306. Gesetz über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes Drucksache 17/11295

Keine Kinderbeschneidung über BGB § 1631d

Hochgestimmt zirkumzisionsfreundlich sprich kultursensibel kinderfeindlich tagte am 23. August 2012 der Deutsche Ethikrat, und schon am 25. bzw. 28. September legte die Bundesjustizministerin einen geheimnisvoll und keinen Widerspruch duldend „Eckpunkte“ genannten Plan vor. Dieser Gesetzesentwurf soll die auf Elternwunsch und dabei nicht selten auf einen vermeintlichen außerirdischen Befehl erfolgende, diesseitig den Kinderkörper qualvoll und irreversibel beschädigende und mit Katharina Rutschky und Alice Miller dem Bereich der Schwarzen Pädagogik zuzurechnende Jungenbeschneidung über das BGB, § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge straffrei stellen. Just zu diesem Paragraphen ist dem Petitionsausschuss am 20. Juli eine Eingabe von Edward von Roy zugegangen, die jede unnötige Genitaloperation an Minderjährigen verboten wissen möchte. Rasch sendet der körperliche Unversehrtheit und universelle Menschenrechte ernst nehmende Petent und Sozialpädagoge jedem Bundestagsabgeordneten ein paar Zeilen und die Petition gleich mit.

Sehr geehrte Frau Abgeordnete,

sehr geehrter Herr Abgeordneter,

die nicht medizinisch indizierte Jungenbeschneidung belastet und schädigt Körper und Sexualleben und traumatisiert nicht selten die Psyche. Auch bei noch so fachgerechter Durchführung sind teilweise schwere medizinische Komplikationen bekannt; der gelegentlich beschworene Nutzen zur Krankheitsprävention ist wissenschaftlich nicht haltbar.

Beschneidungsbereite Eltern bieten ihrem – beim familiären Klatsch und Tratsch über den Kinderpenis gezielt beschämten – Kind die Option Zirkumzision blumig werbend, pseudowissenschaftlich überredend, patriarchalisch einschüchternd oder stolz bis elitär und dabei jeden Unbeschnittenen ein wenig herabsetzend an; der jüdische acht Tage alte Säugling wird gar nicht erst gefragt. Auch vor solchen Situationen der elterlicherseits noch so “gut gemeinten” Überrumpelung ist das Kind durch uns alle zu schützen.

Völlig altersgemäß, auch weil sie die nachteiligen Beschneidungsfolgen nicht überschauen und eine erwachsene Sexualität noch nicht aus eigenem Erleben kennen, können Jungen in ihre Zirkumzision nicht einwilligen. Die rituelle Beschneidung ist keine Heilbehandlung. Die staatliche Gemeinschaft hat dem Kind von heute die genitale Unversehrtheit von morgen zu bewahren, um demselben Individuum in noch fernerer Zukunft die bestmögliche sexuelle Selbstbestimmung als Jugendlicher und Erwachsener zu ermöglichen. Ohne Einschränkung gilt: Kinder sind Grundrechtsträger.

Oft stehen beschneidungswillige Eltern unter hohem Gruppenzwang der ethnoreligiösen Community und, soweit religiös, unter dem Druck eines angeblich das Seelenheil sichernden und Verdammnis abwehrenden Beschneidungsbefehls (Gen 17,10 sowie Lev 12,3; islamisch Sunna bzw. Hadith).

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will die medizinisch unnötige Zirkumzision in die Zukunft führen – das ist zutiefst kinderfeindlich und ein organisierter Angriff auf die körperliche Unversehrtheit eines Teils der Bevölkerung. Das Justizministerium verbreitet einen Gesetzentwurf, der auf BGB § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge zielt und die Zirkumzision straffrei ins elterliche Belieben stellen soll.

Genau zu § 1631 BGB habe ich am 20. Juli 2012, also nur einen Tag nach der hastigen Bundestagsresolution (Drucksache 17/10331), eine Petition eingereicht:

Pet 4-17-07-451-040847

§ 1631d Verbot der rituellen Genitalmutilation

Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

Nur kurz zum angeblichen gesundheitlichen Nutzen (HIV- und HPV-Prävention), der gelegentlich von den Vereinigten Staaten aus genannt wird und selbst dort eigentlich nur noch vom Verband AAP (American Academy of Pediatrics) – die notorisch beschneidungsfreundlichen Studien der AAP sind weltweit in der Fachwelt umstritten oder werden schlicht verworfen; das jüngste Statement ist von der US-Kinderrechtsorganisation Intact America noch am selben Tag (27. August 2012) abgelehnt worden (s. u., Quellen).

Deutschland hat jedem Mohel die Durchführung von Metzitzah b’peh (oral sucking, Kind stirbt in Einzelfällen am übertragenen Herpesvirus oder überlebt eine Hirnhautentzündung und ist lebenslang geistig behindert) zu untersagen. Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung zwar begeistert über die Legalisierung der Beschneidung redet, aber die Metzitzah b’peh (oral-genitale Beschneidung, der Mohel nimmt zum Blutabsaugen den Penis des Säuglings in den Mund) nicht thematisiert.

Auch der ästhetisch motivierte elterliche Umgestaltungswunsch des Kinderpenis ist nicht zu legalisieren, sondern wie die rituelle Zirkumzision jenem überwindenswerten Bereich zuzurechnen, den wir mit Katharina Rutschky (1977) die Schwarze Pädagogik nennen.

Anders als es die Bundesjustizministerin immer noch bewertet: Die medizinisch nicht indizierte elterliche Wunsch-Beschneidung des kleinen Sohnes, ob als patriarchalisch-traditionsreiche Initiation oder als postmodernes Genitaldesign, ist in den bundesdeutschen Begriff des Kindeswohls nicht integrierbar, ihre Gesundheitsvorteile bleiben Mythos.

Ich bitte Sie, auch die Argumente meiner hier angehängten Petition zu BGB § 1631d und die dazugehörige ausführliche Begründung zur Kenntnis zu nehmen und in Ihr Abstimmungsverhalten zur Kinderbeschneidung einfließen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Q u e l l e n

AAP – American Academy of Pediatrics:

”We’re not pushing everybody to circumcise their babies,” Dr. Douglas S. Diekema, a member of the academy’s task force on circumcision and an author of the new policy, said in an interview. ”This is not really pro-circumcision. It falls in the middle. It’s pro-choice, for lack of a better word. Really, what we’re saying is, ‘This ought to be a choice that’s available to parents.’ ”

But opponents of circumcision say no one — not even a well-meaning parent — has the right to make the decision to remove a healthy body part from another person.

”The bottom line is it’s unethical,” said Georganne Chapin, founding director of Intact America, a national group that advocates against circumcision. ”A normal foreskin on a normal baby boy is no more threatening than the hymen or labia on your daughter.”

THE NEW YORK TIMES

Benefits of Circumcision Are Said to Outweigh Risks

By RONI CARYN RABIN

Published: August 27, 2012

http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=9D03E2D8103DF934A1575BC0A9649D8B63&ref=americanacademyofpediatrics

INTACT AMERICA’S RESPONSE TO THE AMERICAN ACADEMY OF PEDIATRICS 2012 REPORT ON CIRCUMCISION

Issued August 27, 2012

The Policy Statement and Technical Report on Male Circumcision released today by the Task Force on Circumcision of the American Academy of Pediatrics (AAP) attempts to find justifications for recommending in favor of unnecessary surgery to remove healthy, functioning tissue from infant boys, but falls far short both in its ethical obligations to its members and their patients and in its presentation of the medical and scientific data.

Even as the AAP purports to find that the benefits of non-medical neonatal male circumcision outweigh its risks, not even its own Task Force can unequivocally recommend this surgery, but instead states that the health benefits are not great enough to recommend routine circumcision for all male newborns. Instead, it focuses much of its argument on urging that health insurance plans and state Medicaid plans cover the costs of the surgery, which is currently not the case in many states.

It appears that the AAP is acting more as a trade association for doctors who perform this unnecessary surgery more than 1 million times a year, instead of standing up for the human rights and bodily integrity of the only patient that counts—the baby boy.

http://www.intactamerica.org/aap2012_response

The controversy over metzitzah b’peh was reignited in March after it came to light that an unidentified infant died Sept. 28 at Brooklyn’s Maimonides Medical Center from “disseminated herpes simplex virus Type 1, complicating ritual circumcision with oral suction,” according to the death certificate.

Health Department investigations of newborns with the herpes virus from 2000 to 2011 have shown that 11 infants contracted the herpes virus when mohels, or ritual circumcisers, placed their mouths directly on the child’s circumcision wound to draw blood away from the circumcision cut, according to a statement from the department. Ten of the infants were hospitalized, at least two developed brain damage and two babies died.

aus: N.Y. health chief calls for end to metzitzah b’peh rite in circumcisions U.S. Health Department investigations show that 11 infants contracted the herpes virus between 2000 to 2011 as a result of the rite.

HAARETZ Jun. 08, 2012

http://www.haaretz.com/jewish-world/jewish-world-news/n-y-health-chief-calls-for-end-to-metzitzah-b-peh-rite-in-circumcisions-1.435227

Ungefähr 200 Rabbiner haben eine Petition unterschrieben … Eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde wollte sich zur Petition der Rabbiner nicht äußern. Sie meinte aber: »Es ist wichtig, dass Eltern die Risiken kennen, die mit dieser Praxis, also der Metzitzah B’peh, verknüpft sind.«

Hannes Stein in: Jüdische Allgemeine 06.09.2012

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13952

Some 200 rabbis have signed a statement alleging that the department “printed and spread lies … in order to justify their evil decree. It is clear to us that there is not even an iota of blame or danger in this ancient and holy custom,” the New York Post reported.

The Forward

JTA 03.09.2012

http://forward.com/articles/162164/rabbis-organize-against-metzitzah-bpeh-forms/#ixzz27ryn1H4q

A n l a g e

Petition gegen Beschneidung

Pet 4-17-07-451-040847

http://eifelginster.wordpress.com/2012/07/21/297/

14 Antworten to “306. Gesetz über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes Drucksache 17/11295”

  1. Querverweis Says:

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    Das hochehrwürdige Mittelalter steigt aus der Gruft und grabscht an Kindergenitalien und setzt Politiker unter Druck:

    Berlin (kath.net/KNA) Der katholische Philosoph Robert Spaemann hat die Beschneidung von Knaben verteidigt. Die Vorhautbeschneidung sei «biologisch eine Bagatelle», zugleich sei ihr symbolischer Wert, vor allem für das Judentum, enorm, sagte Spaemann am Samstag in Berlin. Die Abwägung zwischen beidem sei «völlig klar», sofern der Eingriff medizinisch fachgerecht erfolgt.

    Die Beschneidung von Mädchen dagegen sei ein tiefer Eingriff in die naturgegebene Erlebnisfähigkeit der Betroffenen. Dies dürfe auf keinen Fall erlaubt werden.

    KNA Katholische Nachrichten-Agentur 30. September 2012

    http://www.kath.net/detail.php?id=38289

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    Die Götterspötter von Blasphemieblog und Umfeld kommentieren den gottesfürchtigen Herrn Spaemann – demokratischer und kinderfeundlicher:

    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/09/30/spaemann-beschneidung-ist-biologisch-eine-bagatelle/

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    Der gestrenge Katholikenvordenker hatte sich bereits vor einem Vierteljahr demokratiegefährdend zu Wort gemeldet, um faktenfern die stets qualvolle und schädliche Zirkumzision zu bagatellisieren und um den Sünnetci bzw. Mohel zu verstaatlichen:

    Philosoph Spaemann vergleicht Beschneidung von Jungen mit Impfung

    Philosoph Robert Spaemann hält die durch eine Beschneidung verursachte Körperverletzung für geringfügig und vergleicht den Eingriff mit einer Impfung. „Sie entspricht in ihrer Schwere zum Beispiel einer Masernimpfung“, schreibt der Philosoph in der aktuellen Ausgabe der „Zeit“. „Angesichts der fundamentalen Bedeutung der Beschneidung für religiöse Gemeinschaften fallen die damit verbundenen Körperverletzungen gar nicht ins Gewicht.“

    Ein Beschneidungs-Verbot sei nicht zu rechtfertigen. Das Kölner Landgericht hatte Beschneidungen verboten und als Körperverletzung verurteilt. Für Spaemann ist das eigentliche Motiv hinter dem Urteil jedoch ein anderes: „Das Hintergrundargument scheint mir zu sein, dass religiöse Erziehung von Kindern überhaupt verschwinden müsse, weil sie die spätere religiöse Selbstbestimmung präjudiziere und beeinträchtige.“ Dies sei jedoch ein anderes und größeres Thema, „der hier zugrunde liegende Irrtum (…) fatal“. Eines könne man laut Spaeman aber vom Kölner Urteil lernen: „Es handelt sich bei der Beschneidung – zu welchem Zweck auch immer – um eine Körperverletzung, wenn auch eine geringfügige und folgenlose. Der Arzt, der sie vornimmt, sollte das nicht tun müssen, wenn er dieser Handlung keinen Sinn abgewinnen kann. Er würde dann auf unzulässige Weise instrumentalisiert.“

    http://news25.de/news.php?id=56823&title=Philosoph+Spaemann+vergleicht+Beschneidung+von+Jungen+mit+Impfung&storyid=1341403412558

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    Michael Schmidt-Salomon bleibt bei den Fakten und hat die Kinderrechte im Blick:

    Entschieden wehrte sich Schmidt-Salomon gegen die häufig anzutreffende Bagatellisierung der Vorhautbeschneidung

    aus: Kinderrechte sind keine Bagatelle
    hpd 17.07.2012

    http://hpd.de/node/13768

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  2. Kalevala Says:

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    „Die Beschneidung von acht Tage alten Jungen als Körperverletzung einzustufen, ist einfach lächerlich“, sagt Walter Blender. Der Vorsitzende des Jüdischen Landesverbandes und der Jüdischen Gemeinde Segeberg verweist auf die Ge- und Verbote der Thora, der fünf Bücher Moses, nach der die Brit Mila, die Beschneidung, seit Jahrtausenden ein Gebot ist, damit Jungen den Bund mit Gott schließen könnten. Außerdem habe die Beschneidung eindeutig hygienische Vorteile. Sollte die Beschneidung doch strafbar werden, würden Eltern ihre Jungen in Holland, Dänemark oder Israel beschneiden lassen. Zudem würde die Gefahr einer gesetzlichen Grauzone entstehen.

    „In religiöse Entscheidungen sollte sich niemand einmischen“, sagt Belma Yesilkaya, Ehrenvorsitzende des Türkisch-Deutschen Freundschafts- und Kulturvereins Norderstedt. „Wenn der Junge klein ist, sollte er beschnitten werden, dann merkt er nicht so viel und hat weniger Schmerzen“, sagt Yesilkaya. Würde die Beschneidung erst dann stattfinden, wenn die Jungen selbst entscheiden dürften, würde der muslimischen Tradition nicht Genüge getan. Zudem könnte der Junge, wird er nicht beschnitten, von anderen Jungen nicht akzeptiert werden. In muslimischen Gemeinden werden die Jungen im Alter von sieben bis 13 Jahren beschnitten. Sie werden ganz in Weiß eingekleidet und mit einem großen Fest geehrt. Die Beschneidung bedeute für muslimische Jungen den Eintritt in die Welt der Erwachsenen und sorge dafür, dass sich die Jungen zur Gemeinde zugehörig fühlen würden.

    Eine ganz klare Grenze zieht indes der Norderstedter Kinderarzt Dr. Moritz von Bredow. „Die Beschneidung ist Körperverletzung, und Körperverletzung ist strafbar„, sagt von Bredow. Der Kinderarzt ist aufgrund seiner jüdischen Mutter mit der jüdischen Kultur aufgewachsen. Er verweist darauf, dass der Ursprung der Beschneidung heute nicht mehr gegeben ist, denn vor 4000 Jahren habe es noch nicht die heutigen hygienischen Möglichkeiten gegeben, sodass durchaus Krankheiten bei unbeschnittenen Jungen und Männern entstanden seien.

    Für den Norderstedter Kinderarzt geht die Diskussion um die körperliche Unversehrtheit von Kindern aber noch weiter: „Auch Ohrlochstechen und Piercing ist Körperverletzung und sollte erst dann vorgenommen werden, wenn die Menschen darüber selbst entscheiden können.“

    aus: Heike Linde-Lembke: Beschneidung: Eine straffreie Körperverletzung
    in: Hamburger Abendblatt 01.10.2012

    http://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article2406917/Beschneidung-Eine-straffreie-Koerperverletzung.html

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    Reinhard Merkel: Zum ersten wird die Frage der Anästhesie nicht deutlich genug geregelt. Sie wird allein den Regeln der ärztlichen Kunst unterstellt. Nach Absatz 2 darf aber in den ersten sechs Monaten auch ein Nicht-Arzt die Beschneidung vornehmen, also etwa ein jüdischer Mohel. Zur Frage der Anästhesie schweigt der Absatz jedoch. Darf der Mohel die auch durchführen? Das wäre ethisch wie rechtlich indiskutabel. Wir wissen, wie die große Mehrzahl der Mohalim heute Beschneidungen durchführt – nämlich ohne wirksame Betäubung. Meist bekommt der Säugling nur einen in Rotwein getränkten Stofffetzen in den Mund. In manchen Fällen wird ein Zäpfchen gegeben oder eine Paracetamoltablette; aber auch das ist zur wirksamen Schmerzbekämpfung hoffnungslos unzulänglich.

    Zum zweiten dürfen dem Entwurf zufolge Eltern aus jederlei Motiv ihre kleinen Jungen beschneiden lassen. Es war absehbar, dass man religiöse Gründe nicht verlangen würde. Sonst wäre der Charakter der Regelung als religiöses Sonderrecht offensichtlich. Also hat man eine abstrakt-generelle Regelung formuliert, die jederlei Motiv einschließt und legitimiert. Damit können, wie etwa in den USA, Jungen aus rein ästhetischen Gründen beschnitten werden. So etwas rechtlich zuzulassen, bedeutet eine klare Verletzung des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit. Auch das historisch vielfach belegte Motiv einer viktorianisch prüden Sexualerziehung gibt es, mit dem sich die Beschneidung im 19. Jahrhundert vor allem in den USA durchgesetzt hat – nämlich um mit ihr den Jungen in der Pubertät die Masturbation zu erschweren. …

    Wie ist es mit dem typischen Fall, dass der Junge bloß anfängt, vor Angst zu zittern, zu weinen und „Mama, Papa, bitte nicht!“ zu wimmern? Als Ausübung seines natürlichen Vetos müsste das unbedingt genügen. Aber der Gesetzentwurf drückt sich hier; er unterstellt diese Frage allein dem vagen Merkmal der Gefährdung des Kindeswohls und überlässt damit die Entscheidung vollständig den Eltern. Denn sie sind es, die den Inhalt des kindlichen Wohls bestimmen dürfen, – und sie rechnen nun mal die Beschneidung dazu. …

    Natürlich sind Akte der Integration in eine religiöse Gemeinschaft grundsätzlich vom elterlichen Sorgerecht gedeckt. Aber die Beschneidung ist eben mehr als das, nämlich auch ein gewaltsamer Eingriff in den kindlichen Körper. Es geht hier innerhalb des elterlichen Sorgerechts um eine abwägende Grenzziehung: Das Gewaltverbot gegen Kinder hat einen hohen, grundrechtlich fundierten Rang. Hätte es historisch niemals eine religiöse Begründung für die Beschneidung gegeben, würde die Prozedur hierzulande ganz gewiss verboten und strafrechtlich verfolgt.

    Damit stellt sich die Frage, ob ein so tiefgreifender Eingriff vom Sorgerecht der Eltern gedeckt ist. Und hier erleben wir leider zu oft eine geflissentliche und objektiv unethische Bagatellisierung des Vorgangs. Die Stanford School of Psychiatrics hat in einer Studie 18 typische physiologische Komplikationen der Beschneidung aufgelistet, von der vergleichsweise harmlosen Nachblutung bis hin zur katastrophalen Folge der Amputation des Geschlechtsteils oder sogar des Todes des Säuglings. Nach einer neueren Studie gibt es in den USA jedes Jahr schätzungsweise mehr als 100 Todesfälle als Folge von Beschneidungen. Unter den 1,4 Millionen jährlichen Zirkumzisionen dort ist das ersichtlich ein winziger Anteil. Aber er bezeichnet wegen des Fehlens einer medizinischen Indikation dennoch das, was Strafrechtler ein unerlaubtes Risiko nennen.

    Soweit Strafrechtler und Rechtsphilosoph Reinhard Merkel – dankesehr, das überzeugt.

    aus: Till Schwarze: „Ein kläglicher Gesetzentwurf“
    in: ZEIT 01.10.2012

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/beschneidung-ethikrat-reinhard-merkel

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/beschneidung-ethikrat-reinhard-merkel/seite-2

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  3. Cees van der Duin Says:

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    Gab es 1843 in Paris ein behördliches Verbot der Metzitzah b’peh? Ein Fall von Syphilis jedenfalls war bei einem zwei Monate aten Säugling festgestellt worden, der eine Woche nach seiner Geburt in der Synagoge beschnitten worden war.

    This started in Paris in 1843

    The Proper Performance of Bris Milah
    By: Rabbi Moshe Zuriel

    The Jewish Press
    Published: September 4th, 2012

    … If we check the Gemarah source[1] and so too the Rambam[2] , and the Shulchan Aruch[3] , we see no mention of the “Peh,” the mouth. The Hebrew word for suction is “motzetz” and this can be performed also by the use of a tube using mouth suction. It is important to precede all discussion on this topic by “putting everything on the table”. We are not discussing a Biblical Commandment, nor are we referring to a Rabbinical enactment from the Gemarah’s time. We are referring to a hallowed Minhag from days of yore to use the mouth only.

    Certainly the withdrawal of blood is a Rabbinical enactment, but the direct application of the mouth is only a Minhag. …

    The answer is that for nearly two hundred years there is fear of Gentile government intervention making the essential circumcision ritual illegal. This started in Paris in 1843, reached Germany and Poland and today in California a small group of “humanists” appealed to the State Legislature to ban the practice. This move was defeated.

    The fear is that if we ourselves admit that this mitzvah could be damaging to the child, the Department of Health might make capital of our admission. The second cause of the great emotional outbursts of resistance to any change in the ceremony is the worry to keep intact all of Jewish way life, to stay as close as possible to the customs of our forefathers; to forestall all reforms.

    But as intelligent human beings we must always weigh the pros and the cons. Many medical doctors claim that there is a danger of delivering the Herpes virus to an infant. As of now, one out of six Americans bears in his body the latent virus of Herpes. True the potential risk of life endangerment to an infant from Metzitzah B’Peh is exceedingly low. However, for the particular parents that this tragedy occurs to their child it is a tremendous torture. Must not every parent do his best not to enter this potential risk?

    If we are dealing with a Torah law, or at least a Rabbinical enactment, certainly it is Chassidus to be stringent and rely on “Shomer Mitzva Lo Ye-da Davar Ra”. But we are referring here not to religious law but to medical advice tendered by our sages, calculated to save the child from danger. This is not a “mitzvah” per se. If as per modern medical advice we are doing the opposite, we are exposing the child to danger, how is this in any way Chassidus? True we should perform Metzizah, but why by direct contact with the mouth?

    http://www.jewishpress.com/blogs/haemtza/the-proper-performance-of-bris-milah/2012/09/04/0/

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    Anm.: Harter Schanker (endurated chancre) ist Lues, Syphilis

    Interne of the Hospitals of Paris. LECTURE XV. June 30, 1843. Extraordinary case of a Jewish child infected by the operation of circumcision-Peculiarities

    A Jew child, aged two months … with an endurated chancre of the prepuce, enlarged glands in the groins, and a general eruption of syphilitic papules all over the body … The parents stated that the infant was circumcised a week after his birth at the synagogue, according to the rites of their creed … The interesting case in which general syphilis developed itself fully … The practice of sucking the wound – an important part of the Hebraic ceremony – may have caused the transformation … – if the rabbin was affected with chancre of the mouth

    aus: Philip Ricord and Daniel M’Carthy: Course of Lectures on Venereal Affections Delivered at the Hopital du Midi, Paris. Lecture XV. June 30, 1843
    in: Provincial Medical Journal and Retrospect of the Medical Sciences
    Vol. 7, No. 160 (Oct. 21, 1843), pp. 43-45

    http://www.jstor.org/discover/10.2307/25492406?uid=3737864&uid=2129&uid=2&uid=70&uid=4&sid=21101227882421

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    While the Queensland Criminal Code (S323A) prohibits genital mutilation even on an adult female who desires and has consented to such a procedure, and recent legislation has restricted the right of minors to get themselves decorated with tattoos or piercings, boys remain without any protection against being circumcised at the request of somebody else. [4]

    The reasons why the wording of the Convention on the Rights of the Child was so vague may be guessed, but that it was intended to refer to both male and female genital cutting was made clear in some of the subsequent consultations, such as in Lesotho, where a local committee reported:

    Culture is a component of education. Cultural activities like circumcision are not to be a hindrance to a child’s right to education. It is proposed that proper medication be administered at circumcision schools. Children should be allowed to decide at 21 years of age whether or not they want to be circumcised. [5]

    The reference here is to children’s right to decide, meaning both boys and girls. In Guinea-Bissau another report made clear that “traditional practices” were those affecting all children, not just girls:

    The report states that traditional practices and customs are causing serious problems for children and women. The circumcision of boys aged 9 to 13 years and female genital mutilation in girls aged between 7 and 12 years among the Fula and Mandinga ethnic groups are the most cruel and harmful practices. There are no effective measures at the national level to eliminate them. [6]

    Despite the reference to children, however, the rest of the report forgot about boys and went on to talk about the need for campaigns against female genital mutilation, and made no further mention of circumcision of males.

    Source
    Originally published as “A short history of the institutionalization of involuntary sexual mutilation in the United States”, in George C. Denniston and Marilyn Milos (eds), Sexual Mutilations: A Human Tragedy (New York: Plenum Press, 1997). The paper has been slightly edited in places for brevity and clarity.

    http://www.historyofcircumcision.net/index.php?option=com_content&task=category%A7ionid=6&id=71&Itemid=50

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  4. Cees van der Duin Says:

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    Die Beschneidung ist ein Eingriff in das kindliche Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Religionsfreiheit. Daher sind starke Gesetze zur Abschreckung nötig. Das war auch der Standpunkt in einem Thesenpapier der Royal Dutch Medical Association, der Vereinigung niederländischer Ärzte.

    Kürzlich entschied ein deutsches Gericht, dass die körperliche Unversehrtheit des Kindes höher zu bewerten sei als die Religionsfreiheit der Eltern. Weiterhin befand das Gericht, dass eine Zirkumzision, die aus nicht-medizinischen Gründen an Minderjährigen durchgeführt wird, als Straftat bewertet werden müsse. Die Beschneidung sollte dementsprechend aufgeschoben werden, bis der Junge selbst über sich entscheiden kann.

    Diese Entscheidung rief weltweite Proteste hervor, welche vornehmlich von religiösen Führern angeleitet wurden, die ihre Religionsfreiheit bedroht sahen. Ein Einzelfall ist diese Entscheidung indes nicht. Sie ist Teil eines wachsenden Widerstands gegen die religiöse Praxis der Beschneidung. …

    Als Teil dieses globalen Trends hat auch die KNMG im Jahr 2010 ein Thesenpapier zur „Nicht-Therapeutischen Beschneidung von Minderjährigen“ veröffentlicht. Darin fasst die KNMG zusammen, dass die Zirkumzision das Recht des Kindes auf Unversehrtheit und Autonomie verletzt. Als Indikatoren hierfür dient die Kinderrechtskonvention, die erklärt, dass Kinder vor „jeglicher Form von physischer oder psychischer Gewalt, Verletzung oder Missbrauch“ geschützt werden sollen. Sie ruft zudem alle Regierungen auf, Maßnahmen zu ergreifen, um traditionelle Praktiken, die für die Gesundheit des Kindes schädlich sein könnten, zu verhindern. …

    Wichtiger aber als die medizinischen Folgen einer Zirkumzision ist der Fakt, dass die körperliche Unversehrtheit des Kindes verletzt wird. Dieses Recht ist Teil der niederländischen Verfassung und ist wie das Recht auf Leben und auf persönliche Freiheit ein unabdingbares Menschenrecht. … Die Beschneidung steht daher nicht nur der grundlegenden Regel von Ärzten entgegen, „kein Leid zuzufügen“, sondern auch dem Grundsatz, medizinische Eingriffe nur dann an Kindern durchzuführen, wenn diese medizinisch erforderlich sind.

    (…) In den USA und Israel sprechen sich immer mehr jüdische Eltern gegen die Beschneidung aus und plädieren für Rituale, die keinen Eingriff in die physische Unversehrtheit des Kindes beinhalten.

    (…) Wenn es nicht zulässig ist, einen erwachsenen Mann gegen seinen Willen zu beschneiden, warum sollte es dann bei einem Minderjährigen anders sein? Das Gesetz schützt die Unversehrtheit von jungen Mädchen, warum nicht die von Jungen? Es sind ihre Körper, es sollte ihre Wahl sein.

    aus: Gert Van Dijk: Nicht veräußerbare Rechte
    in: The European 08.09.2012

    http://www.theeuropean.de/gert-van-dijk/12201-keine-beschneidung-von-kindern

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    Genauso wie die weibliche Beschneidung eine abscheuliche Grausamkeit ist, mit der Absicht das sexuelle Empfinden von Frauen zu unterbinden, so ist auch die männliche Beschneidung nichts anderes als eine Penisreduktion mit der Absicht, das sexuelle Empfinden der Männer zu reduzieren. Beides sind Formen der Genitalverstümmelung …

    Bei der männlichen Beschneidung wird die Vorhaut abgetragen und mit ihr an die 20.000 hoch erogene Nervenenden. Mit ihr geht die schützende, sensorische, mechanische und sexuelle Funktion verloren. Außerdem birgt die Beschneidung viele kurzfristige Risiken wie Blutung und Entzündungen sowie langfristige psychosexuelle Probleme. …

    Die Zirkumzision verursacht körperliche, sexuelle und psychologische Schäden. Beschnittene Männer leiden häufig an posttraumatischen Belastungsstörungen und sexueller Frustrationen. Beschneidung kann im schlimmsten Fall sogar zu Feindseligkeiten gegenüber Frauen führen.

    Da Kinder keine eigene und Eltern keine stellvertretende Einwilligung zur Ablösung eines Teils des Körpers geben können, entspricht die erzwungene Beschneidung von wehrlosen Kindern einer Menschenrechtsverletzung. …

    Die unumkehrbare Zerstörung eines derart wichtigen Teils des Penis reduziert das sexuelle Empfinden für immer und führt 4,5-mal häufiger zu Erektionsstörungen bei einem Mann im mittleren Alter. …

    Viele amerikanische Frauen, deren Männer häufig beschnitten sind, klagen über Trockenheit in ihrer Vagina. Doch ist der wahrscheinlichere Grund dafür nicht eine sexuelle Dysfunktion der Frau, sondern eher der beschädigte Penis, der den Geschlechtsverkehr trocken, grob und für beide Partner emotional unbefriedigend werden lässt. …

    Viele beschnittene Männer bestreiten ihre psychosexuellen Verletzungen. Beschnittene Ärzte schreiben falsche medizinische Fachbeiträge, blenden Risiken und Schäden aus und heben die behaupteten Nutzen hervor. Das aktuellste Beispiel dafür ist das Policy-Statement der American Association of Pediatrics. Leser dieser verzerrten Stellungnahme müssen sich der Ursprungskultur, dem religiösen Glauben und dem Status der Beschnittenheit der Autoren bewusst sein, um ihre Behauptungen richtig einschätzen zu können.

    Medizinische Gesellschaften außerhalb den „beschneidungsfreundlichen“ USA veröffentlichten kritische bis ablehnende Stellungnahmen zu den AAP-Richtlinien das Royal Australian College of Physicians, die Royal Dutch Medical Association, die Canadian Paediatric Society und die British Medical Association. Schließlich kann man Verletzungen, Komplikationen, bis hin zum Tod nicht einfach ausblenden – ebenso wenig wie die Fragen zu Moral und Ethik. Alleine in den USA schätzt man, dass jedes Jahr mindestens 117 gesunde Kinder an den Komplikationen von völlig unnötigen Beschneidungen sterben.

    (…) Wer eine religiöse Rechtfertigung bemüht, hat kein Recht, seinen persönlichen Glauben durch die Zerstörung anatomisch normaler Genitalien anderer zu praktizieren – besonders nicht, wenn die Opfer wehrlos sind.

    Um Kinder zu schützen, muss die nicht-therapeutische Beschneidung per Gesetz verboten werden. … Ärzte müssen gewarnt sein und mögliche zivil- und strafrechtliche Haftungen vermeiden, indem sie nicht-therapeutische Beschneidung von Kindern verzögern, bis diese das Erwachsenenalter erreichen und persönlich einwilligen können.

    aus: Gregory Boyle: Traumatische Amputation
    in: The European 05.09.2012 68

    http://www.theeuropean.de/gregory-boyle/12178-verbot-der-religioesen-beschneidung-von-jungen

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  5. Querverweis Says:

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    Rolf Schwanitz hat gegen diesen Antrag gestimmt und gemeinsam mit acht weiteren Abgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion die folgende Erklärung zu Protokoll gegeben, in denen seine Ablehnungsgründe erläutert werden:

    Wir haben heute gegen den Antrag gestimmt, weil das Recht der Eltern auf religiöse Erziehung des Kindes nach unserer Meinung keinen Vorrang hat gegenüber dem Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung. …

    Dass es sich bei der religiös motivierten, medizinisch nicht indizierten Beschneidung von Jungen um einen schädigenden, irreversiblen Eingriff im Sinne einer tatbestandlichen Körperverletzung handelt, erscheint uns unstreitig und klar. Die Häufigkeit der damit verbundenen, zum Teil sehr schweren gesundheitlichen Komplikationen wird in der Literatur sehr unterschiedlich beschrieben. Wir halten eine Komplikationsrate von bis zu 10 Prozent für realistisch. Auch schwere gesundheitliche Spätfolgen und Todesfälle werden in der Literatur beschrieben. …

    Die Mehrheit des Deutschen Bundestages hat sich mit dem von uns abgelehnten Antrag dafür ausgesprochen, in naher Zukunft eine gesetzliche Regelung zur Rechtfertigung der religiös motivierten, medizinisch nicht indizierten Beschneidung von Jungen zu schaffen. Ein solches Gesetz stünde in unseren Augen auch im Widerspruch zum Grundgesetz. Dies vor allem deshalb, weil das Grundgesetz weder einen Vorrang des elterlichen Rechts auf religiöse Kindererziehung vor dem Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung kennt und weil im Grundgesetz durch die Rechte der Religionsgemeinschaften nach Artikel 140 GG i. V. m. Artikel 136 Abs. 1 WRV die staatbürgerlichen Rechte des Kindes richtigerweise nicht beschränkt werden. Auch deshalb lehnen wir das Ansinnen des Antrages ab.

    19.7.2012

    http://www.rolf-schwanitz.de/meld0406.html

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    Rolf Schwanitz schreibt:

    Ich habe gestern gegen den überfraktionellen Antrag zur “Beschneidung” gestimmt. Auf meiner facebookseite findet ihr die Erklärung, die ich dazu abgegeben habe. Über unsere Fraktionssitzung, deren Ablauf vertraulich ist, kann ich hier nur soviel sagen: Der Antrag und die Vorgehensweise der Fraktionsspitze zu dessen Ausarbeitung ist äußerst kritisch in der Fraktion bewertet worden. Nicht nur, aber insbesondere die Genossinnen und Genossen aus dem Bereich Familien- und Jugendpolitik haben den Antrag massiv abgelehnt. Besonders hervorheben möchte ich die Kinderbeauftragte der Fraktion, Marlene Rupprecht, die ein hartes und klares Plädoyer gegen diesen Antrag gehalten hat. Die Befürworter des Antrages waren in der SPD-Fraktion nach meiner Wahrnehmung klar in der Minderheit – und das nicht nur argumentativ. Dass es zum Schluss beim Einbringerstatus der SPD-Fraktion, anders als bei Bündnis90/Die Grünen, geblieben ist, hat nur mit der Gesichtswahrung der Fraktionsspitze zu tun und spiegelt nicht die wirkliche Mehrheitslage in der Fraktion. Dennoch wird die Sache weitergehen. Wir werden im Herbst die Vorlage eines entsprechenden Gesetzes durch die Bundesregierung oder durch die Koalition erleben. Deshalb müssen wir mit anderen säkularen Organisationen an dem Thema dran bleiben. Übrigens gibt es auch ein klares ablehnendes Votum von vielen Kinderorganisationen, die sich kurzfristig per Brief zu Wort gemeldet haben. Das ist sicher erst der Anfang. Wir müssen also dranbleiben!

    http://nicsbloghaus.org/2012/07/19/bundestag-will-kinderrechte-beschneiden/

    http://gbs-berlin.org/achtung-bundestag-will-beschneidungen-fur-zulassig-erklaren/

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  6. Querverweis Says:

    Westfalen-Blatt
    Freitag, 05. Oktober 2012
    Von Christian Althoff

    Werther (WB). Die »Deutsche Kinderhilfe« kritisiert das geplante Gesetz, mit dem die Beschneidung von Jungen erlaubt werden soll.

    Der Gesetzentwurf soll in der kommenden Woche vom Kabinett verabschiedet werden, bevor er in den Bundestag geht. Rechtsanwalt Georg Ehrmann aus Werther (Kreis Gütersloh), der Vorsitzende der »Deutschen Kinderhilfe«, sprach am Donnerstag von einem »unglaublichen Schnellschuss« der Bundesregierung: »Erst letzte Woche Dienstag erhielten die Kinderhilfe und andere Organisationen die Eckpunkte des Gesetzes. Am Freitag war die Erörterung im Justizministerium, und man hat uns nur bis Montagmittag Zeit für schriftliche Stellungnahmen gegeben. Die haben offenbar nur noch Alibifunktion.«

    Die Bundesregierung will Beschneidungen von Jungen erlauben – unabhängig von religiösen Gründen. »Damit bleiben auch Eltern straffrei, die einen beschnittenen Penis vielleicht einfach nur schöner finden«, kritisierte Ehrmann. Er könne auch nicht akzeptieren, dass das Gesetz Nicht-Medizinern den Eingriff erlaube. »Die Vorhautentfernung ist eine extrem schmerzhafte Amputation. Bei der Anhörung haben Kinderärzte erklärt, dass Säuglinge viel mehr Schmerzen empfinden als Erwachsene. Nur durch eine Spritze in eine bestimmte Nervenbahn kann der Schmerz genommen werden. Doch selbst erfahrene Anästhesisten treffen diesen Nerv nach eigenen Angaben nur in 90 bis 95 Prozent der Fälle.« Mit dem geplanten Gesetz würden zum ersten Mal in Deutschland Operationen durch Nicht-Mediziner erlaubt – nach Ehrmanns Worten ein Unding. »Es gibt Fälle, in denen religiöse Beschneider die frische Wunde ausgesaugt und das Baby dabei unwissentlich mit Herpes infiziert haben, was zu schwersten Hirnschäden geführt hat.« Solche archaischen Bräuche müssten ausgeschlossen werden.

    Unabhängig von der OP-Methode hält es der Kinderschützer für bedenklich, dass der Staat Eltern das Recht einräumt, Kinder ohne medizinischen Anlass »unwiderruflich zu verstümmeln«. Ehrmann sagte, Kinderschutzorganisationen hätten jahrelang gekämpft, bis das Kinderrecht auf gewaltfreie Erziehung verabschiedet worden sei. »Jetzt bekommen wir die paradoxe Situation, dass Eltern ihr Kind zwar nicht schlagen, aber ohne medizinischen Grund einem gravierenden Eingriff unterziehen dürfen, der die körperliche Unversehrtheit nachhaltig und irreversibel schädigt.« (…)

    http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2012-10-05-kritik-am-beschneidungsgesetz/613/

  7. Bottrop Says:

    Messerscharf treffe die elterliche Gottesfurcht den Kinderpenis, jedenfalls meint das ein schariakonform und gewinnorientiert orientierter Bottroper Chefarzt. Sein Kollege denkt kulturell modern und ethisch und wird keine intakten Kinder verletzen und beschädigen. Die vielbeschworene Rechtssicherheit beginnt grell zu flackern:

    … Für den Chefarzt Dr. Martin Günther ist der Schnitt jedoch keine Frage der Religionsfreiheit. „Der Kinderarzt ist auf das Wohl des Individuums bedacht“, begründet er seine Ablehnung, „doch ein nicht medizinisch begründeter Eingriff ist mit dem Kindeswohl nicht zu vereinbaren.“ Sollte jedoch eine Indikation bestehen, sollte eine Erkrankung vorliegen, dann sei der Kinderarzt der letzte, der sich dagegen aussprechen würde, eine Zirkumzision durchzuführen. „Aber ich kann nicht sehen, warum eine Beschneidung bei einer gesunden Vorhaut im Sinne des Kindeswohles sein soll.“

    Ganz anders hingegen sieht Professor Martin Meyer-Schwickerath, Chefarzt der Klinik für Urologie im Knappschaftskrankenhaus, das Vorhaben. Er ist mit dem Vorhaben der Justizministerin einverstanden. „So können wir zustimmen“, sagte er. Schon die Eckpunkte für den Gesetzentwurf hätten wesentliche Bedingungen aus seiner Sicht erfüllt. „Sie schreiben vor, dass eine Zirkumzision (Beschneidung) unter optimalen medizinischen Voraussetzungen durchgeführt wird.“ Für die Urologen im Knappschaftskrankenhaus eine Selbstverständlichkeit. Sie nahmen in der Vergangenheit etwa 150 Beschneidungen von muslimischen Jungen pro Jahr vor. Und: „Wir machen das ausschließlich unter Vollnarkose.“ Daher lehne seine Klinik Beschneidungen von Jungen, die unter drei Jahren alt seien, auch strikt ab, sagt er. „Das Risiko wäre zu groß.“ …

    aus: Angelika Wölk: Kinderarzt lehnt Beschneidung ab
    in: Der Westen 12.10.2012

    http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/kinderarzt-lehnt-beschneidung-ab-id7189747.html

  8. Edward von Roy Says:

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    Hamburg 2006, Kind (männlich, 4) verstirbt in hochmodernem Kinderkrankenhaus – aufgrund einer auch in diesem Fall sicherlich völlig unnötigen Operation, der Zirkumzision auf Elternwunsch.

    Sie kann einfach nicht begreifen, dass ihr kleiner Junge nie wieder aufwachen wird. Die Ärzte hatten ihr doch gesagt, dass es eine völlig ungefährliche Operation ist. Gestern entschied Jessi S.: Die Geräte, die Franjo am Leben halten, werden nicht abgeschaltet. Es ist das letzte bisschen Hoffnung, an das sich die Mutter noch klammert. Obwohl feststeht: Franjo ist bereits klinisch tot – weil ihm eine Ärztin aus dem Kinderkrankenhaus Wilhelmstift (Rahlstedt) eine überdosierte Infusion gegeben haben soll (MOPO berichtete gestern exklusiv).

    Der Vierjährige war Montagmittag wegen einer Phimose (Vorhautverengung) operiert worden. Der Junge war noch nicht ganz aus der Narkose erwacht, da bekam er nach Darstellung des Kinderkrankenhauses hohes Fieber und übergab sich. Die Anästhesistin (48) soll dem Kind dann eine Infusion mit hochprozentiger Glukose angelegt haben. Bevor sie zu einem Notfall in den OP eilte, hätte die Narkoseärztin einer Gruppe von Schwestern zugerufen, dass die Glukose nur kurz gegeben werden dürfe. Doch niemand kümmerte sich um den kleinen Jungen. Er bekam eine Hirnschwellung, das Stammhirn wurde eingeklemmt. Es reguliert die Körperfunktion, Atmung und Herztätigkeit. Eine spätere Verlegung auf die Intensivstation konnte den Kleinen nicht mehr retten – Franjo ist hirntot.

    http://www.mopo.de/news/drama-in-hamburger-klinik-keine-hoffnung-fuer-franjo–4-,5066732,5683978.html

    Hamburger Morgenpost 10.8.2006

    http://www.mopo.de/news/drama-in-hamburger-klinik-keine-hoffnung-fuer-franjo–4-,5066732,5683978.html

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    Das ist richtig und wichtig:

    Spätere Studien zur Vorhautentwicklung von Øster (1968) [6], Kayaba et al.(1996) [7], Morales Concepción et al. (2002) [8], Agarwal et al (2005) [9], und Ko et al. (2007) [10] haben allesamt Gairdners Werte widerlegt und gezeigt, dass die Entwicklung der Zurückziehbarkeit der Vorhaut ein sehr allmählicher und individuell von Kind zu Kind sehr unterschiedlicher Vorgang ist, der irgendwann zwischen der Geburt und der Vollendung der Pubertät stattfindet.

    Darüber hinaus fanden Thorwaldsen und Meyhoff in ihrer Studie in Dänemark heraus, dass das Durchschnittsalter, ab dem die Vorhaut das erste Mal vollständig zurückgezogen werden kann, 10,4 Jahre beträgt.[11] …

    Braucht mein Sohn eine nicht zurückziehbare Vorhaut?

    Nein. Die Vorhaut soll mindestens die gesamte Kindheit hindurch nicht zurückziehbar sein. Die Verklebung der Vorhaut mit der Eichel und die Verengung der Vorhaut ist keine Krankheit sondern ein Zustand, der dem Schutz des sich noch entwickelnden Penis dient.

    Je länger dieser Schutzzustand andauert, desto besser für den Jungen.

    aus: Beschneidung von Jungen: Der Gairdner’sche Fehler

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/infos-fuer-eltern/ab-wann-muss-sich-die-vorhaut-zurueckziehen-lassen.html

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    Leider legt dieser Artikel, der dem Thema angemessenen Überschrift zum Trotz, dem Leser nahe, die Vorhaut des Sechsjährigen müsse ganz zurückziehbar sein oder es bestehe eine ausreichende medizinische Indikation für eine Zirkumzision:

    … Muslime und Juden verteidigen die Beschneidung vehement. „Doch in Mitteleuropa gibt es keinen Grund für einen Arzt, eine Beschneidung durchzuführen, wenn keine medizinische Indikation vorliegt“, sagt Wolfgang Bühmann, Pressesprecher des Berufsverbands Deutscher Urologen. …

    aus: Monika Preuk: Keine Beschneidung ohne medizinische Indikation
    in: FOCUS 13.07.2012

    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/maenner/news/tid-26514/beschneidung-ist-koerperverletzung-ohne-medizinische-indikation-keine-beschneidung_aid_781114.html

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    Spätere Studien (6, 13, 14, 16) haben gezeigt, dass im Alter von 10 Jahren nur ungefähr 40-50% der Jungen eine vollständig zurückziehbare Vorhaut besitzen.

    Wir erkennen, dass bis zum Alter von 10-11 Jahren die Mehrheit der Jungen eine nichtzurückziehbare Vorhaut besitzt. Ein so weit verbreiteter Normalzustand erfordert folglich auch keine Behandlung.

    aus: Die normale Entwicklung der Vorhaut: Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/infos-fuer-eltern/entwicklung-der-vorhaut.html

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    Der Penis entwickelt sich auf natürliche Weise im Laufe der Kindheit. Irgendwann, wird das Kind selbst die wundersame Entdeckung machen, das sich seine Vorhaut zurückstreifen lässt. Es gibt keinen Anlass für Eltern oder Ärzte den Penis des Kindes zu manipulieren. Die einzige Person, die die Vorhaut eines Kindes zurückstreifen soll, sollte das Kind selbst sein, und nur dann, wenn es entdeckt hat, dass seine Vorhaut dazu bereit ist.

    Eltern müssen ihr Kind vor Ärzten beschützen, die versuchen die Vorhaut des Kindes zurückzuziehen. Viele Ärzte bekamen nie irgendetwas über die normale Entwicklung und Pflege des Penis beigebracht und sind sich nicht bewusst darüber, dass die Vorhaut niemals von irgendjemand anderem als ihrem Besitzer zurückgezogen werden soll, und auch nur dann wenn sein Penis genug entwickelt ist dass eine freies und einfaches Zurückziehen der Vorhaut möglich ist.

    Es gibt keinen Grund, weshalb die Vorhaut vor der Pubertät zurückziehbar sein sollte. …

    aus: Dr. med. Paul M. Fleiss und Dr. phil. Frederick Hodges: Was ist die Vorhaut? Anatomische und physiologische Fakten

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/infos-fuer-eltern/was-ist-die-vorhaut/was-ist-die-vorhaut-anatomische-und-physiologische-fakten.html

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    Babys werden perfekt geboren. Jeder Teil des Körpers ihres Babys ist aus einem bestimmten Grund da. Jeder Körperteil ihres Babys hilft ihm dabei zu wachsen, sich zu entwickeln, zu lernen und unsere wundersame Welt zu erleben. Die Vorhaut ist eine dieser speziellen Körperteile. Tatsächlich ist die Vorhaut das gesamte Leben des Jungen hindurch ein bedeutsames Körperteil.

    Die Vorhaut trägt mehr zum Penis bei als nur eine erhöhte Sexualfunktion und größeres sexuelles Vergnügen. Sie hält den Penis des Babys geschützt, warm sauber und feucht. Sie sorgt dafür, dass die Eichel des Babys sich normal zu Ende entwickeln kann. Die Eichel ist dafür vorgesehen ein inneres Organ zu sein, das gegen die äußere Welt geschützt ist.

    Niemals darf versucht werden, die Vorhaut zurückzuziehen, bevor der Penis sich voll entwickelt hat. Die vorzeitige Retraktion der Vorhaut sorgt dafür, dass die Eichel trocken hart und narbig wird. Die Vorhaut schützt die Eichel vor Verletzungen einfach, indem sie sie bedeckt. Die erste Person, die die Vorhaut zurückzieht und die Eichel aufdeckt, sollte das Kind selbst sein und nur dann, wenn das Kind bereit dazu ist. Es ist das Beste, wenn Eltern es meiden sich mit diesem natürlichen Prozess zu beschäftigen. Ganz von allein werden kleine Jungen die Entdeckung machen, dass ihre Vorhaut zurückgezogen werden kann. (Reinige nur, was du von Außen sehen kannst)

    übersetzt aus: Fleiss, Paul M; Hodges, Frederick. What Your Doctor May Not Tell You About Circumcision. New York: Warner Books; c2002. Chapter 2, The functions of the foreskin

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/infos-fuer-eltern/was-ist-die-vorhaut/funktionen-der-vorhaut.html

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    Commentary on American Academy of Pediatrics
    2012 Circumcision Policy Statement

    By the staff of
    Doctors Opposing Circumcision

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/pdf/2012-08-26A_Commentary.pdf

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    Doctors Opposing Circumcision (D.O.C.)

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/

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  9. Edward von Roy Says:

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    Beschneidung gegen AIDS ist wie Russisch Roulette mit zwei statt drei Patronen im Sechschüsser:

    The researchers said circumcision might help in reducing HIV transmission women-to-men. What they don’t say is that male circumcision doesn’t protect women from HIV. An infected circumcised man having sex with a woman is just as likely to spread the disease as an intact man. The same goes for any male partner with whom he has sex. The problem is that men and women may erroneously believe that circumcision is like a condom, which then leads to unprotected sex and transmission of the virus.

    Robert Bailey, the scientist who sponsored the study, has been promoting circumcision to prevent HIV transmission since 1989. The world medical community thus far has not accepted his published studies. The present study, which was conducted in South Africa, is his latest effort. In such cases, one must be aware of possible researcher bias.

    UNAIDS has cautioned against circumcision.

    If circumcision were promoted as a way of preventing HIV infection, people might abandon other safe sex practices, such as condom use. This risk is far from negligible – already, rumors abound in some communities that circumcision acts as a „natural condom. A sex worker interviewed in the city of Kisumu in Kenya summed up this misconception, saying, „I can sleep with circumcised men without a condom because they don’t carry a lot of dirt on their penis.“ While circumcision may reduce the likelihood of HIV infection, it does not eliminate it. In one study in South Africa, for example, two out of five circumcised men were infected with HIV, compared with three out of five uncircumcised men. Relying on circumcision for protection is, in these circumstances, like playing Russian roulette with two bullets in a (five-shot) revolver rather than three.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/DOC/pressrelease07-31-05.html

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    MALE CIRCUMCISION AND HIV: PLAYING RUSSIAN ROULETTE WITH
    AFRICAN LIVES
    Dean Ferris
    National Co-ordinator, National Organisation of Circumcision Information Resource Centres – South
    Africa (Nocirc-SA)

    http://www.nocirc-sa.co.za/documents/playing_russian_roullette.pdf

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    Why Circumcision Does NOT Slow The Spread of HIV

    … Proponents of circumcision have long touted that male circumcision offers the man up to a 60% chance of protection from contracting HIV through the infected female partner. Russian Roulette anyone?

    http://www.4eric.org/why-circumcision-does-not-slow-the-spread-of-hiv/

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  10. Querverweis Says:

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    … circumcision, an archaic ritual mutilation that has no justification whatever and no place in a civilized society.

    Ashley Montagu (1905-1999), Anthropologist

    * * *

    The Ashley Montagu Campaign Against the Torture and Mutilation of Children
    Featuring
    The Ashley Montagu Resolution and Petition

    http://montagunocircpetition.org/

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    E ASHLEY MONTAGU RESOLUTION
    TO END THE GENITAL MUTILATION OF CHILDREN WORLDWIDE
    A Petition To The World Court, the Hague

    James W. Prescott, Ph. D.

    Adopted by the Fourth International Symposium on Sexual Mutilations,
    University of Lausanne, Lausanne, Switzerland, August 9-11, 1996.

    http://montagunocircpetition.org/montagu_resolution.pg

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    HUMANIST VOICES AGAINST THE GENITAL MUTILATION OF CHILDREN

    Felix Adler, Ph.O., Founder of the Ethical Culture Society, New York (1871).

    [the ritual of circumcision is] slmply barbarous in itself and utterly barberous and contemptible in its orIgin. …

    Lester A. Kirkendall, Ph.D., Humanist Of The Year (1983).

    I now think that a full-scale campaign should be waged to elIminate circumclsion – whether of the male or the female. …

    http://www.nocirc.org/symposia/fourth/hac1.pdf

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    (…) In recent years, we have suddenly discovered that the abuse of children is rather more frequent than was generally believed. But with the exception of a few heroic people like Fran Hosken – who, without institutional support of any kind, has for many years valiantly attempted to draw the attention of the world to the atrocities committed upon young girls in the form of circumcision – there have been very few activists to protest against circumcision, male or female. Today, now that child abuse has come to be recognized as a widespread psychopathy in America, it may be easier for people to perceive circumcision as a form of child abuse.

    This operative assault – whether shortly after birth or later – is obviously a highly traumatic experience for the child. One cannot help but wonder what effects such traumatic experiences may have upon later life. Today we have abundant evidence that the process of birth is a traumatic experience for the baby. Some of the readily detectable effects can be seen in the structure and growth of the bones, as well as in the general appearance of the child.

    What is called for is a well-thought-out approach to the eradication of antiquated beliefs and practices which cause so much needless suffering, mutilation, tragedy, and death – an approach that takes into consideration all those factors I have mentioned, and more. We can begin with carefully designed programs, possibly under the auspices of the United Nations (or a similar body), with the purpose of rendering obsolete the practice of circumcision, an archaic ritual mutilation that has no justification whatever and no place in a civilized society.

    Mutilated Humanity
    Ashley Montagu

    Presented at The Second International Symposium on Circumcision, San Francisco, California, April 30-May 3, 1991.

    http://www.nocirc.org/symposia/second/montagu.html

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  11. Dwarslöper Says:

    nett gemeint von Raphael Kirchner und in der Sache sehr wichtig: Doch der Deutsche Bundestag – jeder Abgeordnete – war im Herbst 2012 über die Unbrauchbarkeit der Daten und Argumente der AAP persönlich informiert worden (und über die grundsätzlichen erheblichen Beschneidungsrisiken bereits acht Wochen eher, vgl. den Quellenteil der Petition Pet 4-17-07-451-040847 zu einem § 1631d Verbot der rituellen Genitalmutilation)
    ::

    12. Dezember 2012: Der Bundestag beschließt mit deutlicher Mehrheit einen eilig erarbeiteten Gesetzentwurf. Er regelt, dass auch weiterhin Jungen in Deutschland beschnitten werden dürfen. … Nun melden sich erneut Kinderärzte aus verschiedenen Nationen zu Wort. Hat der Bundestag damals unter falschen Annahmen seine Entscheidung getroffen? Das längst verabschiedete Beschneidungsgesetz beruft sich auch auf Empfehlungen der American Academy of Pediatrics (AAP), dem angesehenen US-amerikanischen Kinderärzteverband. …

    Dieses Fazit steht nun infrage. „Für uns ist absolut nicht nachvollziehbar, wie man das der Literatur entnehmen kann“, sagt der Sexualmediziner Morten Frisch vom Statens Serum Institut in Kopenhagen. Zusammen mit 37 weiteren Autoren aus 17 Nationen kritisiert er die Empfehlung der AAP zur Beschneidung von Jungen scharf. Die Vorsitzenden von 19 europäischen Kinderärzteverbänden haben sich an der Kritik beteiligt.

    Erschienen ist die Replik aber erst jetzt in Pediatrics, dem von der AAP herausgegebenen, weltweit einflussreichsten kinderärztlichen Magazin. Obwohl der AAP der Artikel schon Anfang September 2012 zur Veröffentlichung vorlag. Die Autoren berichten nun übereinstimmend von einer für den Wissenschaftsbetrieb unüblichen Verzögerung. Für Wolfram Hartmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Kinderärzte, sei damit der Eindruck entstanden, „die AAP versuche, die Veröffentlichung in Pediatrics zu verhindern, um sich einer offenen Diskussion nicht stellen zu müssen.“

    Hartmann war Ende November zu einer Anhörung über den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Beschneidung als Experte geladen. In seiner Stellungnahme sprach er sich entschieden gegen die Pläne der Bundesregierung zur Neuregelung der Beschneidung aus. Aus der nun erschienenen Kritik an der AAP-Empfehlung durfte Hartmann dabei nicht im Detail zitieren, geschweige denn sie im Volltext zur Verfügung stellen. „Das war unser Handicap. Der Bundestag hat sich dann ganz wesentlich auf die Stellungnahme der AAP berufen.“

    Die ist nach Ansicht der Kritiker nicht haltbar. Keiner der von der AAP angeführten Vorteile halte einer Analyse nach präventivmedizinischen Kriterien stand. Mitnichten schütze eine Beschneidung vor einer Reihe von Infektionen und Peniskrebs …

    „Die AAP zitiert selektiv Publikationen, die sich für eine ‚prophylaktische‘ Beschneidung aussprechen und unterdrückt andere, die dagegen sprechen“, sagt Volker von Loewenich, der Sprecher der Ethikkommission der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin DAKJ. Auch er beteiligte sich an der Kritik der AAP-Empfehlung. …

    Doch warum stuft die AAP die Beschneidung als weniger riskant ein? Der Hauptautor der AAP-Replik, Morten Frisch, weist auf eine Auffälligkeit hin. Pro Jahr würden Ärzte in den USA eine Million Jungen beschneiden. Das beschere ihnen auch einen Umsatz von mehreren Hundert Millionen US-Dollar. Die behandelnden Ärzte werden „überwiegend von AAP und ACOG (dem US-Verband der Gynäkologen und Geburtshelfer, mit dem die AAP ihre Richtlinie abgestimmt hat) vertreten“, die „gleichzeitig als einzige Fachverbände weltweit behaupten, dass die Vorteile einer Beschneidung überwiegen“. Dass sich daraus ein möglicher Interessenkonflikt ergibt, ist für Frisch „offensichtlich“ und er findet es „merkwürdig, dass dieser nicht deklariert wurde“.

    aus:
    Raphael Kirchner:
    Gesetzgeber kannte nicht alle Risiken der Beschneidung
    in:
    ZEIT-online 18.03.2013

    http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2013-03/beschneidungsgesetz-kinderaerzteverband-aap/komplettansicht

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    der Bundestag war informiert: Durch den Diplom-Sozialpädagogen Edward von Roy war der deutsche Gesetzgeber – jeder einzelne Bundestagsabgeordnete mit einer persönlichen E-Mail – im September 2012 sehr wohl rechtzeitig auf die grundsätzliche Unbrauchbarkeit der Daten und Argumente der medizinischen US-amerikanischen Beschneidungsfreunde der AAP (American Academy of Pediatrics) hingewiesen worden (mit englischen Quellen). Die grundsätzliche Schädlichkeit der Beschneidung hatte er bereits am 20. Juli 2012 im ausführlichen Quellenteil seiner Petition belegt, auch darüber wusste der gesamte Bundestag bescheid.

    (…) Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will die medizinisch unnötige Zirkumzision in die Zukunft führen – das ist zutiefst kinderfeindlich und ein organisierter Angriff auf die körperliche Unversehrtheit eines Teils der Bevölkerung. Das Justizministerium verbreitet einen Gesetzentwurf, der auf BGB § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge zielt und die Zirkumzision straffrei ins elterliche Belieben stellen soll.

    Genau zu § 1631 BGB habe ich am 20. Juli 2012, also nur einen Tag nach der hastigen Bundestagsresolution (Drucksache 17/10331), eine Petition eingereicht:

    Pet 4-17-07-451-040847

    § 1631d Verbot der rituellen Genitalmutilation

    Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

    Nur kurz zum angeblichen gesundheitlichen Nutzen (HIV- und HPV-Prävention), der gelegentlich von den Vereinigten Staaten aus genannt wird und selbst dort eigentlich nur noch vom Verband AAP (American Academy of Pediatrics) – die notorisch beschneidungsfreundlichen Studien der AAP sind weltweit in der Fachwelt umstritten oder werden schlicht verworfen; das jüngste Statement ist von der US-Kinderrechtsorganisation Intact America noch am selben Tag (27. August 2012) abgelehnt worden (s. u., Quellen).

    AAP – American Academy of Pediatrics:

    ”We’re not pushing everybody to circumcise their babies,” Dr. Douglas S. Diekema, a member of the academy’s task force on circumcision and an author of the new policy, said in an interview. ”This is not really pro-circumcision. It falls in the middle. It’s pro-choice, for lack of a better word. Really, what we’re saying is, ‘This ought to be a choice that’s available to parents.’ ” …

    INTACT AMERICA’S RESPONSE TO THE AMERICAN ACADEMY OF PEDIATRICS 2012 REPORT ON CIRCUMCISION

    Issued August 27, 2012

    The Policy Statement and Technical Report on Male Circumcision released today by the Task Force on Circumcision of the American Academy of Pediatrics (AAP) attempts to find justifications for recommending in favor of unnecessary surgery to remove healthy, functioning tissue from infant boys, but falls far short both in its ethical obligations to its members and their patients and in its presentation of the medical and scientific data.

    Even as the AAP purports to find that the benefits of non-medical neonatal male circumcision outweigh its risks, not even its own Task Force can unequivocally recommend this surgery, but instead states that the health benefits are not great enough to recommend routine circumcision for all male newborns. Instead, it focuses much of its argument on urging that health insurance plans and state Medicaid plans cover the costs of the surgery, which is currently not the case in many states.

    It appears that the AAP is acting more as a trade association for doctors who perform this unnecessary surgery more than 1 million times a year, instead of standing up for the human rights and bodily integrity of the only patient that counts—the baby boy.

    https://jacquesauvergne.wordpress.com/2012/09/30/306/

    ::

  12. Machandelboom Says:

    als ex-katholische Österreicherin, gottlose gebliebene Konvertitin zum altehrenwerten Mosaischen Glauben und Mutter eines Jungen babbeln über die Beschneidung, aber sie geduldet haben und immer noch befürworten, die Beschneidung … die würde wohl auch die schafiitische Mädchenbeschneidung mit Geschwätz bedenken, wenn’s kulturell gerade passen würde …
    ::

    … Als wir endlich anfingen, waren aber alle Gäste, die zum Fest nachher eingeladen worden waren, schon da. „Willst du es wirklich riskieren, dass der Assistent die Beschneidung macht, der ist noch unerfahren!“, erhöhten die religiösen Autoritäten noch in letzter Minute den Druck.

    Vor lauter Gebetsschals sah ich mein Baby nicht mehr. Der Oberrabbiner, der Mohel und sein Assistent, der Kindesvater, dessen Vater, Freunde und der Patenonkel bildeten eine Mauer um mein kleines, acht Tage altes Baby. Es wurde gebetet und gesungen, alle waren aufgeregt. Ich war aus dem Kreis ausgeschlossen. „Es ist besser für dich, wenn du nicht zuschaust“, sagte der Rabbiner mitfühlend, aber bestimmt zu mir. Mein Schwiegervater hielt das Baby, die Beschneidung war kurz und schmerzlich, der Bub krähte kurz auf, der Mohel verband die Wunde, hob das Baby hoch, reichte es mir. Die Männer hatten ihren Job erledigt und verzogen sich in den Garten.

    Als Feministin und Atheistin, in Wien in einer ursprünglich katholischen Familie aufgewachsen, hätte ich meinem Kind und mir diese Brit Mila gern erspart. Ich bin aber aus historischer Höflichkeit und aus Liebe zu einem Israeli 1995 zum Judentum übergetreten. Meine Kinder sind deshalb Juden. Familienfeste mit religiösem Hintergrund zu feiern, fand ich immer in Ordnung, wir feiern sowohl die jüdischen wie die christlichen Feste, und meine Kinder genießen die Vorteile ihres weiten kulturellen Hinterlands. Bei der Beschneidung aber stößt mein Verständnis für Familientradition an seine Grenzen.

    Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin dagegen, dass ein Gericht die Beschneidung verbietet. …

    von: Tessa Szyszkowitz
    aus: Beschneidung: Das umstrittene Ritual aus feministischer Perspektive
    in: profil 30.07.2012

    http://www.profil.at/articles/1231/560/336471/beschneidung-das-ritual-perspektive

    ::
    ::
    soso: Beschneidungsklemmen sind auch an Mädchen anwendbar:

    A circumcision clamp is a device which is used specifically for performing circumcision. Some clamps may only be used by infants, young children, or adults. Some circumcision clamps are disposable. Circumcision clamps for both males and females are available on the market.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Circumcision_clamp

    ::

  13. Machandelboom Says:

    patentiert
    RATHMANN-KLEMME
    RATHMANN CLAMP
    ::

    Das „Beschneidungsklemmen für männliche und weibliche Patienten sind im Handel“ hat uns alarmiert, bitte Vorsicht beim Weiterlesen und Durchklicken, der US-amerikanische Frauenbeschneider William G. Rathmann wird barbarisch und kriminell.

    Die Frau, die nicht weiß ob sie orgasmusfähig ist, ist es wahrscheinlich nicht, wie Rathmann optimistisch verkündet:

    If a patient is not sure that she has ever experienced a climax, it is probable that she has not.

    Dr. William G. Rathmann tut orgasmusfreundlich bzw. „anatomisch normalisierend“, um dann sogleich sicherlich erheblichen Druck aufzubauen und die beschneidungsresistente Frau vor einem Fremdgehen des Gatten zu warnen, einer dann irgendwie unausweichlichen anderen Frau, grässlichem Alkoholmissbrauch, herannahender Seelenkrankheit:

    If a man is legally married to a woman but not „mated“ with her, one of four complications will probably develop: (1) a divorce, (2) another woman, (3) excessive use of alcohol or (4) suppression of normal urges with psychosomatic illness.

    derlei schlimmes Übel sei verhinderbar, raunt Rathmann:

    Surgical instrument
    US-Patent-Nummer US 2930376

    Veröffentlichungsnummer US2930376 A
    Publikationstyp Erteilung
    Veröffentlichungsdatum 29. März 1960
    Eingetragen 23. Mai 1958
    Prioritätsdatum 23. Mai 1958

    Für menschenrechtsuniversalistisch denkende Islamkritiker ist das Thema Islamic FGM bzw. medikalisierte FGM interessant im Blick auf das vermutlich unter Palästinensern praktizierte und (über diese sowie) eventuell über Kurden oder Indonesier nach Europa schwappende, schafiitisch-islamische weibliche Beschneidungsgebot.

    Weibliche Genitalverstümmelung … und der Ehemann muss etwas zu weiblicher Anatomie lernen, um seine sexuellen Vorlieben einzubringen:

    The husband must be instructed in female anatomy, proper body position, trituration to develop desire, and such psychologic considerations as patience, atmosphere, kindness, affection, foreplay and other pointers suggested by his personality.

    Instrument for Female Circumcision

    FIGURE 3 – Jaws closed.

    FIGURE 4 – Jaws open.

    Note adjustment screw on tip of handle to adjust the pressure applied by the jaws. After the surgeon clamps the instrument, it remains in place without effort. The instrument is seven inches long.

    Technique of Circumcision

    It seems that such a relatively minor procedure should not require much detailed description. However, the fear of scar tissue formation, bleeding and the lack of a descriptive technique in the usual surgery texts, might prevent some physicians from attempting it. A few lines will be devoted to my previous technique, then a more simplified technique will be described.

    Allow two weeks before the next menstrual period. (…)

    The patient is seen every two or three days for the purpose of keeping the adhesions free. (…)

    Q u e l l e :

    Female Circumcision:
    Indications and a New Technique

    W.G. Rathmann, MD
    GP, vol. XX, no. 3, pp 115-120, September 1959

    der perverse Amerikaner beschwört allen Ernstes den medizinischen großen Nutzen seines Beschneidungswerkzeugs: „zur Heilung psychosomatischer Erkrankungen und zur Verhinderung von Ehescheidungen“

    Redundancy or phimosis of the female prepuce can prevent proper enjoyment of sexual relations; yet some modern physicians overlook indications for circumcision. Indications for, and relative contraindications against, use of this procedure are presented, and a new technique is described. Properly carried out, circumcision should bring improvement to 85 to 90 per cent of cases – with resulting cure of psychosomatic illness and prevention of divorces.

    W. G. Rathmann M.D. has a varied medical background. After completing internships and residency training at U.S. Marine hospitals in Chicago, Seattle and Fort Stanton, N.M., he owned and operated a hospital in Carazozo, N.M., for three years. Since 1938, however, be has been in general practice in Inglewood, Calif. A member of the senior surgical staff of Centinella Hospital, Inglewood, Dr. Rathmann is also on the staff of five other hospitals in the southern Los Angeles area. A graduate of the University of Nebraska, Academy Member Rathmann has a special interest in psychosomatic diseases.

    … wir werden witer forschen müssen … denn man wird medikalisiert bzw. mit kulturell modern daherkommenden Chirurgie-Instrumenten noch mehr amputieren können als nur die Klitorisvorhaut …

    http://www.circlist.com/glossaryfemale/f-anatdetail/rathmann.html

    ::
    ::
    DAS PATENT
    William G. Rathmann, Inglewood, Calif.

    The present invention relates generally to surgical instruments, and more especially to an instrument for surgical excision or removal of the prepuce of the female clitoris.

    So far as is known, no instrument has been especially designed for this particular operation and is able to perform the operation with maximum ease and freedom from post-operative complications.

    http://www.google.com/patents/US2930376

    ::

  14. Machandelboom Says:

    Die Scharia ist optimal und die Rathmann-Klemme hilfreich zum Beschneiden des weiblichen Genitals:
    ::

    The Greatness of Sharia – Female Circumcision as an Example

    … The minimal cutting of the clitoral hood is likely to have some advantages. I may not have strong scientific proofs on this. However, the fourth degree of acceptable scientific data in medicine is the expert opinion based on correct physiological bases.

    If you agree that the clitoral hood is the embryological counterpart of the foreskin of the male external genitalia [nein das tun wir nicht, in Bezug auf die Ausstattung mit Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Meissner, Vater-Pacini, Ruffini und Merkel gilt: das männliche Präputium ist Äquivalent der Klitoris], then it is not unexpected that some of the many benefits of male circumcision may apply, albeit to a lesser extent, to female circumcision. It is also noteworthy that the smegma, said to be harmful, which is found under the male foreskin is also found under the clitoral hood.

    In fact, there are many physicians, in the East and West, who spoke about the many possible benefits of cutting the clitoral hood. Dr. W. G. Rathman[1] mentioned in his textbook of internal medicine some benefits such as that the hood may be at times larger than usual or narrower, leading to a delay in reaching the clitoral orgasm or some inflammations that may lead to stress and tension. He claimed that with adequate circumcision of the clitoral skin, he was able to document improvements in many cases that he studied. [2]

    … The greatness of the Sharia is that while it emphasized male circumcision, it was less assertive on female circumcision. It simultaneously recognized the same origin of the tissues cut in both procedures. It also factored in the greater benefit in male circumcision. Moreover, the only clear communication from the Prophet (…) is one in which he prohibited excessiveness in performing this procedure. To me, it is an indication that most of the deviation regarding this matter will come from those who are ignorant and excessive. What a balanced position! How beautiful is our Shari’a!

    Allah is Great and Most Merciful!

    (freut sich Hatem al-Haj von der sogenannten Universität Mishkah)

    ([1]) W. G. Rathmann, M.D. A graduate of the University of Nebraska. Was a member of the senior surgical staff of Centinella Hospital, Inglewood.

    ([2]) Female Circumcision: Indications and a New Technique [Online]/auth. W.G. Rathmann M.D.. – 1959. – pp 115-120.

    hxxp://www.drhatemalhaj.com/islamandscience/the-greatness-of-sharia-female-circumcision-as-an-example/#sthash.IaPwWy7C.dpuf

    ::
    Hatem al-Haj organisiert:

    Mishkah University, Columbia Heights, Minnesota, USA

    hxxp://www.mishkahuniversity.com/index.php/faculty-staff/

    ::
    [Kindersicherung hxxp statt http]

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