477. Berliner Thesen

أسباب النزول

asbābu n-nuzūl

Allahs Einflüsterungsprogramm, die Offenbarungsanlässe

Die Berliner Thesen (Muslimisches Forum Deutschland) vom 02. Oktober 2015. Ein ironischer Zwischenruf

Der in modernen Farben angemalte „Geist eines humanistischen Islams“ lasse das theologische Dogma und den politisch-juristischen Wohlverhaltensbefehl des Islamischen Rechts (Scharia; Fiqh) zielgerichtet unangetastet.

Als MFD (Muslimisches Forum Deutschland) entfalte man die Kulisse von einem irgendwie demokratieverträglichen islamischen Change-Prozess, den man islamkonform (schariagehorsam) aus den Asbab an-nuzul (أسباب النزول), den Offenbarungsanlässen behauptet ableiten zu können.

„Der Islam ist keineswegs abgeschlossen, er unterliegt einem ständigen Entwicklungsprozess. Von diesem sind weder islamische Grundsätze noch religiöse Rituale betroffen, da diese nicht dem gesellschaftlichen Wandel unterliegen.“

Das bedeutet im Klartext: wir machen weiter, die Pflicht zum Hidschab („Kopftuch“), das frauenfeindliche islamische Familienrecht und Eherecht, die gesamte Scharia gelten hundertprozentig. Ein bisschen gegen das Kinderkopftuch anzureden, wirkt zeitgemäß und menschenfreundlich. Was wir nicht sagen: weibliche Kinder – Mädchen unter neun Mondjahren – müssen nach der ewigen und unverhandelbaren Scharia („das Tragen des Kopftuches bei Kindern“) den Hidschab noch gar nicht tragen.

Zur Frage einer Lehrerin oder Richterin mit islamischem Schleier, so säuseln wir als MFD, „orientieren wir uns am geltenden Recht“. Das allerdings kann und wird sich in die Richtung immer größerer Islamverträglichkeit ändern. Ansonsten bzw. bis dahin „orientieren“ wir uns auf dieses Objekt ungefähr so wie der Scharfschütze auf seine Zielscheibe hin.

Der Chitan, die MGM, ist ebenso Teil der besonders bedeutungsvollen islamischen Verhaltensweisen („religiöse Rituale“) wie der Chitan al-inath indonesisch sunat perempuan (FGM) – und da wandelt sich nichts, damit das mal klar ist. Wahrscheinlich ist auch die Verheiratung der ggf. neun Jahre alten Ehefrau so ein islamisches Zeremoniell. Dem islamischen Heiratsalter entsprechend unterliegen auch Talaq oder Polygamie, unsere Muftis oder Ayatollahs werden zum deutschen Nikah vielleicht einmal etwas sagen, nicht dem jeweiligen Trend, „nicht dem gesellschaftlichen Wandel“.

Andere religiöse Standards („islamische Grundsätze“) wie die Herabstufung des Nichtmuslims – er darf kein Erbe eines Muslims bekommen oder als Mann keine Muslima heiraten – stehen gar nicht erst nicht zur Debatte.

Den AEMR-fernen deutschen Freunden der Prinzipienlosigkeit und Multikultur malen wir den Bühnenhintergrund der permanenten islamischen Innovation. So muss sich noch niemand öffentlich festlegen und verliert keiner sein Gesicht.

Achja, diese Schulpflicht. Dort ist Sexualkunde „Teil des schulischen Bildungsauftrages“, der sich allerdings im Zweifelsfall an der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (1990) auszurichten hat und nicht an der Allgemeinen Erlärung der Menschenrechte (1948).

Klassenfahrten, insbesondere der Aufenthalt in Schullandheim und Jugendherberge, ab sofort bitte nur noch im Einklang mit Koran und Sunna. Im Sportunterricht ist Geschlechtertrennung selbstverständlich, ansonsten, ihr Schamlosen, ist züchtige Schwimmkleidung der Burkini weiblich und für die Jungen die den Körper bedeckende Badehose von Knie bis Bauchnabel.

Nun zu Hochschule und Universität. Durch uns deutsche Freunde oder gar Mitarbeiter von Al-Azhar, Darul-Uloom Deoband oder Teheraner Mullahs soll die historisch-kritische Methode „in der Auseinandersetzung mit dem Koran und der Sunna“ ein bisschen „ernst genommen“ werden.

Die zeitlose Scharia und die historisch-kritische Methode. Seht selbst, säkulare Muslime oder Nichtmuslime, unser Gesicht ist da auch mal „ernst“, das muss euch doch wohl reichen. Die tausend Jahre alte islamische Rechtsfindung wird durch derlei Schirk und Kufr nicht berührt.

Säkulare Worthülsen kommen gut an: „Wir sind für die Trennung von Religion und Politik.“ Im religionsbezogen bekennend inkompetenten Staat kann sich die sogenannte Zivilgesellschaft besonders ungestört islamisieren. Ministerien und Parlamente, haltet euch endlich raus aus der Umma, wir wollen in den Himmel kommen und machen wir von nun an, was wir wollen.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

Berliner Thesen | Muslimisches Forum Deutschland, 02.10.2015

http://www.muslimisches-forum-deutschland.de/_PDF/Berliner-Thesen-des-MFD.pdf

Muslimisches Forum Deutschland (MFD)

Zum Sprecher des Muslimischen Forums Deutschland wurde der Psychologe Ahmad Mansour gewählt

https://de.wikipedia.org/wiki/Muslimisches_Forum_Deutschland

„Vor allem wir Muslime müssen in der Lage sein, der neuen Generation eine Religion anzubieten, die ohne Wenn und Aber hinter Demokratie und Menschenrechten steht“ (Ahmad Mansour)

https://www.merkur.de/politik/ich-schaeme-mich-experte-erklaert-unterschied-zwischen-islam-und-terror-zr-8386421.html

Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam

https://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (A/RES/217, UN-Doc. 217/A-(III)), auch Deklaration der Menschenrechte oder UN-Menschenrechtscharta oder kurz AEMR

https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte

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7 Antworten to “477. Berliner Thesen”

  1. Karsten Hilchenbach Says:

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    Muslimisches Forum Deutschland – MFD

    ___ps://www.facebook.com/MuslimischesForum/

    https://www.facebook.com/MuslimischesForum/

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    Wer wirklich vorbehaltlos für die allgemeinen Menschenrechte einsteht, Paris 10.12.1948, muss sich gegen die berüchtigten islamischen Menschenrechte der OIC-Charta positionieren, Kairo 1990. MFD: „wir vertreten einen Islam, der ohne Wenn und Aber hinter den Menschenrechten steht“

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    […] Wer oder was aber ist eigentlich das „Muslimische Forum Deutschland“, das von sich sagt, es sei offen für Schiiten und Sunniten, Aleviten, Yesiden und sogar Christen? Schon wegen dieser Vielfalt kam gleich nach der Gründung viel Kritik von den bestehenden Islamverbänden an der Legitimität des Forums. […]

    Man sehe sich nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den Verbänden, versucht Mouhanad Khorchide die Wogen zu glätten:

    „Wir vertreten allerdings einen Islam, der klar und unmissverständlich ohne Wenn und Aber sich für die demokratischen Grundwerte unserer Gesellschaft bekennt, wir vertreten einen Islam, der ohne Wenn und Aber hinter den Menschenrechten steht, als universelle Normen, die ihre Gültigkeit haben für alle Menschen.“

    [ Allahs Schöpfungsordnung, die Scharia, sowie die einzig sittlich zu nennende Lebensführung, Gesellschaftsgestaltung und Justiz, auch Scharia, hat ebenfalls … „Gültigkeit“ – „für alle Menschen“. ]

    Wofür sie darüber hinaus stehen, stellten sie nun in „17 Berliner Thesen“ vor: Für Religionsfreiheit, eine klare Trennung von Staat und Religion, für das uneingeschränkte Selbstbestimmungsrecht der Frauen, auch bei der Entscheidung, das Kopftuch zu tragen oder nicht. Kopftücher bei Kindern lehnen sie ab, die Teilnahme an Schwimmunterricht und Klassenfahrten sehen sie als klaren Bestandteil des Bildungsauftrags und nicht verhandelbar. […]

    Khorchide und Mansour sehen die Muslime in Deutschland in der Mitverantwortung dafür, dass aus den Zuzüglern ein integrierter Teil der Gesellschaft wird. Für die islamischen Verbände, die sich gerne über das negative Bild der Muslime in der Öffentlichkeit beschweren, bedeute das: Raus aus der Opferrolle. Es genüge nicht, sich vom Islamismus zu distanzieren, man müsse selbstkritisch fragen, wieso der auf hier aufgewachsene Jugendliche eine so große Anziehungskraft ausübe – das hänge nicht nur mit sozialen Faktoren, sondern auch mit dem verkrusteten, patriarchalen und sexualfeindlichen Islamverständnis zusammen, das in den Moscheen gelehrt werde.

    Mit dem „Muslimischen Forum Deutschland“ hat die Islamdebatte einen neuen Player. Mit einem Projekt: Ein aufgeklärter Islam deutscher Prägung. Deutschland wird islamischer werden, soviel steht fest. Welcher Islam das sein wird – das ist noch offen.

    17 Thesen für ein Miteinander | von Christiane Habermalz | Deutschlandfunk Kultur 02.10.2015

    http://www.deutschlandfunkkultur.de/muslimisches-forum-deutschland-17-thesen-fuer-ein.1013.de.html?dram:article_id=332847

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    Eine neue islamische Stimme | von Christiane Habermalz | Deutschlandfunk 05.10.2015

    http://www.deutschlandfunk.de/muslimisches-forum-deutschland-eine-neue-islamische-stimme.886.de.html?dram:article_id=332973

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    Bundespressekonferenz

    Das „Muslimische Forum“ stellt sich vor – BPK vom 2. Oktober 2015

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    2017

    Am Rande des Symposiums „Reformation und Islam – Reformation im Islam?“ stellten sich die Referentinnen und Referenten des Symposiums für ein Kurzinterview zur Verfügung.

    Ahmad Mansour: „Reformation und Islam – Reformation im Islam?“

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    Aladdin Sarhan, Muslimisches Forum Deutschland: „Reformation und Islam – Reformation im Islam?“

    eair – Ev. Akademie im Rheinland

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    Rafael Nikodemus

    (geboren 1960) ist Kirchenrat im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Als theologischer Dezernent in der Abteilung III (Ökumene, Mission, Religionen) ist er zuständig für die Arbeitsbereiche Christen und Muslime, Innereuropäische Ökumene und Catholica. Von 2001 bis 2005 war Nikodemus Pastor im Sonderdienst im Kirchenkreis Duisburg und befasste sich mit Islam- und Integrationsarbeit.

    https://www.evangelisch.de/personen/rafael-nikodemus

    Über Rafael Nikodemus

    ___ps://de-de.facebook.com/rafael.nikodemus

    https://de-de.facebook.com/rafael.nikodemus

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    Kirchenrat Pfarrer Rafael Nikodemus: „Reformation und Islam – Reformation im Islam?“

    Hier die Antworten von Kirchenrat Pfarrer Rafael Nikodemus. Der evangelische Theologe ist Islambeauftragter der Evangelischen Kirche im Rheinland.

    Rafael Nikodemus hält eine reine Übertragung des durch das Christentum geprägten Begriffes der Reformation auf den Islam nicht für möglich, sieht aber sehr wohl Andockpunkte im Reformdenken. Hier könnte auch muslimisches Denken heute anknüpfen.

    Für eine Reformbewegung innerhalb des Islam sei, so Nikodemus, eine gute (Aus-)Bildung eine wesentliche Voraussetzung. Ein gutes humanistisches Fundament könne den Boden dafür bereiten, dass die Diskussion über einen reformierten Islam breiter diskutiert werde, so der Theologe.

    Für eine Reformbewegung im Islam sei, so Nikodemus, eine gute (Aus-)Bildung eine wesentliche Voraussetzung. Ein gutes humanistisches Fundament könne den Boden dafür bereiten, das die Diskussion über eine reformierte Islam-Auffassung breiter werde, so der Theologe.

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    „Kann es eine Reformation muslimischer Prägung geben?“

    Zu dem Symposium „Reformation und Islam – Reformation im Islam“ hatte die Akademie im Vorfeld des Reformationsjubiläums zusammen mit dem Muslimischen Forum Deutschland und der Konrad-Adenauer-Stiftung eingeladen. Ausgangspunkt war die These, dass der Islam sich in einer vergleichbaren Umbruchssituation befindet, wie das Christentum zu Beginn des 16. Jahrhunderts, bevor Luther und seine Theologie nicht nur die Kirche, sondern auch die Gesellschaft veränderten.

    Evangelische Kirchengemeinde Flamersheim | Euskirchen-Flamersheim

    http://kirchengemeinde-flamersheim.de/2017/06/28/reformation-im-islam/

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    Kann es eine Reformation muslimischer Prägung geben?

    Evangelischen Kirchenkreis Dinslaken

    http://kirchenkreis-dinslaken.ekir.de/meld/reformation/reformation17_25.htm

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  2. Adriaan Broekhuizen Says:

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    Gut auf den Punkt gebracht von Jacques Auvergne, merci.

    Zitat Christiane Habermalz:

    Wofür sie darüber hinaus stehen, stellten sie nun in „17 Berliner Thesen“ vor: Für Religionsfreiheit, eine klare Trennung von Staat und Religion, für das uneingeschränkte Selbstbestimmungsrecht der Frauen, auch bei der Entscheidung, das Kopftuch zu tragen oder nicht.

    Zitatende

    http://www.deutschlandfunkkultur.de/muslimisches-forum-deutschland-17-thesen-fuer-ein.1013.de.html?dram:article_id=332847

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    Worum geht es Islamschönfärber Mansour und Al-Tayyeb-Wegbereiter Khorchide

    …, die beide uns den islamisch vorgeschriebenen Schleier, pseudoliberal, als einen frauenfreundlichen potentiellen Hidschab, als das je nach Lust und Laune mögliche Kopftuch verkaufen wollen. Ab der Pubertät ist der Hidschab ein Muss, einen Hidschab im Konjunktiv, einen Möglichkeitsschleier kennt der Islam nicht.

    In der gesamten Arbeitswelt, ob an der Schule oder am Gericht, soll das (mindestens) bis auf Gesicht und Hände den gesamten weiblichen Körper bedeckende Tuch erst parlamentarisch und dann sogleich juristisch durchgedrückt werden. Das und nichts anderes verpackt das MFD im Pseudo-Angebot „Selbstbestimmungsrecht“.

    Richtigerweise fordert und garantiert Artikel 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland auch gar kein Selbstbestimmungsrecht, sondern die – islamrechtlich (islamisch) nicht zulässige – Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

    Das MFD jubelt vom „Selbstbestimmungsrecht der Frauen“ … und verschweigt: zum Einhalten der jeden Lebensbereich regulierenden (der totalitären) und frauenfeindlichen Schariagesetze.

    Ein weiteres Ärgernis, siehe BPK, ist das ständige Verwirbeln der Kategorien Islam und Muslime. Den Trick betreiben weltweit viele radikal islamische Kreise; jeweils dient er dazu, einen jeden Islamkritiker als Muslimfeind fehlzuetikettieren.

    Faktenferne begegnet uns auch beim Mythos von der Vielfalt im Islam. Die Religion von Koran und Sunna duldet keine Vielfalt.

    Weib bedecke deine Reize. Hidschab in rabenschwarz, mausgrau oder schlammbraun, du hast die Wahl …

    Muslim, willst du etwa in der Hölle brennen? Ordne dein Leben und dasjenige deiner Familie und Nachbarschaft nach der Scharia, der Scharia oder der Scharia, du hast die Wahl …

    „11. Wir bieten unsere Mitarbeit bei der Entwicklung nachhaltiger Konzepte zum Schutz von Jugendlichen vor Extremismus an.“ – beim Schutz der deutschen schariapflichtigen Jugendlichen vor dem „Extremismus“ der Gleichberechtigung von Mann und Frau, vor dem „Extremismus“, als Muslima einen Christen zu heiraten und die Kinder christlich zu erziehen, vor dem „Extremismus“, als Kind muslimischer Eltern zum Buddhismus zu konvertieren?

    ____

    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
    Art 3

    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

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    Gregor Mayntz (* 1960 in Oedt) ist ein deutscher Journalist und seit 2011 Vorsitzender der Bundespressekonferenz.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_Mayntz

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    4. Islamische Erziehung von Kindern einer Mischehe (Muslim mit Christin oder Jüdin)?

    Die Kinder einer Mischehe zwischen einem Muslim und einer Jüdin, Christin und Muslima, müssen islamisch erzogen werden. Deswegen ist eine katholische Taufe islamisch nicht erlaubt. Der Grund: Der Islam erlaubt es dem muslimischen Mann, eine Angehörige der Religionen der Schrift zu heiraten. Dieser muß er dann Religionsfreiheit gewähren. Ein solches Ausmaß an Toleranz ist eine Eigenheit des Islam, die man bei anderen Glaubenslehren und Völkern kaum antrifft. Die Kindererziehung muß hingegen islamisch sein (was eigentlich den Eheleuten vor dem Eintritt in die Ehegemeinschaft klar sein sollte). Der Grund dafür ist, daß der Islam zwar das oben genannte Maß an Toleranz gegenüber der Ehefrau vorschreibt, aber das heutige Christentum bzw. Judentum nicht als komplett richtige Religion betrachtet. Deswegen sollen natürlich die Kinder einer solchen Ehe nach dem Islam erzogen werden. Zu den Verpflichtungen des Mannes bei der Erziehung seiner Kinder gehört, daß er gewährleistet, daß diese islamisch erzogen werden oder auch, daß die Kinder in ihm ein gutes Vorbild sehen. Er hat auch die Verantwortung für die finanzielle Absicherung seiner Familie.

    5. Warum darf ein Muslim nur muslimische, christliche oder jüdische Frauen heiraten?

    Die Ehe eines Muslim mit einer ungläubigen Frau ist deshalb verboten, weil eine islamische Erziehung der aus dieser Ehe stammenden Kinder nicht gewährleistet ist. Da die Frau überwiegend an der Erziehung der Kinder beteiligt ist, kann beim Kind nicht das Vertrauen in die Existenz Gottes entstehen, wie die bei einer Mutter der Fall ist, die zu einer der monotheistischen Religionen der Fall ist (Judentum, Christentum, Islam).

    6. Warum darf eine muslimische Frau keinen Nicht-Muslim heiraten?

    Wenn man nun Gründe für das Verbot einer Mischehe aufführt, bei der der Mann nicht Muslim, die Frau aber Muslim ist, muß man zunächst damit beginnen, daß Gott es so im Koran vorschreibt: (2:221) „… und heiratet nicht mitgötterergebene Männer, bis sie glauben …“ Dies bezieht sich auf Mitgötterergebene Männer, also nicht auf Juden oder Christen. (60:10) (über die gläubigen Frauen) „… und habt ihr sie jedoch als Gläubige erkannt, dann laßt sie nicht zu den Ungläubigen zurürckkehren. Sie sind ihnen nicht erlaubt, noch sind jene für sie erlaubt…“ Da es im Koran keine Ausnahme für Christen oder Juden gibt, gilt das Heiratsverbot. . Er hat uns erschaffen und weiß natürlich, was das beste für uns ist. Wer an Allah glaubt, versucht sich an seine Gebote zu halten. Eine muslimische Frau darf keinen Nichtmuslim heiraten. Die einzige Möglichkeit, daß die Ehe dennoch zustande kommt, ist die, daß der Nichtmuslim zum Islam konvertiert. Dies sollte aber nicht formal nur der Ehe wegen geschehen. Ein wichtiger Grunde ist die freie Ausübung der Religion. Während der Islam den muslimischen Ehemännern einer Mischehe vorschreibt, ihren christlichen oder jüdischen Ehefrauen die Ausübung ihrer Religion möglich zu machen, kann der Islam den chrislichen Männern einer derartigen (hypotetischen) Mischehe logischerweise derartiges nicht vorschreiben. Somit ist die Religionsausübung der Ehefrau nicht garantiert.

    Häufig gestellte Fragen zu Themen des Islam | Islamische Gemeinden Frankfurt (IGF) Abubakr-Moschee

    ___p://www.abubakr.de/seiten/faq.php#b6

    .

    Islamische Gemeinden Frankfurt (IGF) Abubakr-Moschee

    Das FAQ-Team, das mit bestem Gewissen und Wissen versucht, Ihre Fragen zu beantworten:

    – Scheich Metwalli Mousa (aqida)
    – Dipl. Ing. Hassan Swaid (Fiqh)
    – Imgard Pinn M.A. (politische Fragen)
    – Osama Momen (Fiqh, allgemeine juristische Fragen)
    – Usama Elyas (allgemeine Fragen)
    – Ulli Fatima Aischa (Religionsübertritt)
    – UmmAiman H. Mazyek (Interreligiöses und Verantwortliche Verteilerin)

    ___p://www.abubakr.de/seiten/faq.php#b6

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    Deutsch-Islamischer Vereinsverband (DIV)

    38. Islamische Gemeinden Frankfurt – Abubakr-Moschee

    https://vunv1863.wordpress.com/2016/12/07/islamisten-skat/

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    Der „Deutsch-Islamische Vereinsverband Rhein-Main“ (DIV) wird ab sofort vom hessischen Verfassungsschutz beobachtet. Wie das hessische Innenministerium der Frankfurter Rundschau mitteilte, seien von den 46 Mitgliedsvereinen des DIV „rund ein Drittel als extremistisch oder extremistisch beeinflusst zu bewerten“. Es bestünden Bezüge zum Salafismus und zur islamistischen Muslimbruderschaft. Auch unter den Funktionsträgern des Verbandes gebe es Personen, „die dem extremistischen Spektrum zugerechnet werden“.

    Islamverband unter Beobachtung | von Hanning Voigts | Frankfurter Rundschau (FR) 25.08.2016

    http://www.fr.de/rhein-main/deutsch-islamischer-vereinsverband-islamverband-unter-beobachtung-a-317512

  3. Jacques Auvergne Says:

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    02.10.2015 Berliner Thesen – nur ein wenig gebremst wird die Treue zur Scharia beschworen, ein Bekenntnis des Muslimischen Forums Deutschland (MFD) zur uneingeschränkt gültigen AEMR fehlt. Aber es gibt einen anderen, rund ein halbes Jahr früher entstandenen Text.

    Berlin am 11. April 2015, in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) wird die Gründungserklärung des MFD verabschiedet.

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    Zur Gründungserklärung des MFD vom 11.04.2015

    Ein Bekenntnis zur AEMR und GG ist an immerhin einer Stelle im Text (nicht im ersten Abschnitt, wo über Werte und Grundsätze geplappert wird; s. u.) noch vorhanden, obschon die AEMR-Widrigkeit des Islamischen Rechts ehrlich zur Sprache hätte kommen müssen. Zitat:

    „Die allgemeinen Menschenrechte, die europäische Menschenrechtskonvention und das deutsche Grundgesetz bilden den Rahmen, innerhalb dessen sich jeder frei bewegen darf. Wir lehnen religiös begründete Traditionen und Gesetze ab, die im Widerspruch zu den Menschenrechten bzw. zum deutschen Gesetz stehen. Wir übernehmen Verantwortung für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.“

    Zitatende. Demgegenüber eingangs: „die Achtung der Menschenrechte, der Freiheit und der Demokratie“ – das reicht nicht, es muss immer freiheitliche Demokratie heißen und allgemeine Menschenrechte. Ohne Rechtsstaat hilft auch „Freiheit“ (zum Hidschab?) wenig.

    Werte sind nicht einklagbar. Ein „die Unterstützung aller, die unsere Werte teilen“ vermeidet den Begriff (und einklagbaren Anspruch!) vom Recht, die Rede über die geltenden („unsere“) Rechte.

    Islamisches Recht ist die Herabwürdigung der Frau, weshalb es, ebenfalls noch im ersten Abschnitt, nicht ausreicht zu sagen: „Dabei gilt der Gleichheitsgrundsatz“. Gleichheitsgrundsatz ist nicht Gleichberechtigung.

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    http://www.muslimisches-forum-deutschland.de/_PDF/Muslimisches-Forum-Deutschland-Gruendungserklaerung.pdf

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    Mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung hat sich das „Muslimische Forum Deutschland“ gegründet. […] Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments, Dr. Hans-Gert Pöttering, sieht das „Muslimische Forum Deutschland“ mit seiner ethnischen und religiösen Vielfalt als eine wichtige Bereicherung in der aktuellen Debatte über den Islam in Deutschland: „Durch die Betonung individueller Freiheitsrechte und durch das klare Bekenntnis zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der europäischen Menschenrechtskonvention gibt dieses Forum einer großen Mehrheit von Muslimen in Deutschland eine Stimme. Ich freue mich sehr, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung einen Beitrag dazu leisten kann, Personen des öffentlichen Lebens verschiedener Glaubensausrichtungen in diesem Forum zu vereinen.“ […] Erstunterzeichner der Erklärung (Initiativkreis des Forums) […]

    „Muslimisches Forum Deutschland“ gegründet | Pressemitteilung 25/2015 | KAS 22.04.2015

    http://www.kas.de/wf/de/33.41088/

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    Dhimma, Dschihad, Kalifat. Die iKfR, die im Kern friedliche Religion

    Wie das Kölner »DomRadio« am 23.5.2008 berichtete, nannte Europa-Spitzenpolitiker Hans-Gert Pöttering den Islam „eine im Kern friedliche Religion“ (4), was Henryk M. Broder, passend titelnd »Im Kern gaga«, am folgenden Tag nüchtern kommentierte: „Auch der Sozialismus und der Nationalsozialismus waren ‚im Kern‘ gute Ideen, die sich leider bei Licht betrachtet nicht bewährt haben (5).“

    Pötterings faktenferne Islamschmeichelei von der iKfR, der im Kern friedlichen Religion, fiel beim ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler am 12.05.2010 auf fruchtbaren Boden: „Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat (6).“

    (4) Über Schariaversteher Hans-Gert Pöttering berichtet das rheinisch-katholische »Domradio« (»Pöttering: Islam ist im Kern friedlich«) am 23.5.2008, welches die »kna« (Katholische Nachrichten Agentur) zitiert: “Der Präsident des Europaparlaments, Pöttering, hat sich gegen eine Vorverurteilung des Islam gewandt. Der Islam sei eine im Kern friedliche Religion.”

    http://www.domradio.de/news/artikel_41461.html

    (5) Am Folgetag (24.05.2008) kommentierte Henryk M. Broder bei »Die Achse des Guten« zu Pöttering und titelte angemessen: »Im Kern gaga«

    „Der Islam, erklärte der Präsident des EU-Parlaments, sei ‚eine im Kern friedliche Religion‘. Womit er genau genommen und und an für sich Recht hat. Auch der Sozialismus und der Nationalsozialismus waren ‚im Kern‘ gute Ideen, die sich leider bei Licht betrachtet nicht bewährt haben.“

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/im_kern_gaga/

    (6) Horst Köhler am 12.05.2010 als Betreiber faktenwidriger Islambeschwichtigung: „Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren.“

    http://www.bundespraesident.de/Reden-und-Interviews/Reden-Horst-Koehler-,12213.663792/Friedensstiftende-Begegnungen-.htm

    https://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/07/11/179/

  4. Cees van der Duin Says:

    Walter Otte, Jahrgang 1955, ist Kaufmann und Jurist, übt die Tätigkeit eines Rechtsanwalts in Berlin aus. Er ist einer der Sprecher des Bundesweiten Arbeitskreises Säkulare Grüne und Sekretär der Säkularen Grünen in Berlin.

    https://hpd.de/autor/walter-otte

    .

    Oktober 2015, Otte ist ganz aus dem Häuschen:

    „Die Berliner Thesen enthalten ein klares Bekenntnis zu einem humanistischen, die Menschenrechte achtenden Islam“.

    Walter Otte frohlockt:

    „Das Muslimische Forum bekennt sich zu einem Islam, der einem ständigen Entwicklungsprozess unterliegt.“

    Entwicklungsprozess … des Verwandeln der ganzen Welt in Dar al-Islam bzw. in Allahs Hakimiyya.

    Den Iblis und alles Nichtislamische besiegen, Entwicklungsprozess permanenter Islamischer Revolution.

    Otte will nichts bemerkt haben oder hat von den Berliner Thesen wirklich nichts verstanden:

    „Auch die bekannten „heißen Eisen“ werden in einem menschenrechtlichen Sinne angepackt: Schwimmunterricht, Klassenfahrten und Sexualkunde seien Teil des schulischen Bildungsauftrages“.

    Faktennähe nur im Kommentarbereich.

    Feuerwächter angemessen reserviert:

    „Das Ansinnen des Muslimischen Forums Deutschland (MFD) scheint ein Hehres zu sein, aber einerseits steht es krassem Widerspruch zur „Kairoer Erklärung der OIC“ und andererseits wirft es die Frage auf, ob das Ergebnis, abseits des Problems der Akzeptanz durch die Gläubigen, noch etwas mit dem Koran zu tun hat. Bei Lichte betrachtet wird vom MFD, etwas verklausuliert, nichts Geringeres als eine Neuinterpretation des Wortes Gottes gefordert, weil er sich unklar ausgedrückt hat.“

    Auch valtental vermisst Wesentliches:

    „zu Genitalverstümmlungen beiderlei Geschlechts ist aber kein Wort zu finden“.

    David erkennt:

    „läuft das nicht auf das alte Schema hinaus, sich fröhlich was vorzumachen mit dem grade auch von den Verbänden so oft zelebrierten Spiel: „schlagen“ heißt „streicheln“ und „Kopf abschlagen“ heißt „Nackenhaut markieren“?“

    Islamisches Bekenntnis zu Menschenrechten und Selbstbestimmung | von Walter Otte | hpd humanistischer pressedienst 13.10.2015

    https://hpd.de/artikel/12278

    .
    .

    Otte im Mai 2016. Großer Lobgesang auf Mansour:

    „unermüdliche Arbeit an vorderster Front gegen die Intoleranz“, „jemand mit Migrationshintergrund, der für Menschenwürde, für Menschenrechte, für eine aufgeklärte Gesellschaft eintritt“.

    Toleranz oder Rassismus? | von: Walter Otte | 11.05.2016

    https://hpd.de/artikel/toleranz-oder-rassismus-13076

  5. Jacques Auvergne Says:

    .

    Die koranischen Offenbarungsanlässe, asbab al-nuzul (أسباب النزول)

    Leider versuchen muslimische Schriftgläubige,
    in Münster Mouhannad Khorchide,
    in Penzberg (Bayern) Benjamin Idriz,
    auch
    mit dem auf gutgläubige oder wenig interessierte Zeitgenossen modern und demokratiefreundlich klingenden Gerede über die Ziele und Zwecke der Scharia / Maqasid al-Scharia (مقاصد الشريعة) (Lieblingsthema von Schariafreund Mathias Rohe, siehe unten)
    oder eben
    mit der Spekulation (s. u.) über die märchenhaften Asbab al-nuzul
    der Weltöffentlichkeit gegenüber das islamische Komplettangebot der unmenschlichen Scharia schönzumalen.
    Bekanntlich lassen unsere naiven oder an allem (bis auf sich selbst) desinteressierten Politiker keinen Islamkritiker ans Mikrophon. Vielmehr rollen sie jedem den roten Teppich aus, der von einem reformierbaren und demokratiefreundlichen Islam schwätzt … und der die Muftis von Al-Azhar in Parlament und Uni bringt und die Scharia ins geltende Recht.
    Wenn es denn den an der Wortwörtlichkeit von Koran und Sunna festhaltenden und (deshalb) unreformierbaren Islam schon nicht reformieren kann,
    dann kann es doch Deutschlands Politik und Presse betören und
    der Muslimbruderschaft und Teherans Ayatollahs mehr Einfluss verschaffen,
    das Zauberkunststückchen von den Asbab.

    .
    .

    kopte Says:
    September 17, 2017 um 11:50 pm

    finger weg von den erfundenen asbab, bassam al-dschamal hat bewiesen, dass sie unwissenschaftlich sind.

    https://schariagegner.wordpress.com/2017/03/28/der-islam-den-es-nicht-gibt/#comment-28825

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    Kommentator kopte sei Dank für diese Klarstellung zu den sogenannten Offenbarungsanlässen, asbab al-nuzul.

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    ﺃﺳﺒﺎﺏ ﺍﻟﻨﺰﻭﻝ:ﻋﻠﻤﺎ ﻣﻦ ﻋﻠﻮﻡ ﺍﻟﻘﺮﺁﻥ — بسام الجمل
    Asbāb al-nuzūl: ʿilman min ʿulūm al-Qurʿān

    Seine Dissertation reichte Bassam al-Jamal ( بسام الجمل ) ein an der Universität von Manouba, das liegt im Großraum Tunis, Tunesien.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Manouba_University

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    Die Revolution in Tunesien 2010/2011 oder Jasminrevolution war die politische Umwälzung in Tunesien ab dem 17. Dezember 2010 (…) wie bei einem Domino-Effekt brachen am 5. Januar 2011 Unruhen in Algerien, am 25. Januar 2011 Unruhen in Ägypten und weitere Proteste in der Arabischen Welt aus. Sie wurden als Arabischer Frühling bekannt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Revolution_in_Tunesien_2010/2011

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    Uni Manouba im Sommer 2012, siehe The New York Times.

    Wochenlang stören demonstrierende Salafisten den Universitätsbetrieb, um Prüfungen zu angeblich unislamischen Themen zu verhindern. Die Islamradikalen ziehen die Flagge Tunesiens zu Boden, um die schwarze Flagge der Herrschaft des Islam zu hissen; eine Studentin, die die Staatsfahne wieder hinaufziehen will, wird durch einen Radikalen zu Boden geschleudert. Ein Salafi, Student, bedroht einen Lehrer und erhält ein befristetes Hausverbot. Die Zeitung weist auf die radikal islamisch motivierten gewalttaten gegen den film Persepolis hin sowie darauf, dass in Tunesien damals auch die Kalifatsbewegung Hizb-ut-Tahrir demonstrierte und dass es überhaupt um die Einführung einer Gesetzgebung nach der Scharia ging.

    Tensions on a Campus Mirror Turbulence in a New Tunisia | by Suzanne Daley | The New York Times 11.06.2012

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    Persepolis ist ein französischer Zeichentrickfilm aus dem Jahr 2007. Basierend auf dem gleichnamigen Comic von Marjane Satrapi erzählt Persepolis die Kindes- und Jugendgeschichte der Regisseurin während und nach der Islamischen Revolution im Iran.

    Am 14. Oktober 2011 fand in Tunis eine Demonstration tausender Menschen vor dem tunesischen Fernsehsender Nessma TV statt, der Persepolis ausstrahlte. Die Kundgebungsteilnehmer wandten sich gegen die Darstellung von Gott als alten, bärtigen Mann. Später wurde das Haus des Senderchefs, Nabil Karoui, attackiert und in Brand gesetzt. Die islamistische Ennahda-Partei distanzierte sich von den Angriffen. Am Tag darauf fand in Tunis als Reaktion eine Unterstützungsdemonstration für Meinungsfreiheit statt, bei der ebenfalls tausende Menschen teilnahmen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Persepolis_(Film)

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    Studentin: „Ich muss zur Hochschule und bin spät dran!“ – Sittenwächter: „Aber wenn du so rennst, macht dein Gesäß Bewegungen, nun, unkeusche Bewegungen!“ – Studentin: „Dann glotzt mir doch nicht auf den Arsch!“

    WELL, THEN DON`T LOOK AT MY ASS!

    Ich schrie so laut, dass sie mich noch nicht mal verhafteten.

    (aus: Persepolis)

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    eine aggressive Kampagne, mit der Salafisten ihre repressiven Vorstellungen an Kazdaghlis Fakultät durchsetzen wollten.

    „(…) Schwarze Flaggen in Bäumen und an Fenstern, Zelte, ein Imam, der vor jedem lauthals predigte, der ihm zuhören wollte, Lautsprecher, aus denen es an Feiertagen ununterbrochen schallte. Dann hieß es von Studenten: ‚Ich will dies nicht studieren, ich will das nicht studieren; Darwin ist ein Ungläubiger; die Poesie, die die Liebe hochhält, wollen wir nicht.‘ (…).“

    (In Tunesien attackieren Salafisten zunehmend ­Bildungseinrichtungen. Ein prominenter Fall ist der Prozess gegen den Dekan der geisteswissenschaftlichen Fakultät von Manouba. Von Bernd Beier)

    http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/4a40762454ca7cc3c1256b6100403afd/3a55f4a3a655cdcbc1257bac00347589?OpenDocument

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    Islam(aktiv)isten, Schariafreunde und viele andere machen für die Nutzung der Offenbarungsanlässe, Asbab al-nuzul, Reklame.

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    Benjamin Idriz: Every letter is divine. The message was sent to humanity, but people need to have access to it. This connection between people and text has to be horizontal. (…)

    It is impossible to properly understand a Koran verse without the asbab al-nuzul, the „circumstances of revelation“. This is especially true of those verses that were revealed in reaction to a particular event, a person or a place.

    qantara 10.05.2017

    https://en.qantara.de/content/interview-with-imam-benjamin-idriz-questioning-tradition

    Benjamin Idriz: Jeder Buchstabe ist göttlich. Die Botschaft ist an die Menschheit gesendet, aber Menschen müssen einen Zugang dazu haben. Diese Verbindung von Mensch und Text muss horizontal sein. Der Mensch muss sich von diesem Text ernähren, der eine heilende Botschaft enthält. Er soll die Menschen begleiten in all ihren Sorgen, Hoffnungen und Herausforderungen. Gott sagt, er habe den Koran nicht offenbart, um die Menschen unglücklich zu machen. Wenn Allahs Botschaft universell ist, dann können wir nicht mit den Interpretationen von vor 200 Jahren leben. Das wäre ahistorisch. Wir müssen den Gelehrten zwar ein Ohr schenken, aber in erster Linie der Vernunft. Denn die Gelehrten sind verstorben, die Vernunft ist da.

    Ich sehe keinen einzigen Vers, der störend ist. Das Problem ist, dass wir diese Verse nicht verstehen oder nicht verstehen wollen. Etwa die Verse, die zur Gewalt aufrufen wie: „Tötet die Ungläubigen, wo ihr sie antrefft“. Vor diesem Satz und nach ihm stehen andere Verse, die diesen erst erklären. Auch der Satz „Ihr dürft nicht angreifen“ steht in der Textpassage und ohne ihn könnte man den Koran falsch verstehen. Um dein Leben zu retten, ist die Verteidigung erlaubt, aber du darfst nicht angreifen. Das ist die Botschaft.

    Es ist unmöglich, einen Koranvers ohne die „Asbab al-nusul“, die „Gründe der Offenbarung“, richtig zu verstehen. Das gilt vor allem für jene Verse, die als Reaktion auf ein bestimmtes Ereignis, eine Person, einen Ort geoffenbart wurden.

    (Die Dissertation von Benjamin Idriz zum Thema „Horizontale Aspekte im Islam“ erscheint demnächst auf Deutsch.)

    qantara 08.05.2017

    https://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-imam-benjamin-idriz-wir-muessen-die-ueberlieferung-hinterfragen

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    Asbāb an-Nuzūl. Die Bedeutung der Offenbarungsanlässe in Geschichte und moderner Exegese. Von Fabian Schmidmeier (Café Abraham / DerOrient.com), Erlangen 2015.

    http://www.academia.edu/19405917/Asb%C4%81b_an-Nuz%C5%ABl._Die_Bedeutung_der_Offenbarungsanl%C3%A4sse_in_Geschichte_und_moderner_Exegese

    Fabian Schmidmeier, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Erlangen

    https://www.orientalistik.uni-erlangen.de/lehrstuhl/mitarbeiter/fabian-schmidmeier-ma.shtml

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    2014: Oktober, Universität Paderborn, Konferenz zu Maqasid al-Shariah. The objectives of Sharia and Contemporary Challenges, Vortrag: „Maqasid as a legitimation for modern Islamic minority laws“.

    http://www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/zentrum-fuer-islamische-theologie/personen/wissenschaftliches-personal/professor-dr-mouez-khalfaoui/vortraege-khalfaoui.html

    Die Tagung „Maqāṣid al‐Sharīah. Die Ziele der Scharia und die Herausforderungen der Gegenwart“ führt international renommierte Theologen, wie beispielsweise den durch seine Bücher und Medienauftritte bekannt gewordenen Prof. Dr. Jasser Auda (Doha), zusammen. Prof. Klaus von Stosch, Vorsitzender des Zentrums für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK), und Idris Nassery, die Organisatoren der Konferenz, freuen sich auf spannende Diskussionen über aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit der Scharia.

    http://www.uni-paderborn.de/en/termin/calendar/event/tx_cal_phpicalendar/internationale-konferenz-maqasid-al-shariah-die-ziele-der-scharia-und-die-herausforderungen-der-ge/

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    Was bedeutet eigentlich Scharia? – Prof. Dr. Mathias Rohe im Interview mit Idris Nassery

    Prof. Dr. Mathias Rohe auf der internationalen Fachtagung „Maqāṣid al‐Sharīah. Die Ziele der Scharia und die Herausforderungen der Gegenwart“ (10.-12. Oktober 2014 in Paderborn).

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    مقاصد الشريعة
    Maqasid al-Scharia

    Einführung in die islamischen Rechtszwecke Maqāṣid al-Šarīʿa

    Jasser Auda ist geschäftsführender Direktor des Maqāṣid Institute, ein globaler Think Tank mit Sitz in London, Gastdozent an der Carleton Universität in Kanada, Mitglied des Europäischen Rats für Fatwa und Forschung [ ECFR; Chef ist Yusuf al-Qaradawi ], Gründungsmitglied der International Union of Muslim Scholars [IUMS, Präsident ist Scheich Yusuf al-Qaradawi, Generalsekretär Scheich Ali al-Qaradaghi] und ein Fellow an der Islamic Fiqh Academy in Indien. Er promovierte an der University of Wales über Islamische Rechtsphilosophie sowie an der University of Waterloo über Systemanalyse und genoss eine traditionelle islamische Ausbildung an der al-Azhar Universität in Kairo. Er ist an der Ausbildung von Imamen beteiligt und hält in vielen Ländern Vorträge über das islamische Recht. Diese Einführung in die islamischen Rechtszwecke wurde bisher in fünfzehn andere Sprachen übersetzt und erschien in hohen Auflagen.

    https://www.ebv-berlin.de/Einfuehrung-in-die-islamischen-Rechtszwecke-Maqasid-al-Saria

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    Dr. Jasser Auda – Presentation on his book „Maqasid Al Shariah“ CILE

    Jasser Auda – A Presentation on his book ‚Maqasid Al-Shariah as Philosophy of Islamic Law: A Systems Approach‘ – for members of the Steering Committee of the Center for Islamic Legislation and Ethics – CILE, Doha, June 2012.

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    Scheich Ali al-Qaradaghi

    Al-Qaradaghi ist der Generalsekretär der ursprünglich in Dublin gegründeten Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (International Union of Muslim Scholars; Abk. IUMS, heute mit Sitz in Doha, der Hauptstadt von Katar, unter dem Vorsitz von Scheich Yusuf al-Qaradawi). Zudem ist er Vizepräsident des Weltverbandes für die Annäherung der islamischen Denkschulen mit Sitz in Teheran und Mitglied vieler weiterer islamischer Organisationen, darunter die Internationale Islamische Fiqh-Akademie, die Organisation für Islamische Zusammenarbeit und der European Council for Fatwa and Research. Er ist Gründer und Präsident der 1988 gegründeten Islamischen Kurdischen Liga und Präsident des Kuratoriums der University of Human Development in der Stadt Sulaimaniyya.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ali_al-Qaradaghi

  6. Osiris, Isis, Nephtys, Seth Says:

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    Allahs Eigene Rede (Der Koran)
    Sure 29 Al-Ankabut | Die Spinne

    سورة العنكبوت‎‎, „The Spider“) is the 29th sura of the Qur’an

    Koran 29:64
    Quran 29:64

    This life of the world is but a pastime and a game. Lo! the home of the Hereafter – that is Life, if they but knew.

    (Übersetzung M. M. Pickthall)

    What is the life of this world but amusement and play? but verily the Home in the Hereafter,- that is life indeed, if they but knew.

    (Yusuf Ali (Orig. 1938)

    http > _>_p://islamawakened.com/quran/29/64/default.htm

    Dieses irdische Leben ist nichts als ein Zeitvertreib und ein Spiel; die Wohnstatt des Jenseits aber – das ist das eigentliche Leben, wenn sie es nur wüssten!

    http > _>_p://islam.de/1386.php

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    __

    Die unwissenschaftlichen Asbab
    Asbab al-nuzul

    Asbāb al-nuzūl (occasions or circumstances of revelation) is a secondary genre of Qur’anic exegesis (tafsir) directed at establishing the context in which specific verses of the Qur’an were revealed.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Lail

    History of Asbab al-Nuzul works

    https://en.wikipedia.org/wiki/Asbab_al-nuzul#History_of_Asbab_al-Nuzul_works

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    Souverän ist weder Mensch noch Menschheit.

    Auf Erden muss der Mensch (nun, der männliche Muslim) Allahs Königreich errichten.

    Der Nichtmuslime diskriminierende und überhaupt frauenfeindliche Faschismus von Koran und Sunna.

    Möge er weltweit und für immer verhindert werden.

    Allgemeine Menschenrechte: Muslim rein, Islam raus.

  7. Jacques Auvergne Says:

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    Schulbücher in Saudi-Arabien bezeichnen Nichtmuslime als Kuffar

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    NGO: Saudi textbooks ‘teaching hatred’ of Jews and other faiths | by Ben Lynfield | The Jerusalem Post 23.09.2017

    (…) “As early as first grade, students in Saudi schools are being taught hatred toward all those perceived to be of a different faith or school of thought. The lessons in hate are reinforced with each following year,” Sarah Leah Whitson, Middle East director for Human Rights Watch, said in a press release last week. The New York-based group reviewed 45 Saudi textbooks and student work books produced by the Education Ministry for the primary, middle and secondary education levels. (…)

    Saudi curriculum describes Jews, Christians and people of other faiths as kuffar, or unbelievers. In one fifth-grade textbook, the curriculum calls Jews, Christians and al-wathaniyeeen [pagans] the “original unbelievers” and declares that it is the duty of Muslims to excommunicate them. It says: “For whoever does not [excommunicate them] or whoever doubts their religious infidelity is himself an unbeliever. (…)

    http://www.jpost.com/International/Human-Rights-Watch-Saudi-textbooks-teaching-hatred-of-Jews-and-other-faiths-505756

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    Clare Lopez blickt durch: what else to expect?

    Etwas anderes ist gar nicht zu erwarten, solange man Koran und Sunna als wörtlich umzusetzenden Befehl zur Lebensführung sieht.

    Clare Lopez‏ @ClareMLopez 12 Std. Vor 12 Stunden

    Saudi textbooks ‘teaching hatred’ of Jews and other faiths

    Saudi texts teach Islamic faith – what else to expect?

    _ttps://twitter.com/claremlopez?lang=de

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    https://twitter.com/claremlopez?lang=de

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