505. Jugendgruppe: Missbrauchsprävention

Die gebotene Missbrauchsprävention und gründliche Missbrauchsaufarbeitung jetzt endlich auch in der deutschen Pfadfinder- und Jugendbewegung

Nach dem ersten mehrstündigen Lesen von: Ohne vorgehaltene Hand. Netzwerke sexuellen Missbrauchs in der deutschen Pfadfinder und Jugendbewegung (Almut Heimbach). Leider gibt es zum Buch noch keine Rezension. Auch dieser Text ist keine, denn dazu müsste man zum einen das geboten umfangreiche, gut 1200 Seiten starke Werk vollständig gelesen haben, also auch die informativen, mehr als 3400 Fußnoten erkundet, und dürfte zum anderen den sich dem Verfasser bei der Lektüre einstellenden Flug der Gedanken nicht so vorlaut in den Vordergrund stellen. Beim Blättern im jüngsten und wohl wichtigsten Buch zum Thema deutsche Pfadfinder- und Jugendbewegung.

Die aber auch, lautet der altbekannte, kläglich untaugliche Abwehrreflex, die da drüben haben aber ebenfalls schlimme Sachen gemacht. Gewiss, es gab die große US-amerikanische Organisation Boy Scouts of America, die viele, viele Missbrauchstäter, einmal aufgeflogen, möglichst geräuschlos an einen anderen Ort versetzte und mit dortigen Minderjährigen weiterarbeiten ließ. Es gab die Katholische Kirche, die mit ihren vielen, als Missbrauchern aufgeflogenen Priestern jahrelang entsprechend verfuhr. Es gab die seit Gerold Becker durch Pädosexuelle unterwanderte Odenwaldschule (OSO), doch diese Täter, wie das heute betrachtete Buch gründlich herausarbeitet, waren nicht die sprichwörtlichen schlimmen Anderen, sondern zum Teil waschechte Jungenschafter wie Jürgen Kahle oder jedenfalls Bündische von der Waldeck, die, als OSO-Lehrer, ihre Schüler durchaus auch auf dem Gelände der ABW (Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck) missbrauchten. OvH arbeitet gründlich heraus, dass sich die ABW ihrer Geschichte als Täterumfeld und auch als Tatort nicht oder noch nicht ausreichend stellt.

Und weil wir der zumal bündische Fisch immer vom Kopf stinkt und wir gerade von der ABW reden und das heutige Thema die jahrzehntealte bündische Unkultur des sexuellen Missbrauchs an Jungen ist, dieser begangen durch eine Vielzahl von Tätern oder vielmehr durch ein waldeck-, hohlenfels- und balduinsteinzentriertes Netzwerk von in der Jugendbewegung namhaften Tätern: Haben die Verantwortlichen für den Peter-Rohland-Singewettstreit einmal die Güte, uns zu erzählen, wen sie in die Jury lassen und warum? Warum hat die von ABWern eigens gegründete Stiftung zum Ziel: „Die Aufarbeitung und Verbreitung des künstlerischen Nachlasses von Peter Rohland“ und nicht ebenfalls: Die Aufarbeitung des Kindesmissbrauchs der teilnehmenden Gruppen der bündischen Singewettstreite, sowie: Die Aufarbeitung der in ihrem Leben durch einstige oder heutige Preisrichter der jeweiligen Singewettstreit-Jury begangenen sexuellen Straftaten an Jungen[1].

Die da aber auch, das mag also stimmen, bleibt aber ein Ausweichen vor der seit Christian Füller (Die Revolution missbraucht ihre Kinder: Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen) endlich in das Blickfeld gerückten, beinahe prinzipiell oder systematisch zu nennenden sexualisierten Gewalt in der deutschen Pfadfinder- und Jugendbewegung.

Gleichwohl erscheint es sinnvoll, dass die Buchautorin am Rande auch auf einen französischen wie einen englischen Fall von Missbrauch hinweist, auf den Täter Léonide Kameneff, der mit dem Segelschiff Karrek Ven mit Kindern in der Karibik unterwegs war (Schule auf dem Boot, l’École en bateau) und als Täter überführt werden konnte zum einen, und andererseits auf die mir bis dahin unbekannten Tatsache, dass Colonel J. S. Wilson (John Skinner Wilson, 1888–1969) vor neun Dekaden nacheinander gleich zwei Platzwarte des für das weltweite Scouting (Pfadfinderbewegung) so relevanten Gilwell Park feuern musste.

Colonel Wilson handelte, beispielsweise 1930 unmittelbar nach seiner Rückkehr vom Jamboree im ungarischen Gödöllö, während in Deutschland ab etwa 1910 die dem Wandervogel entsprossene Jugendbewegung bzw. ab etwa 1925 die im Wesentlichen durch Pfadfinderbünde getragene Bündische Jugend hundert Jahre lang Missbrauchstäter in höchsten Positionen gewähren ließ, während sie, mit Zeitschriften, Fotos oder schönen Liedern garniert, pädoerotisch angewärmte bis aufgeheizte Gemütlichkeit pflegte und die entsprechenden Theoretiker, auch Maler und Fotografen, oder Praktiker, die Gewalttäter, als Gruppenleiter, Bundesführer, Burgvogt auf der Jugendburg oder als Schriftleiter einer überbündischen Zeitung beinahe wortlos zu dulden bereit war. Nicht ganz wortlos.

Zum Thema Singen, genauer gesagt Singewettstreit. (Vorab: Es gibt etliche kultivierte Gruppen, die gerne und gar nicht mal so schlecht singen, aus sicherlich unterschiedlichen Gründen aber weder an Singewettstreiten teilnehmen noch überhaupt singend vor einem Auditorium stehen möchten, auf einer Bühne. Vielleicht gefällt einigen jedes Gerangel um den Sieg nicht, wird ihnen das Singen einen Gemeinschaftsgeist zum Klang werden lassen, der kein Konkurrieren gegen wen auch immer nötig hat.) Liedgesang ist, zurückgehend auf den alten Wandervogel vor rund 110 Jahren, der deutschen Jugendbewegung bzw. heutigen Bündischen Jugend eine Art Kultur und Lebensgefühl, deutsche Pfadfindergruppen sind davon oft stark geprägt. Als kleine Gruppe oder als Einzelner herausragend gut zu singen, das heißt technisch gut, vor allem aber authentisch (vgl. innere Wahrhaftigkeit; Meißnerformel) und überzeugend (ob protestkulturell, aufrüttelnd, oder romantisch, bezaubernd), verschafft in diesen Kreisen Anerkennung, wird bewundert. (Nun, das klare Denken bleibt da schon mal auf der Strecke.) Mittendrin in einem Singewettstreit befindet die Jury vor allen Dingen, aber nicht ausschließlich, über das möglichst gute Singen. Vielmehr entscheiden die Juroren ein wenig auch um so etwas wie einen Platz in der Nähe des bündischen Olymp, des bündischen Eigentlichen, und sie sind dazu sozusagen befugt. Denn klar ist, dass nicht jeder gewinnen wird. Doch auch ins Amt eines Preisrichters gelange nicht einfach irgendein Profaner oder ein lausiger Zivilist. Etliche Preisrichter hatten vielmehr eine ruhmreiche bündische Herkunft, waren auf dem Meißner 1963 oder dem Allenspacher Hof 1977 oder erlebten 1981 das Hahnenbachtal-Lager „Bünde in Gemeinschaft“, andere waren vielleicht mit Oelb auf Fahrt oder kannten Werner Helwig. Technisch noch so perfekt und wohlklingend zu singen, reicht unter zünftigen deutschen Pfadfindern jedenfalls nicht, denen Singen wenig gilt ohne Tage und Nächte in der Gemeinschaft, ohne die Mühsal der Wanderungen, ohne den Schein und Duft der Lagerfeuer. Diesem ganzheitlichen Ansatz entsprechend, ist durch den bündischen Preisrichter, sehe ich das falsch, nicht nur die Gesangskunst der Gruppe zu bewerten und auszurichten, sondern auch deren Teamgeist und Gruppenkultur, ihr Verständnis von Gemeinschaft, Kameradschaft und Freundschaft. Falls aber Jury auf eine solche Weise funktioniert, sollten künftige Ausrichter von Singewettstreiten ganz besonders gründlich kontrollieren, wer Preisrichter sein darf, wer in (auch sprichwörtlich) jeder Beziehung bündisch nachahmenswert sei, anders gesagt, in welche Richtung gelenkt wird. Auch die Gruppenleiter und Eltern sollten sich fragen, wer genau den Minderjährigen als ein Vorbild an pfadfinderischer Lebenskunst und Lebensführung vor die Nase gesetzt wird, schlichter gefragt, mit welchen Erwachsenen ihre Kinder zusammentreffen. Soweit zum Thema Singewettstreit. (Und wie gesagt, ein gemeinschaftliches Leben mit Liedern geht auch ganz ohne Spaltung in Podium und Auditorium, benötigt weder Bühnen-Show noch Wettbewerb. Hans-Peter Raddatz warnt vor dem Prinzip „charismatische Konkurrenz“[2], bei dem „beste Erfüllung“ zählt und der Verlierer auf der Skala der Ehre absinkt. Vertragen eure, nicht selten in Abgeschiedenheit und Stille entstandenen, Fahrtenlieder den hektischen Rummel um den Sieg, euer aufgekratztes Anhimmeln des sängerisch Ruhmreichsten, das genuin asoziale Prinzip des Winner And Looser?)

Missbrauch in der Jugendbewegung. Hinter hervorgehaltener Hand wurde, vom Meer bis zum Alpenschnee, auf Großfahrten, Jugendburgen oder Sängerfesten getuschelt und geraunt, und dann und wann kam auch einmal ein Fall zur Anzeige und ging durch Gerichtssaal und Presse. Und wurde rasch wieder vergessen jedenfalls aus dem Raum des Besprechbaren verdrängt.

Dass dieselben Täter nicht selten Jahrzehnt für Jahrzehnt aktiv waren, entging dem Bewusstsein oder vielmehr Unbewusstsein der meisten, die Bündische Sache bzw. die Wandervogelidee merkwürdig verehrenden deutschen Pfadfinder (Welche Sache eigentlich genau, welche Idee?). Jedenfalls kam das, was zu sagen gewesen wäre, nicht vernunftgeleitet und verändertes Handeln fordend zur Sprache, und wenn doch, dann nicht öffentlich nachvollziehbar dokumentiert, sondern heimlich. Und ebenso frei wie verantwortungslos begab man sich als durchschnittlicher, bündisch geprägter oder bündisch begeisterter Pfadfinder und Gruppenleiter auch mit Minderjährigen auf die nächste Wallfahrt auf die Hohlenfels (von spätestens 1961 bis 1978), auf den Balduinstein (ab 1974) oder, hier waren nicht die Veranstalter, sondern etliche Gäste das Problem, nach Ottenstein / Ahaus (1985 bis 2007 und 2010), wo allüberall es in manchen Jahren von Missbrauchern nur so wimmelte. Überbündisch konnte man sich der Lagerfeuerromantik hingeben. Die singen doch so schön.

Raum und Zeit, geographisch und historisch. Eine mit OvH jetzt endlich verfügbare Übersicht, selbstverständlich in Schriftform hat der sogenannten Bündischen Jugend gefehlt, eine Art Deutschlandkarte der kindeswohlgefährdenden (Kind ist Mensch unter 18 Jahre) bündischen pädosexuellen Hotspots und der sie umgebenden, pädoerotisch aufgeheizten Gruppen, zudem eine entsprechende Deutschlandgeschichte, eine zeitbezogene Betrachtung und Analyse über die schließlich viele Gruppengenerationen überspannende Aktivität der Missbrauchstäter und ihrer Helfer. Die relative Kurzlebigkeit vieler Gruppen geht mit einer Art von relativer Gedächtnislosigkeit daher, die Täter haben den zeitlichen Überblick und die realen oder potentiellen Opfer können ihr Wissen nicht weitergeben bzw. blicken nicht durch. Durch das Verfügbarmachen der geographischen wie zeitlichen Struktur erfüllt das Ohne vorgehaltene Hand, endlich, den alten pfadfinderischen Anspruch des Be prepared.

Der Postbote klingelt. Das erwartete Paket ist da, man öffnet es und entnimmt das üppige schwere wichtige Buch:

Almut Heimbach: Ohne vorgehaltene Hand. Netzwerke sexuellen Missbrauchs in der deutschen Pfadfinder und Jugendbewegung.

Ja, gering in Höhe und Breite, Format A 6, man hatte es schon vernommen und war durchaus besorgt: Ob das Format zu klein gewählt sein würde, das wichtige Buch dadurch vielleicht unhandlich dick, Schriftgröße oder Zeilenabstand vielleicht zu gering? Man blättert und atmet auf, eine bequeme Lesbarkeit ist gegeben. Auch ein stundenlanges Lesen im OvH (Ohne vorgehaltene Hand) ist möglich, und, das als Warnung, es werden viele Stunden, denn aus dem Weiterlesen kommt jedenfalls ein Kenner der meisten der aufgeführten Orte und Bünde und Täter schier nicht heraus. Die jugendbewegten Nebelschleier des Geraunes und Getuschels zu Papier gebracht und rational durchdrungen zu wissen, die hinter den bündischen Gerüchten, allzu oft die hinter den heimlichen bündischen Wahrheiten stehenden Fakten endlich schwarz auf weiß zu lesen, ermöglicht gegenwärtigen Überblick und Ausblick auf eine verantwortbare Zukunft.

Als skeptischer Beobachter und auch begeisterter Teilnehmer der pfadfinderischen und jugendbewegt-bündischen Szene in den Jahren um das Meißnerfest 1988 will man einen Blick ins Inhaltsverzeichnis werfen, und ahnt schon, dort viele Personen auch dieser eigenen Zeit wiederzufinden. Man wird nicht enttäuscht und findet im Text neben Klarnamen auch etliche chiffrierte Namen, kenntlich gemacht durch ein angefügtes Sternchen. Rasch zähle ich 19 dieser anonymisierten Personennamen und erkenne nach dem Lesen jeweils weniger Zeilen zwölf Herren, die allesamt in rheinischen bündischen Kreisen auftraten, berühmt bis berüchtigt waren, Gegenstand heimlichen Erzählens. Über einige der anonymisierten anderen las man damals in der Presse.

Erstmals hat man mit OvH eine Übersicht zu allen wichtigen problematischen, leider bis heute relevanten Akteuren der letzten Jahrzehnte zu Hand. Beim Lesen beginnen sich die Bruchstücke zum großen Gesamtbild zu ordnen, Gerüchte den Fakten zu weichen. Wieder und wieder sieht man sich der Leser darin bestätigt, wie genau etliche einflussreiche Bündische informiert waren, dass sie die schlimmen Tatsachen an allzu wenige Mitbündische weitergaben, und auch das leider nur hinter vorgehaltener Hand. Manch anderes erweist OvH als Gerücht (andererseits: „Gerüchte sind die Rauchfahnen der Wahrheit“, Zitat von Henry de Montherlant), erklärt die Autorin gut belegt als Halbwahrheit oder sie beweist uns die eine oder andere Mutmaßung als völlig unzutreffend. Der Leser kann nur ahnen, wieviel Aufwand und Energie zum Einholen von derart viel abgesicherter Information notwendig ist.

Das Nebeneinander von Klarnamen und chiffrierten Namen stört beim Lesen im OvH keineswegs, und dem Leser, insbesondere sicherlich dem an Prävention interessierten heutigen jungen Gruppenleiter, könnte oder sollte es vielleicht weniger um das echte Gesicht des Täters gehen, der hoffentlich auf dem Zeltplatz nicht auftaucht, sondern um dessen Eingebettetsein im Vereinsleben und überbündischen Leben, um die Täter-Umfeld-Passung als Teil der Täterstrategie.

Die Buchform zu wählen, und keine Datenbank und schon gar keine Online-Version, erscheint sinnvoll. Eine gewisse Anstrengung des Lesers kann erwartet werden, und die bei einer Papierversion gegebene Möglichkeit des Einlegens von auch mehreren Lesezeichen sowie Chance, das Buch jederzeit auf- oder zuzuschlagen, schafft Distanz bei dem schwierigen und für manchen Leser vielleicht schmerzhaften Thema sexuelle Belästigung bzw. sexueller Missbrauch. Die informativen Fußnoten und wichtigen Verweise ermöglichen dem besonders interessierten Leser guten und immer besseren Überblick, die Relation zwischen Text und Fußnotenteil ist zweckmäßig und gelungen.

Wie angenehm und ermutigend, im Inhaltsverzeichnis und natürlich im Buchtext etliche Namen sowie etliche Fahrtennamen unchiffriert zu lesen. Zur gebotenen Abkehr vom jahrzehntelang geübten überbündischen Einknicken und Tuscheln gehört, relevante Namen und Fahrtennamen klar auszusprechen, beispielsweise und vielleicht zuallererst, ohne länger vor Ehrfurcht zu erstarren, vom propädophilen Netzwerker Alexej Stachowitsch (* 1918 in Stockholm; † 2013 in Limburg an der Lahn) genannt Axi zu lesen und zu sprechen.

Axi. Der, allerdings nur auf den ersten Blick, makellos erscheinende österreichische Soldat sowie deutsche Wehrmachtssoldat, der österreichische Scout und deutsche Nerother, der netzwerkstiftende Balduinsteingründer, der lebenslange Balduinsteiner und bundesgründende Phoenix. Der Verfasser von in einigen Pfadfinderkreisen vor 25 Jahren unkritisch häufig und unkritisch andächtig gesungenen Liedern wie Mein ganzes Leben sei ein Fahren, Der Geist ist müd, Einmal einfach loszusingen. Axi also, der Prediger des jugendbewegt-bündischen Idealismus, gilt einigen Gruppen innerhalb der traditionsbewussten Teile der österreichischen und deutschen Pfadfinderei als ebenso bedeutsam wie einigen Menschen im heutigen Bereich der Jugendbewegung bzw. Bündischen Jugend.

OvH allerdings gibt couragierten Menschen den Raum, über den realen und gar nicht so hehren Stachowitsch zu berichten, der nämlich, wie bereits vor 25 bis 30 Jahren hinter hervorgehaltener Hand geraunt wurde, ganz gern älteren Jungen und jungen Männern an und unter die Wäsche ging.

Der Meister der Knabenliebe pardon Nächstenliebe verwirklichte sich, er dachte an sich und es ging ihm darum, von Zeit zu Zeit einmal loszuspringen, in das volle Leben greifen, zu umarmen was gefällt, das machte ihm Freude (Buchtitel). Chronisch schielte der edel tuende Axi auf ewige 16 Jahre alte Beute, sein kumpelhafter Kamerad auf bleibende 14, eine Hohlenfelser und Balduinsteiner Arbeitsteilung, konkurrenzfrei, kollegial, kameradschaftlich? Wenn aller Idealismus, wenn alle Tagebuchschreiberei seitens Axi nur Getue war, listiger Kulissenbau?

Exkurs.

Oktober 2018, der Meister wäre hundert Jahre alt geworden und der heutige, einst durch Stachowitsch gegründete Verein Jungenbund Phoenix meint:

„Axi war (…), wie wir heute wissen und klar benennen müssen: ein Täter, der gegenüber Jugendlichen übergriffig geworden ist (…). Als Phoenix (…) haben wir uns in den vergangenen Jahren der Aufarbeitung der Schattenseiten unseres Bundesgründers gestellt. Ein vorläufiger Abschlussbericht ist in Arbeit und die Ergebnisse werden auch Niederschlag finden in den anstehenden Publikationen von Almut Heimbach und Sven Reiß. (…) wir stehen nun vor der Frage, wie wir in dieser Situation an Axi erinnern können. Zerfällt seine Lebensleistung angesichts seiner Schatten zu Staub? Sollten wir uns von ihm distanzieren, ihn aus dem Gedächtnis und der Legitimation unseres Bundes und des Bündischen tilgen, oder wäre das gerade zu einfach? Können wir uns noch kritisch-positiv auf ihn beziehen? (…) Wir glauben, dass nicht nur uns als Bund einige unserer formalen und strukturellen Grundlagen in schmerzhafter Weise fragwürdig, ja brüchig geworden sind. Wir werden daher in einen umfassenden und substanziellen Prozess der Selbstvergewisserung gehen. Das, was wir tun und wollen, müssen wir für uns heute neu und unmissverständlich formulieren. Dabei wird sich auch zeigen, inwieweit wir uns weiter auf Axi beziehen können und wollen.“
(Gedanken zu Axis 100. Geburtstag. Veröffentlicht auch auf scouting am 10.10.2018.)

Aber ja, tut endlich was. Warum sollte sich auch euer Verein denn nicht endlich von dem Grenzverletzer emanzipieren, distanzieren? Doch es ist zu befürchten, dass nichts geschehen wird, dass sich der Jungenbund Phoenix weiter auf Axi beziehen wird.

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Durch eine im notorisch dem Antiintellektualismus, der Verklärung zugeneigten jugendbewegt-bündischen Raum, der zudem an der Pflege des Heiligenscheins der ranghohen bündischen Täter bzw. der angeblich gegebenen Makellosigkeit der eigenen Bundesgeschichte interessiert war, bislang allzu selten gebliebene Genauigkeit der Recherche sowie mit bewundernswerter und nachahmenswerter Courage ist es der Autorin gelungen, die auf die Missbrauchspraxis oder Mitwisserschaft bezogene, jahrzehntealte Sprachlosigkeit zu überwinden.

Endlich sind die unter Gruppenleitern einander zugeflüsterten Reisewarnungen nicht mehr notwendig, die den Informierten in Kontexte halbwegs geheimgehaltenen Wissens einbetteten und damit beinahe zu einem Mitverschwörer der Pädo-Täter machten. Wer schweigt, macht sich schuldig. Zum einen. Zum anderen: Wer flüstert, macht sich schuldig.

Zweckmäßigerweise werden auch alte Spannungen zwischen den Bünden oder innerhalb der relevanten Bünde in aller gebotenen Gründlichkeit dargestellt, namentlich der Nachfolgestreit um den 1974 auf Burg Waldeck verstorbenen Bundesführer Oelb (* 1896 in Bonn; Zwillingsbruder des Robert Oelbermann, † 1941 im KZ Dachau), nämlich als der Konflikt zwischen Axi und FM. Auch über den Kauf und späteren Verkauf der Burg Hohlenfels und natürlich über die maßgeblichen Hohlenfelser Akteure und deren bündische Vernetzung Kenntnis zu haben, ist nützlich, um das ab 1974 bestehende, eben durchaus auch auf Missbrauchstaten hin orientierte System Balduinstein zu verstehen.

Die mindestens über drei bis vier Jahrzehnte um den führenden Personalbestand der ajH autonome jungenschaft Hellas, um Axi und seinen (!) Balduinstein, die gj graue jungenschaft oder die (zumeist) schwimmfähige Balduinsteinaußenstelle Falado organisierten Täter und Tatsituationen gleichen der, Planung und Absprache erfordernden, Treibjagd. Erschrocken erblickte die Außenwelt einen Einzelfall dort, einen Einzelfall da, leider meistens, um sich wegzudrehen und zu schweigen. Die erklärlich gerne die hochverehrte Position als Schriftleiter, Redakteur oder Preisrichter einnehmenden, das angeblich großartige Bündische definierenden Täter hingegen behielten den jahrzehntelangen Überblick, ähnlich wie in Kette durch unübersichtliches Gelände vorgehende Treibjäger. Jungen wurden zur Beute. Ob zur Zeit der Feier auf dem Meißner 1988 oder ob die zwanzig Jahre danach, auf das feige Schweigen der an ihrem Ansehen und ihrer Karriere interessierten zahlreichen bündischen Nichttäter war Verlass … feige? Nein, Feigheit war und ist es nicht, sondern aggressives Ignorieren. Die Aggression stürzt dann mit Macht auf den ein, der das Schweigen bricht.

Axi und sein (!) Balduinstein? Allerdings. Irgendwann endgültig in das 1983 gekaufte Haus in Weroth umziehen, ist zwar geringe (16.400 m) Distanz, aber keine Distanzierung. In den gesamten Achtziger wie Neunziger Jahren hatte Stachowitsch Zeit, öffentlich etwas gegen den leider vorhandenen bündischen, speziell jedoch gegen den wenig zufällig, seit Felbertaler und Hohlenfelser Zeiten, in seinem persönlichen Umfeld besonders stark vorhandenen sowie auch durch seine engsten Kameraden begangenen Kindesmissbrauch zu sagen. Wieder und wieder wurde die 1974 auch durch ihn gegründete Jugendburg Tatort, und der unkritisch hochverehrte Axi schwieg. Mindestens noch 1989 weilte Axi gelegentlich auf dem Gelände des Freien Bildungswerkes in Balduinstein.

Den Kontakt hätte abbrechen müssen, wer an Kinder- und Jugendschutz wirklich interessiert ist. Stachowitsch hingegen betonte voller Stolz und Dankbarkeit seine Mitgliedschaft im (propädophilen, Anm.) Sternkreis, als Gründungsmitglied des Freien Bildungswerkes Balduinstein, noch in seiner Feuerrede auf dem Bundestag des Jungenbundes Phoenix Pfingsten 2011. Bei seinem Rücktritt vom Amt des Bundesführers nach 35 Jahren sagte Axi: „Als Bundesführer scheide ich jetzt von Euch, bleibe aber natürlich im Bund und auch im Sternkreis, der mir noch den ehrenden Status eines „Erzhüters des Bundes“ zuerkannt hat – und das auf Lebenszeit – Danke! (Myrrhenstreu. Die Postille des Phoenix, 13, 2011, S. 2-3.)

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Ohne vorgehaltene Hand. Netzwerke sexuellen Missbrauchs in der deutschen Pfadfinder und Jugendbewegung. Ein erfrischender Sturm, der den jahrzehntelang vorherrschenden, niederdrückenden Nebelschleier aus düsterer Ahnung und teilweiser Mitwisserschaft wegbläst. Die allgemeine, seit Jahrzehnten den Missbrauch an Jungen umgebende Sprachlosigkeit hat ebenso ein Ende wie das besondere Getuschel. Den Tätern und ihren Helfern und Helfershelfern wird das Monopol auf Interpretation der jugendbewegt-bündischen Sache entzogen und den Missbrauchsopfern endlich das vorrangige Rederecht gegeben. Mit einem solchen Kompass und Ratgeber, einem derart unbestechlichen, zum eigenen Denken anregenden und die eigene Verantwortlichkeit einfordernden Buch hätte viel Leid verhindert werden können.

Mehr als 1200 Seiten geballte Information, eine enorme Leistung. Ist für unsere Milieus der Fahrtenlieder und Schwarzzelte, die Ecke einer Kohtenbahn ist auf dem Umschlag abgebildet, jemals so konzentriert gearbeitet worden? Wohl kaum, eher schon ist vorstellbar, dass die dem Erfolg vorausgehende, gut dreijährige, allerlei Reisetätigkeit und hunderte Stunden am PC erfordernde Arbeitsintensität bewirken kann, dass Familienangehörige und Freunde einem mehrfach das Sie anbieten.

Zu einem ungetrübten Fahrtenglück für alle daran teilnehmenden Kinder, zu einer guten Jugendbewegung und Jugendarbeit wird OvH wesentlich beitragen.

Das Buch kommt zur rechten Zeit und sollte den Verantwortlichen für Jugendherbergen, Pfadfinderzeltplätze oder Gruppenleiterschulungen bekannt sein.

Ebenso sollte Ohne vorgehaltene Hand von Kinderschützern gelesen werden. Beispielsweise sickern die Aufweicher der Schutzaltersgrenzen in die Kinderehendebatte[3] und die Beschneidungsdebatte[4] ein. Und immer wieder versuchen die politischen Pädostrategen, Initiativen zu unterwandern, welche mit scheinbar vorbehaltlos unterstützenswerten Forderungen daherkommen: Genital Autonomy, Sexuelle Vielfalt[5], Diversität, Interreligiöser Dialog[6].

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

(1984 bis 1989 VCP Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder GNO Gau Nassau Oranien, vorab allerdings sehr kurz gj graue jungenschaft.)

Q u e l l e n

[1] Im Jahre 2000 wurde von den drei Waldeckern Peer (Dieter Krolle), Zar (Günter Seifert) und Rolf Schiel der Peter-Rohland-Singewettstreit ins Leben gerufen, der bis heute jährlich abgehalten und seit 2015 von Markus G., Daniel H. (beide Schlagsaite) und Kerstin Schiel geleitet wird.
Aus: Die Peter Rohland Stiftung. Von Klaus P. Möller [Molo] (1936-2015) und Joachim Michael [Dort zu mike: „Joachim Michael, Dr. jur., geb. 1936, Rechtsanwalt und Notar a. D., kam erstmals 1953 mit der Schwäbischen Jungenschaft auf die Burg“].
https://www.peter-rohland-stiftung.de/images/pdf/PRS-Waldeckbuch.pdf
[ Hunsrück, Baybachtal. ]
14. Peter-Rohland-Singewettstreit auf Burg Waldeck
Zeitpunkt: 6. – 8. September 2013
Moderation Kerstin Schiel und Daniel H.
Jury-Mitglieder: Birte A., Hanno Botsch, Kerstin Botsch, Siegfried B. – Wanja (Freies Bildungswerk Balduinstein), Barbara F. (DPB Ubier), Michael K. – Pint (Zugvogel), Peter M. – Pit (DPB Mosaik), Kerstin M., Hannah M. – Frodo (Deutsche Freischar), Heike und Sven V.
https://www.burg-waldeck.de/images/INFO13.pdf
11. Peter-Rohland-Singewettstreit
Fr, 3. September 2010 – So, 5. September 2010
Burg Waldeck – Dorweiler
Moderation: Hans-Dietrich M. (Bömmes) und Uli H. Begrüßung durch den ABW-Vorsitzenden Reiner K. (Brummel)

Jury-Mitglieder: Birte A., Hanno Botsch (ABW), Kerstin Botsch, Barbara F. (DPB Ubier), Ingo I., Helm König (ABW), Hannah M. – Frodo (Deutsche Freischar), Martin S. – Caligula (Freies Bildungswerk Balduinstein), Jörg S. – Plauder (Zugvogel), Sven V.
https://www.burg-waldeck.de/de/veranstaltungen/event/19-11-peter-rohland-singewettstreit.html
[ Ottenstein meint das Sängerfest des Zugvogel Deutscher Fahrtenbund. Das Treffen bestand in den Jahren 1985 bis 2007 und 2010 auf einer Wiese zwischen Ottenstein (zu Ahaus) und Doemern (zu Vreden), Kreis Borken, westliches Münsterland. ]
Kerstin, Wanja, Pinte, Armin, Hexe, Helm, Old Church.
Aus: Die längste bündische Theke hat jetzt geschlossen | scouting
Gepostet von almi (Redaktion; DPB) am 16.06.2007 in Singewettstreit

Die längste bündische Theke hat jetzt geschlossen


[ Erinnert bei der ABW zum Tod des Albrecht Stempel ] durch den beitritt in den sternkreis und somit als gründungsmitglied des freien bildungswerkes balduinstein hat brecht sich ganz und gar dem aufbau des bildungswerkes gewidmet
köpfchen 4/2002 Februar 2003
https://edoweb-rlp.de/resource/edoweb:4243495/data
Hans-Albrecht Stempel (* 06. 03.1907, † 23.09.2002 auf Burg Balduinstein) war bereits in den 20er Jahren ein Nerother Wandervogel und dort mit Werner Helwig befreundet, von dem er den Fahrtennamen „brecht“ erhielt. Er war 1926 bei der Gründung des „Bundes der Wandervögel und Pfadfinder“ (BdWuP, später „Deutsche Freischar) dabei und war während des 3. Reiches zusammen mit Alfred Zschiesche im bündischen Widerstand in Wiesbaden tätig. 1974 gründete er gemeinsam mit Freunden, darunter Alexej Stachowitsch (axi) den Verein Freies Bildungswerk Balduinstein. Brecht wohnte und wirkte bis zuletzt auf Burg Balduinstein.
https://www.scout-o-wiki.de/index.php/Albrecht_Stempel
Der Nerotherbund wurde unter Leitung des ABW-Mitglieds Brecht Stempel mit Freunden aus dem Rheinland und Bremen 1946 neu gegründet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsgemeinschaft_Burg_Waldeck
Baybach
https://de.wikipedia.org/wiki/Baybach

[2] Diese Kontrolle erfolgt unter den Regeln der Scharia, deren konformierende Wirkung wiederum eine „charismatische Konkurrenz“ um ihre beste Erfüllung erzeugt. Wie alle Ideologien, die das Bewusstsein vereinnahmen, spendet sie Macht und hat daher auch ihre Wirkung auf die westlichen Eliten nicht verfehlt.
(Europa im Konflikt zwischen Toleranz und Ideologie. Von Hans-Peter Raddatz. Vortrag in Mannheim vom 14.07.2006. Bei haGalil am 25.07.2006.)
http://www.hagalil.com/archiv/2006/07/islam.htm

Europa im Konflikt zwischen Toleranz und Ideologie


Daraus folgt, daß je weiter die Entscheidung trägt, je „transzendenter“ die Wertvorstellung ist, und je mehr andere an ihr teilnehmen, desto größeren Erfolg die Tat verspricht. Dieser Kontext erzwingt eine entsprechend konsequente „Anstrengung“, d. h. die charismatische Konkurrenz um die „richtige“ Tat und die Ermittlung der „besten“ Ausführenden.
(Assisi und zurück. „Dialog“ mit Allah im Spiegel der Päpste. Von Hans-Peter Raddatz. Erschienen in: Die neue Ordnung (2006).)
http://www.die-neue-ordnung.de/Nr32006/HR.html
http://www.tendenzen.de/aktuell/aktuell2006/text0706.html

[3] Petition gegen Kinderehen 20.08.2016 Eherecht Pet 4-18-07-4030-036062 (das neue Aktenzeichen) Pet 4-18-07-99999-036062 (anfangs zugeteilt)
Keine Heirat unter achtzehn – auch nicht auf Kinderwunsch
„(…) Im EU-Mitgliedsland Griechenland verheiratet Cemali Meço (Μέτσο Τζεμαλή) nachweislich auch 12 oder sogar 10 Jahre alte Mädchen. Als Mufti von Komotiní (Κομοτηνή, türk. Gümülcine) nimmt er jene weiblichen Kinder, die angeblich unbedingt heiraten wollen, in Augenschein und befindet sie ggf. für „reif genug“ zur Ehe. Griechenlands Kinderheiraten, Kinderbräute und Kinderschwangerschaften wurden durch die Verträge von Lausanne (1923) und Sèvres (1920) abgesichert, was die bis zum Tag der Auferstehung gültige Scharia (Σαρία) ins griechische Familienrecht implementierte (ob das muslimische Minderheitenrecht nur in Ostmakedonien und Thrakien oder in ganz Griechenland gilt, ist umstritten). Eine derartige Rechtsspaltung kann ein Staat, der allen seinen Bürgerinnen und Bürgern gleiche Chancen auf Selbstbestimmung, Gesundheit und Bildung garantieren will, nicht dulden, die Scharia darf nicht integriert werden, weder in Hellas noch in Deutschland, auch nicht im Familienrecht. Die Europäische Union hat keine internen Schariazonen bzw. Zonen mit kinderfeindlichen, hier speziell mädchenfeindlichen Gesetzen zu inkludieren. (…)“
https://schariagegner.wordpress.com/2016/08/20/petition-gegen-kinderehen/
In January, the grand mufti, Abdul Aziz al-Sheikh, said girls as young as 10 may be married according to Islam and stressed that Islamic law is not by any means oppressive to women as he lashed out at critics.
„If a girl exceeds ten or twelve then she is eligible for marriage, and whoever thinks she is too young, then he or she is wrong and has done her an injustice,“ he said.
http://www.alarabiya.net/articles/2009/02/21/66952.html
„We hear a lot in the media about the marriage of underage girls,“ he said, according to the newspaper. „We should know that Shariah law has not brought injustice to women.“
http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/01/17/saudi.child.marriage/index.html
Islam: A Declaration Of European Muslims
Bosnian Muslim leader Mustafa Ceric. On 24.02.2006, Bosnia-Herzegovina Mustafa Ceric issued the Declaration of European Muslims from the Zagreb mosque.
(f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;
https://www.rferl.org/a/1066751.html
Wege zu finden, wie muslimisches Recht für Personenstandsangelegenheiten, wie z.B. Familienrecht, anerkannt werden kann.
opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law
https://schariagegner.wordpress.com/2015/08/01/rueckkehr-des-patriarchats-polygame-ehe/

[4] Die Pressemappe
„(…) Droit au Corps (DaC), wörtlich „Recht auf Körper“, will die weltweiten nichttherapeutischen Zirkumzisionen nicht etwa abschaffen, sondern mit einem auf Mitgefühl basierenden Dialog aller Beteiligten begleiten. Schließlich stehe in der Ethik des Vereins die Verminderung (tierischen und) menschlichen Leidens an erster Stelle (whose ethics give priority to the alleviation of suffering). Ohne Not und ohne rot zu werden argumentiert DaC 2019 nur noch gegen die Kleinjungenbeschneidung und Beschneidung männlicher Säuglinge, denn allenfalls bzw. nur die zwölfjährigen und jüngeren Jungen hält DaC für nicht einwilligungsfähig. (…) Die verhängnisvollen rechtlichen Folgen im Hinblick auf Kindesmissbrauch und Kinderehen sind genau im Blick zu behalten, sobald jemand anfängt, von der genitalen Autonomie (genital autonomy) eines Minderjährigen zu reden. Wer sich durch einen Erwachsenen den sensitiv wichtigsten Anteil des Genitals amputieren lassen darf, die Penisvorhaut entspricht sensorisch der Klitoris, dem wird man den Sex mit Erwachsenen oder das Heiraten eines Erwachsenen vermutlich nicht untersagen können – Droit au Corps denkt an Dreizehnjährige mit der faulen Ausrede, ein „nicht zu vernachlässigender Teil“ dieser Kinder hätte doch ohnehin schon heterosexuellen Sex (pénétration vaginale … un nombre non négligeable de jeunes explorent à partir de 13 ans selon les statistiques disponibles … vaginal penetration … a significant number of young people explore from the age of 13 according to available statistics). Körper wie Psyche jedes Dreizehnjährigen oder auch Fünfzehnjährigen jedoch sind noch lange nicht erwachsen, Kindheit bzw. Kind ist keine abstrakte Konstruktion verständnisloser oder Kinder unterdrückender Erwachsener. Nichtheterosexuelle Sexualkontakte des Kindes hat DaC dabei aus dem Blickfeld geschoben. Wer Aushandlungsprozesse ritueller Beschneidungen plant oder für wünschenswert hält, macht sich zum Komplizen der schweren Menschenrechtsverltzung jeder Genitalverstümmelung. DaC sollte seine die genitale Unversehrtheit Minderjähriger aufs Spiel setzenden Pläne unverzüglich beenden und insbesondere von einer Minderjährige (Menschen unter 18 Jahre) betreffenden Beratungslösung Abstand nehmen. Die betrachtete Pressemappe ist zurückzuziehen und zu überarbeiten nach dem intaktivistischen sinngemäßen Grundsatz: „Ob Mädchen oder Junge, keine Beschneidung unter 18 Jahren“. (…)“
https://schariagegner.wordpress.com/2019/07/05/kinder-an-die-macht/

[5] Zur einer Demo für sexuelle Vielfalt (für den Bildungsplan 2015), Stuttgart 2014, hatte neben der Interessengemeinschaft Christopher Street Day (IG CSD) ebenfalls Krumme 13 aufgerufen, eine pädophile Lobby.

[6] Dialog mit dem Islam
Interreligiöser Dialog läuft ebenfalls in Gefahr, die in der kulturellen Moderne mühselig errungenen Schutzaltersgrenzen einzureißen. Wenn oder sobald der eheliche Geschlechtsverkehr mit einer Braut von neun Jahren (Mondjahren, also achteinhalb) heilssichernde Religionspraxis ist, Religion, ist der Einsatz für mehr Kinderschutz unrechtes Teufelszeug (ẓulm; vgl. ẓālimūn, Übeltäter), Verderbenstiften auf Erden (persisch Mofsed-e-filarz).
Mofsed-e-filarz (Persian: مفسد فی الارض‎, also Mofsed fel-Arz, Afsad-i fil Arz, or fasad-fel-arz, Arabic: المفسد في الأرض‎ Al-Mufsid fi al-Arḍ, also fasad fi ‚l-arḍ) is the title of capital crimes (or the person guilty of them) in the Islamic Republic of Iran, that has been translated in English language sources variously as „spreading corruption on Earth“, „spreading corruption that threatens social and political well-being“, „corrupt of the earth; one who is charged with spreading corruption,“ „gross offenders of the moral order“, and „enemies of God on Earth.“
https://en.wikipedia.org/wiki/Mofsed-e-filarz

DW 10.01.2018
Greece limits Islamic Sharia law courts for Muslim minority
The Greek parliament has changed a century-old law that gave Islamic courts priority over family law matters among the Muslim minority in Western Thrace.

https://www.dw.com/en/greece-limits-islamic-sharia-law-courts-for-muslim-minority/a-42088793

Turkey ‘Concerned’ Over Greek Changes to Islamic Law in Thrace
By Tasos Kokkinidis – 11.01.2018

(…) In a statement Turkey’s foreign ministry warned Athens against infringing upon the prerogatives of elected Muslim jurists (muftis) in Western Thrace, shortly after the country passed legislation amending the way Islamic law is applied in the region.
Greece’s parliament voted overwhelmingly to make the practice of sharia law in family disputes optional for the country’s Muslim minority earlier this week.
The legislation will allow Muslim litigants to opt for a Greek civil court to resolve family disputes rather than appealing to locally-elected Islamic jurists.
For family law matters, Greek Muslims generally seek recourse to muftis on issues such as divorce, child custody and inheritance. Rights groups say it is a system that frequently discriminates against women.
The issue has its origins in the period after World War I, and treaties between Greece and Turkey that followed the collapse of the Ottoman Empire. (…)

Turkey ‘Concerned’ Over Greek Changes to Islamic Law in Thrace

Sharia Law Becomes Optional for Greece’s Muslim Minority
By Tasos Kokkinidis – 10.02.2018
The bill on Sharia law is a historic step for Greece, Prime Minister Alexis Tsipras said in a tweet on his official page.
“The government is taking a historic step today, bringing to Parliament the bill on Sharia law that expands the equality and equity enjoyed by all Greeks without exception,” Tsipras said.

Sharia Law Becomes Optional for Greece’s Muslim Minority

Αλ. Τσίπρας: «Ιστορικό βήμα» το νομοσχέδιο της κυβέρνησης για τη σαρία

Δημοσίευση 9 Ιανουαρίου 2018, 17:35 / Ανανεώθηκε 9 Ιανουαρίου 2018, 17:03

http://newpost.gr/politiki/5c125ec156dccb7e13e4fcbd/al-tsipras-istoriko-bhma-to-nomosxedio-ths-kybernhshs-gia-th-saria

Τσίπρας: Ιστορικό βήμα το νομοσχέδιο για τη Σαρία

09.01.2018 | NEWSROOM IEFIMERIDA.GR

Δήλωση για τον νόμο σχετικά με την εθελοντική εφαρμογή του νόμου της Σαρία στη Θράκη έκανε ο πρωθυπουργός κι ενώ το θέμα συζητείται στη Βουλή.

Ο Αλέξης Τσίπρας χαρακτήρισε την νομοθετική πρωτοβουλία ιστορικό βήμα για την ισονομία και την ισοπολιτεία για τα μέλη της μειονότητας στη Θράκη και εμφανίστηκε αποφασισμένος να προχωρήσει και σε άλλες μεταρρυθμίσεις.

Αναλυτικά η δήλωση του πρωθυπουργού:

«Η κυβέρνηση κάνει σήμερα ένα ιστορικό βήμα, φέρνοντας στη Βουλή το νομοσχέδιο για τη Σαρία, που διευρύνει και εμβαθύνει την ισονομία και την ισοπολιτεία για όλες τις Ελληνίδες και όλους τους Έλληνες.

Ως μέλος της Ευρωπαϊκής Ένωσης, η χώρα μας έχει οικειοθελώς δεσμευθεί με συγκεκριμένες συνθήκες, όπως η Ευρωπαϊκή Σύμβαση Δικαιωμάτων του Ανθρώπου.

Με την παρούσα ρύθμιση η κυβέρνηση, σεβόμενη σε κάθε περίπτωση τα ιδιαίτερα χαρακτηριστικά της μουσουλμανικής μειονότητας της Θράκης, αποκαθιστά αδικίες που έγιναν κατά το παρελθόν εις βάρος μελών της, με την εξαίρεσή τους από το καθεστώς των νομικών εγγυήσεων και των ατομικών ελευθεριών, που θα πρέπει να απολαμβάνουν όλοι οι Έλληνες πολίτες.

Με επιμονή στην ανάγκη για διάλογο, ψύχραιμη αντιμετώπιση, και με συνείδηση της σοβαρότητας των θεμάτων, οφείλουμε να προχωρήσουμε με σταθερά βήματα σε μεταρρυθμίσεις, που θα αναβαθμίζουν τα δικαιώματα και τη ποιότητα ζωής της μουσουλμανικής μειονότητας της Θράκης».

https://www.iefimerida.gr/news/388016/tsipras-istoriko-vima-nomoshedio-gia-ti-saria

[ Im EU-Mitgliedsland Griechenland verheiratet Cemali Meço (Μέτσο Τζεμαλή) nachweislich auch 12 oder sogar 10 Jahre alte Mädchen. Als Mufti von Komotiní (Κομοτηνή, türk. Gümülcine) nimmt er jene weiblichen Kinder, die angeblich unbedingt heiraten wollen, in Augenschein und befindet sie ggf. für „reif genug“ zur Ehe. Griechenlands Kinderheiraten, Kinderbräute und Kinderschwangerschaften wurden durch die Verträge von Lausanne (1923) und Sèvres (1920) abgesichert, was die bis zum Tag der Auferstehung gültige Scharia (Σαρία) ins griechische Familienrecht implementierte (ob das muslimische Minderheitenrecht nur in Ostmakedonien und Thrakien oder in ganz Griechenland gilt, ist umstritten). Eine derartige Rechtsspaltung kann ein Staat, der allen seinen Bürgerinnen und Bürgern gleiche Chancen auf Selbstbestimmung, Gesundheit und Bildung garantieren will, nicht dulden, die Scharia darf nicht integriert werden, weder in Hellas noch in Deutschland, auch nicht im Familienrecht. Die Europäische Union hat keine internen Schariazonen bzw. Zonen mit kinderfeindlichen, hier speziell mädchenfeindlichen Gesetzen zu inkludieren. ]

In May 2006, the appointed Mufti of Komotini expressed his view that „nowhere in the history of Islam has there been an elected mufti.“

The Government recognizes Shari’a (the Muslim religious law) as the law regulating family and civic issues of the Muslim minority in Thrace. The First Instance Courts in Thrace routinely ratify decisions of the muftis who have judicial powers on civic and domestic matters. The National Human Rights Committee, an autonomous human rights body that is the Government’s advisory organ on protection of human rights, has stated that the Government should limit the powers of the muftis to religious duties and should stop recognizing Shari’a, because it can restrict the civic rights of citizens it is applied to. There are arranged marriages among underage Roma and Muslims, although Greek civil law forbids marriages of children under age eighteen. A parent or legal guardian, however, may apply for a judicial permit for the marriage of an underage person from a First Instance Court in cases of „extraordinary circumstances,“ such as pregnancy.

(International Religious Freedom Report 2006. Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor. U.S. Department of State.)

http://www.state.gov/j/drl/rls/irf/2006/71383.htm

Mufti Cemali Meço

https://el.wikipedia.org/wiki/%CE%9C%CE%AD%CF%84%CF%83%CE%BF_%CE%A4%CE%B6%CE%B5%CE%BC%CE%B1%CE%BB%CE%AE

h t t ps://www.youtube.com/watch?v=3QfwNqG-voI

h t t ps://www.youtube.com/watch?v=ZlyjMFGhk6w

[ Im Jahre 2006 erschien eine aus Griechenland stammende, ethnisch türkische schwangere Elfjährige mit ihrem islamrechtlich angeheirateten 20-jährigen Ehegatten Hassan N. in Düsseldorf. Eilig schickte man die Kindbraut zurück nach Hellas, der Leiter des Düsseldorfer Jugendamts reiste mit. ]

Vor zwei Jahren tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mittwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte. […]

An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. Die Zwangsehen sind zwar selten. Da sie aber Griechenland als EU-Mitglied absegnet, sind sie auch in Deutschland gültig.

(Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby. Von Barbara Kirchner. Express, 11.06.2008.)

http://www.express.de/unglaublicher-fall-zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby-22167452

Das verheiratete Kind

(Von Uta Keseling. Die Welt, 25.02.2005.)

Es war Liebe“, sagt Nurays [Name geändert] Mutter, und auch Nuray, die zwölfjährige Braut in Kopftuch und Blümchenrock, sagt: „Ja, es war Liebe“ und versucht, dabei nicht allzu stolz auszusehen. […]

Es soll Liebe gewesen sein, sagen alle, die dazu geführt habe, daß im vergangenen Sommer der 22jährige Levent Metin [Name geändert] die damals elfjährige Nuray aus der armen nordgriechischen Provinz Thrakien heiratete und mit nach Düsseldorf brachte, wo er heute lebt. Alle, das sind Nuray, ihre Familie, der Mufti, der als religiöses Oberhaupt die Trauung besiegelte – und auch das Jugendamt in Düsseldorf, dessen Leiter sagt: „Sie hat ihn wohl freiwillig geheiratet“, und das Mädchen dennoch zurück nach Griechenland brachte. Persönlich.

[…] in Thrakien, wo etwa ein Drittel der 338 000 Menschen Muslime sind. Der Mufti der Universitätsstadt Komotini, Meco Cemali, hat Nurays Hochzeit amtlich besiegelt. Er ist vom griechischen Staat bestellt, sein Amtsgebäude im Zentrum der Stadt ist zugleich Standesamt und Friedensgericht, zuständig für etwa 60 000 Muslime, die Hälfte der Bevölkerung des Bezirks Rodopi. In den 123 dazugehörigen Dörfern verrichten staatlich bestellte Imame Gottesdienste und religiöse Zeremonien.

„Es gibt kein Land, das einem Mufti so weitreichende Kompetenzen einräumt“, sagt der Mufti stolz. In einem kalten, großen, leeren Raum gewährt er unter den obligatorischen Mekka-und-Medina-Postern Audienz. Draußen warten Menschen mit Formularen in der Hand. Er selbst habe seine Imame aufgefordert, Mädchen unter 17 Jahren nicht zu verheiraten, sagt der Mufti. Wenn jedoch ein Mädchen selbst die Heirat unbedingt wolle, nehme er es persönlich psychologisch und physisch in Augenschein und entscheide, ob es reif genug sei. Wenn ja, spräche das islamische Recht nicht gegen die Ehe. Der Mufti sagt: „Daß Zwölfjährige verheiratet werden, kommt nur alle drei oder vier Jahre vor.“

http://www.welt.de/print-welt/article495796/Das-verheiratete-Kind.html

Text in Arbeit

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Eine Antwort to “505. Jugendgruppe: Missbrauchsprävention”

  1. Бальдуинштайн Says:

    .

    Jugendburg Balduinstein: Haft nach Missbrauch – Rhein-Lahn-Zeitung

    Diez/Balduinstein

    Jugendburg Balduinstein: Haft nach Missbrauch

    Im Missbrauchsprozess um die Jugendburg Balduinstein ist der 74-jährige Angeklagte am vierten Verhandlungstag wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu zwei Jahren Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt worden. Das Schöffengericht Diez unter Vorsitz von Richter Martin Böhm ahndet mit dem Urteil nach langwieriger Beweisaufnahme mit immer neuen Beweisanträgen zwei Fälle von schwerem sexuellem Missbrauch aus dem Jahr 2002.

    https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/rhein-lahn-zeitung-diez_artikel,-jugendburg-balduinstein-haft-nach-missbrauch-_arid,1945152.html

    Und nun hats den Chef der #Balduinstein-Truppe also doch noch erwischt. Mit 74 muss er büßen – für zwei Mal #Missbrauch. Und der mutige Richter spricht es aus: es war eine Serie von Taten, wir können nur diese ahnden

    h t t ps://twitter.com/ciffi/status/1103989987291422720

    Ganz wichtiges Urteil zu so genannten Jugendburg #Balduinstein, die in Wahrheit Pädoburg war. Inzwischen mehrere Urteile und nun wurde auch der Chef und #Missbrauch‘er dito zu 2 Jahren ohne Bewährung verurteilt #jugendbewegung

    h t t ps://twitter.com/ciffi/status/1103982188817772549

    Was war los auf der Pädoburg? Nach Jahren wird endlich gegen die mutmaßlichen Täter der Burg Balduinstein verhandelt.

    Auf der #Balduinstein hatten die Tatverdächtigen jeweils einen „Lieblingspimpf“, der dann nicht im Kollektiv der Wandervogel-Gruppe übernachtete, sondern erst alkoholisiert und dann in den jeweiligen Privatraum im Obergeschoss der Burg gebracht wurde. Organisierter #Missbrauch

    h t t ps://twitter.com/ciffi/status/1091231137031172097

    Urteil: Schuldig | scouting

    07.03.2019 – „Pädo-Netzwerk Balduinstein“: Weiteres Urteil gesprochen (…)

    Auch weil der Angeklagte während des Verfahrens keine Reue oder Bedauern anzeigte, sah es von der Aussetzung der Strafe auf Bewährung trotz u.a. günstiger Sozialprognose, hohem Alter des Täters und fehlenden Vorstrafen ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Mehrere Prozessbeteiligte gehen davon aus, dass gegen das Urteil wohl binnen einer Woche Rechtsmittel eingelegt werden.

    https://scouting.de/urteil-schuldig/

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