409. Islambeschönigend gegen islamische FGM

An die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes, die am heutigen Tage die Unterschriften ihrer Petition gegen die indonesische Sunat Perempuan (FGM, weibliche Genitalverstümmelung nach Koran und Sunna) bei Indonesiens deutschem Botschafter Bowo eingereicht hat, schreibt eine einstige Vereinsangehörige. Mit Halbwissen und Islamverharmlosung lässt sich nicht erfolgreich gegen FGM kämpfen, weder in Indonesien noch in Deutschland. Der zum Menschenrechtstag 2014 geschriebene Gastbeitrag lässt sich auch hier in Kürze lesen.

9 Antworten to “409. Islambeschönigend gegen islamische FGM”

  1. Bragalou Says:

    Nach der Übergabe der Unterschriften haben wir mit der Leiterin der politischen Abteilung der indonesischen Botschaft Lefianna H. Ferdinandus und weiteren Botschaftsangestellten ausführlich diskutiert, da der Botschafter terminlich verhindert war. Der Bedarf einer Aufklärungskampagne in Indonesien wurde zwar bestätigt, auch plant die Regierung eine landesweite Studie doch ein Gesetz gegen weibliche Genitalverstümmelung halten sie nicht für notwendig. Die Überzeugung, dass jede Form von weiblicher Genitalverstümmelung eine Menschenrechtsverletzung darstellt wurde nicht geteilt.

    [Wie leider zu erwarten Fehlanzeige, das Netz bleibt leer: Botschaftsrätin Lefianna Hartati Ferdinandus hat zu sunat perempuan, khatan wanita, khitan wanita, FGM oder Female genital mutilation nichts gesagt, gar nichts, noch nie.]

    http://frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/unser-engagement/aktivitaeten/6-februar/unterschriftenaktion-fgm

    Vor sechseinhalb Jahren (2008) arbeitete Ferdinandus für Indonesien in der Botschaft in Singapur

    Lefianna Ferdinandus, First Secretary, Embassy of Indonesia, Singapore

    http://www.docstoc.com/docs/40765205/7th-Workshop-on-the-ASEAN-Human-Rights-Mechanism

    Joint Development: A Possible Solution to the Spratly Islands Dispute

    von: Lefianna Hartati Ferdinandus, William T. Burke (1996)

    http://books.google.de/books/about/Joint_Development.html?id=KV3HtgAACAAJ&redir_esc=y

    Duta Besar RI untuk Jerman Dr. Ing. H. Fauzi Bowo yang adalah mantan Gubernur DKI Jakarta, menyerahkan surat-surat kepercayaan kepada Presiden Republik Federal Jerman, Joachim Gauck, di Istana Bellevue, Berlin, Jerman, Rabu. …

    Dubes Fauzi Bowo didampingi Wakil Kepala Perwakilan RI Berlin Dr. Siswo Pramono, Koordinator Fungsi Ekonomi Kusuma Pradopo, Koordinator Fungsi Politik Lefianna Hartati Ferdinandus, Koordinator Fungsi Pensosbud Ayodhia G. L. Kalake, Koordinator Fungsi Protkons Rachy Rachmat, serta Atase Pertahanan, Kol (Pnb.) Samsul Rizal.

    http://www.antaranews.com/berita/420209/dubes-fauzi-bowo-serahkan-surat-kepada-presiden-jerman


    vielleicht lesenswert:

    Ahmad Lutfi (Ahmad Lutfi Fathullah) über Die Islamjurisprudenz der weiblichen Beschneidung … sowie zu Bowo

    Fiqh Khitan Perempuan

    Fauzi Bowo

    http://www.jakarta.go.id/v2/dbbetawi/detail/53/Ahmad-Lurfi-Fathullah.DR.-KH.-LC-MA

    FIQH Khitan Perempuan

    Al-Mughni Press, Jakarta 2006

    Dalam penelitian kedokteran, khitan perempuan ternyata banyak yang menyalahi ketentuan-ketentuan medis dan ajaran Islam itu sendiri. Buku ini mencoba untuk menggali hokum khitan perempuan dalam pandangan Islam dengan melihat kembali dalil-dalil yang digunakan sebagai landasan hukumnya, serta pandangan ulama klasik dan kontemporer dalam permasalahan khitan perempuan

    http://library.wri.or.id/index.php?p=show_detail&id=543

    Katharina Kunze, TERRE DES FEMMES: „Wir freuen uns, dass eine Vertreterin der Botschaft Indonesiens in Berlin die Unterschriften entgegennimmt und zum Gespräch bereit ist. Wir fordern die indonesische Regierung auf, internationale Verträge zum Schutz von Kinder- und Frauenrechten einzuhalten, diese in eigene Gesetze umzusetzen und Aufklärungskampagnen in der Bevölkerung durchzuführen. Trotz Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention durch Indonesien werden Millionen Mädchen dort genitalverstümmelt [sunat perempuan, islamische Beschneidung nach Koran und Sunna ist den Schariagehorsamen keine mutilasi, keine Verstümmelung, insofern, sagen sie, auch keine FGM] – auch wenn der Botschafter Indonesiens Dr. Ing. Fauzi Bowo dies bezweifelt [genauer Wortlaut des Botschafters bitte, gerne auch auf Indonesisch oder Englisch]. Genitalverstümmelung wird keinesfalls nur bei traditionellen religiösen Minderheiten praktiziert, wie Herr Bowo meint [wieder kein Beleg für Bowos angebliche Aussage. Ohne genaues Zitat geht es nicht. Man braucht auch endlich eine Aussage zur schafiitischen Mädchenbeschneidungspflicht sowie gegen jede FGM von einem Spitzenpolitiker wie Joko Widodo genannt Jokowi, nicht vom Botschafter im fernen Deutschland].“

    http://frauenrechte.de/online/index.php/presse/aktuelle-pressemitteilungen/1679-tag-der-menschenrechte-10-12-mehr-als-13-000-menschen-fordern-ein-ende-der-weiblichen-genitalverstuemmelung-in-indonesien-10-12-2014

  2. Bragalou Says:

    Terre des Femmes hat die Spuren verwischt, zur Stunde nur noch mit Mühe als Partikel per Suchmaschine im Netz zu lesen:
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    Gesundheitsministerium zieht Empfehlung zur Genitalverstümmelung zurück

    https://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/unser-engagement/aktivitaeten/6-februar/unterschriftenaktion-fgm

    Genitalverstümmelung und will keine neue Empfehlung veröffentlichen

    https://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/unser-engagement/aktivitaeten/6-februar/unterschriftenaktion-fgm

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    Die Kampagnenverantwortliche der Jahresaktion gegen FGM in Indonesien bei Zukunftsforum, wie leider gewohnt ohne eine Quelle zu nennen bzw. ihre Aussage zu belegen:

    02.09.2014 17:41 Katharina Kunze

    Abschaffung weiblicher Genitalverstümmelung (z.B. in Indonesien)

    (…)

    • 2014 starten TERRE DES FEMMES, Kalyanamitra und Watch Indonesia die Petition „Genitalverstümmelung in Indonesien – Schutz statt Verharmlosung“. Das Gesundheitsministerium reagiert, indem es die Empfehlung zurückzieht und erklärt, dass „FGM keinen gesundheitlichen Vorteil“ biete. Die Vereinten Nationen nehmen das Thema am 05.07.2014 in der Befragung Indonesiens zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention auf. Der Menschenrechtsrat der UN drängt Indonesien daraufhin zum Verbot von FGM.

    https://www.zukunftscharta.de/ecm-politik/zukunftscharta/de/mapconsultation/43941/single/proposal/235/back/grid;jsessionid=B6FD92212CBC42FE374AC5DDEEAF27F5.liveWorker2

  3. Bragalou Says:

    Altes Abbild wiederhergestellt:

    Genitalverstümmelung (FGM) in Indonesien – Schutz statt Verharmlosung

    (…)

    Erfolge und Fortschritte

    – Jakarta Post berichtete mehrfach über unsere Petition

    – Indonesisches Gesundheitsministerium zieht Empfehlung zur Genitalverstümmelung zurück

    – Deutsche Außen- und EntwicklungspolitikerInnen wurden informiert und sind interessiert

    – Bei der Befragung zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention wurde Indonesien ausführlich zu FGM befragt

    – UN Menschenrechtsrat drängt Indonesien zum Verbot von weiblicher Genitalverstümmelung

    – Indonesisches Gesundheitsministerium sieht „keinen gesundheitlichen Vorteil“ bei Genitalverstümmelung und will keine neue Empfehlung veröffentlichen

    – Wachsendes Bewusstsein dafür, dass weibliche Genitalverstümmelung nicht nur in Afrika verbreitet ist

    https://web.archive.org/web/20140911132240/https://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/unser-engagement/aktivitaeten/6-februar/unterschriftenaktion-fgm

  4. Machandelboom Says:

    Deutscher Bundestag
    Drucksache 18/3494
    04.12.2014

    Unterrichtung durch die Bundesregierung

    Elfter Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik

    C Menschenrechte weltweit
    C 1 Brennpunktthema: Weibliche Genitalverstümmelung

    (…) Die weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung und ist Ausdruck von Diskriminierung und Gewalt gegen das weibliche Geschlecht. Daher setzt sich die Bundesregierung innerhalb und außerhalb Deutschlands mit Nachdruck für die Beseitigung dieser Praxis ein.

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/034/1803494.pdf

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    A n m e r k u n g

    Nach der Istanbul Declaration, FGM-bezogener Schutz explizit (allenfalls) für Klitoris und Labien d. h. implizit Grünes Licht für (mindestens) jede FGM Typ Ia oder IV, seit den Aktivitäten der deutschen FGM-Lobbyistin Tatjana Hörnle als strafrechtliche Gutachterin auf dem 70. Deutschen Juristantag (Hannover 2014) und mit dem Duo Professor Karl-Peter Ringel / Ass. jur. Kathrin Meyer („Hier ist eine Änderung des § 1631d Abs. 1 BGB erforderlich, der auch die Beschneidung der weiblichen Vorhaut aufnimmt“) erkennen wir, dass die europaweite und zu diesem Zwecke zuerst wohl v. a. die deutsche Legalisierung mindestens der FGM Typ Ia und IV unmittelbar droht. Auch TERRE DES FEMMES, FGM-Fachreferentin Katharina Kunze, hat 2014 schlampig gearbeitet und zu den indonesienbezogenen angeblichen eigenen Erfolgen sowie zur Lage in Indonesien zusätzlich desinformierend berichtet.

    Jetzt ist darauf zu achten, dass kein europäischer bzw. v. a. deutscher Politiker die Einheit der WHO-Klassifikation zur weiblichen Genitalverstümmelung (female genital mutilation, FGM) aufbricht in einen nach wie vor verbotenen Teil und einen straffrei gestellten, der insbesondere, denn eigentlich geht es immer nur um den Islam, Eltern, wie durch Ringel / Meyer (s. u.) bereits gefordert, die religiöse FGM der sogenannten milden Sunna erlaubt.

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    “… ist die Klassifizierung der „milden Sunna“ als Kindeswohlgefährdung gerade zu absurd. … Hier ist eine Änderung des § 1631d Abs. 1 BGB erforderlich, der auch die Beschneidung der weiblichen Vorhaut aufnimmt, indem geschlechtsneutral von einer medizinisch nicht erforderlichen Vorhautbeschneidung des einwilligungsunfähigen Kindes gesprochen wird. Der elterlichen Einwilligung in die Klitorisvorhautbeschneidung kommt von Verfassungswegen – wegen des (religiösen) elterlichen Erziehungsrechts – eine rechtfertigende Wirkung zu. Eine Strafbarkeit der „milden Sunna“ muss bei Vorliegen einer Einwilligung der Eltern und der Einhaltung der entsprechenden Voraussetzungen, wie dem Arztvorbehalt und der Durchführung „nach den Regeln der ärztlichen Kunst“ etc., ausscheiden. Eine Strafbarkeit der „milden Sunna“ als „Verstümmelung weiblicher Genitalien“ i.S.v. § 226a StGB mit dem dort vorgesehenen Strafrahmen ist absolut unverhältnismäßig. Die Einordnung der „milden Sunna“ unter § 226a StGB ist auch mit Blick auf den Täterkreis nicht rechtfertigungsfähig.”

    aus:
    § 226a StGB – Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung

    Professor Karl-Peter Ringel, M.D. / Ph.D., FRSM
    Ass. jur. Kathrin Meyer

    Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Interdisziplinäres Zentrum Medizin-Ethik-Recht

    [ Seite 110 ]

    http://wcms.uzi.uni-halle.de/download.php?down=33910&elem=2767812

  5. Bragalou Says:

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    Malaysia 2009 und die Fatwa pro FGM

    [Gequirlte Logik des Beschneiden-ja-aber-nicht-zuviel: Allah will die Mädchenbeschneidung, aber gesundheitlich schaden will Allah auch wieder nicht, die Mädchen müssen demzufolge beschnitten werden, aber wenn es gefährlich wird selbstverständlich nicht so, dass es gefährlich wird … das ist Islam und prima, da kommt ja auch schon unsere Mädchenbeschneiderin.]

    Auf ihrer Tagung am 21.-23.04.2009 hat die Konferenz des Fatwaausschusses festgestellt, dass die weibliche Beschneidung [khatan wanita; berkhatan bagi wanita, FGM] Teil der islamischen Lehre ist und von Muslimen durchgeführt werden muss. Andererseits ist der Islam sehr um das Wohlergehen seiner muslimischen Weltgemeinde [Umma] besorgt und bietet Flexibilität hinsichtlich von Praktiken, die schädlich sein könnten. Und so kam die Konferenz des Ausschusses für Fatwa, ganz im Einklang mit der Gemeinschaft der ‚Ulama, zum Ergebnis, dass die Frauenbeschneidung obligatorisch ist. Andererseits ist die Praxis zu meiden, wenn sie Schaden bringen kann.

    Muzakarah telah memutuskan bahawa amalan berkhatan bagi wanita adalah sebahagian daripada syiar Islam yang perlu dilaksanakan oleh umat Islam. Walau bagaimanapun, Islam juga amat mementingkan keselamatan umatnya dan memberikan kelonggaran sekiranya sesuatu amalan atau perbuatan itu boleh mendatangkan kemudharatan pada diri. Sehubungan itu, selaras dengan pandangan Jumhur Ulama’, Muzakarah bersetuju memutuskan bahawa hukum berkhatan bagi wanita adalah wajib. Walau bagaimanapun, sekiranya ia boleh membawa kemudharatan pada diri, maka ia perlu dielakkan.

    [Als malaysischer Islamgelehrter kennt man die FGM-Klassifikation der WHO genau, etwa Typ I, Amputation der Klitorisvorhaut ohne (Typ Ia) oder mit der teilweisen oder vollständigen Amputation der Klitoris (Typ Ib)]

    Peringkat pertama: Clitoridectomy. Ia merujuk kepada pembuangan sebahagian atau keseluruhan klitoris dan/atau bahagian kulup.

    Die Mehrheit der Islamgelehrten aus Schafiiyya, Hanbaliyya und Malikiyya [das Letztgesagte ist falsch, den Malikiten gilt die Mädchenbeschneidung nicht als Religionspflicht] halten die weibliche Beschneidung für wadschib [islamrechtlich verpflichtend].

    Jumhur al-Syafi`iyyah, Imam Ahmad dan al-Hanabilah dan pendapat Sahnun daripada Mazhab Maliki mengatakan khatan adalah wajib bagi perempuan.

    Der Mufti im Islamischen Komitee für Forschung von al-Azhar, Dr. Nasir Farid Wasil, ist ebenfalls der Ansicht, dass die Frauenbeschneidung nach [schariakonform durchgeführtem] Abwägen des Zusammenhangs der [in der Scharia vorgegebenen] Argumente vorgeschrieben sei. Sie sollte jedoch weggelassen werden wenn sie schadet.

    Dr. Nasir Farid Wasil, Mufti Mesir merangkap ahli Majlis Penyelidikan Islam, Al-Azhar menjelaskan khatan disyariatkan untuk wanita melalui umumnya dalil yang berkaitan. Namun, ia perlu ditinggalkan jika terdapat kemudaratan.

    [Bemerkenswert: Nun kommt Ibrahim vordem Abraham ins Spiel, nun wird die Beschneidung – der Jungen wie der Mädchen! – durch die Ulama Malaysias mit der koranisch nutzbar gemachten biblischen Figur des Stammvaters begründet, Sure 16 an-Nahl Die Biene Vers 123, Englisch vgl. hier unten, ungefähr: „Folgt dem Weg des Ibrahim, des Hanifen [des Protomuslimen, des vorislamisch Allah Bewussten], und der zählte nicht zu den Götzendienern.“

    Die Juden kannten und kennen allerdings gar keine Mädchenbeschneidung?! Für muslimische Schriftgläubige sind solche Lappalien kein theologisches Problem, hat jemand Skalpell und Schere gesehen.]

    http://www.e-fatwa.gov.my/fatwa-kebangsaan/hukum-pemotongan-genitalia-wanita-female-genital-mutilation

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    Koran 16:123

    Muhsin Khan
    Then, We have inspired you (O Muhammad saying): „Follow the religion of Ibrahim (Abraham) Hanifa (Islamic Monotheism – to worship none but Allah) and he was not of the Mushrikun (polytheists, idolaters, disbelievers, etc.).

    Pickthall
    And afterward We inspired thee (Muhammad, saying): Follow the religion of Abraham, as one by nature upright. He was not of the idolaters.

    Yusuf Ali
    So We have taught thee the inspired (Message), „Follow the ways of Abraham the True in Faith, and he joined not gods with Allah.“

    http://quran.com/16/123

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  6. Edward von Roy Says:

    Bekommen Großbritannien und Deutschland 2015 die Chitan al-Inath (ḫitān al-ināṯ), die Islamische FGM?

    Vorab: Religion insbesondere Scharia (Islamisches Recht) und die deutsche Partei der GRÜNEN.

    Wie leider zu erwarten wieder kein Bekenntnis zu den allgemeinen Menschenrechten, insbesondere keine Distanzierung vom rituellen Verstümmeln des männlichen oder weiblichen Kindergenitals:

    „Religionspolitischer Kongress. Vor dem Hintergrund einer sich immer stärker pluralisierenden und individualisierenden Gesellschaft stellt sich die Frage, wie das Verhältnis von Staat und Religions- bzw. Weltanschauungsgemeinschaften neu austariert wird. Bündnis 90/Die Grünen stellen sich dieser Aufgabe. 27.11.2014. Der Kongress „Im Namen der Freiheit: Religion, Staat und Gesellschaft im Konflikt?“ ist eine Kooperationsveranstaltung der grünen Landtagsfraktion NRW, des Bundesverbandes und des Landesverbandes NRW von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Wir laden zum religionspolitischen Kongress in das bevölkerungsreichste Bundesland, wo heute Menschen unterschiedlichster Weltanschauung und Religion zusammen leben“

    http://www.gruene.de/ueber-uns/religionspolitischer-kongress.html

    Die geballte Kraft der kulturellen Postmoderne, bestehend aus Schariabewegung und Proislamismus:

    „Sigrid Beer … Micha Brumlik … Volker Beck … Aiman Mazyek (ZMD) … Sylvia Löhrmann … Rafael Nikodemus …“

    http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Sonstiges/20150114_Rel_Pol_Kongress_Referenten_final.pdf

    Damit droht die chitan al-inath (anglis. khitan al-inath, indones. sunat perempuan, khitan wanita), die FGM nach Koran und Sunna zeitnah legal zu werden. Die drei Ritualbeschneidungsfreunde Ringel / Meyer (fordern die geschlechtsneutrale Formulierung des 226a StGB) und Hörnle (fordert dasselbe für 1631d BGB) können zufrieden sein.

    Auch Großbritannien arbeitet anscheinend intensiv auf die Legalisierung der Islamischen FGM hin, das Ansinnen des Judge Sir James Munby, der 2015 tatsachenwidrig behauptet, dass die FGM in keiner Religion verankert sei, wird nun durch einen Gerichtsprozess („with encouragement from Hasan Mohamed„) gefährlich unterstützt.

    Zum englischen Fall. Die 24 Jahre alte Frau war als sechsjähriges Mädchen in Somalia genital verstümmelt worden; es liegt FGM Typ III vor, also eine Infibulation (sog. pharaonische Beschneidung).

    Dr Dhanuson Dharmasena, who is accused of carrying out FGM contrary to the Female Genital Mutilation Act 2003

    http://www.theguardian.com/uk-news/2015/jan/19/fgm-genital-mutilation-trial-uk-dharmasena

    Ich befürchte den Auftakt zu einer Art Schauprozess, dessen Abfallprodukt die britische Erlaubnis von einem ganz klitzekleinen bisschen FGM ist, nämlich von FGM Typ IV (oder auch Typ Ia), genau so, wie das Urteil von James Munby es uns recht eigentlich nahelegt.

    Wer eigentlich ist Hasan Mohamed, ein Islamischer Geistlicher oder der Wali, der schariatische Aufpasser? Wir haben offensichtlich eine erneuerte bzw. (damit) eine Variante von FGM Typ III (Infibulation; pharaonische Beschneidung). Juristisch verhängnisvoll folgenreich könnte unter anderem das (zu überprüfende) Einwilligen der Frau (und des Ehemannes bzw. Wali) sein, das wäre der unbedingt zu vermeidende Schritt in die Diskussion über Altersgrenzen (zum Bereich des beschneidungsfreundlichen sprich verstümmelungsreundlichen Konzepts genital autonomy).

    Wohl wahr, wenn London jetzt die „milde Sunna“ (anglis. Arab. khitan al-inath) legalisiert, ist das ein Meilenstein … auf dem Weg ins Kalifat:

    UK doctor goes on trial for FGM in landmark case

    … Prosecutor Kate Bex told the jury the offence took place after Dhanuson Dharmasena delivered the woman’s first child at the Whittington Hospital in north London on November 24, 2012.

    Bex said the woman had undergone FGM in Somalia when she was six years old which had involved her labia being partially sewn together. The procedure, known as infibulation, had left her vaginal opening too narrow to allow a baby to be born naturally.

    … He made a 1.5-2cm cut with scissors. But after the birth he put in two stitches, partially sewing her labia together again and thereby performing FGM, the jury heard.

    Bex said a second man, Hasan Mohamed, 41, had insisted or encouraged the doctor to carry out the procedure on the 24-year-old woman who cannot be named for legal reasons. …

    http://uk.reuters.com/article/2015/01/19/uk-britain-fgm-trial-idUKKBN0KS1P320150119

    Wird Großbritannien 2015 den wissenschaftlich-medizinethisch sowie universell-menschenrechtlich allein gebotenen Mut aufbringen, ausdrücklich jede Form der FGM (WHO-Klassifikation: FGM Typ I, II, III, IV) zu untersagen oder wird man um des berüchtigten friedlichen Zusammenlebens der Religionen Willen die „milde Sunna“ straffrei stellen?

  7. Machandelboom Says:

    Irmingard Schewe-Gerigk will jedenfalls wollte das in seine Genitalverstümmelung ach-so-genitalautonom einwilligende Kind:

    „Unser Ziel ist es, dass sich Jungen frei für oder gegen Beschneidung entscheiden können, wenn sie selbst entscheidungsfähig sind.“

    Gleichheitsfeministisch hätte sie konsequenterweise folgern und fordern müssen:

    „Unser Ziel ist es, dass sich Mädchen frei für oder gegen Beschneidung entscheiden können, wenn sie selbst entscheidungsfähig sind.“

    Bemerkenswert, dass Schewe-Gerigk, leider erst am Tag der Bundestagsentscheidung, die religiös (islamisch) begründete Mädchenbeschneidung mindestens ungefähr kennt, anspricht und ihre Straffreistellung (hier mal, Elan in der Sache sähe allerdings anders aus) verhindern will:

    „Und ich richte meine Worte nochmals an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Diejenigen, die den Antrag der Bundesregierung unterstützen, müssen wissen, dass sie damit die Strafbarkeit der weltweit geächteten weiblichen Genitalverstümmelung gefährden. Unter den vier Formen der weiblichen Genitalverstümmelung gibt es mindestens zwei, die mit der Jungenbeschneidung verglichen werden können. Das sind das Einritzen der Klitorishaut und das Entfernen der Klitorishaut wie es eine islamische Rechtsschule fordert.

    Und schon jetzt gibt es aus Ägypten und Australien Stimmen, die diese Eingriffe, die heute zurecht verboten sind, auch straffrei stellen wollen.

    Das dürfen wir nicht zulassen.“

    Man freue sich nicht zu früh. Das sei jetzt, wie wissenschaftlich geboten und AEMR-kompatibel, die genitale Intaktheit des Kindes (Mädchen oder Junge) sichernd?

    Leider wohl Nein, alles bleibt eine Frage der Einwilligungsfähigkeit sprich der politisch auszuhandelnden Altersgrenze. Die etwa aus der UN-Kinderrechtskonvention ableitbare Definition von Kind als Mensch unter achtzehn Jahre wird eben nicht gefordert, der genitale Schutz könnte damit durchaus nur die jüngeren unter den „Kindern“ (s. o. „Jungen frei für oder gegen Beschneidung entscheiden“) betreffen:

    „Genitale Eingriffe an nichteinwilligungsfähigen Kindern ohne medizinische Indikation sind ein Verstoß gegen die Menschenrechte – und diese sind nicht teilbar, sie gelten für Mädchen und Jungen.

    Kinderrechte sind Menschenrechte.“

    Denn vielleicht ist die langjährige Vorstandsvorsitzende (2009-2014) von TERRE DES FEMMES ja nach wie vor der Ansicht, die wir aus dem Ungesagten schlussfolgern müssen und ihr jetzt in den Mund legen:

    „Genitale Eingriffe an einwilligungsfähigen Kindern ohne medizinische Indikation sind kein Verstoß gegen die Menschenrechte – und diese sind nicht teilbar, sie gelten für Mädchen und Jungen.

    Kinderrechte sind Menschenrechte.“

    Dann bestünden die laut beschworenen „Menschenrechte“ (welche eigentlich, AEMR oder Kairo 1990) gerade in der kindlichen bzw. von Junge und Mädchen ausgelebten Genitalautonomie.

    (Zitiert nach: Schwarzer Tag für Kinderrechte, Rede von Irmingard Schewe-Gerigk am 12.12.2012 vor dem Brandenburger Tor, heute zu lesen auf der Archivseite von Irmingard Schewe-Gerigk)

    http://www.schewe-gerigk.de/terre-des-femmes/?no_cache=1&expand=443135&displayNon=1&cHash=aac61eca9b4717187aca388efc0e6dda

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    Letztlich wird es auch islamisch (khitan al-inath, sunat perempuan) nie bei einer FGM vom Typ IV oder Typ Ia bleiben, der Angriff auf das weibliche Genital bezweckt vielmehr ganz zielgerichtet die Teilzerstörung oder Zerstörung der Klitoris:

    Christian Winterhager‎ SAIDA International
    08.02.2013

    Was will Frau Schewe-Gerigk?

    http://www.cicero.de/berliner-republik/gleiche-rechte-fuer-jungen-und-maedchen/51330
    Bei bestimmten Formen gibt es Parallelen. … Deshalb fürchten wir – und die Justizministerin hat ja in dieser Sache auch schon ihre Sorge geäußert – , dass eine gesetzliche Genehmigung der Beschneidung von Jungen auch Auswirkungen auf andere Bereiche haben kann: Es gibt Formen von weiblicher Genitalverstümmelung, die man mit der Beschneidung von Jungen vergleichen könnte. So gibt es Gegenden, in denen nur die Haut der Klitoris entfernt wird. Noch wird diese Form als strafbar angesehen, aber mit der Genehmigung der Beschneidung von Jungen würde man sie straffrei stellen. Laut einer Umfrage in Großbritannien ist ein Hindernis im Kampf gegen die Genitalverstümmelung von Frauen, das Unverständnis für die Ungleichbehandlung: Jungen dürfen straffrei beschnitten werden, bei Mädchen aber ist die „mildeste Form“ verboten.

    SAIDA International
    Lieber Christian, wir können nur spekulieren, was sie antreibt. Aber ihre fachlichen Kenntnisse über Genitalverstümmelung sind offenbar nicht sehr ausgeprägt: in der Realität ist keine anstiftende Familie daran interessiert, nur die Klitorisvorhaut ihrer Tochter wegschneiden zu lassen – der Zweck würde doch meilenweit verfehlt. http://saida-international.de/genitalverstuemmelung/praktik

    Christian Winterhager
    Genau, und wenn schon die WHO das bestätigt, wie können diese Leute von Terre des Femmes so einen Unsinn daherreden? Man versteht die Welt nicht mehr!

    SAIDA International
    Das Fähnchen immer schön in den Wind hängen …

    https://de-de.facebook.com/saidainternational/posts/111476772367823

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    „Gleiche Rechte für Jungen und Mädchen!“
    CICERO wohl, vgl. erster Kommentar, am 25.07.2012

    „… Die Verstümmelung wird als religiöse und gesellschaftliche Pflicht angesehen und gilt als Voraussetzung für eine Heirat …“

    http://www.cicero.de/berliner-republik/gleiche-rechte-fuer-jungen-und-maedchen/51330

  8. Cees van der Duin Says:

    Crime Prevention Minister announces mandatory reporting of FGM

    Lynne Featherstone (Department for Education and Department of Health) gibt gestern (12.02.2015) bekannt:

    Crime Prevention Minister Lynne Featherstone today announced front line professionals will have a mandatory duty to report cases of Female Genital Mutilation (FGM).

    Schön und gut … bleibt zu hoffen, dass Lynne Featherstone alle Formen der FGM kennt und meint, wenn sie über FGM redet, insbesondere auch die khitan al-inath (Islamic FGM). Genau daran aber müssen wir leide zweifeln.

    https://www.gov.uk/government/news/crime-prevention-minister-announces-mandatory-reporting-of-fgm

    It might help if some Imams would tell the muslim population that this revolting practice has nothing to do with Islam. As a Saudi Arabian woman said to me years ago it is “Haram!” that is forbidden. Deirdre Toomey, Islington Labour Party.“ –

    Man sehnt sich doch so sehr nach der „im Kern“ frauenfreundlichen und das weibliche Genital unversehrt belassenden Religion, man hätte den zur FGM Nein sagenden Islam doch so gerne.

    So wird das nie was mit der gebotenen Nulltoleranz (zero tolerance) und reiben sich die Ulama Malaysias oder des indonesischen MUi die Finger.

    http://www.lynnefeatherstone.org/2014/02/join-my-campaign-to-end-fgm-in-a-generation.htm

    Zwei Kommentatoren blicken am 03.02.2014 durch:

    „We do, however, need to be careful not to portray FGM as being entirely practiced in sub-Saharan Africa. It takes place in Egypt, Indonesia, Malaysia, Yemen, among some Iraqi Kurds and some Dawoodi Bohras in Pakistan.“

    „The mainstream media’s deliberate exclusion of non-African countries from the FGM debate is astonishing and quite damaging to the movement. The country with the largest number of circumcised women in is Indonesia, and I have seen figures that suggest that the majority of all FGM occurs outside Africa. Who would have a debate about countries where something happens and then silently exclude most of them? And yet Indonesia is never raised in these discussions… it is bizarre.“

    http://www.libdemvoice.org/can-you-help-lynne-featherstones-campaign-to-end-fgm-in-a-generation-38071.html

    On 6 February 2014…

    BREAK THE SILENCE. TAKE A STAND. JOIN THE MOVEMENT.

    TOGETHER WE CAN END FEMALE GENITAL MUTILATION/CUTTING IN A GENERATION.

    This International Day for Zero Tolerance towards Female Genital Mutilation/Cutting (FGM/C), we want to break the silence around FGM/C and make a statement that can’t be ignored. …

    Help raise awareness this International Day and be part of a Twitter storm and Facebook frenzy by sharing this statement: I’m calling for an end to Female Genital Mutilation/Cutting. Retweet & take a stand this Zero Tolerance Day! Together we can endFGM …

    Seit einem Jahr also ein gefährlich seichtes Bla-Bla. Kein Bekenntnis beispielsweise gegen FGM Typ IV oder Ia.

    https://www.thunderclap.it/projects/8455-help-endfgm-in-a-generation

    Das Gesicht der damaligen Ministerin für Internationale Entwicklung betrachten und sich fragen, ob dieser Mensch, Featherstone, den gottesfürchtigen Vertretern des schafiitischen Fiqh widersprechen könnte, sobald diese eine englische und walisische Toleranz für „sunat perempuan“ (khitan al-inath) fordern werden.

    Lynne Featherstone, international development minister, said that faith and community leaders, who will formally sign the declaration at a girls‘ summit hosted by the prime minister in July, were fundamental in the fight to end FGM. „They have the power and the influence to bring about change in their communities and communicate the true harm that is caused by this practice,“ she said.

    (Alexandra Topping (UK religious leaders unite against FGM), The Guardian 20.07.2014)

    http://www.theguardian.com/society/2014/jun/20/uk-religious-leaders-fgm-female-genital-mutilation

    Erzähle mir süße kleine Lügen. Tell me sweet little lies. FORWARD gemeinsam mit dem Muslim Council of Britain (MCB),

    … Dr Shuja Shafi, Secretary General of the Muslim Council of Britain has said:

    “We at the MCB are pleased to work with FORWARD to address this very important issue of Female Genital Mutilation. Working closely together we can end this practice and ensure it is no longer linked to the religion of Islam or the teachings of the Prophet Muhammad.”

    Die Vorsitzende von FORWARD, Dr. Soheir Elneil, scheint sich nicht ganz wohl zu fühlen:

    “It is with great pleasure that we announce that the MCB and FORWARD has joined forces to launch a timely publication outlining the issues of FGM and Islam. This area of great complexity has hitherto been difficult to address, and this publication goes towards developing a greater understanding about how Islam’s role in FGM is qualified. This is the first time such a publication has been achieved with the full cooperation and support of the relevant parties, and we hope all those working in FGM will find it a helpful tool in the work that they do.”

    This resource states that FGM is NON-Islamic and is against the teachings of Islam, that it is putting the health of women and girls at risk and informs the reader of the legal implications in the UK of carrying out the practice.

    FORWARD Trustee and Fellow at the Royal Society for Public Health, Dr Yunes Teinaz states:

    FGM is practised contrary to the teachings of Islam and is prohibited in the UK and most EU-countries. Many girls could be saved from their cruel fate, if there was more awareness among the community of the consequences of FGM. Let us make this possible by the joint work of FORWARD, MCB and religious leaders to build awareness about the negative consequences of FGM in the communities. We will continue to welcome any and every opportunity to raise our voices and to campaign against this illicit practice.’’

    This resource in the form of a flyer will be widely distributed in mosques, in community centres, through the organisations who developed it and is available online. …

    Den Kopf in den Sand stecken und sagen, das Problem ist weg.

    http://www.forwarduk.org.uk/fgm-and-islam-resource/

    Khitan/Khatan anak perempuan STRICTLY ILLEGAL!!! di UK…(updated)

    sunat perempuan/khitan wanita
    khatan/khitan perempuan

    http://maz-naz.blogspot.de/2011/04/khitankhatan-anak-perempuan.html

    Among the orthodox Muslims, the term sunat perempuan or khitan perempuan (‘female circumcision’) is more commonly used, until today. …

    In Malaysia, a university survey of 1000 respondents found that over 90 percent of Muslim women reported being circumcised. A study in Kelantan found that all of the women in the labour ward had undergone FGC. In Indonesia, the figure is upwards of 86 percent, with 90 percent of adults supporting it. In her study of southern Thailand, Claudia Merli applies the same description to the province of Satun, because of cultural and regional proximity to Malaysia and Indonesia. However, there have been no surveys done in Singapore. Anecdotal evidence suggests that the incidence today is much lower than in Malaysia or Indonesia. …

    The overwhelming majority of Muslims in Southeast Asia follow the Shafii school of law, which declares FGC as wajib, or obligatory. In contrast, the other three Sunni schools, together with the Shia schools, consider FGC a sunnah or a recommended act. Just like male circumcision, there is no mention of it in the Quran. …

    Quelle: Sya Taha (“A Tiny Cut”: Female Circumcision in South East Asia), The Islamic Monthly 12.03.2013

    http://www.theislamicmonthly.com/a-tiny-cut-female-circumcision-in-south-east-asia/

    … Jakarta issued a 2010 regulation allowing “scraping the clitoral hood, without injuring the clitoris,” while criminalizing more severe procedures — a regulation that is nevertheless defined by the WHO as mutilation.

    Islamic foundations like the Assalaam Foundation in Bandung say they ditched the scissor-snipping for pin-pricking.

    “In the past, we had used one or two doctors and more traditional healers and they used scissors to snip a bit on the hood. We abandoned that method many years ago,” Assalaam’s coordinator Eulis Sri Karyati said, adding that certified doctors carried out procedures at the school. …

    “Circumcision is still taking place and I can’t rule out that more severe forms of circumcision other than pin-pricking could be done by untrained non-medical persons,” she added.

    In Aceh province, Indonesia’s Islamic stronghold where partial shariah law is implemented, people are so indoctrinated into the practice that opting out is considered immoral, rights activists say.

    “Almost every girl in Aceh is circumcised. Parents see it as a religious obligation and turn a deaf ear to any opposing view and look down on those who don’t circumcise their children,” provincial National Commission on Violence Against Women official Azriana said.

    Quelle: Agence France-Presse (Indonesia Ignores UN Ban on Female Circumcision, Denies Mutilation), The Jakarta Globe 24.03.2013

    http://thejakartaglobe.beritasatu.com/news/indonesia-ignores-un-ban-on-female-circumcision-denies-mutilation/

    Katharina Kunze von TERRE DES FEMMES: „Wir freuen uns, dass eine Vertreterin der Botschaft Indonesiens in Berlin die Unterschriften entgegennimmt und zum Gespräch bereit ist. Wir fordern die indonesische Regierung auf, internationale Verträge zum Schutz von Kinder- und Frauenrechten einzuhalten, diese in eigene Gesetze umzusetzen und Aufklärungskampagnen in der Bevölkerung durchzuführen. Trotz Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention durch Indonesien werden Millionen Mädchen dort genitalverstümmelt – auch wenn der Botschafter Indonesiens Fauzi Bowo dies bezweifelt. Genitalverstümmelung wird keinesfalls nur bei traditionellen religiösen Minderheiten praktiziert, wie Herr Bowo meint.“ …

    „Wir bedanken uns bei allen, die diese Kampagne durch ihre Unterschriften unterstützt haben. Wir haben festgestellt, dass weibliche Genitalverstümmelung in Indonesien offensichtlich noch nicht als Menschenrechtsverletzung verstanden wird. Aus diesem Grund fordern wir die indonesische Regierung auf, ein Gesetz zum Verbot von weiblicher Genitalverstümmelung in aller Form zu verabschieden“, so Basilisa Dengen, Geschäftsführerin von Watch Indonesia!.

    http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=10872:mehr-als-13-000-menschen-fordern-ein-ende-der-weiblichen-genitalverstuemmelung-in-indonesien&catid=114:nachrichten&Itemid=143


    Na eben, Allahs Mädchenbeschneidung ist keine Verstümmelung:

    Female circumcision not mutilation: Jakarta
    AFP-JIJI, The Japan Times 25.03.2013

    Indonesia, home to the world’s biggest Muslim population, argues that this form of circumcision is largely symbolic, not harmful and should not be seen as mutilation.

    http://www.japantimes.co.jp/news/2013/03/25/asia-pacific/social-issues-asia-pacific/female-circumcision-not-mutilation-jakarta/#.VN4YptJ5N30

    Terre des Femmes (TdF) hat ihre Jahreskampagne mit viel Tamtam beendet, man macht sich auf zum Botschaftgebäude, die Petition wird überreicht, und was sagt die Leiterin der politischen Abteilung der indonesischen Botschaft Lefianna H. Ferdinandus sehr kühl?

    Die Überzeugung, dass jede Form von weiblicher Genitalverstümmelung eine Menschenrechtsverletzung darstellt wurde nicht geteilt.

    Genau, wer auch den islamischen geistlichen Autoritäten oder einer ihnen zuarbeitenden Regierung wirklich alle Typen der FGM (Typ I, II, III, IV) verbieten will, bekommt einstweilen keine andere Chance, als die Einheit der WHO-Klassifikation aufzuweichen und die sogenannte Sunnabeschneidung für die Frau zuzulassen.

    http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/aktuelles/1680-uebergabe-unserer-petition-genitalverstuemmelung-in-indonesien-schutz-statt-verharmlosung

  9. Jacques Auvergne Says:

    Na geht doch, alle sind zufrieden, Terre des Femmes feiert sich als erfolgreich und Indonesien beschneidet Tag für Tag die Mädchen im Einklang mit den gültigen Gesetzen und Verordnungen und im Einklang mit Koran und Sunna sowieso.

    Hier die alle gebotenen Standards untergrabende, schlampig gemachte Petition bei Avaaz.

    Stop FGM in Indonesia
    (veröffentlicht am 22.03.2014)

    Created by
    Watch Indonesia!, Terre des Femmes, Kalyanamitra.

    To be delivered to:
    Joko Widodo, President of Indonesia

    https://secure.avaaz.org/en/petition/stop_fgm_in_indonesia

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