465. Kinderrechte sind unantastbar

ختان

ḫitān 

khitan anak laki-laki dan khitan anak perempuan

kadın ve erkek sünneti

FGM oder MGM nach Koran und Sunna

Offener Brief von Edward von Roy an den Deutschen Bundestag

5. Februar 2017

Der Deutsche Bundestag im Januar 2017 und die rituelle Zirkumzision

Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident Lammert, sehr geehrte Damen und Herren Bundestagsabgeordnete,

was wir stets im Gedächtnis behalten sollten. Erstens. In den Sagen oder Schriften der beschneidenden Völker unserer einen, unteilbaren Menschheit wird es angedeutet: Es gab eine Zeit vor der Beschneidung, vor der weiblichen (FGM) bzw. männlichen (MGM) Genitalverstümmelung. Zweitens: Die Kritik an der Beschneidung ist so alt wie die Beschneidung selbst, auch wenn sie, der Gruppendruck gibt es vor, üblicherweise nicht verbalisiert werden darf – die älteren Jungen spüren Angst und Schmerz, das Baby schreit, auch das ist Kritik.

Die Beschneidungskritik der vergangenen Jahrzehnte ist einem hohen Anspruch treu geblieben, um nur einen Namen und ein Ereignis zu nennen: Ashley Montagu geboren als Israel Ehrenberg (1905 – 1999) und das Symposium on Circumcision, 3. März 1989 in Anaheim, Kalifornien, USA.

We recognize the inherent right of all human beings to an intact body. Without religious or racial prejudice, we affirm this basic human right.

We recognize the foreskin, clitoris and labia are normal, functional body parts.

Parents and/or guardians do not have the right to consent to the surgical removal or modification of their children’s normal genitalia.

Physicians and other health-care providers have a responsibility to refuse to remove or mutilate normal body parts.

The only persons who may consent to medically unnecessary procedures upon themselves are the individuals who have reached the age of consent (adulthood), and then only after being fully informed about the risks and benefits of the procedure.

We categorically state that circumcision has unrecognized victims.

In view of the serious physical and psychological consequences that we have witnessed in victims of circumcision, we hereby oppose the performance of a single additional unnecessary foreskin, clitoral, or labial amputation procedure.

We oppose any further studies which involve the performance of circumcision procedures upon unconsenting minors. We support any further studies which involve identification of the effects of circumcision.

Physicians and other health-care providers do have a responsibility to teach hygiene and the care of normal body parts and explain their normal anatomical and physiological development and function throughout life.

We place the medical community on notice that it is being held accountable for misconstruing the scientific database available on human circumcision in the world today.

Physicians who practice routine circumcisions are violating the first maxim of medical practice, Primum non nocere, „First, Do No Harm“, and anyone practicing genital mutilation is violating Article V of the United Nations Universal Declaration of Human Rights: „No one shall be subjected to torture or to cruel, inhuman or degrading treatment.“

(Declaration of the First International Symposium on Circumcision. Adopted by the First International Symposium on Circumcision, Anaheim, California, March 3, 1989.)

Berlin vor zehn Tagen. In Ihrer 128. Sitzung am Donnerstag, dem 26. Januar 2017 behandelten Sie Pet 4-18-07-403 als eine Petition gegen § 1631d BGB Beschneidung des männlichen Kindes, Text der Eingabe: „Mit der Petition wird gefordert, das Beschneidungsgesetz (§ 1631d BGB) abzuschaffen oder zu ändern.“ Der Deutsche Bundestag stellte sie online und ließ sie diskutieren als Petition 65714 Familienrecht – Abschaffung oder Änderung des § 1631d BGB vom 14.05.2016 (Mitzeichnungsfrist: 13.07.2016, Anzahl Mitzeichner: 126, Anzahl Beiträge: 38).

Diese anatomiebezogen vielleicht eher kenntnislose, sich zudem leider auf allzu dürftige Forderungen beschränkende Petition und die vor zehn Tagen im Parlament durchgeführte Abstimmung ohne Aussprache hatten zur Folge, dass die körperbezogenen Fakten, dass die schädlichen Folgen der Jungenbeschneidung, nämlich mit FGM Typ Ib (Klitoridektomie) vergleichbar zu sein (Sorrells et al., Fine-touch pressure thresholds in the adult penis) sowie, belegt in einer Studie aus Dänemark, Ehe und Partnerschaft zu schaden (Morten Frisch et al., Male circumcision and sexual function in men and women) auch im Januar 2017 im Bundestag nicht zu vernehmen waren.

Hingegen hat Sie der Verfasser von § 1631d Verbot der rituellen Genitalmutilation (Pet 4-17-07-451-040847) bereits am 20. Juli 2012 mit einer Petition zusätzlich auf die erheblichen Risiken jeder Jungenbeschneidung, als da sein können Sepsis, Hautbrückenbildung, Verlust des Geschlechtsorgans, Tod, hingewiesen, doch bis zum schwarzen Tag der Kinderrechte, Mittwoch 12. Dezember 2012, kamen im Deutschen Bundestag weder die medizinischen Komplikationen der Zirkumzision angemessen zur Sprache noch wagte man die (mindestens) den Schafiiten als Religionspflicht geltende Chitan al-Inath (ḫitān al-ināṯ, indonesisch sunat perempuan) zu kritisieren oder auch nur anzusprechen, die im Islamischen Recht (Scharia; Fiqh) von der Jungenbeschneidung nicht trennbare weibliche Genitalverstümmelung (FGM).

20. Juli 2012

Pet 4-17-07-451-040847

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, Personensorgeberechtigten jede rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung eines Jungen (Zirkumzision) oder eines Mädchens (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) im Hinblick auf die Verwirklichung der körperlichen Unversehrtheit des Kindes oder Jugendlichen bis zu dessen Volljährigkeit zu untersagen. Um dem Individuum die Option auf ein Leben mit unversehrten Genitalien und mit der Option auf eine selbstgeschriebene Biographie zu ermöglichen, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung, ob eine lebenslange Sexualität mit oder ohne Präputium (Junge) oder Klitorisvorhaut (Mädchen) verwirklicht wird, möge der Bundestag beschließen, in das Bürgerliche Gesetzbuch Buch 4 Familienrecht Abschnitt 2 Verwandtschaft Titel 5 Elterliche Fürsorge § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge einzufügen:

§ 1631d

Verbot der rituellen Genitalmutilation

Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

Begründung

[…] Rituelle Beschneidung (mindestens) der Klitorisvorhaut gilt der schafiitischen Rechtsschule des sunnitischen Islam als religiös verpflichtend (wadschib) […]

Wir wissen, was im Dezember 2012 geschah. Die kindliche körperliche Unversehrtheit unterlag, die Religion obsiegte. Chronologie Dezember 2012: Am 12. Dezember 2012 nahm der Bundestag in dritter Lesung den Gesetzentwurf der Bundesregierung an (434:100 Stimmen bei 46 Enthaltungen). Der Bundesrat stimmte am 14. Dezember 2012 zu. Verkündung im Bundesgesetzblatt vom 27. Dezember 2012, somit das Gesetz seit dem 28. Dezember 2012 als § 1631d BGB in Kraft.

Den Weg gewiesen hatte Zirkumzisionsversteher Volker Beck:

„Sie dürfen nicht übersehen, dass der Beschneidungsbefehl in der jüdischen Religion und im islamischen Glauben fundamental ist. Die Begründung des Bundes Gottes mit dem Volk Israel und Abraham in Genesis 17 beginnt mit dem Befehl an Abraham, die Kinder des Volkes Israel zu beschneiden, sobald sie acht Tage alt sind. – Da brauchen Sie nicht den Kopf zu schütteln, Frau Kollegin Rupprecht.

Es ist im Rahmen des Grundrechtsausgleichs mit zu erörtern, welchen Stellenwert der Beschneidungsbefehl für diese Religion hat. Und da kommen wir zu dem Ergebnis: Es handelt sich um den ersten Befehl Gottes, der für diese Religion gilt, und er ist das Fundament des Glaubens aller abrahamitischen Religionen. Damit hat er einen sehr hohen Stellenwert. Ein Verbot der Beschneidung jüdischer und muslimischer Kinder würde faktisch bedeuten: Jüdisches Leben und islamisches Leben sind in Deutschland auf Dauer legal so nicht möglich.“

(Plenarprotokoll 17/189)

Drei Tage eher hatte Angela Merkel vor einem Beschneidungsverbot gewarnt: „Wir machen uns ja sonst zur Komiker-Nation“. Für die FGM warb oder wirbt die Bundeskanzlerin nicht, auch nicht für die Sunnabeschneidung, die, sofern praktiziert in Form einer sogenannten milden Sunna, einer FGM aus dem Bereich Typ Ia oder Typ IV, das menschliche Geschlechtsorgan vergleichsweise weniger beschädigt als eine Zirkumzision – selbstverständlich hat in Deutschland auch die geringst invasive Form der Mädchenbeschneidung verboten zu bleiben und grundsätzlich zielt die Sunnabeschneidung der Mädchen, man gehe Scheich Nuh Ha Mim Keller nicht auf den Leim, auf die (Teil)Amputation nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris (baẓr).

Dass Mann und Frau, dass auch Junge und Mädchen nicht ungleich zu behandeln sind, weiß auch jeder Politiker. Allein die Schutzlosstellung einer Geschlechtsklasse jedoch macht den § 1631d BGB verfassungswidrig. Zusätzlich ist die Verletzung des Körpers und erst Recht die Amputation von Körpergewebe nicht in den Begriff des Kindeswohls oder des elterlichen Erziehungsrechts integrierbar, Kind ist Mädchen oder Junge. Der § 1631d BGB ist ein Skandal und muss weg. Er ist übrigens auch elternfeindlich, denn viele jüdische oder muslimische Eltern wären glücklich über ein deutsches Beschneidungsverbot, trauen sich jedoch nicht, ihre Religion öffentlich zu kritisieren oder ihre Verwandten zu enttäuschen.

Januar 2017. Vier Jahre nach Schaffung des kinderfeindlichen Paragraphen 1631d BGB verwundert und empört es, dass Sie, sehr geehrter Herr Bundestagspräsident Lammert, sehr geehrte Damen und Herren Bundestagsabgeordnete, die weltweit nicht nur jedes Jahr, sondern jeden Monat und sogar jede Woche auftretenden, religionsgemeinschaftlich wie elterlich fraglos unerwünschten Zirkumzisionsfolgen (wie Infektion, Nekrose, Hautbrückenbildung, Verlust des Geschlechtsorgans, Tod) erneut ausblenden – Sie alle wurden in den letzten Jahren z. B. durch mich informiert – und hinnehmen: „[D]er Ausschuss hält die geltende Rechtslage für sachgerecht.“

Anl. 2 z. Prot. 18/75

Pet 4-18-07-403

Beschlussempfehlung

Begründung

Mit der Petition wird gefordert, das Beschneidungsgesetz (§ 1631d BGB) abzuschaffen oder zu ändern. […]

Zu diesem Thema liegen dem Petitionsausschuss mehrere Eingaben mit verwandter Zielsetzung vor, die wegen des Sachzusammenhangs einer gemeinsamen parlamentarischen Prüfung unterzogen werden. Es wird um Verständnis gebeten, dass nicht auf alle der vorgetragenen Aspekte im Einzelnen eingegangen werden kann. […]

Der Deutsche Bundestag hatte mit Beschluss vom 19. Juli 2012 (Bundestags-Drucksache 17/10331) die Bundesregierung aufgefordert, […]

[…] Dezember 2012 wurden die Grundrechte der Betroffenen sorgfältig gegeneinander abgewogen […]

[…] sind Eltern in Ausübung des ihnen zustehenden Sorgerechts berechtigt, in eine Beschneidung ihres nicht selbst einsichts- und urteilsfähigen Sohnes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll. Die Regeln der ärztlichen Kunst schließen eine angemessene Schmerzbehandlung ein und erfordern eine umfassende vorherige Aufklärung. Wenn ausnahmsweise das Kindeswohl gefährdet ist, scheidet eine Einwilligung aus.

§ 1631d BGB stellt somit eine ausgewogene Regelung dar, die die Interessen aller Beteiligten in einen angemessenen Ausgleich bringt.

Der Ausschuss hält die geltende Rechtslage für sachgerecht und vermag sich nicht für eine Gesetzesänderung im Sinne der Petition auszusprechen.

Der Petitionsausschuss empfiehlt daher, das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden konnte.

Wo in Sachen Amputation des männlichen Präputiums zu konstatieren wäre: Kindliche genitale Intaktheit 0 %, Elternwunsch bzw. Himmelsbefehl 100 %, da verstecken Sie sich hinter der vor viereinhalb Jahren durchs Parlament gepeitschten Ermächtigungsnorm („mit Beschluss vom 19. Juli 2012“) und spüren zu Beginn des Jahres 2017, sehr anders als manch ein Kind, keine scharfe Klinge, sondern Harmonie: „§ 1631d BGB stellt somit eine ausgewogene Regelung dar, die die Interessen aller Beteiligten in einen angemessenen Ausgleich bringt.“

Wer noch keinen ausgewachsenen Körper geschweige denn Selbstbild und Verstand eines Erwachsenen (Mensch ab 18 Jahre) hat, ein Minderjähriger also, kann, völlig entwicklungs- und altersentsprechend, die umfangreichen und nachteiligen Folgen, die sich aus einer jeden Zirkumzision für Sexualität und Partnerschaft ergeben, noch nicht abschätzen, ist mithin in eine Zirkumzision nicht einwilligungsfähig. Der Petent der Online-Petition 65714 vom 14.05.2016 hingegen gesteht 14 bis 17 Jahre alten männlichen Jugendlichen diese Urteilsfähigkeit pauschal zu und fordert in der Petitionsbegründung lediglich: „dass medizinisch unnötige Beschneidungen erst in einem Alter vorgenommen werden dürfen, in dem die Tragweite dieses Eingriffs von einem Jugendlichen beurteilt werden kann“. Dass sich auch 15 oder 16 Jahre alte Jungen dem erheblichen Gruppenzwang zum Beschnittensein nicht entziehen können, siehe Ritual Ulwaluko der amaXhosa (vgl. Website ulwaluko.co.za – online seit Januar 2014), ist ihm nicht bekannt oder nicht bewusst.

Drucksache 18/10855

Beschlussempfehlung

des Petitionsausschusses (2. Ausschuss)

– Sammelübersicht 400 zu Petitionen –

[ Seite 12 ]

noch Beschlussempfehlung 9

Inhalt der Eingabe: Familienrecht

Zuständige oberste Bundesbehörde: BMJV

Lfd. Nr. 138

Pet 4-18-07-403-032415

Berlin

Lfd. Nr. 139

Pet 4-18-07-403-027327

Geretsried

Lfd. Nr. 140

Pet 4-18-07-403-032760 [ Edward von Roy am 30.10.2016 ]

Mönchengladbach

Als Deutscher Bundestag folgten Sie der Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses, das Petitionsverfahren abzuschließen. Sammelübersicht 400 zu Petitionen: „Wer stimmt dafür? – Wer stimmt dagegen? – Wer enthält sich? – Alle dafür. Angenommen.“

Anl. 2 z. Prot. 18/75: „Wenn ausnahmsweise das Kindeswohl gefährdet ist, scheidet eine Einwilligung aus“. Nein, das Kindeswohl ist nicht nur im seltenen Fall („ausnahmsweise“) gefährdet, sondern stets, weil einerseits, auch bei der Verlagerung in Klinik oder Arztpraxis, sog. Medikalisierung, immer Komplikationen drohen und andererseits Zirkumzision der Verlust von 10.000 bzw. 20.000 Nervenendigungen ist: der sensibelste Teil des männlichen Geschlechtsorgans wird weggeschnitten. Die Penisvorhaut ist mitnichten das sexuell-sensorische Äquivalent zur Klitorisvorhaut. Jede Jungenbeschneidung, richtiger gesagt Genitalverstümmelung, amputiert Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Ruffini, Vater-Pacini, Merkel und Meissner und entspricht nicht dem Wegschneiden der Klitorisvorhaut, nicht einer FGM Typ Ia, sondern der wesentlich schwereren Verstümmelung FGM Typ Ib als der Amputation der Klitoris.

Die penilen Strukturen Gefurchtes Band, Frenulum und Frenulares Delta, in einem Wort: die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung sensibelste Teil des Penis und die Dichte an Rezeptoren ähnelt, im Vergleich mit anderen Körperorganen menschlicher Anatomie, nur Zunge, Lippen, Augenlidern, Handflächen, Fingerspitzen, Brustwarzen und Klitoris. Und im Januar 2017 hält das Parlament und somit das gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland § 1631d BGB für eine „ausgewogene Regelung“ und nennt die geltende Rechtslage „sachgerecht“? Um welche aus sachgerecht zu erschließende Sache bitte geht es? Soviel ist für den Bürger gewiss: Das Kindeswohl ist mit dieser Sache, diesem „sachgerecht“ nicht identisch und der Bundestag täte gut daran, sich auf Artikel 24 der UN-Kinderrechtskonvention zu besinnen, insbesondere auf 24 (3) Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen.

Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident Lammert, sehr geehrte Damen und Herren Bundestagsabgeordnete, Sie sind aufgefordert, Ihre viereinhalb Jahre währende Verharmlosung der Zirkumzision zu beenden und die lebenslange Schädigung, die dem Jungen und späteren Mann bei jeder Beschneidung entsteht, nicht länger durch Schweigen zuzudecken. Zu einem faktenbasierten politischen Reden und Handeln gehört ebenso das Nennen der negativen Folgen, die eine Zirkumzision für den Partner hat, nachzulesen in der o. g. dänischen Studie (Male Circumcision and Sexual Function in Men and Women: A Survey-based, Cross-sectional Study in Denmark (Morten Frisch; Morten Lindholm; Morten Grønbæk).

Fazit und Ausblick

Nicht anders als jedes Mädchen hat auch jeder Junge den Anspruch, bis zum Alter von 18 Jahren (Volljährigkeit) ein intaktes Geschlechtsorgan zu besitzen: Keine Beschneidung unter achtzehn! Der Staat muss seiner Schutzpflicht nachkommen, die sich aus GG Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 (Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.) in Verbindung mit GG Artikel 1 Absatz 1 Satz 2 (Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.) ergibt, vgl. BVerfGE 53,30 (57). Die Grundrechte als Abwehrrechte gegen den Staat verpflichten den Staat zunächst v. a. zum Unterlassen rechtswidriger Eingriffe in den Schutzbereich der Grundrechte, darüber hinaus verlangen sie nach der Rspr. des BVerfG auch die vorbeugende Verhinderung drohender Grundrechtsverletzungen durch Dritte oder durch den Staat: Aus dem objektiv-rechtlichen Gehalt des Grundrechts folgt „die Pflicht der staatlichen Organe, sich schützend und fördernd vor die genannten Rechtsgüter zu stellen und sie insbesondere vor rechtswidrigen Eingriffen von Seiten anderer zu bewahren“.

Kinderrechte sind unantastbar.

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

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25 Antworten to “465. Kinderrechte sind unantastbar”

  1. Cees van der Duin Says:

    § 1631d BGB Beschneidung des männlichen Kindes

    Januar 2017, der Deutsche Bundestag hat, eher desinteressiert, etwas zur Beschneidung getan – leider das Falsche und auch das beinahe ohne Spuren zu hinterlassen. Anlass war eine anatomisch kenntnislose sowie kinderrechtlich müde herumplappernde Petition von Anonymus thefinalcut:

    Id-Nr. 65714
    Erstellungsdatum 14.05.2016
    Status : in der Prüfung
    Mitzeichnungsfrist : 15.06.2016 – 13.07.2016
    Mitzeichnungsverlauf, Anzahl Online-Mitzeichner : 127
    Petition 65714
    Familienrecht – Abschaffung oder Änderung des § 1631d BGB vom 14.05.2016

    Sicherlich nett gemeint, doch gut gemeint und gut gemacht ist Zweierlei.

    „Eltern haben kein Recht, ihren Kindern Schmerzen zuzufügen und sie irreversibel in der Intimzone zu verletzen“

    Was lediglich war durch Petent thefinalcut vorab bemängelt worden:

    „Beschneidungen an Kindern ohne deren Einwilligung“ – achja, „ohne“? Und mit „deren Einwilligung“ wäre dann alles prima mit diesen Beschneidungen?

    Nein, jede legale Möglichkeit (der Beschneidung sprich FGM oder MGM auf Elternwunsch wie) auch der Beschneidung auf Kindeswunsch – siehe bei KiKA ‚Tahsin‘, siehe die Xhosa, siehe Sia Fuambai Ahmadu – ist durch jeden ernsthaften Intaktivisten verhindern. Das Geschlechtsorgan muss unversehrt, muss intakt bleiben – daher der Name Intaktivismus. Da wird nicht verhandelt mit wem auch immer.

    Verpasste Chance auch durch offensichtliche anatomische Unkenntnis sowie durch das fehlende Bewusstsein des anonymen Petenten dafür, dass Minderjährige (Mensch unter achtzehn Jahren), völlig altersentsprechend, in eine FGM oder MGM nicht einwilligungsfähig sind.

    Das Ausmaß der nämlich mit einer FGM Typ Ib (maskulines Präputium: sensorisches Äquivalent nicht Klitorisvorhaut sondern Klitoris) oder auch FGM Typ II vergleichbaren körperlichen Schädigung jeder männlichen Beschneidung fehlt, die gebotene Forderung nach 18 Jahren (die berüchtigte Genitalautonomie zu FGM oder MGM für beispielsweise zwölf, 14 oder 16 Jahre alte Minderjährige würde den Kampf gegen Kinderprostitution, Kinderehen und Kindesmissbrauch mindestens sehr erschweren, letztlich verunmöglichen) fehlt auch.

    „Ich verlange, dass § 1631d BGB wieder abgeschafft wird oder dieses Gesetz zumindest so abgeändert wird, dass medizinisch unnötige Beschneidungen erst in einem Alter vorgenommen werden dürfen, in dem die Tragweite dieses Eingriffs von einem Jugendlichen beurteilt werden kann und die Entscheidung eigenverantwortlich getroffen werden kann.“

    … das ist (GG; Gleichbehandlung) auf Mädchen zu übertragen und wäre die Verstaatlichung der Befragung von Minderjährigen nach Wunschbeschneidung sprich Wunsch-Genitalverstümmelung – von Menschen unter 18 Jahren wohlgemerkt. Schade – wie gesagt: verpasste Chance.

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2016/_05/_14/Petition_65714.nc.html

    ___
    ___

    „Sehr geehrter Herr von Roy,

    der Bundestag hat Ihre Petition beraten und am 26. Januar 2017 beschlossen:

    Das Petitionsverfahren ist abzuschließen.

    Er folgt damit der Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses (BT-Drucksache 18/10885), dessen Begründung beigefügt ist.

    Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages ist das Petitionsverfahren beendet.“

    Eingang

    Anl. 2 z. Prot. 18/75
    das sind die Seiten 149 bis 151

    Auf dem Anschreiben vom 30.01.2017

    „Bezug: Ihre Eingabe vom 20. August 2016; Pet 4-18-07-403-032760
    Anlagen: 1“

    _________

    [ Die Begriffe § 1631d BGB oder Beschneidung … gibt es nicht. ]

    Plenarprotokoll 18/215
    Deutscher Bundestag
    Stenografischer Bericht
    215. Sitzung
    Berlin, Donnerstag, den 26. Januar 2017

    [ ab Seite 21511 ]

    Unter den Tagesordnungspunkten 34 f bis 34 j kommen wir zu den Beschlussempfehlungen des Petitionsausschusses. Hier gibt es wie immer Sammelübersichten, die wir insgesamt zur Abstimmung stellen.

    Ich rufe zunächst Tagesordnungspunkt 34f auf:

    Beratung der Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses (2. Ausschuss)
    Sammelübersicht 400 zu Petitionen
    Drucksache 18/10885

    Wer stimmt dafür? – Wer stimmt dagegen? – Wer enthält sich? – Alle dafür. Angenommen.

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/18/18215.pdf

    Drucksache 18/10885

    [ Begriffe § 1631d BGB oder Beschneidung … wieder abwesend. ]
    [ Seite 12 ]

    noch Beschlussempfehlung 9
    Inhalt der Eingabe : Familienrecht
    Zuständige oberste Bundesbehörde : BMJV

    Lfd. Nr. 138
    Pet 4-18-07-403-032415
    Berlin

    Lfd. Nr. 139
    Pet 4-18-07-403-027327
    Geretsried

    Lfd. Nr.
    Pet 4-18-07-403-032760 [ Edward von Roy am 30.10.2016 ]
    Mönchengladbach

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/108/1810885.pdf

  2. Cees van der Duin Says:

    26. Januar 2017, die Genitalverstümmelung an männlichen Kindern ist lautloses Thema im Deutschen Bundestag. Petitionen per Sammelübersicht, Abstimmung ohne Aussprache, die Worte § 1631d BGB oder Beschneidung fallen nicht

    [ Plenarprotokoll; Film von 8:35 min ]

    Plenarprotokoll
    128. Sitzung am Donnerstag, dem 26. Januar 2017, 11:30 Uhr – öffentlich

    f)–j)
    Beratung der Beschlussempfehlungen des Petitionsausschusses: Sammelübersichten 400, 401, 402, 403 und 404 zu Petitionen
    Drucksachen 18/10885, 18/10886, 18/10887, 18/10888, 18/10889

    […]

    Sammelübersicht 400 zu Petitionen
    Drucksache 18/10885
    Wer stimmt dafür? – Wer stimmt dagegen? – Wer enthält sich? – Alle dafür. Angenommen.

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/18/18215.pdf

    Sammelübersicht 400 [ im Film, s. u., Minute 6:20 bis 6:31 ]

    Beschluss
    Sammelübersicht 400 auf 18/10885 angenommen

    http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw04-de-beratungen-ohne-aussprache/489186

    Drucksache 18/10885
    Beschlussempfehlung

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/108/1810885.pdf

    Abschließende Beratungen ohne Aussprache

    Ohne Aussprache hat der Bundestag am Donnerstag, 26. Januar 2017, über eine Reihe von Vorlagen abgestimmt, darunter über die Sammelübersichten 400 bis 404 zu Petitionen, die der Petitionsausschuss abschließend beraten hat (18/10885, 18/10886, 18/10887, 18/10888, 18/10889).

    [ Filmdauer: 8:35 min – Petitionen ab Minute 6:07 bis 7:37 ]

    Reden zu diesem Tagesordnungspunkt
    Prof. Dr. Norbert Lammert
    Bundestagspräsident

    http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw04-de-beratungen-ohne-aussprache/489186

    Dass die Petition vom 30.10.2016 nicht nur von Jungen, sondern Jungen und Mädchen handelt, verschwand in der vorgegebenen Wortlosigkeit ebenso wie die Forderung nach der durch den Staat, ggf. auch gegen einen Kindeswunsch auf Beschnittenwerden, zu garantierenden genitalen Intaktheit jedes Minderjährigen (bis zu dessen erreichter Volljährigkeit, 18 Jahre alt).

    30.10.2016
    Familienrecht

    Pet 4-18-07-403-032760

    Ihr Schreiben vom 26. Oktober 2016
    Petition
    [Anrede],

    wir danken für Ihr Schreiben und antworten mit dieser Eingabe.

    Der Deutsche Bundestag möge beschließen

    Erstens

    § 1631d BGB Beschneidung des männlichen Kindes ist nicht geschlechtsneutral neu zu formulieren, insbesondere ist keine Änderung des § 1631d BGB vorzunehmen, der „auch die Beschneidung der weiblichen Vorhaut aufnimmt, indem geschlechtsneutral von einer medizinisch nicht erforderlichen Vorhautbeschneidung des einwilligungsunfähigen Kindes gesprochen wird“, wie es seit 2014 Prof. Dr. Karl-Peter Ringel und Ass. jur. Kathrin Meyer fordern (§ 226a StGB – Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung / Martin-Luther-Univ. Halle-Wittenberg, Interdisziplinäres Zentrum Medizin-Ethik-Recht (MER) Schriftenreihe Medizin – Ethik – Recht ; 51; erschienen: Halle (Saale) : MER, 2014).

    Zweitens

    § 1631d BGB Beschneidung des männlichen Kindes ist abzuändern, denn völlig altersgemäß kann der männliche Jugendliche (14 bis 17 Jahre alt) die lebenslangen – nachteiligen – Beschneidungsfolgen für seine Gesundheit, Sexualität und Partnerschaften nicht einschätzen und ist damit schlicht nicht einwilligungsfähig. Der Junge hat vielmehr den Anspruch, bis zum Alter von 18 Jahren (Volljährigkeit) ein unversehrtes Geschlechtsorgan zu besitzen (keine Beschneidung unter achtzehn), der Staat seiner Schutzpflicht nachzukommen, die sich aus GG Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 („Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“) in Verbindung mit GG Artikel 1 Absatz 1 Satz 2 („Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“) ergibt, vgl. BVerfGE 53,30 (57) – die Grundrechte als Abwehrrechte gegen den Staat verpflichten den Staat zunächst v. a. zum Unterlassen rechtswidriger Eingriffe in den Schutzbereich der Grundrechte. Darüber hinaus verlangen sie nach der Rspr. des BVerfG auch die vorbeugende Verhinderung drohender Grundrechtsverletzungen durch Dritte oder durch den Staat: Aus dem objektiv-rechtlichen Gehalt des Grundrechts folge „die Pflicht der staatlichen Organe, sich schützend und fördernd vor die genannten Rechtsgüter zu stellen und sie insbesondere vor rechtswidrigen Eingriffen von Seiten anderer zu bewahren“.

    https://schariagegner.wordpress.com/2016/10/29/beschneidung-schadet-dem-kindeswohl-bei-jungen-und-maedchen/

    Ob Mädchen oder Junge: keine Beschneidung unter achtzehn.

  3. Robin Clifford Says:

    … circumcision, an archaic ritual mutilation that has no justification whatever and no place in a civilized society.

    Ashley Montagu (1905-1999), Anthropologist
    Mutilated Humanity, 1991

    The greatest crime against humanity is the torture and mutilation of children. Child abuse and neglect, particularly in its extreme forms, represents a form of torture and mutilation. Not commonly recognized as child abuse and neglect and a form of torture and mutilation is the ritual mutilation of genitals of children (male and female). One reason for the non-recognition of these crimes of genital mutilation and torture is their common occurrence and their support by religious and social traditions of various kinds. Another reason is the denial and/or indifference to the pain that is being inflicted upon these children.

    James Prescott, Ph.D.
    Developmental Neuropsychologist, Cross-Cultural Psychologist

    http://nocircmontagu.com/index.pg

    The Universal Declaration on Circumcision, Excision, and Incision (1989)

    http://nocircmontagu.com/univ_declaration.pg

    Mutilated Humanity – by Ashley Montagu

    (Presented at The Second International Symposium on Circumcision, San Francisco, California, April 30-May 3, 1991.)
    (Published in The Humanist, July/August 1995)

    http://www.nocirc.org/symposia/second/montagu.html

  4. eekhoorntje Says:

    thefinalcut

    „Petition auf change.org 14. Mai 2016 Petition für Beschneidungsverbot“

    ·

    Guy am 14.05.2016

    Leider der falsche Ansatzpunkt. 2 grobe Schnitzer:

    1. Alle Jungen wurden für vogelfrei erklärt, gleich aus welchem Grund.

    2. Die meisten sog. medizinisch notwendigen Beschneidung sind medizinisch nicht notwendig.

    Ich unterschreibe das nicht.

    ·

    Bela2012 am 14.05.2016

    Religion muss bei einer solchen Petition eigentlich nicht erwähnt werden. Alle Kinder sollten vor unnötigen operativen Eingriffen geschützt werden. Auf der Podiumsdiskussion in Köln am 7. Mai wurde erwähnt, das gerade hier in Deutschland die Rate der Beschneidungen recht hoch ist, aber nicht wegen der religiösen Beschneidungen, sondern weil Ärzte eine voreilige Diagnose stellen. Eine Petition wie diese, erweckt einen falschen Eindruck und das kann ich leider nicht unterstützen

    ·

    R2D2 am 17.05.2016

    Ich glaube schon fast eher, dass so eine Petition eher schadet als nutzt.

    ·

    thefinalcut am 15.05.2016

    „Hier ist nochmal eine verbesserte Version der Petition: Ich habe mich bemüht, alle Kritikpunkte auszuräumen. Ich hoffe, die Begründung ist so akzeptabel.“

    ·

    [ Zitate aus Beschneidungsforum. ]

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/6801-Petition-auf-change-org/

    ···
    ··
    ·

    [ Dazu sagte Cees van der Duin am 30. Oktober 2016 ]

    Fundsache, wenig erfreulich

    Zum Glück nur ein Petent von mehreren, hoffentlich haben andere die vorhandenen Argumente eingebracht. Von Anatomie hatte thefinalcut wenig Ahnung? Sollte er nichts gelesen haben bei den Forschern Sorrells und Frisch oder wenigstens bei PflegeWiki?

    Völlig altersentsprechend können Kinder (Kind ist Mensch unter achtzehn Jahren) in ihr Verstümmeltwerden gar nicht einwilligen. Nicht nebenbei nämlich hätte derlei genitale Autonomie („erst in einem Alter vorgenommen werden dürfen, in dem die Tragweite dieses Eingriffs von einem Jugendlichen beurteilt werden kann und die Entscheidung eigenverantwortlich getroffen werden kann“) möglicherweise Auswirkung auf die deutschen rechtlichen Bewertungen von sexualisierter Gewalt (noch sind auch 14 und 15 Jahre alte Jugendliche geschützt)* sowie Kinderehen („von einem Jugendlichen“ wäre ggf. heiraten ab 14 statt wie heute ausnahmsweise ab 16 und wie geboten erst ab 18 Jahren).

    Es gibt, ungeeigneterweise, zur selben Petition gleich drei Petitionstexte. Im dritten steht „Beschneidungen Minderjähriger“ und „Beschneidungen an Minderjährigen“, das wäre 18 Jahre und allein zweckmäßig, doch gibt es dort nur eine einzige Signatur (vielleicht ja die von thefinalcut) und Online bei Deutscher Bundestag, online mitgezeichnet haben 127 Personen, liest man „von einem Jugendlichen“, beschnitten werden, genitalverstümmelt auf Kindeswunsch, soll erlaubt sein ab 14 Jahren. So war 2012 der kinderfeindliche Alternativentwurf, Rupprecht** usw., dazu damals wie heute ein klares Nein.

    * Auch Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren werden nicht nur durch den § 177 StGB, sondern auch durch den spezielleren Tatbestand des § 174 StGB vor sexuellen Handlungen durch Personen geschützt, von denen sie abhängig sind (etwa in den Bereichen Schule, Erziehung, Familie, Sport, Ausbildung, Arbeitsplatz).

    http://www.awo-vettweiss.de/elterninformationen/sexueller-missbrauch/

    ** Eltern hätten das Recht ihre Kinder auch religiös zu erziehen. „Dieses Recht endet dort, wo das Recht auf körperliche Unversehrtheit verletzt wird“, sagte Rupprecht. Da es sich bei der Beschneidung um einen „massiven, irreversiblen Eingriff“ handele, der medizinisch nicht notwendig sei, müsse das Kind selbst einwilligen und zwar im Alter von 14 Jahren. Der Eingriff solle nur von Kinderchirurgen oder Urologen vorgenommen werden. Rupprecht bedauerte, dass das Gesetz ohne Zeit für eine intensive Diskussion beschlossen werden solle, auch deshalb habe sie gemeinsam mit anderen diesen Entwurf vorgelegt.

    http://www.spdfraktion.de/themen/kindeswohl-religionsfreiheit-abwaegen

    „Man kann sicherlich geteilter Meinung sein, ab wann ein junger Mann sich entschließen können darf, aus Gründen der Tradition oder der Religion unwiederbringlich seine Vorhaut entfernen zu lassen. Spätestens im Alter von 18 Jahren kann / darf er dies ohnehin allein entscheiden. Warum nicht auch schon mit 14 Jahren? […]

    Durch die Festlegung eines Mindestalters von 14 Jahren ist sichergestellt, dass ein Junge schon eine eigene Vorstellung davon hat, welche Bedeutung eine vorhandene Vorhaut auch für die Sexualität hat. Er wird hierüber mit Gleichaltrigen, mit Schulkameraden, mit Sexualkundelehrern usw. reden. Diese Erfahrungssituation eines 14-Jährigen ist eine völlig andere als eines 6- oder 8-Jährigen […]“

    Walter Otte (gbs) am 15. November 2012

    [So argumentierend müsste der Rechtsanwalt konsequenterweise auch die straffrei gestellte (milde) Sunna auf Mädchenwunsch fordern, die gottesfürchtige Vierzehnjährige hat schließlich auch „eine eigene Vorstellung“ von Vulva und Sexualität und im Vergleich zu Grundschülern eine „völlig andere“ „Erfahrungssituation“!? Nein, hat sie nicht. Keine Beschneidung unter achtzehn.]

    http://gbs-berlin.org/ein-reeller-kompromissvorschlag-aus-dem-bundestag/

    Walter Otte, Sekretär des Arbeitskreises und einer der Bundesprecher der Säkularen Grünen

    http://be.saekulare-gruene.de/sprecherinnenkreis/

    Bundesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne von Bündnis 90/Die Grünen
    Anschrift: RA Walter Otte

    http://saekulare-gruene.de/impressum/

    Drucksache 17/11430
    08.11.2012

    Gesetzentwurf der Abgeordneten Marlene Rupprecht, Katja Dörner, Diana Golze, [u. a. m.] […]

    […] Voraussetzung hierfür ist wegen der Schwere und Irreversibilität des Eingriffs aber die Einwilligung des einsichts- und urteilsfähigen Sohnes, der das 14. Lebensjahr vollendet haben muss.

    http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/11/Gesetzesentwurf_zur_Beschneidung_ab_14.pdf

    Spätestens seit Tatjana Hörnle und dem 70. Juristentag droht Deutschland die Legalisierung der religiösen (islamischen) Chitan al-inath (sunat perempuan), die Straffreistellung der etwa schafiitischen Sunnabeschneidung der (Jungen und) Mädchen.

    Wie gesagt, glücklicherweise ist das gleich zu Lesende nur eine Eingabe von mehreren.

    Id-Nr. 65714
    Erstellungsdatum 14.05.2016

    Status
    in der Prüfung

    Mitzeichnungsfrist
    15.06.2016 – 13.07.2016

    Mitzeichnungsverlauf, Anzahl Online-Mitzeichner
    127

    Petition 65714

    Familienrecht – Abschaffung oder Änderung des § 1631d BGB vom 14.05.2016

    Text der Petition

    Mit der Petition wird gefordert, das Beschneidungsgesetz (§ 1631d BGB) abzuschaffen oder zu ändern.

    Begründung

    Nachdem das Kölner Landgericht die medizinisch nicht notwendige Beschneidung eines vier Jahre alten Kindes als rechtswidrige Körperverletzung eingestuft hat, ist ein Gesetz erlassen worden, das Beschneidungen an Kindern ohne deren Einwilligung erlaubt.

    Eltern haben kein Recht, ihren Kindern Schmerzen zuzufügen und sie irreversibel in der Intimzone zu verletzen, wenn sie meinen, dass dieser Brauch zum Bestandteil ihrer kulturellen und religiösen Identität gehört, auch wenn sie erklären, dass diese tradierte Praxis für sie unverzichtbar ist.

    Ich verlange, dass § 1631d BGB wieder abgeschafft wird oder dieses Gesetz zumindest so abgeändert wird, dass medizinisch unnötige Beschneidungen erst in einem Alter vorgenommen werden dürfen, in dem die Tragweite dieses Eingriffs von einem Jugendlichen beurteilt werden kann und die Entscheidung eigenverantwortlich getroffen werden kann.

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2016/_05/_14/Petition_65714.nc.html

    Familienrecht – Abschaffung oder Änderung des § 1631d BGB

    Mit der Petition wird gefordert, das Beschneidungsgesetz (§ 1631d BGB) abzuschaffen oder zu ändern.

    Begründung:

    Nachdem das Kölner Landgericht die medizinisch nicht notwendige Beschneidung eines vier Jahre alten Kindes als rechtswidrige Körperverletzung eingestuft hat, ist ein Gesetz erlassen worden, das Beschneidungen an Kindern ohne deren Einwilligung erlaubt. Eltern haben kein Recht, ihren Kindern Schmerzen zuzufügen und sie irreversibel in der Intimzone zu verletzen, wenn sie meinen, dass dieser Brauch zum Bestandteil ihrer kulturellen und religiösen Identität gehört, auch wenn sie erklären, dass diese tradierte Praxis für sie unverzichtbar ist. Ich verlange, dass § 1631d BGB wieder abgeschafft wird oder dieses Gesetz zumindest so abgeändert wird, dass medizinisch unnötige Beschneidungen erst in einem Alter vorgenommen werden dürfen, in dem die Tragweite dieses Eingriffs von einem Jugendlichen beurteilt werden kann und die Entscheidung eigenverantwortlich getroffen werden kann.

    14.05.2016 (aktiv bis 13.07.2016)

    Von:
    Nicht öffentlich
    An:
    Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
    Region:
    Deutschland
    Status:
    Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Zeichnung beendet
    127 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

    https://www.openpetition.de/petition/online/familienrecht-abschaffung-oder-aenderung-des-1631d-bgb

    ___
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    thefinalcut
    „Petition auf change.org
    14. Mai 2016
    Petition für Beschneidungsverbot“

    Guy am 14.05.2016
    „Leider der falsche Ansatzpunkt.
    2 grobe Schnitzer:
    1. Alle Jungen wurden für vogelfrei erklärt, gleich aus welchem Grund.
    2. Die meisten sog. medizinisch notwendigen Beschneidung sind medizinisch nicht notwendig.
    Ich unterschreibe das nicht.“

    Bela2012 am 14.05.2016
    „[…] Eine Petition wie diese erweckt einen falschen Eindruck und das kann ich leider nicht unterstützen.“

    R2D2 am 17.05.2016
    „[…] Ich glaube schon fast eher, dass so eine Petition eher schadet als nutzt.“

    ___ps://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/6801-Petition-auf-change-org/

    thefinalcut am 15.05.2016
    „Hier ist nochmal eine verbesserte Version der Petition:
    Ich habe mich bemüht, alle Kritikpunkte auszuräumen. Ich hoffe, die Begründung ist so akzeptabel.“

    1 Unterstützer/in auf Change.org
    Noch 99 Unterstützer/in auf Change.org bis zum 100-Meilenstein.

    Verbot von Beschneidungen Minderjähriger

    Nachdem das Kölner Landgericht die medizinisch nicht notwendige Beschneidung eines vier Jahre alten Kindes als rechtswidrige Körperverletzung eingestuft hat, ist ein Gesetz erlassen worden, das Beschneidungen an Kindern ohne deren Einwilligung erlaubt.

    Eltern haben kein Recht, ihren Kindern Schmerzen zuzufügen und sie irreversibel in der Intimzone zu verletzen, wenn sie meinen, dass dieser Brauch zum Bestandteil ihrer Kulturellen und religiösen Identität gehört, auch wenn sie erklären, dass diese tradierte Praxis für sie unverzichtbar sei. Aber auch aus anderen Motiven heraus dürfen Eltern ihre Kinder nicht beschneiden lassen, wie zum Beispiel wegen der Hygiene oder der Gesundheitsprävention.

    § 1631d BGB soll abgeschafft werden und ein Gesetz beschlossen werden, dass Beschneidungen an Minderjährigen untersagt. Außerdem sollte in diesem Gesetz sichergestellt werden, dass für den Eingriff eine Dokumentationspflicht vorgeschrieben wird, die es ermöglicht Ärzte zu überführen, die Beschneidungen aufgrund von Scheindiagnosen vornehmen oder aus Gefälligkeit Scheindiagnosen stellen, um den Eingriff vornehmen zu können.

    Diese Petition wurde übergeben an:

    Den deutschen Bundestag

    https://www.change.org/p/den-deutschen-bundestag-verbot-von-beschneidungen-minderj%C3%A4hriger?recruiter=541139783&utm_source=share_for_starters&utm_medium=copyLink

    Thema Beschneidungsforum.

    AEMR, Beschneidungsforum und Schariapflicht zur Beschneidung

    https://schariagegner.wordpress.com/2015/01/08/aemr-als-radikales-feindbild/

  5. eekhoorntje Says:

    Al-Fitra – de natuurlijke aanleg
    De besnijdenis in Islaam

    “De boodschapper van Allah heeft gezegd: ‘Vijf dingen behoren tot de fitra: het verwijderen van het schaamhaar, de besnijdenis, het knippen van de snor, het verwijderen van het okselhaar, het knippen van de nagels.’” (Abu Huraira)

    Imam Ahmed werd gevraagd over de tijd van besnijdenis, en hij zei: “Wij hebben hier niets over gehoord.” Ibn al-Mundzir heeft gezegd: “Er is geen overlevering waarmen naar kan verwijzen betreffende de tijd van besnijdenis, en er is geen soenna diemen hierin kan volgen.”

    Met betrekking tot de tijd wanneer het verplicht wordt: sommige geleerden zijn vanmening dat het niet verplicht is tot na de pubertijd, omdat de verplichtingen van de sharia niet verplicht zijn voordat men de pubertijd bereikt.

    An-Nawawi heeft gezegd: “Onze metgezellen zeiden: ‘De tijd wanneer de besnijdenisverplicht wordt is na de pubertijd.’”

    UwKeuze.net („Een leidend licht in een tijd van wijdverspreide duisternis.“)

    http://www.uwkeuze.net/Artikelen/Verrijk%20uw%20kennis/De%20besnijdenis%20in%20Islaam.html

    http://uwkeuze.net/al-fitrah-de-natuurlijke-aanleg/

    _______

    Die Gelehrten sind jedoch unterschiedlicher Ansicht, ob die Beschneidung Pflicht oder empfohlen ist.

    Scheich ibn Uthaimin sagte: „Die korrekteste Meinung besagt, dass es für Männer Pflicht ist und für Frauen eine Sunna. Der Unterschied zwischen beiden ist, dass es im Falle der Männer einem Zweck dient, der mit einer Bedingung für das Gebet zusammenhängt, nämlich dem Zustand der Reinheit. Denn wenn Urin aus der Harnröhre austritt, sammelt sich ein Teil davon unter der Vorhaut, was Infektionen verursachen kann durch körperliche Bewegung des Mannes. Und wenn die Vorhaut zusammengedrückt wird, kommen einige Tropfen Urin heraus, die Nadschasa (Unreinheit) verursachen. Bei Frauen dient es einem nützlichen Zweck, nämlich die Begierde zu zügeln. Hier geht es darum, sich selbst zu vervollkommnen und nicht darum, etwas Schädliches zu vermeiden.“ (Asch-Scharh al-Mumti, 1/133-134).

    Das war auch die Ansicht von Imam Ahmad. Ibn Qudama sagte in Al-Mughni (1/115): „Die Beschneidung ist für Männer Pflicht und für Frauen empfohlen. Für sie ist sie nicht verpflichtend.“

    3. Wie die Beschneidung durchgeführt wird

    Ibn al-Qayyim sagte: „Abu al-Barakat schrieb in seinem Buch Al-Ghayah: ‚Bei der Beschneidung wird beim Mann die Haut an der Spitze des Penis (Vorhaut) entfernt. Wenn er sie nur größtenteils entfernt, ist das in Ordnung. Es ist empfohlen, Frauen zu beschneiden, vorausgesetzt, dass dies nicht in extremer Weise geschieht.’ Von ´Umar wird überliefert, dass er zu einer Frau, die anderen Frauen beschnitt, sagte: ‚Lass einen Teil, wenn du beschneidest.’ Al-Challah sagte in Dschami: ‚Was bei der Beschneidung entfernt wird: Muhammad ibn al-Husain sagte mir, dass Fadl ibn Ziyad ihnen sagte: ‚Als Ahmad gefragt wurde, wieviel bei der Beschneidung entfernt werden soll, antwortete er: ‚Bis die Eichel sichtbar wird.’’“

    Ibn as-Sabbagh schrieb in Asch-Schamil: „Der Mann muss die Haut an der Spitze des Penis ganz entfernen, bis die Eichel vollständig sichtbar wird. Bei der Frau sollte die Haut, die etwas wie ein Hahnenkamm aussieht, zwischen den beiden Schamlippen vorne an der Vagina beschnitten werden. Bei der Beschneidung sollte der Rumpf wie eine Dattelkern gelassen werden.“

    An-Nawawi sagte: „Die bekannteste Ansicht, die auch die korrekte ist, besagt, dass alles, was die Eichel bedeckt, entfernt werden muß.” (Al-Majmû’, 1/351).

    LichtSTR.de („Alles über die Risale-i Nur und Bediüzzaman Said Nursi“)

    http://www.lichtstr.de/smf/index.php?topic=474.5;wap2

    _______

    Ist es eine Option, den Sohn nicht beschneiden zu lassen?

    Frage:

    Die Beschneidung durchführen zu lassen, gilt als eine gute und belohnenswerte Tat (Hasana). Sie nicht durchführen zu lassen, ist keine Sünde. Ist es möglich, dass wir unseren Sohn nicht beschneiden lassen?

    Antwort:

    (Im Türkischen wird das Wort „Beschneidung“ wortwörtlich mit „sünnet“ (Sunna) übersetzt.) Auch wenn es „Sunna“ genannt wird, ist die Beschneidung ein besonderes Merkmal der muslimischen Gemeinschaft (Umma) und darf nicht vernachlässigt werden.

    Nureddin Yıldız
    Nureddin Yildiz

    Fatwazentrum (fatwazentrum.de)

    http://fatwazentrum.de/ist-es-eine-option-den-sohn-nicht-beschneiden-zu-lassen/

  6. Nguyen Tran Says:

  7. Greetings from Nyeri! Says:

    The VMMC Experience Project

    Voices from the African circumcision campaign

    http://www.vmmcproject.org/

    http://www.vmmcproject.org/about-us/

    Videos

    http://www.vmmcproject.org/extras/videos/

    In the news

    http://www.vmmcproject.org/extras/in-the-news/

    Intact Kenya | Facebook

    NOCIRC South Africa | Facebook

    https://de-de.facebook.com/NocircSouthAfrica/

    Brother K

    https://www.facebook.com/richard.carver.779?hc_ref=PAGES_TIMELINE

  8. Jacques Auvergne Says:

    Nichts Schlechtes über den Islam!

    Eine empirische Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland („Daten – Zusammenhänge – Perspektiven“). Und so weiß man es – vielleicht zuerst bei Rambøll Management Consulting*, dann bei INTEGRA und schließlich beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – immer noch nicht oder belügt die Leserschaft zur FGM im Irak, in Indonesien, in Malaysia: die Mädchenbeschneidung sei Folklore, Tradition oder Stammesüberlieferung: „kultureller Brauch“. Zitat:

    Eine empirische Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland
    Daten – Zusammenhänge – Perspektiven

    1. Einleitung

    In einer vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Studie hat INTEGRA, ein Netzwerk, das ausallen Organisationen in Deutschland besteht, die gegen weibliche Genitalverstümmelung kämpfen, unter Berücksichtigung von durch Ramboll Management Consulting erhobenen Daten vorliegende Studie zum Thema weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation / Female Genital Cutting, kurz: [FGM zu sagen reicht FGM / FGC ist nicht nötig] FGM_C) in Deutschland durchgeführt. […]

    2. Fokus der Studie
    2.1. Ausgangslage

    Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Praktik, die in weiten Teilen Westafrikas, Ostafrikas und Zentralafrikas sowie in Ländern wie dem Jemen, dem Irak [Anm. d. Verf.: im Irak besonders bei den [meine Anm.: muslimischen, hier der schafiitischen Madhhab folgenden] Kurden], in Indonesien und Malaysia als kultureller Brauch weit verbreitet ist.

    [Aber dann, die Worte Religion oder Islam werden sorgfältig vermieden, hören wir von dem malaysischen Fatwa, dem (religiösen, dem islamischen versteht sich) Rechtsgutachten.

    Statt indonesische Muslimgelehrte sage man Ulama oder Islamgelehrte, Einzahl Alim, zumal Ulama im U von MUI enthalten ist: Majelis Ulama Indonesia.]

    3.1 Untersuchungsbereiche
    3.1.1 Länder

    […] wurde im fachlichen Austausch mit den Vertreterinnen von INTEGRA entschieden, die Länder Indonesien und Malaysia mit einzubeziehen.

    [Ein bisschen zu berücksichtigen („einzubeziehen“) reicht und dort oder anderswo den Islam einzubeziehen ist bekanntlich … nicht hilfreich.]

    […] hat eine Fatwa aus dem Jahr 2009 die Beschneidung weiblicher Genitalien in Malaysia zur Pflicht gemacht. In Indonesien veröffentlichte der indonesische Rat der Muslimgelehrten (MUI) 2008 eine Fatwa, in der eine neutrale Haltung gegenüber Beschneidung weiblicher Genitalien eingenommen wird.

    [MUI hat klargestellt, dass die Sunat Perempan (Islamic FGM) nicht verboten werden darf – und anlässlich der Veröffentlichung des Fatwa ergänzt, dass die Mädchenbeschneidung zu den Ibadat (Pflichten Allah gegenüber) gehört, mithin ernsthaftes islamisches Selbstverständnis und Leben ist. Eine wirklich neutrale Haltung hingegen würde das Kindergenital bedingungslos schützen, und das hat der MUI nun einmal nicht im Sinn.]

    […] sind nach INTEGRA sowie TERRE DES FEMMES in Indonesien und Malaysia Tendenzen zu beobachten, wonach die Praxis der FGM_C nicht zurückgehe, sondern eher zunehme. […]

    Aufgrund der schlechten Datenlage wird explizit darauf verzichtet, Länder wie Oman, Iran und Thailand zu berücksichtigen. Hier liegen keine (repräsentativen) Daten zur FGM_C-Prävalenz in diesen Ländern vor.

    [Es würde ja auch erst einmal reichen, zu sagen: Der Islam fordert mindestens von den Schafiiten zwingend (wadschib) die Beschneidung der Jungen und Mädchen, FGM ist Scharia – und dieser Islam, ein anderer ist noch nicht da, kann in Deutschland nicht (nämlich in Recht und Gesetz) integriert werden.]

    file:///C:/Users/dell/AppData/Local/Temp/Studie_Produktion_14_01_2017_K5_Homepage.pdf

    .
    .
    __________

    * Rambøll, die Studie s. o. schreibt Ramboll.

    Interkulturelle Personalentwicklung
    Rambøll Management Consulting

    Bewertung interkultureller Kompetenz
    Respekt vor unterschiedlichen Kulturen / Religionen

    http://migration.ramboll.de/~/media/files/rde/management-consulting/ramboll-migration/personalentwicklung_bf.pdf

    DEUTSCHE ISLAM KONFERENZ
    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

    Bei der Umsetzung vor Ort wird das Bundesamt von den Projektträgern „Rambøll Management Consulting“ und „imap – Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung“ unterstützt, die beide langjährige Erfahrung mit interkulturellen Öffnungsprozessen in Verwaltungen mitbringen.

    http://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2014/20140326-abh-tagung.html

    Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    BMFSFJ Forschungsstudie
    Migrantinnenorganisationen in Deutschland
    Abschlussbericht

    Rambøll Management Consulting und TU Darmstadt

    https://www.bmfsfj.de/blob/94342/bbf84a8a898dde66138874e2efb6b944/migrantinnenorganisationen-in-deutschland-abschlussbericht-data.pdf

    Deutscher Bundestag
    Drucksache 16/3968
    Kleine Anfrage
    Antwort

    geeigneter Auftragnehmer für praxisbezogene und kurzfristig zu erstellende Studien im EU-Rahmen […]

    Firma Ramboll Management

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/039/1603968.pdf

    Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

    Better health care services
    More skilled workers
    Cross-section evaluation of the health sector
    Effectiveness – Efficiency – Quality of evaluation reports

    The following firms were commissioned to carry out the GIZ health review:
    Rambøll Management Consulting
    […]

    https://www.giz.de/de/downloads/giz2015-en-cross-section-evaluation-health.pdf

  9. Edward von Roy Says:

    Keine Beschneidung unter 18

    Intaktivisten sind gegen jede medizinisch unnötige Beschneidung eines Kindes (Kind ist Mädchen oder Junge). In einer Kirchenzeitschrift fragte jemand, ob ein Foto einer Beschneidung eines Jungen im modernen Medizinbetrieb nicht angemessener wäre als eine Jahrhunderte alte religiöse Miniatur. Um die rituelle Zirkumzision also geht es, für uns, nicht anders als die FGM, ist sie eine genitale Mutilation, Verstümmelung.

    Eine evangelische Theologin antwortet und ist nicht etwa um die genitale Unversehrtheit bekümmert, sondern um die Ethik des Bildes:

    „Lieber J.B., Bilder können eine sehr viel stärkere emotionale Wirkung haben als Texte. Außerdem möchten wir nicht, dass die abgebildeten Menschen durch die Verbreitung der Bilder in ihrer Würde verletzt werden. Anne Kampf, Redaktion“

    (Am 04.07.2012 im Kommentarbereich zu: Beschneidung: „Das Zeichen des Bundes zwischen mir und euch)

    https://www.evangelisch.de/inhalte/4343/27-06-2012/beschneidung-das-zeichen-des-bundes-zwischen-mir-und-euch

    Nicht das Skalpell sei eigentlich verletzend, sondern die Fotodokumentation.

    Chitan al-Inath (Mädchenbeschneidung, FGM) ist islamisch und Anne Kampf (geboren 1977) ist Journalistin und evangelische Theologin. Sie könnte und sollte als Titel wählen:

    „Beschneidung“ von Jungen ist eine Verstümmelung

    … -, doch kümmert sie sich, grundsätzlich ein ehrenwertes Ansinnen, erst einmal um die Mädchen, weshalb evangelisch (Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik) titelt:

    „Beschneidung“ von Mädchen ist eine Verstümmelung

    … eine Geschlechtsklasse wird diskriminiert oder übersehen, das geht ethisch nicht und auch grundgesetzlich nicht.

    Seit Februar 2017 ist Anne Kampf Vikarin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Ungeprüft oder ohne rot zu werden gibt sie die Mär von Anja Stuckert* weiter:

    Keine Religion fordere explizit die weibliche Genitalverstümmelung, sagt Anja Stuckert, Gender-Referentin der Organisation Plan Deutschland. Religion werde manchmal nachträglich als Begründung angeführt, um die Verstümmelung der Mädchen zu legitimieren. Tatsächlich seien die Motive sehr komplex und regional unterschiedlich.“

    (Eine „Beschneidung“ von Mädchen ist eine Verstümmelung / Von Anne Kampf / auf: evangelisch – GEP Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik / Der Artikel erschien bereits am 05.07.2012 auf evangelisch.de. Anlass war die Debatte um das Kölner Beschneidungsurteil. Der Artikel wurde am 05.02.2015 überarbeitet.)

    https://www.evangelisch.de/inhalte/4805/06-02-2015/eine-beschneidung-von-maedchen-ist-eine-verstuemmelung#comments-list

    * Implementing CHANGE
    Training Influential Community Members Across the European Unionto Advocate for the Abandonment of Female Genital Mutilation.
    A Training Manual for Facilitators

    Plan International Deutschland – Germany
    Dr. Anja Stuckert (Senior Advisor for Gender)

    http://www.fsan.nl/docs/20150514154130_A_Training_Manual_for_Facilitators_-Change.pdf

    [Vor zehn Jahren, 2007]
    Gender und Entwicklung: Erfahrungen aus der Programmarbeit von Plan International in Ägypten
    Seicht schwatzt Dr. Anja Stuckert:

    „unausgewogene Machtverhältnisse sowie traditionelle Rollenbilder kritisch zu hinterfragen. In einer religiös geprägten Gesellschaft wie Ägypten erforderte dies ein gutes Verständnis der religiösen Lehren, die einen starken Einfluss auf das Zusammenleben von Frauen und Männern haben [kein Wort zur frauenfeindlichen Scharia]. Geschlechtsspezifische Gewalt und die strukturelle Diskriminierung von Frauen wurden explizit thematisiert [nur ein bisschen angesprochen im Hinterzimmer?]. […] So setzt sich die ägyptische Präsidentengattin** engagiert für die Gleichberechtigung ein. […] Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen, erfordert Zeit und Geduld.“

    (Anja Stuckert, in: Frauen bringen den Wandel: Dokumentation der Veranstaltungen am 20. und 21. April 2007 in Hamburg. Die Dokumentation ist Teil des VENRO-Projekts zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 „Afrikas Perspektive – Europas Politik“.)

    http://www.venro.org/fileadmin/Publikationen/gender/VENRO_Gender_final.pdf

    ** Suzanne Mubarak, auch 2007, niemand darf sein Gesicht verlieren, darum ging es First Lady wie Großmufti, beschnitten (FGM) wurde weiter.

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/6251426.stm

    Ägypten 2007, der Islam ist nicht kritisierbar, (folglich) die FGM unbesprechbar. Lisa Wynn sieht klar:

    it was a non-issue.

    https://culturematters.wordpress.com/2007/07/04/new-ban-on-female-circumcision-in-egypt/

    ·
    ·

    Eines Tages begegnete Mohammed der zum Islam konvertierten muqaṭṭiʿatu l-buẓūr (amputatrice di clitoridi, coupeuse de clitoris, cutter of clitorises), der Frauenbeschneiderin Umm ʿAṭiyya. Die Gottgehorsame befragte den Propheten nach der religiösen Rechtmäßigkeit ihrer täglichen Arbeit und Allahs Sprecher stellte fest:

    Hadith

    أشمِّي ولا تنهَكي

    ašimmī wa-lā tanhakī
    [Cut] slightly and do not overdo it
    [Schneide] leicht und übertreibe nicht

    Oder Mohammed verkündete den Willen des Himmels so:

    اختفضن ولا تنهكن
    iḫtafiḍna wa-lā tanhikna
    Cut [slightly] without exaggeration
    Schneide [leicht] und ohne Übertreibung

  10. Robin Clifford Says:

    جاد الحق علي جاد الحق
    Gad al-Haqq Ali Gad al-Haqq (auch angilis. Jad, dt. Dschad)
    Islamischer Gelehrter, fordert die Mädchenbeschneidung

    .

    .

    King Faisal International Prize
    König-Faisal-Preis

    https://en.wikipedia.org/wiki/King_Faisal_International_Prize

    .

    Weiterer Fatwa zur Mädchenbeschneidung

    Am 29. Januar 1981 veröffentlichte Dschad al-Haqq Ali Dschad al-Haqq einen Fatwa zur Mädchenbeschneidung (ḫitān al-banāt).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Dsch%C4%81d_al-Haqq_%CA%BFAl%C4%AB_Dsch%C4%81d_al-Haqq#Das_Fatwa_zur_M.C3.A4dchenbeschneidung

    Shaykh Gad al-Haq Ali of al-Azhar issued a fatwa that female circumcision is a part of the legal body of Islam and is a laudable practice that honors women.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Religious_views_on_female_genital_mutilation

    .
    .
    .

    محمد صالح المنجد
    Muhammad Salih al-Munajjid
    Noch ein islamischer Gelehrter der die Mädchenbeschneidung fordert

    .

    .

    – Principles of Fiqh » Jurisprudence and Islamic Rulings » Acts of Worship » Purity » Natural character and instinct of the human creation.

    45528: Medical benefits of female circumcision

    Could you explain me what is the medical benefit of girl’s circumcision?

    Published Date: 23.09.2005

    Praise be to Allaah.

    […] Circumcision is prescribed for both males and females. The correct view is that circumcision is obligatory for males and that it is one of the symbols of Islam, and that circumcision of women is mustahabb but not obligatory.

    There are reports in the Sunnah which indicate that circumcision for women is prescribed in Islam. In Madeenah there was a woman who circumcised women and the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) said to her: “Do not go to the extreme in cutting; that is better for the woman and more liked by the husband.” Narrated by Abu Dawood (5271), classed as saheeh by Shaykh al-Albaani in Saheeh Abi Dawood.

    Female circumcision has not been prescribed for no reason, rather there is wisdom behind it and it brings many benefits.

    Mentioning some of these benefits, Dr. Haamid al-Ghawaabi says:

    The secretions of the labia minora accumulate in uncircumcised women and turn rancid, so they develop an unpleasant odour which may lead to infections of the vagina or urethra. I have seen many cases of sickness caused by the lack of circumcision.

    Circumcision reduces excessive sensitivity of the clitoris which may cause it to increase in size to 3 centimeters when aroused, which is very annoying to the husband, especially at the time of intercourse.

    Another benefit of circumcision is that it prevents stimulation of the clitoris which makes it grow large in such a manner that it causes pain.

    Circumcision prevents spasms of the clitoris which are a kind of inflammation.

    Circumcision reduces excessive sexual desire. […]

    The female gynaecologist Sitt al-Banaat Khaalid says in an article entitled Khitaan al-Banaat Ru’yah Sihhiyyah (Female circumcision from a health point of view):

    For us in the Muslim world female circumcision is, above all else, obedience to Islam, which means acting in accordance with the fitrah and following the Sunnah which encourages it. We all know the dimensions of Islam, and that everything in it must be good in all aspects, including health aspects. If the benefits are not apparent now, they will become known in the future, as has happened with regard to male circumcision – the world now knows its benefits and it has become widespread among all nations despite the opposition of some groups.

    Then she mentioned some of the health benefits of female circumcision and said:

    It takes away excessive libido from women

    It prevents unpleasant odours which result from foul secretions beneath the prepuce.

    It reduces the incidence of urinary tract infections

    It reduces the incidence of infections of the reproductive system.

    […] And Allaah knows best.

    Islam Q&A
    Islam Question and Answer
    General Supervisor: Shaykh Muhammad Saalih al-Munajjid

    https://islamqa.info/en/45528

    .

  11. Jacques Auvergne Says:

    FGM-Glossar Indonesisch-Deutsch

    syahwat – menschliches Begehren, hier Begierde oder Wollust: sexuelle Lust, Umma und Seelenheil gefährdend. Schahwa (šaḥwa)

    tidak terkendalikan – hemmungslos
    tidak terkendalikan syahwat – unkontrollierbare Lust
    perzinaan – Unzucht und Ehebruch (zinā)

    khitan – Beschneidung (FGM oder MGM; ḫitān)
    khafdh – auch khifadh anglisiert: Islamische FGM, wörtlich Einsenken, Herabtiefen (zu: ḫ-f-ḍ, ḫifāḍ / ḫafḍ)

    anak – Kind
    anak-anak – Kinder
    perempuan – weiblich
    anak laki-laki – die Jungen
    anak perempuan – das Mädchen

    khitan wanita – Beschneidung der Frau, weibliche Beschneidung
    sunat perempuan – Mädchenbeschneidung

    hukm – Islamrechtliche Bewertung (Schariagesetzlichkeit; ḥukm, aḥkām)

    fitrah – Fitra, die Weise des Geschaffenseins, nämlich als Ausgerichtetsein aller Geschöpfe auf den Schöpfer, Allah. Arabisch fiṭra.

    wajib – wadschib, Synonym fard: religiös obligatorisch, islamrechtlich zwingend (wāǧib, farḍ)

    Noch zum Lesen. Indones. sy – dt. sch (frz. ch, engl. sh), also:

    Syari’at Islam – die islamische Normativität (Schöpfungsordnung und Gesetzlichkeit), die Scharia (šarīʿa)
    Syari’at – Scharia (šarīʿa)
    Asy Syaukani – asch-Schaukani (aš-Šaukānī)
    Asy-Syafi’i – asch-Schafii (aš-Šāfiʿī), Begründer der Madhhab (Schafiiten)

    .
    .

    Die FGM ist (auch) sehr islamisch. Hadith, Rede (Anordnung, Befehl) des Propheten

    أُخْفُضِي وَلا تُنْهِكِي فَإِنَّه أَنْظَرُ لِلْوَجْهِ أَحْظَى لِلْزَوْجِ

    “Khitanlah (anak-anak perempuan), tetapi jangan dipotong habis! Karena sesungguhnya khitan itu membuat wajah lebih berseri dan membuat suami lebih menyukainya.”

    [Aber ja.] Beschneide [die Mädchen], aber schneide nicht zuviel! Denn [nur] diese [Weise von] Beschneidung wird das Gesicht leuchten lassen und für den Ehemann angenehm sein.

    http://akhwat.web.id/muslimah-salafiyah/permata-hati/khitan-dan-hukumnya/

    __

    Hukum Khitan Perempuan, tata-Cara dan Hikmahnya

    1. Pengertian Khitan

    Khitan secara bahasa diambil dari kata “ khatana “ yang berarti memotong. Khitan bagi laki-laki adalah memotong kulit yang menutupi ujung zakar, sehingga menjadi terbuka. Sedangkan khitan bagi perempuan adalah memotong sedikit kulit (selaput) yang menutupi ujung klitoris (preputium clitoris) atau membuang sedikit dari bagian klitoris (kelentit) atau gumpalan jaringan kecil yang terdapat pada ujung lubang vulva bagian atas kemaluan perempuan. Khitan bagi laki-laki dinamakan juga I’zar dan bagi perempuan disebut khafd.

    2. Hukum Khitan Bagi Wanita.

    Para ulama sepakat bahwa khitan wanita secara umum ada di dalam Syari’at Islam. Tetapi mereka berbeda pendapat tentang status hukumnya, apakah wajib, sunnah, ataupun hanya anjuran dan suatu kehormatan. […] Diantara dalil-dalil dari hadits tentang khitan wanita adalah sebagai berikut

    Lima Jenis Fitrah. Hadist Abu Hurairah r.a., bahwasanya Rasulullah Shallallahu ‘alaihi wa sallam bersabda:

    خَمْسٌ مِنْ الْفِطْرَةِ الْخِتَانُ وَالِاسْتِحْدَادُ وَنَتْفُ الْإِبْطِ وَتَقْلِيمُ الْأَظْفَارِ وَقَصُّ الشَّارِبِ

    “Lima hal yang termasuk fitrah yaitu: khitan, mencukur bulu kemaluan, mencabut bulu ketiak, memotong kuku dan memotong kumis.”

    [H.R.Bukhari (6297 – Fathul Bari), Muslim (3/257 – Nawawi), Malik dalam Al-Muwatha (1927), Abu Daud (4198), At-Tirmidzi (2756), An-Nasa’i (1/14-15), Ibnu Majah (292), Ahmad dalam Al-Musnad (2/229) dan Al-Baihaqi (8/323)].

    […]

    Kelompok yang berpendapat wajib mengatakan bahwa hadist di atas menyebut dua khitan yang bertemu, maksudnya adalah kemaluan laki-laki yang dikhitan dan kemaluan perempuan yang dikhitan. Hal ini secara otomatis menunjukkan bahwa khitan wanita hukumnya wajib. Sedangkan bagi yang berpendapat khitan wanita adalah sunnah mengatakan bahwa hadist tersebut tidak tegas menyatakan kewajiban khitan bagi perempuan. (Asy Syaukani, Nailul Author : 1/147).

    Menimbang derajat hadits. Hadist Anas bin Malik r.a. bahwasanya Rasulullah saw. bersabda kepada kepada Ummu ‘Athiyah (wanita tukang khitan): اخْفِضِي، وَلا تُنْهِكِي، فَإِنَّهُ أَنْضَرُ لِلْوَجْهِ، وَأَحْظَى عِنْدَ الزَّوْجِ “Apabila engkau mengkhitan wanita potonglang sedikit, dan janganlah berlebihan (dalam memotong bagian yang dikhitan), karena itu lebih bisa membuat ceria wajah dan lebih menyenangkan (memberi semangat) bagi suami.” [Shahih, Dikeluarkan oleh Abu Daud (5271), Al-Hakim (3/525), Ibnu Ady dalam Al-Kamil (3/1083) dan Al-Khatib dalam Tarikhnya 12/291)]. […]

    http://www.jadipintar.com/2013/10/Hukum-Khitan-Perempuan-tata-Cara-dan-Hikmahnya.html

    http://www.islamhaqiqi.com/2013_09_01_archive.html

    _____

    Das zuletzt Betrachtete ist einer der bekannten Hadithe zur islamischen weiblichen Beschneidung.

    Mohammed sagte der Mädchenbeschneiderin

    اخْفِضِي، وَلا تُنْهِكِي، فَإِنَّهُ أَنْضَرُ لِلْوَجْهِ، وَأَحْظَى عِنْدَ الزَّوْجِ

    „Beschneide und übertreibe nicht, [nur] so macht es das Gesicht [des Mädchens] leuchtender und ist vorteilhafter mit dem Ehemann.“

    Anders übertragen:

    „Wenn du schneidest, übertreibe nicht, dann macht es das Gesicht strahlender und ist angenehmer für den Ehemann.“

    اخفضي ولا تُنهكي فإنه أنضر للوجه, وأحظى عند الزوج

    „Circumcise but don’t cut too much for that will be brighter for the face and more pleasing to the husband.“

    Andere Version:

    „Cut but not excessively for this would be better for the brightness of the face and the husband.“

    « Effleure et n’abuse pas, car cela rend le visage plus rayonnant et est plus agréable pour le mari. »

    Autre version :

    « Le Prophète (sws) a dit (à une exciseuse): « Excise sans exagérer (sans l’enlever tout le clitoris) car cela embelli le visage et est préféré par le mari. »

    http://blog.decouvrirlislam.net/Home/islam/femmes/l-excision-de-la-femme-suite

  12. Jacques Auvergne Says:

    Исмаил Алиевич Бердиев
    Ismail Alijewitsch Berdijew
    Mufti von Dagestan, verteidigt Islamic FGM

    .

    .

    Govorit Moskva
    15.08.2016

    Russian Muslim official defends female circumcision after researchers discover its practice in Dagestan

    […] “As far as I know,” Berdiev explained on air, “it’s done to calm a woman’s zeal somewhat. There’s absolutely no health problem here.”

    Berdiev was responding to a new report by the organization “Russian Justice Initiative,” which found that female circumcision is practiced in the certain areas of Dagestan, one of Russia’s predominantly Muslim republics in the North Caucasus. Russian Justice Initiative found cases in remote villages where girls under the age of three (and sometimes as old as 11) were circumcised. […]

    https://meduza.io/en/news/2016/08/15/russian-muslim-official-defends-female-circumcision-after-researchers-discover-its-practice-in-dagestan?utm_source=t.co&utm_medium=share_twitter&utm_campaign=share

    ::

    La Parisienne
    18 Août 2016

    Russie : un mufti qui appelle à «exciser toutes les femmes» provoque un tollé

    http://www.leparisien.fr/laparisienne/societe/russie-les-propos-d-un-mufti-appelant-a-exciser-toutes-les-femmes-provoque-un-tolle-18-08-2016-6050891.php#xtref=https%3A%2F%2Fwww.google.de

    ::

    BBC
    18 August 2016

    Russia furore over FGM in mainly Muslim Dagestan

    […] ‚Less debauchery‘

    Mr Berdiyev, the mufti of the North Caucasus, had said earlier that FGM was practised in some villages in Dagestan and that it was necessary to curb women’s sexuality.

    „It would be very good if this were applied to all women,“ the Islamic cleric said, adding, „It doesn’t stop women giving birth and there would be less debauchery.“ […]

    RJI said the subject was taboo in the mainly Muslim republic, home to many different ethnic groups, the largest of which are the Avars. FGM was largely ignored by Muslim community leaders, RJI said.

    A senior mufti in Russia’s Spiritual Administration of Muslims, Rushan Abbyasov, called FGM „alien to Islamic theology“.

    [Na, mit einem ernsten und treuen Blick gelogen? Nein, erst sobald man FGM Typ I bzw. Typ IV nicht mehr als der FGM zugehörig definiert, könnte die Behauptung, die FGM sei unislamisch, stimmen. Ruschan Rafikowitsch Abbjassow ist stellvertretender Vorsitzender des Rates der Muftis von Russland (Sowet muftijew Rossii) sowie Direktor der internationalen Abteilung dieses Muftirates. Abbjassow (Abbyasov) lehrt an der im Jahr 1999 gegründeten Islamischen Universität Moskau.]

    He said there was no clear Muslim instruction about FGM and no evidence that it „tames desire“ [das Verlangen bändigt, die Begierde zähmt]. […]

    http://www.bbc.com/news/world-europe-37115746

    ::

    Kleine Zeitung (Österreich)
    18.08.2016.

    Empörung über Aufruf von Mufti zur Genitalverstümmelung

    […] Der Mufti von Dagestan, Ismail Berdijew, verteidigte in einem Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur Interfax die Praxis der Genitalverstümmelung, „um die weibliche Sexualität zu verringern“.

    Er hob am Mittwoch hervor: „Alle Frauen müssen beschnitten werden, damit es auf der Welt keine Schwelgerei mehr gibt.“ […]

    Der Mufti, der an der Spitze des Zentrums zur Koordinierung der Muslime im nördlichen Kaukasus steht, äußerte sich am Tag nach der Veröffentlichung eines Berichts über Beschneidungen in Russland. Diesem Bericht einer Nichtregierungsorganisation zufolge wurden in Russland in den vergangenen Jahren tausende Frauen beschnitten, vor allem in Dagestan. […]

    http://www.kleinezeitung.at/international/5071040/Russland_Emporung-uber-Aufruf-von-Mufti-zur-Genitalverstummelung

    ::

    Tough prison sentences ‚will not end FGM in Dagestan‘

    (Moscow-based journalist Marina Akhmedova says criminalisation will drive practice underground in North Caucasus)

    […] Responding to a draft bill introduced by MP Maria Maksakova-Igenbergs last week that called for the criminalisation of FGM, with sentences of up to 10 years, Akhmedova said such strict measures would only be seen as religious persecution and could drive the practice underground.

    Speaking to the Guardian, she said: “It is really difficult to help these women as they don’t consider themselves victims. First you need to persuade them that they are victims. Targeting them will only drive them to do this in secret. If religious leaders say it is right for a girl to undergo circumcision, people will do it.”

    She suggested that Russia needed to adopt an “accurate and moderate” approach and work with religious leaders as well as doctors and teachers to persuade them to abandon FGM. […]

    [ „Die Schafe scheren, nicht die Frauen!“ ]

    Maria Baronova, an opposition activist, responded to the report by standing outside Moscow’s main mosque with a sign saying “cut sheep not women”.

    Akhmedova said Baronova’s protest amounted to an “incitement of ethnic hatred”. […]

    (Von: Hajra Rahim und Rachel Horner | the guardian 23.08.2016)

    https://www.theguardian.com/society/2016/aug/23/tough-prison-sentences-will-not-end-fgm-in-dagestan

    ::

    Russia orders inquiry into claims of FGM in Dagestan

    (Human rights groups allege female genital mutilation has been carried out on tens of thousands of girls in North Caucasus)

    Russia has launched an investigation into claims that tens of thousands of girls in remote mountain areas, some as young as three months’ old, have been forced to undergo female genital mutilation. […]

    [ „Offensichtlich glauben die Leute, keine Klitoris zu haben würde das Mädchen unmittelbar dazu bringen, kein Interesse an Sex und damit keinen vorehelichen Geschlechtsverkehr zu haben, sie demzufolge mittelbar davor schützen, einem Ehrenmord zum Opfer zu fallen. Schließlich billigen die Dorfbewohner diese Morde an derartigen Mädchen.“ ]

    “I believe parents use circumcision as a way of protection from honour killings. They believe if a woman doesn’t have a clitoris she won’t be interested in sex and won’t have it before marriage. The villages support killings of such girls.”

    (Von: Rachel Horner | the guardian 05.11.2016)

    https://www.theguardian.com/society/2016/nov/05/russia-orders-inquiry-into-claims-of-fgm-in-dagestan

    ::

    FGM in Dagestan: where gynaecologists offer to cut girls for £10

    (Von: John Chua, Irene Baqué, Mary Carson)

    https://www.theguardian.com/society/video/2016/nov/05/fgm-in-dagestan-where-gynaecologists-offer-to-cut-girls-for-10

    ::

    Girls as young as 3 undergoing genital mutilation in remote villages in Dagestan, Russia

    (RT)

    „According to Islam, it’s necessary to cut. If the girl hasn’t been cut, she can’t be considered a Muslim.“

    Local gynecologist Hadijat Ajubova also sees nothing wrong with the procedure, saying it “doesn’t harm women’s health.”

    [ Dagestan. Erwachsene Frauen berichten, wie ihnen als Kind mit Werkzeug, das dem Scheren der Wolle der Lämmer dient, mit Gerät der Schafschur das Genital beschnitten wurde. ]

    Journalist and investigator Marina Ahmedova […] went on to share accounts of adult women who had their genitals cut as children with devices used to cut lamb’s wool.

    https://www.rt.com/news/357033-female-genital-mutilation-dagestan/

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  13. Mezzogiorno Says:

    FGM
    FGM Typ I, II, III, IV

    Weibliche Genitalverstümmelung (englisch female genital mutilation, kurz FGM) oder weibliche Genitalbeschneidung (englisch female genital cutting, kurz FGC) bezeichnet die teilweise oder vollständige Entfernung beziehungsweise Beschädigung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane.

    Typ I: teilweise oder vollständige Entfernung des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris (Klitoridektomie) und/oder der Klitorisvorhaut (Klitorisvorhautreduktion).

    Typ Ia: Entfernung der Klitorisvorhaut

    Typ Ib: Entfernung der Klitorisvorhaut und der Klitoriseichel

    Typ II: teilweise oder vollständige Entfernung des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris und der inneren Schamlippen mit oder ohne Beschneidung der äußeren Schamlippen (Exzision).

    Typ IIa: Entfernung der kleinen Schamlippen

    Typ IIb: Entfernung der kleinen Schamlippen und ganz oder teilweise Entfernung der Klitoriseichel

    Typ IIc: Entfernung der kleinen und großen Schamlippen und ganz oder teilweise der Klitoriseichel

    Typ III (auch Infibulation): Verengung der Vaginalöffnung mit Bildung eines deckenden Verschlusses, indem die inneren und/oder die äußeren Schamlippen aufgeschnitten und zusammengefügt werden, mit oder ohne Entfernung des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris.

    Typ IIIa: Abdeckung durch Aufschneiden und Zusammenfügung der kleinen Schamlippen

    Typ IIIb: Abdeckung durch Aufschneiden und Zusammenfügung der großen Schamlippen

    Typ IV: In dieser Kategorie werden alle Praktiken erfasst, die sich nicht einer der anderen drei Kategorien zuordnen lassen. Die WHO nennt beispielhaft das Einstechen, Durchbohren (Piercing), Einschneiden (Introzision), Abschaben sowie die Kauterisation von Genitalgewebe, das Ausbrennen der Klitoris oder das Einführen ätzender Substanzen in die Vagina.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Weibliche_Genitalverst%C3%BCmmelung#Formen

    Weltweit muss JEDE Form der FGM überwunden werden. Auch noch die geringst invasive Form der weiblichen Beschneidung wie FGM Typ Iy oder FGM Typ IV muss möglichst bald verboten sein – überall auf der Welt.

    Darum geht es beim Tag der Null Toleranz, zero tolerance:

    Zero tolerance for female genital mutilation
    27-01-2017

    The European Union is committed to working collectively to eradicate female genital mutilation (FGM) as part of broader efforts to combat all forms of violence against women and girls,

    http://www.europarl.europa.eu/thinktank/de/document.html?reference=EPRS_ATA(2017)595916

    Female genital mutilation (FGM) includes all procedures that intentionally alter or cause injury to the female genital organs for non-medical reasons. FGM is carried out for cultural, religious and/or social reasons, mostly on young girls between infancy and the age of 15.

    http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/ATAG/2017/595916/EPRS_ATA(2017)595916_EN.pdf

    Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen (FGM) umfasst alle Praktiken, mit denen die weiblichen Geschlechtsorgane ohne medizinische Indikation vorsätzlich verändert oder diesen Organen Verletzungen zugefügt werden. FGM wird aus kulturellen, religiösen und/oder gesellschaftlichen Gründen praktiziert.

    http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/ATAG/2015/548971/EPRS_ATA(2015)548971_DE.pdf

  14. Cees van der Duin Says:

    Weibliche Genitalverstümmelung und die Praxis in Deutschland

    (Von Janna Graf)

    Islambezogen etwas knapp bzw. holprig; selbst zur männlichen Beschneidung hatte man auf die Konzepte Fitra und Tahara eingehen sollen. Inzwischen ist FGM aus Saudi-Arabien und dem Iran bekannt. Auch zu Saudi-Arabien: Einige hanbalitische Autoritäten gab und gibt es, die FGM fordern. Azhar, Qaradawi, MUI, Fatwa, Malaysia … wurden doch nicht etwa ausgelassen?

    Kinderrechtskonvention („Artikel 24 Absatz 3“) gut getroffen auch im Hinblick auf die Präambel („gewsse Doppeldeutigkeit“).

    Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (OIC, Kairo 1990) zweckmäßigerweise erwähnt und, sehr knapp, analysiert sowie erfreulicherweise kritisch zurückgewiesen. Nicht stehenlassen aber kann man das dort gesagte: „Ein einheitlicher Islam existiert nicht.“

    „Es hängt stark von den lokalen gesellschaftlichen Gepflogenheiten ab, wie die Scharia im Einzelfall interpretiert wird, auch der Status der Frau wird in den jeweiligen Ländern mit unterschiedlichen Islamschulen verschieden definiert.“

    Nein, das sollte man nicht sagen. Was die Menschheit weltweit als den realen Islam erlebt, ist durchaus einheitlich. Die Muslimbruderschaft beispielsweise, die OIC und ihre Kairoer Erklärung sind Islam und sind ein die kulturelle Moderne und die allgemeinen Menschenrechte sehr einheitlich angreifender, ausgesprochen einheitlich vorgehender Islam, auch in Hinsicht auf die deutschen Islamverbände und die Deutsche Islamkonferenz. Die vier sunnitischen Rechtsschulen erkennen einander an – seit über tausend Jahren – und die schafiitische Madhhab fordert die Beschneidung der Jungen und Mädchen. Weder die Kairoer Al-Azhar und noch die organisierte Schia widerspricht dem Cheftheologen der Muslim Brotherhood und Yusuf al-Qaradawi hat die FGM ins elterliche Belieben gestellt (if a girl’s parents wished it be done).

    Zum Exkurs MGM: organische Schädigung bei deser vielleicht gebotenen Knappheit annähernd ok, sexuell-sensitive Bedeutung der Vorhaut immerhin ungefähr erkannt („Vielzahl sensibler Nerven“), Quelle Sorrells wäre zweckmäßig, negative Folgen jeder Zirkumzision auch für den Partner ok, Quelle Frisch wäre wichtig gewesen. Kinderrechtlich sehr erfreulich ist, die Jungenbeschneidung als Genitalverstümmelung zu erkennen. Hier ist freilich das Verbot beiderlei Genitalverstümmelung (HGM, das ist FGM oder MGM) zu fordern – aus Sicht der Kinderrechte, Bürgerrechte, der Sozialpädagogik ebenso wie, man beachte, aus Sicht der Medizinethik, um auf den u. g. Buchtitel anzuspielen, der uns alarmiert.

    .
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    „So vertreten beispielsweise konservative ägyptische religiöse Führer die Meinung, das Verbot der FGM in Ägypten sei eine Abwendung vom Islam. […]

    Im sunnitischen Islam gibt es vier anerkannte Rechtsschulen. […]

    Fraglich ist außerdem, welche Form der FGM empfohlen bzw. geboten wird; darin variieren die Ansichten der Rechtsgelehrten. Die (Teil-)Klitoridektomie wird von diesen Rechtsschulen und somit vom Buchislam gebilligt bzw. sogar empfohlen. Im Gegensatz dazu steht der Volksislam, der auch totale Klitoridektomie, Exzision und Infibulation als angeblich religiös legitimiert.“

    In streng islamischen Ländern wie dem Iran, Pakistan, Afghanistan oder Saudi-Arabien wird nicht beschnitten.Auch ist laut Scharia, dem religiösen Gesetz des Islam, die körperliche Unversehrtheit in jeder Hinsicht schützenswert, […]“

    „Weltweit werden jedes Jahr mehr als 13 Millionen Jungen Verstümmelungen an ihren Genitalien ausgesetzt, dies entspricht 20 Prozent der Jungen weltweit. Heute lebenungefähr 500 Millionen genitalverstümmelte Männer. […]

    Vor allem aus religiösen Gründen werden heute weltweit Jungen genital verstümmelt.“

    Weibliche Genitalverstümmelung und die Praxis in Deutschland. Hintergründe – Positionen zur Ethik – ärztliche Erfahrungen

    Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Medizinischen Fakultät

    Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    vorgelegt von Janna Graf

    file:///C:/Users/dell/AppData/Local/Temp/JannaGrafDissertation.pdf

    https://books.google.de/books?id=8N3rzadXxOgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    ::
    ::

    „Der Band kann als Grundlage für eine reflektierte Auseinandersetzung mit weiblicher Genitalverstümmelung dienen, um sensible Maßnahmen gegen weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland und weltweit zu ermöglichen. Betroffenen Frauen soll eine würdevolle Betreuung ermöglicht werden, die den kulturellen Hintergrund kennt und respektiert, jedoch gleichzeitig die Prävention von Genitalverstümmelung im Blick behält.“

    V&R (Vandenhoeck & Ruprecht)

    Weibliche Genitalverstümmelung aus Sicht der Medizinethik

    https://www.digitaler-semesterapparat.de/media/detail/51d7d4e1-4dac-4a6c-abd9-66af2efc1343

    Weibliche Genitalverstümmelung aus Sicht der Medizinethik. Hintergründe – ärztliche Erfahrungen – Praxis in Deutschland

    1 Einleitung
    1.1 Hinführung

    http://www.v-r.de/pdf/titel_einleitung/1010418/einleitung_9783847100539.pdf

  15. Cees van der Duin Says:

    Gast kommentiert am Di, 2012-11-20 16:12 Permanenter Link

    Das Gutachten von Prof Heining liegt jetzt auch vor.

    http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a06/anhoerungen/31_Beschneidung/04_Stellungnahmen/Stellungnahme_Heinig.pdf

    Bemerkenswert ist der Absatz.

    ——

    Besondere Aufmerksamkeit verdient die Regelung in § 1631d II BGB-E: Die Bestimmungen sind allgemein gehalten, aber erkennbar auf Bedürfnisse der jüdischen Gemeinden in Deutschland zugeschnitten. Gegenwärtig bestehen in der jüdischen Community Sorgen, dass die Fristsetzung zu Restriktionen führt, die in der Praxis noch Schwierigkeiten bereiten werden. Denn einem Mohel soll nur in den ersten sechs Monaten nach der Geburt die Beschneidung erlaubt sein; nach den sechs Monaten ist eine Beschneidung nach jüdischem Ritus durch einen Mohel, der nicht zugleich Arzt ist, grundsätzlich ausgeschlossen.

    Die Frist von sechs Monaten ist der Rechtslage in Israel nachgebildet, wo zahlreiche Mohalim zugleich approbierte Mediziner sind

    http://community.beck.de/2012/09/25/beschneidung-von-jungen-soll-straffrei-bleiben-regelung-im-familienrecht-geplant?page=4

    = = = =

    Beschneidungsforum

    Stellungnahme – Hans Michael Heinig

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/1338-Stellungnahme-Hans-Michael-Heinig/

    The Circumcision Debate

    Warum das Gesetz zur Beschneidung eine vernünftige Lösung ist

    Von Hans Michael Heinig
    12.12.2012

    „Auf der Grundlage des verfügbaren „gesicherten“ Wissens stellt die Beschneidung aus grundgesetzlicher Sicht keine generelle Kindeswohlgefährdung im Sinne des Art. 6 II 2 GG (staatliches Wächteramt) dar. Das Grundgesetz geht davon aus, dass es in einer freiheitlichen Gesellschaft sehr verschiedene Vorstellungen darüber gibt, welche Erziehung das Beste für ein Kind bewirkt.“

    http://verfassungsblog.de/warum-der-gesetzentwurf-zur-beschneidung-eine-vernunftige-losung-ist/

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    = = = =

    Prof. Dr. Michael Germann
    Richter des Landesverfassungsgerichts

    2001 Habilitation für die Fächer Staats- und Verwaltungsrecht und Kirchenrecht. Seit Oktober 2002 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Staatskirchenrecht und Kirchenrecht an der Juristischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit 2008 kooptiertes Mitglied der Theologischen Fakultät.

    Habilitationsschrift: Die Gerichtsbarkeit der evangelischen Kirche (Ms. 2001, Druck in Vorbereitung).

    Mitherausgeberschaft: Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht (seit Jg. 2005).

    Mitherausgeberschaft: Jus Ecclesiasticum. Beiträge zum evangelischen Kirchenrecht und Staatskirchenrecht (seit 2014)

    Anderweitige Aufgaben

    [An etlichen Stellen in der Evangelischen Kirche]

    http://www.jura.uni-halle.de/lehrstuehle_dozenten/lehrstuhl_germann/germann/

    = = = =

    Die Vorgaben des Grundgesetzes für die Beschneidungsdebatte

    Von Prof. Dr. jur. Michael Germann

    »Rituelle Beschneidung im Judentum und Islam aus juristischer, medizinischer und religionswissenschaftlicher Sicht«, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 14.–16.10.2012

    […]

    6. Parameter der Verhältnisbestimmung zwischen dem grundrechtlich geschützten Interesse an der religiös motivierten Beschneidung und der staatlichen Schutzpflicht für die körperliche Unversehrtheit

    a. Parameter der Religionsfreiheit
    b. Parameter des Schutzes der körperlichen Unversehrtheit
    c. Verhältnisbestimmung

    […] Das Verhältnis zwischen dem grundrechtlich geschützten Interesse an der religiös motivierten Beschneidung und der staatlichen Schutzpflicht für die körperliche Unversehrtheit [lässt] ein generelles Beschneidungsverbot nicht zu.

    Die Parameter der Verhältnisbestimmung führen auf eine klare Abgrenzung von nicht fachgerecht durchgeführten Beschneidungen, erst recht von Genitalverstümmelung.

    […]

    7. Die Vereinbarkeit eines »Gesetzes über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes« mit den Vorgaben des Grundgesetzes

    […] Die Wahrung der Religionsfreiheit setzt notwendig die Kenntnisnahme religiöser Motive voraus. Die Rechtspraxis, im Streitfall das staatliche Gericht, erforscht damit nicht das religiöse Gewissen, sondern subsumiert ein sich auf die Religionsfreiheit berufendes Vorbringen unter den Schutzbereich dieses Grundrechts und die darauf bezogenen Tatbestände. Das Gericht erforscht und beurteilt dabei die Plausibilität und Konsistenz nicht des religiösen Selbstverständnisses, sondern die seiner Darstellung. Folglich liegt es im Ermessen des Gesetzgebers, ob er den Tatbestand der wirksamen Einwilligung in eine Beschneidung an bestimmte Gründe einschließlich religiöse Motive bindet oder – wie in § 1631d I 1 BGB-E vorgesehen und auch in der Rollenverteilung zwischen dem Staat und den Eltern nach Art. 6 II GG angelegt – ihn auf eine unbestimmte Bandbreite nicht unvertretbarer Anschauungen der Personensorgeberechtigten vom Kindeswohl29 erstreckt.

    Zu den Mindestanforderungen aus der staatlichen Schutzpflicht für die körperliche Unversehrtheit gehört hingegen die Einhaltung fachlicher Standards bei der Durchführung der Beschneidung. § 1631d I 1 BGB-E versucht sie durch die Bindung an die »Regeln der ärztlichen Kunst« zu sichern. Ein Verweis auf die objektiven fachlichen Standards, die für eine medizinisch indizierte Beschneidung gelten, dürfte das verfassungsrechtlich zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit Gebotene besser erfassen. Die Einhaltung der fachlichen Standards umfaßt auch die gebotene Information der Personensorgeberechtigten und die Schmerzbehandlung.

    Die fachlichen Standards medizinischer Eingriffe sind grundsätzlich an die Durchführung durch einen approbierten Arzt gebunden. Diese Regel wird durch die Ausnahme in § 1631d II BGB-E mittelbar bestätigt. Die Gestaltung des Tatbestands läßt erkennen, daß er den besonderen Bedürfnissen des jüdischen Beschneidungsritus gerecht werden will. Sie betreffen den Beschneidungstermin am achten Tag nach der Geburt und die religiöse Qualifikation eines Mohel. Hiergegen ist nichts grundsätzliches einzuwenden. Der Vorwurf eines privilegierenden Sonderrechts ist hier – wie allgemein bei der Berücksichtigung religiöser Interessen um der Religionsfreiheit willen (s. o. 5 a) – unberechtigt. Der § 1631d II BGB-E läßt sich als Typisierung von Parametern der Verhältnisbestimmung zwischen Religionsfreiheit und körperlicher Unversehrtheit verstehen: Er typisiert einerseits das durch die Religionsfreiheit geschützte besondere religiöse Interesse an einem bestimmten Beschneidungstermin und einer bestimmten religiösen Qualifikation des Beschneiders gemäß dem Selbstverständnis einer Religionsgemeinschaft, andererseits eine Differenzierung nach der mit dem Lebensalter gegebenenfalls wachsenden medizinischen Komplexität einer Beschneidung.

    Die so typisierte Verhältnisbestimmung ließe sich jedoch schlüssiger in den Tatbestand der fachlichen Standards integrieren. § 1631d II BGB-E wechselt thematisch vom Recht der Personensorge ins Berufsrecht und ist daher im Bürgerlichen Gesetzbuch ein Fremdkörper. Wenn § 1631d I 1 BGB-E mit seinem Verweis auf objektive fachliche Standards klarmachte, daß er nur Anforderungen an die Handlung, nicht an den Beruf [Hauptberuf gottesfürchtige Mädchenbeschneiderin? Anm.] des Handelnden stellt, dann wäre genug Spielraum für eine Sicherung der Einhaltung fachlicher Standards und zugleich der rituellen Bedürfnisse [chitan al-inath / sunat perempuan, Sunnabeschneidung der Mädchen ist vielen Millionen von Muslimen rituelles Bedürfnis] (sei es durch ein Zusammenwirken zwischen einem Arzt und einem Mohel, sei es durch die Suche nach ärztlich qualifizierten Mohels oder nach einem durch die Religionsgemeinschaft qualifizierten Arzt, sei es auf andere Weise). Mit dem Verzicht auf § 1631d II BGB-E wären nicht zuletzt alle absehbaren Auslegungszweifel hinsichtlich der »Befähigung« des Beschneiders oder des Kreises der berechtigten »Religionsgesellschaften« (abgesehen von dem unglücklichen Rückgriff auf diese altmodische Terminologie) erledigt.

    Indem § 1631d I 1 BGB-E das Recht der Personensorgeberechtigten zur Einwilligung auf eine »Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes« begrenzt, zeichnet er die Grenzen des Elternrechts nach. Mit der Einsichts- und Urteilsfähigkeit des Kindes wird seine eigene Willensartikulation als Selbstbestimmung maßgeblich (s. o. 5 b). Die Einsichts- und Urteilsfähigkeit ist auf den Gegenstand der Entscheidung zu beziehen. Was § 5 RKEG für die Religionsmündigkeit typisierend anhand von Altersgrenzen bestimmt, dürfte hinsichtlich der Integrität des eigenen Körpers anhand von darauf bezogenen Merkmalen der geistigen Entwicklung abzugrenzen sein – theoretisch sicher schwierig, pragmatisch aber aus der Fähigkeit zur Kommunikation über das, was Beschneidung bedeutet, mit hinreichender Evidenz erschließbar: Im Ergebnis hebt ein explizites Veto des Kindes die Einwilligung der Personensorgeberechtigten auf.

    Alle übrigen Gesichtspunkte des staatlichen Wächteramts über die elterliche Kindeswohlbestimmung nach Art. 6 II 2 GG sind in der Generalklausel des Kindeswohlvorbehalts in § 1631d I 2 BGB-E aufgehoben. Die dabei ausdrücklich geforderte Berücksichtigung des Zwecks, zu dem die Personensorgeberechtigten in die Beschneidung einwilligen, bringt einerseits wiederum die auch hier durch das Grundrecht der Religionsfreiheit gebotene Gewichtung religiöser Zwecke zur Geltung, schließt andererseits aber vor allem jeden nicht vom Elternrecht gedeckten Zweck (die Regierungsbegründung nennt beispielsweise »rein ästhetische Gründe« oder das »Ziel, die Masturbation zu erschweren«30) aus dem Recht zur Einwilligung aus. Der Vorbehalt des Kindeswohls in § 1631d I 2 BGB-E schiebt auch der Überwindung eines manifest entgegenstehenden Willens des Kindes einen Riegel vor31, soweit er nicht ohnehin bereits die spezifische Einsichts- und Urteilsfähigkeit indiziert und daher die Einwilligung der Personensorgeberechtigten schon nach § 1631d I 1 BGB-E aufhebt. Im übrigen ist bei dem Kindeswohlvorbehalt etwa an individuelle medizinische Kontraindikationen zu denken. [Jede Beschneidung, ob an Jungen oder Mädchen, beschädigt Körper und (damit) das Kindeswohl]

    […]

    (Debatte um Beschneidung | Rituelle Beschneidung im Judentum aus religionswissenschaftlicher und rechtswissenschaftlicher Sicht | Beiträge zu einer interdisziplinären Tagung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

    http://www.jura.uni-halle.de/lehrstuehle_dozenten/lehrstuhl_germann/aktuelles/tagung_beschneidung/

    http://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=26594&elem=2614965

    [ epd ]

    http://www.epd.de/sites/default/files/12-48DritterWeg-Beschneidung.pdf

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    [Weitere Vorträge und Redner in Halle waren; Auswahl]

    Indikationen und Technik der Circumcision
    Dr. med. Monika Milzsch
    Oberärztin an der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Halle

    Der Koran und die Beschneidung
    Prof. Dr. phil. Ralf Elger
    Seminar für Arabistik und Islamwissenschaft, Orientalisches Institut, MLU

    Die Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention für die Beschneidungsdebatte
    Prof. Dr. jur. Winfried Kluth
    Lehrstuhl für Öffentliches Recht, MLU

    Das Recht zum Beschneiden
    Prof. Dr. jur. Dr. h. c. mult. Winfried Hassemer
    Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts a. D.

    Medizinethische Anmerkungen zur Beschneidung
    Prof. Dr. phil. Florian Steger
    Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, MLU

    http://www.jura.uni-halle.de/lehrstuehle_dozenten/lehrstuhl_germann/aktuelles/tagung_beschneidung/

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    01.10.2012 | 15:00 Uhr

    Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz

    Entwurf eines Gesetzes über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes

    Durch die Stellung des § 1631d BGB-E im Recht der elterlichen Sorge […]

    [ Weil Jungen der Menschengruppe Kind zuzurechnen sind und zu den Kinder nun einmal auch die Mädchen gehören, guckt man ein bisschen auf die FGM, aber nur ein bisschen bitte: ]

    IV. Abgrenzung von der Verstümmelung weiblicher Genitalien

    1. In tatsächlicher Hinsicht

    […] wird diese Praxis in einigen islamisch geprägten Ländern auch religiös begründet

    2. In rechtlicher Hinsicht

    Die Verstümmelung weiblicher Genitalien gilt international und in Deutschland als schwerwiegende Verletzung von Grund- und Menschenrechten. […]

    […]

    […] Thema Beschneidung von Jungen […]

    Weitere Gesetzesfolgen

    Der Gesetzentwurf hat keine Auswirkungen von gleichstellungspolitischer Bedeutung. [Was für ein Irrtum, Anm.]

    Allgemeine Regelung ohne Religionsbezug

    Den Eltern wird im Rahmen ihrer primären Erziehungsverantwortung ein Vertrauensvorschuss entgegengebracht, solange die Grenze der Kindeswohlgefährdung nicht erreicht ist (vgl. § 1666 BGB).

    […]

    In eine Genitalverstümmelung ihrer Tochter können Eltern weiterhin keinesfalls einwilligen. Die Genitalverstümmelung ist mit keinerlei medizinischen Vorteilen verbunden, es besteht aber die Gefahr schwerwiegender Gesundheitsrisiken und weitreichender Folgen. Es bleibt insoweit bei der bisherigen Rechtslage, wonach die Genitalverstümmelung als gefährliche oder sogar schwere Körperverletzung (§§ 224, 226 StGB) und ggf. Misshandlung von Schutzbefohlenen (§ 225 StGB) strafbar ist. Eine rechtfertigende Einwilligung von Sorgeberechtigten kommt in keinem Fall in Betracht.

    http://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Downloads/DE/Bibliothek/Gesetzesmaterialien/17_wp/Beschneidung/refe.pdf;jsessionid=BA7F2D9B338F2723725D7A7DB03B06A0.2_cid329?__blob=publicationFile

    http://www.tagesschau.de/inland/beschneidungsgesetzentwurf100.pdf

    = = = =

    [ Beim Bundesgerichtshof ]

    Eckpunkte einer Regelung

    Referentenentwurf vom 01.10.2012

    Regierungsentwurf vom 10.10.2012

    __

    Aus dem Angebot des Deutschen Bundestages:

    Parlamentsmaterialien beim DIP
    __

    Öffentliche Anhörung vor dem Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages am 26.11.2012

    Stellungnahmen der Sachverständigen

    Wortprotokoll

    Weitere Stellungnahmen

    Bundesärztekammer [ Diese Verräter von Kindeswohl und hippokratischem Eid drängeln, balgen, reißen sich um das Monopol auf Beschneidendürfen, fordern die Medikalisierung, demnächst ja vielleicht für FGM Typ Ia, für die sogenannte milde (oder gleich die originale, FGM Typ Ib) Sunna der Mädchen? Ansonsten großer Jubelruf: „Die Bundesärztekammer begrüßt“. Zwar gibt man am Schluss zu, dass Schmerzfreiheit nicht funktioniert („nicht umsetzbar“), unterlässt es aber, auch genau hier ein Verbot der (ohnehin grundgesetzwidrigen) Beschneidung zu fordern. ]

    Neue Richtervereinigung [ Gemurmel bis Geschwurbel. Jaja, „das immense Tempo“ ist schon ein Jammer (die Genitalverstümmelung jeder rituellen Zirkumzision nicht?). Ansonsten reicht es, wenn die Jungenbeschneidung „fachgerecht, schonend und mit einer möglichst effektiven Schmerzbehandlung durchgeführt“ wird, man übertrage das einmal auf die andere Geschlechtsklasse, die Mädchen: FGM ist für uns schon ok, aber bittesehr „fachgerecht, schonend und mit einer möglichst effektiven Schmerzbehandlung“. Ansonsten hofft man auf die Zukunft, etwas wenig aber immerhin. ]

    _

    Ergänzender Hinweis

    Parlamentsmaterialien der alternativen, jedoch abgelehnten Initiative beim DIP*

    http://www.bundesgerichtshof.de/DE/Bibliothek/GesMat/WP17/B/Beschneidung_BReg_C135.html

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    GesE Beschneidung, S. 9 f

  16. ברית שלום Says:

    _
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    Let’s Cut Pomegranates Instead. Celebrating Brit Shalom. The First-Ever Book on Alternative Bris.

    http://www.celebratingbritshalom.com/

    _
    _

    Beyond the Bris

    (A community of Jewish people who are united in the belief that circumcising healthy children is harmful and unnecessary. Beyond the Bris was launched by Rebecca Wald 2010 as a unique forum for Jewish people who question male infant circumcision.)
    _

    http://www.beyondthebris.com/
    _
    _

    http://www.beyondthebris.com/

    _
    _

    גונן על הילד
    “ Gonen al HaYeled “

    http://www.gonnen.org/

    .

    https://www.facebook.com/%D7%92%D7%95%D7%A0%D7%9F-%D7%A2%D7%9C-%D7%94%D7%99%D7%9C%D7%93-Protect-The-Child-390462047766120/

    .

    Thousands of Parents Sail Against the Tide of Circumcision

    Jewish World – March 11, 2010

    “ Gonen al HaYeled “

    http://www.jewishcircumcision.org/jewishworld2010.htm

    _

    http://www.gonnen.org/

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    _

    Jews Against Circumcision

    _

    https://www.facebook.com/Jews-Against-Circumcision-165424110207450/

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    _

    Jewish Mother Works for an End to Circumcision

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    _

    CIRCUMCISION: A RABBI’S SON SPEAKS OUT

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    Non-Circumcising Families in the Jewish Community

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    _

    Jonah Lowenfeld: Little-known non-cutting ritual appeals to some who oppose circumcision. In: Jewish Journal. 2. August 2011

    http://jewishjournal.com/los_angeles/community/94746/

    _
    _

    Brit Shalom information

    Brit Shalom is a naming ceremony for Jewish families opting out of circumcision. It is not intended for boys who have previously been circumcised in a hospital. Brit Shalom can be similar to the naming ceremony traditionally used for baby girls, sometimes called Brit Bat (daughter). Other names for Brit Shalom include Brit Ben (son), Brit Rechitzah (covenant with foot-washing), Alternative Brit (or Bris) Naming Ceremony, Brit HaLev (covenant of the heart), Brit B’li Milah (covenant without cutting) and Brit Chayim (covenant of life). The ceremony may be performed by a Rabbi, Cantor, or experienced lay leader. Families may also create or adapt their own ceremony from existing samples or templates.

    ( page is maintained by Mark D. Reiss, MD )

    _

    http://www.britshalom.info/

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  17. Bragalou Says:

    [ Ins Jahr 2012, Beschneidungdebatte, und noch weiter zurück ]

    Nacktes Recht, abgeschriebene Tradition. Anmerkungen zu Reut Paz und den Herausforderungen des Rechtspluralismus

    Von Alexandra Kemmerer
    Verfassungsblog, 12.08.2012
    .

    […] der gelingende Umgang mit den Herausforderungen und Problemen des Rechtspluralismus lebt von Voraussetzungen, die das Recht und die Rechtswissenschaft selbst nicht bereitstellen und garantieren können. „Der Rechtspluralismus ist die große Herausforderung für die Einheit des öffentlichen Rechts, hier liegen die Zukunftsaufgaben der Wissenschaft, die sich nur mit Kontextualisierung lösen lassen und damit auf die Grundlagenfächer verweisen“, konstatiert Dieter Grimm, und bringt damit das Dilemma auf den Punkt. Wo das kompetitive, aber auch komplementäre Neben- und Miteinander verschiedener Rechtssysteme und normativer Ordnungen Teil des sozialen Alltags geworden ist, braucht es Kontextwissen, das nur von außen in den Raum des Rechts vermittelt werden kann. Von den „Nachbarwissenschaften“, deren Diskurse idealerweise über die Grundlagenfächer in die Rechtswissenschaft hinein „übersetzt“ werden, aber auch von Vertretern religiöser und nichtreligiöser normativer Ordnungen. […]

    Die Kölner Richter argumentieren völlig religionsblind und erweisen sich dabei als so geschichts- und gesellschaftsvergessen wie die strafrechtlichen Wortführer der Debatte. Sie machen sich nicht etwa ein „christliches Verständnis körperlicher Integrität“ zu eigen, sondern bringen einen „religionsfeindlichen Zeitgeist“ zum Ausdruck, den Patrick Bahners in der Beschneidungsdebatte gerade auch im Internet rabiat zum Durchbruch gekommen sieht.

    […] die Herausforderungen des Rechtspluralismus bekommen wir nur auf der Grundlage fundierten Wissens um religiöse und kulturelle Traditionen in den Griff. Wo die einfach als vorgestrig abgeschrieben werden und man geschichtsvergessen nur auf das nackte Recht setzt, ist der clash of cultures vorprogrammiert. […]

    http://verfassungsblog.de/rechtspluralismus-und-seine-grundlagen-anmerkungen-zu-reut-paz/

    http://www.nomos-shop.de/_assets/downloads/9783848711840_lese01.pdf

    ::

    Defending the Cultural(ist)? Die Ethnologin im Gerichtssaal

    Von Alexandra Kemmerer
    Verfassungsblog, 16.10.2012

    Heute Vormittag lauschte ich in der ehrwürdigen Leopoldina in Halle dem abschließenden Teil einer Tagung zur Beschneidungsdebatte, die vom Interdisziplinären Zentrum Medizin-Ethik-Recht der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg veranstaltet wurde. Die Konferenz „Rituelle Beschneidung in Judentum und Islam aus juristischer, medizinischer und religionswissenschaftlicher Sicht“ hatte schon am Sonntagabend begonnen, […]

    Die Juristin Marie-Claire Foblets, neue Direktorin am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, sprach über „Die Beschneidungsdebatte aus rechtsethnologischer Perspektive“ […]

    Foblets knüpft an die Tradition an, die die international renommierten Rechtsethnologen Franz und Keebet von Benda-Beckmann mit ihrer Projektgruppe „Rechtspluralismus“ in Halle etabliert haben. Sie möchte die Rechtsethnologie aber stärker an die in den Juristischen Fakultäten verorteten Rechtswissenschaften heranrücken und sucht auch das Gespräch mit Praktikern, insbesondere mit Richtern. […]

    Alison Dundes Renteln als Gewährsfrau […] Dundes Renteln publizierte mit ihrer Studie „The Cultural Defense“ 2004 ein vielbeachtetes Buch über die komplizierten Konfrontationen und Konflikte von Recht und kulturellen oder religiösen Praktiken. Nachdrücklich fordert sie darin die Einbeziehung „kultureller Argumente“ in gerichtliche Verfahren – und damit die Einbeziehung ethnologischer Expertise.

    http://verfassungsblog.de/defending-culturalist-die-ethnologin-im-gerichtssaal/

    ::

    Recht und Religion

    Zu: Mathias Rohe: Das Islamische Recht. Geschichte und Gegenwart, Eine Rezension von Alexandra Kemmerer (2009)

    Begriffe wie Scharia und Fatwa sind längst Bestandteil des Diskurses hierzulande, ihre Bedeutung, ihre Geschichte kennen aber nur die wenigsten. Der Islamwissenschaftler Mathias Rohe hat nun ein Buch vorgelegt, in dem er Geschichte und Praxis des islamischen Rechts dokumentiert. […]

    Die enge Gleichsetzung von Recht und Religion – wie sie in der Türkei durch die Reformen Atatürks aufgebrochen wurde – stößt auch bei gläubigen Muslimen auf Kritik. Mathias Rohe zitiert den Juristen Abdullahi An-Na’im, der die Durchsetzung der Scharia mittels staatlicher Gesetzgebung rundweg ablehnt. Nur durch ihr weites Verständnis als religiöse Lebensordnung, durch den Verzicht auf den Herrschaftsanspruch über das Recht, könne ihre religiöse Bindungswirkung bewahrt werden, der Reichtum ihrer Auslegungsmöglichkeiten, ihr kreatives und befreiendes Potential.

    […] In Deutschland ist eine Inkorporation islamisch-rechtlicher Normen in die nationale Rechtsordnung bislang nicht erfolgt – anders als in Spanien, Griechenland und Großbritannien.

    […] darum besteht dringender Aufklärungsbedarf, wenn es um das Verhältnis von Recht und Religion geht. Mathias Rohes Buch leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

    http://www.deutschlandfunk.de/recht-und-religion.1310.de.html?dram:article_id=193908

    ::

    Scharia und säkularer Staat im Nahen Osten und Europa / Shari’a and the Secular State in the Middle East and Europe (Carl Heinrich Becker Lecture der Fritz Thyssen Stiftung 2009) (2010)

    Von: Abdullahi an-Na’im usw., unter den Übersetzern: Alexandra Kemmerer

    https://www.amazon.de/Scharia-s%C3%A4kularer-Europa-Secular-Middle/dp/393404512X

    [ Reut Yael Paz … Circumcision … Liberal Legal Pluralism ]

    Reut Yael Paz, The Cologne Circumcision Judgment: A Blow Against Liberal Legal Pluralism in:

    Alexandra Kemmerer, Christoph Möllers, Maximilian Steinbeis (Hrsg.)

    Gebändigte Macht: Verfassung im europäischen Nationalstaat, Seite 85 – 91

    Verfassungsblog II

    http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/9783845252735-86/the-cologne-circumcision-judgment-a-blow-against-liberal-legal-pluralism

    ::

    [ Wesentlich vernünftiger ist man im Kommentarbereich: ]

    zirp, Mo 13 Aug 2012 / 12:13

    Ich habe bereits ein Problem mit ihrer Unterstellung, in D bestehe Rechtspluralismus – also ein Nebeneinander von staatlichen und religiösen Rechtsordnungen.

    Der Staat beansprucht ein Gewaltmonopol, um seine Bürger davon abzuhalten, sich gegenseitig Gewalt anzutun. Das tut er auch zurecht. […]

    Es gibt für mich kein Kooperationsverhältnis o.ä. zwischen staatlicher Rechtsordnung und religiösen Ordnungen innerhalb der BRD. Stattdessen gibt es eine klare Hierarchie: Religiöse Rechtsordnungen sind zulässig, *soweit der Staat sie akzeptiert*.

    http://verfassungsblog.de/rechtspluralismus-und-seine-grundlagen-anmerkungen-zu-reut-paz/

  18. Jacques Auvergne Says:

    BERITA NEGARA
    REPUBLIK INDONESIA
    No.672, 2010 KEMENTERIAN KESEHATAN. Sunat Perempuan.
    Penyelenggaraan. Pengawasan.

    NOMOR 1636/MENKES/PER/XI/2010
    tentang [about, über]
    SUNAT PEREMPUAN [ Islamic female circumcision, Islamic FGM ]

    With 205 million Muslims living in Indonesia, the nation makes up 13 per cent of the world’s Muslims. The vast majority of Indonesian Muslims adhere to the Sunni Muslim tradition and specifically the Shafi’i school of thought. (…)

    Although there is no mention of FGC in the Qur’an, and all the traditions of the Prophet relating to it are generally considered of unreliable authenticity – none of the four schools of thought in Sunni Islam officially forbid the practice and in the Shafi’i school of thought FGC is generally endorsed as either recommended / obligatory in Islam. (…)

    (…) the so-called sunnah form of FGC – that may be roughly equated with Type I or Type IV.

    The Majelis Ulama of Indonesia (MUI) is the country’s largest Muslim clerical body, which comprises of the leading Indonesian Muslim groups such as Muhammadiyat and Nahdlatul Ulama.

    While the MUI does not entirely endorse FGC, it neither forbids it and advocates that it is a religious and constitutional right for Indonesians to decide for themselves. (…)

    In-depth interviews with MUI leaders revealed that there was a strong agreement within the organisation that the sunnah form of FGC was a recommended act on all Muslim women. There was however, no clear understanding within the MUI of the differences between Type I and Type IV FGC and how this related to the medicalisation by the Indonesian government.

    [Wenn wir schon bei den Unterscheidungen („differences“) sind: „zwischen Typ I und Typ IV FGM“ (statt FGC sagen ernsthafte Intaktivisten FGM), zwischen Ia Klitorisvorhaut(teil)amputation und FGM Typ Ib Klitoris(teil)amputation werde stets unterschieden.]

    Interviewees that took part in the field study identified the MUI fatwa to be a primary reason for performing FGC. When questioned about the health risks of performing such a practice, interviewees maintained that FGC was safe and healthy for a girl, if carried out in accordance to the ‘guidance of the Prophet’. As one male member of MUI told us: “The FGC here is not the same with the one in Africa … I wonder why people make it into an issue … If this is about pain and human rights, the males can protest because they too are cut. For us, the resistance against FGC is unreasonable especially considering how FGC has helped those women with a very high libido who feel difficult to concentrate in their activities because they get aroused easily.” (…)

    CONCLUSIONS (…) In Indonesia, (…), while the most severe forms of FGC are nominally rejected, there is a consensus that the sunnah form of FGC has health and moral benefits – which leads to the belief that circumcision for both males and females should be adopted by all Muslims. (…)

    RECOMMENDATIONS (…) Islamic Relief calls on all relevant bodies to include Indonesia in all relevant FGC campaigns and reports (…)

    [Welche Kampagnen und Berichte sind relevant – und welche nicht? Und warum steht da nicht, wie geboten, Anti-FGM-Kampagnen, sondern – irgendwie reicht? – FGM-bezogene, allerlei FGM-Aktionen und FGM-Betrachtungen? Selbst davon – wie gesehen – will Islamic Relief (Kanada) nur die wirklich wesentlichen weitergereicht wissen, wer entscheidet, was unter den Tisch fällt? Yusuf al-Qaradawi?]

    (FEMALE GENITAL CUTTING IN INDONESIA A FIELD STUDY | ISLAMIC RELIEF CANADA (2013-2016))

    htt >>> p://islamicreliefcanada.org/wp-content/uploads/2016/04/IRC_FGC_Report.pdf

    _____
    _____

    NOMOR 1636/MENKES/PER/XI/2010
    TENTANG
    SUNAT PEREMPUAN

    http://www.hukor.depkes.go.id/uploads/produk_hukum/PMK%20No.%201636%20ttg%20Sunat%20Perempuan.pdf

    http://ditjenpp.kemenkumham.go.id/arsip/bn/2010/bn672-2010.pdf

    2010 REGULATION OF THE MINISTER OF HEALTH OF INDONESIA
    NUMBER 1636/MENKES/PER/XI/2010
    ON FEMALE CIRCUMCISION

    BY THE GRACE OF GOD ALMIGHTY, [Beachtlich. Nicht: Im Namen des Volkes. Denn nicht das Volk ist Souverän im Islam]

    THE MINISTER OF HEALTH OF THE REPUBLIC OF INDONESIA

    Having considered:

    a. That in order to provide women with safety and protection, the performance of female circumcision shall comply with the religious norms, health service standards, and professional standards to guarantee the safety of the women to be circumcised;

    b. That based on the considerations as referred to in letter a, it is necessary to enact the Regulation of Minister of Health on Female Circumcision;

    Having observed:

    1.

    Law Number 23 of 2002 on Child Protection (State Gazette of the Republic of Indonesia Number 109 of 2002, Supplement to State Gazette of the Republic of Indonesia Number 4235);

    2.

    Law Number 29 of 2004 on Medical Practices (State Gazette of the Republic of Indonesia Number 116 of 2004, Supplement to State Gazette of the Republic of Indonesia Number 4431);

    3.

    Law Number 36 of 2009 on Health (State Gazette of the Republic of Indonesia Number 144 of 2009, Supplement to State Gazette of the Republic of Indonesia Number 5063);

    4.

    Government Regulation Number 32 of 1996 on Health Carers (State Gazette of the Republic of Indonesia Number 49 of 1996, Supplement to State Gazette of the Republic of Indonesia Number 3637);

    5.

    Regulation of the Minister of Health Number 1575 / Menkes/Per/XI/2005 on Organization and Work Procedures within the Ministry of Health which has been amended several times, the last time of which was done through the Regulation of Minister of Health of the Republic of Indonesia Number 439/Menkes/Per/VI/2009;

    6.

    Regulation of the Minister of Health Number 269 / Menkes/Per/III/2008 on Medical Records;

    7.

    Regulation of the Minister of Health Number 290 / Menkes/Per/III/2008 on Consent for Medical Action;

    FEMALE GENITAL CUTTING IN INDONESIA: A FIELD STUDY

    HAS DECIDED

    To enact:

    REGULATION OF THE MINISTER OF HEALTH
    ON FEMALE CIRCUMCISION

    CHAPTER I: GENERAL PROVISIONS

    Article 1

    For the purpose of this Regulation of the Minister of Health,
    the following words shall have the following meanings:

    1.

    Female Circumcision is the procedure performed to cut the skin covering the outer part of clitoris, without damaging it.

    Sunat perempuan adalah tindakan menggores kulit yang menutupi bagian depan klitoris, tanpa melukai klitoris.

    2.

    A health carer is one who dedicates oneself in the area of health and possesses knowledge and/or skills obtained through education in health, the performance of certain skills of which in a medical situation shall be subject to authority

    3.

    A medical doctor is a general practitioner or a specialist who has graduated from medical schools both in Indonesia or overseas which are acknowledged / accredited by the Indonesian Government according to the laws and regulations.

    4.

    A midwife is a woman who has graduated from a midwifery training and one who has been registered according to the laws and regulations

    5.

    A nurse is one who has graduated from a nursing school both located in Indonesia or overseas according to the laws and regulations

    6.

    Minister if the Minister whose tasks and responsibilities are in the area of health

    CHAPTER II: THE PERFORMANCE OF FEMALE CIRCUMCISION

    Article 2

    1. Female circumcision can only be performed by certain health carers.

    2. The certain health carers who can only perform female circumcision as referred to in paragraph (1) include only medical doctors, midwives, and nurses who have obtained their practice license or work permit.

    3. The certain health carers who are referred to in paragraph

    (2) shall be preferred to be women.

    Article 3

    1. Any performance of female circumcision can only be approved upon request from the woman who is to be circumcised, her parents, and/or her guardian(s). [ Der islamische Begriff von Vormund: der Wali. ]

    2. Prior to any performance of female circumcision as referred to in paragraph (1) hereinabove the information on the possible bleeding, infection, and stinging pain shall be disclosed.

    3. The consent from the woman who is going to be circumcised, the parents, and/or her guardian(s) as referred to in paragraph (1) shall be obtained according to the laws and regulations.

    Article 4
    1. The female circumcision is performed in the following condition:

    (a) The operation room shall be clean

    (b) The bed/operation bed shall be clean (c) There shall be sufficient lighting; and

    (d) There shall be flowing water

    2. Female circumcision shall be performed according to the following procedures:

    (a) The carer shall wash his/her hands with soap and clean flowing water for 10 (ten) minutes;

    (b) The carer shall wear sterile gloves;

    (c) The patient shall lie on her back, legs parted carefully;

    (d) Fixation shall be done on the knees, exposing the vulva;

    fiksasi pada lutut dengan tangan, vulva ditampakkan;

    (e) The carer shall clean vulva with povidon iodine 10%, using gauze;

    cuci vulva dengan povidon iodin 10%, menggunakan kain kasa;

    (f) The carer shall remove smegma existing between frenulum clitoris and glands of clitoris until the area becomes clean;

    bersihkan kotoran (smegma) yang ada diantara frenulum klitoris dan glans klitoris sampai bersih;

    (g) The carer shall then make a small cut on the skin covering the frontal part of clitoris (frenulum clitoris) using the tip of a sterile disposable needle of size 20G–22G from the mucous side toward the skin without harming the clitoris;

    lakukan goresan pada kulit yang menutupi bagian depan klitoris (frenulum klitoris) dengan menggunakan ujung jarum steril sekali pakai berukuran 20G-22G dari sisi mukosa ke arah kulit, tanpa melukai klitoris.

    (h) The carer shall wash again the operated area with providon iodine 10%;

    cuci ulang daerah tindakan dengan povidon iodin 10%;

    (i) The carer shall finally take off the gloves; and

    (j) Wash his/her hands with soap and clean flowing water

    Article 5

    1. Female circumcision must not be performed on women who are suffering from genitalia eksterna and/or general infection.

    2. The following methods of female circumcision are prohibited:

    Sunat perempuan dilarang dilakukan dengan cara:

    (a) Cauterization of clitoris;

    mengkauterisasi klitoris;

    (b) Cutting and damaging the clitoris, either partially or totally; and

    memotong atau merusak klitoris baik sebagian maupun seluruhnya; dan

    (c) Cutting or damaging labia minora, labia majora, hymen and vagina, either partially or totally

    memotong atau merusak labia minora, labia majora, hymen atau selaput dara dan vagina baik sebagian maupun seluruhnya.

    Article 6

    1. Medical doctors, midwives, and/or nurses who perform female circumcision shall make medical records.

    6 (1) Dokter, bidan, dan/atau perawat yang melaksanakan pelayanan sunat perempuan harus melakukan pencatatan dalam rekam medis.

    6 (2) Ketentuan pencatatan dalam rekam medis sebagaimana dimaksud pada ayat (1) dilaksanakan sesuai dengan ketentuan peraturan perundang-undangan. Standard der gemäß Absatz (1) erforderlichen Dokumentation sind die geltenden Vorschriften.

    [Die Übersetzung ins Englische bei Islamic Relief (Towards understanding Female Genital Cutting in Indonesia. A field study of three communities) nennt 6 (2) nicht, möchte die anatomischen und blutigen Fakten des Verstümmelungsvorgangs sozusagen in den Ghaib (ġaib) schieben, den Seinsbereich des Verborgenen.]

    ……………

    Article 9

    This Regulation of the Minister of Health shall be effective on the day it is enacted

    Enacted in Jakarta on 15 November 2010

    MINISTER OF HEALTH:
    ENDANG RAHAYU SEDYANINGSIH
    [signed]

    Promulgated in Jakarta on 28 December 2010

    MINISTER OF JUSTICE AND HUMAN RIGHTS:
    PATRIALIS AKBAR

    Official Gazette of the Republic of Indonesia of 2010; number 672

    file:/// >>> C:/Users/dell/AppData/Local/Temp/pol3.pdf

    _____
    _____

    Khitan perempuan

    .

    Sunatan Putri Ayu Zafiera Bakari

    .

    Serial Kajian Anak (35): Khitan Perempuan – Ustadz Aris Munandar

    .

    DR OZ INDONESIA – Manfaat Sunat Bagi Wanita ? (12/02/16)

    .

    Ust Azhar Idrus- Khitan Anak Perempuan

    .

    Maulana Asri: Hukum Khitan Wanita? Mengapa Ada Ulama Yang Mengharamkan?

  19. Robin Clifford Says:

    „The act must be done. It needs to be done discreetly when it is a woman, but it needs to be done.“

    Syedna Muffadal Saifuddin’s speech at a mosque in Mumbai

    ::

    Sahiyo

    „Five women, a social worker [Mariya Taher received her Master of Social Work from SFSU and a B.A. from University of California Santa Barbara, where she majored in Religious Studies], a researcher, two filmmakers and a journalist, joined forces after individually working to combat FGC, or khatna (cutting). They organized to create an informed forum within the community that could help drive a movement to bring an end to khatna called Sahiyo.“

    „Sahiyo is dedicated to empowering Dawoodi Bohra and other Asian communities to end female genital cutting (FGC) and create positive social change. By working towards an FGC-free world, they aim to recognize and emphasize the values of consent and a child’s/woman’s right over her own body. They aim to enable a culture in which female sexuality is not feared or suppressed but embraced as normal.“

    http://muslimworldtoday.org/wp-content/uploads/2016/07/sahiyo.pdf

    „24.12.2016 – Sahiyo, which was formed by five women – a social worker [ Mariya Taher (Boston, US) ], a researcher, two filmmakers [one of them, the only non-Dawoodi Bohra, is documentary filmmaker Priya Goswami, who won the National Film Award for her documentary A Pinch of Skin – a film that examines the practice of FGM in India] and a journalist – has achieved a lot in the one year“

    „One of the faces in the video, that of Udaipur’s Abbas Ali Paatwala, is an important one. He first came to know about khatna when his sisters went through it. “At that time, we were too young to think why it was done. We were told that it happens for good and is a compulsory religious practice [yes it is, f. e. according to Imam ash-Shafii]. I got to know the reality when I started working with Kuwait Times. The editor told us about how African countries practiced female genital mutilation. I soon realised that it is a mere tradition and has nothing to do with religion,” Paatwala said.“

    https://thewire.in/89071/resistance-against-female-genital-mutilation-in-india-grow-louder/

    What group Sahiyo should have written:

    „It is likely that the practice came down to the Dawoodi Bohras from Islam“

    Instead Sahiyo offers us the myth:

    „It is likely that the practice came down to the Dawoodi Bohras from Yemen“

    „The exact origins of the practice are not known“ – No? Well, here they are.

    The exact origins. Hadith:

    The Prophet told Umm Atiyyah, a lady who circumcised girls in Medina: “When you circumcise, cut plainly and do not cut severely, for it is beauty for the face and desirable for the husband” (idha khafadti fa ashimmi wa la tanhaki fa innahu ashraq li’l wajh wa ahza ind al zawj) (Abu Dawud, Al Awsat of Tabarani and Tarikh Baghdad of Al Baghdadi).

    „FGC is a custom and tradition“ – topic missed! FGM is religion (Islam), FGM is Sharia Law.

    „Dawoodi Bohras use the word “khatna” or circumcision to refer to the removal of the prepuce from the genitalia of both boys and girls.“

    Clitoral prepuce? Please do not lie to us. Often they cut off something from the clitoris or even grab out from the clitoris as much as possible and cut off.

    https://sahiyo.com/faqs/

    „The World Health Organization considers FGC to be a violation of women’s rights. Yet, within India, the Dawoodi Bohras are the most well-known for practicing female genital cutting—otherwise known to the community as khatna. The practice involves removing a small sliver of skin from the prepuce of the clitoris and is often performed on girls around the age of seven. […] The reasons behind the practice are varied and complex“

    (The Secret Is Out: Banning Female Genital Cutting in India. By: Mariya Taher. Originally published on Brown Girl Magazine, 08.01.2016.)

    http://www.huffingtonpost.com/brown-girl-magazine/the-secret-is-out-banning-female-genital-cutting_b_9159900.html

    http://www.browngirlmagazine.com/2016/01/the-secret-is-out-banning-female-genital-cutting-in-india/

    [ The facts ]

    How I Met My Clitoris: A Bohra Woman’s Experience Of Khatna

    By: Aarefa Johari [co-founder of Sahiyo]. The Daily Pao, 19.05.2016

    If you are a woman familiar with your sexual anatomy, you would know it as the button-like growth of skin protruding above your urethra. If you enjoy playing with it for sexual arousal, you would know it as the organ that tingles with pleasure every time it’s stimulated.

    If you are a Dawoodi Bohra woman, though, chances are your clitoris is more like a flattened stump of flesh. You might even be among those Bohras who know the organ as ‘haraam ni boti’ – a sinful lump of flesh that needed to be taken out to keep you pure.

    I have no clear memory of when or how I first learnt about the existence of the clitoris, but it was probably around the time I realised that I did not have a ‘normal’ one. Like most other Bohra girls, I was subjected to the blade at the age of seven so that a part of my clitoris could be sliced off in a practice we call khatna. Female circumcision. […]

    http://www.thedailypao.com/how-i-met-my-clitoris-a-bohra-womans-experience-of-khatna/

    „Campaigners said the Dawoodi Bohras are the only Muslim community in India to practice FGM. The ritual – called Khatna in India – involves removing part of the clitoris. Although it is not mentioned in the Koran [but mentioned in the sunna, the Hadith], the Bohras consider Khatna a religious obligation. Debate on the subject has long been taboo, campaigners say. […]

    One of the 17 women, Aarefa Johari, said FGM was rooted in the partriarchal belief that a woman’s sexual desire must be curbed. […] Johari, co-founder of Sahiyo, a group campaigning to end FGM in the Bohra community.“

    (India urged to ban FGM as women break silence on secret ritual. By: Emma Batha. REUTERS, 12.01.2016.)

    http://www.reuters.com/article/us-india-fgm-lawmaking-idUSKCN0UQ1XF20160112

    „The ritual – called Khatna in India – involves removing part of the clitoris [not clitoral foreskin, clitoral hood, etc., no, clitoris]. Although it is not mentioned in the Koran, the Bohras consider Khatna a religious obligation.“

    http://news.trust.org/item/20160112150723-xkmft/

    FGM
    Weibliche Genitalverstümmelung in Asien

    Indien / Pakistan: Dawoodi Bohra

    Formen

    Die Dawoodis praktizieren gemäß WHO-Klassifikation Typ I (Klitoriedektomie) der weiblichen Genitalverstümmelung. Das heißt, dass die Klitorisvorhaut und/oder Teile der Klitoris bzw. die gesamte Klitoris entfernt werden.

    Begründungsmuster

    Die Dawoodi Bohras sehen weibliche Genitalverstümmelung als religiöse Pflicht. Die Praktik wird von dem religiösen Führer der Sekte, dem Syedna, befürwortet. Angaben von Angehörigen der Sekte zu Folge, wird FGM/C auch aus Gründen der Reinlichkeit und Einschränkung der sexuellen Lust der Frau praktiziert.

    https://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/allgemeine-informationen/fgm-in-asien/1351-dawoodi-bohra

    Muslim leader in India under fire from activists for supporting FGM

    (By: Rina Chandran | South Asia News 29.04.2016)

    „MUMBAI (Thomson Reuters Foundation) – The leader of the only South Asian Muslim community known to practise female genital mutilation (FGM) came under criticism on Friday by campaigers who accused him of urging followers to continue the centuries-old custom.

    Syedna Muffadal Saifuddin’s speech at a mosque in Mumbai:

    „The act must be done. It needs to be done discreetly when it is a woman, but it needs to be done.“

    Although it is not mentioned in the Koran, the Bohras consider ‚khatna‘ – the removal of part of the clitoris – to be part of their religious duty“

    http://in.reuters.com/article/india-fgm-bohra-speech-idINKCN0XQ1FE

    ::

  20. Mezzogiorno Says:

    Petition 65714
    Familienrecht – Abschaffung oder Änderung des § 1631d BGB vom 14.05.2016

    Status
    Abgeschlossen

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2016/_05/_14/Petition_65714.nc.html

    Votum und Begründung

    Pet 4-18-07-403-032415

    Familienrecht

    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 26.01.2017 abschließend beraten und beschlossen:

    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden konnte.

    Begründung

    Mit der Petition wird gefordert, das Beschneidungsgesetz (§ 1631d BGB) abzuschaffen oder zu ändern.

    […]

    § 1631d BGB stellt […] eine ausgewogene Regelung dar, die die Interessen aller Beteiligten in einen angemessenen Ausgleich bringt.

    Der Ausschuss hält die geltende Rechtslage für sachgerecht und vermag sich nicht für eine Gesetzesänderung im Sinne der Petition auszusprechen.

    Der Petitionsausschuss empfiehlt daher, das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden konnte.

    file:///C:/Users/dell/AppData/Local/Temp/Petition-65714-abschlussbegruendung.pdf

  21. Edward von Roy Says:

    La posteridad no podrá creer que, después de que ya se hubiera hecho la luz, hayamos tenido que vivir de nuevo en medio de tan densa oscuridad.

    Posterity will not be able to understand that we had to fall back into the same darkness after having known the light.

    Die Nachwelt wird es nicht fassen können, dass wir abermals in solchen dichten Finsternissen leben mussten, nachdem es schon einmal Licht geworden war.

    Sebastian Castellio (De arte dubitandi) 1562
    .
    .

    Verlässt Deutschlands Wissenschaftsbetrieb und insbesondere Medizinbetrieb seinen ureigenen Bereich von Nachvollziehbarkeit und Redlichkeit? Innerhalb von 360 Jahren von den Magdeburger Halbkugeln 1656 zur Magdeburger Halbbildung 2016? Zu zwei online gestellten Kurzfilmen der Phimosefehldeuterin Claudia Görner aus Magdeburg, der Hauptstadt von Sachsen-Anhalt.

    Vorab als Exkurs jeweils ein gutes (Liste der Ehre) und ein schlechtes (Liste der Schande) Beispiel zum Thema Aufklärung über Vorhautenge und Vorhautverklebung.

    Hall of Fame

    Hanau: Praxis Dr. med. Ronald Yazdi

    Phimose

    Eine nicht zurückstreifbare Vorhaut im Kindes- und Jugendalter ist bis weit nach der Pubertät normal (physiologische Phimose) und bedarf keiner Behandlung.

    […] Physiologische Phimose:

    Eine nicht zurückstreifbare Vorhaut ist bis weit nach der Pubertät ein vollkommen normaler zustand und ist keine pathologische daher therapiebedürftige Phimose. Eine spontane Weiterung erfolgt üblicherweise mit wachsender Reife. Eine nicht oder nur teilweise zurückstreifbare Vorhaut ist bis zum Alter von 10 Jahren die Regel und ist bis nach der Pubertät normal.

    Entgegen landläufigem Glauben, gibt es kein bestimmtes Alter, ab dem sich die Vorhaut von der Eichel gelöst haben und die Vorhaut zurückstreifbar sein muss. […] Manchmal dauert es bis nach der Pubertät, bis die Vorhaut sich von der Eichel gelöst hat. Die Vorhaut kann bis nach der Pubertät eng sein. Nur 44% der zehnjährigen, 60% der zwölfjährigen, 85% der vierzehnjährigen und 95% der siebzehnjährigen Jungen haben eine vollständige zurückziehbare Vorhaut.

    Eine Behandlung bei Vorhautverengung ist, sofern symptomfrei, nie notwendig. Eine Phimose durch Verklebung des inneren Vorhautanteils im Kindesalter ist meist problemlos und löst sich bis nach der Pubertät von selbst. […]

    Die Zirkumzision ist indiziert nur als ultima ratio bei besonders schweren Fällen von pathologischer Phimose. […]

    Es ist zu beachten, dass die invasive operative Behandlung der Phimose, die Beschneidung, ein Risiko für Komplikationen (1,4%-3%) und Operationstraumata birgt. So wird erklärt, dass Behandlungen im Genitalbereich bei Angehörigen beider Geschlechter zu einer posttraumatischen Belastungsstörung (kurz: PTBS oder PTSD) führen können. […]

    h t tp://www.chirurgie-praxis-hanau.de/index.php/leistungen/zehn-haeufigsten-erkrankungen/phimose

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    Nun zum Bereich des Nichtinformiertseins oder Fehlinformierens.

    Hall of Shame

    Phimose Behandlung Dortmund
    Dr. med. Joachim Münzberg

    Bei der Phimose handelt es sich um eine Verengung und häufig gleichzeitig damit verbundene Verklebung der männlichen Vorhaut mit der Eichel des Penis.

    Beim Neugeborenen stellt dieser Zustand noch keinen krankhaften Befund dar. Sollte sich die Phimose nicht bis zum 3. – 4. Lebensjahr komplett aufgelöst haben, erfordert dies einen operativen Eingriff unter Vollnarkose, entweder ambulant oder im Krankenhaus. Dabei wird die Vorhaut von der Eichel meist mit einer Sonde gelöst. Im Rahmen dieser Operation wird häufig ein Teil oder auf Wunsch der Eltern auch die komplette Vorhaut entfernt (Zirkumzision = Umschneidung).

    h t tp://www.dr-muenzberg.de/Sonstiges/Phimose-Behandlung-Dortmund/index.html

    .
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    Halbbildung goes online: Claudia Görner zur Phimose

    Statt vor einer Reinlichkeitsbalanitis zu warnen und vor allem vor jedem gewaltsamen vorzeitigen Zurückziehen der Vorhaut (siehe unten: PFFR — Premature, Forcible Foreskin Retraction), verbreitet Claudia Görner (Klinik für Urologie und Kinderurologie – Otto von Guericke Universität Magdeburg) gefährliche Mythen zu Vorhautverengung und Vorhautverklebung.

    Der Mythos Phimose ist wieder da und wird, wie zufällig, die Eltern nervös und die kleinen Jungen ängstlich machen. Nun, keine massenhaften unnötigen Operationen ohne vorausgegangene Bedarfsweckung. Verbreitet wird das organisierte Halbwissen per YouTube, Kurzfilmchen Nummer Eins.

    14.12.2016 – Reihe: Informations- und Lehrvideos der Klinik für Urologie (Universitätsklinikum Magdeburg), Claudia Görner legt los:

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    „Nach der Geburt eines Jungen besteht bei 90 % dieser Jungen eine Verengung der Vorhaut, eine sogenannte Phimose. Die ist physiologisch und sollte bis zum zweiten Lebensjahr bestehen und auch nicht behandelt werden.

    Im Anschluss beginnt die Öffnung der Vorhaut, dass heißt die Vorhaut kann langsam zurückgezogen werden und wird immer besser reponibel.

    Eine andere Form ist die sogenannte Präputialverklebung. Hier besteht eine Verklebung zwischen dem inneren Vorhautblatt und der Eichel. Auch diese Verklebung ist natürlich und kann auch bis zum zweiten Lebensjahr, durchaus, bestehen.

    Im Anschluss kann die Vorhaut beübt werden wie wir so schön sagen, das heißt man kann langsam beginnen, die Vorhaut zu öffnen und zu weiten und die Verklebung zu lösen.“

    h t t ps://www.youtube.com/watch?v=JV4krHG3nJk

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    Soweit die unzureichend informierte Claudia Görner.

    Das durchschnittliche Alter der freien Retrahierbarkeit der Vorhaut liegt bei 10,4 Jahren. Durchschnitt bedeutet, dass jeder zweite Junge in die Gruppe über diesem Alterswert gehört und er seine Vorhaut erst mit zwölf, 14 oder 16 Jahren ganz zurückziehen kann. Und vorher wird von Erwachsenen am Kindergenital nicht herumgezerrt (würde man bei Mädchen ja auch nicht tun).

    PFFR — Premature, Forcible Foreskin Retraction

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/wp-content/uploads/2016/08/premature-forcible-foreskin-retraction-a-memorandum-of-evidence-based-medicine.pdf

    Man nimmt erstaunt zur Kenntnis, dass die Klinik für Urologie und Kinderurologie der Otto von Guericke Universität Magdeburg Personensorgeberechtigte dazu aufruft, dem Kind den Penis, allen Ernstes, zu beüben („Im Anschluss kann die Vorhaut beübt werden wie wir so schön sagen“) – Finger weg vom Kindergenital, der einzige der den Penis anfasst ist der Junge selbst. Wenn Frau Görner eine zweieinhalbjährige Tochter hätte, würde sie schließlich auch nicht sagen: Kind, dein Genital muss jetzt von mir ein bisschen beübt werden.

    Leider ist die zur penilen Entwicklung Unkundige noch nicht fertig mit ihrer Desinformation und nähert sich, es war zu befürchten, in Kurzfilmchen Nummer Zwei dem Erzählgegenstand Genitalbeschneidung (Genitalverstümmelung).

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    Frau Claudia Görner zum Thema: Therapie – Phimose

    „Ab dem zweiten – beziehungsweise dritten – Lebensjahr können Sie bei Ihrem Sohn beginnen, selbstständig die Vorhaut ein Stück weit zurückzuziehen. Dieses vollzieht man am besten im Rahmen der Badezeiten, da aufgrund des warmen Wassers die Vorhaut schön warm und weich wird, gut durchblutet ist und somit besser und schmerzlos reponierbar, d. h. zurückziehbar ist.

    Dieses kann eine Weile durchgeführt werden; im Rahmen dieses Zurückziehens beginnen sich dann auch eventuelle Verklebungen zwischen innerem Vorhautblatt und der Eichel zu lösen.

    Sollte ab dem dritten, vierten Lebensjahr weiterhin eine Verklebung bestehen, kann man diese in Lokalanästhesie – sprich mit einer lokal betäubenden Salbe – mit einer Sonde stumpf lösen.

    Sollte die Vorhaut nicht reponibel sein, das heißt nicht zurückgehen, sollte ein Schnürring bestehen bleiben und die Vorhaut ab dem fünften Lebensjahr immer noch eng sein, kann man die Vorhaut beschneiden, man kann jedoch auch noch einen konservativen Therapieversuch starten.

    Hierfür werden kortisonhaltige Salben verwendet, die einmal morgens und einmal abends nach dem letzten Wasserlassen auf den Schnürring d. h. auf die enge Vorhaut aufgetragen werden, die Vorhaut weicher machen sollen, Verklebungen lösen sollen und somit ein Zurückziehen ermöglichen sollen.

    Das gelingt in einer hohen Prozentzahl aller Fälle, über 60 bis 70 % der Phimosen lassen sich so konservativ behandeln.

    Sollte eine konservative Behandlung keinen Erfolg bringen, kann man die Vorhaut beschneiden, hierfür stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung.

    In unserer Klinik wenden wir eine Narkose an und einen lokalen Peniswurzelblock, das heißt wir machen noch eine Nervenblockade im Penis, sodass hinterher weniger Schmerzen bestehen.

    Man kann eine radikale Zirkumzision, also eine radikale Beschneidung der Vorhaut machen, hierbei wird die Vorhaut vollständig entfernt.

    Weitere Verfahren sind sogenannte plastische Zirkumzisionen, – nur eine Teilentfernung der Vorhaut -, bzw. die sogenannte Plastibell-Methode.

    Wir empfehlen jedoch – eher -, die radikale Zirkumzision vorzuziehen, da die plastische Zirkumzision häufig zur Narbenbildung führt bzw. das Reponieren aufgrund von Schmerzen postoperativ nicht so gut möglich ist und es somit zu Rezidiven kommen kann, also zum Wiederauftreten der Verengung der Vorhaut.“

    h t t ps://www.youtube.com/watch?v=LSPlPGLS1u4

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    Görners Kurzfilme zur Phimose: Die Fülle der Fehler ist überwältigend

    Sollten die Beratungsgespräche so ähnlich ablaufen, würde die „Option“ – die Beschneidung, diese ist eine Genitalverstümmelung – wohl, scheinbar ausweglos, immer näher rücken. Denn entweder der durch die vielen, explizit empfohlenen vorzeitigen Zurückziehversuche „beübte“ sprich malträtierte Kinderpenis oder das elterliche Nervenkostüm wird nachgeben (etwas kaputtgehen) – und dann ist sie da, wie gewünscht, die behandlungsbedürftige Phimose und die erlösende medikalisierte MGM (male genital mutilation).

    Die Bedeutung der Vorhaut wird nicht annähernd erkannt oder sie ist den Verantwortlichen am Klinik für Urologie (Universitätsklinikum Magdeburg) und insbesondere Frau Görner schlicht gleichgültig. Bei einer radikalen Zirkumzision werden die für das sexuelle Erleben zentralen Körperteile des Penis amputiert, das Gefurchte Band, die innere Vorhaut, das Frenulum (Bändchen) und das Frenulare Delta, das entspricht der Amputation nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris.

    Kein männliches Kindergartenkind und auch kein Grundschüler braucht eine retrahierbare (zurückziehbare) Vorhaut, deshalb Finger weg vom Kindergenital! Einzige Ausnahme: der Junge selbst, der nach Belieben an seinem Penis herumhantieren darf, der weiß nämlich als einziger, was schmerzlos ist und damit ungefährlich (und zusätzlich lustvoll). Bei einem Mädchen wird schließlich auch nicht durch besorgte Eltern an Schamlippen oder Kitzler herumgefingert, auch nicht „im Rahmen der Badezeiten, da aufgrund des warmen Wassers die Vorhaut schön warm und weich wird, gut durchblutet ist und somit besser“, geht`s noch? Genau.

    Wie schon (so oft) gesagt, Thema Alter des Zurückziehenkönnens: von menschlicher Natur aus und bei bester Gesundheit erst mit 10,4 (zehn Komma vier!) Jahren und auch dann kann das erst jeder zweite Junge (Jakob Øster (1968); Hiroyuki Kayaba et al. (1996)).

    Schlimm. Grobe Desinformation bietet man von Magdeburg aus der Öffentlichkeit, ausgerechnet unter dem Titel: Informations- und Lehrvideos – ohne rot zu werden.

    Das steht da wirklich: Fachärztin für Urologie – nun, es ist nie zu spät, etwas dazuzulernen, Frau Görner! Wir warten auf Ihren – noch nicht vorhandenen – faktenbasierten und kinderfreundlichen Kurzfilm zum Thema Phimose.

    http://www.sanego.de/Arzt/Sachsen-Anhalt/6288-Magdeburg/Urologie/500765-Claudia-Goerner/

    Lebensweisheit:

    „Das einzige, was man zur Penispflege eines nicht beschnittenen Jungen braucht, ist ein großes langes Lineal. Warum? Na, um es all jenen neugierigen Leuten auf die Finger zu klatschen, die versuchen, die Vorhaut zurückzuziehen. The only tool you need to care for an intact boy is a ruler to smack the hands of those curious people who attempt to retract his foreskin.“

    http://www.mothering.com/forum/44-case-against-circumcision/1011333-having-boy-circ-not-circ.html

    Fazit

    1. Eltern eines Sohnes, die über den Mythos Phimose grübeln (müssen) und die an Medizinern derartige anatomie- und entwicklungsbezogene Unkenntnis erleben und gleichzeitig derartig Beschneidungsfreundliches sprich Kinderfeindliches hören, sollten umgehend Arzt oder Krankenhaus wechseln.

    2. Wer an Fakten und an der Kindergesundheit interessiert ist:

    Doctors Opposing Circumcision (DOC)

    Home / For Parents / Frequently Asked Questions

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/for-parents/frequently-asked-questions/

    What is a “foreskin-friendly” doctor? And why do you need one?

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/for-parents/find-a-foreskin-friendly-doctor/

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    Doctors Opposing Circumcision

    George Denniston, M.D., M.P.H., president of Doctors Opposing Circumcision, discusses the issue of circumcision and why ethical doctors oppose genital cutting of children.

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    Doctor on Circumcision Bias

    Mark D. Reiss, M.D., Executive Vice-President of Doctors Opposing Circumcision (DOC) discusses the bias for cut genitals in a circumcising society, and the sexual benefits of having a complete set.

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    Nachtrag 1

    Jungenbeschneidungsversteherinnen Yasmine Heß-Busch und Iris Rübben

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    Urologie Scan 2015; 02(03): 213-224
    DOI: 10.1055/s-0034-1392544
    Fortbildung [dazu schlicht ungeeignet]
    Kinderurologie
    Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York
    Die Phimose
    Yasmine Heß-Busch, Iris Rübben

    Zusammenfassung

    Bei einer Phimose kann die Vorhaut nicht vollständig hinter den Sulcus coronarius retrahiert werden. Eine Verklebung von Vorhaut und Glans ist bis zum Ende des 3. Lebensjahres noch als physiologisch zu betrachten. [Falsch! Es gibt kein Alter – gar keins! Zwölf, 14, 16 Jahre ist alles ok, älter auch, niemals ebenfalls.] Danach erfolgt die Behandlung zunächst durch eine steroidhaltige Salbe und bei erfolgloser konservativer Therapie durch eine Zirkumzision. Der Zirkumzisionsstatus hat einen Einfluss auf die Inzidenz von Balanoposthitiden, Harnwegsinfektionen im frühen Kindesalter [UTI – nur im ersten Lebensjahr – beschnitten (genitalverstümmelt) wird später – ein Kind hat (hoffentlich) keinen Sex] und auf die Infektionsraten mit HIV, Trichomonaden, Herpes simplex und humane Papillomviren. Seit 2012 wird die Zirkumzision des Kindes ohne medizinische Indikation durch [den grundgesetzwidrigen] § 1631d BGB geregelt.

    Kernaussagen

    Die physiologische Phimose bildet sich meist bis zum 3. Lebensjahr zurück. [Falsch! Bei jedem zweiten zehn bis elf Jahre alten Jungen ist sie natürlicher- und gesunderweise vorhanden] Ansonsten erfolgt zunächst die lokale Therapie mit Betamethason-Salbe. Bei Versagen der konservativen Maßnahmen ist die Operation indiziert.

    Die pathologische Phimose ist Folge entzündlicher oder traumatischer Ereignisse. [Deshalb erwachsenerweits: Hände weg vom kindlichen Penis]

    Bei einem Lichen sclerosus (BXO) kommt es zu einer Sklerose und Atrophie der Haut. Betroffen sein können Vorhaut, Glans penis und Harnröhre.

    Nach Zirkumzision wurden geringere Infektionsraten mit HIV, HPV, Trichomonaden und Herpes simplex beschrieben.

    Die aktuelle Rechtslage erlaubt auch eine Zirkumzision des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes ohne medizinische Indikation [schlimm genug. Ritualbeschneider und ihre medizinbetrieblichen Helfershelfer frohlocken], wenn dieser Eingriff nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt und das Kindeswohl nicht gefährdet wird. [Nicht medizinisch indizierte Zirkumzision geht mit Kindeswohl nie zusammen, entsprechend verhält es sich mit Klitoris(teil)amputation sprich FGM Typ Ib]

    Häufigste Frühkomplikationen der Zirkumzision sind Ödem und Nachblutungen. [Genau, wie bei der Klitoris(teil)amputation sprich FGM Typ Ib, nur dass Iris Rübben, die sich am 03.06.2015 auf dem Essener Symposium zur Zirkumzision laut klagend gegen den Begriff Genitalverstümmelung verwahrte, die lebenslange Zerstörung nämlich Amputation der sexuellen Lustquelle Nummer Eins unterschlägt.]

    Mögliche Spätkomplikationen der Zirkumzision sind unter anderem ein kosmetisch nicht zufriedenstellendes Ergebnis, Vorhautverklebungen, Hautbrücken und Meatusstenose. [Den Verlust von Eichel oder Penis sowie den Tod des Kindes haben die beiden Jungenbeschneidungsfreundinnen vergessen – bereits bei den Frühkomplikationen.]

    https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-0034-1392544?lang=de

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    Nachtrag 2

    Vor eineinhalb Jahren, im August 2015 kommentierte ich:

    [ ERSTER KOMMENTAR ]

    . . . .

    the average age of first foreskin retraction is 10.4 years.

    (Thorvaldsen and Meyhoff, 2005)

    10,4 Jahre alt ist der Junge im Durchschnitt geworden (zehn Komma vier!), bis sein Präputium erstmals vollständig retraktierbar ist – die Hälfte aller Jungen erreicht demzufolge erst mit elf, zwölf, 13, 14, 15 oder gar 16 Jahren diesen reiferen genitalen Zustand.

    Sommer 2015, Prof. Dr. Raimund Stein und die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz desinformieren zum Thema Phimose so:

    Bei der Geburt liegt bei ca. 90 % der Jungen eine Vorhautverengung (Phimose) vor, d. h. die Vorhaut lässt sich nicht hinter die Eichel zurückziehen. In der Regel erweitert sich die Vorhaut von allein und im Alter von 2 Jahren lässt sie sich bei 90% der Jungen zurückziehen. Eine Behandlung mit schwach kortisonhaltiger Salbe hilft in weit mehr als der Hälfte der Fälle, manchmal ist aber dennoch eine Operation erforderlich – insbesondere bei häufig auftretenden Infekten oder einem stark verengten Harnröhrenausgang.

    Leitung Kinderurologie
    Univ.-Prof. Dr. med. Raimund Stein

    https://www.unimedizin-mainz.de/kinderurologie/krankheitsbilder/phimose.html

    Mainz 2011. Raimund Stein, Rolf Beetz, Joachim-Wilhelm Thüroff: Kinderurologie in Klinik und Praxis. Unter Mitarbeit von Annette Schröder. 3. Auflage.

    Phimose. Annette Schröder:

    Bei 90% der 3-Jährigen ist die Vorhaut retrahierbar, wobei häufig noch geringe „Adhäsionen“ im Koronarbereich bestehen (Gairdner 1949), zum Zeitpunkt der Einschulung besteht noch bei 8% eine Phimose (Oster 1968).

    [korekt zu Jakob Øster (1968) bei CIRP, s. u.]

    (Seite 47)

    https://books.google.de/books?id=CBX6K0Kz-_cC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Seit fünf Jahren ist Dr. Raimund Stein, ausgerechnet, innerhalb der DGU (Deutsche Gesellschaft für Urologie) der Vorsitzende des Arbeitskreises Kinder- und Jugendurologie.

    DGU-Arbeitskreis Kinderurologie: Neuer Vorsitzender Prof. Dr. Stein setzt auf Zusammenarbeit

    „Wenn wir über urologische Erkrankungen, öfter jedoch Fehlbildungen, bei Kindern reden, dann am häufigsten über Hodenhochstand, Vorhautverengung, vesikorenalen Reflux, aber auch das nächtliche Einnässen und Krampfadern am Hodensack, sog. Varikozelen“, sagt Professor Dr. Raimund Stein. […] Einige Weichenstellungen seines Vorgängers im Vorsitz des Arbeitskreises will Prof. Dr. Stein intensivieren. Dies gilt besonders für die Zusammenarbeit aller Fachgesellschaften, die mit Kindern zu tun haben – Kinderchirurgen, -onkologen, -radiologen und Kindernephrologen. Früher ging es hier auch schon einmal gegeneinander, bis sein Vorgänger, Prof. Dr. Joachim W. Thüroff, begann, hier gegenzusteuern, erinnert sich Stein. Prof. Dr. Thüroff ist seit November 2009 neuer Präsident des Urologen-Weltverbandes (Société Internationale d’Urologie/SIU). Die beiden kennen sich gut, denn Thüroff ist Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik der Mainzer Uni. […] Als Ausblick für die Zukunft sieht Prof. Dr. Stein jedoch einige zertifizierte Schwerpunkt-Kliniken oder Kompetenzzentren, die insbesondere auch die gesamte speziellere Kinderurologie abdeckten. Dort könne dann auch entsprechend ausgebildet werden. Über die konkrete Gestaltung werde bereits intensiv diskutiert. Prof. Dr. Stein zuversichtlich: „In drei oder vier Jahren wird es soweit sein.“ (ing)

    http://www.urologenportal.de/1274.html

    Herbst 2015
    Congress Center Hamburg:

    Motto:
    Urologie umfasst mehr.
    67. DGU-Kongress
    23.-26.09.2015

    67. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie

    Das Motto Urologie umfasst mehr steht für die Vielfalt unseres Faches über geschlechts- und altersspezifische Grenzen hinaus. […] wir werden im Rahmen des Patientenforums wie auch des Schülertages zeigen, dass die Urologie mehr ist als die oft angenommene reine Männermedizin. Wir werden die eingeleitete Strategie der Nachhaltigkeit fortsetzen. Der DGU-Kongress ist die drittgrößte urologische Tagung der Welt.

    http://www.dgu-kongress.de/

    Hauptprogramm

    Donnerstag, 24.09.2015
    KINDER- UND JUGENDUROLOGIE ALS HERAUSFORDERUNG

    Seite 125:

    14:12 Alltagsrelevante Neuerungen in der Kinderurologie
    Iris Rübben, Essen

    Samstag, 26.09.2015
    Jungensprechstunde

    Jeder Vortrag beinhaltet 5 Min. Diskussion

    Moderation:

    Wolfgang Bühmann, Sylt; Anne-Karoline Ebert, Ulm; Sabine Kliesch, Münster

    10:45 Die HPV Impfung beim Jungen – Pflicht oder Kür?
    Peter Schneede, Memmingen

    11:05 Die Zirkumzision im kulturellen Spannungsfeld:
    von der Therapie der Phimose bis zur religiösen Beschneidung

    Annette Schröder, Regensburg

    11:25 „wie geht‘s, wie steht‘s“: Ärztliche Begleitung für Jungen auf dem Weg zum Mann
    Andrea Mais, Hamburg

    11:45 Sexuelle Übergriffe auf Jungen: vorbeugen und erkennen
    Klaus M. Beier, Berlin

    http://www.dgu-kongress.de/fileadmin/user_upload/DGU2015Hauptprogramm.pdf

    Zum guten Schluss endlich etwas Faktennähe, aus: CIRP

    Ballooning is a transient condition that goes away as the prepuce continues its natural growth and development and the opening at the tip further enlarges. […] Ballooning is not injurious, and it is not a cause for concern. Ballooning is not an indication for circumcision. […]

    Jakob Øster (1968)

    The normal development of the prepuce beyond age 5 was first documented by Jakob Øster, a Danish pediatrician, who published his work in 1968. […]

    Øster’s figures refute Gairdner’s claims that 90 percent are retractable at age five, Øster found that the 90 percent retractable stage is not reached until about age 16. […]

    Hiroyuki Kayaba (1996)

    […] Kayaba’s work refutes the findings of Gairdner and confirms the work of Øster. Kayaba reported that about 40 percent of boys in the 8-10 age group are fully retractable, this leaving about 60 percent with some degree of non-retractability, He also reported that 62.9 percent of the boys in the 11 to 15 year old age group had completely retractable prepuces, thus leaving 37.1 percent with some degree of non-retractability. The prepuce is still developing in the 11-15-year-old group. Kayaba’s findings are similar to those of Øster.

    Kayaba made no reports beyond age 15.

    Kayaba’s report thus confirms the work of Øster; we see that full retractability is not reached by about 1/2 of boys until the teen-age years. This is normal, and treatment is usually not required.

    Imamura (1997)

    Imamura’s study, carried out in Japan, shows that the non-retractile prepuce is the normal condition in preschool age boys.14 Imamura found that only 38.4 percent of children three years old have a fully retractable prepuce. Imamura’s data are similar to that of Kayaba. […]

    Thorvaldsen and Meyhoff (2005)

    Thorvaldsen conducted a survey of young men in Denmark. They found that the average age of first foreskin retraction is 10.4 years.

    http://www.cirp.org/library/normal/

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    [ ZWEITER KOMMENTAR ]

    . . . .

    Basiswissen Anatomie, Geschlechtsorgan des Jungen. Eine fehlende vollständige Retraktion ist bis zum Alter von zehn oder 11 Jahren physiologisch (Thorvaldsen & Meyhoff, 2005). Der Versuch, die Vorhaut doch zu bewegen, kann zu schweren Verletzungen führen, etwa zu Einrissen, die vernarben können. Kein anderer als der Junge selbst darf an der kindlichen oder jugendlichen Vorhaut herumzerren.

    Premature, forcible, foreskin retraction (PFFR) is a much more painful, serious, and potentially permanent injury than most parents imagine.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/info-forcedretraction.html

    __

    Was muss zur Penispflege getan werden, als gelegentlich etwas lauwarmes Wasser? Wirklich nichts? – Ja, gar nichts. Doch, ein Lineal sollten Sie zur Hand haben … um damit jedem Erwachsenen, der die Kindervorhaut berühren will, dezidiert auf die Hand zu klatschen:

    the only thing she needs to take care of her son’s foreskin is a ruler … to smack anyone’s hand who tries to touch it!

    Much nonsense has been written about the special care required for an intact penis. Care advice can be summarised briefly:

    1. Leave it alone.

    (2. Leave it alone.)

    (3. Leave it alone.)

    (Very similar to the special care required by the ears and the eyes, really.)

    (The Intactivism Pages)

    http://www.circumstitions.com/Care.html

    The Intactivism Pages

    http://www.circumstitions.com/

    Ein Elternratgeber von Circumcision Information Australia:

    Circumcision: Guide for parents

    http://www.circinfo.org/parents.html

    __

    Beschneidungsverharmloserin Dr. Iris Rübben hingegen entwirft Vorhautprobleme, verwendet 2015 in Essen als Weiterbildnerin unkommentiert das Material der esoterischen US-amerikanischen AAP ebenso wie die Daten des australischen Zirkumfetischisten Brian J. Morris, ermuntert wie versehentlich Urologen zum Bauen von beschneidungsbegünstigenden Drohkulissen, will die Zirkumzision auf gar keinen Fall Genitalverstümmelung genannt wissen und gibt dem deutschen Medizinbetrieb den Freibrief, mit allerlei Listen Eltern richtig viel Druck zu machen:

    Eine fehlende Retraktion ist bis zum 3. Lebensjahr physiologisch.

    Die fehlende Retraktion ist bis zum 3. Lebensjahr physiologisch, aber was ist danach?

    Den Jungen vor der Einschulung noch schnell beschneiden (genitalverstümmeln), darum scheint es vielen Urologen zu gehen. Man beachte, dass es sich bei den Daten von Thorvaldsen & Meyhoff (2005) um den Durchschnittswert handelt (Normalverteilung) von 10,4 Jahren (zehn Komma vier Frau Rübben!), was bedeutet: die Hälfte aller Jungen hat eine ganz zurückziehbare Vorhaut erst jenseits der 10,4 Jahre sprich mit zwölf, 13, 14, 15 oder 16 Jahren. Das ist seit Jahrtausenden der Fall und auch in Nordrhein-Westfalen, im Ruhrgebiet und in der Stadt Essen nicht anders.

    Desinformation Made in Germany by Rübben & Rübben:
    .
    .

    Phimose
    Rübben, I; Rübben, H. Der Urologe. Ausg. A51.7 (Jul 2012): 1005-1016. [Dr. Iris Rübben und Professor Dr. Herbert Rübben]

    CME ZERTIFIZIERTE FORTBILDUNG

    Eine fehlende Retraktion ist bis zum 3. Lebensjahr physiologisch. Entzündungen im Vorhaut und Glansbereich (sog. Balanoposthitiden) treten in 4–11% aller nichtzirkumzidierten Knaben auf. Eine nichtbeschnittene Vorhaut birgt ein erhöhtes Risiko, dass es zu rezidivierenden Harnwegsinfektionen im Kindesalter und einer höheren Infektionsrate sexuell übertragener Erkrankungen und Penismalignome im Erwachsenenalter kommt. Im Kindesalter sollte zur Behandlung der Vorhautenge zunächst eine topische Steroidtherapie erfolgen, die in etwa 80% erfolgreich ist.“

    http://search.proquest.com/openview/d1e676443458fafda20290aeb301bf5e/1.pdf?pq-origsite=gscholar

    ZERTIFIZIERUNG

    Diese Fortbildungseinheit ist mit 3 CME-Punkten zertifiziert von der Landesärztekammer Hessen und der Nordrheinischen Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung und damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig.

    http://crawl.prod.proquest.com.s3.amazonaws.com/fpcache/d1e676443458fafda20290aeb301bf5e.pdf?AWSAccessKeyId=AKIAJF7V7KNV2KKY2NUQ&Expires=1434922765&Signature=m5HbEFJzkdLYNViCQaFlnI3M5Vs%3D

    PHIMOSE
    Vorhautverengung im Kindesalter

    Die Phimose kommt häufig vor und bedeutet, dass die Vorhaut nicht vollständig über den Glansbereich des Penis zurückgestreift werden kann. Die fehlende Retraktion ist bis zum 3. Lebensjahr physiologisch, aber was ist danach?

    publiziert am: 10.07.2012
    Zeitschrift: Der Urologe 2012/7: 1005-1016
    Autor: Dr. I. Rübben, H. Rübben [Dr. Iris Rübben und Prof. Dr. Herbert Rübben]

    http://www.springermedizin.de/phimose/3073512.html

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    The Development of Retractile Foreskin in the Child and Adolescent

    A guidance for healthcare providers from Doctors Opposing Circumcision

    Kayaba et al. reported that about only 42 percent of boys aged 8-10 have fully … Non-retractile foreskin is the more common condition until about 10-11 years of age. …

    Thorvaldsen & Meyhoff (2005) conducted a survey of 4000 young men in Denmark.10 They report that the mean age of first foreskin retraction is 10.4 years in Denmark. Non-retractile foreskin is the more common condition until about 10-11 years of age.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/retraction.html

    BASIC MALE ANATOMY

    At birth the penis is anatomically immature and still developing. The foreskin adheres to the glans, (the little firefighter’s hat at the end) because of a natural connective membrane, the balano-preputial lamina. This membrane or synechia is apparently nature’s method of protecting the highly nerve-supplied portion of the maturing penis from feces, the ammonia in urine, and other irritants and pathogens. This membrane can take as long as 18 years or more to disappear allowing retraction. The mean age for natural foreskin retraction without pain or trauma is 10.4 years.

    Premature, forcible, foreskin retraction (PFFR) – gewaltsames Zurückziehen der Vorhaut führt zu schlimmen Verletzungen. Die PFFR entspricht durchaus einer FGM Typ IV und Phimose-Ursache ist ein unfähiger Arzt: die iatrogene oder ärztlich verursachte Phimose, pathologic [i.e., in this case, iatrogenic, or physician-induced] phimosis.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/info-forcedretraction.html

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    Gefurchtes Band (ridged band), Frenulum (Bändchen) und Frenulares Delta vor allem sind es, welche die Penisvorhaut (Präputium) zum männlichen Lustorgan Nummer Eins machen. Dass mit den (in der Glans in dieser Höhe nicht vorhandenen) präputialen 10000 bis 20000 Tastkörperchen bzw. Nervenendigungen der Typen Meissner, Merkel, Ruffini und Vater-Pacini dem Jungen das sensorische Äquivalent nicht zur Klitorisvorhaut sondern zur Klitoris (!) amputiert wird, wissen Rübben & Rübben nicht oder verschweigen es.

    BASIC HUMAN GENITAL ANATOMY

    Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see“ Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

    Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. …

    (Gary Harryman)

    https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

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    Fine-touch pressure thresholds in the adult penis

    Morris L. Sorrells, James L. Snyder, Mark D. Reiss, Christopher Eden, Marilyn F. Milos, Norma Wilcox, Robert S. Van Howe

    BJU International 99 (4), 864-869 (British Journal of Urology International,
    Volume 99 Issue 4 Page 864 – April 2007)

    Circumcision removes the most sensitive part of a man’s penis. Sorrells and others enlisted 159 men from the San Francisco Bay area, 91 of them circumcised, and conducted touch-sensitivity tests, using instruments that press with calibrated hairs, on 11 or 17 different places on their penises. The men could not see where they were being touched.

    http://www.circumstitions.com/Sexuality.html#sorrells

    http://www.cirp.org/library/anatomy/sorrells_2007/

  22. Carcinòl Says:

    [ Islamgesetz Artikel 11. (4) ]

    Bundesgesetz über die äußeren Rechtsverhältnisse islamischer Religionsgesellschaften

    StF: BGBl. I Nr. 39/2015 (NR: GP XXV RV 446 AB 469 S. 61. BR: 9324 AB 9326 S. 839.)

    ISLAMGESETZ

    İslâm Din Topluluklarının Harici Hukuk İlişkileri hakkında Federal Yasa
    – İslâm Yasası 2015

    Art. 11. (4)

    Din topluluğu ve üyeleri, çocuklara ve gençlere bütün mezhepsel görenekleri öğretmeye ve onları dinî vecibelere göre yetiştirme hakkına sahiptir.

    La société religieuse et ses membres sont autorisés à initier les enfants et les adolescents à toutes les coutumes traditionnelles et à les éduquer conformément aux préceptes religieux.

    The Religious Society and its members are entitled to guide children and youths through all traditional rites and to educate them according to the religious commandments.

    Die Religionsgesellschaft und ihre Mitglieder sind berechtigt, Kinder und Jugendliche durch alle traditionellen Bräuche zu führen und entsprechend den religiösen Geboten zu erziehen.

    https://www.bmeia.gv.at/integration/islamgesetz/

    ::

    [ Erläuterungen ]

    Le paragr. 4 […] englobe aussi la circoncision masculine.

    Une mutilation génitale féminine, qualifiée faussement par certains de circoncision, est en contradiction avec les droits de l’être humain, en particulier avec la « Convention du Conseil de l’Europe sur la prévention et la lutte contre la violence à l’égard des femmes et la violence domestique » (Convention d’Istanbul), Journal officiel fédéral III n° 164/2014, entrée en vigueur le 1er août 2014.

    Abs. 4 kann seine Wirkung nur insofern entfalten als er nicht mit staatlichen Regelungen in Widerspruch steht. Der Begriff „traditionell“ stellt dabei klar, dass es sich um einen Bestandteil einer religiösen Tradition im Sinne dieses Gesetzes, auch als Richtung, Strömung oder Schule bezeichnet, handeln und somit in der religiösen Lehre begründet sein muss. Eine bloße langjährige Übung wäre nicht ausreichend. Er umfasst auch die männliche Beschneidung.

    Eine weibliche Genitalverstümmelung, die von einigen fälschlich als Beschneidung bezeichnet wird, steht im Widerspruch zu den Menschenrechten, insbesondere zum am 1. August 2014 in Kraft getretenen „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt“ (Istanbul Konvention), BGBl. III Nr. 164/2014.

    https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/RegV/REGV_COO_2026_100_2_1045216/COO_2026_100_2_1059635.html

  23. ברית שלום Says:

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    . . .. ❚ .. ..

    Brit shalom (Hebrew: ברית שלום („covenant of peace“), also called alternative brit (or bris in Yiddish and Ashkenazi Hebrew), brit ben, brit chayim or brit tikkun, is a naming ceremony for newborn Jewish boys that does not involve circumcision.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Brit_shalom_(naming_ceremony)

    Brit Rechitzah (covenant of washing) is an alternative ceremony to Brit milah performed by progressive Jews who are opposed to circumcision as a blood ritual. It is often a part of the liturgy of ceremonies such as Brit shalom, or Brit B’lee Milah („covenant without cutting“). Those who perform it include rabbis in the Reform, Conservative, Renewal, and Reconstructionist movements of Judaism.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Brit_rechitzah

    Jewish family welcomes baby boy with rechitzah (feet washing) instead of circumcision.

    .

    ::

    ::

    Brit Shalom Families: A New Reality

    19.05.2015 | updated 19.05.2016

    Lisa Braver Moss Author, Celebrating Brit Shalom

    http://www.huffingtonpost.com/lisa-braver-moss/brit-shalom-families-a-ne_b_7292968.html?utm_hp_ref=religion&ir=Religion

  24. Jacques Auvergne Says:

    .

    Mohammed Ali Albar

    … (محمد علي البار) aus Saudi-Arabien ist ein weltweit – Kuantan in Malaysia, London in Großbritannien, Osnabrück in Deutschland – auftretender Referent für Islam und Medizinethik bzw. Islam und Bioethik.

    Der v. a. schafiitisch orientierte Islam in Malaysia, wie in Indonesien, ist äußerst bedeutsam im Hinblick auf die religiöse Legitimation und sogar religiöse Forderung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM). Ferner halten auch etliche der für Saudi-Arabien hoch relevanten hanbalitischen islamischen Autoritäten die Beschneidung aller Jungen und Mädchen für wadschib (religiös verpflichtend).

    Das Islamische Recht (gottgegeben als die Scharia, menschlich anzuwenden als der Fiqh) umfasst alle Bereiche des Lebens.

    Den Christen oder Juden diskriminieren sowie die muslimische Frau erniedrigen, das ist die Ethik – und verpflichtende Praxis – nach der Scharia, dem Islamischen Recht. Gemäß Sure und Hadith ist auch das Auspeitschen oder Handabhacken eine vorgeschriebene Strafe für bestimmte Verbrechen. Soll all das demnächst weltweit an den Unis als akzeptable Ethik und insbesondere als islamische Bioethik gelehrt werden? Das Mädchen beschneiden (chitan al-inath, indonesisch sunat perempuan) ist Bioethik im Islam und ist islamische Gesundheitslehre, islamische Heilkunde (Islamic Medicine), den Homosexuellen von einem hohen Gebäude in die Tiefe stürzen ist ebenfalls Bioethik im Islam.

    Ashraf Fayadh […]
    originally sentenced to four years in prison and 800 lashes

    https://www.theguardian.com/world/2015/nov/20/saudi-court-sentences-poet-to-death-for-renouncing-islam

    Raif Badawi […]
    the first part of the brutal sentence of 1000 lashes was carried out

    http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/raif-badawi-wife-ensaf-haidar-blogger-jailed-saudi-arabia-torture-lashes-flogging-a7035146.html

    Im Mai 2016 sprach Mohammed Ali Albar in Osnabrück, sein Thema: Islamic Medical Ethics in the Modern World.
    .
    .

    Mohammed Ali Albar (1989), faculty of Medicine of King Abdulaziz University

    https://www.researchgate.net/publication/273330380_Addressing_unmet_need_and_religious_barrier_towards_the_use_of_family_planning_method_among_Muslim_women_in_India

    Contemporary Topics in Islamic Medicine: Mohammed Ali Albar

    https://www.amazon.com/Contemporary-Topics-Islamic-Medicine-Mohammed/dp/9960260119

    11.08.2016

    Dr. Mohammad Ali Albar (Medical Ethics Center, Jeddah)
    Institut für Islamische Theologie, Universität Osnabrück

    .

    .

    Tagung

    Bioethik im Islam

    Theologische, kulturelle und juristische Perspektiven

    09.-11.05.2016

    http://www.islamische-theologie.uni-osnabrueck.de/fileadmin/documents/public/bioethik_flyer_final.pdf

    International Islamic University Malaysia
    IIUM / IIUM Kuantan (UIA Kuantan)

    Islamic responses to modern advances and practices of biomedicine; principles and approaches
    Gombak Campus, Malaysia
    Mohammed Ali Albar

    _ttp://www.iium.edu.my/wcii/?page_id=76

    Dr Mohamed Ali Albar DM, FRCP (London)
    Director Medical Ethics Center
    International Medical Center Jeddah, Saudi Arabia

    _ttp://www.cilecenter.org/en/articles-essays/induced-abortion-criminal-or-just-elective-with-emphasis-on-islamic-perspective/

    The Research Center for Islamic Legislation and Ethics (CILE) leads the reform and renewal of contemporary Islamic legal and ethical thought and behavior by contributing a sustainable ethical framework for addressing contemporary global challenges. CILE’s initiative is maintained by the production, dissemination and application of Islamic ethical thought and behavior. This is achieved by engaging scholars of text and scholars of context to bring about a transformative ethical school of thought.

    Launched in January 2012, CILE is a member of Qatar Faculty of Islamic Studies within Hamad Bin Khalifa University of the Qatar Foundation. The Center specializes in Islamic Legislation and Ethics with a focus on applied ethics in the fields of:

    Methodology
    Arts
    Environment
    Economics
    Education
    Food
    Gender
    Media
    Bioethics
    Migration & Human Rights
    Politics
    Psychology

    _ttp://www.cilecenter.org/en/vision-mission/

    CILE
    Director (Executive Director)
    TARIQ RAMADAN

    _ttp://www.cilecenter.org/en/message-of-the-director/

    CILE, staff

    http://www.cilecenter.org/en/staff/

    .

    محمد علي البار

    https://ar.wikipedia.org/wiki/%D9%85%D8%AD%D9%85%D8%AF_%D8%B9%D9%84%D9%8A_%D8%A7%D9%84%D8%A8%D8%A7%D8%B1

  25. Edward von Roy Says:

    Rituals can include singing, dancing, and certainly also religious devotions, but no operations on the body of a child (child is human under 18 years).

    We should not cut or circumcize (i. e. mutilate) genitals, neither of male nor of female human beings. Male circumcision is male genital mutilation. Concerning the sensitivity (corpuscles respectively free nerve ends of the types: Merkel, Ruffini, Vater-Pacini, Meissner), the male foreskin has its equivalent not in the female (clitoral) foreskin, but in the clitoris itself.

    Everyone has a right to intact genitalia. Here, children are dependent on our protection. We as the adults in this world must enforce that a child under the age of 18 years, girl or boy, is protected from any form of genital cutting.

    As is well known, Islamic institutions such as the Indonesian Fatwa Council (MUI – Majelis Ulama Indonesia) do not call the „mild“ forms of girls‘ circumcision a mutilation (FGM). We see that differently. Even the least invasive form of girls‘ circumcision has to be overcome, worldwide.

    And of course boys deserve the same protection as girls.

    ____

    Khitan is (male) circumcision, khitan al-inath = FGM. Other terms for Islamic FGM are khifâD (khifadh), khafD (khafdh) (ḫifāḍ, ḫafḍ); in Indonesia / Malaysia: sunat perempuan, khitan wanita.

    ____

    „Indonesia, home to the world’s biggest Muslim population, argues that this form of circumcision is largely symbolic, not harmful and should not be seen as mutilation.

    The U.N. thinks otherwise. In December, it passed a resolution banning female genital mutilation, which extends to the form of circumcision practiced in Indonesia. Procedures such as pricking, piercing, incising, scraping, cauterization or burning that are carried out for nonmedical purposes are classed by the WHO as mutilation […]

    (Source: Female circumcision not mutilation: Jakarta | The Japan Times 25.03.2013)

    __
    __

    Painful snip

    Global Times 26.02.2017

    An Indonesian boy cries out in pain in the arms of his mother who is trying to calm him during a mass circumcision event at a mosque in Medan, Sumatra on Saturday. About 600 boys from poor Muslim families were circumcised for free during the event. Circumcision is very important for Muslim boys to mark the arrival of puberty.

    http://www.globaltimes.cn/content/1034962.shtml

    ____
    ____

    „Circumcision is very important for Muslim boys“

    ( Vgl. den Hinweis von Kommentator Selbstbestimmung am heutigen 27.02.2017 – zu lesen bei Beschneidungsforum und eingeordnet unter Beschneidungsforum | Religiöse Aspekte | Islam )

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/7468-Circumcision-is-very-important-for-Muslim-boys/

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