502. Islamic fashion

Das Prinzip Hidschab und die unterworfene Lage der Frau im islamischen Recht. Anmerkungen zur Frankfurter Ausstellung Contemporary Muslim Fashions. Offener Brief an Gabriele Wenner, Leiterin des Frauenreferats der Stadt Frankfurt am Main, und Linda Kagerbauer, im Frauenreferat der Stadt Frankfurt Referentin für Mädchenpolitik und Kultur. Von Gabi Schmidt und Edward von Roy.

Sharia goes Fashion

Zu einer Freiheit, ein Kopftuch oder vielmehr den der Frau islamisch vorgeschriebenen Schleier (Hidschab) tragen zu dürfen, würde gehören, ihn jederzeit ablegen zu können. Insofern ist der Hidschab nicht einfach dem Bereich der Mode zuzurechnen, die in der kulturellen Moderne eine individuelle Entscheidung ermöglicht, nach der sich ein Individuum heute dezent und morgen extravagant oder gar provokant kleiden kann. Eine Frau kann eine andere Kleidung anziehen als ihre Mutter oder Schwester. Der Hidschab aber bekundet und bewirbt ein Mädchen- und Frauenbild und eine weibliche, dem Mann unterworfene Lebenswirklichkeit, welche in die kulturelle Moderne universeller Menschenrechte und in den an seiner Abschaffung nicht interessierten freiheitlichen Rechtsstaat nicht integriert werden kann.

Im bekennenden islamischen Religionsunterricht (IRU) lernt ein jedes Kind, dass Mädchen ab der Geschlechtsreife „ihren Körper – mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen – mit Kleidung derart bedecken“ müssen, „dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien.“ Der Kopf gelte dabei als bedeckt, „wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien“, das ist islamischer Mainstream (DITIB / Diyanet bei Bundesverfassungsgericht Beschluss vom 27.01.2015, siehe unten).

Gemäß dieser Logik garantiert nur der Schleier Ehre, Anstand und Keuschheit. Die Bedeckung diskriminiert, mobbt jede Unverschleierte, mit jedem Hidschab im Straßenzug oder Klassenzimmer steigt der Druck auf Unverschleierte. Wer als Mädchen oder Frau öffentlich Haar zeigt oder den Körperumriss preisgibt, gilt in schariagehorsamen Kreisen als unanständig und unrein (nadschis), als Schlampe.

„Willst Du aussehen wie eine Deutsche?“ Oder: „Das Kopftuch ist unsere Ehre – hast Du keine?“ Und: „Deinen Eltern ist es wohl egal, wie über Dich geredet wird.“ (Rita Breuer (Mobbing gegen kopftuchfreie Mädchen), EMMA vom 01.09.2009.)

Ein Frauenreferat sollte niemals auch nur den Eindruck erwecken, ein solch misogynes Mädchen- und Frauenbild zu propagieren oder zu bestärken, sondern alle Mädchen und Frauen zu einem emanzipierten, selbstbestimmten Lebens- und Kleidungsstil ermutigen. Sozialpädagoginnen oder Pädagoginnen haben die Aufgabe, jedem Mädchen die Chance auf eine selbstgeschriebene Biographie zu eröffnen. Text und Bildfolge des in der Frankfurter Ausstellung gezeigten Soundtrack von Mona Haydar („Wrap my hijab“) transportieren und propagieren jedoch das Gegenteil, nämlich dass weltweit mit massivem Druck für die Einhaltung der Gebote der islamischen Kleidung geworben wird. Ist das im Sinne des Frankfurter Frauenreferats?

Wer sich mit der amerikanisch-syrischen Künstlerin genauer befasst, bemerkt, dass es in ihren Songs jeder Frau nahelegt wird, sich züchtig (modest) zu kleiden. Ein Video von ihr (Dog – „Make sure you watch til the end to see what I’m talking about“) warnt sogar jede Frau davor, zu viel Haut zu zeigen, um nicht vergewaltigt zu werden. Die Epoche, in der es hieß, dass die Trägerin eines Minirocks selbst schuld ist an ihrem Missbrauch, sollte ein für allemal der Vergangenheit angehören. Die islamische Theologie unterstellt jedem Jungen und Mann einen allzeit lüsternen, Frauen begaffenden Blick und die latente Bereitschaft zu sexualisierter Gewalt, weshalb sich auch jeder Mann durch die weibliche islamische Kleidung beleidigt fühlen darf.

Nach dem Glaubensgrundsatz der Fitra, der Geschöpflichkeit, dem naturhaften Ausgerichtetsein auf den islamischen Gott Allah, ist die Frau anders nackt als der Mann. Während der Schambereich, arabisch Aura, des Mannes ausschließlich Geschlechtsteile, Bauchnabel und Knie umfasst, hat die Muslima im öffentlichen Raum ihren gesamten Körper bis auf Gesicht und Hände mit Textilien abzudecken. Sein Haupthaar ist Ehrenhaar, ihres hingegen Schamhaar. Der Familie einer unbotmäßig bekleideten Frau droht Ehrverlust, die Brüder haben auf ihre Schwester nicht ordentlich aufgepasst.

Abu Dawud (4104) überliefert einen Hadith von Aischa, der berichtet, wie Asma einmal zum Propheten kam und sie trug eine etwas durchsichtige Kleidung. Da wandte er seinen Blick ab und sprach: „Oh Asma, wenn die Frau ihre Reife erreicht hat (d. h. wenn sie ihre erste Menstruation bekommen hat), dann darf sie von ihrem Körper nur dieses und dieses zeigen (und er zeigte auf Gesicht und Hände).

Vater, Bruder und später der Ehemann haben die Funktion des Sittenwächters über die Frau. Beispielsweise kann die Braut ohne Wali (männlicher Vormund, hier Heiratsvormund) nicht heiraten. Generell ist der Mahram der männliche Aufpasser. Unterstützt durch die Männer der Großfamilie, die genau kontrollieren, mit wem die weibliche Verwandtschaft sich trifft, ob das Mädchen oder die Frau sich außerhalb des Hauses sittsam genug verhält, sie bestimmen, ob sie das Haus verlassen darf. Ein freies, selbstbestimmtes Leben ist so nicht erreichbar. Die Praxis der Kontrolle kann zeitlich fast lückenlos sein und räumlich so weit reichen, dass „Mädchen mit ihrem jeweiligen Freund in bis zu sechzig Kilometer entfernten Städten von den „Lohberger Jungs“ gesichtet worden sind“ (zitiert aus Lamya Kaddor, Muslimisch-weiblich-deutsch!). Und da schwärmt Max Hollein vom „stolzen und hoch eleganten Ausdruck neuen islamischen Selbstbewusstseins“ (Welt am 15.12.2017).

Während Deutschland vor einem halben Jahr die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts, den 12. November 1918 feierte, ein Recht, das die Frauen eben gerade nicht in Gottgehorsame und Pflichtschludrige unterteilt, versuchen Modemacher heute, uns die im Islam einzig gestattete weibliche Entscheidung zwischen Hidschab Eins und Hidschab Zwei als Wahlfreiheit zu verkaufen und fordert das gespaltene Publikum, bestehend aus Deutschlands Yuppies und schariatreuen Hidschabistas, dass doch auch hierzulande endlich jede Frau anziehen können soll, was sie will. Dass in der Frankfurter Ausstellung von Max Hollein und Matthias Wagner K einige Exponate dem Bedeckungsgebot noch nicht entsprechen, tut wenig zur Sache, denn jeder islamgehorsame Besucher von Contemporary Muslim Fashions wird das fallweise fehlende Kopftuch als haram bewerten und das vorhandene als halal.

Auch der in der Ausstellung hier und da sichtbare Schmuck, selbst das Prinzip des Schmückenden ist islamisch nicht korrekt, strahlend bunte Farben oder edle Stoffe sind für einen Hidschab nicht erlaubt.

Die acht Kriterien der islamisch gültigen Bedeckung (Hidschab) des weiblichen Körpers.

Der korrekte Hidschab

• muss den gesamten Körper bis auf Gesicht und Hände bedecken

• darf selbst kein Schmuck (zīna) sein

• muss blickdicht (ṣafīq) sein und darf nichts durchschimmern lassen

• muss wallend (faḍfāḍ) sein und darf nicht eng anliegen

• darf nicht parfümiert sein

• darf nicht der Kleidung des Mannes ähneln

• darf nicht der Kleidung ungläubiger Frauen ähneln

• darf keine Kleidung sein, mit der man nach Berühmtheit strebt

Bei Muslim in Hadith 885 spenden die Frauen ihren gesamten Schmuck („und ihre Ohrringe und Ringe“), nachdem sie erfahren haben: „Gebt Almosen, denn ihr seid der Großteil des Brennstoffs der Hölle … weil ihr euch zuviel beschwert und undankbar euren Ehemännern gegenüber seid“ … („Mir wurde die Hölle gezeigt und ich sah, dass die Mehrheit ihrer Bewohner Frauen sind … aufgrund ihrer Undankbarkeit (Kufr: hier Undankbarkeit; sonst Unglaube) ihren Gefährten (Ehemännern) gegenüber“, Sahih Buchari Buch 2, Hadith 28). Unattraktiv muss die Tugendhafte wirken, anonym durch die Nebengassen huschen:

„Dabei hat sie [beim Ausgehen, beim Verlassen des Hauses] abgetragene Kleidung anzulegen und sich nur auf unbelebten Straßen zu bewegen. Die öffentlichen Märkte muss sie meiden und sicherstellen, dass niemand sie an ihrer Stimme erkennt. Sie darf sich nicht an einen Freund ihres Ehemannes wenden, selbst wenn sie seine Hilfe gerade nötig hätte“ (Imam al-Ghazali).

“If the woman performs the five daily prayers, fasts the month of Ramadan, maintains her chastity and obeys her husband, she will enter the Paradise of her Lord.” (Hadith)

Durchsetzung der Herrschaft Allahs auf Erden: Die Hisba

Spätestens seit 1979, seit der islamischen Revolution im Iran kann auch in Europa jedermann wissen, dass eine islamische politische Bewegung versucht, nicht nur den Schleier durchzusetzen, sondern eine ganze Lebensordnung und Gesellschaftsordnung, einen Islamic way of life. Treibende Kraft ist die 1928 gegründete Muslimbruderschaft, deren Organisationen nicht zufällig für das weibliche „Freiheitsrecht“ kämpfen, 24/7 den Hidschab zu tragen.

Wie ein erhobener Zeigefinger propagiert der Hidschab, dass ein Angehöriger der Umma, der islamischen Weltgemeinschaft, zur Einhaltung der jeden Lebensbereich regulierenden islamischen Gesetzlichkeit verpflichtet ist. Insbesondere die durch den Schleier überdeutlich als Muslima markierte Frau wird, nicht nur in Pakistan oder im Nahen Osten, sondern längst weltweit, durch weibliche wie vor allem männliche Muslime öffentlich auf ihr jederzeitiges Wohlverhalten hin kontrolliert, weshalb der Schleier sie gerade nicht vom Gruppendruck befreit, sondern dem Prinzip Sittenwächter ausliefert. Als Mädchen oder Frau bist du naturhaft Wankelmütige und Glaubensschwache sehr gefährdet, Sünde zu begehen oder uns Männer zur Sünde zu verführen (Fitna, Versuchung; Zwist, Zwietracht), darum musst du dich verschleiern, darum müssen wir dich überwachen (vgl. islamqa.info 6991 publication : 20-12-1999).

1990 beschlossen die Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam und definierten die Scharia als alleinige Grundlage von Menschenrechten, was einen bewussten Gegenentwurf zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) von 1948 darstellt und unter anderem mit einer rechtlichen Diskriminierung aller Frauen einhergeht. Auch für diesen Angriff auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau steht der Hidschab, der eben nicht einfach kreative Mode ist.

Zentrale Strukturprinzipien einer derartigen „gottgegebenen“ Ordnung der Geschlechter sind die Komplementarität der Rollen von Mann und Frau, eine möglichst weitgehende soziale Trennung der Geschlechter und der Ausschluss der Frauen aus dem öffentlichen als ‚männlich’ definierten Raum. (Renate Kreile (2007). Der Kampf um die Frauen. Politik, Islam und Gender im Vorderen Orient.)

Sobald sie aber den Hidschab anlegt, der für die Trägerin keine Option je nach Laune oder Tagesform ist, mithin keine frei gewählte Mode, sondern ein „bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität“ (DİTİB / Diyanet), ist ihr bei schlimmer Strafe spätestens im Jenseits noch das geringste unislamische Verhalten verboten. Händchenhalten mit einem Nichtmahram etwa ist für eine Verschleierte nicht gestattet, sich in einen Nichtmuslim verlieben und diesen heiraten gemäß Scharia unzulässig.

Hidschab bedeutet: Ich bin keinesfalls lesbisch, und ein schwuler Sohn wäre mir und Allah ein Gräuel.

Bis auf Gesicht und Hände ist der gesamte Leib der Frau gemäß dem Islam Aura, Schamzone, das ist islamischer Konsens (Idschma). Hadith bei al-Tirmidhi: „Die Frau ist eine Aura, wenn sie ausgeht, kommt ihr der Teufel entgegen.“ In der in den Hidschab eingewebten Weltanschauung rücken weiblicher Körper und Iblis, Teufel im Islam, ganz dicht zusammen.

Hadith. „Mir wurde die Hölle gezeigt und … ich sah, dass die Mehrheit ihrer Bewohner Frauen sind“, al-Buchari 1052.

Hazrat Ali reported the Prophet saying: „Women have ten (‚awrat). When she gets married, the husband covers one, and when she dies the grave covers the ten.“ And according to the following Hadith, women not only have ten ‚awrat, but the woman herself is perceived as ‚awrah: „The woman is ‚awrah. When she goes outside (the house), the devil welcomes her.“

Zur Konsequenz islamischer Kleidungs- und Verhaltensnormen gehört die islamkonforme Umgestaltung letztlich der Gesamtheit von Recht und Justiz („Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat – das sind die Ungläubigen“, Koran 5:44). Heutzutage geht es weltweit zuerst darum, auch als Lehrerin oder Richterin den Schleier tragen zu dürfen, danach um das Integrieren des islamischen Ehe- und Familienrechts, von der neunjährigen Braut bis zur Polygynie. Seit den Verträgen von Sèvres (1920) und Lausanne (1929) gilt in Griechenland die Scharia, der Mufti von Komotini beispielsweise nimmt Mädchen in Augenschein und entscheidet, ob sie alt genug sind, um zu heiraten, die Braut kann dann auch mal elf Jahre alt sein. Vor zwei Jahren hat sich der Bundestag veranlasst gesehen, zur Bekämpfung von Kinderehen das Ehemündigkeitsalter im deutschen Recht ausnahmslos auf 18 Jahre festzulegen.

the two other muftis are even less circumspect, marrying girls and boys respectively from the age of 12 upward, as allowed under Islamic law.

By Catherine Boitard (Young Muslim teens marrying in Greece with no objections) – Agence France-Presse

Überall auf der Welt, wo das Personenstandsrecht der Scharia entspricht, verliert die Frau im Falle einer Scheidung das Sorgerecht über ihre Kinder, welche Besitz des Mannes und seines Stammes bleiben.

Islamrevolutionäre Gegenkultur

In besonders strengen islamischen Milieus gelten Kleidung und gesamte Lebensweise der Nichtmuslime als sittlich geringeren Wertes und dürfen nicht nachgeahmt werden (Hadith: „Wer sie imitiert, ist einer von ihnen“). Aus der in den Hidschab gleichsam eingewebten Weltanschauung folgt, dass Bekanntenkreis, Nachbarschaft und Stadtviertel über kurz oder lang nach Kräften umzugestalten sind, hin zu der im Islam einzigen sittlich zu nennenden Lebensweise und gemäß der „einzigen Religion, die bei Allah angenommen wird“ (Koran 3:85 Übersetzung Bubenheim & Elyas: „Wer aber als Religion etwas anderes als den Islam begehrt, so wird es von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er zu den Verlierern gehören“).

Mit Toleranz hat eine derartige, den Hidschab verharmlosende Ausstellung wenig zu tun. Ausstellungen wie Contemporary Muslim Fashions tragen vielmehr dazu bei, die zu verhindernde Aufspaltung der Bürger in Nichtmuslime und Muslime voranzutreiben, während sich Max Hollein freut:

„Es sind Entwürfe, die nicht nur als Zeichen sowohl der Modernität als auch der Kulturverbundenheit interpretiert, sondern von vielen Menschen auch verstanden werden als weitreichende Manifeste, nämlich als Ausdrucksform einer positiven, zeitgenössischen und modernen Haltung gegenüber der eigenen islamischen Kultur“.

Durch mehr und mehr schariakonforme Frauenbekleidung, „modest fashion“ bedeutet keusche, gehorsame und unterwürfige Mode, steigt der oft bereits heute auf jeder Tochter eines muslimischen Vaters lastende Druck, sich ebenfalls islamisch zu bekleiden und sich im islamischen Sinne ehrbar und züchtig zu verhalten. „Schützt die Kinder vor diesem Tuch!“ titelte Cigdem Toprak auf ZEIT ONLINE (17.04.2018). Viel stehe schließlich auf dem Spiel, sagt jeder Anhänger einer wortwörtlichen Lesart von Sure und Hadith, denn wer zu Lebzeiten das Kopftuch und die dazugehörige islamische Lebensweise schuldhaft verweigert, landet hochwahrscheinlich in Dschahannam, in der Hölle.

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) hat folgende theologische Bewertung ihres Obersten Religionsrates mitgeteilt: Muslimische Frauen müssten ab Eintritt der Pubertät in Gegenwart von Männern, mit denen sie nicht verwandt seien und die zu ehelichen ihnen religionsrechtlich erlaubt sei, ihren Körper – mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen – mit Kleidung derart bedecken, dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien. Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien. Dies sei ein nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam (Koran, Sunna, Gelehrtenkonsens und allgemeiner Übereinkunft der Gemeinden) bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität. In welcher Weise die vorgeschriebene Bedeckung erfolge, sei allein die Entscheidung der muslimischen Frau. Das Tragen des Kopftuchs diene demnach ausschließlich der Erfüllung eines religiösen Gebots und habe darüber hinaus für die Trägerin weder einen symbolischen Charakter noch diene es der Bekundung nach außen.

Beschluss vom 27. Januar 2015 – 1 BvR 471/10

Selbst Religionsfreiheit hat verfassungsimmanente Grenzen. Ein Verzicht auf Grundrechte ist an strenge Voraussetzungen gebunden. Grundrechte dienen nicht nur der selbstbestimmten Freiheitsentfaltung, sondern haben eine objektive Funktion, begründen eine objektive Werteordnung, die nicht zur Disposition des einzelnen oder eines Kollektivs gestellt ist. Vorrang und Einheit der Verfassung sind Rechtsstaatsprinzipien (Art. 20 Abs. 3 GG), die für die Bundesrepublik konstitutiv sind. Zudem schützt die Ewigkeitsgarantie gemäß Art. 79 Abs. 3 GG die Grundrechte der Staatsbürger. Unsere Verfassung, das GG ist eben kein Warenhauskatalog, aus dem man nur die Artikel aussucht, die gefallen.

Deshalb ist beispielsweise für jedermann ein Verzicht auf Würde (Art. 1 GG) oder Gleichberechtigung von Mann und Frau (Art. 3 GG) verfassungswidrig (s. Übung zur Vorlesung im Öffentlichen Recht: Grundrechte und Verfassungsprozessrecht. Wiss. Mitarbeiterin Christina Schmidt-Holtmann, Universität Trier). Die Umsetzung des Fatwa „Insbesondere der Ehefrau obliegt es ihm zu gehorchen und seinen Anordnungen Folge zu leisten und dass sie das Haus nicht ohne seine Erlaubnis verlässt“ (bei al-Munajjid 125374) ist von den Bedingungen eines Grundrechtsverzichts nicht umfasst.

Ein Frauenreferat sollte nicht für modest fashions, für unterwürfige, keusche Mode werben, sondern über das gegenmoderne und frauenfeindliche Prinzip Hidschab aufklären und alle Mädchen und Frauen der Stadt Frankfurt zu einem im Sinne der universellen Menschenrechte und des deutschen Grundgesetzes selbstbestimmten Leben ermutigen.

Jeder Mensch hat das Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit. Jede Frau, jeder Mann, jedes Kind hat das Recht, seine Herkunftskultur zu kritisieren oder sogar abzulehnen. Ein äquidistantes Reden über modest fashions oder muslim fashions vernachlässigt das Recht jedes Individuums auf wirkliche Wahlfreiheit und unterschlägt die Einschüchterung und Angst durch Community und religiöse Autoritäten.

Klar und eindrucksvoll beschreibt Seyran Ateş (auf Twitter am 25. März 2019) das Problem mit der züchtigen Mode und dem Hidschab auf dem Laufsteg oder im Museum: „Man kann Kopftücher anmalen, kann sie modisch designen, kann sie gekonnt in Szene setzen, kann sie aus den innovativsten Stoffen schneidern. Nur eines kann man nicht: Die Unterdrückung, für die sie stehen, wegzaubern.“

Gabi Schmidt und Edward von Roy

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13 Antworten to “502. Islamic fashion”

  1. Edward von Roy Says:

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    [ Seyran Ateş ]

    Seyran Ates: Gegen die Selbstverhüllung der Frau in der islamischen Mode

    5:29 min | 4.4. | 6.00 Uhr | SWR2 am Morgen | SWR2

    https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/journal/seyran-ates-unterwuerfige-islamische-mode-im-westen-niemals-akzeptabel/-/id=659282/did=23784062/nid=659282/afwqnq/index.html

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  2. Edward von Roy Says:

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    Deutschlandfunk am 04.04.2019 zur Ausstellung „Contemporary Muslim Fashions“

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    Unterwerfung mit Stil

    (Eine Frankfurter Ausstellung zeigt zeitgenössische muslimische Mode und provoziert damit eine heftige Debatte. Feministinnen sind empört: Hier werde die Zwangsverschleierung von Frauen verharmlost. Von Ludger Fittkau.)

    … Terre des Femmes hatte von den Frankfurter Ausstellungsmachern gefordert, der unterdrückerischen Seite muslimischer Ganzkörpergewänder und des Kopftuchs in der Ausstellung breiteren Raum zu geben. Museumsdirektor Matthias Wagner K lehnt das ab …

    https://www.deutschlandfunk.de/ausstellung-contemporary-muslim-fashions-unterwerfung-mit.886.de.html?dram:article_id=445239

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    [ Seyran Ateş ]

    Das Ideal einer „moderaten“, „unterwürfigen“ Mode

    SWR

    Letztlich gehe es darum, Frauen zu verhüllen, so die Kritik der Frauenrechtlerin Seyran Ates an der Ausstellung „Contemporary Muslim Fashions“ im Frankfurter Museum für Angewandte Kunst. Dass dort nicht nur Kopftücher, sondern muslimische Mode insgesamt gezeigt werde, sei in ihren Augen „scheinheilig“. Niemand würde sich in der [ kulturellen Moderne universeller Menschenrechte ] erlauben, das Ideal einer „moderaten“, „unterwürfigen“ Mode zu propagieren.

    https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/journal/seyran-ates-gegen-die-selbstverhuellung-der-frau-in-der-islamischen-mode/-/id=659282/did=23784062/nid=659282/afwqnq/index.html

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    Mena-Exklusiv am heutigen 09.04.2019 | Von Oliver M. Piecha

    Problemzone Muslim Fashions

    … wenn man will, findet man überall im Kleingedruckten Hinweise auf die Zwangssituation für Frauen im Iran oder Saudi-Arabien. Der seltsame Eindruck im Angesicht der manchmal sehr prächtigen Kleidungsstücke bleibt nur: Zwangsvorschriften zur islamischen Bekleidung erscheinen hier wie eine Fußnote, ein bedauerlicher Aspekt, jedenfalls nicht irgendwie wesentlich für das Thema islamischer Mode. … Man hinterfragt doch heute so gerne jede Art von Verallgemeinerung und Etikettierung, aber hier soll ein Etikett wie Muslim Fashion auf einmal für alles Mögliche einstehen können. Hauptsache „muslimisch“. Und Hauptsache „modest“. … man kann „modest“ … auch mit züchtig oder sittsam übersetzen. … Und schon ziehen wir uns alle einen bunten Hijab über, steigen aufs Skateboard und zeigen den demonstrierenden „Fürsprecherinnen eines überholten Altfeminismus“ mal wie Muslim cool aussieht. …

    https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/problemzone-muslim-fashions/

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    von Seyran Ates @SeyranAtes

    Man kann #Kopftücher anmalen,

    kann sie modisch designen,

    kann sie gekonnt in Szene setzen,

    kann sie aus den innovativsten Stoffen schneidern.

    Nur eines kann man nicht: Die Unterdrückung, für die sie stehen, wegzaubern.

    _ttps://twitter.com/SeyranAtes/status/1110142258580541441

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  3. Cees van der Duin Says:

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    „Eine Welt, in der sie mit offenem Haar zur Hölle verdammt sind“

    ( Çiğdem Toprak )

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    (…) wird das religiöse Kopftuch mit seiner Bedeutung zusammen getragen. Es handelt sich also keineswegs um ein Stück Stoff, dass sich Frauen über die Haare legen, um ihre Schönheit ein wenig zu verbergen, weil es kulturell bedingt ist. Muslima tragen das Kopftuch vielleicht aus unterschiedlichen Motivationen, aus Zwang, Tradition oder als Identifikations-und Diffrenzierungsmittel. Sie vermitteln und vertreten aber exakt die Bedeutung, die im Kopftuch, und zwar im religiösen Kopftuch, enthalten ist: Die Aufgabe ihrer Vernunft und ihren Glauben an eine Welt, in der sie mit offenem Haar zur Hölle verdammt sind. (…) Dieses “Stück Stoff” verdammt Muslima das Leben zu führen, das Gott für sie bestimmt hat, das ihre Familie oder ihre Gemeinschaft von ihr erwarten. Dieses religiöse Kopftuch, das jede einzelne Haarsträhne von ihnen versteckt, entzieht der Muslima ihr selbstständiges und kritisches Denken, verhindert die Integration in jede Gesellschaft, in der Männer und Frauen zusammen leben. (…)

    Von Cigdem Toprak | Die Lippenstift-Frage | 17.04.2011

    https://cigdemtoprak.de/2011/04/17/die-lippenstift-frage/

    ( Çiğdem Toprak )

    http://www.islamiq.de/2015/10/08/zweiter-anlauf-eines-fragwuerdigen-projekts/

    Deutsche Muslime, werdet endlich Staatsbürger!

    Von Cigdem Toprak | WELT am 15.10.2014

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article133310585/Deutsche-Muslime-werdet-endlich-Staatsbuerger.html

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    Wir haben gehofft, dass wir so frei sein können wie unsere „deutschen“ Freunde – so frei, dass wir auf der Straße Händchen halten könnten, ohne Angst zu haben, dass ein Onkel oder ein Freund unserer Väter uns dabei erwischen würde. … Aber man hat unseren Kampf für Freiheit nicht gesehen, nicht erkannt, nicht belohnt. Man fing irgendwann an, uns in Kategorien zu betrachten.

    Von Cigdem Toprak | Wir wollten frei sein! | WELT 12.07.2016

    https://www.emma.de/artikel/wir-wollten-jung-sein-wir-wollten-frei-sein-333027

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  4. Adriaan Broekhuizen Says:

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    Wenn ein Mädchen von klein auf vermittelt bekommt, dass eine unverschleierte Frau „unrein“, „nicht sittsam“, „unehrenhaft“ ist, dann ist diese „Freiwilligkeit“ eine Illusion.

    ( Mahshid Pegahi )

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    Gleichberechtigung infrage gestellt

    ( Frauen haben dafür gekämpft, sich lässig zu kleiden. Bei Musliminnen heißt es, sie verhüllten sich freiwillig. Eine Ausstellung verharmlost den Zwang. )

    Im Iran sind derzeit Hunderttausende von Frauen, die gegen die Zwangsverschleierung protestieren, von massiven Repressalien bedroht. Viele wurden verhaftet. Wir, die „Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung“, bewundern ihren Mut und solidarisieren uns mit ihnen. Auch jetzt sitzen mehrere Frauen im Gefängnis, darunter Nasrin Sotudeh – die Anwältin, die diese Frauen vor Gericht verteidigt hat.

    (…) In der deutschen Öffentlichkeit wird vieles diskutiert und aufgedeckt, wenn es um die sexuelle Nötigung von Frauen geht (#MeToo). Aber wenn es um die derart frauenkontrollierende Ideologie wie den fundamentalistischen Islam geht, wird seine modische Variante gezeigt!

    (…) Frauen haben es sich in Deutschland erkämpft, sich lässig zu kleiden. Wenn es um Musliminnen geht, hören wir jedoch immer wieder, sie würden sich freiwillig verhüllen. Aber was ist diese „Freiwilligkeit“? Ich weiß aus eigener Erfahrung: „Wenn ein Mädchen von klein auf vermittelt bekommt, dass eine unverschleierte Frau „unrein“, „nicht sittsam“, „unehrenhaft“ ist, dann ist diese „Freiwilligkeit“ eine Illusion.“ (…)

    Gleichberechtigung ist ein durch die deutsche Verfassung geschütztes Gut. Die Ausstellung „Contemporary Muslim Fashions“ stellt sie ohne Zweifel infrage. Sie will den Frauen weismachen, eine von Männern gemachte Vorschrift sei die wahre „Befreiung“ der Frau. (…) Freiheit heißt, sich ohne Gebote, Verbote, Pflichten und Zwänge immer wieder aufs Neue entscheiden zu können.

    Von Mahshid Pegahi | taz | 05.04.2019

    http://www.taz.de/!5582010/

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    Petition

    Nein zu Zwangsverschleierung

    … die Protestbewegung der Frauen für die Abschaffung des Hijab, die sogenannten „Mädchen der Revolutionsstraße“ …

    https://www.change.org/p/federica-mogherini-nein-zu-zwangsverschleierung

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  5. Edward von Roy Says:

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    jungle world 11.04.2019 Ausstellung »Contemporary Muslim Fashions«

    50 Shades of Sittsamkeit

    Die vieldiskutierte Ausstellung über muslimische Mode in Frankfurt am Main macht erneut deutlich: Wer die Verhüllung von Frauen als Selbstbestimmung feiert, erschwert damit Gesellschaftskritik und weibliche Emanzipation.

    Von Alexandra Colligs

    (…) Aus einer feministischen Perspektive, die für Befreiung streitet, wiegt aber schwerer, was genau für ein Blick das ist: die gegen die Ausstellung Protestierenden wenden sich gegen den Blick, dem Verhüllung sich andient, den lüsternen Blick des Mannes nämlich, dem keine Triebkontrolle abverlangt werden darf. Darauf machen auch die Performer aufmerksam, die die Eröffnung in Frankfurt störten: Eine junge Frau stürmte in schwarzer Burka in den Raum, entledigt sich des Kleidungstückes, darunter trug sie ein bauchfreies, glänzendes Top mit Netzapplikationen. Der Mann, der sie begleitete, streifte sich die Burka über. Beide wurden unverzüglich von einem ­Polizisten aus dem Raum geschoben. Ihre Inszenierung sollte daran erinnern, dass es nicht in der Verantwortung der Frauen liegt, sich zu verhüllen, und an die Solidaritätsaktionen iranischer Männer, die im Netz unter dem hashtag #MenInHijab kursieren. In der Tat ist es erstaunlich, dass sich in der gesamten Ausstellung kein einziges Kleidungsstück findet, das Männer tragen sollen. »Muslim Fashion« betrifft offenbar nur Frauen. Frauen, die dem männlichen Blick mit Verhüllung begegnen. Frauen, die im Sommer im Ganzkörperbade­anzug planschen, ohne das Gefühl von Sonne, Wind und Wasser auf der Haut zu spüren. Frauen, für die Bescheidenheit oberste Tugend ist. Und Frauen, die dagegen Widerstand leisten, wie Nasrin Sotoudeh, die im Iran jüngst zu 33 Jahren im Gefängnis und zu 148 Peitschenhieben verurteilt wurde.

    https://jungle.world/index.php/artikel/2019/15/50-shades-sittsamkeit

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  6. Cees van der Duin Says:

    Susanne Schröter, Professorin für Ethnologie an der Universität Frankfurt und Direktorin des Forschungszentrums Globaler Islam, hat für den 8. Mai zu einem Symposium (…) eingeladen. Teilnehmen werden unter anderem die Deutsch-Türkin Necla Kelek, der Deutsch-Algerier Abdel-Hakim Ourghi und Alice Schwarzer.

    https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/ttt-07042019-contemporary-muslim-fashions-100.html

    Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?

    https://www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/alleveranstaltungen/69-veranstaltungen/7087-das-islamische-kopftuch-symbol-der-wuerde-oder-unterdrueckung

    FFGI: Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam

    Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?

    ( Prof. Dr. Susanne Schröter: Repressive Ästhetik )

    [ Repressive Ästhetik – das Kopftuch als Symbol des politischen Islam ]

    http://www.ffgi.net/files/konferenz-190508-Plakat-Das_islamische_Kopftuch.pdf

    http://www.ffgi.net/files/konferenz-190508-Das_islamische_Kopftuch.pdf

  7. Adriaan Broekhuizen Says:

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    Bereits zwei Wochen vor der Eröffnung am Donnerstag vergangener Woche hagelte es reichlich Kritik. Die »Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung«, zu denen die iranische Frauenrechtlerin Monireh Kazemi gehört, warf dem Museumsdirektor Matthias Wagner K in einem offenen Brief vor, religiös begründete Diskriminierung von Frauen zu protegieren und zu verkennen, dass »die sogenannte Freiwilligkeit, mit der sich Models oder sogenannte modebewusste muslimische Frauen verhüllen, eine antrainierte Haltung ist«. In eine ähnliche Kerbe schlug das Protestschreiben des Zentralrats der Ex-Muslime, in dem von einer Verspottung »von Millionen Frauen, die Opfer dieser ›Mode‹ geworden sind«, die Rede ist und eine Annul­lierung der Ausstellung gefordert wird. Die Menschenrechtsorganisation Terres des Femmes sieht »Contemporary Muslim Fashions« ebenfalls kritisch, da das Gebot der Verhüllung Mädchen jeden Alters als Sexual­wesen und potentielle Verführerin markiere.

    aus: 50 Shades of Sittsamkeit / von Alexandra Colligs

    https://jungle.world/artikel/2019/15/50-shades-sittsamkeit

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  8. Adriaan Broekhuizen Says:

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    María do Mar Castro Varela (* 1964 in La Coruña) ist eine spanische Politikwissenschaftlerin und Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Gender und Queer Studies an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin. In der Lehre liegen außerdem thematische Schwerpunkte auf Racism and Migration, Kritische Theorie und Projektentwicklung. Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich auf Postcolonial Studies, Gender und Queer Studies, Critical Migration Studies, Holocaust Studies und Critical Media Praxis.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mar%C3%ADa_do_Mar_Castro_Varela

    16-16.45 Uhr Keynote (deutsch) „Mode und Intersektionen von Race, Gender, Class und Identität” mit Prof. Dr. María do Mar Castro Varela (Alice Salomon Hochschule, Berlin)

    [ Gabriele Wenner, Leiterin des Frauenreferats der Stadt Frankfurt am Main, nennt sich auch Gaby Wenner ]

    Sonntag, 14.04.2019, 10.30-12.30 Uhr, Einlass: 9 Uhr, Begrüßung: 10 Uhr, Grußworte: 10.15 Uhr Gaby Wenner, Frauenreferat Frankfurt

    (…)

    „Ethische Mode” mit Asmaa El Maaroufi (Darmstadt)

    https://www.museumangewandtekunst.de/de/veranstaltungen/contemporary-muslim-fashions-forum/

    Asmaa El Maaroufi
    Forschungsschwerpunkte

    Schöpfungstheologie
    Koranische Anthropologie
    Islamische Ethik (Speziell: Bio-, Medizin- und Umweltethik)
    Tierethik
    Islamische Philosophie

    _ttps://www.uni-muenster.de/ZIT/Personen/Mitarbeiter/personen_el_maaroufi_asmaa.html

    Insitut für Theologische Zoologie ITZ
    Das ITZ ist An-Institut der PTH Münster

    Gründerin des muslimischen Umweltblogs greenukum und Mitglied im muslimischen Umweltschutzverein Hima e. V.

    _ttps://www.theologische-zoologie.de/kuratorium/kuratoriumsmitglieder/kuratorium-i-asmaa-el-maaroufi-ulzheimer/

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  9. Jacques Auvergne Says:

    … Aber Muslima, du trägst oder kaufst doch nicht etwa Haram Fashion? Du stehst am verkehrten Regal, nur da drüben findest du Halalkleidung. Denn ob das Produkt halal ist, islamrechtlich erlaubt, sollte dir das wichtigste Entscheidungs- und Kaufkriterium sein. Wurde der Mantel wirklich halal hergestellt, finanzieren sich Designer und Fabrik ohne Zinsen? Hat die Modemarke aktuell ein gültiges Halalzertifikat? …

    „Um dieses Wirtschaftspotential zu erschließen, müssen alle Arten von Firmen, von Nahrung über Kosmetik bis zur Kleidung, gemäß der Standards produzieren, die in der Scharia niedergelegt sind, also im Islamischen Recht, das definiert, was halal ist. Nur diese Produkte schließlich sind für Muslimischen Konsum gestattet.“ (Quelle siehe unten, euro-islam.info 25.03.2014, eigene Übersetzung.)

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    Den Begriff halal auf Mode anzuwenden hält El Maaroufi für schwierig. Was aus muslimischen Verständnis her erlaubt ist oder nicht, sollte auf das ethische Konzept der Kleidung angewandt werden, nicht auf das Aussehen. Begriffe wie halal seien aber für die deutsche Mehrheitsgesellschaft werbewirksam interessant, sagte El Maaroufi. Kommunikationsberaterin Aisha Camara stimmte zu und sagte, dass „über den Begriff halal bestimmte Zielgruppen angesprochen werden. Halal kann ein Kaufkriterium für Musliminnen sein“. Das hätten auch große Marken inzwischen erkannt. „Toblerone ist jetzt halal – Marken machen solche Dinge nicht zufällig.“

    ( Aus der FR am 14.04.2019 )

    https://www.fr.de/frankfurt/muslime-mode-mitdenken-12191000.html

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    Halal Fashion: an underestimated sector

    _ttps://www.halalint.org/en/halal-fashion-an-underestimated-sector

    Mission & Vision

    Implement and enhance a worldwide integrated Halal market, aiming at guaranteeing, in accordance with the global Halal standards, business opportunities for finance and economic professionals and safeguard of consumers’ rights.

    _ttps://www.halalint.org/en/missionvision

    Stichworte
    Islamic finance
    World Halal Food Council – WHFC
    Halal International Authority – HIA
    Organization for the Islamic Cooperation – OIC
    Italy Italien
    Sharif Lorenzini
    Rome Convention
    Islamisches Zinsverbot
    Scharia

    “ The Islamic finance is ready to contribute to lead the EU and Italy out of the economic crisis, provided that they respect the Halal (an Arabic term which literally means „licit“, in the sense that something is conform to the Islamic principles, namely the Islamic Shariah) Standards. “

    “ The President of Halal International Authority (HIA), Prof. Dr. Eng. Sharif Lorenzini announced the signing of a memorandum of understanding with the Malaysian Halal Industry Development Corporation to create the first Halal Hub in Europe, starting from Italy. “

    “ also considering that the Shariah does not allow the application of an interest rate because it is seen as a grave sin “

    _ttps://www.halalint.org/en/italy-is-ready-for-global-halal-market

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    imam Sharif Lorenzini (président de la communauté musulmane italienne)

    Riposte Laïque 02.08.2016 – par Danielle Borer

    https://ripostelaique.com/inquietanti-parole-delliman-lorenzini-gli-islamici-sono-per-bonificare-e-rieducare-gli-italiani.html

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    ( 2014 hatte Lorenzini bereits 150 italienische Firmen zertifiziert … )

    BARI – “Italy has the credentials to become a leading country in exports to the Islamic world, and we want to offer to institutions and businesses all the support to make this happen.” Says Sharif Lorenzini, president of the Italian section of the International Halal Authority (HIA), the only recognized body for the certification of Halal products.

    A few days before the World Halal Food Council meeting, which will convene for the first time in Italy, all the representatives of the Halal world and representatives of 57 Islamic states of the Organization for Islamic Cooperation (OIC), in Rome from March 27 to 29 of next year. Lorenzini supports the Italian food economy in Islamic markets. “We’re talking about a three trillion euro a year industry, an increase of about 15% each year due to the two billion Muslims in the world.”

    To open the doors to this potential, Italian companies of all kinds, from food to cosmetics and clothing, must produce according to standards laid down by Shariah, i.e. Islamic law that determines what is ‘Halal,’ then the product is admitted for Muslim consumption. (…)

    source: euro-islam.info (Italy wants to play in the Global Halal Market) 25.03.2014

    _ttps://more.bham.ac.uk/euro-islam/tag/bari/

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    ( … und 2018 waren es bereits 500 Firmen. )

    Halal Expo Dubai · 21. Juni 2018 ·

    ‪Sharif Lorenzini, President of the Halal International Authority: In Italy, there are about 4 million Halal foodies and this will increase on average of 12 percent annually. 500 Italian companies have been granted the Halal certification so far.‬

    _ttps://www.facebook.com/HalalExpoDubai/photos/a.132713003983964/236599036928693/?type=3

  10. Edward von Roy Says:

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    14.04.2019

    Nach ihrem Kopftuch-Protest 2017 wurde die Iranerin Vida Movahed als „Mädchen von der Enghelab-Straße“ berühmt. Deswegen wurde sie nun zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Doch es gibt Grund zur Hoffnung.

    WELT

    https://www.welt.de/politik/ausland/article191887881/Vida-Movahed-Iran-verurteilt-Frau-wegen-Protest-gegen-Kopftuch-zu-Haftstrafe.html

    Wegen unsittlichen Verhaltens und [angeblicher Anstachelung zu] öffentlichem Aufruhr wurde sie nun von einem Gericht zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt

    NZZ

    https://www.nzz.ch/international/die-iranische-kopftuchaktivistin-vida-movahed-erhaelt-eine-einjaehrige-haftstrafe-ld.1475254

    Frau ohne Kopftuch im Iran zu einjähriger Haftstrafe verurteilt

    Aus Protest hat eine Frau in der Innenstadt von Teheran ihr Kopftuch abgenommen (…) und muss für ein Jahr ins Gefängnis. (…)

    Die 32-jährige Wida Mowahed hatte vor zwei Jahren als Protest gegen den Kopftuchzwang im Iran in der Innenstadt Teherans ihr Kopftuch abgenommen und wurde daraufhin verhaftet. Wegen unsittlichen Verhaltens und öffentlichem Aufruhr wurde sie nun von einem Gericht zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt, wie ihr Anwalt Pajam Derafschan am Sonntag mitteilte. Es könnte aber zu einer Amnestie durch Ajatollah Ali Chamenei, dem obersten Führer des Landes, kommen (…)

    RND/dpa

    http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Frau-ohne-Kopftuch-im-Iran-zu-einjaehriger-Haftstrafe-verurteilt

    ویدا موحد
    Vida Movahed, auch Wida Mowahed

    https://de.wikipedia.org/wiki/Vida_Movahed

    court sentenced her in March after finding her guilty of encouraging publiccorruption

    _ttps://www.aljazeera.com/news/2019/04/iranian-removed-headscarf-pardoned-year-prison-190414085839653.html?utm_campaign=trueAnthem:+Trending+Content&utm_content=5cb3986200e48b00017efdce&utm_medium=trueAnthem&utm_source=facebook

    دختران خیابان انقلاب
    Girls of Enghelab Street
    Die Mädchen der Revolutionsstraße

    2017–19 Iranian protests against compulsory hjab

    Article 639 of the same book says, two type of people shall be sentenced to one year to 10 years imprisonment, first a person who establishes or directs a place of immorality or prostitution, second a person who facilitates or encourages people to commit immorality or prostitution. These are some of the laws under which some protesters were charged.

    https://en.wikipedia.org/wiki/2017%E2%80%9319_Iranian_protests_against_compulsory_hjab

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    Hosseini is facing the charges of, “openly committing a harām [sinful] act” and “violating public prudency” under Article 638 and “encouraging immorality or prostitution” under Article 639.

    According to Article 639 of Iran’s Islamic Penal Code, “The following individuals shall be sentenced to one year to 10 years’ imprisonment… A – Anyone who establishes or directs a place of immorality or prostitution. B – Anyone who facilitates or encourages people to commit immorality or prostitution.”

    Article 638 states, “Anyone in public places and roads who openly commits a harām [sinful] act, in addition to the punishment provided for the act, shall be sentenced to two months’ imprisonment or up to 74 lashes; and if they commit an act that is not punishable but violates public prudency, they shall only be sentenced to 10 days to two months’ imprisonment or up to 74 lashes.”

    Woman Arrested For Removing Hijab in Tehran Refuses to Repent Despite Facing 10 Years in Prison | Center for Human Rights in Iran (formerly known as International Campaign for Human Rights in Iran)

    https://www.iranhumanrights.org/2018/02/woman-arrested-for-removing-hijab-in-tehran-refuses-to-repent-despite-facing-10-years-in-prison/

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    مفسد فی الارض
    Mofsed-e-filarz, Mofsed fel-Arz – corrupters on earth
    Verderbenstiften auf Erden – spreading corruption on Earth

    https://en.wikipedia.org/wiki/Mofsed-e-filarz

    [ Fasad, Verderbnis, Verderben ] im Land verbreiten – „und auf der Erde Unheil anrichten“ (Koran 13:25)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Muh%C4%81raba

    فساد‎ fasād
    Fasad

    https://en.wikipedia.org/wiki/Fasad

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    When should a girl observe hijab? Wann soll sich ein Mädchen bedecken, also den Hidschab tragen?

    So if a girl is approaching puberty, there is the fear that her not wearing hijab may cause young men to be tempted by her or her by them. Hence in this situation her parent or guardian has to make her wear hijab so as to prevent means that may lead to evil or immorality. Wenn das Mädchen sich ihrer Pubertät nähert, ist zu befürchten, dass ihr Nichttragen des Hidschab zu Fitna (Versuchung) für sie oder die Männer wird. In dieser Situation sind daher ihre Eltern oder der Vormund dazu verpflichtet, sie dazu zu ermutigen den Hidschab zu tragen, als Schutz vor Unmoralität und Unheil.

    Fatwa – Islam Q&A – question 20475

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    „O Asma‘! When a girl reaches the age of puberty, she is only allowed to reveal this and that.“ He pointed to his face and his hands.

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  11. Jacques Auvergne Says:

    صدف خادم
    Sadaf Chadem

    « Je veux m’améliorer le plus possible, aller le plus loin possible et montrer la voie aux autres Iraniennes pour qu’elles puissent goûter à ce sport, dans un pays où il y a un énorme engouement pour les sports de combat »

    https://ici.radio-canada.ca/sports/1163952/boxe-iran-sadaf-khadem-federation

    “I want to improve as much as possible, go as far as possible and show the way to other Iranian women so that they can taste this sport

    https://www.pakistantoday.com.pk/2019/04/12/from-tehran-to-royan-boxer-sadaf-khadem-fights-for-the-first-time-in-a-ring/

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    J’ai fait un combat dans un cadre légal, en France. Mais comme je portais un short et un t-shirt, ce qui est banal aux yeux du monde entier, j’ai bafoué les règles de mon pays. Je ne portais pas de hijab, j’étais coachée par un homme… Certains voient ça d’un mauvais oeil.

    L’Équipe 16.04.2019

    https://www.lequipe.fr/Boxe/Article/Sadaf-khadem-je-ne-veux-pas-qu-on-m-interdise-de-boxer/1009804

    Sadaf Khadem: Iranian female boxer halts return over arrest fears

    … Khadem was quoted by a sports newspaper as saying she believed she was accused of violating Iran’s compulsory dress code by boxing in a vest and shorts. …

    „I was fighting in a legally approved match, in France. But as I was wearing shorts and a T-shirt, which is completely normal in the eyes of the entire world, I confounded the rules of my country,“ she told the L’Equipe newspaper.

    „I wasn’t wearing a hijab, I was coached by a man – some people take a dim view of this.“

    BBC 17.04.2019

    https://www.bbc.com/news/world-middle-east-47960798

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    boxing in a vest and shorts

    BBC

    https://www.bbc.com/news/world-middle-east-47960798

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    Iranischer Boxerin droht Verhaftung in der Heimat

    Weil sie bei ihrem Box-Kampf [gegen die Pflicht zu islamkonformer Kleidung verstoßen] hat [und sich von einem Mann trainieren ließ], liegt gegen Sadaf Khadem im Iran ein Haftbefehl vor. Aus Furcht vor einer Verhaftung kann sie nach dem Wettkampf nicht zurückkehren und bleibt in Frankreich.

    … Die 24-jährige iranische Boxerin und ihr Trainer entschieden nach dem Turnier [in Royan, Charente-Maritime] in Frankreich, nicht in den Iran zurückzukehren, wie ihre Pressesprecherin Clara Dallay der Nachrichtenagentur AFP sagte. Sadaf Khadem wird in ihrer Heimat ein Verstoß gegen die Kopftuchpflicht vorgeworfen, nachdem sie den Wettkampf ohne Kopftuch bestritten hatte. Gegen sie liegt ein Haftbefehl vor. … Die Fitnesstrainerin aus Teheran siegte gegen die Französin Anne Chauvin. Sie trat dabei in Shorts und Trägerhemd ohne Kopftuch an. …

    Die Iranian Boxing Federation sagte daraufhin, dass sie auch in der Zukunft keine Kämpfe für Frauen organisieren und außerdem keine Verantwortung für Boxerinnen übernehmen werde. Iranische Frauen hätten zudem bei Kämpfen stets den [ حجاب Hidschab ] Hijab zu tragen, im In- wie auch im Ausland. Erst kürzlich war eine Frau im Iran zu einem Jahr Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil sie gegen die Kopftuchpflicht verstoßen hatte. Das Gesetz besagt, dass Frauen ab dem neunten Lebensjahr in der Öffentlichkeit [Hidschab] tragen müssen.

    ach/sti (afp, rtr, DW)

    Zu lesen bei DW 17.04.2019

    https://www.dw.com/de/iranischer-boxerin-droht-verhaftung-in-der-heimat/a-48373046

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    Erste iranische Boxerin bleibt nach Kampf ohne Kopftuch in Frankreich – Iran hat Haftbefehl erlassen

    Epoch Times 17.04.2019

    … Nachdem sie den Wettkampf ohne Kopftuch bestritten hatte, wird der Iranerin in ihrer Heimat ein Verstoß gegen die Kopftuchpflicht vorgeworfen. Auch ihrem Trainer, dem früheren Boxweltmeister Mahjar Monschipur, droht den Angaben zufolge die Festnahme im Iran, da er der Komplizenschaft verdächtigt werde. …

    Ich will den Weg für andere Iranerinnen bereiten, damit auch sie diesen Sport treiben können“, hatte Sadaf Khadem am Samstag per Instagram mitgeteilt. Ihr Post erreichte in wenigen Stunden über 70.000 Menschen. Ihr Sieg wurde von Tausenden jungen Leuten im Iran gefeiert.

    https://www.epochtimes.de/sport/iranische-boxerin-kehrt-nach-wettkampf-nicht-in-ihre-heimat-zurueck-a2859206.html

  12. Edward von Roy Says:

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    „Selina Pfrüner begibt sich auf eine Reise, die ihren persönlichen Bezugsrahmen sprengt. Sie sucht die Konfrontation mit jenen Ängsten und Irritationen, die das Unbekannte in uns auslöst … und reflektiert, wie das Anderssein anderer uns beeinflusst. Selina Pfrüner sets out on a journey, against her own mindset boundaries. She seeks confrontation with the fears and irritations that the unknown triggers in us … reflecting on how the otherness of others influences us“

    Selina Pfrüner Fotografie
    29.11.2018 · 29. November 2018 ·

    munaqabba – woman in full veil / Frau in Vollverschleierung in Deutschland, 2018 #portrait #exhibition #project #munaqabba #multimedia #installation

    In her project photographer Selina Pfrüner sets out on a journey, against her own mindset boundaries. She seeks confrontation with the fears and irritations that the unknown triggers in us, and deals with the realities of the life of fully veiled women in Germany.
    In Portraits and Interviews she gains access to their everyday lives, their faith, discovers similarities and differences – reflecting on how the otherness of others influences us.

    #munaqabba – Frau in #Vollverschleierung Deutschland 2018 #multimedia #installation #exhibition #project #vollverschleierung #indeutschland #niqab #islam #art #munaqabah #munaqaba #selfrelection @ #groupexhibition SELF REFLECTION #photoszene #photoszene2018 @AZE Artrmx e.V. #selinapfruener

    #videoportrait #multimedia #installation @selinapfruener #selinapfruener #art #videoinstallation
    301 Aufrufe

    _ttps://www.facebook.com/selinapfruenerfotografie/videos/vb.140312089365872/371690203415194/?type=2&theater

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    Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland
    25.06.2019 · 25. Juni 2019 um 06:15 ·

    Aufklären statt Verschleiern! – Keine Verharmlosung islamischer Frauenfeindlichkeit!

    Am 30. Juni endet die Ausstellung „Munaqabba“ in Köln, die einen „unvoreingenommenen und persönlichen“ Blick auf vollverschleierte Frauen werfen soll. Tatsächlich aber ist es eine Ausstellung, die die islamische Vollverschleierung unreflektiert und unkritisch zur Schau stellt. Die Verharmlosung der Tatsache, dass Frauen gesichtslos gemacht werden, und die Exotisierung der völligen Missachtung der Frauenrechte in einem europäischen Land ist ein Skandal und ein beschämendes politisches Ereignis.

    Denn der islamische Schleier ist kein harmloses Stück Stoff oder ein normales Kleidungsstück, sondern ein Symbol für eine patriarchale Kultur, in der Frauen nicht als gleichwertig angesehen werden. Es ist ein politisches Instrument, um die Religion in das Privatleben der Menschen zu verankern und Macht über sie auszuüben. Es ist nicht zuletzt auch ein Symbol, das die Individualität und Selbstbestimmung der Frau negiert.

    Während mutige Frauen derzeit in vielen islamisch geprägten Ländern gegen die Verschleierung rebellieren und deswegen harte Strafen befürchten müssen, relativiert die Munaqabba-Ausstellung das islamische Patriarchat. Damit werden – ob gewollt oder nicht – das Emanzipationsstreben der Frau und das feministische Projekt verraten.

    Wir stellen uns daher gegen die Ausstellung, der es an Reflexion und historischer Sensibilität fehlt. Wir stellen uns gegen eine Förderung durch öffentliche Institutionen wie das Kulturamt der Stadt Köln und das NRW-Kulturministerium, die darin einen „interkulturellen Impuls“ sehen. Nicht zuletzt stellen wir uns gegen eine Unsichtbarmachung der Frau, die für viele die Hölle auf Erden bedeutet.

    Wir rufen auf: Setzen Sie mit uns ein Zeichen! Demonstrieren Sie mit uns gegen Kulturrelativismus und Frauenfeindlichkeit! Zeigen Sie Ihre Solidarität mit Frauen, die sich gegen den islamischen Fanatismus auflehnen!

    30. Juni 2019 // 14:30 Uhr // Hospeltstraße 69, Köln

    _ttps://de-de.facebook.com/permalink.php?story_fbid=2206869159362634&id=486839381365629&__xts__[0]=68.ARDgNUmyi5EWi1L41k8yS1OnN6KW7NjC4hWh7AicNJ3Asi6MuDf2lLD00FQeCDdNx69ZM0bQsLbGtJMREFaG7XMJnsjX-fDpMRqbZfuMCt_Y6XQMf147gfvaVfyuIm4AgDeH0J4KnRof9tYrBbGO7mwytDIrEAFkIc-hASihT8Py7bM_qYNqTpagTPYkHWr-wDJ-mOD0FEKMmrd55HG6AUUfqnlP5s-UKpetevTxGkadMT8SebSCLUxu9Cn00qn_v_x9E7Ga7j73VeuMlEBMcpJp5cESh2rNO-GhiOxotqJMUsVGxXcqeQ_wt4165D_Si1Yek3dpMHKtiTvr6Sb_nVh95Q&__tn__=-R

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    Wirbt Ausstellung für „Vollverschleierung“ im Atelierzentrum Ehrenfeld?

    Köln | „Munaqabba – über Frauen mit Vollverschleierung in Deutschland“ heißt eine Ausstellung der Fotografin Selina Pfrüner die vom 21. bis 30. Juni 2019 im Atelierzentrum Ehrenfeld (AZE) gezeigt wird. In einem offenen Brief hinterfragen mehr als 50 Personen den Sinn und die Intention der Ausstellung und befürchten eine Werbeveranstaltung für die „Vollverschleierung“. Den offenen Brief richteten die Aktivisten an die Förderer der Ausstellung: das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und das Kulturamt der Stadt Köln und fragen nach dem politischen Mandat die Ausstellung zu fördern. (…)

    In der Beschreibung der Ausstellung schreiben die Macher: „Mit Video-Portraits, Audio-Beiträgen, Fotografien und einem umfangreichen Rahmenprogramm zum Mitdiskutieren und Selbsterfahren bietet sie damit die Möglichkeit, sich aus einer neuen Perspektiven mit diesem Thema zu beschäftigten. Warum wird die sogenannte Burka-Debatte in Deutschland so emotional geführt? Und warum kommen dabei diejenigen, um die es geht, selbst am wenigsten zu Wort? Das fragte sich die Fotografin Selina Pfrüner und beschloss, in der Begegnung und im Gespräch mehr über die Lebenswirklichkeiten dieser vollverschleierten Frauen herauszufinden.“ (…)

    „Vollverschleierung ist keine Mode!“

    Die Kritikerinnen befürchten, dass mit solch einer Ausstellung das Thema Vollverschleierung normalisiert werde und schreiben: „Vollverschleierung ist keine Mode!“ Der Ausstellung unterstellen sie die „Vorteile“ der Vollverschleierung zu propagieren als eine Art Schutz für Menschen. In Deutschland sei dieser aber der Rechtsstaat und nicht ein Schleier. Besonders scharf kritisieren die Gegnerinnen der Ausstellung die Möglichkeit des Anprobierens und dass dieses durch staatliche Mittel unterstützt werde. Dafür gebe es in Köln schon genügend andere kommerzielle oder institutionelle Anbieter. Weiter heißt es: „Hier wird das in patriarchalischen islamischen Ländern existierende und angestrebte Frauenbild, das nach Deutschland getragen wurde, unkritisch und sogar positiv wertend wiedergegeben. Es handelt sich um islamistisch geprägte Länder und Regionen, in denen Frauen von Männern bevormundet und unterdrückt werden. Mittels der Vollverschleierung wird die Existenz der Frau als Individuum im öffentlichen Raum negiert. Die Vollverschleierung steht in diesen Ländern selbst in der Kritik und die dort lebenden Frauen kämpfen dort gegen den Zwang zur Vollverschleierung und für ihre Selbstbestimmung. Wenn die Vollverschleierung freiwillig ist, warum gibt es dann in islamischen Ländern Gesetze und Strafen für die Durchsetzung? Die Frauen in Afghanistan, Syrien, Saudi-Arabien, dem Iran oder in der Türkei – um nur einige Länder zu nennen – die die Vollverschleierung ablehnen oder gegen die zunehmende Bevormundung und Verdrängung aus dem öffentlichen Raum protestieren, werden entweder verhaftet oder Opfer von gewalttätigen staatlichen oder zivilen Angriffen von Männern.“

    Vor allem an die staatlichen Geldgeber richten die Kritikerinnen die Frage ob mit den Mitteln nicht besser Projekte gefördert werden müssten, die Migrantinnen bei Gewalt in der Familie und Gesellschaft helfen: „Bei der Frage der Vollverschleierung der Frau wäre es sicher auch interessant, sich nicht ausschließlich auf die vermeintliche Freiwilligkeit zu konzentrieren, sondern die Frauen und ihre Männer nach ihrer Haltung zu Grundrechten und Freiheiten in einem demokratischen Staat und einer demokratischen Gesellschaft zu fragen. Was wir definitiv nicht möchten ist die Förderung fundamentalistischer Lebensarten und Weltanschauungen mit öffentlichen Mitteln.“ (…)

    Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW fördert das Projekt mit rund 8.000 Euro im Rahmen des Sonderförderprogramms „Interkulturelle Impulse“. (…)

    Das Kulturamt der Stadt Köln förderte die Ausstellung mit 3.000 Euro. (…)

    Von Redaktion | report-K | 13.06.2019

    https://www.report-k.de/Kultur/Kunst/Wirbt-Ausstellung-fuer-Vollverschleierung-im-Atelierzentrum-Ehrenfeld-116775

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    Selina Pfrüner: “ Die Ausstellung dokumentiert eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Phänomen der Vollverschleierung in Deutschland, mit einer versucht unvoreingenommenen und persönlichen Herangehensweise. Es wird hier EIN Aspekt des Phänomens beleuchtet, nämlich das der hier freiwillig in Deutschland in Vollverschleierung lebenden Frauen. Dabei geht es nicht darum für irgendetwas zu werben oder gegen irgendetwas zu propagieren, sondern darum, sich aus einer anderen Perspektive mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und zwar in einer Form, in der nicht nur ÜBER diese Frauen kommuniziert wird, sondern sie auch selbst gehört werden.

    Die Ausstellung ist nach wie vor nicht eröffnet und über die Frage der Reflexion kann sich jeder ab dem 21. Juni selbst ein Bild machen. (…)

    Das Projekt beschränkt sich nur auf Frauen, die in Deutschland in Vollverschleierung leben. [ Andere Länder ] habe ich nicht in meine Betrachtung mit aufgenommen und kann mich daher nicht dazu äußern.

    Prinzipiell kann jede Frau hierzulande frei entscheiden, ob sie den Schleier trägt oder nicht. In den Gesprächen mit den Protagonistinnen wurde stets die Frage nach Selbstbestimmung gestellt. Es gehörte nicht zur Absicht des Projekts, eine Hilfestellung in irgendeine Richtung geben zu wollen. Dies hätte ja wiederum eine Voreingenommenheit in der Wahrnehmung der vollverschleierten Frauen bedeutet.

    [ Der Tatsache, dass ] es Frauen gibt, die sich emanzipieren wollen und dabei Unterstützung brauchen, wird beispielsweise [ dadurch ] (…) Rechnung getragen, dass mit André Taubert von Legato ein Experte der systemischen Ausstiegsberatung zur Podiumsdiskussion anwesend sein wird. “

    Kritiker machen darauf aufmerksam, dass die Künstlerin Selina Pfrüner zwar eine anerkannte Fotografin sein kann, wie die Jury feststellte, die sich mit der Arbeit beschäftigte, aber sie fragen, ob Pfrüner auch eine Expertin für Salafismus sei. Auch die Experten und Expertinnen auf dem Podium werden in Zweifel gezogen, etwa Lamya Kaddor. Schüler der Religionspädagogin, so der Vorwurf, sollen sich dem IS angeschlossen haben. Und warum Prof. Dr. Stefan Muckel, Professor für Öffentliches Recht und Kirchenrecht berufen sei, als Experte zu dem Thema „Vollverschleierung“ zu sprechen, wird ebenfalls von den Kritikern als Frage aufgeworfen. Zudem steht ein weiterer Konflikt im Raum und Fokus, warum das Kultusministerium die Ausstellung fördert und das Innenministerium den Salafismus bekämpfe.

    Von Andi Goral | report-K | 16.06.2019

    https://www.report-k.de/Kultur/Kunst/Ausstellung-Munaqabba-in-der-Kritik-jetzt-spricht-die-Fotografin-116869

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    (…) Der Iranisch-Deutsche Frauenverein Köln sowie 37 Unterzeichnerinnen, davon 33 mit Migrationshintergrund, sind fassungslos über die Ausstellung und vor allem ihre Subventionierung mit öffentlichen Geldern. In einem Offenen Brief an die unterstützenden Institutionen schreiben sie: „Wir fragen uns, was mit dieser Förderung, die ja nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine ideelle Förderung ist, beabsichtigt ist. Es kann doch nicht Ihr Ziel sein, die Vollverschleierung zu normalisieren.“ (…)

    Auch der Zentralrat der Ex-Muslime protestiert gegen die Ausstellung. (…) Der Zentralrat der Ex-Muslime zählt auch zu den Initiativen, die am Abend der Vernissage vor dem Atelierzentrum in Ehrenfeld protestiert haben, in dem die Ausstellung noch bis zum 30. Juni gezeigt wird. Die saudische Aktivistin Rana Ahmad befreite sich symbolisch aus einer Burka samt Ketten. (…)

    Die in Köln lebende iranische Aktionskünstlerin Solmaz Vakilpour und MitstreiterInnen demonstrierten in Femen-Manier: Sie standen nackt bzw. wenig bekleidet und mit Kunstblut bespritzt vor dem Atelierhaus. Vakilpour sagt: „Eine solche Ausstellung, die vom Ministerium mit Geld gefördert wird, richtet sich gegen alle, die für Frauenrechte in islamischen Ländern kämpfen.“

    Andere hielten in Solidarität mit den „Mädchen der Revolutionsstraße“ Schleier an Stöcke gebunden in die Luft. #FreeNasrin stand u.a. auf ihren Plakaten. Die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh sitzt im Teheraner Evin-Gefängnis, weil sie diese meist jungen Iranerinnen, die gegen ihre Zwangsverschleierung im Iran protestiert haben, vor Gericht verteidigt hat. Ihr drohen 38 Jahre Gefängnis und 148 Peitschenhiebe. (…)

    Von Chantal Louis | Protest gegen Niqab-Ausstellung | EMMA | 18.06.2019 / 22.06.2019

    https://www.emma.de/artikel/protest-gegen-koelner-niqab-ausstellung-336945

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    Frauen aus islamisch dominierten Ländern gegen die Gesichtslosmachung von Frauen!

    https://exmuslime.com/es-reicht-aufruf-gegen-die-hijab-ausstellung/

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    Iranisch-Deutscher Frauenverein: „Frauen, die … unter der Scharia leiden“

    (…) Welches Ziel soll damit erreicht werden? Wenn das Ziel die Stärkung der Frauen aus islamischen Ländern ist, weshalb werden dann mit den Fördergeldern der Stadt nicht solche Projekte gefördert, die Migrantinnen bei Gewalt in der Familie und der Gesellschaft wirklich weiterhelfen?

    Viele von diesen Frauen, die auf sich alleine gestellt sind und Hilfe suchen, gehen in Moscheen oder zu islamischen Vereinen, da unabhängige Frauenprojekte aufgrund von Geldmangel ihnen nicht helfen können. Damit werden Frauen, die bereits im Alltag unter der Scharia leiden, wieder in die islamischen Zentren gelenkt, welche zur Unterdrückung dieser Frauen beitragen. (…)

    Iranisch-deutscher Frauen Verein · 17.06.um 07:17

    _ttps://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=614149509078637&id=100014507805005

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    Offener Brief an NRW-Kulturministerin: „Es kann doch nicht Ihr Ziel sein, die Vollverschleierung zu normalisieren“

    [ Unterzeichnet auch von ]

    Hellen Vaziry, Diplom-Ingenieurin (FH) (Ansprechpartnerin)
    Hamide Akbayır, MdR Köln, MdL a. D.

    https://www.ruhrbarone.de/offener-brief-an-nrw-kulturministerin-es-kann-doch-nicht-ihr-ziel-sein-die-vollverschleierung-zu-normalisieren/169465

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  13. Jacques Auvergne Says:

    [ Kein Islam ohne Entwürdigung und rechtliche Herabsetzung der Frau. Protestierten gegen die (echt islamische, Anm.) Zwangsverschleierung: Yasaman Aryani (Jasman Ariani), Monireh Arabshahi und Mojgan Keshavarz (Mojgan Keshawaraz) ]

    ( Amnesty International )

    Iran: Jailed for Protesting Forced Veiling Laws: Monireh Arabshahi, Yasaman Aryani and Mojgan Keshavarz

    8 July 2019, Index number: MDE 13/0656/2019

    Iranian women’s rights defenders Monireh Arabshahi, Yasaman Aryani and Mojgan Keshavarz have been arbitrarily detained in Shahr-e Ray prison, outside Tehran, since April 2019. They have been charged with offences including “inciting and facilitating corruption and prostitution” through promoting “unveiling”, solely for campaigning against abusive forced veiling laws. All are prisoners of conscience.

    (…) On 26 June 2019, these women’s rights defenders were transferred from Shahr-e Ray prison, outside Tehran, to branch 28 of the Revolutionary Court of Tehran for an indictment hearing. They were denied access to a lawyer and told by the judge that they could have a lawyer when appealing the verdict. They have said that the judge was abusive to them and said, “You all appear to be [drug] addicts” and “I will make you all suffer”. Charges against them include “gathering and colluding to commit crimes against national security”, “spreading propaganda against the system” and “inciting and facilitating corruption and prostitution” through promoting “unveiling”, in connection to their campaigning against abusive forced veiling laws. Yasaman Aryani is facing an additional charge of “insulting Islamic sanctities”. Monireh Arabshadhi’s support of workers’ rights was also cited as “criminal” activity. (…)

    https://www.amnesty.org/en/documents/mde13/0656/2019/en/
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    In diesen Tagen wurden drei Frauen, die in Teheran öffentlich gegen die Zwangsverschleierung protestiert hatten, zu insgesamt 55 Jahren Gefängnis verurteilt: Jasman Ariani, Monireh Arabshahi und Mojgan Keshawaraz. Die Anklage lautet auf „Korruption und Prostitution“, weil sie keinen Schleier trugen.

    Jüngst haben 14 Frauenrechtlerinnen in einem öffentlichen Brief Khameneis Rücktritt gefordert. Sie wollen das Ende der Gender-Apartheid und ein demokratisch-säkulares Staatssystems im Iran. Am 12. und 13. August wurden fünf dieser Frauen von der Revolutionsgarde festgenommen. Darunter sind: Fatemeh Sepehri, Hourieh Farajzadeh und Narges Mansouri. Ihnen werden „Verbindungen ins Ausland und zu Oppositionellen, Unruhestiftung gegen die Sicherheit der islamischen Republik und Anregung der Proteste“ vorgeworfen. Es drohen langjährige Haftstrafen mit Folter oder Hinrichtung.

    Unter dem so genannt moderaten Präsidenten Rouhani (2013-2019) wurden in sechs Jahren über 3.800 IranerInnen, darunter mindestens 93 Frauen, hingerichtet. 2.500 wurden nach dem Atomdeal von 2015 exekutiert. Unter heute in den Gefängnissen sitzenden tausenden politischen Gefangenen befinden sich Menschenrechts-, Kinderrechts- und Umweltaktivistinnen wie Nasrin Sotoudeh, Narges Mohammadi, Atena Daemi und Golrokh Iraee, Farangis Mazloum. Sie alle wurden wegen „Propaganda gegen die islamische Republik, Beleidigung des Religionsführers Khamenei und Teilnahme an den Protesten gegen die nationale Sicherheit“ verhaftet. (…)

    aus: EMMA (Wieder Frauen im Iran verurteilt!) | von: Dr. Kazem Moussavi | 14.08.2019

    https://www.emma.de/artikel/wieder-frauen-im-iran-verurteilt-337013

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    Klagewelle gegen den iranischen Oppositionellen Dr. Kazem Moussavi: Offener Brief an die deutsche Politik und Medien

    auf: ruhrbarone 18.09.2018

    https://www.ruhrbarone.de/klagewelle-gegen-den-iranischen-oppositionellen-dr-kazem-moussavi-offener-brief-an-die-deutsche-politik-und-medien/158600

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    ( Amnesty International )

    First UA: 96/19 Index: MDE 13/0656/2019 Iran

    Date: 08.07.2019

    ADDITIONAL INFORMATION

    On 8 March 2019, a video went viral showing Monireh Arabshahi, Yasaman Aryani and Mojgan Keshavarz without their headscarves, distributing flowers to female passengers on a metro train in Tehran and discussing their hopes for women’s rights in Iran. In the video, Yasaman Aryani hands a flower to a woman wearing a hijab and says she hopes that one day they can walk side by side in the street, “me without the hijab and you with the hijab”.

    Following the posting of the video, Yasaman Aryani was arrested on 10 April 2019 by security forces at her family home in Tehran. The next day, Monireh Arabshahi, her mother, was arrested after going to Vozara detention centre in Tehran to inquire about her. Mojgan Keshavarz was arrested by force on 25 April 2019 at her home in front of her nine-year-old daughter.

    The women’s rights defenders were denied access to an independent lawyer of their own choosing after being told that the Note to Article 48 of the Code of Criminal Procedure applies due to the “security” nature of their cases. This requires individuals facing charges related to “national security” and certain organized crimes to select their lawyer from a list of names approved by the head of the judiciary.

    Their prosecution is part of a wider crackdown on women’s rights defenders campaigning against forced veiling laws. On 4 June 2019, Fereshteh Didani was arrested and is now held in Shahr-e Ray prison, which is used to incarcerate women who have been convicted of serious violent crimes. She had a hearing before branch 26 of the Revolutionary Court of Tehran on 26 June 2019, but no information is available about what charges she faces. On 1 June 2019, Saba Kordafshari was arrested and held in solitary confinement in Vozara detention centre until 11 June 2019, when she was transferred to Shahr-e Ray prison.

    In the last few years, a growing movement against forced veiling laws has emerged in Iran with women and girls standing in public places, silently waving their headscarves on the ends of sticks or sharing videos of themselves walking down the street with their hair showing. This movement includes White Wednesdays, a popular campaign which urges women to share pictures and videos of themselves on social media every Wednesday, wearing white headscarves or white pieces of clothing in protest at compulsory veiling; My Stealthy Freedom, which encourages women from Iran to post online pictures of themselves without headscarves by way of opposing forced veiling; and My Camera My Weapon, which aims to raise awareness of the constant harassment and assault that women and girls face in Iran’s streets as a result of forced veiling laws. The Iranian authorities have felt threatened by the strength and force of this movement and waged a crackdown in response. Since January 2018, they have arrested dozens of women’s rights defenders, including four men. Some have been tortured and sentenced to prison terms or flogging after grossly unfair trials. In an official statement on 23 February 2018, the police warned that women peacefully protesting the discriminatory and abusive practice of forced veiling would now be charged with “inciting and facilitation corruption and prostitution”, which carries a maximum sentence of 10 years in prison.

    For more information, please see

    https://www.amnesty.org/en/latest/campaigns/2019/05/iran-abusive-forced-veiling-laws-police-womens-lives/

    Making criminals of women and girls who refuse to wear the hijab is an extreme form of discrimination. Forced veiling laws violate a whole host of rights, including the rights to equality, privacy and freedom of expression and belief. These laws degrade women and girls, stripping them of their dignity and self-worth.

    https://www.amnesty.org/en/documents/mde13/0656/2019/en/

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