404. Deutschland nicht in Rechtsnationen spalten

الأمر بالمعروف و النهي عن المنكر

al-amr bi-l-maʿrūf wa-n-nahi ʿani l-munkar

to enjoin what is good and forbid what is evil

Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten

Die Hisba. Das falsche durch das richtige Gesetz ersetzen

Von Edward von Roy. Zur Demo gegen Pro Halal, Düsseldorf am 20.09.2014.

Saudi-Arabien exportiert zweierlei, das Erdöl und das Konzept für eine Islamische Religionspolizei. Auf Geheiß des Hüter der zwei heiligen Moscheen wird jeder Mutawa (muṭawwaʿ), jeder Schariapolizist, für eine staatliche Behörde tätig, das Komitee zur Förderung des Guten und Verhinderung des Bösen (CPVPV, Committee for the Promotion of Virtue and the Prevention of Vice). Der Plural, Sittenpolizisten, ist Mutawiun (muṭawwiʿūn, muṭawwiʿīn anglis. mutaween), das bedeutete ursprünglich Freiwillige und meinte in den Arabisch-Byzantinischen Kriegen Kriegsfreiwillige.

Aus der ganzen Welt reisen jedes Jahr Millionen von Gläubigen zur Haddsch oder ‚Umra heran, die in frommer Erwartung auf eine glückliche und für das Dasein im Diesseits und Jenseits erfolgreiche Pilgerreise hoffen. Der Weg ins Paradies führt sozusagen über die Stadt Mekka und der gesamte Staat, wie jedes vollkommen islamisierte Gebiet eine religiöse Diktatur und zusätzlich der rigiden Rechtsschule der Hanbaliyya folgend, möchte sich Mühe geben frei von Sünde zu sein. Ein Gottesstaat ist aus seiner Sicht in der Lage das Böse in Schach zu halten und empfiehlt sich anderen Nationen als ein auch in Bezug auf Kultur und Moral beispielhaftes Gesellschaftsmodell. Damit der Islam fehlerfrei gelebt wird kontrollieren Sittenwächter die Menschen auf korrektes Einhalten der Scharia, verhaften beispielsweise jeden, der die Geschlechtertrennung verletzt oder die korrekte islamische Kleidung nicht einhält, doch auch eine Neujahrsfeier oder eine rote Grußkarte zum Valentinstag beleidigt die Religion und wird bestraft.

Verboten ist ḥarām und was das Islamische Gesetz der Scharia erlaubt ist ḥalāl. Mit Scharia-Polizei, Anti-Haram-Team oder Pro-Halal-Team ist der Religionspolizist, der Mutawa also auch in Deutschland angekommen. Anders als Islamverbände, Presse und Politik suggerieren, lässt sich gar nicht sagen, dass Sven Lau seine Religion falsch verstanden hätte, weshalb es nicht angemessen ist, über die Wuppertaler und Düsseldorfer Sittenwächter: „Diese paar Halbstarken sprechen nicht in unserem Namen“ zu sagen. Genau das tat Aiman Mazyek, der andererseits Koran und Sunna als Geschäftsordnung des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland (KRM) akzeptiert. Lau und Mazyek teilen dieselbe Scharia, kein Wunder, es gibt nur eine.

Ihre islamische Legitimation findet die Schariapolizei im Grundsatz Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten, den der Koran an vier Stellen nennt. Am bekanntesten ist Sure 3:110, wo der Souverän des Weltalls den Muslimen deutlich macht: “Ihr [den Islam Praktizierenden] seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Allah”.

In Deutschland darf jeder glauben oder nicht glauben, ohne dass sich sein rechtlicher Status ändert. Ob Muslim oder Nichtmuslim, ob Mann oder Frau, jeder hat die gleichen, auf den allgemeinen Menschenrechten gründenden Rechte und Pflichten. Eine überwiegend spirituell gelebte Religion wäre für die freiheitliche Demokratie auch gar kein Problem. Der an der Pflicht zur Scharia festhaltende Islam jedoch muss, muslimbrüderlich über Jahre heranschleichend oder wie bei Chomeini, den Taliban, Boko Haram oder IS innerhalb von Tagen islamrevolutionär heranrasend, eine veritable Diktatur aufbauen, in welcher Allah König ist und menschliche Stellvertreter des islamischen Gottes (das Wort Kalif bedeutet Stellvertreter) Regeln durchsetzen, die mit Koran und Sunna in größtmöglichem Einklang sind. Die Sunna ist das unbedingt nachzuahmende Handeln Mohammeds, wie es die Sammlungen der Hadithe überliefern.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) redet am Thema Scharia vorbei und behauptete vorgestern: „Der Islam ist eine friedliche Religion! Er erklärt Hetzparolen oder Judenhass, Enthauptungen oder Christenverfolgung zur Todsünde!“. Nein Herr Mazyek, erstens köpft Saudi-Arabien islamrechtlich einwandfrei und zweitens kann ein deutscher Muslim friedlicher Mensch sein wie jeder andere, doch solange die Scharia in Kraft ist und den Alltag und die Gesetzgebung totalitär bestimmen will, ist der organisierbare Islam leider keine friedliche Religion, sondern benachteiligt, sobald er auch nur etwas an die Macht kommt, alle Nichtmuslime und alle Frauen. Der von der IGD, dem deutschen Zweig der Muslimbruderschaft gesteuerte Zentralrat distanziert sich nicht von der Erklärung der Menschenrechte im Islam, Kairo 1990, die alle Rechte und Freiheiten unter den Vorbehalt der Scharia stellt.

Artikel 22 der Kairoer Charta garantiert die freie Meinungsäußerung, allerdings nur solange diese nicht die Grundsätze der Scharia verletzt. Abschnitt c) redet von Meinungsfreiheit, verbietet es jedoch sofort, die Meinungsäußerung dazu zu nutzen, „die Heiligkeit und Würde der Propheten zu verletzen, die moralischen und ethischen Werte auszuhöhlen und die Gesellschaft zu entzweien, sie zu korrumpieren, ihr zu schaden oder ihren Glauben zu schwächen“, fordert also die Pressezensur. Artikel 2 schützt das Recht auf Leben, stellt es aber ebenfalls sofort unter Schariavorbehalt: „es ist verboten, einem anderen das Leben zu nehmen, außer wenn die Scharia es verlangt.“

Wenn es nur nach Koran und Sunna geschieht, darf und muss man also die Presse zensieren und bei islamisch gegebenem Bedarf kann man einen Menschen umbringen, in der deutschen Presse aber können Schönfärber wie Mazyek erzählen: „Der Islam ist eine friedliche Religion“. Hat der ZMD-Chef die Gründungscharta der Hamas denn unislamisch genannt? Diese zitiert den Hadith aus Sahih Muslim, Buch 41, Nummer 6981: „Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‚Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“, während Mazyek meint: „Der Islam ist eine friedliche Religion! Er erklärt Hetzparolen oder Judenhass … zur Todsünde!“.

Sven Lau und seine Mitarbeiter dürfen die orangenen Warnwesten mit dem Aufdruck Scharia-Polizei nicht mehr benutzen, die Selbstbezeichnung als Polizist hat sich also für die streng religiösen ehrenamtlichen Sittenwächter erledigt. Aber auf der Schutzweste lasen wir noch das zweite Wort, Scharia, das ist die angeblich im Himmel, von Allah geschaffene Gesetzlichkeit als die hier auf der Erde bei Bedarf mit Gewalt durchzusetzende: „islamische Gesetzlichkeit. „Islamische Gesetzgebung“ sagt es Sven Lau ganz praxisnah und auf das Wort Gesetzgebung hätte man in dieser Woche in Hannover auf dem 70. Deutschen Juristentag genauer achten sollen. Die Juristen haben in den letzten Tagen, neben dem von Gutachterin Tatjana Hörnle vorangetriebenen Versuch der Legalisierung der Mädchenbeschneidung sprich Genitalverstümmelung der FGM Typen Ia und IV, allen Ernstes über die Einführung von Scharia-Gerichten diskutiert. Gemeint sind Formen von islamischer Streitschlichtung oder islamischem Täter Opfer-Ausgleich. Das sollte sich eine freiheitliche Gesellschaft nicht leisten.

Ein Religionsgesetz ins säkulare Rechtssystem einzubauen ist demokratisch riskant. In den religiösen Milieus wird beispielsweise der Druck anwachsen, die staatlichen Strukturen als nicht so wertvoll anzusehen oder sogar zu verachten. Wie konntest du nur zu einem ungläubigen Streitschlichter gehen? Auch wird sich die Lobby der Scharia nicht mit Friedensrichtern begnügen, sondern den Druck auf den Staat erhöhen, dem Islamischen Recht entgegenzukommen und in das Personenstandsrecht (Stichwort Polygamie) und überhaupt das Familienrecht schariakonforme Paragraphen einzubauen. Dann werden die nächsten Forderungen kommen, zuletzt wird das Strafrecht islamisiert. Darum geht es der Rechtsreligion, alle Regeln – das menschliche Verhalten und die staatlichen Gesetze betreffend – müssen islamisch geregelt werden, denn der eigentliche Gesetzgeber ist und bleibt Allah. Der freiheitliche Staat muss diesen durch die Religion aufgedrängten Prozess der Islamisierung des Rechts abstoppen.

Schon vor acht Jahren forderte Mustafa Cerić in der Deklaration Europäischer Muslime: „Wege zu finden, wie muslimisches Recht für Personenstandsangelegenheiten, wie z. B. Familienrecht, anerkannt werden kann.“ Hier muss der Staat Nein sagen, wenn er Folgen wie das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die Kinder nur noch durch den Vater, das Recht auf Zweitfrau bis Viertfrau und auf Frauenverstoßung (ṭalāq) oder das sehr niedrige und in Griechenland legale Heiratsalter für muslimische Mädchen von neun Jahren verhindern will.

Der Juristentag hätte nicht über ein auf Seelenrettung zielendes Recht sprechen dürfen, jedenfalls nicht auf der sprichwörtlichen Augenhöhe. Die Scharia einzuhalten rettet vor der Hölle während die deutschen Gesetze und Verordnungen einzuhalten bisher nur diesseitige Folgen hat, was sich nicht ändern sollte.

Säkulares Recht und Religionsrecht gehören so wenig zusammen wie deutsches Handelsrecht und der die Aufenthaltsdauer im Fegefeuer verkürzende Ablasshandel oder wie faktenbasierte Himmelsforschung und angstgetriebene Wahrsagerei, Astronomie und Astrologie. Grundgesetz und Scharia gehören so wenig zusammen wie Psychologie und die Zauberei des Voodoo. Wer Scharia-Gerichte aufbaut wird die Muslime, ganz im Sinne der verschiedenen Radikalen von religiös bis rassistisch, noch weiter in die Isolation treiben. Die unteilbare (kohärente) und totalitäre Scharia zu integrieren zerspaltet mehr und mehr sowohl das noch für alle geltende Recht als auch die einheitliche Rechtsgemeinschaft, die Bevölkerung in Staat und Stadtviertel.

Zum Streitschlichten gibt es überall den Schiedsmann, dessen Dienstleistung jeder von uns in Anspruch nehmen kann, ob gottesfürchtig oder gottlos und der, anders als die Scharia, Mann und Frau stets gleich behandelt.

Edward von Roy

Q u e l l e n

StGB § 132a Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__132a.html

“Es gibt ein Gewaltmonopol des Staats … Niemand anderes ist befugt, sich in die Rolle der Polizei hineinzuschleichen.”

Angela Merkel

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merkel-fordert-gegen-scharia-polizei-entschieden-vorzugehen-13142350.html

Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat die Aktion jetzt scharf kritisiert. “Diese paar Halbstarken sprechen nicht in unserem Namen”, sagte Mazyek im “Tagesspiegel am Sonntag”. Was die Wuppertaler Salafisten täten, sei eine “Zweckentfremdung unserer Religion”. Sie schadeten mit ihrer “schrillen und völlig unsinnigen Aktion” den Muslimen ungemein. Mazyek forderte allerdings auch, der Aktion nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Quelle: Salafisten aus Wuppertal: Zentralrat der Muslime verurteilt “Scharia-Polizei”. DER SPIEGEL 07.09.2014.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/scharia-polizei-in-wuppertal-zentralrat-nennt-salafisten-halbstarke-a-990271.html

Dieser Kurzauftritt von elf (einigermaßen clever kommunizierenden) Tugendwächtern brachte Innenminister Thomas de Maizière und Justizminister Heiko Maas in Wallung – und zwar derart, dass sie mit ihren vielleicht 20-sekündigen Fernsehstatements einige Jahre bundesdeutscher Integrationspolitik karikierten. All die “Hosgeldiniz”-Rufe der Integrationsstaatsministerinnen. All die Wir-gehören-zusammen-Beteuerungen auf Islamkonferenzen. Und all die Bekenntnisse speziell von CDU-Politikern, Muslime und Unionschristen teilten doch den Wertekonservatismus.

Und für diese Demontage brauchten die beiden Minister nur zwei Sätze. “Die Scharia wird auf deutschem Boden nicht geduldet”, so lautete der eine Satz, gesprochen vom christdemokratischen Innenminister. Und: Das Verhalten der elf Salafisten sei “ein Anschlag auf unser freies Lebensmodell” lautete der andere, aus dem Munde des sozialdemokratischen Justizministers. Applaudiert und assistiert wurde den beiden sogleich von einem riesigen Kommentatorenchor – was den Schaden potenzierte.

Von Till-R. Stoldt. Stoppt die Hysterie um die “Scharia-Polizei”! DIE WELT 08.09.2014.

http://www.welt.de/regionales/nrw/article132023600/Stoppt-die-Hysterie-um-die-Scharia-Polizei.html

Firmenlogo der saudi-arabischen Schariapolizei. Streng dem Prinzip PVPV dienen: the promotion of virtue and prevention of vice.

http://travelblog.viator.com/wp-content/uploads/2010/01/vice.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/3/3f/Mukfellas.png/220px-Mukfellas.png

Vier Mutawi’un auf der Suche nach Sündern. Auf Erden im Dienst des Himmels, um Einfallstore des Bösen aufzuspüren.

http://images.alarabiya.net/5d/db/640x392_90528_223283.jpg

So geht das aber nicht.

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Eine mutmaßlich ungehorsame Frau verfolgend.

http://jafrianews.files.wordpress.com/2013/09/saudi-religious-police-chasing-woman.jpg

Frauenkleidung in Schwarz gibt dem Staat innere Sicherheit.

http://s1.ibtimes.com/sites/www.ibtimes.com/files/styles/v2_article_large/public/2012/03/08/245922-saudi-women-injured-in-university-protest.jpg

http://42zpug2ddkllrvopi2h8z3kfeh.wpengine.netdna-cdn.com/files/2010/07/phpZ4DNWsPM2.jpg

Hisba (Enjoining Good and Forbidding Evil)

… Hisba has four components: Al-Muhtasib (the person who practices Hisba), Al-Muhtasabu ‘alayhi (the person to whom Hisba is directed), Al-Muhtasabu Feehi (the subject of Hisba) and Ihtisab (the actual act of enjoining good and forbidding evil).

1. Al-Muhtasib: This refers to the person who enjoins good and forbids evil, whether he is permitted to do so by the Imam in charge of Muslims’ affair or not. …

“If I instruct you to do something, then do as much as you can.” Bukhari and Muslim

All this is admissable as long as there is a Muslim Imam (leader) who entrusts the responsibility of Hisba to those fit to carry it out. In this day and age, however, our rulers who have apostatised by changing the laws of Shar’ia have no right to delegate the responsibility for Hisba. Indeed, they should be removed in accordance with the consensus of the Ulama. …

We have said earlier that disapproving of evil with the heart is a duty for every Muslim, whether he is physically capable or not, and must never be neglected under any circumstance whatsoever, as this would indicate the disappearance of all traces of Iman from the heart.

http://www.kalamullah.com/manhaj01.html

Neben der Pflicht jedes Muslims, ‘das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten’, bezeichnet der Begriff hisba auch den Aufgabenbereich der Person, die in einer Stadt mit der Überwachung des moralischen Verhaltens der Einwohner und insbesondere auch der Märkte betraut war.

Rüdiger Lohlker, Das Islamische Recht im Wandel (Seite 159).

http://books.google.de/books?id=5o3G6sH2Aa0C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Ma’ruf

http://en.wikipedia.org/wiki/Ma’ruf

Um einerseits religiöse Gefühle saudischer Bürger nicht zu verletzen, andererseits aber dennoch die eigene Identität als westliche Frau zu bewahren, empfiehlt sich, wie hier allgemein üblich, das Tragen eines schwarzen, den Körper und die Beine komplett verhüllenden Umhanges (sog. Abaya). Das Tragen eines Kopftuches wird von Angehörigen des „Komitees zur Förderung des Guten und Verhinderung des Bösen“ – den sog. Mutawa („Religionswächter“) – zwar regelmäßig gefordert, ist aber letztlich nicht zwingend erforderlich. Um Konflikte zu vermeiden, empfiehlt die Botschaft aber bei Aufforderung die Haare zu bedecken, der Bitte nachzukommen. In der Regel reicht dafür ein leichter Schal, der mit der Abaya getragen werden kann. …

Für Frauen besteht ein absolutes Autofahrverbot. Bei der Benutzung von Taxis ist darauf zu achten, dass Frauen keinesfalls auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Auch wenn ein anderes Fahrzeug mit einem nicht-verwandten Fahrer benutzt wird, sollten Frauen auf den Rücksitzen Platz nehmen. In Restaurants herrscht in der Regel strikte Geschlechtertrennung. … In Modegeschäften ist Frauen die Anprobe von Kleidungsstücken nicht gestattet.

Deutsche Botschaft Riad

http://www.riad.diplo.de/Vertretung/riad/de/04__RK__Visa/Leben_20und_20Arbeiten/Verhalten_20Frauen.html

Schiitisch. Das Rechte befehlen

Commanding the just (Amr bi l-Maʿrūf) is a part of Shia Islam’s Branches of Religion. It refers to encouraging people to do the necessary good in life even when they have forgotten to do so. For example, when they have forgotten salat.

http://en.wikipedia.org/wiki/Commanding_what_is_just

Schiitisch. Das Verwerfliche verbieten

Forbidding what is evil (Nahi ʿani l-Munkar), is a part of Islam and means, for example, to oppose injustice. In a more political and social context, Muslims are divided: Some believe that one should not take a social stance unless the Caliph orders.

http://en.wikipedia.org/wiki/Forbidding_what_is_evil

Sunnitisch

Enjoining good and forbidding wrong

Enjoining good and forbidding wrong, (Arabic: al-amr bi l-ma’ruf wa n-nahi ‚ani l-munkar) or promotion of virtue and prevention of vice (PVPV), is an Islamic doctrine mentioned in the Qur’an. This expression is the base of the Islamic institution of hisba. It forms a central part of the Islamic doctrine for all Muslims. It is also explicitly referred to in the two Shi’a Ancillaries of the Faith, commanding what is just and forbidding what is evil.

Sura 3:110 translated by Abdullah Yusuf Ali:

Ye are the best of peoples, evolved for mankind, enjoining what is right, forbidding what is wrong, and believing in Allah. If only the People of the Book had faith, it were best for them: among them are some who have faith, but most of them are perverted transgressors.

Sura 3:104 translated by George Sale:

Let there be people among you, who invite to the best [in religion]; and command that which is just, and forbid that which is evil; and they shall be successful.

Sura 7:157 translated by Sale:

„Those who follow the apostle, the unlettered Prophet, whom they find mentioned in their own (scriptures), – in the law and the Gospel; – for he commands them what is just and forbids them what is evil; he allows them as lawful what is good (and pure) and prohibits them from what is bad (and impure); He releases them from their heavy burdens and from the yokes that are upon them. So it is those who believe in him, honour him, help him, and follow the light which is sent down with him, – it is they who will prosper.“

Sura 9:71 translated by Sale:

And the faithful men, and the faithful women are friends one to another: They command that which is just, and they forbid that which is evil; and they are constant at prayer, and pay their appointed alms; and they obey God, and his apostle: Unto these will God be Merciful; for He [is] Mighty [and] Wise

http://en.wikipedia.org/wiki/Enjoining_good_and_forbidding_wrong

and the various volunteers (muṭṭawi’a) who flocked to participate in the jihad

http://en.wikipedia.org/wiki/Arab%E2%80%93Byzantine_wars

Ḥisba in Syrien / Irak beim Islamic State (IS ehem. ISIS)

Auf dem Fahrzeug, gezeigt in Teil 3 bei min 0:53 / 0:54, liest man arabisch al-ḥisba. Zwei freundlich lächelnde Männer in streng islamischer Kleidung und mit Maschinenpistole fahren durch die syrische Stadt al-Raqqa sorgen religionspolizeilich für islamischen Anstand (islamischen Totalitarismus).

http://www.vice.com/de/vice-news/der-vormarsch-des-kalifats-islamischer-staat-teil-3-652

al-amr bi-l-maʿrūf wa-n-nahi ʿani l-munkar

Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten

Seine moralisch-ethische Bedeutung verdeutlicht auch ein auf den Propheten Mohammed zurückgeführter Hadith in der Traditionssammlung Sahih von Muslim ibn al-Haddschādsch, in dem er die Zeit politischer Wirren u.a. wie folgt umschreibt: das Herz weiß nicht, was recht ist, und verbietet nicht, was verwerflich ist.

Al-Ghazali († 1111) erachtet diese Norm als Grundlage der Religion und der göttlichen Botschaft durch die Propheten; ohne sie würde Anarchie herrschen und die Menschen wären zum Untergang verurteilt. Gemäß Ibn Hanbal und aṭ-Ṭabarī ist ihre Umsetzung in der Gesellschaft religiöse Pflicht, während al-Hasan al-Basri sie lediglich als freiwillige Leistung des Einzelnen einstuft.

Sure 3, Vers 110 betont, dass die muslimische Gemeinschaft sich gerade durch die Einhaltung dieses Grundsatzes von anderen unterscheidet:

„Ihr (Gläubigen) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Gott.“

– Übersetzung Rudi Paret

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Rechte_gebieten_und_das_Verwerfliche_verbieten

Sven Lau. Auftritte als „Sharia Police“ in Wuppertal und als „Pro Halāl“ in Düsseldorf

Im September 2014 sprachen Lau und weitere salafistische Aktivisten in Wuppertal im Eingangsbereich von Spielhallen und Gastwirtschaften Besucher an und forderten nach Berichten der Westdeutschen Zeitung islamische Bürger auf, von Glücksspiel und Alkoholgenuss abzulassen. Zugleich warben sie mit Visitenkarten für den Besuch der Darul Arqam Moschee. Dabei trugen sie Signalwesten mit der Aufschrift Sharia Police (englisch für „Scharia-Polizei“) und gelbe Schilder mit Piktogrammen gegen Alkohol, Glücksspiel, Musik, Pornografie, Drogen und Prostitution unter der Aufschrift Sharia Controlled Zone (englisch für „Scharia-kontrollierte Zone“).

Nach Polizei- und Medienangaben warb Lau im September 2014 mit seiner Gruppe unter dem Motto Pro Ḥalāl und ohne Uniformierung auch in Düsseldorf für eine schariakonforme Lebensführung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sven_Lau

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem

Islamkonferenz um Islamkonferenz der Rechtsspaltung entgegen? Der säkulare Verfassungsstaat hat mit totalitär denkenden Jenseitszentrikern nicht auf Augenhöhe zu diskutieren, auch nicht im Rahmen der „Verbesserung des Zusammenlebens zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Muslimen … ein gemeinsamer Weg zu einem besseren Miteinander“ (DIK 2009) oder von „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013). Von Edward von Roy.

https://jacquesauvergne.wordpress.com/2013/04/15/336/

Was ist Salafismus:

Purify and Educate

Bärte, Burkas, Betproteste. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Von Edward von Roy.

Inhalt

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al-barāa

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: ḥisba

3. Frommheit oder Frevel? Tauhid oder Schirk?

4. Der Taghut, der Götze

5. Das salafistische Doppelprogramm: Reinigen und Erziehen (at-taṣfīya wat-tarbīya)

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

7. Die postmodernen Erklärer des Weges: Mit Abdullahi Ahmed an-Na’im, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

https://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/05/09/235/

18 Antworten to “404. Deutschland nicht in Rechtsnationen spalten”

  1. Bragalou Says:

    Berlin am vergangenen Donnerstag. Vor dem Friseursalon „Salin“ in Kreuzberg sitzen drei bärtige Männer mit Pluderhosen auf Bierbänken. Aufmerksam mustern sie vorbeigehende Passanten. „Bedecke deine Beine, oder willst du in der Gosse landen?“, rufen sie einem Mädchen zu, das im Minirock vorbeigeht. Die junge Frau reagiert nicht. Die Männer vor dem Friseursalon sind arabische Salafisten. Sie sind jetzt öfter hier.

    In der vergangenen Woche hat es bereits eine Schlägerei gegeben, ein Salafist schlug einem Anwohner auf den Hinterkopf. „Das ist jetzt das dritte Opfer in einer Woche“, sagt eine Anwohnerin. „Seit Kurzem haben die Männer Tische vor den Laden gestellt und pöbeln vorbeigehende Menschen an, sie seien Ungläubige.“ Ausgerechnet im multikulturellen Kreuzberg versuchen die Islamisten, andere Menschen einzuschüchtern, bedrohen sie sogar. …

    Einmal habe sie auf dem Schulhof gehört, wie ein Mädchen als „Schlampe“ beschimpft wurde, weil sie kein Kopftuch getragen hat. Sie selbst wurde auch schon angemacht. „Wieso bist du nicht zu?„, hat ein Junge Selin gefragt. „Zu“ heißt hier im Viertel verschleiert.

    Von Per Hinrichs, Freia Peters , Christian Unger, Hannelore Crolly und Kristian Frigelj. Der Islamismus gehört längst zu Deutschland. DIE WELT 14.09.2014

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article132243516/Der-Islamismus-gehoert-laengst-zu-Deutschland.html

  2. Machandelboom Says:

    Bajrambejamin „Benjamin“ Idriz machte bekannt:

    Der erwähnte Scheich im Europäischen Fatwa-Rat unter dem Muslimbrudertheologen Yusuf al-Qaradawi, Mustafa Cerić, war in dieser Woche sozusagen unweigerlich im Einsatz.

    Der ehemalige bosnisch-herzegowinische Großmufti zerredete mit allerlei anderen Klerikern die kulturelle Moderne von München aus:

    Alois Glück
    Bund Deutscher Katholiken

    Heinrich Bedford-Strohm
    Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

    Mustafa Ceric

    Andreas Renz
    Fachbereich Dialog der Religionen (kath.), München

    hxxps://www.facebook.com/photo.php?fbid=734907516581862&set=a.444455362293747.100003.100001878619444&type=1

    Mustafa Cerić, Präsident des Bosniakischen Weltkongresses und Mitgründer der Bosniakischen Akademie der Wissenschaften und Künste, ehem. Großmufti von Bosnien und Herzegowina, Sarajevo – diese Ämter ruhen derzeit, da Mustafa Cerić für das Amt des Staatspräsidenten von Bosnien und Herzegowina kandidiert

    http://www.evstadtakademie.de/programm/veranstaltungen/veranstaltung/krieg-ist-immer-eine-niederlage-fuer-die-menschheit.html

  3. Demo gegen Pro Halal Says:

    Demo gegen Pro Halal Düsseldorf den 20.09 2014
    khaled1359

    Veröffentlicht am 20.09.2014
    Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland

    http://www.ex-muslime.de

  4. Machandelboom Says:

    auf dem durch die Scharia-Polizei verteilten gelben Flugblatt (das Wort Scharia leider ausgeblendet) liest man zum Beispiel:

    CONTROLLED ZONE
    ISLAMIC RULES INFORCED

    Man beachte die fünf Piktogramme

    http://www.berliner-kurier.de/politik—wirtschaft/salafisten-video-so-loben-hass-prediger-pierre-vogel-und-sven-lau-die–scharia-polizei-,7169228,28336364.html

    Das Flugblatt ist aus England bekannt, hier zu sehen in ganzer Länge:

    YOU ARE ENTERING A
    SHARIAH CONTROLLED ZONE
    ISLAMIC RULES INFORCED

    … Gli attentati fanno paura, ma non sono tutto. Il pericolo peggiore consiste nella nascita di veri e propri emirati all’interno delle nostre città. Torino, Milano, Roma e tante altre città minori dell’Italia centro-settentrionale hanno già nuclei di quelli che potrebbero diventare ghetti islamici, veri e propri emirati in miniatura, con tanto di polizia religiosa che veglia sul rispetto della legge coranica. Succede già in tutte le maggiori metropoli ad alta immigrazione islamica, nell’Europa occidentale e settentrionale. Qualche esempio? A Wuppertal, se non ve ne siete accorti, la polizia tedesca ha smantellato un corpo di polizia islamica. Avete letto bene: polizia islamica, come in Arabia Saudita. Era formata da un tedesco convertito, Sven Lau, che ha ritrovato la sua purezza nell’Islam e ha iniziato a raccogliere gente disposta ad applicare la legge coranica in tutta la città, con le buone e con le cattive. Andavano dalle donne e le costringevano a mettersi il velo, andavano dai ragazzi e li costringevano a non fumare, a non giocare d’azzardo, a non andare in discoteca. Se la polizia non li avesse sciolti in tempo, avrebbero vietato concerti in pubblico, locali dove si vendono alcolici, salumerie (che sono haram! Proibite) e tutto ciò che riguarda il “malcostume” occidentale.

    Quello di Wuppertal non è un caso unico. Anche a Londra i Tower Hamlets, per un certo periodo del 2011, sono diventati “Shariah Controlled Zone”, una zona in cui si applicava la sharia, la legge coranica. Anche in questo caso, una mini-polizia religiosa, formata da volontari, pattugliava le strade e implementava le norme coraniche. «Se le persone sono terrorizzate dal taglio della mano, non rubino – diceva il leader islamico Anjem Choudary ai suoi intervistatori – se la gente si scandalizza per la lapidazione delle adultere, si eviti l’adulterio». Per fortuna che questa polizia religiosa è stata sciolta dalle autorità. Ma il problema resta, perché a Birmingham i radicali islamici locali hanno tentato di conquistare le scuole pubbliche e cambiarne i programmi. In Inghilterra, dove sono già in funzione 85 corti islamiche, le minoranze musulmane sono già uno Stato nello Stato.

    Stefano Magni. Vogliamo finire così? L’intraprendente (Milano / Mailand, Italien) 22.09.2014.

  5. Machandelboom Says:

    *
    *
    Fitna lauert. Der Traum und gefälligst Alptraum des Mutawa

    *
    *
    Wasser predigen. Hat der Schariapolizist Feierabend …

  6. Machandelboom Says:

    Äußerst angemessen zu Daniel Krause positioniert sich der AStA der Uni Münster:

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    SEMESTERSPIEGEL
    Zeitschrift der Studierenden in Münster
    (c/o AStA)

    Nr. 413
    Mai/Juni 2014

    Liebe Redaktion des Semesterspiegels,

    (…) Ist der Artikel „Wie aus einer Buchrezension ein Kommentar wurde“ und die entsprechenden „Hintergrundinformationen“ auf der Website des Semesterspiegels mit diesem Ziel vereinbar? Leider müssen wir zu der klaren Einschätzung kommen: Die beiden Artikel sind nicht nur mit diesen Zielen des Pressestatuts unvereinbar, sondern verharmlosen auch rechtspopulistisches Gedankengut, wie das Daniel Krauses.

    (…)

    • Der Verlag HJG, bei dem Krauses Buch veröffentlicht wurde, war nicht nur für Krause und Geert Wilders verlegerisch tätig, sondern veröffentlicht ebenso Comics der Reihen „Stahlfront“ und „Kaiserfront 1953“. Erstere wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert, da sie „den Nationalsozialismus verherrlichen oder verharmlosen“ und „insbesondere die Rassenlehre des dritten Reichs positiv dargestellt [wird].“ Letztere sind noch beim Verlag erhältlich. In einem Comic der Reihe geht es laut Werbetext u. A. um „die ersten Kämpfe des Nordischen Bundes gegen die Invasoren.“

    • Krause distanzierte sich von Pro NRW. Seine Behauptung im Nachhinein, er „kannte diese Partei auch kaum“, muss allerdings angezweifelt werden. Er äußerte nämlich während der Kundgebung mit Pro NRW: „Ich glaube nicht mehr das, was die Medien über Pro Köln fälschlicherweise sagen“. Offensichtlich war ihm also zuvor doch Berichterstattung über Pro NRW und deren Positionen bekannt. Auch die Einschätzung des Semesterspiegels, Pro NRW sei „eine europakritische Partei aus dem gemäßigten rechten Lager“, möchten wir entschieden widersprechen. Ein Wahlwerbespot der Partei zur aktuellen Europawahl wurde in der ARD nicht gesendet, da er laut dem Verwaltungsgericht Berlin gegen den Straftatbestand der Volksverhetzung verstoße.

    • Krause beschränkt sich in seinem Buch keineswegs auf seine Religionskritik (die sich wiederum nur auf den Islam beschränkt), sondern befürwortet die Aussage „Immigration sei so zu steuern, dass sie den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarkts gerecht wird.“ Er betreibt hier, was in rechtspopulistischen Kreisen sehr üblich ist: Die Vermengung von Kultur, Religion und sozioökonomischem Status. Er begrüßt den Rückgang der „Zahl derjenigen, die aus muslimischen Ländern in die Niederlande einwandern wollen“. Dabei handelt es sich nicht mehr um Religionskritik; es geht nicht mehr um Religion, sondern um die Herkunft von Menschen. Der Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit lässt sich hier nicht von der Hand weisen!

    • Krause schreibt mehrmals explizit, er wolle den Rechtsextremismus nicht verharmlosen. Leider tut er genau das. Auf der benannten Kundgebung sagte er: „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Islamismus die größte Gefahr ist und das der Rechtsextremismus das ist, was alle einfach blind bekämpfen ohne zu reflektieren.“ oder „Und das, was früher als Nazis bezeichnet wurde, bezeichnet man heute als multikulturelle Bereicherung.“

    (…) Die Diskriminierung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung, wegen ihres Geschlechts (bzw. Geschlechtsidentität) oder wegen ihrer Religion ist nicht akzeptabel. … Krause bedient viele rechtspopulistische Vorurteile und stellt sich damit zumindest leichtfertig in die Nähe von ausländerfeindlichen und islamophoben Gruppen. …

    Im Übrigen ist die Verharmlosung der Parteien Die Freiheit, REP und Pro NRW völlig inakzeptabel und soll an dieser Stelle nicht weiter kommentiert werden.

    Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Münster

    http://semesterspiegel.uni-muenster.de/wordpress/Ausgaben/ssp413i.pdf

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    Dem Blog Ruhrbarone sei Dank für das Wittern der stets demokratiegefährdenden Querfrontstrategie:

    RUHRBARONE. Journalisten bloggen das Revier
    12.06.2012

    RUHRBARONE: Wie definieren sie Querfront?

    DANIEL KRAUSE: Das Wort habe ich nie benutzt. Ich definiere es auch nicht.

    http://www.ruhrbarone.de/es-war-ein-grosser-fehler-diese-rede-gehalten-zu-haben/43242

  7. Nä wat woar dat wier en Jedöns Says:

    Sarenmermal so:

    Linker nie gewesen, dafür seit 2012 auf dem Querfront-Holzweg.

    Als Linker auf dem rechtem Holzweg

    … Doch Daniel Krause nutzt dies, um sich in seinem gerade erschienen Buch „Als Linker gegen Islamismus“ für seine Leser ordentlich als Opfer aufzubrezeln.

    Es gelte schließlich, die „gefährlichste Form des politischen Extremismus“ abzuwehren, die noch vor dem Rechtsextremismus stehe. Nach Nationalsozialismus und Kommunismus sei der Islamismus die große dritte totalitäre Bewegung. Davon ist er überzeugt. Sein Buch ist eine 170-seitige Rechtfertigung für eine Haltung, die man getrost als islamophob bezeichnen kann. Sein geschickt gewähltes Tarnmäntelchen dazu: Die schwul-lesbische Emanzipation.

    … Krause betont, dass er bewusst den Applaus von rechter Seite für seine Islamkritik in Kauf nehme, da es ihm um die Verteidigung von Freiheit gehe. Dabei schlägt er nochmal kräftig auf die Bedrohungspauke: „Toleranz gegenüber Intoleranz ist Selbstmord.“

    Es ist ein Buch, das in von Sarrazin geübter „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen-Manier“ den Leser erst in Angst und Schrecken versetzen will um ihn am Ende zum Fahneneid aufzufordern: Sag mir, wo du stehst! Gemeint ist: „Bist du für oder gegen mich?“ Es ist in der Tat völlig unerheblich, welchem politischen Lager Daniel Krause nun angehören möchte. Inhaltlich steht der „Lehrer mit Courage“, so der Untertitel des Buches, bereits voll und ganz auf der Seite der Menschen, die mit Angst, Ablehnung und Abwertung auf Fremdes und Fremde reagieren. Er spricht bereits die Sprache der Rechtspopulisten, mit der nicht ungeschickt wie populistisch Kritiker abgewertet und für dumm wie blind erklärt werden. Und die, wenn sie sich erst in hysterische Rage geredet haben, keinen Unterschied mehr machen zwischen der Religion des Islam samt ihren Anhängern und einem fanatischen Islamismus, der sich im seltenen Extremfall gar des Terrorismus bedient (Auch wenn Krause auf den ersten Seiten des Buches betont, er mache diese Unterscheidung: Er tut es an vielen Stellen bewusst nicht!).

    Er bedient sich zudem und ausschließlich der Kanäle des rechten Spektrums: Sein Herausgeber Hansjoachim Bernt hat in den Neunzigern die faschistisch gefärbte Science-Fiction-Romanreihe „Stahlfront“ veröffentlicht. Auf dem islamophoben Onlineportal „Politically Incorrect“, das zuletzt auch durch kreuz.net-artige Artikel zur Homosexualität auffällt, erschien ein Vorabdruck von Krauses Buch. Das von der rechtsliberalen Stresemann-Stiftung betriebene Portal „Citizen Times“ unterstützt per Interview seinen Vorstoß, den Islam als vermeintlichen Verursacher von Homophobie dingfest zu machen. Und im Blog „islamkritisch“ bedauert Krause lediglich die ablehnende Haltung der Gruppierung „Pro Köln“ zum Beispiel in Sachen Adoptionsrecht für homosexuelle Paare.

    Von Christian Scheuß. Publiziert auf queer.de am 08.04.2013.

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=18951

    Infos zum Buch
    Daniel Krause: Als Linker gegen Islamismus – Ein schwuler Lehrer zeigt Courage. Verlag HJB-Fakten. Radolfzell 2013.

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    Hellbraun? Die Stresemann-Stiftung (Citizen Times)

    Die Zeitschrift »Sezession« lud zum »Zwischentag« am 6. Oktober 2012 nach Berlin.

    Ein »Zwischentag«
    29. November 2012 | Von Berlin rechtsaußen

    Ein Beitrag von Svenja Reutling, zuerst erschienen in Der Rechte Rand Nr. 139, November/Dezember 2012, S.30.

    … Das »neu rechte « »Institut für Staatspolitik« (IfS) war hier nicht zum ersten Mal zu Gast. … »Ich muss wirklich zugeben, ich hab überhaupt kein Bedürfnis Menschen anderer Kulturen von irgendwas zu befreien«, zog Weißmann blank … der NPD wurde von anwesenden Mitgliedern der Partei, wie den sächsischen Landtagsabgeordneten Arne Schimmer und Andreas Storr sowie dem Berliner Landesvorsitzenden der NPD, Sebastian Schmidtke …

    Die relativ unbekannte rechtsliberale »Stresemann-Stiftung« präsentierte sich nicht nur in einen Vortrag, sondern war auch mit einem Informationsstand vertreten. …

    mit dem deutschen Ableger der »English Defence League« (EDL), der »German Defense League« (GDL) … Das IfS, die »Sezession« und der Verlag »Edition Antaios« von Kubitschek konnten mit der Veranstaltung ihre Rolle als Stichwortgeber fernab der »Jungen Freiheit«, die sich mittlerweile vor allem auf ihr Kerngeschäft, die Herausgabe der Zeitung, konzentriert, verfestigen. …

    http://www.blog.schattenbericht.de/2012/11/ein-zwischentag/

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  8. Nä wat woar dat wier en Jedöns Says:

    Sarenmermal so:

    Daniel Krause und „Querfront“ … ein zu scharfer Begriff? Den Ruhrbaronen sei Dank:

    Markus Beisicht steht im Hintergrund und feixt. Nur schwer kann der Chef der rechten Pro NRW-Truppe seinen Triumph verbergen. Die bräunlichen „Islamkritiker“ sind an diesem 9. Juni nach Köln-Deutz gekommen, um das christliche Abendland vor der islamistischen Gefahr in Gestalt des kölschen Salafisten Pierre Vogel zu erretten. Dabei erhalten sie Verstärkung von ungewohnter Seite: Ein Mann im T-Shirt der linksradikalen Tierrechtsbewegung „Antispeziesistische Aktion“, der sich selbst als „bekennenden Homosexuellen“ vorstellt, ergreift das Wort.

    „Antifaschist“ als Redner auf Pro NRW-Demo
    Ruhrbarone am 11. Juni 2012 | Von Martin Niewendick

    Damit hat Beisicht den Jackpot im Meinungskrieg abgeräumt: Zuspruch vom (vermeintlich) politischen Gegner. Daniel K., eigenen Angaben zufolge Lehrer, tastet sich ran: „Ich bekenne mich eigentlich zu linken Werten und wollte mir heute mal angucken, ob ich nicht (…) hier viel besser aufgehoben bin, als anderswo!“ …

    „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Islamismus die größte Gefahr ist, und dass der Rechtsextremismus das ist, was alle einfach blind bekämpfen, ohne zu reflektieren, und im Gegensatz zu ‚Der Freiheit‘ schäme ich mich nicht, heute mir das hier angehört zu haben!“

    Jubel, „Bravooo!“. Diese Aussage ist insofern bemerkenswert, als dass sich hier ein „Linker“ (nach eigener Aussage Antifa-Aktivist, Tierrechtsbewegter, Grünen-Wähler) zwischen die verhärteten Fronten zweier konkurrierender rechtspopulistischer Parteien stellt. Hintergrund: Mit der Gründung der Partei „Die Freiheit“ 2010 durch ehemalige Politiker der CDU und der Piratenpartei, bekam Pro NRW Konkurrenz. …

    Während Daniel K. spricht, platzt Markus Beisicht vor Freude fast der Kopf. Der „eigentlich Linke“ hat sich bewusst für die radikalere Variante der „Islamkritik“ entschieden – ein Punktsieg der Partei beim Buhlen um Unterstützung. Die Freiheit hält unterdessen eine eigene Veranstaltung ab, räumlich von der Pro-Demo getrennt. Nach einem Loblied auf die niederländischen Rechtspopulisten Pim Fortuyn (der ironischerweise von einem Tierrechts-Aktivisten erschossen wurde) und Geert Wilders, wünscht sich Daniel K., „dass in Deutschland eine Bewegung entsteht, wo man auch linke liberale Werte integriert in den Kampf gegen Islamismus“.

    Ist „Querfront“ ein zu scharfer Begriff? Wikipedia bezeichnet sie als „eine rechtsextreme Bündnisstrategie, die Gemeinsamkeiten zwischen den politischen Lagern betont oder zu konstruieren versucht, mit dem Ziel, die politische Macht eines Nationalstaats zu übernehmen.“ Im Grunde wird hier nichts anderes gefordert. Die „politische Macht eines Nationalstaats“ zu übernehmen steht hier für den Wunsch, „den Islam“ aus „unserem“ Land zu verdrängen. Denn die aktuellen Regierungen, so das Weltbild der Rechten, seien von einem „linksgrünen“ Zeitgeist beherrscht, sie trieben den „Multikulturalismus“ absichtlich voran, und sorgten so für den Untergang des Abendlandes. Knackiger: Deutschland schafft sich ab.

    Daniel K. trifft den Nerv seiner Zuhörer. „Das was früher als Nazis bezeichnet wurde, bezeichnet man heute als ‚multikulturelle Bereicherung‘!“ Das kommt an. Gejohle, und immer wieder „Bravooo!“ …

    Damit dürfte der Debatte, wo linke emanzipatorische Islamkritik aufhört und wo rechte rassistische Hetze anfängt, ein weiteres Kapitel hinzugefügt worden sein. Es ist ein seltsames Bild, das der Mann im Antifa-Look da zwischen (ehemaligen) Rechtsradikalen und dubiosen Vertretern von Gruppen wie der „German Defence League“ abgibt. …

    http://www.ruhrbarone.de/antifaschist-als-redner-auf-pro-nrw-demo/43158

  9. Nä wat woar dat wier en Jedöns Says:

    Sarenmermal so:

    Islamkritik zwischen Aufklärung und Rassismus
    Düsseldorf am 12.11.2014. Vortrag und Diskussion mit Mina Ahadi

    Hörsaal 5J der HHU
    Universitätsstraße 1
    40225 Düsseldorf

    Düsseldorf am 12.11.2014 „Islamkritik zwischen Aufklärung und Rassismus“

    Mittwoch, 12. November 18:30 – 21:00
    Heinrich-Heine-Universität [ ORT: Hörsaal 5J der HHU, Universitätsstraße 1, 40225 Düsseldorf ]
    Vortrag und Diskussion mit Mina Ahadi

    Rassistische Gruppen wie Pro NRW gebrauchen „Islamkritik“ gerne für ihre Zwecke. Darf man den Islam trotzdem kritisieren? Gemeinsam mit Mina Ahadi diskutieren wir über den Islam und seine Kritik. Auch über aktuelle Entwicklungen, wie etwa den Islamischen Staat, soll gesprochen werden. Mina Ahadi ist Vorsitzende des Internationalen Komitees gegen Steinigung, des Komitees gegen Todesstrafe und des Zentralrats der Ex-Muslime.

    Veranstalter: Association début d´histoire (ADH)
    in Kooperation mit
    Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!)

    https://www.facebook.com/pages/Zentralrat-der-Ex-Muslime-Deutschland/486839381365629

    Association début d’histoire | ADH – Anfang der Geschichte

    http://adhduesseldorf.blogsport.eu/uber-uns/debut-dhistoire-anfang-der-geschichte/

    https://www.facebook.com/pages/Association-d%C3%A9but-dhistoire/322097607912627

  10. Jacques Auvergne Says:

    Mukto-Mona
    freethinkers, Free Minds
    Der freie Geist

    Zwei mit Hieb- und Stichwaffen ausgerüstete Männer haben in Bangladesch den Ingenieur, Buchautoren und bekannten Atheisten Avijit Roy ermordet. Die beiden Täter waren mit Komplizen unterwegs, alle entkamen unerkannt.

    ::

    Am Donnerstagabend wurde der 42-Jährige Autor sowie Gründer und Betreiber des Forums Mukto-Mona (freethinkers, Free Minds) nah am Uni-Campus der Hauptstadt Dhaka durch Radikale mit Macheten, Beilen und Messern angegriffen und umgebracht. Beide hauptsächlichen Angreifer und die Mittäter konnten unerkannt entkommen.

    Zum Zeitpunkt des Angriffs waren das Ehepaar auf dem Rückweg von der jährlichen Buchmesse, die 2015 auch zwei Bücher Roys beworben hatte, und gerade per Fahrrad-Rikscha unterwegs.

    Zwar versuchten Helfer, den Verblutenden schnell in eine Klinik zu bringen, doch die schwersten Kopfverletzungen waren rasch tödlich und Roy starb noch auf dem Weg zum Krankenhaus. Abhijit Roys Ehefrau, Rafida Ahmed (Rafida Ahmed Bonna) wurde durch Messerstiche schwer verletzt. Sie überlebte und verlor einen Finger.

    Hunderte von Trauernden sind auf die Straße gegangen fordern die Aufklärung der Tat. Am Ort des Mordes legen Leute Blumen nieder.

    Zwar beruflich erfolgreich in der Welt der Technik tätig, erlangte Avijit (Abhijit) Roy vor allem durch seine humanistisch und religionsfrei geprägten Werke Obisshahser Dorshon (Die Philosophie des Unglaubens) und Biswasher Virus (Das Glaubensvirus) weite Anerkennung.

    Der Ermordete, Sohn eines Professors der Physik an eben dieser Universität zu Dhaka, hatte einige Zeit in den USA gelebt und sein Leben dem wichtigen und leider noch fernen Ziel gewidmet, aus Bangladesch eine säkulare Demokratie zu machen. Roy’s life was dedicated into turning Bangladesh toward secular democracy.

    Ein Foto des Freidenkers.

    2007 hatte Roy gesagt:

    „Unser Ziel bleibt eine Gesellschaft, die nicht mehr dem Diktat treuloser Führungen, dem gemütlichen Aberglauben, den lähmenden Traditionen oder dem erstickenden Fundamentalismus ausgeliefert ist, sondern die auf Vernunft, Mitgefühl, Menschlichkeit, Gleichheit und Wissenschaftlichkeit aufgebaut ist. Our aim is to build a society which will not be bound by the dictates of arbitrary authority, comfortable superstition, stifling tradition, or suffocating orthodoxy but would rather be based on reason, compassion, humanity, equality and science.“

    siehe bei: Justin Moyer (American atheist blogger hacked to death in the street in Bangladesh), The Washington Post 27.02.2015

    http://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2015/02/27/american-atheist-blogger-hacked-to-death-in-the-street-in-bangladesh/

    The Virus of Faith

    http://www.goodreads.com/author_blog_posts/7731870-the-virus-of-faith

    Bangladesch hat eine wichtige Persönlichkeit verloren.

    Abhijit Roy war einerseits so mutig gewesen, auf Mukto-Mona den Islam zu kritisieren, und andererseits altruistisch genug, in dem unter der allgemeinen Zensur schwer leidenden Land auf seinem Blog mehr und mehr anderen Autoren und zunehmend vielen Gästen eine Plattform zur Diskussion zu bieten. Der von ihm gegründete Blog Mukto-Mona hatte zuletzt acht Moderatoren.

    Schon oft hatte man den Religionsfreien bedroht.

    Als Vorsitzender Bloggervereinigung von Bangladesch (Bangladesh bloggers’ association) ist Imran Sarker um die Sicherheit von Bloggern und Atheisten im Land besorgt. Sarker spricht von einer: „Kultur der Straflosigkeit“, nennt den Angriff auf den Autoren und seine Ehefrau: „empörend“, kündigt Proteste an und fordert die Aufklärung des Mordes innerhalb der nächsten 24 Stunden: Avijit’s [Abhijit’s] killing once again proved that there is a culture of impunity in the country.

    Auf Facebook stellt Pinaki Bhattacharya, ein Blogger und Freund des Ermordeten, fest, dass im radikal islamisch geprägten Land ein Atheist das denkbar einfachste Ziel sei, den man einfach so angreifen und ermorden könne, „In Bangladesh the easiest target is an atheist. An atheist can be attacked and murdered.“

    2013 zerfleischten Radikale den Blogger Ahmed Rajib Haider genannt Thaba Baba, mutmaßlich islambewegte Täter zerhackten also auch schon ihn. Zehntausende von Menschen gingen damals auf die Straße, um gegen die Gewalt zu protestieren, während radikale Muslime zur gleichen Zeit forderten, alle atheistischen Blogger wegen Gotteslästerung hinzurichten.

    Angeblich zu ihrem eigenen Schutz nahm die Regierung daraufhin vier Blogger fest und sperrte sie ein, mehrere religions- und soziokritische sprich v. a. islamkritische Internetseiten und Blogs wurden durch den Staat stillgelegt.

    Atheist blogger Ahmed Rajib Haider was hacked to death in 2013 by members of a little-known Islamist militant group, triggering nationwide protests by tens of thousands of secular activists. …

    Hardline Islamist groups have long demanded the public killing of atheist bloggers and sought new laws to deal with writing critical of Islam.

    vgl. bei: Agence France-Presse (American atheist blogger hacked to death in Bangladesh), in: The Guardian, 27.02.2015

    http://www.theguardian.com/world/2015/feb/27/american-atheist-blogger-hacked-to-death-in-bangladesh

    IHEU
    Die Internationale Humanistische und Ethische Union würdigt Avijit Roy und verurteilt seine Ermordung.

    http://iheu.org/humanists-appalled-at-the-murder-of-secular-activist-and-writer-avijit-roy/

    Avijit Roy

    Vor einem Jahr, im März 2014 wurde der Online-Buchversand Rokomari durch den militant islambewegten Farabi Shafiur Rahman bedroht, welcher der an Maududi orientierten sprich streng schariatreuen Partei Jamaat-e-Islami angehörig sein soll. Der Versand Rokomari nahm Roys Bücher aus dem Programm, der nun Ermordete weilte damals gerade in den USA.

    Ahmed Rajib Haider genannt Thaba Baba war am 15.02.2013 in der Nähe seiner Wohnung tot aufgefunden worden, mit aufgeschnittener Kehler und Machetenhiebe am Kopf. Sieben Mitstudenten und ein Geistlicher wurden der Tat angeklagt. Der Kleriker kam rasch frei.

    Rajib was found dead near his Dhaka home on February 15, 2013, with his throat slit and machete wounds to his head. Seven college students and a Muslim cleric [Farabi, Farabi Shafiur Rahman] were charged with his murder. …

    Nach Rajibs Ermordung forderten die diversen Schariabewegten die Hinrichtung anderer atheistischer Blogger sowie neue, vom Staat zu schaffende härteste Blasphemiegesetze.

    Following Rajib’s death, fundamentalist Islamic groups launched massive nationwide protests demanding the execution of other atheist bloggers and the enactment of a blasphemy law, which led to violent clashes with government forces.

    Erst im Januar 2013 war der Atheist Asif Mohiuddin durch Mitglieder einer kleinen, al-Qaida nahen Gruppe niedergestochen worden, er überlebte.

    Asif Mohiuddin, a well known self-styled “militant atheist” blogger narrowly escaped death after being stabbed near his office in Dhaka in January 2013 by members of a militant group with al-Qaeda ties.

    Quelle: Barry Duke , the freethinker 20.03.2014

    http://freethinker.co.uk/2014/03/20/islamic-death-threats-force-online-bangladeshi-book-store-to-stop-sales-of-books-by-avijit-roy/

    Vor einem Jahr bedauerte der islamkonsequente (gewaltislamische) Islamprediger, dass sich Roy gerade in den USA aufhielt, gab sich aber auf Facebook zuversichtlich, dass Roy ermordet werden würde, sobald er wieder nach Bangladesch käme.

    Rahman [Farabi Shafiur Rahman] noted on Facebook that “Avijit Roy lives in America and so, it is not possible to kill him right now. But he will be murdered when he comes back.”

    (Quelle The Counter Jihad Report am 26.02.2015)

    http://counterjihadreport.com/tag/farabi-shafiur-rahman/

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    Avijit Roy (অভিজিৎ রায়)

    https://bn-in.facebook.com/Avijit.Roy.MuktoMona

  11. Edward von Roy Says:

    [ Januar 2015, Querfront-Aktivist Daniel Krause schon wieder vom Schuldienst suspendiert ]
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    … K. fährt mit seinen persönlichen Erfahrungen fort: „Trotzdem muss ich sagen, dass mich als Kind Auschwitz wenig berührt hat, emotional.“ Das mag sein, aber diese Feststellung lässt nicht den weiteren Schluss zu: „Und heute nervt mich das wirklich, auch wie stark es (der Holocaust) im Lehrplan steht und wie heute übermäßig auch Schüler damit am Gymnasium genervt werden.“ Eine erstaunliche Sicht für einen Lehrer, der einen klaren Bildungsauftrag hat und die Aufgabe, Geschichte wahrhaftig darzustellen und die Massenvernichtung der Juden im 3. Reich zu vermitteln. Krause unterrichtet die Fächer Deutsch, Pädagogik und Politik.

    Richtig krude wird es, als Krause feststellte, dass uns „Auschwitz darin hindert, wachsam zu sein“. Die deutsche Wachsamkeit möchte er lieber auf IS-Terrorismus und die Islamisierung gerichtet sehen. Und er resümiert weiter, dass das Thema nicht thematisiert wird, weil „wir Deutschen immer einen Stock im Arsch haben und immer denken – wenn Gefahr ist – zu allererstes denken, dass die von Rechts kommt. Und natürlich ist auch Gefahr von Rechts da, selbstverständlich.“ Bedroht sieht K. allerdings “heute unsere Werte durch den Islamismus“. Pegida lässt grüßen. …

    Was Herrn K. persönlich interessiert oder nicht interessiert, berührt oder nicht berührt, könnte vielleicht noch egal sein. Um in einer Pegida-Demonstration nicht aufzufallen, wäre diese Haltung sogar hilfreich. Allerdings ist K. als Politiklehrer, der die Massenvernichtung der Juden in Europa „uninteressant“ findet, für den Schuldienst ungeeignet. Das war er auch schon, als er bei einer PRO NRW-Demonstration auftrat und gegen Muslime wetterte (Ruhrbarone berichteten). Die Bezirksregierung in Arnsberg hat nun den richtigen Schluss gezogen und ihn entlassen.

    aus: Ulrike Maerkel (Lehrer findet Holocaust uninteressant – und wurde aus dem Schuldienst entlassen), auf: RUHRBARONE 30.01.2015

    http://www.ruhrbarone.de/lehrer-findet-holocaust-uninteressant-er-wurde-aus-dem-schuldienst-in-dortmund-entlassen/99683

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    Die Bezirksregierung Arnsberg hat am Donnerstag (29.01.2015) einen Politiklehrer vom Dienst suspendiert. Er hatte in einer WDR-Radiosendung gesagt, die Massentierhaltung berühre ihn mehr als die Judenvernichtung in Auschwitz.

    WDR

    Lehrer vom Dienst suspendiert

    Von Franz Altrogge und Sonja Wißmann

    Regierungspräsident Gerd Bollermann distanzierte sich von der Äußerung des Lehrers: „Ich bin entsetzt über die geschmacklosen und menschenverletzenden Äußerungen.“ Seine Behörde dulde es nicht, dass ein Lehrer das Andenken von Juden relativiert und verunglimpft. Der Lehrer arbeitet am Weiterbildungskolleg in Unna.

    Am Dienstagmorgen hatte Daniel Krause in der WDR 5-Sendung Tagesgespräch angerufen. Es war Holocaust-Gedenktag und es ging um den Schul-Lehrstoff zum Thema Holocaust. Krause stellte sich als Gymnasiallehrer aus Unna vor, und sagte live: „Mich persönlich interessiert Auschwitz privat überhaupt nicht. Ich beschäftige mich lieber mit dem IS-Terrorismus, mit dem Islamismus. Mir geht sogar die Massentierhaltung emotional näher, als Auschwitz. Alle 20 Minuten sterben sechs Millionen Tiere, das geht mir emotional viel näher!“ Moderatorin Elif Şenel war hörbar entsetzt.

    Daniel Krause ist kein Unbekannter. Der Lehrer für Politik, Deutsch und Pädagogik war vor zweieinhalb Jahren auf einer Kundgebung von Pro NRW in Köln ans Megafon getreten und hatte gegen Moslems gewettert und deren homophobe Haltung angeprangert. Islamisten machten ihm mehr Angst als Nazis. Das war nicht seine erste Entgleisung. Kurze Zeit später suspendierte ihn die Bezirksregierung Arnsberg vom Dienst. Dagegen setzte er sich zur Wehr und bekam schließlich im Mai 2014 vor dem Verwaltungsgericht in Münster Recht. Dort sah man seine Äußerungen als privat an und nahm die Disziplinarmaßnahmen gegen ihn zurück. Er durfte wieder unterrichten. Auch seine Bezüge für die 16-monatige Suspendierung wurden nachgezahlt. …

    Ob die Äußerungen des Pädagogen diesmal Konsequenzen haben werden, ist noch unklar. Mehrere Gerichtsprozesse hat er schon gewonnen. Aber bei der Bezirksregierung in Arnsberg liegt ein Versetzungsantrag. Darin bittet er um eine neue Stelle in Köln – aus privaten Gründen. „Die Akten reisen mit“, sagt Susanne Blasberg-Bense.

    http://www1.wdr.de/studio/dortmund/themadestages/lehrerauschwitz100.html

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  12. Jacques Auvergne Says:

    The Muslim jurisprudence of minorities (fiqh al-aqalliyyat or minority fiqh)

    “Fiqh al-Aqalliyyat”—the jurisprudence of Muslim minorities—is a legal doctrine introduced in the 1990s by Taha Jabir al-Alwani and Yusuf al-Qaradawi
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    3,5 % der muslimischen Schülerinnen, die bislang aus religiösen Gründen nicht an einem gemischtgeschlechtlichen Unterricht angeboten wurde, …

    Der Stoff solcher „Burkinis“ ist so beschaffen, dass er auch im nassen Zustand die Körperkonturen nicht abbildet. Damit wird dem religiösen … Anliegen, sich vor anderen weitgehend verhüllen zu wollen, hinreichend Rechnung getragen.

    aus: Matthias Rohe: Scharia und deutsches Recht, in: Mathias Rohe, Havva Engin, Mouhanad Khorchide, Ömer Özsoy und Hansjörg Schmid (Hg.), für die Eugen-Biser-Stiftung: Handbuch Christentum und Islam in Deutschland

    http://eugen-biser-stiftung.de/fileadmin/user_upload/Dialog_Islam/Handbuch/Leseprobe_Handbuch_Christentum_und_Islam_in_Deutschland.pdf

    [ dort ab p 304 von: Mouez Khalfaoui: Das islamische Recht und das staatliche Recht aus muslimischer Perspektive ]

    Islamic law is the epitome of Islamic thought, the most typical manifestation of the Islamic way of life, the core and kernel of Islam itself. [ Joseph Schacht ]

    [ Mouez Khalfaoui: ]

    2.4 Islamisches Minderheitenrecht

    … Tariq Ramadan … Ramadan zählt zu den bedeutendsten muslimischen Denkern in Europa der letzten zwei Jahrzehnte.

    … der Fokus des gegenwärtigen islamischen Minderheitenrechts (fiqh al ʾaqalīyyāt)

    ::
    ::

    Kern des modernen Rechtsuniversalismus sind die individuellen Menschenrechte.

    Mit „islamischem Recht“ ist die Scharia gemeint.1 „Scharia“ mit „Gesetz“ zu übersetzen, ist nicht falsch. …

    [ Abu l-A’la Maududi (1904-1979) prägte den Ausdruck „Theo Demokratie“ ]

    Darüber hinaus lassen sich in der Scharia ein Notstandsrecht, das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit und utilitaristische, auf das Gemeinwohl zielende Momente finden.6 Vor allem aber ist die Scharia in den Augen ihrer Anhänger begründet, sogar absolut begründet, nämlich in göttlicher Offenbarung.

    Schließlich ist die Scharia nicht nur universalistisch, formal auf hohem Niveau entwickelt und absolut legitimiert, sondern auch in ihren Ansprüchen total: Sie bezieht sich auf alle Lebensbereiche. Zwischen Religion, Moral, Recht und Konvention wird nicht getrennt.

    Allerdings unterscheidet sich das islamische Recht inhaltlich in einigen wesentlichen Punkten vom Menschenrechtsuniversalismus der westlichen Tradition, etwa im Hinblick auf den Rechtsstatus der Frauen und das Recht auf Religionsfreiheit. Außerdem verwenden islamische Denker einen anderen Begriff der Souveränität: Souverän (und damit Quelle aller Normen) ist kein Mensch oder Volk (wie im Ideal der Volkssouveränität), sondern allein Gott (hakimiyya).

    [ Vgl. Sayyid Qutb, Zeichen auf dem Weg (arab. 1962), Köln 2005, der den Ausdruck „hakimiyya“ von Maududi übernahm. ]

    im Juli 2008 von: Christian Thies: Ist das islamische Recht eine Herausforderung für den modernen Rechtsuniversalismus?

    p 3-4

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    “Fiqh al-Aqalliyyat”—the jurisprudence of Muslim minorities—is a legal doctrine introduced in the 1990s by Taha Jabir al-Alwani and Yusuf al-Qaradawi

    als Abstract zu: Tauseef Ahmad Parray: The Legal Methodology of “Fiqh al-Aqalliyyat” and its Critics: An Analytical Study

    http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/13602004.2012.665624?journalCode=cjmm20

    ::

    The Muslim jurisprudence of minorities (fiqh al-aqalliyyat or minority fiqh) has emerged as a distinctive field of research in the wake of the post–World War II establishment of sizable Muslim populations in western Europe and North America. …

    Rohe 2007* discusses the idea of a European Sharia in its legal and ethical dimensions

    *Rohe, Mathias. Muslim Minorities and the Law in Europe: Chances and Challenges. New Delhi: Global Media, 2007.

    aus: Fiqh Al-Aqalliyyat
    von: Alexandre Caeiro

    http://www.oxfordbibliographies.com/view/document/obo-9780195390155/obo-9780195390155-0027.xml

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    … Shaykh Abdallah bin Mahfudh ibn Bayyah (born 1935CE 1362H) is an Islamic scholar born in Mauritania (West Africa). Currently he teaches at King Abdal Aziz University.

    From an early age, his profound intellectual gifts and ability allowed him to memorise massive texts. In his youth, he was appointed to study legal judgements in Tunis. On returning to Mauritania, he became Minister of Education and later Minister of Justice. He was also appointed a Vice President of the first president of Mauritania. However, in part because of the miliatary coup in Mauritania, he began to teach and traveled to Saudi Arabia where he became a distinguished professor at The University of Uṣūl al-Fiqh.

    The shaykh is presently involved in several organizations in the Muslim world, such as al Majma’ al-Fiqhi, which comprises a body of scholars from across the Muslim world and from different madhhabs and viewpoints. They analyze and study modern issues confronting Muslims to formulate Islamic solutions.

    Shaykh Abdallah is also an author, having written several books and delivered lectures in different countries. He has expertise in areas such as Fiqh al-`Aqalīyāt, the jurisprudence related to Muslim minorities in non-Muslim lands. This is a specialist field pioneered by Shaykh Abdallah’s colleague and friend the eminent Shaykh Yusuf al Qaradawi.

    aus: Hamza Yusuf: Etiquettes of Disagreement

    http://shaykhhamza.com/transcript/Etiquettes-of-Disagreement

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    al-Ḥuqūq al-siyāsīyah li-aqalīyāt fī al-fiqh al-Islāmī wa-al-nuẓum al-dustūrīyah al-muʻāṣirah

    Muḥammad, Muḥammad Ḥasan Fatḥ al-Bāb.

    http://searchworks.stanford.edu/view/7711269

    http://searchworks.stanford.edu/?q=%22Mu%E1%B8%A5ammad%2C+Mu%E1%B8%A5ammad+%E1%B8%A4asan+Fat%E1%B8%A5+al-B%C4%81b.%22&search_field=search_author

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    Said Fares Hassan Fiqh Al-Aqalliyyat: History, Development, and Progress

    bei: Palgrave Macmillan (10. Oktober 2013), Palgrave Series in Islamic Theology, Law, and History

    http://www.amazon.de/Fiqh-Al-Aqalliyyat-Development-Progress-Palgrave/dp/1137346698

  13. Jacques Auvergne Says:

    Wieder ein Blogger ermordet, Bangladesch im Mai 2015. Ananta Bijoy (Ananta Bijoy Das) war gerade auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz in einer Bank. Vier maskierte und mit Macheten bewaffnete Männer brachten ihn um, zerhackten ihn.

    auf dem Blog: somewhere in

    http://www.somewhereinblog.net/blog/Vejamegh/30038746

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    The Final Posts of a Murdered Blogger

    … as he left for work, Ananta Bijoy Das was ambushed by four masked men outside his home in Sylhet, Bangladesh. Armed with machetes, the men—suspected Islamist militants—hacked Das to death in broad daylight on a busy street in the country’s fifth-largest city.

    Das’s crime was that he blogged. A writer critical of religious fundamentalism and enthusiastic about science, his fate matched that of two other men, Avijit Roy and Washiqur Rahman, who were killed in similar fashion in Bangladesh in February and March, respectively, for writing on and promoting secular themes in a country where 90 percent of the population is Muslim.

    Das’s work has been described as the least controversial of the three. “He had written about superstitions, but he wasn’t among the writers that would hurt the sentiments of religion,” one of Das’s friends told The Guardian. The friend added, however, that the frequency of death threats against Das had surged following the killings of Roy and Rahman. …

    (The Atlantic, 15.05.2015)

    http://www.theatlantic.com/international/archive/2015/05/das-murdered-blogger-bangladesh/393395/

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    Police say Ananta Bijoy Das was attacked in Sylhet city, months after fellow bloggers Avijit Roy and Washiqur Rahman were murdered:

    Third atheist blogger killed in Bangladesh knife attack

    http://www.theguardian.com/world/2015/may/12/third-atheist-blogger-killed-in-bangladesh-after-knife-attack

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    Bangladesh blogger Ananta Bijoy Das hacked to death

    BBC 12.05.2015

    http://www.bbc.com/news/world-asia-32701001

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    Asif Mohiuddin ist ein Blogger aus Bangladesch. Er ist als Stipendiat nach Deutschland gekommen, nachdem er einen Gefängnisaufenthalt in Dhaka und 2013 einen brutalen Überfall durch Islamisten überlebt hat. Der liberale Autor hat den DW Best of Blogs Award 2012 gewonnen für seinen Blog [God, Almighty only in name but impotent in reality (transl.) ] Gott, Allmächtiger nur im Namen, aber machtlos in der Realität.
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    Asif Mohiuddin:

    „Ich habe in den vergangenen zwei Monaten versucht, Ananta Bijoy [Ananta Bijoy Das] außer Landes zu bringen. Ich habe alle notwendigen Papiere dafür zusammengestellt und einigen Organisationen übermittelt, weil er schon seit langer Zeit bedroht wurde. Mehrmals hat er mir gesagt, dass er auf der Todesliste (von Terroristen, Anm. d. Red.) stehe und dass er wegen der Drohungen zu Hause bleibe. Irgendwer hat vor einigen Monaten sein Haus überfallen und er hatte Angst und Panik. Ich habe ihm geraten, das Haus nicht zu verlassen, aber er musste zur Arbeit gehen. Er ist ein guter Freund von mir gewesen und ich bin wirklich erschüttert.

    Die Blogger, die ich kenne, sind im Moment in einem Panikzustand. Einige von ihnen haben aufgehört zu schreiben, andere haben sich versteckt. Wieder andere wollen das Land verlassen. Das ist jetzt der neunte Mord seit 2013. Im Jahr 2013 wurde ich angegriffen und schwer verletzt, der Blogger Rajiv Haider wurde kurze Zeit später umgebracht. Und viele andere Blogger wurden in den vergangenen zwei Jahren angegriffen. …

    In vielen islamischen Staaten unterstützen die Menschen die Islamisten nicht. Aber sie denken, dass jemand, der den Islam oder den Propheten Mohammed kritisiert, die Todesstrafe oder eine andere Strafe bekommen sollte. Viele Menschen rechtfertigen also die Anschläge und sagen: In Ordnung, diese Person war ein Atheist und er ist deshalb zu Tode gekommen.“

    aus: Blogger: „Atheisten müssen sterben“ , auf: DW (Deutsche Welle) 12.05.2015

    http://www.dw.de/blogger-atheisten-m%C3%BCssen-sterben/a-18446613

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    Ananta Bijoy Das wurde in Sylhet nördlich der Hauptstadt Dhaka von Maskierten mit Macheten angegriffen und getötet. Das bestätigte der Polizeichef Faisal Mahmud. Nach Angaben des bangladeschischen Bloggerverbands hatte der 33 Jahre alte Autor für das Blog Mukto-Mona geschrieben, das sich in dem mehrheitlich muslimischen Land kritisch mit dem Islam auseinandersetzt. Ananta Bijoy Das war Redakteur der Wissenschaftszeitschrift Jukti [logic, reason] und schrieb mehrere Bücher. Eines seiner Hauptthemen war die Evolutionslehre. In seinen Blog-Beiträgen kritisierte er zuletzt die Rolle der Polizei bei den Morden an Washiqur und Abhijit. Zudem gehörte der zu den Organisatoren der Protestbewegung Gonojagoron Moncho, die sich gegen Islamismus wendet.

    Der Gründer des Blogs, Avijit Roy, war Ende Februar ebenfalls ermordet worden. Roy, der auch die US-Staatsbürgerschaft besaß, wurde bei der Rückkehr von einer Buchmesse in Dhaka mit Macheten angegriffen. Er erlitt tödliche Kopfverletzungen, seine Ehefrau Rafida Ahmed wurde bei dem Angriff schwer verletzt und verlor einen Finger. Danach gab es zahlreiche Proteste im Land.

    Einen Monat später wurde der Blogger Washiqur Rahman wenige hundert Meter von seinem Haus in Dhaka entfernt ebenfalls mit großen Messern angegriffen und getötet.

    Im Jahr 2013 war in Bangladesch bereits der atheistische Blogger Ahmed Rajib Haider von einer kleinen Islamistengruppe ermordet worden. Sein Tod trieb damals zehntausende Menschen zu Protesten auf die Straßen. Zugleich forderten radikale Islamisten, atheistische Blogger wegen Gotteslästerung hinzurichten. Die Regierung von Ministerpräsidentin Sheikh Hasina [von der linksgerichteten Awami-Liga] ließ daraufhin vier Blogger festnehmen und ein Dutzend Websites und Blogs blockieren, um dem Zorn der Islamisten zu begegnen. Zugleich verstärkte sie die Sicherheitsvorkehrungen für die Blogger.

    as/bri (afp, rtre) Erneut islamkritischer Blogger in Bangladesch ermordet, auf der DW am 12.05.2015

    http://www.dw.de/erneut-islamkritischer-blogger-in-bangladesch-ermordet/a-18445120

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    Aber nein, Grahame Lucas, die Krieger für Koran und Sunna, die ungebremsten Kalifatsbewegten kennen ihre Religion genau und haben den Islam eben gerade nicht missbraucht, sondern gebraucht, konsequent angewendet:

    „Diese religiösen Fanatiker haben ihre Religion, die eigentlich Frieden und Toleranz bei Millionen Anhängern predigt, dazu missbraucht, ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu legitimieren.“

    Ohne sich zu den universellen Menschenrechten zu bekennen, die mit der Scharia nicht in Einklang zu bringen sind, spaltet der DW-Experte für Südasien die eine unteilbare Menschheit in westlich und östlich und erzählt das Märchen vom schlimm pervertierten Islam, vom „Islamismus“:

    „Es sieht so aus, als befinde sich Bangladesch in einer Krise, die noch zu mehr Blutvergießen führen könnte. Auch westliche Länder müssen die Dringlichkeit dieser Situation erkennen. Schließlich ist der Kampf gegen den Islamismus in Bangladesch auch ihr Kampf.“

    Wer sich nicht gegen die Schariatisierung der Paragraphen und Straßenzüge, gegen die Islamisierung des Rechts und des Alltags stellt, fällt den Bloggern aus Bangladesch allerdings in den Rücken.

    (Kommentar: Gefährliche Todesspirale, DW 12.05.2015)

    http://www.dw.de/kommentar-gef%C3%A4hrliche-todesspirale/a-18446095

    Schon 2008 (!) sinnierte Grahame Lucas, um das Problem herum, um die selektiv menschenfeindliche und systematisch frauenfeindliche Scharia:

    „Bangladesch braucht nun eine politische Kultur, die den politischen Gegner respektiert und den Interessen des Landes höchste Priorität einräumt.“

    (aus; Der Anfang ist getan, DW am 12.01.2009)

    http://de.qantara.de/inhalt/wahlen-in-bangladesch-der-anfang-ist-getan

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    Worldwide Protests for Free Expression in Bangladesh

    http://en.wikipedia.org/wiki/Worldwide_Protests_for_Free_Expression_in_Bangladesh

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    2013 Bengali blog blackout

    http://en.wikipedia.org/wiki/2013_Bengali_blog_blackout

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    Asif Mohiuddin

    http://en.wikipedia.org/wiki/Asif_Mohiuddin

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    Ahmed Rajib Haider

    On the night of 15 February 2013, Haider was attacked as he was leaving his house in the Mirpur area of Dhaka. His body was found lying in a pool of blood, mutilated to the point that his friends could not recognise him. The following day, his coffin was carried through Shahbagh Square in a public protest by more than 100,000 people. Prime Minister Sheikh Hasina visited his family in Palashnagar, Dhaka, and promised action.

    On 2 March, the Bangladesh Detective bureau arrested five members of the newly formed extremist organisation Ansarullah Bengali Team for the murder. The organisation was an offshoot of the Islami Chhatra Shibir, a student wing of the Jamaat-e-Islami political party. The group takes its ideology from Anwar al-Awlaki [ auch al-Aulaqi; Anwar al-ʿAwlaqī ]

    http://en.wikipedia.org/wiki/Ahmed_Rajib_Haider

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    Das Schweigen brechen
    Zentralrat der Ex-Muslime
    05.01.2014

    https://schariagegner.wordpress.com/2014/01/06/weltweit-sind-islamkritische-blogger-von-hinrichtung-bedroht-oder-wurden-durch-radikale-getoetet/

    ::

    Avijit Roy

    Avijit Roy was a Bangladeshi American online activist, writer, blogger known for pioneering Bengali freethinkers’ weblog-forum, Mukto-Mona. Roy was a prominent advocate of free expression in Bangladesh, coordinating international protests against government censorship and imprisonment of bloggers. He was well known for his writings on his self-founded site Mukto-Mona, an Internet community for freethinkers, rationalists, skeptics, atheists, and humanists of mainly Bengali and other South Asian descent. He was hacked to death by unknown assailants in Dhaka, Bangladesh, on 26 February 2015.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Avijit_Roy

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    Ananta Bijoy (অনন্ত বিজয় দাশ)

    bei Mukto-Mona

    http://www.mukto-mona.com/Articles/ananta/index.htm

    auf dem Blog: somewhere in

    http://www.somewhereinblog.net/blog/anantabijoy

    facebook

    https://www.facebook.com/Ananta.Bijoy

  14. Jacques Auvergne Says:

    Sehr geehrte Bundeskanzlerin, liebe Frau Merkel, machen Sie dem Spuk ein Ende!

    Von Katharina Szabo
    Die Achse des Guten, 08.09.2015

    […] Sie sind auf dem Weg nach Deutschland. 30.000. Täglich.

    Zusätzlich zu der knappen Million, die wir schon eingepreist haben. Sie alle werden von einer durch die deutschen Medien in die Welt getragenen Euphorie beflügelt. Sie sehen Willkommenskommittees, die sie bei der Ankunft bejubeln, sie sehen Schilder, mit der Aufschrift “Refugees Welcome”, sie hören Ihre Worte, Frau Bundeskanzlerin, die jedem ein ‚Dach über dem Kopf‘ versprechen.

    Sie hören, dass Sie versprechen, keinen Syrer zurück zu schicken. Die Passfälscherbanden in der Türkei verzeichnen einen Boom, die Schlepperindustrie jubiliert. Werden es nach Ihrer Aussage, das Asylrecht habe keine ‚quantitative Grenze‘, nun noch mehr werden? Mehr als 30.000 Menschen täglich? Als die Bewohner Bagdads diese von Ihnen in die Welt gebrachte Botschaft hörten, fingen sie gestern an zu demonstrieren. Sie hielten Deutschlandflaggen hoch, Merkelplakate und skandierten “Germany”. Nun wollen sie zu uns. Frau Bundeskanzlerin, bitte hören Sie auf! Sie können nicht im Alleingang die Welt retten, das ist völlig ausgeschlossen. Sie haben einen Eid geleistet, dem deutschen Volk zu dienen, seinen Nutzen zu mehren und Schaden von ihm zu wenden.

    Selbst wenn es bei 30.000 am Tag bleibt, rechnen Sie sich das aus. Bis zum Ende dieses Jahres, bis 2017, bis 2020. Hören Sie auf, Empfangskomitees an die Bahnhöfe zu schicken, hören Sie auf, den Menschen im Nahen Osten und Afrika falsche Versprechungen zu machen. Wir haben kein Dach über dem Kopf für alle Armen und Ausgebeuteten des Planeten, die auf der Suche nach einem besseren Leben sind, wir werden das nicht schaffen. […]

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/sehr_geehrte_bundeskanzlerin_liebe_frau_merkel_machen_sie_dem_spuk_ein_ende

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    Liebe deinen Übernächsten

    Von Rainer Wehaus,
    Stuttgarter Nachrichten, 24.09.2015

    Müsste man eine Chronologie der Flüchtlingskrise schreiben, würde alles mit einer fast schon historischen Dummheit beginnen: Das Bundesverfassungsgericht kippte 2012 die Regeln zur Versorgung von Asylbewerbern und schuf in Deutschland eine Art Hartz-IV-Anspruch für alle Armen dieser Welt: 1500 Euro netto für eine fünfköpfige Familie, dazu kostenloses Wohnen – das ist das Angebot, das Deutschland seitdem der Welt macht. Kaum hatte sich das herumgesprochen, kamen die Armen vom Balkan, die bis heute fast 40 Prozent aller Asylbewerber ausmachen. Ein Drittel von ihnen kommt mehr als einmal, denn das Angebot ist zu attraktiv, um es ablehnen zu können.

    Aber es war nicht nur der Balkan, wo sich das Angebot herumsprach. Geschäftstüchtige Schleuser unterbreiteten es auch anderen Armen dieser Welt. Diese kamen, machten Fotos vom reichen Deutschland und schickten sie zurück in ihre Heimat. Die kostenlose WLAN-Verbindung stellte der deutsche Staat. Und so zogen immer mehr Flüchtlinge immer mehr neue Flüchtlinge nach sich. […]

    Die Flüchtlinge kamen in ein Land, das erstaunlich naiv ist. Liebe deinen Nächsten, heißt es in der Bibel, aber der Deutsche hebt seine Gefühle gern für den Übernächsten auf. Dass die Flüchtlingszahlen erst nach Erhöhung der Bargeldzahlungen in die Höhe schossen, wurde fast kollektiv vergessen. Stattdessen wurden in der öffentlichen Debatte Krieg und Gewalt als feste Gründe installiert, warum die Zahlen steigen. Insbesondere der Bürgerkrieg in Syrien musste als Erklärung herhalten, obwohl von dort bis heute nicht einmal ein Drittel aller Flüchtlinge herkommen und selbst deren Leib und Leben nicht mehr bedroht ist, wenn sie die deutsche Grenze überqueren. Sie kommen, weil es hier am besten ist und viele Landsleute schon da sind.

    Aber wenn sich der Deutsche mal etwas eingeredet hat, hört er nicht mehr auf. Die Schleuser wissen darauf zu reagieren. Auf dem Papier kommen immer mehr syrische Flüchtlinge. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass der Handel mit gefälschten syrischen Pässen floriert. […]

    Die Kanzlerin hat sich zur Schutzheiligen aller Flüchtlinge gemacht und damit die Krise verschärft. Damit erinnert Angela Merkel, was das Ausmaß des Realitätsverlusts angeht, an die späten Amtsjahre ihres CDU-Vorgängers Helmut Kohl. Man darf gespannt sein, ob sie aus dieser Nummer wieder herausfindet. […] Diese Flüchtlingskrise wird erst enden, wenn Deutschland sein großzügiges Angebot an die Armen dieser Welt wieder zurücknimmt.

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.leitartikel-zur-fluechtlingskrise-liebe-deinen-uebernaechsten.ef6e2003-3a3e-466a-bed8-d601ebf88cb6.html

  15. Jacques Auvergne Says:

    Mohamed: Eine Abrechnung
    Verlag: Droemer Knaur (2015)
    ISBN 978-3-426-27640-2

    حامد عبد الصمد
    Ḥāmid ʿAbd aṣ-Ṣamad
    Hamed Abdel-Samad

    Droemer Knaur Verlag

    http://www.droemer-knaur.de/autoren/6896619/hamed-abdel-samad

    Freiheitliche Demokraten aller Welt und Menschenrechtsuniversalisten haben Grund zur Freude, denn der deutsch-ägyptische Politologe Abdel-Samad kann sein neues Buch vorstellen: Mohamed: Eine Abrechnung

    „Ich veröffentliche alle meine Bücher zuerst auf Arabisch, dann auf Deutsch. Aber mein nächstes Buch wagt bisher niemand auf Arabisch zu drucken. Der Prophet war ein gewalttätiger Eroberer und dient deshalb heute Terroristen als Vorbild.“

    http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/28/hamed-abdel-samad-rettung

    „Ich gehe von einer multiplen Krankheit aus, die aus seiner persönlichen Geschichte resultiert und die die Muslime absorbiert haben. Narzissmus und Paranoia haben ihren Ursprung sehr oft in Minderwertigkeitsgefühlen, Zurückweisungen, Ablehnung. Mohammed ist als Kind oft zurückgewiesen worden. Den Vater kannte er nicht, die Mutter gab ihn weg und starb, als er sechs Jahre alt war. Er hatte keine Leitbilder, kannte keine Liebe, keine Zärtlichkeit, keine Anerkennung. So bildete sich eine Persönlichkeit, die unter Kontrollzwang, Verlustängsten und Paranoia litt. (..)

    Mohammed schließt Kriegsbündnisse, im Schatten des Schwertes kam der Erfolg. Erst als Kriegsbeute in Aussicht stand, wurde der Islam auch zu einem ökonomischen Projekt, das immer mehr Anhänger fand. Viele Kriegsfürsten, die Mohammed früher bekämpft hatten, hielten nun zu ihm, weil sie auf das siegreiche Pferd setzen wollten. (..)

    Der IS macht nichts, was Mohammed in seiner Zeit nicht auch getan hat. Er zieht aus den historischen Texten für jede seiner Taten eine religiöse Legitimation. Ob Enthauptungen, Versklavung, Vergewaltigung, Ehe mit Minderjährigen, die Vertreibung von Juden und Christen – für alles lassen sich entweder im Koran oder in den Hadithen (Überlieferungen der Taten und Aussagen Mohammeds) Belege finden. (..)

    Mohammed war Kriegsherr, er hat das Gleiche getan, was die IS-Terroristen heute tun. Es ist die Geisteshaltung Mohammeds, der den Menschen misstraute, die sich bis heute erhalten hat. Die Geisteshaltung eines größenwahnsinnigen Narzissten, der einen inneren Kreis von Gefolgsleuten definiert und alle, die außerhalb dieses Kreises stehen, als Feinde betrachtet, die ausgelöscht gehören. Der IS ist das legitime Kind von Mohammed, in Wort und Tat. Niemand versteht Mohammed so gut wie der IS. Genau wie die Religionspolizei in Saudi-Arabien, die Fanatiker in Indonesien, Boko Haram in Nigeria, al-Schabab in Somalia und die Hamas im Gazastreifen. Sie stammen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten, berufen sich aber alle auf die gleichen multiplen Krankheiten des Propheten und damit auch seiner Religion.“

    http://www.welt.de/politik/ausland/article146903739/Mohammed-war-ein-Massenmoerder-und-ein-kranker-Tyrann.html

  16. Edward von Roy Says:

    Ist ein Euro-Islam möglich?

    Rede von Ralph Ghadban bei der KAS (2009)

    […] Zusammengefasst: Der Islam ist die beste Religion [Din als Wohlverhalten, Gesetzlichkeit und Seinsweise], die Umma der Muslime ist die beste Gemeinschaft unter den Menschen, ihr Auftrag ist es, die Herrschaft des Islam auf die ganze Welt auszudehnen und die Menschheit auf den Weg Gottes hinzuweisen oder wie im Fall der Heiden, sie dazu zu zwingen. Wenn ein Muslim an die Wortwörtlichkeit dieser Offenbarung glaubt und das tun die meisten Muslime, weil der Koran das Wort Gottes ist, dann haben wir bezüglich der Menschenrechte ein massives Problem. […]

    In den humanistischen Vorstellungen besitzt der Mensch durch seine bloße Existenz eine Würde und ein Recht auf Freiheit, Gleichheit und Solidarität. In der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ [AEMR] von 1948 heißt es in Artikel I: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“ […]

    Das gilt uneingeschränkt für alle Menschen.

    Im Koran bildet der Glaube [als der Glaubensgehorsam. Allah ist Herrscher und Mohammed Sein Befehlsgeber. Scharia ist Schöpfungsordnung und der Din die rechte Seinsweise. Islam is action, Islam ist Tat] den entscheidenden Aspekt in der menschlichen Natur und nicht die Würde, die Vernunft oder das Gewissen. […] Mit anderen Worten gilt die Würde in vollem Sinn nur für die Gläubigen [als die Schariagehorsamen, die Islampraktiker]. Die Ungläubigen [als Verweigerer der rechten Seinsweise, die Schariaverweigerer] sind krank, in ihren Herzen taub, stumm und blind und werden in der Hölle enden (2:5-20) […]

    Der Mensch muss den Schöpfungszweck erfüllen, seiner Natur folgen und Gott anbeten. Darin besteht seine Würde. Als bestes Geschöpf ist der Mensch auch der Stellvertreter Gottes (khalîfa) auf Erde. Und als solcher ist er beauftragt, dem Willen Gottes zu folgen, in dem er sein Gesetz (schari’a^, Scharia) umsetzt. Das Gesetz regelt die Beziehungen der Menschen zu Gott (’ibâdât) sowie die Beziehungen der Menschen untereinander (mu’âmalât). Die Beziehung zu Gott besteht in der bedingungslosen Unterwerfung unter seine Allmacht. Im Diesseits hat der Mensch den Auftrag (taklîf), die Welt nach dem Gesetz Gottes zu verwalten […]

    Nach dieser Auffassung ist der Islam eine Gesetzesreligion, die den Menschen keine Rechte einräumt, sondern nur Pflichten erlegt, nämlich den Glaube an Gott und die Umsetzung der Scharia. […]

    Die Kairoer Erklärung von 1990 ist nicht anders. Nach einer langen und schönen Präambel wird im vorletzten Artikel 24 knapp und kurz gesagt: „Alle Rechte und Freiheiten, die in dieser Erklärung erwähnt sind, unterliegen der islamischen Scharia“ und, um Missverständnisse zu vermeiden, findet eine Bestätigung im letzten Artikel 25 statt: „Die islamische Scharia [die dem menschlichen Verstand enthoben ist, der Endanwender folgt den Weisungen von Familienoberhaupt, Scheich, Mufti, Amir, welche Koran und Sunna nicht widersprechen dürfen] ist die einzige Referenz für die Interpretation und Deutung der Artikel dieser Erklärung.“ […]

    Trotz der formellen Akzeptanz der UN-Deklaration der Menschenrechte durch die islamischen Ländern haben die religiösen Institutionen in ihren islamischen Menschenrechtsdeklarationen der UN Position nie zugestimmt, im Gegenteil die alte traditionelle islamische Position bestätigt. Viele Modernisierungsversuche sind deshalb, wie al-Afif gezeigt hat, mehr oder weniger unehrliche Scheinversuche für die Bewahrung des alten religiösen Bestandes und verhindern eine Anpassung an die Moderne.

    Die Anstrengung der Islamisten mit Hilfe des fiqh einen westlichen Islam zu schaffen, ist ein Manöver im Rahmen ihrer Missionierungsbestrebungen zur Islamisierung des Westens. Sie dienen weder der Integration noch der Modernisierung, sondern dem Erhalt und der Stärkung der muslimischen Gemeinschaften im Hinblick auf die Einführung der Scharia in den säkularen Staaten.

    (Ist ein Euro-Islam möglich? Von Ralph Ghadban. KAS-Bonn 25.08.2009)

    http://www.ghadban.de/de/wp-content/data/Vortrag-KAS-Bonn.pdf

    Konrad-Adenauer-Stiftung – Politisches Bildungsforum NRW
    ISLAM – RELIGION UND GESELLSCHAFTSMODELL
    24.–26.08.2009
    ORT
    Schloss Eichholz, Wesseling
    Dienstag, 25.08.2009
    16.00 – 17:30 Uhr
    Ist ein Euro-Islam möglich?
    Ralph Ghadban
    Evangelische Fachhochschule Berlin

    http://www.kas.de/bundesstadt-bonn/de/events/37055/


    TILMAN NAGEL. Die Scharia und der Verfassungsstaat.

    https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/inst/IRP/BG_Einzeldokumente_ab_2010/Bitburger_Gespr_2010_I_Nagel_75_82_geschuetzt.pdf


  17. Cees van der Duin Says:

    DER SPIEGEL vom heutigen Menschenrechtstag 10.12.2015 berichtet ungutes Neues über die kalifatischen Wuppertaler Sittenwächter, die ihre orangenen Warnwesten mit SHARIA POLICE, Schariapolizei beschriftet hatten, um das alle Lebensbereiche umfassende (totalitäre) islamische Regelwerk durchzusetzen.
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    Islamisten in Wuppertal. Landgericht lehnt Strafprozess wegen „Scharia-Polizei“ ab

    Der Aufzug von Islamisten als „Scharia-Polizei“ in Wuppertal war nicht strafbar. Das dortige Landgericht hat nun entschieden, ein Verstoß gegen das Uniformverbot liege nicht vor und lehnte die Eröffnung eines Strafprozesses ab.

    Im vergangenen Jahr waren Islamisten als selbsternannte Sittenwächter durch die Straßen Wuppertals patrouilliert. Sie trugen Westen mit dem Aufdruck „Shariah Police“. Die Scharia ist das islamische Recht. Der Auftritt hatte bundesweit für Empörung gesorgt. Er wurde von den Salafisten selbst gefilmt und im Internet verbreitet.

    Das Landgericht entschied nun: Von den handelsüblichen grell-orangen „Shariah-Police“-Warnwesten sei keine einschüchternde, militante Wirkung ausgegangen. Dies sei laut Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aber Voraussetzung für die Eröffnung eines Strafverfahrens. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft kündigte Beschwerde gegen die Entscheidung an. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung werde man gegen weitere Auftritte der „Scharia-Polizei“ strafrechtlich vorgehen.

    Lediglich gegen den islamistischen Prediger Sven Lau wurde ein Teil der Anklage zugelassen – er soll die Demonstration nicht angemeldet haben. Das Verfahren wurde nun an das Amtsgericht abgegeben. Lau gilt als einer der führenden Köpfe der islamistischen Szene. Laut Verfassungsschutz ist er ein „ideologisches Bindeglied“ salafistischer Netzwerke.

    Insgesamt war Anklage gegen neun Männer im Alter von 24 bis 34 Jahren erhoben worden. Die Islamisten hatten zusätzlich mit gelben Verbotshinweisen den Anspruch auf eine „Shariah Controlled Zone“ (Scharia-kontrollierte Zone) erhoben. Darauf waren Verhaltensregeln festgehalten, wie sie in streng islamischen Staaten gelten: Kein Alkohol, kein Glücksspiel, keine Musik und Konzerte, keine Pornografie und Prostitution, keine Drogen.

    (apr/dpa)

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/scharia-polizei-landgericht-wuppertal-erlaubt-den-salafisten-auftritt-a-1066943.html

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    [Gestern auf WZ, leider ohne vor der Nichtmuslime diskriminierenden sowie frauenfeindlichen Scharia zu warnen.]

    Kommentar: Entscheidung beweist Stärke
    Von Lothar Leuschen

    […] Das Landgericht […] kam nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss, dass gegen die meisten der lächerlichen Warnwesten-Islamisten nichts auszurichten ist. Wer den Fall ein wenig gelassener betrachtet, kann dem Gericht nur gratulieren. Es hat mit seiner Entscheidung gezeigt, wie stark der deutsche Rechtsstaat ist. Richtersprüche werden nicht mit Wut im Bauch oder der Bibel in der Hand gesprochen, sondern auf der Basis von Gesetzen. Das ist beruhigend. Zumindest, was den Zustand der Rechtsprechung in Deutschland angeht.

    Gesellschaftlich ist das Treiben der Scharia-Polizei beunruhigend. Sie hat offenbar zwar gegen keinen Paragrafen verstoßen. Aber sie verletzte ungeschriebene Regeln des Zusammenlebens in einer modernen Gesellschaft. In Deutschland ist es jungen Erwachsenen nicht verboten, Gaststätten und Spielhallen aufzusuchen. Es ist erlaubt, dass junge Frauen ohne Kopftuch über die Straße laufen, egal, wo ihre oder die Wiegen ihre Eltern standen. Mädchen dürfen am Schwimm- und am Turnunterricht teilnehmen.

    Es ist wichtig, dass jeder diese Regeln toleriert, sonst funktioniert Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft nicht.

    Umso notwendiger ist es, dass die Gesellschaft das auch sagt und sich um jene kümmert, die den Islamisten sonst auf den Leim gehen. Denn dass die Scharia-Polizisten nicht vor Gericht müssen, ist nicht schlimm. Schlimm ist, dass diese Extremisten glauben, Erfolg haben zu können. Und am schlimmsten ist, dass sie Erfolg haben.

    [Genau, die sogenannten Islamisten sprich hundertprozentigen Schariatreuen kennen Koran und Sunna und wollen in den Himmel kommen. Ohne Not menschengemachten Gesetzen zu folgen ist Sünde, auch in Deutschland hat die Volkssouveränität der Herrschaft Allahs zu weichen. Wenn die (auch muslimischen) Säkularen nicht Nein sagen, leben wir irgendwann im Kalifat.]

    http://www.wz.de/home/leitartikel/entscheidung-beweist-staerke-1.2077520

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    WZ
    09.12.2015

    Kein Verfahren gegen Sharia-Polizei

    Wuppertal. Die zweite große Strafkammer des Landgerichts hat ein Hauptverfahren gegen die sogenannte Sharia-Polizei abgelehnt: Die orangenen Warnwesten seien keine Uniformierung. […] die Staatsanwaltschaft hat bereits eine Beschwerde angekündigt.

    Die Sharia-Polizei erlangte im September 2014 Bekanntheit, als mehrere Männer mit bedruckten Warnwesten als fundamentalistische Sittenwächter vor Discotheken und Spielhallen auftraten. Sie fielen einer Polizeistreife auf, ein Video über die Sharia-Polizei kursierte im Internet.

    Die Staatsanwaltschaft war der Auffassung, dass die neun Angeschuldigten Uniformen oder Uniformteile öffentlich getragen haben, mit der sie eine gemeinsame politische Gesinnung deutlich gemacht hätten. Das ist laut §3 des Versammlungsgesetzes strafbar.

    Warnwesten sind nicht bedrohlich

    Nach Auffassung der zweiten Großen Strafkammer trifft dies nicht zu. Zwar hätten die Angeschuldigten orangene Warnwesten mit dem Aufdruck „Shariah-Police“ getragen, […] Nach Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichtes gelte das Verbot nur für Kleidungsstücke, die Uniformen oder Uniformteilen gleich seien.

    Verboten seien nur Symbole organisierter Gewalt, etwa solche Kleidungsstücke, die erkennbare Bezüge zur „uniformen Bekleidung historisch bekannter militanter Gruppierungen“ aufweisen. Von den Warnwesten gehen nach Auffassung der Strafkammer keinerlei einschüchternde oder bedrohliche Effekte aus. Auch könnten die grellorangenen Warnwesten nicht mit einer Polizeiuniform verwechselt werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    […]

    Staatsanwaltschaft kündigt Beschwerde an

    In einer Stellungnahme hat die Staatsanwaltschaft bereits angekündigt, eine Beschwerde gegen die Nichteröffnung einzulegen. […] Sobald die Zustellung erfolgt ist, wird Beschwerde eingelegt und anhand der Akten geprüft, ob das Rechtsmittel weiter durchgeführt wird.

    Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung wird die Staatsanwaltschaft weiterhin jede Person strafrechtlich verfolgen, die in vergleichbarer Weise auftreten, heißt es in der Stellungnahme.

    [Hoffentlich kann sich die Staatsanwaltschaft durchsetzen, damit sich nicht bald ganz Wuppertal, Deutschland und Europa in eine Shariah Controlled Zone (Scharia-kontrollierte Zone) verwandelt.]

    http://www.wz.de/lokales/wuppertal/kein-verfahren-gegen-sharia-polizei-1.2077238

  18. Edward von Roy Says:

    عبد الله بن محفوظ بن بية
    ʿAbdallāh bin Maḥfūẓ bin Bayyah
    Scheich bin Bayyah

    .

    Vizepräsident der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (International Union of Muslim Scholars) und Gründer und Präsident des Global Center for Renewal and Guidance.

    .

    .

    .

    .

    Die Internationale Union Muslimischer Gelehrter (الاتحاد العالمي لعلماء المسلمين al-Ittiḥād al-ʿĀlamī li-ʿUlamāʾ al-Muslimīn, englisch International Union of Muslim Scholars; Abk. IUMS).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Union_Muslimischer_Gelehrter

    Global Center for Renewal and Guidance

    http://www.globalmbwatch.com/global-center-for-renewal-and-guidance/

    .

    https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BFAbdall%C4%81h_ibn_Baiya

    [ Marokko 2016 ]

    ISLAM & Minorités religieuses : Congrès de Marrakech du 25 au 27 janvier 2016.

    http://www.politique-actu.com/actualite/islam-minorites-religieuses-congres-marrakech-janvier-2016/1570952/

    Président du Forum pour la Promotion de la paix dans les sociétés musulmanes, Cheikh Abd Allah Bin Bayyah

    http://www.habous.gov.ma/fr/annonce-et-activit%C3%A9s-minist%C3%A8re/3102-programme-de-la-rencontre-de-marrakech-%C2%AB-les-droits-des-minorit%C3%A9s-religieuses-dans-les-pays-musulmans-le-cadre-l%C3%A9gal-et-l%E2%80%99appel-%C3%A0-l%E2%80%99action-%C2%BB.html

    Abdallah Bin Bayyah, last known to be living in Saudi Arabia, is a well known global Muslim Brotherhood figure originally from Mauritania.

    http://www.globalmbwatch.com/abdallah-bin-bayyah/

    Morocco Declaration: Muslim Nations Should Protect Christians from Persecution

    (In Marrakesh, hundreds of Muslim leaders release modern update to Muhammad’s Charter of Medina.)

    „gathered in Marrakesh on this date to reaffirm the principles of the Charter of Medina“

    http://www.christianitytoday.com/gleanings/2016/january/marrakesh-declaration-muslim-nations-christian-persecution.html

    domradio 29.01.2016
    Islamische Gelehrte veröffentlichen „Erklärung von Marrakesch“. Religionsfreiheit für alle

    Sunniten und Schiiten aus 120 Ländern haben zum Schutz religiöser Minderheiten aufgerufen. In einer „Erklärung von Marrakesch“ verurteilten sie die Verletzung der Rechte religiöser Minderheiten im Namen des Islam.

    http://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2016-01-29/islamische-gelehrte-veroeffentlichen-erklaerung-von-marrakesch

    Erklärung von Marrakesch: Muslime bekräftigen die Charta von Medina

    Am 27. Januar 2016 wurde die „Erklärung von Marrakesch“ (Marrakesh Declaration)1 veröffentlicht […] Über 250 muslimische religiöse Autoritäten, Gelehrte und Staatsoberhäupter bzw. Regierungsmitglieder aus der arabischen Welt, aber auch aus Iran, Pakistan und Indonesien – Sunniten und Schiiten – waren in Marrakesch (Marokko) zusammengekommen, um die „Charta von Medina“ des Propheten Muhammad aus der Zeit nach 622 n. Chr. zu bekräftigen.

    Das Treffen, zu dem von der marokkanischen Regierung eingeladen worden war, markierte das Ende eines längeren Konsultationsprozesses und stand unter der Leitung des achtzigjährigen Scheichs Abdallah ibn Bayyah, Präsident des „Forum for Promoting Peace in Muslim Societies“ (Vereinigte Arabische Emirate), Ko-Moderator von Religions for Peace und Mitunterzeichner des offenen Briefes von 138 muslimischen Gelehrten an die Christenheit „Ein gemeinsames Wort zwischen Uns und Euch“ (A Common Word) von 2007.2 Ibn Bayyah lehrt an der König-Abdulaziz-Universität im saudi-arabischen Dschidda (Wikipedia), war Vizepräsident der „International Union of Muslim Scholars“ (IUMS, Vorsitz: Yusuf al-Qaradawi) und ist Mitglied des „European Council for Fatwa and Research“ [ ECFR ] (Vorsitz: Yusuf al-Qaradawi). […]

    In den fast durchweg positiven Reaktionen – etwa des Ökumenischen Rates der Kirchen, der Evangelischen Allianz und verschiedener Dialoginitiativen – wird die Erklärung als „bahnbrechend“ begrüßt: „Muslimische Wissenschaftler fordern Religionsfreiheit für alle“, titelte die Evangelische Allianz. Das Dokument rufe zur Religionsfreiheit für nichtmuslimische Minderheiten in mehrheitlich islamischen Ländern auf (Christianity Today). Gewalt könne nicht im Namen des Islam angewendet werden. Die muslimischen Führungspersönlichkeiten zeigten, dass sie an eine gemeinsame Zukunft mit anderen Religionen sowie an gleiche Rechte und Respekt glaubten; die Charta von Medina habe die Religionsfreiheit für alle Menschen garantiert, so der Weltkirchenrat laut epd.

    Die knappe englische Fassung sowie die umfangreichere arabische Fassung verdienen eine gründliche Lektüre und Würdigung, was im Rahmen dieser Information nicht geleistet werden kann. […]

    Medina steht für eine Gesellschaft unter islamischer Herrschaft, in der Juden und Christen die Rechte von „Schutzbefohlenen“ (Dhimmis) im Rahmen einer islamischen Rechtsordnung haben und alle einschlägigen Rechtsfälle „Gott und Muhammad, seinem Gesandten“ vorzulegen sind.

    Ist dieser Hintergrund maßgeblich für das Verständnis der Erklärung von Marrakesch – und daran lässt das Dokument selbst keinen Zweifel –, dann leiten sich die Prinzipien des gesellschaftlichen Miteinanders aus der Scharia ab und aktualisieren damit das Konzept des Dhimmi-Status für Christen und Juden. Es geht von vornherein um die Darlegung der „Rechte von Minderheiten in mehrheitlich islamischen Ländern“ aus den islamischen Quellen, so der Hauptfokus des Schreibens. […]

    Friedmann Eißler

    http://www.ezw-berlin.de/html/15_7020.php

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