301. Gemeinsam für ein Beschneidungsverbot

Menschenkette gegen Beschneidung

Köln, 21. September 2012

Für Kinderrechte – gegen Kinderbeschneidung!

Am 7. Mai 2012 hatte das Kölner Landgericht festgestellt, dass die nicht medizinisch begründete Beschneidung eines Jungen eine strafbare Körperverletzung ist, in die Eltern nicht einwilligen können. Seit drei Monaten nun erlebt Deutschland eine heftige Debatte zur rituellen Beschneidung an nicht einwilligungsfähigen männlichen Minderjährigen.

Zwei Kontrahenten stehen sich gegenüber: einerseits die islamischen und jüdischen Organisationen, die das Ritual beibehalten wollen. Diese konservativen bis reaktionären Kreise werden von Spitzenpolitikern wie Angela Merkel („Komikernation“) unterstützt. Auf der anderen Seite und weltweit vernetzt stehen wir und mit uns die Kinderrechtsorganisationen und Menschenrechtsorganisationen gegen Beschneidung.

Am 21. September werden wir eine Menschenkette bilden: Eltern oder Jugendliche, aus dem Iran oder Irak, aus Afghanistan und aus vielen anderen Ländern weltweit. Wir werden unserer Stimme Gehör verschaffen und zeigen: wir sind Eltern aus den so genannten islamischen Ländern, wo man die Beschneidung aus Tradition, seit vielen Jahrhunderten praktiziert, und wir sind kulturell modern und gegen Kinderbeschneidung.

Im Juli hat der Bundestag hastig einen Antrag angenommen, nach der die Regierung noch in diesem Herbst für die Legalisierung der religiösen Beschneidungen sorgen soll. Damit wurde gegen die körperliche Unversehrtheit und das Kindeswohl entschieden. Das ist verfassungswidrig und verstößt gegen die UN-Kinderrechtskonvention.

Bisher konnte die deutsche Öffentlichkeit bei dieser großen Debatte unsere Stimme leider nicht vernehmen.

Wir laden alle Medien und alle interessierten Menschen ein, am Freitag den 21. September um 17:00 Uhr nach Köln auf die Domplatte zu kommen und die Erfahrungen von Betroffenen zu hören.

Wir solidarisieren uns mit der Kampagne der Giordano Bruno Stiftung und ihren Partnern und mit allen anderen Kinderrechtsorganisationen, die bis heute und weltweit eine großartige Arbeit für die Kinderrechte und gegen diesen religiös begründeten Angriff auf den Kinderkörper geleistet haben.

Eltern gegen Kinderbeschneidung

Köln Domplatte

17 bis 19 Uhr

Freitag 21. September

Informationen zum Thema rituelle Beschneidung finden Sie bei:

Arbeitskreis Kinderrechte

http://pro-kinderrechte.de/

http://pro-kinderrechte.de/statement-von-eran-sadeh/

Die «Kinderrechtskampagne gegen Zwangsbeschneidung» ist eine Aktion von:

Giordano Bruno Stiftung

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/bundestag-will-kinderrechte-beschneiden

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/vorhautbeschneidung-ist-keine-bagatelle

U n t e r s t ü t z e r :

Evolutionäre Humanisten Berlin-Brandenburg

http://gbs-berlin.org/auf-messers-schneide-fotos-von-der-kundgebung-auf-dem-bebelplatz/

http://gbs-berlin.org/was-nun-herr-senator-heilmann/

http://gbs-berlin.org/nein-zum-geplanten-beschneidungsgesetz/

humanistischer pressedienst

http://hpd.de/node/13684

http://hpd.de/node/13768

netzwerkB

http://netzwerkb.org/category/meldungen/%E2%80%93-rituelle-gewalt/

Zentralrat der Ex-Muslime

http://www.ex-muslime.de/indexAktuell.html

Freidenker-Vereinigung der Schweiz

http://www.frei-denken.ch/de/2012/09/gute-argumente/

MOGIS

http://mogis-verein.de/2012/09/14/petition-26078-zur-beschneidung-endlich-online/

International Coalition for Genital Integrity

http://www.icgi.org/2010/04/infant-circumcision-causes-100-deaths-each-year-in-us/

Circumcision Information Australia

http://www.circinfo.org/parents.html

21 Antworten to “301. Gemeinsam für ein Beschneidungsverbot”

  1. Kalevala Says:

    A neurologist who saw the results to postulated that the data indicated that circumcision affected most intensely the portions of the victim’s brain associated with reasoning, perception and emotions. Follow up tests on the infant one day, one week and one month after the surgery indicated that the child’s brain never returned to its baseline configuration. In other words, the evidence generated by this research indicated that the brain of the circumcised infant was permanently changed by the surgery.

    Dr. Paul D. Tinari, Ph.D.

    http://www.drmomma.org/2009/10/mri-studies-brain-permanently-altered.html

    In a definitive study of the types and degrees of crying during circumcision, psychologists and physicians at Washington University in St. Louis measured cries in exhaustive detail (Porter, Miller, & Marshall, 1986). They discovered that crying correlated with the invasiveness of the surgery. For the thirty babies in the study the frequency of cries shot up from 224 in the ten minutes before restraint, to 1,817 cries during the three minutes of lysis. There were almost as many cries in the following two minutes of clamping, pulling, and cutting.

    Detailed sound portraits (spectrograms) of cries at different stages of the operation were easily sorted into separate piles by strangers who did not know what they were looking at. The variation and urgency of cries was obvious to adult judges who were listening. The degree of urgency matched the stages of wsurgical invasiveness and unmistakably represented degrees of infant pain.

    Babies Remember Pain
    David B. Chamberlain Ph. D.

    PRE- AND PERI-NATAL PSYCHOLOGY, Volume 3, Number 4: Pages 297-310,
    Summer 1989.

    http://www.cirp.org/library/psych/chamberlain/

  2. Narkas Kervantais Says:

    Eltern gegen Kinderbeschneidung

    Köln Domplatte
    17 bis 19 Uhr
    Freitag 21. September

    – – – – – – – – – –

    … Zwar liegt der lokale Schwerpunkt der Kinderrechtskampagne in der Bundeshauptstadt, allerdings finden auch an anderen Orten Aktionen statt. So wird die Initiative „Eltern gegen Kinderbeschneidung“, die vornehmlich aus Menschen muslimischer Herkunft besteht, am Freitag eine Menschenkette auf der Kölner Domplatte bilden (Beginn: 17 Uhr). Auch dort sollen die neuen Materialien der gbs-Kinderrechtskampagne, die mittlerweile von verschiedenen internationalen Organisationen unterstützt wird, zum Einsatz kommen.

    Der Vorstandssprecher der GBS, Michael Schmidt-Salomon, hat in seiner Stellungnahme zum Weltkindertag darauf hingewiesen, dass das Motto „Kinder brauchen Zeit“ recht gut auch das zentrale Ziel der Kampagne umschreibt. Denn man sollte Kindern unbedingt Zeit lassen, ihr eigenes Weltbild zu entwickeln um ihre eigenen Entscheidungen treffen zu können. …

    humanistischer pressedienst: Plakataktion für Kinderrechte gestartet
    hpd 20.09.2012 · Nr. 14020

    http://hpd.de/node/14020

    Giordano Bruno Stiftung: Kinderrechtskampagne gegen Zwangsbeschneidung gestartet

    „Mein Körper gehört mir!“

    http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/mein-koerper-gehoert-mir

    Keine Legalisierung von Knabenbeschneidungen ohne medizinische Indikation!

    „Mein Körper gehört mir!“
    Zwangsbeschneidung ist Unrecht – auch bei Jungen

    http://pro-kinderrechte.de/

  3. Jacques Auvergne Says:

    Complications from circumcision are as high as 55%, according to Patel’s (1966) circumcised-infant cohort study, which reviewed case histories, examined infants in the home, and questioned parents on outcomes, making it the most thorough circumcision-complication study performed to date. Eight percent of boys in the cohort became infected after being circumcised, and they were 700% more likely to have become infected after hospital release than before. Bacterial sepsis and hemorrhage are both frequent fatal complications of circumcision, and circumcised boys are at a higher risk for streptococcus infection (Cleary & Kohl, 1979). Gairdner reported that one in fifty circumcised boys returned to the hospital for treatment of excessive bleeding, some requiring transfusions.

    Infection has become even more of a factor recently with the epidemic of methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) now under way in the United States. The medical literature is replete with reports of MRSA infections occurring first in hospitals and now in the community (Rabin, 2003; Klevens et al., 2007). Circumcised boys are at a higher risk for this “superbug” than intact (not circumcised) boys (Enzenauer et al., 1985), most likely because of the open circumcision wound. A 2003 outbreak of MRSA in a Long Island, New York, hospital maternity ward resulted in three newborns’ being infected: all were boys; all had been circumcised (Rabin). Circumcision is a double whammy when it comes to MRSA: the American Medical Association identified both surgery and young age as risk factors (Zeller, 2007). The mortality rate for neonates once subcutaneous tissue becomes infected is more than 70% (Sawin, Schaller, Tapper, Morgan, & Cahill,1994). The risk from MRSA alone would seem to dictate ceasing the practice of unnecessary surgery such as infant circumcision. …

    In summary: through a thorough review of the literature and the application of common-sense calculations, this study has arrived at a reasoned estimate of circumcision-related neonatal deaths in the United States: approximately 117 per year.

    Bollinger, D. (2010). Lost Boys: An Estimate of U.S. Circumcision-Related Infant Deaths. Thymos: Journal of Boyhood Studies, 4(1), 78-90.

    http://www.davidwilton.com/files/lost-boys—estimate-of-us-circumcision-related-deaths—bollinger-2010.pdf

  4. Kalevala Says:

    Gemeinsam für Kinderschutz – ein Appell für mehr Verantwortung und Augenmaß in der Beschneidungsdebatte

    05.07.2012

    Am vergangenen Wochenende war eine weitere Zuspitzung der Debatte um die religiös motivierte Beschneidung von Jungen zu verzeichnen. Religionskritiker nutzen das Urteil zu einer Generalabrechnung mit den Religionen und begrüßen lautstark das Urteil. Die Gegner wiederum finden immer schärfere Worte der Ablehnung. Es gebe weder einen „Verhandlungsspielraum“, so Dieter Graumann, noch Platz für Kompromisse. Aiman Mazyek möchte einen „Präzedenzfall“ schaffen, um das Bundesverfassungsgericht zu involvieren. Für den Bundesaußenminister Guido Westerwelle ist das „Recht auf Beschneidung eine religiöse Tradition und Ausdruck religiöser Vielfalt“ und er befürchtet „außenpolitische Irritationen“. Politiker wie Volker Beck fordern ein gesetzliches Beschneidungsrecht und Serkan Tören sieht in dem Urteil das Ende jedweder Integration und das Signal, Muslime seien in Deutschland nicht willkommen. …

    Die Ankündigung, einen Präzedenzfall zu schaffen, könnte im Sinne des rechtkräftigen Kölner Urteils durchaus als Aufruf zu einer Straftat gesehen werden. Es ist ethisch fragwürdig und nicht vertretbar, ein Kind gezielt nicht nur aus religiösen sondern nun auch aus Lobby-taktischen Gründen öffentlichkeitswirksam beschneiden zu lassen. …

    Es geht nun darum, verbal abzurüsten und nicht in eine integrationsfeindliche oder gar antisemitische Debatte abzugleiten. Im Interesse der Kinder bedarf es eines Dialoges mit Medizinern sowie Fachleuten aus der Jugendhilfe und des Kinderschutzes, um ein Umdenken und einen Mentalitätswandel einzuleiten. Die Tatsache, dass ein die körperliche Integrität von Kindern erheblich verletzendes Ritual eine jahrtausendalte Tradition ist, rechtfertigt nicht deren Beibehaltung. Das Recht von Kindern auf eine unbeschadete Kindheit sollte als Grundkonsens über allen Religionsgemeinschaften und Wertvorstellungen stehen. Die Verschiebung der Beschneidung in das Erwachsenenalter könnte ein Weg dahin sein.

    Georg Ehrmann, Vorsitzender Deutsche Kinderhilfe

    https://www.kinderhilfe.de/blog/artikel/gemeinsam-fuer-kinderschutz-ein-appell-fuer-mehr-verantwortung-und-augenmass-in-der-beschneidungsdebatte/

  5. Kalevala Says:

    Tel Aviv, 9. Juli 2012

    Sehr geehrter Herr Präsident,
    sehr geehrter Herr Rivlin,

    … Das jüdische Leben zu fördern ist nicht nur ein klares Bekenntnis der deutschen Politik. Die Ausübung der Religionsfreiheit ist in der Bundesrepublik ein verfassungsrechtlicher Grundsatz. Dieser gilt für das Judentum, den Islam und andere Reglionsgemeinschaften gleichermaßen. …

    Das Urteil ist eine Einzelfallentscheidung, die keine bindende Wirkung für andere Gerichte entfaltet. Im Ergebnis wendet sich das Urteil von der in Deutschland herrschenden Rechtsauffassung zur Beschneidung ab. In der Bundesrepublik ist die Zirkumzision seit sechzig Jahren gesellschaftlich und juristisch als einwilligungsfähiger ärztlicher Heileingriff akzeptiert. Diese Entscheidung bedeutet nicht, dass andere Gerichte genauso entscheiden würden. …

    Die Bundesregierung wird das Urteil sorgfältig analysieren und mögliche Konsequenzen dieser Einzelfallentscheidung in Ruhe prüfen.

    Andreas Michaelis
    Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel

    http://www.tel-aviv.diplo.de/Vertretung/telaviv/de/01_20-_20Botschaft/Aktuelle_20Artikel/120709-Brief-an-Rivlin-Beschneidung.html

  6. Querverweis Says:

    Die Pflicht seinen Sohn zu beschneiden ist zunächst Pflicht des Vaters. Kann der Vater seiner Pflicht nicht nachkommen, so entfällt die Pflicht auf das Bet Din, das Gericht. Das Gericht ist dafür zuständig, dass die Gemeinschaft die Tora erfüllt. Darum fallen Pflichten, die durch ein Mitglied der Gemeinschaft nicht erfüllt wurden, auf das Gericht. Wurde ein erwachsener Jude noch nicht beschnitten, so ist es seine Pflicht sich beschneiden zu lassen.

    Heutzutage wissen nur die Wenigsten, wie man beschneidet. Die meisten Beschneidungen werden durch einen Mohel, einen „Beschneider“, vorgenommen. Der Mohel ist ein Fachmann, der diesen Beruf lange lernen muss. Der Mohel kennt die halachischen Aspekte einer Brit Mila, so wie auch die medizinischen. Das Kind durch einen Mohel beschneiden zu lassen ist wohl sicherer als durch einen Chirurgen. Seine persönliche langjährige Erfahrung sowie die von Generation zu Generation weitergegebenen Weisheiten fehlen der modernen Medizin und machen ihn unentbehrlich.

    Der Mohel ist die Hauptfigur bei der Brit Mila. Der Mohel prüft das Kind vor der Mila um sicher zu gehen, dass es gesund ist. Einer der häufigsten Gründe die Mila zu verschieben ist die physiologische Gelbsucht. Die Gelbsucht zeugt von einem hohen Wert an Bilirubin (R.B.C). Sie ist ein Zeichen, dass die Leber noch nicht vollständig funktioniert oder ein Überschuss an roten Blutkörperchen besteht. Eine vollständig funktionierende Leber ist für die Heilung der Wunde wichtig, und darum wird bei Gelbsucht die Brit verschoben. Der Mohel kann anhand der Hautfarbe erkennen, ob die Bilirubin-Werte problematisch sind.

    Die Brit Mila ist die Erfüllung eines Gebots, einer Mizwa, darum darf der Mohel kein Geld für die Arbeit nehmen. Der Mohel darf aber Ersatz für seine Reisekosten verlangen. Er darf auch Geld verlangen für das ihm entgangene Geld, das er während dieser Zeit hätte verdienen können. Viele Mohalim besitzen auch einen anderen Beruf. …

    Wie schon oben erwähnt, besteht die Mila aus zwei Teilen. Das Abschneiden der Vorhaut nennt man Mila (מילה). Danach wird der auf dem Glied verbliebene Vorhautrest in zwei Teile gerissen und nach oben gefaltet. Dies nennt man Pri’a (פריעה). Auch Nichtjuden, die sich aus religiösen (Muslime) oder hygienischen Gründen beschneiden lassen, schneiden die Vorhaut ab, haben also Mila. Die Pri’a aber ist ein rein jüdisches Prozedere. Es ist also gut zu verstehen, warum ohne Pri’a die jüdische Pflicht unerfüllt bleibt. …

    Der Mohel verbindet die Wunde. Eigentlich ist die Beschneidung hier vorbei, aber der spannendste Teil steht noch bevor, denn das Kind bekommt nach der Beschneidung seinen Namen. … Wir sehen, dass der Bund der Beschneidung mit der Namensgebung zu tun hat.

    HAMAKOR
    Brit Mila – der ewige Bund

    http://hamakor.de/lebenszyklus/brit-mila

  7. Chronist Says:

    Einer der elementarsten Funktionen einer Rabbinerorganisation für die jüdische Gemeinschaft ist es, ein Bet Din (Rabbinatsgericht) zu haben. Mit den folgenden Ausführungen soll dieser Begriff klare Definitionen und Formen erhalten und ein Verständnis vermittelt werden, was ein Bet Din ist, wofür es da ist, welche Funktionen es zu erfüllen hat und welche nicht…
    Allgemeines

    Das jüdische Rabbinatsgericht nimmt unter den weltlichen Gerichten einen besonderen Platz ein. Die weltlichen Gerichte folgen dem menschlichen Gesetz, wohingegen das Rabbinatsgericht auf dem Gesetzessystem g“ttlicher Herkunft basieren. Gerechtigkeit gehört zu den Eigenschaften G“ttes und es ist Sein Wille, daß wir nach Seinen Gesetzen richten. Dies erklärt, weswegen in der Torah ausgerechnet der Wochenabschnitt „Mischpatim“, ein detailliertes Rechtssystem beinhaltend, auf die Offenbarung G“ttes am Berg Sinai folgt.

    Ein Bet Din ist eine halachische (jüdisch rechtliche) Instanz, welche aus mindestens drei Rabbinatsrichtern besteht. Zu Zeiten da in Israel noch ausschließlich nach jüdischem Recht gerichtet wurde, konnte je nach Fall die Zusammensetzung auf bis zu 71 Richter anwachsen.

    In heutiger Zeit erfüllt ein Bet Din insbesondere folgende Aufgaben, in welchen er die jüdische Autorität darstellt:

    Gitin – Durchführung religiöser Scheidungen
    Gijurim – Durchführung von Übertritten zum Judentum
    Dinej Torah – Behandeln jüdischer Rechtsfälle
    Berur Jahadut – Klärung des jüdischen Status im Zweifelsfall

    Darüber hinaus ist der Bet Din Ansprechpartner und steht für Klärung halachischer Probleme zur Verfügung.

    Bet Din der ORD

    Seit 2004 existiert ein Bet Din in Zusammenarbeit der ORD mit dem Oberrabbinat in Israel. Dies gewährleistet automatisch, dass die Tätigkeiten und Beschlüsse des Bet Din vom Oberrabbinat in Israel anerkannt werden. In der Regel setzt sich dieses aus zwei Dajanim (Rabbinatsrichter), welche vom Oberrabbiner Israels gesandt werden, und einem dritten Dajan aus den Reihen der Rabbiner der ORD zusammen. Dieses Gremium hält ca. drei Mal jährlich 3-4 tägige Tagungen ab und behandelt alle anstehenden Fälle, welche an den Bet Din über die ORD herangetragen und beantragt werden.

    Tätigkeit des Bet Din

    In diesem Rahmen wurden in den vergangenen sechs Jahren ca. rund 200 Fälle behandelt. Der Bet Din hat dabei etwa 35 Gitin (religiöse Scheidungen) und 60 Gijurim (Übertritte zum Judentum) durchgeführt und bei vielen Anträgen und komplizierten Anfragen Entscheidungen herbeigeführt. Insbesondere im vergangenen Jahr kann die ORD auf aktive und fruchtbare Tätigkeit des Bet Din zurückblicken. Die Kombination von halachischer Kompetenz, menschliches Feingefühl und Effizienz lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken und darauf hoffen, dass der Bet Din auch weiterhin an der Bildung und Stärkung jüdischen Lebens in Deutschland und der damit verbundenen g“ttlichen Inspiration seinen Anteil tragen möge.

    http://www.ordonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=77:der-beit-din&catid=110:ord&Itemid=58

    http://www.ordonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=77%3Ader-beit-din&catid=110%3Aord&Itemid=1

  8. Kalevala Says:

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    Kinderquälen nur mit Betäubung bitte – alle Arbeit für das amerikanische Elternwunschgenital; weiter unten Hinweise auf den besser arbeitenden Schmerzforscher KJS Anand:

    ABSTRACT. To evaluate the effectiveness of the dorsal penile nerve block in reducing the stress of circumcision upon newborns, physiologic measurements in 30 healthy full-term infants (including transcutaneous oxygen levels, crying time, heart rate, and respiratory rate) were monitored continuously before, during, and after the operation. Infants receiving the dorsal penile nerve block with lidocaine (1% Xylocaine) (N = 20) experienced significantly less stress, as evidenced by smaller decreases in transcutaneous oxygen pressure levels, less time spent crying, and smaller increases in heart rate, than infants circumcised in an identical manner without anesthetic (N = 10). No complications resulted from injection of the local anesthetic or from the circumcision procedure itself. Inasmuch as dorsal penile nerve block has a low complication rate, is simple to learn, and adds little time or expense to the overall procedure, and if it proves to be as effective clinically as the physiologic data indicate, the dorsal penile nerve block should be considered for every infant undergoing circumcision.

    PEDIATRICS, Volume 71 Number 1, Pages 36-40,
    January 1993.

    Physiologic Stress Reduction by a Local
    Anesthetic During Newborn Circumcision
    Paul S. Williamson, MD, FAAFP, and Marvel L. Williamson, RN, MSN

    From the University of Iowa and Clinics, Iowa City

    http://www.cirp.org/library/pain/williamson/

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    A controlled, double-blind investigation was undertaken to determine whether regional anesthesia by dorsal penile nerve block (DPNB) could effectively minimize the pain and behavioral disruptions usually associated with newborn circumcision. Fifteen infants had DPNB with lidocaine, eight control infants had DPNB with saline, and eight additional control infants were circumcised without undergoing DPNB. Newborn distress was gauged by subjective observation, measurement of heart rate, and the percent of time spent crying in six sequential timed intervals during circumcision. Ninety-three percent of subjects who received lidocaine were observed to have a decrease in agitation after anesthetic administration. The mean increase in heart rate during circumcision was at least 50 percent less in the lidocaine injected group than in either control group (p less than 0.01). Infants who had DPNB with lidocaine cried 50 percent less during circumcision compared to combined controls (p less than 0.01). DPNB was easily administered, and there were no significant complications. Physicians who circumcise newborns have good reason to employ the technique of dorsal penile nerve block with lidocaine to minimize infant pain and distress.

    [CIRP Note: This study reflects that DPNB reduces but does NOT eliminate the pain, stress, and trauma of neonatal circumcision in most but NOT all infants.]

    CLINICAL PEDIATRICS (Phila), Volume 22 Number 12: Pages 813-818,
    December 1983.

    Regional anesthesia during newborn circumcision. Effect on infant pain response.

    Holve RL, Bromberger PJ, Groveman HD, Klauber MR, Dixon SD, Snyder JM.

    http://www.cirp.org/library/pain/holve1/

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    Cardiorespiratory Changes

    Changes in cardiovascular variables, transcutaneous partial pressure of oxygen, and palmar sweating have been observed in neonates undergoing painful clinical procedures. In preterm and full-term neonates undergoing circumcision or heel lancing, marked increases in the heart rate and blood pressure occurred during and after the procedure. The magnitude of changes in the heart rate was related to the intensity and duration of the stimulus …

    Hormonal and Metabolic Changes

    … In neonates undergoing circumcision without anesthesia, plasma cortisol levels increased markedly during and after the procedure. …

    Crying

    … Changes in the patterns of neonatal cries have been correlated with the intensity of pain experienced during circumcision and were accurately differentiated by adult listeners. …

    Complex Behavioral Responses

    Alterations in complex behavior and sleep-wake cycles have been studied mainly in newborn infants undergoing circumcision without anesthesia. Emde and coworkers observed that painful procedures were followed by prolonged periods of non-rapid-eye-movement sleep in newborns and confirmed these observations in a controlled study of neonates undergoing circumcision without anesthesia. Similar observations have been made in adults with prolonged stress. Other subsequent studies have found increased wakefulness and irritability for an hour after circumcision, an altered arousal level in circumcised male infants as compared with female and uncircumcised male infants, and an altered sleep-wake state in neonates undergoing heel-stick procedures. In a double-blind, randomized controlled study using the Brazelton Neonatal Behavioral Assessment Scale, 90 percent of neonates had changed behavioral states for more than 22 hours after circumcision, whereas only 16 percent of the uncircumcised infants did. It was therefore proposed that such painful procedures may have prolonged effects on the neurologic and psychosocial development of neonates. A similar randomized study showed the absence of these behavioral changes in neonates given local anesthetics for circumcision. …

    MEMORY OF PAIN IN NEONATES

    The persistence of specific behavioral changes after circumcision in neonates implies the presence of memory. In the short term, these behavioral changes may disrupt the adaptation of newborn infants to their postnatal environment, the development of parent-infant bonding, and feeding schedules. In the long term, painful experiences in neonates could possibly lead to psychological sequelae, since several workers have shown that newborns may have a much greater capacity for memory than was previously thought. …

    THE NEW ENGLAND JOURNAL OF MEDICINE, Volume 317, Number 21: Pages 1321-1329,
    19 November 1987.

    PAIN AND ITS EFFECTS IN THE HUMAN NEONATE AND FETUS

    K.J.S. ANAND, M.B.B.S., D.PHIL., AND P.R. HICKEY, M.D

    … PHYSIOLOGIC CHANGES ASSOCIATED WITH PAIN

    http://eileen.undonet.com/Main/fetlpain/PainNEJM1987.htm

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  9. 10 Thesen und Antithesen Says:

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    Die Beschneidung von Jungen aus religiösen Motiven ist eine Straftat!

    Religionen sind zu schonen – um jeden Preis?
    10 Thesen und Antithesen
    Von Dr. Meike Beier & Mario Lichtenheldt

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/erklaerung-zum-koelner-beschneidungsurteil.html

    als pdf-Datei

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/fileadmin/beschneidung-von-knaben/erkl%C3%A4rung_zum_K%C3%B6lner_Urteil/koelner_beschneidungsurteil.pdf

    hier sogar beim stets lesenswerten Me-Ti Blog der Wendungen

    Religionen sind zu schonen – um jeden Preis?
    10 Thesen und Antithesen
    Von Dr. Meike Beier & Mario Lichtenheldt

    http://blog-der-wendungen.blogspot.de/2012/07/erklarung-zum-kolner.html

    hier bei Pro Kinderrechte

    Religionen sind zu schonen – um jeden Preis?
    10 Thesen und Antithesen

    Die Beschneidung von Jungen aus religiösen Motiven ist eine Straftat!

    http://pro-kinderrechte.de/religionen-sind-zu-schonen-um-jeden-preis-10-thesen-und-antithesen/

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  10. Cees van der Duin Says:

    Trotz momentaner Nichbeschneidung aus sechs Gründen gar kein gutes Urteil vom Oberlandesgericht Hamm:

    1. nur die prekäre Zugehörigkeit zum „Neo-Stamm“ der Evangelischen schützt ein bisschen vor der Jungenbeschneidung, 2. wenn die Mutter beim Vorhautamputieren zuguckt ist alles eher in bester Ordnung, 3. ein bisschen Plappern mit dem Kind legalisiert die MGM und 4. die Spezies der Muslime oder Juden dürfte sowieso beschneiden.

    5. Auch ein häufiger Besuch in Kenia wäre vielleicht eine nordrhein-westfälische Beschneidungserlaubnis.

    6. „Medizinische Risiken“ und „Schmerzen“ sind im Namen des Volkes gefälligst zu akzeptieren: „weil diese Umstände mit jeder nicht medizinisch indizierten Beschneidung verbunden seien“.

    7. Ganz schlimm: das örtliche Jugendamt wird durch das gestrige Gerichtsurteil zur beschneidungsbilligenden Instanz geadelt!

    Ein erneuter schwarzer Tag für das Kindeswohl!
    Cees van der Duin

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    OLG untersagt Mutter, Sohn beschneiden zu lassen

    … Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat die 2012 neu geschaffene Beschneidungsvorschrift aus religiösen oder kulturellen Motiven im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) erstmals konkretisiert. In einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil vom 30. August hat das OLG einer Mutter untersagt, ihren sechsjährigen Sohn beschneiden zu lassen (Az.: 3 UF 133/13). Die Richter bestätigten damit eine Entscheidung des Amtsgerichts Dortmund, das die Beschneidung ohne medizinische Indikatoren nicht zugelassen hatte.

    Der 3. Familiensenat bemängelte, dass die Mutter das Kindswohl ihres Sohnes nicht berücksichtigt habe. Die Entscheidung zu einer Beschneidung sei ohne Einbeziehung des Jungen gefallen. …

    Die geschiedenen Eltern aus Dortmund hatten sich gestritten, ob die aus Kenia stammende Mutter den Sohn beschneiden lassen darf. Zur Begründung führte sie die kulturellen Riten ihres Heimatlandes an. Ihr Sohn sollte bei Besuchen in Kenia als vollwertiger Mann angesehen und geachtet werden.

    Das Gericht aber sah darin keine Rechtfertigung. Der Lebensmittelpunkt der Familie sei in Deutschland, Besuche in Kenia seien selten möglich und das Kind evangelisch getauft. Die Intimhygiene des Kindes sah das Gericht ohne Beschneidung nicht gefährdet. Dafür aber das psychische Wohl des Jungen.

    Die Richter merkten kritisch an, dass die Mutter es abgelehnt hatte, ihr Kind zu dem Eingriff zu begleiten. …

    dpa/bar
    DIE WELT 25.09.2013

    http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article120379818/OLG-untersagt-Mutter-Sohn-beschneiden-zu-lassen.html

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    Oberlandesgericht Hamm, Beschluss vom 30.08.2013
    – 3 UF 133/13 –
    Gefährdung des Kindswohls – Kindsmutter darf Sohn nicht beschneiden lassen
    Oberlandesgericht Hamm konkretisiert die neue Beschneidungs­vorschrift (§ 1631 d BGB)

    Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass die Kindesmutter ihren Sohn zurzeit nicht beschneiden lassen darf und die Entscheidungsbefugnis über diese Frage dem zuständigen Jugendamt als Ergänzungspfleger übertragen bleibt.

    Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Einwilligung der sorgeberechtigten Mutter in eine Beschneidung lägen allerdings nicht vor. Auch wenn ein Sechsjähriger noch nicht in der Lage sei, über seine Beschneidung selbst zu entscheiden, verpflichte die gesetzliche Vorschrift die sorgeberechtigten Eltern und – im Falle eines mehr als sechs Monate alten Kindes – auch den Arzt, die Beschneidung mit dem Kind in einer seinem Alter und Entwicklungsstand entsprechenden Art und Weise zu besprechen und die Wünsche des Kindes bei der elterlichen Entscheidung zu berücksichtigen. Eine diesen Anforderungen entsprechende Beteiligung des Kindes habe im vorliegenden Fall noch nicht stattgefunden.

    Die von den sorgeberechtigten Eltern bzw. dem allein sorgeberechtigten Elternteil erteilte Einwilligung zur Beschneidung sei zudem nur dann wirksam, wenn diese über den Eingriff zuvor ordnungsgemäß und umfassend aufgeklärt worden seien. Eine dementsprechende Aufklärung der Kindesmutter sei bislang ebenfalls nicht dargelegt worden.

    Im vorliegenden Fall sei es außerdem gerechtfertigt, der Kindesmutter die Befugnis zur Einwilligung in eine Beschneidung ihres Kindes vorläufig zu entziehen. Zurzeit spreche eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine Gefährdung des Kindeswohls, wenn eine Beschneidung vollzogen werde. …

    Die Motive der Kindesmutter für eine Beschneidung könnten zwar grundsätzlich eine nicht medizinisch indizierte Beschneidung rechtfertigen. Im vorliegenden Fall hätten sie allerdings ein geringeres Gewicht, weil die Familie der Kindesmutter ihren ständigen Lebensmittelpunkt in Deutschland habe, Besuche in Kenia selten möglich seien und der Junge auch evangelisch getauft sei. Zudem sei nicht ersichtlich, dass die Intimhygiene des Kindes ohne die Beschneidung gefährdet sei. Gegen eine Beschneidung spreche nicht, dass diese medizinische Risiken habe und Schmerzen verursachen könne, weil diese Umstände mit jeder nicht medizinisch indizierten Beschneidung verbunden seien. Im vorliegenden Fall gebe es aber gewichtige Gründe dafür, dass eine zum jetzigen Zeitpunkt durch die Kindesmutter veranlasste Beschneidung das psychische Wohl des Sechsjährigen beeinträchtige, insbesondere weil sich die Kindesmutter nach eigenen Angaben außerstande sehe, ihren Sohn bei dem Eingriff – auch wenn er ihn ablehnen sollte – zu begleiten.

    http://www.kostenlose-urteile.de/OLG-Hamm_3-UF-13313_Gefaehrdung-des-Kindswohls-Kindsmutter-darf-Sohn-nicht-beschneiden-lassen.news16867.htm

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  11. Dwarslöper Says:

    Tonio Walter vergleicht die jetzige Gesetzgebung zu MGM und FGM und stellt eine Ungleichbehandlung überzeugend als verfassungswidrig dar. Walter irrt jedoch, die Nervenenden (Rezeptoren) betreffend sind männliche und weibliche Vorhaut nicht vergleichbar, eher schon männliche Vorhaut und Klitoris.

    Die männliche Vorhaut enthält Verzweigungen des Dorsalnervs sowie zwischen 10.000 bis 20.000 spezialisierte erotogene Nervenendigungen verschiedener Typen
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    Damit verstößt der neue Paragraf 226a StGB gegen einen zentralen Satz des Grundgesetzes: dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Denn eine Teilentfernung der weiblichen Vorhaut, erst recht ein bloßer Einschnitt in sie, ist nicht gravierender als die Beschneidung eines Jungen. Im Gegenteil, das radikale, vollständige Wegschneiden der Vorhaut eines Jungen geht weiter.

    Durch ihn soll „das Bewusstsein für das Unrecht der Genitalverstümmelung geschärft werden“. Aber eben nur, soweit sie Mädchen oder Frauen betrifft. In Verbindung mit Paragraf 1631d BGB, der die Beschneidung von Jungen legalisiert, verkündet der neue Tatbestand damit folgende Botschaft: Das, was eine Frau körperlich ausmacht, ist unantastbar. Aber das, was einen Mann körperlich ausmacht, darf zurechtgeschnitten werden. Das weibliche Geschlecht ist sakrosankt, das männliche disponibel. …

    aus: Das unantastbare Geschlecht. In Deutschland wird jetzt Genitalverstümmelung bestraft – aber nur, wenn Frauen die Opfer sind

    von: Tonio Walter
    in: ZEIT online 14.07.2013

    http://www.zeit.de/2013/28/genitalverstuemmelung-gesetz-frauen/komplettansicht

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    Gerhard Hafner, immerhin, denkt über die zurzeit leider legalisierte Versehrbarkeit des männlichen gegenüber dem weiblichen kindlichen Genitalbereich nach.

    Auch Hafner scheint die Anzahl der Nervenenden der Vorhaut, speziell von Vorhautinnenseite und Bändchen (Stichwort Gefurchtes Band) sowie die Rezeptorendichte der weiblichen Klitorisvorhaut nicht zu kennen:

    Stellen wir uns folgendes Gesetz vor: Wer die äußeren Genitalien einer männlichen Person verstümmelt, wird mit Freiheitsentzug nicht unter einem Jahr bestraft. Gleichgültig, ob es sich um einen Jungen oder um einen erwachsenen Mann handelt, egal ob unter Narkose und wie viel am Penis geschnitten wurde, egal ob der Beschnittene einwilligt oder nicht, der Täter oder die Täterin muss für bis zu 15 Jahre hinter Gitter. Denn: Jegliche Verstümmelung von Genitalien verstößt gegen die guten Sitten.

    War dies das Ergebnis der hitzigen Beschneidungsdebatte, die vor einem Jahr aus Anlass eines Gerichtsurteils begann und Deutschland in zwei Lager, in Beschneidungsgegner und Beschneidungsanhänger, teilte? Natürlich nicht. Ende Juni dieses Jahres fügte der Bundestag – von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt – im Strafgesetzbuch den Paragrafen 226a ein. Dort heißt es: „Wer die äußeren Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.“ Bis zu 15 Jahren. Der strafrechtliche Schutz wird damit auf nur ein Geschlecht beschränkt. Das allein ist natürlich schon ein Gewinn, denn bisher wurde die Verstümmelung weiblicher Genitalien lediglich als schwere Körperverletzung mit einer Haft von maximal zehn Jahren geahndet. …

    Während nun die Folgen für die Gesundheit und die Sexualität bei schweren Formen der weiblichen Genitalverstümmelung nicht infrage stehen, sind die weniger einschneidenden Fälle in ihrer Wirkung durchaus mit der männlichen Beschneidung vergleichbar. Darauf hat der Strafrechtler Reinhard Merkel bereits letztes Jahr beim Hearing des Ethikrats hingewiesen. Die Krux dieser Gleichstellung: Da die Klitorisvorhaut das Pendant der Vorhaut des Mannes ist, müsste konsequenterweise die Beschneidung der männlichen Vorhaut ebenfalls, wie die Weltgesundheitsorganisation dies für die Entfernung der Klitorisvorhaut bei Frauen tut, als ein klarer Fall von Genitalverstümmelung gelten. …

    aus: Geht der Streit weiter?

    von: Gerhard Hafner
    in: derFreitag 25.07.2013

    http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/geht-der-streit-weiter

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    Das Gefurchte Band der Menschlichen Vorhaut
    „vormals Frenarband genannt“

    TAYLOR und Kollegen merkten weiterhin an, dass das gefurchte Band stark vaskularisiert [von vielen Blutgefäßen durchzogen d. h. stark durchblutet] ist – eine Eigenschaft, die für Teile des Nervensystems typisch sind. …

    „Die gefurchte Schleimhaut ist eine gefäßreiche Zone von spezialisiertem Nervengewebe, die eine dichte Konzentration spezialisierter erotogener Nervenrezeptoren enthält. Die Eversion (Ausstülpen) und Reversion (Einstülpen) der Vorhaut während der Erektion und dem sexuellen Spiel sorgen dafür, dass die Falten der gefurchten Schleimhaut sich wie die Bügel eines Akkordions ausdehnen und wieder zusammenziehen. Diese Bewegung ermöglicht es jeder Oberfläche der Falten mit dem Eichelkranz in Berührung zu kommen. Das Ausfalten und Einfalten der gefurchten Schleimhaut über der Eichel sorgt dafür, dass alle erotogenen* Nervenenden stimuliert werden, was das sexuelle Vergnügen steigert. Wenn die Vorhaut vollkommen umgestülpt ist, ist die gefurchte Schleimhaut um den Schaft des Penis neu positioniert.“

    (Fleiss PM, Hodges FM. What Your Doctor May Not Tell You About Circumcision. New York: Warner Books, 2002, p. 7-8.)

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/medizinisches-grundwissen/anatomie-und-funktion-der-vorhaut/anatomie-und-besondere-komponenten-der-vorhaut/gefurchtes-band.html

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  12. Bragalou Says:

    noch zu den Themen Jungenbeschneidung, verzichtbare kindliche genitale Unversehrtheit und elterliche äh himmlische Allmacht.

    Quellen zum Urteil aus Hamm (September 2013) und zum Fall des einstweilen nicht zu beschneidenden sechsjährigen und evangelisch getauften Sohn einer beschneidungsgläubigen Mutter, die aus Kenia stammt
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    Az.: 3 UF 133/13

    HAMM dpa | Das Oberlandesgericht Hamm hat die 2012 neu geschaffene Beschneidungsvorschrift aus religiösen oder kulturellen Motiven im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) erstmals konkretisiert. In einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil vom 30. August hat das OLG einer Mutter untersagt, ihren sechsjährigen Sohn beschneiden zu lassen (Az.: 3 UF 133/13). Die Richter bestätigten damit eine Entscheidung des Amtsgerichts Dortmund, das die Beschneidung ohne medizinische Indikatoren nicht zugelassen hatte.

    Der 3. Familiensenat bemängelte, dass die Mutter das Kindswohl ihres Sohnes nicht berücksichtigt habe. Die Entscheidung zu einer Beschneidung sei ohne Einbeziehung des Jungen gefallen. Zwar sei der Junge in dem Alter noch nicht in der Lage, diese Frage selbst zu entscheiden. Arzt und Mutter müssen aber nach Auffassung der Richter je nach Alter und Entwicklungsstand mit dem Kind reden und seine Wünsche berücksichtigen. In dem vorliegenden Fall sei das nicht geschehen.

    Die geschiedenen Eltern aus Dortmund hatten sich gestritten, ob die aus Kenia stammende Mutter den Sohn beschneiden lassen darf. Zur Begründung führte sie die kulturellen Riten ihres Heimatlandes an. Ihr Sohn sollte bei Besuchen in Kenia als vollwertiger Mann angesehen und geachtet werden. Das Gericht aber sah darin keine Rechtfertigung. Der Lebensmittelpunkt der Familie sei in Deutschland, Besuche in Kenia seien selten möglich und das Kind evangelisch getauft.

    Die Intimhygiene des Kindes sah das Gericht ohne Beschneidung nicht gefährdet. Dafür aber das psychische Wohl des Jungen. Die Richter merkten kritisch an, dass die Mutter es abgelehnt hatte, ihr Kind zu dem Eingriff zu begleiten. Der Beschluss des OLG ist rechtskräftig.

    taz 25.09.2013

    http://www.taz.de/!124432/

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    Obwohl der Bundestag Beschneidungen Ende 2012 gesetzlich erleichtert hatte , darf eine kenianisch stämmige Mutter aus Dortmund ihren Jungen nicht beschneiden lassen. Das Hammer Oberlandesgericht (OLG) bestätigte am 30. August ein Urteil des Dortmunder Familiengerichts in diesem Fall und veröffentlichte es am Mittwoch (AZ: 3 UF 133/13).

    Der konkrete Fall ist kompliziert: Das Kind lebt im Haushalt der 31-jährigen Mutter, die das alleinige Sorgerecht für den Jungen hat. Sie will den Jungen nach Angaben des Gerichts entsprechend den kulturellen Riten Kenias beschneiden lassen, damit er bei Besuchen in Kenia – insbesondere auch von ihrer Verwandtschaft – als vollwertiger Mann angesehen und geachtet werde.

    Das OLG entschied, dass im Dortmunder Fall nicht die Mutter über die Beschneidung entscheiden darf, sondern das Dortmunder Jugendamt. Grund dafür unter anderem: Weder Kind noch Mutter sind über den Eingriff und die damit verbundenen Risiken aufgeklärt worden.

    Die Mutter darf laut Gericht auch vorläufig weiterhin keine Beschneidung veranlassen, weil Kind und Mutter ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland hätten und nur selten nach Kenia fahren. Auch sei der Junge evangelisch getauft.

    Das Gericht schreibt weiterhin: „Im vorliegenden Fall gebe es gewichtige Gründe dafür, dass eine zum jetzigen Zeitpunkt durch die Kindesmutter veranlasste Beschneidung das psychische Wohl des Sechsjährigen beeinträchtige.“ Hinzu kommt im konkreten Fall: Die Mutter will das Kind nicht zu der Operation begleiten.

    WAZ 25.09.2013

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    OLG Hamm: Kindeswohl gefährdet

    … Der Mutter, die aus Kenia stammt, steht das alleinige Sorgerecht zu. Sie wollte ihren sechsjährigen Sohn entsprechend den kulturellen Riten ihres Heimatslandes beschneiden lassen. In Kenia werde der Junge nur so als vollwertiger Mann anerkannt. Daneben hielt sie den Eingriff auch aus hygienischen Gründen für notwendig.

    Nach der neuen Vorschrift habe die Mutter grundsätzlich das Recht, in die Beschneidung ihres Kindes einzuwilligen, solange der Junge dies nicht selbst entscheiden könne, betonten die Richter. Allerdings fehle es hierzu an den nötigen Voraussetzungen. Denn das Thema sei mit dem Sohn noch nicht hinreichend besprochen worden, diese Pflicht treffe auch den behandelnden Arzt. Der Junge könne zwar noch nicht selbst über den Eingriff entscheiden, seine Wünsche müssten aber berücksichtigt werden. Aber auch die Mutter selbst sei über die Reichweite des geplanten Eingriffs noch nicht umfassend aufgeklärt worden.

    Daher sei es gerechtfertigt, der Mutter die Befugnis zur Einwilligung vorläufig zu entziehen. Andernfalls spreche viel für eine Gefährdung des Kindeswohls. Das OLG gab zu verstehen, dass dies immer von den Umständen des Einzelfalls abhänge. Hier habe die Mutter ihren ständigen Lebensmittelpunkt in Deutschland. Ihre Motive für eine Beschneidung, die auf den Verhältnissen in Kenia beruhen, hätten daher wenig Gewicht.

    Zu berücksichtigen sei hingegen, dass der Sohn evangelisch getauft sei und die Mutter angegeben habe, ihren Sohn bei dem Eingriff nicht begleiten zu können. Letzteres könne das psychische Wohl des Jungen beeinträchtigen. Der Beschluss ist rechtskräftig.

    Legal Tribune Online 25.09.2013

    http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/olg-hamm-beschluss-3-uf-133-13-beschneidung-norm-konkretisierung/

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    … Die Entscheidung beruht insofern auf einem sehr speziellen Fall. Sie lässt aber deutlich erkennen, dass durch die neue Vorschrift nicht zwangsläufig jede Beschneidung, die per se mit religiösen oder kulturellen Riten begründet wird, vom Gericht auch als durch den § 1631d BGB legitimiert angesehen wird, die neugeschaffene Regelung somit also keinen Blankoscheck darstellt. Gerade auch der Begriff „Kindeswohl“, der ausdrücklich im Gesetz angeführt wurde, wird insofern noch oft von Gerichten mit Inhalt gefüllt werden müssen. Auch die Ansicht des OLG Hamm, dass die Intimhygiene nicht als Begründung für eine Beschneidung angesehen werden kann, ist insofern als wichtig anzusehen, da gerade diese Intimhygiene, neben dem Schutz vor ansteckenden Krankheiten, gerne in Debatten als Pro-Beschneidungs-Argument genutzt wird. …

    Bettina Hammer 26.09.2013

    http://www.heise.de/tp/blogs/5/155034

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    … Im vorliegenden Fall sei es außerdem gerechtfertigt, der Kindesmutter die Befugnis zur Einwilligung in eine Beschneidung ihres Kindes vorläufig zu entziehen. Zurzeit spreche eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine Gefährdung des Kindeswohls, wenn eine Beschneidung vollzogen werde. Das folge aus den von den Richtern zu beurteilenden Umständen des Einzelfalls. Die Motive der Kindesmutter für eine Beschneidung könnten zwar grundsätzlich eine nicht medizinisch indizierte Beschneidung rechtfertigen. Im vorliegenden Fall hätten sie allerdings ein geringeres Gewicht, weil die Familie der Kindesmutter ihren ständigen Lebensmittelpunkt in Deutschland habe, Besuche in Kenia selten möglich seien und der Junge auch evangelisch getauft sei. Zudem sei nicht ersichtlich, dass die Intimhygiene des Kindes ohne die Beschneidung gefährdet sei. Gegen eine Beschneidung spreche nicht, dass diese medizinische Risiken habe und Schmerzen verursachen könne, weil diese Umstände mit jeder nicht medizinisch indizierten Beschneidung verbunden seien. Im vorliegenden Fall gebe es aber gewichtige Gründe dafür, dass eine zum jetzigen Zeitpunkt durch die Kindesmutter veranlasste Beschneidung das psychische Wohl des Sechsjährigen beeinträchtige, insbesondere weil sich die Kindesmutter nach eigenen Angaben außerstande sehe, ihren Sohn bei dem Eingriff – auch wenn er ihn ablehnen sollte – zu begleiten. .

    Familienrecht-Informationen 06.10.2013

    http://www.familienrecht-informationen.de/?id=17&artikel_id=12323

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  13. Bragalou Says:

    und hier ist der Beschluss
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    Oberlandesgericht Hamm, 3 UF 133/13

    30.08.2013
    Oberlandesgericht Hamm
    3. Senat für Familiensachen
    Beschluss

    Aktenzeichen:
    3 UF 133/13

    Vorinstanz:
    Amtsgericht Dortmund, 113 F 1527/13
    Schlagworte:
    Anforderungen des FamFG an den Prüfungsmaßstab in einstweiligen Anordnungsverfahren zum Sorgerecht; Voraussetzungen für die gerichtliche Regelung der Entscheidungsbefugnis bzgl. der vom sorgeberechtigten Elternteil beabsichtigten und vom anderen Elternteil abgelehnten, nicht medizinisch indizierten Beschneidung eines Sohnes aus kulturell-rituellen (hier dem kenianischen Ritus folgenden) Gründen nach § 1631 d BGB n. F.

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    Je nach der hohen oder weniger hohen Schutzwürdigkeit des im Vordergrund stehenden Motivs des sorgeberechtigten Elternteils zugunsten der beabsichtigten Beschneidung kann die Schwelle der entgegenstehenden Kindeswohlgefährdung niedriger als nach dem allgemeinen Maßstab des § 1666 BGB anzusetzen sein.

    Die Kindesmutter, die in ihrer positiven Haltung zu der Beschneidung aus kenianischen rituellen und kulturellen sowie hygienischen Gründen als festgelegt erscheint, hat zwar mitgeteilt, ursprünglich für den 25.03.2013 in der Arztpraxis des Dr. B einen Termin zur Beschneidung des Kindes G vereinbart zu haben. Dass sie vor ihrer endgültigen Entscheidung über den damals bereits fest geplanten Eingriff allerdings in dem gebotenen Umfang durch diesen Arzt oder in den seitdem vergangenen Monaten durch diesen oder einen anderen Arzt umfassend ärztlich über den Eingriff und seine Risiken aufgeklärt worden sein könnte, hat die Kindesmutter indes bisher selbst nicht hinreichend dargelegt und glaubhaft gemacht.
    33

    ff) Im Übrigen ist das Familiengericht im Ergebnis zu Recht im Rahmen einer summarischen Prüfung davon ausgegangen, dass eine für den Erlass der einstweiligen Anordnung erforderliche überwiegende Wahrscheinlichkeit für die Behauptung des Kindesvaters besteht, dass durch die Beschneidung im Sinne des § 1631 d Abs. 1 S. 2 BGB – auch unter Berücksichtigung und Würdigung ihres Zweckes – eine Kindeswohlgefährdung für G bestünde. Hiervon ist im Ausgangspunkt entsprechend der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu § 1666 BGB auszugehen, wenn eine gegenwärtige, in einem solchen Maße vorhandene Gefahr vorliegt oder unmittelbar bevorsteht, dass sich bei der weiteren Entwicklung der Dinge eine erhebliche Schädigung des geistigen oder leiblichen Wohls des Kindes mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt (vgl. BGH, Entscheidung vom 25.11.2011, XII ZB 247/11, recherchiert bei juris, Rn. 25, NJW 2012, S. 151 ff. mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen). Indem der Gesetzgeber in § 1631 d Abs. 1 S. 2 BGB auch den Zweck der Beschneidung mit in die Berücksichtigung einzieht, hat er jedoch deutlich gemacht, dass das Kindeswohl insoweit kein feststehender Begriff ist. Je nach der Schutzwürdigkeit des im Vordergrund stehenden Motivs für die Beschneidung kann die Schwelle einer Kindeswohlgefährdung niedriger als nach dem dargelegten allgemeinen Maßstab des § 1666 BGB anzusetzen sein (vgl. Hamdan, in: juris-PK-BGB, a. a. O., Rn. 18 und 19).

    (1) Vorliegend hat die Kindesmutter im Wesentlichen die folgenden Motive geltend gemacht:
    35

     G solle entsprechend dem in Kenia kulturell üblichen Ritus beschnitten werden, da er bei seinen Besuchen dort ansonsten – auch von seinen Verwandten – nicht als vollwertiger Mann angesehen werde. In Afrika sei das so, alle Jungen müssten das machen. In jedem Telefonat mit ihren Verwandten in Kenia, mit denen sie eng verwurzelt sei, werde sie gefragt, ob ihr Sohn G nun endlich beschnitten sei.
    36

     Die Frage der Beschneidung sei zudem eine Frage von Hygiene und Sauberkeit.

    (…)

    (2) Auf der anderen Seite haben der Kindesvater, der Vertreter des Jugendamtes, der Ergänzungspfleger sowie die schriftlich und mündlich jeweils kurz angehörte Sachverständige Dipl.-Psych. L tatsächliche Umstände glaubhaft gemacht, die eine Gefährdung des Wohls Gs im Falle der Beschneidung bei vorläufiger Betrachtung als wahrscheinlich und gegenüber den Motiven der Kindesmutter nach derzeitigem Erkenntnisstand überwiegend erscheinen lassen.
    39

    (aa) Die von dem Kindesvater angeführten verbleibenden medizinischen Restrisiken auch einer ärztlich ordnungsgemäßen Beschneidung sowie die von mehreren Beteiligten und der Sachverständigen aufgeführten mit dem Eingriff verbundenen Schmerzen sind insoweit für sich genommen allerdings nicht entscheidungserheblich, denn diese liegen auch bei jeder medizinisch indizierten Beschneidung vor. Würde man auf diese Risiken und Schmerzen abstellen, würde das Recht der Eltern aus § 1631 d Abs. 1 BGB ausnahmslos ins Leere laufen, da jeder medizinisch nicht indizierte Eingriff dann bereits wegen der gesundheitlichen Restrisiken und der durch den Eingriff zugefügten Schmerzen zu unterbleiben hätte. Bzgl. dieser Folgen muss es nach dem oben Gesagten aber genügen, wenn sich die sorgeberechtigten Eltern vor der Zustimmung zu dem Eingriff umfassend ärztlich aufklären lassen.

    (…)

    http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/hamm/j2013/3_UF_133_13_Beschluss_20130830.html

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  14. Machandelboom Says:

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    Thema Kinderpenis – vorangestellt sei stets diese Warnung von ICGI:

    ACHTUNG: Bleiben Sie während aller medizinischen Untersuchungen bei ihrem Jungen. Einige Beschäftigte im Gesundheitsbereich könnten versuchen, gewaltsam seine Vorhaut zurückzuziehen. Sagen Sie vor jeder Untersuchung: “Bitte ziehen Sie seine Vorhaut nicht zurück.“

    CAUTION: Stay with your boy during all medical examinations. Some health-care professionals might forcibly retract his foreskin. Before every examination say, “Please, do not retract his foreskin.”

    http://www.icgi.org/information/penile-care-information/

    +++++

    Forist Sokrates (heute Heute, 04:40 Uhr) von Beschneidungsforum entdeckte im Schweizer Fernsehen und bringt wichtige Anmerkungen.

    Sicherlich ein wichtiger Film zum Top-Tabuthema Jungenbeschneidung.

    Wir dürfen allerdings fragen: warum dreijährig und nicht dreizehnjährig?

    Wann nämlich die Vorhaut eines Jungen ganz zurückziehbar sein sollte, sagt (Quelle s. u.) NOCIRC: This usually happens between early childhood and sometime after puberty.

    Aus Puls vom 18.09.2006, 12:00 Uhr
    Vorhautverengung – Cremes helfen oft genauso gut wie das Skalpell

    Löst sich nach dem dritten Lebensjahr bei Knaben die Vorhaut nicht altersentsprechend, kann das eine Behandlung erfordern. Die Operation und damit das teilweise oder gänzliche Entfernen der Vorhaut war früher die gängige Behandlungs-Methode. Das ist heutzutage jedoch durch den Einsatz von Hormonsalben meistens unnötig.

    http://www.srf.ch/player/video?id=b4348abb-6d07-4910-96a0-936e924c5597

    +++++

    Schweizer Fernsehen (2006): „Vorhautverengung – Cremes helfen oft genauso gut wie das Skalpell“

    Ich bin durch Zufall auf einen interessanten und gelungenen Bericht des Gesundheitsmagazins Puls des Schweizer Fernsehens gestoßen:

    http://www.srf.ch/player/video?id=b4348a…a0-936e924c5597

    In diesem Bericht wird die konservative Therapie der Phimose mittels Corticosteroidhaltiger Salben vorgestellt – am Beispiel des Sohnes im Grundschulalter eines Lichtensteiner Kinderarztes.

    Es wird auch – sozusagen als Kontrastprogramm – in deutlichen Bildern eine (teilweise?) Beschneidung bei einem anderen Jungen gezeigt, bei dem die Operation angeblich dringend notwendig gewesen sei.

    Leider wird nicht erwähnt, ob der Junge irgendwelche Probleme hatte, die eine Behandlung erforderlich machten, oder ob einfach nur wie so oft an einer symptomfreien, physiologischen Phimose „litt“, wie sie in seinem Alter normal ist.

    Indirekt geht der Bericht auch auf die möglichen psychischen Negativfolgen der Beschneidung ein.

    Sokrates

    http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=3689&s=0ccca5c5aee10510fdcf18453889f7a7907293e3

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    CIRCUMCISION DECISION-MAKER
    Your first stop in making a circumcision decision

    http://www.icgi.org/birth_care_providers.htm

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    ANSWERS TO YOUR QUESTIONS ABOUT PREMATURE (FORCIBLY) RETRACTION OF YOUR YOUNG SON’S FORESKIN

    The foreskin becomes retractable when its inside fold separates from the glans and its opening widens. This usually happens between early childhood and sometime after puberty.

    Parents can also file a complaint against the doctor

    Please report all incidents of premature retraction to NOCIRC.

    NOCIRC

    http://www.nocirc.org/publish/6pam.pdf

    +++

  15. Bragalou Says:

    Elternrecht und Kindeswohl

    Dabei stellt Satz 1 von Art. 6 Abs. 2 GG das Elternrecht ausdrücklich unter den besonderen Schutz der Verfassung. Ausschlaggebend für diese weit reichende Grundsatzentscheidung des Verfassungsgebers ist die Erkenntnis, dass „in aller Regel Eltern das Wohl des Kindes mehr am Herzen liegt als irgendeiner anderen Person oder Institution“ (BVerfGE 59, 360 ; 61, 358 ).

    Wesentlichen Einfluss auf die Interpretation des Inhalts von Art. 6 Abs. 2 GG hat jedoch das Kindeswohl. Dies befremdet zunächst, ist doch vom Kindeswohl in der Verfassung nicht ausdrücklich die Rede. Dies bedeutet aber nicht, dass es keine Rolle spielt. Im Gegenteil: Das Kindeswohl steht nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts im Zentrum aller verfassungsrechtlichen Überlegungen im vorliegenden Problembereich. Dies ergibt sich daraus, dass das Elterngrundrecht sich von nahezu allen anderen Grundrechten durch seinen Pflichtgehalt („zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“) unterscheidet (Böckenförde 1980, 68). Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG enthält damit zwar ein Recht der Eltern, jedoch nicht primär ein eigenes, sondern eines um den Schutz des Kindes willen (Jestaedt 1995, Rn. 5). Es vermittelt daher keinen „ungebundenen Machtanspruch (der Eltern) gegenüber ihren Kindern“ (BVerfGE 72, 155 ), sondern die „verfassungsrechtliche Gewährleistung des Elternrechts gilt in erster Linie dem Schutz des Kindes“ (BVerfGE 61, 358 ).

    Es zeigt sich damit, dass das Grundgesetz zwar nicht explizit dem Wohle des Kindes Verfassungsrang einräumt, das Kindeswohl ihn jedoch gleichwohl innehat (Böckenförde 1980, 65). So sieht beispielsweise das Bundesverfassungsgericht das Kindeswohl (unter anderem) in der Formulierung zum staatlichen Wächteramt (Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG) verankert (BVerfG, EuGRZ 1998, 612 ). Der verfassungsrechtliche Schutz des Kindeswohls offenbart sich zudem darin, dass das Kind selbst Träger von Grundrechten ist, denn es ist nicht nur Inhaber des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts und hat damit „selbst einen Anspruch auf den Schutz des Staates“ (BVerfGE 24, 119 ). Das Kind hat nach Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG auch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Schließlich ist – wie bereits erwähnt – das Verhältnis von Art. 6 Abs. 1 GG zu Art. 6 Abs. 2 GG maßgeblich.

    Wenn das Kindeswohl vor allem in Art. 6 Abs. 2 GG sowie in Art. 1 Abs. 1 und 2 GG verankert ist und der Familienschutz hinter der spezielleren Regelung des Elterngrundrechts zurücktritt, dann ist das Kindeswohl auch vorrangig vor dem Familienschutz.

    Im Hinblick auf die „Definition“ des Kindeswohls, das auch unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten vielfach nur die „am wenigsten schädliche Alternative“ (Goldstein/Freud/Solnit, 1978) sein kann, sei – gerade im Hinblick auf die Wahrnehmung des staatlichen Wächteramts – lediglich ein Aspekt hervorgehoben: die Notwendigkeit, dem Faktor Zeit hinreichend Rechnung zu tragen (Heilmann, 1998). Jegliche staatliche Maßnahme im kindschaftsrechtlichen Bereich hat die Besonderheiten des kindlichen Zeitempfindens zu berücksichtigen, sodass auch die für einen Erwachsenen als relativ kurz erscheinenden Zeiträume für ein Kind schon sehr erheblich sein können. Demnach sind die in Ausübung des staatlichen Wächteramts zu treffenden Entscheidungen – sei es im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, sei es im justiziellen Bereich – in Zeiträumen zu treffen, die diesem Umstand hinreichend Rechnung tragen. Nur so werden unnötige Nachteile für das Kind vermieden.

    Das staatliche Wächteramt

    Im Zusammenhang mit der Wahrnehmung des Elternrechts überträgt die Verfassung der staatlichen Gemeinschaft in Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG ein staatliches Wächteramt. Dies geschieht aufgrund des besonderen Schutzbedürfnisses des Kindes (BVerfGE 24, 119 ), mithin zur Wahrung des verfassungsrechtlich verankerten Kindeswohls (Erichsen 1985, 49). Dabei ist „staatliche Gemeinschaft“ in diesem Sinne im jeweiligen Kompetenzbereich Bund, Land oder Stadt/Kreis/Gemeinde einerseits und Legislative, Exekutive (insbesondere das Jugendamt) und Judikative (insbesondere das Familiengericht) andererseits.

    In welchem Umfang kann sich der Staat aber zur Erfüllung der ihm verfassungsrechtlich übertragenen Aufgaben auch Privater, beispielsweise freier Träger, im Sinne von §§ 3 Abs. 2 S. 1, 75 SGB VIII bedienen?

    Bereits der Wortlaut von Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG spricht gegen eine (vollständige) Übertragbarkeit von Aufgaben, da die Norm sich ausschließlich an den Staat wendet. Danach können Private begrifflich nicht Träger des staatlichen Wächteramts sein. Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG befindet sich zudem im so genannten Grundrechtskatalog. Damit ist grundsätzlich nur jegliche staatliche Gewalt an diese Regelung gebunden (vgl. Art. 1 Abs. 3 GG). Festzuhalten bleibt damit, dass letztlich die staatliche Gemeinschaft – und nicht Private – für die Wahrnehmung des staatlichen Wächteramts verantwortlich ist und bleibt. Der Staat kann sich mithin keineswegs seiner Pflicht zur Ausübung des staatlichen Wächteramts durch Übertragung von Aufgaben auf freie Träger gänzlich entledigen.

    Die Gesamtverantwortung zur Wahrnehmung des staatlichen Wächteramts – und damit auch für die Jugendhilfe – bleibt beim Staat (BVerfGE 22, 180 ). Er muss folglich aufgrund seiner verfassungsrechtlichen Verpflichtung in allen Fällen einer Aufgabenwahrnehmung durch Private (beispielsweise freie Träger) sicherstellen, dass er in der Lage ist, gegenüber diesen die Pflichten durchzusetzen, denen er selbst in Ausübung des Wächteramts von Verfassungs wegen genügen muss (Jestaedt 1995, Rn. 182). Aus diesem Grunde hat er eine Überwachungs- und Kontrollfunktion (Heilmann 2000). Hierzu gehört es auch, dass die freien Träger dem Staat die Wahrnehmung seiner Überwachungspflicht durch das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen ermöglichen. Es ist in diesem Zusammenhang aber auch zu berücksichtigen, dass sich die Pflicht des Staats zum Einschreiten jedenfalls so lange nicht aktualisiert, wie das Notwendige von anderer Seite getan wird. Der Umfang von Überwachung und Kontrolle hängt damit vom Einzelfall ab, doch ist ein Mindestmaß unabdingbar, um auch über den Umfang und die Art eigener (staatlicher) Aufgabenwahrnehmung befinden zu können (Heilmann 2000).

    Das staatliche Wächteramt dient der Verhütung von Verletzungen des Kindeswohls (vgl. BVerfGE 10, 59 ). Das Kindeswohl ist damit die Richtschnur für den Auftrag des Staats aus Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG (vgl. BVerfGE 24, 119 ). Können Beeinträchtigungen des Kindeswohls jedoch nur gegen den Willen der Eltern abgewehrt werden, stellte sich die Frage, inwieweit das Elternrecht aus Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG staatlichen Eingriffen in das Eltern-Kind-Verhältnis Grenzen setzt.

    Die Antwort enthält zum einen Art. 6 Abs. 3 GG. Danach darf ein Kind gegen den Willen der Eltern von diesen nur getrennt werden, wenn diese versagen oder die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen. Diese Regelung bestätigt, dass es bei der Ausübung des staatlichen Wächteramts, insbesondere bei der Trennung von Eltern und Kind, nicht darum gehen kann, eine bessere oder optimale Erziehung für das Kind zu gewährleisten, sondern darum, das Kind vor Schaden zu bewahren (Böckenförde 1980, 76). Die von der Verfassung geforderte gesetzliche Grundlage findet sich dabei in erster Linie in §§ 1666, 1666a BGB sowie in §§ 42, 43 SGB VIII.

    Zum anderen findet sich die Antwort auf die Frage nach den Grenzen für Eingriffe in das Elternrecht im „Grundsatz der Verhältnismäßigkeit“. Dieser wird in der jugendhilferechtlichen Diskussion häufig fehlinterpretiert und ausschließlich in dem Sinne verstanden, der Staat müsse immer das mildeste Mittel anwenden, d. h. die Hilfe sei immer vorrangig vor dem Eingriff in das Elternrecht, beispielsweise der Herausnahme des Kindes. Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit besagt jedoch, dass jeder staatliche Eingriff in Grundrechte – hier das Elterngrundrecht aus Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG – geeignet (zur Verfolgung des intendierten Zwecks), erforderlich (d. h. nicht mit milderem Mittel gleichermaßen effektiv) und verhältnismäßig im engeren Sinn (d. h. zumutbar) sein muss (Jarass/Pieroth 1995, Art. 20 Rn. 58 ff.). Ihm ist damit zunächst der grundsätzliche – nicht generelle! (Heilmann 2000) – Vorrang der Hilfe vor dem Eingriff zu entnehmen. Dieser lässt sich im Übrigen auch daraus herleiten, dass die Verfassung die Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stellt (Art. 6 Abs. 1 GG). Entsprechend ist ein vorrangiges Ziel auch der Erhalt der Funktionsfähigkeit der Familie, was auf der Erwägung beruht, dass ein Kind in der Familie grundsätzlich am besten aufgehoben ist und ihm dort in der Regel alles zuteil wird, was es für sein Wohl benötigt (BVerfGE 52, 214 ).

    aus: BLJA Mitteilungsblatt 1/2002
    Wann muss das Jugendamt eingreifen?
    Eine Behörde zwischen Elternrecht und Kindeswohl

    http://www.blja.bayern.de/textoffice/fachbeitraege/Waechteramt0102.html

  16. Machandelboom Says:

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    DEUTSCHER ETHIKRAT

    8-day old Jacob Chai, son of Avigdor & Batsheva Eskin

    http://shelby.tv/video/youtube/xTxD6l-8ppw/-the-circumcision-of-jacob-chai-uncut-cut-version

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    Einzig der Hamburger Rechtsphilosoph Reinhard Merkel befand, solche Beschneidung seien nach geltendem Gesetz „rechtswidrig.“ Vor allem die Beschneidung ohne Betäubung sei „schmerzhaft und qualvoll“ für den Jungen, so Merkel, und deshalb „rechtlich wie ethisch inakzeptabel“.

    Er warnte vor einem „jüdisch-muslimischen Sonderrecht“ und einem „Sündenfall des Rechtsstaates“

    Die Mehrheit der Experten sprach sich am Ende für die jüdische und muslimische Tradition aus und forderte eine rasche gesetzliche Regelung, die sie straffrei stellt. Sie knüpften sie aber auch an bestimmte Auflagen: Notwendig sei eine umfassende Aufklärung und die fachgerechte medizinische Ausführung. Die Zustimmung beider Erziehungsberechtigten sollte erforderlich sein, der Einsatz von schmerzmindernden Mitteln erlaubt werden.

    aus: Ohnmacht im Diskussionssaal
    von: Elisabeth Gamperl / Raphael Sartorius
    in: taz 23.08.2012

    http://www.taz.de/!100243/

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    „The Circumcision of Jacob Chai“ –
    Was Leo Latasch vor dem ETHIKRAT nicht zeigte

    http://www.ethikrat.org/ueber-uns/mitglieder/leo-latasch

    EXCLUSIVE INTERVIEW: Circumcision! Baby’s Father Speaks Out (Uncut Version)
    [Interview reacts to controversial video „The Circumcision of Jacob Chai“ @ youtu.be Avigdor Eskin, Jacob’s father, speaks out on circumcision anti-semitism – using logic, emotions, Biblical sources. „It’s a waste of time even to refer to such statements of sick people. What’s important is that this [circumcision] was the 1st commandment God gave Abraham. Everyone who has a Bible can open it and read.” (From interview, Avigdor Eskin, former Soviet refusenik, living in Israel over 30 years.)

    http://www.jewishheritagemonth.com/anti-semitism/exclusive-interview-circumcision-babys-father-speaks-out-uncut-version-video.php

    http://www.jewishheritagemonth.com/tag/avigdor

    Video über die orthodoxe Beschneidung von Jacob Chai (Israel)
    Prof. Dr. Leo Latasch zeigte dem Ethikrat am 23.8.2012 eine kurze Sequenz aus dem folgenden Video. Die Metzitzah b’peh bei 3:40 hat er dem Ethikrat allerdings erspart. Der Vater des Jungen ist ein konservativer Journalist in Israel: Avigdor Eskin.

    Bei 3:40 des Videos „Circumcision of Jacob Chai“ nimmt der Beschneider (Mohel) einen Schluck Wein in seinen Mund. Zwischen 3:43 und 3:45 saugt er die Beschneidungswunde aus, das ist die sog. Metzitzah b’peh (das Aussaugen mit dem Mund).

    http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&postID=767

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    Ewiggestrig und rechtsrevolutionär, Eskin will die völkische Sezession nach dem Beispiel der südafrikanischen Apartheid, Mohammed in Medina machte es ähnlich:

    Avigdor Eskin

    http://en.wikipedia.org/wiki/Avigdor_Eskin

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    Fifteen years after casting a death curse on Yitzhak Rabin, Avigdor Eskin is satisfied with the way his views are spreading. Now, to further his ideological and business interests, he is allying with white segregationists in South Africa

    After a year of joint activity, disagreements arose between Eskin and Kahane, however. People who belonged to Kach then say Eskin tried to promote a more elitist line and to use the movement’s racist ideology to appeal to more educated populations, whereas Kahane preferred the support of the masses. …

    Eskin insists that „even the blacks would now prefer the apartheid regime to the present anarchy.“ His support of the whites‘ cause is for humanitarian reasons, he claims, and stems from their longstanding sympathy for Israel: They are natural partners to the struggle of the Jewish people, he says, citing Israel’s close ties with the apartheid regime in the 1970s and ’80s.

    aus: „We won“
    von: Shay Fogelman
    in: haAaretz 05.11.2010

    http://www.haaretz.com/weekend/magazine/we-won-1.323092

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    Leo Latasch, Mitglied des Ethikrates/der Ethikkommission, und in Verbindung mit dem Zentralrat hat das Video des Beschneidung des jaob chai bei der Vorführung so gestoppt, dass die Meziza nicht zu sehen war (obwohl Leute, die das Video angesehen haben, davon berichtet haben, dass es zur Meziza gekommen sei.A ls ich es mir ansehen wollte, war es nur noch ein privates Video).

    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2013/04/16/metzitzah-be-peh-wir-befurworten-dies-nicht/

    ::

    Herr Leo Latasch hat doch im deutschen Ethikrat ein Video gezeigt, das eine Metzitzah B’peh zeigt. Damit sich aber keiner empört, zeigte er nur eine gekürzte Version, bei dem das „Nuckeln“ nicht mehr gezeigt wurde.

    http://www.freitag.de/autoren/ebertus/april-april-nix-mit-religion

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    Frankfurter Allgemeiner
    September 3, 2012
    Ethikrat
    Jacobs Beschneidung
    Von Friederike Haupt

    Auch Jacobs Beschneidung ist nach wie vor im Internet zu sehen. Das Video, aus dem Latasch fünfzig Sekunden zeigte, dauert im Original allerdings acht Minuten und acht Sekunden.

    Frankfurter Allgemeiner (edited Google translation)
    September 3, 2012
    Ethics Council
    Jacob’s circumcision
    By Frederike Haupt

    Jacob’s circumcision may still be seen on the Internet. The video Latasch showed lasts fifty seconds, but in the original eight minutes and eight seconds.

    Foreskin torn from the glans at 3:09, sliced off at 3:24, metzitzah b’pen at 3:40.

    http://circumstitionsnews.blogspot.de/2012/09/frankfurt-doctors-circumcision-video.html

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    BT (Denmark)
    20. januar, 2014
    Danske læger: Omskæring af drenge er lemlæstelse
    Af Jens Anton Havskov
    Nu tager lægerne bladet fra munden: Omskæring er et overgreb og bør forbydes
    De alment praktiserende læger slår nu en tyk streg i sandet på et i mere end én forstand følsomt område: Omskæring af drenge er det samme som lemlæstelse, med mindre der er særlige medicinske grunde til det.

    Det fastslår Dansk Selskab for Almen Medicin, DSAM, i et høringssvar til Sundhedsstyrelsen, som har fastsat en sidste frist til tirsdag 21. januar til at komme med indvendinger og kommentarer til et nyt revideret udkast til styrelsens »Vejledning om omskæring af drenge«. …

    Morten Frisch, overlæge, dr.med, ph.d. og professor, er en af de markante fortalere mod omskæring. Han har forsket i emnet og har bl.a. udgivet en artikel i 2011, der vakte international opsigt. I artiklen gør han rede for de mange negative følger, omskæring har eller kan have. Ikke blot fysisk men også psykisk.

    Morten Frisch siger til BT:
    – Det er epokegørende, at de praktiserende læger nu for første gang går ud og fastslår, at omskæring som udgangspunkt er det samme som lemlæstelse. Det er et meget vigtigt signal, og det kan meget vel være begyndelsen til enden for rituel drengeomskæring i Danmark.

    Cand.jur. Hans Jørgen Lassen har gennem sit speciale blotlagt, at Danmark bevæger sig på kanten af både dansk lov og internationale konventioner ved at tillade omskæring. Sammen med Morten Frisch har han – i lighed med DSAM – sendt et høringssvar til Sundhedsstyrelsen. De to skriver bl.a.:
    – Omskæring af raske drenge, der ikke kan sige fra, er en krænkelse af deres kropslige og seksuelle integritet. Der er ingen principiel forskel på at skære i kønsorganerne på en lille pige og på en lille dreng. Begge dele krænker barnets ret til selv at bestemme over egen krop. Dette var også konklusionen i to resolutioner fra efteråret 2013 fra henholdsvis de nordiske børneombudsmænd og Europarådets parlamentariske forsamling. Ved en gennemgang af danske lovregler på området, som var emnet for Hans Jørgen Lassens speciale på jurastudiet i 2013, blev det klart, at det juridiske grundlag for, at drengeomskæring uden medicinsk indikation ustraffet kan finde sted i Danmark, er tyndt, ja nærmest ikke-eksisterende. …

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    BT (Microsoft translation)
    January 20, 2014
    Danish doctors: Circumcision of boys is mutilation
    by Jens Anton Havskov
    Doctors are now speaking out: circumcision is a violation and should be banned

    General practitioners have drawn a thick line in the sand on a – in more than one sense – sensitive area: Circumcision of boys is the same as mutilation, unless there are specific medical reasons for it.

    The Danish Society of General Medicine, DSAM, has laid this out in a consultation response to the Health Protection Agency, which has set a deadline for Tuesday 21st January to come up with objections and comments to a new revised draft Board „Guidance on Circumcision of Boys“. …

    Chief Medical Officer Professor Morten Frisch, MD PhD, is one of the most notable [op]ponents of circumcision. He has researched the topic and has, among other things. published an article in 2011, which aroused international attention. In the article he [went over] the many negative consequences, circumcision has or can have, not only physically but also psychologically.

    Morten Frisch says to BT:
    „It’s earth-shattering that the practitioners now, for the first time, [have come] out and found at the outset that circumcision is the same as mutilation. This is a very important signal, and it may very well be the beginning of the end for boys‘ ritual circumcision in Denmark.“

    Master of Laws Hans Jørgen Lassen has through his specialty exposed that Denmark is moving on the edge of both the Danish law and international conventions by allowing circumcision. Together with Morten Frisch, he has – like DSAM – sent a consultation response to the health protection agency. The two write, inter alia:
    „Circumcision of boys who cannot [demur] is a violation of their bodily and sexual integrity. There is no difference in principle between cutting the genitals of a little girl and a little boy. Both violate the child’s right to decide over their own body. This was also the conclusion of the two resolutions in the autumn of 2013 from the Nordic Children’s Ombudsmen and the Parliamentary Assembly of the Council of Europe. Through an examination of Danish legislation in this area, which was the subject of Hans Jørgen Lassen’s thesis at law school in 2013, it became clear that the legal basis for boys‘ circumcision without medical indication being able to take place with impunity in Denmark, is thin, almost non-existent.“ …

    http://circumstitionsnews.blogspot.de/search?updated-min=2014-01-01T00:00:00-08:00&updated-max=2015-01-01T00:00:00-08:00&max-results=24

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    BT
    20. januar 2014
    Danskerne: Forbyd omskæring
    Af Jens Anton Havskov
    Syv ud af ti danskere vil have indført forbud mod omskæring af drengebørn. Fuldstændig som det siden 2003 har været ulovligt at omskære piger.

    Det klare svar fremgår af en spørgeundersøgelse, som YouGov har udført for MetroXpress i juli 2013.

    I undersøgelsen svarer 71 procent ja til, at der bliver indført forbud, mens 17 procent svarer nej. 12 procent ved ikke.

    Målingen er lavet i kølvandet på, at sundhedsminister Astrid Krag (SF) slog fast, at regeringen ikke ønsker et forbud mod de omdiskuterede omskæringer, men i stedet lovede at øge tilsynet med dem.

    Lena Nyhus, forkvinde for Intact Denmark, der kæmper for at få forbudt omskæring, sagde i forbindelse med undersøgelsen til MetroXpress, at svarene viser, politikerne er ude af trit med befolkningen og virkeligheden:
    – Danmark er et land, som normalt går forrest, når det kommer til at beskytte børn. Nu må politikerne på Christiansborg komme med. Der må ikke skæres i piger, der må ikke skæres i hunde eller heste, men der må gerne skæres i drenge. Det strider jo mod enhver fornuft, når vi ved, at man fjerner 10.000-40.000 føleorganer fra penis, når man skærer forhuden af, sagde Lena Nyhus.

    BT (Microsoft translation)
    January 20, 2014
    Danes: prohibit circumcision
    by Jens Anton Havskov
    Seven out of ten Danes want there to be a ban on the circumcision of baby boys, completing [the law] as it has since 2003 been illegal to circumcise girls.

    The clear answer is shown by a survey carried out by YouGov for MetroXpress in July 2013.
    In the study 71 percent [attach] Yes to [the question] that there will be a ban, while 17 percent match no. 12 percent do not [take a stand].

    The measurement is made in the wake of that health minister Astrid Krag (SF) stated that the Government did not want a ban on the controversial circumcision, but instead promised to increase supervision of them.

    Lena Nyhus, chairwoman of Intact Denmark, which is struggling to get circumcision banned, said in connection with the investigation to the MetroXpress, the answers show that politicians are out of touch with the people and reality:

    „Denmark is a country which normally takes the lead when it comes to protecting children. Now, the politicians at Christiansborg [Parliament building] come with ‚Do not cut into girls [and] don’t cut into dogs or horses, but there boys may be cut into‘. It is, after all, against all common sense, when we know that [you are] removing 10,000-40,000 sensory nerves from the penis when you cut the foreskin off,“ said Lena Nyhus.

    http://circumstitionsnews.blogspot.de/search?updated-min=2014-01-01T00:00:00-08:00&updated-max=2015-01-01T00:00:00-08:00&max-results=24

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  17. Machandelboom Says:

    Morten Frisch
    Quelle: hpd

    Er berichtet von den Schwierigkeiten und Anfeindungen, die er bei dem Versuch erlebte, eine Studie zu veröffentlichen, die Beschneidung zum Thema hatte. Anstandslos wurden seine früheren Arbeiten angenommen und peer-reviewed, erst als er die Variable „Beschneidung“ untersuchte, fingen die Schwierigkeiten an.

    http://hpd.de/node/17669

    ::
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    Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark

    Morten Frisch
    Morten Lindholm and
    Morten Grønbæk

    http://ije.oxfordjournals.org/content/early/2011/06/13/ije.dyr104.abstract

    http://www.medscape.com/viewarticle/753060

    http://justasnip.wordpress.com/2013/02/23/study-on-sexual-dysfunction-in-circumcised-men-and-their-partners/

    http://www.seksuelsundhed.dk/Files/Billeder/SeksSund/Opl%C3%A6g/Konference%20Nyborg%202011/Morten%20Frisch%20-%20Nyborg%20Strand%202011.pdf

    ::
    ::

    Science
    Comparisons between intact and men circumcised as infants

    A Danish study, Frisch et al. – circumcision impairs sex
    A Belgian survey, Bronselaer, et al. – circumcision impairs sex
    Masters and Johnson – ignored the foreskin
    Hite – mechanical
    Bleustein et al. – ignored the foreskin
    Payne et al. – ignored the foreskin
    Schober et al. – based on self-reports, dance around the elephant in the room
    Laumann et al. – misreported

    Men circumcised as adults

    Shen et al.
    Gray et al.
    Bailey et al.
    Senol et al.
    Yang – circumcision desentisies the glans
    Dias et al.

    http://www.circumstitions.com/Sexuality.html

  18. Edward von Roy Says:

    ein barbarisch blutiger Akt, der den Vater mit Angst erfüllt, die Wöchnerin in krankhafte Spannung versetzt

    its only foundations are habit and fear
    ::

    Abraham Geiger (geboren am 24. Mai 1810 in Frankfurt am Main; gestorben am 23. Oktober 1874 in Berlin) war ein deutscher Rabbiner und zeitweise durchaus ein entschiedener Beschneidungsgegner.

    Am 18.03.1845 schrieb Abraham Geiger privat an Leopold Zunz:

    „[die Beschneidung] verbleibt ein barbarisch blutiger Akt, der den Vater mit Angst erfüllt, die Wöchnerin in krankhafte Spannung versetzt, und das Opferbewusstsein, das sonst dem Akte eine Weihe gab, ist doch nun einmal bei uns verschwunden, wie es denn, als ein rohes, auch keine Befestigung verdient.“

    http://www.archive.org/stream/abrahamgeigersn01kircgoog/abrahamgeigersn01kircgoog_djvu.txt

    http://www.archive.org/stream/lbi_kobler_mf760_reel15/lbi_kobler_mf760_reel15_djvu.txt

    auch bei Jérôme Segal S. 217

    http://jerome-segal.de/Publis/SEGAL-Beschneidung-Maerz2014.4-12.pdf

    Another Reform leader Abraham Geiger (1810-1874), who led reform groups in Breslau, Frankfurt and Berlin, called circumcision „a barbaric act of blood-letting rite“

    http://www.the-jewish-story.org/germany.html

    http://www.aish.com/jl/h/cc/48955721.html

    The fact remains that it is a barbaric, gory rite which fills the infant’s father with fear and subjects the new mother to harmful emotional strain. The sense of sacrifice, which in days long past lent an aura of consecration to this ceremony, has long since vanished from our midst; nor is so brutal a thought deserving of perpetuation. True, in the olden days religious sentiment may have clung to it; at present, however, its only foundations are habit and fear, and we surely have no desire to dedicate temples to either.

    http://www.israel613.com/reform.htm

    טורים, מחקרים בהיסטוריה ותרבות יהודית מוגשים לד“ר ברנרד לנדר
    von: Michael A. Shmidman, Bernard Lander
    p 20

    https://books.google.de/books?id=K7fYHDDQ_FkC&pg=PA20&lpg=PA20&dq=%22The+fact+remains+that+it+is+a+barbaric,+gory+rite+which+fills%22&source=bl&ots=BTDSwJt05K&sig=Hxcz1pWfoY0jCEaQzPdJGfukJsU&hl=de&sa=X&ved=0CCMQ6AEwAGoVChMI8_Tj1NqIyQIVhnsOCh32cwYH#v=onepage&q=%22The%20fact%20remains%20that%20it%20is%20a%20barbaric%2C%20gory%20rite%20which%20fills%22&f=false

  19. Pelikan Says:

    Islam ist Schariagesetz, Beschneidung ist Scharia

    Weguer als einer von den Islambeschönigern von Beschneidungsforum schon wieder! Sie lechzen danach, auf den angeblich islamreformerisch bzw. islamliberal denkenden AHmad ManSour (18.07.2012, man beachte das Datum) hereinzufallen und leugnen die absolute religiöse Pflicht (wadschib, farD) zur Jungenbeschneidung des hanbalitischen und des schafiitischen MaDHhab.

    Auch bei Zwölferschiiten kann die CHatna (CHitân) nicht diskutiert werden. Als religionsrechtlich definierte sogenannte Sunna muakkada kommt den anderen beiden sunnitischen Rechtsschulen die männliche Beschneidung (MGM) einer (wie alles menschliche Handeln prekär heilssichernden) Religionspflicht gleich.

    „Die Pflicht zur Beschneidung wird im Koran nicht erwähnt. Und selbst die muslimischen Gelehrten sind sich über die Notwendigkeit des Eingriffs nicht einig.“

    Bemerkenswerterweise wirft, ausnahmsweise und warum auch immer, noch nicht einmal Userin MaGHrebprincessa Nebel, sondern kennt die betonharte Mauer der von Allah geschaffenen Scharia und der menschlichen Schariapraxis Fiqh, deren Infragestellen lebensgefährlich ist. Die schariatreue MaGHrebprincessa über die tausendjährige Macht der Ulamâ (Sg. Âlim) bzw. Ayatollahs, der sunnitischen bzw. schiitischen Schariagelehrten:

    „Ich möchte dir [Weguer] ungern die Freude / Hoffnung nehmen, aber ein paar Aussagen [wie die von AHmad ManSour am 18.07.2012] werden da nicht ausreichen. Da müssten deutlich mehr Stimmen erhoben werden, um wirklich etwas zu erreichen. So manchem Muslim droht die Todesstrafe wegen Glaubensabfall. Solange die Gelehrten nicht hinter solchen Aussagen stehen, ist jegliche Aussage dieser Art äußerst lebensgefährlich. Es müssen mehrere Gelehrte diese Aussage als gültig erklären, damit überhaupt ein Umdenken der Anhänger anfängt und damit einen Dialog möglich macht. In Europa kannst du als Muslim sagen was du willst, solange deine Familie auch hier lebt, ansonsten gefährdet man mit solchen Äußerungen das Leben der Familie.“

    Vom Totalitarismus des dîn (Lebensführung und Gesellschaftsgestaltung) nach Koran und Sunna distanziert sich auch MaGHrebprincessa nicht.

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/6414-Ahmad-Mansour-zur-Beschneidung-im-Islam/?postID=46209#post46209

  20. Machandelboom Says:

    [Endlich, ein Einziger blickt durch. Götz am 02.02.2016 um 19:00 Uhr]

    Noch was zu MaGHrebPrincessa: Dein Logo „terrorism has no religion“ gefällt mir nicht. Terroristen haben sehr wohl eine Religion. Es gibt aber sicher auch Terroristen ohne Religion. Mit dem argumentativen Trick, wenn er Terrorist ist, kann er kein „wahrer“ Muslim, Christ etc. sein, lügst Du Dir und anderen in die Tasche.

    [Götz kenntnisreich am 04.02.2016, Hickhack hatte geschrieben: das Kopftuch dient schließlich dazu die Frauen vor den unkontrollierbaren Trieben der Männer zu schützen]

    Der Islam geht nicht von den Interessen der Frau aus. Das Kopftuch soll auch nicht die Frau schützen, sondern den Mann. Dieser soll nicht durch den Anblick von Frauenhaaren in Versuchung geführt werden.

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/5578-Das-Kopftuch-im-Klassenzimmer/?postID=46941#post46941

    [Na, ob sich das Kartell der Meinungsmacher von Beschneidungsforum nun endlich dazu durchringen kann, die stets totalitäre und insbesondere frauenfeindliche Scharia doof zu finden?]

  21. Dwarslöper Says:

    März 2016

    http://saekulares.nrw/2016/03/

    Frühjahrstreffen der säkularen Verbände in Köln

    antheus 18.03.2016

    Im Schatten des Domes versammelten sich Delegierte verschiedener säkularer Verbände aus ganz Nordrhein-Westfalen, um gemeinsam das Säkulare NetzWerk NRW (SNW) zu gründen und eine neue Religionspolitik für das Land zu fordern. Unter der Gesprächsleitung von Ingrid-Matthäus-Maier (ehem. MdB) diskutierten der Humanistische Verband (HVD), die Giordano-Bruno-Stiftung (GBS), der IBKA sowie Mitglieder zahlreicher kleinerer säkularer Organisationen. Hinzu kamen Vertreter*innen von SPD, Grünen, FDP und Linken.

    Konsens war, dass das Verhältnis Kirche – Staat in NRW dringend auf den Prüfstand gehört.

    Problemfelder sind etwa der Bildungsbereich, die Landesverfassung sowie ein aufgeklärtes, säkulares Leitbild für die Flüchtlingsintegration. Das SNW möchte über Verbands- und Parteigrenzen hinweg säkulare Anliegen bündeln, von denen viele längst in der Bevölkerung mehrheitsfähig sind.

    Erstaunlicherweise scheint die Politik säkulare Menschen als Wählergruppe noch nicht entdeckt zu haben. Auch die Interessen konfessionsfreier und nichtreligiöser Frauen und Männer finden – anders als die bestens organisierten Interessen der Religionsgemeinschaften – kaum Berücksichtigung. Das SNW strebt nach gleichem Recht und gleichen Chancen für alle Menschen in NRW unabhängig von ihrer Religions- oder Konfessionszugehörigkeit.

    http://saekulares.nrw/2016/03/18/fruehjahrstreffen-der-saekularen-verbaende-in-koeln/

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    Koordinierungsteam für die weitere Vernetzung gewählt

    antheus 18.03.2016

    vorne: Hans-Peter Keul, Eva Creutz, Fatos Aytulun

    hinten: Werner Hager, Johannes Schwill, Wally Röhrig, Burkhard Wepner

    Das Koordinierungsteam ist erreichbar unter info (ät) saekulares.nrw

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    LaizistInnen in der LINKEN. NRW29. FEBRUAR 201619:07

    Säkulares Netzwerk Nordrhein-Westfalen (SNW)

    Der Sprecherrat dieser LAG wird auch am ersten Treffen des neuen „Säkularen Netzwerks Nordrhein-Westfalen (SNW)“ am 13. März in Köln teilnehmen.

    Die Absicht der Zusammenkunft ist, eine Vernetzungsstruktur zu schaffen, die zukünftig alle säkularen Bemühungen auf Landesebene zusammenführt, die Sichtbarkeit verbessert und für die kommende Landtagswahl Impulse setzen kann.

    Folgende Gruppierungen aus NRW werden voraussichtlich mit dabei sein (wobei viele Persönlichkeiten mit Mehrfachmitgliedschaften kommen werden):

    NGOs:

    Regionalgruppen GBS, HVD, IBKA, ZdE, HU, Gerdia, Skeptiker, Freidenker

    (Gruppierungen aus) politischen Parteien:

    Säkulare Grüne, ASF / Laizisten der SPD, Säkulare Linke, Piraten, FDP, PdH

    http://www.laizismus-dielinke-nrw.de/blog_laizismus/post/2016/02/29/saekulares-netzwerks-nordrhein-westfalen-snw/

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    „[…] Die Forderung nach Pluralität in den ö-r Medien ist ebenfalls zu begrüßen. Es wird kritisiert, dass bei der Neufassung des ZDF-Staatsvertrags z.B. Humanisten wieder nicht berücksichtigt worden sind. Da das vor wenigen Tagen neu gegründete Säkulare Netzwerk in NRW sich gerade um einen Platz im WDR-Rundfunkrat bemüht, wird interessant sein zu sehen, wie der Rot-Grün dominierte Landtag entscheidet. Auch die Forderung nach Sendeplätzen ist zu begrüßen. […]“

    (Ein Fortschritt, doch es bleiben Wünsche offen. Von Ingrid Matthäus-Maier. Auf: hpd 18.03.2016)

    http://hpd.de/artikel/fortschritt-doch-es-bleiben-wuensche-offen-12869

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