405. Für die Scharia: „Gegen Hass und Unrecht“

دعوة‎

daʿwa

Bewerben der Herrschaft Allahs, Anwerben für die Gottesknechtschaft

Erster staatlicher Aktionstag für die Dhimma

Von Jacques Auvergne

Sicherlich hat das ausgerufene Staatsziel unsere hochwürdigsten Eliten aus Partei und Kirche erregt und ihrem Gefolge der erst mäßig Erfolgreichen das gierige Gespür von Chance auf Karriere oder Gehaltserhöhung eingeflößt. Insgesamt beschädigt die Doktrin des zukunftsdialogischen sprich proislamischen „Zusammenlebens“ (Angela Merkel: „Wie wollen wir zusammenleben? … Was hilft dem Zusammenhalt der Gesellschaft?“) die freiheitliche Demokratie, wenn noch so gut begründete Kritik an Glaubenslehre, Verhaltensdoktrin und Herrschaftsordnung nach Koran und Sunna pauschal als Rassismus gegenüber Muslimen fehlgedeutet werden muss und die Nennung islambezogener Fakten sofortiges Geschrei und Gerangel nach sich zu ziehen hat.

Nur ein rascher Blick über Europa hinaus. Schon in Kairo am 04.06.2009 hatte der transatlantische Islamisierer, Wirtschaftsförderer der Religionsdiktatur Saudi-Arabien und US-Präsident einem in schwarzen Farben gemalten bösen Islamismus die glückbringende gute Religion nach Sure und Hadith entgegengesetzt: „Im Kampf gegen den Extremismus ist der Islam kein Teil des Problems, sondern wichtiger Teil des Wegs zum Frieden. Islam is not part of the problem in combating violent extremism — it is an important part of promoting peace.“ Barak Obama verriet damit Anspruch allgemeiner Menschenrechte ebenso wie den Kampf für gleiche Rechte und Pflichten jedes Bürgers etwa der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung (African-American Civil Rights Movement, 1954–68) und schweigt auch heute zu der seit 1400 Jahren politisch totalitär wirksamen Schöpfungsordnung der Scharia und zur schariabegründeten, Nichtmuslime diskriminierenden sowie zwingend frauenfeindlichen Jurisprudenz des Fiqh. Zurück nach Europa.

Jeden noch nicht mit Andacht den Koran lesenden Bürger zum Dhimmi zu dressieren diente der Bundesrepublik Deutschland der 19.09.2014. Eigentlich wollten sich die in der BRD organisierten Muslime von der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) distanzieren, so hatten es die Herolde verkündet. Doch es kam ganz anders.

Statt beispielsweise darüber aufzuklären, dass wenig zufällig in jedem heutigen Staat auf der Welt alle erst einmal in Kraft getretenen Schariagesetze den Nichtmuslim und die Frau benachteiligen und eigendynamisch nach immer mehr korankonformen Paragraphen rufen sprich schleichend langsam (Muslimbrüder) oder rasend schnell (IS) eine Diktatur aufbauen, begannen die Tastaturen der lustlosen aber gehorsamen Schreiberlinge zu klappern und die Druckmaschinen zu rattern. Weitblickende Islamlobby und bewusstlose Presse produzierten mit gespenstischer Automatenhaftigkeit Titelzeilen wie:

Muslime wollen mit bundesweitem Aktionstag Zeichen setzen (Süddeutsche), Aktionstag: Muslime gegen Hass (so der WDR), Muslime setzen Zeichen gegen Extremismus (Bundesregierung), Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht (Schura Bremen), Muslime setzen Zeichen gegen Extremismus und Gewalt (tagesschau), Aktionstag: Muslime gegen Hass und Unrecht (RTL Hessen), Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht (Orientbrücke Marburg; radioeins; WDR1), Aktionstag Muslime gegen Extremismus (WDR), Gemeinsam gegen Hass und Unrecht (Bundesinnenministerium), Gegen Hass und Unrecht (RTL Nord).

Jedem muss es ein für alle Mal ins Gehirn eingebrannt werden, nun sag es schon, wie sind Muslime eingestellt, alle Muslime? Gegen Extremismus und Gewalt! Sehr einsichtig von dir du Dhimmi. Wofür kämpfen die Muslime? Gegen Hass und Unrecht! Na bitte, geht doch.

Irgendwas war da doch noch, achja, die immerhin angekündigte Distanzierung vom IS, vom sich auf Koran und Sunna berufenden Islamischen Staat? Schweigen. Vorwurfsvolle Blicke der Imame. Die Dhimmis halten das nicht aus, der ersehnte Freitag der 19.09.2014 ihrer Zeitrechnung ist schließlich angebrochen. Irgendeiner jubelt auf, alle fallen in den Chor ein: Wie schön, man hat sich distanziert, die Islamverbände haben aller religiös begründeten Gewalt abgeschworen, nie wieder Islamismus, hoch der Islam! Gehen wir nur ein paar Stunden zurück.

Der Tag der Erhöhung des Glaubens und die Stunde der Verkündigung war gekommen und über domradio sprach der Präsident des Zentralrats der Muslime in Deutschland.

Ketzer Jacques Auvergne redet ihm dazwischen, schlimme Zweckentfremdung der Scharia wittert Aiman Mazyek:

Es gibt darüber keine Frage, dass das ein Missbrauch der Religion ist und dass diese Terroristen …

Welche Terroristen eigentlich Herr Mazyek, die Armee des Staates Israel?

…, diese Barbaren unseren Glauben in den Dreck ziehen und den Muslimen weltweit schaden. Es gibt durchaus eine Diskussion, dass die Trennschärfe zwischen den mehrheitlich friedlichen Muslimen und den Terroristen kaum noch sichtbar ist, wenn man manche Medienberichte und Aussagen hört. Es gibt schon eine Stimmung in unserem Land, die nicht gut ist …

Zum Demaskieren werde ich im Folgenden vielfach polemisch. Es hat sich ein gefährliches Klima („Stimmung“) entwickelt, die Islamkritik vergiftet das Miteinander „in unserem Land“.

Wer nicht zwischen Islamismus und Islam differenziert beweist mangelnde „Trennschärfe“, mehr Islam bringt stets mehr Frieden.

… und deswegen stehen wir am Freitag auf und sagen, was unsere Position …

Unsere theologische Position, Minhadsch (minhāǧ: Der einfache, klare Weg) bzw. Manhadsch (manhāǧ, der einfache, klare Weg und die Sunna). Für heute allerdings überwiegend unsere die Position verschleiernde Taqiyya, im Islam müssen die Frau und der Dhimmi schließlich nicht alles wissen.

… ist: Was sind unsere Werte,

was tun wir für die Herrschaft Allahs auf Erden

was hat der Prophet zur Gewalt gesagt

warum unterwerfen wir nicht endlich die Gegner Allahs wie vorgeschrieben

was hat er zu den anderen Religionsgemeinschaften gesagt

mögen sie bald demütig die Dschizya entrichten und im Jenseits in der Hölle schmoren

was sagt der Koran zur Barmherzigkeit

schlagt die ungehorsame Ehefrau und tötet den Gegner Allahs in o. g. Barmherzigkeit

und vieles mehr.

Genau, fassen wir uns kurz und kommen zum kalifatsbewegten Text.

Zackzack, Helm ab zum Gebet:

Ansprache des Koordinationsrat der Muslime (DITIB, Islamrat, VIKZ und ZMD) zum Tag „Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht“ am 19.09.2014 –Friedensveranstaltung nach Freitagsgebet

Vollständiger Wortlaut.

Liebe Geschwister, verehrte Gemeinde, sehr geehrte Gäste,

Assalamu alaikum.

Der hanafitische Schariagelehrte al-Ǧaṣṣāṣ ar-Rāzī (917–981) bewertete es islamrechtlich als unerwünscht und eher verwerflich (kuriha), einen Nichtmuslim (kāfir) als Erster mit as-salāmu ʿalaikum zu begrüßen. Der Gruß der künftigen, zumindest potentiellen Paradiesbewohner gebührt keinem Verweigerer rechter Seinsweise.

Das Weltkalifat erst erschafft „Frieden, Zufriedenheit, Glück und Wohlbefinden … für uns und andere“, bis dahin sind die wegbereitenden Sonderrechte durchzusetzen. Wer sich auch im Namen der allgemeinen Menschenrechte der Scharia entgegenstellt und beispielsweise die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Maghreb und Nahost und das beibehaltene Lehrerinnenkopftuchverbot für Deutschland fordert sät „Zwietracht, Misstrauen und Hass“:

Mit diesem Friedenswunsch begrüßen wir stets einander. Er erinnert uns bei jeder Begegnung daran, dass Frieden, Zufriedenheit, Glück und Wohlbefinden die Zustände sind, die Allah uns empfiehlt und die wir für uns und andere erstreben sollen. Wir erleben aber seit Jahren und ganz besonders auch in den letzten Tagen und Wochen, dass zwischen den Menschen in Deutschland und weltweit Zwietracht, Misstrauen und Hass gedeihen. Wir erleben, wie Menschen im Namen Allahs Grausamkeiten begehen, andere Menschen quälen, sie aus ihren Häusern vertreiben und ermorden. Sie handeln unter dem Banner des Propheten (…), zeigen mit ihren Verbrechen aber, dass sie kein Wort davon verstanden haben, was Allah uns offenbart hat und wie unser Prophet (…) nach diesen Geboten gelebt hat.

Da, eine Schilderung einer kriegerischen Szene, ganz große Distanzierung vom IS. So jedenfalls spürt es beglückt der Dhimmi. Mit dem Mazyekschen „andere Menschen quälen, sie aus ihren Häusern vertreiben und ermorden“ könnte allerdings ebenso gut jene an islamfromm betriebenen Raketenstellungen zu Recht Anstoß nehmende Jerusalemer Regierung und israelische Armee im Gaza-Streifen gemeint sein, die aus radikal schariatreuer Sicht, weil Allah schon jetzt der König ist, wenn auch noch nicht überall politisch auf Erden so doch Souverän des Weltalls, „unter dem Banner des Propheten“ tätig ist, vom wahren Wesen und Auftrag des Menschen aber „kein Wort“ verstanden hat.

Seien wir nicht ungerecht, vielleicht hat Mazyek ja auch wirklich nur den Islamischen Staat gemeint, doch warum nur sagt uns der ZMD-Chef das nicht unzweideutig?

Das Thema IS nervt die Islamverbandsfunktionäre. So viele abgehackte Köpfe auch noch gefilmt und ins Internet gestellt. Kommen wir daher zurück zum Thema Aktionstag und deuten wir auf die eigentlichen Gräueltaten dieser Monate:

Wir erleben, wie hier in Deutschland unsere Moscheen angegriffen und in Brand gesteckt werden, seit 2012 allein in über 80 Fällen. Unsere Gemeinden sind besorgt und verunsichert, dass wir als Muslime immer stärker ausgegrenzt und angefeindet werden. Wir erleben, wie Menschen hier in Deutschland einander beschimpfen und angreifen – obwohl wir alle das Wort Allahs empfangen haben, obwohl wir die gleichen Propheten verehren, obwohl wir zu dem gleichen Schöpfer beten.

Aus unergründlichem Wollen duldet der Allmächtige euren Frevel falscher Anbetungsweise. Die unendlich schrecklichen Folgen sind euch wohlbekannt, ewige Höllenstrafe mit platzenden Gedärmen nach Trinken kochenden Wassers und erneuerte Haut nur zum erneuerten Hautverbrennen und so weiter, der Terror des IS ist nichts dagegen.

Der Koran liegt auch euch Schlimmen vor, die ihr die gebotene Erhöhungsformel hinter jedem Aussprechen von Allah frech auslasst (beim ZMD wie zufällig drei Leerzeichen, hier markiert: „obwohl wir alle das Wort Allahs empfangen haben“).

(Ein bisschen offene Lüge fehlt nicht, „die gleichen Propheten“ bedeutet selbstredend lückenlos alle Propheten. Mazyeks „obwohl wir die gleichen Propheten verehren“ will den wichtigsten Propheten ja gerade nicht umgehen, welchen die Juden und Christen nun einmal nicht verehren, Mohammed.)

Im Feuer werdet ihr Islamverweigerer ewig brutzeln:

Obwohl Allah keinen Unterschied zwischen den Menschen macht und sie im Jenseits alle nach ihrem Glauben und ihren Taten beurteilen wird, maßen Menschen es sich an, sich über andere Menschen zu stellen und über sie im Diesseits zu richten. Es kann Allah nicht gefallen, wenn Menschen voreinander Angst haben und einander misstrauen, nur weil sie einen anderen Glauben haben.

Ein unverfrorener Angriff auf die Existenz säkularer staatlicher Gerichte, das „sich über andere Menschen zu stellen und über sie im Diesseits zu richten“ bedeutet, dass kein irdischer Richter das Recht hat nach etwas anderem zu urteilen als nach den vom Himmel herab gekommenen Gesetzen. Es ist also beispielsweise korrekt, im Gericht nicht aufzustehen.

Islamische Friedensrichter sind zeitnah durchzusetzen, wie es euch erst vorgestern und gestern Tatjana Hörnle (70. Deutscher Juristentag) empfohlen hat. Ihr wollt doch nicht wagen zuzugeben, vor Hidschab, Burka, Mädchenbeschneidung (vgl. Empfehlung zur Legalisierung der FGM durch genannte Tatjana Hörnle) und dem nach und nach zu implementierenden Islamischen Recht Angst zu haben und uns zu misstrauen?

Jeder Mensch ist von Geburt an Muslim, das ist unsere fiṭra, Weise des Erschaffenseins. Diese Hetzer die gegen den Schleierzwang (Hidschab) anreden sind die, denen Allah „Hass von ihren Herzen“ nehmen möge:

Allah erinnert uns im Koran (Sure 7, Vers 43) daran, dass es die Eigenschaft der Menschen ist, die ins Paradies einziehen, dass Hass von ihren Herzen genommen sein wird. Wie können Menschen dann glauben, dass sie von Allah angenommen werden, wenn sie ihre Mitmenschen hassen und ihnen Unrecht antun?

„Unrecht antun“ bedeutet beispielsweise die Ehefrau oder neunjährige Tochter nicht zum Kopftuchtragen oder alle Jugendlichen gerade nicht zum Beten zu locken, zu ermutigen oder zu zwingen.

(Wer sich etwa als irakischer Christ oder Jeside gegen den Terror des IS wehrt gehört ja vielleicht zu denen, die „ihre Mitmenschen hassen und ihnen Unrecht antun“, Herr Mazyek?)

An der Sinnhaftigkeit der grundrechtswidrigen Scharia Zweifel zu wecken verhindert dass Menschen „voneinander lernen“:

Allah lehrt uns im Koran (Sure 5, Vers 48), dass wir so unterschiedlich erschaffen wurden, damit wir voneinander lernen und im Diesseits um die guten Dinge wetteifern. Er lehrt uns im Koran (Sure 41, Vers 34), gerecht zu sein, auch wenn wir Ungerechtigkeit erfahren und einer schlechten Tat mit einer guten Tat zu begegnen. Denn Allah liebt die, die gerecht handeln. (Sure 5, Vers 42) Deshalb wird jetzt in diesem Augenblick dieser Text in vielen hundert Moscheen in Deutschland verlesen, damit deutlich wird, nach welchen Geboten unseres Schöpfers wir Muslime leben, dass wir Muslime im Angesicht von Hass und Unrecht stets dazu berufen sind, aufzustehen und die Verfolgten und Notleidenden und alle, die Unrecht erfahren, in Schutz zu nehmen. Denn Allah gebietet im Koran (Sure 22, Vers 40), dass die Menschen einander vor Unrecht schützen.

Ihr deutschen Muslime habt die Scharia einzuhalten „Denn Allah liebt die, die gerecht handeln“. Aber was muss ich da hören, da drüben tragen immer noch ein paar Frauen keinen Schleier und denkt ein Ehepaar daran, da sei Allah vor, den Sohn nicht wie vom Himmel befohlen beschneiden zu lassen? Hier im Straßenzug muss bitte unverzüglich mehr Ḥisba, mehr Arbeit der Schariapolizei geleistet werden, „damit deutlich wird, nach welchen Geboten unseres Schöpfers wir Muslime leben“, hat jemand mal die Telefonnummer von Sven Lau.

Die vom ZMD-Vorsitzenden erwähnte Stelle aus der Rede Allahs, Koran 22:40 nennt zwar auch den Schutz von Klöstern und Kirchen doch bereits im Folgevers befiehlt der einzige Gesetzgeber den Menschen die Ḥisba als die Schariadruchsetzung mit Gewaltlizenz: „enjoin what is right and forbid what is wrong (Übersetzung Pickthall), das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten“.

Wir glauben, dass jeder Mensch mit seinem Angesicht Allah zugewandt ist. Dann können wir aber nicht einander in Hass und Verachtung den Rücken zuwenden. Deshalb freuen wir uns, dass heute unsere Gäste, bei uns sind und damit deutlich machen, dass wir alle im Angesicht unsers Schöpfers zusammengehören.

Nur weil auch ihr störrischen Dhimmis von Geburt an Muslime seid müssen wir euch zur wahren Religion locken und können wir euch nicht „in Hass und Verachtung den Rücken zuwenden“. „Deshalb freuen wir uns“ heute einen gewaltigen Aktionstag der Daʿwa an euch zu begehen, einen Aktionstag der Einladung zum Islam. Wenn ihr euch doch nur bekehren würdet.

Wenn ihr aber Dhimmis bleiben wollt und am Tag der Auferstehung schon sehen werdet was ihr davon habt, dann sorgt wenigstens für reibungslose Errichtung des Kalifats, denn wir wollen uns gegen Iblis „erheben“ und wünschen uns, dass ihr mitmacht im islamischen Kampf gegen „Hass“ d. i. Islamkritik und „Unrecht“, islamischen Ungehorsam:

Deshalb wünschen wir uns, dass alle Menschen in Deutschland an unserer Seite stehen und gemeinsam mit uns sich gegen Hass und Unrecht erheben. Wir laden alle Menschen ein, am 03. Oktober, am Tag der Einheit, am Tag der Offenen Moschee, bei uns und mit uns zu sein, und damit ein Signal in Deutschland und in der ganzen Welt zu setzen, dass wir alle zueinander halten und uns füreinander einsetzen, gleich woran wir glauben, wie wir aussehen oder welche Sprache wir sprechen, dass wir gemeinsam ein Schloss gegen das Böse und ein Schlüssel für das Gute sind. Denn Allah lehrt uns im Koran (Sure 3, Vers 104), dass wir eine Gemeinschaft werden, die zum Guten aufruft, gebietet, was recht ist und verbietet, was verwerflich ist.

Der Folgevers (3:105) droht mit dem Pflichtvergessenen mit der Hölle, das macht sich heute Abend auf Sendung nicht so gut, ich bin Medienberater.

Die an vier Stellen im Koran, eben auch in 3:104 zu findende Formel der Ḥisba (enjoining what is right, and forbidding what is wrong (nach Yusuf Ali), al-amr bi-l-maʿrūf wa-n-nahi ʿani l-munkar) ist ebenso die professionelle Grundlage der brutalen Islamischen Religionspolizei Saudi-Arabiens wie für das Tätigwerden der prügelnden Sittenwächter von Taliban, Boko Haram, Al-Shabaab oder, nun gut, IS.

Die in 3:110 wiederholte Formel stellt klar, dass die Nichtmuslime gar nicht gemeint und im Gegenteil mehrheitlich zu den Frevlern zu rechnen sind, „You are the best nation produced [as an example] for mankind (Übersetzung Sahih International), Ye are the best community that hath been raised up for mankind (Pickthall), Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Allah. Und wenn die Leute der Schrift glauben würden, wäre es wahrlich besser für sie. Unter ihnen gibt es Gläubige, aber die meisten von ihnen sind Frevler.“

Um dies zu bekräftigen werden wir gleich ein Bittgebet für uns, unsere Gemeinden, aber auch für alle Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt sprechen; ein Gebet, das unsere Herzen für die Gnade unseres Schöpfers öffnen und gegen Zwietracht und Hass versiegeln soll.

Nun gehet hin ihr Rabbiner und Erzbischöfe und betet in euren Synagogen oder Kirchen für den Untergang der Islamkritik. Und ihr Juristen in Hannover, tragt endlich Sorge dafür, jeden vernehmlichen Gegner von Scharia und Fiqh mit noch zu schaffenden Gesetzen wegen Volksverhetzung („Zwietracht“) und Rassismus („Hass“) anzuklagen und einzusperren.

Allah schütze jede und jeden von Euch, Frieden sei mit allen!

Berlin/Köln, 19.09.2014

Soweit Allahs Generalangriff.

Punktgenau am 19.09.2014 publiziert das Bundesinnenministerium die Ansicht der beiden Führer von DITIB und ZMD. Thomas de Maizière durfte den Dhimmiführer machen und lustvoll einknicken nach dem Muster Wir Sünder waren krankhaft misstrauisch gegenüber dem Islam und wer mir heute noch widerspricht gehört zu den Unehrlichen:

Wenn wir ehrlich sind, gab es bei einem beträchtlichen Teil der nicht-muslimischen Bevölkerung in Deutschland einen Generalverdacht: Wir können jetzt damit aufräumen.

Dem edlen muslimischen Führer gelobe ich Thomas-die-Misere, nie wieder etwas Schlechtes über Scharia und Fiqh zu sagen oder sagen zu lassen.

(Aufräumen heißt die Missetat oder die Missetäter beseitigen. Das 2014 erschreckenderweise bereits ministeriell verwendete aufräumen lässt in der deutschen Sprache sehr eindeutig den Aufruf zu Gewalt und baldiger Unterwerfung des politischen Gegners anklingen, vor hundert Jahren erscholl es aus dem Mund eines Volksverhetzers, Kriegstreibers und Kaisers: „jetzt oder nie. Mit den Serben muss aufgeräumt werden, und zwar bald“.)

Nun zu Zekeriya Altuğ. Auch der Vorsitzende der DİTİB-Nord ist ein wahrer Meister des Kitman, des Lügens durch Auslassung. Entlarven wir das das islamrhetorisch Verborgene:

Nach dem elften September mussten wir Muslime in Deutschland uns das erste Mal fragen, …

Und endlich begann die islamische Nachdenklichkeit und Rückbesinnung, war nicht auch insofern Nine Eleven zu etwas Nutze?

… wofür stehen wir?

Allahu akbar, zu Durchsetzung des Kalifats stehen wir.

Zu wem gehören wir?

Zur Partei Satans bei Missachtung der Scharia oder zur Partei Allahs nach einem Erdenleben in islamischem Gehorsam.

Vor dem Urknall der ersten geographisch globalen Schariadurchsetzung war auch in Deutschland alles anders:

Bis dahin haben wir uns als Gäste gefühlt und wir wurden auch als Gäste behandelt.

Wir Pflichtvergessenen hatten keine heiße islamische Identität, waren fleißige Gastarbeiter und haben nach Feierabend wie Ungläubige nur den Kleingarten gepflegt oder Fußball gespielt statt sich für die islamische Machtergreifung ins Zeug zu legen. Nebenbei gesagt, eigentlich sollte man uns wie Aristokraten behandeln und nicht wie Gäste. Seit dem elften September jedenfalls fühlen wir uns korangemäß aristokratisch.

Danach haben sich die muslimischen Verbände neu positioniert – zunächst intern. Heute sagen wir klar: Deutschland ist unsere Heimat.

Was genau wir in Phase Eins nur unter uns („intern“) besprochen haben bleibt vertraulich, nur so viel: weltweit werde aus dem ḥalāl endlich das legal. Dort in Amerika also flogen die drei Flugzeuge in Pentagon und Twin Towers und hier in Europa werde die Scharia Schritt für Schritt juristisch einklagbares System.

Jedes menschengemäß zu nennende Zusammenleben ist die Wiederherstellung von Medina:

Man kann eine salafistische Grundhaltung haben, solange man sich zur freiheitlich-demokratischen Grundhaltung bekennt und die Rechte anderer Menschen respektiert.

Lege falls erforderlich ein Lippenbekenntnis ab, pro forma vernehmlich die fdGO ein bisschen gutheißen sollte keinen Koranleser aus der Fassung bringen. Die Theologie noch der striktesten Scheiche Saudi-Arabiens ist aus DITIB-Sicht völlig in Ordnung und die von Sayyid Quṭb ebenso, solange man „die Rechte anderer Menschen respektiert“ wie sie Allah dem Menschen gesetzt hat.

Das ist von der Glaubensfreiheit gedeckt.

Wer auch in Deutschland islamkritisch oder anders intolerant dem Wunsch eines Muslims nach einer Lebensführung im Einklang mit Koran und Sunna widerspricht ist als Gemeinschaftsfeind auszugrenzen und nach zeitnah zu schaffenden Gesetzen zu bestrafen.

Soweit zu Zekeriya Altuğ.

Fallen nun wir der Taqiyya von Aiman Mazyek ins Wort:

Ich trenne dabei nicht zwischen der Moschee und dem sonstigen Leben

Ganz Deutschland werde Masdschid (masǧid), Ort der Niederwerfung des Menschen und Erhöhung Allahs.

Für mich ist das ein und dieselbe Gemeinschaft

Nur der Vertrag von Medina (nur der Status der monotheistischen Nichtmuslime als Dhimmi) stellt „Gemeinschaft“ her. Wie in der Medinagemeinschaft so in der Deutschlandgemeinschaft.

Ich weiß, die meisten Muslime sehen das heute so

Viele, viele spüren schon wie sehr sie die Scharia wollen und die Dhimma.

Aber eben leider nicht alle …

Leider nehmen einige von uns die Scharia noch nicht ernst genug.

Einige unterscheiden doch zwischen „Moschee“ und „der Welt da draußen“.

Beten kann der Muslim bekanntlich beinahe überall wenn der Ort nur sauber genug ist. Die gesamte Schöpfung huldigt von Natur aus ihrem Schöpfer, das gesamte Universum eine einzige Moschee.

Allahs Gesetze durchdringen das Weltall und müssen Lebensweise und Regierungshandeln auch in Deutschland beherrschen.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

Den Aufruf publizierte der ZMD am 19.09.2014

http://islam.de/24184

Eingestellt auf dem Facebook des DITIB Saarbrücken

https://de-de.facebook.com/pages/DITIB-Merkez-Camii-Saarbr%C3%BCcken/204074803041093

(…) Wir appellieren an alle Moscheen und Gemeinden bei der Aktion unseres Dachverbandes des KRM „Muslime stehen auf – gegen Hass und Unrecht“ am 19. September mitzumachen, und ein Zeichen zu setzen.

Unsere Gebete sind bei allen Menschen, Muslime und Nicht-Muslime, die Leid, Unrecht, Ausgrenzung, Gewalt und Terror ausgesetzt sind. Möge Allah/Gott Frieden in dieser Welt verbreiten.

Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD) Köln, 18. September 2014

(Veröffentlicht bei DMK Braunschweig)

https://de-de.facebook.com/dmkbs

Der die politischen und klerikalen Eliten erregende 19.09.2014 kam heran und war deutschlandweit mit der inzwischen leider gebotenen partiellen Pressezensur zu umhüllen. Nach dieser sind Fakten zu Scharia und Fiqh nicht anszusprechen. Auf auf domradio („In rund 2.000 Moscheen wollen Muslime in Deutschland am Mittag gegen Hass und den Missbrauch der Religion protestieren. … Nach dem Freitagsgebet soll es bundesweit Mahnwachen und Friedensgebete geben. “) durfte der Freund der Schariagesetze Aiman Mazyek den Tag der Islamerhöhung („Muslimischer Aktionstag“) erklären.

http://www.domradio.de/themen/islam-und-kirche/2014-09-19/muslime-protestieren-bundesweit-gegen-hass-und-extremismus

Eines von beiden freilich muss kaputtgehen, sobald sich AEMR und Scharia auf der berüchtigten Augenhöhe begegnen. Die Überschrift duldet keinen Widerspruch zur vorordneten Harmonie. Jetzt aber zackig, Dhimmi, sprich es Führer Aiman nach:

Mazyek: „Der Islam ist eine friedliche Religion!“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wird in Hannover auf einer von insgesamt neun Großveranstaltungen sprechen. In München wird die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), erwartet, in Berlin der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und in Frankfurt am Main der Präsident des Zentralrates der Juden, Dieter Graumann. Weitere Großveranstaltungen sind in Bielefeld, Mölln, Hamburg, Oldenburg und Stuttgart geplant.

epd 19.09.2014

http://aktuell.evangelisch.de/artikel/109699/mazyek-der-islam-ist-eine-friedliche-religion

Zwei Tage eher, am 17.09.2014 ließen Die Welt und Hürriyet Zekeriya Altuğ (DÍTÍB), Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime (ZMD) und Bundesinnenminister Thomas de Maizière den Islam schönreden und suggerierten sinngemäß: Die Islamapostaten vom Islamischen Staat (IS) haben uns Koran und Scharia geklaut. Die Verpflichtung zur Durchsetzung von Allahs Herrschaft sei ein Entführungsopfer:

„Verbrecher die den Islam kidnappen“

Gemeinsames Interview von Bundesinnenminister de Maizière, Aiman Mazyek (Zentralrat der Muslime) und Zekeriya Altug (Ditib)

Altuğ: Wir wollen deutlich machen, dass Hass und Gewalt nicht im Namen des Islam legitimierbar sind. … Viele dieser Kämpfer, die nach Syrien oder in den Irak reisen, sind von ihrem Umfeld her gar nicht so nah mit dem Islam verbunden [Altuğ legt uns nahe, dass die Glaubenskrieger nicht zuviel sondern zuwenig authentische Religion besäßen]. Sie finden erst in späten Jahren zum Islam, meist übers Internet, aber nicht über einen kompetenten Imam in einer Moscheegemeinde [die Kämpfer für Allahs Recht hätten ein verzerrtes Bild von Islam, Kalif Ibrahim hätte seine Religion falsch verstanden].

Mazyek: Dieser Tag ist für uns ein Tag, wo wir bei den Opfern sind, und dabei spielt es keine Rolle, ob sie Muslime, Juden, Yeziden, Christen oder andere sind. Wir wollen nicht schweigen zu diesem Unrecht und dem, was diese Menschen [welche? Mazyek spricht IS nicht aus] vorgeben im Namen des Islam [zu] tun. Sie sind [wer genau und warum eigentlich?] Verbrecher, Mörder, die den Islam kidnappen. Wir wollen deutlich machen, dass die Mehrheit der Muslime nicht nur hierzulande, sondern weltweit anders denkt und handelt. Sie haben Recht, wenn Sie sagen, wir distanzieren uns immer wieder [wovon eigentlich wird sich distanziert?], reicht das denn und wir sind der Meinung, nein. Es reicht eben nicht. Wir brauchen proaktive Veranstaltungen, wo wir deutlich machen, für welche Werte wir stehen [distanziert sich der ZMD von der Kairoer Charta der Menschenrechte im Islam oder wenigstens vom Gründungsdokument der Hamas? Nein, Aiman Mazyek will die Herrschaft Allahs auf Erden durchsetzen und immer mehr schariakonforme Gesetze ins deutsche Recht implementieren].

de Maizière: Die Aktion der Muslime gegen Extremismus ist großartig [warum, hat man sich von der Pflicht zum Hidschab oder von Scheich al-Qaradawi verabschiedet?]. Sie zeigt, dass sich die Mehrheit der Muslime von jeder Form der Gewalt distanziert [nein das zeigt uns der Aktionstag nicht]. Ich unterstütze ausdrücklich, dass mit diesem Friedensgebet auch darauf hingewiesen wird, dass Muslime in Deutschland Opfer von Gewalt und Islamfeindlichkeit sind [der Islam ist eine Glaubenslehre, ein Mensch aber wird nicht von Ideologiekritik verletzt sondern allenfalls von praktizierter Muslimfeindlichkeit und gerade nicht von „Islamfeindlichkeit“. Will der zum Totalitarismus der Schariagesetze schweigende Innenminister suggerieren, dass jede Islamkritik gleichsam naturgesetzlich zu körperlicher Gewalt an Koranlesern führen muss und in Deutschland Islamkritik auf Dauer verbieten?].

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Interviews/DE/2014/09/interview-die-welt-und-huerriyet.html

13 Antworten to “405. Für die Scharia: „Gegen Hass und Unrecht“”

  1. Carcinòl Says:

    Muslimischer Aktionstag vgl. Muslim Action Day:

    The Council of Islamic Organizations of Greater Chicago, YOUR Council, is beginning its preparations for the 5th Annual Illinois Muslim Action Day.

    hxxps://www.facebook.com/events/256772481122599

    hxxps://www.facebook.com/events/457430994380309/

    Welcome to Illinois Muslim Action Day at the State Capitol!

    http://www.senatorjacquelinecollins.com/index.php/component/content/article/40-front-page/208-welcome-to-illinois-muslim-action-day

    bei: CAIR-Chicago
    am: 15.03.2011

    On March 9, 2011, CAIR helped sponsor the Third Annual Illinois Muslim ACTION! Day (IMAD), coordinated by the Council of Islamic Organizations of Greater Chicago (CIOGC).

    hxxp://www.cairchicago.org/2011/03/15/illinois-muslim-cillinois-muslim-community-celebrates-ill-muslim-action-dayommunity-celebrates-ill-muslim-action-day/

    hxxp://www.cairchicago.org/tag/illinois-muslim-action-day/

    ::
    ::

    proactive {adj} [person]
    initiativ [geh.] [(politisch) aktiv, die Initiative ergreifend]
    proactive {adj}
    proaktiv
    voraushandelnd
    proactive {adj} [attitude, role, etc.]
    aktiv [Haltung, Rolle etc.]
    to be proactive
    Eigeninitiative zeigen
    die Initiative ergreifen
    to be proactive [person]
    agieren [geh.] [aktiv handeln, die Initiative ergreifen]
    initiativ werden [geh.] [die Initiative ergreifen, aktiv werden]

    http://www.dict.cc/englisch-deutsch/proactive.html

    Das sprachlich eher ungewohnte proaktiv vergleiche man mit dem auch in der Schariabewegung häufigen englischen pro-active / proactive

    Tariq Ramadan verwendet das islamisierungsbetriebliche Modewort proactive gerne:

    „We have to say it is your society,“ he says. „Now more than ever it is imperative for Muslims to be active citizens and to be proactive.“

    http://www.independent.co.uk/news/people/profiles/tariq-ramadan-we-muslims-need-to-get-out-of-our-intellectual-and-social-ghettos-500153.html

    compared to the vision Islam sets for the pro-active establishment and propagation of Islamic societies globally

    hxxp://tariqramadan.com/english/2005/02/03/british-identity-an-open-and-plural-identity/

    .. some institutions can do the work, but we all have to be proactive.

    http://www.theislamicmonthly.com/tariq-ramadan-my-absence-would-certainly-be-the-most-powerful-speech-i-have-ever-given-at-isna/

    .. visible, active and proactive within their respective western societies.

    http://www.theguardian.com/commentisfree/belief/2009/nov/29/swiss-vote-ban-minarets-fear

    SAID NURSI AND REACTIVATING PRO-ACTIVE ISLAMIC ETHICS AND INJUNCTIONS

    (İstanbul İlim ve Kültür Vakfı – İİKV, Türkei)

    http://www.iikv.org/academy/index.php/sympeng/article/view/1116/1967

    Be a Proactive Muslim! – Sh. Haitham al-Haddad

  2. Jacques Auvergne Says:

    Bekir Alboğa lebt selektiv pressefreiheitlich:
    ::

    Und wie halten es die Vertreter der Islamverbände mit den Mohammed-Karikaturen, die den Mördern von Paris ja als Rechtfertigung dienten? Alboğa sagt: „Alle, die an diesem Tisch sitzen, verteidigen die Presse- und die Meinungsfreiheit. Wir wollen aber auch respektiert werden. Auf Provokationen müsste man verzichten. Wir lieben unseren Propheten.“

    von: Von Jannis Brühl („Wir haben uns sehr stark gefühlt. Bis Mittwoch.“), in: Süddeutsche, 09.01.2015

    http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-muslime-und-der-anschlag-auf-charlie-hebdo-wir-haben-uns-sehr-stark-gefuehlt-bis-mittwoch-1.2297369



    Murat Gümüş: Meinungsfreiheit ja, aber …
    ::

    Die Vertreter der Islamverbände gaben zugleich ein Bekenntnis für die Presse- und Meinungsfreiheit ab. Auf die Frage, ob dieses Bekenntnis denn auch Karikaturen des Propheten einschließt, waren die Antworten allerdings unterschiedlich akzentuiert. Für Seyfi Öğütlü, Generalsekretär des Verbandes der islamischen Kulturverbände, schließt Meinungsfreiheit durchaus ein, sich auch über Religion lustig zu machen. Zugleich fordert er Respekt und Sensibilität gegenüber religiösen Anschauungen ein, nicht nur islamischen. Murat Gümüş, stellvertretender Generalsekretär der Islamischen Religionsgemeinschaft Millî Görüş, schränkt noch weiter ein. Für ihn ist eine karikaturistische, teilweise beschimpfende Darstellung des Propheten inakzeptabel.

    von: Matthias von Hein (Muslime setzen Zeichen gegen Terror), in: Deutsche Welle, 09.01.2015

    http://www.dw.de/muslime-setzen-zeichen-gegen-terror/a-18182489

  3. Jacques Auvergne Says:

    In einer Grundschule in Neu-Ulm sind mehrere Schüler mit islamistischen Äußerungen im Unterricht aufgefallen. Nach dem Anschlag auf das Magazin „Charlie Hebdo“ Anfang Januar drohten die Kinder Christen und forderten deren Tod. Die Polizei bestätigte am Freitag auf Anfrage einen Bericht der Augsburger Allgemeinen. Die Zeitung hatte getitelt: „Wer das Kreuz malt, kommt in die Hölle“ und bezog sich damit auf ein Zitat eines Schüler. Auch der Bayerische Rundfunk berichtet über die Vorfälle.

    In dem Artikel der Augsburger Allgemeinen heißt es, die Kinder hätten auch die Ansicht geäußert, dass die Terroropfer des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo den Tod verdient hätten. Lehrerinnen der Grundschule Stadtmitte haben laut Zeitungsbericht genau aufgeschrieben, was die Kinder gesagt hätten.

    • Demnach hätten neun- und zehnjährige Kinder muslimischen Glaubens erzählt, dass „Du Christ“ für sie eine schlimme Beleidigung sei.

    • Weiterhin hieß es, dass „Jude“ ein noch übleres Schimpfwort sei.

    • Ein Schüler hätte zudem gefürchtet, dass er von Allah verstoßen und in die Hölle kommen würde, wenn er über das Christentum spräche.

    Dem Zeitungsbericht zufolge haben die Lehrer in Gesprächen mit den Kindern herausgefunden, dass diejenigen, die viel Zeit in bestimmten Moscheen oder Gebetsräumen verbrächten, von muslimischen Geistlichen offenbar so indoktriniert seien, „dass sie keiner anderen Religion gegenüber Respekt oder Wertschätzung zollen dürfen“. Besonders viele erschütternde Aussagen stammten dem Zeitungsbericht zufolge von Schülern, die regelmäßig in eine Moschee im Stadtteil Schwaighofen gingen. …

    aus: DER SPIEGEL („Du Christ“ ist für sie ein Schimpfwort. Grundschüler in Neu-Ulm), 06.03.2015

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/islamismus-in-neu-ulm-grundschueler-beschimpfen-christen-a-1022194.html


    „Christen muss man töten“, sagt der neunjährige Bub – als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Sein Klassenkamerad legt nach: „Die Toten von Charlie Hebdo haben das doch verdient.“ Verstörende Sätze, wie aus dem Mund eines Hasspredigers im Irak oder in Afghanistan.

    Doch sie fallen an einer Grundschule, die überall in Deutschland sein könnte, in diesem Fall aber in Neu-Ulm steht. Beate Altmann ist Leiterin dieser Schule, die viele Kinder mit Migrationshintergrund besuchen. Gerade ist Pause, aus ihrem Bürofenster blickt sie auf den Schulhof, wo etwa 220 Kinder aus 22 Nationen ausgelassen miteinander spielen. Es geht lebhaft zu, fröhlich. Doch wenn die Rektorin, eine zierliche Frau mit roten Locken, erzählt, was manche ihrer Schüler im Unterricht sagen, offenbar glauben, ringt sie um Fassung. Lehrerinnen der „Grundschule Stadtmitte“ haben es genau aufgeschrieben, jeden Satz. Blanker Hass aus Kindermund.

    Es ist Mitte Januar, nach den islamistisch motivierten Anschlägen von Paris, bei denen 17 Menschen getötet worden sind. Eine Lehrerin will im Unterricht über die Ereignisse diskutieren, über die auch viele Schüler reden. Die Pädagogin ist Klassenleiterin und gibt zudem Ethik-Unterricht in der vierten Jahrgangsstufe. Das Gespräch geht in eine Richtung, die sie nicht erwartet hat. Neun- und zehnjährige Mädchen und Buben muslimischen Glaubens erzählen ganz selbstverständlich, dass „Du Christ“ für sie eine schlimme Beleidigung ist. Dass „Jude“ ein noch übleres Schimpfwort sei. Ein Kind sagt, völlig unbekümmert, dass „Juden auf der Stufe von Schweinen stehen“ …

    Die Lehrer an der Neu-Ulmer Schule wollen in der Folge wissen, woher die Hass-Sätze stammen, sie haken bei den Schülern nach. Es stellt sich heraus: vor allem aus den Koranschulen, die viele Kinder nach der Schule besuchen. Besonders viele und besonders heftige Aussagen kommen nach Angaben der Rektorin von Schülern, die regelmäßig am Wochenende für mehrere Stunden in einer bestimmten Moschee im Stadtteil Schwaighofen „unterrichtet“ werden.

    Diese Moschee gehört dem Verband Islamischer Kulturzentren (VIKZ) an, einem der größten muslimischen Dachverbände in Deutschland. In Neu-Ulm war der VIKZ vor Jahren mit seinem Vorhaben gescheitert, ein Internat einzurichten. Anderswo war er erfolgreich, im Kreis Ravensburg etwa. Auch Mädchen, die in Neu-Ulm auf der Grundschule waren, besuchen Beate Altmann zufolge solche Internate mit Realschule und Gymnasium. Wenn sie die heute treffe, erkenne sie sie kaum wieder: „Aus fröhlichen Kindern sind ernste, verschlossene junge Frauen mit Kopftuch geworden.“

    von: Bernhard Junginger („Du Christ“ ist für sie ein Schimpfwort. Grundschüler in Neu-Ulm), Augsburger Allgemeine, 27.02.2015

    http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Hetz-Parolen-an-Grundschule-Wer-das-Kreuz-malt-kommt-in-die-Hoelle-id33274382.html


    … Zwar haben die Verantwortlichen der Moschee schon vor Jahren Anträge auf Genehmigung eines Internats gestellt, sind dabei aber auf Schwierigkeiten und Probleme gestoßen, weil ein pädagogisches Konzept fehlte und weil auch die baulichen Voraussetzungen nicht vorhanden waren. Unmissverständlich hatten die Behörden erklärt, hinter den Mauern des Gebetshauses sei eine Koranschule, in der von religiösen Eiferern Kinder auf den islamischen Glauben eingepeitscht werden, nicht erwünscht. Offenbar waren den Initiatoren die Genehmigungshürden zu hoch, weswegen sie später einen Antrag auf ein Schülerwohnheim stellten.

    Demzufolge sollten dort bis zu 20 Kinder wohnen, die aber die Regelschule besuchen sollten und nachmittags im Gebetshaus „betreut“ werden. Die für ein Schülerwohnheim erforderliche Genehmigung wurde aber nach den Worten des zuständigen Sachbearbeiters bei der Regierung von Schwaben nie erteilt. Nun aber liegen bei den zuständigen Stellen eindeutige Hinweise vor, dass die Muslime ein Wohnheim illegal betreiben. …

    Die religiösen Aktivitäten des VIKZ werden ebenfalls mit wachsender Sorge beobachtet. Nach einem vom hessischen Sozialministerium in Auftrag gegebenen Gutachten handelt es sich dabei um eine Vereinigung islamischer Fundamentalisten mit antiwestlichen, antidemokratischen und antichristlichen Vorstellungen.

    In den Wohnheimen sollen laut Gutachten Kinder im „schulpflichtigen Alter religiös geprägt werden mit dem Ziel, das die Integration sogar letztlich unmöglich macht“. Dort werden nach den Erkenntnissen „Elite-Muslime“ ausgebildet, bei denen Deutsche als „Schweinefleischfresser“ und „wertlose Gesellen“ gelten und deutsche Mädchen als „Schlampen“ bezeichnet werden.

    Allerdings gelinge es den Verantwortlichen, in der Außendarstellung über die wahren Ziele „Vieles zu verschleiern“.

    Neu-Ulm war viele Jahre lang Zentrum für den VIKZ in Süddeutschland, von wo aus weitere Unterorganisationen „betreut“ wurden.

    von: Roland Ströbele (Moschee in Schwaighofen im Visier), Augsburger Allgemeine, 02.06.2009

    http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Moschee-in-Schwaighofen-im-Visier-id5860371.html

  4. Jacques Auvergne Says:

    Genau, der Dhimmavertrag, dieser verstaatlichte faktische Rassismus herrschte als das osmanische System der Religionsvölker oder Glaubensnationen, als das leider bestens schariakompatible Millet-System. Genau das ist im Namen des für alle und jeden gleich geltenden und Muslim und Nichtmuslim sowie Mann und Frau gleich behandelnden Rechts und Gesetzes zu verhindern.
    ::

    … „Für den Staat ist die Religion immer eine Herausforderung, das zumindest glaubt Nikolaj Silajew, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für Kaukasus-Fragen und regionale Sicherheit am Staatlichen Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO). „Der Glaube an eine Religion bedeutet immer auch ein gewisses Maß an Illoyalität dem Staat gegenüber und eine gewisse Nichtanerkennung seiner Autorität“, erklärt er [Fein gegrübelt Silajew, ok, leider auch gut ausgewichen, daher die Gretchenfrage: allgemeine Menschenrechte sprich insbesondere auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau ja oder nein?!].

    Ilschat Sajetow, Direktor des Russisch-Türkischen Wissenschaftszentrums an der Bibliothek für Ausländische Literatur, schlägt dennoch vor, religiösen Gemeinschaften mehr Selbstbestimmungsrechte zu gewähren: „Notwendig ist eine breite Diskussion über ein Millet-System“, findet er. Das Millet-System im Osmanischen Reich räumte anerkannten religiösen Minderheiten eine gewisse Souveränität ein. Sajetow hält das auch in der gegenwärtigen Situation für eine diskussionswürdige Möglichkeit und betont: „In Russland verfügen wir über viel Erfahrung mit Sonderrechten für religiöse Gemeinschaften. Auch in Großbritannien gibt es bereits fakultative Scharia-Gerichte zu Ehe- und Erbschaftsfragen. Wer zum Beispiel will, dass sein Erbe nach den Regeln des Islam aufgeteilt wird, geht zu diesem Gericht.“

    Zugleich hält Sajetow diese Lösung für nicht ganz unproblematisch [soso, rechtsparallele Frauenentwürdigung einschließlich Zwangsverschleierung, MGM- und FGM-Praxis, neunjährige Ehefrau sprich Kindersexpraxis usw. erkennt Sajetow als irgendwie problematisch …], denn es stelle sich dabei die Frage zwischen dem Verhältnis solcher Sonderrechte zum universellen Recht eines Staates, gibt er zu bedenken. Er betrachtet dies als die Schlüsselfrage der gesamten Diskussion, denn faktisch wäre die Einführung von christlichen, jüdischen und Scharia-Gerichten eine Loslösung vom Konzept eines universellen Rechts, das für alle gleichermaßen gilt, meint Sajetow. …

    aus: Geworg Mirsajan (Nach „Charlie Hebdo“: Wie soll Europa dem Islam begegnen?), Russia Beyond The Headlines (rbth, herausgegeben von Rossiyskaya Gazeta) am 12.01.2015

    http://de.rbth.com/politik/2015/01/12/nach_charlie_hebdo_wie_soll_europa_dem_islam_begegnen_32461.html

  5. Jacques Auvergne Says:

    Sehr geehrte Bundeskanzlerin, liebe Frau Merkel, machen Sie dem Spuk ein Ende!

    Von Katharina Szabo
    Die Achse des Guten, 08.09.2015

    […] Sie sind auf dem Weg nach Deutschland. 30.000. Täglich.

    Zusätzlich zu der knappen Million, die wir schon eingepreist haben. Sie alle werden von einer durch die deutschen Medien in die Welt getragenen Euphorie beflügelt. Sie sehen Willkommenskommittees, die sie bei der Ankunft bejubeln, sie sehen Schilder, mit der Aufschrift “Refugees Welcome”, sie hören Ihre Worte, Frau Bundeskanzlerin, die jedem ein ‚Dach über dem Kopf‘ versprechen.

    Sie hören, dass Sie versprechen, keinen Syrer zurück zu schicken. Die Passfälscherbanden in der Türkei verzeichnen einen Boom, die Schlepperindustrie jubiliert. Werden es nach Ihrer Aussage, das Asylrecht habe keine ‚quantitative Grenze‘, nun noch mehr werden? Mehr als 30.000 Menschen täglich? Als die Bewohner Bagdads diese von Ihnen in die Welt gebrachte Botschaft hörten, fingen sie gestern an zu demonstrieren. Sie hielten Deutschlandflaggen hoch, Merkelplakate und skandierten “Germany”. Nun wollen sie zu uns. Frau Bundeskanzlerin, bitte hören Sie auf! Sie können nicht im Alleingang die Welt retten, das ist völlig ausgeschlossen. Sie haben einen Eid geleistet, dem deutschen Volk zu dienen, seinen Nutzen zu mehren und Schaden von ihm zu wenden.

    Selbst wenn es bei 30.000 am Tag bleibt, rechnen Sie sich das aus. Bis zum Ende dieses Jahres, bis 2017, bis 2020. Hören Sie auf, Empfangskomitees an die Bahnhöfe zu schicken, hören Sie auf, den Menschen im Nahen Osten und Afrika falsche Versprechungen zu machen. Wir haben kein Dach über dem Kopf für alle Armen und Ausgebeuteten des Planeten, die auf der Suche nach einem besseren Leben sind, wir werden das nicht schaffen. […]

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/sehr_geehrte_bundeskanzlerin_liebe_frau_merkel_machen_sie_dem_spuk_ein_ende

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    Liebe deinen Übernächsten

    Von Rainer Wehaus,
    Stuttgarter Nachrichten, 24.09.2015

    Müsste man eine Chronologie der Flüchtlingskrise schreiben, würde alles mit einer fast schon historischen Dummheit beginnen: Das Bundesverfassungsgericht kippte 2012 die Regeln zur Versorgung von Asylbewerbern und schuf in Deutschland eine Art Hartz-IV-Anspruch für alle Armen dieser Welt: 1500 Euro netto für eine fünfköpfige Familie, dazu kostenloses Wohnen – das ist das Angebot, das Deutschland seitdem der Welt macht. Kaum hatte sich das herumgesprochen, kamen die Armen vom Balkan, die bis heute fast 40 Prozent aller Asylbewerber ausmachen. Ein Drittel von ihnen kommt mehr als einmal, denn das Angebot ist zu attraktiv, um es ablehnen zu können.

    Aber es war nicht nur der Balkan, wo sich das Angebot herumsprach. Geschäftstüchtige Schleuser unterbreiteten es auch anderen Armen dieser Welt. Diese kamen, machten Fotos vom reichen Deutschland und schickten sie zurück in ihre Heimat. Die kostenlose WLAN-Verbindung stellte der deutsche Staat. Und so zogen immer mehr Flüchtlinge immer mehr neue Flüchtlinge nach sich. […]

    Die Flüchtlinge kamen in ein Land, das erstaunlich naiv ist. Liebe deinen Nächsten, heißt es in der Bibel, aber der Deutsche hebt seine Gefühle gern für den Übernächsten auf. Dass die Flüchtlingszahlen erst nach Erhöhung der Bargeldzahlungen in die Höhe schossen, wurde fast kollektiv vergessen. Stattdessen wurden in der öffentlichen Debatte Krieg und Gewalt als feste Gründe installiert, warum die Zahlen steigen. Insbesondere der Bürgerkrieg in Syrien musste als Erklärung herhalten, obwohl von dort bis heute nicht einmal ein Drittel aller Flüchtlinge herkommen und selbst deren Leib und Leben nicht mehr bedroht ist, wenn sie die deutsche Grenze überqueren. Sie kommen, weil es hier am besten ist und viele Landsleute schon da sind.

    Aber wenn sich der Deutsche mal etwas eingeredet hat, hört er nicht mehr auf. Die Schleuser wissen darauf zu reagieren. Auf dem Papier kommen immer mehr syrische Flüchtlinge. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass der Handel mit gefälschten syrischen Pässen floriert. […]

    Die Kanzlerin hat sich zur Schutzheiligen aller Flüchtlinge gemacht und damit die Krise verschärft. Damit erinnert Angela Merkel, was das Ausmaß des Realitätsverlusts angeht, an die späten Amtsjahre ihres CDU-Vorgängers Helmut Kohl. Man darf gespannt sein, ob sie aus dieser Nummer wieder herausfindet. […] Diese Flüchtlingskrise wird erst enden, wenn Deutschland sein großzügiges Angebot an die Armen dieser Welt wieder zurücknimmt.

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.leitartikel-zur-fluechtlingskrise-liebe-deinen-uebernaechsten.ef6e2003-3a3e-466a-bed8-d601ebf88cb6.html

  6. Bragalou Says:

    Stichwort
    Zekeriya Altuğ (DÍTÍB)

    __________

    Merkel bejubeln, an Mohammed glauben: Wie viel Islam gehört zu Deutschland?

    hartaberfair
    mit Frank Plasberg

    Sendung am 28.09.2015

    Viele der Flüchtlinge, die bei uns Sicherheit und Freiheit suchen, sind Muslime. Wächst mit ihrer Zahl auch der Einfluss des Islam in Deutschland? Und wie vertragen sich Grundgesetz und Koran? |

    Gäste

    Hamed Abdel-Samad

    Zekeriya Altuğ (DÍTÍB)

    Sylvia Löhrmann, B‘90/Grüne

    Jens Spahn, CDU

    Dietmar Ossenberg

    http://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/videos/videomerkelbejubelnanmohammedglaubenwievielislamgehoertzudeutschland102.html

    „hart aber fair“
    am Montag, 28. September 2015, 21.00 Uhr, live aus Köln

    Moderation: Frank Plasberg

    Das Thema:
    Merkel bejubeln, an Mohammed glauben: Wie viel Islam gehört zu Deutschland?

    Die Gäste:

    Hamed Abdel-Samad (deutsch-ägyptischer Politikwissenschaftler, Buchautor „Mohamed. Eine Abrechnung“)

    Zekeriya Altuğ (Vorstandsmitglied DÍTÍB NRW; Mitglied der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion)

    Jens Spahn (CDU, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen; Mitglied in Bundesvorstand und Präsidium)

    Sylvia Löhrmann (B‘90/Grüne, NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung, stellv. NRW-Ministerpräsidentin)

    Dietmar Ossenberg (langjähriger ZDF-Studioleiter in Kairo; berichtete mehr als 13 Jahre aus dem arabischen Raum)

    Viele der Flüchtlinge, die bei uns Sicherheit und Freiheit suchen, sind Muslime. Wächst mit ihrer Zahl auch der Einfluss des Islam in Deutschland? Und wie vertragen sich Grundgesetz und Koran?

    http://programm.daserste.de/pages/meldungen/detail.aspx?id=A5A8CAF44FC9EC19

  7. Bragalou Says:

    Stichwort
    Zekeriya Altuğ (DÍTÍB)

    __________

    Merkel bejubeln, an Mohammed glauben: Wie viel Islam gehört zu Deutschland?

    hartaberfair
    mit Frank Plasberg

    Sendung am 28.09.2015

    __________

    DER SPIEGEL, 29.09.2015

    Islam-Talk bei „Hart aber fair“: Gesucht: Beipackzettel für die Bundesrepublik

    Von Peter Maxwill

    Die Sache mit der Gebrauchsanweisung hatte Hamed Abdel-Samad als Erster in die Runde geworfen. Eine Art Bedienungsanleitung für Deutschland habe er sich gewünscht, als er mit 23 Jahren aus Ägypten in die Bundesrepublik kam. Bis dahin, so erzählte es der Islamkritiker bei „Hart aber fair“, habe er im Grunde nur den Koran gekannt, den er inzwischen mitsamt der daran hängenden Weltreligion verachte.

    Das „komplizierte Gerät Deutschland“ funktioniert in Abdel-Samads Logik folglich ausschließlich mit der Anleitung namens Grundgesetz, und diesen Konflikt erhob Moderator Frank Plasberg zum Angelpunkt seiner Sendung: Koran und Verfassung – geht das eigentlich zusammen?

    […] Aber zum Glück war ja noch Abdel-Samad da.

    Der erfüllte die ihm zugedachte Aufgabe als Provokateur vorzüglich. Der umstrittene Islamkritiker hielt die umstrittenen Thesen seines umstrittenen Buches nicht zurück, etwa die von der „Arbeitsteilung“: Die „radikalen Kräfte“ des Islam töten demnach vermeintlich Ungläubige, die gemäßigten hingegen „polieren das Bild des Islam auf“. Dass wegen der Ankunft Zehntausender muslimischer Flüchtlinge die Angst vor dieser Religion derzeit wachse, habe daher gute Gründe: „Das sind Vorteile und keine Vorurteile“, sagt Abdel-Samad. Und: „Der authentische Islam ist derzeit in Syrien, im Irak und bei Boko Haram zu sehen.“

    Solche Provokationen galten vor allem Zekeriya Altuğ vom türkischen Moschee-Dachverband DÍTÍB […]

    NRW-Wissenschaftsministerin und Grünen-Politikerin Sylvia Löhrmann insistierte zwar, das Grundgesetz sei kein „Beipackzettel“, fiel ansonsten aber primär durch freundliche Scherzchen auf. […]

    Und so kam die Debatte schließlich dort an, wo sie schon so häufig war. Denn nach dem „Beipackzettel für die Bundesrepublik“, so fasste es schließlich Moderator Plasberg zusammen, werde schon seit einigen Jahren gesucht – bislang allerdings unter anderem Namen: Leitkultur.

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/hart-aber-fair-plasberg-talk-zu-islam-terrorismus-und-religion-a-1055105.html

  8. Jacques Auvergne Says:

    Diese auch im Islam mit der Frau gleichberechtigte Frau

    Unangemessen schöne Worte sollen noch ein Weilchen verdecken, dass sich das deutsche Recht auflöst und Koran und Sunna angleicht, wenn es um „die unveräußerlichen Rechte des Individuums“ (Joachim Gauck) auch auf religiöses genitales Verstümmeltsein geht oder auf ein islamisches Kopftuch für das Mädchen oder die Frau ab der Pubertät. Zur Rede des Bundespräsidenten anlässlich des Festaktes zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit. Eine Stichelei von Jacques Auvergne.

    Joachim Gauck schweigt zum grundrechtswidrigen Erlaubnisparagraphen der Jungenbeschneidungs (männliche Genitalverstümmelung) und donnert:

    „Hier ist die Würde des Menschen unantastbar.“

    Aha? Wer hierzulande („hier“) jetzt noch etwas gegen § 1631d BGB sagt, begeht der aus Gauckscher Weltanschauung denn etwa keinen schlimmen Angriff gegen die Gaucksche „Würde“?

    Mit der Literalität von Koran und Sunna ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht zu machen und gerade diese Wortwörtlichkeit ist Basis des bekennenden Islamischen Religionsunterrichts (IRU). Gauck müsste daher eigentlich etwas gegen Koran und Sunna sagen und fordert in der Tat „Gleichberechtigung“. Deutschland vor der Scharia gerettet?

    Leider nicht. Gauck am 3. Oktober 2015:

    „Gerade weil in Deutschland unterschiedliche Kulturen, Religionen und Lebensstile zuhause sind, gerade weil Deutschland immer mehr ein Land der Verschiedenen wird, braucht es die Rückbindung aller an unumstößliche Werte. Einen Kodex, der allgemein als gültig akzeptiert ist. […]

    Unsere Werte stehen nicht zur Disposition! Sie sind es, die uns verbinden und verbinden sollen, hier in unserem Land. Hier ist die Würde des Menschen unantastbar. Hier hindern religiöse Bindungen und Prägungen die Menschen nicht daran, die Gesetze des säkularen Staates zu befolgen. Hier werden Errungenschaften wie die Gleichberechtigung der Frau oder homosexueller Menschen nicht in Frage gestellt und die unveräußerlichen Rechte des Individuums nicht durch Kollektivnormen eingeschränkt – nicht die der Familie, nicht der Volksgruppe, nicht der Religionsgemeinschaft. Toleranz für Intoleranz wird es bei uns nicht geben. Und außerdem gibt es in unserem Land politische Grundentscheidungen, die ebenfalls unumstößlich sind. Dazu zählt unsere entschiedene Absage gegen jede Form von Antisemitismus und unser Bekenntnis zum Existenzrecht von Israel.“

    Soweit für jetzt unser Bundespräsident.

    Genau eine Woche eher, zum Auftakt der 40. Interkulturellen Woche, hatte Gauck die Bundesrepublik ein: „Land des Rechts und der Freiheit, der Menschenrechte und der Gleichberechtigung der Geschlechter“ genannt, Geschlechter sagte der Präsident, meinte also doch wohl Mann und Frau, den Mann lässt er sieben Tage später weg, wie wir gleich sehen werden. Bei Aussagen wie „das Land der Freiheit und der Menschenrechte“ wird es jedem mulmig, der weiß, dass es die zeitlose Scharia, die schariakonforme OIC und ihre Kairoer Erklärung gibt, die 1990 festgestellten Menschenrechte im Islam. Warum nur sagte Gauck am 27.09.2015 nicht: allgemeine Menschenrechte? Zurück zum Tag der Deutschen Einheit.

    Scheich und Ayatollah sauer, hat sich Gauck am 3. Oktober schariawidrig geäußert? Aber nein, das versteht sich doch, über den Islam nur Gutes oder gar nichts. Das präsidiale Credo vom Nationalfeiertag lautet denn auch nicht, wie eigentlich durch AEMR und GG geboten: „die Gleichberechtigung von Mann und Frau“, sondern lediglich:

    „die Gleichberechtigung der Frau“.

    Da werde ich doch mal spitzfindig.

    Eine Frau also beschließt, irgendwie freiwillig, die vom Himmel ihrem Ehegatten nun einmal nicht auferlegte religiöse Pflicht zu erfüllen und einen Schleier zu tragen oder im Schlafgemach seine islamisch angeheiratete Zweitfrau zu dulden. Ein klarer Fall von: „die Gleichberechtigung der Frau“, denn sie könnte sich ja anders entscheiden, Herr Gauck?

    In die präsidiale Frauengleichberechtigung ist der Hidchab integriert, jedenfalls der optionale Hidschab. Sozusagen der regierungsseitige Möglichkeitsschleier, wobei das Bundesverfassungsgericht bekunden darf, dass die DITIB über den Hidschab nicht diskutiert. Die Gaucksche Frau-an-Sich muss ja keinen Hidschab tragen? Doch, im Islam muss sie sehr wohl und Herr Gauck weiß das und schweigt. Ehe für alle, überschlug sich Deutschland in diesem Sommer – auch Kindbraut und Polygamie, Herr Gauck?

    Eine andere Frau ist, nein: viele andere Frauen bereits sind großfamilienweise oder bereits straßenzugweise nur noch … mit der Frau gleichberechtigt. Diese auch im Islam mit der Frau gleichberechtigte Frau: ist auch das ein klarer Fall von: „die Gleichberechtigung der Frau“, Herr Gauck?

    Allerdings, in der Scharia hat die Muslima dasselbe Recht … wie die Muslima: „die Gleichberechtigung der Frau“. Alles geht, das war knapp, aufatmen bei den Postmodernen, die Multikultur ist gerettet.

    Der zu erschließende Gaucksche Mann kann anders leben als die Frau, mehr Rechte haben jedenfalls nutzen als diese, er muss es aber nicht, er muss es nur können und seine Ehefrau muss auf einen Teil ihrer Rechte jedenfalls Möglichkeiten verzichten können, sofern beide das freiwillig tun. Irgendwie freiwillig jedenfalls und bei DITIB ist die religiös zum Hidschab verpflichtete Frau neun Jahre alt: „ab Eintritt der Pubertät“ (1 BvR 471/10).

    Auch als Lehrerin kann in der Bundesrepublik Deutschland jede Frau seit dem (ausgerechnet) 27.01.2015 ihre islamische Bedeckung tragen. Präsident Gauck schweigt dazu, sprich er ist mit der Welt, jedenfalls mit sich selbst, völlig zufrieden. Mit uns Kritikern des Lehrerinnenkopftuchs und überhaupt des Kopftuchs ist der bunte Präsident allerdings gar nicht zufrieden.

    Jede Frau kann seit dem 12.12.2012 ihren Sohn am Genital beschneiden lassen (genitalverstümmeln lassen) und, so ist zu fürchten, sehr bald auch ihre Tochter. Der schafiitische Islam verlangt diese FGM und der hanbalitische vielleicht auch.

    Die eine bunte deutsche Frau also ist Beschneidungsgegnerin oder vielmehr Noch-nicht-Beschneiderin, die andere bunte deutsche Frau eine gottesfürchtige Beschneidungpraktikerin – Gauck: „die Gleichberechtigung der Frau“.

    Die Frau bzw. ihr Wali (Vormund und Verwalter) muss das Kind ja vielleicht nicht beschneiden lassen – doch, im Islam schon und Herr Gauck weiß das und schweigt. Die weibliche Beschneidung (weibliche Genitalverstümmelung, FGM) kann kommen.

    Die Scharia hat sich seit 1400 Jahren nicht verändert und gewinnt auch auf deutscher Erde mehr und mehr an ihrer im Wesen (Hans-Gert Pöttering; Horst Köhler: „im Kern“) gewalttätigen Zielrichtung und Praxis. Allerdings sprachen Pöttering (2008) wie Köhler (2010) allen Ernstes über die: „im Kern friedliche Religion“. Den alten besinnlichen Taoismus oder neuen witzigen Pastafarianismus meinten sie nicht.

    Nur soviel für heute zum elften deutschen Bundespräsidenten. In einem Jahr wird er uns dasselbe Trauerspiel bieten und, ausdrücklich, für Islamkritiker oder Ex-Muslime oder explizit gegen die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit des Islamischen Rechts kein Wort sagen.

    Bis zum 3. Oktober 2016 wird vielmehr die FGM da sein und Joachim Gauck wird uns wieder etwas erzählen darüber, dass sich schließlich in ganz Europa „die Zusammensetzung von Bevölkerungen in kurzer Zeit erheblich verändert“ habe sowie über „ein inneres Band zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen“.

    Jacques Auvergne

    Q u e l l e n

    Festakt zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit
    Frankfurt/Main, 3. Oktober 2015

    http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Reden/2015/10/151003-Festakt-Deutsche-Einheit.html

    Auftakt der 40. Interkulturellen Woche
    Mainz, 27. September 2015

    http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Reden/2015/09/150927-Interkulturelle-Woche-Mainz.html

  9. Jacques Auvergne Says:

    „Gesetze sollen Frieden in Gesellschaften sichern. Das gilt für die Scharia genauso, wie für Gesetze im Westen. Und so wie die Scharia die Grundlage allen Rechts nach islamischem Verständnis ist, so ist das deutsche Grundgesetz die Quelle unserer Rechtsordnung.“

    (n-tv Moderator Constantin Schreiber; Sendung Marhaba, zweite Folge: Das Grundgesetz und die Scharia)
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    Marhaba – Ankommen in Deutschland. Arabisch mit deutschen Untertiteln

    Marhaba, Teil 2

    Das Grundgesetz und die Scharia

    http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/spezial/marhaba_ankommen_in_deutschland/Marhaba-Teil-2-Das-Grundgesetz-und-die-Scharia-article16063971.html

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    Freiheit als Frau

    In der dritten Folge von „Marhaba“ erzählt eine junge Ägypterin, wie Männer und Frauen in Deutschland zusammenleben und was Freiheit für sie bedeutet.

    http://www.n-tv.de/marhaba/Freiheit-als-Frau-article16108706.html

    „Koran-Witze muss man aushalten“

    http://www.n-tv.de/marhaba/Koran-Witze-muss-man-aushalten-article16060581.html

    „Meiste Muslime verurteilen die Anschläge“

    http://www.n-tv.de/marhaba/Meiste-Muslime-verurteilen-die-Anschlaege-article16398831.html

    Die Rolle der Religion

    http://www.n-tv.de/marhaba/Die-Rolle-der-Religion-article16249761.html

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    Marhaba – Ankommen in Deutschland

    http://www.n-tv.de/marhaba/

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    Marhaba, Teil 2: Das Grundgesetz und die Scharia

    1. Was bedeutet „Scharia“?

    Scharia bedeutet im Arabischen so viel wie „der Pfad, der zum Heil führt“. Scharia ist der Oberbegriff für das [totalitäre] islamische Rechtssystem und keine fixierte Gesetzessammlung [ – sondern Schöpfungsordnung und einzig sittliche Normativität]. Wenn also jemand für oder gegen die „Einführung der Scharia“ ist, ist zunächst einmal nicht klar, was er oder sie damit meint [ – nämlich wieviel Taqiyya er gerade macht.].

    2. Wer bestimmt, was die Scharia bedeutet? [Allah und sein Sprecher Mohammed selbstverständlich. Nachfolgend die Ulama. Im Übrigen hat Imam al-Ghazali alles Notwendige aufgeschrieben. Der nächstbeste Scheich deiner Rechtsschule sagt dir mehr. Für die Frau (neun Jahre alt) bestimmt erst ihr Vater, später ihr Ehemann.]

    Über die genaue Auslegung sind sich islamische Rechtsexperten bis heute nicht einig. Aus diesem Grund gibt es unzählige solcher Rechtsexperten. […]

    3. Woher hat die Scharia ihre Regeln und wie kommen sie zum Tragen?

    Die Scharia fußt auf auslegungsbedürftigen Regeln, die im Koran und in der Sunna formuliert sind. Die Sunna ist die Gesamtheit der überlieferten Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad, welche als vorbildhaft gelten. Auf Basis der Grundregeln der Scharia können Gesetze abgeleitet werden. Das geschieht auch in manchen islamischen Staaten. Insofern war es vollkommen richtig, dass n-tv Moderator Constantin Schreiber in der zweiten Folge seiner Reihe „Marhaba“ folgende Parallele zog: „Gesetze sollen Frieden in Gesellschaften sichern. Das gilt für die Scharia genauso, wie für Gesetze im Westen. Und so wie die Scharia die Grundlage allen Rechts nach islamischem Verständnis ist, so ist das deutsche Grundgesetz die Quelle unserer Rechtsordnung.“

    4. Was ist in der Scharia geregelt?

    Es geht in der Scharia [um die Sicherung des Gnadenstandes mit Allah im Diesseits und im Jenseits um die Erlangung ewiger Nähe zu ihm], grob gesagt, um das gesellschaftliche Zusammenleben, religiöse Riten und Familienangelegenheiten (Ehe, Scheidung, Erbe), am Rande auch um die Wirtschaft (Zinsverbot). Die Körperstrafen, mit denen Scharia von vielen Laien assoziiert wird, sind dabei der kleinste Teil [wenn auch gar kein so unwichtiger].

    Umstritten ist auch, was mit Dschihad gemeint ist. Selbstmordattentate etwa sind von wichtigen islamischen Theologen verurteilt worden. Das (wörtliche) Bemühen um die eigene Religion gehört zudem nicht zu den Pflichten, sondern zu den empfohlenen Handlungen.

    Eine staatliche Autorität ist nicht vorgesehen. […]

    5. Ist die Scharia besonders unfreundlich gegenüber Frauen? [was heißt unfreundlich, sie entwürdigt die Frau.]

    Viele Wissenschaftler sehen keinen zwingenden Widerspruch zwischen Frauenrechten und islamischem Recht. Die Grenze zu tradierten patriarchalen Vorstellungen, die nicht vorrangig etwas mit der Religion zu tun haben, sind fließend. So sind etwa die in Deutschland häufig diskutierten sogenannten „Ehrenmorde“ nicht auf eine Scharia-Regel zurückzuführen, sondern auf archaischen Vorstellungen von Familienehre.

    Das relativiert natürlich keinen der geschehenen Morde, kein Unrecht und keine Diskriminierung gegen Frauen. Es zeigt aber, dass die Warnung vor einer „Scharia in Deutschland“ hier nicht zieht.

    6. Ist die Scharia in allen islamischen Staaten Gesetz? [Was für Staaten? Allah denkt global.]

    Wie schon beschrieben, ist die Scharia kein Gesetz, sondern ein loses Regelwerk. […]

    Ist die Scharia ein rein „göttliches Recht“?

    Die Scharia fußt auf dem Koran und der Sunna und gilt frommen Muslimen damit zunächst einmal in der Tat als göttliches Recht [das menschliche Verstehen übersteigend, anzuwenden als Fiqh, menschengemachte Gesetze führen ins ewige Feuer]. Die Beschäftigung oder Wissenschaft mit der Scharia heißt auf Arabisch fiqh. Das bedeutet so viel wie „das Verstehen“. Wie die Islamwissenschaftlerin [nun, die Islamverharmloserin] Gudrun Krämer schreibt, ist das „ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich hier um eine von Menschen erbrachte Verstandesleistung handelt“. […]

    Zweifelsohne gibt es viel Leid und Unrecht, das im Namen angeblichen islamischen Rechts anderen Muslimen angetan wird [oder auch im Namen der authentischen Scharia]. Und ja, das hat mit bestimmten Auslegungen des islamischen Rechtssystems zu tun [vor allem mit dem authentisch islamischen Auslegen und Anwenden]. Es hat aber ebensoviel mit autoritären Regimen [welcher Staat ist gemeint? Vielleicht ja der große oder der kleine Satan?] und patriarchalischen Traditionen zu tun.

    [Dieser Text basiert an vielen Stellen auf Aussagen in dem Buch „Demokratie und Islam“ von Gudrun Krämer (Sommer 2011).]

    (Aus: Nora Schareika: Reizwort und Drohkulisse. Scharia ist nicht nur „Kopf ab“ [nicht nur, manchmal doch! Anm.], ntv, 27.09.2015)

    http://www.n-tv.de/politik/Scharia-ist-nicht-nur-Kopf-ab-article16448061.html

    ___p://en.storyclash.com/Reizwort-und-Drohkulisse-Scharia-ist-nicht-nur-Kopf-ab-6724639

  10. Jacques Auvergne Says:

    [Ahmad al-Tayyeb gegenüber Islamschönfärber Markus Dröge.]

    „to revive the long-standing bond between the two faiths“

    [… wie im Vertrag von Medina vorgegeben. Der Islamstaat des Propheten in Medina erlebe sein (letztlich globales) Revival.]

    „the need for developing friendly ties between Muslim scholars and Christian clerics prior to promoting peace between the East and the West.“

    [Die Universalität der Menschenrechte sowie den nur global zu denkenden Anspruch von Wissenschaftlichkeit mit dem tolerant daherkommenden Gerede von „East and West“ kaputtmachen, darum gibg es schon Ali Schariati. Im „Osten“ liegt Dar al-Islam und haben die allgemeinen Menschenrechte keinen Platz, im „Westen“ müssen die Schariapflichtigen aus der AEMR aussteigen dürfen. Solange Islamkritik erlaubt und solange Zweitfrau, Talaq, Kindbraut, FGM usw. noch nicht erlaubt sind, heißt die Devise: Immer noch mehr mehr Dialogveranstaltungen, mehr Islamkonferenzen, mehr Staatsverträge, denn … „peace between the East and the West“.]

    http://www.azhar.eg/en/details/the-grand-imam-meets-with-the-bishop-of-the-episcopal-church-of-berlin

    Bischof Dröge warnt vor wachsender Islam-Feindlichkeit

    Berlin (epd). Vor dem Hintergrund der Terroranschläge in Paris hat der Berliner Landesbischof Markus Dröge vor einer wachsenden Islam-Feindlichkeit gewarnt. „Wir müssen deutlich unterscheiden zwischen dem gewalttätigen Islamismus, der den Islam für seine Zwecke missbraucht und der großen Überzahl der Muslime, die friedlich als Deutsche unter uns leben und klar zu unserem Gesellschaftssystem stehen“, schreibt Dröge in seiner regelmäßigen Kolumne in der Berliner Tagszeitung „B.Z.“ (Donnerstagsausgabe). Wer nach den Anschlägen „Angst vor dem Islam“ schüre und Abgrenzung fordere, „arbeitet den islamistischen Terroristen in die Hände“. […]

    Echte Verwurzelung im Glauben führe dagegen zum Frieden und zur Überwindung von Spaltungen.

    [Vielleicht meint Markus Dröge das ja so: Wenn erst einmal überall die Scharia herrscht und jede Kritik an einer Lebensführung und Gesellschaftsgestaltung nach Koran und Sunna unterdrückt wird, dann gibt es endlich weniger „Spaltungen“.]

    http://www.epd.de/landesdienst/landesdienst-ost/schwerpunktartikel/bischof-dr%C3%B6ge-warnt-vor-wachsender-islam-feindlichk

    epd 01.06.2012

    Bischof Dröge sieht Perspektive für Islam in Deutschland.

    Der Berliner evangelische Bischof Markus Dröge sieht eine Perspektive für den Islam […]

    [Zur Menschenfeindlichkeit und insbesondere Frauenfeindlichkeit des Islamischen Rechts (Scharia, Fiqh) sagt Markus Dröge nichts.]

    http://www.evangelisch.de/inhalte/3085/01-06-2012/bischof-droege-sieht-perspektive-fuer-islam-deutschland

    [Markus Dröge freut sich über Theorie und Praxis des Hidschab.]

    Kopftuch-Beschluss: Bischof Dröge erwartet auch Folgen für Kirchen

    27.03.2015

    Religion: Keine Privatsache, sondern Teil der Öffentlichkeit

    24. März 2015. Berlin (epd). Der Berliner Bischof Markus Dröge erwartet durch den neuerlichen Kopftuch-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts auch Auswirkungen auf das Zeigen christlicher Symbole in öffentlichen Einrichtungen. „Die neue Regelung dürfte zur Folge haben, dass die Länder die Neutralitätspflicht in ihren Gesetzen lockern und diese religionsfreundlicher gestalten“, schreibt der evangelische Theologe in einem Gastbeitrag für die am Donnerstag erscheinende Wochenzeitung „Die Kirche“ (Ausgabe vom 29. März). Das müsse auch für christliche und jüdische Symbole gelten.

    Dröge begrüßte das Urteil, weil es in seinen Augen deutlich macht, „dass Religion keine Privatsache, sondern Teil der Öffentlichkeit ist“.

    https://www.ekbo.de/denken/themen/detail/nachricht/kopftuch-beschluss-bischof-droege-erwartet-auch-folgen-fuer-kirchen.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1011&cHash=ab5e21109f2f82e5cd1f363dd5766b21

    [Auch Markus Dröge kann wissen: Der schafiitische Fiqh verlangt zwingend die Beschneidung aller Jungen und Mädchen.]

    FR 14.07.2012 Gastbeitrag von Markus Dröge

    Es geht um die Freiheit zum Glauben

    […] Navid Kermani sieht im Kölner Urteil einen Ausdruck von Vulgärrationalismus. Zu Recht. Mit einem vordergründig rationalen Ansatz, der sich selbst als absolut setzt, werden andere Rationalitäten respektlos behandelt. Der Vulgärrationalismus liebt zurzeit die Religionskritik. Dadurch gerät unsere Gesellschaft in eine schizophrene Situation. Einerseits wird nach orientierenden Werten gerufen, andererseits wird der Blick auf den Orientierungswert religiöser Traditionen verstellt. Kermani warnt: Vom Vulgärrationalismus ist der Weg nicht weit zum Biologismus. Die Warnung muss noch weitergehen: Vom Biologismus ist der Weg nicht weit zu totalitären Denkmustern. […]

    [Zum Totalitarismus der Scharia sagt Markus Dröge nichts.]

    http://www.fr-online.de/meinung/gastbeitrag-es-geht-um-die-freiheit-zum-glauben,1472602,16617064.html

    Evangelische Kirche Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz

    16.03.2016

    Bischof Dröge spricht mit Groß-Imam aus Kairo

    „Friedenspotential der Religionen stärken“

    Berlin, 16. März 2016 – Bischof Dr. Markus Dröge hat sich am Dienstag, 15. März 2016, in Berlin mit dem Groß-Imam der Al-Azhar-Universität in Kairo, Scheich Ahmad Mohammad al-Tayyeb, getroffen. Inhalt des Gesprächs war die Situation der Christen in Ägypten, das interreligiöse Gespräch in Berlin und das Friedens- und Versöhnungszeugnis der Religionen. Weitere Themen waren das Religionsverfassungsrecht in Deutschland und das interreligiöse Projekt „House of One“, das am Petriplatz in Berlin-Mitte entstehen soll.

    Bischof Dröge machte im Gespräch deutlich, dass es in Deutschland möglich ist, sich für den Dialog der Religionen einzusetzen. Angesichts des weltweiten Missbrauchs der Religion als Begründung für Gewalt und Terrorismus, sei es allerdings dringend notwendig, die Friedenskraft der Religionen im Dialog zu stärken. Er begrüßte ausdrücklich das Ziel des Deutschlandbesuchs von Scheich al-Tayyeb, die Friedenspotentiale der Religionen zu stärken. Bischof Dröge: „Wenn die Religionen sich wieder auf ihren theologischen Kern besinnen, können sie Wesentliches für Frieden und Versöhnung beitragen.“ Bischof Dröge brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, auf dem Friedensgebet von Assisi in Italien vom 18.-20. September 2016 wieder Vertreter der Al-Azhar-Universität zu treffen.

    Der Groß-Imam Dr. Ahmad Mohammad al-Tayyeb, Scheich von Al-Azhar, ist eine der höchsten Autoritäten der sunnitischen Muslime. Er hält sich in dieser Woche in Deutschland auf.

    http://www.ekd.de/aktuell_presse/pm_2016_03_16_51_ekiba_seelsorgekampagne.html

  11. Bragalou Says:

    Nach den Anschlägen von Brüssel am vergangenen Dienstag fordern Religionsvertreter eine offene und differenzierte Debatte über den Islam. Besonders gelte es, Religion und Terrorismus nicht zu vermischen. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, sagte am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin, es sei nicht zielführend, nach jedem Terroranschlag „monokausal in der Religion die Begründung suchen“.

    […] Die Attentäter seien keine religiösen Menschen gewesen […] „Terror ist eine Todsünde im Islam, Terror ist Gotteslästerung“, betonte der Zentralrats-Vorsitzende. Die Diskussionen, die seit dem 11. September 2001 gleichförmig verliefen, hätten „in die Sackgasse“ geführt. Es brauche nun einen Paradigmenwechsel; beispielsweise müsse mehr über soziale Ursachen für Terrorismus gesprochen werden.

    Auch gelte es selbstkritisch zu fragen, ob nicht ebendiese Diskussionen „letztendlich zu mehr Terror führen“. […]

    (gho/KNA, in: katholisch, 29.03.2016)

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/terror-ist-gotteslasterung

  12. Bragalou Says:

    Beatrix von Storch
    17 Std. · [ 23.05.2015 ]

    Die Scharia darf niemals zu Deutschland gehören

    Nicht der individuelle, persönliche Glaube der Muslime ist das Problem, sondern der politische Islam als Herrschaftssystem. Dieses Herrschaftssystem basiert immer auf der Scharia. Die Scharia dominiert in allen muslimischen Ländern das Verfassungs- und Rechtssystem. Die Scharia „in der Diaspora“ schafft immer einen Staat im Staate und ist mit dem Grundgesetz und den Regeln eines Rechtstaates unvereinbar. Sie ist eine religiöse Parallel-Justiz, die darauf zielt, den Rechtsstaat zu unterlaufen. Frauen werden entmündigt und Nicht-Muslime zu Menschen zweiter Klasse erklärt. Der Religionswechsel wird schariarechtlich sogar mit dem Tode bedroht. Das kann und darf der moderne Rechts- und Verfassungsstaat nicht hinnehmen.

    Die Anwendung der Scharia, die Gründung und Anrufung von Scharia-Gerichten muss unter Strafe gestellt werden. Der Verstoß gegen dieses Verbot muss auch aufenthaltsrechtliche Konsequenzen haben. Organisationen und Netzwerke, die die Anwendung des Scharia-Rechts in Deutschland fordern und fördern, müssen vom Verfassungsschutz überwacht und als verfassungsfeindlich verboten werden.

    Muslimische Verbände und Personen, die sich nicht klar von der Scharia distanzieren, haben in öffentlichen Institutionen und im öffentlichen Dienst keinen Platz.

    Solange die Islamverbände sich nicht klar und eindeutig von den rechtsrelevanten Teilen der Scharia distanzieren und aktiv bei ihrer Bekämpfung kooperieren, sind sie für den Staat und die Politik in Deutschland kein legitimer Ansprechpartner. Wer sich nicht deutlich von der Scharia distanziert, der gehört nicht zu Deutschland.

    __
    __

    DIE WELT
    16.05.2016

    Von Storch fordert Distanz der Islam-Verbände zur Scharia

    Parteivize von Storch verlangt von Muslimen die Komplett-Absage ans islamische Gesetz – auch für den Fall, dass die „in Deutschland das Sagen hätten“. Ein Treffen mit dem Front National lehnt sie ab.

    Von Matthias Kamann
    Politikredakteur

    […]

    Beatrix von Storch: Die Frage macht das Grundproblem gut erkennbar: Es wird als Hass ausgelegt, dass wir uns kritisch mit dem Islam auseinandersetzen und sagen, dass er nicht zu Deutschland gehört, weil er in den meisten Auslegungen einen politischen Herrschaftsanspruch hat, den wir einer Religionsgemeinschaft nicht zuerkennen. Das ist kein „Hass auf Muslime“.

    Die Welt: Wo zeigt der Zentralrat der Muslime einen politischen Herrschaftsanspruch?

    von Storch: Beispielsweise stellen sich die Islam-Verbände nicht deutlich gegen die rechtsrelevanten Teile der Scharia als weltliches Gesetz, sowohl im Strafrecht als auch im Zivilrecht, etwa bei den Regeln für Ehescheidungen oder der Rolle der Frau.

    Die Welt: Der Zentralrat stellt das Bürgerliche Gesetzbuch nicht infrage.

    von Storch: Die Islam-Verbände distanzieren sich aber nicht ausdrücklich von den zivilrechtlichen Aspekten der Scharia, und wir wollen von ihnen zum Beispiel hören, dass sie das deutsche Zivilrecht auch dann anerkennen würden, wenn sie in Deutschland das Sagen hätten.

    […]

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article155380977/Von-Storch-fordert-Distanz-der-Islam-Verbaende-zur-Scharia.html

  13. Jacques Auvergne Says:

    Knigge für professionelles Islamschönfärben?

    Medien-Service: Journalisten-Handbuch klärt über Islam auf

    (Ein neues Nachschlagewerk versammelt Fakten und Hintergründe zum Islam)

    von: Andrea Dernbach

    Ein Handbuch für Journalisten soll die Berichterstattung über Islam und Muslime verbessern helfen. […]

    Mediendienst Integration. Der Dienst wurde 2012 gegründet, um die Qualität der Berichterstattung zur Einwanderungsgesellschaft zu heben und Medien rasch mit solidem Wissen zu versorgen.

    Der Tagesspiegel, 01.11.2016

    http://www.tagesspiegel.de/medien/medien-service-journalisten-handbuch-klaert-ueber-islam-auf/14768144.html

    Mediendienst Integration ist ein Projekt des „Rats für Migration e.V.“ (RfM), einem bundesweiten Zusammenschluss von Migrationsforschern.

    Unter den Mitgliedern des Fachbeirats:

    Prof. Dr. Werner Schiffauer, Rat für Migration
    Andrea Dernbach, Der Tagesspiegel

    https://mediendienst-integration.de/ueber-uns.html

    RfM – Rat für Migration

    http://www.rat-fuer-migration.de/

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