398. Ein islamischer Identitätsnachweis

نظام ملي

niẓām millī

The millet system

Staat als Gefüge von Glaubensnationen oder Religionsvölkern

Vom Makel zum Ehrenzeichen: Nein zur Idee vom Radikalislam-Personalausweis

Eine Empfehlung gegen das Markieren der Ausweisdokumente potentieller islamischer Glaubenskrieger. Von Jacques Auvergne.

Judensterne erleichterten bis 1945 die rasche Zuordnung. Da wussten die Amtspersonen unter den staatlich definierten vermeintlich Höherwertigen auf den ersten Blick welche Sorte Mensch gerade des Weges kam. Im September des Jahres 2014 wollen die zur Grundrechtswidrigkeit von Scharia und Fiqh schweigenden deutschen Innenminister Ausweispapiere selektiv kennzeichnen und auch der Vizefraktionschef der Union im Bundestag Thomas Strobl fordert „eine sichtbare Markierung auf dem Personalausweis“. Zwar nicht mit einem aufgedruckten großen J wie im zwölfjährigen Nationalsozialismus und auch gar nicht in Bezug auf die deutschen Juden, auch ein großes I für Islambürger oder dickes H für halal ist (noch) nicht angedacht, aber die mutmaßlich zeitnah radikalislamisch Aktiven unter meinen Mitbürgern sollen in ihrem Personalausweis in jedem Fall stigmatisiert werden. Schreckenszeichen den nervösen Restdemokraten, Glaubensmerkmal den Siegesgewissen.

Ziel sei es, potentiellen Glaubenskriegern die Reise in jene Transitländer zu verunmöglichen, die auch lediglich mit dem Personalausweis zu erreichen sind und an Regionen des Dschihad grenzen. Einen besseren Dienst können die zur Scharia desinformierten oder desinformierenden Innenminister dem Islamischen Staat (IS), der al-Qaida und der mit beiden verknüpften und 1928 gegründeten Kalifatsbewegung der Muslimbruderschaft allerdings womöglich gar nicht leisten.

Die im Islam zur Sicherung des Heils und Abwehr des Teufels wahrscheinlich einzig akzeptable Gesellschaftsform, das Kalifat ist auf die Spaltung der Bevölkerung in eindeutig erkennbare Menschensorten angewiesen. Anders ist es schließlich nicht zu gewährleisten, dass der Nichtmuslim nichts erbt und der Ex-Muslim oder Islamkritiker gemobbt, diskriminiert, angeklagt oder islamjuristisch einwandfrei umgebracht wird. Den rituell ekelhaft unreinen und auch juristisch niederrangigen Unterzeichner des Schutzvertrags, den Dhimmi (Jude oder Christ) muss jeder Zöllner oder Torwächter sofort erkennen können. Der ausländische Ungläubige darf auf zwölf Monate in ein islamisiertes Gebiet einreisen und benötigt als sogenannter Mustamin eine Art islamisches Visum, den inschallah das Leben rettenden Geleitbrief, die Schutzerklärung Aman. Das alles ist auch gar kein Islamismus den es gar nicht gibt sondern ernst gelebte Religion nach Sure und Hadith.

Vorgestern titelte DIE WELT Personalausweise von Islamisten sollen markiert werden, ausgerechnet am 13. Jahrestag der radikalislamisch motivierten Terroranschläge. Sicherlich müssen Terrorverdächtige intensiv überwacht werden. Als Politiker zu sagen, dass die Problemreligion Nummer Eins eben alles andere als eine „im Kern friedliche Religion“ ist wäre nicht weniger wichtig. Radikale Gottesfurcht jedoch im Ausweis staatlich angeordnet zu markieren, kann ungewollt zur baldigen Errichtung der global geplanten Herrschaft Allahs endlich auch auf deutschem Boden führen.

Denn die Glaubenskrieger des IS oder die europäischen sogenannten Salafisten nehmen Koran und Sunna radikal ernst und rasch wird es unter mehr und mehr jungen deutschen Männern als Auszeichnung verstanden werden, in den Besitz dieses religiös definierten Zertifikats zu gelangen. Sicherlich, noch tun die im Koordinierungsrat (KRM) zusammengeschlossenen Verbände so, als hätten Missionare wie Pierre Vogel oder Sven Lau keine Ahnung von der Religion und als sei ein Scharia und Fiqh beibehaltender Islam organisierbar, der auch Nichtmuslimen und Frauen allgemeine Menschenrechte zugestehe. Doch um die Seele auf ewig vor der Hölle zu retten, verlangt der Koran neben dem Glauben an Engel und Dschinnen den irdischen Totalitarismus, auch wenn uns SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi das Wohlverhalten vorschreiben will, die Miliz Islamischer Staat (IS) niemals islamisch oder radikal islamisch zu nennen. Sie sollte es besser wissen, islamischer Literalismus hat noch stets die islamische Diktatur gezeitigt und der sogenannte Salafismus bis hin zum Terrorismus ist einfach das streng wortgetreue Umsetzen der Befehle Allahs (aus dem Koran) und Mohammeds (im Hadith) in die Praxis.

Man stelle sich vor dass die Möglichkeit bestünde, sich die vorbehaltlos islamische Gottesfurcht mit einem bundesdeutschen Spezial-Personalausweis attestieren zu lassen. Das ließe sich gesetzlich unauffällig vorbereiten.

Was Herr Strobl, wenn plötzlich ein paar Zehntausend oder Hunderttausend deutsche Mitbürger diesen Halal-Personalausweis („klare Kennzeichnung“) beantragen würden, in geschwisterlicher Solidarität zur globalen Kalifatsbewegung und als heißes Bekenntnis zum Islamischen Recht der Scharia. Was wenn Saudi-Arabien sagen würde: ohne Islam-Merkmal in euren deutschen Ausweispapieren keine Einreise zur Pilgerfahrt. Was, wenn der KRM sagt: ohne den Allah erfreuenden Sonder-Personalausweis keine Dienstleistungen in Islamverband und Moschee, aber aus der Religion austreten darf im Islam auch niemand. Wer erst einmal den Islamausweis besitzt, ist auf eingehaltene Schariapflicht zu überwachen und muss den islamischen Friedensrichter dem altüblichen Schiedsmann und das Scharia-Gericht dem staatlichen Gericht vorziehen. Der ausweisliche Muslimbürger heiratet nicht vor dem Standesbeamten sondern geht seine nikāḥ, seine Ehe nach Maßgabe der Scharia beim Imam ein.

Wie nebenbei ergibt sich die mit dem Dabei-Bürger oder Beibürger (Muslims as Co-Citizens in The West) sowie einem rechtsspaltenden Minderheitenstatus, dem Fiqh for Muslim Dhimmi (!) durch Murad Wilfried Hofmann angedachte zweite Menschensorte. Nach dem Wollen unserer Innenminister und des CDU-Vize Strobl ist das der Bürger ohne Scharia-Perso, der durch einen schmucklosen Ausweis erkennbare Dhimmi oder Harbi. Das aber ist der Mensch, der die aus islamischer Sicht falschen Papiere hat, die aus der Ära der Unkenntnis oder Gottlosigkeit stammenden und der sich aus Sicht der Muftis und Scheiche mit jedem weiteren Tag schlimm schuldig macht, an dem sich sein deutscher Personalausweis nicht durch ein schmuckes Allahu akbar oder durch welche „klare Kennzeichnung“ auch immer von den Papieren der Verworfenen abhebt.

Zeig mir deinen Ausweis, hast du schon Islam-Papiere oder noch den Perso aus der Epoche der Dschahiliyya? Ihre Papiere bitte, sind Sie nachweislich Muslim oder Ungläubiger? Bruder, bei dir fehlt das Dschihad im Personaldokument, wo ist deine islamische Identität? Wem bin ich treu, Allah oder dem Iblis?

Die nach der Milla (Glaubensnation) spaltenden Ausweispapiere wären das Ende des Begriffs von citoyen und citoyenne. Sicherlich, 2014 will man als Innenminister den einen oder anderen Terroristen fangen. Öffentlich vor der Doktrin der Muslimbruderschaft und der sonstigen global aktiven Kalifatsbewegung zu warnen wäre vorausschauender. Aus Angst vor koranbewegten Kopfabhackern könnte die Republik ihr höchstes Gut verspielen, den Bürgerbegriff.

Anders als das Kalifat hat der an seiner Abschaffung nicht interessierte freiheitlich demokratische Staat seine Bewohner nicht juristisch folgenreich in Gruppen aufzuteilen, auch dann nicht, wenn einige unserer Nachbarn oder Kollegen privat gerne im Koran lesen. Statt moralischen Druck zu einem irgendwie friedlichen Zusammenleben zu erzeugen, immer lauter von den beiden Menschensorten Christen und Muslime zu reden und damit die durch die globale Schariabewegung ersehnte Spaltung der Menschheit zu vertiefen gelte in Firma, Sportverein, Schullandheim und in der bitte zeitnah abzuschaffenden Deutschen Islamkonferenz: Muslim rein, Islam raus.

Dazu braucht man Mut und gerade keine Markierung.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

Personalausweise von Islamisten sollen markiert werden

Von Manuel Bewarder, DIE WELT 11.09.2014

Nach Informationen der „Welt“ liegt aber noch ein anderer Vorschlag auf dem Tisch: Demnach wird derzeit geprüft, ob Personalausweise von Islamisten mit einer Markierung versehen werden dürfen – dadurch könnte eine Ausreiseuntersagung sichtbar gemacht werden.

Experten merken an, dass ein einfacher Aufkleber – wie bei Adressänderungen üblich – hierfür nicht in Betracht kommen würde. Ein solche Markierung könnte nämlich ohne Weiteres vom Inhaber des Ausweises entfernt werden.

CDU-Vize Strobl unterstützt die Idee aus der Runde der Innenminister: „Wenn wir Hinweise darauf haben, dass ein deutscher Islamist in den Dschihad ziehen will, um das Töten zu lernen, müssen wir ihm den Pass entziehen und den Personalausweis entsprechend markieren.“ Dann erkenne „jeder Grenzbeamte, dass der Betreffende nicht ausreisen darf“. Spätestens zur Innenministerkonferenz Anfang Dezember sollen Vorschläge präsentiert werden.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article132143281/Personalausweise-von-Islamisten-sollen-markiert-werden.html

Muslims as Co-Citizens in The West By: Dr. Murad Wilfried Hofmann

Islamic jurisprudence developed the world’s first liberal law, called As-siyar, for the status of religious minorities – Dhimmi …

The prospect of normalization of the Islamic presence in the West raises the issues of integration and/or assimilation. To which extent can Muslims be integrated without losing their identity (and their faith with it)? …

a Fiqh for Muslim Dhimmi (!)

http://elazhar.com/conferences_eu/9/3.asp

Für die Einreise in die Türkei reicht aber der Personalausweis und von dort ist es möglich, unkontrolliert nach Syrien oder den Nordirak zu kommen. Deshalb brauchen wir einen zweiten Schritt, um den Terror-Tourismus einzudämmen: eine sichtbare Markierung auf dem Personalausweis. Wir benötigen für die alten und die neuen Personalausweise eine klare Kennzeichnung, die Grenzbeamte sofort erkennen lässt, dass dieser Ausweis nicht zur Ausreise berechtigt.

Thomas Strobl, Rhein-Zeitung vom 11.09.2014

http://www.rhein-zeitung.de/nachrichten/rz-thema_artikel,-Sollen-deutsche-Dschihadisten-den-Pass-verlieren-Thomas-Strobl-ist-dafuer-_arid,1204760.html#.VBOxGNJ_t30

Eine Antwort to “398. Ein islamischer Identitätsnachweis”

  1. Dwarslöper Says:

    Für alle, die eventuell nicht verstehen sollten, worauf die Staatsministerin hinaus will, hat sie es am Ende klar formuliert: „Wir stehen vor einem fundamentalen Wandel. Unsere Gesellschaft wird weiter vielfältiger werden, das wird auch anstrengend, mitunter schmerzhaft sein. Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden.

    Dieses “täglich neu Aushandeln müssen” hebelt den Rechtsstaat aus. Es ist ja gerade das Erfolgsmodell des Rechtsstaats westlicher Prägung, dass die Bürger in gesicherten Verhältnissen leben, die nicht täglich neu ausgehandelt werden müssen.

    sehr nachvollziehbar von: Vera Lengsfeld (Im Kleingedruckten steht die beabsichtigte Abschaffung des Rechtsstaats), am 01.10.2015 über das Strategiepapier von Schariaversteherin Aydan Özoğuz vom 21.09.2015.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/im_kleingedruckten_steht_die_beabsichtigte_abschaffung_des_rechtsstaats


    Landesinnenminister Klaus Bouillon (CDU) in einer aufrüttelnden Rede über die Probleme, welche die chaotische Flüchtlingspolitik der Bundesregierung auch im Saarland ausgelöst hat:

    „es wandern ungeordnete, wilde Asylströme durch Deutschland. […] Wenn unsere Frauen das Essen nicht mehr ausgeben können, weil sie unrein sind und die anderen das nicht essen wollen, dann schafft das Probleme.“

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/30/innenminister-saarland-ungeordnete-wilde-asyl-stroeme-durch-deutschland/

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