeit des VIKZ an“, sagt der zuständige Dezernent. Zwei Genehmigungsanträge des VIKZ für neue Wohnheime in Köln und Bergisch-Gladbach hat er abgelehnt. Der Verband geht in Widerspruch.

Aus: Das große Misstrauen, taz 10.06.2008

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&dig=2008%2F06%2F10%2Fa0101&cHash=6d60ae55b2

In dem Wohnheim wurden im November 2003 Schüler geschlagen. Es kam zu einem Prozess, bei dem die Kinder aber nicht aussagen konnten, weil sie längst das Land verlassen hatten. Das Verfahren wurde eingestellt und der Hodscha musste lediglich 1000 Euro Strafe zahlen und sich bei den Eltern entschuldigen.

Aber auch ohne die nötige staatliche Erlaubnis unterrichtet der Verein und bringt Schüler in Wohnheimen unter, wie die Frankfurter Sozialbehörde im Mai 2005 entdeckte. In der Moschee fanden sich internatsähnliche Schlafräume für Schüler. Offiziell bestritt der Verein die Existenz des Wohnheims. Auch in Bremen beobachten Lehrer, dass Schüler nach Schulschluss nicht nach Hause gingen, sondern zum Koranunterricht in die Moschee und dort offensichtlich auch übernachteten. Diese Schüler legten eine gewisse Überheblichkeit gegenüber ihren Mitschülern an den Tag. Zum Beispiel beschimpften sie Mädchen, die in Discos gingen, als Schlampen.

http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/81698/index.html

Beten und Lernen. Studie. Von Ursula Boos-Nünning.

http://www.vikz.de/index.php/pressemitteilungen/items/besserer-start-ins-leben-dank-wohnheimbesuch.html?file=tl_files/vikz/Pressemittelungen-VIKZ/Studie3A%20Beten%20und%20Lernen.pdf

Süleyman Hilmi Tunahan Efendi (…) Die Schüler Süleyman Efendis gehören, wie auch der überwiegende Teil der Weltmuslime, zu der theologischen Richtung des Imam Ebu Mansur Maturidi (Ehl-i Sünnet ve-l cemaaat) und der hanefitischen Rechtschule an. Diese beiden Schulen sind fern vom Extremismus und Fanatismus und verfolgen eine gemäßigte Linie.

http://www.vikz.de/info/vikz.html

Eine Eigenheit der Maturidischen Ansicht ist die Meinung zu „Marifetullah“ (Kenntnis über Gottes Existenz).

Für die Maturidi ist jemand gezwungen Allah zu kennen, auch wenn der Islam ihm nicht erzählt wurde. Denn der Verstand ist laut Maturidi fähig Allah zu erkennen. Für die Aschariten ist jemand, der vom Islam nichts gehört hat für nichts verantwortlich.

Maturidisch/Hanefitische Gelehrte dazu:

„Unserer Ansicht nach ist Unwissenheit kein Entschuldigungsgrund. Verstand befördert jeden zum Wissen.“

– Ahmed Ziyauddin in „Aqida der Ahlus Sunnah“

„Auf der ganzen Welt ist heute Unwissenheit kein Entschuldigungsgrund; sei es im Kennen und Wissen von Iman und Kufr, oder sei es in der richtigen Ausführung der Gottesdienstlichen Handlungen. Wer die Religion nicht kennt und deshalb verirrt wird sich aus der Hölle nicht erretten können. Allah hat von Seiner Religion auf der ganzen Welt hören lassen; es ist sehr leicht, halal, haram, iman und die Pflichten zu erlernen. Es ist Pflicht diese Dinge zu lernen, soviel wie davon notwendig ist.“

– Hilmi Isik in „Saadet-i Abadiya“

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Abu_Mansur_al-Maturidi&stable=0&shownotice=1&fromsection=Marifetullah

Scharia

Die Sari‘a enthält Vorschriften für das Verhalten des einzelnen in allen Dingen des Lebens; unterteilt in Sittlichkeit, Moral, Erlaubtes und Verbotenes. Aus dem Glauben an das Jenseits und an die Strafe und Belohnung für die Taten im irdischen Leben ergeben sich diese Pflichten und ihre Erfüllung. … Für die Muslime haben laut Qur’an diese Gesetzesvorschriften Gültigkeit bis zum Jüngsten Tag und für die gesamte Menschheit. Diese Sari‘a ist das Gesetz unseres Erhabenen Schöpfers. … Um dem Menschen zu helfen, die richtigen Mittel in der richtigen Art und Weise anzuwenden, liefert ihm die Sari‘a göttliche Richtlinien. Die Lebensordnung, welche Ziel des Islam ist, besteht aus Rechten und Pflichten.

Aus: Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul: Lexikon der Sīra

http://www.way-to-allah.com/dokument/Lexikon_der_Sira.pdf

So habe ein Imam über die Teilnahme eines Mädchens an der Klassenfahrt entschieden. Da genügte es nicht, dass das Mädchen im Zimmer der Lehrerin schlafen und nachts das Kopftuch tragen musste. Der „Friedensrichter“ hatte die Familie auch angehalten, den Kopf des Kindes zu scheren, weil beim Toben draußen das Tuch hätte verrutschen und Haar gezeigt werden können. (Von Claudia Krause)

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12190523/60709/Die-Frauenrechtlerin-Serap-%C3%87ileli-fordert-Reformierung-des-Islam.html

OIC

Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (1990)

Artikel 2 c) Solange Gott dem Menschen das Leben gewährt, muss es nach der Scharia geschützt werden.

Artikel 7 definiert Rechte zwischen Kindern und ihren Eltern. Eltern steht das Recht auf die Wahl der Erziehung ihrer Kinder nur in dem Umfang zu, wie diese mit den „ethischen Werten und Grundsätzen der Scharia übereinstimmt“.

Artikel 22 garantiert das Recht auf freie Meinungsäußerung, solange diese nicht die Grundsätze der Scharia verletzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam

ECFR

Mustafa Cerić ist Großmufti von Bosnien und Herzegowina und Scheich im vom Cheftheologen der Muslimbruderschaft, Yusuf al-Qaradawi geführten Gelehrtenverband European Council for Fatwa and Research (ECFR). Großmufti Cerić:

„Die islamische Verpflichtung auf die Scharia [ist] immerwährend, nicht verhandelbar und unbefristet“. Die Scharia [ist] die Basis, von der aus „alle Muslime in allen Generationen das Recht und die Pflicht haben, über gut und böse, richtig und falsch zu urteilen, im Kontext von Zeit und Raum und in Übereinstimmung mit den eigenen Erfahrungen.“

Dieser Aufsatz aus dem Dezemberheft der Zeitschrift „European View“ hat die CDU-Extremismusexpertin Kristina Köhler alarmiert. Von WELT ONLINE angesprochen, sagte Köhler, Ceric‘ Forderungen liefen darauf hinaus, „dass alle Muslime in Europa unter einem gemeinsamen politischen und geistigen Führer und unter der Herrschaft der Scharia leben – und der Staat soll diese Parallelwelt auch noch per Vertrag garantieren“. In der Konsequenz führe das „zu einem europäischen Kalifat“, sagte Köhler.

DIE WELT 12.05.2008

http://www.welt.de/politik/article1987988/Aufsatz_in_CDU_naher_Zeitschrift_fordert_Scharia.html#vote_1987996

19 Antworten to “276. Allahs Übergangsvorschrift. Irgendwie Ansprechpartner”

  1. Jacques Auvergne Says:

    Der heutige 21. Dezember ist ein schwarzer Tag für die universellen Menschenrechte, die wissenschaftlich und individualistisch verstandene Idee Schule und für die deutschen muslimischen Säkularen.

    Nordrhein-Westfalens Landesregierung hat die vom Fachausschuss erstellte Beschlussempfehlung zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts mit Beirat (Drucksache 15/3545) begrüßt und das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (siehe auch § 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht) in zweiter Lesung angenommen. Das am 22.02.2011 zwischen Sylvia Löhrmann und dem Koordinierungsrat (KRM) „vereinbarte“ Modell eines Beirats findet also mehrheitlich Zustimmung.

    Damit sind Deutschlands bzw. Europas Aktivisten oder Sympathisanten von Muslimbruderschaft und Millî Görüş staatlicherseits zu Mitarbeitern an Bildungslandschaft und Schulsystem ernannt worden.

    In Düsseldorf stimmten SPD, GRÜNE und CDU am heutigen Nachmittag geschlossen für die Gesetzesänderung. Die FDP machte verschwommene Verfassungsbedenken geltend und enthielt sich der Stimme, die atheistischen LINKEN, die nicht vor der gelehrten Wortwörtlichkeit von Koran und Hadith, sondern vor potentieller türkischer Einflussnahme warnten und vor den rechtsradikalen Grauen Wölfen, stimmten gegen den Entwurf. Das Wort Scharia jedoch wagte selbst unter diesen liberalen oder sozialistischen Parlamentariern niemand auszusprechen.

    Schulministerin Löhrmann pries ihr Beiratsmodell nebst Übergangsvorschrift § 132a vor 14 Tagen insofern am richtigen Ort, in der Bilal-Moschee (IZ Aachen), die zum deutschen Umfeld der globalen Muslimbrüder gerechnet werden kann.



    Islamunterricht: «Dieses Modell ist eine Brücke, keine Krücke»

    Von Margot Gasper
    08.12.2011

    Viele wollten von Sylvia Löhrmann aus erster Hand erfahren, wie der geplante Islam-Unterricht in Nordrhein-Westfalen aussehen soll. Die Ministerin folgte einer Einladung des Islamischen Zentrums und der Aachener Grünen. …

    Für die Gastgeber in der Bilal-Moschee ist der neue islamische Religionsunterricht nichts weniger als ein historischer Schritt. «Dafür haben wir fast 20 Jahre lang gearbeitet», erklärte Safar Al-Halabi, Vorstandsmitglied des Islamischen Zentrums. «Wir sind sehr optimistisch, dass das Gesetz verabschiedet wird. Es ist ein wichtiger Schritt zur Normalisierung des Alltags.»

    Nurhan Soykan, Generalsekretärin des Zentralrats der Muslime in Deutschland, kritisierte allerdings sehr deutlich, dass mit dem Beiratsmodell zunächst nur eine «Übergangslösung» erreicht wurde. …

    Für die Ministerin ist klar: Wenn Religion in den Schulen unterrichtet wird, dann darf den muslimischen Schülern dieser Unterricht nicht verweigert werden. Deshalb warb die Ministerin in Aachens ältester Moschee eindringlich dafür, gemeinsam mutig Neuland zu betreten: «Lassen Sie uns so kurz vor dem Ziel nicht stehenbleiben!» …

    «Gilt für den Islamunterricht auch das Kopftuchverbot?», wollte während der Diskussion eine junge Frau wissen, «kann man auch mit Kopftuch Islamlehrer werden?» Man kann, erklärte die Ministerin. «Im Religionsunterricht dürfen die Lehrkräfte Zeichen ihres religiöses Bekenntnisses tragen. Diese Ausnahmeregelung ist aber schon jetzt im Gesetz festgeschrieben.»

    http://www.aachener-zeitung.de/sixcms/detail.php?template=az_detail&id=1915860&_wo=Lokales:Euregio

    Grußwort
    der Ministerin für Schule und Weiterbildung
    des Landes Nordrhein-Westfalen,
    Sylvia Löhrmann MdL

    Islamischer Religionsunterricht
    an Schulen in NRW
    Mittwoch, 7. Dezember 2011

    Dabei ist der islamische Religionsunterricht ist für die muslimischen Schülerinnen und Schüler eine große Chance, denn

    · er unterstützt die Entwicklung einer muslimischen Identität in einer nicht durchgängig muslimisch geprägten Umgebung und

    · er befähigt dazu, auf Grundlage der islamischen Quellen – insbesondere des Korans – die Welt regelgeleitet religiös zu deuten.

    Der Religionsunterricht gibt hier wichtige Anstöße, er schafft Raum für die Reflexion, liefert Impulse für verantwortliches Handeln und vor allem:

    Er befähigt zu einer persönlichen Entscheidung in Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben und anderen Weltanschauungen und er fördert Toleranz und Verständnis gegenüber der Entscheidung anderer.

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Reden_MinisterinLoehrmann/7_12_2011_IRU__Bilal_Moschee_Aachen.pdf

  2. جنوب الطريق Janoob al-Tareeq Says:

    Islamisches Zentrum Aachen

    Das Islamische Zentrum Aachen e.V. (IZA) wurde 1979 wurde als Träger der Bilal-Moschee in Aachen gegründet. Es gehört dem Zentralrat der Muslime in Deutschland an.

    Geschichte

    Durch die Arbeitsmigration in den 60er Jahren ließen sich viele muslimische Familien, sowohl Akademiker als auch Geschäftsleute und einfache Arbeiter, in Aachen nieder, so dass sie nach einigen Jahren zu einem festen Bestandteil des Aachener Stadtbildes wurden.

    Die Überlegungen zur Gründung eines islamischen Zentrums in Aachen begannen bereits im Jahre 1958, als die muslimischen Studenten ihre Nöte bezüglich des Baus eines Gebetsraumes vorbrachten.

    Die Grundsteinlegung erfolgte schließlich 1964 im Rahmen eines Festaktes in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen und den Botschaftern der islamischen Länder in Anwesenheit zahlreicher Studenten und Akademiker aus den europäischen Nachbarländern. Der Bau wurde 1967 abgeschlossen und 1979 aufgrund von Platzmangel erweitert.

    Das ursprünglich vom Führer der syrischen Muslimbrüder Issam El Attar gegründete IZA spaltete sich 1981 von der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD) ab. Seit 2003 betreibt das IZA mit dem „Zentrum für islamische Studien“ eine theologische Ausbildungsstätte für Imame. Bis 1996 leitete Attar das IZA.

    Islamismus

    Der Trägerverein steht laut Erkenntnissen des Verfassungsschutzes NRW dem Syrischen Zweig der islamisch-fundamentalistischen Muslimbruderschaft nahe, bemüht sich jedoch, in öffentlichen Veranstaltungen „gemäßigt und dialogbereit zu erscheinen“. Lt. Klaus Grünwald, langjährigem Leiter der Fachabteilung für Ausländerextremismus des Bundesamtes für Verfassungsschutz, beherbergte der Trägerverein auch algerische Terroristen im Exil.

    abgerufen bei Wikipedia 22.12.2011

    http://de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Zentrum_Aachen

  3. Karsten Hilchenbach Says:

    Im muslimbrudernahen Islamischen Zentrum Aachen (Bilal-Moschee) wurde die Schulministerin visionär: „Dabei ist der islamische Religionsunterricht ist für die muslimischen Schülerinnen und Schüler eine große Chance, denn (…) er befähigt dazu, auf Grundlage der islamischen Quellen – insbesondere des Korans – die Welt regelgeleitet religiös zu deuten.“

    Mit „islamischen Quellen“ sind Koran und Hadith gemeint, doch davor, dass man sie nicht wortwörtlich nehmen sollte, warnt Löhrmann leider keineswegs. Beim Deutschland irgendeine „Chance“ spendenden „regelgeleitet“ hat Sylvia Löhrmann doch offensichtlich die Wohlverhaltensnormen des Islamischen Rechts (Scharia) gemeint. Dass aber jemand, der die Welt und Gesellschaft koranisch deutet, von dieser vielleicht nicht mehr viel mitbekommt (Welt) oder sie nach Maßgabe der Hisba allahkratisch faschisiert (Gesellschaft), sagt uns die Politikerin nicht. Implizit ist das IZ Aachen in den Stand eines potentiellen Ansprechspartners für den Islamischen Religionsunterricht erhoben worden.

    Zum IZ Aachen weiß Wiki: „Das ursprünglich vom Führer der syrischen Muslimbrüder Issam El Attar gegründete IZA spaltete sich 1981 von der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD) ab. Seit 2003 betreibt das IZA mit dem ‚Zentrum für islamische Studien‘ eine theologische Ausbildungsstätte für Imame. Bis 1996 leitete Attar das IZA.“

    Sind durch den Auftritt der Ministerin die theologischen Bildungsgänge des ‚Zentrums für islamische Studien‘ denn nicht ein wenig als schultauglich und kindgerecht erklärt worden? Oder hat nach Sylvia Löhrmanns Meinung IZ-Gründer Issam El Attar den Islam falsch verstanden? Soll der leider sehr bald aufzubauende ‚Beirat‘ („zwei muslimische Religionsgelehrte“) die Bewerbung eines Absolventen des IESH (Château-Chinon) oder des Aachener ‚Zentrums für islamische Studien‘ ablehnen, sind IESH-Absolvent Bajrambejamin Idriz oder Khaled Hanafy (Rat der Imame und Gelehrten in Deutschland, Eichenstraße, Frankfurt) denn etwa keine „muslimischen Religionsgelehrten“?

    Nebelwolken von Höflichkeitsritual, Moralisiererei und Mehrdeutigkeit sind seit dem ärgerlichen 22. Februar 2011 aufgestiegen, Sylvia Löhrmann durfte im Dezember 2011 unkritisiert das Islamische Zentrum (IZ Aachen, Bilal-Moschee) als Bühne für ihre Idee von Beirat und Übergangsgesetz verwenden, über Muslimbruderschaft oder Milli Görüs fiel bei der Expertenanhörung (14. September) oder gestrigen Gesetzesbeschließung kein Wort und zur Scharia möchte sich Löhrmann nicht öffentlich äußern (Die Ministerin stellte kurz und bündig fest, dass sie sich dazu noch nie geäußert habe und auch nicht vorhabe, dazu Stellung zu nehmen. Es gelte in Deutschland das Grundgesetz für alle und die allgemeinen Menschenrechte). Schade, dass Löhrmann nicht betonen möchte, dass der Islamische Religionsunterricht die ewig heilssichernden und irdisch diskriminierenden Normen der Scharia eben auf keinen Fall bekennend lehren darf.

    http://www.hilde-scheidt.de/2011/12/13/bildungsministerin-silvia-lohrmann-zum-islam-unterricht-an-schulen-in-nrw/

    Ist aber, was zu hoffen wäre, von Bekenntnischarakter bzw. von bekennend auch mit dem gestrigen Parlamentsentscheid (21.12.2011) noch gar nicht zu reden? Nach § 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht (1) – vgl. Ducksache 15/3545 – sind aus der Landesverfassung vor allem die Artikel 14 und 19 Grundlage, in Umsetzung von GG Artikel 7 (3). Daneben sei § 31 (wohl von) Schulgesetz NRW vom 15. Februar 2005 (GV. NRW. S. 102), zuletzt geändert durch Gesetz vom 5. April 2011 (GV. NRW. S. 205) zentral: „Besteht auf Grund der Zahl der in Betracht kommenden Schülerinnen und Schüler Bedarf, islamischen Religionsunterricht im Sinne von § 31 einzuführen (…).

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-3545.pdf

    Artikel 14

    (1) Der Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach an allen Schulen, mit Ausnahme der Weltanschauungsschulen (bekenntnisfreien Schulen). Für die religiöse Unterweisung bedarf der Lehrer der Bevollmächtigung durch die Kirche oder durch die Religionsgemeinschaft. Kein Lehrer darf gezwungen werden, Religionsunterricht zu erteilen.

    (2) Lehrpläne und Lehrbücher für den Religionsunterricht sind im Einvernehmen mit der Kirche oder Religionsgemeinschaft zu bestimmen.

    (3) Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes haben die Kirchen oder die Religionsgemeinschaften das Recht, nach einem mit der Unterrichtsverwaltung vereinbarten Verfahren sich durch Einsichtnahme zu vergewissern, daß der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit ihren Lehren und Anforderungen erteilt wird.

    (4) Die Befreiung vom Religionsunterricht ist abhängig von einer schriftlichen Willenserklärung der Erziehungsberechtigten oder des religionsmündigen Schülers.

    Artikel 19

    (1) Die Freiheit der Vereinigung zu Kirchen oder Religionsgemeinschaften wird gewährleistet. Der Zusammenschluß von Kirchen oder Religionsgemeinschaften innerhalb des Landes unterliegt keinen Beschränkungen.

    (2) Die Kirchen und die Religionsgemeinschaften ordnen und verwalten ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes. Sie haben das Recht, ihre Ämter ohne Mitwirkung des Staates und der politischen Gemeinden zu verleihen oder zu entziehen.

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_II/II.2/Gesetze/Verfassung_NRW.jsp

    § 31 Religionsunterricht

    (1) Der Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach an allen Schulen mit Ausnahme der Weltanschauungsschulen (bekenntnisfreien Schulen). Er wird nach Bekenntnissen getrennt in Übereinstimmung mit den Lehren und Grundsätzen der betreffenden Kirche oder Religionsgemeinschaft erteilt. Religionsunterricht wird erteilt, wenn er allgemein eingeführt ist und an der einzelnen Schule mindestens zwölf Schülerinnen und Schüler dem entsprechenden Bekenntnis angehören.

    (2) Das Ministerium erlässt die Unterrichtsvorgaben für den Religionsunterricht im Einvernehmen mit der Kirche oder der Religionsgemeinschaft. Die Zahl der Unterrichtsstunden setzt das Ministerium im Benehmen mit der Kirche oder der Religionsgemeinschaft fest.

    (3) Lehrerinnen und Lehrer bedürfen für die Erteilung des Religionsunterrichts des staatlichen Unterrichtsauftrags und einer Bevollmächtigung durch die Kirche oder die Religionsgemeinschaft. Religionsunterricht kann, soweit keine staatlich ausgebildeten Lehrkräfte zur Verfügung stehen, durch Geistliche, kirchliche Lehrkräfte, von der Religionsgemeinschaft beauftragte Lehrkräfte oder von ausgebildeten Katechetinnen und Katecheten erteilt werden. Sie bedürfen dazu des staatlichen Unterrichtsauftrags und einer Bevollmächtigung durch die Kirche oder Religionsgemeinschaft.

    (4) Niemand darf gezwungen werden, Religionsunterricht zu erteilen. Lehrerinnen und Lehrern, die die Erteilung des Religionsunterrichts ablehnen, dürfen hieraus keine dienstrechtlichen Nachteile erwachsen.

    (5) Der Religionsunterricht unterliegt der staatlichen Schulaufsicht, die sich insbesondere auf die Ordnung und Durchführung des Unterrichts erstreckt. Die Kirche oder die Religionsgemeinschaft hat ein Recht auf Einsichtnahme in den Religionsunterricht; das Recht der obersten Kirchenleitung, den Religionsunterricht zu besuchen, bleibt unberührt. Das Verfahren der Einsichtnahme wird durch Vereinbarung des Ministeriums mit der Kirche oder der Religionsgemeinschaft geregelt.

    (6) Eine Schülerin oder ein Schüler ist von der Teilnahme am Religionsunterricht auf Grund der Erklärung der Eltern oder – bei Religionsmündigkeit der Schülerin oder des Schülers – auf Grund eigener Erklärung befreit. Die Erklärung ist der Schulleiterin oder dem Schulleiter schriftlich zu übermitteln. Die Eltern sind über die Befreiung zu informieren.

    Ordentliches Lehrfach

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ordentliches_Lehrfach

    Der Religionsunterricht als „gemeinsame Angelegenheit“

    Aus dem Grundgesetz ergibt sich, dass der Religionsunterricht unter staatlicher Aufsicht steht. Er ist somit wie jeder andere Unterricht auch demokratischen Grundsätzen verpflichtet. Die im Religionsunterricht von den Schülern erbrachten Leistungen werden benotet. Diese Noten sind versetzungsrelevant. Melden sich Schüler im Laufe des Schuljahres ab, kann trotzdem unter Angabe der Teilnahmedauer eine Note erteilt werden. Wie jeder ordentliche Unterricht ist der Religionsunterricht grundsätzlich vom Schulträger mit eigenen Lehrkräften zu unterrichten und zu finanzieren.

    Der Staat ist zur weltanschaulichen Neutralität verpflichtet, er garantiert die Freiheit jeder Religionsausübung. Daher kann er nicht entscheiden, welchen Inhalt der Religionsunterricht haben soll und welche Glaubenslehren „richtig“ sind. Der Staat ist daher auf die Zusammenarbeit mit den Religionsgemeinschaften angewiesen. Der Religionsunterricht ist somit eine „gemeinsame Angelegenheit“ (res mixta) von Staat und Religionsgemeinschaften.

    Deshalb sind die Religionsgemeinschaften unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes für die Inhalte ihres Religionsunterricht verantwortlich. Sie leiten die Inhalte für den Religionsunterricht von ihren Glaubensaussagen ab. Diese sind weder neutral noch objektiv. Sie dürfen aber die Freiheitsentfaltung anderer nicht rechtswidrig beschränken.

    Der Religionsunterricht wird grundsätzlich von staatlichen Lehrern unterrichtet, die:

    – beide Staatsexamina haben,
    – auf die Verfassung vereidigt sind und
    – über die Zulassung der jeweiligen Religionsgemeinschaft verfügen.

    Daneben kann der Staat in seinen Schulen – in Abstimmung mit den Religionsgemeinschaften – auch Personen mit der Erteilung des Religionsunterricht beauftragen, die keine Lehrerausbildung haben.

    Die Religionsgemeinschaften haben das Recht, durch Einsichtnahme in den Unterricht zu prüfen, ob dieser mit ihren Grundsätzen übereinstimmt. Sie können bei schwerwiegenden Verstößen gegen ihre Glaubenslehren der Lehrkraft die Vokation bzw. Missio entziehen. Die Lehrkraft ist dann nicht mehr zur Erteilung von Religionsunterricht berechtigt.

    Auch hat der Staat das Recht zu überprüfen, ob der Religionsunterricht staatlichen Anforderungen an Schule genügt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Religionsunterricht_in_Deutschland#Der_Religionsunterricht_als_.E2.80.9Egemeinsame_Angelegenheit.E2.80.9C

    In Berlin gibt es „Islamischen Religionsunterricht“. Er wird durch die Islamische Föderation Berlin erteilt, einem zum Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland gehörenden regionalen Verband. Die Islamische Föderation (IFB) wird von Beobachtern kritisch beurteilt, da ihr enge Verbindungen zur Islamischen Gemeinschaft Millî Görüs unterstellt werden. Millî Görüs (IGMG) gilt als extremistisch und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Islamische Föderation distanzierte sich vom Volksbegehren Pro Reli, nachdem klar wurde, dass ein Erfolg des Volksentscheids ihre Rolle schwächen würde.

    In Niedersachsen wird seit einiger Zeit „Islamischer Religionsunterricht“ angeboten. Als Ansprechpartner für den Staat fungiert ein runder Tisch, der sich unter anderem aus Vertretern verschiedener islamischer Organisationen zusammensetzt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Religionsunterricht_in_Deutschland#Der_Religionsunterricht_als_.E2.80.9Egemeinsame_Angelegenheit.E2.80.9C

    2006

    Die muslimischen Verbände in Deutschland wollen jedoch mehr.

    Sie fordern schon seit Jahren einen islamischen Religionsunterricht, der in seinem Bekenntnischarakter dem der evangelischen und katholischen Kirche gleichen soll – also einen Unterricht, der nicht nur theoretisch über den Islam informiert, sondern den Kindern direkt muslimische Werte und den islamischen Glauben vermittelt.

    http://de.qantara.de/Viele-Huerden/3464c3558i1p402/

    Exkurs: Die Strippenzieher: Ceylan und Wulff

    Osnabrücker Islamwissenschaftler Prof. Ceylan begleitete Bundespräsident Wulff auf Auslandsreise

    Prof. Dr. Rauf Ceylan, Islamwissenschaftler an der Universität Osnabrück, begleitete Bundespräsident Christian Wulff auf seiner fünftägigen Auslandsreise in die Volksrepublik Bangladesch und die Republik Indonesien. Auf dem Besuchsprogramm standen zahlreiche Begegnungen mit Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften. Ceylan konnte sich nicht nur über das multireligiöse Leben in Bangladesch und Indonesien informieren, sondern auch über das geplante Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück berichten. …

    Das Bild muslimischen Lebens in Deutschland werde nach Meinung des Osnabrücker Religionspädagogen in den ausländischen Medien nur einseitig vermittelt: »Viele positive Facetten und Entwicklungen müssen in Zukunft stärker transportiert und kommuniziert werden. Die Diaspora-Situation ist eine Chance für uns europäische Muslime, um Neues auszuprobieren.« Diese Idee der Kooperation werde in nächster Zeit mit den in Bangladesch und Indonesien tätigen deutschen Stiftungen aufgegriffen werden, um ein Wissenstransfer in Form von Tagungen und Konferenzen zu gewährleisten.

    http://www.idw-online.de/pages/de/news454980

    Die neuen Gelehrten des Islam – Kirche unterstützt Frauen

    15.10.2011
    Von Christian Unger

    Hamburg. „Vielen Dank für die Einladung zum Kaffee“, sagt Noha Abdel-Hady, aber sie faste gerade. Es ist noch nicht viel los an diesem Morgen im Café dell Arte im Westflügel des Hauptgebäudes der Universität Hamburg. Die Herbstsonne scheint durch das gläserne Dach auf die runden Holztische im Foyer, und Noha Abdel-Hady findet kräftige Worte für das, was ihr der Glaube bedeutet. „Er ist für mich wie ein Wegweiser, um ein guter Mensch zu sein.“ Er sei ihr Leben. (…)

    Und die 26 Jahre alte Abdel-Hady ist Teil eines großen Puzzles, das sich nach und nach in Deutschland zusammenfügt. Von Hamburg bis München entwickelt sich eine islamische Theologie – getragen von einem Bündnis aus Politikern und Stiftungen. Vier Zentren für Islam-Studien in Deutschland nehmen in diesem Wintersemester ihren Betrieb auf. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Standorte Münster und Osnabrück, Tübingen, Frankfurt und Erlangen in den nächsten fünf Jahren mit jeweils vier Millionen Euro. Mit dem Geld sollen Forscher, Mitarbeiter und Nachwuchskräfte bezahlt werden. Die Hochschulen bilden nun Imame, Theologen und Religionslehrer aus.

    Auch die Universität Hamburg hat seit diesem Wintersemester erstmals eine Professur für Islamische Theologie. Die Wissenschaftlerin Katajun Amirpur wechselt von Zürich in die Hansestadt an die Akademie der Weltreligionen. Die Stadt fördert die Akademie jährlich mit 150 000 Euro.

    http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2060576/Die-neuen-Gelehrten-des-Islam-Kirche-unterstuetzt-Frauen.html

    Der schulische Religionsunterricht dient zwar als Einführung von Kindern und Jugendlichen in die jeweiligen Vorstellungen und Wertesysteme der Glaubens- bzw. Religionsgemeinschaften. Er hat jedoch weitere Inhalte wie Ethik, allgemeine Religionskunde, Menschenrechte und Lebenskunde. Dies bezieht sich in den Ländern Europas vor allem auf den christlichen Religionsunterricht, wo die Lehrkräfte auch die Lehren anderer Weltreligionen beispielhaft vorstellen. Wieweit dies z.B. im Islam ebenfalls erfolgen soll, ist Gegenstand laufender Erörterungen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Religionsunterricht

    Nicht nur pampig oder patzig sollen sich unsere Volksvertreter zum unbedingten Vorrang von AEMR und GG gegenüber den Forderungen der Religion (oder Tradition) bekennen.

    Wo ein totalitäres Gehorsams- und Rechtssystem wie das der Scharia betroffen ist, sollte man, gerade in Bezug auf die Schule, deutlicher zwischen bekenntnisbezogen (man redet vom konfessionellen Religionsunterricht, vgk. Rothgangel: Innen- und Außenperspektive. Zur Bedeutung von Religionswissenschaft für einen konfessionellen Religionsunterricht.) und bekennend unterscheiden.

    Denn selbstverständlich kann jede Form von Islamkunde / muttersprachlich eingebundene „Islamunterweisung“ oder verwirklichter IRU sich auf das „Bekenntnis“ beziehen (der gelegentlich und mit Blick auf Art. 7 GG geforderte „Bekenntnischarakter“ will allerdings mehr). Die vom Lehrer dargelegten grundgesetzwidrigen Normen der Scharia können aber gar nicht Bekenntnis sein, solange der Religionsunterricht sich nicht gegen die Verfassung richten soll.

    „Der bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht“ könnte ja auch vor einer jeden ernsthaft verwirklichten Scharia ausdrücklich und bekenntnisorientiert warnen (vgl.: „Ab dem Schuljahr 2012/13 soll der bekenntnisorientierte islamische Religionsunterricht schrittweise in den Schulen eingeführt werden.“), ohne dass der Aufbau von Schariaschiedsstellen die Schülerin oder den Schüler überwältigt und, bei angedrohter Höllenstrafe (Koran, Hadith) erpresst.

    http://www.aachener-zeitung.de/sixcms/detail.php?template=az_druckversion&_ivw=zeuregio&id=1915860&_wo=Lokales:Euregio

    Die Islamlobbyisten und sonstigen Schariafreunde spielen auf Zeit – und die Gutmenschen oder Islamoptimisten tun so, als ob sich die wesensgemäß kohärente, im deutschen Bildungswesen gezwungenermaßen (zum Schein?) segmentierte ‚vor der Hölle rettende‘ Scharia dauerhaft in von Außenansicht und Wissenschaftlichkeit gerahmte Schulstunden sperren ließe.

    Unterdessen begleitet Ceylan Wulff in den Schariastaat Indonesien und trägt die schariagehorsam fastende Nachwuchstheologin Noha Abdel-Hady ihren Schleier – natürlich völlig freiwillig.

    Schleichende Islamische Revolution per Ehrenamt und Schulgesetz? Muslimbrudernahe jenseitszentrierte Faschisierung eines Bevölkerungsteils nun auch mit dem Werkzeug gelebter und ‚bekennend‘ gelehrter Religion?

    Haben wir den ‚Wind des Wandels‘ (Sylvia Löhrmann) vergessen, der 1979 im Iran durchaus erfolgreich zu wehen begann? Das vom Hamburger Abendblatt gewählte Bild könnte sich antidemokratisch, theokratisch bewahrheiten: „Teil eines großen Puzzles, das sich nach und nach in Deutschland zusammenfügt“.

    http://www.fachportal-paedagogik.de/fis_bildung/suche/fis_set.html?FId=848574

    „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen.“ Lassen Sie uns gemeinsam an dieser Windmühle bauen, meine Damen und Herren!

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Reden_MinisterinLoehrmann/7_12_2011_IRU__Bilal_Moschee_Aachen.pdf

  4. جنوب الطريق Janoob al-Tareeq Says:

    :::

    Verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen
    eines islamischen Religionsunterrichts
    (gekürzt)

    Von Heinrich de Wall

    http://www.migration-boell.de/web/integration/47_2720.asp

    Anlage 2:
    Verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen
    eines islamischen Religionsunterrichts
    (ungekürzt)

    Von Prof. Dr. Heinrich de Wall / Unterarbeitsgruppe der
    Arbeitsgruppe 2 der DIK vom 20. Februar 2008

    http://gsb.download.bva.bund.de/BAMF/DIK/090616_DIK-Broschuere_gesamt_ONLINE.pdf

    In: Drei Jahre Deutsche Islam Konferenz (DIK) 2006-2009. Muslime in Deutschland – deutsche Muslime
    (53-63)

    :::

  5. Eifelginster Says:

    OVG Nordrhein-Westfalen · Urteil vom 2. Dezember 2003 · 19 A 997/02

    Als Vertreter der Mehrheit der islamischen Gemeinschaften in Nordrhein-Westfalen seien sie hinreichend autorisierte Ansprechpartner. Mit dem im März 1999 vom pädagogischen Fachausschuss des Klägers zu 1. vorgestellten Lehrplan liege eine inhaltliche Grundlage für den einzuführenden Religionsunterricht vor. Sie, die Kläger, hätten auch im Mai 1999 die gemeinsame „Kommission für den Islamischen Religionsunterricht“ (KIRU) gegründet, die Anlaufstelle für sämtliche behördliche Fragen sei, die die Ein- und Durchführung des islamischen Religionsunterrichts beträfen, und die zuständig sei für die Erstellung entsprechender Lehrpläne sowie die Erteilung der Lehrbefugnisse. (…)

    Im Hinblick auf die Mitgliedschaft des Islamischen Zentrums Aachen beim Kläger zu 1. sowie der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs beim Kläger zu 2. bestünden erhebliche Bedenken gegen die Verfassungstreue der Kläger und auch der KIRU als deren Handlungsorgan. (…)

    Ein Anspruch auf Einführung von Religionsunterricht als einem ordentlichen Lehrfach kann nur einer Vereinigung zustehen, die Religionsgemeinschaft im Sinne der Art. 7 Abs. 3 GG, Art. 14 LV NRW ist. Diese Anspruchsvoraussetzung ergibt sich aus dem Übereinstimmungsgebot in Art. 7 Abs. 3 Satz 2 GG, Art. 14 Abs. 2 und 3 LV NRW als Ausprägung des verfassungsrechtlichen Gebots der religiösen und weltanschaulichen Neutralität des Staates. Das Übereinstimmungsgebot besagt, dass der Religionsunterricht unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechts als ordentliches Lehrfach in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt wird. (…)

    Das Übereinstimmungsgebot ist ferner dahin zu verstehen, dass der Religionsunterricht „in konfessioneller Positivität und Gebundenheit“ zu erteilen ist. Sein Gegenstand ist der Bekenntnisinhalt, sind also die Glaubenssätze der jeweiligen Religionsgemeinschaft; diese als bestehende Wahrheiten zu vermitteln ist seine Aufgabe. Maßgebend dafür, wie dies zu geschehen hat, sind grundsätzlich die Vorstellungen der Religionsgemeinschaft über Inhalt und Ziel des Religionsunterrichts. (…)

    Goerlich, Distanz und Neutralität im Lehrberuf – zum Kopftuch und anderen religiösen Symbolen, NJW 1999, 2929 (2930)

    http://openjur.de/u/100352.html

    Darüber hinaus bestünden angesichts der Mitgliedschaft des xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxx im Kläger zu 1. sowie der xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx im Kläger zu 2. erhebliche Bedenken hinsichtlich der Verfassungstreue der Kläger. Da die KIRU als deren Handlungsorgan benannt worden sei, schlügen die Bedenken auf diese durch.

    VG Düsseldorf · Urteil vom 2. November 2001 · 1 K 10519/98

    http://openjur.de/u/87547.html

    Verwaltungsgericht entscheidet über islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen in NRW
    2. November 2001

    Mit Urteil vom heutigen Tage hat die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts eine Klage des Zentralrates der Muslime e.V. mit Sitz in Köln und des Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e.V. mit Sitz in Bonn abgewiesen, mit der die Kläger erreichen wollten, dass in Nordrhein-Westfalen an öffentlichen Schulen islamischer Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach eingeführt wird.

    Zur Begründung führte das Gericht aus:

    Ein solcher Anspruch käme nur für Religionsgemeinschaften im Sinne von Art. 14 Abs. 1 der Verfassung des Landes NRW und Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes in Betracht. Bei den Klägern handele es aber nicht um derartige Religionsgemeinschaften. Hierfür sei Voraussetzung zumindest die nach Verfassung der Gemeinschaft und Zahl ihrer Mitglieder gegebene Gewähr der Dauer sowie eine organisatorische Verfestigung, sodass dem Staat ein Ansprechpartner gegenübersteht, der die Fähigkeit zu verbindlicher und hinreichend legitimierter Artikulation von Grundsätzen der Religionsgemeinschaft hat. Ferner muss es sich um eine religiös geprägte Gruppe handeln, die sich auf Grund übereinstimmender Auffassungen in religiöser Hinsicht dauerhaft zusammengeschlossen hat und dies durch eine Bezeugung nach aussen kundtut.

    Diese Voraussetzungen fehlen bei den Klägern. Sie sind islamische Dachverbände, die als Mitglieder wiederum nur islamische Vereine bzw. Vereinigungen haben. Ein Mandat für die Festlegung von inhaltlichen Grundsätzen des Religionsunterrichts, das sich bis zur Basis der Religionsgemeinschaft, also den davon betroffenen natürlichen Personen, zurückverfolgen lässt, fehlt. Eine derartige durchgehende Legitimationkette von „unten“ ist aber notwendig.

    http://www.vg-duesseldorf.nrw.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2001/23_011121/index.php

    HESSEN – IRH

    Hessischer Verwaltungsgerichtshof 7. Senat
    7 UE 2223/04
    14.09.2005

    Kooperationspartner des Staates im Sinne des Art. 7 Abs. 3 GG kann nur eine Religionsgemeinschaft sein, die auf Dauer angelegt ist und Gewähr für ihre Verfassungstreue bietet. Begründete Zweifel gehen zu Lasten der Religionsgemeinschaft.

    Der verfassungsrechtliche Anspruch einer Religionsgemeinschaft auf Einführung bekenntnisorientierten Religionsunterrichts wird zwar nach dem Wortlaut der Regelung in Art. 7 Abs. 3 Sätze 1 und 2 GG schrankenlos gewährleistet, unterliegt jedoch grundrechtsimmanenten Schranken. Entsprechend dem Grundsatz der Einheit der Verfassung sind Beschränkungen auf der Verfassungsebene möglich.

    Das ungeschriebene Kriterium der zu erwartenden Rechtstreue, das sich aus den mit dem Körperschaftsstatus eingeräumten Hoheitsbefugnissen rechtfertigt (vgl. BVerfG, U. v. 19.12.2000 – 2 BvR 1500/97 – BVerfGE 102, 370), gilt umso mehr im Bereich des Religionsunterrichts, mit dem im Vergleich zur Verleihung der Körperschaftsrechte eine viel engere Kooperation von Staat und Religionsgemeinschaft einhergeht. Das staatliche Kooperationsangebot stellt eine Vergünstigung und Mitwirkungschance in Aussicht, die der Religionsgemeinschaft eine besondere Rechtstreue abverlangt. Religionsgemeinschaften, die im Bereich des Religionsunterrichts mit dem Staat zusammenwirken, treten aus dem reinen gesellschaftlichen Bereich heraus und wirken im staatlichen Raum, dem der öffentlichen Schule. Die besonderen Einflussmöglichkeiten in Staat und Gesellschaft verpflichten sie daher in besonderem Maße, die Grundrechte Dritter zu schützen und die Grundprinzipien der Verfassung zu achten. (…)

    Dem IAK-Hessen gehörten im April 1997 folgende Mitgliedsorganisationen an: ATIB/Türkisch-Islamische Union in Europa, BANIZ /Bangladesch Islamisches Zentrum, DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion)-Zentrale Hessen/Zentrums Moschee Frankfurt, DMK Offenbach/Deutschsprachiger Muslimkreis, Einheit des Islam/Pakistanische Gemeinde Offenbach, HDI/Haus des Islam, IABH /Internationaler Akademikerbund Hessen, IBIZ/ Islamisches Bildungs- und Informationszentrum, IFH/Islamische Föderation in Hessen, IGD/Islamische Gemeinschaft in Deutschland/Frankfurt, IGF/Islamische Gemeinde Frankfurt/Abu Bakr Moschee, IGMG/Islamische Gemeinschaft Milli Görüs, IIS/Islamische Informations- und Serviceleistungen, IKD/Islamisches Konzil in Deutschland/Büro Frankfurt, ImF/Interessengemeinschaft muslimischer Frauen, IPID /Islamischer Presse- und Informationsdienst, Islamische-Afghanische Gesellschaft/Frankfurt, Islamisches Kulturzentrum Bosnisch-Albanische Gemeinde, ISV/Frankfurt Internationale Studentenvereinigung, MSV/Muslim Studenten Vereinigung in Deutschland, Pak Dar-ul-Islam/Pakistanische Gemeinde Frankfurt, Pak Muhammadi Moschee/Pakistanisch-Islamische Gemeinde, Taqwa Moschee/Marokkanischer Verein für die Förderung des geistigen und kulturellen Gutes, VIKZ/Verband der Islamischen Kulturzentren. …

    Die IRH soll insbesondere die Einführung des islamischen Religionsunterrichts an hessischen Schulen fördern. Hierzu wird vom Vorstand die „Kommission Islamischer Religionsunterricht KIRU“ berufen. …

    „1. Die IRH widmet sich der Pflege, Vermittlung und Ausübung der islamischen Religion auf der Basis des Quran und der Sunna, gemäß ihrem religiösen Grundsatzpapier „Darstellung der Grundlagen des Islam“. Dieses religiöse Grundsatzpapier stellt das Islamverständnis der IRH und ihrer Mitglieder dar. Sie hat ihren Mitgliedern umfassend bei der Religionsausübung und Erfüllung der durch die islamische Religion gesetzten religiösen Aufgaben und Pflichten zu dienen und sie zu betreuen sowie die notwendigen Voraussetzungen für das religiöse Leben ihrer Mitglieder und die gemeinsame Praktizierung der islamischen Religion in ihrem Gemeinschaftsleben zu schaffen. Die IRH beschließt über religiöse Grundsatzfragen sowie über verbindliche Regeln der Religionsausübung ihrer Mitglieder auf der Basis von Quran und Sunna, gemäß ihrem religiösen Grundsatzpapier. Alle Muslime in Hessen können auch ohne Mitglied zu sein von der IRH im Rahmen ihrer Zweckbestimmung betreut und unterstützt werden.

    Selbst wenn die IRH jedoch als Religionsgemeinschaft anzusehen wäre, käme sie aufgrund möglicher verfassungsfeindlicher Tendenzen als Kooperationspartner in dem besonders sensiblen Bereich der Erziehung nicht in Betracht. Das Deutsche Orient-Institut habe in seinen Recherchen personelle Verbindungen zu extremistisch-fundamentalistischen Vereinigungen und Organisationen festgestellt. Dies gelte für die Gründungsversammlung – drei der sieben Mitglieder des Gründungsvorstandes seien diesen Vereinigungen zuzuordnen -. Es werde insbesondere auf die Funktionen des damaligen ersten Vorsitzenden der IRH Amir Zaidan in diesen Organisationen hingewiesen. Dieser sei – nach seinem Rückzug aus dem Vorstand – immer noch islamologischer Vorsitzender der IRH-Kommission für den Religionsunterricht und Mitglied des sog. Fiqh-Rates (also des für religiöse und islamologische Fragen zuständigen Gremiums der IRH). Aufgrund der besonderen inneren Strukturen der IRH seien Meinungsbildungsprozesse und Möglichkeiten der Einflussnahme auf die IRH nicht transparent. Diese habe in ihrer Außendarstellung selbst darauf hingewiesen, dass sie von den im früheren IAK-Hessen organisierten Vereinigungen mitgetragen werde. Ein erheblicher Teil der dort vertretenen Organisationen werde als islamistisch-extremistisch angesehen. Dies gelte insbesondere für die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e. V. – IGMG – , die Islamische Föderation in Hessen e. V. – IFH -, das Islamische Konzil in Deutschland – IKD -, die Muslim Studenten Vereinigung in Deutschland e. V. – MSV -, die Islamische Gemeinschaft in Deutschland e. V. – IGD – und die Vereinigung „Einheit des Islam“ e. V. Der Einfluss dieser Organisationen dürfe nicht unterschätzt werden, zumal sich die mitgliederstarke DITIB von der IRH distanziert und die Unterzeichnung der Glaubenssätze „Darstellung der Grundlagen des Islam“ widerrufen habe. Aufgrund der personellen Vernetzungen zu islamistisch-extremistischen Vereinigungen und der Tatsache, dass die IRH Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes sei, hätte diese die daraus resultierenden Zweifel an ihrer Verfassungstreue ausräumen müssen. Auch das Spannungsverhältnis zwischen der Bindung an religiöse Normen (Scharia-Normen) einerseits und dem grundgesetzlichen Werteverständnis andererseits sowie dem staatlichen Erziehungsauftrag habe nicht geklärt werden können und dürfe auch nicht auf die Ebene der Umsetzung verschoben werden (…)

    Es stelle sich auch die Frage nach der Eignung und Verlässlichkeit der IRH – wobei nicht ausschlaggebend sei, dass einzelne Glaubenssätze des Islam nicht mit Verfassungsprinzipien vereinbar seien – , da sich die Klägerin weigere, erkennbare Divergenzen religiöser und verfassungsrechtlicher Grundsätze aufzulösen. Aufgrund der Bindung der IRH an die Scharia und des ungeklärten Verhältnisses zu einer vollständigen Akzeptanz der Verfassungsnormen erfülle die Klägerin nicht die Anforderungen an einen Kooperationspartner des Staates.

    Es bestünden auch Zweifel an der Verfassungstreue der Klägerin, da sich in ihrer Organisationsstruktur ein hoher Anteil von Gruppierungen mit extremistischen politischen Bestrebungen befinde. Zu den Mitgliedern der Gründungsversammlung zählten die IGMG, die Islamische Föderation in Hessen (als Dachverband der IGMG in Hessen) und die der Islamischen Muslimbruderschaft zurechenbare Muslim Studenten Vereinigung in Deutschland.

    http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/jportal/portal/t/s15/page/bslaredaprod.psml?&doc.id=MWRE000210600%3Ajuris-r01&showdoccase=1&doc.part=L

  6. Karsten Hilchenbach Says:

    Islamrat nur das Werkzeug der IGMG?

    Vorbemerkung
    Zweierlei BIG

    1. BIG als norddeutscher islamischer Verband, sehr stark IGMG, also geistig am Kalifat und an N. Erbakan orientiert

    2. BIG als Kleinpartei, eher ein Arm der DITIB (also DIYANET), zunehmend offen schariatreu, Führer ist R. T. Erdogan

    – – –

    Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland

    Der Hamburger Verfassungsschutz-Leiter Heino Vahldieck gibt an, dass im Bündnis die Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG) dominiert. Der Hamburger Verfassungsschutzbericht 2005 bezeichnet das „Bündnis Islamischer Gemeinden in Norddeutschland e.V.“ als Ableger (Landesverband) der IGMG. Die Vereinigung selbst sieht sich nur als „Kooperationspartner“ der IGMG. Trotzdem nimmt sie an Veranstaltungen und Treffen der Führungsriege der IGMG teil und wirkt aktiv in der Ausrichtung und der Arbeit der IGMG mit.

    http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_der_Islamischen_Gemeinden_in_Norddeutschland

    Das Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland e.V. (BIG) ist ein Zusammenschluss von derzeit 17 Moscheevereinen in Hamburg, Niedersachen und Schleswig-Holstein.

    http://www.centrum-moschee.de/index.php?option=com_content&view=article&id=55&Itemid=56

    Verfassungsschutzbericht 2007
    Hamburg

    Die Milli Gazete forderte alle Muslime auf, „die in den Ländern vorhandenen muslimischen Einrichtungen durch ihre Mitgliedschaft zu unterstützen. Die Entwicklung dieser Einrichtungen sei ein wichtiger Aspekt der Integration und eine ,wirkliche‘ Integration der Muslime kann nur über die rechtliche Gleichstellung des Islam in Deutschland erreicht werden.“ (MG v. 30.04.07)

    Mit der Existenz des KRM ergeben sich auch für die IGMG neue Perspektiven. Durch ihre Zugehörigkeit zum Islamrat – den sie stark prägt – wirkt sie an den wichtigen Entscheidungen des KRM mit und ist so auch in die Verhandlungen mit der Bundesregierung eingebunden. …

    Die „Islamische Gemeinschaft Milli Görüs“ (IGMG) wird in Hamburg von dem „Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland e.V.“ (BIG) repräsentiert, dem insgesamt 17 Moscheevereine, davon neun in Hamburg, sechs in Schleswig-Holstein und zwei im nördlichen Niedersachsen sowie verschiedene regionale und lokale Nebenorganisationen angehören, wie z. B. Frauen-, Studenten- und Jugendvereine. …

    Dem „Bündnis der Islamischen Gemeinden“ ist daran gelegen, seine Eigenständigkeit zu betonen und reformorientiert wahrgenommen zu werden. Den Verantwortlichen ist bewusst, dass es für die Interessen des BIG von Nachteil ist, mit ERBAKAN und seiner „Glückseligkeitspartei“ in enge Verbindung gebracht zu werden. Im Hinblick auf den gewünschten Austausch mit Politik und Wirtschaft wollen sich die BIG-Vertreter als seriöser Ansprechpartner präsentieren und anerkannt werden. Von großer Bedeutung ist für sie der Abschluss eines „Staatsvertrages“ mit der Stadt Hamburg, in dem u. a. die Einführung von Islam-Unterricht an Hamburger Schulen geregelt werden soll. …

    Trotz ihrer erkennbaren Absichten, eine größere Distanz zu ERBAKANs Milli Görüs herzustellen, bietet das BIG immer noch Anhaltspunkte für islamistische Bestrebungen:

    Im Berichtsjahr 2007 kam dabei dem Thema „Homosexualität im Islam“ eine besondere Bedeutung zu. Anlässlich des geplanten zweiten Treffens des Stadtteildialogs in St. Georg, zu dem YAZICI als Vertreter des BIG ursprünglich in die Centrum-Moschee eingeladen hatte, sagte das BIG seine Teilnahme ab, nachdem deutlich wurde, dass dort auch Übergriffe auf Homosexuelle in St. Georg thematisiert werden sollten. Im Zusammenhang mit entsprechenden Vorwürfen bestätigte YAZICI laut Zeitung „Die Welt“, dass Homosexualität im Islam eine Sünde sei. …

    Die BIG-Verantwortlichen haben wiederholt und glaubwürdig gegen jede Form von Gewaltanwendung Stellung bezogen. Die religiös begründete Ablehnung von Homosexualität ist dennoch ein Indiz dafür, dass religiös begründete Normen im Weltbild auch von IGMG-Funktionären einen höheren Stellenwert haben als die Gleichbehandlungsprinzipien unserer Verfassung.

    http://www.hamburg.de/contentblob/262416/data/vsb-2007-nurtext.pdf

  7. جنوب الطريق Janoob al-Tareeq Says:

    Fritz Rudolf Körper, Parl. Staatssekretär beim Bundesminister
    des Innern:

    Herr Kollege Gewalt, nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes unterliegt die „Muslimische Jugend in Deutschland“ personellen und ideologischen Einflüssen der islamistischen „Muslimbruderschaft“, abgekürzt MB. Die MB betrachtet die Mehrzahl der Regime der muslimischen Welt als unislamisch und strebt über die Einflussnahme in religiösen, gesellschaftlichen und politischen Bereichen deren Umgestaltung in Staaten islamistischer Prägung nach ihrer Interpretation des Korans und der Scharia an.

    Für Anhänger der MB ist eine Trennung von Religion und Staat nicht hinnehmbar. Mitglied der „Muslimischen Jugend in Deutschland“ kann jede muslimische Jugendgruppe und jeder muslimische Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren werden.

    Roland Gewalt (CDU/CSU):

    Frau Staatssekretärin, können Sie denn bestätigen, was in Presseberichten zu lesen war, nämlich dass die „Muslimische Jugend“ unter dem Briefkopf des Bundesfamilienministeriums an Schulen für ihre Organisation geworben hat, und, wenn ja, wie bewerten Sie so etwas?

    Marieluise Beck, Parl. Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration:

    Es ist in der Tat so gewesen, dass dieser Träger, als er seine Projekte in die Schulen tragen wollte, den Briefkopf des Bundesfamilienministeriums verwendet hat. Als unserem Haus das bekannt wurde, hat es sofort interveniert.

    Roland Gewalt (CDU/CSU):

    Was heißt „interveniert“, Frau Staatssekretärin? Haben Sie dies sofort unterbunden?

    Marieluise Beck, Parl. Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration:

    Ja.

    aus: Plenarprotokoll 15/74
    12. November 2003

    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/15/15074.pdf

  8. Karsten Hilchenbach Says:

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    In Düsseldorf hofft man nun auf eine Übergangslösung, wie sie die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) ins Leben gerufene Islamkonferenz im Februar 2008 formulierte. Darin heißt es, der Staat könne, solange eine muslimische Organisation noch nicht die Voraussetzungen für eine Religionsgemeinschaft erfülle, mit ihr bereits kooperieren. Damit sei die Erwartung verbunden, dass sie innerhalb einer absehbaren Frist alle Merkmale einer Religionsgemeinschaft unzweifelhaft erfülle. Die islamischen Verbände zogen jedoch ihre Unterschrift unter das Dokument zurück. (…)

    Auch im Landtag hofft man auf eine Einigung im Sinne der Übergangslösung. «Wir hatten dem Koordinierungsrat einen Brief geschrieben mit der Bitte, seine Vorstellungen zu äußern, wie es weitergehen könnte», sagt CDU-Landtagsabgeordneter Michael-Ezzo Solf, der der parlamentarischen Arbeitsgruppe Islam-Dialog vorsitzt. «Wir haben daraufhin eine sehr ausweichende, unbefriedigende Antwort bekommen.»

    Über die Gründe dieses Verhaltens will indes niemand öffentlich spekulieren. Eine Stellungnahme war auf mehrmalige ddp-Anfrage weder vom KRM noch von DITIB zu bekommen.

    aus: Der Westen 04.06.2009

    http://www.derwesten.de/region/rhein_ruhr/schulfach-islamische-religion-kommt-nicht-voran-id360337.html

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  9. Azadi Says:

    Muslimische Jugend Deutschlands

    swr – (…) 2005 gibt die MJD das Buch „Ratschläge an meine jungen Geschwister“ heraus. Verfasser ist der türkische Autor Mustafa Islamoğlu. Damit beginnt der Ärger für die Jugendorganisation. Die Ratschläge werden auch vom baden-württembergischen Verfassungsschutz gelesen, der dem Buch „eine für die Gesellschaft letztlich destruktive Wirkung“ bescheinigt.

    aus: Autor:
    Reinhard Baumgarten, SWR, Redaktion: Religion, Kirche und Gesellschaft

    http://www.swr.de/islam/gesichter-des-islam/muslimische-jugend-deutschlands/-/id=7039402/nid=7039402/did=7070608/fmc7c7/index.html

    “Ratschläge an meine jungen Geschwister”, ist von Mustafa Islamoglu geschrieben und von Green Palace / Muslimische Jugend in Deutschland in Berlin 2005 veröffentlicht worden. Es enthält 265 Ratschläge, die es wahrlich in sich haben. Hier nur einige Auszüge:

    72. “Macht es euch zum Grundsatz, jeden Teil eurer Angelegenheit, mit dem ihr euch befasst oder zu tun habt, in der Schari’a ausfindig zu machen. Dies soll einen unerlässlichen Teil eures Muslimseins ausmachen. Ihr seid nämlich keine Anhänger einer schriftlosen Religion, sondern ihr richtet euch nach einem Buch. So lasst euer Leben nicht zu einem ‘buchlosen Geschehen’ werden.”

    75. (…) “Falls ihr unbedingt etwas nachahmen wollt, so ahmt das Beste nach. Ahmt den nach, den Allah euch als Vorbild gezeigt hat. … Wir dürfen nicht vergessen, dass nur die sündenlosen Gesandten, die sich mit dem ‘Charakter Allahs’ versehen haben, und folglich ihr letzter und voll-kommener Vertreter Muhammad (s) uneingeschränkt nachgeahmt werden können.”

    86. (…) “Seid wie der Paradiesgarten für die Freunde Allahs und wie das Höllenfeuer für seine Feinde. (…)”

    112. “Passt euch einer Gesellschaft und eurer Umgebung nicht an, falls sie unislamisch ist. Ändert die Umgebung und die Gesellschaft entsprechend euren Glaubensgrundsätzen. Bringt euren Lebensraum und euer Milieu mit, wenn ihr eure gewohnte Umgebung verlasst. Falls ihr nicht in der Lage seid, eine Umgebung nach euren Wertvorstellungen zu schaffen, dann könnt ihr gewiss sein, dass andere euren Lebensraum gestalten werden. Dieser wird aber euren Wertvorstellungen nicht entsprechen.”

    123. “Zeigt Toleranz in den Angelegenheiten, die das Diesseits und euer Nafs betreffen, aber nicht in etwas, was eure Religion angeht. (…)”

    125. “Aber ihr besitzt kein Recht, den Beleidigungen und Angriffen gegen eure Religion mit Toleranz zu begegnen! Der Mensch darf nur gegen die Angriffe, die gegen ihn persönlich gerichtet sind, milde und tolerant sein. Nachsicht gegenüber den Angriffen zu üben, die gegen Allah und die Religion Allahs gerichtet sind, bedeutet die Grenzen überschreiten zu wollen.”

    193. “Betrachtet Situationen, die unislamisch sind, wie das Sitzen auf Nesseln! Neigt euch keiner Aufgabe zu, die einen Widerspruch zu euren Religionsgrundsätzen bildet – auch wenn ihr Schätze dafür erhalten würdet.”

    263. “Seid Menschen, deren Herzen an Moscheen hängen. Begreift endlich, dass es keine Bewegung ohne Moscheen gibt, es keine Bewegung geben wird. Falls ihr keine Moscheen besitzt, dann errichtet sie (…).”

    Stellungnahme der MJD zu den Vorwürfen des Landesverfassungsschutzes Baden-Württemberg

    http://www.mjd-net.de/stellungnahme-der-mjd-zu-den-vorw%C3%BCrfen-des-landesverfassungsschutzes-baden-w%C3%BCrttemberg

    http://www.muslimische-jugend.de/sites/default/files/Stellungnahme_Vorwuerfe_Verfassungsschutz_lang.pdf

  10. Cees Says:

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    Foto: dpa „Studenten der Islamischen Theologie in Tübingen“, „Die jungen Muslime sollen zu Schlüsselfiguren der Integration werden“

    http://www.imagebam.com/image/f4a82d170462530

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    16. Januar 2012
    „Ein Meilenstein für die Integration“ –
    Einweihung des „Zentrums für Islamische Theologie“ an der Universität Tübingen

    [Bild]

    Dr. Mustafa Cerić (Reisu-L-Ulema, Großmufti von Sarajevo) und Prof. Dr. Annette Schavan (Bundesministerin für Bildung und Forschung)

    [Bild]

    V.l.n.r.: Theresia Bauer (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg), Prof. Dr. Mehmet Pacaci (Amt für religiöse Angelegenheiten der Türkei Diyanet), Prof. Dr. Bernd Engler (Rektor der Universität Tübingen), Boris Palmer (Oberbürgermeister der Stadt Tübingen), Dr. Mustafa Cerić (Reisu-L-Ulema, Großmufti von Sarajevo), Prof. Dr. Annette Schavan (Bundesministerin für Bildung und Forschung). Fotos: Friedhelm Albrecht / Universität Tübingen

    [Text]

    Das „Zentrum für Islamische Theologie“ an der Universität Tübingen wurde am 16. Januar 2012 von der Bundesministerin für Bildung und Forschung Professor Dr. Annette Schavan und der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer feierlich eröffnet. Das Zentrum hat zum Wintersemester 2011/12 seinen Betrieb aufgenommen ‒ als erstes von vier in Deutschland geplanten Zentren. 36 Studierende sind derzeit für den Bachelorstudiengang „Islamische Theologie“ eingeschrieben. Als erster Professor wurde der Koranwissenschaftler Dr. Omar Hamdan berufen.

    Das Zentrum für Islamische Theologie an der Universität Tübingen werde beitragen zu einem produktiven und konstruktiven Verhältnis zwischen Europa und der muslimischen Welt, sagte Dr. Mustafa Cerić, der Großmufti von Sarajevo. Es werde eine Botschaft des Friedens nach außen tragen, zeigte er sich überzeugt.

    http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/newsticker-zentrum-fuer-islamische-theologie.html

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    Studierende/Struktur/Räume

    Im aktuellen Wintersemester 2011/12 sind 36 Studierende eingeschrieben, davon 23 Frauen und 13 Männer; sie kommen aus aller Welt.

    Die W 3-Professur für „Koranwissenschaften“ ist mit Dr. Omar Hamdan besetzt. Er wird durch ein Sekretariat und seinen Assistenten, Dr. Mohammed Nekroumi, unterstützt.

    Die W 3-Professur für „Islamische Glaubenslehre“ wird Dr. Lejla Demiri übernehmen. Sie hat den Ruf inzwischen angenommen und wird voraussichtlich ab dem Wintersemester 2012/13 an der Universität Tübingen lehren und forschen.

    Ein Ruf auf die W 3-Professur für „Islamische Religionspädagogik“ wurde im Dezember 2011 erteilt.

    Die W1-Juniorprofessur für „Islamisches Recht“ wird von Dr. Mouez Khalfaoui übernommen (Ruf angenommen). Auf die W 1-Juniorprofessur für „Geschichte und Gegenwartskultur des Islam“ wurde Dr. Erdal Toprakyaran berufen (Ruf angenommen).

    Das Zentrum ist räumlich in der ehemaligen Villa Köstlin (Rümelinstraße 27) untergebracht, die komplett saniert wurde. Dort sind Büros, ein Besprechungsraum, ein Raum für eine Handbibliothek, ein großer sowie zwei kleinere Seminarräume eingerichtet. Vorgesehen ist ein Neubau für das Zentrum, da diese Räume schon bald nicht mehr ausreichen werden.

    Curriculum und Vernetzung

    Das Tübinger Zentrum ist eine zentrale Einrichtung, als akademischer Lehr- und Forschungsbereich bietet es ein breit gefächertes Studium der Islamischen Theologie. Die Forschung soll auf ein international anerkanntes Niveau gestellt werden. Der 8-semestrige Bachelorstudiengang „Islamische Theologie“ ist bekenntnisbezogen ausgerichtet und verbindet die Islamische Theologie auch mit allgemeinen geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Dazu gehört die Beschäftigung mit religiösem Quellenmaterial, aber auch die Auseinandersetzung mit der religiösen Glaubenspraxis und deren Vermittlung. Darüber hinaus befasst sich der Studiengang mit der islamischen Religion im europäischen und deutschen Kontext und vermittelt interreligiöse und interkulturelle Kompetenzen. Ergänzend sollen ein Masterstudiengang sowie ein Lehramtsstudiengang entwickelt werden. (…)

    Tübingen ist zudem ein Standort im interuniversitären Graduiertenkolleg „Islamische Theologie“, das die Stiftung Mercator mit 3,6 Millionen Euro fördert. Nachwuchswissenschaftler des Tübinger Zentrums können sich hier bewerben.
    Beirat

    Ein siebenköpfiger Beirat begleitet den Prozess der Akademisierung und Institutionalisierung der Islamischen Theologie an der Universität Tübingen und entscheidet in bekenntnisrelevanten Fragen. Als Beiratsmitglieder wurden im Mai 2011 bestellt:

    Vorsitzender: Suleyman Tenger (geb. in der Türkei),
    Religionsbeauftragter an der Zentral Moschee der Türkisch Islamischen Union und Religionspädagoge am Dokumentationszentrum für Islamische Religionspädagogik;

    Muhamed Baščelič (geb. in Bosnien-Herzegowina),

    Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland e.V. und Doktorand an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen;

    Dr. Fatma Bayraktar-Karahan (geb. in der Türkei),

    Predigerin im Raum Essen und Referentin im Projekt ProDialog;

    Serkan Ince (geb.in Deutschland),

    Masterstudent der Religionswissenschaft mit Schwerpunkt religiöse Gegenwartskultur an der Universität Bayreuth;

    Ismail Kuvvet (geb. in Deutschland),

    Gemeindeleiter und Erzieher am Kulturzentrum der Deutsch-Türkischen Integration und Islam Bildung e. V. (KDTI) Herrenberg;

    Prof. Dr. Abdullah Takim (geb. in der Türkei),

    Stiftungsgastprofessor für Islamische Religion an der Universität Frankfurt; Mitorganisator des Theologischen Forums Christentum – Islam der Diözese Rottenburg-Stuttgart;

    Dr. Halise Kader Zengin (geb. in Deutschland), wissenschaftliche Assistentin an der Theologischen Fakultät der Universität Ankara.

    http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/newsfullview-aktuell/article/feierliche-einweihung-des-zentrums-fuer-islamische-theologie-an-der-universitaet-tuebingen-am.html

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  11. Schule in Hessen: Lehrfach Scharia? Says:

    Sharia Law Made in Frankfurt! Die Muftis und Scheiche aus dem weiteren Umfeld von Muslimbruderschaft (ECFR, IESH, RIGD, IGD, ZMD), Millî Görüş und Darul Uloom können sicherlich bald in die hessischen Schulen einrücken:

    – – – – – –

    Ministerium der Justiz, für Integration und Europa:

    10.01.2011 – Pressemitteilung
    Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn: „Ein guter Tag für Hessen. Der Antrag auf Einführung des islamischen Religionsunterrichts an hessischen Schulen wird nun sorgfältig geprüft.“

    Der hessische Landesverband der DITIB hat heute, vertreten durch ihren Vorsitzenden, Fuat Kurt, einen 22 Seiten langen Antrag zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts an den hessischen Justiz- und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn übergeben.

    http://www.hessen.de/irj/HMdJ_Internet?rid=HMdJ_15/HMdJ_Internet/nav/eab/eab50ad9-d54d-b701-be59-263b5005ae75,cd5700b1-6140-7d21-f012-f31e2389e481,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=cd5700b1-6140-7d21-f012-f31e2389e481%26overview=true.htm&uid=eab50ad9-d54d-b701-be59-263b5005ae75

    11.01.2011 – „Der landesweite islamische Verein Ditib möchte Religionsunterricht anbieten. Sein Landesvorsitzender Fuat Kurt reichte den Antrag dafür bei Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn ein. Auch die Ahmadiyya-Gemeinde stellte einen Antrag.“

    http://www.fr-online.de/rhein-main/islamkunde-muslime-wollen-unterrichten,1472796,5175652.html

    19.01.2011 · Zwei weitere islamische Verbände erwägen, beim Land Hessen einen Antrag auf Mitwirkung bei einem islamischen Religionsunterricht zu stellen.

    „Das teilten Sprecher des türkisch geprägten Verbands der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) und des Zentralrats der Marokkaner in Deutschland auf Anfrage mit. Bisher haben der hessische Landesverband der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion – nach dem türkischen Namen mit Ditib abgekürzt – und die Ahmadiyya-Gemeinde Anträge vorgelegt.

    Vertreter dieser vier Gruppen gehören gemeinsam mit anderen zum „Runden Tisch“, den die Landesregierung zur Einführung eines islamischen Religionsunterrichts eingerichtet hat und der seit August 2009 tagt. …

    Die Anträge von Ditib und Ahmadiyya-Gemeinde werden derzeit von Justiz- und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) geprüft. Bezogen auf Ditib will Hahn „die Frage der Verfassungstreue und der Unabhängigkeit von Einflüssen des türkischen Staates“ in den Mittelpunkt stellen.“

    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessen/gemeinsamer-lehrplan-noetig-weitere-verbaende-wollen-islam-unterricht-1579304.html

    2012 –

    In Hessen wurde Anfang Februar die Grundlage für islamischen Religionsunterricht an Grundschulen gelegt. Eine Arbeitsgruppe mit acht muslimischen Verbänden hatte einvernehmlich die Bildungsstandards und den Kernstundenplan für den Unterricht in den Klassen 1 bis 4 erstellt.

    („Der hessische Justiz- und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) hält den Islamunterricht in Nordrhein-Westfalen für verfassungswidrig.“)

    http://www.kischuni.de/news/schule/hahn-bezeichnet-islamunterricht-in-nrw-als-verfassungswidrig-4286.html

    Integrationsminister Hahn: „Der Staat darf nicht der Lenker des Islam sein. Die in NRW und Niedersachsen gewählte Beirats-Lösung ist nach meiner juristischen Bewertung verfassungswidrig.“

    http://www.hessen.de/irj/HMdJ_Internet?rid=HMdJ_15/HMdJ_Internet/nav/be0/be0608bd-1dea-e701-be59-263b5005ae75,c7a42150-3dc5-31f0-12f3-12b417c0cf46,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=c7a42150-3dc5-31f0-12f3-12b417c0cf46%26overview=true.htm&uid=be0608bd-1dea-e701-be59-263b5005ae75

  12. Cees van der Duin Says:

    Beiratsmodell, Erlangen

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    Dem Beirat gehören an: Erhan Cinar und Mustafa Yaman von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB ) Bayern, Remzi Güneysu, Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinschaft Erlangen, der Erlanger Stadtrat Mehmet Sapmaz, die iranische Theologin Hamideh Mohagheghi, Asgar Can vom Uigurischen Weltkongress, Rabeya Müller, Leiterin des Kölner Instituts für Interreligiöse Pädagogik und Didaktik, Prof. Dr. Muhammad Khalid Masud, ehemaliger Vorsitzender des staatlichen pakistanischen Council of Islamic Ideology (2004-2010), Dr. Mohammad Hashim Kamali, Präsident des International Institute of Advanced Islamic Studies (IAIS) aus Kuala Lumpur, Malaysia, Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu von der Universität Bremen, Ashraf Ahmad, islamischer Religionslehrer an der Deutschen Evangelischen Oberschule Kairo, Prof. Dr. Halit Ünal, Islamwissenschaftler und Theologe an der Universität Kayseri in der Türkei, Prof. Dr. Bülent Şenay, Religionswissenschaftler und Theologe an der Uludag Universität Bursa, Türkei, sowie Dr. Aysun Yaşar, Islamwissenschaftlerin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

    Das Department für Islamisch-Religiöse Studien ist eines von vier Zentren in Deutschland, an denen künftig theologisch geschulte Islamkundige ausgebildet werden sollen. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung zugesagt, die Einrichtung des Zentrums finanziell unterstützen. Der Bund wird für die nächsten fünf Jahre mit bis zu vier Millionen Euro an der FAU Professuren, Mitarbeiterstellen und Nachwuchsgruppen finanzieren. Auf Landesebene manifestierte sich die Förderung des Islam-Zentrums durch das Bayerische Staatsministerium bereits in der Zuweisung einer Professur für Islamische Religionspädagogik im Oktober 2010.

    http://www.uni-erlangen.de/infocenter/meldungen/nachrichten/2012/3/6/1526.shtml

    So war er von 1990 bis 1996 Mitglied im Ausländerbeirat und Integrationsbeirat der Stadt Erlangen, seit 2002 ist er beratendes Mitglied. 1996 gründete er zusammen mit anderen Muslimen die „Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft“, deren Sprecher er war.

    1999 war er maßgeblich beteiligt an der Gründung eines Modellversuchs zur Einführung von Islamunterricht in deutscher Sprache in Erlangen. Dieses Projekt gibt es durch die Bestrebungen von Remzi Güneysu mittlerweile in ganz Bayern an insgesamt 250 Schulen. Kinder aus der Türkei, aus Deutschland, Marokko und Pakistan bekommen dadurch Islamunterricht in deutscher Sprache und nach einem anerkannten Lehrplan. …

    Ebenfalls 1999 gründete er die Islamische Religionsgemeinschaft Erlangen, in der er alle örtlichen muslimischen Gruppen unter einem Dach zusammenführte.

    aus: Bundesregierung 01.12.2010: Remzi Güneysu, Träger der Integrationsmedaille

    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Artikel/Themen/2010-12-01-portrait-gueneysu.html

    Council of Islamic Ideology

    The council has the following functions:

    To recommend laws conforming to Qur’an and Sunnah to the Parliament and Provincial Assemblies.
    To advise the Parliament, Government of Pakistan, President of Pakistan, or Governor on any question referred to the Council as to whether a proposed law is or is not repugnant to the Injunctions of Islam.
    To make recommendations to bring current laws into conformity with Islamic injunctions.
    To compile guidance for the Parliament and Provincial Assemblies.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Council_of_Islamic_Ideology

    Pakistan: Manzoor Ahmad

    http://en.wikipedia.org/wiki/Manzoor_Ahmad

    Pakistan: Javed Ahmed Ghamidi

    All that is Islam is constituted by the Qur’an and Sunnah. Nothing besides these two is Islam or can be regarded as its part. …

    The Sharia is distinguished from fiqh, the latter being collections of interpretations and applications of the Sharia by Muslim jurists. Fiqh is characterized as a human exercise, and therefore subject to human weakness and differences of opinion. A Muslim is not obliged to adhere to a school of fiqh.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Javed_Ahmed_Ghamidi

    Mohammad Hashim Kamali

    Mohammad Hashim Kamali is professor of law at the International Islamic University of Malaysia. He has taught Islamic law and jurisprudence there since 1985.

    He is the author of Islamic Commercial Law 2000, a study of the application of Shariah principles to some crucial financial instruments, options and futures contracts. He takes a much more permissive view of these instruments than do most Islamicists. …

    Born in Afghanistan in 1944, Mohammad Hashim Kamali served as Professor of Islamic law and jurisprudence at the International Islamic University Malaysia, and also as Dean of the International Institute of Islamic Thought & Civilisation (ISTAC) from 1985-2007. …

    Freedom of Expression in Islam (Cambridge, 1997); Freedom, Equality and Justice in Islam (Cambridge, 2002); and A Textbook of Hadith Studies (Leicester, UK. 2005) are used as reference works in leading English speaking universities worldwide. …

    Forther publications include:

    Freedom of Expression in Islam (1994)
    Principles of Islamic Jurisprudence (Reprint, Petaling Jaya, 1999)
    Islamic Commercial Law (Cambridge: Islamic Texts Society 2000)
    A Textbook of Hadith Studies (Islamic Foundation, UK, 2005)
    An Introduction to Shari’ah (Oneworld Publications, Oxford 2008)
    Shari’ah Law: An Introduction (Viva Books 2009)

    http://en.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Hashim_Kamali

    Kamali: Principles of Islamic Jurisprudence

    http://www.amazon.de/Principles-Islamic-Jurisprudence-Mohammad-Hashim/dp/0946621829

    :::

  13. 7. Schulrechtsänderungsgesetz Says:

    Gesetz
    zur Einführung von islamischem Religionsunterricht
    als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)

    Vom 22. Dezember 2011

    Der Landtag hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:

    Gesetz
    zur Einführung von islamischem Religionsunterricht
    als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)

    https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_detail_text?anw_nr=6&vd_id=13088&menu=1&sg=0&keyword=Schulrechts%E4nderungsgesetz

  14. Machandelboom Says:

    :::

    Gesetzestext IRU

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)
    Vom 22. Dezember 2011

    Der Landtag hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:

    Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (7. Schulrechtsänderungsgesetz)

    Artikel 1
    Das Schulgesetz NRW vom 15. Februar 2005(GV. NRW. S.102), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. Oktober 2011(GV. NRW. S.540), wird wie folgt geändert:

    1. In der Inhaltsübersicht wird nach § 132 eingefügt:
    „§ 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht“.
    2. Nach § 132 wird folgender § 132 a eingefügt:
    „§ 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht

    (1) Besteht auf Grund der Zahl der in Betracht kommenden Schülerinnen und Schüler Bedarf, islamischen Religionsunterricht im Sinne von § 31 einzuführen, aber noch keine entsprechende Religionsgemeinschaft im Sinne von Artikel 14 und 19 Landesverfassung und Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz, kann das Ministerium übergangsweise bei der Einführung und Durchführung mit einer Organisation oder mehreren Organisationen zusammenarbeiten, die Aufgaben wahrnehmen, die für die religiöse Identität ihrer Mitglieder oder Unterorganisationen wesentlich sind oder die von diesen für die Durchführung des Religionsunterrichts bestimmt worden sind. Die Organisationen müssen eigenständig, bei der Zusammenarbeit staatsunabhängig sein und die Gewähr dafür bieten,

    1. dem Land bei der Veranstaltung des Religionsunterrichts auf absehbare Zeit als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen,
    2. die in Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz umschriebenen Verfassungsprinzipien, die dem staatlichen Schutz anvertrauten Grundrechte der Schülerinnen und Schüler sowie die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts des Grundgesetzes zu achten.
    Vertreten mehrere Organisationen das gleiche Bekenntnis oder verwandte Bekenntnisse, soll das Ministerium eine Zusammenarbeit mit ihnen gemeinsam anstreben.

    (2) Wenn islamischer Religionsunterricht nach Absatz 1 in einer Ausbildungs- und Prüfungsordnung vorgesehen und an einer Schule eingerichtet ist, nehmen die Schülerinnen und Schüler daran teil, deren Eltern bei der Schulanmeldung schriftlich erklärt haben, dass ihr Kind muslimisch ist und an dem islamischen Religionsunterricht nach Absatz 1 teilnehmen soll.

    (3) Eine Schülerin oder ein Schüler ist von der Teilnahme an dem islamischen Religionsunterricht nach Absatz 1 auf Grund der Erklärung der Eltern oder – bei Religionsmündigkeit – auf Grund eigener Erklärung befreit. Die Erklärung ist der Schule schriftlich zu übermitteln.

    (4) Das Ministerium bildet einen Beirat, der die Anliegen und die Interessen der islamischen Organisationen bei der Einführung und der Durchführung des islamischen Religionsunterrichts nach Absatz 1 als ordentliches Unterrichtsfach vertritt. Der Beirat stellt fest, ob der Religionsunterricht den Grundsätzen im Sinne des Artikels 7 Absatz 3 Satz 2 Grundgesetz entspricht. Er ist an der Erstellung der Unterrichtsvorgaben, der Auswahl der Lehrpläne und Lehrbücher und der Bevollmächtigung von Lehrerinnen und Lehrern zu beteiligen. Eine ablehnende Entscheidung ist nur aus religiösen Gründen zulässig, die dem Ministerium schriftlich darzulegen sind.

    (5) Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

    1. vier theologisch, religionspädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte Vertreterinnen und Vertreter der organisierten Muslime, die von den islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen oder von deren Zusammenschluss bestimmt werden,
    2. vier weitere Vertreterinnen und Vertreter, und zwar jeweils zwei theologisch, religionspädagogisch oder islamwissenschaftlich qualifizierte muslimische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und zwei muslimische Religionsgelehrte, die vom Ministerium im Einvernehmen mit den islamischen Organisationen in Nordrhein-Westfalen oder deren Zusammenschluss bestimmt werden.
    Er wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden.

    (6) Die Amtszeit der Mitglieder beträgt drei Jahre. Ihre Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich. Reisekosten werden in Anwendung der landesrechtlichen Bestimmungen erstattet. Sie erhalten außerdem eine vom Ministerium festzusetzende Aufwandsentschädigung.

    (7) Der Beirat gibt sich eine Geschäftsordnung. Für Beschlüsse ist die Mehrheit der Mitglieder erforderlich. Die Geschäftsführung übernimmt eine vom Ministerium im Benehmen mit dem Beirat benannte Person.“

    Artikel 2
    Inkrafttreten

    Dieses Gesetz tritt am 1. August 2012 in Kraft. Es tritt am 31. Juli 2019 außer Kraft. Die Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Das Ministerium berichtet dem Landtag darüber bis zum 31. Juli 2018.

    Düsseldorf, den 22. Dezember 2011
    Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen

    Die Ministerpräsidentin
    Hannelore K r a f t
    (L. S.)
    Die Ministerin für Schule und Weiterbildung
    Sylvia L ö h r m a n n
    Der Finanzminister
    Dr. Norbert W a l t e r-B o r j a n s
    Der Minister für Arbeit, Integration und Soziales
    Guntram S c h n e i d e r
    Die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung
    Svenja S c h u l z e
    GV. NRW. 2011 S.728

    :::

    http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Gesetze/Schulgesetz.pdf

    :::

  15. Carcinòl Says:

    BUNDESVERFASSUNGSGERICHT
    – 2 BvR 1500/97 –
    Verkündet am 19. Dezember 2000
    Frik Regierungsangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle

    L e i t s ä t z e

    zum Urteil des Zweiten Senats vom 19. Dezember 2000

    – 2 BvR 1500/97 –

    Eine Religionsgemeinschaft, die Körperschaft des öffentlichen Rechts werden will (Art. 140 GG i. V. m. Art. 137 Abs. 5 Satz 2 WRV), muss rechtstreu sein.

    a) Sie muss die Gewähr dafür bieten, dass sie das geltende Recht beachten, insbesondere die ihr übertragene Hoheitsgewalt nur in Einklang mit den verfassungsrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Bindungen ausüben wird.

    b) Sie muss außerdem die Gewähr dafür bieten, dass ihr künftiges Verhalten die in Art. 79 Abs. 3 GG umschriebenen fundamentalen Verfassungsprinzipien, die dem

    staatlichen Schutz anvertrauten Grundrechte Dritter

    sowie die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts des Grundgesetzes nicht gefährdet.

    Eine darüber hinausgehende Loyalität zum Staat verlangt das Grundgesetz nicht.

    http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs20001219_2bvr150097.html

  16. Carcinòl Says:

    Resolution: Kopftuchverbot im Unterricht für pädagogisches Personal
    11.12.2003
    Resolution, gefasst auf der Landeskonferenz 2003

    Der VBE begrüßt, dass sich mittlerweile SPD, CDU und FDP klar für ein Kopftuchverbot ausgesprochen haben. Der VBE wird ein solches Verbot mittragen, denn es stellt die Bedeutung der Neutralitätspflicht von Lehrerinnen und Lehrern deutlich heraus. Nur wer sich ohne Vorbehalt zu unserer Verfassung und den in ihr verankerten Werten bekennt, kann Kinder im Sinne dieser Verfassung erziehen.

    Wird das Tragen eines Kopftuchs im Unterricht generell erlaubt, werden die ersten Betroffenen die unverschleierten muslimischen Mädchen und Frauen in Deutschland sein. Sie können und werden künftig verstärkt unter Druck gesetzt werden. Ein Kopftuchverbot wird daher helfen, das Selbstbewusstsein dieser Mädchen und jungen Frauen islamischen Glaubens zu stärken, die es sich in ihren Familien oft gegen große Widerstände errungen haben, kein Kopftuch tragen zu müssen. Ein Kopftuchverbot wird sie darüber hinaus auch gegen fundamentalistische Einflüsse stärken, denen sie außerhalb der Schule ausgesetzt sind.

    http://www.vbe-nrw.de/menu_id/133/content_id/667.html

  17. Carcinòl Says:

    Nach den Ferien startet das Fach in NRW auch an weiterführenden Schulen. Eigene Lehrpläne gibt es allerdings für die Grundschule erst seit 1. August, für die Sekundarstufe gar erst ab 2014. Lehrbücher fehlen bisher (auch „Miteinander auf dem Weg“ ist noch nicht zugelassen); die Lehrer sind Quereinsteiger oder im Schnellkursus vorbereitet. …

    Die Gefahr der „Rekrutierung in fundamentalistische Milieus“ will Khorchide durch Religionsunterricht bannen: „Wir bieten den fehlenden Kern der islamischen Identität an.“ Die Nachfrage ist riesig – man brauche „Lehrer und Dozenten, und zwar möglichst schnell“. Auf 900 schätzt Khorchide den Bedarf an Lehrern in NRW – 100 sollen jährlich die Uni Münster verlassen, aber erst ab 2017/18. Bis dahin muss die Zwischenlösung herhalten.

    Alles nur vorläufig – das gilt auch für die rechtliche Fundierung des neuen Fachs. NRW hat mit den Stimmen von Rot-Grün und der CDU 2011 ein Gesetz bekommen, das 2019 schon wieder außer Kraft treten soll. Es legt fest, dass die Interessen der Islamverbände bei der Einführung des Religionsunterrichts von einem Beirat beim Ministerium vertreten werden sollen. Vier Vertreter benennt das Ministerium, vier die Islamverbände. Das Ganze ist eine Art Kirchenersatz – und nötig, weil der Islam, anders als die christlichen Kirchen, verfassungsrechtlich schlicht nicht existent ist.

    aus Frank Vollmer: Allah kommt in die Klassenzimmer
    in: Rheinische Post 09.08.2013

    http://www.rp-online.de/politik/deutschland/allah-kommt-in-die-klassenzimmer-1.3592591

  18. Jacques Auvergne Says:

    Turquie : une bande dessinée glorifie la mort en martyr auprès des enfants

    RT, 04.04.2016.

    Intitulée Que Dieu bénisse nos martyrs, que leurs tombes soient éclairées de lumière sainte, la bande dessinée présente des dialogues entre parents et enfants qui poussent le jeune lectorat vers la voie empruntée par les martyrs. Dans une vignette, un père dit à son fils : «Comme il est bon d’être un martyr.»

    Il justifie sa position auprès du jeune garçon en arguant que le martyr «accède directement au paradis». Dans une autre vignette de la bande dessinée, une fille fait part de son souhait de devenir martyr. «Si vous le désirez vraiment, Allah vous donnera cette occasion» répond alors la mère. […] «Un martyr aimerait revenir dans le monde réel et être martyr à dix reprises après le respect et le prestige reçus au paradis» peut-on lire. […]

    https://francais.rt.com/international/18512-autorites-turques-promotion-bande-dessinee-glorifiant-mort-martyr

    ::

    Turkish ‘Ministry of Religion’ promotes martyrdom to children in colorful comic strips

    […] A colorful cartoon titled “may god bless our martyrs, may their graves be full with holy light” features dialogues between parents and children that promotes an idea of religious martyrdom. In one box of the comics, a father says to his son: “How good it is to be a martyr…” He also adds that martyrdom gives a person an opportunity “to gain the right to go to heaven.”

    In another box from the comics, a girl can be seen saying “I wish I could be a martyr.” “If you desire enough, Allah will give you that opportunity,” the mother in the box replies to the girl.

    A statement near the last picture reads: “Our prophet says: a martyr feels the pain of dying as much as you feel pain when being pinched.”

    Another statement attributed to Prophet Mohammed says: “A martyr would love to go back to the real world and be martyr 10 times more after the honoring and prestige they receive in the heaven.”

    Psychologist and professor Dr. Serdar Değirmencioğlu harshly criticized the latest issue of the Diyanet’s “Child Magazine” featuring the controversial comics, but said that introducing children into the ideas of radical Islam has long been part of the Turkish government’s policy.

    “They want to use the drawings to transfer the message of martyrdom to children because they think it will be more attractive,” he said in an interview with the Turkish Evrensel newspaper adding that the idea of martyrdom promoted by the government describes it as a “painless death and a promise of heaven.” […]

    On Saturday Turkish President Recep Tayyip Erdoğan inaugurated a new multimillion Diyanet Center of America, calling it the Turkish-American Center of Culture and Civilization.

    A complex, which, according to the Turkish Daily Sabah newspaper, contains “one of the largest Turkish mosques” alongside conference halls, basketball courts, a restaurant, Turkish bath and a cultural research center, was built by funds from Turkish Presidency of Religious Affairs as well as some NGOs.

    During the opening ceremony, Erdoğan called the complex “a center of civilizations” and said that it would serve both American Muslims and people of other faiths, as well as promote Islam’s message of love and compassion.

    RT, 03.04.2016 [Ruptly (RT). Ivan Rodionov leitet in Berlin die international aktive TV-Nachrichtenagentur Ruptly, eine Tochterfirma des Moskauer Auslandssenders Russia Today.]

    https://www.rt.com/news/338278-turkey-diyanet-children-martyrdom/

    ::

    NRW-Innenministerium beendet Kooperation mit Ditib

    (RP, 05.09.2016.)

    […] In Regierungskreisen heißt es, damit stehe nun auch die Rolle von Ditib als Berater von NRW-Schulen auf der Kippe. Ditib ist über einen Beirat an der Erarbeitung von Vorlagen für den Islamunterricht beteiligt. […]

    Jäger beendete die Kooperation nach der Affäre um einen Comic der türkischen Religionsbehörde Diyanet, in dem der Märtyrertod verherrlicht wird. Danach habe „das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW den Landesverband Ditib NRW zu einer Stellungnahme hierzu aufgefordert“, so Jäger in seiner Erklärung. „In dieser Stellungnahme konnte keine für einen Träger des Präventionsprogramms ,Wegweiser‘ notwendige klare Neutralität bzw. ausreichende Distanz davon festgestellt werden“, sagte Jäger weiter. […]

    http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/nrw-innenminister-ralf-jaeger-beendet-kooperation-mit-der-ditib-aid-1.6236246

    ::

    Märtyrer-Comic: NRW beendet Kooperation mit Islamverband Ditib

    (SPIEGEL, 05.09.2016.)

    […] die Affäre um einen Comic, in dem der Märtyrertod verherrlicht wird. Der Comic sei von der türkischen Religionsbehörde Diyanet herausgegeben worden. […]

    In einer noch unveröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Peter Biesenbach, die der „Rheinischen Post“ vorliegt, erklärt Jäger, die Auflösung des Vertrags von beiden Vertragsparteien sei einvernehmlich vereinbart worden.

    Nun steht der Zeitung zufolge auch die Rolle von Ditib als Berater von NRW-Schulen auf der Kippe. Ditib ist über einen Beirat an der Erarbeitung von Vorlagen für den Islamunterricht beteiligt. […]

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nordrhein-westfalen-beendet-ditib-kooperation-wegen-maertyrer-comic-a-1110941.html

  19. Carcinòl Says:

    (DIE LINKE. NRW begrüßt das Ende der Kooperation zwischen dem Land NRW und dem Moscheeverband Ditib bei dem Programm ‚Wegweiser‘ in Köln. Als verlängerter Arm des sich immer weiter von demokratischen Prinzipien entfernenden türkischen Staates sei Ditib kein passender Partner für Präventionsarbeit. DIE LINKE fordert, diese Konsequenz nun auch bei der Zusammenarbeit im Schulbereich zu ziehen.)

    […] DIE LINKE fordert, jetzt auch die Zusammenarbeit mit Ditib als Berater von NRW-Schulen aufzukündigen. Ein verlängerter Arm des Autokraten Erdogans dürfe nicht beim Schulunterricht in Nordrhein-Westfalen mitsprechen. Ohnehin seien Schulen weltanschaulicher Neutralität verpflichtet. Statt religiöser Unterweisung sei hier die Kenntnis aller Religionen und Ethiken zu vermitteln. […]

    (Ditib-Kooperation auch bei Schulen beenden. Von Christian Leye. DIE LINKE. NRW am 05.09.2016.)

    http://www.dielinke-nrw.de/nc/politik/presse/detail_nachrichten/zurueck/nachrichten-1/artikel/ditib-kooperation-auch-bei-schulen-beenden/

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