505. Jugendgruppe: Missbrauchsprävention

Vreemd hoe ver het ongeluk lijkt, als het ons niet persoonlijk treft.

Es ist merkwürdig, wie fern ein Unglück ist, wenn es uns nicht selbst betrifft.

― John Steinbeck

Die gebotene Missbrauchsprävention und gründliche Missbrauchsaufarbeitung jetzt endlich auch in der deutschen Pfadfinder- und Jugendbewegung

[Text in Arbeit] Gastbeitrag eines Sozialarbeiters und einstigen VCP-Pfadfinders während des Lesens von: Ohne vorgehaltene Hand. Netzwerke sexuellen Missbrauchs in der deutschen Pfadfinder und Jugendbewegung (Almut Heimbach). Leider gibt es zu dem Buch, Titel OvH abgekürzt, noch keine Rezension. Auch dieser Text ist keine, dazu hätte der Leser seinen sich bei der Lektüre einstellenden Flug der Gedanken nicht so vorlaut in den Vordergrund stellen dürfen. Teil A Gedanken beim Lesen des OvH, Teil B Kurze Anmerkungen zu einzelnen Stellen des OvH, Teil C Danksagung und Leseempfehlung. Über das jüngste und wichtigste Buch zum Thema deutschsprachiges Pfadfindertum und Jugendbewegung. Von Edward von Roy.

Teil A Gedanken beim Lesen des OvH

Die aber auch, lautet der altbekannte, kläglich untaugliche Abwehrreflex, die da drüben haben aber ebenfalls schlimme Sachen gemacht. Gewiss, es gab die große US-amerikanische Organisation Boy Scouts of America (BSA), die viele, viele Missbrauchstäter, einmal aufgeflogen, möglichst geräuschlos an einen anderen Ort versetzte und mit dortigen Minderjährigen weiterarbeiten ließ. Es gab die Katholische Kirche, die mit ihren vielen, vielen, als Missbrauchern aufgeflogenen Priestern jahrelang entsprechend verfuhr. Es gab die seit Gerold Becker durch Pädosexuelle unterwanderte Odenwaldschule (OSO), doch diese Täter, wie das heute betrachtete Buch gründlich herausarbeitet, waren nicht die sprichwörtlichen schlimmen Anderen, sondern zum Teil waschechte Jungenschafter wie Täter Jürgen Kahle oder jedenfalls Bündische von der Waldeck (vorderer Teil, ABW), die, als OSO-Lehrer, ihre Schüler durchaus auch auf dem Gelände der ABW (Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck) missbrauchten. OvH arbeitet gründlich heraus, dass sich die ABW ihrer Geschichte als Täterumfeld und auch als Tatort nicht oder noch nicht ausreichend stellt.

Die aber auch, nein, der Missbrauch an Jungen ist in Deutschland, anders als vielleicht in den USA, wo das durch die BSA betriebene Verschweigen und Vertuschen ein Hauptproblem gewesen ist, keine Ansammlung von Einzelfällen gewesen, sondern an vielen Orten eine Art Betriebsgeheimnis aus Sicht der Scoutisten und der Öffentlichkeit, jedoch, aus der Perspektive der bündischen propädophilen Sektierer, ein offenes Geheimnis. Zusätzlich eine Pseudoreligion jedenfalls eine veritable jugendbewegte Weltanschauung, die, sich auf Sexisten und Kinderfeinde wie Hans Blüher, Gustav Wyneken oder Alfred Schmid berufend, von sich beansprucht, mit einem sogenannten pädagogischen Eros das Ureigene, das Echte, das Eigentliche jugendbewegten Lebens und Erlebens zu verkörpern, ein bisschen, zunehmend auf dem Hohlenfels, per Sternkreis – jahrzehntelange Zentralfigur Axi – endgültig auf dem Balduinstein. Die Propädophilen – Zentralfigur Axi – oder die bündischen Päderasten seien der ehrenwerte jugendbewegte Kern, die lauen anderen die unehrenhafte Peripherie.

Viele, jahrzehntelang die Bünde durchwandernde Täter waren bestens vernetzt, Hohlenfels, Rees und Balduinstein bildeten die Knotenpunkte des Netzwerks. Etliche von ihnen waren deutschlandweit bekannt, Täter Axi zusätzlich in Österreich, galten als ideale Jungenführer und als allgemein gutes Vorbild.

Und weil wir der zumal bündische Fisch immer vom Kopf stinkt und wir gerade auch von der ABW reden und das heutige Thema die jahrzehntealte bündische Unkultur des sexuellen Missbrauchs an Jungen ist, dieser begangen durch eine Vielzahl von Tätern oder vielmehr durch ein waldeck-, hohlenfels- und balduinsteinzentriertes Netzwerk von in der Jugendbewegung namhaften Tätern: Haben die Verantwortlichen für den Peter-Rohland-Singewettstreit einmal die Güte, uns zu erzählen, wen sie 2019 in die Jury lassen und warum? Warum hat die von ABWern eigens gegründete Stiftung zum Ziel: „Die Aufarbeitung und Verbreitung des künstlerischen Nachlasses von Peter Rohland“ und nicht ebenfalls: „Die Aufarbeitung des Kindesmissbrauchs der teilnehmenden Gruppen der bündischen Singewettstreite“, sowie: „Die Aufarbeitung der in ihrem Leben durch einstige oder heutige Preisrichter der jeweiligen Singewettstreit-Jury begangenen sexuellen Straftaten an Jungen“? Die Teilnehmer am 20. Peter-Rohland-Singewettstreit (7. September 2019, Burg Waldeck, Dorweiler) können erwarten, dass weder in der Jury noch in den ersten Reihen verurteilte Sexualstraftäter oder Menschen unter Verdacht sitzen oder Menschen, gegen die ermittelt wird bzw. deren einschlägiges Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Betroffene, damit meinen wir die Opfer sexualisierter Gewalt, können erwarten, ihren Peinigern auf einem überbündischen Event nicht zu begegnen.[1]

Die da aber auch, das mag also stimmen, bleibt aber ein Ausweichen vor der seit Christian Füller (Die Revolution missbraucht ihre Kinder: Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen) endlich in das Blickfeld gerückten, beinahe prinzipiell oder systematisch zu nennenden sexualisierten Gewalt in der deutschen (!) Pfadfinder- und Jugendbewegung. Es geht um geachtet oder geächtet. Im englischen oder auch anglophonen Scoutismus war und ist der Pädosexuelle geächtet, in einem sehr deutschen, sehr zentralen jugendbewegten Milieu hingegen war der Jungenverehrer oder Jungenmissbraucher geachtet. Das muss ein Ende haben. Ohne den Sturz der beiden propädophilen bündischen Halbgötter oder Götzen Fred und Axi wird das nicht funktionieren. Missbrauch an Jungen in den Jugendbünden beispielsweise auch der Pfadfinder ist ein sehr deutsches Problem.

Gleichwohl scheint es, geboten international gedacht oder allgemein menschenrechtlich (AEMR, Paris 10.12.1948), sinnvoll, dass die Buchautorin des OvH auch auf einen französischen wie einen englischen Fall von Missbrauch hinweist, auf den Täter Léonide Kameneff, der mit dem Segelschiff Karrek Ven mit Kindern in der Karibik unterwegs war (Schule auf dem Boot, l’École en bateau) und als Täter überführt werden konnte zum einen, und andererseits auf die mir bis dahin unbekannten Tatsache, dass Colonel J. S. Wilson (John Skinner Wilson, 1888–1969) vor neun Dekaden nacheinander gleich zwei Platzwarte des für das weltweite Scouting (Pfadfinderbewegung) so relevanten Gilwell Park feuern musste.

Während Colonel Wilson, 1930 unmittelbar nach seiner Rückkehr vom Jamboree im ungarischen Gödöllö, konsequent handelte, ließ eine dem Wandervogel entsprossene, sich von der unschönen Wirklichkeit abkehrende Jugendbewegung ab etwa 1910 und ließen ab etwa 1925 die Bünde der Bündischen Jugend Missbrauchstäter in höchsten Positionen gewähren.

Der Weg in einen eben auch päderastischen Sumpf führte die Wandervögel und die Bündischen über die Neo-Barbarei der seit Rousseau das Denken mürbe und faulig werden lassenden Forderung Zurück zur Natur[2] (statt wie geboten global zu rufen: Gemeinsam hin zur Zivilisation, solidarisch hin zum vernünftig und freiheitlich-demokratisch gestalteten Zusammenleben aller Menschen), über viel, viel Waldeslust (garniert mit hübschen Knaben, Mädchen bleiben dem Neo-Germanen entbehrlich; achja, der Wald bitte in deutscher Eiche, keine französische oder polnische Eiche) und noch mehr Ritterburgenromantik (vorzugsweise bei pädosexueller Nutzbarmachung der Trias Gral-Templer-Katharer), dabei schicksalsergeben über keusche teutonische Männlichkeit und edles reines Deutschtum grübelnd (wer nicht zum Deutschtum gehört, beschreibt Hassprediger Rosenberg im Mythus des 20. Jahrhunderts). Mit entsprechenden Grafiken und Fotos aufgehübscht, pflegte man eine oft homoerotisch (echte Schwule bis auf Lauinger allerdings selbst im Lahntal ziemlich Fehlanzeige), vor allem aber eine, erstmals seit Wilhelm Jansen (seit 1905 Oberbachant im AWV) und endgültig seit Hans Blüher und Gustav Wyneken, pädoerotisch angewärmte bis aufgeheizte, drückend schwere Gemütlichkeit. Klaglos oder sogar begeistert duldete – bzw. duldet – man die entsprechenden Theoretiker bzw. Stimmungsmacher, die Dichter, Maler und Fotografen, ebenso wie die Praktiker, die Gewalttäter, als Gruppenleiter, Bundesführer, Burgvogt auf der Jugendburg oder als Redakteur bzw. Schriftleiter einer überbündischen Zeitschrift. Etliche der vielen missbrauchten Jungen verschwanden von der bündischen Bildfläche sprich überbündischen Show-Bühne, die Täter hingegen, bedarfsweise frisch haftentlassen, hatten ihren nächsten und übernächsten Auftritt und teilten, geizig jedenfalls knauserig, jugendbewegte Welterkenntnis, bündische Ehre aus und bekamen und bekommen Applaus.

Fünf ebenso prominente wie problematische Namen aus den Redaktionen. Joachim Münster als Redakteur (1974 bis 1983, darin die Zeit der silbernen Reihe 1976 bis 1981) der Zeitschrift der eisbrecher) kämpfte per Arbeitskreis humane Sexualität (ASH), einer Untergruppe der Humanistischen Union (HU), für die Legalisierung von Sex ab zwölf Jahre. Arbeitsteilig schuf sein Komplize Axi, der Schriftleiter (1982–1992) vom Stichwort, den christlich angemalten ideologischen Überbau. In den deutschen Provinzen missbrauchten Männer aus dem fernen oder nahen Freundeskreis der beiden Genannten Jungen. Von Zeit zu Zeit tuschelten etliche der wie die Motten zum Licht (des durch die Zeitschriftenmacher und Kooperationspartner Joachim und Alexej widerspruchslos definierten „Bündischen“) heranschwärmenden Pfadfinder über einige Taten hinter hervorgehaltener Hand. Weitere Gäste blickten viel oder wenig durch, noch andere wussten nichts.

Der Dritte aus den Redaktionen war Erziehungswissenschaftler Walter Sauer genannt wasa. Von 1983 bis 1987 war der Schönfärber des pädagogischen Eros Schriftleiter des eisbrecher. Der bündische Wanderprediger (Eigenbezeichnung) arbeitete nicht nur für Stichwort. Auch für den eisbrecher war Axi freier Mitarbeiter und Korrespondent (1978 bis 1981). Um nur noch zwei weitere Jungenbewunderer zu nennen, auch Max Himmelheber (* 1904; † 2000) und Fotograf Lothar Sauer (* 1930; † 2018) arbeiteten für eisbrecher. Die Genannten bildeten ein Netzwerk, waren einander Mitarbeiter, und auf einer moralischen Ebene kann und sollte man insbesondere den selbsternannten ranghöchsten Sinndeuter der Jugendbewegung mitverantwortlich machen für das Tun und Lassen der Kollegen und den Inhalt beider Zeitschriften jener Jahre. Schließlich hätte Axi sein Amt jederzeit niederlegen können und müssen, wenn ihm der Kurs etwa der silbernen Reihe ganz und gar nicht gepasst hätte. Sein jammeriges Ermahnen an die Kollegen, doch bitte nicht so viele sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zu begehen („die guten Leute wissen ja gar nicht, was sie tun“), seine ihm angeblich wichtige Suche nach herberen Formen gehört nicht in ein Tagebuch, auch nicht in die unvermeidlich abseitige bündische Presse, sondern in die reale Presse, nicht in Axis soundsovieltes meditatives Hinterzimmer („Werother Gesprächskreis“, „Werother Protokoll“), sondern in Ermittlungsakte und Gerichtssaal.

Auch in den gesamten Neunziger Jahren hätte Axi die Möglichkeit gehabt, sich Gehör zu verschaffen. Der Jugendbewegungserklärer und Pseudokosak schwieg nicht aus Energiemangel oder Taktgefühl, sondern aus Kalkül. Die beiden Zeitschriften der 1970er und 1980er erschienen im selben Verlag, standen gesammelt im Regal vieler deutscher Pfadfinderstämme, und auch dem Super-Pfadi Stachowitsch war klar, dass viele Kunden beide Schriften im Abonnement hielten. Solange aber der Schriftleiter der Älterenzeitschrift Stichwort schweigt, ernsthaftes Reden wäre etwas anderes als konsequenzloses Sinnieren in Blättchen jugendbewegter Esoterik, und sich auch nicht aus der gesamten wandernden und halstuchtragenden Szene zurückzieht, mitverantwortet er auch den Inhalt des an die Jüngeren gerichteten Blattes, billigt die silberne Reihe und deren Personal und Umfeld. Arbeitsteilung: Stachowitsch als der Lieferant einer auf hochgeistig, aristokratisch und elitär getrimmten Theorie, einer reaktionären, homophilen, propädophilen und vorgeblich christlichen Weltanschauung, der Fahrten und Lager darstellende eisbrecher hingegen blieb das sinnlichere und konkretere Gegenstück für die wandernde Basis und die Bewunderer makelloser Jungenkörper.

Zum Thema Singen, genauer gesagt Singewettstreit. Liedgesang ist, zurückgehend auf den alten Wandervogel vor rund 110 Jahren, der deutschen Jugendbewegung bzw. heutigen Bündischen Jugend eine Art Kultur und Lebensgefühl, deutsche Pfadfindergruppen sind davon oft stark geprägt. Als kleine Gruppe oder als Einzelner herausragend gut zu singen, das heißt technisch gut, vor allem aber authentisch (vgl. innere Wahrhaftigkeit; Meißnerformel) und überzeugend (ob protestkulturell, aufrüttelnd, oder romantisch, bezaubernd), verschafft in diesen Kreisen Anerkennung, wird bewundert. (Nun, das klare Denken bleibt da schon mal auf der Strecke.) Mittendrin in einem Singewettstreit befindet die Jury vor allen Dingen, aber nicht ausschließlich, über das möglichst gute Singen. Vielmehr entscheiden die Juroren ein wenig auch um so etwas wie einen Platz in der Nähe des bündischen Olymp, des bündischen Eigentlichen, und sie sind dazu sozusagen befugt. Denn klar ist, dass nicht jeder gewinnen wird. Doch auch ins Amt eines Preisrichters gelange nicht einfach irgendein Profaner oder lausiger Zivilist. Etliche Preisrichter hatten vielmehr eine ruhmreiche bündische Herkunft, waren auf dem Meißner 1963 oder dem Allenspacher Hof 1977 oder erlebten 1981 das Hahnenbachtal-Lager „Bünde in Gemeinschaft“, andere waren vielleicht mit Oelb auf Fahrt oder kannten Werner Helwig. Technisch noch so perfekt und wohlklingend zu singen, reicht unter zünftigen deutschen Pfadfindern jedenfalls nicht, denen Singen wenig gilt ohne Tage und Nächte in der Gemeinschaft, ohne die Mühsal der Wanderungen, ohne den Schein und Duft der Lagerfeuer. Diesem ganzheitlichen Ansatz entsprechend ist durch den bündischen Preisrichter, sehe ich das falsch, nicht nur die Gesangskunst der Gruppe zu bewerten und auszurichten, sondern auch deren Teamgeist und Gruppenkultur, ihr Verständnis von Gemeinschaft, Kameradschaft und Freundschaft. Falls aber Jury auf eine solche Weise funktioniert, sollten künftige Ausrichter von Singewettstreiten ganz besonders gründlich kontrollieren, wer Preisrichter sein darf, wer in (auch sprichwörtlich) jeder Beziehung bündisch nachahmenswert sei, anders gesagt, in welche Richtung gelenkt wird. Auch die Gruppenleiter und Eltern sollten sich fragen, wer genau den Minderjährigen als ein Vorbild an pfadfinderischer Lebenskunst und Lebensführung vor die Nase gesetzt wird, schlichter gefragt, mit welchen Erwachsenen ihre Kinder zusammentreffen. Soweit zum Thema Singewettstreit.

Missbrauch in der Jugendbewegung. Hinter hervorgehaltener Hand wurde, vom Meer bis zum Alpenschnee, auf Großfahrten, Jugendburgen oder Sängerfesten getuschelt und geraunt, und dann und wann kam auch einmal ein Fall zur Anzeige und ging durch Gerichtssaal und Presse. Und wurde rasch wieder vergessen jedenfalls aus dem Raum des Besprechbaren verdrängt. Klar, die Missbraucher wollten weitermachen.

Dass dieselben Täter nicht selten Jahrzehnt für Jahrzehnt aktiv waren, entging dem Bewusstsein oder vielmehr Unbewusstsein der meisten, die Bündische Sache bzw. die Wandervogelidee merkwürdig verehrenden deutschen Pfadfinder (Welche Sache eigentlich genau, welche Idee?). Jedenfalls kam das, was zu sagen gewesen wäre, nicht vernunftgeleitet und verändertes Handeln fordend zur Sprache, und wenn doch, dann nicht öffentlich nachvollziehbar dokumentiert, sondern heimlich. Einige wussten oder ahnten nichts. Ebenso frei wie verantwortungslos begab man sich als durchschnittlicher, bündisch geprägter oder bündisch begeisterter Pfadfinder und Gruppenleiter auch mit Minderjährigen auf die nächste Wallfahrt auf die Hohlenfels von spätestens 1961 bis 1978, auf den Balduinstein ab 1974 oder, hier waren nicht die Veranstalter, sondern etliche Gäste das Problem, nach Ottenstein / Ahaus 1985 bis 2007 und 2010, wo allüberall es in manchen Jahren von Missbrauchern nur so wimmelte. Überbündisch konnte man sich der Lagerfeuerromantik hingeben. Die singen doch so schön.

Raum und Zeit, geographisch und historisch. Eine mit OvH jetzt endlich verfügbare Übersicht, selbstverständlich in Schriftform hat der sogenannten Bündischen Jugend gefehlt, eine Art Deutschlandkarte der kindeswohlgefährdenden (Kind ist Mensch unter 18 Jahre) bündischen pädosexuellen Hotspots und der sie umgebenden, pädoerotisch aufgeheizten Gruppen, zudem eine entsprechende Deutschlandgeschichte, eine zeitbezogene Betrachtung und Analyse über die schließlich viele Gruppengenerationen überspannende Aktivität der Missbrauchstäter und ihrer Helfer. Die relative Kurzlebigkeit vieler Gruppen geht mit einer Art von relativer Gedächtnislosigkeit daher, die Täter haben den zeitlichen Überblick und die realen oder potentiellen Opfer können ihr Wissen nicht weitergeben bzw. blicken nicht durch. Durch das Verfügbarmachen der geographischen wie zeitlichen Struktur erfüllt das Ohne vorgehaltene Hand den pfadfinderischen Anspruch des Be prepared.

Der Postbote klingelt. Das erwartete Paket ist da, man öffnet es und entnimmt das üppige schwere wichtige Buch:

Almut Heimbach: Ohne vorgehaltene Hand. Netzwerke sexuellen Missbrauchs in der deutschen Pfadfinder und Jugendbewegung.

Ja, gering in Höhe und Breite, Format A 5, man hatte es schon vernommen und war durchaus besorgt: Ob das Format zu klein gewählt sein würde, das wichtige Buch dadurch vielleicht unhandlich dick, Schriftgröße oder Zeilenabstand vielleicht zu gering? Man blättert und atmet auf, eine bequeme Lesbarkeit ist gegeben. Auch ein stundenlanges Lesen im OvH (Ohne vorgehaltene Hand) ist möglich, und, das als Warnung, es werden viele Stunden und Tage und Wochen, denn aus dem Weiterlesen kommt jedenfalls ein Kenner vieler der aufgeführten Orte und Bünde und Täter schier nicht heraus. Die jugendbewegten Nebelschleier des Geraunes und Getuschels zu Papier gebracht und rational durchdrungen zu wissen, die hinter den bündischen Gerüchten, allzu oft die hinter den heimlichen bündischen Wahrheiten stehenden Fakten endlich schwarz auf weiß zu lesen, ermöglicht gegenwärtigen Überblick und Ausblick auf eine verantwortbare Zukunft.

Als skeptischer Beobachter und auch begeisterter Teilnehmer der pfadfinderischen und jugendbewegt-bündischen Szene in den Jahren um das Meißnerfest 1988 will man einen Blick ins Inhaltsverzeichnis werfen, und ahnt schon, dort viele Personen auch dieser eigenen Zeit wiederzufinden. Man wird nicht enttäuscht und findet im Text neben Klarnamen auch etliche chiffrierte Namen, kenntlich gemacht durch ein angefügtes Sternchen. Rasch zähle ich zwanzig, 22 dieser anonymisierten Personennamen und erkenne nach dem Lesen jeweils weniger Zeilen zwölf Herren, die allesamt in rheinischen bündischen Kreisen auftraten, berühmt bis berüchtigt waren, Gegenstand heimlichen Erzählens, gleichzeitig wirklich zu erleben. Über etliche der Anonymisierten anderen las man etwas später in der Presse, und sofern sie noch leben, sind einige nach wie vor auf Kirchentagen, Singewettstreiten oder Bardentreffen prominent anwesend.

Erstmals hat man mit OvH eine Übersicht zu allen wichtigen problematischen, leider bis heute relevanten Akteuren der letzten Jahrzehnte zu Hand. Beim Lesen beginnen sich die Bruchstücke zum großen Gesamtbild zu ordnen, Gerüchte den Fakten zu weichen. Wieder und wieder sieht man sich der Leser darin bestätigt, wie genau etliche einflussreiche Bündische informiert waren, dass sie die schlimmen Tatsachen an allzu wenige Mitbündische weitergaben, und auch das leider nur hinter vorgehaltener Hand. Manch anderes erweist OvH als Gerücht (andererseits: „Gerüchte sind die Rauchfahnen der Wahrheit“, Zitat von Henry de Montherlant), erklärt die Autorin gut belegt als Halbwahrheit oder sie beweist uns die eine oder andere Mutmaßung als völlig unzutreffend. Der Leser kann nur ahnen, wieviel Sorgfalt, Aufwand, Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen zum Einholen von derart viel abgesicherter Information notwendig ist.

Das Nebeneinander von Klarnamen und chiffrierten Namen stört beim Lesen im OvH keineswegs, und dem Leser, insbesondere sicherlich dem an Prävention interessierten heutigen jungen Gruppenleiter, könnte oder sollte es vielleicht weniger um das echte Gesicht des Täters gehen, der hoffentlich auf dem Zeltplatz nicht auftaucht, sondern um dessen Eingebettetsein im Vereinsleben und überbündischen Leben, um die Täter-Umfeld-Passung als Teil der Täterstrategie.

Die Buchform zu wählen, und keine Datenbank und schon gar keine Online-Version, erscheint sinnvoll. Eine gewisse Anstrengung des Lesers kann erwartet werden, und die bei einer Papierversion gegebene Möglichkeit des Einlegens von Lesezeichen sowie Chance, das Buch jederzeit auf- oder zuzuschlagen, schafft Distanz bei dem schwierigen und für manchen Leser vielleicht schmerzhaften Thema sexuelle Belästigung bzw. sexueller Missbrauch. Die informativen Fußnoten und wichtigen Verweise ermöglichen dem besonders interessierten Leser guten und immer besseren Überblick, die Relation zwischen Text und Fußnotenteil ist zweckmäßig und gelungen.

Wie angenehm und ermutigend, im Inhaltsverzeichnis und natürlich im Buchtext etliche Namen sowie etliche Fahrtennamen unchiffriert zu lesen. Zur gebotenen Abkehr vom jahrzehntelang geübten überbündischen Einknicken und Tuscheln gehört, relevante Namen und Fahrtennamen klar auszusprechen, beispielsweise vom pädophilen Hardcore-Esoteriker Fred d. i. Fred Schmidt (Traktat über das Licht: Eine gnostische Schau (1957)) zu lesen und zu sprechen und zuallererst, ohne länger vor Ehrfurcht zu erstarren, vom propädophilen Netzwerker Alexej Stachowitsch (* 1918 in Stockholm; † 2013 in Limburg an der Lahn) genannt Axi.

Axi. Der in Deutschland echteste aller unechten Kosaken, der österreichische Soldat sowie deutsche Wehrmachtssoldat (Hauptmann 1. Panzer Nachrichten-Abteilung 228)[3], der österreichische Scout (schrieb als Jamboree-Programmchef das Lagerlied für das 7. World Scout Jamboree 1951 in Bad Ischl) und zeitweilige deutsche Nerother Wandervogel, der ein Jahrzehnte wirksames, propädophiles oder auch mal pädosexuelles Netzwerk stiftende Balduinsteingründer, der lebenslange Balduinsteiner (Sternkreis, das sind die Balduinsteingründer) und bundesgründende Phoenix. Der Verfasser von in einigen Pfadfinderkreisen vor 25 Jahren unkritisch häufig und unkritisch andächtig gesungenen Liedern wie Mein ganzes Leben sei ein Fahren, Der Geist ist müd, Einmal einfach loszusingen, der selbsternannte wie anerkannte Definierer der Bündischen Sache bzw. der jugendbewegten Identität („bündischer Wanderprediger“). Axi achtete auf sich, entwarf sich als jugendbewegte Kultfigur und wurde weithin als eine solche anerkannt. Gewiss, niemand war gezwungen, ihn zu verehren, etliche sexuelle Attacken indes hat Axi dem jeweils gerade greifbaren Objekt seiner Begierde aufgezwungen. Die Kultfigur ist gestürzt, was bleibt, ist der Täter Axi.

OvH gibt couragierten Menschen den Raum, über den realen und gar nicht so hehren Stachowitsch zu berichten, der nämlich, wie an allzu wenigen Orten bereits vor 25 bis 30 Jahren hinter hervorgehaltener Hand geraunt wurde, ganz gern Jungen oder jungen Männern an und unter die Wäsche ging.

Der Meister der Knabenliebe sinnierte von Nächstenliebe, verwirklichte sich. Er dachte an sich und es ging ihm darum, von Zeit zu Zeit einmal loszuspringen, in das volle Leben greifen, zu umarmen was gefällt, das machte ihm Freude (Buchtitel). Chronisch schielte der edel tuende Axi auf ewige 16 Jahre alte Beute, sein leutseliger Kamerad auf bleibende 14, der jungenschaftliche Gast thai auf 12, eine überbündische Arbeitsteilung, konkurrenzfrei, kollegial, kameradschaftlich? Wenn aller Idealismus, wenn alle Tagebuchschreiberei über Bemühungen um herbere Formen seitens Axi nur Getue war, listiger Kulissenbau? Warum vermied Axi die offene Diskussion, bei seinerseits – er konnte polarisieren und Maßstäbe einfordern – unzweideutigem Bekenntnis und bei Ächtung der sexualisierten Gewalt in den Bünden und begangen durch die ihm größtenteils persönlich bekannten zehn bis zwanzig Täter? Stachowitsch kannte weitgehend das im OvH detailliert gezeichnete Problem und produzierte in den 70er bis 90er Jahren zahlreiche Texte zum bündischen Wesen, umschlich jedoch das Thema Nummer Eins wie die Katze den heißen Brei.

Es gibt keine einvernehmliche Sexualität zwischen Minderjährigen und Erwachsenen, sinngemäß wird das jeder gute Jugendbund zum Grundsatz erheben. Doch auch im gesamten Vierteljahrhundert nach dem Meißnerfest 1988 wollte der so gerne die Rolle einer bündischen Autorität schlüpfende Wanderprediger sich hier partout nicht öffentlich dokumentiert festlegen. Hat den bündischen Ober-Guru, seit Felbertal, Aufklärung über den grassierenden Missbrauch an Jungen in seiner dichtesten Umgebung und Verhinderung weiterer Taten überhaupt interessiert? Dazu reichen lediglich die in den ersten Balduinsteiner Jahren ausgesprochenen Hausverbote nicht aus.

Vielleicht nicht strafrechtlich gesehen, aber mindestens moralisch ist das Schweigen einer überbündisch anerkannten und auf zahllosen Veranstaltungen in ganz Deutschland in Erscheinung tretenden Persönlichkeit zum Missbrauch in den Bünden eine Form von Gewalt.

Exkurs.

Oktober 2018, der Meister des schönen Scheins wäre hundert Jahre alt geworden und der heutige, einst durch Stachowitsch gegründete Verein Jungenbund Phoenix meint:

„Axi war (…), wie wir heute wissen und klar benennen müssen: ein Täter, der gegenüber Jugendlichen übergriffig geworden ist (…). Als Phoenix (…) haben wir uns in den vergangenen Jahren der Aufarbeitung der Schattenseiten unseres Bundesgründers gestellt. Ein vorläufiger Abschlussbericht ist in Arbeit und die Ergebnisse werden auch Niederschlag finden in den anstehenden Publikationen von Almut Heimbach und Sven Reiß. (…) wir stehen nun vor der Frage, wie wir in dieser Situation an Axi erinnern können. Zerfällt seine Lebensleistung angesichts seiner Schatten zu Staub? Sollten wir uns von ihm distanzieren, ihn aus dem Gedächtnis und der Legitimation unseres Bundes und des Bündischen tilgen, oder wäre das gerade zu einfach? Können wir uns noch kritisch-positiv auf ihn beziehen? (…) Wir glauben, dass nicht nur uns als Bund einige unserer formalen und strukturellen Grundlagen in schmerzhafter Weise fragwürdig, ja brüchig geworden sind. Wir werden daher in einen umfassenden und substanziellen Prozess der Selbstvergewisserung gehen. Das, was wir tun und wollen, müssen wir für uns heute neu und unmissverständlich formulieren. Dabei wird sich auch zeigen, inwieweit wir uns weiter auf Axi beziehen können und wollen.“

(Gedanken zu Axis 100. Geburtstag. Veröffentlicht auch auf scouting am 10.10.2018.)

Aber ja, tut endlich was. Warum sollte sich auch euer Verein denn nicht endlich von dem übergriffigen Führer emanzipieren, distanzieren? Doch es ist zu befürchten, dass nichts geschehen, dass sich der Jungenbund Phoenix weiter auf Axi beziehen wird.

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Die mindestens über drei bis vier Jahrzehnte um den führenden Personalbestand der ajH autonome jungenschaft Hellas, um Axi und seinen (!) Balduinstein, die gj graue jungenschaft oder die in den ersten Jahren vor allem von der gj benutzte Balduinsteinaußenstelle Falado organisierten Täter und Tatsituationen gleichen der, Planung und Absprache erfordernden, Treibjagd. Erschrocken erblickte die Außenwelt einen Einzelfall dort, einen Einzelfall da, leider meistens, um sich wegzudrehen und zu schweigen. Die erklärlich gerne die hochverehrte Position als Schriftleiter, Redakteur oder Preisrichter einnehmenden, das angeblich großartige Bündische definierenden Täter hingegen behielten den jahrzehntelangen Überblick, ähnlich wie in Kette durch unübersichtliches Gelände vorgehende Treibjäger. Jungen wurden zur Beute. Ob zur Zeit der Feier auf dem Meißner 1988 oder ob die zwanzig Jahre danach, auf das feige Schweigen der an ihrem Ansehen und ihrer Karriere interessierten zahlreichen bündischen, vor allem den Organisationen der Pfadfinder angehörigen Nichttäter war Verlass, so viele wussten so viel … feige? Nein, Feigheit war und ist es nicht, sondern aggressives Ignorieren. Die Aggression stürzt dann mit Macht auf den ein, der das Schweigen bricht.

Axi und sein (!) Balduinstein? Allerdings. Irgendwann endgültig in das 1983 gekaufte Haus in Weroth umziehen, ist zwar geringe (16.400 m) Distanz, aber keine Distanzierung. In den gesamten Achtziger wie Neunziger Jahren hatte Stachowitsch Zeit, öffentlich etwas gegen den leider vorhandenen bündischen, speziell jedoch gegen den wenig zufällig, seit Felbertaler und Hohlenfelser Zeiten, in seinem persönlichen Umfeld besonders stark vorhandenen sowie auch durch seine engsten Kameraden begangenen Kindesmissbrauch zu sagen. Wieder und wieder wurde die 1974 auch durch ihn gegründete Jugendburg Tatort, und der deutschlandweit hochverehrte Axi schwieg. Mindestens noch 1989 weilte Axi gelegentlich auf dem Gelände des Freien Bildungswerkes Balduinstein.

Den Kontakt hätte abbrechen müssen, wer an Kinder- und Jugendschutz wirklich interessiert ist. Stachowitsch hingegen betonte voller Stolz und Dankbarkeit seine Mitgliedschaft im (propädophilen, Anm.) Sternkreis, das heißt als Gründungsmitglied des Freien Bildungswerkes Balduinstein, noch in seiner Feuerrede auf dem Bundestag des Jungenbundes Phoenix Pfingsten 2011. Bei seinem Rücktritt vom Amt des Bundesführers nach 35 Jahren sagte Axi: „Als Bundesführer scheide ich jetzt von Euch, bleibe aber natürlich im Bund und auch im Sternkreis, der mir noch den ehrenden Status eines „Erzhüters des Bundes“ zuerkannt hat – und das auf Lebenszeit – Danke! (Myrrhenstreu. Die Postille des Phoenix, 13, 2011, S. 2-3.)

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Teil B Kurze Kommentare zu einzelnen Stellen des OvH

Vgl. OvH Seite 377 (in Kapitel 15.1 Graue Jungenschaft, Fall Thai und die Kontakte zur Rabenklaue) und an anderen Stellen. Hortenführer thai und die Täterstrategie hier speziell Anbahnungsstrategie des Entschämens. Die Schilderung betrifft die Zeit um das Jahr 1983. 1. Deutschlands, die bündische Jugendarbeit angeblich belastendes Nordsüdgefälle an Natürlichkeit und Unbefangenheit. 2. Diavortrag vor den Jungen mit, in nette Fahrtenbilder eingestreut, Verlegenheit oder Beschämung hervorrufenden Fotos bzw. bei einer das Schamgefühl verletzenden Kommentierung dieser Bilder. 3. Die seltsame These, dass gute Jungenschafter sich außerhalb der Zeit in der Horte (Gruppe) möglichst selten sehen sollten.

Sicherlich gibt es eine überwindenswerte, ein überstarkes Schamgefühl antrainierende Erziehung etwa in fundamentalistischen Milieus, die das Kind oder den Jugendlichen unfrei halten will. Doch hat Scham für jedes Individuum eine Berechtigung, man erinnere sich etwa an die Warnung, die Sigmund Freud vor dem Verlust von Schamgefühl gab.[4] Nennen wir die Anbahnungsstrategie des raschen Beschämens und anschließenden gemeinschaftlichen Schamüberwindens und Schamabbaus die Strategie des Entschämens.

Zu 1. Der Erwachsene ermunterte oder gar drängte ein vierzehn Jahre altes Hortenmitglied, zuzustimmen, dass die bündische Jugendarbeit unter einem Nordsüdgefälle in Bezug auf die Natürlichkeit von Körpergefühl und Sexualerziehung leide. Nur in Norddeutschland nämlich sei diese Unbefangenheit weitgehend gegeben, im Rheinland vor allem bei der Minderheit der Evangelischen und im katholisch geprägten Bayern kaum. Der Junge spürte, dass der Mann von ihm erwartete, sinngemäß zu sagen: Wir müssen das körperfreundlichere evangelische jedenfalls norddeutsche Element loben und das prüde, verklemmte katholische Verständnis verachten. Der Vierzehnjährige ahnte Ungutes und tat so, als könne er diese Theorie noch nicht so ganz verstehen, er schwieg und Thai insistierte nicht weiter, wirkte aber enttäuscht, mürrisch.

Zu 2. Gegen Ende eines umfangreichen Lichtbildvortrags vor der in Gründung befindlichen Horte, Fotos von Jungen der grauen jungenschaft auf Fahrt im sonnigen Süden, zeigte ein nächstes, überraschendes Bild einen Sandweg aus der Bodenperspektive und im Vordergrund einen vermutlich durch einen Menschen erzeugten Kothaufen. Der Gruppenführer lachte schmutzig: „Da hat doch unser Junge ein Morgenei gelegt.“ Die anwesenden Jungen waren angeekelt, Fäkalien in Großaufnahme will eigentlich keiner sehen. Nächstes Dia, Naturkunde, ein kleines Reptil in Großaufnahme, eine Eidechse, ein hübsch geflecktes Exemplar. Auf den zweiten Blick war zu erkennen, dass der Schwanz des Tieres nachgewachsen war, ein Raubvogel oder eine Krähe mag das Original abgehackt haben. Eidechsen können bekanntlich so ihr Leben retten und ein kürzerer, etwas weniger schön gefärbter Stummelschwanz wächst nach. Wieder lachte Dietrich T. dreckig: „Der Schwanz ist nachgewachsen, schade, dass das bei uns nicht funktioniert!“. Den entsetzten Hortenmitgliedern war klar, dass mit Schwanz Penis gemeint war. Eine derartig aufdringliche, auch Verletzbarkeit und Verletzung einschließende Weise von Penisbezug wollten sie in der Gruppenstunde nicht erleben, einige Jungen lächelten gequält.

Zu 3. „Es ist besser, wenn sich zwei Jungen einer Horte nur in der Gruppenstunde sehen. Besser also, wenn sie nicht auf derselben Schule sind.“ Offensichtlich fürchtete thai Aussprache der Jungen untereinander, was er dann nicht kontrollieren könnte, auch Lehrer könnten rascher etwas mitbekommen.

Strategie des Entschämens, der radikalen Zerstörung des individuellen kindlichen bzw. Jugendlichen Schamgefühls. Offensichtliches Ziel ist, Scham als spießig und alle Körperfunktionen zum Kleingruppenerlebnis zu erklären. Das im Englischen sinnvoll private parts genannte Genital, der gesamte Körper jedes Minderjährigen soll dem Gruppenleiter zur Verfügung stehen, zum Missbrauch.

Innerhalb weniger Tage oder Wochen nach der geschilderten Gruppenstunde missbrauchte Dietrich T. einen Jungen aus dieser Gruppe und wurde dafür richtigerweise angezeigt und verurteilt. Vielleicht sieben oder acht Jahre später wagte sich thai noch einmal an den Tatort, auf die an diesem Tag überbündisch belebte Jugendburg Balduinstein. Er wurde von mehreren Personen erkannt und sprach kurz mit einem Funktionsträger der Burg. Mittlerweile ist der Täter verstorben.

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Teil C Danksagung und Leseempfehlung

Ohne vorgehaltene Hand. Netzwerke sexuellen Missbrauchs in der deutschen Pfadfinder und Jugendbewegung. Ein erfrischender Sturm, der den jahrzehntelang vorherrschenden, niederdrückenden Nebelschleier aus düsterer Ahnung und teilweiser Mitwisserschaft wegbläst. Die allgemeine, seit Jahrzehnten den Missbrauch an Jungen umgebende Stummheit hat ebenso ein Ende wie das besondere Getuschel. Den Tätern und ihren Helfern und Helfershelfern wird das Monopol auf Interpretation der jugendbewegt-bündischen Sache entzogen und den Missbrauchsopfern endlich das vorrangige Rederecht gegeben. Mit einem solchen Kompass und Ratgeber, einem derart unbestechlichen, zum eigenen Denken anregenden und die eigene Verantwortlichkeit einfordernden Buch hätte viel Leid verhindert werden können.

Durch eine im notorisch dem Antiintellektualismus, der Verklärung zugeneigten jugendbewegt-bündischen Raum, der zudem an der Pflege des Heiligenscheins der ranghohen bündischen Täter bzw. der angeblich gegebenen Makellosigkeit der eigenen Bundesgeschichte interessiert war, bislang allzu selten gebliebene Genauigkeit der Recherche sowie mit bewundernswerter und nachahmenswerter Courage ist es der Autorin gelungen, eine auf Missbrauchspraxis oder Mitwisserschaft bezogene, jahrzehntealte Sprachlosigkeit zu überwinden.

Endlich sind die auch in neunziger Jahren unter Gruppenleitern einander zugeflüsterten Reisewarnungen nicht mehr notwendig, die den Informierten in Kontexte halbwegs geheimgehaltenen Wissens einbetteten und damit beinahe zu einem Mitverschwörer der Pädo-Täter machten. Wer schweigt, macht sich schuldig. Zum einen. Zum anderen: Wer flüstert, macht sich schuldig.

Zweckmäßigerweise werden auch alte Spannungen zwischen den Bünden oder innerhalb der relevanten Bünde in aller gebotenen Gründlichkeit dargestellt, namentlich der Nachfolgestreit um den 1974 auf Burg Waldeck verstorbenen Bundesführer Oelb (Karl Oelbermann, * 1896 in Bonn; Zwillingsbruder des Robert Oelbermann, † 1941 im KZ Dachau), nämlich als der Konflikt zwischen Axi und dem bis heute amtierenden Bundesführer FM und seinen Anhängern. Auch über den Kauf und späteren Verkauf von Burg Hohlenfels und natürlich über die maßgeblichen Hohlenfelser Akteure und deren bündische Vernetzung Kenntnis zu haben, ist nützlich, um das ab 1974 bestehende, eben durchaus auch auf Missbrauchstaten hin orientierte System Balduinstein zu verstehen.

Mehr als 1200 Seiten geballte Information, eine enorme Leistung. Ist für unsere Milieus der Fahrtenlieder und Schwarzzelte, die Ecke einer Kohtenbahn ist auf dem Umschlag abgebildet, jemals so konzentriert gearbeitet worden? Wohl kaum. Eher schon ist vorstellbar, dass die dem Erfolg vorausgehende, gut dreijährige, allerlei Reisetätigkeit und hunderte Stunden am PC erfordernde Arbeitsintensität bewirken kann, dass Familienangehörige und Freunde einem mehrfach das Sie anbieten.

Zu einem ungetrübten Fahrtenglück für alle daran teilnehmenden Kinder, zu einer guten Jugendbewegung und Jugendarbeit wird OvH wesentlich beitragen.

Ohne vorgehaltene Hand kommt zur rechten Zeit und sollte den Verantwortlichen für Jugendherbergen, Pfadfinderzeltplätze oder Gruppenleiterschulungen bekannt sein.

Ebenso sollte das Buch von Kinderschützern gelesen werden. Beispielsweise sickern die Aufweicher der Schutzaltersgrenzen in die Kinderehendebatte[5] und die Beschneidungsdebatte[6] ein. Und immer wieder versuchen die politischen Pädostrategen, Initiativen zu unterwandern, welche mit scheinbar vorbehaltlos unterstützenswerten Forderungen daherkommen: Genital Autonomy, Sexuelle Vielfalt,[7] Diversität, Interreligiöser Dialog.[8]

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

(1984 bis 1989 VCP Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder GNO Gau Nassau-Oranien, 1983 gj graue jungenschaft.)

Q u e l l e n

[1] Im Jahre 2000 wurde von den drei Waldeckern Peer (Dieter Krolle), Zar (Günter Seifert) und Rolf Schiel der Peter-Rohland-Singewettstreit ins Leben gerufen, der bis heute jährlich abgehalten und seit 2015 von Markus G., Daniel H. (beide Schlagsaite) und Kerstin Schiel geleitet wird.
Aus: Die Peter Rohland Stiftung. Von Klaus P. Möller [Molo] (1936-2015) und Joachim Michael [Dort zu mike: „Joachim Michael, Dr. jur., geb. 1936, Rechtsanwalt und Notar a. D., kam erstmals 1953 mit der Schwäbischen Jungenschaft auf die Burg“].
https://www.peter-rohland-stiftung.de/images/pdf/PRS-Waldeckbuch.pdf
[ Hunsrück, Baybachtal. ]
14. Peter-Rohland-Singewettstreit auf Burg Waldeck
Zeitpunkt: 6. – 8. September 2013
Moderation Kerstin Schiel und Daniel H.
Jury-Mitglieder: Birte A., Hanno Botsch, Kerstin Botsch, Siegfried B. – Wanja (Freies Bildungswerk Balduinstein), Barbara F. (DPB Ubier), Michael K. – Pint (Zugvogel), Peter M. – Pit (DPB Mosaik), Kerstin M., Hannah M. – Frodo (Deutsche Freischar), Heike und Sven V.
https://www.burg-waldeck.de/images/INFO13.pdf
11. Peter-Rohland-Singewettstreit
Fr, 3. September 2010 – So, 5. September 2010
Burg Waldeck – Dorweiler
Moderation: Hans-Dietrich M. (Bömmes) und Uli H. Begrüßung durch den ABW-Vorsitzenden Reiner K. (Brummel)

Jury-Mitglieder: Birte A., Hanno Botsch (ABW), Kerstin Botsch, Barbara F. (DPB Ubier), Ingo I., Helm König (ABW), Hannah M. – Frodo (Deutsche Freischar), Martin S. – Caligula (Freies Bildungswerk Balduinstein), Jörg S. – Plauder (Zugvogel), Sven V.
https://www.burg-waldeck.de/de/veranstaltungen/event/19-11-peter-rohland-singewettstreit.html
[ Ottenstein meint das Sängerfest des Zugvogel Deutscher Fahrtenbund. Das Treffen bestand in den Jahren 1985 bis 2007 und 2010 auf einer Wiese zwischen Ottenstein (zu Ahaus) und Doemern (zu Vreden), Kreis Borken, westliches Münsterland. ]
Jurymitglieder:
Kerstin, Wanja, Pinte, Armin, Hexe, Helm, Old Church.
Aus: Die längste bündische Theke hat jetzt geschlossen | scouting
Gepostet von almi (Redaktion; DPB) am 16.06.2007 in Singewettstreit

Die längste bündische Theke hat jetzt geschlossen


[ Erinnert bei der ABW zum Tod des Albrecht Stempel ] durch den beitritt in den sternkreis und somit als gründungsmitglied des freien bildungswerkes balduinstein hat brecht sich ganz und gar dem aufbau des bildungswerkes gewidmet
köpfchen 4/2002 Februar 2003
https://edoweb-rlp.de/resource/edoweb:4243495/data
Hans-Albrecht Stempel (* 06. 03.1907, † 23.09.2002 auf Burg Balduinstein) war bereits in den 20er Jahren ein Nerother Wandervogel und dort mit Werner Helwig befreundet, von dem er den Fahrtennamen „brecht“ erhielt. Er war 1926 bei der Gründung des „Bundes der Wandervögel und Pfadfinder“ (BdWuP, später „Deutsche Freischar) dabei und war während des 3. Reiches zusammen mit Alfred Zschiesche im bündischen Widerstand in Wiesbaden tätig. 1974 gründete er gemeinsam mit Freunden, darunter Alexej Stachowitsch (axi) den Verein Freies Bildungswerk Balduinstein. Brecht wohnte und wirkte bis zuletzt auf Burg Balduinstein.
https://www.scout-o-wiki.de/index.php/Albrecht_Stempel
Der Nerotherbund wurde unter Leitung des ABW-Mitglieds Brecht Stempel mit Freunden aus dem Rheinland und Bremen 1946 neu gegründet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsgemeinschaft_Burg_Waldeck
Baybach
https://de.wikipedia.org/wiki/Baybach

[2] Explizit findet sich eine solche Formel bei Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) nicht, doch den Sinn seiner Gesellschaftskritik und Geschichtsphilosophie trifft « retour à la nature » durchaus.
https://fr.wikipedia.org/wiki/Retour_%C3%A0_l%27%C3%A9tat_de_nature

[3] EK005105 STACHOWITSCH ALEXEI 21/10/1944 HAUPTMANN 1./PANZER NACHRICHTEN-ABTEILUNG 228 | AWARDED ‚DIV.GEF.ST‘ EKII, KVK1, KVK2MS, KRIM, OST | 116. PANZ. DIV. (STAMP NUMBER 2) | UNKNOWN OBERST | WH URKUNDE MUNSTER VIA WEHRMACHTAWARDS.COM PARTIAL J.OOI
http://www.baseportal.com/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/1939ironcross/main&localparams=1&cmd=list&range=4420&sort=Source

Die Heeresgruppe Süd wurde am 24. August 1939 für den Polenfeldzug durch die Umbildung des Armee-Oberkommandos 12 aufgestellt. Sie griff unter der Führung von Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt ab dem 1. September 1939 mit der Masse der gepanzerten und schnellen Divisionen des Heeres aus Schlesien (8. Armee in Niederschlesien, 10. Armee – hier Schwerpunkt – in Oberschlesien), Mähren und der Slowakei (14. Armee) heraus Südpolen an. Nach erfolgreichem Durchbruch der 10. Armee auf Warschau wurden die aus Westpolen zurückflutenden polnischen Truppen in der Schlacht an der Bzura durch die 8. Armee zerschlagen. Während die 10. Armee anschließend bei Warschau Verbindung mit der von Norden angreifenden Heeresgruppe Nord herstellte, griff die 14. Armee durch Südpolen hindurch auf Lemberg und Lublin an. Nach Abschluss des Polenfeldzuges wurde das Heeresgruppenkommando an die Westfront verlegt und in „Heeresgruppe A“ umbenannt.
Die Heeresgruppe Süd wurde am 22. Juni 1941, dem Tag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion („Unternehmen Barbarossa“) durch Umbenennung der Heeresgruppe A neu aufgestellt. Sie griff hierbei aus ihren Bereitstellungsräumen vom südlichen Polen über die Slowakei, Ungarn und Rumänien die sowjetische Südwest- und Südfront an. Ihre strategischen Ziele waren der Vorstoß zum Dnepr und die Eroberung Kiews sowie der weitere Vormarsch ins Donezbecken. In zwei großen Kesselschlachten bei Uman und Kiew zwischen Juli und September 1941 wurden mehrere sowjetische Armeen aufgerieben. Nach der Einnahme Odessas im Oktober drangen Teile der Heeresgruppe auf die Krim vor und begannen mit der Belagerung Sewastopols, während anderen Teilen die Einnahme von Charkow und zeitweilig die von Rostow am Don gelang. Der Rückzug aus Rostow Ende November 1941 führte zur Ablösung Rundstedts durch Generalfeldmarschall Walter von Reichenau, der nach seinem Tod im Januar durch Generalfeldmarschall Fedor von Bock ersetzt wurde. Im Winter 1941/42 hatte die Heeresgruppe Defensivstellungen entlang der Flüsse Mius und Donez eingenommen.
Im Januar 1942 ging der Donez-Abschnitt zwischen Isjum und Balakleja verloren, es gelang den Sowjets einen starken westlichen Brückenkopf zu schlagen. Marschall Timoschenko erneuerte am 12. Mai seine Offensive mit doppelten Angriffsarmen auf Charkow, wurde aber durch eine überraschende deutsche Gegenoffensive in der Schlacht bei Charkow schwer geschlagen. Dieser Erfolg war Voraussetzung zur Vorbereitung der deutschen Sommeroffensive 1942 („Fall Blau“). Im Juli 1942 wurde die Heeresgruppe infolge der Erweiterung des Operationsbereiches in die Heeresgruppen A und B aufgeteilt.
Anfang 1943 wurden nach dem Untergang der 6. Armee in Stalingrad die Heeresgruppen B und Don (ehemals 11. Armee) als Heeresgruppe Süd unter dem Befehl von Generalfeldmarschall Erich von Manstein zusammengefasst. Zu ihr gehörten im Frühjahr 1943 die 1. und 4. Panzerarmee sowie die neuaufgestellte 6. und 8. Armee.
Die Heeresgruppe Süd trug von Anfang 1943 bis Frühjahr 1944 die Hauptlast der Kämpfe an der Ostfront. Nachdem die Front durch den Gegenangriff von Mansteins (Rochade der 1. Panzerarmee vom Kaukasus in die Ukraine) im Februar/März 1943 stabilisiert worden war, ging die Initiative nach dem gescheiterten Unternehmen Zitadelle bei Kursk im Juli 1943 endgültig an die Rote Armee verloren. Im September musste das Industriegebiet im Donezbecken geräumt werden, im November 1943 scheiterte der Versuch, die Dnepr-Linie zu halten (s. Panther-Stellung). Bis April 1944 kämpfte sich die Heeresgruppe unter schweren Verlusten, die u. a. durch die Dnepr-Karpaten-Operation entstanden, jedoch insgesamt intakt nach Galizien zurück.
Am 1. April 1944 erfolgte die Umbenennung in Heeresgruppe Nordukraine.
Im September 1944 wurde die Heeresgruppe Südukraine in Ostungarn in Heeresgruppe Süd umbenannt. Bis März 1945 kämpfte sie in Westungarn und zog sich bei Ende des Zweiten Weltkrieges nach Österreich zurück, wo sie am 2. April 1945 in Heeresgruppe Ostmark umbenannt wurde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Heeresgruppe_S%C3%BCd

1929 trat Stachowitsch in den Österreichischen Pfadfinderbund (ÖPB), Gruppe Salzburg 2, ein. 1933 nahm er am vierten Welt-Jamboree im ungarischen Gödöllő teil, wo er noch Robert Baden-Powell sah. 1935 erwarb Stachowitsch die österreichische Staatsbürgerschaft und wurde in den österreichischen Olympiakader einberufen. Er wurde Salzburger Jugendmeister im Laufsport 1935 und 1936. Stachowitsch wurde Gruppenführer im ÖPB, blieb dies aber nur zwei Jahre bis zu dessen Zwangsauflösung 1938. 1937 machte er seine Matura und begann eine Radioelektronikerausbildung, zugleich war er Offiziersbewerber in der Wiener Heerestelegraphenabteilung. Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 kam er auf die Kriegsschule der Wehrmacht in Hannover, wo er seine Offiziersprüfung ablegte und 1939 Leutnant wurde. Während des Zweiten Weltkrieges war er unter anderem im Armeenachrichtenregiment an der Westfront, später in der Heeresgruppe Süd an der Ostfront. Nach dem Krieg machte er 1947 den Meister als Radiomechaniker und arbeitete in einer Werkstatt in Salzburg.
https://www.jurtenland.de/wiki/Alexej_Stachowitsch

[4] „Der Verlust des Schamgefühls ist das erste Zeichen von Schwachsinn (…) die Zerstörung der Scham bewirkt eine Enthemmung auf allen anderen Gebieten, eine Brutalität und Mißachtung der Persönlichkeit des Mitmenschen.“
Sigmund Freud, Gesammelte Werke, Band 7, 1906–1909, S. 149

[5] Petition gegen Kinderehen 20.08.2016 Eherecht Pet 4-18-07-4030-036062 (das neue Aktenzeichen) Pet 4-18-07-99999-036062 (anfangs zugeteilt)
Keine Heirat unter achtzehn – auch nicht auf Kinderwunsch
„(…) Im EU-Mitgliedsland Griechenland verheiratet Cemali Meço (Μέτσο Τζεμαλή) nachweislich auch 12 oder sogar 10 Jahre alte Mädchen. Als Mufti von Komotiní (Κομοτηνή, türk. Gümülcine) nimmt er jene weiblichen Kinder, die angeblich unbedingt heiraten wollen, in Augenschein und befindet sie ggf. für „reif genug“ zur Ehe. Griechenlands Kinderheiraten, Kinderbräute und Kinderschwangerschaften wurden durch die Verträge von Lausanne (1923) und Sèvres (1920) abgesichert, was die bis zum Tag der Auferstehung gültige Scharia (Σαρία) ins griechische Familienrecht implementierte (ob das muslimische Minderheitenrecht nur in Ostmakedonien und Thrakien oder in ganz Griechenland gilt, ist umstritten). Eine derartige Rechtsspaltung kann ein Staat, der allen seinen Bürgerinnen und Bürgern gleiche Chancen auf Selbstbestimmung, Gesundheit und Bildung garantieren will, nicht dulden, die Scharia darf nicht integriert werden, weder in Hellas noch in Deutschland, auch nicht im Familienrecht. Die Europäische Union hat keine internen Schariazonen bzw. Zonen mit kinderfeindlichen, hier speziell mädchenfeindlichen Gesetzen zu inkludieren. (…)“
https://schariagegner.wordpress.com/2016/08/20/petition-gegen-kinderehen/
In January, the grand mufti, Abdul Aziz al-Sheikh, said girls as young as 10 may be married according to Islam and stressed that Islamic law is not by any means oppressive to women as he lashed out at critics.
„If a girl exceeds ten or twelve then she is eligible for marriage, and whoever thinks she is too young, then he or she is wrong and has done her an injustice,“ he said.
http://www.alarabiya.net/articles/2009/02/21/66952.html
„We hear a lot in the media about the marriage of underage girls,“ he said, according to the newspaper. „We should know that Shariah law has not brought injustice to women.“
http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/01/17/saudi.child.marriage/index.html
Islam: A Declaration Of European Muslims
Bosnian Muslim leader Mustafa Ceric. On 24.02.2006, Bosnia-Herzegovina Mustafa Ceric issued the Declaration of European Muslims from the Zagreb mosque.
(f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;
https://www.rferl.org/a/1066751.html
Wege zu finden, wie muslimisches Recht für Personenstandsangelegenheiten, wie z.B. Familienrecht, anerkannt werden kann.
opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law
https://schariagegner.wordpress.com/2015/08/01/rueckkehr-des-patriarchats-polygame-ehe/

[6] Die Pressemappe
„(…) Droit au Corps (DaC), wörtlich „Recht auf Körper“, will die weltweiten nichttherapeutischen Zirkumzisionen nicht etwa abschaffen, sondern mit einem auf Mitgefühl basierenden Dialog aller Beteiligten begleiten. Schließlich stehe in der Ethik des Vereins die Verminderung (tierischen und) menschlichen Leidens an erster Stelle (whose ethics give priority to the alleviation of suffering). Ohne Not und ohne rot zu werden argumentiert DaC 2019 nur noch gegen die Kleinjungenbeschneidung und Beschneidung männlicher Säuglinge, denn allenfalls bzw. nur die zwölfjährigen und jüngeren Jungen hält DaC für nicht einwilligungsfähig. (…) Die verhängnisvollen rechtlichen Folgen im Hinblick auf Kindesmissbrauch und Kinderehen sind genau im Blick zu behalten, sobald jemand anfängt, von der genitalen Autonomie (genital autonomy) eines Minderjährigen zu reden. Wer sich durch einen Erwachsenen den sensitiv wichtigsten Anteil des Genitals amputieren lassen darf, die Penisvorhaut entspricht sensorisch der Klitoris, dem wird man den Sex mit Erwachsenen oder das Heiraten eines Erwachsenen vermutlich nicht untersagen können – Droit au Corps denkt an Dreizehnjährige mit der faulen Ausrede, ein „nicht zu vernachlässigender Teil“ dieser Kinder hätte doch ohnehin schon heterosexuellen Sex (pénétration vaginale … un nombre non négligeable de jeunes explorent à partir de 13 ans selon les statistiques disponibles … vaginal penetration … a significant number of young people explore from the age of 13 according to available statistics). Körper wie Psyche jedes Dreizehnjährigen oder auch Fünfzehnjährigen jedoch sind noch lange nicht erwachsen, Kindheit bzw. Kind ist keine abstrakte Konstruktion verständnisloser oder Kinder unterdrückender Erwachsener. Nichtheterosexuelle Sexualkontakte des Kindes hat DaC dabei aus dem Blickfeld geschoben. Wer Aushandlungsprozesse ritueller Beschneidungen plant oder für wünschenswert hält, macht sich zum Komplizen der schweren Menschenrechtsverltzung jeder Genitalverstümmelung. DaC sollte seine die genitale Unversehrtheit Minderjähriger aufs Spiel setzenden Pläne unverzüglich beenden und insbesondere von einer Minderjährige (Menschen unter 18 Jahre) betreffenden Beratungslösung Abstand nehmen. Die betrachtete Pressemappe ist zurückzuziehen und zu überarbeiten nach dem intaktivistischen sinngemäßen Grundsatz: „Ob Mädchen oder Junge, keine Beschneidung unter 18 Jahren“. (…)“
https://schariagegner.wordpress.com/2019/07/05/kinder-an-die-macht/

[7] Zur einer Demo für sexuelle Vielfalt (für den Bildungsplan 2015), Stuttgart 2014, hatte neben der Interessengemeinschaft Christopher Street Day (IG CSD) ebenfalls Krumme 13 aufgerufen, eine pädophile Lobby.

[8] Dialog mit dem Islam
Interreligiöser Dialog läuft ebenfalls in Gefahr, die in der kulturellen Moderne mühselig errungenen Schutzaltersgrenzen einzureißen. Wenn oder sobald der eheliche Geschlechtsverkehr mit einer Braut von neun Jahren (Mondjahren, also achteinhalb) heilssichernde Religionspraxis ist, Religion, ist der Einsatz für mehr Kinderschutz unrechtes Teufelszeug (ẓulm; vgl. ẓālimūn, Übeltäter), Verderbenstiften auf Erden (persisch Mofsed-e-filarz).
Mofsed-e-filarz (Persian: مفسد فی الارض‎, also Mofsed fel-Arz, Afsad-i fil Arz, or fasad-fel-arz, Arabic: المفسد في الأرض‎ Al-Mufsid fi al-Arḍ, also fasad fi ‚l-arḍ) is the title of capital crimes (or the person guilty of them) in the Islamic Republic of Iran, that has been translated in English language sources variously as „spreading corruption on Earth“, „spreading corruption that threatens social and political well-being“, „corrupt of the earth; one who is charged with spreading corruption,“ „gross offenders of the moral order“, and „enemies of God on Earth.“
https://en.wikipedia.org/wiki/Mofsed-e-filarz

DW 10.01.2018
Greece limits Islamic Sharia law courts for Muslim minority
The Greek parliament has changed a century-old law that gave Islamic courts priority over family law matters among the Muslim minority in Western Thrace.

https://www.dw.com/en/greece-limits-islamic-sharia-law-courts-for-muslim-minority/a-42088793

Turkey ‘Concerned’ Over Greek Changes to Islamic Law in Thrace
By Tasos Kokkinidis – 11.01.2018

(…) In a statement Turkey’s foreign ministry warned Athens against infringing upon the prerogatives of elected Muslim jurists (muftis) in Western Thrace, shortly after the country passed legislation amending the way Islamic law is applied in the region.
Greece’s parliament voted overwhelmingly to make the practice of sharia law in family disputes optional for the country’s Muslim minority earlier this week.
The legislation will allow Muslim litigants to opt for a Greek civil court to resolve family disputes rather than appealing to locally-elected Islamic jurists.
For family law matters, Greek Muslims generally seek recourse to muftis on issues such as divorce, child custody and inheritance. Rights groups say it is a system that frequently discriminates against women.
The issue has its origins in the period after World War I, and treaties between Greece and Turkey that followed the collapse of the Ottoman Empire. (…)

Turkey ‘Concerned’ Over Greek Changes to Islamic Law in Thrace

Sharia Law Becomes Optional for Greece’s Muslim Minority
By Tasos Kokkinidis – 10.02.2018
The bill on Sharia law is a historic step for Greece, Prime Minister Alexis Tsipras said in a tweet on his official page.
“The government is taking a historic step today, bringing to Parliament the bill on Sharia law that expands the equality and equity enjoyed by all Greeks without exception,” Tsipras said.

Sharia Law Becomes Optional for Greece’s Muslim Minority

Αλ. Τσίπρας: «Ιστορικό βήμα» το νομοσχέδιο της κυβέρνησης για τη σαρία

Δημοσίευση 9 Ιανουαρίου 2018, 17:35 / Ανανεώθηκε 9 Ιανουαρίου 2018, 17:03

http://newpost.gr/politiki/5c125ec156dccb7e13e4fcbd/al-tsipras-istoriko-bhma-to-nomosxedio-ths-kybernhshs-gia-th-saria

Τσίπρας: Ιστορικό βήμα το νομοσχέδιο για τη Σαρία

09.01.2018 | NEWSROOM IEFIMERIDA.GR

Δήλωση για τον νόμο σχετικά με την εθελοντική εφαρμογή του νόμου της Σαρία στη Θράκη έκανε ο πρωθυπουργός κι ενώ το θέμα συζητείται στη Βουλή.

Ο Αλέξης Τσίπρας χαρακτήρισε την νομοθετική πρωτοβουλία ιστορικό βήμα για την ισονομία και την ισοπολιτεία για τα μέλη της μειονότητας στη Θράκη και εμφανίστηκε αποφασισμένος να προχωρήσει και σε άλλες μεταρρυθμίσεις.

Αναλυτικά η δήλωση του πρωθυπουργού:

«Η κυβέρνηση κάνει σήμερα ένα ιστορικό βήμα, φέρνοντας στη Βουλή το νομοσχέδιο για τη Σαρία, που διευρύνει και εμβαθύνει την ισονομία και την ισοπολιτεία για όλες τις Ελληνίδες και όλους τους Έλληνες.

Ως μέλος της Ευρωπαϊκής Ένωσης, η χώρα μας έχει οικειοθελώς δεσμευθεί με συγκεκριμένες συνθήκες, όπως η Ευρωπαϊκή Σύμβαση Δικαιωμάτων του Ανθρώπου.

Με την παρούσα ρύθμιση η κυβέρνηση, σεβόμενη σε κάθε περίπτωση τα ιδιαίτερα χαρακτηριστικά της μουσουλμανικής μειονότητας της Θράκης, αποκαθιστά αδικίες που έγιναν κατά το παρελθόν εις βάρος μελών της, με την εξαίρεσή τους από το καθεστώς των νομικών εγγυήσεων και των ατομικών ελευθεριών, που θα πρέπει να απολαμβάνουν όλοι οι Έλληνες πολίτες.

Με επιμονή στην ανάγκη για διάλογο, ψύχραιμη αντιμετώπιση, και με συνείδηση της σοβαρότητας των θεμάτων, οφείλουμε να προχωρήσουμε με σταθερά βήματα σε μεταρρυθμίσεις, που θα αναβαθμίζουν τα δικαιώματα και τη ποιότητα ζωής της μουσουλμανικής μειονότητας της Θράκης».

https://www.iefimerida.gr/news/388016/tsipras-istoriko-vima-nomoshedio-gia-ti-saria

[ Im EU-Mitgliedsland Griechenland verheiratet Cemali Meço (Μέτσο Τζεμαλή) nachweislich auch 12 oder sogar 10 Jahre alte Mädchen. Als Mufti von Komotiní (Κομοτηνή, türk. Gümülcine) nimmt er jene weiblichen Kinder, die angeblich unbedingt heiraten wollen, in Augenschein und befindet sie ggf. für „reif genug“ zur Ehe. Griechenlands Kinderheiraten, Kinderbräute und Kinderschwangerschaften wurden durch die Verträge von Lausanne (1923) und Sèvres (1920) abgesichert, was die bis zum Tag der Auferstehung gültige Scharia (Σαρία) ins griechische Familienrecht implementierte (ob das muslimische Minderheitenrecht nur in Ostmakedonien und Thrakien oder in ganz Griechenland gilt, ist umstritten). Eine derartige Rechtsspaltung kann ein Staat, der allen seinen Bürgerinnen und Bürgern gleiche Chancen auf Selbstbestimmung, Gesundheit und Bildung garantieren will, nicht dulden, die Scharia darf nicht integriert werden, weder in Hellas noch in Deutschland, auch nicht im Familienrecht. Die Europäische Union hat keine internen Schariazonen bzw. Zonen mit kinderfeindlichen, hier speziell mädchenfeindlichen Gesetzen zu inkludieren. ]

In May 2006, the appointed Mufti of Komotini expressed his view that „nowhere in the history of Islam has there been an elected mufti.“

The Government recognizes Shari’a (the Muslim religious law) as the law regulating family and civic issues of the Muslim minority in Thrace. The First Instance Courts in Thrace routinely ratify decisions of the muftis who have judicial powers on civic and domestic matters. The National Human Rights Committee, an autonomous human rights body that is the Government’s advisory organ on protection of human rights, has stated that the Government should limit the powers of the muftis to religious duties and should stop recognizing Shari’a, because it can restrict the civic rights of citizens it is applied to. There are arranged marriages among underage Roma and Muslims, although Greek civil law forbids marriages of children under age eighteen. A parent or legal guardian, however, may apply for a judicial permit for the marriage of an underage person from a First Instance Court in cases of „extraordinary circumstances,“ such as pregnancy.

(International Religious Freedom Report 2006. Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor. U.S. Department of State.)

http://www.state.gov/j/drl/rls/irf/2006/71383.htm

Mufti Cemali Meço

https://el.wikipedia.org/wiki/%CE%9C%CE%AD%CF%84%CF%83%CE%BF_%CE%A4%CE%B6%CE%B5%CE%BC%CE%B1%CE%BB%CE%AE

h t t ps://www.youtube.com/watch?v=3QfwNqG-voI

h t t ps://www.youtube.com/watch?v=ZlyjMFGhk6w

[ Im Jahre 2006 erschien eine aus Griechenland stammende, ethnisch türkische schwangere Elfjährige mit ihrem islamrechtlich angeheirateten 20-jährigen Ehegatten Hassan N. in Düsseldorf. Eilig schickte man die Kindbraut zurück nach Hellas, der Leiter des Düsseldorfer Jugendamts reiste mit. ]

Vor zwei Jahren tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mittwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte. […]

An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. Die Zwangsehen sind zwar selten. Da sie aber Griechenland als EU-Mitglied absegnet, sind sie auch in Deutschland gültig.

(Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby. Von Barbara Kirchner. Express, 11.06.2008.)

http://www.express.de/unglaublicher-fall-zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby-22167452

Das verheiratete Kind

(Von Uta Keseling. Die Welt, 25.02.2005.)

Es war Liebe“, sagt Nurays [Name geändert] Mutter, und auch Nuray, die zwölfjährige Braut in Kopftuch und Blümchenrock, sagt: „Ja, es war Liebe“ und versucht, dabei nicht allzu stolz auszusehen. […]

Es soll Liebe gewesen sein, sagen alle, die dazu geführt habe, daß im vergangenen Sommer der 22jährige Levent Metin [Name geändert] die damals elfjährige Nuray aus der armen nordgriechischen Provinz Thrakien heiratete und mit nach Düsseldorf brachte, wo er heute lebt. Alle, das sind Nuray, ihre Familie, der Mufti, der als religiöses Oberhaupt die Trauung besiegelte – und auch das Jugendamt in Düsseldorf, dessen Leiter sagt: „Sie hat ihn wohl freiwillig geheiratet“, und das Mädchen dennoch zurück nach Griechenland brachte. Persönlich.

[…] in Thrakien, wo etwa ein Drittel der 338 000 Menschen Muslime sind. Der Mufti der Universitätsstadt Komotini, Meco Cemali, hat Nurays Hochzeit amtlich besiegelt. Er ist vom griechischen Staat bestellt, sein Amtsgebäude im Zentrum der Stadt ist zugleich Standesamt und Friedensgericht, zuständig für etwa 60 000 Muslime, die Hälfte der Bevölkerung des Bezirks Rodopi. In den 123 dazugehörigen Dörfern verrichten staatlich bestellte Imame Gottesdienste und religiöse Zeremonien.

„Es gibt kein Land, das einem Mufti so weitreichende Kompetenzen einräumt“, sagt der Mufti stolz. In einem kalten, großen, leeren Raum gewährt er unter den obligatorischen Mekka-und-Medina-Postern Audienz. Draußen warten Menschen mit Formularen in der Hand. Er selbst habe seine Imame aufgefordert, Mädchen unter 17 Jahren nicht zu verheiraten, sagt der Mufti. Wenn jedoch ein Mädchen selbst die Heirat unbedingt wolle, nehme er es persönlich psychologisch und physisch in Augenschein und entscheide, ob es reif genug sei. Wenn ja, spräche das islamische Recht nicht gegen die Ehe. Der Mufti sagt: „Daß Zwölfjährige verheiratet werden, kommt nur alle drei oder vier Jahre vor.“

http://www.welt.de/print-welt/article495796/Das-verheiratete-Kind.html

Text in Arbeit

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16 Antworten to “505. Jugendgruppe: Missbrauchsprävention”

  1. Бальдуинштайн Says:

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    Jugendburg Balduinstein: Haft nach Missbrauch – Rhein-Lahn-Zeitung

    Diez/Balduinstein

    Jugendburg Balduinstein: Haft nach Missbrauch

    Im Missbrauchsprozess um die Jugendburg Balduinstein ist der 74-jährige Angeklagte am vierten Verhandlungstag wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu zwei Jahren Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt worden. Das Schöffengericht Diez unter Vorsitz von Richter Martin Böhm ahndet mit dem Urteil nach langwieriger Beweisaufnahme mit immer neuen Beweisanträgen zwei Fälle von schwerem sexuellem Missbrauch aus dem Jahr 2002.

    https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/rhein-lahn-zeitung-diez_artikel,-jugendburg-balduinstein-haft-nach-missbrauch-_arid,1945152.html

    Und nun hats den Chef der #Balduinstein-Truppe also doch noch erwischt. Mit 74 muss er büßen – für zwei Mal #Missbrauch. Und der mutige Richter spricht es aus: es war eine Serie von Taten, wir können nur diese ahnden

    h t t ps://twitter.com/ciffi/status/1103989987291422720

    Ganz wichtiges Urteil zu so genannten Jugendburg #Balduinstein, die in Wahrheit Pädoburg war. Inzwischen mehrere Urteile und nun wurde auch der Chef und #Missbrauch‘er dito zu 2 Jahren ohne Bewährung verurteilt #jugendbewegung

    h t t ps://twitter.com/ciffi/status/1103982188817772549

    Was war los auf der Pädoburg? Nach Jahren wird endlich gegen die mutmaßlichen Täter der Burg Balduinstein verhandelt.

    Auf der #Balduinstein hatten die Tatverdächtigen jeweils einen „Lieblingspimpf“, der dann nicht im Kollektiv der Wandervogel-Gruppe übernachtete, sondern erst alkoholisiert und dann in den jeweiligen Privatraum im Obergeschoss der Burg gebracht wurde. Organisierter #Missbrauch

    h t t ps://twitter.com/ciffi/status/1091231137031172097

    Urteil: Schuldig | scouting

    07.03.2019 – „Pädo-Netzwerk Balduinstein“: Weiteres Urteil gesprochen (…)

    Auch weil der Angeklagte während des Verfahrens keine Reue oder Bedauern anzeigte, sah es von der Aussetzung der Strafe auf Bewährung trotz u.a. günstiger Sozialprognose, hohem Alter des Täters und fehlenden Vorstrafen ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Mehrere Prozessbeteiligte gehen davon aus, dass gegen das Urteil wohl binnen einer Woche Rechtsmittel eingelegt werden.

    https://scouting.de/urteil-schuldig/

  2. Эдвард фон Рой Says:

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    Just-world hypothesis
    Just-world fallacy
    Just World Theory
    Der Gerechte-Welt-Glaube

    [ „Tja, das musste wohl so kommen. Sowas kommt von sowas! Irgendwann ist Zahltag. Jeder bekommt, was er verdient.“ ]

    And many even go a step further and blame the victims. Man ging sogar noch weiter und machte die Opfer selbst für das Phänomen verantwortlich. (Hamed Abdel-Samad)

    „Je ausgeprägter der Gerechte-Welt-Glaube ist, desto weniger wird beim Vergleich der eigenen mit der Lebenslage benachteiligter Menschen ein schlechtes Gewissen erlebt.“ (Quelle s. u.)

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    Just-world hypothesis
    Just-world fallacy
    Just World Theory
    Der Gerechte-Welt-Glaube

    … especially when used to rationalize people’s misfortune on the grounds that they „deserve“ it …

    The hypothesis popularly appears in the English language in various figures of speech that imply guaranteed negative reprisal, such as: „you got what was coming to you“, „what goes around comes around“, „chickens come home to roost“, „everything happens for a reason“, and „you reap what you sow“.

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    the other group received a narrative that ended with the man raping the woman. Subjects judged the rape ending as inevitable and blamed the woman in the narrative for the rape on the basis of her behavior, but not her characteristics

    (…)

    Illness

    Other researchers have found that observers judge sick people as responsible for their illnesses.

    (…)

    The self as victim

    See also: Psychological response to rape and Self blame

    Some research on belief in a just world has examined how people react when they themselves are victimized. An early paper by Dr. Ronnie Janoff-Bulman found that rape victims often blame their own behavior, but not their own characteristics, for their victimization. It was hypothesized that this may be because blaming one’s own behavior makes an event more controllable.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Just-world_hypothesis

    Lerner, M.J. & Montada, L. (1998). An Overview: Advances in Belief in a Just World Theory and Methods, in Leo Montada & M.J. Lerner (Eds.). Responses to Victimizations and Belief in a Just World (1–7). Plenum Press: New York.

    Montada, L. & Lerner, M.J. (Eds., 1998). Responses to victimizations and belief in a just world. New York: Plenum.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Just-world_hypothesis

    Melvin J. Lerner

    Lerner is most recognized for the Just-world phenomenon, published in „The Belief in a Just World: A Fundamental Delusion“ (1980), and for being co-editor of the first volume devoted to the „Justice Motive“ in 1981.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Melvin_J._Lerner

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    Europe – Dubrovnik, Croatia

    XXXV Postgraduate Course on Victimology, Victim Assistance and Criminal Justice – Inter-University Centre, Dubrovnik, Croatia

    Proudly held in cooperation with the World Society of Victimology (WSV)

    Date: 20th May to 1 June, 2019

    Venue: Inter-University Centre, Dubrovnik, Croatia

    http://www.worldsocietyofvictimology.org/wsv-events/victimology-courses/europe-dubrovnik-croatia/

    Viktimologie

    Die Viktimologie (lateinisch victima ‚Opfer‘), auch Opferforschung genannt, ist eine Teildisziplin der Kriminologie, die sich mit den Opfern von Straftaten befasst. Gegenstand der Forschung sind Opferpersönlichkeitsstrukturen, der Prozess, in dem jemand zum Opfer einer Straftat wird (Viktimisierung), Beziehungsstrukturen zwischen Opfer und Täter, die Folgen für die Opfer einer Straftat und die Interaktion zwischen Opfer und sozialen Institutionen (z. B. Justiz, Medien) und seiner sozialen Umwelt.

    Erste Ansätze einer systematischen Betrachtung des Opfers kamen von dem deutschen Kriminologen Hans von Hentig (z. B. 1947 sein wichtigstes Werk „The Criminal and His Victim“). Hentig stellte die jeweiligen Opfergruppen in den Vordergrund. Benjamin Mendelsohn (1947) betrachtete rechtliche Gesichtspunkte. Henri Ellenberg machte auf soziale Isolation als Risikofaktor für die Opferwerdung aufmerksam.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Viktimologie

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    And many even go a step further and blame the victims

    I come from Egypt, where the sexual abuse of women has now reached an unbearable scale, in part because it was initially ignored or downplayed. This can be ascribed to a few factors: for one, it is difficult to admit in a supposedly religious, moral society that many women are sexually abused; for another, there are concerns about the effect a more open discussion might have on tourism, one of the country’s main sources of income. And many even go a step further and blame the victims because of the way they dress. The hypocrisy and unwillingness to confront the problem have turned a limited phenomenon into an epidemic: over 95 percent of Egyptian women report daily experience with sexual abuse and sexual coercion.

    “It also has to do with Islam” | Von Hamed Abdel-Samad | Cicero 12.01.2016

    https://www.cicero.de/aussenpolitik/attacks-cologne-it-also-has-do-islam/60360

    Man ging sogar noch weiter und machte die Opfer selbst für das Phänomen verantwortlich.

    „Das hat auch mit dem Islam zu tun“ | Von Hamed Abdel-Samad | Cicero | erschienen am 08.01.2016 | bei Cicero am 02.01.2017

    https://www.cicero.de/innenpolitik/zu-den-ereignissen-koeln-religion-ist-mitverantwortlich/60341

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    Title: GWAL – Allgemeine Gerechte-Welt-Skala

    Other Titles: Skala Allgemeiner Gerechte-Welt-Glaube
    General Belief in a Just World Scale (GBJW)
    Authors:
    Dalbert, C.
    Montada, L.
    Schmitt, M.

    Issue Date: 2002
    Publisher: ZPID (Leibniz Institute for Psychology Information) – Testarchiv

    Die GWAL erfasst Gerechtigkeitsüberzeugungen, Bereitschaft zu prosozialen Handlungen, Disposition zur Abwertung von Opfern („blaming the victim“-Phänomen) u. ä. Sie besteht aus sechs Items. Reliabilität: Die interne Konsistenz nach Cronbach beträgt Alpha = .82 und die Split-half-Reliabilität beträgt nach Spearman-Brown rtt = .77 und nach Guttman rtt = .77. Validität: In einer Kreuzvalidierung wurden fünf der sechs GWAL-Items erneut durch einen eigenen Faktor gespeist. Die GWAL als Maß für die Bereitschaft, den Glauben an die gerechte Welt notfalls als Fiktion aufrechtzuerhalten, kovariiert positiv mit der Tendenz zur Selbst- und Fremdtäuschung im Sinne der sozialen Erwünschtheit. Je ausgeprägter der Gerechte-Welt-Glaube ist, desto weniger wird beim Vergleich der eigenen mit der Lebenslage benachteiligter Menschen ein schlechtes Gewissen erlebt. Vielmehr steigen mit zunehmendem Gerechte-Welt-Glaube die Abwertung solcher Personen und die Verleugnung der Unterschiede zwischen deren und der eigenen Lebenslage. Internale Erklärungen sowohl des eigenen positiven Schicksals als auch der schlechteren Lebenslage anderer (und damit Rechtfertigungen der gegebenen Unterschiede) werden mit steigendem Gerechte-Welt-Glauben wahrscheinlicher (Partialkorrelationen: r = -.14 bis .45). Eine Faktorenanalyse ergab erwartungsgemäß eine Einfaktorlösung.

    Dalbert, C., Montada, L. & Schmitt, M. (2002). GWAL. Allgemeine Gerechte-Welt-Skala [Verfahrensdokumentation aus PSYNDEX Tests-Nr. 9001041 und Fragebogen]. In Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) (Hrsg.), Elektronisches Testarchiv. Trier: ZPID. https://doi.org/10.23668/psycharchives.308

    https://www.psycharchives.org/handle/20.500.12034/321

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  3. Cees van der Duin Says:

    Multiply Numbers By Drawing Lines

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    Japanisch multiplizieren

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    Chinesisch Multiplizieren

    wie Chinesen multiplizieren

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    Mulitplizieren – Methode der Inder

    indisches Multiplizieren

  4. Cees van der Duin Says:

    Fachtagung Pfadfinden

    Grenzverletzungen und Missbrauch in der Jugendbewegung

    Annemarie Selzer, Jugendbildungsstätte Burg Ludwigstein, Arbeitskreis Schatten der Jugendbewegung

    Tagungsband 2016, Seiten 193-196

    http://www.pfadfinder-fachtagung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=371&Itemid=919

    Sven Reiß

    Schatten der Jugendbewegung. Sexualisierte Gewalt und Pädosexualität in jugendbewegten Gruppen.

    Materialien zu einem Seminar der Jugendbildungsstätte

    https://www.jubi-ludwigstein.de/fileadmin/user_upload/pdf/Reiss_Schatten_JB_-_Internetfassung_AK_Schatten.pdf

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    [ Na, wer will denn hier Spuren verwischen ? ]

    “ Dieser Artikel wurde zur Löschung vorgeschlagen. “

    Wikipedia
    Löschkandidaten
    4. August 2019 – 04.08.2019
    Otto Lohmüller

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/4._August_2019#Otto_Lohm%C3%BCller

  5. Edward von Roy Says:

    ( Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche )

    Straf­recht­s­pro­fes­soren erstatten An­zeige

    LTO – Legal Tribune Online – 29.10.2018

    (…) Sechs renommierte Juraprofessoren haben am Freitag in Verbindung mit dem Institut für Weltanschauungsrecht (ifw) Strafanzeigen bei jenen Staatsanwaltschaften eingereicht, die für die 27 Diözesen in Deutschland zuständig sind. Die Strafanzeigen richten sich gegen Unbekannt wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern und des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern.

    In ihrer elfseitigen Begründung legen die Rechtsexperten dar, dass im Fall des katholischen Missbrauchsskandals ein zwingender Anlass zur Einleitung von „Ermittlungsmaßnahmen zur Überführung der Täter“ bestehe, „etwa für eine Durchsuchung von Archiven und die Beschlagnahme der vollständigen, nicht anonymisierten Akten.“ Der Mustertext der 27 Strafanzeigen wurde am Sonntagabend auf der Website des ifw veröffentlicht.

    Ende September hatten unter anderem die Bistümer Osnabrück, Hildesheim und Münster parallel zu einer bundesweiten Studie der katholischen Kirche bekanntgegeben, dass Geistliche in den vergangenen Jahrzehnten in Niedersachsen und Bremen mehr als 220 Minderjährige missbraucht haben. In ihrem Schreiben zeigen sich die Strafrechtsprofessoren Holm Putzke, Rolf Dietrich Herzberg, Eric Hilgendorf, Reinhard Merkel, Ulfrid Neumann und Dieter Rössner überrascht darüber, „wie
    zurückhaltend Staat und Öffentlichkeit (bislang) mit dem alarmierenden Anfangsverdacht schwerer Verbrechen umgehen.“

    Reicht die anonymisierte Studie für Durchsuchungen aus?

    Die niedersächsische Justizministerin hingegen hatte am Freitag noch bezweifelt, dass die bisher vorliegenden Erkenntnisse ausreichen, damit die Staatsanwaltschaft von sich aus Ermittlungsverfahren einleitet. Barbara Havliza ermutigte bei einer Sitzung im Landtag in Hannover vielmehr die Opfer, sich bei den Strafverfolgungsbehörden zu melden. Die Staatsanwaltschaften seien in ihren Möglichkeiten eingeschränkt, solange keine Opfer namentlich bekannt seien.

    Die Studie beziehe sich im Wesentlichen auf den Zeitraum von 1946 bis 2016, in Einzelfällen gehe es auch bis zum Jahr 1931 zurück. Aber „sie nennt weder Namen von möglichen Tätern und Opfern noch konkrete Tatorte – also genau das nicht, was zu Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen eine
    Person erforderlich ist.“

    Möglicherweise könne eine Befragung der an der Studie beteiligten Wissenschaftler mehr Licht ins Dunkel bringen, sagte Havlize. Doch auch den Forschern habe das Aktenmaterial nur in anonymisierter Form vorgelegen. Für Durchsuchungen müsse es aber zunächst einen Anfangsverdacht geben. „Die Staatsanwaltschaft darf also nicht losgehen und durchsuchen in der vagen Hoffnung, man werde bei den Bistümern schon etwas finden, das einen Verdacht gegen eine noch unbestimmte Person begründen wird.“ Dies gelte umso mehr, als die katholischen Bistümer, in deren Archiven strafverfolgungsrelevante Unterlagen liegen könnten, juristisch gesehen Unbeteiligte seien. (…)

    https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/missbrauch-skandal-katholische-kirche-strafanzeige-strafrecht-professoren/

  6. have a nice day Says:

    [ (Stangl, 2019) ]

    Die Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft (Streicher-Pehböck & Winkler-Kirchberger 2000, S. 8) nennt folgende drei wesentliche Täterstrategien:

    Verwirren der Opfer, die Opfer sollen glauben, dass sie sich geirrt haben.

    Herstellen eines Gefühls der Gegenseitigkeit beim Opfer. Das Opfer soll das Gefühl haben, selbst für die Tat verantwortlich zu sein.

    Täter stellen ihr Verhalten als „normal“ hin, bagatellisieren oder verleugnen den Missbrauch. Sie übernehmen keine Verantwortung für ihr Handeln.

    aus:

    Stangl, W. (2019). Formen des sexuellen Missbrauchs. [werner stangl]s arbeitsblätter.

    https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MISSBRAUCH/SexuellerMissbrauchFormen.shtml

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    (Stangl, 2019).

    Fey (1988), beschreibt fünf Themenbereiche als zentral für eine präventive Erziehung:

    Mein Körper gehört mir. Der eigene Körper ist wertvoll, jedes Kind hat das Recht, ihn zu schützen.

    Intuition: Maßstab für Mädchen und Buben sind ihre eigenen Gefühle; „ich kann mich auf meine Gefühle verlassen“.

    Berührungen: Kinder lernen zwischen „guten“ und „schlechten“ sowie „merkwürdigen“ Berührungen unterscheiden und die beiden letzteren abzuweisen.

    Neinsagen: Kinder dürfen und müssen in bestimmten Situationen Grenzen ziehen und Nein zu den Anforderungen Erwachsener sagen. Sie haben die Erlaubnis, nicht zu gehorchen und sich zu wehren.

    Geheimnisse: Kinder lernen adäquate Geheimnisse, wie zum Beispiel Überraschungen, von schlechten, beängstigenden Geheimnissen zu unterscheiden. Wenn Heimlichkeiten unheimlich werden, ist es besser, sich Freunden und/oder Erwachsenen mitzuteilen.

    aus:

    Stangl, W. (2019). Signale und Folgen sexuellen Missbrauchs. [werner stangl]s arbeitsblätter.

    https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MISSBRAUCH/SexuellerMissbrauchFolgen.shtml#Praevention

  7. Zbigniew Nowak Says:

    żeby tworzyć przyszłość należy pamiętać o przeszłości

    to create the future, remember the past

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    Als Überfall auf Polen wird der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des nationalsozialistischen Deutschen Reichs gegen die Zweite Polnische Republik bezeichnet, mit dem Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg in Europa entfesselte. Die deutschen Streitkräfte griffen am 1. September 1939, unterstützt von slowakischen Truppen, unprovoziert an, unmittelbar nach dem angeblichen und zur Rechtfertigung angeführten Überfall auf den Sender Gleiwitz.

    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberfall_auf_Polen

    The German invasion began on 1 September 1939, one week after the signing of the Molotov–Ribbentrop Pact between Germany and the Soviet Union.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Invasion_of_Poland

    In den frühen Morgenstunden des 1. September eröffnete das deutsche Kriegsschiff „Schleswig-Holstein“ das Feuer auf die polnische Befestigung in Danzig.

    https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/tid-15370/alfred-naujocks-der-mann-der-den-krieg-begann_aid_431401.html

    Die Westerplatte bei Danzig

    Bekannt wurde sie durch den Beschuss des polnischen Munitionslagers am 1. September 1939, der als Beginn des Zweiten Weltkrieges gilt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Westerplatte

  8. Adriaan Broekhuizen Says:

    ( Ein Mitbegründer der Grünen, Lehrer Eckhard Stratmann-Mertens, gewährt bestürzende Einblicke in das Treiben pädophiler Kreise in den frühen Jahren der Öko-Partei. )

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    WDR: Herr Stratmann-Mertens, es gibt neue Vorwürfe gegen einen ehemaligen Grünen-Politiker aus Nordrhein-Westfalen, der in den 80er-Jahren Sex mit Minderjährigen gehabt haben soll. Wie stark waren die pädophilen Strömungen damals bei den Grünen?

    Eckhard Stratmann-Mertens: Diese pädophile Strömung (…) Im Landesverband NRW waren das (…) vielleicht so bis zu zehn Leute, die für eine Legalisierung von Sex mit Kindern eintraten. Zugleich gab es aber so eine Stimmung, ein emanzipatorisches Aufbruchsklima in der Partei, tolerant zu sein gegenüber Menschen, die sich gegen die herrschende Sexualmoral einsetzten.

    WDR: Wie äußerte sich diese Stimmung?

    Stratmann-Mertens: Es gab um 1980 eine Gruppe, die nannte sich Indianerkommune. Die kamen aus Nürnberg. Diese Gruppe nahm dann an einigen Bundesparteitagen teil. Die bezeichneten sich als Kinderrechtsinitiative, die ganz offen für pädosexuelle Kontakte Stimmung machten. Auf Parteitagen lagen dann teilweise Erwachsene rum, die mit Jugendlichen knutschten. Es war zum Kotzen. Aber aus einer falsch verstandenen Liberalität wurde da in den Anfangsjahren der Grünen nicht eingegriffen. Das grün-alternative Selbstverständnis lautete halt: Alles ist zunächst einmal erlaubt, was für sexuelle Befreiung steht. Das sehe ich aus heutiger Sicht sehr kritisch. Man hätte diese Leute viel früher rausschmeißen müssen.

    (…)

    Stratmann-Mertens: Ich kannte dieses frühere Vorstandsmitglied gut. Er hat sich auch damals mir gegenüber dazu bekannt, pädophil zu sein. Ich erinnere mich, dass ich mich damals nicht daran gestört habe, sondern es eher interessant fand. Ich wusste auch von dieser Emmaus-Kommune in Moers. Von sexuellen Übergriffen habe ich aber nie etwas gehört.

    WDR: Eines der damaligen Opfer wird nun in der Zeitung zitiert, der Grüne habe sich mit seinem Handeln auch auf die griechischen Philosophen bezogen. Diese hätten ja auch ihre Lustknaben gehabt und mit ihren Schülern sexuellen Umgang gepflegt.

    Stratmann-Mertens: Ja, der Grünen-Vorstandskollege hat mir gegenüber auch so argumentiert. Er hat dann immer von der Erziehungsverantwortung gegenüber den Jugendlichen gesprochen. Damals habe ich das so hingenommen. Heute wundere ich mich, dass ich nicht kritischer nachgefragt habe. (…)

    (Die Fragen stellte Martin Teigeler.)

    „Ich glaube Daniel Cohn-Bendit kein Wort“ | Welt am 23.07.2013 |

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article118319669/Ich-glaube-Daniel-Cohn-Bendit-kein-Wort.html

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    Der alltägliche Missbrauch in einer grünen Kommune | Welt am 21.07.2013 |

    Von Freia Peters, Politikredakteurin

    (…) „Wir waren etwa 25, davon rund zehn Kinder, das Haus lag abseits mitten im Wald. Wir hatten ein total freies Leben, bekamen keinerlei Grenzen“, sagt Griese. „Nach außen hin waren wir der nach Abbé Pierre lebende Emmaus-Verein. Aber wenn ich Schulkameraden mitbrachte, wurden die angefummelt. Von daher ging es natürlich schon rum: Da leben die Pädophilen.“

    Seine Mutter habe die Mitbewohner ermahnt, die Finger von den Kindern zu lassen. „Aber nützt es, dreimal im Jahr etwas anzumahnen, was täglich passierte?“, fragt Griese. „Ich habe mich drauf eingelassen. Mein Interesse war groß an Süßigkeiten, Pornoheften, Bargeld, Zigaretten. Manchmal bekam ich 20 Mark. Mit Pornoheften konnte ich in der Schule ganz groß punkten. All diese Vorteile bekam man, wenn man sich auf die Fummeleien einließ. Heute würde man von Prostitution sprechen. Sex gegen Kohle.“

    Vereinsvorsitzender der Lebensgemeinschaft war Hermann Meer, Architekt, inzwischen verstorben, ab 1980 Mitglied des NRW-Landesvorstandes der Grünen. Am 27. Oktober 1983 übertrug der WDR eine dreistündige „Hallo Ü-Wagen“-Sendung live vom Dachsberg zum Thema Überflussgesellschaf (…)

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article118234356/Der-alltaegliche-Missbrauch-in-einer-gruenen-Kommune.html

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    „Fälle langjährigen sexuellen Missbrauchs Anfang der 1980er Jahre in der christlichen Emmaus-Gemeinschaft auf dem Dachsberg in Kamp-Lintfort“

    Aufarbeitung und Verantwortung – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    https://cms.gruene.de/uploads/documents/Broschuere_Aufarbeitung_und_Verantwortung_Online_190515_074146.pdf

  9. Cees van der Duin Says:

    ( In Sri Lanka sind es etwa 5000 minderjährige Jungen, die jedes Jahr Opfer von kommerzieller sexueller Ausbeutung werden. Vor einigen Jahren hat die Regierung nun immerhin eine Kinderschutzbehörde eingerichtet und das Schutzalter gegen sexuellen Missbrauch von 12 auf 16 Jahre angehoben. Die Sex-Touristen hält das bislang jedoch nicht ab. Maureen Seneviratne kämpft gegen den Kindesmissbrauch an den oft tamilischen sogenannten beach boys. )

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    Sexueller Kindesmissbrauch in Sri Lanka

    Von Thomas Kruchem | Deutschlandfunk 12.08.2006

    […] Maureen Seneviratne erlebte als Mitarbeiterin eines Touristik-Unternehmens Kindesmissbrauch aus nächster Nähe und gründete deshalb 1990 die Organisation „PEACE“ [ Protecting Environment and Children Everywhere ] – eine private Initiative, die von einem bescheidenen Büro in Colombo aus den Kampf gegen kommerziellen Kindesmissbrauch organisiert […]

    https://www.deutschlandfunk.de/sexueller-kindesmissbrauch-in-sri-lanka.799.de.html?dram:article_id=120130

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    Sri Lanka: Sexuelle Gewalt gegen tamilische Knaben

    Schnellrecherche der SFH-Länderanalyse | SFH – Schweizerische Flüchtlingshilfe | Bern, 16.08.2018

    https://www.fluechtlingshilfe.ch/assets/herkunftslaender/asien-pazifik/sri-lanka/180816-lka-sexuellegewaltknaben.pdf

  10. Jacques Auvergne Says:

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    ISLAM UND MENSCHENRECHTE – VERSCHIEDENE KULTUREN, DIE GLEICHEN PROBLEME? – Giordano-Bruno-Stiftung

    Podiumsdiskussion mit: Hamed Abdel-Samad (Ägypten), Mina Ahadi (Iran), Shuruq (Saudi-Arabien), Yahya Ekhou (Mauretanien), Mahmudul Haque Munshi (Bangladesch), Alia Khannum (Pakistan) und Angelika Kallwass, im Rahmen der „Säkularen Woche der Menschenrechte“ vom 11. – 18. November in Berlin.

    Saudi-Arabien, Mauretanien, Bangladesch und Pakistan sind kulturell sehr unterschiedlich.

    Doch all diese Länder sind islamisch geprägt – und in all diesen Ländern werden Menschenrechte massiv verletzt.

    Dies gilt insbesondere für nichtgläubige Menschen, die wegen ihrer religionskritischen Überzeugungen bedroht, gefoltert oder gar getötet werden.

    Hat das alles wirklich nichts mit der Religion zu tun?

    Quelle: Giordano-Bruno-Stiftung
    ISLAM UND MENSCHENRECHTE

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    _ttps://www.youtube.com/watch?v=q1TFr3DDOWk
    _ttps://www.youtube.com/watch?v=AZL-su9GZDM

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  11. Эдвард фон Рой Says:

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    Hamed Abdel-Samad | Islam und Islamkritik (NZZ Standpunkte 2017)

    Der deutsch-ägyptische Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad wurde 1972 in eine streng religiöse Familie hinein geboren und war als Student Mitglied der radikal-islamischen Muslimbruderschaft. Mit der Auswanderung nach Deutschland ging er den Weg der Selbstaufklärung. Er begann die Probleme seiner Herkunftswelt im Horizont der Religion zu begreifen. Heute ist er ein profilierter Kritiker des Islamismus wie des Islam. Angesichts des grassierenden dschihadistischen Terrors diagnostiziert Abdel-Samad eine Gewaltbereitschaft, die im Koran selber durch die Verbindung von Religionsstiftung und Machtpolitik angelegt sei. Er hält es an der Zeit, das Buch einer neuen Lesart zuzuführen.

    ( Buch von Abdel-Samad: Der Koran: Botschaft der Liebe. Botschaft des Hasses )

    Mit Hamed Abdel-Samad unterhalten sich «NZZ»-Chefredaktor Eric Gujer und die Politikphilosophin Katja Gentinetta über seinen «Abschied vom Himmel» des Glaubens, seine Kritik der Lehren des Propheten sowie die Möglichkeiten, den Islam für die heutige Zeit zu reformieren.

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  12. Edward von Roy Says:


    [ Am 20.09.2019 von schlumpf auf Pfadfinder-Treffpunkt ]

    Wie weiter nach Missbrauch

    Auf Burg Ludwigstein findet findet im November ein Seminar über Missbrauch in der Jugendbewegung statt, mit der Fragestellung, was denn zu tun ist, wenn es im kleinen oder großen Umfang zu Missbrauch in einem Bund oder in der gesamten Bewegung gekommen ist.

    Weitere Informationen findet ihr auf der Website der Jubi.

    Die Veranstaltung wird organisiert von mir, Stephan und rosé.

    Ich leite inzwischen eine Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt in Kassel, rosé sitzt an seiner Promotion und hat zwischendurch im Auftrag der Aufarbeitungskommission an einer Studie über die Berliner Pädosexuellenszene der 70er und 80er Jahre mitgearbeitet – und dabei auch mal wieder bündische Spuren gefunden…..

    Andreas Huckele [] kennt zwar die Jugendbewegung nicht, ist aber Fachmann in Bezug auf Missbrauch und Aufdeckung und Aufarbeitung.

    Wir sind sehr gespannt, auf diese Veranstaltung!

    Und freuen uns über zahlreiche, interessierte Teilnehmer[].

    Viele Grüße
    Schlumpf

    https://www.jubi-ludwigstein.de/fileadmin/user_upload/pdf/WIE_WEITER_NACH_DEM_MISSBRAUCH.pdf

    (…)

    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=13139&entries=0#post196297


    Arbeitstagung zu sexualisierter Gewalt in der Jugendbewegung

    8.-10. November 2019
    Jugendburg Ludwigstein

    Ein Wochenende lang wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, was passiert, wenn es zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche gekommen ist. Dass es in der Jugendbewegung dazu in größerem Maße gekommen ist, wurde spätestens mit dem Erscheinen des Buches „Ohne vorgehaltene Hand“ von Almut Widdershoven für jeden deutlich; dass es in allen kleineren und größeren Bünden und Verbänden so gewesen sein kann, ebenfalls. Doch was heißt das für die heutige Generation Pfadfinder[] und Jugendbewegter?

    (…) Dazu haben wir Andreas Huckele als Referent gewinnen können. Er war maßgeblich beteiligt an der Aufdeckung der Missbrauchstaten an der Odenwaldschule und hat dort eine große Menge Erfahrung gesammelt über jene Dynamiken, die auftreten, wenn sexualisierte Gewalt aufgedeckt wird. (…)

    Arbeitsgruppen

    AG 1: Was kann jede/r Einzelne für sich tun, wenn er sexualisierte Gewalt erlebt hat?

    Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, reden davon „Überlebende“ zu sein, weil ein solch erlebtes gewaltsames Zerstören der eigenen Integrität sehr schwer zu verarbeiten ist. Was braucht es, um überlebensfähig zu werden, um seine eigenen Grenzen spüren zu können, sich sicher zu fühlen?

    Leitung: Andreas Huckele

    AG 2: Was braucht ein Bund oder eine Gruppe nach der Aufdeckung von Missbrauch?

    Wenn in einem Bund oder einer Gruppe sexualisierte Gewalt aufgedeckt wird, sind alle Mitglieder davon betroffen. Je höher die eigene Identifikation mit der Gruppe, desto schwerer ist es, mit der Tatsache klar zu kommen, dass es zu sexualisierter Gewalt gekommen ist. So sind oft diejenigen, die aufdecken, die, die den meisten Ärger auf sich ziehen und nicht die Täter. Wie kann gelingende Aufdeckung funktionieren? Welche Dynamiken setzt Aufdeckung frei unter allen Mitgliedern in der Gruppe und was kann in solchen Zeiten hilfreich sein?

    Leitung: Annemarie Selzer

    AG 3: Wie können Archive die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch unterstützen?

    Archive bewahren die Erinnerung an Vergangenes, neutral und ohne inhaltlichen Filter. Das bietet die Chance, Aufarbeitungsprozesse, etwa von sexualisierter Gewalt, zu unterstützen. Zugleich müssen die persönlichen Interessen derjenigen geschützt werden, von denen in den Archivalien die Rede ist. Aus dieser Abwägung erwächst eine große Verantwortung von Archivar[en], die am besten im Gespräch mit allen Beteiligten wahrgenommen wird. In der Arbeitsgruppe sollen / können die verschiedenen Perspektiven auf bzw. Erwartungen an Archive formuliert werden: von Missbrauch betroffene Menschen, Akten deponierende Bünde oder Institutionen, Nachlässe abgebende Einzelpersonen, Missbrauch aufklärende Stellen, Wissenschaftler[].

    Leitung: Sven Reiss und Susanne Rappe-Weber

    ◦ (…)

    Referenten

    Andreas Huckele Autor, Dozent und Supervisor aus Frankfurt a. M.

    Andreas Huckele berät als selbständiger Familientherapeut, Supervisor und Mediator Organisationen und Einzelpersonen in Krisen und Veränderungsprozessen. Als ehemaliger Schüler der Odenwaldschule initiierte er ab 1998 maßgeblich die Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs an der Odenwaldschule. Sein unter dem Pseudonym „Jürgen Dehmers“ veröffentlichtes autobiographisches Buch „Wie laut soll ich denn noch schreien? Die Odenwaldschule und der sexuelle Missbrauch“ wurde 2012 mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet.

    Dr. Susanne Rappe-Weber Historikerin und Archivarin aus Eschwege

    Susanne Rappe-Weber leitet das Archiv der deutschen Jugendbewegung auf der Jugendburg Ludwigstein. Sie forscht und publiziert zur frühneuzeitlichen Regionalgeschichte sowie zur Geschichte der Jugendbewegung und ist Herausgeberin des Archivjahrbuchs. 2019 referierte sie auf der Tagung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs unter dem Thema „Archive und Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“ zum Ludwigsteiner Nachlass des Reformpädagogen Gustav Wyneken.

    Annemarie Selzer Sozialpädagogin, Therapeutin und Mediatorin aus Kassel

    Annemarie Selzer leitet im Mädchenhaus Kassel die Fachberatungsstelle Amani mit den Schwerpunkten ehrbezogene Gewalt und sexualisierte Gewalt. Zuvor arbeitete sie u.a. als Bildungsreferentin auf der Jugendburg Ludwigstein im Bereich Prävention und Intervention von sexualisierter Gewalt in jugendbewegten Gruppen und Verbänden. 2010 war sie Mitbegründerin des Arbeitskreises „Schatten der Jugendbewegung“, dessen Aktivitäten in der bündischen Szene eine Trendwende hin zur Aufarbeitung und Ächtung sexueller Gewalt markieren.

    Sven Reiss M.A. Kulturwissenschaftler aus Kiel

    Sven Reiss ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Europäische Ethnologie / Volkskunde der Universität Kiel. Er promoviert zum Thema „Päderastie in der deutschen Jugendbewegung. Eine kulturwissenschaftliche Annäherung“ und arbeitet im Auftrag der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs (UKASK) an der Studie „Sexuelle Gewalt im Rahmen der so genannten Pädosexuellenbewegung in Berlin“. 2010 war er Mitbegründer des Arbeitskreises „Schatten der Jugendbewegung“ zur Aufarbeitungs- und Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt in den Bünden.

    https://www.jubi-ludwigstein.de/fileadmin/user_upload/pdf/WIE_WEITER_NACH_DEM_MISSBRAUCH.pdf


  13. Maurice Dupont Says:

    pro – Christliches Medienmagazin

    https://de.wikipedia.org/wiki/Christlicher_Medienverbund_KEP#Christliches_Medienmagazin_pro

    Christlicher Medienverbund KEP

    https://de.wikipedia.org/wiki/Christlicher_Medienverbund_KEP

    pro: Herr Poupaud, Ihre Figur Alexandre basiert auf einem realen Menschen. Haben Sie vor dem Dreh mit ihm gesprochen?

    Melvil Poupaud: François Ozon hat die gesamte Recherche zum Film gemacht. Er hat die Mitglieder des Opfervereins „La Parole Liberée“ getroffen, um so nahe wie möglich an die Realität heranzukommen. Ich hatte nicht das Bedürfnis. Das Drehbuch war bereits kraftvoll und bewegend. Es ist zwar die Geschichte der Opfer, aber sie ist adaptiert. Ich wollte nicht mit einer Person im Kopf schauspielern.

    (…)

    Haben Sie mit Mitgliedern des Opfervereins gesprochen, nachdem diese den Film sahen?

    Ja, das war bewegend. Als wir die erste Filmvorführung für die Crew machten, entdeckte ich einige der Opfer im Publikum. Ozon war besorgt um ihre Reaktion, weil er Details in den Film brachte, zu denen die Opfer sagten, dass man sie besser weglasse. Aber er hielt es für eine gute Idee, auch diese Dinge anzusprechen. Nach der Vorführung bedankten sie sich bei uns, weil der Film nahe an der Realität sei und bei ihrem Anliegen weiterhelfe. Es war eine Erleichterung für Ozon. Dort traf ich zum ersten Mal Alexandre. Ich lernte noch mehr darüber, wie mutig und heldenhaft er im Leben gewesen ist und wie ihn seine Familie dabei unterstützt.

    aus: „Der Katholizismus braucht eine echte Revolution“ | Interview | Die Fragen stellte Michael Müller | pro – Christliches Medienmagazin | 05.09.2019 |

    https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/film/2019/09/05/der-katholizismus-braucht-eine-echte-revolution/

    Le film „Grâce à Dieu“, GELOBT SEI GOTT

    .

    François Ozon : „Un enfant abusé, c’est une bombe à retardement“

    François Ozon, réalisateur, scénariste, est l’invité de Léa Salamé à 7h50 pour son film „Grâce à Dieu“, qui évoque l’affaire Preynat et les scandales d’abus sexuels au sein de l’Église Catholique.

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    By the Grace of God / Grâce à Dieu (2019) – Trailer (English Subs)

    .

    François Ozon y Denis Ménochet hablan de ‚Gracias a Dios‘ | Fotogramas

    El Director François Ozon junto con el actor Denis Ménochet explican su película ‚Gracias a Dios‘. Considerada ya como el nuevo ‚Spotlight‘ francés, François Ozon hace un recorrido sobre los puntos más polémicos de esta historia basada en hechos reales, sobre las víctimas del sacerdote Preynat en Lyon, haciendo Denis Ménochet el papel protagonista de un de las víctimas.

    .

    .

  14. Edward von Roy Says:

    (Vor einem Jahr trat die Deutsche Bischofskonferenz mit der Missbrauchsstudie vor die Öffentlichkeit: die MHG-Studie, benannt nach Mannheim, Heidelberg und Gießen, den Standorten der für die Studie verantwortlichen Institute. 4,4 Prozent der Kleriker, deren Akten (nicht durch die Wissenschaftler …) betrachtet wurden, sind des sexuellen Missbrauchs beschuldigt worden. 1670 beschuldigte Kleriker, kaum Verurteilungen.)

    .

    Viele Täter, wenig Gerechtigkeit

    Von Gaby Mayr | Deutschlandfunk Kultur | 23.09.2019 |

    […] Im September 2018 veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz eine in ihrem Auftrag erstellte wissenschaftliche Untersuchung über „Sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige“. Leiter der interdisziplinären Studie war der Psychiater und Neurologe Harald Dreßing:

    „Da wurden mehr als 38.000 Personalakten von Klerikern durchgesehen, beginnend ab 1946 bis 2014, ob sich in diesen Akten irgendein Hinweis auf eine Beschuldigung des sexuellen Missbrauchs findet. Und die Zahlen daraus, das sind ja dann die Zahlen, die wirklich wie ein Tsunami einmal um die Welt gegangen sind, also diese Zahlen von 4,4 Prozent der Kleriker, von denen Akten durchgesehen wurden, sind des sexuellen Missbrauchs beschuldigt worden. Also 1670 Kleriker ist schon eine beachtliche Zahl, und die Stichprobe, die wir da durchgesehen haben, auch eine sehr große Stichprobe.“ […]

    Fragen stellen sich. Zum Beispiel durften die Forschenden nicht selber in die Kirchenarchive gehen. Nur Beschäftigte oder Beauftragte der Bistümer sahen die Originalunterlagen. Sie entschieden, was in die Fragebögen der MHG-Forscherinnen und Forscher eingetragen wurde.

    „Wir haben keine einzige Akte selbst gesehen von diesen Personalakten. Man kann sich natürlich als Wissenschaftler fragen: Lasse ich mich auf so etwas ein? Also, normalerweise will ein Wissenschaftler die Quellen selbst sehen.“ […]

    Auf die Strafverfolgungsbehörden schien einiges an Arbeit zuzukommen. Immerhin stand in der MHG-Studie, dass bei über 80 Prozent der Vorfälle die Betroffenen keine Anzeige erstattet hätten. Allerdings: Die anonymisierten Angaben der Studie helfen den Ermittlern kaum, denn „wir als Strafverfolgungsbehörde haben den Auftrag, konkrete Einzelfälle daraufhin zu prüfen, ob ein strafrechtsrelevanter Anfangsverdacht vorliegt“.

    Ohne einen konkreten „Anfangsverdacht“ darf keine Staatsanwaltschaft ermitteln. Anfangsverdacht kann die Anzeige des Opfers einer Tat sein – oder eine Zeugenaussage. Die Selbstanzeige eines Tatverdächtigen oder der Vermerk in einer Akte oder Veröffentlichungen.

    Aber was tun, wenn Veröffentlichungen so allgemein gehalten sind wie die MHG-Studie? Kein einziger Name wird genannt, es wird nicht einmal nach Diözesen unterschieden. […]

    […] Einzelne Meldungen in den Medien zeigen, dass auch katholische Geistliche neue Formen sexueller Gewalt ausüben.

    „Das ist ein großes Thema, was ich auch sehe, dass man sich im Internet an Kinder heranmacht, die vielleicht irgendwo in Asien leben und da zum Opfer werden. Wenn man da schlau ist, ist das Risiko, entdeckt zu werden, deutlich geringer als wenn sie den Messdiener in der Gemeinde missbrauchen.“

    Harald Dreßings Bilanz ein Jahr nach Veröffentlichung der MHG-Studie:

    „Da ist meine Einschätzung, dass zwar viel Diskussion stattfindet, aber tatsächliche Veränderungen an strukturellen Bedingungen, die den sexuellen Missbrauch begünstigen, eigentlich nicht erkennbar sind.“

    Kirchenarchive bleiben nach wie vor geschlossen

    Wissenschaftler Dreßing fordert von der katholischen Kirche, ihre Archive wirklich zu öffnen, um anhand etwa von Protokollen herausfinden zu können: Wer hat wann was gewusst von Übergriffen und sexualisierter Gewalt? Wer hat geschwiegen, wer hat vertuscht? […]

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/ein-jahr-nach-missbrauchsstudie-viele-taeter-wenig.976.de.html?dram:article_id=459437

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/ein-jahr-nach-missbrauchsstudie-viele-taeter-wenig.976.de.mhtml?dram%3Aarticle_id=459437&xtor=AD-254-%5B%5D-%5B%5D-%5B%5D-%5Bdkultur-mobil%5D-%5B%5D-%5B%5D&fbclid=IwAR264FSuwhJnCNpZyDA_R5RgLcOwBzMOMYFFtF-ZXqHV2QMGHLwYgW3hZgc

    .

  15. silis · Эдвард фон Рой Says:

    Fragwürdiges Kita-Spiel „Original Play“ „Für mich ist das eine Einladung zur Übergriffigkeit an Kindern“

    rbb24 25.10.19

    (Erwachsene kuscheln und rangeln mit Kindern, die ihnen fremd sind: Das angeblich therapeutische Spiel „Original Play“ wird seit Jahren in Kitas angeboten. Doch Experten warnen: Das Spiel könnte Pädophile anlocken. Verdachtsfälle gab es bereits. Von Gabi Probst.)

    „Das reale Risiko zum Missbrauch für Pädo-Kriminelle und andere Missbraucher bestätigen mehrere Experten in Deutschland und Österreich sowie der Österreichische Kinderschutzbund, da keine Personalien oder polizeiliche Führungszeugnisse geprüft werden. Der Gründer von „Original Play“, Fred Donaldson hingegen bestreitet gegenüber der ARD und dem ORF im Interview, dass seine Methode Kindesmissbrauch möglich mache. Er habe auch keine Kenntnisse über konkrete Vorfälle.“

    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/10/kita-spiel-original-play-warnung-kontraste.html

    ::

    Do 24.10.2019 | 21:45 | Kontraste | Von Gabi Probst

    Original Play Kindesmissbrauch in deutschen Kitas

    (Das Training soll helfen, Aggressionen von Kindern abzubauen. Original Play heißt das Geschäftsmodell eines dubiosen, international tätigen Vereins. Während Eltern nicht ahnen, was in der Kita passiert, dürfen wildfremde Männer mit ihren Kindern „spielen“. Eltern in Berlin und Hamburg zeigten Missbrauchsfälle und sogar Vergewaltigungen an.)

    (…) Voraussetzung für das Spiel – so steht es auf der Internetseite – sind in der Regel zweitägige Workshops mit Donaldson, für die sich jedermann anmelden kann. Kosten pro Teilnehmer: 200-250 Euro. Nach den Workshops werden von seinen sogenannten Lehrlingen die Mattenspiele für die Fremden in Kindereinrichtungen organisiert, Lehrlinge, die vorher von Donaldson ausgebildet und ermächtigt werden. Und es läuft weltweit so – auf mehreren Kontinenten, z.B. in Deutschland, Österreich oder wie hier in einem Camp in Südafrika.

    In Deutschland wird „Original Play” vorrangig in München, Regensburg, Dresden, Berlin und Hamburg gespielt, meist in kirchlichen Kitas oder Gemeinden.

    Huber Die Trauma-Therapeutin, Michaela Huber berät unter anderem das Bundeskriminalamt. Sie und ein Kollege aus Österreich beschäftigten sich für uns mit der Methode und Donaldsons Buch zum Spiel:

    Michaela Huber, Traumatherapeutin Göttingen

    „Für mich, in meinen Augen, ist das eine Einladung zur Übergriffigkeit gegenüber Kindern.“

    Karl-Heinz Brisch, Kinderpsychiater, Medizinische Privatuniversität Salzburg

    „Es ist mir zum Teil wirklich Gänsehaut über den Rücken gelaufen, weil es gibt eine ganze Reihe von Textpassagen, die lesen sich wie eine Anleitung für Pädophilie.“ (…)

    https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-24-10-2019/kindesmissbrauch-an-deutschen-kitas.html

  16. Edward von Roy Says:

    Münster 2019

    Katholischer Pfarrer warb dafür, Missbrauchstätern zu verzeihen – empörte Gottesdienstbesucher verlassen Kirchengebäude

    In einer Predigt und vor 100 Besuchern der Kirche Heilig Geist in Münster wollte Ulrich Zurkuhlen den Tätern sexualisierter Gewalt vergeben, woraufhin ein Teil des Chores und 70 Gläubige die Kirche unter lautem Protest aus der Kirche hinausgingen.

    Inzwischen hat der 79-Jährige Predigtverbot.


    Warum von Missbrauchsopfern keiner Vergebung verlangen kann

    Der 79-jährige Priester Ulrich Zurkuhlen hat mit seiner Predigt am ersten Juli-Sonntag in der Heilig-Geist-Gemeinde in Münster einen Eklat ausgelöst. Er warb dafür, einander vergeben zu können, und bezog dies ausdrücklich auch auf Priester, die Minderjährige sexuell missbraucht haben. Zahlreiche Gottesdienstbesucher verließen daraufhin die Kirche.

    Müssen Missbrauchsopfer den Tätern vergeben? Diese grundsätzliche Frage stand nach der Sonntagspredigt im Raum. Theologen finden dazu klare Worte. Der Leitende Pfarrer der Gemeinde, Stefan Rau, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), Vergebung sei eine der wichtigsten Kategorien des christlichen Glaubens. Allerdings habe sich die Kontroverse in der Gemeinde an der Frage entzündet, wer ein Recht auf und wer eine Pflicht zur Vergebung habe. „Ich bin an genau dieser Stelle anders als Pfarrer Zurkuhlen der Meinung, dass man von einem Opfer niemals Vergebung verlangen kann.“ Kein Mensch habe ein Recht auf Vergebung oder könne sie von Gott verlangen. (…)

    Von Christiane Laudage (KNA) | Kirche+Leben 11.07.2019

    https://www.kirche-und-leben.de/artikel/warum-von-missbrauchsopfern-keiner-vergebung-verlangen-kann/

    (…) Das zeigte sich auch am Sonntagmorgen (14.07.2019) beim Gottesdienst in der betroffenen Heilig-Geist-Kirche. Rund 100 Menschen waren gekommen, darunter viele in der Hoffnung, dass sich der für die Kirchengemeinde zuständige Pfarrer Hubertus Krampe zu den Vorfällen äußert.

    Das tat Krampe, zunächst indirekt in seiner Predigt. Er warb dafür, im Leben Verantwortung zu übernehmen und mit aller Entschiedenheit für das Gute einzutreten. Nach dem eigentlichen Gottesdienst wurde Pfarrer Krampe dann deutlicher. Er kam auf den Eklat zu sprechen.

    Dabei lobte er ausdrücklich die Gemeindemitglieder. Ende Juni hatten sie die umstrittene Predigt von Pfarrer Ulrich Zurkuhlen nicht einfach über sich ergehen lassen. Sie hatten ihrem Ärger Luft gemacht, und zwar während des Gottesdienst. Einige standen auf und forderten den Priester unmissverständlich auf, seine Predigt abzubrechen.

    In diesem Moment hätten die Gläubigen bewiesen, dass sie eine Gemeinschaft seien, die für das Gute einstehe, sagte Krampe. Der Pfarrer war bei dem Gottesdienst, als sein Kollege öffentlich Vergebung für Missbrauchstäter forderte, dabei. Er saß unter den Gläubigen in der Kirche.

    Auch Pfarrer Krampe zeigte sich am Sonntag noch immer entsetzt über die Äußerungen von Ulrich Zurkuhlen. Diesem wurde vom Bischof inzwischen jeglicher Dienst in der Kirche verboten.

    Gläubige in Münster nach umstrittener Predigt verunsichert | WDR | Stand: 15.07.2019, 19:59

    https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/gottesdienst-nach-umstrittener-predigt-100.html

    „So war es!“ – Pfarrer verteidigt Predigt nach Protesten erneut

    Pfarrer Ulrich Zurkuhlen hatte in seiner Predigt dazu aufgerufen, Missbrauchstätern zu vergeben. 70 Gläubige verließen daraufhin die Messe. Nun hat er seine Positionen erneut verteidigt. Das Bistum Münster findet das jedoch nicht sehr hilfreich.

    katholisch.de 08.07.2019

    https://www.katholisch.de/artikel/22262-so-war-es-pfarrer-verteidigt-predigt-nach-protesten-erneut

    katholisch.de ist das Internetportal der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Die Redaktion mit Sitz in Bonn arbeitet im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz (DBK)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Katholisch.de

    Umstrittener Pfarrer aus Münster darf nicht mehr predigen

    Der umstrittene emeritierte Pfarrer Ulrich Zurkuhlen aus Münster soll nach dem Willen des Bistums nicht mehr predigen. Bischof Felix Genn hat das Verbot dem 79-Jährigen am Freitag (05.07.2019) mitgeteilt, nachdem dieser mit einer Predigt zum Thema Missbrauch für Irritationen gesorgt hatte. Er hatte von Vergebung auch für die Täter des Missbrauchs gesprochen.

    WDR 10.05.2019

    https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/kirche-missbrauch-pastor-100.html

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